Tag-Archiv | Kaiservilla

Träume und Gedichte – August 2017

Du holdes, du süßes, du liebliches Kind,
Gib, gib mir, hier dunkelt’s, ein Küsschen geschwind!
Dein Äuglein es funkelt wie Edelgestein,
Ein Küsschen von dir muss Rosenduft sein!
Wende dich nicht
Ab von mir,
Möchte so dicht
Ruhen an dir!
Sehnen und Trachten
Und Tränen und Schmachten
Hab’ ich um dich, o mein himmlisches Kind,
Gib mir ein Küsschen, ein Küsschen geschwind!
Leih’ mir es nur, gib mir es nicht,
Leih’ mir es nur, gib mir es nicht,
Nimm es dann wieder du Engelsgesicht!
 
Sisi
 
August Kopisch
 

Foto: Alexander Dacos


„Wer nur das Wirkliche gelten lässt,

an der Sehnsucht nach dem

Unmöglichen keine Freude findet

und nie eine Minute übrig hat,

um sie an einen

schönen Traum zu verschwenden,

wie arm ist der.“

Sisi

Ludwig Ganghofer

 

Foto: sternenkaiserin.com


„Isle Of Hope,
Isle Of Tears,
Isle Of Freedom,
Isle Of Fears,
But It’s Not The Isle You Left Behind.
That Isle Of Hunger,
Isle Of Pain,
Isle You’ll Never See Again
But The Isle Of Home Is Always On Your Mind.“
 
Sisi
 
The new Ground – Celtic Woman
 
Herzlichen Dank an das sagenhafte Schloss Totzenbach
 

Foto: Prinz Barbara Fotografie mit Herz


Der Sturm sprach einst: „Ich kenne
die Welt; denn ich zerpflücke sie.“
Da sprach der Reif: „Ich kenne
die Welt; denn ich erdrücke sie.“
Die Sonne lacht: „Ich kenne
sie besser; denn ich beglücke sie.“

Sisi

Carmen Sylva
Vielen Dank für die Gastfreundschaft an den liebenswerten Graf Pilati, der uns in sein wunderschönes Schloss Ruegers eingeladen hat.

Foto: Prinz Barbara Fotografie mit Herz


„Sieh nur Marie, siehst du die Bauernkinder auf den Feldern spielen.
Als ich so klein war wie sie, bin ich auch barfuß über die Wiesen gelaufen. Ein Luxus, der mir nun nicht mehr vergönnt ist.
Hast du jemals Kirschen direkt vom Baum gegessen?
Es gibt wohl nichts in der Hofküche, dass besser schmecken könnte als frische Kirschen, die durch das Sonnenlicht leicht gewärmt sind…“

Sisi

Vielen Dank an Prinzessin Elisabeth von Bayern – Gräfin Kuefstein, für die Einladung in das wundervolle Renaissanceschloss Greillenstein

Foto: Prinz Barbara Fotografie mit Herz


„Marie hol noch einmal die Fanny, schau wie ich ausschau.. es löst sich ja alles auf. Sie muss es noch einmal machen, so kann ich das Schloss wirklich nicht verlassen…“

Sisi

Vielen Dank an mein Märchenschloss Schloss Totzenbach für Einladung.

Foto: Prinz Barbara Fotografie mit Herz


Die Sonne verglüht
in tausend Farben
der Himmel klagt
sein letztes Lied
hinter den Wolken
stirbt der Tag
ich fühle
wie das Licht versiegt

Sisi

Hans-Christoph Neuert

Vielen Dank an das Märchenschloss Schloss Totzenbach für den zauberhaften Nachmittag.

Foto: Prinz Barbara Fotografie mit Herz


Der Sommer liegt
in letzten Zügen
Sonne bäumt sich
kaum noch auf
dumpfe Ahnung
beschleicht die Seele
Vergänglichkeit
nimmt ihren Lauf…

Sisi

Hans-Christoph Neuert

Foto Kurt Schmitzberger


Ein altes Buch in pergamentnem Band,
Jahrhunderte vielleicht nicht aufgeschlagen –
Weil fremd sein Wort erklingt aus fremdem Land
Und alte Dichter wenig behagen.
Ein altes Buch fiel jüngst mir in die Hände,
Und wie ich träumend seine Blätter wende,
Und Moderstäubchen wirbelnd mich umfliegen,
Seh staunend ich in seinem Schoß verdorrt,
Doch Lenzensduft noch hauchend fort und fort,
Verblichen, farblos eine Rose liegen.

Sisi

Friedrich Halm

Vielen Dank an Graf Pilati für die Einladung nach Schloss Ruegers!

Foto: Prinz Barbara Fotografie mit Herz


Te Deum laudamus. Te Dominum confitemur.
Te aeternum patrem omnis terra veneratur.
Tibi omnes Angeli, tibi caeli et universae potestates:
Tibi cherubim et seraphim incessabili voce proclamant:
Sanctus:
Sanctus:
Sanctus Dominus Deus Sabaoth.
Pleni sunt caeli et terra maiestatis gloriae tuae.

Sisi

Vielen Dank an Herrn Dompfarrer Toni Faber für die Segnung im Stephansdom in Wien.

Foto: Charlotte Schwarz|Fotogräfin 2017


„Guten Morgen Kiki, wie schön, dass du mich begleitest! Das ganze Schloss schläft noch, aber im Bett kann ich es nicht länger aushalten. Viel lieber bin ich im Wald um ein wenig der Täuschung zu erliegen, frei zu sein!
Lauf Kiki, lauf….“

Sisi

Vielen Dank an Prinzessin Elisabeth Von Bayern – Gräfin Kuefstein für die Einladung in das wunderschöne Renaissanceschloss Greillenstein und ihren Hund Kiki meinen treuen Begleiter.

Foto: Prinz Barbara Fotografie mit Herz


Jeden Morgen geht die Sonne auf
In der Wälder wundersamer Runde.
Und die schöne, scheue Schöpferstunde,
Jeden Morgen nimmt sie ihren Lauf.

Jeden Morgen aus den Wiesengründen
Heben weiße Schleier sich ins Licht,
Uns der Sonne Morgengang zu künden,
Ehe sie das Wolkentor durchbricht.

Sisi

Hermann Claudius

Herzlichen Dank für die Einladung in mein persönliches Märchenschloss – Schloss Totzenbach.

Foto: Prinz Barbara Fotografie mit Herz


Es gibt Menschen, die nur lesen, um dem Schriftsteller Fehler nachzuweisen. Wer ohne Vorurteile liest, wird das Richtige lesen.

Sisi

Voltaire

Vielen Dank an Prinzessin Elisabeth von Bayern, Gräfin Kuefstein für die Einladung ihre Bibliothek zu besichtigen Renaissanceschloss Greillenstein.

Foto: Prinz Barbara Fotografie mit Herz


„Marie wo bleibt denn das Annerl heute wieder?
Soll ich den ganzen Tag im Nachthemd verbringen?
Seit das dumme Kind sich verliebt hat, vergisst sie wohl auf ihre Arbeit?
Geh und hol sie! Ich will endlich in den Garten!“

Sisi

Vielen Dank an den charmanten Graf Pilati und seine Gastfreundschaft im zauberhaften Schloss Ruegers.

Foto: sternenkaiserin.com


„Guten Morgen Marie.
Ich wünsche den Professor heute zu sprechen, er verspricht mir schon viel zu lange sein neues Buch.
Du weißt wie sehr es mich langweilt ständig das selbe zu hören….“

Sisi

Liebe Grüße an Euch beide.

Vielen herzlichen Dank an Prinzessin Elisabeth von Bayern, Gräfin Kuefstein für die Einladung ins Renaissanceschloss Greillenstein.

Foto: Prinz Barbara Fotografie mit Herz


„Sehr schön haben Sie es hier liebe Gräfin Kuefstein! Ich beneide Sie um die Ruhe in ihrem Garten und die Abgeschiedenheit….“

Sisi

Vielen Dank an Graf und Gräfin Kuefstein für die nette Einladung ins Renaissanceschloss Greillenstein!
Gräfin Elisabeth Kuefstein ist die Ur-Ur-Enkelin von Kaiserin Elisabeth.

Foto: Prinz Barbara Fotografie mit Herz


„Ich denk oft daran, wie ich noch klein war,
Du warst mein Vorbild und ein Kriegsheld.
Ich seh noch wie du lächelnd vor mir stehst,
Ein Blick von dir bedeutete die Welt …“

Sisi

Rudolf – das Musical
Auszug aus „du willst nicht hören“
Musik: Frank Wildhorn
Liedtexte: Jack Murphy

Vielen Dank an Schlosspark Laxenburg für das Picknick im Grünen Pavillion

Foto: Charlotte Schwarz|Fotogräfin 2017


„Ich wünsch dir einen schönen Geburtstag mein liebes Bubi!
Papa hat versprochen, du darfst ein paar Tage mit uns in Laxenburg bleiben“

Sisi

Rudolf von Österreich wurde am 21. August 1858 in Schloss Laxenburg geboren.

Wir danken dem wunderschönen Schlosspark Laxenburg für die Einladung.

Foto: Charlotte Schwarz|Fotogräfin 2017


„Marie sag das Abendessen ab, ich habe keine Lust dazu, ich brauche frische Luft!
Der Trubel der letzten Tage hat mir auf den Magen geschlagen.

Es genügt, wenn du mir eine Tasse Tee bringst.

