Tag-Archiv | Kaiserin von Österreich

Träume und Gedichte – September 2019

[bezahlte Partnerschaft]

Unter deinen Schutz und Schirm fliehen wir, o heilige Gottesgebärerin.
Verschmähe nicht unser Gebet in unsern Nöten, sondern erlöse uns jederzeit von allen Gefahren, o du glorreiche und gebenedeite Jungfrau.
Unsere Frau, unsere Mittlerin, unsere Fürsprecherin.
Versöhne uns mit deinem Sohne,
empfiehl uns deinem Sohne,
stelle uns vor deinem Sohne.
-aAmen.

~ Marie ~

Älteste bekannte Mariengebet

💜lichen Dank an die wunderschöne Burg Rappottenstein für die Einladung 💜

In Kooperation mit dem Waldviertel Tourismus.

Mit der bezahlten Kooperation mit Waldviertel Tourismus „Mit Unterstützung von Interreg V-A Österreich – Tschechische Republik | Kofinanziert aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung.

Foto: sternenkaiserin.com – Marie


„Marie, sorge dafür, dass ich nicht gestört werde. Und wehe, der Kaiser oder Tante Sophie erfährt wo ich bin. Hörst du? Ausdrücklich. Niemand darf erfahren wo ich bin.“

„Sehr wohl, Majestät. Ich fürchte jedoch, dass Oberst Böckl Majestät schon verraten haben.“

~ Marie ~

💜lichen Dank dem wunderschönen Schloss Fuschl Resort & SPA für die Einladung 💜

Foto: sternenkaiserin.com – Marie


[bezahlte Partnerschaft]

„Marie, schau wie hübsch es hier ist. Dieses Schlösserl ist etwas ganz besonderes. Hast du gewusst, dass der Kaiser hier einige Monate gelebt hat? In der schwierigen Zeit der Revolution 1848.“

„Nein, Majestät, dass habe ich nicht gewusst.“

~ Marie ~

💜lichen Dank an das schöne Schloss Zogelsdorf für die Einladung 💜

In Kooperation mit dem Waldviertel Tourismus.

Foto: sternenkaiserin.com – Marie


Und plötzlich sind die warmen Rosenmädchen
Zu Georginen, hart und müd‘ verblaßt …
Die Sonne zündet ihre Märchenfackel
Noch einmal blendend an, und festlich schwebt
Die lichte Sonnenlüge durch die Lüfte,
Und träufelt gold’nes Blut in jedes Blatt
Und träufelt gold’nes Blut in meine Seele …

Noch einmal liegt der grüne See verträumt
Und streut mir lächelnd klares Schaumgeschmeide …
Die Gletscher leuchten, wundersam entfacht,
Entbrannt im Abend … schöne Feenpaläste
Die aufwärts locken – aufwärts – – !

Und sie sind
Aus bläulichem Krystall, und traumgewobenen
Opalen und aus flüssigem Rubin …
Die Sonne zündet ihre Märchenfackel
Noch einmal an, und freudeschluchzend ringt
Das hohe Lied des reifen gold’nen Lebens
Sich noch einmal empor …

Doch schwarz und schweigend
Naht sich die Wolkennacht … Und lautlos wird
Von ihrem Hauch die Sonnenfackel sterben
Und rings wird Nacht sein.

~ Marie ~

Lisa Baumfeld

💜lichen Dank dem wundervollen Schloss Eckartsau für die Einladung 💜

Foto: sternenkaiserin.com – Marie


Komm in den totgesagten park und schau:
Der schimmer ferner lächelnder gestade,
Der reinen wolken unverhofftes blau
Erhellt die weiher und die bunten pfade.

Dort nimm das zart gelb, das weiche grau
Von birken und von buchs, der wind ist lau,
Die späten rosen welkten noch nicht ganz,
Erlese, küsse sie und flicht den kranz.

Vergiß auch diese letzten astern nicht,
Den purpur um die ranken wilder reben
Und auch was übrig blieb vom grünen leben
Verwinde leicht im herbstlichen gesicht.

~ Marie ~

Stefan George

Foto: sternenkaiserin.com – Marie


„Marie, komm. Ich möchte heute kein Dinner. Diese verstaubte Gesellschaft kann mir gestohlen bleiben. Was glaubt denn der Kaiser? Ich bin doch keine Puppe zum herumzeigen. Nein, wir gehen. Komm.“

„Nur allzu gerne, Majestät.“

~ Marie ~

💜lichen Dank dem wunderschönen Schloss Eckartsau für die Einladung 💜

Foto: sternenkaiserin.com – Marie


Ich bin ein Fremdling auf Erden
Und wandere ein und aus,
Und kann nicht heimisch werden
In meinem eigenen Haus.

Der Sehnsucht wunde Schwingen,
Gezwängt in Gefangenschaft,
Schlagen in blutigem Ringen,
Flattern in lechzender Kraft!

Paläste aus Marmorquadern
Sind leichtes Wandergezelt;
Tief in des Herzens Adern
Glüht eine andere Welt.

~ Marie ~

Emil Claar

💜lichen Dank dem wunderschönen Palmenhaus im Schloß Schönbrunn für die Einladung 💜

Foto: sternenkaiserin.com – Marie


Ich will nicht gehorsam,
gezähmt und gezogen sein.
Ich will nicht bescheiden, beliebt und betrogen sein.
Ich bin nicht das Eigentum von dir,
denn ich gehör nur mir.

Song: Ich gehör nur mir
Text + Musik : Sylvester Levay + Michael Kunze
Musical: Elisabeth

💜lichen Dank dem wunderschönen Schloss Fuschl Resort & SPA für die Einladung 💜

Foto: sternenkaiserin.com – Marie


Die hohen Türme haben mich gegrüßt,
die über meinen Kinderträumen ragten,
und ihre unbewegten Mienen fragten,
wie ich des Lebens wachen Ernst verbüßt.

Des Waldes Blätter haben mir gerauscht,
wo meine Schmerzen erste Reime fanden.
Ich habe ihre Frage wohl verstanden:
ob ich beglücktes Dichten eingetauscht.

Doch, als ich kam zu meines Meeres Flut,
da stürmten alle Wellen, mich zu grüßen,
und drängten zärtlich sich zu meinen Füßen
und fragten nichts. – Da war mir frei und gut.

~ Marie ~

Erich Mühsam

Foto: sternenkaiserin.com – Marie


Singet und klinget! Das Heute ist mein.
Heut‘ will ich singen und klingen
Lustig mit spielenden Kindern feldein,
Fröhlich mit fröhlichen Dingen,
Will mir bekränzen die Locken, die greisen:
Bald muß ich hinnen und wandern und reisen,
Wo mir die Vögel nicht singen.

~ Marie ~

Ernst Moritz Arndt

💜lichen Dank dem wunderschönen Schloß Schönbrunn für die Einladung 💜

Video: sternenkaiserin.com – Marie


🌟🌟🌟5000🌟🌟🌟

Wir haben die magische 5000 auf Facebook erreicht!

Am Anfang sagte mein Mariechen, du wirst sehen, du wirst ganz groß werden…
Sie sagte, ihr Ziel seien die „1000“
Jetzt sind wir 5000 hier auf FB, auf Insta sind es bald 12.000 Fans.

Menschen, die sich jeden Tag darüber freuen, Bilder von mir zu sehen.
Menschen, die meine Kleider bewundern und die die Liebe zu dieser Zeit mit uns teilen.
Menschen die teilweise zu Freunden wurden.
Menschen, die auf der ganzen Welt verteilt sind und mich, nein uns, denn die Sternenkaiserin ist und war immer ein UNS, mit ihren lieben Worten berühren und zum Weitermachen anspornen!

Wir sagen Danke!
Danke für Eure Treue,
Danke für Eure Kommentare,
Danke für all die unzähligen netten Begegnungen, wenn ihr mir auf meinen Reisen folgt!

Ein besonderer Dank gilt unseren unzähligen Partnern, denn auch davon sind viele inzwischen zu Freunden geworden.
Ein paar davon sogar fast sowas wie Familie 😉

Mein Mariechen sagt immer, wenn wir nur zu all denen nochmal fahren, die uns eingeladen haben jederzeit wieder zu kommen, sind wir das ganze Jahr beschäftigt…

Und wir kommen gern wieder! Besuchen unsere Freunde jedes Mal aufs Neue mit größter Freude!

Wenn ich in Schloss Artstetten aussteige höre ich jedes Mal aufs Neue die lieben Worte der bezaubernder Gräfin Alix, „es ist als käme die Tante“
Schloss Ruegers ist zum Fixpunkt in unserer Jahresplanung geworden, da wir dort jedes Jahr aufs Neue unseren Sommer verbringen, um am Ende des Jahres ins Wasserschloss Totzenbach heim zu kommen und Weihnachten zu feiern.

Dazwischen liegen freilich unzählige andere Reisen, neue Schlösser, altbekannte und ehrwürdige Kaffeehäuser wie der K. u K. Hofzuckerbäcker DEMEL in Wien, der immer eine Sünde wert ist…..

Und dann gibts da noch drei Personen, ohne die die Sternenkaiserin nicht so glänzen könnte, wie ihr es gewohnt seid.
Unsere Ida, die im Stillen über alles wacht, stets ein offenes Ohr hat und dort einspringt, wo Not am Mann ist.
Unsere Maria Jose, das Sprachentalent in unserer Runde! Kaum eine Anfrage oder ein Kommentar, den unsere schweizer Spanierin nicht auch auf französisch oder italienisch beantworten kann!
Nur Portugeisch muss sie noch lernen 😂😉
Und dann gibts da noch Einen, Einen der eigentlich nur aus Liebe zum Mariechen tätig ist, der Postwege erledigt, der Fahrdienste übernimmt, der beratend zur Seite steht, der unsere Computer am Laufen hält und der unsere Torten futtert 😂❤️

Ich Danke Euch!

🌟Sisi🌟

Vielen Dank für die Einladung an Schloss Laudon

Foto: sternenkaiserin.com – Marie


Liebe Sternenkaiserin Freunde!

Hier einmal ein Bild des allerersten Shootings (2017) mit Sisi und mir als Fotografin.

Damals noch eine kleine Kamera, die nur jpg Format hatte. Die Bildqualität war dementsprechend, ordentliche Bearbeitung war so gut wie nicht möglich.

Natürlich ist das Foto gerade per Fotoapp von mir gepimpt worden, ihr seht ja auch das neue Logo.

Aber so haben wir begonnen. Nach dem wir uns entschieden haben gemeinsam durchzustarten. Dilletantisch, aber mit viel Mut und Liebe im Herzen.

Einige Zeit begleitete uns auch eine professionelle Fotografin. Aber außer viel Ärgernis kam kaum was dabei raus.

Mittlerweile habe ich eine richtige Fotografen-Kamera und habe mir das Bildbearbeitungsprogramm am PC per „lerning by doing“ selbst beigebracht. 1 Jahr hats gedauert das einigermaßen hinzubekommen. Oft geflucht, oft verzweifelt, oft kurz vorm Durchdrehen. Irgendwie hab ich es geschafft.

Nur durch Engagement und Fleiß konnten wir vieles erreichen. Unsere Sisi näht Tag und Nacht und ich sitz vorm PC.

Und natürlich wollen wir noch ein bisserl mehr erreichen und neue Orte erkunden.

Und das werden wir. Gemeinsam. Denn: Wir träumen groß.

Auch von mir: Danke an euch.

💜 5000 ist beachtlich! 💜

~ Marie ~

💜lichen Dank dem wundervollen Palmenhaus im Schloß Schönbrunn für die Einladung 💜

Foto: sternenkaiserin.com – Marie


[bezahlte Partnerschaft]

Es liegt der heiße Sommer
Auf deinen Wängelein;
Es liegt der Winter, der kalte,
In deinem Herzchen klein.

Das wird sich bei dir ändern,
Du Vielgeliebte mein!
Der Winter wird auf den Wangen,
Der Sommer im Herzen sein.

🌟Sisi🌟

Heinrich Heine

Mit der bezahlten Kooperation mit Waldviertel Tourismus „Mit Unterstützung von Interreg V-A Österreich – Tschechische Republik | Kofinanziert aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung.

Vielen Dank für die Einladung an Schloss Artstetten

Foto: sternenkaiserin.com – Marie


„Schau die vielen Menschen an, Marie. Massen von ihnen jeden Tag im Park. Ich kann mich hier nicht wohlfühlen. Komm, versuchen wir ihnen auszuweichen und zu verstecken.“

„Sehr gerne, Majestät.“

~ Marie ~

💜lichen Dank dem wunderschönen Schloß Schönbrunn für die Einladung 💜

~ Marie ~

Video: sternenkaiserin.com – Marie


Ave Maria,
gratia plena,
Dominus tecum.
Benedicta tu
in mulieribus et benedictus
Fructus ventris
tui Jesus.

🌟Sisi🌟

Foto: sternenkaiserin.com – Marie


„Ich habe mein Ziel erreicht. Ich habe gewonnen. Ich werde ab sofort mein Leben leben wie ich will. Marie, heute ist mein Tag. Der Triumph ist nah.“

„Welch wunderbare Freude, Majestät. Ich gratuliere Ihnen vom Herzen.“

~ Marie ~

Foto: sternenkaiserin.com – Marie


Meine liebe Ida!

