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Das Spanische Hofzeremoniell – Hofetikette

Foto: Wikimedia/Commons Herzog Phillip „der Gute“

Das spanische Hofzeremoniell, wie es Romy Schneider als „Sissi, die junge Kaiserin“ seitenweise von Hofdame Esterházy (Helene Lauterböck) in die Hand gedrückt bekam, um den „Unsinn“ auswendig zu lernen, gab es nicht. Es wurde zwar am Wiener Hof sehr streng das „Hofzeremoniell“ abgehalten, doch wie so vieles in der Sissi-Trilogie ist auch das „Spanische Hofzeremoniell“ eine reine Erfindung eines windigen 50er Jahre Regisseurs.

Das „Spanische Hofzeremoniell“ wurde am Wiener Hof bis zu Kaiser Joseph II (*13.3.1741, †20.2.1790) praktiziert, danach wurde es immer wieder erweitert und nur noch „Hofetikette“ oder „Hofzeremoniell“ genannt. Dabei handelte es sich auch nicht um ein Heft oder Buch mit Paragraphen, welches auswendig gelernt werden musste – und schon gar nicht von Sisi – ergo von Kaiserin Elisabeth.

Das „Hofzeremoniell“ wurde von den Herzögen von Burgund im 15. Jahrhundert entwickelt. Diese Herzöge entstammten aus einer Nebenlinie aus dem französischen Königshaus und herrschten über die Niederlande. Herzog Philipp „der Gute“ (*31.7.1396, †15.6.1467) erweiterte das „Hofzeremoniell“ in dem in weiterer Folge das „Goldene Vlies“ und der „Ritterorden“ dazu gehörte. Damit wollte er seine höchsten Untertanen adeln und auszeichnen.

Durch die Erbfolge gelangte die Niederlande an die Habsburger und so an Kaiser Karl V (*24.2.1500, †21.9.1558), der zuerst das Heilige Römische Reich und später in Spanien regierte. Er übernahm das Hofzeremoniell, nahm es nach Spanien mit und perfektionierte es. Sein Bruder Ferdinand (*10.3.1503, †25.7.1564), der zwischenzeitig Kaiser Ferdinand vom Heiligen Römischen Reich war, übernahm das „Spanische Hofzeremoniell“ seines Bruders, welches bis zu Kaiser Joseph am Wiener Hof als Hofetikette verblieb. Der Rest ist ein Ammenmärchen eines hübschen kitschigen Nachkriegsfilmes, der nichts mit der Wirklichkeit zu tun hat und leider bis heute den Unsinn verbreitet real zu sein.

Jeder Obersthofmeister gab sein Wissen an den neuen Obersthofmeister weiter und so wurde die Hofetikette erweitert und „etikettiert“. Von Audienzen, Hochzeiten, Staatstrauer, Begräbnissen, Huldigungen usw. war alles bis aufs Strengste festgelegt. Wer durfte wie lange vor den Kaiser treten, wie musste die Verbeugung aussehen und wer durfte das Goldene Vlies erhalten.

Wie kam es aber zum Goldenen Vlies oder was ist ein Obersthofmeister oder ein Flügeladjutant. Und welche Aufgabe hat genau eine Hofdame und warum musste diese unverheiratet sein? All diesen Fragen versuche ich mit diesem Beitrag auf die Spur zu gehen.

 

Beginnen wir mit der höfischen Anrede

 

Kaiserin Eisabeth

Foto: ÖNB Kaiserin Elisabeth

Kaiserin Elisabeth wird heute vielerorts, vor allem im Internet, Facebook, Instagram, TV, Medien, Zeitschriften, Büchern und sogar in historischen Büchern Kaiserin Sisi genannt. Ein Fauxpas und ein Frevel sondergleichen. Kaiserin Sisi gab es nicht! Sisi war ihr Kosename und den durften nur ihre aller engsten Vertrauten verwenden. Diese waren ihr Mann Franz (Joseph), ihre Mutter, ihre Geschwister, ihre Schwägerinnen, ihre Nichten und Neffen nannten sie „Tante Sisi“ oder „Tante Elisabeth“. Gisela, Rudolf und ihre geliebte Valérie nannten sie Mama.
Das Volk hatte ausdrücklich „Kaiserin Elisabeth“ zu sagen. Die Anrede war ausdrücklich Ihre Majestät oder Ihre kaiserliche Hoheit.

Die Anrede der Dritten Person „Eure Hoheit“ stimmt auch noch insofern, da es die Ausdrucksweise im 19. Jahrhundert durchaus noch gab und diese im Gespräch mit der Kaiserin verwendet wurde; also zB. „Darf ich Eurer Hoheit oder Eurer Majestät den Tee servieren lassen“.

Kaiser Franz Joseph moderne Schreibweise auch gerne Kaiser Franz Josef, wurde allseits als „Majestät“ angesprochen. Die Anrede war allseits Seine Majestät oder Seine kaiserliche Hoheit. Auch hier gilt noch die Anrede der Dritten Person „Eure Majestät“, vor allem, wenn seine Minister und Adjutanten im Raum waren.

Als Kind wurde er Franzi genannt. Diese Koseform, blieb dem inneren Kreis vorbehalten. Mutter, Vater, seine Brüder nannten ihn Franz(i) oder Majestät. Elisabeth nannte ihren Mann Franz. Er selbst unterschrieb seine Briefe an sie in den ersten Jahren mit Franz, später mit „Kleiner“, was in den letzten Jahrzehnten mit „Kl“ abgekürzt wurde. Aber auch mit „Männeken“ (was so viel wie Männchen bedeutet) unterschrieb er seine Briefe, die von 1859 – 1898 alle veröffentlicht sind. Seine Neffen und Nichten durften ihn Onkel nennen, die meisten nannten ihn trotz allem „Majestät“, waren danach aber zumindest per du. Gisela, Rudolf, Valérie nannten ihn Papa.

 

Kommen wir nun zum Wirr Warr der Begrifflichkeiten

 

Adjutant

Foto: Wikimedia/Commons Maximilian O’Donnell, Flügeladjutant bei Kaiser Franz Joseph

Hier musste man unterscheiden zwischen „Flügeladjutant“ (diesen Begriff lest ihr häufig in meinen Beiträgen) und von Generaladjutanten. Ein Flügeladjutant stand im Rang eines Stabsoffiziers und wurde zur Unterstützung von zB. Kaiser Franz Joseph oder Kronprinz Rudolf eingesetzt. Flügeladjutant waren auch Feldmarschällen unterstellt.

Die Aufgabe eines Flügeladjutanten war es Befehle entgegenzunehmen, diese auszuführen, dem Kaiser oder dem Kronprinz rund um die Uhr zur Verfügung zu stehen (deshalb waren mehrere im Dienst). Gab es eine Botschaft an den Kaiser oder den Kronprinz, war es die Aufgabe des Flügeladjutanten, diese an den Kaiser oder an den Kronprinz persönlich zu überbringen. Die Stelle beinhaltete eine Vertrauens- und Verschwiegenheitsklausel. Wurde diese gebrochen, wurde die Person sofort aus dem k.u.k. Dienst entlassen.

Ein berühmt gewordener Flügeladjutant ist sicherlich Maximilian Graf von O‘ Donnell (*29.10.1812, †14.7.1895) der Kaiser Franz Joseph 1853 vor dem Libényí Attentat bewahrt hat. Die ganze Geschichte kann hier nachgelesen werden.

Ahnenprobe

Es gab ein unglaublich strenges Aufnahmereglement am „Wiener Hof“ zB. für die Ernennung zum „Kämmerer“ oder zur Aufnahme als „Hofdame“. Dabei wurde urkundlich geprüft, ob die eheliche Abstammung der Eltern einer gewissen Anzahl der Adeligen Urahnen bestätigt werden konnte. 8 Adelige Urahnen musste die Stammtafel aufweisen. Nur so durfte es zur Aufnahme als „Hofdame“ bei einer Herrschaft oder als „Kämmerer“ bei der Herrschaft kommen. Dabei war es wichtig, dass diese 8 Urahnen sowohl von der mütterlichen, als auch von der väterlichen Seite nachgewiesen werden konnten.

Aja/Ajo

Foto: ÖNB, Karoline Freifrau von Welden „Wowo“, die Kinderfrau von Erzherzogin Gisel(l)a und Kronprinz Rudolf, Kaiserin Elisabeth

ist spanisch und heißt Kindermädchen/Kindermann. Im Kaiserhaus wurden so die Erzieherinnen der Kaiserkinder genannt. Diese verblieben bis zum 6. Lebensjahr bei ihren Zöglingen und mussten sich dann verabschieden. Bei den männlichen Thronerben wurden dann Erzieher eingesetzt, meist aus dem Militär. Bei

Foto: Wikimedia/Commons Louise von Sturmfeder

den weiblichen Erzherzoginnen wurden danach Erzieherinnen gewählt, die ihnen das weitere Weltgeschehen beibrachten wie zB. das tadellose Benehmen, Tee trinken in guter Gesellschaft usw. Ajas waren stets Adelige Damen, manchmal sogar Witwen, oft sogar nicht einmal selbst Mütter. Damals war auch noch Züchtigung erlaubt. Kaiser Franz Joseph schrieb stets liebevoll von seiner Aja Louise Baronin von Sturmfeder (*3.10.1789, †10.9.1866). Die Kindheit von Kaiser Franz Joseph kann hier nachgelesen werden.

Auch die Kaiserkinder Erzherzogin Gisela (*12.7.1856, †27.7.1932) und Kronprinz Rudolf (*21.8.1858, †30.1.1889) verehrten ihre Aja so sehr, dass sie ihr sogar einen Kosenamen gaben. Karoline Freifrau von Welden (*13.4.1812, †6.8.1912) „Wowo“ wurde innig geliebt und gerade Rudolf, der ihr entrissen und Leopold Graf Gondrecourt (*13.5.1816, †22.5.1888) zum militärischen Drill übergeben wurde, litt Zeit seines Lebens unter diesem Liebesentzug und Züchtigungen dieses bösartigen Grafen. Über die ambivalente Ehe und das Schicksal der Kinder kann hier nachgelesen werden.

 

Foto: hofburg-wien.at Audienzraum mit Stehpult, Hofburg Wien

Audienz

Jeder Bürger durfte dem Kaiser zweimal pro Woche persönlich vorsprechen. In streng reglementierten Audienztagen wurden die Namen in die Audienzbücher (heute im Sisi Museum zu besichtigen) eingetragen. Jeder Bürger bekam einen festen Termin für seine Vorsprache. Die Bittstellung musste vorher dem Ministerium vorgelegt werden, welche danach vom Kaiser persönlich geprüft wurde. Dies konnte eine persönliche Danksagung sein, eine Fürbitte, ein Wunsch oder eine Art Begutachtung. Die Wiener Zeitung veröffentlichte zweimal in der Woche die Audienznehmer, so dass die Bürgernähe des Kaisers demonstrativ vorgeführt wurde.

Die Audienz selbst war streng reglementiert und brachte per se nichts mehr Neues:

Um Punkt 10.00 Uhr morgens begann Kaiser Franz Joseph die Audienz, so dass sich die Bittsteller in den Warteräumen der Hofburg oder von Schloss Schönbrunn einzufinden hatte (je nach dem wo sich Kaiser Franz Joseph gerade aufhielt).

Dabei war eine strenge Kleiderordnung einzuhalten:
Die Herren mussten Frack tragen. Herren vom Militär selbstverständlich ihre Uniform. Die Damen vom Volk ein hochgeschlossenes Kleid. Jeder Bürger und die Herren vom Militär hatten Handschuhe zu tragen. Bürger aus den ländlichen Orten mussten ihre jeweilige Landestracht tragen, was zuweilen ein buntes Bild in den Wartesälen abgab.

Foto: Wikimedia/Commons Kaiser Franz Joseph

Ein Mitarbeiter des Obersthofmeisters machte den Audienznehmer mit den Grundregeln der Audienz vertraut:

– den Kaiser niemals von sich aus ansprechen
– dem Kaiser niemals den Rücken zukehren
– dem Kaiser niemals persönliche Fragen stellen

Danach wurde der Bürger mit dem Namen aufgerufen und vom Adjutant in einen Vorraum gebracht, wo der Name erneut mit dem Audienzbuch verglichen wurde. Schließlich rief ihn der Kammeransager laut auf. Die Türe wurde aufgemacht und der Audienznehmer stand vor dem Kaiser.

Sofort nach dem Eintreten hatte der Bürger eine tiefe Verbeugung und die Bürgerin einen tiefen Knicks zu machen. Konnte dies der Bürger oder die Bürgerin nicht, wurde dieser zuvor im Wartesaal mit einem Mitarbeiter des Hofes geübt. Erst nach der Aufforderung des Kaisers durfte sich der Bürger oder die Bürgerin erheben. Danach fragte der Kaiser nach dem Namen und sah in seinem Audienzbuch nach, ob der Name darin stimmte. Danach durfte der Besuch sein/ihr Anliegen vortragen und bekam die Antwort von Seiner Majestät. Nach exakt 3 Minuten wurde die Türe geöffnet und die Audienz war vorbei. Der Besuch hatte sich nochmals zu verbeugen und mit dem Gesicht zum Kaiser, mit dem Rücken zur Tür, hinauszugehen. Über 100 Personen schaffte Kaiser Franz Joseph so an einem Audienztag. Erst im hohen Alter reduzierte er auf die Hälfte. Bis zuletzt stand der Kaiser all die Stunden an seinem Pult während der Audienz.

Nach den Audienzen fanden die offiziellen Gesprächen mit Ministern, Abgeordneten und

Statthaltern statt, welche von Kaiser Franz Joseph persönlich eingeladen wurde. Es war unumgänglich, dass die Herren gut vorbereitet auf das Gespräch waren, denn der Kaiser liebte es, gut informiert zu sein und war auf jede Antwort gewappnet und konnte die Herren immer wieder aus der Fassung bringen, in dem er mehr wusste, als sie selbst. Er fragte mehrere Personen zum gleichen Thema, um sich so ein besseres Bild von einem Problem zu machen. Er wusste, dass er viele „Speichellecker“ um ihn hatte, die ihm nicht die Wahrheit sagen wollten.

Cortège

ist das französische Wort für Prozession. Dieses Wort wurde eingesetzt für das Gefolge unter einem Herrscher oder Herrscherin bei offiziellen Anlässen. Das heißt nichts anderes, als wenn es zu öffentlichen Auftritten des Königs, der Königin, des Kaisers oder der Kaiserin kam, folgten ihnen 100erte von Adeligen Leuten – der sogenannte Hofstaat. Dieses nannte man Cortège. Unter ihnen befanden sich: Hofdamen (bei Königin/Kaiserin), Geheime Räte, Kämmerer (bei König/Kaiser), Palastdamen, Truchessen (bei König/Kaiser) usw.

Dies war einerseits eine große Ehre, andererseits auch eine lästige Pflicht. Die Damen hatten jedes Mal in schönster Toilette zu erscheinen, was einen unheimlichen teuren Aufwand mit sich brachte.

Goldene Vlies

Foto: Wikimedia/Commons Goldene Vlies

Foto: KHM Wien, Großmeistermantel

Wie oben beschrieben, rief Herzog Philipp „der Gute“ den Orden anlässlich seiner Hochzeit ins Leben. Er wurde der Heiligen Jungfrau Maria gewidmet und steht für den Schutz der Kirche und die unbefleckte Ehre des Rittertums.

An einer Collane (Ordenskette) hängt ein goldenes Widderfell. Sowohl das Haus Habsburg, als auch das Haus Bourbonen, also der spanische König tragen das Goldene Vlies. Heute ist es Karl (von) Habsburg (*11.1.1961) und König Felipe (*30.1.1968). Sie sind die Großmeister des Ordens und können bis heute Ordensmitglieder aufnehmen. In Wien leistet man bis heute den Schwur vor dem Schwurkreuz, welches in der Schatzkammer Wien zu sehen ist. Der Ordenstag ist der 30.11., an dem bis heute feierlich Messen zelebriert und neue Mitglieder aufgenommen werden.

Kaiser Franz Joseph war zu seiner Zeit Großmeister und vergab nicht nur an seine Familie den Orden, sondern auch an jene Personen die seiner Meinung nach die Tugend und Ehre hatten, diesen zu Erlangen. Die Verleihung wurde von Kaiser Franz Joseph in einem Großmeistermantel zelebriert und die zukünftigen Ritter des Ordens sahen dies als Privileg für ihre Verdienste rund ums Hause Habsburg an. Das Goldene Vlies war demnach kein Geburtsrecht.

Alle Ordensmitglieder halten wie ein unzertrennliches Band zusammen und sind gleichberechtigt. Bei allen Feierlichkeiten bei Hofe waren diese nicht nur eingeladen, sondern hatten in allem auch Vorrang und Vortritt. Es gab nur eine Ausnahme: waren gekrönte Häupter anwesend, mussten diese zuerst begrüßt oder bedient werden. In Wien sind bis heute nur katholische Ordensmitglieder erlaubt, in Spanien nimmt man mittlerweile auch protestantische Gläubige auf.

Der Orden des Goldenen Vlieses ist der älteste und bedeutendste Ritterorden der Welt. Obwohl es in Österreich keine Monarchie mehr gibt, wird der Orden im Hause Habsburg bis heute hochgehalten.

Hofdame

Eine Hofdame war ein hoch angesehener Beruf und nur Frauen aus dem Adel vorbehalten. Anders als bei Palastdamen, der rein ehrenamtlich durchgeführt wurde, wurde eine Hofdame entlohnt, bekam eine Abfertigung und wenn sie wegen zu hohen Alters aus dem Dienst ausschied, sogar eine Pension ausbezahlt. Bevor eine Hofdame aufgenommen wurde, musste diese die strenge Ahnenprobe überstehen, welche die Voraussetzung für den Dienst bei Hofe war.

Die Hofdame hatte aus gutem Haus zu sein, eine fundierte Ausbildung zu haben, musste mehrere Sprachen sprechen und musste unverheiratet sein. Man konnte sich für diesen Posten nie bewerben, sondern man wurde ernannt. Die Hofdame die auserkoren wurde, erhielt ein formelles „Ernennungsdekret“.

Ich werde im Anschluss das Thema Hofdame noch ausführlicher erläutern.

Hoffähigkeit

Diese wurde streng reglementiert und war nicht Jedermann gestattet. Den Zutritt zur kaiserlichen Familie war Familien erlaubt, die die Ahnenprobe bestand (die strenge Variante). Diese wurde auch zu Festlichkeiten wie zB. auf Hofbällen eingeladen. Es gab aber auch noch andere Personen die Zutritt erhielten. Diese waren durch ihre besondere Stellung bei Hofe dazu würdig der kaiserlichen Familie vorgestellt zu werden oder an den Festlichkeiten teilzunehmen. Diese waren Diplomaten, Offiziere der Wiener Garnison und Ordensritter. Ansonsten stand der engere Kreis nur standesherrlichen Familien und Hofwürdenträgern zu. Da diese Mitglieder alter Adelsfamilien allerdings zahlreich waren, tummelten sich auf diesen Veranstaltungen zahlreiche Personen und dienten u.a. zur Heiratsvermittlung. Mehr als 300 (!) Familien zählten damals zur ständigen Hocharistokratie und somit zur Hoffähigkeit.

Anders als bei anderen Höfen Europas, hatte man in Wien die Türen für den Geldadel noch nicht geöffnet. Kaiser Franz Joseph liebte es aber ihm treue Bürger in den Adelsstand zu erheben und so Zutritt zum Kaiserhaus zu verschaffen. Dabei war es egal ob diese reich waren oder nicht. Kaiser Franz Joseph erhob so manchen als „Truchsessen“ (weiter unten erklärt), diese durften dann auch an der Hoftafel oder an großen Festlichkeiten teilnehmen, was das Hofzeremoniell ziemlich durcheinander brachte.

Es war von „wer wo gehen, stehen und sitzen durfte“ alles geregelt. Je älter eine Adelsfamilie war, desto höher der Rang bei Hofe. Eine schiere Mammutaufgabe für den Obersthofmeister.

Hofsprache

Foto: Wikimedia/Commons Kaiserin Elisabeth und Helene von Thurn und Taxis

Schon unter Maria Theresia sprach man am Wiener Hof französisch, weshalb so viele Begriffe auch in französisch sind. Allerdings war es schon bei (Kaiserin) Maria Theresia so, dass ein sehr lockerer Umgangston herrschte und der Wiener Dialekt vorrangig gesprochen wurde. Nur wenn das Personal so gar nicht mitbekommen sollte, was besprochen wurde, wurde französisch gesprochen.

Unter Kaiser Franz Joseph war dies nicht anders, wenn auch die französische Sprache schön langsam aus dem Alltag verschwand. Nunmehr zog ungarisch ins Haus ein, nicht alleine wegen Kaiserin Elisabeth, die dadurch Erzherzogin Sophie (*27.1.1805, †28.5.1872) eins auswischte. Die meisten Bediensteten und auch die hohe Herrschaft selbst verstand kein ungarisch. Nur Kaiser Franz Joseph sprach fließend die Landessprache. Am Wiener Hof wurde deutsch, böhmisch, ein bisschen ungarisch (Bedienstete und beim Militär) und natürlich französisch gesprochen. Kaiser Joseph II machte die deutsche Sprache – bzw. das Wienerische – am Hof salonfähig. Er setzte sich auch dafür ein, dass Mozart die Opern in deutscher Sprache schrieb.

Eine völlige unbekannte Sprache war damals noch die englische Sprache. Kaiserin Elisabeth und ihre Schwester Helene „Nénè in Bayern (*4.4.1834, †16.5.1890), verheiratete Thurn und Taxis sprachen Zeit ihres Lebens nur englisch miteinander. Schon allein deshalb, da sie wussten, dass niemand sie belauschen konnte.

Kämmerer

Nur ein Mann durfte beim Kaiser „Kämmerer“ werden. Zuvor hatte man die strenge Ahnenprobe zu bestehen. Das Amt des „Kämmerers“ war ein Ehrenamt und wurde bereits im Mittelalter gegründet. Dieser hatte den „Goldenen Schlüssel“ über. Seine Aufgabe war es bei Festen zu erscheinen, Botschaften und Gratulationen entgegenzunehmen und bei Begräbnissen das Geleit innerhalb der Kaiserfamilie zu übernehmen. Die Aufgabe eines „Kämmerers“ wurde sehr ernst genommen und war eine ehrenvolle Tätigkeit. Wer „Kämmerer“ werden durfte, konnte sich glücklich schätzen.

Marschallstafel

Zu dieser Tafel wurden jene Gäste geladen, die nicht an der Haupttafel mit der kaiserlichen Familie geladen waren. Hier speiste man nicht mit dem Kaiser oder der Kaiserin, sondern mit dem Obersthofmarschall oder einem Kammerherr.

Obersthofmarschall

Er war zuständig für die Fideikommisse der gebundenen Vermögen etlicher adeliger Familien (heute würde man es Familienstiftung nennen) und diente als Zivilgerichtsbehörde der kaiserlichen Familie und anderer Familien die diesen Sonderstatus genossen.

Obersthofmeister

Der Obersthofmeister unterstand dem Kaiser und war der engste Mitarbeiter des gesamtes Hofstaates. Ihm unterstand nicht nur das gesamte Dienstpersonal, sondern auch die Verwaltung der Finanzen und die Garde. Sein Einfluss reichte bis hinunter in die Hofküche und bis zur Hofoper. Was er sagte, war Gesetz. Ab 1895 wurde sogar das Hofmarschallamt in Ungarn dem Obersthofmeister in Wien unterstellt. Diese Stelle war hochbezahlt und hochangesehen. Das Amt wurde hochpolitisch angesehen, hatte der Obersthofmeister direkten Zugang zum Kaiser und so auch enormen Einfluss auf diesen.

Obersthofmeisterin

Foto: Wikimedia/Commons Pauline von Aulendorf-Königsegg geb. Bellegarde

Die Obersthofmeisterin war das Pendant zum Obersthofmeister und der Kaiserin unterstellt. Sie hatte den gesamten Hofstaat der Kaiserin inne, stellte das Personal ein, kündigte ihnen wieder, sorgte für die Einhaltung der Etikette, sorgte für Urlaube und Krankheitsausfälle. Was die Obersthofmeisterin anordnete musste geschehen, so wollte es das Gesetz des Wiener Hofes. Sie sorgte für Zucht und Ordnung. Die Stelle war nicht nur hochbezahlt und hochangesehen, sondern auch enorm anstrengend. Kaiserin Elisabeth verlangte äußerste Disziplin und hatte nicht öfters Querelen mit ihren Obersthofmeisterinnen auszufechten. Diese nahm – in allen Belangen – großen Einfluss auf sie.

Im Gegensatz zu Hofdamen, durften Obersthofmeister und Obersthofmeisterinnen verheiratet oder gar Witwe/r mit Kindern sein. Oftmals sogar miteinander, wie das Beispiel „Gräfin Bellegarde“ zeigt, vormals beliebte Hofdame und Begleiterin nach Madeira.

Die berühmteste Obersthofmeisterin ist sicherlich Pauline Gräfin von Bellegarde (*2.4.1830, †27.5.1912) welche zuvor Hofdame bei Kaiserin Elisabeth war. Ihr einziges Vergehen war, dass sie sich in den schneidigen Flügeladjutant von Kaiser Franz Joseph Alfred von Königsegg-Aulendorf (*30.6.1817, †27.10.1898) verliebte. Um ihre Vertraute nicht zu verlieren (Hofdamen hatten ja aus dem Hofdienst auszuscheiden), machte diese Alfred kurzerhand zu ihrem Obersthofmeister. Obersthofmeisterin Pauline Gräfin Aulendorf-Königsegg und Obersthofmeister Alfred Graf Aulendorf-Königsegg verblieben somit im Dienste Ihrer Majestät, auch wenn das Verhältnis danach nicht mehr ganz so vertraut war. Aber das ist eine andere Geschichte, die ich in den Todestagen rund um die Personen aufarbeite.

Auch hier ist der Sissi-Film mit Romy Schneider eine nicht recherchierte Filmphantasie. Graf Bellegard wurde nicht während des Ungarn Aufstandes erschossen, sondern Gräfin Bellegarde war einfach der Mädchenname der Hofdame.

Ein Schicksal einer Obersthofmeisterin möchte ich hier erwähnen, dass mich schlichtweg traurig stimmte. Jenes von Maria Theresia Landgräfin zu Fürstenberg, geb. Prinzessin zu Schwarzenberg (*14.10.1780, †9.11.1870). Sie war mit Friedrich Landgraf zu Fürstenberg (*26.1.1774, †4.2.1856) per Liebesehe verheiratet und hatte mit ihm 10 Kinder. Kaiser Franz II/I (*12.2.1768, †2.3.1835) hatte Maria Theresia 1831 zur Obersthofmeisterin der zukünftigen Kaiserin Maria Anna bestimmt. Maria Anna (*19.9.1803, †4.5.1884) wurde mit dem geistesschwachen und jähzornigen Sohn von Franz Ferdinand (*19.4.1793, †29.6.1875) verheiratet und ertrug ihr Schicksal bravourös. Die Familie lebte auf Schloss Weitra und so musste Vater Friedrich sich um die Kinderschar kümmern. Nur in ihren Urlauben sah die Mutter ihre Kinder. Ein Glück im Unglück hatte das Ganze. Friedrich konnte nicht gut mit Geld umgehen und spekulierte sich ein paar Mal, so dass er viel Geld verlor. Das hohe Gehalt seiner Gattin bot der großen Familie einen guten Lebensstil. Aus heutiger Sicht kann man sagen, dass die Familie zu Fürstenberg, damals schon eine moderne Ehe führte. Die Frau brachte das Geld nach Hause und der Mann kümmerte sich dafür um die Kinder.

