Tag-Archiv | Sissi

Träume und Gedichte – Jänner 2019

Seit mich mein Engel nicht mehr bewacht,
kann er frei seine Flügel entfalten
und die Stille der Sterne durchspalten, –
denn er muss meiner einsamen Nacht
nicht mehr die ängstlichen Hände halten –
seit mich mein Engel nicht mehr bewacht.

🌟Sisi🌟

Rainer Maria Rilke

Foto: Sternenkaiserin – Sisi


Vor meinem eignen Tod ist mir nicht bang.
Nur vor dem Tode derer, die mir nah sind.
Wie soll ich leben, wenn sie nicht mehr da sind?
Allein im Nebel tast ich tot entlang
und lass mich willig in das Dunkel treiben.
Das Gehen schmerzt nicht halb so wie das Bleiben.
Der weiß es wohl, dem Gleiches widerfuhr,
und die es trugen, mögen mir vergeben.
Bedenkt: Den eignen Tod, den stirbt man nur,
doch mit dem Tod der andern muss man leben.

🌟Sisi🌟

Mascha Kaléko

Vielen Dank an Schloss Ruegers für die Einladung

Foto: sternenkaiserin.com – Marie


Und die Seele unbewacht
Will in freien Flügen schweben,
Um im Zauberkreis der Nacht
Tief und tausendfach zu leben.

🌟Sisi🌟

Hermann Hesse

Foto: sternenkaiserin.com – Sisi


🌟 Liebe Sternenkaiserin Freunde! 🌟

Ich möchte euch heute einmal eine kleine Erfolgsgeschichte erzählen – auf die das gesamte Team und ich – sehr stolz sind.

🌟🌟 Unser Sternenkaiserin Blog 🌟🌟(www.sternenkaiserin.com)

Gestartet wurde er am 27.12.2016.

Leser 2016 – 375
Leser 2017 – 46.830
Leser 2018 – 120.650 (!)
Leser 2019 (bis heute) – 11.015

Diese Zahlen haben uns regelrecht umgehauen.

Weiter geht’s:

Der beste Beitrag bis jetzt, war jener über die Kindheit von Kaiserin Elisabeth:

https://sternenkaiserin.com/category/historische-beitraege/kaiserin-elisabeth/

Alleine dieser eine Beitrag hat uns diese Zahlen an Leser eingebracht:

24.12.2018 – 2.494 Leser
25.12.2018 – 5.694 Leser (!)
26.12.2018 – 4.872 Leser
27.12.2018 – 1.171 Leser
28.12.2018 – 1.131 Leser
29.12.2018 – 1.239 Leser
30.12.2018 – 910 Leser

Von 0 – 20 Leser pro Tag, haben wir mittlerweile einen Durchschnitt zwischen 300 und 750 Leser pro Tag (!) erreicht – ohne Verlinkung zu jeweiligen Geburtstagen oder Beiträgen; an solchen Tagen dementsprechend mehr.

Wir haben 74 Emailfollower – sie erhalten also unsere Links per Email zugestellt.

Der Rest erfolgt via Facebook und Instagram.

Der Blog wurde noch nie (!) beworben. Alleine mit der Kraft von unseren Social Media Seiten und den Schlagwörtern konnten wir den Blogzugriff (fast) verdreifachen.

🌟 Unser Leserranking – nach Ländern: 🌟

1. Platz – Deutschland mit 68.446 Lesern
2. Platz – Österreich mit 26.453 Lesern
3. Platz – Vereinigte Staaten mit 6.397 Lesern

Der Rest der Leser ist auf folgende Länder (nach Reihenfolge) aufgeteilt:

Schweiz – Spanien – Italien – Frankreich – Niederlande – Mexiko – Argentinien – Ungarn – Vereinigtes Königreich – Tschechische Republik – Polen – Slowakei – Sonderverwaltungszone Hongkong – Belgien – Brasilien – Kanada – Japan – Luxemburg – Chile – Europäische Union -Kroatien – Griechenland – Russland – Australien – Portugal – Schweden – Kolumbien – Ukraine – Slowenien – Dänemark – Rumänien – Malaysia – Türkei – Südkorea – Peru – Irland – Uruguay – Norwegen – Finnland – Israel – Ecuador – Venezuela – Südafrika – China – Paraguay – Pakistan – Costa Rica – Liechtenstein – Serbien – Bosnien und Herzegowina – Indien – Thailand – Bulgarien – Taiwan -Saudi-Arabien – Puerto Rico – Bolivien – El Salvador – Guatemala – Honduras – Singapur – Belarus – Neuseeland -Albanien – Dominikanische Republik – Marokko – Indonesien – Estland – Vereinigte Arabische Emirate – Mazedonien – Malta – Katar – Ägypten – Philippinen – Mauritius – Lettland – Malediven – Panama – Tunesien – Jordanien – Vietnam – Litauen – Armenien – Kuba – Namibia – Andorra – Cote d’Ivoire – Zypern – Nigeria – Ghana – Sri Lanka – Aserbaidschan – Mongolei – Kirgisistan – Guadeloupe – Irak – Senegal – Usbekistan – Montenegro – Palästinensische Autonomiegebiete – Togo – Mosambik – Antigua und Barbuda – Oman – Uganda – Jamaika – Tansania – Nepal – Georgien – Albanien

Uff…

Wir sind sprachlos und wirklich dankbar. Wir sind aber auch stolz auf diesen Erfolg: denn er gibt uns Recht und sagt uns, dass der Blog mit Qualität gefüllt wurde und die Beiträge ankommen.

♥️♥️ Danke!! Vielen vielen Dank für euer Interesse und eure Treue!! ♥️♥️

2019 – wir kommen!!

~ Marie ~ & 🌟Sisi🌟
👑Sophie👑 & 🌼Ida🌼

💜lichen Dank an Schloss Ruegers für die Einladung.

Foto: Prinz Barbara Fotografin mit Herz


Das Kind, dem ein fürstlich Kleid
man anzog, und das Juwelen um seinen
Nacken trägt, verliert alle Freude an seinem
Spiel, behindert vom Kleid bei jedem Schritt.

Aus Furcht, es könnte zerreißen, vom
Staube befleckt sein, hält es sich fern von
der Welt und fürchtet beinah sich zu regen.

Es ist kein Gewinn im Zwang
dieses Putzes, wenn er uns ausschließt
vom heilsamen Staube der Erde, wenn
er des Rechts uns beraubt, hinzuzutreten
zum großen Markt des gemeinen menschlichen
Lebens.

🌟Sisi🌟

Rabindranath Tagore

Vielen Dank für die Einladung an Schloss Ruegers❤️

Foto: sternenkaiserin.com – Marie


Nur ein paar Birken, Einsamkeit und Leere,
Ein Sumpf, geheimnisvoll, ein Fleckchen Haide,
Der Kiebitz gibt mir im April die Ehre,
Im Winter Raben, Rauch und Reifgeschmeide,
Und niemals Menschen, keine Grande Misère,
Nichts, nichts von unserm ewigen Seelenleide.
Ich bin allein. Was einzig ich begehre?
Grast ihr für euch, und mir laßt meine Weide.

👑Sophie👑

Detlev von Liliencron

Vielen Dank für die Einladung an Wasserschloss Totzenbach ❤

Foto: Prinz Barbara Fotografin mit Herz


Warum werden Spiegel im Alter matt?
Weil jeder maßlos genossen hat.
Denn sind sie glücklich, die schönen Frauen,
Tun sie geschwind zu dem Spiegel schauen.
Und mußten zarte Frauen mal weinen,
Trocknen am Spiegel die Tränen, die feinen.
Immer müssen die heimlichsten Frauen
Herzenswünsche dem Spiegel vertrauen.

Wie oft habe ich einen Spiegel beneidet,
Weil meine Liebste sich an ihm weidet!
Wie oft habe ich ihren Spiegel verflucht,
Da ich warten mußte, wenn sie ihn besucht.
Gar manche hat alle Männer verhöhnt
Und lächelnd nur ihren Spiegel verwöhnt.

Ich schlüge gern all‘ die Spiegel ein,
Sie verführen die Frau’n durch Schmeichelein.
O Gott, wenn ich selbst doch ein Spiegel wär!
Denn jede trennt sich von ihm so schwer.

👑Sophie👑

Max Dauthendey

Vielen Dank für die Einladung an Schloss Eckartsau ❤

Foto: sternenkaiserin.com – Marie


Mir persönlich, meinem Herzen, steht zweifellos ein Wissen offen, das dem Verstand unerreichbar ist, doch ich möchte beharrlich mit dem Verstand und in Worten dieses Wissen ausdrücken.

Anna Karenina

Buch: Anna Karenina
Autor: Leo Tolstoi
Zitat: die-satzfischerin.de

💜lichen Dank dem wunderschönen Schloss Eckartsau für die Einladung 💜

Foto: sternenkaiserin.com – Marie


Je crois en Dieu,
le Père tout-puissant,
Créateur du ciel et de la terre.
Et en Jèsus-Christ,
son Fils unique, notre Seigneur; qui a été conçu du Saint-Esprit
est né de la Vierge Marie,
a souffert sous Ponce Pilate,
a été crucifié, est mort, a été enseveli
est descendu aux enfers,
le troisième jour est ressuscité des morts,
est monté aux cieux,
est assis à la droite de Dieu le Père tout-puissant
d’où il viendra juger les vivants et les morts.

Je crois en l’Esprit-Saint,
à la sainte Église catholique,
à la communion des saints,
à la rémission des péchés,
à la résurrection de la chair,
à la vie éternelle.

Amen.

🌟Sisi🌟

Foto: sternenkaiserin.com – Marie


Die Fabel und die Wahrheit zeugt,
Daß nichts an Macht der Schönheit gleicht.
Herr Adam, holder Reize wegen,
Verscherzte sich des Himmels Segen.
Herr Paris reizte Griechenland
Zur Wut; sein Troja ward verbrannt.
Ein unglücksel’ger Apfel brachte
Die Staupen her, eh‘ man es dachte.
O hätten beide sie erblickt,
Sie, die hier unsre Fluren schmückt:
Den Apfel hätte mit Begier
Genommen Adam gleich von ihr,
Und Paris würd‘ ihn ohn Bedenken
Dir, liebenswürd’ge Liebste, schenken.

🌟Sisi🌟

Johann Martin Miller

Vielen Dank an die Einladung an Trauttmansdorff – Die Gärten / I Giardini / The Gardens❤️

Foto: sternenkaiserin.com – Marie


Lichterschein
sanfte Bilder
malst du
an die Wand

Und die Seele findet
zwischen den Lichtern
ein kleines Zuhause

~ Marie ~

Engelbert Schinkel

💜lichen Dank dem wunderschönen Palmenhaus der Bundesgärten_Wien im Schloß Schönbrunn für die Einladung.

Foto: sternenkaiserin.com – Marie


O wonnigliche Reiselust,
an dich gedenk ich früh und spat!
Der Sommer naht, der Sommer naht,
Mai, Juni, Juli und August,
da quillt empor,
da schwillt empor
das Herz in jeder Brust.

Ein Tor, wer immer stille steht,
drum Lebewohl und reisen wir!
Ich lobe mir, ich lobe mir
die Liebe, die auf Reisen geht!
Drum säume nicht und träume nicht,
wer meinen Wink versteht.

🌟Sisi🌟

August von Platen-Hallermünde

Vielen Dank für die Einladung an das TMW – Technisches Museum Wien❤️

Foto: Charlotte Schwarz|Fotogräfin 2017


„Ich bevorzuge die Dunkelheit und Einsamkeit. Wie mein geliebter Adler in Bayern. Komm Marie, mach dich fertig. Entfliehen wir der Stadt und seinen Menschen, gehen wir in der Stille des Abends spazieren.“

„Aber Majestät! Es hat Minusgrade da draußen. Sie holen sich den Tod!“

~ Marie ~

💜lichen Dank dem Palast Hohenems für die Einladung.

Foto: sternenkaiserin.com – Marie


Over on the hill, there grows a flower
Growing quicker still, more perfect by the hour
Deep within that flower is a tiny chair
All are fringed with gold, the faerie queen sits there

It is in her breath that the wind does blow
It is in her heart as pure as winter snow
It is in her tears, the crystal raindrops fall
And within her years that she is in us all

Oh, dark eyes help me see
Just one look, she is gone
Look on me, we are one
Fading with the setting sun

As the willow bows to her majesty
All the forest flowers love her mystery
Who would not admire?
Who does not adore?
Who does not desire?
Who wishes to see more?

Oh, dark eyes help me see
Just one look, she is gone
Look on me, we are one
Fading with the setting sun
Fading with the setting sun

🌟Sisi🌟

Ritchie Blackmore, Candice Lauren Isralow

Vielen Dank für die Einladung an Bundesgärten Wien und Schloß Schönbrunn❤️

Foto: sternenkaiserin.com – Marie


„Es wird ein Abschied auf längere Zeit mein lieber Graf, aber ich freue mich auf den schönen Herbst, wenn ich Ihr Schloss wieder besuchen darf. Bis dahin Leben Sie Wohl.
Komm, Marie wir haben es eilig.“

„Auf Wiedersehen Herr Graf. Es war uns eine Ehre. Bis zum nächsten Mal.
Ich eile, Majestät. Ich eile.“

~ Marie ~

💜lichen Dank dem wunderschönen Schloss Ruegers für die Einladung.

Foto: sternenkaiseri.com – Marie


Schenk mir mein Lieblingslied
und ich werde in den schillerndsten Farben schildern, wie schön es klingt.
Schenk mir einen Sonnenuntergang am See
Und ich werde in Worte fassen, wie überwältigend er aussieht.
Schenk mir einen heißen Tee, wenn ich friere
Und ich werde sagen, wie gut mir diese Wärme tut.
Schenk mir einen einzigen Moment ganz allein mit dir
Und ich werde schweigend glücklich sein.

🌟Sisi🌟

Thomas Wehner

Vielen Dank an das Hotel Kaiserhof Wien für die Einladung ❤️

Foto: sternenkaiserin.com – Marie


Glücklich ist, wer vergißt,
was doch nicht zu ändern ist.

~ Marie ~

Johann Strauss (Sohn)

💜lichen Dank dem wundervollen Hotel Adria – Meran

Foto: sternenkaiserin.com – Marie


Nicht lange täuschte mich das Glück,
Das du mir zugelogen,
Dein Bild ist wie ein falscher Traum
Mir durch das Herz gezogen.

Der Morgen kam, die Sonne schien,
Der Nebel ist zerronnen;
Geendigt hatten wir schon längst,
Eh wir noch kaum begonnen.

🌟Sisi🌟

Heinrich Heine

Vielen Dank an Schloss Ruegers für die Einladung ❤️

Foto: sternenkaiserin.com – Marie


Einst hab ich manchen Mann gekannt
Ihre Stimmen waren sanft
Ihre Worte geheuer
Einst hab ich lichterloh gebrannt
Und die Welt war ein Lied
Und das Lied war aus Feuer
Es war einmal und ist nicht mehr
Ich hab geträumt vor langer Zeit
Von einem Leben, dass sich lohnte
Von Liebe und Unsterblichkeit
Vom guten Gott, der mich veschohnte

Da war ich jung und ohne Angst
Und Träume gingen wie sie kamen
Ich find dir was du auch verlangst
Für jede Freude einen Namen
Doch die Tiger in der Nacht
Wittern gierig deine Wunden
Reißen wild an deinem Herz
Sie zerfleischen deinen Traum
Der Sommer als er bei mir schlief
War wie ein uferloses Wunder
War Kind noch als er nach mir rief
War Mädchen als der Herbst begann

Ich träum noch heut er kommt zurück
Gemeinsam trotzen wir den Jahren
Doch wir sind nicht gemacht fürs Glück
Für seine Stürme und Gefahren
Ich hab geträumt mein Leben wär
Ein Schicksal außerhalb der Hölle
Gott gibt den Wünschen keinen Raum
Nichts blieb mir mehr von meinem Traum.

~ Marie ~

Songwriter: Herbert Kretzmer / Alain Albert Boublil / Claude Michel Schonberg / Jean Marc Natel
Musical: Les Miserables
Song: Ich hab geträumt

💜lichen Dank für die Einladung Schloss Ruegers

Foto: sternenkaiserin.com – Marie

Foto: sternenkaiserin.com – Marie


Wer die Schönheit angeschaut mit Augen,
Ist dem Tode schon anheimgegeben,
Wird für keinen Dienst auf Erden taugen,
Und doch wird er vor dem Tode beben,
Wer die Schönheit angeschaut mit Augen!

Ewig währt für ihn der Schmerz der Liebe,
Denn ein Tor nur kann auf Erden hoffen,
Zu genügen einem solchen Triebe:
Wen der Pfeil des Schönen je getroffen,
Ewig währt für ihn der Schmerz der Liebe!

Ach, er möchte wie ein Quell versiechen,
Jedem Hauch der Luft ein Gift entsaugen
Und den Tod aus jeder Blume riechen:
Wer die Schönheit angeschaut mit Augen,
Ach, er möchte wie ein Quell versiechen!

🌟Sisi🌟

August von Platen-Hallermünde

Vielen Dank an Graf Pilati für die Einladung nach Schloss Ruegers❤️

Foto: sternenkaiserin.com – Marie


Von weitem ist sie auszumachen
mit ihrem vollen, roten Mund.
Von weitem ertönt oft ihr Lachen,
tut viel von ihrer Seele kund.

Der Lippenstift hilft ihr dabei,
ihr unabkömmlich‘ Utensil.
Ich liebe sie wie einst im Mai,
besonders gern, wenn sie es will.

So mancher Mann hat mir gesagt:
Was hast du Glück mit deiner Frau!
Doch niemals hat man mich gefragt,
weshalb ich kaum nach andern schau.

Liegt es denn nur an ihrem Mund,
der oft und heiß mich hat geküsst?
Vielleicht ist dieses Rot ein Grund,
bei dem ein Mann sich gern vergisst.

Doch nicht nur ihre schönen Lippen
sind sinnlich rot, ja, voller Glut.
Alles an ihr ist unbezahlbar.
Seit Jahren tut sie mir schon gut!

👑Sophie👑

Rainer Tiemann

Vielen Dank an für die Einladung an Schloss Eckartsau
Video: sternenkaiserin.com – Marie


Wenn im Unendlichen dasselbe
Sich wiederholend ewig fließt,
Das tausendfältige Gewölbe
Sich kräftig ineinander schließt,
Strömt Lebenslust aus allen Dingen,
Dem kleinsten wie dem größten Stern,
Und alles Drängen, alles Ringen
Ist ewige Ruh in Gott, dem Herrn.

🌟Sisi🌟

Johann Wolfgang von Goethe

Vielen Dank für die Einladung Sisi-Schloss Rudolfsvilla ❤️

Foto: sternenkaiserin.com – Marie


„Ich erhebe mich heute in gewaltiger Kraft in Anrufung der Heiligsten Dreifaltigkeit, im Glauben an die Dreiheit, im Bekenntnis der Einheit des Weltenschöpfers. Ich weihe mich heute Gottes mächtiger Führung, Gottes wachendem Auge, Gottes lauschendem Ohr, Gottes schützenden Händen, Gottes fürsprechendem Wort, Gottes leitender Weisheit, Gottes offenen Wegen, Gottes bergendem Schild. Christus sei mit mir, Christus sei vor mir, Christus sei in mir, Christus sei unter mir, Christus sei über mir, Christus zur Rechten, Christus zur Linken, er die Kraft, er der Friede! Christus sei, wo ich liege, Christus sei, wo ich stehe, Christus sei, wo ich sitze, Christus in der Tiefe, Christus in der Höhe, Christus in der Weite.“

🌟Sisi🌟

Patrick von Irland

Vielen Dank an Schloss Eckartsau für die Einladung ❤️

Foto: sternenkaiserin.com – Marie


Man sagt, es schneie überall, ausser hier in Meran!
Ahnst du nun Ida, weshalb ich es so sehr liebe hier zu sein?

🌟Sisi🌟

Vielen Dank an Trauttmansdorff – Die Gärten / I Giardini / The Gardens für die Einladung ❤️

Foto: sternenkaiserin.com – Marie


Abend wird es wieder,
über Wald und Feld
legt sich Frieden nieder,
und es ruht die Welt.

Nur der Bach ergießet
sich am Felsen dort,
und er braust und fließet,
immer, immer fort.

Und kein Abend bringet
Frieden ihm und Ruh,
keine Glocke klinget
ihm ein Nachtlied zu.

So in deinem Streben
bist, mein Herz auch du,
Gott nur kann dir geben
wahre Abendruh.

🌟Sisi🌟

Hoffmann von Fallersleben

Vielen Dank an das Hotel Imperial, a Luxury Collection Hotel, Vienna für die Einladung! ❤️

Foto: sternenkaiserin.com – Marie


Die Klage, sie wecket
Den Toten nicht auf,
Die Liebe nur decket
Den Vorhang dir auf.

Man liebt und was immer
Das Leben belebt,
Mit fassenden Sinnen
Die Augen erhebt.

Das zarte Umfassen,
Es löst sich so bald,
Die Augen erblassen
Es stirbt die Gestalt.

Die Liebe, sie schicket
Die Klage ihr nach
Die Liebe, sie blicket
Den Toten bald wach.

Die Klage, sie wecket
Die Toten nicht auf,
Die Liebe nur decket
Das Leben dir auf.

🌟Sisi🌟

Clemens Brentano

Vielen Dank an die Einladung an das Hotel Kaiserin Elisabeth ❤️

Foto: sternenkaiserin.com – Marie


Alles still! es tanzt den Reigen
Mondenstrahl in Wald und Flur,
Und darüber thront das Schweigen
Und der Winterhimmel nur.

Alles still! vergeblich lauschet
Man der Krähe heisrem Schrei.
Keiner Fichte Wipfel rauschet,
Und kein Bächlein summt vorbei.

Alles still! die Dorfeshütten
Sind wie Gräber anzusehn,
Die, von Schnee bedeckt, inmitten
Eines weiten Friedhofs stehn.

Alles still! nichts hör ich klopfen
Als mein Herze durch die Nacht –
Heiße Tränen niedertropfen
Auf die kalte Winterpracht

🌟Sisi🌟

Theodor Fontane

Vielen Dank für die Einladung in das Palmenhaus Schönbrunn an die Bundesgärten_Wien und Schloß Schönbrunn ❤️

Foto: sternenkaiserin.com – Marie


Schlafe, mein Prinzchen! es ruhn,
Schäfchen und Vögelchen nun;
Garten und Wiese verstummt;
Auch nicht ein Bienchen mehr summt;
Luna mit silbernem Schein
Gucket zum Fenster herein.
Schlafe beym silbernen Schein,
Schlafe, mein Prinzchen, schlaf‘ ein!
Schlaf‘ ein! schlaf‘ ein!

Auch in dem Schlosse schon liegt
Alles in Schlummer gewiegt;
Reget kein Mäuschen sich mehr;
Keller und Küche sind leer.
Nur in der Zofe Gemach
Tönet ein schmelzendes Ach.
Was für ein Ach mag das seyn?
Schlafe, mein Prinzchen, schlaf‘ ein!
Schlaf‘ ein! schlaf‘ ein!

Wer ist beglückter, als du?
Nichts als Vergnügen und Ruh!
Spielwerk und Zucker voll auf;
Und auch Karessen im Kauf!
Alles besorgt und bereit,
Daß nur mein Prinzchen nicht schreyt!
Was wird das künftig erst seyn?
Schlafe, mein Prinzchen, schlaf‘ ein!
Schlaf‘ ein! schlaf‘ ein!

🌟Sisi🌟

Kinderlied

Vielen Dank an unseren lieben Freund Graf Pilati für die Einladung ins Schloss Ruegers❤️

Foto: sternenkaiserin.com – Marie


Genieße mäßig Füll und Segen,
Vernunft sei überall zugegen,
Wo Leben sich des Lebens freut.
Dann ist Vergangenheit beständig,
Das Künftige voraus lebendig,
Der Augenblick ist Ewigkeit.

🌟Sisi🌟

Johann Wolfgang von Goethe

Vielen Dank an Schloss Eckartsau❤️für die Einladung

Foto: sternenkaiserin.com – Marie


Hoffnung, schönste Blüte,
Du lichter Himmelsschein,
Wie duftest du, wie strahlest du
Ins Menschenherz hinein!

Wie bist du ihm ein tröstend,
Ein heilig Himmelspfand!
Wie schmückest, wie vergoldest
Du ihm der Zukunft Land! –

🌟Sisi🌟

Johann Dietrich Lüttringhaus

Vielen Dank an Trauttmansdorff – Die Gärten / I Giardini / The Gardens für die Einladung

Foto: sternenkaiserin.com – Marie


Verschneit liegt rings die ganze Welt,
Ich hab nichts, was mich freuet,
Verlassen steht der Baum im Feld,
Hat längst sein Laub verstreuet.

Der Wind nur geht bei stiller Nacht
Und rüttelt an dem Baume,
Da rührt er seine Wipfel sacht
Und redet wie im Traume.

Er träumt von künft’ger Frühlingszeit,
Von Grün und Quellenrauschen,
Wo er im neuen Blütenkleid
Zu Gottes Lob wird rauschen.

🌟Sisi🌟

Joseph von Eichendorff

Vielen Dank für die Einladung an Wasserschloss Totzenbach❤️

Foto: sternenkaiserin.com – Marie


Natur gab allem, was sie schuf,
Gehörig seine Waffen.
Sie hat das Pferd mit starkem Huf,
Gehörnt den Stier geschaffen.

Sie schuf den Hasen schnell genug,
Des Leu’n Gebiß geschlossen,
Sie gab dem Vogel raschen Flug,
Dem Fisch zum Schwimmen Flossen.

Sie gab den Männern Selbstvertrau’n
Und Klugheit, sich zu wehren;
Doch nichts behielt sie mehr den Frau’n
Als Waffe zu bescheren.