Ich freue mich so sehr, dass ich bald wieder bei Majestät und Dir sein darf. Meine Gesundheit macht mir zwar noch zu schaffen, doch Du weißt, mein Pflichtbewusstsein und meine Sehnsucht nach Euch ist so stark, dass kein Arzt der Welt mich von Euch fern halten kann.

Ich freue mich schon so sehr auf das schöne Ungarn. Ich hoffe, Majestät ist Gesund und du hast gut auf Majestät aufgepasst.

Was macht Ihr gerade? Reitet sie oder gehst du mit Majestät spazieren? Wie verhält sich das Wetter in Ungarn?

Hier in Wien ist alles trist. Das Wetter, die Stimmung bei Hof und die Menschen vor allem, sie alle sind mürrisch.

Bitte sag Majestät, ich bedanke mich für die Pralinen, welche sie mir zuschicken hat lassen. Das Päckchen ist bei mir angekommen. Sie sind herrlich.

Ich schließe nun meinen Brief, weil ich mich wieder ein bisschen ausraste, um bis Donnerstag fit zu sein.

In großer Freude,

Deine

~ Marie ~

Foto: sternenkaiserin.com – Marie


Geliebtes Kind, Du bist mein Glück,
mein allerbestes, liebstes Stück.
Ohne Dich wär vieles blöde,
farblos, leer und einfach öde.

Du verschönst mir jeden Tag,
bist mein Licht, mein Flügelschlag.
Streichst mein Leben kunterbunt,
Du und ich, wir sind ein Bund.
Bist mein Stolz, mein Fleisch und Blut,

gibt es auch mal ’nen Disput.
Drum sag ich Dir jetzt feierlich:
„Mein wertes Kind, ich liebe Dich!“🌟Sisi🌟Norbert van Tiggelen

Vielen Dank für die Einladung an Schlosspark Laxenburg

Foto: sternenkaiserin.com – Marie


Ihr mögt mich ja vermissen – aber laßt mich gehen
wenn ich am Ende meines Weges angekommen bin
und meine Sonne sich dem Untergehen zuneigt.
Bitte keine Ritualien in einem mit Trübsinn geschwängerten Raum
Warum weinen um eine befreite Seele?

Vermißt mich ein wenig – aber nicht zu lange.
Und schon gar nicht mit hängenden Köpfen.
Erinnert Euch der Liebe, die wir geteilt haben
Vermißt mich – aber laßt mich gehen!

Wir alle haben einmal diese große Reise anzutreten
Und jeder von uns muß sie alleine gehen.
Das alles ist Teil des Herrn Wille:
Ein Schritt auf dem Weg nach Hause.

Wenn Ihr Euch einsam fühlt und Euer Herz wird schwer,
Geht zu unseren Freunden, die wir kennen
Und begrabt Eure Sorgen mit guten Taten.
Vermißt mich – aber laßt mich gehen!

~ Marie ~

Willy Meurer

🖤 Zum Gedenken an den 121. Todestag von Kaiserin Elisabeth 🖤

Vielen 🖤lichen Dank an Schloss Wallsee für die Einladung 🖤

Foto: Prinz Barbara Fotografie mit Herz


Wir gedenken heute dem 121. Todestag von Kaiserin Elisabeth.

Maria José und ich haben uns auf Spurensuche begeben….

~ Marie ~

https://sternenkaiserin.com/2017/09/10/auf-den-tragischen-spuren-kaiserin-elisabeths-in-genf/

Foto: Prinz Barbara Fotografie mit Herz


Ein Hund entscheidet sich einmal für den Rest seines Lebens.
Er fragt sich nicht, ob er wirklich mit uns alt werden möchte.
Er tut es einfach.
Seine Liebe, wenn wir sie erst verdient haben, ist absolut.

🌟Sisi🌟

Picasso

Vielen Dank an Marly 😘

Foto: sternenkaiserin.com – Marie


Eine Sehnsucht sitzt im Herzen,
ich weiß nicht, wohin sie will.
Flieht sie zum Himmel, bleibt sie auf Erden?
Ich liege und halte still.

Sucht sie des Grabes Ruh oder das Leben?
Ich fühl’s, sie läßt sich nicht stillen,
es ist eine Sehnsucht auf eigene Hand,
nur um der Sehnsucht willen.

🌟Sisi🌟

Erik Axel Karlfeldt

Vielen Dank für die Einladung an Wasserschloss Totzenbach

Foto: sternenkaiserin.com – Marie


Von dem, was ich besessen,
Ist wenig mir geblieben,
Von meinen süßen Träumen,
Von Glauben, Hoffen, Lieben!

Nur schmerzliches Erinnern
Ist’s, was das Herz behielt,
Verachtung, Haß und Flüche –
Und eines Mannes Bild.

🌟Sisi🌟

Ada Christen

Vielen Dank für die Einladung an Wasserschloss Totzenbach

Foto: sternenkaiserin.com – Marie


Zwei Kammern hat das Herz,
Drin wohnen
Die Freude und der Schmerz.
Wacht Freude in der einen,
So schlummert
Der Schmerz in der seinen.
O Freude, habe Acht!
Sprich leise,
Daß nicht der Schmerz erwacht.

🌟Sisi🌟

Hermann Kunibert Neumann

Foto: sternenkaiserin.com – Marie


Die Nacht ist klar, die Nacht ist kühl,
Am Himmel schießen die Sterne –
Du hast mich einst so lieb gehabt
Und mich geküßt so gerne.

Du hast mich einst so lieb gehabt,
Wo blieb dein heiß Gefühl? –
Am Himmel schießen die Sterne,
Die Nacht ist klar und kühl.

🌟Sisi🌟

Emanuel Geibel

Vielen Dank für die Einladung an Schloss Ruegers

Foto: sternenkaiserin.com – Marie


„Mein lieber Admiral, ich hoffe sie bringen mir gute Nachrichten aus Triest?
Ist die Novara schon bereit, ich möchte den Winter mit meiner Einzi in Griechenland verbringen!“

Vielen Dank an meinen lieben Herrn Herbert Alexander Bauer für die charmante Begleitung und dem Schlosspark Laxenburg für die Einladung.

Video sternenkaiserin.com – Marie


„Barmherziger und guter Gott, segne diesen Morgen, den du mir geschenkt hast, dass es ein Tag des Heils werde, ein Tag, der mir und den Menschen um mich herum Segen bringt und Früchte trägt, die bleiben.
Segne mich und alles, was ich heute in die Hand nehme, was ich anpacke, berühre, forme und gestalte.
Lass meine Arbeit zum Segen werden für andere.
Segne mich, damit ich selbst zu einer Quelle des Segens werden darf für die Menschen, denen ich heute begegnen werde.“

🌟Sisi🌟

Vielen Dank für die Einladung an Trauttmansdorff – Die Gärten / I Giardini / The Gardens

Foto: sternenkaiserin.com – Marie


„Das liebste auf der weiten Welt
Ist mir der trauten Zither Spiel,
Ich schätz‘ es mehr, als alles Geld
Und kostet’s auch der Mühe viel.
Bin froh und guten Muthes ich,
So freut sie sich mit ihrem Herrn,
Und fühl‘ ich trüb und traurig mich,
So theilt sie meinen Kummer gern.“
~ Marie ~Herzog Max in Bayern (Sisis Vater)💜lichen Dank Restaurant Onkel Taa – Bad Egart für die Einladung 💜

Foto: sternenkaiserin.com – Marie


[bezahlte Partnerschaft]

Keine Rose ohne Dorn,
Keine Liebe ohne Zorn,
Kein Begegnen ohne Scheiden,
Keine Freude ohne Leiden –
Aller Dinge tiefstes Wesen
Mußt im Gegensatz du lesen.

🌟Sisi🌟

Ernst von Wildenbruch

Mit der bezahlten Kooperation mit Waldviertel Tourismus „Mit Unterstützung von Interreg V-A Österreich – Tschechische Republik | Kofinanziert aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung.

Waldviertel Tourismus
Vielen Dank für die Einladung an Schloss Artstetten

Foto: sternenkaiserin.com – Marie


„Komm Marie, das Boot, welches uns zur Marianneninsel fährt, kommt gleich. Beeil dich.“

„Jawohl, Majestät.“

~ Marie ~

💜lichen Dank dem wundervollen Schlosspark Laxenburg für die Einladung 💜

Video: sternenkaiserin.com – Marie


Das Glück ist ein Traum in der Nacht
Und eine Illusion am Tag
Es ist eine Gedanke voll Hoffnung
Und ein Wunsch des Herzens,
Der nach Erfüllung verlangt.
Doch wie oft tritt das Gegenteil der Erfüllung ein.
Es ist ein Gesang, der an unser Ohr tönt,
Ohne daß unser Herz ihn versteht.
🌟Sisi🌟Khalil el Khatib

Foto: sternenkaiserin.com – Marie



~ Marie ~
Video: sternenkaiserin.com – Marie


Das Leben ist wie eine Pralinenschachtel, man weiß nie was man bekommt.

🌟Sisi🌟

Aus dem Film Forrest Gump

Vielen Dank für die Einladung an K. u K. Hofzuckerbäcker DEMEL

Foto: sternenkaiserin.com – Marie


Liebe
gibt und nimmt
mit unberechnender Einfalt;
Liebe
lebt in der Lust zu erfreun
erfreuende Liebe;
Liebe
liebt das Geringste, getan
mit herzlicher
Liebe!

🌟Sisi🌟

Johann Kaspar Lavater

Vielen Dank für die Einladung an Schlosspark Laxenburg

Foto: sternenkaiserin.com – Marie


Wie ihr wisst, waren Sisi und ich am Mittwoch in ihrer Heimat Steiermark unterwegs.

Da wir Verbindungsprobleme hatten, haben wir euch das 1te Kleid das sie an jenem Tag trug aufgenommen. Das 2te Kleid – Karo-Kleid – habt ihr live gesehen.

Viel Spaß!

~ Marie ~

Video: sternenkaiserin.com – Marie


… on the tracks of Romy & Karl Heinz 😉

Am Originaldrehort von „Sissi“ wo aus dem Schloss Fuschl Resort & SPA damals Schloss Possenhofen wurde.

🌟Sisi🌟

Vielen Dank für die Einladung an Schloss Fuschl

Foto: sternenkaiserin.com – Marie


Sisi als Sissi 💜 im selbst nachgeschneiderten Kleid.

Wir bedanken uns 💜lich bei unseren Mädels Anita und Tamara als Pauline Gräfin von Bellegard und Lily Gräfin von Hunyadi.

💜lichen Dank dem wundervollen Schloss Ruegers für die Einladung 💜

Video: sternenkaiserin.com – Marie


Der Wind jagt schwarze Wolken übers Land,
und Regen prasselt an die Scheiben
Die Rosen lassen ihre Köpfe hängen –
der Sommer kann nicht länger bleiben.

Der Herbst klopft an und jagt den Sommer fort,
denn jetzt tritt er die Herrschaft an.
Er lässt sich farbenprächtig feiern,
und jeder schmückt sich nun, so gut er kann.

Die Dahlien prunken strahlend noch wie immer
am Gartenzaun im bunten Kleid,
als ginge sie des Herbstes Macht nichts an,
als hätten sie noch lange Zeit.

In grellen Farben brennt der Feuerdorn,
er glänzt und leuchtet gelb und rot.
Und auch die Äpfel und die schwarzen Beeren,
sie denken noch nicht an den Tod.

Doch bald schon wird er kommen, und ein Sturm
reißt dann die Blätter von den Bäumen.
Die stolzen Dahlien werden nun erfrieren,
die Rosen hören auf zu träumen.

Der Feuerdorn wird dann die Vögel nähren
die Äpfel lagern jetzt im Keller –
jedoch die allerschönsten dunkelroten,
die kommen auf den Weihnachtsteller.

~ Marie ~

Christa Kluge

Foto: sternenkaiserin.com – Marie


In die Berge sehnst du dich,
An das Meer, –
Und der Berg des Himmels
Mit seinen steilblauen Wänden:
Ragt er nicht ewig
Vor dir auf?

In die Berge sehnst du dich,
An das Meer, –
Und das Meer des Himmels
Mit seinem tiefblauen Spiegel:
Wogt es nicht ewig
Vor dir hin?

Wie ein Knabe
Träumst du von Bergen,
Träumst du von Meeren…
So wirf den Nacken doch zurück
Und habe mehr denn Berg und Meer –
Hab‘ – Ewigkeit!

🌟Sisi🌟

Christian Morgenstern

Vielen Dank für die Einladung an Trauttmansdorff – Die Gärten / I Giardini / The Gardens❤️

Foto: sternenkaiserin.com – Marie


Zu Herbst nun gehn die Tage
Und schneller naht die Nacht,
Ganz ohne Klang und Klage
Stirbt Laub und Gärtenpracht.

Scheu bebt ein Schlußverkünden
Auch mir durch Sang und Sinn,
Und nachts auf Wiesengründen
Schleicht schon die Moorfrau hin …

So will sich rings auf all die Blüten betten
Herbstbraune Ruh,
Wildgänse ziehn in langen weißen Ketten
Dem Süden zu.