Oberzeremonienmeister – Zeremonienmeister

Foto: Schloss Schönbrunn Kaiser Franz Joseph ist hier in Begleitung des adeligen Cortèges abgebildet: Voranschreitend der Oberzeremonienmeister und der Obersthofmeister, danach Franz Joseph mit seiner Tochter Marie Valerie, gefolgt vom Adel des Hofes, nach Rang geordnet.

Der Oberzeremonienmeister hatte die Aufgabe bei den Hofbällen oder Ball bei Hofe die organisatorische, logistische und repräsentative Aufgabe zu übernehmen. Der Oberzeremonienmeister hatte unter sich noch Zeremonienmeister die ihm halfen die Aufgaben zu bewältigen. Alle unterstanden aber dem Obersthofmeister.

Am Tag des Balles war es seine Aufgabe das Eintreten der Herrschaft anzukündigen.

Palastdame

Im Gegensatz zur Hofdame, war die Palastdame ein Ehrenamt und durfte von verheirateten Frauen ausgeübt werden. Die Palastdame war ein sehr begehrtes Amt, allerdings auch sehr kostspielig (wie übrigens auch jenes der Hofdame, doch untenstehend mehr dazu). Wie die Kämmerer hatten die Palastdamen zu gewissen Terminen pflichtmäßig zu erscheinen, weshalb diese im Turnus Dienst hatten und verschiedene Repräsentationsaufgaben übernahmen. So mussten die Palastdamen zu den Hofbällen erscheinen, zum Ball bei Hof, Neujahrscours (Neujahrsempfang des Kaisers), allen hohen kirchlichen festlichen Feiertagen und zur Fronleichnamsprozession. Dies war insofern kostspielig, da jedes Mal eine neue Toilette her musste, da die Palastdame nicht im selben Kleid auf jedem Fest erscheinen konnte/durfte.

Standesgemäß

Foto: Wikimedia/Commons Franz Ferdinand und Sophie mit ihren Kindern Sophie, Max und Ernst

Foto: Wikimedia/Commons Ferdinand und Berta Burg

Wurde in einem Kaiser- oder Königshaus geheiratet, musste die Ahnenprobe gemacht werden. Diese war jetzt nicht so streng, wie bei der Aufnahme zur „Hofdame“, allerdings, musste die Heiratskandidatin „standesgemäß“ sein. Das hieß hier musste sie aus einem regierenden standesherrlichen Herrscherhaus kommen. War dies nicht der Fall, wurde die Ehe als „morganatisch“ – also nicht ebenbürtig – eingestuft.

Diese morganatische Ehe hatte oft zur Folge, dass die Kinder nicht als Thronerben eingesetzt werden durften oder die Ehe gar nicht zustande kam. Beispiele dieser Art gibt es in meinen Beiträgen viele. Erzherzogin Isabella (*17.11.1888, †6.12.1973) die ihren Arzt nicht heiraten durfte und lieber unverheiratet blieb, Erzherzog Franz Ferdinand der sich in die Hofdame Sophie von Chotek verliebte, diese ehelichen durfte, allerdings mit der Auflage, dass die Kinder keine Thronansprüche stellen dürften. Seine Frau wurde Fürstin von Hohenberg. Die ganze Geschichte dazu findet ihr hier.

Es gab aber auch traurige Fälle von morganatischen Ehen. Hier wurde derjenige aus dem Kaiserhaus ausgeschlossen, wie zB. Erzherzog Ferdinand Karl, der sich in Berta Czuber verliebte. Die unglückliche Geschichte, könnt ihr in der Biografie seiner Mutter nachlesen (hier).

Sternkreuzdame – Sternkreuzorden

Der Sternkreuzorden wurde am 3.5.1668 von Kaiserin Eleonore (*18.11.1628, †6.12.1686) gegründet. Papst Clemens IX gab am 28.7.1668

Foto: Wikimedia/Commons Sternkreuzorden

seinen Segen dazu. Dieser sollte zur Andacht „zum heiligen Kreuz, des tugendhaften Lebens und wohltätiger Handlungen in Wien“ gestiftet werden. Die Aufnahme in den Sternkreuzorden entsprach in etwa dem Ehrentitel eines Kämmerers, der zur selben Zeit gegründet wurde.

Die Anzahl der Sternkreuzdamen wurde wie die eines Kämmerers nicht beschränkt, allerdings wurde auch hier eine strenge Ahnenprobe vorgeschrieben. Die Ernennung zu einer Sternkreuzdame darf immer nur von einer österreichischen Erzherzogin vorgenommen werden. Immer noch steht die Verehrung des Heiligen Kreuzes und die Barmherzigkeit an oberster Stelle. Der Orden besteht bis heute. Seit 2010 trägt diese Würde Gabriela (von) Habsburg-Lothringen (*14.10.1956).

Stiftsdamen

Foto: Wikimedia/Commons Ordensgewand einer Kanonissin

Dies waren klosterähnliche Stifte in denen adelige Damen, meistens Witwen oder unverheiratete adelige Frauen lebten, die sich Gott widmeten (oder Gott widmen mussten). Die adelige Äbtissin (Oberste des weltlichen Stiftes) nahm der adeligen Kanonissin (die eintretende Gläubige) das Gelübde ab. Hierbei handelte es sich lediglich um das Keuschheits- und das Gehorsamkeitsgelübde des weltlichen Klosters. Die Einrichtung des Stiftes war komfortabler als jenes eines geistlichen Klosters. Die Damen durften ein paar ihrer eigenen Möbel mitnehmen, die Dienerschaft durfte in anliegenden Häusern unterkommen, das Essen war nahrhafter und mit Pfründen (Schenkungen) wurde das Stift erhalten. Vor allem Witwen nahmen dies gerne als Alterssitz in Anspruch. Familien deren Tochter unverheiratet blieb, steckten sie oft in solche weltliche Klöster, weil sie hofften, dass sie aus diesem doch noch verheiratet wurden. Oftmals hatten die Familien Erfolg. Stiftsdamen hatten das Glück heiraten zu dürfen.

Suite

bedeutet „Gefolge“ und kommt ebenfalls aus dem Französischen. Die Suite ist die Begleitung eines jeden Feldherren durch seinen Adjutanten oder seiner höchsten Offiziere, die ihn stets begleiten. Zum Teil ist in historischen Büchern von „a la suite“ zu lesen. Hier ist das gesamte Gefolge des Feldherren gemeint (falls es nicht übersetzt wurde, wisst ihr jetzt was gemeint ist).


Truchsessen

Foto: Wikimedia/Commons Verleihung der Truchsessen-Würde im Königreich Ungarn für Anton Pongracz, 1780

Auch dieser Begriff kam aus dem Mittelalter, hatte aber im Gegensatz zu diesem im 19. Jahrhundert unter Kaiser Franz Joseph bereits eine andere Funktion. Während es im Mittelalter noch der Aufseher für die fürstliche Tafel war und dies sich im Laufe der Zeit zum Vorsteher der Hofhaltung geändert hatte, nahm der Verlauf im 19. Jahrhundert eine völlig andere.

Das Amt wurde ehrenamtlich ausgeführt, weshalb Kaiser Franz Joseph die Freiheit hatte tausende Bürger in den Adelsstand zu erheben und ihnen diesen Titel und damit Zugang bei Hofe zu gestatten. Selbstverständlich war auch hier dieses Amt dem Obersthofmeister unterstellt. Man kann diesen Titel heute mit einem Beamtenstand oder einem Ministerialsekretär vergleichen.

Kaiser Franz Joseph ernannte die Truchesse mit dem Erlag einer vorgeschriebenen Gebühr und danach wurde diesem das Truchessenehrenabzeichen ausgehändigt. Dies galt Lebenslang. Somit konnte der Besitzer bei Hofe Ein und Ausgehen und wurde zur Hoftafel und zu Festlichkeiten geladen. Es galt im Bürgertum als höchste Ehre diese Auszeichnung zu erhalten. Natürlich wäre ein Ritterschlag noch besser gewesen, aber immerhin bekam der Ernannte die Erlaubnis bei Hofe Ein und Auszugehen. Mehr als so manchem „Geldadel“ ermöglicht wurde. 

 


Hofdamen

Foto: Wikimedia/Commons Ida von Ferenczy

Wie schon in der Erklärung erwähnt, war das Amt der Hofdame eine Ehre für die Familie, allerdings auch eine finanzielle Last. Obwohl die Stellung bezahlt wurde, musste die adelige Familie ihrer Tochter finanziell immer aushelfen. Deshalb war es nicht nur von Nöten, dass die Hofdame die Ahnenprobe bestand, sondern auch die Familie reich genug war, die Tochter finanziell zu unterstützen. Ein Umstand, der zB. bei Hofdame und Vertraute Marie von Festetics ein unabdingbarer „Fehler“ war, denn ihre Familie hatte durch viele Spekulationen beinahe ihr gesamtes Vermögen verloren. Elisabeth war es, die Marie immer wieder unter die Arme griff.

Zu jedem Anlass – und es gab derer viele – verlangte die Etikette ein neues Kleid. Dies durfte zwar nicht schöner sein, als das der Kaiserin oder eben der Herrschaft wo man diente, musste aber zumindest gleichwertig sein. Es war dabei wichtig, die Toilette genau abzustimmen. Schmuck, Haare, Kleid hatten genau zueinanderzupassen. Ein kostspieliges und aufwendiges Vorhaben, dass vom Gehalt einer Hofdame nicht bezahlt werden konnte, wenn man bedenkt, dass die Hofdame auch ständig mit ihrer Dame auf Reisen war. Hofdamen gab es ja nicht nur bei der Kaiserin, sondern auch bei Königinnen, bei den Erzherzoginnen, bei Herzoginnen, bei Fürstinnen usw.

Hofdamen begleiteten ihre Herrschaft überall hin. Auf die Reisen, ins Hotel, zu Soireen, zu Teegesellschaften, zu Dinnerpartys, zu Hofbällen, zu Bällen und Einladungen aller Art, zu karitativen Besuchen, in die Kirche, zum Lunch und zum Frühstück. Es gab im Prinzip keine Minute des Tages, an dem keine Hofdame zugegen war, außer die Herrschaft wünschte dies ausdrücklich und dann nur, wenn diese zu Hause war. Ansonsten fungierte die Hofdame natürlich als Anstandsdame und durfte erst recht das Zimmer nicht verlassen. Deshalb gab es immer mehrere Hofdamen, um im Turnusdienst zu arbeiten. Kaiserin Elisabeth begleiteten an die 10 Hofdamen permanent auf Reisen, allerdings waren nur 2-3 wirklich ihre engsten Vertrauten. Alle anderen versahen ihren Dienst und gingen wieder. Nie hätte Elisabeth Privates mit ihnen besprochen. Marie und Ida (beide weiter unten) sind die berühmtesten Namen unter ihnen und waren beinahe rund um die Uhr für ihre Kaiserin da.

Da am kaiserlichen Hof es nur so von Offizieren, Diplomaten, Ministern, Bediensteten usw. wimmelte, war dies ein großer Heiratsmarkt. In Schloss Schönbrunn lebten rund ums Jahr an die 4000 Personen. So verliebten sich natürlich auch die jungen, bei Kaiserin Elisabeth immer sehr hübschen Hofdamen. Kaum hatte diese den Wunsch geäußert sich zu verloben und ehelichte dann ihren Verlobten, wurde die Hofdame aus dem Dienst entlassen. Eine verheiratete Hofdame war bei Hofe nicht zugelassen.

Beispiele für berühmte Hofdamen gibt es in der Geschichte viele:

Foto: Wikimedia/Commons Ida von Ferency und Marie von Festetics auf Maultieren

Nehmen wir das größte Beispiel Vorleserin Ida von Ferency (*7.4.1839, †28.6.1928). Wie ihr Name 1864 auf jene Liste kam, als Kaiserin Elisabeth eine Gesellschafterin suchte, ist ein ungelöstes Rätsel, welches sich nach so vielen Jahren nicht mehr klären lässt. Ich möchte mich hier auch gar nicht all zu lange mit Ida beschäftigen, da sie einen eigenen Beitrag erhält und sicherlich auch verdient hat; eines sei jedoch erwähnt. Ihr Posten musste erst geschaffen werden. Zuerst wurde sie zur Gesellschafterin und Sprachlehrerin. Da aber Max von Falk den vertrauensvollen Posten des ungarischen Sprachlehrers Innehatte, war es schnell vorbei mit diesem Synonym. Also erfand man den Posten „Vorleserin“, da Ida die Ahnenprobe nicht bestanden hatte. Sie kam aus dem einfachen Landadel und hatte weder 8 Urahnen vorzuweisen, noch generell einen Hofdamen-Posten zu erhalten. Ihr Rang war viel zu niedrig. Kaiserin Elisabeth ob ihrer Schönheit allerdings Feuer und Flamme, wollte sie unbedingt behalten. Zu dem waren sich die beiden Frauen vom ersten Moment an sympathisch. So wurde der am Hof einzigartige Posten der „Vorleserin“ geschaffen. In manchen historischen Büchern ist von der Hofdame Ferenczy zu lesen. Das ist falsch. Ida blieb bis zu ihrer Pension „Vorleserin“. Befreundet blieben die beiden Frauen bis zum Tode der Kaiserin.

Foto: Wikimedia/Commons, Marie von Festetics

Hofdame Marie Gräfin von Festetics (*20.10.1839, †16.4.1923) reiht sich in die berühmten Namen der Hofdamen ein, die man sicherlich unter Kaiserin Elisabeth kennt. Niemand geringerer als Julius „Gyula“ Graf Andrássy von Csik-Szent-Király und Kraszna-Horka (*8.3.1823, †18.2.1890) schlug 1871 Marie als Hofdame vor. Marie war ursprünglich auf einem anderen Posten und gar nicht glücklich zur Ernennung bei der Kaiserin. Doch Gyula bekniete sie hinzugehen und einer Kaiserin gibt man bekanntlich keinen Korb. Als sie Elisabeth das erste Mal sah, schrieb sie wahre Entzückungen über Sisi in ihr Tagebuch. Sie sollte zwei Heiratsanträge ablehnen, um bei ihrer geliebten Kaiserin bleiben zu können. Es nahm niemand so viel Einfluss auf Elisabeth wie Marie von Festetics. In der Familie wurde Marie deshalb argwöhnisch beäugt. Erzherzogin Sophie und sogar Elisabeths Tochter Erzherzogin Marie Valérie (*22.4.1868, †6.9.1924) hassten Marie regelrecht. Der gesamte Beitrag zu Marie von Festetics und warum ich mir ihr Pseudonym ausgesucht habe, kann hier nachgelesen werden.

Dann gab es noch Lily von Hunyady (*26.12.1836, †28.2.1907) die Elisabeth nach Madeira begleitete. Leider auch ihr Bruder, der sich in Elisabeth verliebte und sofort aus ihren Augen entfernt wurde. Lily verliebte sich selbst zu guter Letzt und musste den Hofdienst verlassen. Der Beitrag zu ihr kann hier nachgelesen werden.

 

Foto: sternenkaiserin.com – Marie Marie von Redwitz, Enthüllung der Oskar von Redwitz Statue vor dem Hotel Austria, Meran, 22.10.1894

Foto: sternenkaiserin.com – Marie Marie von Redwitz, Enthüllung der Oskar von Redwitz Statue vor dem Hotel Austria, Meran, 22.10.1894

Marie von Redwitz* (*9.12.1856, †11.4.1933) wiederum ist berühmt, da sie die Hofchronik von der Bayern-Linie aus schrieb. Sie war die Hofdame von Amelie von Urach, besser bekannt als Amelie Herzogin in Bayern (*24.12.1865, †26.51912). Ihr Vater war Carl Theodor in Bayern „Gackel“ (*9.8.1839, †30.11.1909) und Sophie Prinzessin von Sachsen (*15.3.1845, †9.3.1867) .

Carl Theodor war ein Bruder von Kaiserin Elisabeth und Sophie war ihre Cousine. Leider starb die geliebte Ehefrau und Mutter recht bald, so dass Carl Theodor einige Jahre später noch einmal heiraten musste.

Die traurige Geschichte zu Sophie kann hier nachgelesen werden. Amelie heiratete später Wilhelm von Urach (*30.5.1864, †24.3.1928) und so wurde Marie von Redwitz ihre Hofdame. Diese erlebte natürlich die gesamte Familie Wittelsbach und einen Teil der Familie Habsburg und urteilte darin in ihrer Hofchronik, die nur noch antiquarisch erhältlich ist.

 

Sophie von Scharnhorst* sei erwähnt. Sie schrieb die Hofdamenbriefe, die ebenfalls erhalten und antiquarisch erhältlich sind. Sie arbeitete bei Prinzessin Amalie Marie von Schweden (*22.2.1805, †31.8.1853), die über vielfache Ecken mit dem Kaiserhaus verwandt war und dort ein und aus ging. Sie selbst lebte in Wien und war bei fast allen familiären Anlässen eingeladen. Sophie schrieb alles nieder und so erhält der Leser einen guten Einblick in jene Zeit rund um Erzherzogin Sophie als noch Erzherzog Franzi, Maxi, Karl Ludwig und Luzi-Wuzi klein waren. Natürlich erwähne ich hier niemand geringeren als Kaiser Franz Joseph und dessen Brüder.

Foto: Wikimedia/Commons Erzherzogin Hildegard

Und dann gabs noch Clementine Gräfin von Taaffe* (*20.10.1827, †13.9.1882), der Name wird aufmerksamen Habsburg Kennern vor allem durch Eduard Taaffe (*24.2.1833, †29.11.1895) ein Begriff sein. Er war der einzige lebenslange Freund und Vertraute von Kaiser Franz Joseph, zumindest nannte ihn dieser so.

Kaiser Franz Joseph übergab ihm nach der Mayerling Affäre Dokumente von Rudolf, die bis heute nicht mehr aufgetaucht sind. Taaffe war für die Bespitzelung von Kronprinz Rudolf verantwortlich, da dieser die liberale Einstellung des Kronprinzen nicht ertragen konnte und ihn hasste wie die Pest.

Clementine Gräfin von Taaffe wurde am 31.10.1856 29jährig Hofdame bei Erzherzogin Hildegard (*10.6.1825, †2.4.1864). Empfohlen hatte sie die heißgeliebte Aja von Kaiser Franz Joseph Louise Baronin von Sturmfeder. Sie ehelichte am 1.5.1844 in der Allerheiligen-Hofkirche in München Erzherzog Albrecht (*3.8.1817, †18.2.1895) und war eine Cousine von Kaiserin Elisabeth und Kaiser Franz Joseph. Hildegard war die Tochter von König Ludwig I von Bayern, der der (Halb)Bruder von Erzherzogin Sophie (*27.1.1805, †28.5.1872) und Herzogin Ludovika (*30.8.1808, †26.1.1892) in Bayern war.

Zuerst wurde sie Hofdame und als Erzherzogin Hildegard an einer Rippenfellentzündung starb, blieb sie bei auf Wunsch von Albrecht bei den Kindern und zog diese auf. Clementine war nicht nur äußerst gebildet, sie interessierte sich sehr für Geschichte und für die Theologie. Die Kinder des Paares liebten sie sehr und schrieben ihr häufig Briefe oder zeichneten ihr Bilder. Am 26.6.1864 wurde sie Sternkreuzordensdame und in der Marienkapelle „St. Christoph“ in Baden bei Wien hängt links neben dem Eingang eine Gedenktafel für Clementine von Taaffe „Gesellschaft der adeligen Frauen“. 

Das war es nun vorläufig aus dem Reich der Hofetikette und dem Wirr Wirr der Begrifflichkeiten. Wenn euch ein Begriff auffällt oder einfällt den ihr erklärt haben wollt, scheut euch nicht mir zu schreiben. Ich werde ihn gerne in die Liste aufnehmen. 

~ Marie ~ 

 

 

 


*Fußnote: Nicht von jeder Hofdame gibt es Fotos. Ich hatte schon Schwierigkeiten die Daten herauszufinden. Bei Clementine von Taafe darf ich mich rühmen, dass ich die erste und einzige bin, die herausgefunden hat, wann sie geboren wurde und wann sie bei Hofe ihre Anstellung fand. In keinem historischen Buch fand ich diese Daten. Es hat mich stundenlange detektivische Arbeit gekostet, die sich schließlich ausgezahlt hat.

Auch bei Sophie von Scharnhorst bin ich noch auf der Suche, aber hier lässt sich leider wirklich nichts finden. Ich vermute, dass ihr Vorname nicht Sophie, sondern dies ihr 3ter oder 4ter Vorname ist. Sollte ich die Daten noch finden, werde ich diese selbstverständlich ergänzen.

Marie von Redwitz ist ein begehrtes Ziel für ein Foto. Ich besitze ein Familienfoto bei der Enthüllung des Oskar von Redwitz-Denkmals vor dem Hotel Austria in Meran, welches heute das Hotel Adria ist. Oskar von Redwitz (*28.6.1823, †6.7.1891) war ein berühmter Dichter und Schriftsteller und ihr Vater. Nicht nur, dass Marie Hofdame war, so trat sie auch in die Fußstapfen ihres Vaters. Sollte ich jemals in den Besitz eines besseren Fotos kommen, werde ich es hier einfügen.


Rechtliche Hinweise:
Text: Marie
Bildrechte: hofburg-wien.at, Schloss Schönbrunn, sternenkaiserin.com – Marie, Wikimedia/Commons, Kunsthistorisches Museum Wien (KHM), Österreichische Nationalbibliothek (ÖNB)


Literatur Hinweise:

Georg Nostitz-Rieneck
Briefe Kaiser Franz Josephs an Kaiserin Elisabeth 1859-1898 Band I und Band II
Herold Verlag, Wien 1966 (nur noch antiquarisch erhältlich)

Gudula Walterskirchen
Der Franzi war ein wenig unartig
Hofdamen der Habsburger erzählen
Residenz Verlag, 2013, 1. Auflage (nur noch antiquarisch erhältlich)

Karin Schneider
Norm und Zeremoniell
Das Etiquette-Normale für den Wiener Hof von circa 1812
Böhlau Verlag, 2019, 1. Auflage (in jeder Buchhandlung erhältlich)

Hofdamenbriefe
Sammlung von Briefen an und von Wiener Hofdamen a.d. 19. Jahrhundert
Verlag Caesar Schmidt, 1903, 1. Auflage (nur noch antiquarisch erhältlich)

Der Hofstaat des Hauses Österreich
Ivan Zolger
Deuticke, Wien, 1917 (nur noch antiquarisch erhältlich)

Kaiserin Elisabeth ganz privat
Briefe an ihre intimste Vertraute Ida Ferenczy
Beatrix Meyer
Allitera Verlag, 1. Auflage 2020 (in jeder Buchhandlung erhältlich)

Träume und Gedichte – Jänner 2021

Ich steh‘ an deiner Krippe hier,
o Jesu, du mein Leben;
ich komme, bring‘ und schenke dir,
was du mir hast gegeben.
Nimm hin, es ist mein Geist und Sinn,
Herz, Seel‘ und Mut, nimm alles hin
und laß dir’s wohl gefallen.

Da ich noch nicht geboren war,
da bist du mir geboren
und hast dich mir zu eigen gar,
eh’ ich dich kannt’, erkoren.
Eh’ ich durch deine Hand gemacht,
da hast du schon bei dir bedacht,
wie du mein wolltest werden.

Ich lag in tiefer Todesnacht,
du warest meine Sonne,
die Sonne, die mir zugebracht
Licht, Leben, Freud’ und Wonne.
O Sonne, die das werte Licht
des Glaubens in mir zugericht’,
wie schön sind deine Strahlen.

Ich sehe dich mit Freuden an
und kann mich nicht satt sehen;
und weil ich nun nichts weiter kann,
bleib’ ich anbetend stehen.
O daß mein Sinn ein Abgrund wär’
und meine Seel’ ein weites Meer,
daß ich dich möchte fassen.

🌟Sisi🌟

(Text: Paul Gerhardt, 1653)
(Melodie: Johann Sebastian Bach, 1736)
Vielen Dank für die Einladung an Albertina Museum 💖

Foto: sternenkaiserin.com – Marie


You better watch out
You better not cry
You better not pout
I’m telling you why
Santa Claus is coming to town

He’s making a list,
He’s checking it twice,
He’s gonna find out who’s naughty or nice
Santa Claus is coming to town

He sees you when you’re sleeping
And he knows when you’re awake
He knows if you’ve been bad or good
So be good for goodness sake
You better watch out!
You better not cry
You better not pout, I’m telling you why
‚Cause Santa Claus is coming to town

Oh let’s go!
He sees you when you’re sleeping
And he knows when you’re awake
He knows if you’ve been bad or good
So be good for goodness sake
You better watch out!
You better not cry
You better not pout, I’m telling you why
Santa Claus is coming to town

You better watch out!
You better not cry
You better not pout, I’m telling you why
Santa Claus is coming
I mean the big fat man with the long white beard
Is coming to town

~ Marie ~

Song: Santa Claus is coming to town
Songwriter: John Coots and Haven Gillespie
Interpret: Frank Sinatra

Foto: artgraphy.at


Zu Bethlehem geboren,
ist uns ein Kindelein,
das hab‘ ich auserkoren,
sein eigen will ich sein.
Eia, eia, sein eigen will ich sein.

In seine Lieb’ versenken
will ich mich ganz hinab;
mein Herz will ich ihm schenken
und alles, was ich hab’,
eia, eia, und alles, was ich hab’.

O Kindelein, von Herzen
will ich dich lieben sehr,
in Freuden und in Schmerzen
je länger und je mehr,
eia, eia, je länger und je mehr.

Die Gnade mir doch gebe,
bitt’ ich aus Herzensgrund,
daß ich allein dir lebe
jetzt und zu aller Stund’,
eia, eia, jetzt und zu aller Stund’.

Dich, wahren Gott, ich finde
in unser’m Fleisch und Blut;
darum ich mich dann binde
an dich, mein höchstes Gut,
eia, eia, an dich, mein höchstes Gut.

Laß mich von dir nicht scheiden,
knüpf’ zu, knüpf’ zu das Band
der Liebe zwischen beiden;
nimm hin mein Herz zum Pfand,
eia, eia, nimm hin mein Herz zum Pfand!

🌟Sisi🌟

(Friedrich Spee, 1591–1635)
Vielen Dank für die Einladung an Schloss Ruegers 💖

Foto: sternenkaiserin.com – Marie


„Bitte seid ruhig. Ihr weckt ja noch die Erzherzogin.“

[Marie und Ida kichern]

~ Marie ~

💜lichen Dank an Albertina Museum für die Einladung 💜

Foto: sternenkaiserin.com – Marie


Herbei, o ihr Gläubigen,
fröhlich triumphierend,
o kommet, o kommet nach Bethlehem!
Sehet das Kindlein, uns zum Heil geboren!
O lasset uns anbeten, o lasset uns anbeten,
o lasset uns anbeten den König!

