Tag-Archiv | Marie von Festetics

Wie wird man eine Kaiserin?

Immer wieder stellt man mir diese Frage, deswegen will ich sie Euch nun beantworten Muss man dazu einen Kaiser heiraten? Früher einmal ja, heute nein!

Viele von Euch mögen es für ein Märchen halten und weil alle Märchen immer mit „es war einmal…“ beginnen, fange ich ebenso an.

Es war einmal …

….ein Ball in Bad Ischl, zu dem Tanzpaare aus ganz Österreich anreisten.

Die „Ballmutter“ war eine liebe Freundin von mir und da sie meine Tanzleidenschaft kannte, war es nicht verwunderlich, dass sie mich überredete, die Eröffnung zu tanzen.

Welche Geschichte hätte besser zu Ischl gepasst als die von Kaiser Franz Josef und seiner Sisi?

Nach fast einem halben Jahr Kostüm- und Tanzproben war es so weit, die Fledermausquadrille erklang im Theaterhaus Bad Ischl, Tanzpaare tuschelten, verneigten sich, tanzten miteinander…

Le quadrille français, Pantalon, Été…

Und dann setzte die Musik aus, ein Scheinwerfer erhellte die Tanzfläche, der junge Kaiser betrat das Ischler Parkett, eine rote Rose in der Hand.

Angespanntes Schweigen gefolgt von einem leisen Raunen der Menge rund um mich.

Der Kaiser verneigte er sich vor mir….

Da man einem Kaiser keinen Korb gibt, wie schon Erzherzogin Sophie sagte, nahm ich die Rose an.

Die ersten Takte des Kaiserwalzers gehörten nur uns allein. Ein Gefühl, das ich nie wieder vergessen werde.

Aller Augen auf uns beide gerichtet, jeder Schritt, jede Bewegung war einstudiert und dennoch war meine größte Angst aufs Kleid zu treten oder gar hin zu fallen.

Eine Handbewegung und der Hofstaat setzte in den Walzerreigen ein, tosender Applaus erklang und wir verneigten uns vor dem Publikum 

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Foto: sternenkaiserin.com – Sisi

Aus diesem einem Ball, dieser einen Märchennacht,  wurde ein jahrelanges Hobby, getrieben vom Anspruch immer steigender Perfektion.

Als „Tourismus Kaiserin“ von Bad Ischl wurde ich auch das Gesicht Kaiserin Elisabeths der Sisi Straße..

Es folgten unzählige Publikumsveranstaltungen, von der Dampflok bis zum Handkuss von Franz Klammer.

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Foto: sternenkaiserin.com – Sisi

So unterschiedlich wie das Programm mussten in meinen Augen auch die Kleider sein!

Für mich war der Anspruch, die ehemals „schönste Frau der Monarchie“ darzustellen,  immer weit mehr als das vom Tourismus gezeichnete Bild vom „weißen Kleid und den Sternen in den Haaren“.


Wer kennt es nicht, das weltberühmte Gemälde von F.X.Winterhalter:

Die Kaiserin im Sternenkleid und den Diamantsternen im kunstvoll geflochtenen Haar? Mehr über dieses sagenumwobene Kleid findet ihr hier:

Das Sternenkleid – Kleid aller Kleider

Aber wer weiß schon, dass dieses Kleid eigentlich nur ein Ballkleid war, das Elisabeth zur Hochzeit ihres Bruders trug?

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Foto: sternenkaiserin.com – marie

Es ist doch kurzsichtig zu denken, eine Kaiserin ginge 365 Tage im Jahr in einem solchen Aufzug durchs Leben!


Eine Dame zu der Zeit wechselte bis zu 5 mal am Tag die Garderobe!

Es gab Morgenkleider, Tageskleider, Dinnerkleider, Reitkleider, eigene Trauerkleider und selbstverständlich auch Ballkleider, Galakleider, Krönungskleider und das in unzähligen unterschiedlichen Modeepochen!

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Foto: sternenkaiserin.com – Marie

Elisabeth durchlebte eine Zeit der modischen Veränderungen und galt als Trendsetterin! Am Höhepunkt ihrer Schönheit stand die Krinoline, während hingegen am Ende ihres Lebens keinerlei Reifröcke mehr getragen wurden!

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Foto: sternenkaiserin.com – Marie

Ich begann mich mit der Mode der damaligen Zeit intensiv zu beschäftigen und die jeweils zum Anlass passenden Kleider zu schneidern.

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Foto: sternenkaiserin.com – Marie

Ihr könnt mir glauben, es war nicht immer einfach die Vorstellung eines Kleides in die Tat umzusetzen. Da ich keine gelernte Kostümschneiderin bin, brachte mich meine Fantasie immer wieder an die Grenzen des Machbaren.

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Foto: sternenkaiserin.com – Marie

Ihr könnt Euch nicht vorstellen, wie es jetzt nach fast 8 Jahren bei mir zu Hause aussieht.

Zwei Räume randvoll mit Kleidern, Hüten, Schirmen, Handschuhen etc.

Kleider für alle Jahreszeiten, Pelzmäntel, Muffs, Strohhüte, Schnürschuhe und unzählige Accessoires stapeln sich in Kisten und Kartons!

Von der Zither bis zum Tintenfass, dem Rosenkranz und Taschentüchern mit Monogramm, es wird immer mehr…

Geschirr, Waschschüsseln, Silberbesteck, alles was in einem Haushalt des 19. Jahrhunderts Verwendung fand, stapelt sich inzwischen bei mir.

Manches vom Flohmarkt, manches edle Geschenk von Freunden und Familie, auch einige Geschenke von treuen Fans sind dabei und werden immer wieder zum „Beiwerk“ auf Maries Fotos.

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Foto: sternenkaiserin.com – Marie

Zu Beginn war ich zugegebener Maßen mehr „touristisch“ als „historisch“, ich wusste es aber auch nicht anders… mit jedem Kleid, mit jedem Schloss lerne ich immer noch dazu.

Bücher über Korsettentwicklung stehen neben Ratgeber für adelige Damen und dem großen Ellmayer in meinen Regalen.

Die Unterwäsche einer Kaiserin (hier mehr dazu)

„Eine Krinoline macht noch lange keine Kaiserin!“

Diese Zeit ist eine Lebenseinstellung!

Benimm und Etikette bestimmen jede Bewegung!

Was ein Fächer alles verspricht… (hier mehr dazu)

Inzwischen lege ich großen Wert auf korrekte Bekleidung und trage diese wenn möglich auch dementsprechend bis ins letzte Detail!


Der Fixpunkt in meinem „Elisabeth – Jahr“ wurde das Traubenfest in Meran. Mit den Gärten von Schloss Trauttmansdorff habe ich einen wundervollen Partner gefunden, um für ein paar Tage im Jahr die Kaiserin in Meran aufleben zu lassen. Dieser erste Besuch damals war der erste Anlass um ein bestimmtes Kleid zu nähen. Denn eines war klar, wenn ich auf diesem Balkon stehen würde, dann in genau diesem Kleid. 😉

Für mich ist es immer wieder etwas ganz Besonderes wenn ich meine  inzwischen liebgewonnenen Freunde in Südtirol besuchen darf!

Schloss Trauttmannsdorff – Die schwarze Frau von Meran (hier mehr dazu)

Foto: sternenkaiserin.com – Marie


Zahlt diese Kleider jemand?

Nein!

Es ist nur ein Hobby!

Mein Hobby!

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Foto: sternenkaiserin.com – Marie

Wieso tue ich mir das an?

Nähe Tage- und Wochen- manchmal Monatelang an einem einzigen Kleid.

Lasse mich bis zu 15 Stunden ins Korsett schnüren.

Flechte stundenlang meine Haare.

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Foto: sternenkaiserin.com – Marie

Ganz einfach, weil ich es liebe und mit Marie einen Menschen gefunden habe, der mir all meine Träume ermöglicht!

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Foto: Prinz Barbara Fotografie mit Herz

Jemand, der diese Liebe mit mir teilt!

Weil es für mich immer wieder berührend ist, wie die Menschen reagieren, nicht nur kleine Mädchen, die plötzlich eine Prinzessin vor sich sehen, Erwachsene allen Alters, egal ob Mann oder Frau, kaum jemand, dem nicht plötzlich ein Lächeln im Gesicht erscheint, wenn er mich erblickt.

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Foto: sternenkaiserin.com – Sisi

Als Marie vor 3 Jahren in mein Leben trat dachte ich mir nur:  wieder eine, die mir das Blaue vom Himmel verspricht, die neben mir glänzen will.

Aber auch wenn ich eigentlich bereits mit diesem so speziellen Hobby abgeschlossen hatte, war da doch etwas an ihr, etwas das mich ihr glauben lies.

Sie schleppte mich nach Wien und ich tat es nur, um sie nicht zu enttäuschen, nicht weil ich zu dem Zeitpunkt noch an mich glaubte… den Glauben hatte ich längst verloren, war verraten und verkauft…

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Foto: sternenkaiserin.com – Marie

Aber Marie glaubte an mich! Vom ersten Tag an, an dem sie mich sah.

Ein Jahr voller Träume… (wenn ihr wissen wollt wie Mariechen mich zum ersten Mal sah, könnt ihr das hier erfahren)

Von all den unzähligen Menschen, die sich um mich scharrten, die durch mich zum Kaiser, zum Adjutant, zur Hofdame, zu was auch immer wurden, waren am Ende nur noch zwei über!

Marie und Ida!

Die treuesten Begleiterinnen der Kaiserin! Eine Freundschaft, die bis ans Lebensende gehalten hatte…

Und nach all den Enttäuschungen habe ich auch meine Marie gefunden, oder eigentlich sie mich!

…sie ist die Seele die mich verstand.

Ihre Perfektion trieb mich und treibt mich immer weiter, schönere Kleider, perfektere Haare… mit jedem Besuch, jedem Shooting werden wir besser.

Verstehen uns blind, agieren wie ein altes Ehepaar…


Neben all den historischen Kleidern gibt es aber auch noch eine zweite Kollektion.

Die Filmkleider!

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Foto: sternenkaiserin.com – Marie

Wer von uns kennt nicht die Filme mit Romy Schneider?

Sissi, die bayrische „Prinzessin“, die sich in den Kaiser verliebt und dann vom Wiener Hof mit der bösen Schwiegermutter flüchtet?

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Foto: sternenkaiserin.com – Marie

Das gelbe Kleid aus Madeira, das weiße Kleid vom Schiff, oder Sissi´s Reitkleid aus Ungarn sind nur einige der Filmkleider die inzwischen in meiner Kleiderkammer hängen.

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Foto: sternenkaiserin.com – Marie

Egal in welchem Kleid, ob nun mit oder ohne Sternen – die ich ausschließlich nur zu diesem einem bestimmten Kleid trage – gibt es kaum jemanden, der nicht erkennt, wen er vor sich hat….


„Gibt es ein Tutorial zu deiner Frisur?“

Auch so eine Frage, die ich immer wieder gestellt bekomme.

Nein gibt es nicht und wird es auch nie geben!

Ich habe fast 7 Jahre lang geflochten und probiert, bis ich den Dreh raus hatte. Denn ihr könnt Euch vorstellen, dass es  unmöglich ist, auf Reisen auf gut Glück zum örtlichen Frisör zu gehen, ihm eine Schachtel voll Haarnadeln hin zu halten und dann zu erwarten, dass er ohne zu üben mit Haaren die bis über den Hintern reichen, eine solche Frisur zaubert, die dann auch noch den ganzen Tag hält…

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Foto: sternenkaiserin.com – Marie

Also blieb mir nichts anderes übrig als genau das selbst zu lernen und deswegen ist und bleibt das auch mein Geheimnis!

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Foto: sternenkaiserin.com – Marie

Denn schon Ludwig von Bayern sagte: „ein ewiges Rätsel will ich bleiben“

Ich hoffe der Einblick in meine kaiserliche Welt hat Euch gefallen und ihr seid auch weiterhin dabei, wenn es heißt:

„Die Kleider sind gepackt….“

Interview auf der „the munich show“ in München/Video: sternenkaiserin.com – marie

Eure Sisi


Rechtliche Hinweise:
Text: Sisi
Fotorechte: sternenkaiserin.com
Videorechte: sternenkaiserin.com

Träume und Gedichte – Mai

Es fällt ein Stern herunter
Aus seiner funkelnden Höh‘!
Das ist der Stern der Liebe,
Den ich dort fallen seh.

Es fallen vom Apfelbaume
Der Blüten und Blätter viel!
Es kommen die neckenden Lüfte
Und treiben damit ihr Spiel.

Es singt der Schwan im Weiher,
Und rudert auf und ab,
Und immer leiser singend,
Taucht er ins Flutengrab.

Es ist so still und dunkel!
Verweht ist Blatt und Blüt‘,
Der Stern ist knisternd zerstoben,
Verklungen das Schwanenlied

🌟Sisi🌟

Heinrich Heine

Vielen Dank für die Einladung an
Schloss Laudon 💜

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Foto: sternenkaiserin.com – Marie


Nur ich, die schier wie Verfluchte,
Ich, Feenkönigin,
Ich finde nie das Gesuchte,
Nie den verwandten Sinn.

Umsont verschied’ner Malen
Stieg ich vom Lilienthron;
Es währte mein Gefallen
Nie lang am Erdensohn.

🌟Sisi🌟

Elisabeth von Österreich

Vielen Dank für die Einladung an
Trauttmansdorff – Die Gärten / I Giardini / The Gardens❤️

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Foto: sternenkaiserin.com – Marie


Kam er oder kam er nicht?
Sicher wird er meiner warten,
Lief von links die Katze auch
Übern Weg mir schon im Garten.
Zwar die Mutter fest und steif
Glaubt, das muß stets Unglück bringen,
Aber alte Leute sind
Wunderlich in solchen Dingen.

Kätzchen schlich ins Grüne nur,
Einen Vogel sich zu fangen.
Ach, mir ist der schönste schon
Längst und leicht ins Netz gegangen.
Wo sich aus dem Park ins Feld
Stehlen die umbuschten Wege,
Lief er eines Sonntags früh
Ahnungslos mir ins Gehege.
Dorthin hat er heute auch
Mich zum Rendezvous geladen.

Komm ich auch ein wenig spät,
Etwas Warten kann nicht schaden.
Allzupünktlich jetzt schon sein,
Kann den Herrn mir leicht verwöhnen.
Schmollt er, wird ein Küßch nicht schaden.
Allzupünktlich jetzt schon sein,
Kann den Herrn mir leicht verwöhnen.
Schmollt er, wird ein Küßchen schnell
Den verliebten Schelm verwöhnen.