Da hat sie ihnen Reiz beschert
Statt Schilds und aller Waffen.
Leicht wird sich über Feu’r und Schwert
Sieg jede Schönheit schaffen.

🌟Sisi🌟

Anakreon

Vielen Dank an die Oper Graz für die Einladung 😘
Video sternenkaiserin.com – Marie


In jedes Menschen Gesichte
steht seine Geschichte,
sein Hassen und sein Lieben
deutlich geschrieben.
Sein innerstes Wesen,
es tritt hier ans Licht –
doch nicht jeder kann’s lesen,
versteh’n jeder nicht.

🌟Sisi🌟

Friedrich von Bodenstedt

Vielen Dank für die Einladung an den Palast Hohenems.

Foto: sternenkaiserin.com – Marie


Ein Hund entscheidet sich einmal für den Rest seines Lebens.
Er fragt sich nicht, ob er wirklich mit uns alt werden möchte.
Er tut es einfach.
Seine Liebe, wenn wir sie erst verdient haben, ist absolut.

🌟Sisi🌟

Picasso

Foto: Artgraphy


Alles Vergängliche
Ist nur ein Gleichnis;
Das Unzulängliche,
Hier wird’s Ereignis;
Das Unbeschreibliche,
Hier ist’s getan;
Das Ewig-Weibliche
Zieht uns hinan.

🌟Sisi🌟

Johann Wolfgang von Goethe

Vielen Dank für die Einladung an Hotel Kaiserin Elisabeth ❤️ für die Einladung.

Foto: sternenkaiserin.com – Marie


„Minnerl, die Briefe an meine Mama sollen so schnell wie möglich nach München gebracht werden!“

🌟Sisi🌟

Vielen Dank an Schloss Eckartsau für die Einladung❤️

Foto: sternenkaiserin.com – Marie


Lieb mich dann, wenn ich’s nicht verdien‘
Mit all den Fehlern, die sonst niemand sieht
Lieb mich dann, wenn ich nicht dran glaub‘
Weil ich’s ganz genau dann am meisten brauch‘
Lieb‘ mich dann
Wenn ich’s nicht kann
Lieb‘ mich dann
Wenn ich’s nicht kann
Weiß ich nicht weiter
Bist du mein Wegbereiter
Stark für zwei, du bist stark für zwei
Wenn ich’s nicht sein kann
Du liebst mich dann, wenn ich’s nicht verdien‘
Mit all den Fehlern, die sonst niemand sieht
Du liebst mich dann, wenn ich nicht dran glaub‘
Weil ich’s ganz genau dann am meisten brauch‘
Du liebst mich dann
Wenn ich’s nicht kann
Liebst mich dann
Wenn ich’s nicht kann

🌟Sisi🌟

Lieb mich dann – © Sony/ATV Music Publishing LLC, BMG Rights Management

Vielen Dank für die Einladung Schlosspark Laxenburg ❤️

Foto: Charlotte Schwarz|Fotogräfin 2017


[Adjutant:]
Wie ist sie zu heilen

[Leibarzt, Obersthofmeister & Kammerherr (gleichzeitig):]
Nur kein Aufsehn!

[Leibarzt:]
Ich riet zu Luftveränderung

[Adjutant, Obersthofmeister & Kammerherr (gleichzeitig):]
Strenges Schweigen!

[Obersthofmeister:]
Sie will nach Madeira…

[Adjutant, Obersthofmeister & Kammerherr (gleichzeitig):]
Sie muß fortgehn!

[Adjutant:]
Das ist dem Kaiser viel zu weit

[Leibarzt, Obersthofmeister & Kammerherr (gleichzeitig):]
Sich nicht zeigen!

[Kammerherr:]
Das wird sie nicht halten

[Leibarzt:]
Grad drum will sie ja dorthin

🌟Sisi🌟
Rastlose Jahre – Elisabeth, das Musical; Silvester Levay & Michael Kunze

Vielen Dank für die Einladung an Hotel Imperial, a Luxury Collection Hotel, Vienna

Video sternenkaiserin.com – Marie


…Erinnerst Du Dich noch an den Tag, als Graf Andrassy Dich zu mir brachte?
Es scheint mir, als wäre es gestern gewesen.
Seit jenem Tage danke ich dem Herren dafür, dass Du treu an meiner Seite weilst, meine Einsamkeit mit mir teilst und meine Launen erträgst.
Ich weiß, dass Du es nicht immer leicht mit mir hast und dennoch, sei Dir gewiss darüber, dass Dir stets ein Platz in meinem Herzen sicher sein wird!

Du bist am Zug Marie….

🌟Sisi🌟

Vielen Dank an Renaissanceschloss Greillenstein für die Einladung.❤

Foto: Prinz Barbara Fotografin mit Herz


Wie fongt ma on?
Wie steht ma auf?
Wie follt ma hin und mocht sich nix draus?
Wos derf ma hoffen, wenn ma gor nix mehr waß?
Wos bleibt no offen am Ende von Gras?
Warum? Woher? Wohin?
I frog amoi in Wind
Konn i? Konn i?
Irgendwonn wieder so sein wie a Kind?
Konn i? Konn i?
Anfoch nehman wos des Leben bringt
Is eh ois egal oder hot ois an Sinn?
Wieso drau i mi ned so sein wie i bin?
Wonn hoit ma fest? Wonn losst ma los?
Wie bleibt ma klorn und wie werd man groß?
Wie tiaf konn ma folln wenn ma den Foden verliert?
Wie schen is des Gfühl wenn mas fliagen probiert?
Warum? Woher? Wohin?
I frog amoi den Wind
Konn i? Konn i?
Irgendwonn wieder so sein wie a Kind?
Konn i? Konn i?
Anfoch nehman wos des Leben bringt?
Is eh ois egal oder hot ois an Sinn?
Wieso drau i mi ned so sein wie i bin?
I steh vurm Spiagel, schau mi on
So long, so long
Es wird da Wind zum Sturm und donn
Onfong, Onfong, Onfong
Konn i? Konn i?
Irgendwonn wieder so sein wie a Kind?
Konn i? Konn i?
Anfoch nehman wos des Leben bringt
Is eh ois egal oder hot ois an Sinn?
Wieso drau i mi ned so sein wie i bin?

🌟Sisi🌟

Songwriter: Florian Cojocaru / ina regen

Vielen Dank an Südbahnhotel Semmering für die Einladung!

Foto: Bertl Jost


Die Ärzte halten eine länger dauernde Reise, vorzüglich in südlichere Gegenden, für das einzige Mittel, meinem Körper und Geiste jene Spannkraft wiederzugeben, durch die allein alles Leben und Wirken bedingt wird…

🌟Sisi🌟

Franz Grillparzer

Vielen Dank an den Majestic Train de Luxe für die Einladung.

Foto: sternenkaiserin.com – Marie


Der ersten Unschuld reines Glück,
Wohin bist du geschieden?
Du flohst und kehrest nicht zurück
Mit deinem süßen Frieden?
Dein Edensgarten blüht nicht mehr:
Verwelkt durch Sündenhauch ist er,
Durch Menschenschuld verloren.

🌟Sisi🌟

Carl Bernhard Garve

Vielen Dank für die Einladung an Schloss Eckartsau❤️

Foto: Sternenkaiserin.com – Marie


Dinner for one….

Vielen Dank für die Einladung an Schloss Ruegers❤️

Video sternenkaiserin.com – Marie


Morning has broken like the first morning
Blackbird has spoken like the first bird

Praise for the singing
Praise for the morning
Praise for them springing fresh from the world

Sweet the rain’s new fall, sunlit from heaven
Like the first dewfall on the first grass

Praise for the sweetness of the wet garden
Sprung in completeness where his feet pass

Mine is the sunlight
Mine is the morning
Born of the one light Eden saw play
Praise with elation, praise ev’ry morning

God’s recreation of the new day
Morning has broken like the first morning
Blackbird has spoken like the first bird

Praise for the singing
Praise for the morning
Praise for them springing fresh from the world

🌟Sisi🌟

Cat Stevens

Vielen Dank für die Einladung Schloss Ruegers❤️

Foto: sternenkaiserin.com – Marie


Die physische Liebe ist ein Bedürfnis, das dem Hunger gleicht; mit dem Unterschied jedoch, daß der Mensch immer ißt, daß aber in der Liebe sein Appetit nicht so ausdauernd ist und so regelmäßig wie bei Tische.

🌟Sisi🌟

Honoré de Balzac

Vielen Dank an unseren lieben Freund Graf Pilati für die Einladung in das schöne Schloss Ruegers ❤

Foto: sternenkaiserin.com – Marie


Albträume enden am Morgen, Tagträume am Abend, Wunschträume nie.

🌟Sisi🌟

Helmut Glaßl

Vielen Dank an Janett vom Restaurant Onkel Taa – Bad Egart für die liebe Einladung! ❤️

Foto: sternenkaiserin.com – Marie


Morgenglanz der Ewigkeit,
Licht vom unerschaffnen Lichte,
schick uns diese Morgenzeit
deine Strahlen zu Gesichte
und vertreib durch deine Macht
unsre Nacht.
Gib, dass deiner Liebe Glut
unsre kalten Werke töte,
und erweck uns Herz und Mut
bei erstand’ner Morgenröte,
dass wir, eh wir gar vergehn,
recht aufstehn.

🌟Sisi🌟

Christian Knorr von Rosenroth

Vielen Dank für die Einladung nach Schloss Eckartsau❤️


Als das Kind geboren war,
Sie mußten der Mutter es zeigen;
Da ward ihr Auge von Tränen so klar,
Es strahlte so wonnig und eigen.
Gern litt ich und werde, mein süßes Licht,
Viel Schmerzen um die noch erleben.
Ach, lebt von Schmerzen die Liebe nicht,
und nicht von Liebe das Leben?

🌟Sisi🌟

Adelbert von Chamisso

Vielen Dank an Graf Pilati für die Einladung ins schöne Schloss Ruegers ❤️

Foto: sternenkaiserin.com – Marie


In die Hochzeitsgedanken mischen sich der Schmerz, das elterliche Haus zu verlassen, die Trennungszähren der Eltern und Geschwister, der traurige Gedanke, die teuersten, treuesten und liebevollsten Freunde zu verlassen, von der schönsten Zeit des Lebens Abschied zu nehmen, um vielleicht mühevollen oder minder glücklichen Tagen entgegenzugehen!

🌟Sisi🌟

Charles Dickens

Vielen Dank für die Einladung an Palast Hohenems.

Foto: sternenkaiserin.com – Marie


In the morning when you rise
I bless the sun, I bless the skies
I bless your lips, I bless your eyes

My blessing goes with you
In the night time when you sleep
Oh, I bless you while a watch I keep
As you lie in slumber deep
My blessing goes with you

This is my prayer for you
There for you, ever true
Each every day for you
In everything you do

And when you come to me
And hold me close to you
I bless you
And you bless me too

🌟Sisi🌟

Brendan Graham / David Downes

Vielen Dank an Trauttmansdorff – Die Gärten / I Giardini / The Gardens für die Einladung!

Foto: sternenkaiserin.com – Marie


Dem Schnee, dem Regen,
Dem Wind entgegen,
Im Dampf der Klüfte,
Durch Nebeldüfte,
Immer zu! Immer zu!
Ohne Rast und Ruh!

Lieber durch Leiden
Möcht ich mich schlagen,
Als so viel Freuden
Des Lebens ertragen.
Alle das Neigen
Von Herzen zu Herzen,
Ach, wie so eigen
Schaffet das Schmerzen!

Wie soll ich fliegen?
Wälderwärts ziehen?
Alles vergebens!
Krone des Lebens,
Glück ohne Ruh,
Liebe bist du!

🌟Sisi🌟

Johann Wolfgang Goethe

Vielen Dank an Hr Ernst Bauer für die Einladung.

Foto: sternenkaiserin.com – Marie


Vollkommenheit ist schon da, wenn das Notwendige geleistet wird, Schönheit, wenn das Notwendige geleistet, doch verborgen ist.

🌟Sisi🌟

Johann Wolfgang von Goethe

Vielen Dank für die Einladung an Hotel Imperial, a Luxury Collection Hotel, Vienna❤️

Foto: sternenkaiserin.com – Marie


Forschend übersieht dein Blick
Eine großgemess’ne Weite.
Hebe mich an deine Seite!

Gib der Schwärmerei dies Glück;
Und in wollustvoller Ruh‘
Säh der weitverschlag’ne Ritter
Durch das gläserne Gegitter
Seines Mädchens Nächten zu.

🌟Sisi🌟
Johann Wolfgang von Goethe

Vielen Dank an Hotel Imperial, a Luxury Collection Hotel, Vienna für die Einladung 😘

Video sternenkaiserin.com – Marie


Du sagst, du wärst so müde wie ein Hund,
So reizbar, krank und hungrig wie ein Hund,
So matt und melancholisch wie ein Hund,
so träge, schläfrig, müßig wie ein Hund.
Doch warum vergleichst Du dich mit einem Hund?

Worin der Mensch geringschätzt einen Hund,
Stell ich dich besser gleich mit einem Hund.
Du bist so treu und ehrlich wie ein Hund,
Bist unbefangen, lieb, so wie ein Hund,
Du bist so klug und tapfer wie ein Hund.

🌟Sisi🌟

Sir John Davies

Foto: Artgraphy


Flammende Rose,
Zierde der Erden,
Glänzender Gärten
bezaubernde Pracht;
Augen, die deine
Vortrefflichkeit sehen,
Müssen vor Anmut
erstaunend gestehen,
Daß dich ein göttlicher Finger
gemacht.

🌟Sisi🌟

Barthold Heinrich Brockes

Vielen Dank an die Bundesgärten und Schloß Schönbrunn 😘 für die Einladung ins Palmenhaus!

Foto: Charlotte Schwarz|Fotogräfin 2017


O du schönes Griechenland mit deinen untergegangenen Göttern! Deine Altäre und Tempel sind zertrümmert, dein heiteres Leben ist versunken,
… geblieben ist, was deine Geschichte geschändet, die finstere Gewalt, die sich zur Richterin aufwirft über freie Geister. … Die Geschlechter vergehen, und die Völker, und ihre Götter, aber der Wahn ist unsterblich!

🌟Sisi🌟

Louise Franziska Aston

Vielen Dank an Hotel Adria – Meran für die Einladung

Foto: sternenkaiserin.com – Marie


Trinke, Liebchen, trinke schnell,
Trinken macht die Augen hell.
Sind die schoenen Äuglein klar,
Siehst du alles licht und wahr.
Siehst, wie heisse Lieb‘ ein Traum,
Der uns äffet sehr,
Siehst wie ew’ge Treue Schaum,
So was gibt’s nicht mehr!
Flieht auch manche Illusion,
Die dir einst dein Herz erfreut,
Gibt der Wein dir Tröstung schon
Durch Vergessenheit!
Glücklich ist, wer vergisst,
Was doch nicht zu ändern ist.
Kling, kling, sing, sing, sing
Trink mit mir, sing mit mir,
Lalala, lalala, etc.

Trinke, Liebchen, trinke schnell,
trinken macht die Augen hell!
Mach doch nur kein bös‘ Gesicht
sei hübsch lustig, grolle nicht!
Brachst du einmal auch die Treu‘,
das sei dir verzichn;
schwöre wieder mir aufs neu‘,
und ich glaub‘ dir kühn!
Glücklich macht uns Illusion.
Ist auch kurz die ganze Freud‘;
sei getrost, ich glaub‘ dir schon
und bin glücklich heut.

🌟Sisi🌟

Trinke Liebchen, trinke schnell – Fledermaus, Johann Strauß

Vielen Dank an das Palais Ferstl für die Einladung

Foto: Charlotte Schwarz|Fotogräfin 2017


Die hohe Politik ist kein romantisches Parkett, auf dem die Liebe blüht.
Man beugt sich der Notwendigkeit und geht nur aus Vernunft die Ehe ein.
Kein Engelschor, kein Donnerhall, kein Mondlicht, das verheißungsvoll am Himmel glüht.
Und doch wünsch ich mir so sehnlich, es könnte Liebe sein!

Wer kann schon ohne Liebe sein? Sie haucht uns allen Leben ein.

Wer kann schon ohne Liebe sein? Ich bin bei ihm und doch allein.

🌟Sisi🌟

Bolland & Bolland

Wer kann schon ohne Liebe sein? – Drei Musketiere
Vielen Dank an Restaurant Onkel Taa – Bad Egart für die Einladung ❤️

Foto: sternenkaiserin.com – Marie


 

Das Sternenkleid – Kleid aller Kleider

Welches Bild habt ihr als erstes vor Augen, wenn ihr an Kaiserin Elisabeth denkt?Vermutlich dasselbe wie Millionen von Menschen auf der ganzen Welt:

Elisabeth im weißen Tüllkleid mit Diamantsternen im Haar!

Bald schon war klar, dass ich dieses Kleid brauchen würde, und so begann ein Näh- und Lernprozess, der bis heute andauert. Aus einem Anfangs schlichten Tüllkleidchen wurde eine pompöse Robe mit einer gigantischen Schleppe. Der erste Versuch war relativ einfach, ein Kleid aus fertigem Sternentüll, nett ja, aber nicht annähernd so, wie es sein sollte.

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Foto sternenkaiserin.com – sisi

Das Problem war damals, ich hatte keine Ahnung und auch nicht das Wissen, woher ich den passenden Stoff bekommen könnte. Einen Stoff mit gestickten oder gewebten Sternen, der dem Original so nahe wie möglich kommen würde?


Das zweite Kleid war zwar näher am Original, aber immer noch zu „mickrig“ und dient heute, nach ebenfalls unzähligen Änderungen als „kleines“ Sternenkleid bei Veranstaltungen, da es einen wesentlich kleineren Umfang und keine Schleppe hat ist es wesentlich „Publikumstauglicher“

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Allerdings war das immer noch nicht DAS Kleid und so begann ich wieder von vorne. Mehr Umfang, mehr Tüll, mehr Sterne!

Ich änderte den kompletten Schnitt, fügte eine Schleppe an, deren wahre Länge am Winterhalter Bild ein Geheimnis bleibt und beschloss, dieses Mal die Sterne zu Sticken.

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Foto: Foto Hofer, Bad Ischl

Auch dieser erste Versuch brachte nicht die völlige Zufriedenheit, es sah zwar prächtiger und eindrucksvoller aus, als das vorherige, aber es fehlte die „Leichtigkeit“


Also erneuerte ich das Oberteil komplett, tauschte die Ärmel, und verdoppelte noch einmal die Tüllmenge um daraus ein Kleid zu erschaffen, dass für meine damaligen Nähkünste das perfekte Kleid zu sein schien.

Wie ja viele von Euch wissen, hab ich die Schneiderkunst nie erlernt, sondern sie mir selbst von Kleid zu Kleid beigebracht.  Inzwischen war ich bei weit mehr als 100 Meter Stoff, und einem Gewicht von über  17 kg angelangt.

Foto: Bertl Jost

Eines meiner ersten wirklich großen Fotoshootings war jenes im Südbahnhotel am Semmering, dort entstand auch das erste wirklich großartige Bild dieses Kleides, dessen Fertigstellung beinahe ein ganzes Jahr in Anspruch genommen hatte.

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Foto: Bertl Jost


Es folgten viele unvergessliche Shootings, in allen Möglichen Kleidern und natürlich war es irgendwann ein Thema zwischen Mariechen und mir, ein „Winterhalter Bild“ zu erschaffen.

Video: sternenkaiserin.com – marie

Und ihr könnt Euch vorstellen, was das bedeutete?

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Foto: Barbara Prinz, Fotografie mit Herz

Richtig, ich begann erneut das Kleid zu optimieren, noch mehr Tüll, noch mehr Sterne, ein weiteres Oberteil, da ich inzwischen gelernt hatte, diese ebenfalls mit Stahl zu versteifen.

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Foto: sternenkaiserin.com – marie

Wir bekamen die Erlaubnis in der Oper Graz einen Tag lang zu shooten und nutzten diesen zauberhaften Ort für genau dieses Kleid.

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Foto: Barbara Prinz, Fotografie mit Herz

Begleitet von unserer Babsi gelangen uns unzählige wundervolle Bilder!

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Foto: Barbara Prinz, Fotografie mit Herz


Aber das sollte immer noch nicht die letzte Änderung sein, denn eines Tages kam eine Einladung aus dem schönen Kärnten. Die Stadt Klagenfurt feierte ihren 500. Geburtstag. Am Abend hatte ich die Ehre Gast auf einem wundervollen, ausgesprochen eleganten Ball zu sein. Und wir wären nicht wir, wenn wir eine solche Gelegenheit nicht gleich mit einem Fotoshooting verbinden würden.

Also trafen wir uns am Nachmittag mit unserem charmanten Gastgeber Hr. Bauer im vermutlich schönsten Saal Kärntens, dem Wappensaal, um dort ein paar Bilder zu machen.

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Foto sternenkaiserin.com – marie

Für diesen Zweck hatte ich ein weiteres Mal die Schleppe des Kleides auf nun 3 Meter verlängert.

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Foto: sternenkaiserin.co – marie

Eine besondere Überraschung für mich war, dass mich in dem Saal ein Chor erwartete und „nur für die Kaiserin“ sang.

Video: sternenkaiserin.com – marie

Ihr könnt Euch vorstellen, welches Gefühl das war. Ich gebe zu, es war gar nicht so leicht, vor Rührung nicht zu weinen 😉


Das nächste Highlight in diesem Kleid war sicherlich die Sisi Nacht im Schloss Eckartsau, dass inzwischen zu einem unserer Stamm- und Lieblingsschlösser wurde.

Wer den unermüdlichen Einsatz unseres Mariechens kennt, ahnt das sie sich natürlich auch dafür etwas Besonderes einfallen ließ.

Sie besorgte die ausdrückliche Erlaubnis der Vereinigten Bühnen Wiens, den Titelsong aus dem Musical Elisabeth verwenden zu dürfen!

Im Sternenkleid im Ballsaal eines so wunderschönen Schlosses zu stehen, dessen Türen sich genau in diesem Moment öffneten, als „Ich gehör nur mir“ erklang, wurde zum nächsten Höhepunkt in meinem Leben als Sternenkaiserin.

Video: Sternenkaiserin.com – marie


Aber wie kam es nun zu diesem Kleid?

Ein Kleid, das zum Symbol für die schöne Kaiserin wurde. Elisabeth sammelte in einem sogenannten Schönheitsalbum Bilder von schönen Damen aus der ganzen Welt. Dies konnten Tänzerinnen, Schauspielerinnen, aber auch „Halbwelt“-Damen sein. Ihr wurde ein Bild von Contessa Virgina di Castiglione in einem Sternenkleid mit Schmucksternen im Haar zugesandt

Virginia Oldoini, Countess Verasis of Castiglione (1837-1899). Ca. 1861-1867.

Virginia Oldoini, Countess Verasis of Castiglione (1837-1899). Ca. 1861-1867. Foto: wikimedia/commons

2 Jahre später ließ sie sich vom Pariser Couturier Charles Worth ein Kleid erschaffen, dass seinen Ursprung in dem der Contessa hatte.

Vom Hofjuwelier A.E.Köchert ließ sie sich Diamantsterne für ihre Haare, jedoch in edlerer und geschmackvollerer Form anfertigen, als die der Mätresse von Napoleon III. Diese Art Schmuck in den Haaren zu tragen war eine absolute Neuheit, denn üblicherweise trugen die Damen Diademe als Haarschmuck.

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Sisi und Florian Köchert mit der Original Zeichnung von den Sisi-Sternen von Alexander Emanuel Köchert
Foto: Michaela Handrek-Rehler

Die Haarsterne, die vermutlich ebenso berühmt sind wie das Kleid selbst sind, waren ein Geschenk des Kaisers. Von den Juwelieren Köchert und Pioté ließ sich Kaiserin Elisabeth ein Set von 27 Haarsternen aus Diamanten herstellen.

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Florian Köchert präsentiert einen original Sisi Stern Foto: the munich show

 

Einige der Sterne verschenkte die Kaiserin später an Hofdamen, die anderen wurden in der Familie vererbt. Die Tochter von Kronprinz Rudolf, Erzherzogin Elisabeth, trug beispielsweise die Sterne zu ihrer Hochzeit 1902.

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Foto: Barbara Prinz, Fotografie mit Herz

Erst dieses Kleid und diese Frisur, sollte sie zu dem machen, was sie bis heute ist: „Eine schöne unerreichbare Fee aus dem Märchenland.“

Premiere hatte dieses Ensemble am Ball des Abends am 11.2.1865 als ihr Bruder Carl Theodor von Bayern seine geliebte Braut Sophie von Sachsen in Dresden heiratete. Viele von Euch werden vielleicht nicht wissen, dass an diesem Abend auch Sisi´s Schwester im Sternenkleid erschien. Mehr Aufsehen erregte aber Sisi.

Zeitzeugen beschrieben das Kleid wie folgt „Ein weißes, mit Sternen besticktes Kleid, Diamantsterne im Haar und an der Brust ein Camelienbouquet.“  Sisi war zu diesem Zeitpunkt 27 Jahre alt und Mutter von 3 Kindern.

Erzherzog Ludwig Viktor schrieb in einem Brief nach Wien:

„Sisi sei blendend schön, auch waren die Leute wie verrückt hier. Ich habe noch nie so einen Effekt machen sehen. Helene ein sehr schlechter Abklatsch von der Kaiserin, auch Sternenkleid.“ (1)

Marie, Königin von Sachsen schrieb an eine Freundin:

„Von der Begeisterung, welche die Schönheit und Liebenswürdigkeit der Kaiserin erregte, kannst Du Dir keine Vorstellung machen; noch nie sah ich meine ruhigen Sachsen in solcher Aufregung! Man dachte, sprach, hörte nur ihr Lob.“ (2)

Wie die meisten vermutlich wissen, gibt es von der Kaiserin nur wenige Bilder, und noch weniger, bei denen sie tatsächlich Model stand. Diese Ehre wurde allerdings, dem wohl größten Meister seiner Zeit zu Teil. Franz Xaver Winterhalter. Durch Protektion König Louis Philippes stieg Winterhalter zum gefragtesten Porträtmaler in Frankreich auf. Als französischer Hofmaler malte er Bildnisse der gesamten königlichen Familie und der führenden Mitglieder des Hofes. 1852 folgte er dem Ruf von Königin Isabella nach Spanien. Nach der Thronbesteigung Napoléons III. ging er zurück nach Paris. Zu seinen Kunden gehörten auch das belgische Königshaus und die kaiserlichen Höfe in Sankt Petersburg und Wien.