Du König der Ehren,
Herrscher der Heerscharen
verschmähst nicht, zu ruhen in Mariens Schoß.
Gott, wahrer Gott, von Ewigkeit geboren!
O lasset uns anbeten, …

Kommt, singt dem Herren,
o ihr Engelchöre,
frohlocket, frohlocket, ihr Seligen:
Ehre sei Gott im Himmel und auf Erden!
O lasset uns anbeten, …

Dir, der du bist heute
Mensch für uns geboren,
o Jesu, sei Ehre und Preis und Ruhm!
Dir, Fleisch gewordnes Wort des ew’gen Vaters!

O lasset uns anbeten, …

🌟Sisi🌟

(Friedrich Heinrich Ranke, 1823)
Vielen Dank für die Einladung an Schlosshotel Moosburg 💖

Foto: sternenkaiserin.com – Marie


Ihr Hirten, erwacht!
Erhellt ist die Nacht.
Wie strahlt´s aus der Ferne,
wie schwinden die Sterne!
Es naht sich es naht sich die leuchtende Pracht!
Der Herr ist zugegen mit himmlischer Macht.

Ihr Hirten, erwacht! Erhellt ist die Nacht.
Wie strahlt’s aus der Ferne, wie schwinden die Sterne!
Es naht sich, es naht sich die leuchtende Pracht!
Der Herr ist zugegen mit himmlischer Macht.

„O fürchtet euch nicht vor göttlichem Licht!“
So tröstet in Freude auf Bethlehems Weide
ein Engel des Herrn die Hirten im Feld,
ein Bote des Friedens der sündigen Welt.

Nicht länger verweilt, nach Bethlehem eilt!
Da liegt im Stalle das Heil für euch alle,
ein Kindlein geboren in Armut und Not,
um siegreich zu wenden die Sünd’ und den Tod.

Die Hirten geschwind hineilen zum Kind,
froh singen die Chöre der himmlischen Heere.
Im Stalle die Hirten dem Kinde sich nah’n,
erkennen die Gottheit und beten es an.

🌟Sisi🌟

(Text nach Heinrich Bone, 1847)
Vielen Dank für die Einladung an Wasserschloss Totzenbach 💖

Foto: sternenkaiserin.com – Marie


Es war einmal ein König
Der lebte mit seinem Sohn
In einem Schloss
Das lag in einem Zaubergarten.
Und weil der König alt und von der Welt enttäuscht war
War die Mauer sehr hoch
Und das Tor immer zugesperrt.
„Es gibt“, sprach der König „keinen besseren Ort.“
Doch die Sehnsucht sprach zum Prinzen:
Du musst hier fort!

Manchmal nachts fällt Gold von den Sternen
Du kannst es finden,
Da draußen wo noch keiner war.
Sein heißt werden,
Leben heißt lernen.
Wenn du das Gold von den Sternen suchst
Musst du allein hinaus
In die Gefahr.

„Da draußen wirst du scheitern!“
Sprach der Vater zum Sohn.
„Genau wie ich,
Drum bleib in unserm Zaubergarten!
Ich geb dir Sicherheit,
Nur um dich zu beschützen!
Ist die Mauer so hoch
Und das Tor immer zugesperrt.“
Die Liebe des Königs sprach aus jedem Wort.
Doch die Sehnsucht sprach zum Prinzen:
Du musst hier fort!

Am Rand der Welt fällt Gold von den Sternen.
Und wer es findet, erreicht was unerreichbar war.

Sein heißt werden,
Leben heißt lernen.
Wenn du das Gold von den Sternen suchst,
Musst du allein hinaus in die Gefahr.
Lieben heißt, manchmal loslassen können.
Lieben heißt, manchmal von Geliebten sich trennen.
Lieben heißt, nicht nach dem eignen Glück fragen.
Lieben heißt, unter Tränen zu sagen:
Weit von hier fällt Gold von den Sternen.
Du kannst es finden, da draußen wo noch keiner war.
Sein heißt werden,
Leben heißt lernen.
Wenn du das Gold von den Sternen suchst,
Musst du fort von zuhaus,
Und nur auf dich gestellt,
Allein hinaus in die Welt voll Gefahr.
In die Welt voll Gefahr!

~ Marie ~

Lied: Gold von den Sternen
Musical: Mozart!
Text: Michael Kunze
Musik: Sylvester Levay
Sängerin: Maya Hakvoort

Foto: sternenkaiserin.com – Ida


Ach bittrer Winter, wie bist du kalt.

Du hast entlaubet den grünen Wald.

Du hast verblüht die Blümlein auf der Heiden.

Die bunten Blümlein sind worden fahl,

entflogen ist uns Frau Nachtigall!

Sie ist entflogen, wird sie wieder singen?

🌟Sisi🌟

(Deutsches Volkslied, 16. bis 17. Jahrhundert)
Vielen Dank für die Einladung an Schloss Ruegers 💖

Foto: sternenkaiserin.com – Marie


Herzlichen Dank an Schloss Ruegers für die Einladung

Ohne euch würde soooooo vieles nicht gehen. DANKE an euch

Info nebenbei:
Stimme aus dem Off als Erzherzogin Sophie: Marie
Sisi als: Kaiserin Elisabeth
Es gibt kein Drehbuch, nur Ideen in meinem Kopf und meine losen Regieanweisungen.
Etwaige Versprecher bitten wir zu entschuldigen.
M.

Video: sternenkaiserin.com – Marie 


Über schneebedeckter Erde
Blaut der Himmel, haucht der Föhn –
Ewig jung ist nur die Sonne!
Sie allein ist ewig schön!

Heute steigt sie spät am Himmel
Und am Himmel sinkt sie bald,
Wie das Glück und wie die Liebe,
Hinter dem entlaubten Wald.

~ Marie ~

Conrad Ferdinand Meyer
(1825 – 1898)

💜lichen Dank an Burg Heidenreichstein für die Einladung 💜

Foto: sternenkaiserin.com – Marie


“Marie man soll die Gardinen geschlossen lassen und…
Fanny soll herkommen um meine Haare aufzumachen…
mein Kopf fühlt sich an als würden sämtliche Regimenter Seiner Majestät darin herum trampeln!

…. und sag meine Termine ab!!!!”

🌟Sisi🌟

Vielen Dank an die Burghauptmannschaft Österreich & die Hofburg Innsbruck 💖

Foto: sternenkaiserin.com – Marie


„Kommt Ida und Marie. Machen wir noch einen schönen Abendspaziergang und genießen wir noch einmal den geschmückten Park. Morgen wird der Gärtner alles wieder wegräumen.“

„Sehr gerne Majestät. Komm Ida. Wollen wir an diesem Dreikönigstag mit Majestät noch einmal die Festbeleuchtung genießen.“

~ Marie ~

💜lichen Dank an Schloss Eckartsau für die Einladung 💜

Foto: sternenkaiserin.com – Marie


“Wie schön es doch ist, euch zwei bei mir zu haben!
Rudi möchtest du uns nicht deine neue Eisenbahn zeigen? Du erinnerst dich doch bestimmt noch daran, wie wie im Sommer mit Papa über dem Semmering gefahren sind?
Wir werden sie in den Damensalon bringen lassen und Giselas Puppen auch, damit ich Euch den ganzen Tag bei mir haben kann!

Marie, man soll die Spielsachen der Beiden in meine Räume bringen, egal was die Erzherzogin wieder für Einwände hat!”

~sehr wohl Majestät~

🌟Sisi🌟

Vielen Dank für die Einladung an Schloss Ruegers 💖

Foto: sternenkaiserin.com – Marie


„Ida, Marie. Nehmt bitte nur die wichtigsten Sachen mit. Wir bleiben nicht lange in Wien. Wir fahren morgen nach Triest. Dort wartet das Schiff. In wenigen Wochen sind wir auf Korfu. Ich halte die Kälte hier nicht mehr aus. Valérie, soll bei mir im Zimmer schlafen.“

„Ich freue mich, Majestät. Endlich wieder Korfu sehen zu dürfen. Ida und ich werden alles Nötige veranlassen.“

~ Marie ~

💜lichen Dank an Hotel Kaiserhof Wien für die Einladung 💜

Foto: sternenkaiserin.com – Marie


Hätt‘ es nimmer gedacht,
Daß ein Strom, so heiß,
Im Winter würd‘
zu starrem Eis!

Daß ein Ringlein von Gold,
So den Finger schmückt,
Wie ’n Mühlstein schwer
Auf die Seele drückt.

Daß nach prangendem Tag
So stürmisch die Nacht,
So krank das Herz! –
Hätt’s nimmer gedacht!

🌟Sisi🌟

Carl Siebel
(1836 – 1868)

Vielen Dank für die Einladung an Restaurant Onkel Taa – Bad Egart 💖

Foto: sternenkaiserin.com – Marie


Du bist wie eine Blume,
So hold und schön und rein;
Ich schau dich an, und Wehmut
Schleicht mir ins Herz hinein.

Mir ist, als ob ich die Hände
Aufs Haupt dir legen sollt’,
Betend, daß Gott dich erhalte
So rein und schön und hold.

🌟Sisi🌟

Heinrich Heine
(1797 – 1856)

Vielen Dank für die Einladung an Schloss Ruegers 💖

Foto: sternenkaiserin.com – Marie


„Barmherziger und guter Gott, segne diesen Morgen, den du mir geschenkt hast, dass es ein Tag des Heils werde, ein Tag, der mir und den Menschen um mich herum Segen bringt und Früchte trägt, die bleiben. Segne mich und alles, was ich heute in die Hand nehme, was ich anpacke, berühre, forme und gestalte. Lass meine Arbeit zum Segen werden für andere. Segne mich, damit ich selbst zu einer Quelle des Segens werden darf für die Menschen, denen ich heute begegnen werde.“

🌟Sisi🌟

Anselm Grün

Vielen Dank für die Einladung an Schloss Ruegers 💖

Foto: sternenkaiserin.com – Marie


„Majestät, Sie wollten von mir erinnert werden, dass Sie mit der Korrespondenz an König Ludwig noch nicht fertig waren.“

„Vielen Dank, Marie.“

„Sehr gerne. Ich lasse, Sie nun alleine, Majestät.“

~ Marie ~

💜lichen Dank an Schloss Ruegers für die Einladung 💜

Video: sternenkaiserin.com – Marie 


Wer die Schönheit angeschaut mit Augen,
Ist dem Tode schon anheimgegeben,
Wird für keinen Dienst auf Erden taugen,
Und doch wird er vor dem Tode beben,
Wer die Schönheit angeschaut mit Augen!

Ewig währt für ihn der Schmerz der Liebe,
Denn ein Tor nur kann auf Erden hoffen,
Zu genügen einem solchen Triebe:
Wen der Pfeil des Schönen je getroffen,
Ewig währt für ihn der Schmerz der Liebe!

Ach, er möchte wie ein Quell versiechen,
Jedem Hauch der Luft ein Gift entsaugen
Und den Tod aus jeder Blume riechen:
Wer die Schönheit angeschaut mit Augen,
Ach, er möchte wie ein Quell versiechen!

🌟Sisi🌟

August von Platen-Hallermünde
(1796 – 1835)

Vielen Dank für die Einladung an Schloss Eckartsau 💖

Foto: sternenkaiserin.com – Marie


Es war einmal …
… in Possenhofen

“Aber Maman, nicht schon wieder französisch… ich bin doch noch nicht fertig…”

🌟Sisi🌟

Vielen Dank für die Einladung an Schloss Ruegers 💖

Foto: sternenkaiserin.com – Marie


„Marie, Ida, wo bleibt ihr schon wieder? Ich möchte ins Goldkabinett und dann nicht mehr gestört werden.
Marie, lass Minnerl den Tee bringen. Dann kann sie gehen.“

„Wir eilen Majestät!“

~ Marie ~

💜lichen Dank an Albertina Museum für die Einladung 💜

Foto: Prinz Barbara Fotografin mit Herz


Es war einmal….
… ein ganz gewöhnlicher Vormittag im Schloss

🌟Sisi🌟

Vielen Dank für die Einladung an
Schloss Ruegers💖

Video: sternenkaiserin.com – Marie 


Du trüber Nebel hüllst mir
Das Tal mit seinem Fluß,
Den Berg mit seinem Waldrevier,
Mit jedem Sonnengruß.
Nimm fort in deine graue Nacht
Die Erde weit und breit,
Nimm fort was mich so traurig macht,
Auch die Vergangenheit.

🌟Sisi🌟

Nikolaus Lenau
(1802 – 1850)

Vielen Dank für die Einladung an Schlosspark Laxenburg 💖

Foto: sternenkaiserin.com – Marie


Wie ein Land ohne Herrn,
Wie die Nacht ohne Stern,
Wie der Becher ohne Wein,
Wie der Vogel ohne Hain,
Wie ohne Auge ein Gesicht,
Wie ohne Reim ein Gedicht:
So ohne der Liebe
Scherz und Schmerz
– das Herz.

🌟Sisi🌟

Wilhelm Müller
(1794 – 1827)

Vielen Dank für die Einladung an Schloss Ruegers 💖

Foto: sternenkaiserin.com – Marie


“Danke Minnerl!
Die Kälte in diesen alten Mauern kriecht in alle Knochen. Fast könnte man meinen, sogar das Herz erstarrt zu Eis, wenn man nur lange genug hinter ihnen gefangen ist…
Ida lies weiter!”

🌟Sisi🌟

Vielen Dank für die Einladung an Schloss Ruegers 💖

Foto: sternenkaiserin.com – Marie


Liebe Sternenkaiserin-Freunde!

Leider müssen wir euch mitteilen, dass es in letzter Zeit vermehrt vorkommt, dass unsere Bilder gestohlen werden.

Nicht nur, dass diese ohne Angaben von Urheberrechten wieder hochgeladen und zum Teil als eigene (!) Bilder ausgegeben werden, sondern mittlerweile werden auch unsere Logos entfernt!

Bis jetzt konnte immer der Urheberrechtseinspruch via Facebook und/oder Instagram die Angelegenheit klären. Diese Seiten werden kurzfristig gesperrt, die Postings werden gelöscht, machen danach aber fröhlich weiter.

Das sind Seiten, die generell kein Urheberrecht kennen und sämtliche Kaiserin Elisabeth Bilder aus dem Internet und Büchern stehlen und kopieren, was das Zeug hält. Ihr folgt zum Teil diesen Seiten. All das ist nicht unser Problem.

Unser Problem ist und bleibt, wenn man sich an unserem Eigentum vergreift.

In Zukunft werden wir die Logos vergrößern, verschärft setzen und uns noch mehr wehren.

Das Internet ist kein rechtsfreier Spielraum und unser Anwalt wird sich ab sofort mit solchen Dingen befassen.

Auch nicht Impressum geführte Seiten können ausgeforscht und ausgehoben werden – das zur Warnung an alle, die glauben „mir kann nichts passieren“. Auch Insta-Privatpersonen können ausgeforscht werden.

Ihr könnt teilen, ihr könnt fragen – wir beißen nicht. Sogar kaufen kann man unsere Bilder – mit Originalautogramm und ich glaube nicht, dass (ab) € 10 nicht leistbar sind.

Aber stehlen könnt ihr nicht!

Mit freundlichen Grüßen
Petra Schimbäck
Pressevertreterin Sternenkaiserin

Foto: sternenkaiserin.com – Marie


“Ida, Marie!
Wir gehen! Ich kann nicht ertragen wie die Menschen denken, ein Recht auf mich zu haben!
Es bleibt mir alleine überlassen wohin wir reisen und wem ich mich zeige!
Bis auf weiteres werden sämtliche Termine abgesagt!”

🌟Sisi🌟

Vielen Dank für die Einladung an Albertina Museum 💖

Foto: sternenkaiserin.com – Marie


Man begafft mich, als wär’ ich ein selt’nes Tier.

(…)

Das Vöglein ist in den Käfig geflogen, die Gittertür wird zugemacht.
Kann man’s dem Volk verdenken, dass es das Tierchen besichtigen will?
Eine Rarität, in Freiheit geboren und noch nicht dressiert!

🌟Sisi🌟

Die Gaffer – Elisabeth, das Musical
Michael Kunze & Silvester Levay
Musicalvienna (VBW)
Vielen Dank für die Einladung an Schloss Eckartsau ❤️

Foto: sternenkaiserin.com – Marie


“So jetzt legen wir das Puppi schön in den Wagen, damit es brav schlafen kann. Die Decke darüber und dann müssen wir ganz leise sein, oder vielleicht ein kleines Schlaflied singen Valerie?”

🌟Sisi🌟

Vielen Dank für die Einladung an Schloss Ruegers 💖💖💖💖

Foto: sternenkaiserin.com – Marie


Ohne Mythen wird die menschliche Seele depressiv sein.
Mythen sind die Verwirklichung der verlorenen Träume einer Nation.
Wenn die Mythen sterben und in den Himmel fliehen, wird eine bittere Katastrophe die Erde treffen und der Mensch wird die Kraft der Wunder verlieren.

~ Marie ~

Mustafa Schams

💜lichen Dank an Südbahnhotel Semmering für die Einladung 💜

Foto: Ingrid Jost


Könnt‘ ich verwehen,
zu Nebel vergehen,
Zerfließen in Luft;
Ich hielt‘ voll Erbarmen
Die Welt in den Armen.

So mit dem Herzen
Voll Liebe und Schmerzen
Verglüh‘ ich allein
Und sinke in Flammen
Und Asche zusammen.

🌟Sisi🌟

Julius Mosen
(1803 – 1867)

Vielen Dank für die Einladung an Schlosspark Laxenburg 💖

Foto: sternenkaiserin.com – Marie


Das ist der Bann der Fee’n:
Der Mann, der Eine gesehn,
Muß sie haben oder vergehn.

🌟Sisi🌟

Felix Dahn
(1834 – 1912)
Vielen Dank an die Burghauptmannschaft Österreich & die Hofburg Innsbruck 💖

Foto: sternenkaiserin.com – Marie


„Majestät, Ihr Schatten ist bezaubernd.“

~ Marie ~

💜lichen Dank an Schloss Hof für die Einladung 💜

Video: sternenkaiserin.com – Marie 


Einsam ist der Stern am Himmel,
Einsam zieht er durch die Weite:
Jeder freilich – will uns dünken –
Hat ein schimmerndes Geleite;
Aber die den Pfad zu teilen
Scheinen, traut gesellt zu wandern,
Sind sich fern viel tausend Meilen,
Einer ewig fern dem andern!

Einsam ist die Menschenseele:
Ob wir Herz an Herz auch drücken,
Klafft doch immer eine Tiefkluft,
Die wir niemals überbrücken:
Nichts kann ganz des andern werden,
Jedes folgt dem eig’nen Triebe,
Und ein Traumbild bleibt die Sehnsucht,
Und ein schöner Wahn die Liebe.

Ob die Blumen blüh’n in Haufen,
Ob die Wellen zieh’n in Scharen,
Kann ein Sein, gesellt dem andern,
Völlig je sich offenbaren?
Suchend sich mit Liebesaugen,
Bleibt sich’s fremd im tiefsten Kerne,
Schwimmend durch das Meer des Lebens
Ewig nah und ewig ferne!

🌟Sisi🌟

Robert Hamerling
(1830 – 1889)

‼️‼️ Info an alle: Auf unseren Winterbildern trägt unsere Sisi Pelzmäntel, -hüte und/oder Capes. Das war im 19. Jahrhundert – vor allem bei den Adeligen und Reichen dieser Welt – ein Statussymbol. So trug natürlich auch eine Kaiserin Pelz! Unsere Sternenkaiserin hat uralte Pelzmäntel und Pelzjacken, die ihr geschenkt wurden, verarbeitet. Niemals würden wir Tieren so derartig schaden. Aber bestehende Pelzmäntel oder -jacken wegzuwerfen, halten wir für ein Sakrileg. Wir bitten daher um Verständnis, dass auch unsere Sisi im Winter als Kaiserin Elisabeth Pelz trägt. Privat trägt sie selbstverständlich keinen. Danke ‼️‼️

Vielen Dank für die Einladung an Schlosspark Laxenburg 💖

Foto: sternenkaiserin.com – Marie


🌟 „Am Ende wird alles gut werden und wenn noch nicht alles gut ist, dann ist es noch nicht am Ende.“ 🌟

Wir wissen wie schwierig es ist, aber haltet durch, bestimmt kommen wieder bessere Zeiten, in denen wir auch wieder gemeinsam lachen und feiern können!

Auch uns fällt es langsam schwer, auf so vieles zu verzichten.
Dennoch bitten wir Euch den Mut nicht zu verlieren und auch weiterhin auf Euch und Eure Liebsten auf zu passen!

🌟Sisi🌟

Oscar Wilde

Vielen Dank für die Einladung an Schloss Ruegers 💖

Foto: sternenkaiserin.com – Marie


“Vielen Dank Herr Direktor, ich bin sicher, seine Majestät wird die Torte ausgezeichnet finden!”

🌟Sisi🌟

Vielen Dank für die Einladung an Hotel Imperial, a Luxury Collection Hotel, Vienna 💖

Foto: sternenkaiserin.com – Marie


Als ein unergründlich Wonnemeer
Strahlte mir dein tiefer Seelenblick;
Scheiden mußt‘ ich ohne Wiederkehr,
Und ich habe scheidend all mein Glück
Still versenkt in dieses tiefe Meer.

~ Marie ~

Nikolaus Lenau
(1802 – 1850)

💜lichen Dank an Schloss Totzenbach für die Einladung 💜

Foto: Prinz Barbara Fotografin mit Herz


Wie gefangen liegt die Sonne
Hier in meinem kleinen Garten,
Wo zu immer neuer Wonne
Tausend Wunder auf mich warten.

Fühle von der Welt da draußen
Nichts mehr hinter seiner Türe,
Lass die Stürme all‘ verbrausen;
Keiner, der ans Herz mir rühre.

Nur den Mond noch und die Sterne
Laß ich in den Garten sehen,
Und so darf ich in die Ferne
Lauter goldne Wege gehen.

🌟Sisi🌟

Karl Ernst Knodt
(1856 – 1917)

Vielen Dank für die Einladung an das Albertina Museum 💖

Foto: sternenkaiserin.com – Marie


Neulich mit einer sehr müden Hofdame Marie in Schloss Ruegers….

~ Marie ~

💜lichen Dank an Schloss Ruegers für die Einladung 💜

Video: sternenkaiserin.com – Marie 


„Spieglein, Spieglein an der Wand. Wer ist die schönste Kaiserin im ganzen Land?“

~ Marie ~

Angelehnt an die Gebrüder Grimm
Schneewittchen.

💜lichen Dank an Hotel Imperial, a Luxury Collection Hotel, Vienna für die Einladung 💜

Foto: sternenkaiserin.com – Marie


Ich ging im Walde
Den alten Steig;
Einst gingen wir beide –
mein Herze, schweig!

Es zittert der Herbstwind
Durchs Goldgezweig!
Einst war es Sommer –
Mein Herze, schweig!

🌟Sisi🌟

Karl Stieler
(1842 – 1885)

Vielen Dank für die Einladung an Hotel Adria – Meran 💖

Foto: sternenkaiserin.com – Marie


Einsam stand ich auf den Bergen,
Wo der Falke kreischend flog,
Über schneebedecktem Gipfel
Seine stillen Kreise zog.

Einsam lag ich auf der Haide
Wenn die Sonne untersank,
Und der dürre glüh’nde Boden
Gierig feuchte Nebel trank.

Einsam saß ich oft am Meere,
Dessen alter Klaggesang
Bald wild-zornig, bald süß-traurig,
Bald wie dumpfes Schluchzen klang.

Einsam irrt ich durch die Wälder,
Nur die Eul‘ am Felsenriff
War mein krächzender Gefährte
Und der Wind, der wimmernd pfiff.

Einsam litt ich – aber tröstend
War die hehre Einsamkeit –
Nicht allein trug ich mein Elend,
Die Natur verstand mein Leid!

Doch allein – so ganz alleine –
Abgrundtief von Euch entfernt,
Fand ich mich in Euren Sälen –
Als ich Euch versteh’n gelernt!

🌟Sisi🌟

Ada Christen
(1839 – 1901)

Vielen Dank für die Einladung an Schlosspark Laxenburg 💖

Foto: sternenkaiserin.com – Marie


Was ist wahre Einsamkeit?
Sind wir einsam, wenn das Leben
Rings von Stille ist umgeben?
Wenn die rege Phantasie
Uns in schaffender Magie
Neu beseelt mit süßem Streben
Bilder der Vergangenheit? –
Ist das wahre Einsamkeit?

Nein, nur das ist Einsamkeit,
Wenn sich Wesen um uns drängen,
Denen nicht in zarten Klängen
Sich vernehmbar macht das Herz,
Oft voll Wonne, oft voll Schmerz –
Die uns das Gemüth verengen
Durch der Langeweile Leid –
Das ist wahre Einsamkeit!

🌟Sisi🌟

Charlotte von Ahlefeld
(1781 – 1849)

Foto: Charlotte Schwarz|Fotogräfin 2017


Ich leb‘ mein Leben schneller, Mensch, als du.
Mich kann der Dinge Schein nicht länger halten.
Mein Blick hat jedes Ding entzweigespalten.
Ich schmeck‘ den Kern und eile Neuem zu.

Im Weitersausen bin ich tiefste Ruh‘.
Denn ich bin eine von den Kraftgewalten,
Die Welt in sich und sich zu Welt gestalten.
So ist mir alles Ich, und ich bin allem Du.

Mich hält nicht Schönheit, Glanz, nicht Glück noch Macht.
Was gestern ich war, hab‘ ich heute vergessen –
Wo euch noch Chaos stürzt, blüht mir schon Kosmospracht.

Ihr staunt, daß gestern ich bei euch gesessen …
Heut bin ich schon von neuem Trieb besessen
Und taumle trunken in die neue Nacht.

🌟Sisi🌟

Heinrich Lersch
(1889 – 1936)

Vielen Dank für die Einladung an Schloss Ruegers 💖

Foto: sternenkaiserin.com – Marie


“Wo bleibt ihr denn?
Ich wünsche, dass ihr nah bei mir bleibt, ihr wisst doch genau, wie sehr mich die Wiener Gesellschaft langweilt..”

🌟Sisi🌟

Vielen Dank für die Einladung an Schloss Ruegers 🌟

Foto: sternenkaiserin.com – Marie


Pater Noster,
qui es in caelis,
sanctificetur nomen tuum.
Adveniat regnum tuum.
Fiat voluntas tua, sicut in caelo, et in terra.
Panem nostrum quotidianum da nobis hodie.
Et dimitte nobis debita nostra,
sicut et nos dimittimus debitoribus nostris.
Et ne nos inducas in tentationem: sed libera nos a malo.
Quia tuum est regnum et potestas et Gloria in saecula.
Amen.

🌟Sisi🌟

Foto: sternenkaiserin.com – Marie


Nur eine Stunde von Menschen fern,
Nur eine einzige Stunde!
Statt der tönenden Worte des Waldes Schweigen,
Statt des wirbelnden Tanzes der Elfen Reigen,
Statt der leuchtenden Kerzen den Abendstern,
Nur eine Stunde von Menschen fern!

Nur eine Stunde im grünen Wald,
Nur eine einzige Stunde!
Auf dem schwellenden Rasen umhaucht von Düften,
Gekühlt von den reinen balsamischen Lüften,
Wo von ferne leise das Echo schallt,
Nur eine Stunde im grünen Wald!

Nur eine Stunde im grünen Wald,
Nur eine einzige Stunde!
Wo die Halme und Blumen sich flüsternd neigen,
Wo die Vögel sich wiegen auf schwankenden Zweigen,
Wo die Quelle rauscht aus dem Felsenspalt,
Nur eine Stunde im grünen Wald!