Mir ist zu Sinn, als müßt‘ auch ich jetzt wandern
Von Ort zu Ort,
Nach meiner Heimat, einer ewigen, andern,
Weitfort, weitfort …

~ Marie ~

Carl Hermann Busse

💜lichen Dank dem wunderschönen Gartenschloss Herberstein für die Einladung 💜

Foto: sternenkaiserin.com – Marie


Ein getreues Herze wissen
Hat des höchsten Schatzes Preis.
Der ist selig zu begrüßen,
Der ein treues Herze weiß.
Mir ist wohl bei höchstem Schmerze
Denn ich weiß ein treues Herze.

Läuft das Glücke gleich zu Zeiten
Anders, als man will und meint,
Ein getreues Herz hilft streiten
Wider alles, was ist feind.
Mir ist wohl bei höchstem Schmerze
Denn ich weiß ein treues Herze.

Gunst, die kehrt sich nach dem Glücke
Geld und Reichtum, das zerstäubt,
Schönheit läßt uns bald zurücke,
Ein getreues Herze bleibt.
Mir ist wohl bei höchstem Schmerze
Denn ich weiß ein treues Herze.

Nichts ist Süßers als zwei Treue,
Wenn sie eines worden sein.
Dies ist’s, das ich mich erfreue,
Und sie gibt ihr Ja auch drein.
Mir ist wohl bei höchstem Schmerze
Denn ich weiß ein treues Herze.

🌟Sisi🌟

Paul Fleming

Vielen Dank für die Einladung an Schlosspark Laxenburg

Foto: sternenkaiserin.com – Marie


Zuweilen dünkt es mich, als trübe
Geheime Sehnsucht deinen Blick –
Ich kenn es wohl, dein Mißgeschick:
Verfehltes Leben, verfehlte Liebe!

Du nickst so traurig! Wiedergeben
Kann ich dir nicht die Jugendzeit –
Unheilbar ist dein Herzeleid:
Verfehlte Liebe, verfehltes Leben!

~ Marie ~

Heinrich Heine

💜lichen Dank dem wunderschönen Palais Schönburg für die Einladung 💜

Foto: sternenkaiserin.com – Marie


Verirrt zu dir ist meine Seele,
Und weiß doch, daß sie nur verirrt,
Wie eine fortgewehte Blüthe,
Und ewig fremd dir im Gemüthe,
Umsonst die Heimat suchen wird.

Vergeblich, daß ich mir verhehle,
Wie du nicht ahnst, was um dich ringt!
Kein Hoffen täuscht das stille Bangen,
Und doch verstummt nicht das Verlangen,
Das keinen Frieden je mir bringt.

Sie fragen quälend, was mir fehle?
Der Tag ist blau, die Biene schwirrt:
Bin nicht daheim, bin nicht im Leben,
Seit ich die Seele hingegeben,
Die willenlos zu dir verirrt!

🌟Sisi🌟

Otto Roquette

Vielen Dank für die Einladung an Trauttmansdorff – Die Gärten / I Giardini / The Gardens

Video: sternenkaiserin.com – Marie


When you’re all alone
Far away from home
There’s a gift the angel sent
When you’re alone

Everyday must end
But the night’s our friend
Angels always send a star
When you’re alone At night when I’m alone
I lie awake and wonder
Which of them belongs to me
Which one I wonder? And any star I choose
Watches over me
So I know I’m not alone
When I’m here on my own

Isn’t that a wonder?
When you’re alone
You’re not alone
Not really alone The stars are all my friends
Till the night time ends
So I know I’m not alone
When I’m here on my own Isn’t that a wonder?
When you’re alone
You’re not alone
Not really alone

🌟Sisi🌟

When You’re Alone – Hook 1991 Robin Williams .. – lyrics K Karliene Reynolds

Foto: Sternenkaiserin.com – Marie


„Ida lass anspannen, ich möchte abreisen.
Ich habe dem Grafen wohl für immer Lebe wohl gesagt werde so schnell nicht wieder kommen….

Marie soll veranlassen, dass meine persönlichen Dinge nach Meran gebracht werden….“

🌟Sisi🌟

Vielen Dank für die Einladung an Schloss Ruegers ❤️

Foto: sternenkaiserin.com – Marie


Meer
ich wollte dich beschreiben

doch da hatten
deine Wellen schon
meine Gedanken
hinter den Horizont getragen
ins erste Morgenlicht

so stehe ich hier
und schweige
umgeben vom Rauschen
und der Unendlichkeit
des Augenblicks

🌟Sisi🌟

Engelbert Schinkel

Vielen Dank für die Einladung an Wasserschloss Totzenbach ❤️

Foto: sternenkaiserin.com – Marie


„Ach Marie, schau wie schön es in Neuberg ist. So herrlich im Herbst. Die schönen Farben der Bäume. Komm, lass uns zu den Pferden gehen. Ich möchte Ausreiten.“

„Sie haben in allem Recht Majestät. Hier ist es wirklich wunderschön.“

~ Marie ~

Video: sternenkaiserin.com – Marie


[bezahlte Partnerschaft]

Der Engel des Herrn
brachte Maria die Botschaft.
– Und sie empfing vom Heiligen Geist.

Gegrüßet seist du, Maria …

Maria sprach:
Siehe, ich bin die Magd des Herrn.
– Mir geschehe nach deinem Wort.

Gegrüßet seist du, Maria …

Und das Wort ist Fleisch geworden.
– Und hat unter uns gewohnt.

Gegrüßet seist du, Maria …

Bitte für uns, heilige Gottesmutter.
Dass wir würdig werden
der Verheißungen Christi.

Lasset uns beten.

Allmächtiger Gott, gieße deine Gnade in unsere Herzen ein. Durch die Botschaft des Engels haben wir die Menschwerdung Christi, deines Sohnes, erkannt. Führe uns durch sein Leiden und Kreuz zur Herrlichkeit der Auferstehung. Darum bitten wir durch Christus, unsern Herrn.
Amen.

🌟Sisi🌟

Mit der bezahlten Kooperation mit Waldviertel Tourismus „Mit Unterstützung von Interreg V-A Österreich – Tschechische Republik | Kofinanziert aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung.
Waldviertel Tourismus
Schloss Artstetten

Foto: sternenkaiserin.com – Marie


„Weißt du Marie, die Flitterwochen hier waren von Einsamkeit geprägt und ich denke wahrhaftig nicht gerne an diese Zeit zurück. Aber mit dem unangenehm Alter, kommt auch die Reife und heute gehe ich hier gerne spazieren.“

„Ich bin sehr betrübt, Majestät, dass ich erst in späteren Jahren kam. Ich hätte Sie gerne vor dieser Einsamkeit bewahrt.“

~ Marie ~

💜lichen Dank dem wunderschönen Schlosspark Laxenburg für die Einladung 💜

Foto: sternenkaiserin.com – Marie

Foto: sternenkaiserin.com – Marie


Ein Zinnsoldat
wollt‘ lebend Leben.
Griff sich tief ins Herz.

Sein Herz zu hart,
zu schwer zum schweben.
Ein Schrei gen himmelwärts.

Der Zinnsoldat
weint Tränen sehr.
Im Schmelz aus rotem Glanz.

Zum Glanze trat,
als Sehnsucht her.
Gar seltsam leichter Tanz.

Der Zinnsoldat
im Klang zum schönen.
Musik sein Weltenschein.

Von welcher Art,
sich Wunder tönen.
In seinem Herzen rein.

Der Zinnsoldat
spielt lange schon.
Mit Tränen im Gesicht.

Im Herzen malt,
der Eisensohn.
Und eine Stimme spricht.

Du Zinnsoldat,
jetzt komm zu mir.
Das Leben sei Dir weit.

Und Wunder ward,
als Zeichen hier.
Für Dich Lebendigkeit.

Nun Zinnsoldat,
schnell, gehe hin.
Trag Dein Leben in die Welt.

Er ist zu zart,
kein Machtgewinn.
Im Leben bald zerschellt.

Ach Zinnsoldat
nun bist Du Tod.
Vergessen wird man Dich.

Als Himmel klart,
Dein Morgenrot.
Mit leichten blauen Stich.

🌟Sisi🌟

arnidererste

Vielen Dank für die Einladung an Südbahnhotel Semmering

Video sternenkaiserin.com – Marie


„Marie, schau wie schön es auf der Gloriette ist. Maria Theresia hatte schon Recht sich hier das Frühstück servieren zu lassen. Aber Wien wird mir zu eng. Komm, lass uns bald nach Meran fahren. Dort bin ich freier und wir treffen den Gackel wieder.“

„Ich freue mich sehr Majestäts Bruder wieder zu sehen. Wie es wohl den Kindern geht? Ach, Meran. Majestät haben Recht. Ich lasse alles für eine baldige Abreise herrichten.“

~ Marie ~

💜lichen Dank an die wunderschöne Gloriette im Schloß Schönbrunn Park für die Einladung 💜

Foto: sternenkaiserin.com – Marie


Hotel Adria – Meran

Kennt ihr das Hotel Adria?

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Foto: sternenkaiserin.com – marie

Nein, es hat nichts mit dem Mittelmeer zu tun, wie man vielleicht auf Grund des Namens meinen könnte, sondern es liegt mitten im Villenviertel von Obermais in Meran.

Ihr wisst nicht wo Obermais ist? Gut ich gebe zu, vor ein paar Jahren wusste ich das auch noch nicht.

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Foto: sternenkaiserin.com – marie

Als ich damals zum ersten Mal in Meran war, um am Traubenumzug teilzunehmen war ich einigermaßen überrascht, als man mir ausrichten ließ, Herr Florian, der Besitzer vom Hotel Adria, würde sich sehr freuen, wenn „die Kaiserin“ am Sonntag zum Frühstück kommen würde.

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Natürlich konnte ich diese Einladung nicht ausschlagen und betrat Sonntag am Morgen das Foyer dieses ehrwürdigen, alten Hauses. Der Hausherr begrüßte mich charmant mit einem Handkuss und führte mich zum eigens für mich gedeckten Tisch.

Kaffee im Silberkännchen, kleiner Wiener Gugelhupf, Sacherwürfel und viele andere, eigens für dieses Frühstück kreierte Köstlichkeiten erwarteten mich.

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Foto: sternenkaiserin.com – marie

Die Gäste des Hauses staunten nicht schlecht, als ich mitten im Speisesaal Platz nahm und natürlich wurde auch das eine oder andere Foto gemacht.

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Aber dieser „Sissi Brunch“ sollte nicht alles gewesen sein.  Nach kurzer Zeit trat der Herr Direktor wieder an unseren Tisch um die Ankunft der Musikkapelle Obermais zu melden, die eigens gekommen war, um mir ein Ständchen zu spielen.

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Nach und nach entpuppte sich unser lieber Herr Direktor als wahrer Sisi-Fan, so gibt es nicht nur eine eigene Vitrine über die Kaiserin im Haus, sondern sogar eine ganze Sissi Suite. Mehr dazu aber später.

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Foto: sternenkaiserin.com – marie

Erbaut wurde das Hotel Adria als Hotel Austria von einem Kellner aus Thüringen, der eine Tirolerin geheiratet hatte.

Ferdinand Langguth, so hieß der gute Mann, kam 1868 zum ersten Mal nach Meran um hier für 3 Jahre als Kellner zu arbeiten. Danach ging er nach Belgien, Frankreich und England. Erst 1884 sollte er wieder nach Meran zurückkehren und hier heiraten.

Zusammen mit seiner Frau und seiner Schwiegermutter pachtete er einen Gasthof am Brenner und begann nach nur einem Jahr den Bau des Hotels in Obermais.

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Maria und Franz Ferdinand Langguth, die Erbauer des Hotel Austria, Foto: hotel-adria.com

1885 begann der Bau nach Plänen von Musch & Lun, die zu den führenden Hotelplanern ihrer Zeit zählten. Den Namen Hotel Austria bekam das Haus „Hotel und Pension Langguth“ erst im Laufe der Bauzeit.

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Zu Ostern 1886 wurde das Hotel  eröffnet und die Meraner Zeitung schrieb am 29. April:

„Das stattliche Gebäude, in gefälligem Renaissance-Style ausgebaut, enthält im Souterrain Kellerräume, Küche, Speise-, Wirthschaftsräume und die Wohnung für die Bediensteten, im Parterregeschoß einen eleganten Speisesaal, Buffet, Restauration, Lesezimmer und fünf Fremdenzimmer. Im ersten und zweiten Stock über zwanzig Fremdenzimmer, ein Badezimmer und mehrere Dienerzimmer. Gegen Süden sind in sämtlichen Etagen breite Balcons […] Die gesamte innere Ausstattung muß als eine sehr comfortable bezeichnet werden, welche allen Anforderungen an ein modernes Hotel in jeder Beziehung entspricht.“

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Foto: sternenkaiserin.com – marie

Obermais ist das Villenviertel von Meran, in dem auch Kaiserin Elisabeth zwischen 1870 und 1889 dreimal weilt. 1870/71 im Schloss Trauttmansdorff, 1871/72 im Schloss Rottenstein, 1889 erneut in Schloss Trauttmansdorff. Es folgen weitere Mitglieder des Hochadels und der kaiserlichen Familie, so kauft zB. Carl Ludwig um 1860 das Schloss Rottenstein und Carl Theodor, der Lieblingsbruder der Kaiserin, richtet im heutigen Hotel Bavaria seine Arztpraxis ein.