🌟Sisi🌟

Gustav Falke

Vielen Dank für die Einladung an
Schloss Fuschl Resort & SPA💜

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Foto: sternenkaiserin.com – Marie


Im Walde wohnt mein Leid,
ich darf es niemand klagen,
zum Walde muß ich’s tragen,
zur tiefsten Einsamkeit.

Kommt je in künftiger Zeit,
ein Mensch zu jenen Gründen,
im Walde kann er finden
mein scheues Herzeleid.

Sieht er im Walde weit,
recht einsam und verschwiegen,
die tiefsten Schatten liegen,
das ist mein finstres Leid.

🌟Sisi🌟

Ludwig Uhland

Vielen Dank für die Einladung an
@hotel adria meran

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Foto: sternenkaiserin.com – Marie


Etwas in mir ist anders,
etwas in mir erwacht;
ich halt‘ die Regeln nicht ein, die mir ein and’rer macht.
Ich habe mich entschieden:
ich träum‘ nicht länger, ich leb‘.
Ich schließe meine Augen,
ich lass‘ los und schweb‘.
Und fühl‘ mich frei, so frei und schwerelos.
Nur mir noch treu und frei und schwerelos.

Mir setzt man keine Grenzen,
ich halt‘ mich nicht daran.
Auch wenn nicht alles geht;
ich will selbst sehen, was ich kann.
Zu lang‘ wollt‘ ich geliebt sein, darum spielte ich ihr Spiel.
Ist das der Preis für Liebe, kostet sie zuviel!
Jetzt bin ich frei, so frei und schwerelos.
Aus und vorbei, ich bin frei und schwerelos
und niemand fängt mich ein.

🌟Sisi🌟

Wicked – Frei und schwerelos
Stephen Schwartz

Vielen Dank für die Einladung an
Schlosspark Laxenburg 💜

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Foto: sternenkaiserin.com – Marie


❤️❤️ Danke an unser Minnerl ❤️❤️

Vor genau einem Jahr hat unser Minnerl ihren „Dienst“ angetreten und ist seither ein unverzichtbarer Teil der Sternenkaiserin.

Auch diesem Weg möchte ich Dir meine Liebe DANKE sagen! 
Ich freue mich auf viele weitere Abenteuer mit Dir!

🌟Deine Sisi🌟

Vielen Dank für die Einladung an
Schloss Eckartsau 💜

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Foto: sternenkaiserin.com – Marie


Unsre Seelen bleiben freilich,
In platonischer Empfindung,
Fest vereinigt, unzerstörbar
Ist die geistige Verbindung.

Ja sogar im Trennungsfalle
Fänden sie doch leicht sich wieder;
Denn die Seelen haben Flügel,
Schnelles Schmetterlingsgefieder;

Und dabei sind sie unsterblich,
Und die Ewigkeit ist lange;
Und wer Zeit hat und wer suchet
Findet, was er auch verlange.

🌟Sisi🌟

Heinrich Heine

Vielen Dank für die Einladung an
Schlosspark Laxenburg💜

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Foto: sternenkaiserin.com – Marie


Singen die Vöglein im grünen Wald,
Klingen die Bächlein bergunter,
Lockt es den Alten mit Lustgewalt,
Klopfet das Herz ihm so munter:
Denket der Wonnen verschiedener Lenze,
Denket der Kränze und denket der Tänze,
Fallen auch Tränen herunter.

Singet und klinget! Das Heute ist mein.
Heut‘ will ich singen und klingen
Lustig mit spielenden Kindern feldein,
Fröhlich mit fröhlichen Dingen,
Will mir bekränzen die Locken, die greisen:
Bald muß ich hinnen und wandern und reisen,
Wo mir die Vögel nicht singen.

~ Marie ~

Ernst Moritz Arndt

💜lichen Dank an das wunderschöne Schlosspark Laxenburg für die Einladung 💜

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Foto: sternenkaiserin.com – Marie


O wonnigliche Reiselust,
an dich gedenk ich früh und spat!
Der Sommer naht, der Sommer naht,
Mai, Juni, Juli und August,
da quillt empor,
da schwillt empor
das Herz in jeder Brust.

Ein Tor, wer immer stille steht,
drum Lebewohl und reisen wir!
Ich lobe mir, ich lobe mir
die Liebe, die auf Reisen geht!
Drum säume nicht und träume nicht,
wer meinen Wink versteht.

🌟Sisi🌟

August von Platen-Hallermünde

Vielen Dank für die Einladung an
Schloss Fuschl Resort & SPA 💜

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Foto: sternenkaiserin.com – Marie


Dich, Gott, loben wir,
dich, Herr, preisen wir.
Dir, dem ewigen Vater,
huldigt das Erdenrund.
Dir rufen die Engel alle,
dir Himmel und Mächte insgesamt,
die Kerubim dir und die Serafim,
mit niemals endender Stimme zu:
Heilig, heilig, heilig
der Herr, der Gott der Scharen!
Voll sind Himmel und Erde
von deiner hohen Herrlichkeit.
Dich preist der glorreiche Chor der Apostel;
dich der Propheten lobwürdige Zahl;
dich der Märtyrer leuchtendes Heer;
dich preist über das Erdenrund
die heilige Kirche;
dich, den Vater unermessbarer Majestät;
deinen wahren und einzigen Sohn;
und den Heiligen Fürsprecher Geist.
Du König der Herrlichkeit, Christus.
Du bist des Vaters allewiger Sohn.
Du hast der Jungfrau Schoß nicht verschmäht,
bist Mensch geworden,
den Menschen zu befreien.
Du hast bezwungen des Todes Stachel
und denen, die glauben,
die Reiche der Himmel aufgetan.
Du sitzest zur Rechten Gottes
in deines Vaters Herrlichkeit.
Als Richter, so glauben wir,
kehrst du einst wieder.
Dich bitten wir denn,
komm deinen Dienern zu Hilfe,
die du erlöst mit kostbarem Blut.
In der ewigen Herrlichkeit
zähle uns deinen Heiligen zu.
Rette dein Volk, o Herr,
und segne dein Erbe;
und führe sie
und erhebe sie bis in Ewigkeit.
An jedem Tag benedeien wir dich
und loben in Ewigkeit deinen Namen,
ja, in der ewigen Ewigkeit.
In Gnaden wollest du, Herr,
an diesem Tag uns ohne Schuld bewahren.
Erbarme dich unser, o Herr,
erbarme dich unser.
Lass über uns dein Erbarmen geschehn,
wie wir gehofft auf dich.
Auf dich, o Herr,
habe ich meine Hoffnung gesetzt.
In Ewigkeit werde ich nicht zuschanden.

🌟Sisi🌟

Vielen Dank für die Einladung an
Schlosspark Laxenburg 💜

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Foto: sternenkaiserin.com – Marie


Zum Reigen herbei
Im fröhlichen Mai!
Mit Blüten und Zweigen
Bekränzt euch zum Reigen!
Im fröhlichen Mai
Zum Reigen herbei!

Zum Reigen herbei!
Mit Jubelgeschrei
Die Vögel sich schwingen,
Sie rufen und singen
Mit Jubelgeschrei:
Zum Reigen herbei!

🌟Sisi🌟

Hoffmann von Fallersleben

Vielen Dank für die Einladung an Schloss Eckartsau

 

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Foto: sternenkaiserin.com – Marie


„Jetzt komm schon, Marie. Verbotene Räume sind zum inspizieren da. Die Erzherzogin und ihre Spitzel weilen in Bad Ischl, was soll schon passieren?“

„Majestät, ganz wohl ist mir bei der Sache nicht. Aber neugierig bin ich auch…. “

~ Marie ~ 

💜lichen Dank dem wunderschönen Wasserschloss Laudon für die Einladung 💜 

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Foto: sternenkaiserin.com – Marie


Gern bin ich allein an des Meeres Strand,
Wenn der Sturmwind heult und die See geht hohl,
Wenn die Wogen mit Macht rollen zu Land,
O wie wird mir so kühn und so wonnig und wohl!

Die segelnde Möwe, sie ruft ihren Gruß
Hoch oben aus jagenden Wolken herab;
Die schäumende Woge, sie leckt meinen Fuß,
Als wüßten sie beide, wie gern ich sie hab‘.

Und der Sturm, der lustig das Haar mir zaust,
Und die Möw‘ und die Wolke, die droben zieht,
Und das Meer, das da vor mir brandet und braust,
Sie lehren mich alle manch herrliches Lied.

Doch des Lebens erbärmlicher Sorgendrang,
O wie sinkt er zurück, wie vergess‘ ich ihn,
Wenn die Wogenmusik und der Sturmgesang
Durch das hoch aufschauernde Herz mir ziehn!

~ Marie ~

Hermann Ludwig Allmers

 Dank dem wundervollen Schloss Ruegersfür die Einladung 

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Foto: sternenkaiserin.com – Marie


„Sind die Kleider endlich gepackt Marie?
Du weisst doch, Graf Pilati erwartet uns morgen auf der Burg Hardegg!

Ich bin schon gespannt, ob wir dort auch eine so schöne Rüstung sehen werden!“

🌟Sisi🌟

Vielen Dank für die Einladung an
Gartenschloss Herberstein 

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Foto: sternenkaiserin.com – Marie


Gedanken sind wie Regentropfen: Manche verflüchtigen sich, bevor sie überhaupt die Erde berühren – aus anderen werden mitreißende Bäche und Flüsse.

~ Marie ~

Natunika

💜lichen Dank dem wundervollen Gartenschloss Herberstein für die Einladung 💜 

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Foto: sternenkaiserin.com – Marie


Wenn der Mensch je eine große Eroberung gemacht hat,
so ist es die, dass er sich das Pferd
zum Freund gewonnen hat!

🌟Sisi🌟

Unbekannt

Vielen Dank für die Einladung an
Spanische Hofreitschule

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Foto: sternenkaiserin.com – Marie


Meine liebe Mutter du,
ich will dir Blumen schenken.
Was ich dir sagen will dazu,
das kannst du dir schon denken.

Ich wünsch dir Glück und Fröhlichkeit,
die Sonne soll dir lachen!
So gut ich kann und allezeit
will ich dir Freude machen.

Denn Muttertage, das ist wahr,
die sind an allen Tagen.
Ich habe dich lieb das ganze Jahr,
das wollte ich dir sagen.

🌟Sisi🌟

Ursula Wölfel

Vielen Dank für die Einladung an
Südbahnhotel Semmering 💜

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Foto: sternenkaiserin.com – Marie


Der Flieder am Tor
dringt rötlich hervor,
das himmlische Blau
erduftet im Tau.
Noch blendets vom Blühn,
schon rieselt es grün
und flimmert und bebt,
von Licht überschwebt.
O seliger Mai
und morgen vorbei:
ein trunkener Zug,
ein blitzender Flug!

🌟Sisi🌟

Richard von Schaukal

Vielen Dank für die Einladung an
Schloss Eckartsau💜

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Foto: sternenkaiserin.com – Marie


Liebe Sisi!
Liebe Maria José!
Liebe Ida!
Liebe Sternenkaiserin-Freunde!

Was soll ich sagen? Was soll ich sagen, wenn mich etwas so großes sprachlos macht? Wie soll man etwas in Worte fassen, was so unerreichbar schien?

10 Tsd. Follower auf Instagram.

Ich lasse das einmal so stehen.

Und doch. Nein, gerade deswegen:
ein Rückblick

27.12.2016
Nach einer katastrophalen Ballnacht, einer üblen Nachrede auf Facebook und Bösartigkeiten verbohrter Menschen, wollte Sisi aufhören. Eine Katastrophe! Ich überredete sie: „Erfinde dich neu. Geh gestärkt aus der Affäre heraus. Reiche mir die Hand. Ich helfe dir. Träumen wir gemeinsam.“

Sie reichte mir ihre Hand und aus einer Ischler Touristenattraktion wurde die „Sternenkaiserin“.

Erfinde dich neu….

Ich trat in den Hintergrund und arbeitete auf Hochtouren: Webseite, Insta, Facebook.

Die ersten Anrufe wurden getätigt. Das erste richtig große Shooting ist bis heute Sisis Herzensshooting: Kaiserin Elisabeths Hofsalonwagen im TMW – Technisches Museum Wien.

Komm gestärkt zurück….

Und wie gestärkt sie plötzlich war. Es folgte der Besuch bei Gräfin Alix im Schloss Artstetten. Die Ur-Enkelin von Erzherzog Franz Ferdinand: „Wie die Tante…“

Geh den Weg mit mir…

Und wir gingen: ins Schloss Wallsee, welches bis heute im Privatbesitz von Margaretha von Habsburg-Lothringen ist. Die Ur-Enkelin von Erzherzogin Marie Valérie. Ins Renaissanceschloss Greillenstein zur Gräfin Elisabeth Kuefstein, geb. Prinzessin Elisabeth von Bayern; ebenfalls eine Ur-Enkelin von Erzherzogin Marie Valérie.

Und wir gingen und gingen…

Sie kniete am Betstuhl von Erzherzog Franz Ferdinand im Schloss Eckartsau, stand im Reitkleid in der Spanische Hofreitschule, besuchte die Rudolfsvilla in Reichenau an der Rax (heute Sisi Schloss) und aß kandierte Veilchen in der Backstube vom K. u K. Hofzuckerbäcker DEMEL.

Und wir gehen und gehen…ohne jemals stehen zu bleiben

Manche Menschen zeigten uns zu Beginn den Vogel. Niemand glaubte an mich oder uns. Wir verabschiedeten sie alle.

Manche begleiteten uns ein Stück, danach trennten sich wieder unsere Wege.

Und aus so mancher flüchtigen Begegnung wurden Freunde, Wegbegleiter und -bereiter.

Und bei manchen wäre es besser gewesen, ihnen niemals begegnet zu sein.

So viele kamen und gingen. Und doch hing an so mancher Person unser Herz und deshalb kamen sie zurück.

Fehler passierten. Manchmal verirrten wir uns. Manchmal waren wir verloren und haben doch wieder zueinander gefunden.

Träume groß…

Wir träumen noch immer!

Wir träumen für euch. Wir träumen für uns.

Danke ist nicht genug. Und trotzdem ist es das einzige Wort, dass es zu sagen gilt.

Liebe Maria José. Danke! Danke für dein Sein, dein Laufen, dein Lachen, dein Singen, dein Tanzen. Wir lieben dich. Auch und gerade weil…na, du weißt ja selbst 💜.

Liebe Ida. Danke! Danke für dein Sein, deine ruhige besonnene Art. Deine Art uns manchmal den Kopf wieder zurechtzurücken. Wir schätzen dich sehr 💜.

Liebe Sisi! Reich mir die Hand, träumen wir gemeinsam. Ich liebe dich für alles was du bist. Wer du bist. Wie du bist 💜.