🌟Sisi🌟

Auguste Kurs
(1815 – 1892)

Vielen Dank für die Einladung an Schloss Ruegers 💖

Foto: sternenkaiserin.com – Marie


“Na wenn’s denn sein muss, bringen wir es hinter uns.
Du weisst genau wie es mir graut davor von deinen Regimentern angestarrt zu werden…”

…..

🌟Sisi🌟

‼️‼️ Info an alle: Auf unseren Winterbildern trägt unsere Sisi Pelzmäntel, -hüte und/oder Capes. Das war im 19. Jahrhundert – vor allem bei den Adeligen und Reichen dieser Welt – ein Statussymbol. So trug natürlich auch eine Kaiserin Pelz! Unsere Sternenkaiserin hat uralte Pelzmäntel und Pelzjacken, die ihr geschenkt wurden, verarbeitet. Niemals würden wir Tieren so derartig schaden. Aber bestehende Pelzmäntel oder -jacken wegzuwerfen, halten wir für ein Sakrileg. Wir bitten daher um Verständnis, dass auch unsere Sisi im Winter als Kaiserin Elisabeth Pelz trägt. Privat trägt sie selbstverständlich keinen. Danke ‼️‼️

Vielen Dank für die Einladung an Schlosspark Laxenburg 💖

Foto: sternenkaiserin.com – Sisi


Nacht lächelt still!
Zitternder Mondstrahl
Wiegt auf den Blumen,
Sich in den Blüten,
Küssend den Atem,
Den zaubrischen, auf.

Nacht lächelt still!
Und auf den Halmen
Lieblicher Gräser
Spielt in den Tropfen,
Den schimmernd reinen
Des Taues, der Stern.

Ich bin allein!
Wie sie auch lächeln,
Mond, Stern und Blume,
Dunkel umfängt mich,
Hier tief im Herzen,
die gräßlichste Nacht!

🌟Sisi🌟

Aurora Stechern
(lebte um 1850)

Vielen Dank für die Einladung an Schlosspark Laxenburg 💖

Foto: sternenkaiserin.com – Marie


Es ist Unsinn
sagt die Vernunft
Es ist was es ist
sagt die Liebe

Es ist Unglück
sagt die Berechnung
Es ist nichts als Schmerz
sagt die Angst
Es ist aussichtslos
sagt die Einsicht
Es ist was es ist
sagt die Liebe

Es ist lächerlich
sagt der Stolz
Es ist leichtsinnig
sagt die Vorsicht
Es ist unmöglich
sagt die Erfahrung
Es ist was es ist
sagt die Liebe

🌟Sisi🌟

Erich Fried

Vielen Dank für die Einladung an Schloss Hof 💖

Foto: sternenkaiserin.com – Marie


Gebannt in dumpfes Nichts lag meine Seele

Rings flammte Lieb‘ und Sommer in den Kelchen,
Rings blühten duftig die Gedichte auf…
Doch meine Seele schlich erblindet, träge
Und todt durch goldigblonde Rhythmen hin…
Durch aller Räthsel ahnungsvolles Raunen
Gespensterkühl … matt und verständnislos.

Gebannt in dumpfes Nichts lag meine Seele.

Da kam ihr plötzlich … langersehnt … der jähe
Urtiefe Schmerz, der sie befreien soll.
Er soll mit Blitzesbrand mein Herz erschüttern,
Er soll versengen, daß aus grauem Schutt
Die neue Blüte blaß und düfteschwer
Emportaucht … Endlich! weine, meine Seele!

Sie weinte nicht … die schweren Flügel zuckten,
Dann stöhnte sie ein wenig und sie schwieg …

Es kam kein Blitz … Nur Kälte … Kälte … Kälte…
Daß alle Thränen ihr in Eis erstarrt…

🌟Sisi🌟

Lisa Baumfeld
(1877 – 1897)

Vielen Dank für die Einladung an Schloss Hof 💖

Foto: sternenkaiserin.com – Marie


Am Himmelsantliz wandelt ein Gedanke,
Die düstre Wolke dort, so bang, so schwer;
Wie auf dem Lager sich der Seelenkranke
Wirft sich der Strauch im Winde hin und her.

Vom Himmel tönt ein schwermutmattes Grollen.
Die dunkle Wimper blitzet manchesmal,
So blinzen Augen, wen sie weinen wollen,
Und aus der Wimper zuckt ein schwacher Strahl.

Nun schleichen aus dem Moore kühle Schauer
Und leise Nebel übers Heideland;
Der Himmel ließ, nachsinnend seiner Trauer,
Die Sonne langsam fallen aus der Hand.

🌟Sisi🌟

Nikolaus Lenau
(1802 – 1850)

Vielen Dank für die Einladung an Schlosspark Laxenburg ❤️

Foto: sternenkaiserin.com – Marie


„Ach Papperlapapp, Marie. Ich lasse mir keine Stirnfransen mehr schneiden und da kann sich Fanny auf den Kopf stellen. Und wenn dem Maestro das Bild von mir noch so gut gefällt. Entweder er malt mich, wie ich jetzt bin, oder gar nicht!“

„Ich werde es Fanny und dem Maestro ausrichten.“

~ Marie ~

Danke an die Burghauptmannschaft Österreich und an die Hofburg Innsbruck 💜

Foto: sternenkaiserin.com – Marie


Gieb mir meine Seele wieder,
Du, der sie gefesselt hält
Am gebrochenen Gefieder,
Einsam, still in deiner Welt.
Gieb mir die Gedanken wieder,
Die sich ewig zu dir wenden,
Ohn‘ zu ruhen, ohn‘ zu enden,
Immer wogend auf und nieder.

Alles ist mir untergangen,
Selbst die holde Poesie,
Die mich trostreich sonst umfangen
Und dem Schmerz die Thräne lieh.
Alles ist mir untergangen
Mit dem lieben, süßen Sterne,
Der nun zieht in weiter Ferne,
Und der einzig mein Verlangen.

Als ich hoffte, konnt‘ ich singen, –
Kann doch Ros‘ im Winter blüh’n,
Sonne durch die Scheiben dringen,
Ihr verkündend Sommers Glüh’n! –
Doch jetzt kann ich nimmer singen,
Hoffnung, Muth sind mir gebrochen,
Still ist meines Herzens Pochen
Und geknickt die kühnen Schwingen.

🌟Sisi🌟

Ida Hahn-Hahn
(1805 – 1880), Ida Gräfin von Hahn, eigentlich Ida Marie Louise Sophie Hahn

Vielen Dank für die Einladung an Schloss Schönbrunn & die Bundesgärten (Palmenhaus)

Foto: Charlotte Schwarz|Fotogräfin 2017


🌟 Guten Morgen meine Lieben 🌟

Wir verabschieden uns nach langen 4 Jahren von unserem spanischen-schweizerischen Teammitglied Maria José.

Sie hat vorgestern auf eigenen Wunsch das Team verlassen, um sich nur noch ihren eigenen spanischen Projekten zu widmen.

Wir wünschen Maria José alles Gute und viel Glück mit ihrer eigenen Seite.

Selbstverständlich werdet ihr sie weiterhin in den uns zur Verfügung gestellten Videos hören und in den Fotos auf der Sternenkaiserin Seite als Minnerl oder Lily noch sehen. Aber Neues wird es nicht mehr geben.

Nun haben wir einen ganz neuen Weg gewagt und uns männliche Verstärkung ins „Mäderl-Haus“ geholt.

Wer Seinerzeit in der Donaumonarchie folgt, kennt ihn bereits als Hofrat Prohaska.

Und genau eben jener Hofrat, der unserer Sisi auch noch persönlich bekannt ist, verstärkt nun das Team beider Seiten.

Wir freuen uns nun sehr, „den einzigen Mann bei Hofe“ zu haben und deshalb hoffe ich, ihr nehmt ihn genauso freundlich auf, wie Gabriella, die ab dem 1.2. wieder da ist. Wer sie schon vermisst hat, darf sich freuen. Ihr Umzug in ihr neues zu Hause ist abgeschlossen.

Hofrat Prohaska wird euch mit dem Zeichen „P🎩“ begleiten.

Auf ein Neues und herzlich Willkommen lieber Herr Hofrat.

~ Marie ~

Foto: Werner Leitgeb


„Ach, Majestät. Ich möchte mich ja nicht einmischen, aber der arme Kronprinz lernt jetzt schon seit über zwei Stunden so brav mit Ihnen Mathematik. Gisela wartet schon so sehnsüchtig auf Ihre Majestät.“

„Marie, du hast Recht. Nur noch diese Rechnung Bubi, dann kannst du zu Gisi laufen. Dann kommt zu mir und wir spielen zusammen. Hast du gut gemacht, Marie, mich daran zu erinnern, dass wir nicht in Wien sind und wir hier in Gödöllö nicht die strengen Regeln gelten lassen müssen.“

„Das habe ich sehr gerne gemacht, Majestät.“ Mir hat der Kronprinz einfach schon so leid getan, Majestät.“

~ Marie ~

💜lichen Dank an Schloss Ruegers für die Einladung 💜

Foto: sternenkaiserin.com – Marie


“Ida sorg dafür, dass die Pferde gesattelt werden!
Sobald Nikki und die anderen eintreffen reiten wir!
Fanny soll kommen um meine Haare anders zu flechten und Minnerl soll das dunkelblaue Reitkleid richten!
Und dieses Mal soll sich gefälligst mehr bemühen beim Zunähen!
Wie seh ich denn aus, wenn das Oberteil Falten hat!!”

🌟Sisi🌟

Vielen Dank für die Einladung an Schloss Ruegers 💖

Foto: sternenkaiserin.com – Marie


30.1.1889
Eine Tragödie nahm ihren Lauf…

~ Marie ~

🖤 Mit ausdrücklichen Dank an die Musicalvienna (VBW), die uns die Erlaubnis gegeben haben die Musik von „Elisabeth“ zu verwenden.

💜 Mit großen Dank an meine Sisi, die diese ganz eigene Regieanweisung meinerseits mitgetragen und mit ihren Ideen noch vervollständigt hat 💜.
Mit einem riesigen Dankeschön an das wunderschöne Schloss Ruegers, ohne euch ginge die beste Idee nicht. Wir lieben euch und können den Dank kaum noch in Worte ausdrücken 💞.

Und zum Schluss ein Hinweis an euch, unser Publikum: es ist das etwas andere „Rudolf, wo bist du“. Eine komplette Neuinterpretation von uns. Nehmt es uns nicht übel bitte 🖤💜.

Regie: Marie
Darstellerin: Sisi
Musical: Elisabeth
Musik: Sylvester Levay
Text: Michael Kunze
Interpretin: Maya Hakvoort als Elisabeth
Interpret: Mate Kamaras als Der Tod
Song: Rudolf, wo bist du?

Video: sternenkaiserin.com – Marie


Meine Seele ist zu Tode betrübt.
Bleibt hier und wacht mit mir!

Mein Vater, wenn es möglich ist,
gehe dieser Kelch an mir vorüber.
Aber nicht wie ich will,
sondern wie du willst.

🌟Sisi🌟

Matthäus 26,38-39

Vielen Dank für die Einladung an Schloss Ruegers 🖤

Foto: sternenkaiserin.com – Marie

Luitpold Emanuel Ludwig Maria Herzog in Bayern

Foto: Schloss Ringberg Tegernsee (Burg Ringberg nennt sich heute Schloss Ringberg)

Wir gedenken heute des Todestages von Luitpold Emanuel Ludwig Maria Herzog in Bayern. Er wurde am 30.6.1890 in München geboren.

Max Emmanuel und Amelie in Bayern, Foto: Wikimedia/Commons

Sein Vater war Max Emanuel „Mapperl“ Herzog in Bayern. Seine Mutter Amalie Prinzessin von Sachsen-Coburg-Gotha.

Max Emanuel „Mapperl“ war ein Bruder von Kaiserin Elisabeth. Er war somit ein Neffe von Kaiserin Elisabeth und Kaiser Franz Joseph.

Als Luitpold 3 Jahre alt war, starb sein Vater. Als er 4 Jahre alt war, starb seine Mutter.

Seine beiden Geschwister und er wurden damit zu Vollwaisen. Sie verblieben in der Obhut der Hofdame ihrer Mutter Gräfin Fugger. Ihre Großmutter mütterlicherseits Klementine von Coburg kam monatelang nach Schloss Biederstein, um Nahe bei ihren Enkelkindern zu sein. Mit zunehmenden Alter blieben jedoch die längeren Besuche aus. Als „Eltern“Ersatz waren Herzog Carl Theodor „Gackel“ und Herzogin Maria José eingesprungen, die die Buben nicht nur auf Biederstein besuchten, sondern sie auch nach Schloss Possenhofen mitnahmen.

Dort wuchsen sie zum Teil völlig unbeschwert auf und konnten mit den Kindern von Gackel und Maria José spielen. Sie lernten Reiten, Tennis, Segeln, Schwimmen, Jagen, Wandern usw. Die Kinder hatten so eine unbeschwerte und glückliche Kindheit. Wenn Tante Sisi zu Besuch kam, war die Rasselbande kaum zu bändigen.

Bereits als 7jähriger zeigte er eine außergewöhnliche Begabung für die Kunst. Dies hatte er anscheinend von seinem Vater geerbt. Beim Spielen mit seinem Cousin Franz Josef (Sohn von Carl Theodor und Maria José) imitierte er voller Inbrunst und zum Erstaunen aller phantasievoll die Oper Lohengrin von Wagner.

Völlig neu im Land Bayern war die Sportart Skifahren. Luitpold war einer der Ersten im Land, der diesen Sport bis zur Perfektion erlernte und bis ins hohe Alter ausübte.

1911 trat er als Leutnant in das königliche bayrische Erste Ulanenregiment Kaiser Wilhelm II ein. Als der 1. Weltkrieg ausbrach ging er mit diesem Regiment an die Front, erkrankte aber schwer an einer Lungenentzündung. In Folge dessen war sein Kriegseinsatz vorbei und er trat aus dem Militär aus.

Luitpold hatte auf Schloss Biederstein verschiedene Hauslehrer und hatte die übliche Ausbildung, so dass er später an der Universität Kunstgeschichte und Philosophie studieren konnte. Seinen Abschluss machte er 1922.

Foto: maxplanckfoundation.org/Schloss Ringberg

Das Ulanenregiment war am Ringberg untergebracht und Herzog Luitpold war begeistert vom Ausblick auf den Tegernsee. Wie besessen kaufte er Bauernhöfe und Gründe am Ringberg, um sich hier den Traum einer Burg zu verwirklichen. Sein ganzer Lebensinhalt strebte nach dem Bau dieser Burg. Diese Besessenheit kann mit König Ludwig II verglichen werden, auch wenn er diesen nicht nachahmte. Allerdings ging seine Liebe zur Burg so weit, dass er vergaß sich zu verlieben. So stand schon vor dem 1. Weltkrieg der Hauptbau, verheiratet war er allerdings noch nicht.

Während des 2. Weltkrieges ging er auf Reisen. Seine Burg blieb weitgehend verschont, so dass er nach dem Krieg am Weiterbau weiterarbeiten konnte. Die Einflüsse seiner Reisen sind am Ausbau deutlich zu sehen.

Nachdem Schloss Biederstein nicht zu halten und von den Brüdern verkauft worden war, wurde es abgerissen. Das gesamte Inventar wurde versteigert und damit in alle Herren Länder verteilt.

Herzog Luitpold in Bayern war der Erbe von Schloss Possenhofen. 1943/44 wurde er von den Nazis gezwungen dieses zu verkaufen, da diese ein Schulungszentrum daraus machten.

1945 übernahm der Bayrische Staat das desolate Schloss und brachte bis zum Dach Flüchtlinge unter und zerstörte damit den Rest. Was nicht schon geplündert war, wurde jetzt noch zerstört, geplündert, beschmiert und zerstückelt.

Luitpold in Bayern traf halb der Schlag als er das einst schöne und so stolze Possi der Familie sah und lehnte den Rückkauf vom Staat Bayern ab. Diese ließen es danach einige Jahre komplett verfallen. Heute befindet es sich in Privatbesitz. Im Schloss befinden sich Eigentumswohnungen.

Er zog sich auf seine mittlerweile fertig gestellte Burg Ringberg zurück. Er konnte sich nie zum Heiraten überwinden und blieb dadurch auch ohne Erben. Luitpold vermachte die Burg dem Max Planck-Institut, dass sich mit der Grundlagenforschung auseinandersetzt. Diese führt bis heute die Geschäfte der Burg, welche unter Denkmalschutz steht.

Luitpold Herzog in Bayern starb 83jährig am 16.1.1973 in Wildbad Kreuth. Er ruht in einer Urne in einer eigens gegründeten kleinen Gruft in der Burg Ringberg.

~ Marie ~


Text: Marie
Bildrechte: Wikimedia/Commons, Schlossberg Ringberg, maxplanckfoundation.org


Literatur Hinweise: 

Hermann von Witzleben 
Herzöge in Bayern (nur noch antiquarisch erhältlich) 

Johann Graf Mailath von Székhely

Johann Graf Mailath von Székhely, Foto: oocities.org

Wir gedenken heute des Todestages von Johann Graf Mailath von Székhely, bekannt als Geschichtsprofessor von Herzogin Elisabeth in Bayern. Er wurde am 3.10.1786 in Pest geboren. 

Johann war eines von 18 Kindern, welche sein Vater Janos mit 2 Ehefrauen zeugte. 

Schon schnell war klar, dass der kleine Johann eine Beamtenlaufbahn einzuschlagen hatte. Er wurde deshalb am Erzbischöflichen Lyzeum von Erlau unterrichtet. Er studierte danach Philosophie und Jura an der Rechtsakademie in Raab. 

1808 übersiedelte er nach Wien und trat als Konzipist in die Hofkanzlei in Wien ein, wo er 1812 zum Sekretär wurde. 

In dieser Zeit lernte er Gräfin Anna Revay kennen und heiratete sie. 1811 wurde Tochter Henriette, 1815 Sohn Kálmán geboren. 

Ein schweres Augenleiden verhinderte eine große Beamtenlaufbahn. Graf Mailath versuchte sich als freier Schriftsteller, was aber misslang. 

Als Graf von Székhely war er zwar adelig, hatte aber bei 17 Geschwistern keine Güter mehr zu erwarten. Er verarmte daher fast, da ihm auch seine Arbeit als Schriftsteller nicht genügend einbrachte. 

Seine Gedichte, Sagen und Märchen waren nicht mit großem Erfolg gesegnet. Ab 1842 beschäftigte er sich mit Randthemen der Wissenschaft und der Kunst, was allerdings als Dilettantismus angesehen werden muss. Ab 1851 etablierte er sich allerdings als Autor und Vermittler historischer ungarischer Literatur, welche er übersetzte. 

Graf Mailath galt als überaus intelligent und dürfte ein fotografisches Gedächtnis gehabt haben: er rezitierte Gedichte, die er nur ein einziges Mal gehört hatte verkehrt herum. Er begann demnach mit der letzten Zeile und endete mit der Ersten. Auch Würfelspiele, mit locker 200 Würfelfolgen, konnte er der Reihe nach aufsagen, ohne einen Fehler zu machen. 

Er galt als eloquenter Erzähler und war in der Gesellschaft gerne gesehen, obwohl er kein Geld vorweisen konnte. Graf Mailath verfolgte die „österreichische Gesamtstaatsidee“. Er hielt den Adel und die Kaiserzeit für veraltet. Er schrieb Artikel für die Zeitschrift „Iris“, in welcher auch (erstmals) Adalbert Stifter und Franz Grillparzer veröffentlichten. 

1848 übersiedelte er nach München, wo er auf eine bessere Verdienstmöglichkeit hoffte. Er wurde in die Gelehrtenkreise aufgenommen und war viel- und gerngesehener Gast. 

Sein ganzes Bestreben und sein ganzes Handeln wurde von der Liebe zur Tochter Henriette bestimmt. Sie formte er. Sie schrieb seine Schriften nieder und er widmete ihr jedes Werk. Henriette war von blinder Ergebenheit an ihren Vater gebunden. 

1853/54 wurde Professor Mailath an den herzöglichen Hof gerufen. Er sollte die Verlobte von Kaiser Franz Joseph, Herzogin Elisabeth in Bayern, in ungarischer und österreichischer Geschichte unterrichten. 

Dabei prägte Graf Mailath Sisi so sehr, dass sie später immer wieder ihren Professor aus der Verlobungszeit zitierte und die Gesellschaft mit Aussagen, dass der Adel veraltet sei in höchsten Schrecken versetzte. 

Nach der Anstellung am herzöglichen Hofe, verarmte Professor Mailath komplett. Fast 70jährig und mittlerweile fast erblindet, sah er keinen anderen Ausweg mehr. Seine Tochter, aus Liebe und Hingabe zum Vater, wollte nicht alleine zurückbleiben. 

Am 3.1.1855 fuhren die beiden von München an den Starnberger See, nicht unweit vom Schloss Possenhofen, füllten ihre dürftigen Kleider mit Steine, banden sich ein großes Tuch um die Hände und ertränkten sich gemeinsam – 69jährig und 44jährig – im See. 

~ Marie ~ 

Info nebenbei: 

Wer mehr über den Lieblingsprofessor aus Elisabeths Jugend erfahren möchte, liest, den großen Verlobungsbeitrag: 

https://sternenkaiserin.com/2017/08/18/verlobung-kaiser-franz-joseph-und-herzogin-elisabeth-in-bayern-teil-4/


Rechtliche Hinweise: 

Text: Marie 
Bildrechte: oocities.org


Literarische Hinweise: 

ungarische Webseite, übersetzt 
mittlerweile nicht mehr aktiv 

Beatrix Meyer 
Kaiserin Elisabeth und ihr Ungarn 

König Friedrich Wilhelm IV von Preußen

König Friedrich Wilhelm IV von Preußen, Foto: Wikimedia/Commons

Wir gedenken heute des Todestages von König Friedrich Wilhelm IV von Preußen. Er wurde am 15.10.1795 in Berlin geboren. 

Friedrich Wilhelm III, Foto: Wikimedia/Commons

Luise Herzogin zu Mecklenburg, Foto: Wikimedia/Commons

 

 

 

 

 

 

 

 

Sein Vater war Kronprinz Friedrich Wilhelm. Seine Mutter Luise Herzogin zu Mecklenburg. 

Sein Vater bestieg am 16.11.1797 als König Friedrich Wilhelm III von Preußen den Thron, weshalb der 2jährige Kronprinz wurde. 

Er wurde, wie üblich in diesen Kreisen, zu Hause unterrichtet, erlangte aber nicht für ein Studium an einer Universität das benötigte Wissen. Ab seinem 10. Lebensjahr wurde Friedrich militärisch erzogen. 

1810 begann der Kronprinz sich Schloss Charlottenhof bauen zu lassen, was er nach Fertigstellung (20 Jahre später) gerne für Abendgesellschaften nutzte. 

1815 ging er auf Rheinland-Reise und begann den Weiterbau des Kölner Doms, der seit 1560 eingestellt war. 

Ab 1819 musste Prinz Friedrich auf Brautschau gehen, weshalb ihn der bayrische Königshof, König Maximilian I., einlud. Dieser versprach ihm, im Falle einer Wahl, den Übertritt in den protestantischen Glauben. Erst durch diese schriftliche Zusicherung durfte Friedrich die Einladung ans bayrische Königshaus annehmen. 

Er verliebte sich in die schöne, sowie störrische Elisabeth Ludovika Prinzessin von Bayern, welche sich beharrlich weigerte, den Glauben der Preußen anzunehmen. 

Prinzessin Elisabeth von Bayern, Bild Joseph Stieler, Foto: Wikimedia/Commons

Prinzessin Elisabeth war eine Schwester von Erzherzogin Sophie und Herzogin Ludovika. Sie war somit eine Tante von Kaiser Franz Joseph und Patentante von Kaiserin Elisabeth. 

Ganze 4 Jahre kämpfte Friedrich um Elisabeth. Sie behielt ihren Glauben, verpflichtete sich aber zum protestantischen Unterricht. 

Am 16.11.1823 vermählten sich Prinz Friedrich und Prinzessin Elisabeth katholisch in der Kapelle der Münchner Residenz und am 29.11.1823 protestantisch in der Berliner Schlosskapelle. 

1828 erlitt Elisabeth eine so schwere Fehlgeburt, dass sie unfruchtbar wurde. Friedrich hielt an seiner Ehefrau fest und machte seinen jüngeren Bruder, Prinz Wilhelm, zum Thronerben. 

Die Ehe der beiden wird in der Literatur als unwahrscheinlich glücklich beschrieben. Die ruhige, besonnene Elisabeth, wirkte sich auf den hibbeligen Friedrich als „Anker“ aus. 

Sein Vater hielt ihn aus allen politischen Tagethemen heraus, weshalb er sich ins Privatleben zurückzog. Und so gingen Friedrich und Elisabeth auf ausgedehnte Italienreisen. 

Am 7.6.1840 bestieg Kronprinz Friedrich Wilhelm, als König Friedrich IV von Preußen, den Thron. Elisabeth wurde Königin. Große Feierlichkeiten folgten, die sich teilweise bis in den September hinzogen. Doch auch Schattenseiten begleiteten die Thronfolge. Es drohte Krieg mit Frankreich. 

1848 erlebte er die Revolution, die von Frankreich aus halb Europa erfasste, weshalb er Briefe an Victoria von Englang, Zar Nikolaus I und Metternich schrieb. Im März 1848 nahm er Otto von Bismarck als Berater auf. Am 3.4.1849 lehnte er die Krönung zum Kaiser des „Heiligen Römischen Reiches deutscher Nation“ ab. Dies hätte den Untergang des Habsburg-Reiches ausgelöst, was er kategorisch ablehnte. Danach folgten einige Kriege und politische Schachzüge, sowie Fehleinscheidungen. Außerdem überlebte er 2 Attentatsversuche. 

Ab Juli 1857 erfasste ihn ein persönliches Krankheitsdrama. Er erlitt mehrere Schlaganfälle, die sein Sprachzentrum lahmlegten. Schwergezeichnet von seiner Krankheit, unterschrieb er am 7.10.1858 die Regentschaftsurkunde für Prinz Wilhelm. 

Am 12.10.1858 verließ das Königspaar Deutschland und reiste nach Italien, wo sie noch 2x Papst Pius IX trafen. Danach begab sich das Paar zurück nach Potsdam, ins Schloss Sanssouci. 

Grabplatte, Inschrift, König Friedrich Wilhelm, Friedenskirche, Schloss Sans Soussouci, Foto: sternenkaiserin.com – Maria José 

Sarkophag, König Friedrich Wilhelm, Friedenskirche, Schloss Sanssouci, Foto: sternenkaiserin.com – Maria José

Am 24.11.1859 erlitt er erneut einen schweren Schlaganfall, der ihn linksseitig lähmte. Fortan konnte er nur noch halb liegend und halb sitzend im Rollstuhl bewegt werden, eine Rückkehr

nach Berlin wurde unmöglich. 

Der König musste in Sanssouci bleiben. Am 4.1.1860 erlitt er den nächsten Schlaganfall, der ihn das Bewusstsein verlieren ließ. Man verständigte die Familie, welche alle nach Potsdam kamen, um Abschied zu nehmen. 