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Wandelhalle Meran mit der Büste von Carl Theodor, Foto: sternenkaiserin.com – marie

Zahlreiche Villen und Schlösser der im 19. Jh. noch eigenständigen Gemeinde gehen bis auf das späte Mittelalter zurück.

Ab 1881 führt eine eigene Eisenbahnlinie nach Meran und weitere Hotels werden in Bahnhofsnähe errichtet. Das Hotel Austria jedoch steht in der Topgegend von Meran und liegt damals inmitten von Weinbergen und Streuobstwiesen.

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Aufnahme ist von vor 1914, zur Zeit als das Hotel Adria noch 2 Stockwerke hatte. Foto: hotel-adria.com

In der Rolandin-Anlage, dem späteren Elisabeth-Garten, baute der Architekt Karl Möser 1870 eine offene Wandelhalle, in der nun regelmäßig das Kurorchester spielte.

Nicht nur der Adel wohnte in Meran und somit auch im Hotel Austria, sondern auch zahlreiche Künstler wußten das milde Meraner Klima zu schätzen und wurden zu gern gesehenen Gästen. Darunter fand man Namen wie Carl Spitzweg, Béla Bartók, Wassily Kandinsky, Stefan Zweig, Franz Kafka – die Reihe ließe sich lange fortsetzen.

Oskar von Redwitz war einer der Ersten, der Meran zu seinem dauerhaften Wohnsitz machte, weswegen ihm 1894 ein Denkmal im damaligen Elisabeth Park direkt vor dem Hotel Austria gewidmet wurde.

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Foto: sternenkaiserin.com – marie

Das Austria lief so gut, dass bald ein prächtiges Palais hinzu kam. Die Villa Impériale, 30 Zimmer, die Fürsten von Thurn und Taxis mieteten sie gleich für eine ganze Saison. Man schrieb das Jahr 1900, der Tourismus florierte, es war Belle Époque.

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Foto: sternenkaiserin.com – marie

Langguth´s Frau starb unerwartet mit 46 Jahren und hinterließ Witwer samt 6 Kinder. Ein paar Jahre später starb auch noch der älteste Sohn im Kindesalter. Mit Hilfe der Schwiegermutter erhöhte Langguth das Austria um eine weitere Etage auf die heutige Größe, er ließ Bäder und einen Aufzug einbauen und versah das gesamte Hotel mit Zentralheizung.

Foto: sternenkaiserin.com – marie

Kaum ist alles fertig brach der Erste Weltkrieg aus, der Erbauer erlitt einen Schlaganfall und starb nur einige Jahre später. Seine Kinder verkauften den Besitz am Brenner und auch die Villa Imperiale um das Austria zu retten. Es ging zu gleichen Teilen an Maria und Oscar, Langguths Kinder. Da Maria allerdings mit einem Deutschen verheiratet war, verlor sie auf Grund des Friedensvertrags von Versailles und den damit verbundenen Zwangsenteignungen deutscher Staatsbürger auf italienischem Boden ihre Hälfte des Hotels.

Ihr Bruder konnte kein Hotel führen das zur Hälfte dem Staat gehört und verkaufte nur wenig später an Rosa Lardschneider, eine Hotelierin aus Gröden. Sie benannte möglicherweise aus Marketing Gründen das Haus um in Hotel Adria und kaufte 1941 sogar die zweite Hälfte vom italienischen Staat zurück, um von nun an alleinige Besitzerin zu sein.

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Ein Prospekt aus der Zwischenkriegszeit, Foto: hotel-adria.com

Ab 1943 diente das Hotel Adria vermutlich als deutsches Lazarett, wobei man darüber keine eindeutigen Aufzeichnungen fand.

Rosa´s einziger Sohn Josef übernahm das Haus und modernisierte weiterhin, er hatte viele Pläne, wollte ein Hallenbad bauen. Allerdings fanden seine Pläne ein jähes Ende. Er starb im Sommer 1971 bei einem Autounfall am Weg nach Kärnten… dort wollte er ein Hallenbad besichtigen….

Seine Witwe führte das Hotel bis 1983 weiter und verkaufte es schließlich an die heutigen Eigentümer, die das Adria wieder zum alten Glanz erwecken.

Dieses Haus ist nicht nur Geschichte, darin wird Geschichte lebendig. Das Team rund um Herrn Florian ist Tag und Nacht bemüht, seinen Gästen jeden Wunsch von den Augen abzulesen.

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Foto: sternenkaiserin.com – marie

Kein Winkel, der nicht liebevoll geschmückt, keine Ecke, die nicht dekoriert ist.

Im Lesezimmer bietet eine umfangreiche Büchersammlung genügend Möglichkeit einiges über Meran und die Umgebung zu erfahren.

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Foto: sternenkaiserin.com – marie

An der Bar umsorgt der gute alte Piero seine Gäste. Er ist nicht nur mein erklärter Liebling des Hauses, sondern wird stets von allen Gästen, nicht nur den weiblichen, umschwärmt.

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Foto: sternenkaiserin.com – marie

Ob im Service oder in der Küche, es gibt keinen Wunsch, der unerfüllt bleibt!

Streifzug durch die Küche – Foto: sternenkaiserin.com – marie

Der kleine, familiäre Rahmen ist es, der dieses Haus zu etwas ganz Besonderem macht.

Zeitlose Eleganz trifft modernen Komfort, ein Satz, der hier zu tausend Prozent zutrifft!

Wenn man aufmerksam durch dieses Haus geht findet man nicht nur eine Dienstmann Kappe oder das gravierte Silber des ehemaligen Hotel Austria, man findet viel mehr als das. Man findet überall die Liebe zum Detail, die sich in jeder noch so winzigen Kleinigkeit widerspiegelt.

Aber genug geschwärmt, ich hab euch ja noch versprochen, die Sissi Suite vorzustellen;

Sissi Suite – Foto: sternenkaiserin.com – marie

In diesem besonders hübschen Zimmer, das über einen wunderschönen Balkon verfügt, findet ihr die Kaiserin nicht nur am Türschild.

Sissi Suite – Foto: sternenkaiserin.com – marie

Aber seht selbst:

Sissi Suite – Foto: sternenkaiserin.com – marie

Für mich ist es inzwischen einer der Höhepunkte des Jahres, wenn ich ins Adria „nach Hause“ komme.

Video: sternenkaiserin.com – marie

Meran mit seinen im Oktober meist schneebedeckten Bergspitzen und den riesengroßen Palmen ist zum Sehnsuchtsort geworden.

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Foto: sternenkaiserin.com – marie

Ich freue mich jedes Jahr aufs Neue, wenn ich diesem wundervollen Haus wieder einen Besuch abstatten darf und dort die liebgewonnenen, bekannten Gesichter wiedersehe.

Denn nicht nur das Personal ist beständig, auch die Gäste kehren jedes Jahr aufs Neue wieder ein, wenn sich im Herbst das Meraner Laub zu färben beginnt.

Vom Hotel aus seid ihr in wenigen Gehminuten über die Sissi Promenade an der Wandelhalle in der übrigens der Gackel abgebildet ist, bis zur Kaiserin Elisabeth Statue.

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Foto: sternenkaiserin.com – marie

Wenn ihr dann am Abend zurückkommt steht euch noch der einzigartig ausgestattete Spa Bereich des Hotels zur Verfügung.

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Foto: sternenkaiserin.com – marie

Alles in Allem ist das Adria der perfekte Ort um ein paar Tage auszuspannen und sich zu erholen.

Ich bin davon überzeugt, dass Euch dieses zauberhafte Hotel genauso gut gefallen wird, wie mir und wünsche Euch einen schönen Aufenthalt im Hotel Adria!

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Foto: sternenkaiserin.com – marie


Rechtliche Hinweise:
Bildrechte: Sternenkaiserin.com – marie, hotel-adria.com

Videos: sternenkaiserin.com – marie

Textrechte: Sisi, Hotel Adria

2 Tage Sternenkaiserin hautnah: Sissi Tag und Traubenumzug in Meran, Südtirol

[bezahlte Partnerschaft]

Tag 1: 

Am Samstag, den 19.10.2019 findet wieder der berühmte „Sissi Tag“ in den „Gärten von Schloss Trauttmannsdorff“ statt. 

Foto: Gärten von Schloss Trauttmannsdorff

Ab 11.00 Uhr könnt ihr eure Sternenkaiserin beim Flanieren in den Gärten treffen, sie um persönliche Fotos und/oder Autogramme bitten. Ein Highlight für die ganze Familie. 

Ihr habt den ganzen Tag über die Möglichkeit eure Sisi an den ausgewiesenen Plätzen zu treffen. 

Foto: Gärten von Schloss Trauttmannsdorff

Fotos: sternenkaiserin.com – Marie

Tag 2: 

Am Sonntag, den 20.10.2019 feiert Meran beim berühmten Traubenumzug das größte Erntedankfest von Südtirol.

Beginn: ca. 14.00 Uhr
Ort: Promenade, Meran

Kommt zeitig – Plätze sind rar. Bei Schönwetter sind 100.000 Leute auf den Straßen. Ein absolutes „Must see“. 

Foto: sternenkaiserin.com – Sisi


Hier ein kleiner Vorgeschmack: 

Video: sternenkaiserin.com – Marie 

Wir freuen uns auf Euch!

 

Erzherzog Ludwig Salvator – Mallorca Museumsbericht

Erzherzog Ludwig Salvator, Foto: ÖNB

historische Person:

Wir gedenken heute Ludwig Salvator Erzherzog von Österreich, Prinz von Toskana. Er wurde am 4.8.1847 in Brandeis geboren.

Leopold II, Foto: Wikimedia/Commons

Maria Antonia Prinzessin Neapel-Sizilien Foto: Wikimedia/Commons

Sein Vater war Leopold II Großherzog von Toskana, Erzherzog von Österreich (*3.10.1797, †29.1.1870) . Seine Mutter Maria Antonia Prinzessin von Neapel-Sizilien (*19.12.1814, †7.11.1898). 

Ludwig war ein Ur-Enkel von Kaiser Leopold II, der wiederum das neunte Kind von Maria Theresia und Kaiser Franz I Stephan war. Er war somit ein Cousin von Kaiser Franz Joseph.

Seine Eltern legten wenig Wert auf höfische Etikette und ließen ihre Kinder liberal erziehen. Ludwig hatte Zeit seines Lebens große Interessen an fremden Sprachen, der Natur und des Meeres.

1860 musste die Familie die Toskana verlassen und richtete sich auf Schloss Brandeis ein.

1867 ging er auf Geheiß von Kaiser Franz Joseph auf eine ausgedehnte Seereise, um die relativ unbekannten Baleareninseln zu erforschen. Er verliebte sich auf Anhieb in Mallorca und siedelte 3 Jahre später komplett auf die Insel. Bis heute wird er auf Mallorca verehrt. Eine seiner Wohnungen wurde ein Museum, welches öffentlich zugänglich ist.

Er interessierte sich für die Flora und Fauna der Insel und begann Bücher zu schreiben, die bis heute naturwissenschaftlichen Zwecken dienen.

Ludwig zog es vor sich leger zu kleiden, weshalb er bald wie ein „armer“ Einheimischer aussah. Obwohl er reich war, scherten ihn solche Dinge wie Kleidung nicht. Er trug abgewetzte Anzüge, geflickte Sakkos und Hosen. Um Geld zu sparen, band er sich seine Manschetten-Hemden mit Bindfaden zu.

Wie leger Ludwig war, zeigt folgende Geschichte: Ein Bauer blieb mit seinem Karren im Schlamm stecken. Ludwig eilte ihm zu Hilfe. Der Bauer erkannte den berühmten Erzherzog Ludwig nicht und gab ihm nach getaner Arbeit ein Geldstück. Ludwig war Zeit seines Lebens stolz auf sein „erstes selbstverdientes“ Geld.

Er widmete sich intensiv den Studien der Inseln, u.a. auch Menorca und schrieb insgesamt 9 Bücher über die Balearen. Diese sind so umfangreich, dass sie bis heute (!) als Nachschlagewerk und Schulstoff für Kinder verwendet werden.

Der Wiener Hof lehnte den Sonderling ab. Er wurde als Kommunist beschimpft und der bösartige Tratsch kannte kaum eine Grenze. Man rümpfte über ihn die Nase, wo man nur konnte. Nur eine ließ sich vom Spott nicht beirren: Kaiserin Elisabeth.

Im Dezember 1892 – also 3 Jahre nach Kronprinz Rudolfs Tod – besuchte die bereits von Depressionen heimgesuchte Elisabeth ihren (angeheirateten) Cousin, mit dem sie eine große Freundschaft verband.

Ihren 55. Geburtstag (24.12.1892) – also gleichzeitig auch den Weihnachtsabend), verbrachte sie lieber mit Ludwig, als mit ihrer Familie in Wien. Ein Umstand, den Kaiser Franz Joseph gar nicht gut hieß. Besorgt schrieb er seiner ambivalenten Gattin, ob sich „der dicke Luiggi auch ordentlich um sie kümmere“. Da der Dezember 1892 allerdings auf Mallorca stark verregnet war, brach Kaiserin Elisabeth ihren Aufenthalt ab und ließ ihre Yacht „Mariamar“ Richtung Griechenland steuern. Im Jänner 1893 kam Kaiserin Elisabeth zurück.