Und sag dem Graf, ich möchte ausreiten, vielleicht würde er mich ja begleiten, um mir seinen Besitz zu zeigen.
Jetzt lauf und lass mich allein“

Sisi

Wir danken dem charmanten Graf Pilati für die Gastfreundschaft und die Einladung in sein zauberhaftes Schloss Ruegers im Waldviertel!

Foto: Prinz Barbara Fotografie mit Herz


„Ich wünsch Dir Alles Liebe und Gute zum Geburtstag mein liebster Franz“

Sisi

Foto: Maria José


„Majestät, Erzherzogin Marie Valérie wird sich freuen, dass Sie sie auf der Durchreise nach Bad Ischl besuchen.“

~ Marie~

Wir danken der Familie Habsburg-Lothringen für die Einladung ins Schloss Wallsee.

Foto: Prinz Barbara Fotografie mit Herz


„Weißt du Marie, ich frage mich immer wieder, was gewesen wäre, wenn ich nicht nach Ischl gefahren wäre. Oder sich der Kaiser, nicht in mich, sondern wie vorgesehen in Néné verliebt hätte. Wäre ich glücklicher geworden? Wäre ich jemals glücklich gewesen?“

„Majestät, bitte fragen Sie sich das nicht. Wir sind in Ischl, genießen wir lieber was wir haben, als dem nachzuweinen, was gewesen wäre.“

~ Marie ~

Foto: Bertl Jost


Jeder Abschied ist der Anfang einer Reise,
wer wachsen will braucht Licht!
Nur wer aufbricht
findet irgendwann sein Ziel,
scheint es auch noch so weit.

Und wenn Drachen mir den Weg versperren,
Du weißt ja ich kann zaubern,
mach Dir keine Sorgen!

Jeder Abschied ist der Anfang einer Reise,
wer weiter will muß fort…

Sisi

Mozart – das Musical
Jeder Abschied ist der Anfang einer Reise
Musik Silvester Levay & Text: Michael Kunze

Foto: sternenkaiserin.com


„Mamili sagte: Komm Sisi, Bad Ischl ist eine Reise wert. Und so begann alles. Es hat mein Leben verändert. Komm, Marie, ich zeig dir Ischl mit meinen Augen….“

„Sehr gerne, Majestät.“

~ Marie ~

Foto: Dagmar Esser


In stillen Stunden sinn’ ich oft,
was mir so sehnlich bangt und graut,
wenn unvermerkt und unverhofft
ein süßer Traum mich übertaut.

Weiß nicht, was ich hier träum’ und sinn’,
weiß nicht, was ich noch leben soll;
– und doch, wenn ich so selig bin,
schlägt mir mein Herz so sehnsuchtsvoll.

Sisi

Friedrich Wilhelm Nietzsche
Vielen Dank an Schloss Schönbrunn und die Bundesgärten Wien

Foto: Charlotte Schwarz|Fotogräfin 2017


Ich stehe außerhalb des Kreises
In einem angeborenen Bann
Eine unsichtbare Grenze
Die ich nicht durchbrechen kann

Was ich sage, hört man an
Doch ich bleibe unverstanden
Und es schließen sich die Türen
Die doch nie offen standen

Ich gehöre nicht hierher
Doch wo gehör ich hin?
Immer wieder kann ich spüren
Wie ungewollt ich bin

Dann will ich verschwinden, unsichtbar sein
Und warten bis mich irgendwann
Die Nacht in ihre Träume holt
In die ich flüchten kann

Sisi

Elisabeth von Thüringen – das Musical
„Hol mich Heim“
Text & Musik
Dennis Martin und Peter Scholz

Vielen Dank ans Belvedere Museum.

Foto: Charlotte Schwarz|Fotogräfin 2017


„So, komm endlich Marie. Bad Ischl wartet. Bitte veranlasse, dass alles gepackt wird.“

„Majestät, es ist alles vorbereitet. Es müssen nur noch der Befehl erfolgen, wann der Kutscher vorfahren soll.“

~ Marie ~

Foto: Bertl Jost


„Majestät, bitte nicht so traurig. Die Sonne lacht, sinds doch ein bisserl heiter.“

~ Marie ~

Foto: Charlotte Schwarz|Fotogräfin 2017


Was heut das Auge sieht
ist morgen schon Vergangenheit –
wohin dein Blick auch flieht
auf meiner Seite ist die Zeit
denn ich gehör nur mir.

~ Marie ~

Text: Michael Kunze
Musik: Sylvester Levay
Auszug: Ich gehör nur mir Reprise
Musical: Elisabeth

Mit großem Dank an die Kaiservilla Bad Ischl.

Foto: Hofer Foto


„Mein Ziel war es glücklich zu werden. Ich habe mich so bemüht. Aber immer wenn ich etwas wollte, hieß es – „Nein! Lern etwas bescheiden zu sein.“ Ich bin bescheiden aufgewachsen, dieser Protz war mir unbekannt. Ein Hohn, diese Worte. Purer Hohn.“

„Majestät, krämen Sie sich nicht so. Sie dürfen das nicht ernst nehmen, Sie wissen doch, wie die Erzherzogin das meint.“

~ Marie ~

Foto: sternenkaiserin.com


Frei, das heißt allein,
so wie der Wind, ohne ein Ziel.
Frei, das wollt‘ ich sein.
Warum lag mir, daran so viel?

„Frei“, das heißt allein.
Und diese Freiheit ist nichts wert.
Sie ist wie ein Spiel,
Das man von vornherein verliert.

~ Marie ~

dt. Text: Frank Thorsten
Textauszug aus Song: „Frei, das heißt allein“
Interpret: Roland Kaiser

Foto: Bertl Jost


Ein altes Buch in pergamentnem Band,
Jahrhunderte vielleicht nicht aufgeschlagen –
Weil fremd sein Wort erklingt aus fremdem Land
Und alte Dichter wenig behagen.
Ein altes Buch fiel jüngst mir in die Hände,
Und wie ich träumend seine Blätter wende,
Und Moderstäubchen wirbelnd mich umfliegen,
Seh staunend ich in seinem Schoß verdorrt,
Doch Lenzensduft noch hauchend fort und fort,
Verblichen, farblos eine Rose liegen.

Sisi

Friedrich Halm

Vielen Dank an Schloss Artstetten für den wundervollen Nachmittag.

Foto: Charlotte Schwarz|Fotogräfin 2017


Möchte wieder in die Gegend,
„Wo ich einst so selig war,
„Wo ich lebte, wo ich träumte
„Meiner Jugend schönstes Jahr!“

Also sehnt‘ ich in der Ferne Nach der Heimath mich zurück,
Wähnend, in der alten Gegend finde sich das alte Glück.

Sisi

Nikolaus Lenau

Vielen Dank an Schloss Schönbrunn, die Bundesgärten Wien Schönbrunn/Park und das Palmenhaus Schönbrunn.

Foto: Charlotte Schwarz|Fotogräfin 2017


Ich wandle durch die Matten,
Die Blumen seh‘ ich nicht;
Wenn innen ist der Schatten,
Was frommt das äußre Licht?

Der Vöglein sind wohl viele; –
Den Sang vernehm‘ ich kaum,
Er weckt mit seinem Spiele.
Nur einen schwachen Traum.

Der Traum entflieht mit Eile,
Ihn ängstet dieser Ort:
Bin ich doch manche Meile
Von Glück und Frühling fort

Sisi

Karl Rudolf Tanner

Vielen Dank an Schloss Schönbrunn, die Bundesgärten Wien Schönbrunn/Park.

Foto: Charlotte Schwarz|Fotogräfin 2017


„Alle sehen nur mein Gesicht, doch keiner sieht meine Seele.
Alle sehen mich, doch keiner sieht mich so wie ich bin.
Alle sehen mein Lächeln, doch keiner sieht meine Tränen.
Alle hören was ich sage, doch keiner versteht was ich denke.
Alle sehen was ich schreibe, doch keiner begreift den Sinn.
Alle sehen das ich Lebe, doch keiner weiß was ich erlebt habe.
Alle wissen alles besser, doch keiner weiß was über mich.
Alle glauben mich zu kennen, doch niemand kennt mich wirklich….“

Sisi

Vielen Dank an das einzigartige Palais Daun-Kinsky.

Foto: Charlotte Schwarz|Fotogräfin 2017


„Hast du dich jemals gefragt ob Sterne einsam sind Marie?
Sie müssen einsam sein, denn alles was so wunderschön ist, ist einsam und die, die am hellsten Leuchten sind am weitesten weg von allen anderen.
Mir ist fast, als wäre ich einer von Ihnen!
Alle Menschen sehen zu mir hoch, und doch bin ich allein!“

Sisi

Vielen Dank an Schloss Schönbrunn, die Bundesgärten Wien Schönbrunn/Park.

Foto: Charlotte Schwarz|Fotogräfin 2017


„Es gehört sich nicht, durch den Schlosspark zu galoppieren, eine Dame rennt nicht. Es ist unschicklich sich mit den Bediensteten zu unterhalten. Das Volk hat um Audienz anzusuchen. Man hat darauf zu achten, mit jeder anwesenden Dame Konversation zu betreiben… bin ich das Eigentum der Erzherzogin? Kann ich denn nicht einmal sprechen, mit wem ich es möchte? Wozu all der Reichtum, wenn ich nicht einmal im eigenen Park tun und lassen kann wonach mir der Sinn steht?