König Friedrich Wilhelm IV starb 66jährig am 2.1.1861 im Schloss Sanssouci. Er ruht, neben seiner Frau, in der Friedenskirche vom Schloss Sanssouci

~ Marie ~


Rechtliche Hinweise
Text: Marie 
Bildrechte: Wikimedia/Commons, sternenkaiserin.com – Maria José 


Literarische Hinweise

Martha Schad
Bayerns Königinnen

Peter Krüger, Julius H. Schoeps 
Der verkannte Monarch.
Friedrich Wilhelm IV. in seiner Zeit (nur noch antiquarisch erhältlich)

 

Biografien – eine Information und ein offenes Wort

Kaiserin Elisabeth, Foto: Wikimedia/Commons

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Herzlich Willkommen zur neuen Rubrik „historische Beiträge Jänner bis Dezember“ innerhalb der Kategorie „Mythos Kaiserin Elisabeth – Familie, Freunde und Wegbegleiter“.

Zur Zeit seht ihr noch gar nichts, aber in den nächsten Tagen wird der Jänner und danach die weiterfolgenden Monate freigeschalten.

Um was geht es hier?

Wer uns nicht per Facebook oder Instagram folgt oder aufmerksam unsere Seitenleiste liest, dem entgehen sämtliche Texte, die ich zu all den historischen Personen bereits veröffentlicht habe, die Kaiserin Elisabeth in ihrem Leben getroffen hat. Sei es ob sie mit ihr verwandt waren, befreundet oder gar nur ihren Weg gestreift haben. Aber auch die Ur-Ahnen kommen zu Wort. Ich gedenke nicht nur (Kaiserin) Maria Theresia, sondern auch deren 16 Kindern, den Ehemännern und natürlich darf auch der Großvater und die Großmutter von Kaiserin Elisabeth nicht fehlen. Und so haben weit mehr als 400 Biografien mittlerweile ihren angestammten Facebook und Instagram Platz gefunden.

Diese Arbeit entsteht natürlich nicht über Nacht. Seit mehr als 3 Jahren arbeite ich nicht nur an meinem historischen Kalender, sondern auch an den Beiträgen. Zuerst war es wichtig, alle zusammen zu tragen, sie zu finden und zu recherchieren. Das war bei einigen eine mühevolle und wirklich schwierige Aufgabe. Oftmals fehlte das Geburts- oder das Todesdatum. Bibliotheken und Onlinedatenbanken mussten durchforstet werden und das oft tagelang für eine einzige Person. Für die nachfolgende Biografie möchte ich dann oft nicht einmal darüber sprechen. Bücher, um Bücher, oft nur kleine Zeilen und Hinweise in selbige ließen mich weiterforschen und irgendwann hatte ich die gewünschte Person gefunden. Aber nicht über alle gibt es etwas zu berichten und nicht über alle lässt sich etwas finden. Leider. Aber ich denke weit mehr als 400 Biografien sind schon einmal ein Anfang und bis die alle am Blog sind, dauert das – hoffentlich keine weiteren 3 Jahre – aber doch etwas Zeit. Und mittlerweile kann ich einige Biografien sogar verbessern. Nicht nur, dass ich weiterführende Schriften oder Bücher mein Eigen nenne, nein, so habe ich nun auch mehr Zeit mich einzulesen und kann die Biografie zur betreffenden Person verbessern und erweitern.

Mein Wunsch ist es, alle untereinander so zu verlinken, damit ihr wirklich einmal seht, wer mit wem verwandt war. Bei Facebook und Instagram ist das oft schwer zu erklären und nach Monaten hat man dann schon wieder die Person A vergessen, wenn im August Person B erklärt wird und im Dezember Person C hinzukommt. Und so wird es meine Aufgabe werden, hier Link für Link, Foto für Foto zusammenzufügen und einzubringen, damit die Übersichten gewahrt bleiben.

Wie findet ihr nun die Personen:

Um hier kein wildes Durcheinander an über 400 Namen zu bringen, haben Sisi und ich uns überlegt, diese mit dem Todestag (!) in Verbindung zu bringen und zwar mit dem Monat. Das heißt wenn Person A z.B. am 3.1.1862 gestorben ist, gebt ihr im Suchfeld den Namen der Person A ein und voila, werdet ihr zu dieser Person geführt, da der Blog dann den Namen durch das Schlagwort erkennt. Auch die Googlesuche und alle anderen Suchmaschinen werden die Namen erkennen. Auch das Todesdatum oder Geburtsdatum wird erkannt werden, aber in den meisten Fällen, werdet ihr diese nicht wissen.

Die Suche wird von Jänner, Februar, März bis Dezember aufgebaut sein. Sind am z.B. am 5.1. 5 „Tote“ so findet ihr diese 5 Personen am 5.1. und könnt die Biografie dazu lesen. Dasselbe dann mit 6.1., 15.3., 28.7., usw.

Zu den historischen wichtigen Daten wie die Verlobung, Hochzeit, Geburtstag der Kaiserin und Kaiser oder den beiden Todestagen gibt es jeweilige Blogbeiträge. Ausnahmsweise werde ich trotzdem in den Monaten April, August, September und Dezember jeweils darauf hinweisen.

Weiters wird es immer ein Foto der Eltern, der verstorbenen Person, der Ehefrau/Ehemann und wenn möglich des Grabes geben. Die jeweiligen Kinder werden ihre eigenen Biografien erhalten, nicht aber per Foto gezeigt, ansonsten explodieren mir die Beiträge wieder. Die Kinder werden allerdings mit Namen erwähnt, so dass ihr immer wisst, dies sind die Eltern dazu. In der weiteren Folge, seht ihr wieder das Foto der Eltern bei den Kindern, somit wiederholt sich das Gesicht für euch noch einmal.
Ein Beispiel: König Maximilian I Joseph von Bayern und Königin Karoline von Bayern sind z.B. die Eltern von Erzherzogin Sophie und Herzogin Ludovika. Insgesamt hatte das Paar 12 Kinder (Max brachte 4 Kinder aus erster Ehe mit in die zweite Ehe). Würde ich jetzt 12 Kinder Fotos zeigen, hätte ich ehrlich gesagt zu viel zu tun. Ich erwähne die wichtigsten Kinder aus diesen beiden Ehen. Bei Erzherzogin Sophie, Herzogin Ludovika usw. seht ihr wieder die Fotos von Max und Karoline und bei König Ludwig I usw. seht ihr König Max und seine erste Frau. Somit wiederholen sich für euch die Gesichter der Eltern immer wieder und ihr könnt euch auf das Wesentliche konzentrieren. Würde ich jetzt mit Stammbaum und zig Fotos in den Biografien kommen, lenkt das zusätzlich ab. Die Texte sind kompliziert genug.

Nun noch etwas in eigener Sache:

Unser Blog ist und bleibt werbefrei. Viele Blogs verdienen ihr Geld mit Werbung, in dem sie Werbung in alle möglichen Texte spamen. Schon das Aufmachen des Blogs kostet Geld. Das ist hier nicht so und wird hier nie so sein. Alles was hier gemacht wird, ist freiwillig und macht uns Spaß, kostet aber eine ordentliche Stange Geld.

Was nicht geht, ist und bleibt Diebstahl. Die Texte sind mühsam erarbeitet worden. Das Urheberrecht der Texte obliegt alleine mir und ich werde das auch bei jedem Text explizit schreiben. In letzter Zeit kommt es leider häufig vor, dass ich Textfragmente von mir auf Instagram und auf Blogs finde. Sollte das so weitergehen, werde ich ab sofort dagegen vorgehen. Kürzlich wurde uns ein Bild gestohlen, frech das Logo weggeschnitten, auch eine freundliche Nachricht wurde einfach ignoriert. Leute, das geht einfach zu weit. Erst Instagram hat die ganze Angelegenheit gelöst und das Posting gelöscht und die Userin verwarnt. 

Was mir machen ist eine Freiwilligkeit und kostet enorm viel Geld. Der Blog, die Kleider, die Reisen, die Hotels, das Bildbearbeitungsprogramm, die Postgebühr für die Gewinnspiele, das Verpackungsmaterial usw. Das alles müssen wir aus der eigenen Tasche bezahlen. Das ist auch okay. Das ist unser Hobby, unsere Liebe, unsere Arbeit. Das machen wir gerne. Aber Diebstahl und Urheberrechtsverletzungen sind kein Kavaliersdelikt und das Internet ist kein rechtfreier Spielplatz. Bei aller Liebe zum Hobby.

Das wars nun mit der Schimpferei. Ich wollte es nur gesagt haben. Tut mir leid, aber wir müssen auch mal in diese Kerbe schlagen, denn die Texte sind und waren viel Arbeit. Denn die Recherchen gehen ja weiter. Ich bin noch lange nicht am Ende. Wer genau hinsieht, sieht, dass bei Kaiserin Elisabeth immer noch an der Serie gearbeitet wird. Hier habe ich kürzlich das Buch aus einem Antiquariat erworben, welches mir noch gefehlt hat (sogar das Schnittmuster war noch erhalten!), Sisi arbeitet im Hintergrund an einem sehr interessanten Beitrag über das Reiten, die Reisen der Kaiserin wollen noch erzählt werden, die Denkmäler müssen aufgearbeitet werden, unsere Maria José arbeitet youtube auf und hat nun einen Vor- und Abspann kreiert. Ihr seht, uns gehen die Ideen nie aus und die Arbeit wird nie langweilig.

Wundert euch bitte nicht über viele viele viele Emails in den nächsten Wochen und Monaten. Ich werde sie nicht immer punktgenau schreiben können. Manche werden verfrüht eintreffen, manche verspätet, manche am genauen Tag. Je nach dem wie es die Zeit zulässt. Manchmal werden es vielleicht auch gleich 10 auf einmal sein; verzeiht es mir dann bitte. Da arbeite ich garantiert nach. Das Datum wird allerdings von mir immer so eingestellt sein, dass der korrekte Todestag eingegeben ist. 

In diesem Sinne, geht es hier bald los.

Danke für eure Aufmerksamkeit und euer Interesse.

Viel Spaß in den nächsten Wochen und Monaten.

Eure ~ Marie ~


Rechtlichte Hinweise:
Text: Marie
Bildrecht: Wikimedia/Commons
Grafik: Ines

(*Gender neutral erstellt)

Happy birthday Marie

Sisi und Marie – wie alles begann…. 

Sehr oft werden wir gefragt, wie wir uns eigentlich gefunden haben. Nicht wir haben uns gefunden, sondern sie mich.

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Foto: sternenkaiserin.com – Ida

Es war an einem heißen Tag in Ischl, es war der 15. August, ich flanierte mit meinem lieben alten Kaiser Franz Josef über die Esplanade als man irgendwo in der Menge ein Kreischen hörte..

Wieder einer dieser hysterischen Fans, aber was hilft‘s?

Augen nicht zu – wegen der Fotos –  und durch.. und wenn möglich noch lächeln.

Das war das erste Mal, dass wir uns gesehen haben, oder zumindest Sie mich!

Ich muss zugeben, ich erinnere mich bei der Menschenmenge, die an so einem Tag um mich ist, nicht mehr wirklich daran.

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Foto: sternenkaiserin.com 

Es vergingen Wochen, wenn nicht Monate, bis ich plötzlich über mein privates FB Profil eine Nachricht bekam.

So genau weiß ich es nicht mehr, aber diese Nachricht war nur eine von vielen…

„Hallo wie geht es Dir? Du siehst toll aus.. wie bist du dazu gekommen..“ der übliche Smalltalk begann…

Ich muss zugeben, ich bin oft sehr nachlässig darin, solche Nachrichten zu beantworten, weil es einfach sehr zeitaufwendig ist und es mich manchmal nach 12 Stunden Dienst einfach nicht mehr interessiert…

Es blieb ein loser Kontakt und der nächste August rückte näher. Somit mehrten sich auch die Nachrichten wieder.

Sie wollte mitfahren mit dem Jubiläumszug. 2016… hundert Jahre nach dem Tod des Kaisers stand alles in dessen Zeichen.

Mein damaliger Hofstaat war auf eine beträchtliche Größe angewachsen und so staunten das Mariechen und auch die anderen Fahrgäste nicht schlecht, als fast 20 Personen in Hoftrauer aus dem Zug stiegen. Man muss dazu sagen, schwarz ist nicht gerade die Lieblingsfarbe unserer Marie. (wer lesen möchte, wie das Ganze aus der Sicht von Marie ablief, klickt auf den Link:)

3 Jahre Sternenkaiserin – Aus der Sicht von Marie

Aber eigentlich hieß sie damals ja noch Petra, zu dem Namen Marie kam sie erst viel später…

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Foto: sternenkaiserin.com – Marie

Petra fuhr also mit, kam ehrfürchtig in Attnang am Bahnsteig zu mir, um mich zu begrüßen und sich erstmals persönlich vorzustellen.

Sie brachte mir Zeitungsartikel über mich mit, die sie gesammelt hatte.

Nun lernte unsere Marie nicht nur mich kennen, sondern auch noch ein paar andere Herrschaften, die ihr den Floh ins Ohr setzten, sie solle sich doch auch ein Kleid besorgen und Hofdame werden.

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Foto: sternenkaiserin.com – Marie

Genau das hatte zur Folge, dass sich ihre Nachrichten an mich wieder häuften..

„Wie komme ich zu einem Kleid? Was brauche ich darunter? Welche Schuhe.. und, und, und…“

Ein Meer aus Fragen prasselte in den folgenden Wochen auf mich ein, die ich versuchte, so höflich wie möglich und doch so knapp wie nötig zu beantworten.

Da ich weder ein Verein, noch eine sonstige Eventagentur für historische Veranstaltungen, sondern eine Privatperson bin, die sich ihre Freunde gern selbst sucht, wusste ich nicht so recht, wie ich das sagen sollte. Denn: „Meine Hofdamen suche ich mir selbst!“ kann man ja so nicht unbedingt mitteilen, wenn man nicht unfreundlich sein will.

Zu meiner Verteidigung muss ich dazu sagen, das fand alles in einem Zeitraum von September bis Dezember statt. In genau diesem Zeitraum war ich aber damit beschäftigt, Wintergarderobe für 4 Tage herzustellen, da ein damaliger Bekannter, eben diese 4 Tage als Kaisertage im Winter organisieren wollte…

Kaisertage im Winter (hier der Link dazu) 

So saß ich zwischen Fellresten und Samtfusseln und beantwortet Fragen wie: „…kann ich auch ein modernes Ballkleid tragen?“ oder „brauche ich Handschuhe?“

Nichts desto trotz trafen wir uns bei besagtem Ball wieder.

Ich stand im ungarischen Delegationskleid, welches ich eigens für diesen Anlass genäht hatte, nicht nur sprichwörtlich mit dem Rücken zur Wand.

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Foto: sternenkaiserin.com – Marie

Nichts war an diesem Abend so, wie es sein sollte…

Wochenlange Arbeit endete in einem Desaster…

Meine Damen, darunter auch unsere Ida und die eigens aus der Schweiz angereiste Tammi standen mit versteinerter Miene hinter mir und lächelten aufgesetzt.

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Foto: sternenkaiserin.com – Marie

Es war also kein Wunder, dass selbst eine außenstehende wie Petra damals auf den ersten Blick bemerkte, dass irgendwas gehörig falsch lief…

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Foto: sternenkaiserin.com – Marie

In meinem Kopf klangen Néné‘s Worte aus dem ersten Teil: „man hat mich noch niemals so gedemütigt Mama..“ und Magda Schneiders Antwort: „du darfst dir nichts anmerken lassen, hörst du!?“ und wie Néné erging es mir damals gleich… „das kann ich nicht, Mama! Das kann ich nicht!“

Wie auch immer, ging auch dieser Abend zu Ende und am nächsten Morgen packten wir alle unsere Sachen um abzureisen!

Für mich stand damals fest, es reicht endgültig!

All die falschen Versprechungen, all die Lügen und Intrigen, es war einfach zu viel!

Am Heimweg versuchte Ida mich davon abzubringen alles hin zu schmeißen, aber ohne Erfolg.

Mein Entschluss stand fest! Kleider einmotten und Ende!

„Privat Nachricht von Petra“ erschien ein paar Tage später auf meinem Handy und anstatt genervt darauf zu reagieren, ließ ich es einfach über mich ergehen.

Sie schrieb… ich antworte…

Sie schrieb wieder… ich antwortete… sogar mehr als nur zwei Worte…

Sie schrieb weiter…  ich schrieb zurück…

Das ging ein paar Tage, bis ich soweit war, wieder einmal einem mehr oder weniger fremden Menschen meine Telefonnummer zu geben…

ICH rief sie an!

Ich erinnere mich noch, sie stand vor irgendeinem Restaurant… ich glaube es war ein Italiener.

Sie redete auf mich ein, immer wieder kamen Sätze wie „mach was anderes! Erfinde dich neu! Du darfst nicht aufhören! Du bist perfekt in dem was du tust, bla bla bla…“

Von meiner Seite des Hörers  kam hin und wieder im besten Fall ein Schluchzen…

Bis dann plötzlich eine bestimmte Frage kam, „hast Du eine Pressemappe?“

… Schweigen auf meiner Seite!

Eine Pressemappe? Was bitteschön ist eine Pressemappe???

Ich bin diplomierte Krankenschwester. Ich liebe es historische Kleider zu nähen… woher soll ich wissen, was eine Pressemappe ist???

Irgendwann kam ein leises „Halloooohoooo??? Du musst doch eine Pressemappe haben, wer macht deine Homepage???“

„Ähhh..“ das Schweigen ging weiter. Okay jetzt war auch Mariechen klar, dass ich von solchen Dingen keine Ahnung hatte.

Sie schien irgendwie in ihrem Element zu sein und fuhr fort. Und das bei Minusgraden neben ihrem halb erfrorenem Ehemann vor dem Restaurant: „du brauchst eine Homepage… du brauchst eine Pressemappe, du brauchst jemanden der Termine für dich plant…“ vermutlich ahnte sie, wenn sie jetzt nicht mit mir redet, melde ich mich bestimmt kein zweites Mal mehr.

„Ähhh…… aha… ich kann im Word einen Brief schreiben, das war´s dann aber auch schon…“ murmelte ich kleinlaut.

Und dann kam etwas, womit ich niemals und zum damaligen Zeitpunkt noch weniger gerechnet hätte:  „wenn Du willst, dann helfe ich Dir??“

Ich glaubte an gar nichts mehr, an keine Versprechen, an keine Petra und am allerwenigsten von Allem an mich, also sagte ich einfach nur „okay.. danke“

Zwischenzeitlich hatte ich hin und wieder das Gefühl, meine Seele dem Teufel aus Oberösterreich verschrieben zu haben, denn ab diesem Zeitpunkt änderte sich alles! 😉 

Sie krempelte meine FB Seite um, wir erfanden gemeinsam den Namen „Sternenkaiserin“, sie bastelte unseren Blog, aber als wenn das nicht schon genug wäre, dauerte es nicht lange bis sie mich wieder einmal anrief.

Und nur so nebenbei erwähnt, seit diesem „wenn Du willst helfe ich Dir“ sind noch nicht sehr viele Tage vergangen in den letzten 4 Jahren, an denen wir nicht mindestens 1 Stunde am Tag telefoniert haben.

Aber zurück zu dem Anruf! Sie sagte: „sitzt Du?“ eine seltsame Frage, wieso wollte sie das wissen?

Und dann rückte sie damit heraus! Sie hatte es tatsächlich geschafft, dass wir eine Einladung ins Technische Museum bekamen und ich IN DEN HOFSALONWAGEN DER KAISERIN durfte!!!

Lebe deinen Traum… Hofsalonwagen Technisches Museum Wien (hier klicken)

Wer mich kennt, weiß wie sehr ich alte Züge mag und sie legte mir den allerhöchsten Eisenbahnwagon quasi zu Füßen…

Seither weiß ich jedes Mal wenn sie sagt: „sitzt Du?“ kommt etwas Gigantisches…

Ein Termin jagte den anderen, die Pressemappe, die sie inzwischen natürlich auch gemacht hatte, füllte sich immer weiter! Inzwischen ist daraus fast ein Buch geworden. 😉

Ich war entweder unterwegs, arbeitete oder saß an der Nähmaschine!

Wir wuchsen immer mehr zusammen, lachten und weinten zusammen.

Aber eines kann ich mit Sicherheit sagen, die Nervensäge für die ich sie am Anfang gehalten hatte, hat sich mit einer solchen Beharrlichkeit nicht nur in mein Leben, sondern auch in mein Herz geschlichen, dass sie inzwischen zu einem der wichtigsten Menschen in meinem Leben geworden ist.

In den 4 Jahren, die wir nun gemeinsam gehen sind wir nicht nur das beste Team, die treusten Partner, sondern auch die besten Freunde geworden!

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Liebe Marie – Liebe Petra,

es heißt, man soll seine Träume leben – ich lebe meine Träume durch Dich!

Ich danke dir für jeden einzelnen Tag, den du an meiner Seite bist.

Für jedes Wort, mit dem du mich verteidigst und nicht nur wie eine Bulldogge vor, neben und hinter mir stehst, sondern auch für deinen unermüdlichen Einsatz!

Du bist nicht nur zur Fotografin, sondern auch zur Historikerin geworden wegen mir.

Du hast mich ins Schloss Wallsee gebracht, mich zu Gräfin Alix nach Schloss Artstetten gefahren, bist mit mir im Schloss Greillenstein bei Prinzessin Elisabeth von Bayern gewesen und hast mit mir den Palast Hohenems der Familie Waldburg Zeil besucht.

Foto: sternenkaiserin.com – Marie

Du hast mit mir im Schloss Ruegers Geister gejagt, bist mit mir trotz Pferdehaarallergie mit Atemmaske in die Spanische Hofreitschule gegangen.

Foto: sternenkaiserin.com – Marie

Warst mit mir im Palmenhaus in Schönbrunn, hast hinter mir über die Treppen bis aufs Dach der Gloriette geschnauft.

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Foto: sternenkaiserin.com – Marie

Du hast mit mir Veilcheneis beim Demel genascht und dir mit mir das Museum von Onkel Taa angesehen.

Foto: sternenkaiserin.com – Marie

Du hast mich auf dem Festwagen von Trauttmansdorff fotografiert und mir zugesehen wie ich in Schloss Laudon auf einen Baum geklettert bin.

Du bist mit mir in 4 Tagen durch 5 Burgen des Waldviertels gehetzt und hast dabei einzigartige Bilder gemacht.

Foto: sternenkaiserin.com – Marie

Du bist mit mir aufs Dach der Franzensburg geklettert nur um dann festzustellen, dass die Kamera klemmt, aber beim zweiten Versuch hat dann auch das geklappt.

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Foto: sternenkaiserin.com – Marie

Du hast mit mir im Wappensaal von Klagenfurt heimlich ein paar Tränchen vor Rührung vergossen, als ein Chor nur für mich gesungen hat.

Du zwingst mich jedes Mal mit dir ein Dessert zu teilen, weil du weißt wie sehr ich Süßes liebe, mir selbst aber keines bestellen würde.

Du spielst für mich jedes Jahr wieder Christkind, nicht nur in meinem geliebten Totzi, sondern auch in der Albertina, mit dem wohl schönsten Christbaum von ganz Österreich!

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Foto: sternenkaiserin.com – Marie

Du hast sogar gelernt wie man meine Kleider notdürftig flickt, wenn mal eine Naht reißt, obwohl du nicht mal einen Knopf annähen konntest!

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Foto: sternenkaiserin.com – Marie

Du schnürst mich kaltlächelnd ins Korsett, obwohl du weißt, dass du mir anschließend Pralinen in den Mund schieben wirst!

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Foto: sternenkaiserin.com – MJ

Du bist mit mir vor Schloss Fuschl Boot gefahren und hast mir im Winterpalais von Prinz Eugen bei der Totalen Finsternis aus dem Tanz der Vampire „in den Hals gebissen“

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Foto: knallschwarz.at

Du tanzt im Garten von Schloss Ruegers mit meinem Strohhut zu spanischen Gesängen und hast keine Ahnung wie weh es tut, mit einem Korsett zu lachen!

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Foto: sternenkaiserin.com – MJ

Du steigst auf Bänke, sitzt auf dem Boden, hängst dich todesmutig aus Fenstern und dekorierst ganze Schlösser um, nur um das perfekte Bild zu machen!

Foto: sternenkaiserin.com – MJ

Du bist gleichzeitig Christoph Wagner Trenkwitz und Karl Hohenlohe, wenn ich die Prunktreppe der Oper empor schreite.

Du schickst meiner Oma Geburtstagskarten und lasst mir beim Demel eine Torte in Veilchenfaben machen.

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Foto: Prinz Barbara Fotografin mit Herz

Du erinnerst mich an Dinge, die ich überhaupt nicht vergessen sollte!

Du übst stundenlang mit mir Texte und lachst auch bei der 27. Klappe noch über meine Fehler!

Du bist…

… diese Liste könnte ich noch unendlich weiterführen!

All die lustigen und einzigartigen Erlebnisse, die ich durch Dich erleben durfte werden uns für den Rest unseres Lebens begleiten!

Ich freu mich schon, wenn es wieder heißt: „…sitzt Du?“

Denn: „wir träumen groß!“

Ich hab Dich lieb!!!

Zu Deinem Geburtstag  wünsche ich Dir aus ganzen Herzen Alles Liebe!

Deine Sisi

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Foto: sternenkaiserin.com – Marie


Rechtliche Hinweise:
Textrecht: Sisi
Bildrechte:  Sternenkaiserin.com, Charlotte Schwarz

Der kleine Flirt von Kaiserin Elisabeth – Friedrich Pacher List von Theinburg (Teil 4)

Kaiserin Elisabeth Foto: Ludwig Angerer via Wikimedia/Commons

Es war der 17.2.1874 als Kaiserin Elisabeth gelangweilt in Wien fest saß. Kaiser Franz Joseph war mit Graf Gyula Andrássy (*3.3.1823, †18.2.1890) in St. Petersburg. Obwohl Elisabeth gerade aus Ungarn kam, überlegte sie zurückzukehren. Doch die ewigen Vorwürfe, sie sei zu wenig in Wien, hielten sie davon ab. Außerdem reagierte Ungarn etwas verstört, als der Kaiser von Österreich und König von Ungarn nach Russland fuhr. 

 

Gyula von Andrássy, Foto: Wikimedia/Commons

Allein in der Hofburg, nur umringt von ihren Hofdamen, wurde ihr schnell langweilig. Vor den Toren der Hofburg hörte sie das schallende Lachen verkleideter Menschen, denn der Fasching war in vollem Gange. Die Wiener Redoute, ein damals berühmter Faschingsball, öffnete zu dieser Zeit seine Tore und von allen Seiten strömten Kutschen herbei. Der Adel und die Reichen von Wien und dem Ausland strömten verkleidet und mit guter Laune in den Redoutensaal.

Elisabeth bat ihre Vorleserin und enge Vertraute Ida von Ferenczy (*7.4.1839, †28.6.1928) zu sich. Und so hegten die beiden Damen einen perfiden Plan aus, um nicht nur der Langeweile, sondern auch den Wachen vor den Türen zu entkommen.

Fanny Feifalik (*28.1.1842, †14.7.1911) wurde damit beauftragt, die Kaiserin zu „verkleiden“. Seit Jahren schon vertraute Elisabeth nur Fanny. Obwohl die beiden oft Streitigkeiten hatten, ließ Elisabeth kaum jemand anderen an ihre Haare. Fanny machte sich einen Spaß aus der ganzen Sache und stülpte über die ohnehin schon schwere Haarpracht eine rotblonde Perücke. Dazu wurde ein gelbes Seidenkleid mit überdimensionaler Schleppe gewählt. Diese sollte später noch auf dem Ball für große Aufregung sorgen. Über dem Gesicht trug Elisabeth eine schwarze Maske mit dichtem schwarzen Schleier.