Liebe Sternenkaiserin-Freunde! Danke! Danke für eure Treue, eure Träume, eure Kommentare, eure Kritik und euer Lob. Ohne euch wären wir nichts!

Danke an alle Geschäftspartner, ohne eurem JA!, wären wir nicht wo wir sind. Danke für euer Vertrauen!

Träume groß…

Eure Petra (~ Marie ~)

💜lichen Dank an das wunderschöne Schloss Eckartsau für die Einladung 💜

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Foto: sternenkaiserin.com – Marie


Geheimnisvolle zauberhafte Momente,
wenn sich Himmel und Erde umarmen,
wenn sich die Dunkelheit und das Licht küssen,
wenn sich Feuer und Wasser im Tanz wiegen,
wenn Unmögliches plötzlich möglich wird…

🌟Sisi🌟

– Anke Junginger –

Vielen Dank für die Einladung an
Gartenschloss Herberstein💜

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Foto: sternenkaiserin.com – Marie


Wann das Veilchen blüht und der Kuckuck singt
Und die Nachtigall flötet im Busch,
Wann die Jugend munter zum Reigen springt
Und es rauscht durch die Blätter husch! husch!
Dann führet zum Baume, zum Quell
Die Gesellin der frohe Gesell,
Dann paart sich die Liebe im Busch.

Sei willkommen, Frühling, du süßer Gast!
Sei willkommen, du fröhlicher Mai!
Der die Freude bringt und die Sorge haßt.
Noch sind Leben und Jubel uns frei.
Auf! liebliches Mädchen, zum Tanz!
Weil dir blühet der liebliche Kranz
Der Jugend, ein fröhlicher Mai.

Wann der Winter schneit und das Alter friert,
Dann du wünschest und weinest umsonst;
Wer die Blume pflückt, die den Frühling ziert,
Der verstehet die glücklichste Kunst.
Süß Liebchen, wir kommen zur Stell‘ –
Wie dir glänzen die Äugelein hell!
Frau Luna, ihr Sternlein mit Gunst.

~ Marie ~

Ernst Moritz Arndt

💜lichen Dank dem wundervollen Schloß Schönbrunn für die Einladung 💜

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Foto: sternenkaiserin.com – Marie


Kinder brauchen Liebe.
Kinder brauchen Halt.
Kinder ohne Liebe
lernen die Gewalt.

Kinder wollen leben,
träumend noch bereit,
euch ihr Herz zu geben,
aber habt ihr Zeit?

Kinder wollen spielen.
Zeigt das „Ja“ und „Nein“.
Laßt sie Nähe fühlen,
laßt sie glücklich sein.

Kinder brauchen Liebe,
wollen fröhlich sein.
Fällt euch bei der Liebe
nicht die Liebe ein?

🌟Sisi🌟

Geert-Ulrich Mutzenbecher

Vielen Dank für die Einladung an
Wasserschloss Totzenbach💜

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Foto: sternenkaiserin.com – Marie


„Marie, ich möchte morgen unbedingt ins schöne Neuberg an der Mürz. Ich möchte Reiten und meine Ruhe. Bitte veranlasse das.“

„Majestät, ich hoffe nur, dass das es in Neuberg nicht zu kalt zum Reiten ist.“

~ Marie ~ 

💜lichen Dank dem wunderschönen Gartenschloss Herberstein für die Einladung 💜 

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Foto: sternenkaiserin.com – Marie


Nach diesen trüben Tagen
Wie ist so hell das Feld!
Zerrissne Wolken tragen
die Trauer aus der Welt.

Und Keim und Knospe mühet
Sich an das Licht hervor,
Und manche Blume blühet
Zum Himmel still empor.

Ja auch so gar die Eichen
Und Reben werden grün!
O Herz, das sei dein Zeichen!
Herz, werde froh und kühn!

🌟Sisi🌟

Hoffmann von Fallersleben

Vielen Dank für die Einladung an
Schloss Fuschl Resort & SPA💜

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Foto: sternenkaiserin.com – Marie


Now I’ve heard there was a secret chord
That David played, and it pleased the Lord
But you don’t really care for music, do you?
It goes like this the fourth, the fifth
The minor fall, the major lift
The baffled king composing Hallelujah

Hallelujah, Hallelujah
Hallelujah, Hallelujah

Your faith was strong but you needed proof
You saw her bathing on the roof
Her beauty and the moonlight overthrew you
She tied you to a kitchen chair
She broke your throne, and she cut your hair
And from your lips she drew the Hallelujah

Hallelujah, Hallelujah
Hallelujah, Hallelujah

You say I took the name in vain
I don’t even know the name
But if I did, well really, what’s it to you?
There’s a blaze of light in every word
It doesn’t matter which you heard
The holy or the broken Hallelujah

Hallelujah, Hallelujah
Hallelujah, Hallelujah

I did my best, it wasn’t much
I couldn’t feel, so I tried to touch
I’ve told the truth, I didn’t come to fool you
And even though it all went wrong
I’ll stand before the Lord of Song
With nothing on my tongue but Hallelujah

Hallelujah, Hallelujah
Hallelujah, Hallelujah

~ Marie ~

Song: Hallelujah
Writer: Leonard Cohen

💜lichen Dank dem wundervollen Schlosspark Laxenburg für die Einladung 💜 

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Foto: sternenkaiserin.com – Marie


Das Fest ist jetzt zu Ende.
Unsere Spieler, wie ich euch sagte, waren Geister
Und sind aufgelöst in Luft, in dünne Luft.
Wie dieses Scheines lockrer Bau
So werden die wolkenhohen Türme, die Paläste,
Die hehren Tempel, selbst der große Ball.
Ja, was nur Teil hat, untergehn,
Und, wie dieses leere Schaugepräng erblaßt,
Spurlos verschwinden.
Wir sind solcher Stoff wie der zum Träumen,
Unser kleines Leben umfaßt ein Schlaf,-
Ich bin gereizt, Herr
Habt Geduld mit mir. Mein alter Kopf ist schwindlicht.
Seid wegen meiner Schwäche nicht besorgt.

~ Marie ~

William Shakespeare

💜lichen Dank dem wundervollen Schloss Ruegersfür die Einladung 💜

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Foto: sternenkaiserin.com – Marie


Endet schon des Tages Leben
und sein ganzes Glück?
Töne und Gestalten schweben
in sich selbst zurück.

Zwischen Wachen, zwischen Träumen
trinkt die Seele schon,
zugeweht aus andern Räumen,
leisen Harfenton.

Breite nun, du sternenschöne,
atemstille Nacht,
deine Schleier und versöhne
wo ein Leiden wacht.

🌟Sisi🌟

Johann Georg Fischer

Vielen Dank für die Einladung an
Palais Schönburg ❤️

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Foto: sternenkaiserin.com – Marie


Ja! Mein Glück – es will beglücken –
alles Glück will ja beglücken!
Wollt ihr meine Rosen pflücken?

Müßt euch bücken und verstecken
zwischen Fels und Dornenhecken,
oft die Fingerchen euch lecken!

Denn mein Glück – es liebt das Necken!
Denn mein Glück – es liebt die Tücken! –
Wollt ihr meine Rosen pflücken?

🌟Sisi🌟

Friedrich Nietzsche

Vielen Dank für die Einladung an
Schloss Eckartsau💜

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Foto: sternenkaiserin.com – Marie


„Marie, jetzt komm schon. Sei nicht so ein Wetterfrosch. Egal ob es regnet oder nicht, ich möchte jetzt Spazierengehen. Zu Hause fällt mir die Decke auf den Kopf.“

„Aber Majestät. Es ist wirklich sehr kalt und nass draußen.“

~ Marie ~ 

💜lichen Dank dem wundervollen Schloss Esterházyfür die Einladung 💜 

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Foto: sternenkaiserin.com – Marie


Eine Möve bin ich von keinem Land,
Meine Heimat nenne ich keinen Strand,
Mich bindet nicht Ort und nicht Stelle;
Ich fliege von Welle zu Welle.

🌟Sisi🌟

Elisabeth von Österreich: Das poetische Tagebuch – Kapitel 10
@ Spiegel.de

Vielen Dank für die Einladung an
Schlosspark Laxenburg💜

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Foto: sternenkaiserin.com – Marie


„Aber Papperlapapp Marie, immer die Ausreden, warum du nicht in den Garten möchtest. Es regnet, es ist kalt, es schneit oder es geht ein Sturm. Los, jetzt, gehen wir hinaus.“

„Majestät, es regnet aber wirklich und ich mache mir Sorgen um Ihre Lunge.“

~ Marie ~ 

💜lichen Dank dem wundervollen Palais Schönburgfür die Einladung 💜

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Foto: sternenkaiserin.com – Marie


Was rauschet, was rieselt, was rinnet so schnell?
Was blitzt in der Sonne? Was schimmert so hell?
Und als ich so fragte, da murmelt der Bach:
„Der Frühling, der Frühling, der Frühling ist wach!“

Was knospet, was keimet, was duftet so lind?
Was grünet so fröhlich? Was flüstert im Wind?
Und als ich so fragte, da rauscht es im Hain:
„Der Frühling, der Frühling, der Frühling zieht ein!“

Was klingelt, was klaget, was flötet so klar?
Was jauchzet, was jubelt so wunderbar?
Und als ich so fragte, die Nachtigall schlug:
„Der Frühling, der Frühling!“ – da wußt‘ ich genug!

🌟Sisi🌟

Heinrich Seidel

Vielen Dank für die Einladung an
Schlosspark Laxenburg 💜

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Foto: sternenkaiserin.com – Marie


Allabendlich treibt’s mich hinaus,
Ich muss die Sonne seh’n
Die glückliche, beneidete,
Im Meere untergeh’n.

»Nicht ist’s dein Gold, nicht ist’s dein Schein,
Um den mein Sinn sich kränkt,
Wohl aber, dass die hehre See
Dich jede Nacht umfängt.

Und während du ihr Flutenherz
Erwärmst mit deiner Glut,
Steh‘ ich im Finstern hier und frier
Vor Eifersucht und Wut!«

🌟Sisi🌟

Elisabeth von Österreich: Das poetische Tagebuch – Kapitel 9
Guttenberg.spiegel.de 

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Foto: sternenkaiserin.com – Marie


Der Reiz der Rose
Liegt nicht lediglich
In Ihrem Duft
Und Ihrem Antlitz
Sondern darin,
Daß derjenige,
Der Ihre Schönheit und
Ihren Wohlgeruch genießen will,
Auch Ihre Dornen
Lieben muß.

🌟Sisi🌟

Daniel Lipp

Vielen Dank für die Einladung an Palais Schönburg 

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Foto: sternenkaiserin.com – Marie


Auf Christi Himmelfahrt allein
Ich meine Nachfahrt gründe
Und allen Zweifel, Angst und Pein
Hiermit stets überwinde.
Denn weil das Haupt im Himmel ist,
Wird seine Glieder Jesus Christ
Zur rechten Zeit nachholen.

Weil Er gezogen himmelan
Und große Gab empfangen,
Mein Herz auch nur im Himmel kann,
Sonst nirgends, Ruh erlangen;
Denn wo mein Schatz gekommen hin,
Da ist hinfort mein Herz und Sinn,
Nach Ihm mich stets verlanget.

Ach Herr, laß diese Gnade mich
Von deiner Auffahrt spüren,
Daß mit dem wahren Glauben ich
Mag meine Nachfahrt zieren
Und dann einmal, wann Dir’s gefällt,
Mit Freuden scheiden aus der Welt.
Herr, höre doch mein Flehen!

~ Marie ~

Josua Wegelein

💜lichen Dank dem wunderschönenRenaissanceschloss Greillenstein für die Einladung

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Foto: sternenkaiserin.com – Marie


In die Berge sehnst du dich,
An das Meer, –
Und der Berg des Himmels
Mit seinen steilblauen Wänden:
Ragt er nicht ewig
Vor dir auf?

In die Berge sehnst du dich,
An das Meer, –
Und das Meer des Himmels
Mit seinem tiefblauen Spiegel:
Wogt es nicht ewig
Vor dir hin?

Wie ein Knabe
Träumst du von Bergen,
Träumst du von Meeren…
So wirf den Nacken doch zurück
Und habe mehr denn Berg und Meer –
Hab‘ – Ewigkeit!

🌟Sisi🌟

Christian Morgenstern

Vielen Dank für die Einladung an
Schloss Fuschl Resort & SPA💜

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Foto: sternenkaiserin.com – Marie


Marie, bitte schreibe deiner Schwester in meinem Namen, ich bedanke mich sehr herzlich für den Veilchenduft. Ihr Porträt ist außergewöhnlich gut gelungen.“

„Majestät, das hat Julia sehr gerne gemacht. Ich freue mich, das Majestät den Duft als angenehm empfinden. Das Porträt wird ihr bald ausgehändigt.“

~ Marie ~ 

💜lichen Dank dem wundervollen Gartenschloss Herberstein für die Einladung 💜

Das Porträt zeigt tatsächlich die Schwester von Marie Gräfin von Festetics, Júlia Gräfin von Herberstein, geb. Festetics de Tolna (8.9.1835 – 5.2.1898)

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Foto: sternenkaiserin.com – Marie


„Schau Marie, sind sie nicht hübsch die neuen Veilchengläser? Da lassen wir doch gleich der Mama und dem Ludwig welche schicken“

🌟Sisi🌟

Vielen Dank für die Einladung an
K. u K. Hofzuckerbäcker DEMEL💜

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Foto: sternenkaiserin.com – Marie


Verhaucht sein stärkstes Düften
Hat rings der bunte Flor,
Und leiser in den Lüften
Erschallt der Vögel Chor.
Des Frühlings reichstes Prangen
Fast ist es schon verblüht –
Die zeitig aufgegangen,
Die Rosen sind verblüht.
Doch leuchtend will entfalten
Von hehren Pfingstgewalten
Gleich einer späten Liebe,
Die lang in sich geruht,
Bricht sie mit mächtgem Triebe
Jetzt aus in Purpurglut.

🌟Sisi🌟

Ferdinand von Saar

Vielen Dank für die Einladung an
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Foto: Charlotte Schwarz|Fotogräfin 2017


„Nirgends bin ich so frei, wie beim Reiten. Während der Kaiser seinen langweiligen Ministern zuhört, werden wir Neubergs Pfade erkunden. Komm, Marie. Ist eine gute Gelegenheit für Irland zu trainieren.“

„Majestät, Mr. Bay wird sich freuen zu hören, dass Sie üben, aber soll nicht doch lieber Ida mitkommen?“

~ Marie ~

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Foto: sternenkaiserin.com – Marie

Rosen und Ritterrüstungen – ein Tag im Gartenschloss Herberstein

Nach einer langen Winterpause war es endlich wieder soweit, als es hieß „die Schuhe sind geputzt und die Kleider gebügelt…“

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Foto: sternenkaiserin.com – marie

Der erste Ausflug in diesem Jahr führte uns in die wunderschöne Oststeiermark. Pünktlich zur Apfelblüte folgten wir der Einladung in das traumhafte Gartenschloss Herberstein.