Komm Marie, ich ersticke hier, ich will frei sein! Frei zu tun was ich möchte!
Ich lasse mich nicht einsperren!
Wir fahren nach Laxenburg, man möge seiner Majestät ausrichten, wo er mich findet!“

Sisi

Vielen Dank an das Belvedere Museum für die Einladung!

Foto: Charlotte Schwarz|Fotogräfin 2017


Verlobung Kaiser Franz Joseph und Herzogin Elisabeth in Bayern (Teil 4)

Verlobungsbild Kaiser Franz Joseph und Herzogin Elisabeth in Bayern, 1853 Foto: Wikimedia/Commons

Karlheinz Böhm als Kaiser Franz Joseph. Wer verehrt ihn nicht? Als Sissi (Romy Schneider) ihre Angelroute auswirft und sich der Angelhaken in Kaiser Franz Josephs Rock verfing, sind wohl 1 Million Frauenherzen geschmolzen. Das – gerade der Verlobungsakt – in den Sissi Filmen so gut wie gar nichts mit der Realität zu tun hatte, möchten wir heute hier erzählen.

Es jährt sich jedes Jahr am 18.8. nicht nur der Geburtstag seiner Majestät, sondern auch die Verlobung von Kaiser Franz Joseph und Elisabeth Herzogin in Bayern. Elisabeth sollte gar nicht Kaiserin werden, vorgesehen war Helene, genannt Néné, Herzogin in Bayern (*4.4.1834, †16.5.1890). Erzherzogin Sophie suchte schon längere Zeit eine geeignete Heiratskandidatin, scheiterte aber an politischen bzw. persönlichen Interessen des Kaisers (dazu mehr in Teil 5). 

Helene Herzogin in Bayern, Foto: Wikimedia/Commons

Somit suchte sie in ihren eigenen Reihen und die Wahl fiel auf Néné, welche sehr gebildet und dem Alter entsprechend reif war. Um die Fahrt so unverfänglich wie möglich auszusehen zu lassen, nahm Ludovika ihre 15jährige Tochter Elisabeth mit, welche ihr gerade schwere Sorgen bereitete. Sisi hatte sich unstandesgemäß in Graf Richard Schwarzenberg verliebt, welcher ihr den Kopf gehörig verdreht hatte. Um sich den jungen Mann aus dem Kopf zu schlagen, wurde dieser aus Sisis Umfeld entfernt, kam allerdings schwer krank zurück und verstarb wenig später. Sisi war untröstlich.

Sie schrieb Wehklagen in ihr Tagebuch:

Die Würfel sind gefallen,
Ach, Richard ist nicht mehr!
Die Trauerglocken schallen –
Oh, hab Erbarmen, Herr!
Es steht am kleinen Fenster
Die blondgelockte Maid.
Es rührt selbst die Gespenster
Ihr banges Herzeleid. (1)

Elisabeth, 15jährig Foto: Wikimedia/Commons

Erzherzog Karl Ludwig, 1850 Lithographie Josef Kriehuber, Foto: Wikimedia/Commons

Elisabeth verfiel wegen Richard in tiefe Melancholie. Um sie von dieser zu kurieren, nahm Ludovika die kleine Sisi mit auf die Reise, die ihr ganzes Leben und das aller Beteiligten für immer verändern sollte. Weiters hoffte Herzogin Ludovika, dass Erzherzog Karl Ludwig die Wunden heilen könne. Die beiden schrieben sich seit der Begegnung in Innsbruck (1848) Briefe und tauschten kleinere Geschenke aus. Darunter auch 2 Ringe. Sie hoffte inständig, dass eine Verlobung mit Karl Ludwig nicht ausgeschlossen sei. Die Zuneigung der beiden, war im Grunde nicht zu übersehen. Allerdings war Sisi ob dem ständigen „Karl Ludwig – Gerede“ seitens ihrer Mutter genervt und blockte das Thema immer mehr ab. 

Elisabeth Ludovika, Königin von Preußen, Firmpatin Elisabeths Foto: Wikimedia/Comm

Bereits in den ersten Augusttagen weilte Königin Elisabeth von Preußen (*13.11.1801, †14.12.1873) zu Besuch in Schloss Schönbrunn und fuhr am 6.8.1853 nach Bad Ischl. Königin Elisabeth, war sowohl von Herzogin Ludovika, als auch von Erzherzogin Sophie eine Schwester. Gleichzeitig war sie die Patentante von Elisabeth Herzogin in Bayern.

König Leopold II, „der Teufel vom Kongo“ Foto: Wikimedia/Commons

Erzherzogin Marie Henriette, Bild Franz Xaver Winterhalter, Foto: Wikimedia/Commons

Sophie musste aufgrund ihrer Verpflichtung als Firmpatin bei der Hochzeit von Erzherzogin Marie Henriette (*23.8.1836, †19.9.1902), die am 10.8.1853 per procura Herzog Leopold, welcher später König Leopold II von Belgien (*9.4.1835, †17.12.1909) wurde und als „Teufel vom Kongo“ in die Geschichte einging, anwesend sein (übrigens: die beiden wurden die Eltern von Kronprinzessin Stephanie). Sie folgte am 13.8. nach. Zwischenzeitig hatte sich die halbe Verwandtschaft in Ischl versammelt; auch die Brüder Karl Ludwig und Viktor Ludwig waren bereits vor Ort. Kaiser Franz Joseph folgte am 15.8. nach.

 

Am 16.8.1853 kamen Ludovika, Helene und Elisabeth verspätet in Ischl an. Ludovika litt an schweren Migräneattacken und musste die Reise unterbrechen. Zu allem Unglück des Zuspätkommens, waren die Kammerfrauen, mitsamt dem Gepäck in ein schweres Unwetter geraten und mussten ebenfalls die Reise unterbrechen. Als Ludovika jedenfalls mit ihren Töchtern endlich in Ischl eintraf, war von den Kammerfrauen und dem Gepäck weit und breit nichts zu sehen. Das Unglück nahm seinen Lauf.

 

Hotel Austria, Bad Ischl – heute Museum Foto: Wikimedia/Commons

Da eine Tante kurz zuvor verstorben war, reiste die herzogliche Familie in Trauerkleidung. Lediglich eine Kammerfrau von Erzherzogin Sophie half im Hotel Austria die Kleider einigermaßen zu entstauben und die Frisuren zu richten. Vor allem Néné sollte hergerichtet werden, während Sisi ihre Haare selbst frisierte und sich diese zu einfachen Zöpfen flocht. Sophie schreibt ihrer Zwillingsschwester Marie Königin von Sachsen: „Welche Anmut und Grazie die Kleine in all ihren Bewegungen hatte, desto mehr, da sie sich so gar nicht bewußt war, einen so angenehmen Eindruck hervorgebracht zu haben. Trotz der Trauer … war Sissy reizend in ihrem ganz einfachen, hohen, schwarzen Kleid.“  (2)

Néné wirkte in ihrem Kleid und der Frisur altbacken und langweilig. Sekunden, die über ihr Leben entscheiden sollten, denn Kaiser Franz Joseph verliebte sich auf den ersten Blick – in Sisi.

Souvenir des Verlobungspaares Foto(montage): W. Hain (Der Kaiser wurde größer gemacht).

Erzherzog Karl Ludwig, der eigentlich mit Sisi verlobt werden sollte, hielt eifersüchtig fest: „In dem Augenblick, als der Kaiser Sisi erblickte, ein Ausdruck so großer Befriedigung in seinem Gesicht erschien, daß man nicht mehr zweifeln konnte, auf wen seine Wahl fallen würde.“ (3) 

Elisabeth als Verlobte, Foto: Wikimedia/Commons

Sisi ahnte von dem gar nichts, sie war so verängstigt durch das steife Protokoll dieses Treffens, dass ihr nicht auffiel, dass sich Kaiser Franz Joseph um seine Braut in spe nicht kümmerte und nur mit ihr sprach.

Am 17.8.1853 schwärmte Kaiser Franz Joseph bei seiner Mutter Erzherzogin Sophie beim gemeinsamen Frühstück. Sophie notiert in ihr Tagebuch: „Der Kaiser schwärmte: „Nein, wie süß Sisi ist, sie ist frisch wie eine aufspringende Mandel, welch herrliche Haarkrone umrahmt ihr Gesicht! Was hat sie für liebe, sanfte Augen und Lippen wie Erdbeeren.“ (4)

Sophie versuchte ihren Sohn auf Néné aufmerksam zu machen, doch so sehr sie sich auch bemühte, Helene ins rechte Licht zu rücken, es war nichts mehr zu ändern. Die anwesende Königin Elisabeth von Sachsen war höchst zufrieden mit dieser Entwicklung. Als Patentante freute sie sich ungemein, dass Elisabeth das Herz von Kaiser Franz Joseph erobert hatte.