Ludwig Salvator heiratete nie, hatte aber ein reges Liebesleben, das auch einige uneheliche Kinder zur Folge hatte. Alle Kinder ließ er versorgen.

Catalina Homar, Foto: mallorcamagazin

Seine Dauergeliebte und große Liebe war eine einfache Tischlertochter. Catalina Homar (*1869, †1905) war nicht nur sehr schön, sie war auch sehr klug. Sie lernte unter Ludwigs Führung Lesen und Schreiben und so setzte er sie als Verwalterin seines Weingutes „S‘Estaca“ ein.

Er nahm Catalina auch mit auf seine Reisen und sogar am Wiener Hof führte er sie ein. Sehr zum Missfallen des Wiener Hofes, die Damen der adeligen Gesellschaft waren einer Ohnmacht nahe. 

Als Elisabeth starb, war Ludwigs Trauer groß.

1905 ging er mit Catalina auf eine große Reise. In Jerusalem steckte sie sich mit Lepra an und starb 36jährig. Ludwig verfiel in tiefe Trauer.

Seine Trauer überwand er mit dem Schreiben eines Buches, welches einen Skandal im Kaiserhaus  auslöste. Das Buch „Catalina Homar“. 

In diesem erfuhr Kaiser Franz Joseph, dass seine geliebte Elisabeth mit Catalina mehrfach zusammen traf und an einem Tisch saß. Sie unterhielten sich so gut, dass man hätte meinen können, die beiden kannten sich schon ewig. Er verbot jede weitere Verbreitung.

Der Skandal, dass seine Engels-Sisi mit einer einfachen mallorquinischen Tischlertochter an einem Tisch sitzen musste, war für den verknöcherten Monarchen zu viel.

Obwohl bereits 1000 Stück im Umlauf waren, sind kaum Exemplare erhalten.

Im Laufe von 30 Jahren erwarb Ludwig zwischen den Orten Valldemossa und Delá einen ganzen Küstenstrich, der er der Natur widmete. Kein Baum durfte gefällt, kein Haus erbaut und kein Tier getötet werden.

Er selbst ließ sich in Son Marroig nieder. Im Landhaus S’Estaca, in welchem er mit Catalina lebte, widmete er sich dem

Grabnische, Erzherzog Ludwig Salvator, Kapuzinergruft, Foto: sternenkaiserin.com – Marie

Weinbau und gewann zahlreiche Preise. Heute gehört das Gut Hollywood Schauspieler Michael Douglas.

Ludwig wurde im zunehmenden Alter dick, weshalb er bald aus allen Nähten platzte. Sehr zum Hohn des Wiener Hofes, die ihn noch mehr verspotteten. Selbst Kaiser Franz Joseph stimmte in den Hohn ein, als er vom „dicken Luiggi“ sprach.

Als der erste Weltkrieg (1914) ausbrach, befahl ihn Kaiser Franz Joseph zurück und bat ihn auf Schloss Brandeis zu leben. Mittlerweile litt Ludwig an schwerer Elephantitis und konnte sich kaum noch bewegen.

Ludwig Salvator Erzherzog von Österreich starb 68jährig am 12.10.1915 auf Schloss Brandeis. Sein letzter Wunsch auf Mallorca beerdigt zu werden, wurde ihm – wie auch Kaiserin Elisabeth, die auf Korfu beerdigt werden wollte – verwehrt. Anstatt auf einem Grabhügel von der Sonne umsäumt, ruht er in einer Nische der Kapuzinergruft.

 

 

 


Reisebericht – Mallorca Museumsbesuch 

Wir besichtigen nun das ehemalige „Kartäuserkloster von Valldemossa“ in welchem der Erzherzog 4 Jahre lebte, bevor er in seine Villa umzog. Nehmt euch Zeit, das Museum ist größer, als ihr glaubt.

Adresse: Plaça Cartoixa, S/N, 07170 Valldemossa, Illes Balears, Spanien
Öffnungszeiten: Montag – Samstag von 10.00 Uhr – 16.30 Uhr (bitte erkundigt euch aber noch einmal vor Ort; Zeiten könnten variabel sein).

Eintritt: € 4,00 Erwachsene, € 2,00 Kinder

Hier haben übrigens auch Chopin und seine Lebensgefährtin George Sand (Autorin, welche Amantine Aurore de Francueil hieß) 3 Monate logiert. Wir widmen uns aber nur den Erzherzog Ludwig Salvator Räumen.

Kaiserin Elisabeth besuchte die Insel insgesamt 3x.

1861 war Kaiserin Elisabeth, mit der von Queen Victoria geliehenen Yacht nach Palma de Mallorca gekommen. 

Da sie den Rummel um ihre Person hasste, vermied sie die Öffentlichkeit und besuchte die Hauptstadt „inkognito“. In Palma wurde ihr zu Ehren in der Kathedrale eine Messe gelesen. Sie besuchte die Innenstadt von Palma und das Schloss Bellver. 

In der Llotja de Palma – auch La Lonja de los Mercaderes genannt – („das“ historische Gebäude von Palma), wartete eine große Menschenmenge und eine Musikkapelle auf die hohe Besucherin. 

Doch Kaiserin Elisabeth wollte ihr Ziel Madeira so schnell als möglich erreichen und zog es vor die Lonja nicht mehr zu besuchen.

Im Dezember 1892 – also 3 Jahre nach Kronprinz Rudolfs Tod – besuchte die bereits von Depressionen heimgesuchte Elisabeth ihren (angeheirateten) Cousin, mit dem sie eine große Freundschaft verband.

 

Ihren 55. Geburtstag (24.12.1892) – also gleichzeitig auch den Weihnachtsabend), verbrachte sie lieber mit Ludwig, als mit ihrer Familie in Wien. Ein Umstand, den Kaiser Franz Joseph gar nicht gut hieß. Besorgt schrieb er seiner ambivalenten Gattin, ob sich „der dicke Luiggi auch ordentlich um sie kümmere“. Da der Dezember 1892 allerdings auf Mallorca stark verregnet war, brach Kaiserin Elisabeth ihren Aufenthalt ab und ließ ihre Yacht „Mariamar“ Richtung Griechenland steuern. 

Im Jänner 1893 kam Kaiserin Elisabeth zurück auf Mallorca, um ihren Cousin zu besuchen. 

Er holte die Kaiserin in der Bucht, in der ihre Yacht ankerte ab. Dabei begleiteten ihn einige Künstler, mit denen er befreundet war.

Foto: Archiv Son Moragues, Kaiserin Elisabeth, 1893 auf Mallorca

Wahrscheinlich auf Geheiß Ludwigs entstand dieser heimliche Schnappschuss, der heute im Archiv verwahrt wird. 

Seine Villa war damals noch nicht so einfach zu erreichen wie heute. Es war ein fast zweistündiger Fußweg der zurückgelegt werden musste. 

In der Villa angekommen, wartete auf Sisi ein überladenes Buffet, dass sie angeblich sehr verächtlich gutiert haben soll. Da Ludwig in seinen späteren Jahren sehr wohlgenährt war, war es für die dürre Kaiserin wohl unangenehm ein solches Mahl vorgesetzt bekommen zu haben. 

Die Finca S’Estaca in Valldemossa ist heute im Privatbesitz von Michael Douglas und Catherine Zeta-Jones, allerdings – und jetzt schlachtet euer Sparschwein – steht die Villa zum Verkauf: schlappe 28,5 Millionen Euro müsst ihr haben; immerhin startete der Preis bei 55 Millionen und wurde mittlerweile 3x gesenkt. Hier also Einblicke in die Villa S’Estaca, in der auch Kaiserin Elisabeth zwei Mal einkehrte.

~ Marie ~

 


Textrechte: Marie 
Bildrechte: sternenkaiserin.com – Marie, homeadverts.com, mallorcamagazin, Wikimedia/Commons, ÖNB,


Vielen Dank an die Museumsleitung, welche uns die Dokumentation erlaubt hat.


 

Onkel Taa

Von Ansichtskarten, Hutnadeln und dem vielleicht besten Veilcheneis….

Wir ihr ja alle wisst, bin ich jedes Jahr im Oktober in Meran. Heute möchte ich Euch daher einen meiner Lieblingsplätze verraten.

Ein kleines Lokal, das durchaus als Drehort für einen Märchenfilm herhalten könnte.

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Foto: sternenkaiserin.com – marie

Begonnen hat alles vor ein paar Jahren, als ich das erste Mal in Meran war und die Besitzerin uns durch unseren lieben Herrn Florian, dem Direktor des wunderschönen Hotel Adria, eine Einladung aussprechen ließ.

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Foto: sternenkaiserin.com – marie

Das Museum von Onkel Taa!

Habt ihr davon schon einmal gehört? Ich muss ja zugeben, ich kannte es nur vage.

Wir fuhren also an besagtem Abend nach Bad Egart um ebendieses Museum samt dazugehörendem Restaurant zu besuchen und ich staunte nicht schlecht, als ich die über 3000 Objekte aus der Kaiserzeit in unzähligen Vitrinen und Schränken sah.

Video: sternenkaiserin.com – marie

Nicht nur ich, sondern auch meine Begleiter waren überwältigt von der Vielfalt der Sammlung!

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Foto: sternenkaiserin.com – marie

Für mich ist es ja an sich schon irgendwie sehr skurril in Italien zu sein und kein Wort italienisch zu hören. Dass mir dann aber mit Onkel Taa noch ein Tiroler Original wie aus dem Bilderbuch gegenüberstand, machte diesen Eindruck noch stärker.

Der Besitzer und Gründer des Museums ist allen nur unter dem Namen Onkel Taa bekannt, ein Name, den er einst von einem seiner kleinen Neffen erhielt, dem Karl wohl zu schwierig zum Aussprechen war.

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Foto: sternenkaiserin.com – marie

Was kann es für einen solchen Habsburgerfan schöneres geben als einen Besuch der Kaiserin persönlich? Ihr könnt Euch also vorstellen wie ich dort empfangen wurde!

Sogar Wiener Schrammeln spielten zur Begrüßung. Nach einer privaten Führung durch Onkel Taas Schatzkammer erwartete mich bereits der nächste Höhepunkt.

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Foto: sternenkaiserin.com – marie

Seine Tochter Janett, die seit Jahren das Lokal im selben Haus führt, begrüßte uns herzlich. Janett zählt zu den besten Köchen Italiens und war auch schon mehrfach im Fernsehen zu sehen.

Von ihren Kochkünsten durften wir uns ebenfalls persönlich überzeugen, als sie uns ihr „kaiserliches Menü“ in der entzückenden Gaststube servierte, die ohne weiteres ebenfalls als Museum durchgehen könnte.  

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Foto: onkeltaa.com 

Übrigens ist das Restaurant ein richtiges 3 Mäderl Haus, es wird nämlich von Großmutter, Tochter (Janett) und Enkelin geführt.

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Foto: sternenkaiserin.com – marie

Zubereitet nach alten Originalrezepten zaubert sie nicht nur Egarter Flusskrebse sondern zB. auch ungarisches Kalbspörkölt auf den Tisch.

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Foto: sternenkaiserin.com – marie

Mein absolutes Highlight ist jedoch mein geliebtes Veilcheneis!

Video: sternenkaiserin.com – marie

Inzwischen verbindet uns eine jahrelange Freundschaft und wir freuen uns jedes Jahr wieder auf den Besuch im ältesten Bad von Tirol.

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Foto: sternenkaiserin.com – marie

Auch wenn man eigentlich denkt, es würde nicht einmal mehr eine Postkarte ins Museum passen, überrascht uns Onkel Taa jedes Jahr wieder mit neuerworbenen Objekten.

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Foto: sternenkaiserin.com – marie

Eines seiner Prunkstücke für Sisi Fans ist bestimmt die Schmuckdose, die aus dem Huf eines der Lieblingspferde von Elisabeth gefertigt wurde.

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Mir persönlich gefällt allerdings die Sammlung der Postkarten von Franz Josef neben dem antiken Spielzeug und der Sammlung der Hutnadeln am besten. Anhand von diesen Postkarten bekommt man ein eindrucksvolles Bild des Kaisers, vom Baby bis zum alten Mann.

Allerdings bei genauerer Überlegung ist es fast unmöglich, bei dieser Auswahl ein Lieblingsstück zu finden!

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Foto: sternenkaiserin.com – marie

Neben Dingen aus der Kaiserzeit sammelt Onkel Taa auch noch Objekte des bäuerlich/bürgerlichen Lebens des 19. Jahrhunderts. So gibt es mitten im Museum unter anderen einen vollständigen Kaufladen.

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Foto: sternenkaiserin.com – marie

Das Haus und die Heilkraft des Quellwassers Bad Egart wurden 1430 erstmals urkundlich erwähnt. Das bekannte Heilbad Egart wurde der Nymphe Egeria gewidmet und ist das älteste Bad von Tirol.