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Foto: sternenkaiserin.com – marie

Schloss Herberstein liegt in der Gemeinde Stubenberg, in der Nähe von Gleisdorf und ist von der steirischen Landeshauptstadt Graz ca. 45 Minuten entfernt. Es steht hoch oben auf einem Felsbrocken der nach Norden hin steil in die Feistritzklamm abfällt.

Der mittelalterliche Bau ist daher auch nicht aus der Ferne zu sehen und gleicht auf den ersten Blick eher einer Festung, als einem Schloss.

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Foto: sternenkaiserin.com – marie

Die ältesten Bauteile des Schlosses stammen vom Ende des 13. Jahrhunderts. Die nach Herwig von Krottendorf Herwigstein genannte kleine Burg, stand unter dem Lehen der Stubenberger.

Kern der heutigen Anlage ist der zweigeschossige Palas (Steinhaus) und der hoch aufragende Bergfried. Diese Bauteile stammen aus dem frühen 12. Jahrhundert und wurden 1290 von der Familie Herberstein erworben.

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Foto: sternenkaiserin.com – marie

Um 1400 wurde die Burg durch eine mächtige Vorburg erweitert, die die schon früher errichtete, gotische Katharinenkapelle mit einschloss.

Die Vorburg wurde im 15. Jahrhundert mehrfach erweitert.

Mitte des 16. Jahrhunderts wurde die Burg in einen Wohnbau mit Renaissance-Elementen umgestaltet und ein weiteres Mal vergrößert, um den zahlreichen Nachkommen Platz zu bieten.

Der Rittersaal, dessen prunkvolle Stuckdecke vom italienischen Meister Alessandro Serenio entworfen wurde, diente früher wie heute als festlicher Raum für Empfänge, Feiern und Konzerte sowie als Ahnengalerie, ihr könnt ihn aber auch für private Feiern oder Hochzeiten mieten!

Am offenen Steinkamin zeigt die eingravierte Inschrift, dass es sich hier um ein Geschenk von Papst Paul V. an Alexander von Herberstein im Jahre 1615 handelt.

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Foto: sternenkaiserin.com – marie

Bis 1624 konnte der tiefe Burggraben überbaut und damit der heutige Rittersaaltrakt im Rohbau vollendet werden. Auch die Ecktürme des späteren Arkadenhofes stammen aus dieser Zeit.

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Foto: sternenkaiserin.com – marie

Zwischen 1648 und 1667 erhielt Schloss Herberstein schließlich sein heutiges Aussehen durch Vereinheitlichung der Dachlandschaft und Vollendung des Rittersaaltraktes mit dem Glockenturm. Nach italienischem Vorbild entstand unter Anton Solar der Florentinerhof mit der Zisterne und dem prächtigen Hauptportal.

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Foto: sternenkaiserin.com – marie

Die 400-jährige Baugeschichte von Schloss Herberstein endet mit dem 1690 vollendeten Gärtnerhaus und dem 1663 erbauten Meierhof.

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Foto: sternenkaiserin.com – marie

Im 17. und 18. Jahrhundert gehörte rund ein Fünftel der Steiermark zur Grundherrschaft der Grafen Herberstein, rund 1000 Bauernhöfe waren dem Schloss zinspflichtig.

Mehr als ein Dutzend Burgen und Schlösser von Istrien bis Böhmen, von Kärnten bis Schlesien machten die Herbersteins zu einer Macht in Europa. Es gab kaum einen Krieg gegen Venezianer, Türken, Preußen oder Franzosen an dem nicht wenigstens ein Herberstein als Hauptmann, Festungskommandant oder Generalfeldmarschall teilnahm.

Das Schloss ist auch heute noch im Besitz der Familie Herberstein und dient als Wohn- und Verwaltungssitz. Ein Teil der Anlage kann in Führungen besichtigt werden.

Wir folgten dem idyllischen Weg entlang der Feistritz bis sich das imposante Bauwerk vor uns erhob und wurden dort bereits am Schlosstor sehr freundlich empfangen. Nach dem man uns erst einmal eine eigene kleine Wohnung, die ansonsten für die Hochzeitsgäste reserviert ist, zur Verfügung stellte um uns ein wenig zu erfrischen, betraten wir den Schlosshof um anschließend im Prunksaal den Ahnen der Herbersteiner zu begegnen.

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Foto: sternenkaiserin.com – marie

Wer waren sie nun, diese Herbersteiner?

Die erste urkundliche Erwähnung der Herbersteiner geht zurück auf den 6. Dezember 1290, als der Ritter Otto von Hartberg die Veste Herberstein erwarb und sich nach ihr benannte. Mit ihm beginnt die sichere Stammreihe der Familie.

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Familienwappen Herberstein – Foto wikimedia/commons

Die Herbersteiner begannen ihre jahrhundertelangen Dienste in den Ländern der Habsburger als Lehensträger landesfürstlicher Güter. Nahezu 400 männliche Träger des Namens sind bekannt.

Sie stellten fünf Landeshauptleute der Steiermark, Offiziere aller Grade bis zum Feldmarschall, Diplomaten, Beamte, Hofleute und einen Staatsminister sowie Geistliche und Bischöfe.

Unter den Vertretern der Familie finden sich auch Mathematiker sowie Professoren der Philosophie, der Grammatik und der Weltgeschichte.

1537 stiegen die Herbersteiner in den Reichsfreiherrenstand auf.

„Eh wieg’s, dann wag’s – so nachts wie tags“ lautet die Familiendevise der Herbersteins.

Dieser Satz ist in ein Richtschwert aus dem 16. Jahrhundert graviert. Auch Johann Josef von Herberstein trug diese Worte in seinem Herzen. 1686 wurde dem Ritter, fernab von der wilden romantischen Landschaft um Herberstein das Kommando der gesamten Malteserflotte übertragen. Er blieb siegreich über die Geschwader der „Raubstatten“ Algier, Tunis und Tripolis.

1644 erhielten sie den erbländisch-österreichischen Grafentitel und 1710 erlangten sie den Reichsgrafenstand.

Gezielte Besitzerweiterungen und günstige Heiratsverbindungen ab dem 14. und 15. Jahrhundert trugen zur zunehmenden Festigung ihrer Position bei.

So gelangte unter anderem durch die Heirat des Reichsgrafen Leopold von Herberstein mit Eleonore von Eggenberg auch die bedeutendste Schlossanlage der Steiermark, das Grazer Schloss Eggenberg in den Besitz der Familie.

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Schloss Eggenberg/Graz Foto: wikimedia/commons

Die Eggenberger könnte man mit den Fuggern vergleichen. Die Mitglieder einer Grazer Patrizierfamilie wurden zu bedeutendsten und einflussreichsten Männer des heiligen Römischen Reiches und federführenden Diplomaten der Habsburger, die letztlich sogar in den Fürstenstand erhoben wurden.

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Kaiser Leopold I. (1672) Foto: wikimedia/commons

Johann Seyfried von Eggenberg war Gastgeber der kaiserlichen Braut Kaiser Leopolds I. vor deren Eheschließung im Jahre 1673. Vor dieser einzigen Hochzeit eines Kaisers, die in Graz stattfand, residierte die zukünftige Kaiserin Claudia Felicitas von Tirol in der neuen Familienresidenz der Eggenberg.

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Carlo Dolci – Erzherzogin Claudia Felizitas von Österreich-Tirol, Öl auf Leinwand, 1672, Kunsthistorisches MuseumWien

Nach dem Tod Johann Seyfrieds 1713 hatte seine Linie noch durch zwei Generationen männliche Nachkommen.

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Johann Seyfried, Fürst von Eggenberg (1644–1713) Foto wikimedia/commons

Im Jahr 1716 starb sein einziger Sohn Johann Anton II. von Eggenberg (1669–1716) im Alter von 47 Jahren.

Ein Jahr später starb auch dessen einziger Sohn Johann Christian II. von Eggenberg im Alter von 13 Jahren an einer Blinddarmentzündung. Mit seinem Tod im Jahr 1717 erlosch die männliche Linie der Eggenberger.

Eine der beiden Schwestern Johann Christians II., Maria Eleonore Reichsfürstin zu Eggenberg (1694–1774), in erster Ehe 1719 verheiratet mit Josef Patrik Graf Leslie (1694–1732), in zweiter Ehe 1733 mit Andreas Siegmund Graf von Welz und in dritter Ehe 1740 mit Johann Leopold Graf Herberstein (1712–1789), verstarb im Jahre 1774 kinderlos, daher wurde ihr dritter Ehemann ihr Universalerbe.

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Maria Eleonore Reichsfürstin zu Eggenberg (1694–1774) Foto: Universalmuseum Johanneum

Ihr gesamter Besitz mit dem Schloss Eggenberg, sowie dem Eggenberger Stadtpalais – dem heutigen Palais Herberstein, gelangte dadurch in den Besitz der Familie Herberstein, die beide Häuser bis 1939 besaß.

Wir begegneten den beiden letzten Eggenbergern auf unserer Privatführung durch die Herbersteiner Prunkräume, wie ihr auch in unserem Video sehen könnt.

https://youtu.be/8WEEgUk2I1A

 

Nachdem der Chef der steirischen Linie, Graf Johann Maximilian von Herberstein im Jahr 1935 nach einer kinderlosen Ehe in Wien verstarb und die Verlassenschaft erst 1937 verhandelt wurde, verwaltete dessen Bruder Graf Johann Herbert das Erbe und übernahm die Herrschaften Herberstein, Neuberg und Eggenberg und die dazugehörigen Ländereien.

Johann Herbert Graf von Herberstein war ein österreich-ungarischer Feldmarschallleutnant, Divisionsführer im Ersten Weltkrieg und Obersthofmeister des Erzherzogs Friedrich

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Feldmarschall-Leutnant Johann Herbert Graf von Herberstein, 1917 Foto wikimedia/commons

Johann Herbert wurde als zweites von vier Kindern des Grafen Johann Siegmund zu Herberstein (14. Juni 1831 – 31. März 1907), Freiherr zu Neuberg und Gutenhag, Oberst-Erblandkämmerer und Truchsess im Herzogtum Kärnten, erbliches Mitglied des Herrenhauses des österreichischen Reichsrates und der Julie Gräfin Herberstein (1835–1898), geb. Festetits des Tolna geboren.

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Die Familie verbrachte die Sommer auf dem Familienstammsitz Schloß Herberstein in der Oststeiermark, die Winter zuerst im Haus der Festetics de Tolna in Wien-Leopoldstadt und ab 1868 in Graz. Die Kindheit verbrachte Johann Herbert und seinen drei Geschwistern hauptsächlich in Graz.

Nachdem sein älterer Bruder Johann Maximilian (1862–1935) als Chef des Hauses vorgesehen war, wurde Johann Herbert wie damals so oft üblich für die militärische Laufbahn vorgesehen. Ab 1868 besuchte er eine Volksschule in Graz, dann als Privatschüler das Gymnasium, wobei er das zweite Semester 1873 im Klagenfurter Gymnasium absolvierte, 1887 maturierte er schließlich in Graz

1881/82 besuchte er die k. k. Kavallerie-Kadettenanstalt zu Mährisch Weißkirchen, die er als Leutnant verließ. Bis zur Aufnahme in die Kriegsschule 1889 diente er beim Dragoner Regiment Windisch-Grätz Nr. 14.

1889 verließ er als Oberleutnant das Dragoner-Regiment Nr. 6 um in die Kriegsschule nach Wien zu wechseln, deren Besuch die Voraussetzung für die Aufnahme in den Generalstab war.

Ab 1891 stand er bei verschiedenen Garnisonen im aktiven Truppendienst. In den nächsten Jahren diente er im Stab der 9. Kavallerie-Truppendivision in Lemberg und beim Korpskommando III in Graz.

Am 29. November 1895 legte er sein Diplom ab und war von 1900 bis 1909 als k.u.k. Militärattaché in Paris tätig.

Während dieser Zeit wurde er Major im Generalstab. Nach seiner Rückkehr 1909 von einer Studienreise durch Algerien wurde Johann Herbert zum Oberst befördert und Schwadronenführer im Husarenregiment Nádasdy Nr. 9 in Sopron.

Am 20. Dezember 1912 wurde er zum Obersthofmeister des Erzherzog Friedrich bestellt und stand dessen Haushalt im Wiener Albrechtspalais, in dem die Albertina untergebracht ist vor.

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Erzherzog Friedrich (1916) Foto wikimedia/commons

Am 31. Mai 1914 wurde Graf Herberstein zum Generalmajor befördert. Bei Ausbruch des Ersten Weltkrieges folgte er Erzherzog Friedrich an die Front und fungierte als Adjutant im Hauptquartier des Armeeoberkommando und wurde zum Chef des Kriegshofquartiers in Chyrów ernannt.

Die ständigen Gefechte und die Kälte zwangen Graf Johann Herbert, der an Bronchitis litt, zu einem vierwöchigen Kuraufenthalt in Meran.

Am 10. September 1915 erhielt er das Kommando über das neu aufgestellte Kavalleriekorps Herberstein. Schon Anfang November 1915 wurde Graf Johann Herbert aus dem Feld abberufen, um wieder dem Armeeoberkommandando zu dienen. Als Generaladjudant begleitete er Erzherzog Friedrich 1916 auf sämtlichen Inspektionsreisen an die italienischen Front.

Am 29. Mai 1917 wurde der Graf von Herberstein zum Feldmarschalleutnant ernannt. Johann Herberts Neffe, der 22-jährige Johann Albert, fiel am 11. August 1917 an der Piave-Front als Flugzeugführer.

Im August 1917 erhielt Graf von Herberstein wieder ein aktives Frontkommando und war an der rumänischen Front stationiert. Bereits im Dezember wurde Herberstein von der rumänischen Grenze abberufen, um bis zum Kriegsende im November 1918 wieder als Generaladjudant des Erzherzog Friedrichs zu fungieren. Nach dem Zusammenbruch der Monarchie wurde er verabschiedet und am 1. Januar 1919 offiziell pensioniert.

Mit der Verwaltung der landeseigenen Güter vollauf beschäftigt, erfolgte 1939, kurz vor Beginn des Krieges, der Verkauf des Schlosses Eggenberg an das Land Steiermark.

Johann Maximilian hatte seinen Neffen Johann Otto (1897–1938) adoptiert und als Haupterben der Herberstein-Eggenbergischen Güter eingesetzt. Nach Johann Ottos frühem Tod mit 41 Jahren erbte sein gleichnamiger ältester Sohn Johann Otto (1937–1994) als Einjähriger die Güter.