Elisabeth als Verlobte, Foto: Wikimedia/Commons

Die Sache sollte am Abend am Ball vor aller Augen seine Wirkung nicht verfehlen. Helene wurde in ein weißes Ballkleid geschnürt, mit Efeukranz auf ihrer Stirn, was etwas zu bieder aussah. Sisi trug ein rosa-weißes Kleid, was wiederum sehr kindlich wirkte. Kaiser Franz Joseph tanzte keinen Tanz, auch nicht mit Sisi. Sophie bat Flügeladjutant Freiherr Hugo von Weckbecker (*1820 – †1903) daraufhin, Elisabeth zum Tanz aufzufordern. Weckbecker flüstert nach dem Tanz Flügeladjutant Maximilian O’Donell von Tyrconell (*29.10.1812, †14.7.1895) zu: „Mir scheint, ich habe jetzt mit unserer künftigen Kaiserin getanzt.“ (5)

Als Kaiser Franz Joseph endlich um den Tanz – den Kotillon – bei Sisi bat, wussten alle im Raum Bescheid. Nach dem Tanz übergab der Kaiser ihr das Bukett. Alle Augen waren auf die kleine Prinzessin gerichtet, die immer noch nicht wusste, was das zu bedeuten hatte. Sie genierte sich für diese Aufmerksamkeit in Grund und Boden.

Franz Joseph hielt Promenade und bat danach seine Mutter bei Ludovika vorzufühlen, ob Elisabeth „ihn haben wolle“. Er bat allerdings ausdrücklich, dass man Sisi nicht zu der Entscheidung zwingen soll, da das Los mit ihm verheiratet zu sein, kein leichtes werden würde. Sophie tat dies ab und gab Ludovika Bescheid, die wiederum Elisabeth davon in Kenntnis setzte. Elisabeth sei angeblich „entsetzt“ gewesen, dass der Kaiser „sich für ein so unbedeutendes Wesen, wie sie eines sei, interessiere“, (6) um später zuzugeben: „Ich habe den Kaiser so lieb, wenn er bloß kein Kaiser wäre.“ (7)

Ob diese Überlieferungen aus den Tagebüchern echt ist oder auch nur „von Gefühlen der Mütter“, welche sicherlich übermannt waren, stimmen, ist eine bloße Auslegungssache. Man ist versucht, den romantischen Aspekt zu glauben, jedoch ist es überliefert, dass Ludovika mehrmals auf die Situation ihrer Tochter Sisi angesprochen, den Satz: „Einem Kaiser gibt man keinen Korb“, wenig Sinn für Romantik und Liebe einhaucht.

Am 18.8.1853 wurde in Ischl bekannt, dass sich Kaiser Franz Joseph mit Prinzessin Elisabeth verlobt hatte. Der kleine Ort, war außer Rand und Band.

Siriuskogel, Foto: Wikimedia/Commons

Schnell wurde am Siriuskogel ein Feuerwerk aufgebaut, mit den Initialen FJ und E. Am 19.8.1853 erschien das Paar gemeinsam im Hotel, um mit der Familie zu frühstücken, wobei sehr viele Glückwunschbekundungen zu meistern waren. Das Idyll war nur auf Seiten der Mütter und Franz Joseph groß. Sisi war zutiefst verunsichert und ängstlich. Jahre später schreibt sie: „Die Ehe ist eine widersinnige Einrichtung. Als fünfzehnjähriges Kind wird man verkauft und tut einen Schwur, den man nicht versteht und dann 30 Jahre oder länger bereut und nicht mehr lösen kann.“ (8)

Ludovika notiert: „Es ist so ein ungeheures Glück und doch eine so wichtige und schwere Stellung, daß ich in jeder Beziehung sehr bewegt bin. Sie ist so jung, so unerfahren, ich hoffe aber, man hat Nachsicht mit dieser großen Jugend! … Tante Sophie ist gar so gut und lieb für sie, und welch ein Trost für mich, sie einer so lieben Schwester als zweyte Mutter übergeben zu können.“ (9)

Erinnerungstafel an den Besuch des höchsten verlobten Paares des Landes Foto: Peter Füssl

Erinnerungstafel an den Besuch des höchsten verlobten Paares des Landes Foto: Peter Füssl

Um 11.00 Uhr zog die Familie und die Gemeinde in die Pfarrkirche und ein Raunen ging durch die Menschenmenge, als Erzherzogin Sophie bei der Eingangspforte stehen blieb und ihrer Nichte den Vortritt ließ. Als zukünftige Kaiserin Elisabeth, war sie die erste Frau des Landes. Erzherzogin Sophie hatte ab sofort erst nach ihr einzutreten. Sisi war vollkommen überfordert mit dieser Situation und bekam vor Angst kaum ein Wort heraus. Franz Joseph erbat beim Pfarrer, den Segen für seine Braut und sich.

Danach fuhr man nach St. Wolfgang und Hallstatt, wo auch das Dinner eingenommen wurde. An den Besuch in Hallstatt erinnert eine Erinnerungstafel.

Karl Ludwig Graf von Grünne, Foto: Wikimedia/Commons

Kaiser Franz Joseph war überschäumend vor Glück, als er seiner jungen Braut, beschützend den Militärmantel überhing und ihr in der untergehenden Abendsonne die Landschaft und Berge erklärte. So romantisch dies klingen mag, aber der gesamte Familientross war hinter dem Paar. Tante Elisabeth (Königin von Preußen), Tante Sophie und natürlich Graf Grünne (*25.8.1808, †15.6.1884), guter Freund des Kaisers und Obersthofmeister.

Am 19.8. wurde das Feuerwerk entzündet, das Brautpaar stand dazu am Balkon vom Hotel Austria in Bad Ischl (heute Museum).

Am 20.8.1853 wurde Herzog Max per Telegramm verständigt, auch beim Papst wurde um die schriftliche Dispens angesucht.

Elisabeth und Kaiser Franz Joseph beim Spaziergang, 1853 Foto: Wikimedia/Commons

In der Zwischenzeit versuchte Franz Joseph seiner jungen verängstigten und überaus schüchternen Braut, die Angst zu nehmen und versuchte, nur noch ihr vertraute Personen in ihre Nähe zu lassen. So fuhr nicht der Kutscher die Kutsche, sondern Graf Grünne lenkte diese, der ihr in den wenigen Tagen bereits ein vertrauter Freund geworden ist. Dieses Verhältnis änderte sich abrupt auf Madeira, danach sollte sie mit Graf Grünne kein Wort mehr wechseln. Aber ich greife viel zu weit vor.

 

Kaiservilla Foto: sternenkaiserin.com

Am 31.8.1853 wurde in Salzburg „sehr zärtlich“ Abschied genommen. Elisabeth fuhr mit ihrer Familie zurück nach Bayern, Kaiser Franz Joseph fuhr mit seinem Tross zurück ins Schloss Schönbrunn. Erzherzogin Sophie kaufte die Mietvilla, welche sie als E umbauen ließ und fortan als „Kaiservilla“ berühmt werden sollte.

 

 

Wiener Zeitung, 8.9.1853, Foto: anno.onb.ac.at

Am 8.9.1853 wurde die Verlobung offiziell in der Wiener Zeitung bestätigt.

Johann Graf von Mailáth, Foto: oocities.org

Sisi wurde in Possenhofen auf ihre Hochzeit vorbereitet. Sie bekam Sprachkurse in böhmisch, kroatisch und der verhassten Sprache der Schwiegermutter in spe, ungarisch. Außerdem musste Sisi „österreichische Geschichte“ lernen, hierzu wurde ihr Historiker Graf Johann Mailáth (*5.10.1786, †3.1.1855) zur Seite gestellt. Der arme Mann lebte in sehr bescheidenen Verhältnissen und nahm sich schließlich am 3.1.1855 in Starhemberg das Leben. Sisi verehrte den alten Professor sehr, auch Ludovika, Néné und Gackel (Bruder Carl Theodor) nahmen an dem Unterricht teil, weil Mailáth die Stunden sehr fantasievoll und voller Leben gestaltete. Auch Jahre später sprach Elisabeth sehr gerne über ihren Professor aus ihren „Brauttagen“.

Wie sehr Graf Mailáth sie prägen sollte, bewies sie später in Wien, als sie den Wiener Hof und die steife Gesellschaft mit dem Ausspruch: „Ich hörte, daß die zweckmäßigste Regierungsform die Republik sei.“ (11) schockierte.

Sophie schrieb überschwenglich Briefe und ließ jedem an dem Glück ihres Sohnes teilhaben. Sie bat ihren Sohn Sisi auszurichten, dass diese nicht mehr reiten solle, da dies der zukünftigen Mutterschaft schaden könne. Franz Joseph überbrachte die Erziehungsmaßnahmen an seine Mutter wie folgt: „Ich habe, wie Sie es mir rieten, die Schwiegermama gebeten, daß Sisi nicht zu viel reiten möge, doch, glaube ich, wird es wohl schwer durchzusetzen sein, da Sisi es ungern aufgibt. Es schlägt ihr übrigens sehr gut an, denn sie hat seit Ischl noch zugenommen und sieht jetzt nie übel aus. Ihre Zähne sind auch, dank Ihrer Fürsorge, ganz weiß geworden, so daß sie wirklich allerliebst ist.“ (10) 

Das junge Paar, Foto: fuenfseenland.de

Mit den Zähnen hatte Sophie ein Problem. Sisis Zähne waren durch ihren (angeblichen) hohen Süßigkeiten Konsum schlecht beisammen. Sophie selbst hatte Probleme mit ihren Zähnen und legte deswegen sehr viel Wert auf das Putzen. Sie ließ Sisi Eisenpräperate zukommen, die diese einzunehmen hatte. Diese jedoch färbten die Zähne unweigerlich schwarz. 

Sisi litt ein Leben lang unter ihren schlechten Zähnen, weshalb sie den Mund beim sprechen nie ganz aufmachte und niemals lächelte. 