Oberhalb der Töll führte die berühmte Römerstraße, die Via Claudia Augusta, vorbei, welche im Jahr 46 n. Chr. fertiggestellt wurde. Auf der Töll (von telonium = Zollstätte) war auch eine wichtige römische Zollstation, deren Existenz durch einen wichtigen Fund bewiesen werden kann. Um 1700 wurde nämlich der Sockel eines Dianaaltars ( 3. Jahrhundert ) gefunden, der folgende Inschrift trägt: “ Zu Ehren des Kaiserhauses hat der heiligen Diana diesen Altar mit Bild Aetetus unseres Augusti Freigelassener, Vorsteher der Statio Maiensis des gallischen Vierzigerzolls, an den Iden des August geweiht, als Praesens Konsuls war.”

Diana war die römische Göttin der Jagd. Übrigens wurden in der Gegend öfters römische Münzen gefunden.

All das spricht dafür, dass das Heilbad Bad Egart römischen Ursprungs ist. Egart wird von den Namen von diu egerte, egerde = Brachland abgeleitet. Im Untervinschgau versteht man heute noch unter Egerten Spätwiesen welche mit Kastanienbäumen besetzt sind. Der Name Egart wurde von der Nymphe Egeria abgeleitet. Demnach ist das Wasser vom Bad Egart als Heiligtum der Egeria, besonders für Frauenleiden, zu betrachten. (Die Nymphe Egeria soll die Geliebte des sagenumwobenen zweiten Königs von Rom, Numa Pompilius, gewesen sein. Der Legende nach beriet sie ihn bei wichtigen Entscheidungen und wies ihm so den Weg zu weiser Herrschaft.)

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Egeria weint um Numa Pompilius (Claude Lorrain 1669) Foto: wikimedia/commons

Bad Egart hat insgesamt drei Quellen. Die alte Quelle, welche das Badewasser lieferte, die sogenannte “Römerquelle”, entspringt unterhalb des Hauses. Diese steht im K. u. K. Museum der Öffentlichkeit zur Besichtigung offen.

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Foto: merano-suedtirol.it

Dieses Quellwasser enthält  laut einer Analyse aus dem Jahre 1822 Sulfat, Eisenvitriol, Kohlensäure, schwefelsaure Bittererde und schwefelsauren Kalk.

Am Eingang dieser Quelle, befindet sich der Tuffstein aus der römischen Zeit, eine ausgegrabene Fresko von 47 n. Chr., welche hier gefunden wurde. Sie zeigt die alten Römer, die an der Quelle von Bad Egart die Lebenskraft des Wassers ehren!

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Eingang Quelle, Foto: Onkel Taa

Einige Minuten talaufwärts entspringt eine kleine, erst später entdeckte, ungefasste Quelle, welche das Gerinne rostbraun färbt. Es ist dies das sogenannte “Eisenwasser”, welches einst von den Badegästen kurmäßig getrunken wurde.

Es gibt noch eine dritte Quelle, die frische lebendige Mineralquelle, welche gleichfalls in der Nähe in einem Birkenwäldchen zutage tritt und deshalb auch das “Birkenwasser” genannt wird.

Doktor Franz Feyertag de Festis von Meran, gab 1730 eine genaue Beschreibung der Quellen heraus. Die verschiedenen Quellen führen vorzüglich Salz, Schwefel und Eisenstoff, wonach die Bäder nach Bedarf gemischt werden konnten. Das Wasser wird gegen nicht weniger als 29 (!) Krankheitszustände empfohlen. Demnach finden unter anderem bösartige Hautausschläge, Milzbeschwerden, Entwässern der Leber, Rheumatismen, Gliedersucht, Nerven und Magenschwäche, Fußgicht, Goldaderleiden, Urinbeschwerden und weibliche Missstände (Frauenleiden) glückliche Heilung.

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Foto Onkel Taa

Im Jahre 1822 trat in Meran eine Aktiengesellschaft zusammen unter der Leitung des Distriktsarztes Dr. Alois von Gasteiger und stellte das gegenwärtige Gebäude her. Daran erinnert heute noch die Inschrift des marmornen Torbogens beim  Haupteingang des Hauses: „Zur Heilanstalt für Kranke gewidmet 1824“. In dieser Zeit haben die Gäste, so wie es damals allgemein üblich war, die Bettwäsche, Pölster, Tuchent usw. selbst mitgebracht. Die Bettstätten waren gefüllt mit frischen   Strohsäcken und die Zimmer waren mit Tisch und Stühlen ausgestattet.

Auch prominente Gäste beehrten Bad Egart mit Ihrem Besuch.

Elisabeth, Kaiserin von Österreich und Königin von Ungarn badete während Ihres Kuraufenthaltes in Meran im Bad Egart.

Erzherzog Franz Ferdinand (der österreichische Thronfolger, dessen Ermordung in Sarajevo den Ersten Weltkrieg auslöste) kehrte bei der Einweihung der Vinschger Bahn (1907) im Bad Egart ein.

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Foto: sternenkaiserin.com – marie

Ich freue mich jetzt schon darauf, wenn es wieder heißt „Grias´ di Madl, huck nieda“ 

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Foto: sternenkaiserin.com – marie

Falls ihr Meran besucht kann ich Euch nur empfehlen auch bei der Familie Platino vorbei zu schauen.

http://www.onkeltaa.com/index.php

Kleiner Tipp am Rande: rechnet genügend Zeit ein, um alles ausführlich zu besichtigen und vielleicht habt ihr ja auch das Glück, dass die Schrammeln gerade spielen und so Euren Besuch unvergesslich machen.

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Foto: sternenkaiserin.com – marie

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Textrechte: Sisi, Onkel Taa

Schloss Trauttmannsdorff – Die schwarze Frau von Meran

Immer wieder werde ich gefragt, wie viele Kleider ich habe und wie es dazu gekommen ist.

Der erste Anlass für ein „bestimmtes“ Kleid war meine Einladung nach Meran in die Gärten von Trauttmansdorff.

Wenn man die Treppen zum Schloss hinauf steigt, wird man von einer Holzstatue im schwarzen Kleid begrüßt, die am Balkon steht.

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Foto: sternenkaiserin.com – marie

Eben dieses Kleid, das Symbol der „schwarzen Frau von Meran“, wie die Kaiserin ab ihrem letzten Besuch in Meran, kurz nach dem Tod des Kronprinzen genannt wurde, diente mir als Vorlage. Denn eines war klar, wenn ich dort hinfahren würde, musste ich auch auf diesen Balkon!

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Foto: sternenkaiserin.com – marie

So begann meine „Leidenschaft“, jeweils das passende Kleid zum passenden Ort zu nähen. Inzwischen sind dadurch an die 60 verschiedene Kleider entstanden. Den genauen Überblick habe ich längst verloren.

Jedes Jahr am dritten Sonntag im Oktober findet in Meran der größte Erntedankumzug von ganz Südtirol statt. An diesem Umzug beteiligt sich auch das Schloss Trauttmansdorff mit drei Wägen.

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Foto: sternenkaiserin.com – marie

Ein Wagen symbolisiert die Gärten, einer das Schloss Trauttmansdorff und der vermutlich aufsehenerregendste ist der Wagen der Kaiserin.

Geschmückt mit roten Begonien und einem goldenen Baldachin, ist dieser Wagen jedes Jahr derjenige, bei dem die Menge zu winken und zu applaudieren beginnt.

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Foto: sternenkaiserin.com – marie

Als ich zum ersten Mal diesen Wagen erblickte, schoss mir ein Gedanke durch den Kopf: „Wie soll ich da in diesem Kleid da hinauf kommen ???“. Ich stand im weißen Spitzenkleid vor der Aufgabe, irgendwie auf dieses Gefährt zu kommen, ohne das halb Meran meine Unterwäsche sieht oder gar das Kleid schmutzig wird, oder ich im schlimmsten Falle wieder herunterfalle.

Wer jemals ein Krinolinenkleid trug, kann sich vielleicht vorstellen, wie mir zu Mute war.

Das Problem war schneller gelöst, als ich ahnte, denn ich hatte nicht mit der tatkräftigen Unterstützung der Gärtner gerechnet. Gesagt getan, die Kaiserin wurde kurzerhand auf den Wagen hinauf gehoben und nur wenige Sekunden später saß ich auf meinem „Thron“ und konnte der jubelnden Menge zuwinken.

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Foto: sternenkaiserin.com – marie

An dieser Stelle meinen herzlichen Dank an „meinen Haus- und Hofgärtner Werner“ der seither jedes Jahr treu zur Stelle ist, um mich auf und auch wieder vom Wagen zu heben.

Könnt ihr Euch vorstellen, wie es ist, wenn man von geschmückten Pferden durch eine Menge von 250.000 winkenden Menschen gezogen wird?

Ich konnte es nicht! Es ist wirklich ein unvergessliches Erlebnis, und ich muss zugeben, ich bin froh darüber, auf dem Wagen zu sitzen, denn sonst müsste ich vermutlich Romy´s Text in den Mund nehmen und am Ende des Tages meinem Mariechen berichten:

„Die Meraner waren so begeistert, sie haben mir beinahe das Kleid zerfetzt“ 😉

Bis zu 50 verschiedene Gruppen aus Italien, Deutschland und Österreich nehmen jedes Jahr an diesem Umzug, begleitet von unzähligen Trachtenkapellen, teil und lassen so ein Stück Brauchtum wieder aufleben.

Für mich ist es jedes Jahr auf’s Neue eine große Ehre, Teil davon zu sein und das Schloss Trauttmansdorff mit seinen wundervollen Gärten repräsentieren zu dürfen.


Es war Liebe auf den ersten Blick, als ich zum ersten Mal nach Meran kam und sich mir eine malerische Kulisse bot. Palmen, soweit das Auge reicht, umrahmt von einem Bergpanorama, dessen schneebedeckte Gipfel jedes Wandererherz höher schlagen lassen.

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Foto: sternenkaiserin.com – marie

Ich nutzte den Tag vor dem Umzug, um ein wenig durch die Gärten zu wandeln, denn auch wenn diese erst 2001 eröffnet wurden, der Ausblick von der Terrasse in das Meraner Land ist dennoch derselbe, wie ihn Elisabeth 1870 bei ihrem ersten Besuch erlebte.

Aus diesem ursprünglich privaten Tag im Garten wurde im Laufe der Jahre der „Sissi Tag“ in den Gärten von Trauttmansdorff. Ein Tag, an dem der gesamte Garten sowie das Touriseum ganz im Zeichen der Kaiserin stehen.

Sissi Tag in den Gärten von Trauttmansdorff, Fotos: sternenkaiserin.com – marie 

Wie kam es überhaupt dazu, dass die österreichische Kaiserin in dem damals noch recht unbekannten Südtiroler Dorf logierte?

Zwei von insgesamt vier Kuraufenthalten in Meran verbrachte Kaiserin Elisabeth auf Schloss Trauttmansdorff.

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Foto: sternenkaiserin.com – marie

Am 16. Oktober 1870  reiste sie mit der neu in Betrieb genommenen Brennerbahn „in strengstem Inkognito“ und mit einem Hofstaat von 102 Personen an und bezog erstmals die eigens für sie prunkvoll eingerichteten und renovierten Räume mit der kleinen, kränkelnden Marie Valerie.

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Unter anderem wurde deswegen sogar ein neues Hoftelegrafenamt mit direkter Verbindung nach Wien errichtet.

Ungewöhnlich für eine Kaiserin, bezog die Monarchin nur wenige Räume des Schlosses, die jedoch wegen der grandiosen Aussicht auf das Etschtal und den wertvollen Kachelöfen, Fresken und kunstvoll verzierten Holzdecken zu den schönsten im gesamten Schloss zählten und die ich Euch nun vorstellen möchte:

Das Kaiserzimmer

Als Elisabeth von Österreich im Herbst 1870 für sieben Monate auf Schloss Trauttmansdorff einzog, kam Kaiser Franz Joseph viermal zu Besuch.

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Foto: sternenkaiserin.com – marie

Er bezog einen hell erleuchteten, getäfelten Raum mit Blick ins Etschtal, der von einem blauweißen Kachelofen und einem großen Schreibtisch dominiert wurde. Auch im Herbst 1889, als die Kaiserin für sechs Wochen in dem Schloss wohnte, kam Franz Joseph einmal zu Besuch und bezog erneut dieses Zimmer. Von der damaligen Einrichtung ist nur der Ofen und das Getäfel erhalten geblieben


Das Grafenzimmer:

Elisabeth von Österreich bezog bei ihren beiden Aufenthalten auf Schloss Trauttmansdorff jeweils vier Räume im zweiten Stock. Das einstige Esszimmer von Joseph Graf Trauttmansdorff mit reich verzierter Holzdecke, einem Kachelofen aus dem 17. Jahrhundert und schönem Blick nach Süden nutzte die Kaiserin als Aufenthaltsraum.

In diesem Zimmer wohnte 1886 für einige Wochen auch Königin Carola von Sachsen. Später diente es Baron Friedrich von Deuster als Repräsentationsraum. Holzdecke und Kachelofen sind noch erhalten, sämtliche Möbelstücke aber gingen nach der Enteignung des Schlosses verloren.

Es ist der älteste erhaltene Raum im Schloss mit einer reich verzierten Holzdecke und mit Fresken aus dem Jahr 1564. Sie zeigen elf Szenen aus dem öffentlichen Wirken Christi und werden Bartlme Dill Riemenschneider zugeschrieben.