Elisabeth ließ sich von F.X.Winterhalter 1865  im Sternenkleid malen, und machte dieses Kleid somit unsterblich. Dieses Gemälde könnt ihr immer noch in der Wiener Hofburg bewundern.

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Kaiserin Elisabeth von Österreich (Porträt von Franz Xaver Winterhalter, Öl auf Leinwand, 1865 Foto: wikimedia/commons

 

Von F.X.Winterhalter gibt es noch 2 weitere Bilder, die in die Geschichte eingehen sollten. „Sisi mit offenen Haar.“

Diese Bilder waren für die damalige Zeit sehr intim. Eines davon wurde zu Kaiser Franz Josefs Lieblingsbild. Es stand Zeit seines Lebens vor seinem Schreibtisch (und dort steht es heute noch).

Fotos: Wikimedia/commons


Zum Abschluss bleibt nur eines zu sagen, egal wann und wo ich dieses Kleid trage, es ist immer mit unvergesslichen Erinnerungen verbunden.

In diesem Sinne, träumt nicht nur von den Sternen, sondern greift danach 😉

Eure Sisi


Rechtliche Hinweise:
Bildrechte: Bertl Jost, Sternenkaiserin,com – marie, Sternenkaiserin.com – sisi, Barbara Prinz – Fotografie mit Herz; Michaela Handrek-Rehler, the munich show

Videos: sternenkaiserin.com – marie

Textrechte: Sisi, Marie, Brigitte Hamann – Kaiserin wider Willen, Dr. Martina Winkelhofer – Sisi


Literaturhinweise:

Zitate: 1 – S 198, 2 – S 199
Brigitte Hamann:
Kaiserin wider Willen , Amalthea, 1992, 11. Auflage

Dr. Martina Winkelhofer

Rechtliche Hinweise:

Bildrechte: Bertl Jost, Privat, Hofburg Wien, Juwelier Köchert

Textrechte: Sisi, Marie Festetics (historischer Teil), Brigitte Hamann – Kaiserin wider Willen, Dr. Martina Winkelhofer – Sisi

Literaturhinweise:

Zitate: 1 – S 198, 2 – S 199

Brigitte Hamann:

Kaiserin wider Willen , Amalthea, 1992, 11. Auflage

Dr. Martina Winkelhofer

Sisi

Träume und Gedichte Dezember

„Schau Marie, wie hübsch der Stiegenaufgang beleuchtet ist. Die Weihnachtszeit hat schon seinen besonderen Reiz. Komm, ich möchte zu Valérie, ich möchte mit ihr die Kerzen im Damensalon anzünden.“

„Sehr gerne,Majestät.“

~ Marie ~

💜lichen Dank dem Palast Hohenems für die Einladung.

Video: sternenkaiserin.com – Marie


O du fröhliche, O du selige,
gnadenbringende Weihnachtszeit!
Welt ging verloren, Christ ward geboren:
Freue, freue dich, O Christenheit!

O du fröhliche, O du selige,
gnadenbringende Weihnachtszeit!
Christ ist erschienen, uns zu versühnen:
Freue, freue dich, O Christenheit!
O du fröhliche, O du selige,

gnadenbringende Weihnachtszeit!
Himmlische Heere jauchzen dir Ehre:
Freue, freue dich, O Christenheit!🌟Sisi🌟
VolksliedVielen Dank für die Einladung an Wasserschloss Totzenbach 💜🌟
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Foto: Prinz Barbara Fotografin mit Herz


Von drauß vom Walde komm ich her.
ich muß Euch sagen es weihnachtet sehr!
Allüberall auf den Tannenspitzen
sah ich goldene Lichtlein blitzen.
und droben aus dem Himmelstor
sah mit großen Augen das Christkind hervor.
und wie ich so strolcht durch den finsteren Tann,
da rief’s mich mit heller Stimme an:
Knecht Rupprecht, rief es alter Gesell,
hebe die Beine und spute dich schnell

Die Kerzen fangen zu brennen an,
das Himmelstor ist aufgetan.
Alt und Junge sollen nun
von der Jagd des Lebens einmal ruhn.
und morgen flieg ich hinab zur Erden,
denn es soll wieder weihnachten werden!

Ich sprach: O lieber Herre Christ,
Meine Reise fast zu Ende ist.
Ich soll nur noch in diese Stadt,
Wo’s eitel gute Kinder hat.
Hast denn das Säcklein auch bei dir?
Ich sprach: Das Säcklein, das ist hier,
Denn Äpfel, Nuß und Mandelkern
essen fromme Kinder gern.
Hast denn die Rute auch bei dir?
Ich sprach: die Rute die ist hier.
Doch für die Kinder, nur die schlechten,
die trifft sie auf den Teil, den rechten.

Christkindlein sprach: So ist es recht.
So geh mit Gott, mein treuer Knecht!

Von drauß, vom Walde komm ich her,
Ich muß euch sagen es weihnachtet sehr!
Nun sprecht wie ich’s herinnen find:
sind’s gute Kind., sind’s böse Kind?

🌟Sisi🌟
Theodor Storm

Vielen Dank für die Einladung an Schloss Eckartsau 🎄🌟
Video sternenkaiserin.com – Ida 🌼😘


Advent, Advent, ein Lichtlein brennt,

erst eins, dann zwei, dann drei, dann vier,
dann steht das Christkind vor der Tür.

🌟Sisi🌟

Volksweise

Vielen Dank für die Einladung an Wasserschloss Totzenbach🌟💜

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Foto: Prinz Barbara Fotografin mit Herz


Der Engel des Herrn aus Gottes Macht,
hat Maria die Botschaft bracht:
Sie soll die Mutter Gottes sein
und bleiben eine Jungfrau rein.

Maria sprach: „Ich bin ganz rein
und will die Magd des Herren sein:
Dein Wille o Herr gescheh an mir,
mein Herz, oh Gott, das schenk ich dir!“

Das heilige Wort, das Fleisch worden ist,
und wird genannt Herr Jesu Christ.
Dein bitteres Leid oh großer Gott,
das stärke mich in meinem Tod.

Herr Jesus Christ hab noch eine Bitt:
verlass die armen Seelen nit
und führe sie aus ihrer Pein
zu dir in deinen Himmel ein

🌟Sisi🌟

Wallfahrerlied aus der Steiermark

Vielen Dank für die Einladung an Schloss Ruegers🌟💜

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Foto: sternenkaiserin.com – Marie


Aber heidschi bumbeidschi, schlaf lange,
es is ja dein Muatter ausganga;
sie is ja ausganga und kimmt neamer hoam
und laßt das kloan Biabele ganz alloan!
Aber heidschi bumbeidschi bum bum,
aber heidschi bumbeidschi bum bum.

Aber heidschi bumbeidschi, schlaf siaße,
die Engelen lassn di griaßn!
Sie lassn di griaßn und lassn di fragn,
ob du in‘ Himml spaziern willst fahrn.
Aber heidschi bumbeidschi bum bum,
aber heidschi bumbeidschi bum bum.

Aber heidschi bumbeidschi, in‘ Himmel,
da fahrt di a schneeweißer Schimml,
drauf sitzt a kloans Engei mit oaner Latern,
drein leicht‘ von‘ Himml der allerschenst Stern.
Aber heidschi bumbeidschi bum bum,
aber heidschi bumbeidschi bum bum.

Der Heidschi bumbeidschi is kumma
und hat ma mein Biable mitgnumma;
er hat ma’s mitgnumma und hats neamer bracht,
drum winsch i mein‘ Biaberl a recht guate Nacht!
Aber heidschi bumbeidschi bum bum,
aber heidschi bumbeidschi bum bum

🌟Sisi🌟

Volkslied

Vielen Dank für die Einladung an Schloss Ruegers💜🌟

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Foto: sternenkaiserin.com – Marie


Geh in den Garten am Barbaratag.
Gehe zum kahlen Kirschbaum und sag:
Kurz ist der Tag, grau ist die Zeit.
Der Winter beginnt, der Frühling ist weit.
Doch in drei Wochen, da wird es geschehen:
Wir feiern ein Fest, wie der Frühling so schön.
Baum, einen Zweig gib du mir von dir.
Ist er auch kahl, ich nehm ihn mit mir.
Und er wird blühen in seliger Prachtmitten im Winter in der heiligen Nacht.

🌟Sisi🌟

JOSEF GUGGENMOS

Vielen Dank für die Einladung an Wasserschloss Totzenbach 💜🌟

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Foto: Prinz Barbara Fotografin mit Herz


Video: sternenkaiserin.com – Marie


Video: sternenkaiserin.com – Marie


Video: sternenkaiserin.com – Marie 


Sei du uns Schutz Sankt Barbara

Sei du uns Schutz auf dieser Welt
der stets uns treu begleitet,
halt deine Hand so wie ein Zelt
hoch über uns gebreitet.

Sei nah in allem was uns geschieht,
und tief in allen Dingen,
sei unser Aug’, das alles sieht,
und hör’ was wir die sagen.

Sei überall wo Menschen sind,
wo immer Menschen träumen,
so leise wie ein sanfter Wind,
der umgeht in den Bäumen.

Sei unser Trost der mit uns zieht
und gib uns deinen Segen,
sei unser Leben, unser Lied,
ein Licht auf allen Wegen.

🌟Sisi🌟

Zum Gedenktag der Hl. Barbara, Schutzpatronin der Bergleute, Gefangenen, Architekten, Glöckner und Artillerie.

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Foto: sternenkaiserin.com – Marie


Die Jungen toben, die Mädchen schreien,
und Mütterchen schillt dazwischen:
„Ihr Kinder, wollt ihr wohl artig sein!
Herunter von Bänken und Tischen.

Seid artig, sonst ruf ich den Krampus herein,
der prügelt euch mit der Rute
und steckt euch in seinen Sack hinein.“
Den Kindern wird ängstlich zumute.

Da, horch, auf der Treppe, ein schwerer Schritt,
ein Klirren und Rasseln der Ketten.
„Der Bartl kommt und nimmt uns mit!“
Sie flüchten unter die Betten.

Die Tür geht auf, er tritt herein.
„Wo sind die bösen Kinderlein?
Ich hörte sie draußen toben und schrein,
heulen und bellen wie Hündelein.“

Die Kinder rühren und regen sich nicht,
im fernsten Winkel sie kauern,
sie reden nicht, sie lachen nicht.
Der Bartl mag lange gelauern.

„Hm“, brummt er in seinen Bart hinein,
„da muß ich geirrt mich haben.
Hier find ich keine Kinderlein,
weder Mägdelein noch Knaben.“

Er geht hinaus,
es rasseln und klirren die Ketten,
und als er endlich verlassen das Haus,
da regt es sich unter den Betten.

🌟Sisi🌟

(Krampusgedicht
aus dem unteren Lavanttal)

Vielen Dank an Schloss Eckartsau💜🌟

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Foto: sternenkaiserin.com – Marie


Lasst uns froh und munter sein
und uns recht von Herzen freun!
Lustig, lustig, traleralera!
Bald ist Nik’lausabend da,
bald ist Nik’lausabend da!
Dann stell’ ich den Teller auf,
Nik’laus legt gewiss was drauf.
Lustig, lustig, traleralera!
Bald ist Nik’lausabend da,
bald ist Nik’lausabend da!
Wenn ich schlaf’, dann träume ich:
Jetzt bringt Nik’laus was für mich.
Lustig, lustig, traleralera!
Bald ist Nik’lausabend da,
bald ist Nik’lausabend da!
Wenn ich aufgestanden bin,
lauf’ ich schnell zum Teller hin.
Lustig, lustig, traleralera!
Bald ist Nik’lausabend da,
bald ist Nik’lausabend da!
Nik’laus ist ein guter Mann,
dem man nicht genug danken kann.
Lustig, lustig, traleralera!
Bald ist Nik’lausabend da,
bald ist Nik’lausabend da!

🌟Sisi🌟

Volkslied

Vielen Dank für die Einladung an Trauttmansdorff – Die Gärten / I Giardini / The Gardens💜🌟

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Foto: sternenkaiserin.com – Marie


Nun jauchzet, all ihr Frommen,
zu dieser Gnadenzeit,
weil unser Heil ist kommen,
der Herr der Herrlichkeit,
zwar ohne stolze Pracht,
doch mächtig, zu verheeren
und gänzlich zu zerstören
des Teufels Reich und Macht.

Er kommt zu uns geritten
auf einem Eselein
und stellt sich in die Mitten
für uns zum Opfer ein.
Er bringt kein zeitlich Gut,
er will allein erwerben
durch seinen Tod und Sterben,
was ewig währen tut.

Kein Zepter, keine Krone
sucht er auf dieser Welt;
im hohen Himmelsthrone
ist ihm sein Reich bestellt.
Er will hier seine Macht
und Majestät verhüllen,
bis er des Vaters Willen
im Leiden hat vollbracht.

Ihr Mächtigen auf Erden,
nehmt diesen König an,
wollt ihr beraten werden
und gehn die rechte Bahn,
die zu dem Himmel führt;
sonst, wo ihr ihn verachtet
und nur nach Hoheit trachtet,
des Höchsten Zorn euch rührt.

Ihr Armen und Elenden
zu dieser bösen Zeit,
die ihr an allen Enden
müßt haben Angst und Leid,
seid den noch wohlgemut;
laßt eure Lieder klingen,
dem König Lob zu singen,
der ist eur höchstes Gut.

Er wird nun bald erscheinen
in seiner Herrlichkeit
und all eur Klag und Weinen
verwandeln ganz in Freud.
Er ists, der helfen kann;
halt‘ eure Lampen fertig
und seid stets sein gewärtig,
er ist schon auf der Bahn.

🌟Sisi🌟

Kirchenlied 16. Jhd

Vielen Dank für die liebe Einladung in das wunderschöne Hotel Adria – Meran💜🌟

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Foto: sternenkaiserin.com – Marie


Joy to the world! The Lord is come.
Let earth receive her King;
Let every heart prepare Him room;
And heav’n and nature sing,
And heav’n and nature sing.
And heav’n and heav’n and nature sing.

Joy to the world, the Savior reigns
Let men their songs employ.
While fields and floods, rocks, hills, and plains
Repeat the sounding joy,
Repeat the sounding joy
Repeat, repeat the sounding joy

No more let sin and sorrows grow,
Nor thorns infest the ground;
He comes to make His blessings flow
Far as the curse is found,
Far as the curse is found,
Far as, far as the curse is found.

He rules the world with truth and grace,
And makes the nations prove
The glories of His righteousness.
And wonders of His love,
And wonders of His love,
And wonders, wonders of His love.

🌟Sisi🌟

Isaac Watts

Vielen Dank für die Einladung an Palast Hohenems

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Foto: sternenkaiserin.com – Marie


Dies ist die Nacht, da mir erschienen
des großen Gottes Freundlichkeit;
das Kind dem alle Engel dienen,
bringt Licht in meine Dunkelheit;
und dieses Welt- und Himmelslicht
weicht hunderttausend Sonnen nicht.

Lass dich erleuchten, meine Seele,
versäume nicht den Gnadenschein;
der Glanz in dieser kleinen Höhle
streckt sich in alle Welt hinein;
er treibet weg der Höllen Macht,
der Sünden und des Kreuzes Nacht,

In diesem Lichte kannst du sehen
das Licht der klaren Seligkeit;
wenn Sonne, Mond und Stern vergehen,
vielleicht noch in gar kurzer Zeit,
wird dieses Licht mit seinem Schein
dein Himmel und dein Alles sein.

Lass nur indessen helle scheinen
dein Glaubens- und dein Liebeslicht;
mit Gott musst du es treulich meinen,
sonst hilft dir diese Sonne nicht;
willst du genießen diesen Schein,
so darfst du nicht mehr dunkel sein.

Drum, Jesu, schöne Weihnachtssonne,
bestrahle mich mit deiner Gunst;
dein Licht sei meine Weihnachtswonne
und lehre mich die Weihnachtskunst,
wie ich im Lichte wandeln soll
und sei des Weihnachtsglanzes voll.

🌟Sisi🌟

Kaspar Friedrich Nachtenhöfer(1684)

Vielen Dank für die Einladung an Schloss Eckartsau 💜🌟

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Foto: sternenkaiserin.com – Marie


Schneeflöckchen, Weißröckchen,
wann kommst du geschneit?
Du wohnst in den Wolken,
dein Weg ist so weit.

Komm setz dich ans Fenster,
du lieblicher Stern,
malst Blumen und Blätter,
wir haben dich gern.

Schneeflöckchen, du deckst uns
die Blümelein zu,
dann schlafen sie sicher
in himmlischer Ruh’.

Schneeflöckchen, Weißröckchen,
komm zu uns ins Tal.
Dann bau’n wir den Schneemann
und werfen den Ball.

🌟Sisi🌟
Hedwig Haberkern (1869

Vielen Dank für die Einladung an Wasserschloss Totzenbach💜🌟

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Foto: Prinz Barbara Fotografin mit Herz


🌟🌟7000 mal Danke 🌟🌟
🌟7000 Freunde der Sternenkaiserin auf Insta 🌟

Es war einmal…

Wie könnte ich eine Geschichte besser beginnen, die so märchenhaft ist wie meine?

Vor genau 2 Jahren fasste ich den Entschluss mit Allem aufzuhören. Meine Kleider in Kisten zu verpacken und sie einzumotten, nachdem ich keinen wirklich Sinn mehr darin sah weiter zu machen.

Dann erschien mir meine gute Fee – mein Mariechen.

Sie schlug Schlachten für mich, stellte sich schützend vor mich und verwirklichte meine Träume.
Sie ließ mich im wahrsten Sinne zur Sternenkaiserin erstrahlen.

Heute, 2 Jahre später sehen wir auf so viele unvergessliche Abenteuer zurück, dass ich sie gar nicht mehr alle nennen kann.

Sie öffnete mir den Hofsalon Wagen, lies mir beim Demel Veilchen servieren, arangierte Besuche bei der lieben „Verwandtschaft“ – verzeiht mir den Ausdruck, aber in einigen Fällen war es ein wirklich familiärer Empfang.

Marie brachte Palais und Schlösser dazu uns den roten Teppich auszurollen.

Ihrem Eifer und ihren Visionen ist es zu verdanken, dass aus Partnern Freunde wurden, die uns immer wieder gern empfangen.

Marie’s Ehrgeiz, nein, ihrer unerschütterliche Liebe zu mir und ihrer bedinungslosen Treue verdanke ich alles was ich heute bin!

Du lässt mich „groß träumen“ weil DU alle diese Träume Wirklichkeit werden lässt!

7000 mal Danke an meine gute Fee 💜

Sisi

Foto Oper Graz 💜🌟

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Foto: sternenkaiserin.com – Marie


Video: sternenkaiserin.com – Marie 


Erklinge, Lied, und werde Schall,

kling gleich der hellsten Nachtigall,
kling gleich dem hellsten Lerchenklang
die ganze weite Welt entlang!

Kling, Lied, und kling im höchsten Ton:
es kommt der süße Gottessohn,
es kommt das helle Himmelskind
hernieder, wo die Sünder sind.

Ein armes Knäblein nackt und bloß,
so liegt es in Marien Schoß;
spricht lieb und freundlich bei uns ein
und will auch unser Bruder sein.

Dess solln wie alle fröhlich sein
und singen mit den Engelein,
und singen mit der Hirten Schaar:
Das ew’ge Heil wird offenbar.

🌟Sisi🌟
Ernst Moritz Arndt

Vielen Dank für die Einladung an Wasserschloss Totzenbach💜🌟

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Foto: Prinz Barbara Fotografin mit Herz


Dicke rote Kerzen, Tannenzweigduft,
und ein Hauch von Heimlichkeiten liegt jetzt in der Luft.
Und das Herz wird weit. Macht euch jetzt bereit:
Bis Weihnachten, bis Weihnachten ist’s nicht mehr weit.

Schneidern, Hämmern, Basteln überall im Haus.
Man begegnet hin und wieder schon dem Nikolaus.
Ja, ihr wißt Bescheid! Macht euch jetzt bereit:
Bis Weihnachten, bis Weihnachten ist’s nicht mehr weit.

Lieb verpackte Päckchen überall versteckt,
und die frisch geback’nen Plätzchen wurden schon entdeckt.
Heute hat’s geschneit! Macht euch jetzt bereit:
Bis Weihnachten, bis Weihnachten ist’s nicht mehr weit.

Menschen finden wieder füreinander Zeit.
Und es klingen alte Lieder durch die Dunkelheit.
Bald ist es soweit. Macht euch jetzt bereit:
Bis Weihnachten, bis Weihnachten ist’s nicht mehr weit.

🌟Sisi🌟

Rolf Krenzer

Vielen Dank für die Einladung an Wasserschloss Totzenbach

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Foto: Prinz Barbara Fotografin mit Herz


Süßer die Glocken nie klingen
Als zu der Weihnachtszeit:
’s ist, als ob Engelein singen
Wieder von Frieden und Freud‘.
Wie sie gesungen in seliger Nacht, 
Glocken, mit heiligem Klang
Klinget die Erde entlang!

O, wenn die Glocken erklingen,
Schnell sie das Christkindlein hört.
Tut sich vom Himmel dann schwingen
Eilet hernieder zur Erd‘.
Segnet den Vater, die Mutter, das Kind;
Glocken mit heiligem Klang,
Klinget die Erde entlang!

Klinget mit lieblichem Schalle
Über die Meere noch weit,
Daß sich erfreuen doch alle
Seliger Weihnachtszeit.
Alle aufjauchzen mit einem Gesang;
Glocken mit heiligem Klang,
Klinget die Erde entlang

🌟Sisi🌟
Volkslied

Vielen Dank für die Einladung an Palast Hohenems

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Foto: sternenkaiserin.com – Marie


Es ist ein Roeß entsprungen
aus einer Wurtzel zart
als vns die alten sungen
aus Jesse kam die art
vnd hat ein blümlein bracht 
mitten im kalten Winter
wol zu der halben Nacht.

Das Röeßlein das ich meine
darvon Esaias sagt
hat vns gebracht alleine
Mary die reine Magd
aus Gottes ewgen raht
hat sie ein Kind gebohren
wol zu der halben Nacht.

~ Marie ~

Original Text, 1609
Protestant Michael Praetorius

Vielen Dank an den Majestic Train de Luxe für die Einladung 💜.

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Foto: sternenkaiserin.com – Marie


Süß singt der Engelchor: Weihnacht
Und draußen rieselt leis der Schnee
Festlich strahlen Kerzen, in allen Herzen
Vergeh’n Kummer heut und Weh

Süß singt der Glockenton: Weihnacht
Das Fest der Liebe ist nun da
Und ein einz’ger Wunsch stellt sich ein:
Möcht’s auf Erden Frieden immer sein.
Festlich strahlen Kerzen, in allen Herzen
Vergeh’n Kummer heut und Weh
Süß singt der Glockenton: Weihnacht
Das Fest der Liebe ist nun da
Und ein einz’ger Wunsch stellt sich ein:
Möcht’s auf Erden Frieden immer sein.

~ Marie ~

Songtext: Bruno Balz
Lied: Weihnacht

💜lichen Dank an Schlosspark Laxenburg für die Einladung.

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Foto: sternenkaiserin.com – Sisi


Am Weihnachtsbaume die Lichter brennen,
wie glänzt er festlich, lieb und mild,
als spräch‘ er: „Wollt in mir erkennen
getreuer Hoffnung stilles Bild!“

Die Kinder stehn mit hellen Blicken,
das Auge lacht, es lacht das Herz,
o fröhlich seliges Entzücken!
Die Alten schauen himmelwärts.

Zwei Engel sind hereingetreten,
kein Auge hat sie kommen seh’n,
sie gehn zum Weihnachtstisch und beten,
und wenden wieder sich und geh’n.

„Gesegnet seid, ihr alten Leute,
gesegnet sei, du kleine Schar!
Wir bringen Gottes Segen heute
dem braunen wie dem weißen Haar.

Zu guten Menschen, die sich lieben,
schickt uns der Herr als Boten aus,
und seid ihr treu und fromm geblieben,
wir treten wieder in dies Haus.“

Kein Ohr hat ihren Spruch vernommen,
unsichtbar jedes Menschen Blick
sind sie gegangen wie gekommen,
doch Gottes Segen blieb zurück.

~ Marie ~

Liedtext: Frank Schöbel
Lied: Am Weihnachtsbaume die Lichter brennen

💜lichen Dank an Schloss Eckartsau für die Einladung.

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Foto: sternenkaiserin.com – Marie


Still, still, still, weil’s Kindlein schlafen will!
Maria thuat es niedersingen,
Ihre keusche Brust darbringen.
Still, still, still, weil’s Kindlein schlafen will

Schlaf, schlaf, schlaf, mein liabes Kindlein, schlaf!
Die Engel thuan schön musiziren,
Bey dem Kindlein jubelliren,
Schlaf, schlaf, schlaf, mein liabes Kindlein, schlaf.

Groß, groß, groß, die Liab ist übergroß!
Gott hat den Himmels-Thron verlassen
Und muaß reisen auf der Strassen;
Groß, groß, groß, die Liab ist übergroß!

Auf, auf, auf, ihr Adams-Kinder auf!
Fallet Jesum all zu Füaßen,
Weil er für uns d’Sünd thuat büaßen,
Auf, auf, auf, ihr Adams-Kinder auf.