Die Damen waren sich einig: Niemand würde die Kaiserin damit erkennen.

Fanny Feifalik Foto: forum.alexanderpalace.org

Ida von Ferenczy wurde in ein rotes Dominokleid gesteckt. Ihr Gesicht wurde ebenfalls mit einer Maske verborgen. Niemand sollte die Hofdame bzw. Vorleserin Ihrer Majestät erkennen.

Außer den genannten Damen wurde noch Kammerfrau Schmidl in das Geheimnis eingeweiht. Sie kleidete die Damen ein. Sie schwor das Geheimnis zu bewahren.

Elisabeth nahm in der Gestalt des Dominos einen „Decknamen“ an. Ida sollte sich weder mit Majestät, noch mit Elisabeth oder Sisi in der Öffentlichkeit verraten. Sie entschieden sich für den Namen „Gabriele“. In vielen historischen Büchern ist der Name einer weiteren Hofdame Gabriella Pállfy de Erdöd (*17.11.1833, †22.3.1914) auffällig und es wird angenommen, dass diese dafür herhalten musste. Doch Biograph Egon C. Conte Corti schrieb, dass die Kammerfrau Schmiedl Gabriele hieß und sich so der Name ableitete. In vielen historischen Biographien wird der Name „Gabriella“ zitiert. Ich bleibe bei Gabriele von Conte Corti.(*)

Um an den Wachen vorbei zu schleichen, wandte man einen List an. Kammerfrau Schmidl war von ebengleicher hoher Gestalt wie die Kaiserin und so nannte Ida diese beim Vornamen, damit diese glaubten, dass die Kammerfrau und die Vorleserin der Kaiserin „Aus“ gingen. Es muss ein Spaß gewesen sein, wenn man es heute betrachtet.

Im Saal angekommen, nahmen die Damen einen Platz auf der Galerie ein. So konnten sie den Saal überblicken und waren nicht inmitten des Getümmels. Die Blicke streiften umher und so zog ein junger Mann den Blick von Kaiserin Elisabeth an. Sie bat Ida den jungen Mann zu ihr zu bitten. Ida tat wie geheißen und forderte den Mann auf, ihre „Freundin“ die einsam auf der Galerie säße, würde ihn gerne kennen lernen. 

 

Hofdame Gabriella Pállfy de Erdöd, Foto: Wikimedia/Commons

Er stellte sich als Friedrich Pacher List von Theinburg (*1847, †12.5.1934) vor. Er war 26 Jahre alt und von Beruf Beamter. (Anmerkung Marie: Mir liegt ein Bild des jungen Mannes vor, leider darf ich es nicht veröffentlichen.)

Fritz, wie er genannt wurde, kam aus dem Staunen nicht heraus. Die schlanke Gestalt, die Maske und das Kleid verrieten die Kaiserin gleich als „höheren Adel“. In der Biografie von Conte Corti lässt sich lesen, dass er sofort einen Verdacht hegte, als er die „schöne Dame“ sprechen hörte. Man wusste allgemein, dass die Kaiserin kaum hörbar sprach, oft nur flüsterte. Auch dieser gelbe Domino sprach so leise, dass er Mühe hatte dem Gespräch zu folgen, zumal es schnell zum Erliegen kam. Kaiserin Elisabeth war es nicht gewohnt in der Öffentlichkeit zu sprechen und wirkte oft einsilbig. Das bunte Treiben im Saal, war seltsam anzuschauen, wenn man die steife Haltung der beiden Damen bedenkt. Obwohl sich Ida diskret zurückgezogen hatte, blieb sie in der Nähe und beobachtete die Szene genau. 

Schon bald wendete sich das Gespräch und plötzlich wollte Elisabeth wissen, ob er die Kaiserin kenne und was man sich über sie erzähle. Ein Gedanke zuckte wie ein Blitz durch seinen Körper. Er ahnte, dass sie es war, die vor ihm stand, doch beweisen konnte er es nicht. Fritz Pacher erzählte, dass er sie persönlich nicht kennengelernt habe, da sie sehr scheu sei. Er habe sie aber im Prater beim Reiten gesehen. Selbstverständlich nur aus der Ferne. Sie gäbe sich – anstatt mit dem Volk – lieber mit ihren Hunden und Pferden ab. Zumindest erzähle man sich das auf der Straße. Elisabeth hörte interessant zu und lächelte verzückt vor sich hin. Natürlich erwähnte er auch ihre außergewöhnliche Schönheit, von der ganz Wien sprach und ihre hervorragende Figur. Der gelbe Domino soll sich daraufhin amüsiert gerade gerichtet haben. 

Erzherzogin Gisela Foto: Wikimedia/Commons

Als die Kaiserin fragte, für wie alt Fritz sie halte, nannte er keck das echte Alter von Elisabeth. Sie war zum damaligen Zeitpunkt 36 Jahre alt. Sisi war am Höhepunkt ihrer Schönheit, allerdings bereits zu ihrem großen Verdruss Großmutter. Ihre Tochter Erzherzogin Gisela (*12.7.1856, †27.7.1932) hatte am 8.1.1874 ihre Tochter Prinzessin Elisabeth Marie zur Welt gebracht (Anmerkung Marie: nicht zu verwechseln mit Erzsi, welche ebenfalls Elisabeth Marie hieß und die Tochter von Kronprinz Rudolf (*21.8.1858, †30.1.1889) war. Diese wurde allerdings erst am 2.9.1883 geboren).

Daraufhin endete das Gespräch abrupt. Beleidigt nannte Sisi ihn „unhöflich“ und stand auf. Danach soll sie „So, jetzt kannst du abfahren!“ (1) gesagt haben. Fritz antwortete ironisch: „Das ist aber wirklich liebenswürdig, zuerst läßt du mich zu dir heraufkommen, quetschst mich aus und gibst mir dann den Laufpaß. Gut, ich gehe, wenn du genug von mir hast, aber eines glaube ich doch von dir verlangen zu können: einen Händedruck zum Abschied.“ (2) Elisabeth setzte sich darauf hin und gebot Fritz nochmals Platz zu nehmen. Das freche, unkonventionelle Verhalten des jungen Mannes beeindruckte sie sehr.

Miklós_Pál_Esterházy_de_Galántha „Sport Nikki“ Foto: Wikimedia/Commons 

Mit diesem Satz wandelte sich für die beiden der Abend. Elisabeth taute auf und ging nun am Arm von Fritz Pacher von Theinburg durch den gesamten Ballbereich. Sogar die Nebenräume sahen sich die beiden an. Fröhlich wurde über Politik, das Kaiserhaus und sogar über Allerlei (heute würde man small talk dazu sagen) gesprochen. Sisi war nicht wiederzuerkennen. Fritz selbst benahm sich wie ein Gentlemen. Ließ schlüpfrige Witze, machte keine zweideutigen Andeutungen und ließ das Flirten. Später erzählte er Conte Corti, dass er wusste, es würde keinen Sinn machen. Jeder der ihn an diesem Abend mit dem „gelben Domino“ sah, ging erstaunt zur Seite. Zu königlich der Gang des Dominos. Zu schlank, zu hochgewachsen, zu schön die gesamte maskierte Gestalt. Obwohl von Theinburg diese Szenen genoss, so war ihm innerlich unbehaglich. Die adelige Gesellschaft begann sich um das Paar zu platzieren und man tuschelte unentwegt und versuchte die Identität der gelben Dame zu erraten. Nur einer war dabei, der wusste wer sie war. Freund und Sportsmann Nikki Esterházy (Miklós Pál Esterházy de Galántha, genannt Nikki oder auch Sport-Nikki) (*5.12.1839, †7.5.1897) erkannte Elisabeth. Zu oft war er zu Gast auf Schloss Gödöllö und an ihrer Seite, als dass er ihre Stimme, ihren Gang und ihre Art nicht erkennen würde. Doch er schwieg. 

Fritz von Theinburg bat um ein weiteres Rendezvous. Elisabeth, die vorgab, keine feste Adresse zu haben, da sie permanent auf Reisen sei, gab ihm zu verstehen, dass vielleicht ein Treffen in Stuttgart oder München möglich wäre und ob er dorthin eilen würde. Er würde überall hinreisen, gab er an, Hauptsache er könnte „seinen schönen Domino“ wiedersehen. Als er darum bat, dass sie zumindest den Handschuh ausziehen solle, damit er ihre Haut und Hände bestaunen könne, lehnte Elisabeth ab. Das Geheimnis sollte bewahrt werden. 

Mittlerweile war der Ball fortgeschritten. Weit nach Mitternacht und Ida wurde immer nervöser und kam immer öfter zu Elisabeth zurück. Sie hatte sich entfernt, als diese begann im Saal herumzulaufen. Doch Elisabeth ließ sich die Adresse von Fritz geben und versprach alsbaldig zu schreiben. Die Kutsche fuhr vor und die beiden Damen entschwanden in der dunklen Nacht. 

Kaiserin Elisabeth war bang beim Gedanken, dass er ihr folgen würde. Ida ließ den Fiaker noch in die Vorstadt fahren. Berauscht und glückselig saßen die beiden Damen in der Kutsche. 

Angekommen, setzte sich Elisabeth noch an ihren Schreibtisch und dichtete folgende Zeilen: 

Wo sich bunte Masken drängen,
Welch Summen, Toben, Lärmen, Schrei’n,
Wie sie zu tollen Walzerklängen
Den Mücken gleich, sich dreh’n und freu’n.

Doch wir zwei wählten uns das Beste;
Wir sassen in den Wagen ein,
Der ward uns bald zum warmen Neste:
Und Dunkelheit hüllt‘ rings uns ein….“ (3)

Berauscht war auch Fritz von Theinburg, der in seine kleine Wohnung zurückging und nicht schlafen konnte. Täglich ging er in den Prater und versuchte die reitende Kaiserin zu erblicken. Ständig blieb er in der Nähe der Hofburg und hoffte, Sisi in einer Kutsche zu sehen. Und tatsächlich. Die Kutsche fuhr knapp an ihm vorbei. Schlagartig drehte sich Elisabeth um, hob den Vorhang zum hinteren Sichtfenster, erblickte den erstaunten Fritz von Theinburg und ließ ihn wieder fallen. Eine Woche später bekam er Post. Aus München. 

„Lieber Freund!

Sie werden erstaunt sein, meine ersten Zeilen aus München zu erhalten. Ich bin seit wenigen Stunden hier auf der Durchreise und benütze die kurzen Augenblicke meines Aufenthaltes, Ihnen das versprochene Lebenszeichen zu geben. Und wie sehnsüchtig haben Sie es erwartet. Leugnen Sie nicht mit Ihrer ehrlichen deutschen Natur. Aber fürchten Sie nicht, ich fordere keine Erklärungen, ich weiß ja so gut wie Sie, was seit jener Nacht in Ihnen vorgeht. Mit tausend Frauen und Mädchen haben Sie schon gesprochen, sich auch unterhalten geglaubt, aber Ihr Geist traf nie auf die verwandte Seele. Endlich haben Sie im bunten Traum das gefunden, was Sie jahrelang suchten, um es für ewig vielleicht wieder zu verlieren.
Ich bin auf dem Wege nach Englang, die Verwandten meiner Mutter in Geschäftssachen aufzusuchen, ein trockener geistermüdender Aufenthalt steht mir bevor. Ich werde lange zehren müssen an den letztverlebten Stunden. – So lange ich kann, gebe ich die Hoffnung auf Stuttgart nicht auf. Von London aus erhalten Sie wieder Nachricht. Schreiben Sie mir einstweilen

Hauptpost poste restante Wien
unter der Adresse „Gabriele F.L.36“

Meine Cousine, deren blonde Haare so grossen Eindruck auf Sie machten, besorgt mir die Briefe.“ 

In Eile grüsst Sie 
Ihre Freunden G. (4)

Gräfin Marie Festetics, Hofdame Foto: Wikimedia/Commons

Mit der Cousine war natürlich niemand geringerer als Hofdame Gräfin Ida von Ferenczy gemeint.

Fritz Pacher schrieb sofort zurück und nach 2 Tagen erfährt er, dass der Brief abgeholt worden sei. 

Tage, Wochen danach beschäftigte Ida von Ferenczy noch immer das Geschehen am Ball. Kaiser Franz Joseph und Graf Gyula Andrássy kehrten nicht wie vorgesehen am 11.2.1874 von St. Petersburg zurück, sondern erst am 27.2.1874. Und obwohl Hofdame Gräfin Marie von Festetics (*20.10.1839, †17.4.1923) ebenfalls eine Intima von Kaiserin Elisabeth war, wusste diese nichts von diesem Abenteuer. Insgeheim freute sich Ida darüber, obwohl sie sich mit Marie von Festetics außerordentlich gut verstand. 

In der Zwischenzeit sammelte Fritz von Theinburg, alles was über die Kaiserin in der Presse erschien. Jeder noch so unbedeutende Schnipsel wurde ausgeschnitten. Er wollte das Geheimnis seiner schönen Begleiterin lüften, doch so einfach, wie er sich das vorgestellt hatte, war es nicht. Elisabeth verwischte gut ihre Spuren. Zu gut. Mittlerweile langten immer wieder Briefe ein. Ein weiterer Brief war mit 23.3.1874 datiert. Ebenfalls aus London. Der nächste war nur mit „April 1874“ datiert, wieder angeblich aus London. 

Doch in den Zeitungen war nirgends zu lesen, dass sich Elisabeth dort aufhalten sollte. War er auf der falschen Spur? Oder lügt diese Gabriele nur wie gedruckt. In den Briefen war zu lesen, dass Gabriele Hunde hasste, im Orient sei und wieder gab es eine neue Adresse für ihn. Diesmal sollten die Briefe an „Leonard Wieland, General Postoffice“ in London gehen. Friedrich Pacher List von Theinburg wurde immer unsicherer. Der sehr hübsche junge Mann glaubte an einen Trugschluss, schrieb aber immer wieder zurück. Dass sich zu dieser Zeit allerdings Königin Marie von Neapel (*4.10.1841,†19.1.1925), eine Schwester von Kaiserin Elisabeth in London aufgehalten hatte, wusste er natürlich nicht. 

Königin Marie von Neapel, Foto: Wikimedia/Commons

Die ersten Briefe vergaß er „nochmals abzuschreiben“, damit er ihn ebenfalls in Händen halten bzw. für die Nachwelt bewahren konnte. Denn, sollte es Kaiserin Elisabeth gewesen sein, wäre dies für ihre Biographen sicherlich interessant. 1874 so weit vorauszudenken, war sicherlich von Vorteil. 

Elisabeth wäre nicht Elisabeth, wenn sie nicht aus allem einen Wahn entwickelt hätte. Und so geschah es auch hier. Ein kleiner unbedeutender Flirt an einem Faschingsdienstag, wurde für die gelangweilte Kaiserin eine Passion. Sie steigerte sich so sehr in diese Geschichte, dass ihre Briefe zwischen Wahn und Wahrheit hin und her hüpften und aus einer kleinen zufälligen Begegnung wieder ein Gedicht machte. Sie hoffte, dass sich ihr „Freund“ Ferdinand Pacher nach ihr verzerrte. Sie lechzte nach Hinweisen in seinen Worten. 

Als Kaiserin Elisabeth mit ihrer Tochter Erzherzogin Marie Valerie (*22.4.1868, †6.9.1924) wieder im Prater Ausritt, traf sie auf Fritz, der dort (zufällig?) spazieren ging. Überrascht grüßte er sie und lächelte sie überaus freundschaftlich an. Jahre später erzählte Sisi ihrer Tochter die Episode als Domino und erwähnte dabei diesen Ausritt. Sie war sich ab diesem Zeitpunkt sicher, dass er sie als gelben Domino erkannt hatte. 

 

Doch trotzdem oder gerade deshalb schrieb sie über jenes Treffen ein Gedicht: 

Ich seh dich reiten, ernst und traurig, 
In Winternacht im tiefen Schnee; 
Es bläst der Wind so eisig schaurig, 
Mir ist so schwer zumut, so weh!

Im dunklen Osten, fahl verschwommen, 
Da dämmert jetzt ein blasser Tag, 
Mit Centnerlast das Herz beklommen, 
Trägst heimwärst du die bitt’re Klag! (5) 

Während Elisabeth vor sich hinträumte und meinte, ihren Seelenfreund gefunden zu haben, den sie doch nicht haben durfte, beging Fritz einen folgenschweren Fehler, den er büßen sollte. Er ging auf den letzten Brief „aus London“ mit Argwohn ein. Er forderte „Gabriele“ auf sich zu bekennen und schrieb ihr, dass er glaube, dass sie Elisabeth heiße. Außerdem sei ihm der kleine Flirt ganz Recht gewesen, mittlerweile sei das Spiel aber langweilig und es wäre an der Zeit die Wahrheit zu sagen. 

Erst zu spät fiel ihm auf, dass er damit alles zerstört hatte. Der Flirt wäre von Elisabeth noch jahrelang betrieben worden, wäre Fritz von Theinburg nicht so unklug gewesen und hätte dieses Antwortschreiben verfasst. Er ärgerte sich massiv über sich selbst. Sein Brief wurde nie beantwortet. 

Redoutensaal Hofburg, heute Foto: Hofburg

Monate später hoffte er, auf dem erneuten Faschingsball in der Wiener Redoute seinen Domino wiederzufinden. Und so geschah es 1876, dass ein großgeblumter Domino plötzlich neben ihm stand, sich wie von selbst einhackte und mit ihm spazieren ging. Doch es war ihm bald klar, dass es sich hier nicht um den „gelben Domino“ handelte. Die Unterhaltung verlief aber außergewöhnlich intim, denn dieser „blumige Domino“ wollte die Briefe von „Gabriele“ zurück. Erstaunt über diese Forderung, antwortete er, nur wenn er seine zurück bekäme. Damit war der Abend zu Ende. 

Am 6.3.1876 erhielt er folgenden Brief: 

„Lieber Fritz, 
Obgleich Du denken wirst, dass ich Dich vergessen, so will ich Dich hiemit vom Gegentheil überzeugen, und Dir mitteilen, dass sich Gabriele sehr freute zu hören, dass Du ihrer noch gedenkst, dass ich ihr Deine Grüsse ausgerichtet ist selbstverständlich und lässt auch sie Dich bestens grüssen. Die Arme hat sich vorgestern den Fuss derart verstaucht, dass sie genöthigt ist, das Bett zu hüten, ich hoffe jedoch, dass der Unfall einen günstigen Verlauf nehmen wird. Ich theile Dir dies mit, da ich denke, dass alles was sie betrifft Dich interessieren dürfte; nun zu etwas anderem. Du sagtest mir auf der letzten Redoute, dass falls Gabriele ihre Briefe zurück will, Du geneigt bist, sie ihr zu senden, gegen Austausch der Deinigen. Trotzdem sie durchaus kein Misstrauen in Dich setzt, so wirst Du doch begreifen, dass es für sie eine Beruhigung wäre, wenn sie wieder in Besitz der Briefe käme, willst Du sie also zurücksenden, so kannst sie poste restante, Wieden unter Henriette B.R., wo ich sie dann abholen lassen werde, und Dir auch gleich die Deinen senden, jedenfalls antworte mir umgehend, wie es Dir geht, was Du noch getrieben, als ich Dich am Dienstag verliess, gewiss unzählige Rendez-vous gegeben nicht wahr? 
Nun will ich Dich nicht länger quälen, sondern bloss Dich bestens grüssen als Dein rother Domino 
Henriette B.R. poste restante Wieden.“ (6)

Ida von Ferenczy Foto: Wikimedia/Commons

Doch „Henriette“ hat nicht mit der Verweigerung von Fritz Pacher gerechnet. Sein Antwortschreiben war eher belustigt, als besorgt. Die Briefe sandte er nicht zurück und so wurde der Ton von Henriette entzürnter. Mittlerweile war der „rothe Domino“ zum „Großgeblumten“ Domino geworden und so kam er auf die Idee, dass es sich hierbei um die bekannte Friseurin im Dunstkreis der Kaiserin gewesen sein könnte, die ihm mittlerweile schreibe. Egal wer ihm schrieb, die Damen amüsierten sich köstlich, allerdings ärgerten sie sich auch, denn die Briefe von „Gabriele“ kamen nicht zurück. 

Der Kontakt riss ab und Jahre gingen ins Land. Fritz von Theinburg wurde Fabrikant und reich. Er heiratete Mathilde Clara Schwäger von Hohenbruck und zeugte mit ihr 3 Töchter: Elisabeth, Edith und Mathilde. An einem weinseligen Abend erzählte er seiner Mutter und seiner Frau Clara die Episode und seinen Verdacht. Die Damen lachten ihn aus und vermeinten er habe Halluzinationen gehabt. Alle drei staunten daher nicht schlecht, als nach 11 Jahren ein Brief von „Gabriele“ einlangte. Sie verlangte nach seiner richtigen Adresse und wollte nun – zu seinem großen Erstaunen – eine Photographie von ihm. 

von Theinburg schrieb am 9.6.1885 zurück: 

Lieber gelber Domino!
Ich wüßte nicht, was mich hätte mehr überraschen können als dieses Lebenszeichen von Dir. 
„Aus allen Wolken bin ich gefallen“, wäre zu wenig gesagt, viel zu wenig. Was ist seit diesen elf Jahren alles geschehen? Du prangst wohl noch in alter, stolzer Schönheit – ich bin ein kahlköpfiger, ehrsamer aber glücklicher Ehemann geworden, habe eine Frau, die Dir an Größe und Gestalt ähnelt, und ein herziges kleines Mäderl. Du kannst, wenn Du es für passend findest, ohne Scheu nach diesen langen elf Jahren Deinen Domino ablegen und Klarheit in das räselhafte Abenteuer bringen, das mich von allen jenden, die ich erlebt, am meisten interessiert hat… 
Du siehst, ich bin noch immer das alte „deutsche“, aufrichtige Gemüt mit all den Fehlern von damals. Was mir von Dir kommt, kann nur Gutes sein, also sende immerhin, was Du zu senden hast. Was es auch sei, es wird mich, wie jede Nachricht von Dir, herzlich freuen…“ (7)

Doch Fritz hat nicht mit der lustig gemeinten Antwort gerechnet, die er völlig falsch aufnahmt. Der „rothe Domino“ meldete sich zu Wort und wollte den kahlköpfigen Ehemann Pacher sehen. Fritz schrieb darauf hin entzürnt zurück. Elisabeth erhielt aus den Händen Idas den Brief mit den garstigen Worten „Recht leid tut’s mir, daß Du nach elf Jahren noch immer nötig findest, mit mir Verstecken zu spielen. Eine Demaskierung nach so langer Zeit wäre ein hübscher Spaß und ein gutes Ende zu dem Faschingdienstag 1874 gewesen, eine anoyme Korrespondenz entbehrt nach so langer Zeit des Reizes. Dein erster Faschingsbrief hat mich gefreut, der letzte hat mich geärgert. Mißtrauen sieht der nicht gern, der weiß, daß er es nicht verdient. Leb wohl und nichts für ungut!“ (8) Zuerst ist sie entsetzt über den Ton den er ihr gegenüber anschlägt, dann jedoch besann sie sich, dass er ihr ja so schreibe, als wüsste er nicht, wer sie sei. Sie legte den Brief und das Gedicht, welches sie ihm zur Gegenleistung für ein Foto schicken wollte, zur Seite und schrieb nicht mehr zurück. 

Gräfin Marie von Larisch, Foto: Wikimedia/Commons

Doch sie wäre nicht Elisabeth, wenn sie nicht noch ein Spottgedicht hinten nach geschrieben hätte: 

Ein ganz gemeines Beast; 
Kahl war er auch, dazu noch schiech, 
Gehör nur auf den Mist. 
Von seiner Schmach ist voll, 
Und jedes Echo heult’s
Von Fels zu Fels, im Land Tirol – 
Und Eine ist, die teilt’s! (9)

Die Schmach die Briefe nicht zurückerhalten zu haben und auch den Ton, den er ihr gegenüber anschlug, den verlorenen Flirt, den Traum einer Faschingsdienstagsnacht, beschäftigten Kaiserin Elisabeth bis ins Jahr 1887. Hier verfasste sie das letzte Gedicht für und an Fritz, der wie ein Nebel immer wieder vor ihr her zog: 

Das Lied des gelben Dominos
Long, long ago

Denkst Du der Nacht noch im leuchtenden Saal? 
Lang, lang ist’s her, lang lang ist’s her, 
Wo sich zwei Seelen getroffen einmal, 
Lang, lang ist’s her, lang ist’s her
Wo unsre seltsame Freundschaft begann, 
Lang, lang ist’s her, lang ist’s her! 
Denkst Du, mein Freund, woh noch manchmal daran? 
Lang, lang ist’s her, lang ist’s her!
Denkst du der Wort, so innig vertraut,
Lang, lang ist’s her, lang ist’s her!
Die wir getauscht bei der Tanzweisen Laut? 
Lang, lang ist’s her, lang ist’s her!
Ach! nur rasch schwand die Zeit uns dahin; 
Lang, lang ist’s her, lang ist’s her!
Ein Druck der Hand noch, und ich musste flieh’n, 
Lang, lang ist’s her, lang ist’s her!
Mein Antlitz enthüllen durft‘ ich dir nicht. 
Lang, lang ist’s her, lang ist’s her!
Doch dafür gab ich der Seele ihr Licht, 
Freund das war mehr, das war mehr! 
Jahre vergingen und zogen vorbei, 
Lang, lang ist’s her, lang ist’s her!
Doch sie vereinten nie wieder uns zwei
Lang, lang ist’s her, lang ist’s her!
Forschend bei Nacht frägt die Sterne mein Blick, 
Lang, lang ist’s her, lang ist’s her!
Auskunft noch Antwort gibt keiner zurück, 
Lang, lang ist’s her, lang ist’s her!
Bald wähnt ich nahe dich, dann wieder fern. 
Lang, lang ist’s her, lang ist’s her!
Weilst du vielleicht schon auf anderem Stern? 
Lang, lang ist’s her, lang ist’s her!
Lebst du, so gieb mir ein Zeichen bei Tag, 
Lang, lang ist’s her, lang ist’s her!
Dass ich’s kaum hoffen, erwarten vermag, 
So lang ist’s her, so lang ist’s her!
Lass mich warten nicht mehr, 
Warten nicht mehr! (10)

Kaiserin Elisabeth Foto: Wikimedia/Commons

1887 wurde Kaiserin Elisabeth 50 Jahre alt und ihre Schönheit war vergangen. Tiefe Falten durchzogen das einst so schöne Antlitz. Die Kosmetik von damals war noch nicht so weit, ein Gesicht, das wettergegerbt und von Magersucht gezeichnet war, hinter Make up oder Operationen zu verstecken. 

Das Gedicht „Long, long ago“ sandte sie an Fritz aus „Brasilien“. Hätte sie die Post abholen lassen, die noch immer auf ihren alten Adressen auf sie gewartet hätte, wäre sie ebenfalls in den Besitz eines Gedichtes aus der Feder von Fritz gekommen, welches er an die „Schöne Unbekannte von 1874“ verfasst hatte. 

Doch nach einem halben Jahr ging der Brief unbeantwortet zurück.