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Grafenzimmer, Foto: touriseum


Das Freskenzimmer:

Die Fresken gab Franz von Trauttmansdorff in Auftrag, der Sohn von Nikolaus aus der Steiermark. Dieser war um 1520 im Krieg gegen die Venezianer und die Franzosen zu Geld gekommen und hatte sich neben zwei Schlössern bei Trient auch die Burg Neuberg bei Meran zugelegt. Drei Generationen nach Nikolaus, starb dieser Zweig der Trauttmansdorff um 1860 aus, die Burg zerfiel und wurde erst Mitte des 19. Jahrhunderts von Graf Trauttmansdorff wieder aufgebaut. Der Graf nutzt diesen Raum als Schlafzimmer. Beim ersten Aufenthalt von Kaiserin Elisabeth 1870/71 befand sich hier ihr Schlafzimmer, 1889 ihr Toilettezimmer. Die Verzierungen unterhalb der Fresken waren zu Elisabeths Zeiten noch intakt.

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Freskenzimmer, Foto: touriseum


Das Studiolo:

Dieser Raum mit Fenstern gen Westen und Norden ist über mehrere Stufen zu erreichen und wurde von Joseph Graf Trauttmansdorff um 1850 im Stil eines italienischen Studiolo der Renaissance getäfelt. Hier ging der Graf seiner großen Leidenschaft für die Geschichte nach und verwahrte seine vielen Urkunden, Curiosa und bibliophilen Raritäten.

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Foto: sternenkaiserin.com – marie

Kaiserin Elisabeth nutzte den Raum 1870 als Toilette- und Ankleidezimmer, 1889 als Schlafzimmer. Baron Friedrich von Deuster, der 1897 Schloss Trauttmansdorff kaufte, folgte dem Sissi-Kult, der nach der Ermordung der Kaiserin aufkam und ließ in der Decke des Studiolo ein großes Wappen der Wittelsbacher und der Habsburger anbringen.


Der Salon:

In diesem Raum an der Nordseite des Schlosses, vorgelagert von einer geräumigen Veranda, hatte Graf Trauttmansdorff seine Sammlungen von Zinngeschirr, Krügen und Venedigerglas untergebracht. Außerdem hingen dort ein Rembrandt, drei Canaletto und antike venezianische Spiegel. Kaiserin Elisabeth nutzte den Raum als Salon und Empfangszimmer.

Während ihres Aufenthalts in Trauttmansdorff lebte die Kaiserin äußerst zurückgezogen, sie liebte ausgiebige Spaziergänge und lange Wanderungen.


Wenn man heute nach Meran kommt, kann man den Spuren der Kaiserin folgen und unter anderem dem „Sissi Weg“ von Trauttmansdorff bis Meran folgen.

Dem Aufenthalt von Kaiserin Elisabeth in Trauttmansdorff und der raschen Genesung ihrer kränkelnden Tochter Marie Valerie ist es zu verdanken, dass das Städtchen Meran als Luftkurort Weltruhm erlangte.

Schloss Trauttmansdorff wurde zu einer begehrten und stets ausgebuchten Unterkunft für Adelige und andere Betuchte.

Erst 18 Jahre nach ihrem ersten Aufenthalt auf Schloss Trauttmansdorff in Meran und ein halbes Jahr nach dem Tod ihres Sohnes Rudolf gab die österreichische Kaiserin 1889 die Anweisung, das Schloss für einen weiteren Aufenthalt anzumieten.

Dass es sie wieder nach Meran zog, lag wohl an den „Erinnerungen an frühere, glücklichere Zeiten“, wie der Kaiser später über die Besuche auf Trauttmansdorff schrieb. Die Kaiserin bewohnte dieselben Räumlichkeiten wie Jahre zuvor, nun aber als tieftraurige, dunkel gekleidete „Schwarze Frau“.

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Doch schon nach knapp sechs Wochen musste Sisi wegen eines drohenden Unwetters abreisen.


Der Name Trauttmansdorff ist uns ja bisher bereits in einigen Schlössern begegnet, erinnert Euch nur an die Geschichte meines persönlichen Lieblingsschlosses, denn auch das Wasserschloss Totzenbach war in Besitz dieser Familie 😉

Aber lasst uns nun in der Geschichte zurück reisen, weit vor die Zeit der unglücklichen und so wunderschönen Kaiserin. Wir befinden uns nun im 13. Jahrhundert. Um 1300 entstand auf dem Gelände des heutigen Schlosses die kleine Burg Neuberg, die 1327 erstmals urkundlich erwähnt wurde.

Schloss

Burg Neuberg, Foto: touriseum

Von 1307 bis 1354 war die Burg im Besitz der Angerheim. Diesen folgte die Familie von Suppan mit Jakob Suppan von Taransberg bis 1399, danach die Feigenstein durch die Brüder Hans und Ulrich, die auch die erste Kapelle erbauten, von 1400 bis 1488. Danach ging die Burg an die Zwingenstein bis 1537, dies gemeinsam mit der Familie Rästler, die aber schon 1514 wieder ausschied und ihren Anteil an die Santner vermachte, die bis 1537 in Teilbesitz war.

Die Adelsfamilie Trauttmansdorff kaufte die Burg im Jahr 1543.

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Stammwappen derer von Trauttmansdorff, Foto: wikimedia/commons

Die Trauttmansdorffer sollen bereits im 12. Jahrhundert auf Burg Trautmannsdorf in Trautmannsdorf an der Leitha sesshaft gewesen sein. Der Name soll sich von einem Trutman herleiten, der um 1100 unter den Babenbergern diente.

Das tatsächliche, gleichnamige Stammhaus des Geschlechts befand sich jedoch im südoststeirischen Trautmannsdorf bei Feldbach.

Stammvater der Familie war Herrand von Trautmansdorf, der urkundlich von 1308 bis 1325 genannt wird und zu Beginn in Diensten der Ministerialen von Wildon war und dann in die der von Wallsee über ging.

Rasch wurden die Trauttmansdorffer  zu einem der bedeutendsten Ministerialengeschlechter in Österreich und bekamen 1598 in Prag den erbländisch-österreichischen Freiherrnstand zuerkannt.

Zweige waren in der Steiermark und in Tirol, in Niederösterreich wurden die Trauttmansdorff 1513 mit dem Erwerb von Totzenbach ansässig. Wer mehr darüber erfahren will, liest meinen Beitrag über das Wasserschloss Totzdenbach:

Hier

1623 erhielten sie die reichsgräfliche Würde (1625 mit böhmischer Bestätigung und ungarischem Indigenat; 1667 böhmischem Inkolat), sowie 1805 die reichsfürstliche und böhmische fürstliche Würde.

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Adam Freiherr von Trauttmansdorff, kaiserlicher Hofkriegsrat und Kommandant der Militärgrenze gegen Kroatien, Foto: wikimedia/commons

1861 wurde dem Geschlecht Trauttmansdorff die erbliche Mitgliedschaft des Herrenhauses des österreichischen Reichsrats zuteil.

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Maximilian Graf von und zu Trauttmansdorff, kaiserlicher Berater und Minister, Foto: wikimedia/commons

Der Sohn des Käufers, Franz, ließ die Burg in großem Stil erweitern. Nachdem diese Linie der Trauttmansdorffer 1678 ausgestorben war, kam der Besitz 1697 an die Edlen von Stachelburg, die diesen bis 1729 besessen haben sollen.

Später kamen die von Mamming und Mohr in gemeinschaftlichen Lehensbesitz. Im 18. Jahrhundert verfiel die Burg zusehends.

1777 stürzte sogar ein Turm ein, der die Burgkapelle zerstörte. 1805 unter bayerischer Herrschaft wurde der Besitz allodialisiert und an Bauern verkauft.

Im Jahr 1846 zog Joseph von Trauttmansdorff, Graf der Steiermark, ins Meraner Land und kaufte 1847 die bereits zerfallene Burg auf, die 150 Jahre zuvor von seinen Verwandten verlassen worden war. Die neugotische Kapelle an der Nordseite des Schlosses wurde um 1850 von Graf Trauttmansdorff gebaut. 

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Foto: sternenkaiserin.com – marie

Auch Joseph von Trauttmansdorff erweiterte die Burg, viele neogotische Elemente wurden eingeführt. Die seitdem Schloss Trauttmansdorff genannte Burg wurde zum Vorbild für viele neugotische Schlösser in Südtirol. Reichsritter Moritz von Leon, vermutlich ein unehelicher Sohn Josephs, erbte das Schloss 1867 und besaß es bis 1893.

Moritz von Leon, der Gastgeber der Kaiserin, musste schließlich nach und nach all seine Besitztümer verkaufen, darunter auch Schloss Trauttmansdorff.

Nachfolger waren die Gyulay von 1892/1893 bis 1896. Von diesem ging nach Konkurs der Besitz an Friedrich von Deuster aus Kitzingen. Er stockte das Schloss auf, legte Obstwiesen und Gärten an und verlieh dem Schloss einen neuen Glanz. Die Blütezeit des Schlosses wurde durch den Beginn des Ersten Weltkriegs beendet, da Südtirol direkt an der Frontlinie lag.

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Friedrich von Deuster, Deustersaal, Foto: touriseum.it

Nach dem Ersten Weltkrieg wurde der Besitzer vom faschistischen Regime enteignet, das Schloss fiel an die Opera Nazionale per i Combattenti, einen Hilfsfonds für italienische Soldaten, und hieß seitdem Castel di Nova. Während des Zweiten Weltkriegs wurde das Schloss von der Wehrmacht genutzt.

Nach Ende des Krieges stand das Schloss leer und die Opera Nazionale per i Combattenti suchte einen Käufer. Als sie im Jahr 1977 aufgelöst wurde und das Schloss noch immer nicht veräußert war, fiel es an die Südtiroler Landesverwaltung, die 1990 endlich eine Verwendung dafür fand:

Im Inneren wurde das Südtiroler Landesmuseum für Tourismus, das Touriseum, eröffnet und rundherum wurde der botanische Garten angelegt. Auf dem zwölf Hektar großen Areal wurden vier Zonen geschaffen, die fließend ineinander übergehen: Waldgärten, Sonnengärten, Wasser- und Terrassengärten und die Landschaften Südtirols.

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Foto: sternenkaiserin.com – marie

Die Gärten von Schloss Trauttmansdorff wurden als „Schönster Garten Italiens 2005“ ausgezeichnet.

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Foto: sternenkaiserin.com – marie

Inzwischen sind diese Tage in Meran fixer Bestandteil in meinem „Sisi-Jahr“ geworden und ich freue mich jedes Jahr aufs Neue, ein paar Tage im schönen Südtirol zu verbringen.

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Foto: sternenkaiserin.com – marie

Was es mit dem Hotel Austria in Meran und dem Sissi Brunch auf sich hat, werde ich Euch aber in einer meiner nächsten Geschichten verraten.

Bis dahin, merkt Euch schon einmal das Datum vom nächsten Sissi Tag vor:

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Foto: Gärten von Trauttmansdorff

Eure Sisi


 

Rechtliche Hinweise:
Textrechte: Sisi, Gärten von Trauttmansdorff, Touriseum
Bildrechte: Wikimedia/Commons, sternenkaiserin.com, touriseum.it,                       

Video: sternenkaiserin.com

 

Burg Rappottenstein

[bezahlte Partnerschaft]
Am zweiten Tag unserer Waldviertelreise besuchten wir die Burg Rappottenstein.

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Foto: sternenkaiserin.com – marie

Ich muss gestehen, zuerst war ich ein wenig skeptisch, ob ich auf eine Burg passen würde, vor allem aber stellte ich mir auch die Frage, welches Kleid würde auf eine Burg passen?

Irgendwie hat man ja immer ein gewisses Bild vor Augen wenn man an eine Ritterburg denkt. Zumindest für mich war eine Burg immer irgendwie düster.

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Foto: sternenkaiserin.com – marie

Als ich mir dann die ersten Bilder im Internet ansah  war ich mehr als nur erstaunt.

Die vermeintliche Raubritterbehausung entpuppte sich als märchenhafter Renaissancebau.

Schon als ich auf den Bildern die Arkaden entdeckte war mir klar: es musste etwas Romantisches her.

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Foto: sternenkaiserin.com – marie

Nach kurzer Fahrt angekommen waren wir überwältigt vom Anblick der Burg. Der Burgvogt erwartete uns bereits und begrüßte uns herzlich.

Das volle Ausmaß der Burg wurde uns erst bewusst, als er meinte, wir sollen erstmal weiter hoch fahren.

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Foto: sternenkaiserin.com – marie

Spätestens beim ersten Burgtor wurde uns allen klar, dass mittelalterliche Fuhrwerke wesentlich schmäler waren, als moderne Autos…

Nach mehreren Toren, einem steilem Steinweg und gefühlten 20 Nervenzusammenbrüchen stand mein Auto dann im Innersten der Burg Rappottenstein…

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Foto: sternenkaiserin.com – marie

Die letzten paar hundert Meter bewältigten wir dann zu Fuß. Unser Begleiter führte uns durch die Arkaden in ein entzückendes Turmzimmer – ganz in rosa! Dass ich darin natürlich sofort verliebt war, brauche ich an dieser Stelle gar nicht erst zu erwähnen…

Ich sah all die unglaublichen Ecken dieses Prunkstücks, während unser Mariechen kurz vorm Verzweifeln war, denn diese unglaubliche Burg würden wir niemals in den vereinbarten 3 Stunden schaffen… So kam es wie es kommen musste, es folgte sofort die Einladung für einen zweiten Besuch.