Wir, wir, wir, thun rufen all’ zu Dir!
Thua uns des Himmels Reich aufschliessen,
Wenn wir einmal sterben müassen,
Wir, wir, wir, thun rufen all zu Dir

~ Marie ~

Salzburger Volksweise: 1865
Liedtext: Georg Götsch
Lied: Still, Still, weils Kindlein schlafen will

💜lichen Dank an unser geliebtes „Totzi“ Schloss Totzenbach.

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Foto: Prinz Barbara Fotografin mit Herz


Es wird scho glei dumpa, es wird scho glei Nåcht,
Drum kim i zu dir her, mei Heiland auf d’Wacht.
Will singen a Liadl, dem Liebling dem kloan,
Du mågst jå net schlåfn, i hör die nur woan.
Hei, hei, hei, hei!
Schlåf siaß, herzliabes Kind!

Vergiss hiaz, o Kinderl, dein Kummer, dei Load,
dass d’dåda muaßt leidn im Ståll auf da Hoad.
Es ziern jå dieEngerl dei Liegerstatt aus.
Möcht schöna nit sein drin an König sei Haus.
Hei, hei, hei, hei!
Schlåf siaß, herzliabes Kind!

Jå Kinderl, du bist hålt im Kripperl so schen,
mi ziemt, i kånn nimmer då weg von dir gehn.
I wünsch dir von Herzen die süaßte Ruah,
die Engerl vom Himmel, die deckn di zua.
Hei, hei, hei, hei!
Schlåf siaß, herzliabes Kind!

Måch zua deine Äugal in Ruah und in Fried
und gib mir zum bschied dein Segn no gråd mit!
ft werd jå mei Schlaferl a sorgenlos sein,
åft kånn i mi ruahli aufs Niederlegn gfrein.
Hei, hei, hei, hei!
Schlåf siaß, herzliabes Kind

🌟Sisi🌟
Volkslied

Vielen Dank für die Einladung an Schloss Ruegers 💜

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Foto: sternenkaiserin.com – Marie 


While shepherds kept their watching
Over silent flocks by night,

Behold throughout the heavens,
There shone a holy light:
Go, Tell It On The Mountain,
Over the hills and everywhere;
Go, Tell It On The Mountain
That Jesus Christ is born.

The shepherds feared and trembled
When lo! above the earth
Rang out the angel chorus
That hailed our Saviour’s birth:
Go, Tell It On The Mountain,
Over the hills and everywhere;
Go, Tell It On The Mountain
That Jesus Christ is born

🌟Sisi🌟
Kirchenlied

Vielen Dank für die Einladung an Wasserschloss Totzenbach💜🌟

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Foto: Prinz Barbara Fotografin mit Herz


Adeste fideles
laeti triumphantes,
Venite, venite
in Bethlehem.
Natum videte
Regem angelorum.
Venite adoremus
Dominum.

Deum de Deo,
lumen de lumine,
Gestant
puellae viscera.
Deum verum,
genitum non factum.
Venite adoremus
Dominum.

Cantet nunc ‘Io’
chorus angelorum;
Cantet nunc
aula caelestium,
Gloria!
Soli Deo Gloria!
Venite adoremus
Dominum.

Ergo qui natus
die hodierna,
Jesu,
tibi sit gloria,
Patris aeterni
Verbum caro factum.
Venite adoremus
Dominum

Vielen Dank für die Einladung an Ernst Bauer 😘🌟

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Foto: sternenkaiserin.com – Marie


Schwebe hernieder,
Heilige Nacht,
Leuchte uns wieder,
Stern voller Pracht.

Greif in die Saiten,
Himmlischer Chor:
Schönste der Zeiten,
Steige empor!

~ Marie ~

Georg Götsch

💜lichen Dank den Bundesgärten_Wien für die Einladung ins Palmenhaus von Schloß Schönbrunn.

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Foto: sternenkaiserin.com – Marie


„Fröhliche Weihnacht überall!“
tönet durch die Lüfte froher Schall.
Weihnachtston, Weihnachtsbaum,
Weihnachtsduft in jedem Raum!
„Fröhliche Weihnacht überall!“
tönet durch die Lüfte froher Schall.

Darum alle
stimmet in den Jubelton,
denn es kommt das Licht der Welt
von des Vaters Thron.
„Fröhliche Weihnacht überall!“…

Licht auf dunklem Wege,
unser Licht bist du;
denn du führst, die dir vertrau’n,
ein zu sel’ger Ruh’.
„Fröhliche Weihnacht überall!“…

Was wir ander’n taten,
sei getan für dich,
daß bekennen jeder muß,
Christkind kam für mich.
„Fröhliche Weihnacht überall!“…

Vielen Dank für die Einladung an Wasserschloss Totzenbach

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Foto: Prinz Barbara Fotografin mit Herz


Video: sternenkaiserin.com – Ida 


Maria durch ein‘ Dornwald ging,
Kyrie eleison!
Maria durch ein‘ Dornwald ging,
Der hat in sieb’n Jahr kein Laub getragen.
Jesus und Maria.

Was trug Maria unter ihrem Herzen?
Kyrie eleison!
Ein kleines Kindlein ohne Schmerzen,
Das trug Maria unterm Herzen!
Jesus und Maria.

Da hab’n die Dornen Rosen getragen,
Kyrie eleison!
Als das Kindlein durch den Wald getragen,
Da haben die Dornen Rosen getragen!
Jesus und Maria

🌟Sisi🌟
Volkslied

Vielen Dank für die Einladung an Wasserschloss Totzenbach

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Foto: Prinz Barbara Fotografin mit Herz


Aber heidschi bumbeidschi, schlaf lange,
es is ja dein Muatter ausganga;
sie is ja ausganga und kimmt neamer hoam
und laßt das kloan Biabele ganz alloan!
Aber heidschi bumbeidschi bum bum,
aber heidschi bumbeidschi bum bum.

Aber heidschi bumbeidschi, schlaf siaße,
die Engelen lassn di griaßn!
Sie lassn di griaßn und lassn di fragn,
ob du in‘ Himml spaziern willst fahrn.
Aber heidschi bumbeidschi bum bum,
aber heidschi bumbeidschi bum bum.

Aber heidschi bumbeidschi, in‘ Himmel,
da fahrt di a schneeweißer Schimml,
drauf sitzt a kloans Engei mit oaner Latern,
drein leicht‘ von‘ Himml der allerschenst Stern.
Aber heidschi bumbeidschi bum bum,
aber heidschi bumbeidschi bum bum.

Der Heidschi bumbeidschi is kumma
und hat ma mein Biable mitgnumma;
er hat ma’s mitgnumma und hats neamer bracht,
drum winsch i mein‘ Biaberl a recht guate Nacht!
Aber heidschi bumbeidschi bum bum,
aber heidschi bumbeidschi bum bum

🌟Sisi🌟
Volkslied

Vielen Dank für die Einladung an Schloss Eckartsau🌟

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Foto: sternenkaiserin.com – Marie


Leise rieselt der Schnee,
still und starr ruht der See
weihnachtlich glänzet der Wald:
Freue dich, Christkind kommt bald!

In den Herzen ist’s warm,
still schweigt Kummer und Harm,
Sorge des Lebens verhallt:
Freue dich, Christkind kommt bald!

Bald ist heilige Nacht,
Chor der Engel erwacht,
hört nur, wie lieblich es schallt:
Freue dich, Christkind kommt bald!

🌟Sisi🌟
Eduard Ebel

Vielen Dank für die Einladung an Wasserschloss Totzenbach🌟

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Foto: Prinz Barbara Fotografin mit Herz


Der Tag, der ist so freudenreich
aller Kreature;
denn Gottes Sohn vom Himmelreich
über die Nature
von einer Jungfrau ist geborn,
Maria, du bist auserkorn,
daß du Mutter wärest.
Was geschah so wundergleich?
Gottes Sohn vom Himmelreich,
der ist Mensch geboren.

Ein Kindelein so löbelich
ist uns geboren heute
von einer Jungfrau säuberlich,
zu Trost uns armen Leuten.
War uns das Kindlein nicht geborn,
so warn wir allzumal verlorn;
das Heil ist unser aller.
Ei du süßer Jesu Christ,
daß du Mensch geboren bist!
Behüt uns vor der Hölle.

Groß Wunderding sich bald begab,
wie uns die Schrift tut melden:
Ein Engel kam vom Himmel herab
zu’n Hirten auf das Felde.
Ein großes Licht sie da umfing,
der Engel Gottes zu ihn‘ ging,
verkündt ihn‘ neue Märe,
daß zu Bethlehem in der Stadt
ein Jungfrau den geboren hat,
der aller Heiland wäre.

Die Hirten wurden freudenvoll,
da sie den Trost empfingen;
ein jeder das Kind sehen wollt,
gen Bethlehem sie gingen.
In einer Kripp, gewickelt ein,
da fanden sie das Kindelein,
wie ihn‘ der Engel saget;
sie fielen nieder all zugleich
und lobten Gott vom Himmelreich,
der sie so hätt begnadet.

Dem sollen wir auch danken schon
um seine großen Gaben,
die wir sein‘ allerliebsten Sohn
von ihm empfangen haben
in eines kleinen Kinds Gestalt,
der doch regiert mit aller Gwalt
im Himmel und auf Erden.
Dem sei Lob, Ehr und Preis
bereit‘ samt Heilgem Geist in Ewigkeit
von allen Kreaturen.

🌟Sisi🌟
Kirchenlied

Vielen Dank für die Einladung an Palast Hohenems

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Foto: sternenkaiserin.com – Marie


Alle Jahre wieder
kommt das Christuskind
auf die Erde nieder,
wo wir Menschen sind.

Kehrt mit seinem Segen
ein in jedes Haus,
geht auf allen Wegen
mit uns ein und aus.

Ist auch mir zur Seite
still und unerkannt,
daß es treu mich leite
an der lieben Hand.

🌟Sisi🌟
Friedrich Silcher

Vielen Dank für die Einladung an Wasserschloss Totzenbach🌟

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Foto: Prinz Barbara Fotografin mit Herz


Ich steh‘ an deiner Krippe hier,
o Jesu, du mein Leben;
ich komme, bring‘ und schenke dir,
was du mir hast gegeben.
Nimm hin, es ist mein geist und Sinn,
Herz, Seel‘ und Mut, nimm alles hin
und laß dir’s wohl gefallen.

Da ich noch nicht geboren war,
da bist du mir geboren
und hast dich mir zu eigen gar,
eh’ ich dich kannt’, erkoren.
Eh’ ich durch deine Hand gemacht,
da hast du schon bei dir bedacht,
wie du mein wolltest werden.

Ich lag in tiefer Todesnacht,
du warest meine Sonne,
die Sonne, die mir zugebracht
Licht, Leben, Freud’ und Wonne.
O Sonne, die das werte Licht
des Glaubens in mir zugericht’,
wie schön sind deine Strahlen.

Ich sehe dich mit Freuden an
und kann mich nicht satt sehen;
und weil ich nun nichts weiter kann,
bleib’ ich anbetend stehen.
O daß mein Sinn ein Abgrund wär’
und meine Seel’ ein weites Meer,
daß ich dich möchte fassen.

🌟Sisi🌟
Volkslied

Vielen Dank für die Einladung an Schloss Hof

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Foto: sternenkaiserin.com – Marie


Ihr Kinderlein kommet, o kommet doch all‘!
Zur Krippe her kommet in Bethlehems Stall.
Und seht, was in dieser hochheiligen Nacht
der Vater im Himmel für Freude uns macht.

O seht in der Krippe, im nächtlichen Stall,
seht hier bei des Lichtleins hellglänzendem Strahl,
den lieblichen Knaben, das himmlische Kind,
viel schöner und holder, als Engelein sind.

Da liegt es – das Kindlein – auf Heu und auf Stroh;
Maria und Josef betrachten es froh;
die redlichen Hirten knie’n betend davor,
hoch oben schwebt jubelnd der Engelein Chor.

Manch Hirtenkind trägt wohl mit freudigem Sinn
Milch, Butter und Honig nach Betlehem hin;
ein Körblein voll Früchte, das purpurrot glänzt,
ein schneeweißes Lämmchen mit Blumen bekränzt.

O betet: Du liebes, Du göttliches Kind
was leidest Du alles für unsere Sünd‘!
Ach hier in der Krippe schon Armut und Not,
am Kreuze dort gar noch den bitteren Tod.

O beugt wie die Hirten anbetend die Knie,
erhebet die Hände und danket wie sie!
Stimmt freudig, ihr Kinder, wer wollt sich nicht freu’n,
stimmt freudig zum Jubel der Engel mit ein!

Was geben wir Kinder, was schenken wir Dir,
du Bestes und Liebstes der Kinder, dafür?
Nichts willst Du von Schätzen und Freuden der Welt –
ein Herz nur voll Unschuld allein Dir gefällt.

So nimm unsre Herzen zum Opfer denn hin;
wir geben sie gerne mit fröhlichem Sinn –
und mache sie heilig und selig wie Dein’s,
und mach sie auf ewig mit Deinem nur Eins

🌟Sisi🌟
Christoph von Schmied

Vielen Dank für die Einladung an Wasserschloss Totzenbach🌟

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Foto: Prinz Barbara Fotografin mit Herz


Es kam die gnadenvolle Nacht,
wie leuchtet’s dir des Morgens Strahl,
wie funkelt’s dir der Sterne Schar,
da Jesus Christ geboren war!

Es kam die gnadenvolle Nacht,
wie leuchtet’s dir die gold’ne Pracht,
wie schallet’s dir der Glocken Schall,
da Jesus Christ geboren war!

Es kam die gnadenvolle Nacht,
die uns den hellsten Tag gebracht.
Wie freute sich der Engel Schar,
da Jesus Christ geboren war!

Froh jubelte der Engel Heer:
„Gott im Himmel, Gott sei Ehr‘!“
Und Friede, Freud’ und Seligkeit
herrscht auf Erden weit und breit

🌟Sisi🌟
Johann Kaspar Lavater

Vielen Dank für die Einladung an die Bundesgärten Wien und Schloß Schönbrunn

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Foto: sternenkaiserin.com – Marie


We wish you a merry Christmas,
We wish you a merry Christmas,
We wish you a merry Christmas,
And a Happy New Year!
Good tidings we bring for you and your kin;
We wish you a merry Christmas and a Happy New Year!

Now bring us some figgy pudding,
Now bring us some figgy pudding,
Now bring us some figgy pudding,
And a cup of good cheer!
Good tidings we bring for you and your kin;
We wish you a merry Christmas and a Happy New Year!

We all like our figgy pudding;
We all like our figgy pudding;
We all like our figgy pudding;
With all its good cheer.
Good tidings we bring for you and your kin;
We wish you a merry Christmas and a Happy New Year!

We won’t go until we get some
We won’t go until we get some
We won’t go until we get some
So bring it out here!
Good tidings we bring for you and your kin;
We wish you a merry Christmas and a Happy New Year!

We wish you a merry Christmas,
We wish you a merry Christmas,
We wish you a merry Christmas,
And a Happy New Year!
And a Happy New Year!
Good tidings we bring for you and your kin;
We wish you a merry Christmas and a Happy New Year!

🌟Sisi🌟
Volksweise

Vielen dank an Hotel Kaiserhof Wien für die Einladung

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Foto: sternenkaiserin.com – Marie


Sing ma im Advent a schiene Weis,
ganz a schiene Weis, stad und still.
Sing ma mitanond a schiene Weis,
ganz a schiene Weis, werd ma stad und still,
werd ma stad und still.

Sing ma im Advent, trag ma Liecht in d´Welt,
trag ma Liecht in d`Welt, stad und still.
Sing ma mitanond, trag ma Liecht in d`Welt,
trag ma Liecht in d`Welt, werd ma stad und still,
werd ma stad und still.

Sing ma im Advent, wie´s da alte Brauch,
wie´s da güete Brauch, stad und still.
Sing ma mitanond, wie´s da alte Brauch,
wie´s da güete Brauch, werd ma stad und still,
werd ma stad und still.

🌟Sisi🌟
Lorenz Maierhofer

Vielen Dank an die Einladung an Wasserschloss Totzenbach🌟

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Foto: Prinz Barbara Fotografin mit Herz


O Christkindlein, o Christkindlein,
komm doch zu uns herein!
Wir bitten dich so lange schon,
wir Kinder groß und klein.
Das Tischchen ist gedecket,
das Stübchen ist gekehrt,
wir harren an der Türe still,
bis du uns hast beschert.

O Christkindlein, o Christkindlein,
vergiß nicht unser Haus,
und schütte deinen Weihnachtssack
auf unser Tischchen aus!
Und deine großen Taschen,
die öffne nur geschwind
und bau viel schöne Sachen auf
für jedes gute Kind!

O Christkindlein, o Christkindlein,
vergiß den Baum auch nicht
mit Äpfeln, Nüssen, Zuckerwerk
und manchem hellen Licht.
Wir wollen auch recht artig
und folgsam immer sein:
Komm, liebes, gutes Christkindlein,
nur schnell zu uns herein!

🌟Sisi🌟
Lorenz Maierhofert

Vielen Dank an das wunderschöne Schloss Eckartsau für die Einladung 

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Foto: sternenkaiserin.com – Marie


Video: sternenkaiserin.com – Ida


Hopp, hopp, hopp
Pferdchen lauf Galopp!
Über Stock und über Steine
Aber brich dir nicht die Beine!
Hopp, hopp, hopp, hopp
Pferdchen lauf Galopp!

Tipp, tipp, tapp!
Wirf mich ja nicht ab
Zähme deine wilden Triebe
Pferdchen, tu’s mir ja zuliebe
Tip, tipp, tipp, tipp, tapp!
Wirf mich nicht ab!

Brr, brr, he!
Steh, mein Pferdchen steh!
Sollst schon heute weiter springen
Muss dir nur erst Futter bringen
Brr, brr, brr, he!
Steh, doch Pferdchen, steh!

Ja, ja, ja!
Sind wir da!
Schwester, Vater, liebe Mutter!
Findet auch mein Pferdchen Futter?
Ja, ja, ja, ja
Sind wir da!

🌟Sisi🌟
Kinderlied

Vielen Dank für die Einladung an Wasserschloss Totzenbach🌟

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Foto: Prinz Barbara Fotografin mit Herz


Lasst uns das Kindlein wiegen,
das Herz zum Kripplein biegen!
Lasst uns im Geist, im Geist erfreuen,
das Kindlein benedeien!
O Jesulein süß, o Jesulein süß.

Lasst uns dem Kindlein neigen,
um Lieb´ und Dienst erzeigen!
Lasst uns, lasst uns doch jubilieren
und geistlich triumphieren!
O Jesulein süß, o Jesulein süß.

Lasst unser Stimmlein schallen,
es wird dem Kindlein g´fallen.
Lasst ihm, lasst ihm ein Freudlein machen,
das Kindlein wird eins lachen.
O Jesulein süß, o Jesulein süß.

🌟Sisi🌟
Volkslied

Vielen Dank für die Einladung an Wasserschloss Totzenbach❤️

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Foto: Prinz Barbara Fotografin mit Herz



 

Ich danke Euch Allen für die vielen lieben Wünsche zu meinem Geburtstag ❤️

🌟🌟🌟🌟🌟🌟🌟🌟🌟🌟🌟🌟🌟

Ich wünsche, dass dein Glück
sich jeden Tag erneue,
dass eine gute Tat
dich jede Stund erfreue!

Und wenn nicht eine Tat,
so doch ein gutes Wort,
das selbst im Guten wirkt,
zu guten Taten fort.

Und wenn kein Wort,
doch ein Gedanke schön und wahr,
der dir die Seele mach
und rings die Schöpfung klar.

🌟Sisi🌟
Friedrich Rückert

Vielen Dank an die Einladung an Wasserschloss Totzenbach und K. u K. Hofzuckerbäcker DEMEL❤️

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Foto: Prinz Barbara Fotografin mit Herz


Vernimmst du den silbrig glockigen Klang?
Die Schönheit von magischen Einhorngesang?
Erzählend von göttlicher Liebe und Glück?
Oh, elender Mensch, warum hörst du ihn nicht?

Dein Herz viel zu kalt, in ihm sitzt Gewalt!
Vom Hasse verdorben, die Liebe gestorben!
Die Seele verletzt, in Ängste versetzt!
Der Hass sie entstellte, die Liebe zerschellte!

Die liebenden Wesen von göttlichem Stamm,
die irdenen Menschen in fesselndem Bann,
ertrinken in wärmenden, liebenden Licht!
Oh, törichter Mensch, warum erkennst du nicht?

🌟Sisi🌟
Pascale E.

🌟Allen Reitern und ihren Pferden einen gesegneten Stefanitag! Viel Glück und Gesundheit auf allen Wegen!🌟

Vielen Dank an die Spanische Hofreitschule Wien für die Einladung
Pferd: Napolitano Aga ❤️

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Foto: sternenkaiserin.com – Marie


Jauchzet, ihr Himmel, frohlocket ihr Engel in Chören; singet dem Herren, dem Heiland der Menschen, zu Ehren. Sehet doch da: Gott will so freundlich und nah
zu den Verlornen sich kehren.

Jauchzet, ihr Himmel, frohlocket ihr Enden der Erden; Gott und der Sünder, sie sollen zu Freunden nun werden. Friede und Freud wird uns verkündiget heut.
Freuet euch, Hirten und Herden.

Sehet dies Wunder, wie tief sich der Höchste hier beuget. Sehet die Liebe, die endlich als Liebe sich zeiget.
Gott wird ein Kind, träget und hebet die Sünd.
Alles anbetet und schweiget.

Gott ist im Fleische; wer kann dies Geheimnis verstehen? Hier ist die Pforte des Lebens nun offen zu sehen.
Gehet hinein, eins mit dem Kinde zu sein,
die ihr zum Vater wollt gehen!

treuer Immanuel, wird auch in mir nun geboren.
Komm doch mein Heiland, denn ohne dich bin ich verloren. Wohne in mir, mache mich eins nun mit dir,
der mich zum Leben erkoren.

🌟Sisi🌟
Gerhard Tersteegen

Vielen Dank für die Einladung an Schloss Eckartsau

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Foto: sternenkaiserin.com – Marie


In Lüften hängt ein Lerchenton
Mein Ohr hat staunend ihn vernommen
ist’s eine die noch nicht entflohn?
Ist’s eine die zurückgekommen,
Gelockt von Frühling schon
Da rings die Schöpfung noch von Winter ist?

Durch meine Seele zieht ein Schwung,
denn jeder Ton hat angeschlagen.
Ist’s Ahnung, ist’s Erinnerung
Von künftigen, von vor’gen Tagen?
Ich fühle nur mich jung
Ob wie ich’s war, ob wie ich sein werd‘? Ist zu fragen.

Verklungen ist die Melodie
Verklungen von Schneewolkenherden
Und Winter ist’s im Herzen, wie
Am Himmel Winter und auf Erden
So Winter, als ob nie
Gewesen Frühling sei und nimmer sollte werden.

🌟Sisi🌟
Friedrich Rückert

 

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Foto: artgraphy


Tannenbaum, o Tannenbaum,
wie treu sind deine Blätter.
Du grünst nicht nur zur Sommerzeit,
nein auch im Winter, wenn es schneit:
O Tannenbaum, o Tannenbaum,
wie treu sind deine Blätter!

O Tannenbaum, o Tannenbaum,
du kannst mir sehr gefallen!
Wie oft hat nicht zur Weihnachtszeit
ein Baum von dir mich hoch erfreut!
O Tannenbaum, o Tannenbaum,
du kannst mir sehr gefallen!

O Tannenbaum, o Tannenbaum,
dein Kleid will mich was lehren!
Die Hoffnung und Beständigkeit
gibt Trost und Kraft zu jeder Zeit!
O Tannenbaum, o Tannenbaum,
dein Kleid will mich was lehren!

🌟Sisi🌟
Volkslied

Vielen Dank für die Einladung an Wasserschloss Totzenbach❤️

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Foto: Prinz Barbara Fotografin mit Herz


Am Himmelsantlitz wandelt ein Gedanke,
Die düstre Wolke dort, so bang, so schwer;
Wie auf dem Lager sich der Seelenkranke,
Wirft sich der Strauch im Winde hin und her.

Vom Himmel tönt ein schwermutmattes Grollen,
Die dunkle Wimper blinzet manches Mal, –
So blinzen Augen, wenn sie weinen wollen, –
Und aus der Wimper zuckt ein schwacher Strahl. –

Nun schleichen aus dem Moore kühle Schauer
Und leise Nebel übers Heideland;
Der Himmel ließ, nachsinnend seiner Trauer,
Die Sonne lässig fallen aus der Hand.

🌟Sisi🌟
Nikolaus Lenau

Vielen Dank für die Einladung an Trauttmansdorff – Die Gärten / I Giardini / The Gardens & Touriseum Schloss Trauttmansdorff ❤️

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Foto: sternenkaiserin.com – Marie


„So come with me, where dreams are born, and time is never planned. Just think of happy things, and your heart will fly on wings, forever, in Never Never Land!”.

🌟Sisi🌟
J.M. Barrie- Peter Pan

Vielen Dank für die Einladung an das Winterpalais Belvedere Museum

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Foto: Prinz Barbara Fotografin mit Herz


Alles Große in der Welt hat seine Nachfolger und Nachahmer gehabt, die sich daran gedrängt und angeschlossen, bis der Gipfel, der einsam steht und die Sterne grüßt, durch sie mit dem Tale verbunden worden.

🌟Sisi🌟
Jacob Grimm

Vielen Dank für die Einladung Hotel Kaiserin Elisabeth❤️

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Foto: sternenkaiserin.com – Marie


Leiden und Schmerz sind immer die Voraussetzung umfassender Erkenntnis und eines tiefen Herzen. Mir scheint, wahrhaft große Menschen müssen auf Erden eine große Trauer empfinden.