Auf Initiative dessen zweiter jungen Ehefrau Andrea, wurde Mitte der 1970er Jahre mit der Renovierung der Gebäude des Schlosses Herberstein begonnen.

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Andrea Herberstein, Foto: ORF.at

Die entscheidende Hilfe dazu war die im Schloss stattfindende Landesausstellung 1986 „Die Steiermark– Brücke und Bollwerk“. In Folge wurde auch der Tierpark zu einer touristischen Attraktion ausgebaut. Herbersteins jüngste Tochter Felicitas erbte laut einem Testament von 1988 alles, teilte aber ihr Vermögen gleichmäßig mit ihren beiden Geschwistern Catherine und Maximilian. Nachfolgend wurde die Herberstein OEG gegründet, deren Geschäftsführer Maximilian (geboren 1977) wurde.

Doch das Schloss, das heute noch in der 21. Generation von der Familie bewohnt wird und dessen Bewohner alle samt eines gemeinsam haben, nämlich den Vornamen Johann oder Johanna, besteht nicht nur aus Stein und Fels. Dieses Stück Steiermark steht für die Menschen, die diesen Ort geschaffen und geprägt haben.

Hier ist die Heimat des 1486 geborenen Siegmund Herberstein, den seinerzeit 69 diplomatische Missionen nach Osteuropa – unter anderem an den Hof Solimans des Prächtigen – führten.

Herberstein, das waren Ritter wie der Freiherr Georg von Herberstein, dessen prachtvoller Harnisch heute noch den Besuchern zum greifbaren Symbol von Macht und Größe wird.

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Foto: sternenkaiserin.com – marie

Das wirklich wundervolle und ausgesprochen gepflegte Schloss Herberstein lädt zu einem Besuch in der schönen Oststeiermark ein und bietet nicht nur für Geschichtsfans einiges, sondern ist ein Ausflugsziel für die ganze Familie.

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Foto: sternenkaiserin.com – marie

Ich kann gar nicht mehr zählen, in wie vielen schönen Schlössern, Palais und Burgen mich meine Reisen bisher geführt haben und doch gibt es immer wieder liebevolle Überraschungen die jedes davon einzigartig und unvergesslich machen.

Der Tag den wir im Gartenschloss Herberstein verbringen durften, war relativ kalt und ihr könnt Euch vorstellen, dass es hinter diesen dicken Steinmauern nicht sonderlich warm war.

Da ich eigentlich auf Sonnenschein und warmes Wetter gehofft hatte, wählte ich ein dazu passendes, eher dünnes Blümchenkleid.

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Foto: sternenkaiserin.com – marie

Wir durften einen Rundgang durch das Schloss machen und man zeigte uns die wirklich liebevoll eingerichteten Räume der Ausstellung „Leben im 19. Jahrhundert“

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Foto: sternenkaiserin.com – marie

Vom Damensalon, in dem ich mich erst einmal wieder ordentlich frisieren musste, gingen wir weiter durch das Studierzimmer der Kinder.

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Foto: sternenkaiserin.com – marie

Betraten das Kinderzimmer und eine der insgesamt 4 Schlossküchen, in der man nur darauf wartete, dass der Koch um die Ecke kommen würde um uns einen Kaiserschmarrn zu machen 😉

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Foto: sternenkaiserin.com – marie

Ich durfte Klavier im Musikzimmer der Familie spielen und im Salon Tee trinken, wo ich wie so oft, wieder einmal auf mein Mariechen warten musste.

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Foto: sternenkaiserin.com – marie

Anschließend besichtigten wir noch die umfassende Porzellansammlung der Familie Herberstein samt festlich gedeckter Tafel.

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Foto: sternenkaiserin.com – marie

Eines meiner persönlichen Highlights waren natürlich Sattelkammer und Wagenburg des Schlosses. Vom Kinderschlitten bis zu unterschiedlichsten Damensätteln war alles vorhanden, was mein Reiterherz zum Jubeln brachte. Übrigens die Kapelle des Schlosses ist dem Hl. Georg geweiht, der ja bekanntlicher Weise der Schutzpatron der Reiter ist.

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Foto: sternenkaiserin.com – marie

Nachdem wir die Rüstung von „Georg dem Breiten“ bestaunt hatten, führte unser Weg durch die Prunkräume des Schlosses. Eindrucksvolle Wandteppiche aus der schleßischen Linie der Herbersteiner schmückten dort neben Portraits der Familie die Wände.

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Foto: sternenkaiserin.com – marie

Wieder im großen Rittersaal angekommen war ich beinahe zur Eiskönigin erstarrt, aber unser charmanter Begleiter wusste auch hierbei sofortige Hilfe und so brannte nach wenigen Minuten ein wärmendes Feuer im offenen Kamin.

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Foto: sternenkaiserin.com – marie

Die lodernden Flammen von Herberstein werden diesen Ausflug für immer einzigartig machen, denn so etwas haben wir bisher noch in keinem anderen Schloss erlebt!

Ich kann Euch nur sagen, ich hätte nicht gedacht, wie warm ein so riesiger Saal in so kurzes Zeit durch ein brennendes Feuer werden kann.

Nachdem wir uns ordentlich gewärmt hatten, war inzwischen auch die Sonne komplett zum Vorschein gekommen und es hatte tatsächlich frühlingshafte Temperaturen.

Endlich konnten wir den berühmten Rosengarten besichtigen!

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Foto: sternenkaiserin.com – marie

Wir gingen durch den ehemaligen Wehrgang hinauf zum Frühstücksgarten der Familie, den ihr nur benützen dürft, wenn ihr im Märchenschloss an der Feistritzklamm heiratet und genossen den eindrucksvollen Blick auf das Schloss.

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Foto: sternenkaiserin.com – marie

Erst hier kam die gesamte Größe des Bauwerks erst so richtig zur Geltung und ließ uns ein wenig verharren, gebannt durch den zauberhaften Anblick des Schlosses, umgeben von unberührter Natur. Wir waren uns sofort einig, der Kaiserin hätte es bestimmt gefallen!

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Vom Frühstücksgarten setzten wir unseren Weg fort, am ehemaligen Gärtnerhaus vorbei, bis zum Rosengarten, dessen Herzstück ein luftiger Pavillon ist, mit Blick auf die Kattas des Tiergartens. 58721776_2181756692134806_285448817891868672_n

Unweit von uns hüpften die Kängarus der Tierwelt Herberstein um die Wette, doch wie üblich scheiterte der weitere Weg durch den Tiergarten, an meinen schlecht trainierten Hofdamen und so kehrten wir über den Hauptweg am Gironcoli Museum zum Schloss zurück. 😉

Wieder im Schloss nutzen wir noch die wunderschönen Arkardengänge um ein wenig die Abendsonne zu genießen, bevor wir dem Gartenschloss „Lebe wohl“ sagten.

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Wir freuen uns jetzt schon darauf, wenn wir dieses schöne Schloss erneut besuchen dürfen uns bedanken uns herzlich für die freundliche Einladung!!

Sisi


 

Rechtliche Hinweise:
Bildrechte: Sternenkaiserin,com – marie, wikimedia/commons, Universalmuseum Joanneum

Videos: sternenkaiserin.com – marie

Textrechte: Sisi, Gartenschloss Herberstein

Als das Christkind nach Totzenbach kam….

 

Alles begann irgendwann im September, als mein Mariechen sagte, wir brauchen ein neues Kleid.

Eines aus Samt, so ähnlich wie das Dunkelgrüne.

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Foto: Prinz Barbara Fotografie mit Herz, Schloss Ruegers

Natürlich war meine erste Frage „und wozu?“

Die Antwort war für eine „neugierige Nase“, wie sie mich immer nennt, sehr unbefriedigend!

„Das sag ich Dir nicht, das ist eine Überraschung!“

Also gut, wir hatten in den letzten Monaten so viel zusammen erlebt, das ich inzwischen wusste, wenn Marie sagt, du willst dafür ein neues Kleid, dass sie recht hatte.

Es begann die Suche nach dem geeigneten Stoff, ich bestellte einige Muster und die Zeit lief dahin.

Wir fuhren nach Meran, hatten das Meet & Greet im Kaiserhof, und noch immer hatte ich nichts Passendes gefunden.

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Foto:sternenkaiserin.com – Marie, Schloss Trauttmansdorff

Bei jedem Telefonat versuchte ich ihr das Geheimnis zu entlocken, stellte ihr Fallen, aber die Erzherzogin blieb hart!

Keinen Ton gab sie von sich!

Endlich nach langem Warten und einem Missgeschick bei der Zustellung, kam 2 Wochen vor dem Termin der langersehnte Stoff an.

Nun war es umgekehrt, jedes Mal wenn wir miteinander redeten kam die Frage:  „Ist das Kleid schon fertig?“

Nein, natürlich war es das nicht. Das Grundgerüst war bald schon entworfen, ich schnitt die Teile zu und begann den Rock zu nähen.

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Foto: sternenkaiserin.com – Sisi

12 m schwerer dunkelvioletter Samt.

Wer von Euch schon jemals Samt zerschnitten hat, der weiß, das es eine völlige Sauerei ist und man die Samtflusen einfach überall hat.

So wurde mein Nähzimmer mit einer Samtschicht überzogen und ich hatte immer noch keine genaue Vorstellung wie das Oberteil am Ende aussehen sollte.

Es gab die lose Vorgabe vom grünen Kleid. Derselbe Ausschnitt und lange Ärmel.

Soweit so gut, inzwischen war klar, dass unsere Maria Jose ebenfalls an diesem Tag dabei sein würde, aber auch sie erklärte mir glaubhaft, sie habe keine Ahnung was uns erwartet.

Für diesen Zeitpunkt waren  3 Tage in Wien geplant.

Am ersten Tag wollten wir das Palmenhaus besuchen, in dem man extra zu Ehren des Besuches der Kaiserin, die Weihnachtssterne früher als geplant aufgestellt hatte.

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Foto: sternenkaiserin.com – Marie, Palmenhaus Schönbrunn

Am zweiten Tag waren wir zu Gast im Majestic Imperator und fuhren nach Schloss Hof.

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Foto: sternenkaiserin.com – Marie, Schloss Hof

Am dritten Tag dann sollte die versprochene Überraschung stattfinden.

Zwischenzeitlich hatte ich ein kleines Detail aus Mariechen heraus gekitzelt. Sie gab zu, dass ich mich bei einem „syrischen Männerfrisör“ anziehen sollte.

Ja sicher… ein syrischer Männerfrisör!!! Dass das ein blöder Scherz sein musste, stand für mich sofort fest. Zumindest dachte ich das!

Zu dem Zeitpunkt gab ich es auf, sie zu nerven und konzentrierte mich nur noch auf das Kleid.

Bei der Suche nach meinem diesjährigen Adventkranz erinnerte ich mich daran, das ich irgendwo noch ein violettes Seidenband haben musste, also ging ich auf die Suche.

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Foto: sternenkaiserin.com – Sisi

Das Bild des Kleides entstand vor meinem geistigen Auge und nahm schon bald darauf reale Formen an.

Nun war es umgekehrt, Mariechen nervte und wollte unbedingt ein Bild vom Kleid sehen.

Auf meine Antwort „sag mir wozu, dann bekommst du eines“, bekam ich nur ihr viel gebrauchtes „pfff“ zu hören.

Wir befanden uns in einer Patt Situation. Sie schwieg und ich ebenso.

Wer uns kennt, weiß wie schwer uns beiden das fällt.

Zwischenzeitlich begann ich Herzerlrüschen aus dem lila Seidenband zu nähen, eigentlich eine Methode um Dirndl zu schmücken, aber genau perfekt um das Kleid zu zieren.

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Foto: sternenkaiserin.com – Sisi

Die fertigen Rüschen waren am Kleid, aber etwas fehlte! Perlen und Schleifen. Natürlich mussten auch noch Spitzen auf das Kleid.

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Foto: sternenkaiserin.com – Sisi

Die Tage und Nächte liefen dahin und das Kleid war immer noch nicht fertig, dazu kam das ein weiteres Kleid gebraucht wurde, denn das für den Zug geplante Kleid passte nicht.

Somit hatte ich noch eine knappe Woche um das Samtkleid fertig zu bekommen und ein Tournürenkleid wintertauglich zu gestalten.

Dass ich in dieser Woche einen dezenten Schlafmangel hatte, muss ich nicht extra erwähnen. Erschwerend kam dazu, dass der Wetterbericht ankündigte, eine Kaltfront würde auf uns zukommen. Und schon waren wir beim nächsten Problem, ein zusätzliches Cape musste her, denn man kann nicht stundenlang einen Weihnachtsmarkt bei etlichen Minusgraden ohne etwas Warmes darüber besuchen.

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Foto: sternenkaiserin.com – Marie, Majestic Imperator

Rief ich mein Mariechen an, hieß es immer nur „ich muss nur noch das und das und das erledigen, ich habe keine Zeit…“

Umgekehrt rief sie wieder mich an, redete ich nur noch mit Kopfhörern mit ihr, um die Hände weiter frei zu haben und nähen zu können.

Ein Tipp von mir, man sollte die Kabel der Kopfhörer beim Zuschneiden unbedingt unter dem t Shirt tragen….  Denn Schere und Kabel verträgt sich nicht. 😉

Am letzten Tag war alles soweit fertig, oder zumindest Fast.

Die Fransen beim Cape fehlten noch und ein paar Knöpfe wollten noch angenäht werden, ach ja, und dann musste der ganze Kram noch ins Auto. All das bedeutete etwas früher aufstehen.

Tagwache war also um 4.00 morgens um alles noch fertig zu bekommen.

Nun aber wieder zurück zur Geschichte:

Die ersten beiden Tage verliefen nach Plan. Ich war, nun da alle Kleider fertig waren und passten völlig entspannt und je ruhiger ich wurde, umso nervöser war mein Mariechen.

Am Vorabend der Überraschung war sie das reinste Nervenbündel.

Immer noch redete sie vom „syrischen Männerfrisör“

Ich schmunzelte nur, denn das konnte nur – wie die Wiener so schön sagen – ein Schmäh sein.

Endlich war es soweit.

Wir frühstückten gemeinsam, wobei mir nun auch langsam etwas mulmig zu Mute wurde, als das Mariechen im dunkelblauen Kostüm mit Hochsteckfrisur erschein. Was hatte sie nur vor?

Marie Jose beteuerte immer noch, nichts zu wissen.

Wir packten das Auto und dann fuhren wir los.