Weiters wurde an Sisi herumgezupft und gezogen: Schneiderinnen, Stickerinnen und Schumacher gingen fast Tag und Nacht im herzoglichen Haus ein und aus. Sisi musste stundenlang Modell stehen, was ihr langweilig und sie deshalb unruhig wurde. Der teure Schmuck der aus Wien eintraf, wurde in die Schublade verstaut, einzig der Papagei von Kaiser Franz Joseph, der ihr nach Bayern geschickt wurde, bereitete ihr Freude.

Sie schrieb traurig in ihr Tagebuch:

Lebet wohl, ihr stillen Räume,
Lebe wohl, du altes Schloß,
Und ihr ersten Liebesträume,
ruht so sanft in Seesschoß.

Lebet wohl, ihr kahlen Bäume,
Und ihr Sträucher, klein und groß,
Treibt ihr wieder frische Keime,
Bin ich weit von diesem Schoß. (12)

Insgesamt drei Mal besuchte Kaiser Franz Joseph seine Braut in Bayern. Die Fahrt war beschwerlich und lang. Es gab noch keine Eisenbahnverbindung Wien – München, so dass er von Wien nach Prag, Dresden, Leipzig, Hof und dann nach München reisen musste. Die Fahrt dauerte mehr als einen Tag.

Bei einem dieser Besuche, überreichte ihm Sisi ihr Verlobungsgeschenk. Stolz und hoch zu Roß, im Hintergrund Schloss Possenhofen, die Tauben am Fensterbrett markieren ihr Zimmer. 60 Jahre sollte es über seinem Bett hängen, bis er es seiner Tochter Erzherzogin Marie Valerie übergab. 

Sisi als 15jährige hoch zu Roß. Das Bild wurde am 27.4.2017 um € 1,54 Mil. versteigert. Foto: dorotheum.com

Beim selben Besuch, brachte Kaiser Franz Joseph mitten im Winter ein Bukett aus weißen Rosen mit – ein ungeheurer Aufwand für die damalige Zeit!

Kaiserin Elisabeth und Kaiser Franz Joseph Foto: Wikimedia/Commons

Königin Maria Anna von Sachsen, Erzherzogin Sophies Zwillingsschwester. Lithografie von Franz Hanfstaengel, Foto: Wikimedia/Commons

Sisis Liebe zu ihrem Franz blühte auf und er bemühte sich redlich, alles erdenkliche zu Tun, um seine Braut glücklich zu machen. Einzig Ludovika zweifelte immer noch, ob Elisabeth den hohen Ansprüchen genügen wird können. Sie schrieb ihrer Schwester Königin Marie von Sachsen (*27.1.1805, †13.9.1877) : „Wenn ihm nur Sisi in Allem genügt, seine Liebe zu ihr macht mich sehr glücklich, und er scheint sie recht innig zu lieben.“ (13) Man ging gemeinsam ins Theater, dinnierte mit der Familie und unternahm Ausflüge in die nahe Umgebung. 

Sophie kümmerte sich ab diesem Zeitpunkt jedenfalls um die bevorstehende Hochzeit, ließ die Appartements in der Hofburg, Schloss Schönbrunn und Laxenburg einrichten und legte Wert auf Sisis Schmuck und Aussehen. Sie verbrachte Monate damit, die Wohnung des Paares geschmackvoll einzurichten. 

In der Zwischenzeit wurden die Verträge zur Eheschließung unterzeichnet. 

Als die Aussteuer in Wien ankam, spöttelte ganz Wien. Die Geschichte zur Hochzeit, kann hier nachgelesen werden. 

 

~ Marie ~

 


Textrechte: Marie Festetics, Brigitte Hamann, Ingrid Haslinger 
Bildrechte: Wikimedia/Commons, dorotheum.com, fuenfseenland.de, anno.onb.ac.at, oocities.org, Peter Füssl
Es konnten keine weiteren Urheberrechte zu den Bildern festgestellt werden. Sollten wir gegen ein Urheberrecht verstoßen haben, bitten wir um Kontaktaufnahme: sternenkaiserin[at]gmx.at


Literatur Hinweise: 

1 – S 30, 2 – S 31, 3 – 4 – S 32, 5 – S 34, 6 – 7 – S 35, 8 – S 38, 9 – S 37, 11 – S 47, 12 – S 48, 13 – S 52 
Brigitte Hamann
Elisabeth: Kaiserin wider Willen
Amalthea Verlag, 11. Auflage, 1992

10 – S 153 
Ingrid Haslinger 
Erzherzogin Sophie Eine Biografie nach den persönlichen Aufzeichnungen der Mutter Kaiser Franz Josephs
Residenz Verlag, 1. Auflage, 2016 


 

 

 

 

 

Träume und Gedichte – Juni 2017

„Rose, wie bist du reizend und mild!
Du bist der Unschuld liebliches Bild.
Rose, du trinkest himmlischen Tau,
schmückest den Busen, Garten und Au.
Du, die zur Gabe ich mir erkor,
lächelst aus Dornen freundlich hervor.
Sendest noch sterbend Düfte uns zu
Rose, du Holde!
Leben und sterben will ich wie du.“

☆Sisi☆

Johann Jakob Ihle

Besonderen Dank an den Alpengarten, Belvedere Wien, Bundesgärten Wien

Foto: Charlotte Schwarz|Fotogräfin 2017


„Du ahntest nichts von meinen Schwingen,
Was Schwingen hat, ist niemals treu;
Nie lässt sich in den Käfig zwingen,
Und wär er golden auch, was frei.“

☆Sisi☆
 
Elisabeth von Österreich, Auszug aus dem Nachlass der Kaiserin Elisabeth des Schweizerischen Bundesarchiv; zusammengefasst im Buch: Sisi – Briefe und Gedichte erschienen im Weltbildverlag – 2015 S.89
Vielen herzlichen Dank an Schloss Schönbrunn
 

Foto: Charlotte Schwarz|Fotogräfin 2017


Marie, lass mich bitte allein. Ich möchte in Ruhe lesen.

Jawohl, Majestät.

~ Marie ~

Vielen Dank an das traumhafte Schloss Artstetten.

Foto: Charlotte Schwarz|Fotogräfin 2017


„Frühlingsgruss
Leise zieht durch mein Gemüt
Liebliches Geläute.
Klinge, kleines Frühlingslied,
Kling hinaus ins Weite!“
 
☆Sisi☆
 
Heinrich Heine
 
Vielen herzlichen Dank an das zauberhafte Schloss Schönbrunn.
 

Foto: Charlotte Schwarz|Fotogräfin 2017

 


„Nur wer die Sehnsucht kennt,
Weiß was ich leide!
Allein und abgetrennt
Von aller Freude,
Seh‘ ich ans Firmament
Nach jener Seite“
 
☆Sisi☆
 
Johann Wolfgang Goethe
 

Herzlichen Dank an die bezaubernde Gräfin Alix für die Erlaubnis Schloss Artstetten zu besuchen.

 

Foto: Charlotte Schwarz|Fotogräfin 2017

 


„Jetzt komm schon endlich Marie, du weisst doch, es kommt gleich wieder Besuch und ich habe nicht vor, anwesend zu sein! Dieses Geschwätz ist mir zu Wider!“

☆Sisi☆

Lieben Dank an das Märchenschloss Schlosspark Laxenburg.


 

Foto: Charlotte Schwarz|Fotogräfin 2017

 


„Aber geh Marie, ich bin doch nicht aus Zucker. Wegen dem bissl Regen geh ich nicht zurück. Du weisst doch wie gern ich Gewitter mag.“

☆Sisi☆

Vielen Dank an den Schlosspark Laxenburg

Foto: Charlotte Schwarz|Fotogräfin 2017


Ein bißchen Nähe
ist nicht genug
für die große Sehnsucht
nach Zärtlichkeit.

Ein bißchen Vertrauen
ist nicht genug
für die schwierige Suche
nach Geborgenheit.
Ein bißchen Liebe

ist nicht genug
für die ehrlichen Versuche,
ein erfülltes Leben
zu führen.
 
☆Sisi☆
 
Ernst Ferstl

Vielen Dank an das wunderschöne Schloss Schönbrunn und die Bundesgärten Wien.
 

Foto: Charlotte Schwarz|Fotogräfin 2017

 


Ein wenig möcht ich träumen,
daß Traum sei Wirklichkeit. –
Dieses leichte Schweben
macht mich für Stunden
vergessen.

Weiße Wolken
ziehen am Himmel.

Blau ist die Weite –

Wo die Sonne fehlt
ist schwarze Nacht.

☆Sisi☆

Otto Reinhards

Vielen Dank an die bezaubernde Gräfin Alix für die Erlaubnis ihren wundervollen Garten zu besuchen.
 
 

Foto: Charlotte Schwarz|Fotogräfin 2017

 

 Die Bäume blühen überall,
die Blumen blühen wieder,
und wieder singt die Nachtigall
nun ihre alten Lieder.
O glücklich, wer doch singt und lacht,
daß auch der Frühling sein gedacht.

☆Sisi☆

August Heinrich Hoffmann von Fallersleben


Vielen Dank an Schloss Schönbrunn die Bundesgärten Wien.
 

Foto: Charlotte Schwarz|Fotogräfin 2017

 


Dämmerung senkte sich von oben,
Schon ist alle Nähe fern;
Doch zuerst emporgehoben
Holden Lichts der Abendstern.
Alles schwankt ins Ungewisse,
Nebel schleichen in die Höh‘,
Schwarzvertiefte Finsternisse
Widerspiegelnd, ruht der See.
 