🌟Sisi🌟
Fjodor Michailowitsch Dostojewski

Vielen Dank für die Einladung an Hotel Imperial, a Luxury Collection Hotel, Vienna

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Foto: sternenkaiserin.com – Marie


Möge Gott dir im neuen Jahr
mehr Zeit schenken
zu danken als zu klagen.

Mögen deine Freuden nach Tagen,
aber dein Kummer nach Stunden zählen.

Mögen die Zeiten selten sein,
an denen du deine Freunde entbehrst,
und kurz die Augenblicke
in der Gesellschaft von Dummköpfen.

Mögen alle Tränen des kommenden Jahres
Tränen der Freude sein.

🌟Sisi🌟
Irischer Neujahrssegen

Vielen Dank an Schloss Ruegers für die Einladung❤️

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Foto: sternenkaiserin.com – Marie


🌟🌟🌟Best of 2018 🌟🌟🌟

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Danke für Eure Treue! 
Wir freuen uns auf viele weitere gemeinsame Abenteuer!

🌟🌟🌟🌟🌟🌟🌟🌟🌟🌟🌟🌟🌟

Thank you for your interest, hope you enjoyed this year as we did.

🌟Sisi & Marie 💜
👑Sophie & Ida 🌼

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„Minnerl was soll denn das sein? Die Spitze ist viel zu plump als das ich sie jemals tragen würde, leg das weg und bring andere Strümpfe!“

🌟Sisi🌟

Vielen Dank an Schloss Eckartsau für die Einladung ❤️ und an unser Minnerl

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Foto: sternenkaiserin.com – Marie


Video: sternenkaiserin.com – Marie 

Kaiserin Elisabeth als sie noch Herzogin war – eine glückliche Kindheit (Teil 1)

 

Foto: Wikimedia/Commons Bild: Anton Einsle

Sisi, Sissi, Sissy, Beta, Sethy, Liesl, Elise, Rose vom Bayernland. Viele Namen, Schreibweisen und Anekdoten ranken sich um Kaiserin Elisabeth. Zu ihrem Mythos hat viel Romy Schneider in der Sissi-Trilogie viel beigetragen. Dass Kaiserin Elisabeth einmal so berühmt wird, verdankt sie im Prinzip dieser wunderschönen Schauspielerin und dem Musical Elisabeth (der Beitrag kann hier nachgelesen werden).

Bevor ich mich jedoch mit ihrem ambivalenten Leben befasse, beginne ich wie immer – am Anfang.

Schon hier geht die Literatur weit auseinander. Die Einen schreiben, Herzog Max sei schon während der Geburt von Elisabeth wieder über alle Berge gewesen, die Anderen sagen, er fuhr erst einen Monat später in den Orient. Was ist wahr? Was ist Legende? Was ist Film? Was ist erfunden? Auch ich werde das alles nicht aufdecken können. Aber ich werde mich bemühen, ein Licht ins Dunkel zu bringen.

Elisabeth wurde in ein Herzogshaus geboren. Demnach war ihr Titel von Geburt an: Elisabeth Herzogin in Bayern. Genau das war nämlich das Problem. Sisi war nur eine Herzogin. Ihre Mutter wurde als Königstochter geboren, wurde mit Herzog Max in Bayern vermählt und wurde demnach „königliche Herzogin“. Später sollte genau dieses „in“ Bayern Elisabeth mächtige Probleme bereiten. Was ihr widerfahren ist, würde man heute Mobbing nennen.

Ludovika haderte Zeit ihres Lebens mit ihrer Hochzeit und „Degradierung“ zur Herzogin.

Foto: Wikimedia/Commons Auguste de Beaurharnaise

Ab 1845 wurde Herzog Max in Bayern die Anrede „königliche Hoheit“ von König Ludwig I. gewährt. Was genau der Adelstitel von Herzog Max bewirkte, könnt ihr hier nachlesen.

Auch wenn das Wort „Prinzessin“ und „Prinz“ so hübsch klingen; die herzoglichen Kinder waren NIE Prinzessinnen oder Prinzen. Warum im Prinzip in fast jeder Biografie über Kaiserin Elisabeth von „Prinzessin Elisabeth“ die Rede ist, ist nicht erklärbar. Die Mär der Prinzessin wurde natürlich auch im Film „Sissi“ aufgegriffen und zieht sich durch bis zur gleichnamigen Zeichentrickserie, wo unsere dunkelhaarige Kaiserin, sogar blond ist. Aber nicht nur die Historiker und Filmregisseure dieser Welt haben diese Mär verbreitet, sondern auch die Hofzeremonienmeister jener Zeit. Wenn man sich den Chronik-Eintrag von Innsbruck* durchliest, wird man stutzig. Hier wird sogar Herzog Carl (= gemeint ist Karl Theodor) als Prinz betitelt, was schon sehr merkwürdig ist. Nicht nur, dass Elisabeth keine Prinzessin war, so waren die Buben auch niemals Prinzen. Aus heutiger Sicht kann es nur so erklärt werden, dass man annahm, dass eine königliche Tochter (also Ludovika), Prinzen und Prinzessinnen gebar. Doch der Umstand ihrer herzoglichen Heirat, verbot diesen Titel. Wenn man sich mit der Wittelsbacher Literatur beschäftigt, werden aber niemals die Buben der Familie als „Prinzen“ betitelt. Also warum Elisabeth (und manchmal auch Helene)?

Eine mögliche Erklärung liefert wahrscheinlich der bayrische Volksmund selbst. Diese betitelten die herzoglichen Töchter (und zwar nur die Töchter) gerne als „Prinzessin“. Und da später Kaiser Franz Joseph gar keine Herzogin heiraten hätte dürfen (nicht standesgemäß), wurde Elisabeth, wie sie zur Kaiserin wurde, anscheinend eine Prinzessin. Und wenn man später seine strikte Ablehnung bei unstandesgemäßen Hochzeiten sieht, ist es erstaunlich, dass er selbst hier wohl bei sich das größte Auge zudrückte. Nicht aber der elitäre, arrogante und militante Wiener Hof. Eine „nicht Prinzessin“ auf dem kaiserlichen Thron war für die Adeligen jener Zeit ein Frevel. Denn der Kaiserin-Titel hätte nur einer königlichen oder gar kaiserlichen Tochter weitergegeben werden dürfen. Und eine Prinzessin (oder Prinz) ist nur jenes Kind, welches aus einem königlichen oder kaiserlichen Hause kommt. Dies gilt im übrigen bis heute!** Aber natürlich hat ein Kaiser immer mehr Rechte, als alle anderen und so setzte er sich durch.

Bereits in den frühesten, von Kaiser Franz Joseph in Auftrag gegebenen Biografien von Kaiserin Elisabeth liest sich das so: „Auf Schloss Possenhofen erblickte Elisabeth Amalia Eugenia am 24. Dezember 1837 das Licht der Welt. Schon sehr früh zeigte die kleine Prinzessin Elisabeth ein lebhaftes Interesse für die Natur und die Vorgänge derselben, eine Neigung, die von ihren fürstlichen Eltern mit liebevoller Freude genährt und gefördert wurde.“ (1)

Foto: Wikimedia/Commons Elisabeth von Preußen

1905 heißt es “ ….; „Prinzeß Elisabeth, als zweites Töchterchen und hochwillkommenes Christkind eingekehrt am 24. Dezember 1837 in München beim glücklichen Elternpaare…“ (2) 

In einem Kinderbuch liest sich das so: „Hört, ihr Freunde, was geschehen, an der schönen Isar Strand, hört…“ Die Stimme des Bänkelsängers klang dünn und brüchig durch die Nacht. Der Winter war in diesem Jahr schon früh mit bissiger Kälte über München hergefallen und hatte die Stadt in einen klirrenden Mantel gehüllt. Vor dem Mund des Sängers bildeten sich im Takt des Liedes kleine Wolken, sie zögerten kurz und lösten sich dann in einer eisigen Luft auf. … „Weihnachten ist, da ist das Theater geschlossen, sogar das Café Chantant im Palais Max. Aber wenns wahr ist, sorgt der Allmächtige dort gerade für höchsten Nachwuchs, prinzlichen sozusagen.“ „Oder prinzesslichen, wies der Herrgott halt will“, fügte er hinzu. (3) 

Um es zu vervollständigen, müsste ich hier ca. 20 – 25 Bücher zitieren, was ich mir – ihr verzeiht mir hoffentlich – erspare. Allerdings möchte ich euch noch ein Zitat aus einem Kinderbuch vorstellen. Geschrieben wurde es von der Historikerin Gabriele Praschl-Bichler: „Vite! Vite! Les enfants! Viiite!“ („Rasch! Rasch, Kinder! Raaasch!“) Eine Gouvernante treibt die ihr schutzbefohlenen Mädchen zum rascheren Gehen an. Dabei spricht die Erzieherin mit den Kindern französisch, weil das damals alle feinen und gebildeten Leute taten. Vor dem Palast des Herzogs Max in Bayern herrscht reges Leben. Das Einfahrtstor steht weit geöffnet, Bedienstete strömen auf die Straße. Lieferanten, Künstler und andere bunte Gestalten bevölkern den Platz vor dem Gebäude. „Die Herzogin ist wirklich zu bemitleiden! Eben hat sie ein Mädchen geboren und schon ist ihr Mann wieder davon! Ein rechter Zugvogel ist der gute Herzog halt…pardon, wenn man das so sagen darf! Es heißt, dass er sich in Griechenland aufhält, um dort…“ …. Ganz nebenbei, wie heißt das Mädchen eigentlich? „Die kleine Tochter des Herzogs.“ „Man hat sie Elisabeth genannt.“ (4) Hier ist das erste Mal von keiner „Prinzessin“ die Rede.

Elisabeth Amalie Eugenie wurde am 24.12.1837 im Herzog Max Palais in München geboren. Ihre Mutter war Herzogin Ludovika in Bayern (*30.8.1808, †26.1.1892), eine geborene Prinzessin von Bayern. Ihre Biografie kann hier nachgelesen werden. Ihr Vater war Herzog Max Joseph in Bayern (*4.12.1808, †15.11.1888). Seine Biografie kann hier nachgelesen werden. Die Ehe der beiden verlief alles andere als glücklich; dennoch bekamen sie im Laufe der Jahre 10 Kinder, wovon 8 das Erwachsenenalter erreichten.

 

Fotos: Wikimedia/Commons
Stammbaum: Marie Festetics

Foto: Wikimedia/Commons Herzogin Ludovika, Herzog Ludwig, Herzogin Helene und die kleine Herzogin Elisabeth (im Kinderwagen)

Sisi, wie sie in der Familie liebevoll genannt wurde, wuchs also zunächst mit Bruder Ludwig und Schwester Néné (Helene) auf. Ihr Lieblingsbruder Gackel (Carl Theodor) sollte direkt nach ihr geboren werden. Marie, Mathilde, Sophie Charlotte und Nesthäckchen Mapperl (Maximilian Emanuel) folgten nach.

Der 24.12.1837 war ein Sonntag, weshalb sie von sich selbst immer behauptete, sie sei ein Sonntagskind. Zu dem hatte sie bei der Geburt schon einen Zahn – was damals als Glückssymbol galt. Ein glückliches Leben wurde der jungen Herzogin immer vorausgesagt. Wie oft hat Sisi wohl davon geträumt?

Foto: Sisi Museum, Hofburg, Taufkleid von Herzogin Elisabeth

Am Stefanietag, dem 26.12.1837, wurde das kleine Mädchen unter Beisein ihrer beiden Patentanten Königin Elisabeth von Preußen (*13.11.1801, †14.12.1873) und Auguste de Beauharnais (*21.6.1788, †13.5.1851) (Auguste war eine Halbschwester von Herzogin Ludovika. Sie wurde als Auguste Amalia Ludovika von Bayern geboren) getauft. Von beiden erhielt sie deshalb die Vornamen: Elisabeth Amalie Eugenie
Woher Eugenie kam, ist leider nirgends erklärt. Vielleicht aber ist es ein Erbe ihrer Taufpatin Auguste Amalia, da diese mit Eugené de Beauharnais (*3.9.1871, †21.2.1824) vermählt, zum Zeitpunkt der Taufe allerdings bereits verwitwet war.

Es wird immer wieder davon berichtet, dass Elisabeth ein Wildfang gewesen sei. Sie konnte nicht stillsitzen, tat sich mit dem Lernen schwer und am liebsten beschäftigte sie sich in der Natur. Als sie 9 Jahre alt war, holte Herzogin Ludovika Baronin Luise Wulffen ins Haus, die ihre liebe Not mit Sisi hatte. Wulffen beschrieb Elisabeth als zart und überempfindlich. (5)

Foto: Wikimedia/Commons Holzbüste Anton Fernkorn Herzogin Elisabeth, ca. 10 Jahre alt

Reiten war schon als Kind ihre große Leidenschaft, weiters schrieb sie Gedichte, lief gerne in den Wald und schwamm stundenlang im See. Schwimmen war generell eine Lieblingsbeschäftigung von ihr. Auch später. Angeblich soll es ihr Vater gewesen sein, der den Kindern das Schwimmen beibrachte. Ob das wirklich wahr ist oder nur eine Mär, kann ich leider nicht sagen. Max war leider viel zu selten daheim und hatte kaum Gelegenheit, seine Kinderschar kennen zu lernen. Er und Ludovika waren nur eine Zweckgemeinschaft. Ludovika verwand es als Königstochter nie, „unterm Wert“ verheiratet worden zu sein. Ihre weiblichen Geschwister wurden alle Königinnen oder sogar Erzherzogin. Max selbst fröhnte dem „Dandy“-Leben. Er hatte Beziehungen nebenbei, dem sogar zwei (oder mehrere) uneheliche Kinder entstammen sollen. Seine leibliche Kinderschar war ihm eine Last, zu dem galt er als aufbrausend und herrschsüchtig.

Auch ob Sisi wirklich jemals das Lieblingskind von Max war, kann ich ebenfalls nicht mit Bestimmtheit sagen. Auch hier geht die weitläufige Literatur auseinander. Ich habe für diesen Artikel mehr als 25 Bücher gewälzt, aber einig waren sich die Historiker nie. Wie erwähnt, war Herzog Max kaum zu Hause. Im Prinzip kam er, um mit Ludovika Nachkommen zu zeugen und verließ zeitig genug wieder das Haus, bis es zur nächsten Geburt kam. In der Zwischenzeit kümmerte er sich um seine Zither, nannte Postbedienstete und Normalbürger seine Freunde und lud zu häufigen Kartenspielabenden ein. Er hielt sich entweder in seinem Lustschlössl Aichach (heute hat es den wohlklingenden Namen „Sisi Schloss Aichach“) auf, oder ging als baldigst wieder auf Reisen.

Foto: sternenkaiserin.com – Marie   Schloss Aichach

Bis zu ihren 3ten oder 4ten Lebensjahr soll die kleine Sisi öfters mit ihren Eltern in Aichach residiert haben. Ein Maler hat sich des Familienidylls angenommen: Max in der Zille, in der offenen Türe steht Ludovika mit Sisi. Reizend ist es ja, das Bild. Aber ob das jemals so stattgefunden hat? Sehr fraglich.
Die Mär vom lieben Papa hat Gustav Knuth in den Sissi Filmen geprägt. Und so mögen wir das heute immer noch glauben.

Sisi war auf jeden Fall dem Charakter von Max nicht unähnlich. Persönlich gesehen, glaube ich, dass das der Grund war, warum er sich ihr am meisten verbunden fühlte. Dies nahm übrigens im Alter wieder ab. Sisi war die Einzige, die nicht zum sterbenden Vater geeilt kam (übrigens auch nicht zur Mutter, da ihre „Einzige“, Marie Valerie, in den Wehen lag). Unpässlich soll sie gewesen sein und weilte viel lieber auf Korfu. Aber ich greife viel zu weit vor.

Foto: Wikimedia/Commons Sisi und Gackel (Karl Theodor, Hund Bummerl

Max und Sisi liebten das Reiten und die Pferde. Beide dichteten, malten, zeichneten und spielten Zither. Die unbändige Liebe zur Natur hatte sie von ihrer Mutter geerbt. Auch die Scheu vor Menschen und dem Angegafftwerden war ein Erbe ihrer Mutter. Die Liebe zur Freiheit und Reisefreude hat sie wohl eher wieder vom Max mitbekommen. Somit hatten ihre wesentlichen Wesenszüge eher der Vater, die Scheu vor Menschen eher die Mutter hinterlassen.

Max hatte in seinem großzügigen Stadtpalais eine Zirkushalle errichten lassen. Dort gab er für das zahlende Publikum Zirkusvorstellungen. Elisabeth, der er als Kind das Kunstreiten beibrachte, durfte gemeinsam mit ihrem Vater Kunststücke vorzeigen. Das Publikum raste vor Begeisterung. Ludovika sicherlich auch, aber aus anderen Gründen, denn die königliche Tochter sah es gar nicht gern, dass ihre Tochter fast zu einem Buben erzogen wurde.

Néné war das hausbackene Kind: brav am Nähen und Sticken, immer bei der Mutter und nie bei den übrigen Kindern. Sisi hingegen tobte mit Gackel (Karl Theodor), der ihr Lieblingsbruder war und Ludwig umher.

 

Foto: Peter Bierl Buch- & Kunstantiquariat
Schloss „Possi“ Possenhofen

Doch Sisi hatte auch ihre sehr stillen und einsamen Momente. Schon früh zeigte sich eine Melancholie, die in späteren Jahren zu einer Depression heranreifen sollte. Auch diese Art des Charakters, erbte sie von ihrer Mutter. Sie hat Scheu vor Menschen, vor allem vor Fremden. Doch diese sind selten in Possenhofen, weshalb sie dort am liebsten ist. Das Herzog Max Palais in München ist nur für die Wintermonate, da Schloss Possenhofen, von der Familie liebevoll „Possi“ genannt, nicht beheizbar ist. Doch kaum in Possi, läuft sie beinahe jeden Tag ohne Schuhe herum. Contenance und Etikette, Politik und Weltherrschaft, was kümmert es die kleine Elisabeth und ihre Geschwister? Der königliche Hof nahm keine Notiz von ihr. Die Briefe, die Ludovika mit ihrer Schwester Sophie im fernen Wien schrieb, waren nicht von Interesse.

Frei, ungezwungen, neugierig und lebenslustig, so beschreibt man Sisi in der Literatur, und ich persönlich glaube, dass sie das auch war. Fast ein Bauernmädel. Ihre beste Freundin wird Irene (*24.9.1839, †21.8.1892), die Tochter des Nachbarn Hermann Franz Joseph Carl Graf von Paumgarten (*19.7.1806, †11.1.1846). Gackel, Irene, David (Bruder von Irene) und Sisi werden zu einer Einheit. Gemeinsam erkundete man die Wälder, den Starnberger See, kletterte auf Bäume und verbrachte viel Zeit – mit Nichtstun. Ludovika hatte ihre liebe Not, die Kinderschar zum Lernen zu bewegen. Kam der Vater zu „Besuch“, holte er die Kinder aus dem Unterricht, tobte mit ihnen im Schnee, ging Schwimmen oder stibitzte das Obst von den Bäumen.

Im Jahre 1843 trafen sich Erzherzog Franz Joseph und die junge Sisi das erste Mal. Franz Joseph war 13 Jahre, Elisabeth 5 Jahre alt. Franz Joseph schrieb in sein Tagebuch:

Foto: sternenkaiserin.com -Marie Erzherzog Franz Joseph, 1844, mit Genehmigung vom k.u.k. Museum Bad Egart

2.9.1843

Um 7 Uhr fuhren wir von München weg und kamen um viertel auf zehn in Possenhofen an. Wir fanden dort Herzog Max und alle seine Kinder bis auf Louis, welcher in der Schweiz ist. Wir frühstückten mit der Tante Louise, der Helene, der Elise und dem sehr netten aber fast verzogenen Kakl. Um 10 Uhr ging wir in die dumpfe Kapelle, um die Messe zu hören, wo mir übel wurde, so daß man mich aus der Kapelle zu einem offenen Fenster tragen mußte, wo mir wieder gut wurde; darauf legte ich mich auf das Bett. Um 12 Uhr fischte ich und Graf Bombelles mit dem Herzog, wobey wir 20 Birschlinge und Weißfische fingen.“ (6)

Doch schon bald zeigte sich auch die Etikette der Verwandtschaft. 1848 machte Ludovika mit den Kindern Gackel, Néné und Sisi einen längeren Ausflug, der nach Tirol an den Aachensee führte. Von dort fuhren sie nach Jenbach, um am 10.6.1848 in Innsbruck einzutreffen. In der Hauschronik liest sich das so: „Um 9 Uhr Abends langte auf Besuch die Schwester Ihrer k.H. der Erzherzogin Sophie die Gemahlin des Herzogs Maximilian von Baiern I.k.H. die Prinzessin Louise mit Ihrem Sohne Prinz Carl und 2 Prinzessinnen Töchter Helene und Elisabeth und Suite hier an, und wurde an der Burgstiege von Ihrer Familie begrüßt. In Ihrem Gefolge befindet sich Ihr Hofmarschall Baron v. Freyberg. Die Frau Herzog wurde im Damenstifts-Gebäude einlogiert.“ (7) (*Ich rufe meine Einleitung zum Thema „Herzogin“ und „Herzog“ von weiter oben in Erinnerung).

Am 19.6.1848 findet sich folgender Eintrag: „Heute ist S.k.H. Prinz Karl von Baiern, und dann später I.k.H. die Herzogin Louise von Baiern mit Sohn und 2 Töchtern k.H. nach München abgereist.“ (8) In dieser Zeit musste Sisi sicherlich still sitzen und bei Tisch ordentlich essen.

Foto: APA, Sisi Museum Hofburg, Kinderschuhe von Herzogin Elisabeth mit herzoglichen Wappen

Franz Joseph war zu diesem Zeitpunkt knapp 18 Jahre alt, Sisi knapp 11 Jahre. In der Literatur liest man immer von „die 13jährige“, doch Elisabeth ist am 24.12.1837 auf die Welt gekommen. Sie kann also im Juni 1848 nicht 13 Jahre alt gewesen sein. Außerdem war Kaiser Franz Joseph um 7 Jahre älter als seine geliebte „Engels-Sisi“. Ebenso liest man häufig „Kaiser Franz Joseph und Elisabeth trafen erstmals aufeinander“. Auch das ist nicht korrekt. Erzherzog Franz Joseph wurde erst am 2.12.1848 zum Kaiser gekrönt und das erste Aufeinandertreffen war 1843. Korrekt ist jedoch, dass er sich aus Sicherheitsgründen in Innsbruck aufhielt. In Wien tobte eine heftige Revolution.

In vielerlei Hinsicht konnten die Zwei in Innsbruck nichts miteinander anfangen. Sisi war noch ein Kind, Erzherzog Franz Joseph musste sich mit der politischen Lage beschäftigen. Ein Umstand, den er vielleicht in späteren Jahren tief bereut hatte. Elisabeth, scheu und sehr schüchtern, freundete sich mit dem knapp 15jährigen Erzherzog Karl Ludwig (*30.6.1833, †19.5.1896) an. Sie tobten durch die Hofburg Innsbruck, heckten Streiche aus und ärgerten mit Sicherheit Erzherzogin Sophie. Die beiden waren sich so zugetan, dass sie sich eine zeitlang Briefe schrieben. Sogar kleinere Geschenke wurden ausgetauscht. Doch das Interesse von Sisi an Karl Ludwig ebbte ab, nach dem ihre Mutter sie immer und immer wieder an ihn erinnerte und sich ihn als Heiratskandidat vorstellen konnte. Wie oft wird sich Elisabeth in späteren Jahren wohl Karl Ludwig als Mann zurückgesehnt haben? 1850 besuchte Elisabeth gemeinsam mit ihrem Bruder Ludwig, ihrer Schwester Néné und ihrer Mutter Ludovika das beschauliche Dörfchen Oberammergau.

Foto: pressreader Zeichnungen von Sisi und eine Glückwunschkarte von Sisi an Gackel

Anfang April 1853 wurde Elisabeth gefirmt. Leider lässt sich in keinem Buch das genaue Datum, der Firmpate und der Ort eruieren. Über der Firmung lag allerdings ein trauriger Schatten, der Elisabeth seelisch aus der Bahn warf. Sie war das erste Mal mit dem düsteren Tod konfrontiert. Ihr langjähriger Spielkamerade David Paumgartner (*31.1.1838) starb am 20.3.1853 15jährig nach einer Lungenentzündung.

Sisi verfiel in ihre erste Trauer. Der Tod Davids belastete die 15jährige sehr. Klammheimlich führte sie ein Tagebuch, in welches sie folgendes Gedicht an schrieb:

 

Du bist so jung gestorben
Und gingst so rein zur Ruh‘; 
Ach, wär‘, mit dir gestorben,
Im Himmel ich wie du. (9)

Von nun an sollte der Tod ihr ständiger Begleiter werden. Die ersten Wehklagen Richtung Tod waren verfasst, als sich die 15jährige erstmals verliebt. Am herzoglichen Hof begegnete sie dem jungen, sehr hübschen Richard Graf von Schwarzenberg. Die beiden verliebten sich ineinander und trafen sich heimlich am Tor, wo ihr Richard ein Bild von sich gibt. Sie schrieb:

Oh, ihr dunkelbraunen Augen, 
Lang hab ich euch angesehn,
Und nun will mir euer Bildnis
Nicht mehr aus dem Herzen gehen… (10)

Doch Ludovika kam den beiden auf die Schliche. Sie beschlagnahmte sein Bild und verbat Elisabeth jegliche Kontaktaufnahme. Der junge Mann sei der jungen Herzogin nicht würdig. Zur Sicherheit lässt sie Richard aus dem Offiziers-Hofdienst versetzen. Ein schwerer Fehler von Ludovika, wie sich später noch herausstellen sollte.

Sisi verfällt in Wehklagen:

Du frische junge Liebe,
So blühend wie der Mai, 
Nun ist der Herbst gekommen
Und alles ist vorbei. 