40 Jahre später wurde Fritz der Beweis zugespielt, dass es sich um Kaiserin Elisabeth handelte. Gräfin Marie Louise Larisch (*24.2.1858, †4.7.1940) war durch den Selbstmord des Kronprinzen bei der Familie Habsburg-Lothringen in Ungnade gefallen. Marie war zuvor die Lieblingsnichte von Elisabeth. Doch der Tod des Sohnes überschattete fortan das Leben der Kaiserin. Marie versuchte sich mit boshaften Memoiren über das Leben der bereits verstorbenen Kaiserin über Wasser zu halten. Zufällig kaufte er das Buch, als er auf eine lange Zugfahrt musste. Darin war in groben Zügen die Geschichte vom gelben Domino erwähnt. Wer Marie die Geschichte erzählte, oder ob sie Henriette war, wird wohl nie wieder geklärt werden. 

Als der Biograph Conte Corti von Ida von Ferenczy die Geschichte hörte und den Namen des „Flirts“ erfuhr, nahm dieser Kontakt zu ihm auf. Fritz Pacher hatte nun den allerletzten Beweis erhalten. Er übergab die Briefe von „Gabriele“ dem Biografen und starb kurz nach dem Interview 87jährig am 12.5.1934. 

 

~Marie ~

 

 


Rechtliche Hinweise: 
Text: Marie 
Bildrechte: Wikimedia/Commons, Ludwig Angerer via Wikimedia/Commons, forum.alexanderpalace.org, Hofburg


Literatur Hinweise:

(*) Egon C. Conte Corti interviewte persönlich Friedrich Pacher List von Theinburg und Ida von Ferenczy – S. 226/7, 
1 – S. 227, 2 – S. 228, 7 – S. 311/2, 8 – 312
Elisabeth von Österreich Tragik einer Unsterblichen
E.C.Conte Corti (nur noch antiquarisch erhältlich)
Wilhelm Heyne Verlag, 15. Auflage, 1996

3 – S. 185, 4 – S. 185/6, 5 – S. 191/2, 6 – S. 193, 9 – S. 199, 10 – S. 200
Kaiserin Elisabeth und ihre Männer 
Sigrid-Maria Größing (nur noch antiquarisch erhältlich) 
Ueberreuter, 1. Auflage, 1998 


 

Der grausame Tod von Herzogin Sophie d’Alençon

Foto: Wikimedia/Commons, Herzogin Sophie

Vorwort: 

Wo ihr Biograph aufhörte, fange ich an zu erzählen. Ihr Leben ist beinahe so tragisch, wie das von ihrer berühmten Schwester Kaiserin Elisabeth. Ich habe mich eine Zeit lang mit Sophie beschäftigt und muss sagen, dass sie Zeit ihres Lebens eine todunglückliche Frau war. Von König Ludwig verschmäht, musste sie einen ungeliebten Mann auf ihrer Seite ertragen, der sie wie Besitz behandelte. Als sie ausbrechen wollte, steckte man sie in die Psychiatrie, kaum erholte sie sich von diesen Strapazen, starb sie qualvoll im Feuer. 

Als ich ihren Tod beleuchtete, fand ich erschütternde Schicksale. Doch Sophie ging mit Frieden im Gesicht in den Tod. So zumindest wird dies von Augenzeugen berichtet, die dem Feuertod entkommen konnten. 

Um sie von den vielen Sophies zu unterscheiden, hatte man in späterer Zeit damit begonnen, bei der Schwester das Charlotte anzuhängen. Doch sie wurde Zeit ihres Lebens niemals Sophie Charlotte gerufen. Ich bleibe daher bei ihrem Namen „Sophie“. 

Was Sie hier lesen werden, wird drastisch sein. Die Bilder die ich Ihnen zeige, sind einzigartig. Ich habe mich 2018 auf den Weg nach Paris und Dreux gemacht, um den Tod von Herzogin Sophie d’Alençon zu erzählen.

Bitte gehen Sie mit der Geschichte mit Bedacht um. Um die Bilder zu schützen, musste ich ein extra großes Logo anbringen. Bitte haben Sie auch dafür Verständnis.

Ihre Biografie in kurzen Worten vorab:

Herzog Max
Foto: Wikimedia/Commons

Herzogin Ludovika Foto: Wikimedia/Commons

Wir erinnern an Sophie Charlotte Auguste Herzogin in Bayern.

Sie wurde am 22.2.1847 im Herzog Max Palais in München geboren.

Ihr Vater war Herzog Max in Bayern (*4.12.1808, †15.11.1888) . Ihre Mutter war Herzogin Ludovika (*30.8.1808, †25.1.1892).

Sophie war das neunte Kind des Paares und somit Kaiserin Elisabeths jüngste Schwester und die Cousine von Kaiser Franz Joseph.

Sie wuchs ebenso unbeschwert in München, als auch in Possenhofen auf, wie all ihre Geschwister.

Ludovika legte nicht den größten Wert auf Bildung, eher auf eine gute Verbindung. Sie hatte bereits eine Kaiserin und eine Königin vermittelt. Ihr Bestreben nach „einer guten Partie“ stand weit über dem Glück ihrer Kinder.

Sophie lehnte allerdings einige Brautwerber ab. Unter ihnen soll auch Erzherzog Ludwig Viktor (*15.5.1842, †18.1.1919), der jüngste Bruder von Kaiser Franz Joseph, gewesen sein, was aber in der Literatur als unwahrscheinlich gilt.

König Ludwig II
Foto: Wikimedia/Commons

offizielles Verlobungsfoto
Foto: Joseph Albert via Wikimedia/Commons

Edgar Hanfstaengel
Foto: Wikimedia/Commons

Da sie eine Freundschaft zu König Ludwig II (*25.8.1845, †13.6.1886), der gleichzeitig ihr Cousin 2. Grades war, unterhielt, verlobten sich die beiden im Jänner 1867.

Während eines Fototermines, „als Verlobte Ludwigs“ verliebte sie sich in den unstandesgemäßen Edgar Hanfstaengel (*15.7.1842, †28.5.1910), welcher der Sohn des Fotografen war.

König Ludwig selbst den Frauen nicht zugetan, erkannte, dass nur eine Freundschaft einer Ehe nicht förderlich wäre und löste kurzerhand die Verlobung im Oktober 1867 wieder auf. Auch deshalb, da Ludwig 2x den Hochzeitstermin verschob und Herzog Max ein Machtwort sprach.

Um die Schmach der gelösten Verlobung nicht lange ertragen zu müssen, suchte Ludovika fieberhaft nach einem neuen Kandidaten. Sie fand ihn im Enkel des letzten französischen Königs und arrangierte ein Treffen am sächsischen Königshof. Ferdinand Philippe Marie Herzog d‘Alençon (*12.7.1844, †29.6.1910) war begeistert von der überaus hübschen Sophie und hielt alsbaldig um ihre Hand an.

 

Ferdinand d’Orléans, duc d’Alençon
Foto: Wikimedia/Commons

Louise Victoire
Foto: Wikimedia/Commons

 

Am 28.9.1868 fand in einem Saal in Possenhofen die Vermählung statt. Sophies Ja-Wort glich einem „Ja, von mir aus.“

Philippe Emanuel
Foto: Wikimedia/Commons

Die Ehe begann von Seiten Sophies mit Gleichgültigkeit. Trotzdem gebar sie zwei Kinder. Tochter Louise Victoire (*19.7.1869, †4.2.1952) kam in England zur Welt, Sohn Philippe Emanuel (*18.1.1872, †1.2.1931) in Meran. Vor allem Louise war ihrer Mutter sehr zugetan. 

Die Familie hatte keinen festen Wohnsitz und so reiste diese durch halb Europa: London, Wien, Paris, Meran, München waren nur einige der Wohnorte.

 

 

 

 

 

Richard von Krafft-Ebing
Foto: Wiimedia/Commons

Während der Zeit in München musste sie sich von einer schweren Krankheit erholen und verliebte sich dabei in ihren Allgemeinmediziner Dr. Franz Glaser. Die Affäre ging soweit, dass sie sich scheiden lassen wollte. Ein absoluter Skandal zu jener Zeit.

Privatsanatorium Maria Grün
Foto: Wikimedia/Commons

Ferdinand war so entsetzt, dass er seinen Schwager Carl Theodor (*9.8.1839, †30.11.1909) (Bruder von Sophie und Elisabeth) um Hilfe bat und seine Frau wegen „sexueller Abartigkeit“ in die Nervenheilanstalt Maria Grün  in Graz einliefern ließ. Dort fiel sie dem weltberühmten und berüchtigten Psychiater Richard von Krafft-Ebing in die Hände. Seine Methoden könnten nicht grausamer gewesen sein. Eiswasser-Behandlungen waren noch die harmlosen Therapien, die er seinen Patientinnen zu Teil werden ließ. 

Während dieser Zeit wandte sich auch ihre Schwester Kaiserin Elisabeth ab. Diese verfasste garstige Gedichte über ihre Schwester.

7 Monate später war Sophies Wille gebrochen. Die Scheidungspläne hatte sie aufgegeben und so durfte sie das Sanatorium verlassen. Abgemagert und seelisch gebrochen traf sie 1888 Kaiserin Elisabeth und ihre Tochter Erzherzogin Marie Valerie wieder, die „vom blühenden Leben Tante Sophies“ schrieb, sowie „von Eintracht“ zwischen Ferdinand und ihrer Tante. Man kann davon ausgehen, dass Erzherzogin Marie Valerie weder eine Ahnung hatte, was Sophie mitmachen musste, noch, dass diese nochmals öffentlich über ihre Ehe gesprochen hätte.

Herzogin Sophie
Foto: jourfixe-muenchen-ev.com

Das Paar ließ sich nun endgültig in Paris nieder. Sophie wandte sie sich ihrer Gläubigkeit zu. Sie trat 1880 sogar einem „Dritten Orden der Dominikanerinnen“ bei und nannte sich dort „Schwester Marie Madeleine.“ Der „Dritte Orden“ war eine Gruppe von Laien, die kein Gelübde abzulegen brauchten und sich die meiste Zeit außerhalb ihres Ordens aufhielten. Aufgabe dieser Orden war es, sich um die Armen der Stadt zu kümmern. Kaiser Franz Joseph blieb wirklich nichts erspart, denn die Schwester seiner Frau, half jetzt den Clochards (Obdachlose) der Stadt oder half „gefallenen Frauen“ (Dirnen mit Kindern oder ledige Frauen mit Kindern). Sophie legte auf den Titel „Herzogin d’Alençon“ kaum noch Wert und wollte mit „Tochter des heiligen Dominikus“ angesprochen werden. 

Am 4.10.1895 machte sie ihr Testament, in welchem sie die Bedingungen ihrer Beerdigung festlegte. Sie wünschte sich ein Begräbnis ohne Schmuck, ohne Musik und ohne Blumen. Sie wollte in ihrem weißen Ordensgewand beerdigt werden. Ihre Haare sollten verbrannt werden. Nur, wenn ihr „vielgeliebter Gatte“ eine Erinnerung für sich wünschte, sollte man ein wenig davon abschneiden. Sollte Ferdinand nach ihr Sterben, wünschte sie, dass „ihr Schutzengel im Leben“ neben ihr bestattet werden möge. Ob sie dies wirklich so meinte oder nur schrieb, da sie wusste, es würde ihr sowieso nichts anderes übrig bleiben, wird für immer ihr Geheimnis bleiben.

Doch der Wunsch, dass ihre Haare verbrannt werden sollen, löst heute noch ein Erschaudern in mir aus. 

Wir nähern uns somit dem tragischen Ende von Herzogin Sophie d‘Alençon am 4.5.1897.
Lesen Sie deshalb nur weiter, wenn Sie nicht schwanger sind und sehr gute Nerven haben. Vielen Dank! 

Theaterkulisse Foto: Chapelle Bazar de la Charité

Seit Jahren fand in Paris der Bazar de la Charité statt. Da jedoch die Weltausstellung geplant wurde, musste dieser an seinem angestammten Standort im Palais de l’Industrie weichen. Der Platz wurde in der Rue Jean Goujon gefunden. Auf diesem Grundstück baute man ein 80 Meter langes und 30 Meter breites Gebäude aus Holz. Um das Innere besonders schön zu gestalten, wurde eine alte Theaterkulisse, welche Paris im 15. Jahrhundert darstellen sollte, aufgebaut. Diese bestand allerdings aus Pappdeckeln und vielen Leinwänden, welche mit Ölfarben bemalt waren. Ein Unding, wenn man es aus heutiger Sicht betrachtet. Als Dach diente ein altes Segeltuch, der Boden wurde mit Fichtenholz gebaut. Alles in allem eine Verkettung von brennbaren Stoffen. Das Gebäude verfügte über 5 Ausgänge und 2 große Türen, welche direkt auf die Straße hinausgingen.

 

Video: sternenkaiserin.com – Marie

Eines der großen Highlights dieses Bazars war eine kleine, mit Wasserstoff gefüllte Montgolfière (Heißluftballon), welche im Raum schwebte. Ein weiteres Großereignis war der Kinematograph der Brüder Lumière. Dieser zeigte die ersten Filmaufnahmen. Eine der größten Errungenschaften dieser Zeit. Noch nie zuvor hat man „bewegte Bilder“ gesehen. Hätten die Brüder gewusst, was auf sie zukommt, hätten sie ihr Gerät wohl nie dort aufgestellt. Das Unglück brach mit diesem Apparat aus. Am 4.5.1897 nahm das Unglück seinen Lauf. Ein Helfer des Filmvorführers verschüttete beim Befüllen einer Lampe Ether, welches in Kontakt mit der Lampe kam, die noch nicht abgekühlt war. Das Feuer brannte schnell, heiß und breitete sich innerhalb von Sekunden aus:

zeitgenössische Darstellung des Feuers
Foto: Wikimedia/Commons

Herzog Ferdinand d‘Alençon befand sich mit Sophie im Bazar, löste sich aber von ihr, da er an einem Stand einen Bekannten gesehen hatte. Während er sich unterhielt, ging Sophie weiter. Ein Fehler, der ihr das Leben kostete. 

Das Feuer breitete sich rasend schnell aus und das Schreien der Menschen war bis weit nach draußen zu hören. Als Ferdinand realisierte, dass es brannte, wollte er zu Sophie. Doch die Massen, die nach draußen drängten, das Feuer, die Hitze und der beißende Rauch machten ein Zurück unmöglich. Während Ferdinand hinausgedrängt wurde, ging Sophie immer mehr in das Feuer hinein.

Valérie Turquet de La Boisserie Vicomtesse Beauchamp Foto: sternenkaiserin.com – Marie

Foto: Meisterdrucke.at

Gemeinsam mit Valérie Turquet de La Boisserie Vicomtesse Beauchamp (*28.2.1867, †4.5.1897) versuchte Sophie so vielen Frauen und Kindern wie möglich aus dem Feuer zu helfen.

Während draußen die Menschen zum Helfen zum Bazar de la Charité eilten, um Verletzte zu bergen, Frauen und Kinder durch die Türen und Fenster zu zerren und in die Krankenhäuser zu bringen, lief ein aufgeregter Ferdinand auf und ab und hoffte, dass seine Frau aus einer der Türen heraustrat.

Foto: Chapelle Bazar de la Charité

Mittlerweile konnte man den Brand quer durch die ganze Stadt sehen. Als Ferdinand nach Hause ging, welches sich nur wenige Schritte vom Bazar de la Charité befand, ist er schnell dort. Mittlerweile haben sich Königin Marie von Neapel (*4.10.1841, †19.1.1925) (Schwester von Kaiserin Elisabeth und Sophie), Gräfin Mathilde von Trani (*30.9.1843, †18.6.1925) (ebenfalls eine Schwester) bei den d‘Alençon eingefunden. Beide lebten zu dieser Zeit in Paris. Ferdinand war gebrochen, konnte kaum Atmen und war schwer verletzt. Er trug Brandwunden im Gesicht und Kopf, sein Haar und Bart waren versengt. 

Draußen tobte das Feuer und die Bemühungen es einzudämmen. Die Schreie der Opfer gellten durch die einbrechende Nacht.

Ca. 1500 Menschen befanden sich in den Räumlichkeiten des Bazars. Hauptsächlich Frauen und Kinder.

Bis heute ist nicht ganz klar, wie viele Opfer es tatsächlich gab. Die Zahl schwankt zwischen 126 – 140 Personen. Hauptsächliche Opfer waren Frauen und Kinder, zum Teil sehr jung.

Bitte beachten Sie, dass die Kapelle nicht öffentlich zugänglich sind. Mir wurde der Zugang gewährt und alles was jetzt gezeigt wird, ist exklusiv:

Traurige Tafeln mit den Namen und Alter der Opfer in der Chapelle Bazar de la Charité (nicht öffentlich zugänglich!).

Herzogin Sophies Gedenktafel befindet sich links in der Kapelle:

Foto: sternenkaiserin.com – Marie

Video: sternenkaiserin.com – Marie

Am nächsten Tag sind Helfer, Polizei und Rettungshelfer mit Fackeln vor Ort, um die verkohlten Leichen und vielleicht doch noch Überlebende zu bergen. Ich möchte mir weder den Gestank, noch die gespenstische Atmosphäre vorstellen, die geherrscht haben muss. Verkohlte Leichenteile überall. Zum Teil bis zur Unkenntlichkeit verbrannt. 

Die Chapelle Bazar de la Charité hat einige Gegenstände gesammelt, die gefunden wurden. Die Puppe ist das traurige Überbleibsel eines verlorenen Kinderlebens.

Während Ferdinand Sophie suchte, kam es zu den ersten polizeilichen Einvernahmen. Diese sind zum Teil wirr und zum Teil völlig wertlos. Man muss sich die Angst, die Panik, dazu das Schreien, die Hitze und den Gestank vorstellen. Der beißende Rauch nahm nicht nur die Sicht, sondern legte sich auch auf die Lunge. Wer sollte hier einen klaren Kopf bewahren, um danach korrekte Aussagen zu tätigen? Eine Aussage jedoch ist herzzerreißend. Ob es sich wirklich so zugetragen hat oder nur eine Legende ist, dürfen Sie selbst wählen. Ich für meinen Teil glaube bis zu einem gewissen Punkt, dass Sophie die Situation wahr genommen hat, um ihren traurigen Leben ein Ende zu setzen.

Mathilde d’Anlau erzählte, dass sie in den Wirren Herzogin Sophie getroffen habe, die mit anderen auf Kopfhöhe einige Bretter aus der Wand gerissen hat, um dort Kinder und deren Mütter in Sicherheit zu bringen. Eine andere Dame berichtete, dass Sophie auf sie gedrückt wurde. Ihr Gesicht sei ängstlich aber völlig ruhig gewesen. Sie hätte die Möglichkeit gehabt, sich zu retten, in dem sie durch eine der Türen hätte fliehen können. Doch die Augenzeugin berichtet, dass Sophie die Menschenmasse Angst machte und sie zurückwich. Sie sei wieder Richtung Feuer gelaufen. Wieder eine andere Dame berichtete, dass Sophie gemeinsam mit Valerie Kinder in Sicherheit brachte. Madame d’Anlau habe in einem Feuerschein dann nochmals Sophie gesehen, als diese vom Feuer umringt war. Sie sei dabei so friedlich gewesen. Sie griff nach dem Feuer und habe irgendwas gemurmelt, was sich wie „la feu“ (Feuer) anhörte. Danach warf Mathilde mit ihrer Gürtelschnalle ein Fenster ein und konnte sich so retten. Sophie sah sie nie wieder.

Egal wer von dem Feuer berichtete und wie wirr manche Aussagen auch waren. Alle waren sich einig, dass Sophie eine Gotterhabenheit ausstrahlte und so viele Kinder und Frauen rettete, während sie gemeinsam mit Valerie den Tod fand.

Auf der Kupel der Chapelle Bazar de la Charité sind Sophie und Valerie abgebildet, wie sie nach der Hand Marias greifen. „Aufgefahren in den Himmel“

Gedenkschrift
Foto: sternenkaiserin.com – Marie

Gedenkschrift
Foto: sternenkaiserin.com – Marie

Foto: sternenkaiserin.com – Marie

Am 8.5.1897 fand ein Gedenkgottesdienst für die Opfer des Brandes in der Notre Dame de Paris statt. Mitglieder der königlichen Familie, Frankreichs Präsident und viele Angehörige nahmen an dem Gedenkgottesdienstes teil. Kaiserin Elisabeth schickte eine Krone aus weißen Lilien und weißen Rosen. Diese ließ sie mit den Farben der bayrischen und österreichischen Fahnen umschlingen. Das berühmteste Opfer dieser Katastrophe war Herzogin Sophie, gefolgt von Victomesse Valerie. Sie hinterließ drei Kleinkinder.

Als die Chapelle Bazar de la Charité errichtet wird, baut man in den hinteren Gängen Gedenkmonumente für die Opfer. Geht man den Gang entlang, wird man stummer Zeuge so sinnlos verlorener Leben.

In der Krypta der Kirche werden bis heute Kerzen angezündet. Auch ich habe eine Kerze angezündet.

Das schönste Gedenkmonument ist aber für mich jenes von Herzogin Sophie d’Alençon. 

(Ich möchte daran erinnern, dass diese Fotos exklusiv sind)

Wir verlassen nun die Chapelle de la Charité und wenden uns der Grabstätte von Sophie zu. Sie ruht neben ihrem Mann Ferdinand in der St. Louis Chapelle in Dreux (öffentlich zugänglich!).

Ihr Begräbnis fand im Stillen statt, jedoch ließ Ferdinand eine Grabplatte gestalten, die an seine wunderschöne Frau mit Haaren darstellen sollte. Nur der Schädel wurde gefunden. Ob die beigelegten Knochen wirklich ihre sind, ist wissenschaftlich nicht belegt. Ihr Schädel wurde anhand ihrer Zähne als solcher anerkannt.

Video: sternenkaiserin.com – Marie

Ihre Grabplatte wurde allerdings 2x gestaltet. Die erste Gestaltung (1904) ließ Herzog Ferdinand das Blut in den Adern gefrieren. Nach seiner Meinung war Sophie zu drastisch in ihrer Todesqual dargestellt. Er ließ die Grabplatte entfernen und gab eine neue in Auftrag.

Da die Grabplatte aber viel zu wertvoll war, ließ man sie ins Musee de la Historie in Dreux (öffentlich zugänglich) bringen.

Video: sternenkaiserin.com – Marie

Wer die Chapelle St. Louis in Dreux besucht, wird die lieblichere Grabplatte von Sophie sehen. In Dreux erzählt man sich, dass Sophie manchmal zu hören sei und weine, da sie ewig ihren Gatten Ferdinand anzusehen habe. Er selbst hat es so gewählt. Wer sich die Statue ansieht, wird eindeutig die Haare erkennen, die Ferdinand extra herausarbeiten ließ. Ein kleines Vermächtnis dessen, was Sophie partout nicht wollte. Vielleicht hört man sie deshalb weinen.

Video: sternenkaiserin.com – Marie

 

Foto: sternenkaiserin.com – Marie

 

 

Foto: sternenkaiserin.com – Marie

Bevor ich diesen Bericht abschließe, möchte ich euch noch das Grab am Pere Lachaise Friedhof jener Personen zeigen, die nicht mehr identifiziert werden konnten. Es dient gleichzeitig aus als Denkmal. 

 

 

 

 

 

 

 

~ Marie ~

Herzogin Sophie
Foto: sternenkaiserin.com – Marie

 

Nachsatz:
So interessant die Recherchen zu diesem Beitrag waren, so beklemmend waren sie auch. Ich habe 2018 an zwei Tagen vor Ort die Recherchen gemacht. Nachgehallt hat die Geschichte über Monate.

Sterbebild Foto: sternenkaiserin.com – Marie

 


Rechtliche Hinweise:
Textrechte: Marie
Bildrechte: sternenkaiserin.com – Marie, Wikimedia/Commons, Chapelle Bazar de la Charité, Jourfixe-muenchen-ev.com, Meisterdrucke.at, Joseph Albert via Wikimedia/Commons
Videorechte: sternenkaiserin.com – Marie

Je remercie tout particulièrement le personnel de la Chapelle Bazar de la Charité. 


Literatur Hinweis:

L’incendie du Bazar de la Charité
Dominique Paoli (Geschenk des Hauses)

Sisis Geschwister (Bildband)
Bernhard Graf

Sisi und ihre Geschwister
Erika Bestenreiter

Das Tagebuch der Lieblingstochter von Kaiserin Elisabeth 1878–1899
Martha Schad


 

Träume und Gedichte – Jänner 2020

Vielen Dank für die Einladung Schloss Ruegers

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Foto: sternenkaiserin.com – Marie


Am Ende hast Du mir nichts mehr geschuldet,

auch nicht, als Glaube der Erkenntnis wich.

Und alles, was ich unverzagt erduldet,

hast Du getilgt, als wär’s ein Pinselstrich.

Ja, meine Sünden habe ich beglichen,

sofern die beiden Waagen gleich geeicht;

die Resultate sauber unterstrichen

und jede Ausflucht wortreich dargereicht.

Wir werden sehn, ob wir uns wieder finden.

Vielleicht war Deine Gunst ja dieser Strich?

Wer niemals sah, kann nicht erblinden:

Du bist mein Gott, doch gottlos bin wohl ich.

🌟Sisi🌟

Margot S Baumann

Vielen Dank für die Einladung Belvedere Museum

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Foto: Charlotte Schwarz|Fotogräfin 2017


Schlafe, mein Prinzchen! es ruhn,

Schäfchen und Vögelchen nun;

Garten und Wiese verstummt;

Auch nicht ein Bienchen mehr summt;

Luna mit silbernem Schein

Gucket zum Fenster herein.

Schlafe beym silbernen Schein,

Schlafe, mein Prinzchen, schlaf‘ ein!

Schlaf‘ ein! schlaf‘ ein!

Auch in dem Schlosse schon liegt

Alles in Schlummer gewiegt;

Reget kein Mäuschen sich mehr;

Keller und Küche sind leer.

Nur in der Zofe Gemach

Tönet ein schmelzendes Ach.

Was für ein Ach mag das seyn?

Schlafe, mein Prinzchen, schlaf‘ ein!

Schlaf‘ ein! schlaf‘ ein!

Wer ist beglückter, als du?

Nichts als Vergnügen und Ruh!

Spielwerk und Zucker voll auf;

Und auch Karessen im Kauf!

Alles besorgt und bereit,

Daß nur mein Prinzchen nicht schreyt!

Was wird das künftig erst seyn?

Schlafe, mein Prinzchen, schlaf‘ ein!

Schlaf‘ ein! schlaf‘ ein!

🌟Sisi🌟

Wiegenlied von Johann Friedrich Anton

(1766 – 1798)

Vielen Dank für die Einladung Schloss Ruegers❤️

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Foto: sternenkaiserin.com – Marie


Als ob die Freiheit nicht ebensogut eine Religion wäre als jede andere.

🌟Sisi🌟

Heinrich Heine (1797 – 1856)

Vielen Dank für die Einladung Palais Schönburg❤️

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Foto: sternenkaiserin.com – Marie


#opernball

Weisst du warum die Menschen Sterne für so wunderschön halten Ida?

Weil sie für alle unerreichbar sind, deswegen sind sie so besonders…

Aber niemand fragt sich, ob sie einsam sind…

Und manchesmal denke ich, für die meisten von Ihnen, bin ich auch wie ein Stern….