Wir verließen die Stadt und fuhren auf die Autobahn, irgendwann hielt sie auf einem Rastplatz unter dem Vorwand „für kleine Mariechens zu müssen“  und nahm mir einfach mein Handy ab, damit ich nicht googeln könnte, wo wir waren. Als ob ich dazu fähig wäre…

Ich und Orientierungssinn, sie hätte mir eine Landkarte auf die Beine legen können, ich hätte trotzdem keine Ahnung gehabt wo wir uns befanden.

Die Fahrt ging weiter und irgendwann verließ sie die Autobahn und wir fuhren durch einen kleinen Ort.

Plötzlich blieb sie stehen und ihr könnt Euch mein Gesicht vorstellen als wir tatsächlich vor einem SYRISCHEN MÄNNERFRISÖR  mitten in der Pampa anhielten.

Ich wusste nicht mal in welchem Bundesland wir uns befanden und sie schleppte mich, breit grinsend,  zu einem SYRISCHEN MÄNNERFRISÖR!!!

Mir klappte sprichwörtlich der Mund auf, als ich feststellte, dass das kein schlechter Scherz war und ging etwas verstört in den Laden.

Ein netter Mann begrüßte uns  sofort ausgesprochen freundlich und ließ seine Kundschaft einfach warten, er bot uns Kaffee an und fragte ob wir irgendetwas brauchen würden.

Ich schüttelte nur noch grinsend den Kopf  und ließ mich dann von Maria Jose anziehen.

Es kam der Augenblick in dem sich der Vorhang öffnete und Marie das von ihr gewünschte Kleid zum ersten Mal sah.

Es gibt einen Satz den meine Oma früher oft gebrauchte und der auf Marie zu tausend Prozent zutrifft: „wenn sie einmal stirbt, muss man ihr Mundwerk noch extra erschlagen“, in diesem Augenblick hatte ich es auch so geschafft und das allein war den ganzen Aufwand bereits wert.

Sie stand nur da und war sprachlos. Tränen rannen über ihre Wangen und die sonst so taffe Marie war einfach paff.

Zu dem Zeitpunkt ahnte ich ja noch nicht, was mich noch erwarten würde.

Herr Mohammed, der Besitzer des Ladens war ebenso sprachlos, fragte dann aber sehr höflich, ob er mir näher treten dürfte.

Wir wechselten kurze fragende Blicke und nickten dann. Er begann meinen Haaren mit Haarspray und Kamm noch den letzten Schliff zu verpassen und perfektionierte am Ende sogar noch mein Makeup, während sein Kunde mit nassen Haaren da saß und wartete.

Nachdem wir uns einigermaßen gefangen hatten und uns beim  „syrischen Männerfrisör“ verabschiedet hatten, stopften mich die Beiden wieder ins Auto.

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Foto: sternenkaiserin.com – Maria Jóse

Aber es wäre nicht mein Mariechen, wenn sie nicht alles bis ins letzte Detail geplant hätte. Sie legte mir eine Augenbinde um und meinte nur:

„Bevor dir schlecht wird sag’s mir, dann bleib ich stehen“

Sehr nett! Ich saß also mit 12 m Samt und zahlreichen Unterröcken, blind in einem viel zu engen Auto und wir fuhren weiter.

Die ausgesprochen hilfreichen Landschaftsbeschreibungen unserer lieben spanischen Freundin taten ihr Übriges, dass mir langsam aber sicher speiübel wurde.

„Nur Pampa. Wiese und Wald, nicht einmal eine Kirche. Da gibt’s gar nichts“

Dann kam ein Aufschrei „ich hab mich verfahren, Moment, ich muss da fragen“

Marie trat auf die Bremse und sprang aus dem Auto während mir Maria Jose weiter erzählte was sie alles NICHT sah!

Meine Herzfrequenz nahm tachycarde Ausmaße an und ich begann Elisabeth zu singen vor lauter Nervosität.

Maria Jose redete von Bäumen und einem alten Mann der nur mit der Hand herum fuchtelte. Sie überzeugte mich davon, dass es hier mit Sicherheit keinen passenden Platz geben würde, um auch nur ein einziges Bild zu machen, geschweige denn ein Schloss oder dergleichen zu sehen wäre.

Endlich stieg Marie wieder ein und fuhr ein paar Meter weiter. Sie hielt wieder an und ich dachte mir, das kann ja was werden, wie klein kann ein Schloss bitte sein, das man es nicht schon von weiten sehen würde?

Sie stieg aus und öffnete dann meine Tür, zog mich aus dem Auto mit dem Kommentar: „Steig aus, aber fall nicht“

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Foto: Prinz Barbara Fotografie mit Herz

Sehr witzig! Blind mit einem Krinolinenkleid! Ist ja überhaupt kein Problem, ist ja nicht so, dass es nicht schon so schwierig genug ist, sich aus einem Auto zu quälen, also wozu dann noch was sehen?

Dringende Warnung: Nachmachen nicht empfohlen!

Ich tapste unbeholfen im Blinden und spürte jeden kleinen Kiesel durch meine Sohlen, bis sie mich in die richtige Richtung drehte und mir die Augenbinde abnahm.

Als Erstes  sah einen Springbrunnen.

DEN SPRINGBRUNNEN – MEINEN SPRINGBRUNNEN

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Foto: Prinz Barbara Fotografie mit Herz

Aber als wäre es nicht genug, dass sie mich in mein Märchenschloss brachte, waren da auch noch viele unserer Freunde.

Sie standen im Torbogen und waren mäuschenstill, sogar meine Einzige war da!

Meine kleine geliebte Marie Valerie war in Totzenbach!

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Foto: Prinz Barbara Fotografie mit Herz

Alle waren da, alle die mir etwas bedeuteten, nur einer fehlte.

Der kleine Rudi, dem der Kaiser nicht gestattet hatte zu kommen….

Was soll ich Euch sagen, mir laufen heute noch die Tränen herunter, wenn ich an diesen Tag denke.

Nach einer tränenreichen Begrüßung betraten wir das Schloss und die nächste Überraschung wartete bereits. Ein riesengroßer Christbaum stand in der Halle.

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Foto: Prinz Barbara Fotografie mit Herz

Auch zum Christbaum gab es eine Anekdote. Ein paar Tage zuvor hatten wir ein Bild vom Christbaum der Albertina gesehen und ich rief sofort mein Mariechen, mit den Worten „ich will da hin!“ an. Pflichtbeflissen wie sie ist, hat sie dort angerufen und mir beteuert, man bedaure es sehr, aber es wäre genau an diesem Wochenende unmöglich den Baum zu betrachten. Da ich meiner Marie ja grundsätzlich alles glaubte, war ich zwar enttäuscht, aber nahm es ebenso hin.

Im Nachhinein stellte sich natürlich heraus, dass Sie gar nie angerufen hatte. 😉

Mit Marie Valerie an der Hand betrat ich die Wohnräume, die man für uns bereitgestellt hatte. Im Salon warteten ein Adventkranz und Spielsachen auf uns. Mein Herzi sang mit mir gemeinsam Weihnachtslieder und wir spielten ein wenig.

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Foto: Prinz Barbara Fotografie mit Herz

Eine Spieluhr, ein Nussknacker und das beste von allem, ein Schaukelpferd! Alles war hergerichtet für ein Weihnachtsfest mit der Familie.

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Foto: Prinz Barbara Fotografie mit Herz

Wir zündeten Kerzen an und aßen Kekse. Ich konnte es immer noch nicht fassen.

Weihnachten in „Totzi“ – wie es für uns heißt.

Die genaue Beschreibung zu Schloß Totzenbach findet ihr hier.

Den Heiligen Abend hier zu verbringen, in dem Schloss, das mir bereits im August so viel bedeutet hat, war für mich etwas Einzigartiges! Es war wohl das schönste Weihnachtsfest, das ich jemals erlebt habe.

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Foto: Prinz Barbara Fotografie mit Herz

Irgendwann kam der Zeitpunkt,  an dem wir uns wieder verabschieden sollten und plötzlich waren alle verschwunden.

Unser lieber Schlossherr kam zu mir mit den Worten „Majestät, einen Raum gibt es noch, den ich Ihnen zeigen möchte“ Natürlich war es mir eine Ehre, ihm dorthin zu folgen.

Und dann war es da: das Christkind!

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Foto: Prinz Barbara Fotografie mit Herz

Im Festsaal waren eine feierlich gedeckte Tafel und ein weiterer kleiner Christbaum. Kerzen brannten am Tisch, Blumen, eine Torte und jede Menge Geschenke.

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Foto: Prinz Barbara Fotografie mit Herz

Die Spieluhr, die im Inneren des Christbaumständers montiert war, spielte eine leise Melodie und meine Einzige lief wieder auf mich zu.

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Foto: Prinz Barbara Fotografie mit Herz

Ich war so vollkommen überwältigt, dass ich nun diejenige war, die sprachlos war.

Die Kerzen am Christbaum wurden angezündet und die Wiener Sängerknaben sangen „Stille Nacht“

Es hätte feierlicher nicht sein können.

Mein Herzi führte mich zum Tisch, um mir die Torte zu zeigen.

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Foto: Prinz Barbara Fotografie mit Herz

Meine Geburtstagstorte, die der Demel extra aus Wien geschickt hatte.

Eine Schokoladentorte mit Veilchen in meinen Lieblingsfarben.

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Foto: Prinz Barbara Fotografie mit Herz

Ich kann Euch nicht sagen, wie oft in diesem Schloss schon der Heilige Abend gefeiert wurde, aber eines kann ich schon sagen, es gab bestimmt noch nicht viele Abende wie diesen.

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Foto: Prinz Barbara Fotografie mit Herz

Ein Fest erfüllt von Liebe und Freude, dass hätte schöner nicht sein können.

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Foto: Prinz Barbara Fotografie mit Herz

Marie hatte sich selbst übertroffen! Sie hatte mir das schönste Geschenk von allen gemacht und zwar vor fast genau einem Jahr, als sie mir ihre Freundschaft schenkte.

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Foto: Prinz Barbara Fotografie mit Herz

Ich bin dankbar eine Freundin und Begleiterin wie dich zu haben, denn es gibt niemanden, der treuer und loyaler hinter mir stehen könnte, als du es tust!

Ich glaube, ich kann auch für all die anderen sprechen, die an diesem Tag dabei waren, wenn ich sage, es war einfach nur himmlisch!

Du hast uns nicht irgendein Fest geschenkt, oder einen Ausflug in eines der unzähligen Schlösser, nein, du hast uns Weihnachten geschenkt.

Du hast mir das schönste Weihnachtsfest und den schönsten Geburtstag meines Lebens geschenkt. 

In diesem Jahr warst du das Christkind für uns Alle!

Danke!


 

Wie auch sonst üblich, hatte auch unser Christkind ein paar fleißige Helferlein, denen ich von ganzen Herzen danken und ihnen ein paar Preise verleihen möchte. 😉

  • Der Oscar für die beste schauspielerische Leistung geht an unsere Maria Jóse, die stets eigens aus der Schweiz kommt, wenn man sie braucht, um die Landschaft in den schönsten Farben zu beschreiben!  Sie hat über Wochen mehr als glaubhaft die Rolle der Unwissenden gespielt und sich so diese Auszeichnung mehr als verdient.

Wir kommen zu den nächsten Preisen: 

  • Der Oscar für die beste weibliche Nebenrolle geht an: Ursi! Die stets mit Rat und Tat zur Seite steht, Kekse organisiert und immer für alle ein offenes Ohr hat.
  • Der Preis der besten Regieassistenz geht an: Markus!  Der Mann, der stets im Hintergrund arbeitet und so die wirklich wichtigen Dinge erledigt – Tortentransporte, Postwege, etc!
  • Beste Kameraführung: Barbara – Der kein Weg zu weit ist um mich ins rechte Licht zu setzen!
  • Der diesjährige Preis für den besten Lektoren ergeht an: Peter. Danke für die prompte Bearbeitung sämtlicher Schriftstücke. 😉  

 

Ganz besonders möchte ich mich natürlich bei der Familie Berger bedanken, ohne deren Einverständnis und Mithilfe dieses Weihnachtsmärchen niemals hätte stattfinden können.

Ich wünsche Euch Allen ein Frohes Neues Jahr und das ihr Alle „Eure Marie“ finden mögt, mit der zusammen sich Eure Träume erfüllen.

Denn genau diese Zeilen aus Schikaneder dem Musical wurden für Marie und mich zu unserer Hymne:

Ich träum groß

So wie ich 

Nein ist keine Antwort für mich

Wir sind stark, wir sind frei
 
Nichts und niemand hält uns zurück
 
denn wir zwei träumen groß

 

 

Rechtliche Hinweise:
Textrechte: Sisi

Textauszug: Schikaneder – das Musical – Ich träum groß

Musik und Liedtexte Stephen Schwartz ; Deutsche Fassung Michael Kunze

Bildrechte:  Prinz Barbara, sternenkaiserin.com
Es konnten keine weiteren Urheberrechte zu den Bildern festgestellt werden. Sollten wir gegen ein Urheberrecht verstoßen haben, bitten wir um Kontaktaufnahme: sternenkaiserin[at]gmx.at

 

 

Träume und Gedichte – April 2017

 
Dornröschen war ein schönes Kind,
Schönes Kind, schönes Kind,
Dornröschen war ein schönes Kind,
Schönes Kind.
Dornröschen nimm dich ja in acht,
Ja in acht, ja in acht,
Dornröschen nimm dich ja in acht,
Ja in acht.
Da kam die böse Fee herein,
Fee herein, Fee herein,
Da kam die böse Fee herein
Und rief zu ihr:
„Dornröschen schlafe hundert Jahr,
Hundert Jahr, hundert Jahr,
Dornröschen schlafe hundert Jahr
Und alle mit.“
 
Kinderlied, Verfasser unbekannt
 

Foto: @Bertl Jost


 
Und wüßtens die Blumen, die kleinen,
Wie tief verwundet mein Herz,
Sie würden mit mir weinen,
Zu heilen meinen Schmerz.
Und wüßtens die Nachtigallen,
Wie ich so traurig und krank,
Sie ließen fröhlich erschallen
Erquickenden Gesang

Heinrich Heine

 

Foto: @Bertl Jost


„Na komm schon Marie, ich möcht doch einmal wissen, was hier oben ist! Solang die Erzherzogin in Baden ist, wird uns auch niemand daran hindern“

Foto: @Charlotte Schwarz|Fotogräfin 2017


„Geh bittschön Marie, du weißt doch, dass ich keinen Schmarrn mag. In Gotts Namen, dann sollns mir halt eine Suppn bringen, damit du mich in Ruh lässt mit der ewigen Esserei“

Foto: @Charlotte Schwarz|Fotogräfin 2017


„Ein bisserl noch Marie, ich komm ja gleich. Du weisst doch das mich die Gesellschaft am Hof nicht interessiert! Lass mir noch ein paar Minuten in Freiheit!“

Foto: @Charlotte Schwarz|Fotogräfin 2017


Der Römische Brunnen

Aufsteigt der Strahl und fallend gießt
Er voll der Marmorschale Rund,
Die, sich verschleiernd, überfließt
In einer zweiten Schale Grund;
Die zweite gibt, sie wird zu reich,
Der dritten wallend ihre Flut,
Und jede nimmt und gibt zugleich
Und strömt und ruht.