Und nun ist er mir so ferne
Und ich seh ihn gar nie. 
Ach, ich wollt zu ihm wohl gerne, 
Wüßt‘ ich nur, wohin und wie. (11)

Richard kommt nie mehr wieder. Er wird in der Armee krank, kehrt zurück und starb. Die 15jährige verfällt in tiefe Trauer:

Die Würfel sind gefallen,
Ach, Richard ist nicht mehr!
Die Trauerglocken schallen –
Oh, hab Erbarmen, Herr!
Es steht am kleinen Fenster
Die blondgelockte Maid.
Es rührt selbst die Gespenster
Ihr banges Herzeleid. (12)

Doch bald schon verliebte sich die junge Elisabeth erneut. Um nicht noch einmal Gefahr zu laufen, erwischt zu werden, hält sie den Namen geheim. Ein Graf aus der Nachbarschaft hatte ihr Herz verzaubert.

Zu lang hab‘ ich gewendet
Mein Aug‘ aufs Antlitz dein, 
Und nun bin ich geblendet
Von seiner Schönheit Schein. (13)

Sisi schläft und isst nichts. Ihre Gedanken kreisen nur noch um „ihn“.

Wenn der erste Sonnenstrahl
Mich des Morgens grüßt, 
Frage ich ihn jedesmal, 
Ob er dich geküßt. 

Um den goldenen Mondenschein
Bitt ich jede Nacht, 
Daß von mir er insgeheim
Dir viel Liebes sagt. (14)

Foto: Wikimedia/Commons Elisabeth, als ca. 15jährige, 1. bekannte Fotografie

Doch der Angehimmelte will von Elisabeth nichts wissen. Als sie es merkt, wehklagt sie wieder:

Denn ach, ich kann ja nimmer hoffen 
Daß liebend je Du Dich mir neigst. 
Die harte Wahrheit sah ich offen
’s ist Freundlichkeit nur, was Du zeigst. (15)

Mittlerweile ist Ludovika für Elisabeth auf Brautschau. Um geeignete Heiratskandidaten zu finden, lässt sie ihre Tochter fotografieren. Es ist die erste und einzige Fotografie von Elisabeth, die sie unverheiratet zeigt.

In der ersten autorisierten Biografie von Othmar Kleinschmid liest sich Elisabeths Erscheinung so:

„Prinzessin Elisabeth ist hoch, schlank, leicht und anmutig, ihr Wesen graziös, belebt, das tiefblaue Auge voll träumerischen Glanzes, die Schönen Züge, aus denen das dichte, braune Haar in vollen Wellen zurückgestrichen ist, reizvoll, ausdrucksvoll und mit rosigem Teint überzogen der Eindruck im ganzen: milder Ernst und zarte Weiblichkeit.“ So beschreibt sie ein Schriftsteller, welcher das Glück genoß, die fünfzehnjährige Prinzessin zu schauen.“ (16)

Ebenfalls 1853 schickte Ludovika sie nach Dresden, zu ihrer Schwester Königin Auguste von Sachsen. Sie schrieb in ihr Tagebuch: „Sisi bei Euch zu wissen, würde ich freilich auf ein grosses Glück ansehen… aber leider ist es nicht wahrscheinlich – denn der einzige, der zu hoffen wäre, wird schwerlich an sie denken; erstens ist sehr die Frage, ob sie ihm gefiele und dann wird er wohl auf Vermögen sehen…. hübsch ist sie, weil sie sehr frisch ist, sie hat aber keinen einzigen hübschen Zug.“ (17)

Foto: Wikimedia/Commons König Georg von Sachsen

Mit „der zu hoffen wäre“ war Prinz Georg (*8.8.1932, †15.10.1904) gemeint. Er war der Sohn von Königin Auguste und König Johann. Jener Familie, in der auch Kaiser Franz Joseph Ausschau halten sollte. Prinzessin Sidonie sollte seine Braut werden, doch die lehnte Kaiser Franz Joseph ab. Den Beitrag zu Franz Josephs Frauen könnt ihr hier lesen.

Elisabeth kam ohne Bräutigam von Dresden zurück. Ludovika war verzweifelt. Doch im August sollte sich das Blatt für die junge schöne Elisabeth wenden.

Eine Verlobung (der Beitrag ist hier) stand ins Haus und mit ihr nahm das ganze Drama seinen Lauf.

~ Marie ~

 

Foto: Hickl
Prinzessin Elisabeth als Verlobte, mit Miniaturbild mit Kaiser Franz Joseph

 


Rechtliche Hinweise:

Bildrechte: Wikimedia/Commons, Sisi Museum Hofburg, pressreader, sternenkaiserin.com – Marie, k.u.k. Museum Bad Egart, Peter Biel Antiquariat, APA, Hickl


**Ich möchte mich ausdrücklich bei Historiker Alfons Schweiggert bedanken, der mir das Wirr-Warr der Adelstitel und das Thema „Herzogin Elisabeth“ und nicht „Prinzessin Elisabeth“ näher brachte.


Literatur Hinweise:

1 – S. 10
Hauptmann Robert Rostock 
Erinnerungsblätter an Weiland Ihre Majestät Kaiserin und Königin Elisabeth
k.u.k. Hofbuchdruckerei A. Haase, Prag (nur noch antiquarisch erhältlich)

2 – S. 6, 16 – S 7/8
Othmar Kleinschmied 
Kaiserin Elisabeth
Druck und Verlag des kathol. Preßvereines, 1905 (nur noch antiquarisch erhältlich)

3 – S 20, 22
Sigrid Laube
Sisi, das Kind der Sonne
Jungbrunnen, 1. Ausgabe, 2004 (nur noch antiquarisch erhältlich)

4 – S. 15
Gabriele Praschl-Bichler
Elisabeth Kaiserin von Österreich genannt Sisi
Amalthea, 1. Ausgabe, 2003 (nur noch antiquarisch erhältlich)

5 – S. 23
Johannes Thiele
Elisabeth Ihr Leben. Ihre Seele. Ihre Welt
Brandstätter Verlag, 1. Auflage 2011 (nur noch antiquarisch erhältlich)

6 – S. 23, 7 – S. 14/15, 8 – S. 15
Hans Rödlhammer
Elisabeth Kaiserin von Österreich und Königin von Ungarn
Verlag Kulturverein Schloss Ebelsberg, 1. Auflage, 1983 (nur noch antiquarisch erhältlich)

9 – S. 24, 10 – S. 25
E.C. Conte Corti
Elisabeth von Österreich Tragik einer Unpolitischen
Heyne Sachbücher, 15. Auflage, 1975 (nur noch antiquarisch erhältlich)

11 – S. 53, 12 – S. 53/54, 13, 14, 15 – S. 54/55
Johannes Thiele
Elisabeth Das Buch ihres Lebens
List Verlag, 1. Auflage, 1996 (nur noch antiquarisch erhältlich)

17 – S. 18
Brigitte Hamann
Elisabeth Kaiserin wider Willen
Piper TB, 8. Auflage, 2017

Träume und Gedichte – November 2018

Dein ist mein ganzes Herz!
Wo du nicht bist, kann ich nicht sein.
So, wie die Blume welkt,
wenn sie nicht küsst der Sonnenschein!
Dein ist mein schönstes Lied,
weil es allein aus der Liebe erblüht.
Sag mir noch einmal, mein einzig Lieb,
oh sag noch einmal mir:
Ich hab dich lieb!

Wohin ich immer gehe,
ich fühle deine Nähe.
Ich möchte deinen Atem trinken
und betend dir zu Füssen sinken,
dir, dir allein!
Wie wunderbar
ist dein leuchtendes Haar!
Traumschön und sehnsuchtsbang
ist dein strahlender Blick.
Hör ich der Stimme Klang,
ist es so wie Musik….

🌟Sisi🌟

Franz Lehar

Vielen Dank für die Einladung an Schloss Ruegers💜🌟

Foto: sternenkaiserin.com – Marie


Küsse, die man stiehlt im Dunkeln
Und im Dunkeln wiedergibt,
Solche Küsse wie beseelgen
Sie die Seele, wenn sie liebt!

Ahnend und erinnrungsüchtig,
Denkt die Seele sich dabei
Manches von vergangnen Tagen,
Und von Zukunft mancherlei.

Doch das gar zu viele Denken
Ist bedenklich, wenn man küßt; –
Weine lieber, liebe Seele,
Weil das Weinen leichter ist.

🌟Sisi🌟

Heinrich Heine

Vielen Dank für die Einladung an Sisi Schloss -Rudolfsvilla Reichenau

Foto: sternenkaiserin.com – Marie


„Je mehr Du Deinem Mann Freiheit läßt, je mehr Du darin Deine Gefühle und Dein Vertrauen offenbarst, desto liebenswerter wirst Du ihm erscheinen und desto anhänglicher wird er Dir sein“

Das hat sie gesagt, die Ururgroßmutter seiner Majestät, aber er meint, es wären nur Wolkenkraxeleien… und die ihm gewährte Freiheit genießt er beim Guglhupf anders wo.

Also frag ich mich Marie, was sie wohl dazu gesagt hätte, die große Kaiserin, die gar keine war und doch tausendmal besser gewesen ist, als ich es je sein könnte.
Sieh sie dir an Marie, meinst du sie war glücklich?

🌟Sisi🌟

Vielen Dank für die Einladung an Schloss Ruegers💜🌟

Foto: sternenkaiserin.com – Marie


Könnte ich unsterblich sein,
so wünschte ich es nur,
um Unglückliche zu unterstützen.

🌟Sisi🌟

Maria Theresia von Österreich

Foto: Charlotte Schwarz|Fotogräfin 2017


Let me see the sign
I want to know the treasure you hide
Each and every night, I wonder about you
Love, open the door

Can’t you hear me cryin’?
I’m losing my mind
Can’t you hear me pleading?
Please hear me this time

Let yourself be mine
Let me see your little light shine

You know I want you to welcome me home
Love, open the door

Can’t you hear me cryin’?
I’m losing my mind
Can’t you hear me pleading?
Please hear me this time

Each and every night, I wonder about you
Love, open the door

🌟Sisi🌟

Fleetwood Mac

Vielen Dank für die Einladung an Schloss Eckartsau 💜🌟

Foto: sternenkaiserin.com – Marie


„Eine Torte vom K. u K. Hofzuckerbäcker DEMEL? Das ist ja eine Überraschung.
Stell’s auf die Kaffetafel, Marie Valerie wird bestimmt auch ein Stückerl mögen…“

🌟Sisi🌟

Vielen Dank für die Einladung an Schloss Ruegers🌟💜

Foto: sternenkaiserin.com – Marie


Lippen schweigen, ’s flüstern Geigen
Hab mich lieb!
All die Schritte sagen bitte, hab mich lieb!
Jeder Druck der Hände
deutlich mir’s beschrieb
Er sagt klar, ’s ist wahr, ’s ist wahr,
Du hast mich lieb!

Bei jedem Walzerschnitt
Tanzt auch die Seele mit,
Da hüpft das Herzchen klein,
Es klopft und pocht: Sei mein! Sei mein!
Und der Mund, der spricht kein Wort,
Doch tönt es fort und immerfort:
Ich hab‘ dich ja so lieb, ich hab‘ dich lieb!
Jeder Druck der Hände
Deutlich mir’s beschrieb…
Er sagt klar, ’s ist wahr, ’s ist wahr`
Du hast mich lieb!

🌟Sisi🌟

Franz Lehar

Vielen Dank für die Einladung ins Palais Ferstl ❤🌟

Foto: Charlotte Schwarz|Fotogräfin 2017


Du wirst Freud und Leid haben, wie jeder Mensch auf dieser Welt; du wirst umso mehr Freud und Leid haben, je inniger du die Deinen liebst; aber eine solche Freude wird dich glücklich und ein solches Leid wird dich groß machen.

🌟Sisi🌟

Peter Rosegger

Vielen Dank für die Einladung an Restaurant Onkel Taa – Bad Egart 🌟💜

Foto: sternenkaiserin.com – Marie


m Abend wird man klug
für den vergang’nen Tag,
doch niemals klug genug
für den, der kommen mag.

🌟Sisi🌟

Friedrich Rückert

Vielen Dank für die Einladung an Schloss Ruegers🌟❤

Foto: sternenkaiserin.com – Marie


„… ich bin nicht mehr schüchtern und lieb so wie alle es erwarten, es langweilt mich nur!
Erst hängt man mir schöne Kleider und teuren Schmuck um, dann trete ich hinaus und sage den Leuten ein paar nette Worte, so wie sie es hören wollen

Stundenlang, bis ich nicht mehr kann und jedes Lächeln mir zur Qual wird.
Endlich eile ich ins Zimmer, reiße alles herab, sehne mich nach einem fernen Ort…..

Einem anderem Stern!
Dorthin wo ich ich sein kann….

Marie, der Zug soll abfahren!“

Vielen Dank für die Einladung an TMW – Technisches Museum Wien in den Hofsalon Wagen der Kaiserin🌟😘

Foto: Charlotte Schwarz|Fotogräfin 2017


„Minnerl jetzt beeil‘ dich doch endlich. Ich will nicht mehr länger still stehen.
Gleich geht die Sonne auf, da möchte ich am See stehen und zu sehen.
Graf Pilati hat doch erzählt wie schön das ist!
Und jetzt lauf und hol Marie!“

🌟Sisi🌟

Vielen Dank an Schloss Ruegers🌟💜

Foto: sternenkaiserin.com – Marie


Schlafe, mein Prinzchen! es ruhn,
Schäfchen und Vögelchen nun;
Garten und Wiese verstummt;
Auch nicht ein Bienchen mehr summt;
Luna mit silbernem Schein
Gucket zum Fenster herein.
Schlafe beym silbernen Schein,
Schlafe, mein Prinzchen, schlaf‘ ein!
Schlaf‘ ein! schlaf‘ ein!

Auch in dem Schlosse schon liegt
Alles in Schlummer gewiegt;
Reget kein Mäuschen sich mehr;
Keller und Küche sind leer.
Nur in der Zofe Gemach
Tönet ein schmelzendes Ach.
Was für ein Ach mag das seyn?
Schlafe, mein Prinzchen, schlaf‘ ein!
Schlaf‘ ein! schlaf‘ ein!

Wer ist beglückter, als du?
Nichts als Vergnügen und Ruh!
Spielwerk und Zucker voll auf;
Und auch Karessen im Kauf!
Alles besorgt und bereit,
Daß nur mein Prinzchen nicht schreyt!
Was wird das künftig erst seyn?
Schlafe, mein Prinzchen, schlaf‘ ein!
Schlaf‘ ein! schlaf‘ ein

🌟Sisi🌟

Kinderlied

Vielen Dank an Schloss Ruegers🌟💜

Foto: sternenkaiserin.com – Marie


Sisi im Hotel Kaiserhof

~ Marie ~

Video: sternenkaiserin.com – Marie


Sisi am Christkindlmarkt in Schloss Eckartsau

Video: sternenkaiserin.com – Marie


Sisi im Original nachgeschneiderten Wintermantel von Kaiserin Elisabeth im Schloss Eckartsau

Video: sternenkaiserin.com – Marie


Hätt‘ es nimmer gedacht,
Daß ein Strom, so heiß,
Im Winter würd‘
zu starrem Eis!

Daß ein Ringlein von Gold,
So den Finger schmückt,
Wie ’n Mühlstein schwer
Auf die Seele drückt.

Daß nach prangendem Tag
So stürmisch die Nacht,
So krank das Herz! –
Hätt’s nimmer gedacht!

🌟Sisi🌟

Carl Siebel

Vielen Dank unserem lieben Freund Graf Pilati für die Einladung ins schöne Schloss Ruegers🌟💜

Foto: sternenkaiserin.com – Marie


Was mich still und traurig macht,
Darf ich Keinem sagen,
Einsam denk‘ ich’s Tag und Nacht,
Einsam muß ich’s tragen.

Was mir sonst am Herzen lag
Ist dahin genommen,
Seit von drüben Tag für Tag
Schreck und Groll mir kommen.

Ach, wie schlimm die Welt gewußt
Seinen Sinn zu thören!
Ihn zu treiben, mir mit Lust
Glück und Ruh zu stören!

Soll sich Alles, was einst gut,
Uns so schnell verleiden?
Freie Red‘ und Uebermuth
Will nicht jeden kleiden.

Was mir ganz und gar mißfällt,
Dient ihm nur zum Spiele.
Dürft‘ ich sagen unverstellt
Was mir mehr gefiele!

Einsam denk‘ ich’s Tag und Nacht,
Darf es Keinem sagen.
Was mich still und traurig macht,
Einsam muß ich’s tragen!

🌟Sisi🌟

Otto Roquette

Vielen Dank an Schloss Ruegers🌟💜

Foto: sternenkaiserin.com – Marie


„Minnerl du kannst abservieren, mir ist der Appetit heute vergangen!

Marie!
Wir gehen, ich möchte, dass du mir vorliest, ich will heute nicht allein sein“

🌟Sisi🌟

Vielen Dank an Schloss Ruegers🌟❤

Foto: sternenkaiserin.com – Marie


„Siehst du mein Herz, es schneit.
Die ganze Welt wird weiss, sie versinkt im Schnee als würde sie schlafen und sich nur darauf freuen, im Frühling zu erwachen um dein Lachen wieder zu hören.
Nicht mehr lange und der See ist starr vor Eis.

Papa hat geschrieben, er wolle zu Weihnachten mit Rudolf bei uns sein.
Weisst Du noch, wie er dich letztes Jahr mit dem Schlitten über den See gezogen hat?
So eine Freud hat er gehabt, der Bub, fast als wäre er ein Kind wie alle anderen….

Komm Valerie, wir gehen wieder ins Warme, nicht dass du mir noch krank wirst…“

🌟Sisi🌟

Vielen Dank an unser geliebtes Wasserschloss Totzenbach💜🌟

Foto: sternenkaiserin.com – Marie


Alles Gute zum Namenstag, Majestät.

~ Marie ~

Video: sternenkaiserin.com – Marie


O Menschenherz, was ist dein Glück?
Ein rätselhaft geborner
Und, kaum gegrüßt, verlorner,
Unwiederholter Augenblick!

🌟Sisi🌟

Nikolaus Lenau

Vielen Dank an das Albertina Museum 🌟

Foto: Prinz Barbara Fotografin mit Herz


Sisi am Betstuhl von Erzherzog Franz Ferdinand – Schloss Eckartsau

~ Marie ~

Video: sternenkaiserin.com – Marie


Night-time sharpens
heightens each sensation . . .
Darkness stirs and
wakes imagination . . .

Silently the senses
abandon their defences . . .
Slowly, gently
night unfurls its splendour . . .

Grasp it, sense it –
tremulous and tender . . .
Turn your face away
from the garish light of day

turn your thoughts away
from cold, unfeeling light –
and listen to
the music of the night . . .
Close your eyes
and surrender to your
darkest dreams!

🌟Sisi🌟

Music of the night – Phantom of the opera
Text: Andrew Lloyd Webber

Foto: sternenkaiserin.com – Sophie


Der ist mein Freund, der mir stets des Spiegel zeigt,
den kleinsten Flecken nicht verschweigt,
mich freundlich warnt, mich ernstlich schilt,
wenn ich nicht meine Pflicht erfüllt‘.
Das ist mein Freund – so wenig wie er’s scheint!
Doch der, der mich stets schmeichelnd preist,
mir alles lobt, nie was verweist,
zu Fehlern mir die Hände beut,
und mir vergibt, eh‘ ich bereut
– das ist mein Feind –
so freundlich er auch scheint!“

🌟Sisi🌟

Christian Fürchtegott Gellert

Vielen Dank an Schloss Fuschl

Foto: sternenkaiserin.com – Marie


Hiaz is da raue Winta do,
den sich ma umadum
In Bergen senkt der Reimfrost her,
In Grobn, do scheint koa Sun,

Ma hört ka Vogerl pfeifen,
Ma siacht ka BLatterl Klee,
Ko Brentlglokkn läutn,
Ko Gamserl auf der Höh.

🌟Sisi🌟

Volkslied aus der Steiermark

Vielen Dank an Wasserschloss Totzenbach🌟💜

Foto: sternenkaiserin.com – Marie


Die Dichter singen von Liebe,
Und Liebe atmet Natur. –
Ach! wenn sie auch immer bliebe!
Freilich! dann bräche kein Schwur!

Wie glücklich sind meine Schwestern,
Wie unbefangen froh! –
Sie lieben heute, wie gestern,
Jahrtausend geht’s schon so.

Nur ich, die schier wie Verfluchte,
Ich, Feenkönigin,
Ich finde nie das Gesuchte,
Nie den verwandten Sinn.

Umsonst verschied’ner Malen
Stieg ich vom Lilienthron;
Es währte mein Gefallen
Nie lang am Erdensohn.

In üpp’gen Sommernächten,
Bei schwülem Vollmondschein
Dacht‘ oft: »Jetzt hab‘ ich den Rechten!«
Und wollte mich schon freu’n.

Doch immer beim Morgengrauen,
An’s Herz gedrückt noch warm,
Musst‘ mit Entsetzen ich schauen
Den Eselskopf im Arm!

Nun wandl‘ ich einsamen Pfades
Schon manches lange Jahr;
Es weilt nicht einmal im Hades
Einer, der mir was war!

🌟Sisi🌟

Elisabeth von Österreich
@gutenberg.spiegel.de

Vielen Dank an Schloss Hof🌟😘

Foto: sternenkaiserin.com – Marie


Think of me, think of me fondly
When we’ve said goodbye
Remember me, once in a while
Please, promise me you’ll try
And you’ll find that once again you long
To take your heart back and be free
If you ever find a moment
Spare a thought for me
We never said „our love was evergreen“
Or „as unchanging as the sea“
But if you can still remember,
Stop and think of me
Think of all the things
We’ve shared and seen
Don’t think about the way
Things might have been
Think of me, think of me waking
Silent and resigned
Imagine me trying too hard
To put you from my mind
Recall those days, look back on all those times
Think of the things we’ll never do
There will never be a day
When I won’t think of you

🌟Sisi🌟

Phantom of the opera – Andrew Lloyd Webber

Vielen Dank an Ernst Bauer und den Wappensaal Klagenfurt

Foto: sternenkaiserin.com – Marie


„Wie oft darf ich meine Schuhe tragen, welcher Schmuck gehört zu welcher Tageszeit, darf man mir eine Frage stellen?
Wer hat das Recht meine Räume zu betreten, wem steht es zu, mich beim Tee zu langweilen?

Siehst Du Marie, da drinnen steht das alles!

Sogar, wer mir bei Tisch gegenüber sitzen muss, wenn ein anderer König anwesend ist,
selbst wer bei meinem Begräbnis in der 27. Reihe hinter meinem Sarg laufen darf….

Das spanische Hofzeremoniell, das liebste Foltermittel meiner Schwiegermutter.
Wie kann man nur so leben Marie?
Wieso lässt selbst der Kaiser sich von einem Stück Papier knechten?“

🌟Sisi🌟

Vielen Dank an Schloss Eckartsau🌟💜

Foto: sternenkaiserin.com – Marie


Zum letztenmal betritt mein scheuer Fuß
Den Ort der Liebe, den ich hassen muß.
Vor diesem Abschied wehret sich mein Herz
Und krümmt sich wimmernd im verwaisten Schmerz!

🌟Sisi🌟

Eduard Mörike

Vielen Dank dem wunderschönem Hotel Imperial, Vienna 🌟

Foto: sternenkaiserin.com – Marie


Ich wandle einsam hin auf dieser Erde,
Der Lust, dem Leben längst schon abgewandt;
Es teilt mein Seelenleben kein Gefährte,
Die Seele gab es nie, die mich verstand.

Wohl in der Jugend schwärmerischen Jahren
Wand Kränze ich um manches schöne Haupt;
Doch ach! wie geist- und seelenlos gewahren
Muss ich sie jetzt, da sie die Zeit entlaubt!

Bin von Verwandten ich auch rings umgeben;
Sie steh’n dem Leibe nahe nur und Blut;
Zehnfach versiegelt bleibt mein innres Leben
Und meine Seele ein verschlossnes Gut.

Einst jagt‘ ich rastlos hin auf dieser Erde,
Eng ward mir selbst der weite Pusztasand,
Das Meer trug mich und meine stolzen Pferde
Hinüber bis an Erins grünen Strand.

Fast ging die Seele mir dabei verloren;
Es war ein Rasen ohne Ruh und Rast;
Doch eine andre hatte sie erkoren,
Von dieser ward auf ewig sie umfasst.

Das Pferd, dies irdisch Kleinod meiner Seele,
Durch höhre Mächte ward es mir vertauscht;
Es trat das Flügelross an seine Stelle,
Und meine Seele flog nun wie berauscht.

Ich fliehe vor der Welt sammt ihren Freuden,
Und ihre Menschen stehen mir heut‘ fern;
Es sind ihr Glück mir fremd und ihre Leiden;
Ich wandle einsam, wie auf anderm Stern.

🌟Sisi🌟

Elisabeth von Österreich
@Guttenberg.spiegel.de

Foto: sternenkaiserin.com – Marie


Keins wie dein zart Gemüt,
Liebt was sich ihm so bringt,
Was sich tief in seine Seele schwingt
Und was als Teil des Ganzen blüht.

Keins wie dein waches Aug,
Sieht was innen und aussen scheint,
Was sich verliert und weint
Und was das andere braucht.

Keins wie dein grosses Herz
Gibt leicht und unbeschwert,
Ehrt was sich oft bewährt
Und was sich teilt im Schmerz.

Johanna Schnyders

👑Sophie👑

Vielen Dank an Schloss Eckartsau

Foto: sternenkaiserin.com – Marie


Weltenweiter Wanderer,
Walle fort in Ruh …
Also kennt kein anderer
Menschenleid wie -du.

Wenn mit lichten Leuchten
du beginnst den Lauf,
schlägt der Schmerz die feuchten
Augen zu dir auf.