Unerreichbar, verehrt und unendlich einsam…

🌟Sisi🌟

Vielen Dank für die Einladung Oper Graz

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Foto: sternenkaiserin.com – Marie


Zwiefaches Heimweh hält das Herz befangen,

Wenn wir am Rand des steilen Abgrunds stehn

Und in die Grabesnacht hinuntersehn,

Mit trüben Augen, todeshohlen Wangen.

Das Erdenheimweh läßt uns trauern, bangen,

Daß Lust und Leid der Erde muß vergehn;

Das Himmelsheimweh fühlts herüberwehn

Wie Morgenluft, daß wir uns fortverlangen.

Dies Doppelheimweh tönt im Lied der Schwäne,

Zusammenfließt in unsre letzte Träne

Ein leichtes Meiden und ein schweres Scheiden.

Vielleicht ist unser unerforschtes Ich

Vor scharfen Augen nur ein dunkler Strich,

In dem sich wunderbar zwei Welten schneiden.

🌟Sisi🌟

Nikolaus Lenau

(* 13.08.1802, † 22.08.1850)

Vielen Dank für die Einladung Albertina Museum

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Foto: Prinz Barbara Fotografin mit Herz


Und siehe, der Stern den sie im Morgenland gesehen hatten,

ging vor ihnen her, bis dass er kam und stand oben über,

wo das Kindlein war. Da sie den Stern sahen,

wurden sie hoch erfreut und gingen in das Haus

und fanden das Kindlein mit Maria seiner Mutter,

und fielen nieder und beteten

und schenkten ihm Gold, Weihrauch und Myrrhe.

🌟Sisi🌟

Matthäus 2,9-11

Danke an die Burghauptmannschaft Österreich

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Foto: sternenkaiserin.com – Marie


O Menschenherz, was ist dein Glück?

Ein rätselhaft geborner,

Und, kaum gegrüßt, verlorner,

Unwiederholter Augenblick!

🌟Sisi🌟

Nikolaus Lenau

(* 13.08.1802, † 22.08.1850)

Vielen Dank für die Einladung Schloss Ruegers ❤️

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Foto: Prinz Barbara Fotografin mit Herz


Die Heil′gen Drei Könige aus Morgenland,

sie fragten in jedem Städtchen:

„Wo geht der Weg nach Bethlehem,

ihr lieben Buben und Mädchen?“

Die Jungen und Alten, sie wussten′s nicht,

die Könige zogen weiter;

sie folgten einem goldenen Stern,

der leuchtete lieblich und heiter.

Der Stern blieb stehen über Josephs Haus,

da sind sie hineingegangen;

das Öchslein brüllte, das Kindlein schrie,

die Heil′gen Drei Könige sangen.

Sisi

Heinrich Heine

(* 13.12.1797, † 17.02.1856)

Vielen Dank für die Einladung Trauttmansdorff – Die Gärten / I Giardini / The Gardens

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Foto: sternenkaiserin.com – Marie


„Danke Minnerl, stell die Schüssel auf den Tisch und dann lass mich allein!

Ich möchte heute nicht mehr gestört werden“

🌟Sisi🌟

Vielen Dank für die Einladung Schloss Ruegers❤️

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Foto: sternenkaiserin.com – Marie


[bezahlte Partnerschaft]

Himmel grau und wochentäglich!

Auch die Stadt ist noch dieselbe!

Und noch immer blöd und kläglich

Spiegelt sie sich in der Elbe.

Lange Nasen, noch langweilig

Werden sie wie sonst geschneuzet,

Und das duckt sich noch scheinheilig,

Oder bläht sich, stolz gespreizet.

Schöner Süden! wie verehr ich

Deinen Himmel, deine Götter,

Seit ich diesen Menschenkehricht

Wiederseh, und dieses Wetter!

🌟Sisi🌟

Heinrich Heine

(* 13.12.1797, † 17.02.1856)

Vielen Dank für die Einladung an die Wasserburg Heidenreichstein

Mit der bezahlten Kooperation mit Waldviertel Tourismus „Mit Unterstützung von Interreg V-A Österreich – Tschechische Republik | Kofinanziert aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung

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Foto: sternenkaiserin.com – Marie


Ich irre durch die Stadt und suche meinen Sinn.

Ich hab vergessen wer ich war und ich weiß nicht wer ich bin.

Mein Leid ist ungeteilt und keinem anvertraut,

mich umgibt die Einsamkeit wie eine zweite Haut.

Und niemand, niemand sieht den Kummer und den Schmerz

mein heimatloses, unbewohntes Herz.

Ich finde keinen Trost.

🌟Sisi🌟

Text: Dennis Martin

Vielen Dank für die Einladung Palais Schönburg

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Foto: sternenkaiserin.com – Marie


Der Brief, den du geschrieben,

er macht mich gar nicht bang;

du willst mich nicht mehr lieben,

aber dein Brief ist lang.

Zwölf Seiten, eng und zierlich!

Ein kleines Manuskript!

Man schreibt nicht so ausführlich,

wenn man den Abschied gibt.

🌟Sisi🌟

Heinrich Heine

(* 13.12.1797, † 17.02.1856)

Vielen Dank für die Einladung Schloss Eckartsau ❤️

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Foto: sternenkaiserin.com – Marie


Ich grolle nicht, und wenn das Herz auch bricht,

Ewig verlornes Lieb! Ich grolle nicht.

Wie du auch strahlst in Diamantenpracht,

Es fällt kein Strahl in deines Herzens Nacht.

Das weiß ich längst. Ich sah dich ja im Traum,

Und sah die Nacht in deines Herzens Raum,

Und sah die Schlange, die dir am Herzen frisst,

Ich sah, mein Lieb, wie sehr du elend bist.

🌟Sisi🌟

Heinrich Heine

(* 13.12.1797, † 17.02.1856)

Vielen Dank für die Einladung Gartenschloss Herberstein ❤️

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Foto: sternenkaiserin.com – Marie


In mein gar zu dunkles Leben

Strahlte einst ein süßes Bild;

Nun das süße Bild erblichen,

Bin ich gänzlich nachtumhüllt.

Wenn die Kinder sind im Dunkeln

Wird beklommen ihr Gemüt,

Und um ihre Angst zu bannen,

Singen sie ein lautes Lied.

Ich, ein tolles Kind, ich singe

Jetzo in der Dunkelheit;

Klingt das Lied auch nicht ergötzlich,

Hat′s mich doch von Angst befreit.

🌟Sisi🌟

Heinrich Heine

(* 13.12.1797, † 17.02.1856)

Vielen Dank für die Einladung Schloß Schönbrunn ❤️

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Foto: sternenkaiserin.com – Marie


Die Sonnenlichter spielten

Über das weithinrollende Meer;

Fern auf der Reede glänzte das Schiff,

Das mich zur Heimat tragen sollte;

Aber es fehlte an gutem Fahrtwind.

Und ich saß noch ruhig auf weißer Düne,

Am einsamen Strand,

Und ich las das Lied vom Odysseus,

Das alte, ewig junge Lied,

Aus dessen meerdurchrauschten Blättern

Mir freudig entgegenstieg

Der Atem der Götter,

Und der leuchtende Menschenfrühling,

Und der blühende Himmel von Hellas.

Mein edles Herz begleitete treulich

Den Sohn des Laertes, in Irrfahrt und Drangsal,

Setzte sich mit ihm, seelenbekümmert,

An gastliche Herde,

Wo Königinnen Purpur spinnen,

Und half ihm lügen und glücklich entrinnen

Aus Riesenhöhlen und Nymphenarmen,

Folgte ihm nach in kimmerische Nacht,

Und in Sturm und Schiffbruch,

Und duldete mit ihm unsägliches Elend.

Seufzend sprach ich: Du böser Poseidon,

Dein Zorn ist furchtbar,

Und mir selber bangt

Ob der eigenen Heimkehr.

Kaum sprach ich die Worte,

Da schäumte das Meer,

Und aus den Wellen stieg

Das schilfbekränzte Haupt des Meergotts,

Und höhnisch rief er:

Fürchte dich nicht, Poetlein!

Ich will nicht im geringsten gefährden

Dein armes Schiffchen,

Und nicht dein liebes Leben beängstgen

Mit allzu bedenklichem Schaukeln.

Denn du, Poetlein, hast mich nie erzürnt,

Du hast kein einziges Türmchen verletzt

An Priamos′ heiliger Feste,

Kein einziges Härchen hast du versengt

Am Aug meines Sohnes Polyphemos,

Und dich hat niemals ratend beschützt

Die Göttin der Klugheit, Pallas Athene.

Also rief Poseidon

Und tauchte zurück ins Meer;

Und über den groben Seemannswitz

Lachten unter dem Wasser

Amphitrite, das plumpe Fischweib,

Und die dummen Töchter des Nereus.

🌟Sisi🌟

Heinrich Heine

(* 13.12.1797, † 17.02.1856)

Vielen Dank für die Einladung Hotel Adria – Meran ❤️

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Foto: sternenkaiserin.com – Marie


Schattenküsse, Schattenliebe,

Schattenleben, wunderbar!

Glaubst du, Närrin, alles bliebe

Unverändert, ewig wahr?

Was wir lieblich fest besessen,

Schwindet hin, wie Träumerein,

Und die Herzen, die vergessen,

Und die Augen schlafen ein.

🌟Sisi🌟

Heinrich Heine

(* 13.12.1797, † 17.02.1856)

Vielen Dank für die Einladung Albertina Museum ❤️

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Foto: sternenkaiserin.com – Marie


Der Mensch ist erst wirklich tot, wenn niemand mehr an ihn denkt.

🌟Sisi🌟

Bertolt Brecht

10.2.1898 – 14.8.1956

Vielen Dank für die Einladung Schloss Ruegers❤️

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Foto: sternenkaiserin.com – Marie


Allmächtiger Gott,

die Trauer erdrückt unsere Sinne, Schmerz quält unsere Seelen,

auf bohrende Fragen finden wir keine Antworten.

Wir erwarten nicht,

dass du die Trauer von uns nimmst; doch wenn du unsere Trauer verstehst,

fühlen wir uns geborgen.

Du wirst uns nicht vom Abschiedsschmerz befreien;

doch weil du mitleidest,

können wir sie ertragen.

Wir erwarten nicht,

dass du unsere Fragen beantwortest; doch weil du sie anhörst,

brauchen wir ich sie nicht

immer wieder und wieder stellen.

Verbinde du uns Trauernde untereinander und mit dem Menschen, den wir nun verabschieden.

Sei du uns nahe, großer Gott.

Amen

🌟Sisi🌟

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Foto: sternenkaiserin.com – Marie


Sie haben mich gequälet,

Geärgert blau und blaß,

Die einen mit ihrer Liebe,

Die andern mit ihrem Haß.

Sie haben das Brot mir vergiftet,

Sie gossen mir Gift ins Glas,

Die einen mit ihrer Liebe,

Die andern mit ihrem Haß.

🌟Sisi🌟

Heinrich Heine

(* 13.12.1797, † 17.02.1856)

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Foto: Charlotte Schwarz|Fotogräfin 2017


Ach, wer bringt die schönen Tage,

Jene Tage der ersten Liebe,

Ach, wer bringt nur eine Stunde

Jener holden Zeit zurück!

Einsam nähr ich meine Wunde,

Und mit stets erneuter Klage

Traur ich ums verlorne Glück.

Ach, wer bringt die schönen Tage,

Jene holde Zeit zurück!

🌟Sisi🌟

Johann Wolfgang von Goethe, 1749-1832

Vielen Dank für die Einladung Schloss Ruegers

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Foto: sternenkaiserin.com – Marie


„Sind die neuen Satteldecken nicht wunderschön Ida? Ich freue mich schon auf die nächste Vorführung!“

🌟Sisi🌟

Vielen Dank an die Spanische Hofreitschule

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Foto: sternenkaiserin.com – Marie


„Lass mich noch ein bisschen träumen Marie.

Früher hab ich mir das Alles so schön vorgestellt, aber nichts davon ist so geworden, wie ich gehofft hatte….“

🌟Sisi🌟

Danke an die Burghauptmannschaft Österreich

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Foto: sternenkaiserin.com – Marie


Sei vorsichtig Minnerl, sonst reisst du mir wieder Haare aus!

Du weisst, das kann ich überhaupt nicht leiden!

🌟Sisi🌟

Vielen Dank für die Einladung Schloss Fuschl Resort & SPA

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Foto: sternenkaiserin.com – Marie


Es treibt dich fort von Ort zu Ort,

Du weißt nicht mal warum;

Im Winde klingt ein sanftes Wort,

Schaust dich verwundert um.

Die Liebe, die dahinten blieb,

Sie ruft dich sanft zurück:

O komm zurück, ich hab dich lieb,

Du bist mein einz′ges Glück!

Doch weiter, weiter, sonder Rast,

Du darfst nicht stillestehn;

Was du so sehr geliebet hast,

Sollst du nicht wiedersehn

🌟Sisi🌟

Heinrich Heine

(* 13.12.1797, † 17.02.1856)

Vielen Dank für die Einladung Albertina Museum ❤️

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Foto: sternenkaiserin.com – Marie


Dem Hunde, wenn er gut gezogen,

Wird selbst ein weiser Mann gewogen.

🌟Sisi🌟

Johann Wolfgang von Goethe

(1749 – 1832)

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Foto: artgraphy.at


Allnächtlich im Traume seh ich dich,

Und sehe dich freundlich grüßen,

Und lautaufweinend stürz ich mich

Zu deinen süßen Füßen.

Du siehst mich an wehmütiglich,

Und schüttelst das blonde Köpfchen;

Aus deinen Augen schleichen sich

Die Perlentränentröpfchen.

Du sagst mir heimlich ein leises Wort,

Und gibst mir den Strauß von Zypressen.

Ich wache auf, und der Strauß ist fort,

Und das Wort hab ich vergessen.

🌟Sisi🌟

Heinrich Heine

(* 13.12.1797, † 17.02.1856)

Vielen Dank für die Einladung Schloss Ruegers ❤️

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Foto: sternenkaiserin.com – Marie


Anfangs wollt ich fast verzagen,

Und ich glaubt, ich trüg es nie;

Und ich hab es doch getragen –

Aber fragt mich nur nicht, wie?

🌟Sisi🌟

Heinrich Heine

(* 13.12.1797, † 17.02.1856)

Vielen Dank für die Einladung Schloss Ruegers ❤️

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Foto: sternenkaiserin.com – Marie


Masquerade! Paper faces on parade

Masquerade! Hide your face so the world will never find you

Masquerade! Every face a different shade

Masquerade! Look around, there’s another mask behind you

Masquerade! Burning glances, turning heads

Masquerade! Stop and stare at the sea of smiles around you Masquerade!

Grinning yellows, spinning reds

Masquerade! Take your fill, let the spectacle astound you

🌟Sisi🌟

Songwriter: Andrew Lloyd-Webber / Charles Clinton Wilson Hart / Richard Henry Zachary Stilgoe

Vielen Dank für die Einladung Belvedere Museum und das Winterpalais Prinz Eugen

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Foto: Prinz Barbara Fotografin mit Herz


Vor Kälte ist die Luft erstarrt,

Es kracht der Schnee von meinen Tritten,

Es dampft mein Hauch, es klirrt mein Bart;

Nur fort, nur immer fortgeschritten!

Wie feierlich die Gegend schweigt!

Der Mond bescheint die alten Fichten,

Die, sehnsuchtsvoll zum Tod geneigt,

Den Zweig zurück zur Erde richten.

Frost! friere mir ins Herz hinein,

Tief in das heißbewegte, wilde!

Daß einmal Ruh mag drinnen sein,

Wie hier im nächtlichen Gefilde!

🌟Sisi🌟

Nikolaus Lenau

(1802 – 1850)

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Foto: artgraphy.at


Herz, mein Herz, was soll das geben?

Was bedränget dich so sehr?

Welch ein fremdes, neues Leben!

Ich erkenne dich nicht mehr.

Weg ist alles, was du liebtest,

Weg, warum du dich betrübtest,

Weg dein Fleiss und deine Ruh –

Ach, wie kamst du nur dazu!

Fesselt dich die Jugendblüte,

Diese liebliche Gestalt,

Dieser Blick voll Treu und Güte

Mit unendlicher Gewalt?

Will ich rasch mich ihr entziehen,

Mich ermannen, ihr entfliehen,

Führet mich im Augenblick,

Ach, mein Weg zu ihr zurück.

Und an diesem Zauberfädchen,

Das sich nicht zerreissen lässt,

Hält das liebe lose Mädchen

Mich so wider Willen fest;

Muss in ihrem Zauberkreise

Leben nun auf ihre Weise.

Die Verändrung, ach, wie gross!

Liebe! Liebe! Lass mich los!

🌟Sisi🌟

Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832)

Vielen Dank für die Einladung an das Palais Ferstl

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Foto: Charlotte Schwarz|Fotogräfin 2017


Der Mensch ist frei geschaffen, ist frei,

Und würd er in Ketten geboren,

Laßt euch nicht irren des Pöbels Geschrei,

Nicht den Mißbrauch rasender Toren.

Vor dem Sklaven, wenn er die Kette bricht,

Vor dem freien Menschen erzittert nicht.

🌟Sisi🌟

Friedrich von Schiller

(1759 – 1805)

Vielen Dank für die Einladung den Wappensaal Klagenfurt und Ernst Bauer ❤️  

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Foto: sternenkaiserin.com – Marie


Wer mit den wenigsten und einfachsten Symbolen das Meiste und das Bedeutendste ausspricht, der ist der größte Künstler.

🌟Sisi🌟

Heinrich Heine

1797 – 1856

Vielen Dank für die Einladung Schloss Fuschl Resort & SPA

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Foto: sternenkaiserin.com – Marie


Der Januar, meist fad und kühl,

er bringt nur wenig Wohlgefühl.

Das Tageslicht, es hält nicht lang,

kein Vöglein singt mit schönem Klang.

~ Marie ~

Gedichte von Norbert van Tiggelen

‼️‼️ Info an alle: Auf unseren Winterbildern trägt unsere Sisi Pelzmäntel, -hüte und/oder Capes. Das war im 19. Jahrhundert – vor allem bei den Adeligen und Reichen dieser Welt – ein Statussymbol. So trug natürlich auch eine Kaiserin Pelz! Unsere Sternenkaiserin hat uralte Pelzmäntel und Pelzjacken, die ihr geschenkt wurden, verarbeitet. Niemals würden wir Tieren so derartig schaden. Aber bestehende Pelzmäntel oder -jacken wegzuwerfen, halten wir für ein Sakrileg. Wir bitten daher um Verständnis, dass auch unsere Sisi im Winter als Kaiserin Elisabeth Pelz trägt. Privat trägt sie selbstverständlich keinen. Danke ‼️‼️

💜💜lichen Dank an Schlosspark Laxenburg für die Einladung 💜

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Foto: sternenkaiserin.com 


[bezahlte Partnerschaft]

Jetzt komm schon Marie, das bisschen Regen wirst du schon aushalten.

Immer diese Ausreden, zu kalt, zu warm, zu trocken.. zu nass!

Es bleibt dir doch sowieso nichts anderes übrig als mich zu begleiten, dann kannst du auch gleich aufhören zu Jammern!

🌟Sisi🌟

Vielen Dank für die Einladung Trauttmansdorff – Die Gärten / I Giardini / The Gardens ❤️

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Foto: sternenkaiserin.com – Marie


„Marie, es war eine wunderbare Idee von dir nach Ungarn zu fahren. Hier ist wenigstens alles Grün und nicht so Grau und erstarrt wie in Wien. Komm, gehen wir spazieren.“

„Es freut mich Majestät, dass meine Idee auf Zuspruch gestoßen ist.“

~ Marie ~

💜lichen Dank an Wasserschloss Totzenbach für die Einladung 💜

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Foto: Prinz Barbara Fotografin mit Herz


Pssst, Majestät möchte nicht gestört werden.

~ Marie ~

💜lichen Dank Schloss Ruegers für die Einladung 💜

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Foto: Prinz Barbara Fotografin mit Herz


Zu öd und traurig selbst den Heidewinden

Sind diese winterlichen Einsamkeiten,

Nur Schnee und Schnee ringsum in alle Weiten,

Nur stiller, keuscher, kalter Tod zu finden.

Hier ists umsonst, nach frohem Ton zu lauschen,

ögel sind geflohn von diesem Grabe,

Der Schnabel in die Federn hüllt der Rabe,

Und eingefroren ist der Bäche Rauschen.

Sieht man den Wald so tief in Tod versunken,

Will mans nicht glauben, dass er jemals wieder

Aufgrünt im Lenz, dass je hier seine Lieder

Ein Vogel singt, vom Frühlingshauche trunken.

🌟Sisi🌟

Nikolaus Lenau 1802-1850

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Foto: artgraphy.at


Sieh doch den Wettersturm am Himmel!

sieh doch die Wolken um die Höhn!

Ich aber sag: das geht vorüber

und auf den Abend wird es schön!

Gebt mich nur frei und laßt mich’s wagen,

ein bißchen auch mir selbst zu traun!

Was frommt es denn, altjungfer-ängstlich

nach jedem Nebel auszuschaun!?

Nur frei sein muß ich! frei und … ehe

der Zorn zum Sieg in mir erlahmt

und was ich Großes möchte, elend

in Alltagströdel sich verkramt!

Noch trägt zu stolzbekränzten Zielen

ein jauchzend Hoffen mich empor …

und bis zu Ende sei gehalten,

was meiner Jugend ich beschwor!

Und grollten rings auch tausend Wetter

und droht es noch so von den Höhn …

laß drohn, was will! es geht vorüber

und auf den Abend wird es schön!

~ Marie ~

Cäsar Flaischlen (1864 – 1920)

💜lichen Dank an Schloss Esterházy für die Einladung 💜

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Foto: sternenkaiserin.com – Marie


Bild, schön ohnegleichen,

Lieb mir und verwandt:

Ebene, du weiße,

Vollmond überm Land,

Licht der hohen Himmel,

Schnee – ein Funkeln, zart,

Und der fernen Schlitten

Einsam stille Fahrt.

🌟Sisi🌟

Afanassi Afanassjewitsch Fet

(1820 – 1892)

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Foto: artgraphy.at


„Ida bitte les weiter, ich möchte gern noch ein Gedicht von Heine hören!“

🌟Sisi🌟

Vielen Dank für die Einladung an Schloss Ruegers❤️

[Werbung wegen Verlinkung, nicht bezahlt]

Foto: sternenkaiserin.com – Marie

….ein Kleid für alle Fälle 😉

#dollypartonchallange

🌟Sisi🌟

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Foto: sternenkaiserin.com – Marie


[bezahlte Partnerschaft]

Atme in mir, du Heiliger Geist

Atme in mir, du Heiliger Geist,

dass ich Heiliges denke.

Treibe mich, du Heiliger Geist,

dass ich Heiliges tue.

Locke mich, du Heiliger Geist,

dass ich Heiliges liebe.

Stärke mich, du Heiliger Geist,

dass ich Heiliges hüte.

Hüte mich, du Heiliger Geist,

dass ich das Heilige nimmer verliere.

🌟Sisi🌟

Unbekannter Verfasser

Vielen Dank an Trauttmansdorff – Die Gärten / I Giardini / The Gardens

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Foto: sternenkaiserin.com – Marie


Alles Vergängliche

Ist nur ein Gleichnis;

Das Unzulängliche,

Hier wird’s Ereignis;

Das Unbeschreibliche,

Hier ist’s getan;

Das Ewig-Weibliche

Zieht uns hinan.

🌟Sisi🌟

Johann Wolfgang von Goethe

(1749 – 1832)

Vielen Dank für die Einladung Schloss Eckartsau❤️

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Foto: sternenkaiserin.com – Marie


Wo ich bin, mich rings umdunkelt

Finsternis, so dumpf und dicht,

seit mir nicht mehr leuchtend funkelt,

Liebste, deiner Augen Licht.

Mir erloschen ist der süßen

Liebessterne goldne Pracht,

Abgrund gähnt zu meinen Füßen –

nimm mich auf, uralte Nacht!

🌟Sisi🌟

Heinrich Heine (1797 – 1856)

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Foto: artgraphy.at


Die Nacht senkt ihre weichen Arme,

Über die Welt und sendet Ruh.

Schließt eure Augen, habt Erbarmen.

Die Dunkelheit deckt alles zu.

Für kurze Zeit, wir finden Frieden.

Der Schlaf lockt mit Vergessenheit.

Geschichten, die wir heut‘ geschrieben.

Sind nicht für alle Ewigkeit.

Nur kurz wir auf der Erde weilen

Nicht immer bleibt etwas zurück.

Manch‘ Wunde wird nie wieder heilen.

Nicht alle finden etwas Glück.

Viel Leid manch einer hat gesehen.

Die Unschuld uns schon früh geraubt.

Der Geist, zu klein um zu verstehn.

Annehmen kann nur der, der glaubt.

Der Morgen von allein wird kommen.

Die Hoffnung dann erneut erwacht.

Wir haben uns viel vorgenommen,

Denn irgendwo, ist immer Nacht.

~ Marie ~

Margot S. Baumann

💜lichen Dank an Schloss Ruegers für die Einladung 💜

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Foto: sternenkaiserin.com – Marie

Die Bäume glitzern rings im Eise,

Unheimlich lautlos rieselt Schnee.

Die weichen Flocken decken leise

Der Blumen letztes Todesweh.

Nur zwischen starren Zweigen hangen

Noch rote Beeren, frisch und licht,

Ein täuschend Leben! Rosenwangen

Auf einem Leichenangesicht.

Die gold’ne Sonne strahlt wie immer,

Doch wärmt sie nicht das öde Land.

An Menschenaugen mahnt ihr Schimmer,

Die falsch und treulos man erkannt.

🌟Sisi🌟

Marlitt

(1825 – 1887)

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Foto: artgraphy.at


Weinet nicht an meinem Grab um mich;

Ich bin nicht dort, ich schlafe nicht.

Ich bin der Wind über dem See,

Kristallglitzer auf dem Winterschnee.

Ich bin am Tag das Sonnengold,

ich bin der Regen herbstlich hold.

Ich bin das tiefe Himmelsblau,

der schöne, frische Morgentau.

Sucht mich und blickt im Dunkeln in die Ferne –

bei Nacht bin ich das Funkeln der Sterne.

Zündet für mich eintausend Kerzen an,

und vergeßt mich nie – keine Sekunde lang.

Steht nicht am Grab, die Augen rot.

Ich bin nicht dort, ich bin nicht tot.

~ Marie ~

Unbekannt, Nachruf

💜lichen Dank an Schloss Wallsee für die Einladung 💜

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Foto: Prinz Barbara Fotografin mit Herz


Liebe berauscht, sagt man.

Liebe ernüchtert, sagt man.

Liebe läßt klar sehen, sagt man.

Liebe macht blind.

Liebe verdirbt.

Liebe veredelt.

Liebe stärkt.

Liebe schwächt.

Liebe bringt Pein,

und Liebe bringt Glück.

Wo, wer ist jener Sagtman?

Liebe macht gar nichts, erwidere ich ihm.

Wir machen die Liebe zu dem, was sie uns wird.

🌟Sisi🌟

Gottfried Keller

(1819 – 1890)

Vielen Dank für die Einladung an Schloss Fuschl Resort & SPA

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Foto: sternenkaiserin.com – Marie


„Majestät, Graf Grünne hat diese Dokumente vorbeigebracht. Seine Majestät bittet Ihre Majestät diese zu unterfertigen. Graf Grünne wartet so lange.“

~ Marie ~

💜lichen Dank an Palast Hohenems für die Einladung 💜

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