(Konrad Ferdinand Meyer, 1882)

 
 

Foto: @Charlotte Schwarz|Fotogräfin 2017

 
 

Draußen ist Freiheit.
Ein Glück, das keine Schranken kennt.
Draußen ist Freiheit.
Weit fort von allem, was uns trennt,
beginnt, was man Leben nennt.

Majestät, ich eile und hole den Schlüssel….

Textauszug aus Song „Draußen ist Freiheit“ aus dem Musical „Tanz der Vampire“.
Musik: Jim Steinman, Text: Michael Kunze


Majestät, Sie müssen wieder zurück. Sie wissen doch, dass die Erzherzogin Sophie wartet.

Foto: @Charlotte Schwarz|Fotogräfin 2017


„Ich bin wie in einem goldenem Käfig gefangen, siehst du das denn nicht Marie?
Was hilft mir all der Reichtum, wenn ich doch niemals frei bin? Was hab ich von all dem Geschmeide, wenn ich es nur tragen muss, um begafft zu werden?
Was hilft mir der größte Park, wenn ich doch nicht gehen kann, wohin ich will?
Wozu der Ring an meinem Finger, wenn ich doch immerzu nur allein bin?“

Foto: @Charlotte Schwarz|Fotogräfin 2017


„Manchmal denk ich mir Marie, der Kaiser kann ja gar nichts dafür, dass er ist, wie er ist. Wie soll man auch hinter solchen kalten Mauern fröhlich sein.
Nicht ein einziges Fenster ist offen, um wenigstens das Singen der Vogerln rein zu lassen.
Mein armer Franz, wahrscheinlich ist er noch mehr eingesperrt als ich….“

Foto: @Charlotte Schwarz|Fotogräfin 2017


„Lauft meine Pferdchen, lauft. Zieht weit weg meinen Wagen von der Kerkerburg.
Nie und nimmer will ich wieder hier gefangen sein.
Madeira und Korfu sollen als Heimat mir dienen, und mich die grauen Mauern vergessen lassen…“

Foto: @Charlotte Schwarz|Fotogräfin 2017


Majestät, ich bitte Vernunft anzunehmen. Sie müssen nach Hause. Wir sind seit Stunden weg. Erzherzogin Sophie wird schon ungehalten sein.

Foto: @Charlotte Schwarz|Fotogräfin 2017


Ach, warum bin ich nur in das lästige Wien zurückgekommen. Nichts als Pflichten und Aufgaben. Nichts als Umziehen und Präsentieren.

Foto: @Charlotte Schwarz|Fotogräfin 2017


„Kommt schon ihr beiden, Frühstücken könnt ihr auch später noch, ich bin es leid den ganzen Tag in der Kerkerburg auf den Kaiser zu warten!
Und Marie sorg dafür, dass mich keiner stört!“
 

Foto: @Privat

 


Bitte Majestät, erzählen Sie mir mehr von Madeira. Ich bin so unverschämt Neugierig und aufs höchste erfreut, wenn Sie mir von diesem wunderschönen Ort erzählen.

Foto: @Privat


Majestät, war es auf Madeira auch so farbenfroh? Es duftet so schön hier, da können Majestät sogar Wien besser aushalten.

Foto: @Privat


„Nein Marie, ich will nicht zurück! Die Tante Sophie sekkiert mich, und der Kaiser sagt wieder nichts dazu. Ich werd nicht umdrehen, und jetzt komm! Sonst geh ich allein weiter!“

Foto: @Charlotte Schwarz|Fotogräfin 2017


Märchen erzählen Kindern nicht, dass Drachen existieren. Denn das wissen Kinder schon. Märchen erzählen den Kindern, dass Drachen getötet werden können.

Foto: @Charlotte Schwarz|Fotogräfin 2017


Siehst du Marie wieder sind die Herren wichtiger! Also komm, wir wollen nicht länger warten. Gehen wir ohne den Kaiser in den Prater, ich will sehen, ob die Bäume blühen“

Foto: @Charlotte Schwarz|Fotogräfin 2017


 
Ich gehe durch die Stadt wie durch ein Niemandsland,
inmitten all der vielen Menschen bleib ich unbekannt.
Ich habe mich in Stille und in Einsamkeit gehüllt,
ich suche meine Schattenwege abseits dieser Welt.
Niemand, niemand da der mich beim Namen nennt,
der mein Geheimnis kennt.
 
Text: Einsames Gewand
Spotlight Musical & D. Martin
 

Foto: @Charlotte Schwarz|Fotogräfin 2017

 


„Eine gewisse Ähnlichkeit zwischen Ludwig und mir besteht wohl Marie, dazu gehört auch ein Hauch von Schwermut und die Sehnsucht nach Einsamkeit….“

Foto: @Charlotte Schwarz|Fotogräfin 2017


 
 
Liebe Gräfin, schön haben Sie es hier. Ich freue mich sehr, dass wir uns endlich auf einen Tee treffen.
Marie, bitte lauf zur Kerkerburg zurück und lass der Erzherzogin ausrichten, dass ich heute zum Dinner nicht erscheinen werde. Und dann komm bitte wieder her.

Palais Daun-Kinsky – www.palaisevents.at – Vielen herzlichen Dank für diese unglaubliche Möglichkeit!
 
 

Foto: @Charlotte Schwarz|Fotogräfin 2017


Majestät, lassen Sie uns abwarten, wie viele Personen noch geladen sind. Dann können Sie immer noch entscheiden, ob Sie bleiben.

Palais Daun-Kinsky – www.palaisevents.at – Vielen herzlichen Dank für diese unglaubliche Möglichkeit

Foto: @Charlotte Schwarz|Fotogräfin 2017


Wie Schatten flieht die Lieb‘, indem man sie verfolgt. Sie folgt dem, der sie flieht, und flieht den, der ihr folgt.


Die lustigen Weiber von Windsor, 2. Akt, 2. Szene, William Shakespeare
Vielen Dank an das Palais Kinsky www.palaisevents.at für diese Möglichkeit!

 

Foto: @Charlotte Schwarz|Fotogräfin 2017

 


 
Majestät, ich bitte Sie ganz lieb, seien Sie nicht so traurig. Morgen scheint wieder die Sonne, dann ist es auch in Wien schön.
Schauns, die Standeln stehn schon, morgen beginnt der Ostermarkt.
 
Vielen Dank an das Palais Kinsky www.palaisevents.at für diese Möglichkeit!
 

Foto: @Charlotte Schwarz|Fotogräfin 2017


„Komm Marie, es wird Zeit!
Erinnere mich daran, der Gräfin für den netten Nachmittag zu danken! Wir werden sie demnächst nach Laxenburg einladen.“

Vielen Dank Palais Kinsky www.palaisevents.at für diese unglaubliche Ehre!

Foto: @Charlotte Schwarz|Fotogräfin 2017


 
„Es gibt nirgends bessere Veilchen als die vom K. u K. Hofzuckerbäcker DEMEL mein lieber Herr Oliver!
Egal wohin meine Reise mich führt, Marie sorgt stets dafür, dass wir genügend davon bei uns haben, damit sie mir die Zeit in der Eisenbahn ein wenig damit versüßen kann!“ 

Einen ganz besonderen Dank an Herrn Oliver und sein zauberhaftes Team.
Besonderen Dank auch an die K. u K. Hofzuckerbäcker Demel!

 

Foto: @Charlotte Schwarz|Fotogräfin 2017


 
Ave Maria, gratia plena;
Dominus tecum;
benedicta tu in mulieribus,
et benedictus fructus ventris tui, Iesus.
Sancta Maria, Mater Dei,
ora pro nobis peccatoribus
nunc et in hora mortis nostrae.
Amen.
 
 

Foto: @Die Gärten Trauttmannsdorff


 

Halleluja

Halleluja, denn der Herr, der allmächtige Gott, herrschet
Halleluja…

Das Königreich dieser Welt ist zum Königreich unseres Herrn geworden
und seines Christus
und er wird regieren auf immer und ewig

König der Könige, für immer und ewig, halleluja
und Herr der Herren, für immer und ewig, halleluja, halleluja
König der Könige und Herr der Herren

Er wird regieren
Und er wird regieren für immer und ewig
Hallelujah

Georg Friedrich Händel, Messias, Halleluja

 
 
 

Foto: @Die Gärten Trauttmannsdorff


Liebes Häschen

Liebes Häschen, willst du morgen
uns für Ostereier sorgen?
Liebes Häschen, bringe bald
bunte Eier aus dem Wald.

Weiches Moos und grüne Ästchen
holen wir für dich fürs Nestchen
und daneben legen wir
Gras und Klee zur Speise dir

(Kinderreim)

 

Foto: @Privat


„Komm Mariechen lauf, fang den Rudi, dann wollen wir jausnen gehen, es gibt bestimmt Gugelhupf für Euch beide!“

Foto: @Privat


Der Osterhase

Seht, wer sitzt denn dort im Gras!
Ist das nicht der Osterhas´?
Guckt mit seinem langen Ohr
aus dem grünen Nest hervor.
Hüpft mit seinem schnellen Bein
über Stock und über Stein.
Seht auch her, was in dem Nest
liegt so rund und auch so fest:
Eier rot und blau gefleckt
hat er in dem Nest versteckt.
Muss er sie gut verstecken,
sucht schnell in allen Ecken!

(Volksgut)

Foto: @Privat


 
Mir setzt man keine Grenzen,
ich halt mich nicht daran
Auch wenn nicht alles geht,
Ich will selbst sehen, was ich kann.
Zu lang wollt ich geliebt sein, darum spielte ich ihr Spiel.
Ist das der Preis für Liebe, kostet sie zuviel!
 
Auszug aus Stephen Schwartz;
Wicked – Die Hexen von Oz
 
 

Foto: @Charlotte Schwarz|Fotogräfin 2017

 


Majestät, Frau Gräfin hat gesagt, dass Sie das Popscherl vom Engerl streicheln sollen. Es bringt Glück.

Vielen Dank Palais Kinsky www.palaisevents.at für diese unglaubliche Ehre!

Foto: @Charlotte Schwarz|Fotogräfin 2017


„Komm Marie, wir wollen wieder ein bisserl einkaufen gehen. Du weisst doch, wie sehr sich die Erzherzogin immer echauffiert, wenn ich über den Kohlmarkt laufe!“

Vielen Dank Palais Kinsky www.palaisevents.at für diese unglaubliche Ehre!

Foto: @Charlotte Schwarz|Fotogräfin 2017


„Schau nur Marie wie hübsch das Doserl ist, das bringen wir dem Rudi mit, du weisst doch, wie gern er die Tiere hat! Und die Veilchenpralinen essen wir unterwegs!“

Lieben Dank Zum Schwarzen Kameel)

Foto: @Charlotte Schwarz|Fotogräfin 2017


„Du wirst das Leben bald
Durch meine Augen sehen,
Und jeden Tag mich ein wenig mehr verstehen… (…)
…lass mich nie allein“
Musical Elisabeth – „Nichts ist schwer“ Silvester Levay und Michael Kunze;
Vielen Dank Palais Kinsky www.palaisevents.at für diese unglaubliche Ehre! 
 
 

Foto: @Charlotte Schwarz|Fotogräfin 2017


 
Liebe Mami!
Schau wie schön meine verehrte Kaiserin heute wieder ist. So traurig ist sie, weil wir in Wien sind. Aber bald schon fahren wir nach Venedig, da wird sie glücklich sein. Ich freu mich auf unser Wiedersehen, die Kaiserin ist schon neugierig auf dich.
1000 Küsse.
Deine
Marie 
 

Foto: @Charlotte Schwarz|Fotogräfin 2017


 
Warum so nachdenklich, Majestät?
Kommens, die Gräfin wartet mit dem Tee und hat sogar Veilchen-Eis besorgt.
 
Vielen Dank Palais Kinsky www.palaisevents.at für diese unglaubliche Ehre! 
 
 

Foto: @Charlotte Schwarz|Fotogräfin 2017


„Komm mein liebster Avolo, um mir vorzuschreiben wohin, und wie ich reiten darf, sollen sie uns erst einmal einholen.“ 

Foto: @Privat


Wenn deine Seele eins mit der Kraft des Pferdes,
etwas anderes als die Unendlichkeit vor sich sieht,
so begreift sie die Fülle der Geheimnisse nicht.
 
Rudolf Binding
 

Foto: @Privat


„Siehst du mein Liebling, wie schön man den Park schmückt?

Sogar die Pferdchen tragen Schleifchen um deinen Geburtstag zu feiern!“

Foto: @Privat


Valerie, Rudi, schenkt der Mama euer schönstes Lächeln.
Der Kaiser freut sich sicher über die lieben Grüße von deinem Geburtstag.

Foto: @Privat


An die Türen will ich schleichen,
Still und sittsam will ich steh’n;
Fromme Hand wird Nahrung reichen,
Und ich werde weitergehn.
Jeder wird sich glücklich scheinen,
Wenn mein Bild vor ihm erscheint;
Eine Träne wird er weinen,
Und ich weiß nicht, was er weint.
 
J.W. Goethe
 
Vielen Dank Palais Kinsky www.palaisevents.at für diese unglaubliche Ehre! 
 

Foto: @Charlotte Schwarz|Fotogräfin 2017

 
 

 

Nichts ödet meine Kaiserin mehr an, als steife Staatsbankette. Sie schaut so traurig aus und doch muss ich sie ermahnen, sich zum Umziehen auf den Weg zu machen.

 
Vielen Dank Palais Kinsky www.palaisevents.at für diese unglaubliche Ehre! 
 

Foto: @Charlotte Schwarz|Fotogräfin 2017


 
Freudvoll
Und leidvoll,
Gedankenvoll sein,
Hangen
Und bangen
In schwebender Pein,
Himmelhoch jauchzend,
Zum Tode betrübt –
Glücklich allein
Ist die Seele, die liebt.
 
J. W. von Goethe
 

Foto: @Privat


„Nicht schon wieder weinen, Sisi“ mahnte Mama und reichte mir hastig ein Taschentuch.
„sieh nur all die Menschen jubeln Dir zu. Sie freuen sich für Dich und wünschen Dir Glück zu Deiner Hochzeit! Sie wollen Dich lächeln sehn, und nicht traurig schluchzen.“Wie sollte ich lächeln, wenn mir vor lauter Abschiedsschmerz alles weh tat? Ich verließ meine Heimat, die Menschen die ich liebte, um in das fremde Wien zu reisen….