☆Sisi☆
 

Johann Wolfgang GoetheVielen Dank an das Palmenhaus Schönbrunn; die Bundesgärten Wien.

 

Foto: Charlotte Schwarz|Fotogräfin 2017

 


Komm, laß uns hier auf Blumenbetten kosen!
Beut, Holder, mir die zarte Wange dar:
Den glatten Kopf besteck ich dir mit Rosen
Und küsse dir dein schönes Ohrenpaar.“

Komm Marie, jetzt lies du mir den Sommernachtstraum weiter vor, es ja doch eine gewisse Ähnlichkeit mit manchen Dingen hier…

*Sisi*

William Shakespeare (aus dem „Sommernachtstraum“)

Vielen Dank an Schlosspark Laxenburg.

Foto: Charlotte Schwarz|Fotogräfin 2017


Nacht ist schon hereingesunken,
Schließt sich heilig Stern an Stern,
Große Lichter, kleine Funken
Glitzern nah und glänzen fern;
Glitzern hier im See sich spiegelnd,
Glänzen droben klarer Nacht,
Tiefsten Ruhens Glück besiegelnd
Herrscht des Mondes volle Pracht.

☆Sisi☆

Johann Wolfgang von Goethe

Foto: Charlotte Schwarz|Fotogräfin 2017

 


„Bist du fertig Sisi? Du weisst doch wieviel der Empfang der Ungarn heute bedeutet?“

„Für mich bedeutet er gar nichts mehr, ich werde daran nicht teilnehmen….
…..Leb wohl Franz“

☆Sisi☆

Vielen Dank an das wunderschöne Palais Ferstl.

Foto: Charlotte Schwarz|Fotogräfin 2017

 


In des Zaubers mag’scher Helle,
Seh‘ ich oft ihr Angesicht,
Wenn ich an des Baches Welle
Wandle, in des Mondes Licht;
Und ich träume, dass das Bild
Liebeslächeln hold umflicht,
Dass es freundlich, sanft und mild,
Mit dir, dem Verlass’nen, spricht. –
Ach, wie glücklich bin ich dann!
Doch es währet nicht der Wahn! –
Meine Seligkeit vergeht,
Wie das Zauberbild verweht.
 
☆Sisi☆
 
Sandor Kisfaludy 
 

Foto: Sternenkaiserin

 

 


Und wieder naht ein seliges Empfinden!
Es hellet sich das Grau vergang’ner Zeit;
Auf Rosenpfaden, die ich sinken, schwinden
Sah‘, gibt zur Wonneflur sie mir geleit.

Welch eine Gottheit will sich mir verkünden!
Wie liebend sich mein ganzes Seyn ihr beut!
Mein Herz, ich fühl‘ es, wird hier Ruhe finden,
Dein Hauch, Erinn’rung hat es neu geweiht.
Nein! rufe nicht verschwund’nes Licht zurück,

Lass über mir die dicht’sten Schleier zieh’n,
Bedeck‘ der hingeschwund’nen Zeiten Glück.
 

☆Sisi☆

Paul Szemere

 

Foto: Sternenkaiserin

 


„Was ist Leben? Ein Schatten der vorüber streicht“

☆Sisi☆


William Shakespeare

 

Foto: Sternenkaiserin

 


Dornröschen, Dornröschen?
Eingewiegt in sanfte Ruh‘
Holdes Kind, was träumest du
Leises Lächeln spielt um deinen
Rosenmund;
Tut ein Engel dir der Zukunft
Freuden kund?
Zieht ein Frühlingssehnen noch
halb unbewußt,
Dornröschen,
Durch deine Brust?
Träumst du wohl von jenem Tag,
Dornröschen, Dornröschen,
Da dein Herz zu rascherm Schlag
Der Erwählte wecken mag?
O so lieblich ist dies zarte Dämmerwehn,
Dass uns bangen möcht‘, es bald gestört zu sehn.
Lass es zögern noch, das mächt’ge Zauberwort,
Dornröschen,
O träume fort!
 
☆Sisi☆
 
 

Foto: Bertl Jost

 


„Ich will rings um mich Mauern bauen und will mich befreien.
Ich sehn mich nach Einsamkeit und will nicht einsam sein.
Ich möchte Licht um mich und bleib im Dunkeln,
schwer ist mein Herz, aber leicht meine Seele.
Wohin soll ich gehn?
Ich leb im Niemandsland von Traum und Wirklichkeit,
ich steh irgendwo am Rand von Licht und Dunkelheit“
 
☆Sisi☆
 
Textauszug aus Elisabeth – das Musical,
Michael Kunze & Sylvester Levay
„Zwischen Traum & Wirklichkeit“

Vielen Dank an den Alpengarten, Belvedere Wien, Bundesgärten Wien.

 

 

 

Foto: Charlotte Schwarz|Fotogräfin 2017


Es lärmt das Licht im Wipfel deines Baumes
und macht dir alle Dinge bunt und eitel,
sie finden dich erst, wenn der Tag verklomm.
Die Dämmerung, die Zärtlichkeit des Raumes,
legt tausend Hände über tausend Scheitel, 
und unter ihnen wird das Fremde fromm.
 
~ Marie ~
 
Rainer Maria Rilke
 

Foto: Charlotte Schwarz|Fotogräfin 2017

 


Wenn der Frühling kommt,
dann schick ich dir Tulpen aus Amsterdam.
Wenn der Frühling kommt,
dann pflück ich dir Tulpen aus Amsterdam.
Wenn ich wiederkomm, 
dann bring ich dir Tulpen aus Amsterdam,
tausend rote, tausend gelbe,
alle wünschen dir dasselbe…
 
~ Marie ~
 
Text: Mieke Telkamp
Songtext: Tulpen aus Amsterdam
Unser besonderer Dank gilt Schloss Schönbrunn für dieses zauberhafte Fotoshooting.
 
 

Foto: Charlotte Schwarz|Fotogräfin 2017

 


 

Foto: Charlotte Schwarz|Fotogräfin 2017

 


„Marie, wir gehen.“

„Majestät, bitte. Sie dürfen jetzt noch nicht gehen. Erzherzogin Sophie wird entzürnt sein und der Kaiser sehr enttäuscht.“

~ Marie ~

Vielen Dank an die Wiener Börse für die Einladung.

 

Foto: Charlotte Schwarz|Fotogräfin 2017

 


Marie, lass den Besuch ins rosa Zimmer führen. Ich möchte ungestört bleiben.“

„Sehr gerne, Majestät.“

~ Marie ~

Ein großes Dankeschön dem wunderschönen Schlosspark Laxenburg.

 

 

Foto: Charlotte Schwarz|Fotogräfin 2017


„Weisst du Marie, manchmal denk ich mir, die einzigen Männer die ich wirklich lieben kann, sind die Toten.
Heinrich Heine und Shakespeare, denn mit den Lebenden weiß‘ ich ja doch nichts anzufangen.
Die meisten begaffen mich nur und vergessen unterdessen den Sinn ihres Daseins…“
 

☆Sisi☆

Vielen Dank an das wundervolle Palais Ferstl.

 

Foto: Charlotte Schwarz|Fotogräfin 2017

 


„Und sitzen auch noch soviele Menschen um mich herum, im Grunde bleibe ich doch stets einsam, weil sie nicht wissen, was sie mit mir beginnen sollen.
Die Leute versuchen stets mich in eine Schublade zu stecken, doch ich passe in keine ihrer Ordnungen.“
 
☆Sisi☆

Vielen Dank an das einzigartige Palais Ferstl.
 

Foto: Charlotte Schwarz|Fotogräfin 2017

 

„Warten lernen wir gewöhnlich dann, wenn wir nichts mehr zu erwarten haben.“

☆Sisi☆

 

Foto: Charlotte Schwarz|Fotogräfin 2017

 


Nenn ich dich Aufgang oder Untergang?
Denn manchmal bin ich vor dem Morgen bang
und greife scheu nach seiner Rosen Röte –
und ahne eine Angst in seiner Flöte
vor Tagen, welche liedlos sind und lang.Aber die Abende sind mild und mein,
von meinem Schauen sind sie still beschienen;
in meinen Armen schlafen Wälder ein, –
und ich bin selbst das Klingen über ihnen,
und mit dem Dunkel in den Violinen
verwandt durch all mein Dunkelsein.
 
☆Sisi☆

Rainer Maria Rilke
Vielen Dank an Schlosspark Laxenburg

 

Foto: Charlotte Schwarz|Fotogräfin 2017

 


Nur eine Stunde von Menschen fern,
Nur eine einzige Stunde!
Statt der tönenden Worte des Waldes Schweigen,
Statt des wirbelnden Tanzes der Elfen Reigen,
Statt der leuchtenden Kerzen den Abendstern,
Nur eine Stunde von Menschen fern!
Nur eine Stunde im grünen Wald,

Nur eine einzige Stunde!
Auf dem schwellenden Rasen umhaucht von Düften,
Gekühlt von den reinen balsamischen Lüften,
Wo von ferne leise das Echo schallt,
Nur eine Stunde im grünen Wald!Nur eine Stunde im grünen Wald,
Nur eine einzige Stunde!
Wo die Halme und Blumen sich flüsternd neigen,
Wo die Vögel sich wiegen auf schwankenden Zweigen,
Wo die Quelle rauscht aus dem Felsenspalt,
Nur eine Stunde im grünen Wald!