Drinnen liegt – als riefen
sie dir zu: versteh! –
tief in ihren Tiefen
eine Welt von Weh …

Tausend Tränen reden
ewig ungestillt,
und in einer jeden
spiegelt sich dein Bild.

Rainer Maria Rilke

👑Sophie👑

Danke an Hotel Kaiserin Elisabeth

Foto: sternenkaiserin.com – Marie


Erinnerst Du Dich an den Tag, an dem Du mir versprochen hast, mich für immer zu beschützen?
Mein Herz niemals zu brechen?
Meine Gefühle zu achten, mich zu lieben und mir all meine Wünsche zu erfüllen?
Erinnerst Du Dich daran, wie Du mir versprochen hast, alles Böse von mir fern zu halten.
Schlachten für mich zu schlagen,
Drachen für mich zu töten?
Erinnerst Du Dich daran, wie Du mir versprochen hast, mir die Sterne vom Himmel zu holen?

Du hast versprochen mich für immer zu beschützen…

…wieso hat mich niemand vor Dir beschützt?

🌟Sisi🌟

Vielen Dank an das Südbahnhotel Semmering

Foto: Bertl Jost


O Leben!

Ich zog dir so jubelnd entgegen,
In sonniger Morgenfrüh
Und griff nach den Blüten,
Die du mir gegeben,
Am Herzen sie traulich zu heben,
Und führt‘ sie zum Munde
Und küsste sie.
Wie Nesseln nur stachen sie.
O Leben!
Nun brennen die Lippen
Mir wund und zerrissen,
So kehr‘ ich ein müder Pilger heim. –
Heim? Wohin?
O, sag, Leben,
Wo denn bin ich daheim?
O Leben!

Thekla Skorra (1866 – 1943)

👑Sophie👑

Vielen Dank für die Einladung nach Schloss Laxenburg

Foto: sternenkaiserin.com – Marie


Gewaltig endet so das Jahr
Mit goldnem Wein und Frucht der Gärten.
Rund schweigen Wälder wunderbar
Und sind des Einsamen Gefährten.

Da sagt der Landmann: Es ist gut.
Ihr Abendglocken lang und leise
Gebt noch zum Ende frohen Mut.
Ein Vogelzug grüßt auf der Reise.

Es ist der Liebe milde Zeit.
Im Kahn den blauen Fluß hinunter
Wie schön sich Bild an Bildchen reiht –
Das geht in Ruh und Schweigen unter.

(Georg Trakl 1887-1914)

👑Sophie👑

Vielen Dank an Schloss Laxenburg

Foto: sternenkaiserin.com – Marie


ch lief verirrt und war verblendet,
Ich suchte dich und fand dich nicht;
Ich hatte mich von dir gewendet
Und liebte das geschaffne Licht.
Nun aber ist’s durch dich geschehn,
Daß ich dich hab ersehnt.

Ich danke dir, du wahre Sonne,
Daß mir dein Glanz hat Licht gebracht;
Ich danke dir, du Himmelswonne,
Daß du mich froh und frei gemacht;
Ich danke dir, du güldner Mund,
Daß du mich machst gesund.

Erhalte mich auf deinen Stegen
Und laß mich nicht mehr irregehn;
Laß meinen Fuß auf deinen Wegen
Nicht straucheln oder stille stehn;
Erleucht mir Leib und Seele ganz,
Du starker Himmelsglanz.

Gib meinen Augen süße Tränen,
Gib meinem Herzen keusche Brunst.
Laß meine Seele sich gewöhnen,
Zu üben in der Liebeskunst.
Laß meinen Sinn, Geist und Verstand
Stets sein zu dir gewandt.

Ich will dich lieben, meine Krone,
Ich will dich lieben, meinen Gott;
Ich will dich lieben ohne Lohne,
Auch in der allergrößten Not.
Ich will dich lieben, schönstes Licht,
Bis mir das Herze bricht.

Angelus Silesius

👑Sophie👑

Vielen Dank für die Einladung nach Schloss Eckartsau

Foto: sternenkaiserin.com – Marie


Wer sagt mir heut‘ was morgen noch zählt,
wird die Welt bald neu geboren!
Der Weg ist mit Blumen und Sternen gesät,
ich spür‘ mein Held wird kommen.
Siehst du was ich seh‘,
auch Wunder können geschehn‘.

Dann wünsch‘ ich mir Flüsse die Wasser noch führen,
Dornen die weichen und Rosen die blühn‘.
Küss mich – halt mich – lieb‘ mich,
für immer küss mich – halt mich – lieb mich.
Ein Prinz der sein Leben, sein Herz für mich gibt.
Ein Kuss der die Macht und den Zauber besiegt!

🌟Sisi🌟

Ella Endlich

Vielen Dank an Graf Pilati für die Einladung zum Ball nach 🌟 Schloss Ruegers 🌟

Foto: Prinz Barbara Fotografin mit Herz


Wer hat den Sand gezählt,
welcher im Wasser haust?
Wem hat kein Blatt gefehlt,
Wenn der November braust?
Wer weiß im Januar,
Wie viel der Flocken weh’n?
Wie viele auf ein Haar
Tropfen aufs Weltmeer geh’n?

Wer mißt den Ozean,
Wo er am tiefsten fließt?
Wer mag die Strahlen seh’n
Welche die Sonne schießt?
Wer holt das Lichtgespann
Fliegender Blitze ein?
Nenne den Wundermann?
Keiner mag größer sein.

Gott ist die Ohnezahl,
Vor dem die Zahl vergeht,
Der durch den Sternensaal
Sonnen wie Flocken weht,
Gott ist überall,
Gott ist der Ohnegrund,
Schneller als Licht und Schall,
Tiefer als Meeresgrund.

Sandkörner zählest du,
Nimmer die Freundlichkeit,
Weltmeere missest du,
Wie die Barmherzigkeit;
Sonnenstrahlen holst du ein,
Nimmer die Liebe doch,
Womit dein Gnadenschein
Sündern entgegenflog.

🌟Sisi🌟

Ernst Moritz Arndt

Vielen Dank an Schloß Schönbrunn🌟 und die Bundesgärten_Wien für die Einladung ins Palmenhaus

Foto: sternenkaiserin.com – Marie


Und in der Tat,
ein Pferd, das sich stolz trägt,
ist etwas so Schönes, Bewunderns- und Staunenswürdiges,
dass es aller Zuschauer Augen auf sich zieht.
Keiner wird müde, es anzuschauen,
solange es sich in seiner Pracht zeigt.

🌟Sisi🌟

(Xenophon)

Vielen Dank an die Spanische Hofreitschule und Bereiter Christopher Egger

Foto: sternenkaiserin.com – Marie


„Wo bleibt denn Marie schon wieder?
Sie weiß doch ganz genau, dass ich morgens spazieren gehen möchte.
Lauf Fanny, hol sie!“

🌟Sisi🌟

Vielen Dank an das Hotel Imperial, Vienna

Foto: sternenkaiserin.com – Marie


Zu meinen Füßen sinkt ein Blatt,
Der Sonne müd, des Regens satt;
Als dieses Blatt war grün und neu,
Hatt ich noch Eltern, lieb und treu.

O wie vergänglich ist ein Laub,
Des Frühlings Kind, des Herbstes Raub!
Doch hat dies Laub, das niederbebt,
Mir so viel Liebes überlebt.

🌟Sisi🌟

Ludwig Uhland

Vielen Dank an Restaurant Onkel Taa – Bad Egart

Foto: sternenkaiserin.com – Marie


Der Herbstwind rüttelt die Bäume,
Die Nacht ist feucht und kalt;
Gehüllt im grauen Mantel,
Reite ich einsam im Wald.

Und wie ich reite, so reiten
Mir die Gedanken voraus;
Sie tragen mich leicht und luftig
Nach meiner Liebsten Haus.

Die Hunde bellen, die Diener
Erscheinen mit Kerzengeflirr;
Die Wendeltreppe stürm ich
Hinauf mit Sporengeklirr.

Im leuchtenden Teppichgemache,
Da ist es so duftig und warm,
Da harret meiner die Holde –
Ich fliege in ihren Arm.

Es säuselt der Wind in den Blättern,
Es spricht der Eichenbaum:
»Was willst du, törichter Reiter,
Mit deinem törichten Traum?«

🌟Sisi🌟

Heinrich Heine

Vielen Dank für die Einladung ins Sisi Schloss Reichenau.

Foto: sternenkaiserin.com – Marie


„Spürst du auch die Kälte in diesen Mauern, Marie? Manchmal denke ich, es ist völlig egal, wie sehr sie heizen, das Eis hier drinnen wird niemals schmelzen.
Nein, es wird von Jahr zu Jahr mehr.
Fast als würde ich in einem Eispalast leben, in dem selbst mein Herz Tag für Tag ein klein wenig mehr erstarrt..“

🌟Sisi🌟

Vielen Dank an mein geliebtes Wasserschloss Totzenbach

Foto: Prinz Barbara Fotografie mit Herz


Man kann so wenig einen Brief für jemanden schreiben, als man für ihn in den Spiegel sehen kann.

🌟Sisi🌟

Friedrich Hebbel

Vielen Dank an Schloss Eckartsau

Foto: sternenkaiserin.com – Marie


Denk an mich,
Denk an mich zärtlich,
Wie an einen Traum
Erinn’re dich
Keine Macht trennt uns

Außer Zeit und Raum
An dem Tag,
Wann er auch kommen mag,
Andem du Abschied nimmst von mir

Lass das Gestern weiterleben
Schließ es ein in dir!

Natürlich war
Von allem Anfang klar,
Kein Glück kann leuchten ewiglich

Aber wenn du dich allein fühlst
Immer denk an mich!

🌟Sisi🌟

Denk an mich – Phantom der Oper, Andrew Lloyd Webber

Vielen Dank an Schloss Eckartsau

Foto: sternenkaiserin.com – Marie


Freundschaft, Liebe, Stein der Weisen,
Diese dreie hört ich preisen,
Und ich pries und suchte sie,
Aber, ach! ich fand sie nie.

🌟Sisi🌟

Heinrich Heine

Vielen Dank an Schloss Schönbrunn

Foto: sternenkaiserin.com – Marie


Wenn es dir übel geht,
nimm es für gut nur immer;
wenn du es übel nimmst,
so geht es dir noch schlimmer.

Und wenn der Freund dich kränkt,
verzeih’s ihm und versteh:
Es ist ihm selbst nicht wohl,
sonst tät er dir nicht weh.

Und kränkt die Liebe dich,
sei dir’s zur Lieb ein Sporn;
dass du die Rose hast,
das merkst du erst am Dorn

🌟Sisi🌟

Friedrich Rückert

Vielen Dank an Schloss Hof

Foto: sternenkaiserin.com – Marie


Sei gegrüßt, o Königin,
Mutter der Barmherzigkeit,
unser Leben, unsre Wonne
und unsre Hoffnung, sei gegrüßt!
Zu dir rufen wir
verbannte Kinder Evas.
Zu dir seufzen wir trauernd und weinend
in diesem Tal der Tränen.
Wohlan denn, unsre Fürsprecherin,
wende deine barmherzigen Augen
uns zu,
und nach diesem Elend zeige uns Jesus,
die gebenedeite Frucht deines Leibes!
O gütige, o milde, o süße Jungfrau Maria!

🌟Sisi🌟

Foto: sternenkaiserin.com – Marie


Video: sternenkaiserin.com – Marie


Der Morgen hat Nebel
um die Hüften geschlungen.
Er fühlt sich wohl im feuchten Kleid.

Doch der Tag hat ihm
den Schleier genommen
Enthüllung macht sich zaghaft breit.

Und dann….durchwirkt
vom Glanz der Sonne
zeigt selbst der November noch Farbigkeit

🌟Sisi🌟

Gerti Kurth

Vielen Dank an die Bundesgärten_Wien und Schloß Schönbrunn

Foto: sternenkaiserin.com – Marie


Amazing grace
How sweet the sound
That saved a wretch like me
I once was lost
But now I’m found
Was blind, but now I see

‚Twas grace that taught
My heart to fear
And grace my Fears relieved
How precious did
That grace appear
The hour I first believed

Through many dangers
Toils and snares
We have already come
‚Twas grace hath brought
Us safe thus far
And grace will lead us home

🌟Sisi🌟

Judy Collins

Vielen Dank an Schloss Eckartsau

Foto: sternenkaiserin.com – Marie


Der Tod ist nichts,
ich bin nur in das Zimmer nebenan gegangen.

Ich bin ich, ihr seid ihr.
Das, was ich für euch war, bin ich immer noch.

Gebt mir den Namen, den ihr mir immer gegeben habt.
Sprecht mit mir, wie ihr es immer getan habt.

Gebraucht keine andere Redeweise,
seid nicht feierlich oder traurig.

Lacht weiterhin über das,
worüber wir gemeinsam gelacht haben.

Betet, lacht, denkt an mich,
betet für mich,
damit mein Name ausgesprochen wird,
so wie es immer war,
ohne irgendeine besondere Betonung,
ohne die Spur eines Schattens.

Das Leben bedeutet das, was es immer war.
Der Faden ist nicht durchschnitten.

Weshalb soll ich nicht mehr in euren Gedanken sein,
nur weil ich nicht mehr in eurem Blickfeld bin?

Ich bin nicht weit weg,
nur auf der anderen Seite des Weges

🌟Sisi🌟

Henry Scott Holland

Vielen Dank an Margarethe Habsburg Lothringen für die Einladung ins Schloss Wallsee!

Foto: Prinz Barbara Fotografie mit Herz


Blessed are they whose baby-souls are bright,
Whose brows are sealèd with the cross of light,
Whom God Himself has deign’d to robe in white—
Blessed are they!

Blessed are they who follow through the wild
His sacred footprints, as a little child;
Who strive to keep their garments undefiled—
Blessed are they!

Blessed are they who commune with the Christ,
Midst holy angels, at the Eucharist—
Who aye seek sunlight through the rain and mist—
Blessed are they!

Blessed are they—the strong in faith and grace—
Who humbly fill their own appointed place;
They who with steadfast patience run the race—
Blessed are they!

Blessed are they who suffer and endure—
They who through thorns and briars walk safe and sure;
Gold in the fire made beautiful and pure!—
Blessed are they!

Blessed are they on whom the angels wait,
To keep them facing the celestial gate,
To help them keep their vows inviolate—
Blessed are they!

Blessed are they to whom, at dead of night,—
In work, in prayer—though veiled from mortal sight,
The great King’s messengers bring love and light—
Blessed are they!

Blessed are they whose labours only cease
When God decrees the quiet, sweet release;
Who lie down calmly in the sleep of peace—
Blessed are they!
Whose dust is angel-guarded, where the flowers
And soft moss cover it, in this earth of ours;
Whose souls are roaming in celestial bowers—
Blessed are they!

Blessed are they—our precious ones—who trod
A pathway for us o’er the rock-strewn sod.
How are they number’d with the saints of God!
Blessed are they!

Blessed are they, elected to sit down
With Christ, in that day of supreme renown,
When His own Bride shall wear her bridal crown—
Blessed are they!

🌟Sisi🌟

by Ada Cambridge

Vielen Dank an Margarethe Habsburg Lothringen für die Einladung nach Schloss Wallsee!

Foto: sternenkaiserin.com – Marie


Du, Heiliger Gott.
An diesem Festtag danken wir Dir für das Leben aller heiligen Frauen und Männer, die sich aus Liebe zu Dir in diese zerbrechliche Welt haben rufen lassen.
Mit ihrem Leben haben sie dich bezeugt.
Mit ihrem Engagement haben sie Deiner Güte eine Gestalt gegeben.
Mit ihrer Hingabe im Leben und im Sterben haben die Heiligen ein Zeichen dafür gesetzt, dass Du diese Welt nicht aufgegeben hast.

Wir bitten dich: Lass uns ihr Vorbild achten und ihnen nacheifern.
Hilf uns zum achtsamen Hinhören, wenn Du uns rufst und sagst: „Ich bin heilig und auch Ihr sollt heilig sein!“

🌟Sisi🌟

Fürbittengebet (Text Pfarrerin Andrea Richter)

Vielen Dank an Schloss Eckartsau

Foto: sternenkaiserin.com – Marie

Sisi im französischen Radio – Viva Sissi

Während unseres Meran-Aufenthaltes, in den Gärten von Trauttmannsdorff, kam es zu einer ganz besonderen Begegnung. Schon Tage zu vor habe ich mit Céline Béal vom französischen Radio telefoniert, um diesen Termin möglich zu machen. 

Im Schloss Trauttmannsdorff trafen sich dann die bezaubernde Céline und unsere Sternenkaiserin zu einem Interview. 

Das wunderbare Interview hört ihr hier – ein bisschen französisch solltet ihr können. Wer genau hinhört, kann unsere Sisi deutsch sprechen hören. 

http://www.rfi.fr/emission/20181123-cinema-tourisme-italie-romy-schneider-sissi-vikings-pologne-lituanie-scorsese

 

Foto: Céline Béal

 

~ Marie ~

 

 

Kaiser Franz Joseph – Sein letzter Weg (KFJ 7. und letzter Teil)

 

Foto: SHB

Nach dem Tod von Kaiserin Elisabeth war aus Kaiser Franz Joseph ein zunehmend alter, einsamer Mann geworden. Sein Sohn tot, seine Töchter in Bayern und Niederösterreich verheiratet, seine Enkelkinder weit weg. Von Haus aus kaum privaten Kontakt zu Personen, die es „ehrlich“ mit ihm meinten, wurde es immer ruhiger um ihn. Katharina Schratt hatte nach dem Tod ihrer Befürworterin einen schweren Stand am Wiener Hof. Sie wurde von den meisten gehasst. Auch lehnte Erzherzogin Marie Valerie jeglichen Kontakt zur „gnädigen Frau“ ab. Die Schratt ging auf Reisen und ließ ihren einstigen Vertrauten zurück.

Foto: Prinz Rudolph Liechtenstein Wikimedia/Commons

Einzig sein Obersthofmeister, Prinz Rudolf Liechtenstein (*18.4.1838, †15.8.1908), der seine Arbeit eher aus privater Natur liebte, weil er Kaiser Franz Joseph mochte, nicht aber die zeremoniellen Angelegenheiten, kümmerte sich um die Versöhnung der beiden. Und so vermittelte er zwischen Erzherzogin Marie Valerie, Kaiser Franz Joseph und Katharina Schratt und besuchte diese sogar in der Hietzinger Villa, um den „Guglhupf-Plausch“, – wie die Besuche genannt wurden, – zu forcieren. Mit Erfolg.

Erzherzogin Marie Valerie gab nach und Katharina Schratt durfte wieder zu ihrem Vater. Doch so unbeschwert wie einst wurde die Beziehung nicht mehr. Der Tod von seiner Engels-Sisi hatte nicht nur den Schleier über Kaiser Franz Joseph gelegt, sondern auch die Bande zwischen Katharina Schratt und ihm bröckeln lassen.

 

 

 

Als am 21.10.1911 die Hochzeitsglocken für Erzherzog Karl Franz Joseph (*17.8.1887, †1.4.1922) und Prinzessin Zita Maria delle Grazie Adelgonde Micaela Raffaela Gabrielle Giuseppina Antonia Luisa Agnese (*9.5.1892, †14.3.1989) im Schloss Schwarzau (heute ein Frauengefängnis) läuteten, ahnte niemand von den zahlreichen Ehrengästen, dass sich das Ruder in der Thronfolge noch einmal drehte. Kaiser Franz Joseph, zu diesem Zeitpunkt bereits 81 Jahre alt, reiste zur Hochzeit ins schöne Niederösterreich an.

Kaiser Franz Joseph war mit der Wahl der Braut seines Großneffen mehr als nur einverstanden. Nachdem ihn sein Thronfolger, Erzherzog Franz Ferdinand, mit der Hochzeit der unstandesgemäßen Gräfin Chotek, nunmehr Fürstin Sophie von Hohenberg, mehr als nur enttäuscht hatte, hoffte der alternde Kaiser auf die Kinder von Erzherzog Karl Franz Joseph.
Als am 28.6.1914 Erzherzog Franz Ferdinand und seine geliebte Frau Sophie in Sarajewo ermordet wurden, bricht für den knapp 84jährigen Kaiser die Welt zusammen. Am 23.7.1914 unterschrieb er in Bad Ischl sein berühmtes Manifest:

An Meine Völker!

Es war Mein sehnlichster Wunsch, die Jahre, die Mir durch Gottes Gnade noch beschieden sind, Werken des Friedens zu weihen und Meine Völker vor den schweren Opfern und Lasten des Krieges zu bewahren.
Im Rate der Vorsehung ward es anders beschlossen.
Die Umtriebe eines haßerfüllten Gegners zwingen Mich, zur Wahrung der Ehre Meiner Monarchie, zum Schutze ihres Ansehens und ihrer Machtstellung, zur Sicherung ihres Besitzstandes nach langen Jahren des Friedens zum Schwerte zu greifen.
Mit rasch vergessendem Undank hat das Königreich Serbien, das von den ersten Anfängen seiner staatlichen Selbständigkeit bis in die neueste Zeit von Meinen Vorfahren und Mir gestützt und gefördert worden war, schon vor Jahren den Weg offener Feindseligkeit gegen Österreich-Ungarn betreten.
Als Ich nach drei Jahrzehnten segensvoller Friedensarbeit in Bosnien und der Hercegovina Meine Herrscherrechte auf diese Länder erstreckte, hat diese Meine Verfügung im Königreiche Serbien, dessen Rechte in keiner Weise verletzt wurden, Ausbrüche zügelloser Leidenschaft und erbittertsten Hasses hervorgerufen. Meine Regierung hat damals von dem schönen Vorrechte des Stärkeren Gebrauch gemacht und in äußerster Nachsicht und Milde von Serbien nur die Herabsetzung seines Heeres auf den Friedensstand und das Versprechen verlangt, in Hinkunft die Bahn des Friedens und der Freundschaft zu gehen.
Von demselben Geiste der Mäßigung geleitet, hat sich Meine Regierung, als Serbien vor zwei Jahren im Kampfe mit dem türkischen Reiche begriffen war, auf die Wahrung der wichtigsten Lebensbedingungen der Monarchie beschränkt. Dieser Haltung hatte Serbien in erster Linie die Erreichung des Kriegszweckes zu verdanken.
Die Hoffnung, daß das serbische Königreich die Langmut und Friedensliebe Meiner Regierung würdigen und sein Wort einlösen werde, hat sich nicht erfüllt.
Immer höher lodert der Haß gegen Mich und Mein Haus empor, immer unverhüllter tritt das Streben zutage, untrennbare Gebiete Österreich-Ungarns gewaltsam loszureißen.
Ein verbrecherisches Treiben greift über die Grenze, um im Südosten der Monarchie die Grundlagen staatlicher Ordnung zu untergraben, das Volk, dem Ich in landesväterlicher Liebe Meine volle Fürsorge zuwende, in seiner Treue zum Herrscherhaus und zum Vaterlande wankend zu machen, die heranwachsende Jugend irrezuleiten und zu frevelhaften Taten des Wahnwitzes und des Hochverrates aufzureizen. Eine Reihe von Mordanschlägen, eine planmäßig vorbereitete und durchgeführte Verschwörung, deren furchtbares Gelingen Mich und Meine Völker ins Herz getroffen hat, bildet die weithin sichtbare blutige Spur jener geheimen Machenschaften, die von Serbien aus ins Werk gesetzt und geleitet wurden.
Diesem unerträglichen Treiben muß Einhalt geboten, den unaufhörlichen Herausforderungen Serbiens ein Ende bereitet werden, soll die Ehre und Würde Meiner Monarchie unverletzt erhalten und ihre staatliche, wirtschaftliche und militärische Entwicklung vor beständigen Erschütterungen bewahrt bleiben.
Vergebens hat Meine Regierung noch einen letzten Versuch unternommen, dieses Ziel mit friedlichen Mitteln zu erreichen, Serbien durch eine ernste Mahnung zur Umkehr zu bewegen.
Serbien hat die maßvollen und gerechten Forderungen Meiner Regierung zurückgewiesen und es abgelehnt, jenen Pflichten nachzukommen, deren Erfüllung im Leben der Völker und Staaten die natürliche und notwendige Grundlage des Friedens bildet.
So muß Ich denn daran schreiten, mit Waffengewalt die unerläßlichen Bürgschaften zu schaffen, die Meinen Staaten die Ruhe im Inneren und den dauernden Frieden nach außen sichern sollen.
In dieser ernsten Stunde bin Ich Mir der ganzen Tragweite Meines Entschlusses und Meiner Verantwortung vor dem Allmächtigen voll bewußt.
Ich habe alles geprüft und erwogen.
Mit ruhigem Gewissen betrete Ich den Weg, den die Pflicht Mir weist.
Ich vertraue auf Meine Völker, die sich in allen Stürmen stets in Einigkeit und Treue um Meinen Thron geschart haben und für die Ehre, Größe und Macht des Vaterlandes zu schwersten Opfern immer bereit waren.
Ich vertraue auf Österreich-Ungarns tapfere und von hingebungsvoller Begeisterung erfüllte Wehrmacht.
Und Ich vertraue auf den Allmächtigen, daß Er Meinen Waffen den Sieg verleihen werde.
Franz Joseph m. p.
Stürgkh m. p.

Am 28.7.1918 begann der 1. Weltkrieg.

Es sei erwähnt, dass wir die politischen Probleme und Schachzüge, ob gut oder schlecht, nicht aufarbeiten werden. Mir geht es einzig darum, die Personen und deren Charakter bzw. Leben zu beschreiben. Wer an der Politik der Habsburger interessiert ist, wendet sich bitte an die zahlreich erschienenen Publikationen. Danke!

Kaiser Franz Joseph zog 1914 nun endgültig komplett nach Schloss Schönbrunn. Seine Privatappartements wurden dem Alter entsprechend angepasst. Er ersparte sich somit längere Kutschen- oder Autofahrten und konnte bei jeder sich bietenden Gelegenheit in den Gärten von Schönbrunn wandeln. Und obwohl er nun schon weit über 80 Jahre alt war, änderte sich sein 17stündiger Arbeitstag in den Kriegswirren nicht wesentlich. Nur die Diners mit den Damen und Herren der Gesellschaft lehnte er mittlerweile ab.