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Foto: sternenkaiserin.com – marie

Die mächtige Burg thront auf einem aus dem Tal des Kleinen Kamp steil aufragenden Felskegel. Sie ist eines der ältesten Wahrzeichen des nordwestlichen Waldviertels.

Der Burg Rappottenstein kam von allem Anfang an große Bedeutung zu. Einerseits lag sie in der Mitte des ausgedehnten Kuenringerbesitzes, war also stabiles Zentrum in einer bewegten Zeit, andererseits schützte sie aber auch den uralten, noch heute im Gemeindegebiet nachweisbaren Verbindungsweg („Pehamsteig“), der von der Donau durch den Nordwald ins böhmische Land führte.

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Foto: Rappottenstein.at

Außerdem bildete die Burg Rappottenstein eines der stärksten Glieder in jener am Flusslauf des Kamp entstandenen Kette von Befestigungen, denen die Aufgabe zukam, das Land vor Einfällen der Böhmen zu schützen und damit auch der Babenbergermark Flankenschutz zu gewähren.

Im Nordwald – „SILVA NORTICA“ -, wie das Waldviertel in alten Urkunden genannt wird, erhielten die Herren von Kuenring, ein aus Bayern stammendes Geschlecht, bereits im elften Jahrhundert größere Gebiete zur Rodung und Besiedlung als königliche Schenkung verliehen. Rapoto von Kuenring, in Urkunden aus den Jahren 1157 und 1176 erstmals erwähnt, ist Erbauer und Namensgeber der Burg.

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Wappen der Kuenringer, Foto: wikimedia/commons

Nach kaum mehr als 150 Jahren verloren die Herren von Kuenring Rappottenstein und starben in der Verbannung, da sie sich mit König Ottokar von Böhmen gegen Rudolf von Habsburg verbündet hatten.

Bild 1: Ottokar Přemysl als Markgraf von Mähren – wikiedia/commons

Bild 2: Rudolf von Habsburg, Grabplatte um 1285 im Speyerer Dom – Haselburg-müller


 Nach dem Sturz der Kuenringer kam die Burg

 1305 an die Herren von Dachsberg,

 1423 an die Herren von Starhemberg und

 1546 an die Herren von Landau.

 Im Jahre 1664 hat sie Ernst Reichsgraf von Abensperg und Traun Rappottenstein käuflich erworben. Die Burg mit dem dazugehörigen Gut ist somit seit mehr als 350 Jahren bis zum heutigen Tage ununterbrochen Eigentum der Grafen von Abensperg und Traun.

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Generalkriegskommissär Graf Ernst von Abensperg und Traun (1608–1668) – wikimedia/commons


Für mich ist es ja immer wieder ein Erlebnis Mariechen mit neuen Kleidern zu überraschen und ihre Reaktion darauf zu erleben.

Das Rappottenstein Kleid war an Romantik kaum noch zu überbieten, weiße Lochstickerei, Spitzenrüschen und lila Schleifen.

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Foto: sternenkaiserin.com – marie

Inzwischen hat fast jedes meiner Kleider einen Namen, damit meine Mädels und ich wissen, von welchem Kleid wir gerade sprechen, denn ihr könnt Euch vorstellen, bei einer Auswahl von über 60 verschiedenen Kleidern kann es sonst schnell zu Verwechslungen kommen.

Also haben wir ein Demel Kleid, ein Totzikleid, ein Meran Kleid, ein Florian Kleid…. usw, usw… Diese Liste lässt sich noch lange fortsetzen und wurde nun um das „Rappotti Kleid“ erweitert, dem neuem Lieblingskleid unserer Marie. Aber auch das ändert sich fast täglich, da sie sich ständig in ein anderes neu verliebt.

Video: sternenkaiserin.com – marie


Rappottenstein ist eine Festung, die drei Bauepochen, Romanik, Gotik und Renaissance vereint.

Aus der Zeit der Kuenringer stammt der südliche Teil der Hochburg.

Der Bergfried im Norden – Hauptturm der Burg – bewacht die Anlage von der höchsten Stelle des Felsmassives aus. Zwischen dem Bergfried und dem Torturm, der einst das starke Gemäuer überragte und den Zugang in die Hochburg sperrte, erstrecken sich die ältesten Gebäude, die aus der zweiten Hälfte des 12. Jahrhunderts stammen und einen kleinen Burghof umschließen.

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Foto: sternenkaiserin.com – marie

Über die Jahrhunderte wurde die Burg mehrfach umgebaut und erweitert um sie auch Abwehrtechnisch auf den neuesten Stand zu halten. So entstand eine Vorburg mit einem wohl durchdachten Verteidigungssystem von acht Toren und fünf Höfen. Zu ihr führt ein enger Zugang zwischen den Umfassungsmauern und dem steilen Felsen, auf dem die Hochburg steht. Die Höfe wurden so angelegt, dass der vordringende Gegner mit seinem ungeschützten Schwertarm (seiner rechten Seite) dem Beschuss durch die Verteidiger ausgeliefert war.

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Foto: sternenkaiserin.com – marie

Einlass in den ersten Hof gewährt ein Tor mit spätgotischer Steinfassung, welches früher mittels einer Zugbrücke gesichert war. An der Nordwestseite des ersten Hofes steht das ehemalige Brauhaus. Dessen Renaissancemerkmale und die Jahreszahlen 1548 und 1549 weisen auf die Bauzeit hin, in der auch die beiden Rundtürme beim Eingangstor erbaut wurden. Zur rechten Hand blickt von einem mächtigen Felsmassiv die Hochburg herab.

Ein weiteres Tor führt in den engen zweiten Hof, durch den man in den Stall- oder Wirtschaftshof gelangt. Geräumige Gebäude dienten dort der Versorgung der Burgbewohner mit den notwendigsten landwirtschaftlichen Erzeugnissen und der Unterbringung der Pferde.

Von diesem Hof, der auch zugleich der Richthof war, führt der Eingang in die finsteren Burgverliese mit ihren mächtigen Tonnengewölben. Aus einer tiefen Zisterne im Hof wurde das Trinkwasser geschöpft.

Hoch über den Verliesen steht der Uhrturm aus dem 16. Jahrhundert. Zu ihm gelangt man durch den Rittergarten, der durch seine romantische und zugleich idyllische Lage zu den reizvollsten Plätzchen der Burg zählt.

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Foto: sternenkaiserin.com – marie

Vom Richthof aus, ging es dann zu Fuß weiter über einen Weg mit extremer Steigung zum vierten und weiter zum fünften Vorhof, zum Doppeltor vor dem Hauptgebäude.

Die Hochburg wurde in den vierhundert Jahren seit ihrer Gründung mehrfach erweitert.

Mächtige dreigeschossige Arkadengänge aus der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts zieren den westseitigen Hoftrakt.

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Foto: sternenkaiserin.com – marie

Ein mittelalterliches Bild bieten dagegen im Erdgeschoss die Burgküche und die Knappenhalle mit gezogenem gotischen Kreuzrippengewölbe.

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Foto: sternenkaiserin.com – marie

Der gotischen Bauzeit gehört im ersten Stockwerk auch die Trinkstube an, die ein gespanntes schönes Sternrippengewölbe aufweist. Wände und Gewölbe schmücken reich bewegte ornamentale und figurale Fresken, die mit den Wandgemälden in den weiteren Gemächern zu den wertvollsten Profanmalereien des 16. Jahrhunderts in Niederösterreich zählen.

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Foto: sternenkaiserin.com – marie

Das Herzstück der Hochburg ist jedoch die von den Dachsberger Herren im Jahre 1378 errichtete zweigeschossige Kapelle. Das sakrale Kleinod befindet sich im ältesten Teil der Burg, an der bestgeschützten Stelle, oberhalb der Torhalle. Im Jahre 1947 ist die Kapelle mit großer Sorgfalt restauriert worden. Die schwere Steinplatte des mittelalterlichen Altars wurde freigelegt.

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Foto: sternenkaiserin.com – marie

Im Altaraufbau fand sich ein Gefäß mit Reliquien. Es stammt aus dem Jahre 1379, trägt das Bischofssiegel und dokumentiert das Jahr der Konsekrierung, an die auch die zwölf an den Wänden sichtbaren Weihekreuze erinnern.

 Auf der Mensa steht heute wieder der kleine kostbare Flügelaltar aus der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts, der den Schutzheiligen der Burg, Sankt Georg und Pankraz, geweiht ist.

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Foto: sternenkaiserin.com – marie

Alles in allem kann man sagen, wir waren alle drei hin und weg vom Zauber dieser außergewöhnlichen Burg, die wir uns in keinster Weise derart beeindruckend vorgestellt haben, sodass eines für uns fest stand: wir kommen wieder….

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Foto: sternenkaiserin.com – marie

An diesem Vormittag durften wir einen Bruchteil dieses Baujuwels kennen lernen. Um den Rest zu erkunden würden vermutlich nicht einmal zwei ganze Tage ausreichen.

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Foto: sternenkaiserin.com – marie

Ein ganz besonderes Projekt auf der Burg Rappottenstein ist die „Kinderburg“

Die Kinderburg Rappottenstein ist eine gemeinsame Initiative des Österreichischen Roten Kreuzes, dem Landesverband NÖ und der Familie Abensperg und Traun.

Eine Einrichtung die Familien mit schwer/chronisch kranken Kindern oder Eltern

und Familien, die den Tod eines nahen Familienmitgliedes verarbeiten müssen Erholung und Trauerbegleitung bietet.

Ein großartiges Projekt, das Hauptsächlich aus Spenden finanziert wird. Wer mehr darüber erfahren möchte, kann das hier tun:

https://www.hospiz-noe.at/kinderburg-rappottenstein/


Aber wer ist nun die Familie, die hinter all dem steht?

Die Familie Abensperg und Traun ist eine ursprünglich aus dem oberösterreichischen Traungau stammende, zum Uradel zählende Adelsfamilie mit dem ursprünglichen Namen Traun, deren namensgebender Stammsitz Schloss Traun sich seit 1120 bis heute im Familienbesitz befindet.

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Stammwappen derer von Abensperg und Traun – Foto: Aladyn0815

Die Familie zählt zu den sogenannten „Apostelgeschlechtern“, jenen rund zwölf Familien, die schon zur Zeit der Babenberger (976 bis 1246) in Österreich eine Rolle spielten und von denen bis heute nur noch vier in Österreich existieren (neben den Abensperg und Traun die Liechtenstein, Starhemberg und die Fürstenberg-Weitra).

Die bekannteste Persönlichkeit des Hauses ist wohl Feldmarschall Otto Ferdinand Graf von Abensperg und Traun (1677–1748), der 1696 in kaiserliche Kriegsdienste trat, 1712 ein eigenes Regiment erhielt, 1735 zum Feldzeugmeister und 1740 zum Feldmarschall befördert wurde. Im Österreichischen Erbfolgekrieg siegte er 1743 am italienischen Kriegsschauplatz bei Camposanto am Panaro über die Spanier und manövrierte 1744 die preußischen Streitkräfte aus Böhmen, wofür er im gleichen Jahr mit dem Orden vom goldenen Vlies ausgezeichnet wurde.

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Feldmarschall Graf Otto Ferdinand von Abensperg und Traun (1677–1748) Foto: wikimedia/commons

In die Militärgeschichte ist Otto Ferdinand Abensperg und Traun als einer der größten österreichischen Feldherren des 18. Jahrhunderts eingegangen. Durch die kaiserliche Entschließung von Franz Joseph I. vom 28. Februar 1863 wurde Otto Ferdinand von Abensperg und Traun in die Liste der „berühmtesten, zur immerwährenden Nacheiferung würdiger Kriegsfürsten und Feldherren Österreichs“ aufgenommen.

Auf dem 1888 feierlich enthüllten Denkmal der Kaiserin Maria Theresia in Wien ist der Feldmarschall in Form einer großen bronzenen Reiterstatue als einer der vier „Paladine der Kaiserin“ im Kreise der Generäle Daun, Loudon und Khevenhüller hoch zu Ross dargestellt.

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Statue des O.F. Traun am Maria Theresia Denkmal in Wien
Foto: Aladyn0815

Etwas wehmütig sagten wir der Burg Lebewohl und freuen uns jetzt schon auf den Tag, wenn es heißt: wir fahren wieder nach Rappotti 😉

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Vielen Dank für die Einladung an
Burg Rappottenstein & Waldviertel Tourismus
Mit der bezahlten Kooperation mit Waldviertel Tourismus „Mit Unterstützung von Interreg V-A Österreich – Tschechische Republik | Kofinanziert aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung.

Sisi


Rechtliche Hinweise:

Bildrechte: Sternenkaiserin,com – marie, wikimedia/commons, Aladyn0815

Videos: sternenkaiserin.com – marie

Textrechte: Sisi, Burg Rappottenstein