☆Sisi☆

Auguste Kurs

 

Foto: Bertl Jost


„Schau Marie, da setz ma uns noch ein bisserl her, bevor wir wieder zurück gehen. Am liebsten würd ich ja überhaupt nimmer zurück, sondern einfach immer weiter laufen“

☆Sisi☆

Vielen Dank an das Café Dommayer.

Foto: Charlotte Schwarz|Fotogräfin 2017


Gückliche Augenblicke sind die Blumen im Garten unseres Lebens.

Genieße sie mit all deinen Sinnen, in all ihrer Schönheit, in all ihrer Vergänglichkeit.

~ Marie ~

Jochen Mariss
Vielen lieben Dank an Gräfin Alix und ihr Märchenschloss Schloss Artstetten.

 

Foto: Charlotte Schwarz|Fotogräfin 2017

 


Ich hab geträumt vor langer Zeit
von einem Leben, das sich lohnte.
Von Liebe und Unsterblichkeit.
Vom guten Gott, der mich verschonte.

Da war ich jung und ohne Angst
und Träume gingen wie sie kamen:
Ich find dir, was du auch verlangst,
für jede Freude einen Namen…
 
~ Marie ~
 
Auszug aus Song „Ich hab geträumt“, Musical Les Miserables
Musik: Claude-Michel Schönberg
dt. Text: Heinz Rudolf Kunze

Danke an die Kaiservilla Bad Ischl.

 

Foto: Hofer

 


Und ich spüre Leben
Lauf‘ im Sommerregen
Und die Zeit steht still
Bin gefangen im Augenblick
Will nie wieder zurück
Will den Regen mit uns tanzen sehen
Nimm meine Hand
Und mach die Augen zu und tanz
Sind so Viele am reden
Keine Zeit fürs Leben
Und jetzt fällt der Regen
Auf dein Sommerkleid
Durch das Grau wieder zu Weiß
Ganz vergessen was das heißt
Wenn der Regen mit uns tanzen geht.
 
~ Marie ~

Lied: Und mach die Augen zu und tanz
Songwriter: Elias Foerster, Iven Jansen, Joris Ramon Buchholz, Wolfgang Morenz
Vielen Dank an das bezaubernde Schlosspark Laxenburg.

 

Foto: Charlotte Schwarz|Fotogräfin 2017

 


Nebelpferde seh ich wieder
durch den späten Abend reiten,
während Mond und Sterne
in die Wolkenschluchten gleiten.

Finster wird die kalte Nacht;
tiefer neigen sich die Ruten,
während hohl das Schicksal lacht,
sinken bebend sie in Fluten.
Lichtgedanken ziehn sie mit,

lachend hinterm Hollerbaum.
Alle Hoffnung reitet mit,
flüchtend in den Weltenraum.
 
~ Marie ~

Ingrid Streicher

 

Foto: Bertl Jost

 


„Marie, sorge bitte dafür, dass man mich wenigstens hier nicht belästigt. Immer diese Gaffer, ich halte das nicht mehr aus.“

„Ich eile sofort, Majestät.“

~ Marie ~

Unser Dank gebührt dem zauberhaften Schlosspark Laxenburg.

 

Foto: Charlotte Schwarz|Fotogräfin 2017

 


Durch des Lebens Müh‘ und Streite
Sei die Liebe dein Geleite:
Nicht die eine, falkenwilde,
Nein, die and’re, taubenmilde,
Nicht die stolze, kronenblitzende,
Nicht die heiße, sinnbetörende,
Rastlos strebende, viel begehrende,
Nein, die sanfte, still ertragende,
Opfermutige, gern entsagende,
Nicht die matte, todverachtende,
Nicht die eifersüchtige, hassende,
Nein, die versöhnende, weltumfassende,
Nicht die rote flammende Rose,
Nein, die weiße, makellose:
Durch des Lebens Müh‘ und Streite,
Sei die Liebe dein Geleite.
 

~ Marie ~

Unbekannt

 

Foto: Rudi Gigler

 


Freudvoll
Und leidvoll,
Gedankenvoll sein,
Hangen
Und bangen
In schwebender Pein,
Himmelhoch jauchzend,
Zum Tode betrübt –
Glücklich allein
Ist die Seele, die liebt.“

☆Sisi☆

J. W. von Goethe


Herzlichen Dank an das märchenhafte Schloss Schönbrunn und die wunderschönen Bundesgärten Wien.

Foto: Charlotte Schwarz|Fotogräfin 2017


Möchte wieder in die Gegend,
Wo ich einst so selig war,
Wo ich lebte, wo ich träumte
Meiner Jugend schönstes Jahr!«

Also sehnt ich in der Ferne
Nach der Heimat mich zurück,
Wähnend, in der alten Gegend
Finde sich das alte Glück.
 
☆Sisi☆
 
Nikolaus Lenau

Vielen Dank an Schloss Schönbrunn, es war einfach nur unbeschreiblich…

 

Foto: Charlotte Schwarz|Fotogräfin 2017

 


Kein Glück! So hat die Alte mir
mit fahlem Lächeln prophezeit,
wer in der Liebe Spuren geht,
des Weggenoß heißt Herzeleid.
Kein Glück! Ich trug den Demantkranz,
das Purpurkleid im Märchenschloß,
und steh nun doch an Abgrunds Rand –
und leise lacht mein Weggenoß.
 
☆Sisi☆

Clara Müller-Jahnke

 
Vielen Dank an Südbahnhotel Semmering.
 

Foto: Bertl Jost

 


Eines Tages wird man offiziell zugeben müssen,
daß das, was wir Wirklichkeit getauft haben,
eine noch größere Illusion ist als die Welt des Traumes.
 
☆Sisi☆
 
Salvatore Dali

Herzlichen Dank an Schloss Schönbrunn und an Jupiter Film Gesellscha für die ausdrückliche Genehmigung diese Szene aus „Sissi – die junge Kaiserin“ nach zu stellen!
Danke auch an die Bundesgärten Wien.

 

Foto: Charlotte Schwarz|Fotogräfin 2017

 


Wir gratulieren Gräfin Alix herzlichst zur Geburt der gemeinsamen Tochter mit ihrem Mann.
Dem kleinen Mädchen wünschen wir viel Sonnenschein, Freude und Gesundheit auf ihrem Lebensweg
 
*Sisi*
~ Marie ~
und – Charlie –
 
Einen lieben Gruß von uns in unser geliebtes Märchenschloss Artstetten.

Aus Respekt nennen wir keine weiteren Namen!

 

Foto: Charlotte Schwarz|Fotogräfin 2017

 


Die Erinnerungen sind gepreßte Blumen
im Buche unseres Lebens.
 
~ Marie ~

Peter Sirius
 
Vielen lieben Dank an das Palmenhaus Schloss Schönbrunn und die Bundesgärten Wien.
 

Foto: Charlotte Schwarz|Fotogräfin 2017

 


Am leuchtenden Sommermorgen
geh ich im Garten herum.
Es flüstern und sprechen die Blumen,
Ich aber, ich wandle stumm.
Es flüstern und sprechen die Blumen,
Und schaun mich mitleidig an:
Sei unserer Schwester nicht böse,
Du traurige, weiße Gestalt.
 
~ Marie ~
 
Heinrich Heine
Wortänderung: anstelle von „blasser Mann“, wurde „weiße Gestalt“ eingesetzt
Wir danken herzlichen Dank dem Kammergarten Schloss Schönbrunn.
 

Foto: Charlotte Schwarz|Fotogräfin 2017

 


Kohlweißling flattert durch den Garten,
sucht sich die schönste Blüte aus.
Die Rose lädt ihn freundlich ein,
bald setzt er sich zum süßen Schmaus.

Die Hummeln summen im Lavendel,
dem fremden Gast vom Mittelmeer,
von seinem Duft bald schläfrig trunken,
den Pelz vom Blütenstaube schwer.
Sie lieben auch die Anemonen,

die stolz den Kopf nach oben recken
und ihre rosaroten Blüten
der Sonne froh entgegen strecken.Die Bienen tun’s den Hummeln gleich
und sammeln fleißig Nektar ein.
Die Ringelblumen bitten herzlich,
bei ihnen auch zu Gast zu sein.

Selbst Löwenmaul und Margueriten,
die ersten Dahlien, gelb und rot,
bewirten gern die Sommergäste.
So leidet niemand derzeit Not.

Es summt und brummt in unserm Garten,
die Amsel zwitschert froh ihr Lied,
das wie die kleine weiße Wolke
am Himmel schnell von dannen zieht.

~ Marie ~

Christa Kluge


Herzlichen Dank an die Bundesgärten Wien für den bezaubernden Alpengarten im Belvedere Wien.
 

Foto: Charlotte Schwarz|Fotogräfin 2017



Es gibt auf der Welt so viele Tränen
und Nächte voller Einsamkeit.
Und jeder wünscht sich einen Traum der Zärtlichkeit.
Und manchmal reichen ein paar Worte
um nicht mehr so alleine zu sein.
Aus fremden Menschen werden Freunde
und große Sorgen werden klein.

Ave Maria

Sisi

Textauszug aus Ave Maria
Helene Fischer

Vielen Dank Herr Dompfarrer Toni Faber für Gottes Segen im Dom zu St. Stephan in Wien.