Foto: Wikimedia Commons
Eugen Ketterl, Bleistiftzeichnung Theodor Zasche

Im Tagebuch seines Dieners Eugen Ketterl (*1859, †1929) lässt sich zum vorletzten Tag im Leben des Kaisers folgendes lesen: „Eines Tages fand eine große Hungerdemonstration statt. Auf den Märkten war nicht mehr zu bekommen, auch Mehl und Kartoffeln waren ausgegangen, es kam zu riesigen Krawallen, Lebensmittelgeschäfte wurden demoliert, die Volksmenge rottete sich in Favoriten, ein Arbeiterbezirk von Wien, zusammen und ging nach Schönbrunn. Aus dem lärmenden Getöse konnte man nur die Rufe „Brot“ und „Hunger“ unterscheiden, die Schönbrunner Schloßwache wurde verständigt, die eiserne Gittertür verschlossen.
Der Kammertürsteher rief mich zu sich und zeigte mir vom Fenster aus die aufgeregte, herandrängende Menge.
„Wie könnte ich nur Seine Majestät verständigen?“ dachte ich mir. „Hinein zu ihm kann ich momentan nicht. Wenn er nur läuten würde!“
Und richtig – der Kaiser läutete.
„Geben Sie mir einen leichten Rock!“ befahl mir der Monarch.
„Wie bringe ich ihn dazu, daß er mich fragt?“ grübelte ich nach. Ich positionierte mich mit dem gewünschten Rock in die Nähe des Fensters, so daß der hohe Fürst nicht nur aufstehen, sondern auch in die Nähe des Fensters treten mußte. Als ich ihm nun in den Rock half, sah ich absichtlich und recht auffällig interessiert zum Fenster hinaus. Der Kaiser folgte meinem Blick, sah die Tore geschlossen und die aufgeregte Volksmenge.
„Was geht da vor?“ fragte er.
„Erlauben Euer Majestät, daß ich die Wahrheit sage?“
Der Kaiser nickte erregt.
„Das Volk demonstriert, weil Hungersnot ist. Die Kinder werden von den Lehrern nach Hause geschickt oder fallen vor Entkräftung ohnmächtig in den Schulen um. Selbst die Kinder der Herzogin von Hohenberg leiden, wie wir alle, furchtbar unter dem Lebensmittelmangel. Es gibt keine Milch mehr, kein Mehl, keine Kartoffeln, keinen Kohlen! Wissen Euer Majestät auch, warum Höchstderselbe nicht mehr durch die Mariahilferstraße fahrendürfen? Man sagte Euer Majestät, weil dort Pflasterarbeiten vorgenommen würden. Das ist aber nicht wahr. Man will nicht, daß Euer Majestät sehen, wie endlose Züge von Menschen in doppelten Kolonnen stundenlang vor den Lebensmittelgeschäften stehen, um ein klein wenig Nahrungsmittel zu erhalten. Der Hunger herrscht in Wien!“
Der Kaiser blickte mich an.
„Ich danke Ihnen!“, sagte er mit bewegter Stimme, ließ sich sofort den Flügeladjutanten rufen und befahl, an sämtlichen maßgebenden Stellen zu telephonieren, daß mit diesem „unerhörten Zustand“ sofort Schluß zu machen sei. Die Leute, die die Lebensmittel zurückhielten, seien zu strengster Verantwortung zu ziehen.

Rot vor Zorn schrie der Kaiser und schloß mit den Worten: „Und das muß ich erst von meinem Kammerdiener erfahren!“

Foto: Wikimedia/Commons
Fürst Nikolaj Nikolajewitsch

Ministerpräsident Ernest Karl Koerber (*6.11.1850, †5.3.1919) berichtete dem Monarchen über das herrschende Elend und erklärte, daß es nicht mehr so weiterginge. Die Menschen würden immer aufrührerischer gesinnt.
„Wenn dem so ist“, erklärte der Kaiser – ich hörte es im Nebenzimmer – , „so wird ohne Rücksicht auf meinen Bundesgenossen der Friede geschlossen.“ (1)

Obwohl er sich 1913 nach einem Besuch von Großfürst Nikolaj Nikolajewitsch (*18.11.1856,†6.1.1929), den er bei Regen und Kälte im offenen Wagen zum Bahnhof begleitete, verkühlte und sich eine schwere Grippe zuzog, arbeitete Kaiser Franz Joseph unermüdlich weiter. Sein dadurch entstehender Husten wurde chronisch und schwächte ihn. Ketterl schrieb, dass er Seine Majestät niemals krank sah und dieser weder krank sein wollte, noch krank sein konnte. Sein Reich, seine Untertanen und sein unermüdlicher Fleiß standen ihm dabei im Weg. Schwäche konnte und wollte er sich nicht erlauben. Kaiser Franz Joseph stand um 4.00 Uhr Früh auf und ging um 21.00 Uhr zu Bett. Dazwischen lag ein schwerer Arbeitstag vor ihm.
Im November 1916 bekam Kaiser Franz Joseph wieder einen stärkeren Husten, der sich – nach der Diagnose von Dr. Joseph Kerzl – zu einer Lungenentzündung ausgebreitet hatte. Er wurde immer schwächer und man beobachtete den Kaiser genau. Nachdem er sich auch noch beim Aufstehen in die Decke verwickelte und hinfiel, bohrte das Personal Löcher in die Wände, um den Kaiser zu beobachten. Stürze oder sonstige Probleme konnten damit schneller erkannt werden.
Trotz Lungenentzündung und starker Einschränkung schonte sich Franz Joseph nicht. Sein Reich, die Kriegswirren und die extremen Anspannungen der letzten Jahre hatten den alternden Kaiser müde gemacht. Oftmals sank er völlig erschöpft auf seine Arme und legte den Kopf auf diese, um am Schreibtisch ein kleines Nickerchen zu machen. Seine Minister und Adjutanten beobachteten ihn dabei über einen Spiegel, der so aufgestellt wurde, damit man sah, ob Kaiser Franz Joseph schlief oder arbeitete. Wenn er schlief, durfte er nicht gestört werden. Niemand durfte mehr länger als 5 Minuten zu ihm. Der Husten wurde stärker, die Schwächeanfälle häufiger.

 

Der letzte Tag – 21.11.1916:

Foto: Wikimedia/Commons
Gräfin Elisabeth „Ella“ Franziska Waldburg zu Zeil

Foto: ÖNB
Erzherzogin Marie Valerie

Erzherzogin Marie Valerie (*22.4.1868, †6.9.1924) und Gräfin Elisabeth Franziska „Ella“ Waldburg zu Zeil (*27.1.1892, †29.1.1930) erschienen um 8.30 Uhr morgens, um den Vater und Großvater zu fragen, wie es ihm ginge, und als sie eine zufrieden stellende Antwort bekamen, gingen die beiden gegen 9.00 Uhr morgens wieder. Erzherzogin Marie Valerie erbat um nochmaliges Kommen, um am Abend „Gute Nacht“ sagen zu dürfen. Kaiser Franz Joseph gestattete dies seiner Tochter.

Danach erschienen Generaloberst Graf Eduard von Paar (*5.12.1837, †1.2.1919) und Generaloberst Freiherr Alfred von Bolfras (*16.4.1838, †19.12.1922) zu Vorträgen.

Nach dem Abgang der Herren, bekam Kaiser Franz Joseph von seinem Burgpfarrer den päpstlichen Segen, den der Heilige Vater geschickt hatte. Der Burgpfarrer nahm ihm die Beichte ab, überreichte ihm die heilige Kommunion und ging voller Freude wieder, dass sich Kaiser Franz Joseph über den Heiligen Segen gefreut hatte.
Um 11.30 Uhr besuchte ihn das Thronfolgerpaar und jammerte, dass er keine Zeit zum Krank sein habe. Außerdem wurde die politische Lage in Rumänien besprochen.
Um 13.00 Uhr verschlimmerte sich jedoch der Zustand von Kaiser Franz Joseph, so dass er seinen Kabinettsdirektor Freiherr Franz von Schießl (*19.3.1944, †10.3.1932) und Sektionschef Dr. von Daruvary abwies.

 

Foto: Wikimedia/Commons Eduard Paar

Bis 16.00 Uhr schlief Kaiser Franz Joseph in seinem Ohrensessel. Danach stand er auf, ging zu seinem Schreibtisch und unterschrieb das letzte Dokument seines Lebens.

Um 16.30 Uhr speiste er eine Kleinigkeit. Um 17.30 Uhr kam Erzherzogin Marie Valerie, die sich um ihren Vater sehr große Sorgen machte. Sie fand ihn in einem verheerenden Zustand. Er war schwach und konnte kaum atmen. Sein Gesicht fahl und blaß. Er erzählte noch, dass er bereits die Beichte und den Segen des Papstes durch den Burgpfarrer bekommen hatte. Marie Valerie verließ ihren Vater schweren Herzens. Sie wird geahnt haben, dass es zu Ende ging.

Danach ließ er sich zum Betschemel bringen und betete darauf, längs sitzend. Ketterl bat Seine Majestät schließlich, sich niederzulegen.
„Ich bin mit meiner Arbeit nicht fertig geworden, morgen um 1/2 4 Uhr wecken Sie mich wie gewöhnlich.“
Seine Majestät schien bald gut zu schlafen, erwachte aber später und verlangte Tee zu trinken. Niemand vermochte es, ihm eine Tasse Tee einzuflößen. Ich nahm die Tasse zur Hand, hob den Polster, auf dem das Haupt des Sterbenden ruhte und es glückte mir, ihm ein paar Tropfen einzuflößen.
Der Kaiser lächelte müde: „Warum geht’s denn jetzt?“, meinte er mit leiser Stimme.

Foto: Wikimedia/Commons Dr. Joseph Kerzl

„Nicht lange danach wurde der Atem des Kaisers kurz und Professor Ortner sah sich veranlaßt, eine die Herztätigkeit anregende Injektion zu geben, von welcher der Kaiser nichts mehr merkte; gleichzeitig wurde der Burgpfarrer gerufen. Nach ½ 9 Uhr wurde er in das Schlafgemach eingelassen und spendete dem Kaiser die letzte Ölung. Bei dieser heiligen Handlung waren das Thronfolgerpaar, Erzherzogin Maria Josepha (Anmerkung: Mutter von Erzherzog Karl), Erzherzogin Maria Theresia, Erzherzog Franz Salvator und Erzherzogin Marie Valerie, der erste Obersthofmeister Fürst Montenuovo, der Generaladjutant Generaloberst Graf Paar, die in Schönbrunn anwesenden Flügeladjutanten und das Kammerpersonal Seiner Majestät zugegen. Ihre k.u.k. Hoheit Erzherzogin Marie Valerie kniete zu den Häupten des Kaisers und drückte ihm das Sterbekreuz in die Hand. Seine Majestät empfing noch das vollkommenen Ablaß in articulo mortis. Nicht lange darauf hörte der Kaiser auf zu atmen, ruhig war er hinübergeschlummert. Es war 9 Uhr 5 Minuten. Der Leibarzt seiner Majestät Dr. Ritter v. Kerzl und Professor Dr. Ortner stellten das Ableben fest.
Der Burgpfarrer betete das Responsorium „Subvenite Sancti“, verrichtete die kirchlichen Gebete für den erlauchten Dahingeschiedenen und besprengte ihn mit Weihwasser. Hierauf beteten alle Anwesenden gemeinsam für das Seelenheil des im Herrn Entschlafenen.“
Das war das Ende.
Die Macht des Kaisers von Österreich war gebrochen. Ein Stärkerer, der Tod, hatte ihn bezwungen… Für ihn war der Krieg beendet und er war zum Frieden der ewigen Ruhe eingegangen. (2)

Foto: Wikimedia/Commons Erzherzogin Maria Theresia von Braganza

Obwohl laut Eugen Ketterl seine letzten Worte „Warum geht’s denn jetzt?“ gewesen waren, sind die Worte: „Ich bin mit meiner Arbeit nicht fertig geworden, morgen um 1/2 4 Uhr wecken Sie mich wie gewöhnlich“ (2), in die Geschichte eingegangen. Sie zeigen den vor Fleiß und Eifer strotzenden Kaiser, der sich auch durch eine Lungenentzündung nicht davon abhalten ließ, sein untergehendes Reich zu regieren.
Foto: Bildarchiv Österreichische Nationalbibliothek

Am 21.11.1916 entschlief nun der 86jährige Kaiser Franz Joseph um 21.05 Uhr sanft und friedlich in seinem Bett. Um ihn herum seine Lieben. Nur Erzherzogin Gisela musste aus München anreisen, sie konnte sich von ihrem lebenden Vater nicht mehr verabschieden. Katharina Schratt wurde vom Thronfolger und nunmehrigen Kaiser Karl verständigt und per Arm zum Bett des Toten geleitet. Kaiser Franz Joseph hatte einen Besuch am Bett abgelehnt, da er sich vor ihr genierte und ihr nicht den alten, kranken Mann zeigen wollte, zu dem er geworden war. Mit dem Tod des Kaisers wurde aus Erzherzog Karl Franz Joseph Kaiser Karl und er wurde ab sofort auch so angesprochen.

Um 22.30 Uhr wurden die Garden vor Schloss Schönbrunn vom Ableben des Kaisers informiert, die wiederum das Volk vor den Toren verständigten.

Am 22.11.1916 druckte die Wiener Zeitung als Erste die Verkündigung vom Tod des Kaisers. Es verbreitete sich wie ein Lauffeuer durch Österreich-Ungarn und in die Kriegsgebiete.

Foto: Bildarchiv Österreichische Nationalbibliothek

Ketterl kleidete Kaiser Franz Joseph zum letzten Mal an: Er legte ihm eine Feldmarschalluniform, das Goldene Vlies und die Kriegsmedaille, das Offiziersverdienstkreuz und die zwei Jubiläumsmedaillen zur Erinnerung an die 50. und 60jährige Regierungszeit an. Weiters wurde dem Leichnam sein Ehering und sein Siegelring, die er niemals ablegte, gelassen. Um den Siegelring wurde allerdings zuvor noch heftig gestritten. Erzherzogin Marie Valerie und Erzherzogin Gisela stritten sich um diesen Ring, nahmen ihn dem Toten ab, steckten ihn allerdings wieder auf seinen Finger. Da die beiden sich nicht einigen konnten, wer ihn behalten sollte, entschlossen sie sich, dem Vater den Ring mit ins Grab zu geben.

Foto: Wikimedia/Commons Prof. Dr. Norbert Ortner

Die erste Totenwache übernahmen Eugen Ketterl und Erzherzogin Maria Theresia (*24.8.1855, †12.2.1944), Witwe von Erzherzog Karl Ludwig, die Kaiser Franz Joseph über alle Maßen schätzte. Über den Tag der Aufbahrung kam sie mehrmals am Tag vorbei und schenkte dem Toten frische Alpenblumen, die sie aus dem Garten von Schönbrunn mitbrachte. Es waren des Kaisers Lieblingsblumen.

Am 23.11.1916 wurden Leibarzt Dr. Joseph Kerzl (*28.8.1841, †22./23.6.1919) und Professor Dr. Norbert Ortner (*10.8.1865, †1.3.1935) damit beauftragt, die Einbalsamierung durchzuführen. Im Protokoll ist folgendes zu lesen: „Die beiden großen Halsschlagadern werden freigelegt, in dieselben werden Kanülen eingebunden und sodann mit Formalin in concentriertem Zustand in den Kopf einerseits, in den Rumpf anderseits eingespritzt in der Menge von 5 Liter. Schließlich werden die gesetzten Halswunden vernäht.“ (3)

Foto: Wikimedia/Commons Obersthofmeister Alfred Monetnuovo

Die Begräbnisfeierlichkeiten waren ein einziger Staatsakt. Eigentlich hätte sich der letzte Obersthofmeister Seiner Majestät um das Zeremoniell kümmern sollen. Doch es gab keine wirklichen Überlieferungen dazu. Der letzte Kaiser, der beerdigt wurde, war Kaiser Franz I/II. Das Zeremoniell wurde mündlich überliefert und es gab keine lebende Person mehr, die sich an dieses Begräbnis erinnern hätte können. Mit Mühe fand Obersthofmeister Alfred Fürst von Montenuovo (*16.9.1854, †6.9.1927) heraus, wie das Begräbnis abzuwickeln sein könnte, als Kaiser Karl darauf bestand, dass er mit Kaiserin Zita und dem 5jährigen Kronprinz Otto hinter dem Sarg herzugehen wünsche. Außerdem musste sich der neue Obersthofmeister Seiner Majestät Kaiser Karl um die Zeremonie kümmern, weshalb Fürst Montenuovo sich um die internen Angelegenheiten kümmerte.

Während der Vorbereitungen zu den großen Feierlichkeiten wurden auch die testamentarischen Angelegenheiten geregelt. Kaiser Franz Joseph hinterließ ein Testament, welches er am 6.2.1901 aufsetzte. Zwei weitere Kodizille aus den Jahren 1913 und 1916 wurden hinzugefügt. Am 22.11.1916 wurde dieses im Beisein des Obersthofmarschalls, des Außenministers, des Obersthofmeisters Montenuovo und einiger Beamter geöffnet und verlesen. Sein gesamtes Privatvermögen wurde zu gleichen Teilen an die Töchter Erzherzogin Marie Valerie und Erzherzogin Gisela aufgeteilt. Ebenso erging eine größere Summe an seine geliebte Enkeltochter Erzherzogin Elisabeth Marie „Erzsi“, der Tochter des unglücklichen Sohnes Kronprinz Rudolf. Erzherzogin Marie Valerie erbte zudem die Villa in Bad Ischl, Erzherzog Franz Salvator, sein Schwiegersohn und somit Ehemann von Erzherzogin Marie Valerie erbte das Jagdhaus Offensee, samt dem dazugehörigen Grundbesitz. Erzherzogin Gisela erbte die Gries-Villa.

Da Kaiser Franz Joseph sein Testament von 1901 nicht mehr änderte, gingen die Kriegswitwen, -waisen und -opfer leer aus.

Gisela und Marie Valerie sollten dafür sorgen, dass der Rest der Familie mit Andenken und kleineren Summen begütet werden sollten; auch die Dienerschaft sollte mit Andenken beschenkt werden. Wer das gesamte Testament lesen möchte, kann das hier tun.

Am 27.11.1916 um 22.00 Uhr wurde der Leichnam in den Leichenwagen gebracht. Dieser wurde von Rappen gezogen und feierlich von Schloss Schönbrunn in die Hofburg überführt. 50 Personen des Hofes begleiteten den Wagen, nicht aber die Familie. Danach wurde Kaiser Franz Joseph auf das Totenbett – „bed of state“ – gelegt und aufgebahrt.

Foto: Bildarchiv ÖNB
Aufbahrung Kaiser Franz Joseph

Das Herz war von den Ärzten ebenfalls entnommen und entgegen der alten Tradtion, nach welcher die Herzen der verstorbenen Habsburger in der Loretokapelle der Kapuziner bestattet wurden, in die Katakomben des St. Stephansdoms gebracht worden. Den Kaiser umsäumten die Funeralkronen seiner Länder, viele Orden und Kerzen, und auf ihm wurde eine Decke aus Goldstoff drapiert, auf welche die Kinder der Familie Blumen ablegten. 25.000 Menschen sollen ihrem alten Monarchen die letzte Ehre erwiesen haben.

Laut mehrfacher Überlieferung dürfte bei der Einbalsamierung ein neues Paraffin-Verfahren angewendet worden sein. Das Gesicht von Kaiser Franz Joseph änderte sich dadurch fast stündlich und soll zum Schluss keinesfalls mehr wie der bekannte Monarch ausgesehen haben.
Da sich Österreich-Ungarn mitten im Krieg befand, waren wenige Staatsmänner an den Begräbnisfeierlichkeiten interessiert.

‚Foto: Deutsches Bundesarchiv
Kaiser Wilhelm II

Kaiser Wilhelm (*27.1.1859, †4.6.1941) zu dem Zeitpunkt selbst krank, kam am 28.11.1916 und legte einen großen Kranz mit weißen Orchideen vor dem aufgebahrten Kaiser Franz Joseph ab.

Am 30.11.1916 wurde das Begräbnis in Wien feierlich begangen. Außer der Familie, der Dienerschaft, den Offizieren und Staatswürdenträgern, waren noch folgende Personen anwesend: König Ludwig III, Ehefrau Erzherzogin Maria Theresia, König Friedrich August III, Familienmitglieder der Familien Hohenzollern-Sigmaringen, Schleswig-Holstein, Sachsen-Weimar, Baden, Dänemark, Sachsen-Coburg, sowie Bündnispartner Zar Ferdinand I. und Kronprinz Mehmed VI. Vahideddin mit Ehefrau Emine Nazikeda, ebenso sandten die neutralen Länder Schweden und Spanien Familienmitglieder zum Begräbnis.

 

Foto: khm
Gala-Leichenwagen

Der prächtige Gala-Leichenwagen wurde von acht Rappen gezogen. Jedes Fenster, jeder Straßenzug war gesäumt von Menschen, die dem letzten großen Monarchen ihr Geleit geben wollten. 10.000 Mann sorgten für die Sicherheit, sperrten Straßen ab und regelten den Verkehr. Der Leichnam im einfachen Sarg wurde aus der Hofburg getragen, auf den Wagen gehoben, um an einem strahlenden warmen Spätherbsttag zum Stephansdom gefahren zu werden. Vor dem Trauerzug fuhren die höchsten Würdenträger, dahinter die Wagen der kaiserlichen Familie. Der Trauerzug ging von der Hofburg über des Kaisers große Meisterleistung, die „Ringstraße“, wo noch extra einmal eine Huldigung auf ihn wartete, über die Kärntner Straße zum Stephansdom, wo um 15.00 Uhr die feierliche Einsegnung stattfand. Danach wurde der Trauerwagen wieder auf die Kärntner Straße und über den Neuen Markt geführt, um schließlich um 15.30 Uhr vor den Toren der Kapuzinergruft anzuhalten.

 

Nach dem Festgottesdienst folgten Kaiser Karl, Kaiserin Zita und der in weiß gekleidete, blondgelockte Kronprinz Otto dem Trauerzug zu Fuß. Kronprinz Otto sollte die Hoffnung des Kaiserreichs darstellen. Sein Bild hat sich bis heute in das Gedächtnis der Menschen gebrannt. Noch heute ist dieses Bild des kleinen Buben, der ein ganzes Reich auf den Schultern trug, Sinnbild der untergehenden Habsburg-Monarchie.

Foto: habsburger.net
Kaiser Karl, Kaiserin Zita, Kronprinz Otto

Als Kaiser Franz Joseph vor der Kapuzinergruft ankam, war es Obersthofmeister Montenuovo, der bei Pater Guardian um Einlass bat. Die Anklopfzeremonie wird insgesamt 3x wiederholt. 2x werden alle Titel des Toten aufgesagt. Doch diese Titel helfen vor Gott, dem Allmächtigen, niemanden. Erst als Obersthofmeister Montenuovo den Satz „Franz Joseph, ein armer Sünder, dessen Sünden so zahlreich sind wie die Sterne des Himmels, bittet um Einlass“, wurde das Tor geöffnet. Er wurde zwischen seiner geliebten Engels-Sisi und seinem Sohn Kronprinz Rudolf zur ewigen Ruhe gebettet.

Foto: sternenkaiserin.com – Marie

 

Der ewige Kaiser – der ewige Mythos

 

Foto: Wikimedia/Commons Filmprogramm Sissi 1955

Foto: ÖW/Wiesenhofer

Wie schon bei Kaiserin Elisabeth erlebte der Kaiser nach seinem Tod eine Heldenverehrung. Im ganzen Land wurden Denkmäler gebaut, um dem großen Monarchen zu huldigen.

Nach dem Krieg erfuhr die Monarchie eine Renaissance. Sein Bildnis wurde zwar abgenommen, doch in jeder Schublade verwahrt, bis es wieder modern wurde, den Kaiser an den Wänden hängen zu haben. Spätestens mit den Sissi-Filmen mit Karlheinz Böhm und Romy Schneider haben wir den Kult rund um das Kaiserhaus wieder zurück.

Auch Kaiser Franz Josephs Konterfei wurde auf allem, was sich verkaufen lässt, abgebildet: Tassen, Puzzles, Magnete, Schnapsflaschen, Postkarten, Büsten, Uhren usw. werden in die ganze Welt verkauft. Mindestens zwei Bücher erscheinen pro Jahr mit dem Konterfei des Monarchen. Auch heute noch lässt sich mit dem alten, greisen, weisen und einsamen Menschen Kaiser Franz Joseph Geld verdienen.

Nur eines haben ihm seine Frau und sein Sohn voraus – ein Musical. In beiden kommt er zwar vor, allerdings gibt es noch kein eigenes Stück. Anscheinend war sein Leben dann doch zu langweilig für die Bühne.

Und auch wenn Sisi ihm den Bekanntheitsgrad abläuft, so ist es Kaiser Franz Joseph, der dieses Mythos geschaffen hat. Ohne seinerambivalente und schöne Ehefrau wäre das Kaiserhaus zwischenzeitig in Vergessenheit geraten.

 

Der Kaiser ist tot, lang lebe der Kaiser!

Foto: sternenkaiserin.com – Marie

~ Marie ~


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Literarische Hinweise:
1 – S. 169/70, 2 – S 175
Eugen Ketterl
Wie ich Kammerdiener Seiner Majestät wurde (nur noch antiquarisch erhältlich)
Molden Verlag, 1980, 1. Auflage

3 – S 365
Michaela und Karl Vocelka
Franz Joseph I: Kaiser von Österreich und König von Ungarn 1830 – 1916
Verlag C.H.Beck, 2015, 1. Auflage