„Majestät müssen sich wieder fassen!“
„Du mußt mehr Haltung zeigen, Sisi!“
„Das kommt davon wenn man ein Kind zur Kaiserin macht!!!“

Die letzte Bemerkung tat weh! Sie verletzte meinen Stolz und sorgte dafür, dass meine Tränen versiegten.

 

Foto: @Privat


Ein Elfenbeinturm hat keine Fenster.


Prof. Dr. Hermann Simon

 
Vielen Dank Palais Kinsky www.palaisevents.at für diese unglaubliche Ehre! 
 
 

Foto: @Charlotte Schwarz|Fotogräfin 2017


Marie, komm jetzt. Ich ertrage diesen intriganten Haufen nicht mehr. Lass uns zum Heindl gehen, ich möchte Veilchen….

Vielen Dank an Confiserie Heindl für diese leckeren Veilchen.

Foto: @Charlotte Schwarz|Fotogräfin 2017


 
Flieder, blühst du,
stillt sich die Sehnsucht, –
lösest ganz leise die Flügel der Seele,
lähmst durch ein wonnig-weiches Ermüden
die vor Erwartung erregten Gedanken,
wandelnd Lust und Leid in lauter
blühendes, liebendes All-Empfinden.

Karl Ernst Knodt

 

Foto: @Charlotte Schwarz|Fotogräfin 2017


Die warme Luft, der Sonnenstrahl
Erquickt mein Herz, erfüllt das Tal.
O Gott! wie deine Schritte tönen!
In tiefer Lust die Wälder stöhnen.
O Frühling! trunken bin ich dein!
O Frühling! ewig bist du mein!

Nikolaus Lenau
Auszüge aus dem Gedicht „Frühling“

 
 

Foto: @Charlotte Schwarz|Fotogräfin 2017


Geh Marie sei so gut, und richt‘ mir das Bett her, die Fahrt nach Meran dauert ja doch ein bisserl länger. Ich möcht jetzt was lesen“

Meinen herzlichsten Dank an das Technisches Museum Wien, für die einzigartige Möglichkeit, Fotos im Hofsalonwagen  machen zu dürfen!

Foto: @Charlotte Schwarz|Fotogräfin 2017


Aber Marie, jetzt sei doch nicht immer so ängstlich, was meinst du, auf wieviele Bäume ich schon geklettert bin?
Und dem Kaiser? Dem Kaiser sagen wir einfach nichts davon“

Foto: @Charlotte Schwarz|Fotogräfin 2017


„Ja Marie, ich komm ja schon. Ohne uns wird man ohnehin nicht mit dem Abendessen beginnen.

Leben Sie wohl Gräfin, und herzlichen Dank für die Einladung. Wirklich schön haben Sie’s hier“

Vielen Dank Palais Kinsky www.palaisevents.at für diese unglaubliche Ehre! 

Foto: @Charlotte Schwarz|Fotogräfin 2017


 

Erinnerung

In meiner Erinnerung erblühen
Die Bilder, die längst verwittert –
Was ist in deiner Stimme,
Das mich so tief erschüttert?
Sag nicht, dass du mich liebst!
Ich weiß, das Schönste auf Erden,
Der Frühling und die Liebe,
Es muss zuschanden werden.
Sag nicht, dass du mich liebst!
Und küsse nur und schweige,
Und lächle, wenn ich dir morgen
Die welken Rosen zeige.

Heinrich Heine

 
 

Foto: @Charlotte Schwarz|Fotogräfin 2017

 


Unterm weißen Baume sitzend,
Hörst du fern die Winde schrillen,
Siehst, wie oben stumme Wolken
Sich in Nebeldecken hüllen;

Siehst, wie unten ausgestorben
Wald und Flur, wie kahl geschoren;
Um dich Winter, in dir Winter,
Und dein Herz ist eingefroren.

Plötzlich fallen auf dich nieder
Weiße Flocken, und verdrossen
Meinst du schon, mit Schneegestöber
Hab‘ der Baum dich übergossen.

Doch es ist kein Schneegestöber,
Merkst es bald mit freud’gem Schrecken;
Duft’ge Frühlingsblüten sind es,
Die dich necken und bedecken.

Welch ein schauersüßer Zauber!
Winter wandelt sich in Maie,
Schnee verwandelt sich in Blüten,
Und dein Herz, es liebt aufs neue.

Heinrich Heine

Foto: @Charlotte Schwarz|Fotogräfin 2017


 
Die blauen Frühlingsaugen
Schaun aus dem Gras hervor;
Das sind die lieben Veilchen,
Die ich zum Strauß erkor.

Ich pflücke sie und denke,
Und die Gedanken all,
Die mir im Herzen seufzen,
Singt laut die Nachtigall.

Ja, was ich denke, singt sie
Lautschmetternd, daß es schallt;
Mein zärtliches Geheimnis
Weiß schon der ganze Wald.

Heinrich Heine

 
 

Foto: @Privat


 
Es gibt viele Wege, der Einsamkeit zu entfliehen.
Findet man den Weg nicht,
ist die Einsamkeit ein Fluch.

Karin Obendorfer
 

Foto: @Privat

 


 

Träume und Gedichte – Februar 2017

Franz-Joseph:
Komm heim, Sisi. Wir gehören zusammen. Ich glaube immer noch daran. Ich liebe dich. Und Liebe, sagt man, kann alle Wunden heilen…

Elisabeth – Musical
Text: @Michael Kunze, Musik: @Sylvester Levay

 

Foto: @Privat


 
 
Vor Kälte ist die Luft erstarrt,
es kracht der Schnee von meinen Tritten,
es dampft mein Hauch, es klirrt mein Haar;
nur fort, nur immer fort geschritten!

Wie feierlich die Gegend schweigt!
Der Mond bescheint die alten Fichten,
die sehnsuchtsvoll zum Tod geneigt,
den Zweig zurück zur Erde richten.
Frost! Friere mir ins Herz hinein!

Tief in das heißbewegte, wilde!
Daß einmal Ruhe mag da drinnen sein,
wie hier im nächtlichen Gefilde
 
Auszug aus dem Gedicht „Winternacht“
Nikolaus Lenau
(Hinweis: statt „Bart“, wurde „Haar“ eingesetzt)
 
 

Foto: @Artgraphy.at

 


 
 
Nicht soll Titania unter Menschen gehn
in diese Welt, wo niemand sie versteht
wo hundert Gaffer sie umstehen
neugierig flüsternd. „Seht die Närrin, seht!“
Wo Mißgunst neidisch pflegt ihr nachzuspähen,
die jede ihrer Handlungen verdreht,
sie kehre heim in jene Regionen,
wo ihr verwandte schön´re Seelen wohnen.
 
Titania
aus Elisabeth Das poetische Tagebuch – Brigitte Hamann

Foto: @Bertl Jost

 


 
 
Mit deinen blauen Augen
Siehst du mich lieblich an,
Da wird mir träumend zu Sinne,
Daß ich nicht sprechen kann.

An deine blauen Augen
Gedenk ich allerwärts;
Ein Meer von blauen Gedanken
Ergießt sich über mein Herz.
 
Heinrich Heine

Foto: @Bertl Jost

 


 
Eine Stunde, wenn sie
glücklich ist, ist viel.
Nicht das Maß
der Zeit entscheidet,
das Maß des Glücks.
 
Theodor Fontane
 

Foto: @Privat

 
 

 

Liebe Ida!

Ich arbeite für eine verrückte Frau.
Ihre Majestät erscheint so wie gewöhnlich, die Worte, die aus ihrem Mund kommen, und, wie sie immer gewesen sind, aber ihre Seele ist verkümmert.
Sie ist eine bloße Reflexion von sich selbst.

Brief von Marie, Gräfin Festetics an Ida, Gräfin von Ferenczy
Elisabeth Kaiserin wider Willen, Brigitte Hamann

 

Foto: @Privat

 
 


Der große Wunsch, dem Größeren weicht,
nie zieht ins Herz genügen ein.
Und hast du einst dein Glück erreicht,
so hört es auf, dein Glück zu sein

Kaiserin Elisabeth von Österreich

Foto: @Bertl Jost

 


 

Schönheit ist die Ursache und der Zweck aller Dinge

Kaiserin Elisabeth von Österreich

 

 

Foto: @Bertl Jost

 


 

Glücklich ist, wer vergisst,
was doch nicht zu ändern ist.

Zitat aus der Fledermaus

 

Bild: @Bertl Jost

 


 
 
Nun kann sie weiter wandern,
Nichts hemmt mehr ihren Lauf;
Ein Hügel nach dem andern
Führt abwärts bald, bald auf.

Doch in dem Buchenlaube
Was schimmert wohl so licht?
Bedeckt vom Silberstaube
Kommt jetzt der See in Sicht.
 
Teile aus den „Cyclamen II.“, Winterlieder,
Brigitte Hamann – Das poetische Tagebuch

 

Foto: @Artgraphy.at

 


 

Je besser ich die Menschen kennenlerne,
desto mehr bewundere ich Hunde.


Madame de Sévigné

Ein besonders großes Danke an Garret und Chiba

 
 

Foto @Artgraphy.at

 


 

Die Leute wissen nicht was sie mit mir beginnen sollen,
weil ich in keine Traditionen und längst anerkannten Begriffe hineinpasse.
Sie wollen nicht, dass man ihre Schubladenordnung störe. So gehöre ich denn mir ganz.“

Kaiserin Elisabeth von Österreich

 

Foto: @Die Gärten vonTrauttmansdorff

 


 

Ein Leben ohne Hund ist möglich,
aber sinnlos.

Loriot

Wir wünschen allen unseren Freunden und Fans einen wunderschönen Valentinstag!

Foto: @Artgraphy.at

 


 

Ich bitte Gott, Er möge gnädig senden
Dir manchen Sommer noch, wie du ihn liebst,
Wo Frische dir die Sonnenstrahlen spenden
Und Stunden du im Buchenhaib verbliebst.
Nachts aber soll der Mond sein Antlitz wenden
Dir zu, wie Du entzückt mir jüngst beschriebst.
Wem die Natur so lieblich weiss zu blühen,
Vor dem wird lange noch das Alter fliehen!
 
 
Kaiserin Elisabeth an ihre Mutter Ludovika
Brigitte Hamann – Kaiserin wider Willen
 
 

Foto: @Bertl Jost

 


 
 
Ich hätt‘ getanzt heut‘ nacht
die ganze Nacht heut‘ nacht!
So gern‘, und noch viel mehr.
Ich hätt‘ mir viel erlaubt,
wovon ich sonst geglaubt,
das das wohl sündhaft wär‘.
 
Textauszug aus Song: „Ich hätt getanzt heut nacht“,
Musical: My fair Lady
Text: Alan Jay Lerner
Deutsche Übersetzung: Robert Gilbert
 

Foto: @Bertl Jost

 


Ich möchte so reich sein, wie unsere Gesellschaft an Langeweile…

Elmar Kupke
Textauszug aus: Der Stadtphilosoph

Foto: @Bertl Jost

 


 

Sei verlassen, sei verdammt
Bis ans Ende dieser Welt gerannt,
Finde nur ein Telefon
Und schon –
Steht Dir offen jedermann.

Geht er ran?

Mortzcampus

 
 

Foto: @Bertl Jost

 


 
 
Ich wollt, ich wär‘ eine Königin,
Dann stieg ich herab vom Throne
Und legte zu deinen Füßen hin
Reichsapfel, Scepter und Krone.

Und wär‘ ich weiser als Salomo,
Dein Wort hielt doch ich in Ehren,
Denn weiser als aller Sterblichen Wort
Erschienen mir deine Lehren.

Ich bin nicht weise, bin ohne Macht,
Hab nichts als ein Herz zu vergeben,
Doch ist’s an Lieb und Treue so reich,
Wie keins du mehr findest im Leben.

Emma von Brandis-Zelion

 
 

Foto: @Bertl Jost

 


Was mich nicht umbringt,
macht mich stark,
ich werde es allen beweisen,
seine Schuld gibt mir das Recht
die Kette zu zerreißen
Geh…!

Textauszug aus dem Song Maladie, Elisabeth Musical
Text & Musik Silvester Levay & Michael Kunze

 

Foto: @Daniel Leitner

 


 

Reihenweise sind ihr die Männer um sie herum verfallen.

Sie ist der eiskalte Engel;
eine liebliche Fee,
die lockt,
ohne die kleinste Annäherung zu erlauben…

*Sisi*

 

 

Foto: @Privat

 


Sie hat etwas in ihrem Wesen,
das fasziniert.

Irma Gräfin Sztáray, Hofdame der Kaiserin

Foto: @Privat

 


 

 

Sturm mit seinen Donnerschlägen
Kann mir nicht wie du
So das tiefste Herz bewegen,
Tiefe Meeresruh!

Du allein nur konntest lehren
Uns den schönen Wahn
Seliger Musik der Sphären,
Stiller Ozean!
 
Kaiserin Elisabeth bei der innig vertieften Lektüre von Nikolaus Lenau in Ungarn

Auszug aus dem Gedicht „Meeresstille“ von Nikolaus Lenau

 

Foto: @Privat

 


 

„Ich bin die Sklavin meiner Haare.“

Kaiserin Elisabeth von Österreich
Kaiserin wider Willen, Elisabeth Hamann

 

Foto: @Privat

 


 
Auf Titania, schmücke dich
Heut‘ mit Diamanten!
Sonntag ist’s, es nahen sich
Wieder die Verwandten.
(…)
Oberon im Feensaal
Winket schon den Gästen,
Die sich dem Familienmahl
Nah’n von Ost und Westen.
(…)
Schwermutvoll ihr Auge blickt,
Träumend in die Weite;
Ihre Jugend ist geknickt,
Trübsal ihr Geleite
 
Elisabeth von Österreich, Das poetische Tagebuch – Brigitte Hamann
 

Foto: @Privat

 


 

„Warum muß man mich immer mit dem Hofzeremoniell Sekkieren? Reicht es nicht, daß ich mich Anstarren laße…?“

 

Foto: @Privat

 


 

„Marie! Ein Photograph!, Sorge bitte dafür, dass Ich Privat sein möchte. Lass den Paravent vor mich stellen. Ida, Lies bitte weiter.“

„Jawohl, Majestät!“

So oder so ähnlich könnte sich die Szene abgespielt haben.
Wir zeigen Euch in Zukunft Tagesabläufe im Leben von Kaiserin Elisabeth, dass macht sie unserer Meinung nach Lebendiger.

 

Foto: @Privat