 
 

Foto: Charlotte Schwarz|Fotogräfin 2017

 


Immer wenn ich nach dem Leben greif,
Spür‘ ich wie es zerbricht.
Ich will die Welt versteh’n
und alles wissen,
und kenn mich selber nicht.
Ich will frei und freier werden
Und werde meine Ketten nicht los…
 
🌟 Sisi 🌟
 
Auszug aus „Die unstillbare Gier“ – Musical „Tanz der Vampire“
Text: Jim Steinmann

Für zwei ganz besondere Menschen, an diesem besonderen Tag.
Du wirst auf Ewig in unseren Herzen weitersingen!
 
 

Foto: Bertl Jost

 


Das Klavier verstummt
die Wolken klar
die Frage ans Universum
bist du trotzdem da?

Das Klavier, es wartet nur darauf
das du spielst im Dauerlauf
es ist so stumm und bleibt es auch
dein Spiel verklingt im Geisteshauch.
Und doch höre ich dich heute hier

dein Geburtstag fern von mir
stehe ich vor dem Klavier und hoffe, dass all mein Flehen und mein Sehnen
mir hilft einzugestehen
das meine Gedanken vom Winde verwehen….

~ Marie ~

P. Sebastian

Einem ganz besonderen Menschen gewidmet. Happy Bday S. Kiss you in heaven.

Vielen Dank an die Wiener Börse für die Einladung.

 

Foto: Charlotte Schwarz|Fotogräfin 2017

 


„So schön es im Stephansdom war, Marie, ich möchte nur noch aus Wien weg.“

„Majestät, die Koffer sind verstaut. Wir können losfahren. Der Zug wird erst in Triest wieder halten.“

~ Marie ~ 

Mit Herzlichen Dank an das Technisches Museum Wien. Uns wird der Hofsalonwagon von Kaiserin Elisabeth in ewiger Erinnerung bleiben.

 

Foto: Charlotte Schwarz|Fotogräfin 2017

 


Wir feiern, wir tanzen, wir sind überwältigt.

Wir haben am Wochenende den 1.000 Follower auf Instagram begrüßt.

Das halbe Jahr nach dem Neubeginn hat uns gezeigt, was wir erreichen können, wenn wir nur daran glauben.

~~~~~~~Follow your dream~~~~~~~~

Für Charlotte und uns ist dieser Kalenderspruch zur Wahrheit geworden.

Danke!! An Euch – wir wären nichts ohne die Sisi Freunde, die es noch immer überall auf der Welt gibt.

1000 Dank

* Sisi * & ~ Marie ~

Mit großem Dankeschön an Schloss Schönbrunn.

 

Foto: Charlotte Schwarz|Fotogräfin 2017

 


Sie saßen und tranken am Teetisch,
und sprachen von Liebe viel.
Die Herren, die waren ästhetisch,
die Damen von zartem Gefühl.

„Die Liebe muss sein platonisch“,
der dürre Hofrat sprach.
Die Hofrätin lächelt ironisch,
und dennoch seufzet sie : „Ach!“
Der Domherr öffnet den Mund weit:

„Die Liebe sei nicht zu roh,
sie schadet sonst der Gesundheit.“
Das Fräulein lispelt: „Wieso?“

Die Gräfin spricht wehmütig:
„Die Liebe ist eine Passion!“
Und präsentieret gütig
Die Tasse dem Herrn Baron.

Sisi

 
Heinrich Heine
 

 

Foto: Bertl Jost


 
 Die Toten sind nicht abwesend, sondern nur unsichtbar.
Sie schauen mit ihren Augen voller Licht in unsere Augen voller Trauer.

Augustinus Aurelius

Mein lieber Franz Ferdinand, ich hätte Dir so sehr ein Leben voller Glück und Zufriedenheit gemeinsam mit deiner geliebten Sophie gewünscht, dass es mir von Herzen leid tut dir hier zu begegnen.

🌟 Sisi 🌟

Schloss Artstetten – Es war uns eine große Ehre, dem ausdrücklichen Wunsch der charmanten Gräfin Alix zu entsprechen, Erzherzog Franz Ferdinand und seiner Gemahlin, Sophie Fürstin von Hohenberg die letzte Ehre zu erweisen.

Foto: Charlotte Schwarz|Fotogräfin 2017


O, wär mein Lieb‘ die rote Ros,
Die auf des Schlosses Mauer glüht!
O, wär ich selbst der Tropfen Tau,
Den man im Kelch der Rose sieht.

~ Marie ~

Robert Burns


Der wunderschöne Kammergarten im zauberhaften Schloss Schönbrunn.

Foto: Charlotte Schwarz|Fotogräfin 2017


Du hast Diamanten und Perlen,
Hast alles, was Menschen Begehr;
Doch mit deinem inneren Werte,
Mein Liebchen, da happert es sehr!

~ Marie ~
Kaiserin Elisabeth – Das poetische Tagebuch, Nordsee Lieder, Auszug aus den Gedichten „An…“, II., 1. Absatz, S. 124, Brigitte Hamann, Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, 3. Aufl, 1995

Danke an das wunderschöne Unteres Belvedere.

 

Foto: Charlotte Schwarz|Fotogräfin 2017


„Das Glück dieser Erde,
liegt auf dem Rücken der Pferde“

🌟Sisi🌟

Foto: Sternenkaiserin



„Majestät, es ist alles perfekt vorbereitet, Sie brauchen keine Sorge tragen. Ihre Anweisungen sind weitergetragen worden.“

~ Marie ~

Wir danken dem wunderschönen Palais Kinsky für die Einladung.

Foto: Charlotte Schwarz|Fotogräfin 2017


Etwas in eigener Sache – aus aktuellem Anlass!

Wir alle 3 arbeiten hart an dem, was wir euch hier täglich zeigen und präsentieren.

Wir bieten euch hier einen kostenlosen Einblick in unser Schaffen.

Es kann daher nicht sein, dass unsere Fotos gestohlen werden, die Kennung weggeschnitten wird und als eigenes Profilbild (!) verwendet wird!

Ihr begeht damit Diebstahl und ignoriert das Urheberrecht!

Wir werden uns dies nicht gefallen lassen und massiv gegen diese Verstösse vorgehen.

Angefangen mit dem Melden bei FB, weshalb euer Profil gesperrt wird. Weitere Anzeigen behalten wir uns vor.

Ihr könnt uns fragen – wir haben das noch nie verboten, zudem es eine Ehre ist, von euch geteilt oder per Titelbild oder Profilbild verwendet zu werden. Aber nur unter der Voraussetzung das der Urheber und die Seite genannt wird.

Danke für eure Aufmerksamkeit!

* Sisi *
~ Marie ~
&
– Charlie –

 

Foto: Charlotte Schwarz|Fotogräfin 2017

Reitausflug mit meinen Husaren

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Georg Raab Foto: Schloss Schönbrunn

 

„Wenn des Kaisers Angelegenheiten in Italien schlecht gehen, so schmerzt es mich, wenn aber das gleiche in Ungarn der Fall ist, so tötet es mich!“

Die vielleicht einzige Liebe, die die Kaiserin fähig war zuzulassen, war die zu den Ungarn.

Ein Volk, dem die Liebe zur Freiheit über alles ging. Stolz und nach Unabhängigkeit kämpfend, wie sie selber.

Graf Andrássy, mit dem sie Zeit Lebens eine tiefe Freundschaft verband, bezeichnete  sie als „Ungarns schöne Vorsehung“.

Elisabeth schrieb über Andrássy: „eine Freundschaft, die niemals durch die Liebe vergiftet wurde“.

Noch immer besteht dieses Band zwischen der Kaiserin und dem ungarischen Volk.

 


 

Zum ersten Mal traf ich am 18. August 2012 auf „richtige ungarische Husaren“.

6 Reiter reisten mit ihren Pferden nach Ischl, um dort an der Parade zu Ehren des Geburtstags von Kaiser Franz Josef teil zu nehmen.

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Foto: sternenkaiserin.com – Sisi

Ein Tag, dem ich wochenlang entgegen fieberte. Ein lieber Freund ermöglichte mir, an der Seite der Ungarn daran teil zunehmen.

Elisabeth war bekannt als eine der besten Reiterinnen ihrer Zeit, sie nahm an vielen Parforcejagden unter anderem in England teil, also gab es auch für mich nur eine Möglichkeit, „meine Husaren“ würdig zu empfangen.

Auch wenn ich beinahe so lange reite, wie ich laufen kann, im Damensattel war das ganze etwas völlig anderes.

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Ich erwartete meine Begleiter und auch wenn wir uns kaum verständigen konnten, so war es doch etwas ganz besonderes.

Die Husaren formierten sich, und geleitet von goldverschnürten Uniformen ritt ich durch die jubelnde Menge bis zum Kreuzplatz vor der Kirche.

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Die Kaiserin am Pferd, ein dunkelblaues Reitkleid, bewacht von ihren Ungarn.

Eine Szene, die Filmreif hätte sein können.

Aber soll ich Euch verraten, was das schönste an dem ganzen war?

Der absolute Höhepunkt?

Nach der ganzen Feier, taten die Husaren, was sich sonst keiner getraut hätte.

Sie wendeten ihre Pferde, und wir jagten im gestreckten Galopp über die Wiese vor der Kaiservilla, bergauf Richtung Jainzen.

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Seither habe ich immer wieder verschiedene Husaren getroffen und kennengelernt. Mit vielen davon verbindet mich inzwischen eine wundervolle Freundschaft, und ich freue mich stets, sie wieder zu treffen.

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*Sisi*


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