Tag-Archiv | Kaiser Franz Joseph

Gräfin Hohenems – Ein Pseudonym das Weltruhm erlangte…..

Der Kaiser von Österreich-Ungarn trug unzählige Titel, einer davon war auch „Graf von Hohenems“. Ein Titel, den auch Elisabeth des Öfteren nutzte, wenn sie unerkannt reisen wollte. Zur traurigen Berühmtheit gelangte er bei ihrer letzten Reise nach Genf…

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Das Attentat, Xylografie, 1898 (c) Schloß Schönbrunn Kultur- und Betriebsges.m.b.H, Foto: Sascha Rieger

Wie jedes Jahr verbrachten wir den Oktober in Meran, nur setzten wir dieses Mal unsere Reise direkt fort und fuhren weiter über Innsbruck nach Hohenems.

Video: sternenkaiserin.com – marie

Der Palast Hohenems war das Residenzschloss der Grafen von Hohenems und befindet sich bis heute in Privatbesitz der Familie Waldburg-Zeil.

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Wappen Waldburg-Zeil-Lustenau-Hohenems Foto: wikimedia/commons

Nach einer etwas abenteuerlichen Fahrt kamen wir an diesem verregneten Dienstag Vormittag nach Hohenems, einer Stadt im Bezirk Dornbirn in Vorarlberg in deren Zentrum sich der imposante Palast erhebt.

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Foto: sternenkaiserin.com – marie

Nach kurzer Begrüßung betraten wir die Ausstellungsräume im ersten Stock. Auf Grund des doch recht kühlen Wetters entschlossen wir uns für ein Tageskleid mit Jäckchen, Schirm und Hut.

In der großen Halle erwartete uns dann ein vertrautes Gesicht. Seine Majestät, Kaiser Franz Josef. 😉

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Foto: sternenkaiserin.com – marie

Der Palast Hohenems geht auf eine Vorarlberger Adelsfamilie zurück.

Ihr Aufstieg beruhte einerseits auf militärischen Verdiensten die sich Merk Sittich I. von Ems (1466–1533) als Landsknechtsführer in Diensten Karls V. in Italien erworben hatte, andererseits auf der Verheiratung von Merks Sohn Wolf Dietrich (1507–1538) mit Chiara de Medici. Durch ihre direkte Verwandtschaft zu Giovanni Angelo Medici, der 1559 zum Papst gewählt und am 6. Jänner 1560 als Pius IV. gekrönt wurde, erhielt die Emser Verwandtschaft 1560 den Reichsgrafenstand durch Ferdinand I.

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Marx Sittich von Embs zu der Hohen Embs Ritter und Obrister Foto: wikimedia/commons

Auftraggeber des Renaissancepalastes war Kardinal Mark Sittich III. von Hohenems (1533–1595), Sohn von Wolf Dietrich und der Chiara de Medici.

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Kardinal Markus Sittikus (1578) Foto: wikimedia/commons

Mark Sittich hatte zunächst eine militärische Laufbahn in kaiserlichen Diensten begonnen, wurde dann aber von seinem Onkel Pius IV. zum Bischof von Cassano (27. April 1560) berufen. Er war Statthalter der Mark Ancona (2. Mai 1560) und päpstlicher Legat am Wiener Hof, am 26. Februar 1561 wurde er zum Kardinal der römischen Titelkirche Santi XII Apostoli und anschließend zum Bischof von Konstanz geweiht.

1562 erteilte er den Auftrag zum Bau des neuen Palastes Hohenems an den italienischen Architekten Martino Longhi (“il vecchio”), der von 1562 bis etwa 1567 den Rohbau fertigte.

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Foto: sternenkaiserin.com – marie

Im Norden und Süden befinden sich zweiachsige Eckrisalite unter Zeltdächern und die Mittelachse wird durch ein plastisch gegliedertes Rundbogenportal betont.

Damit ist der Palast von Hohenems der bedeutendste Renaissancebau Westösterreichs.

Durch das große Portal betraten wir den wunderschönen Innenhof, wo wir gleich darauf begrüßt wurden.

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Foto: sternenkaiserin.com – marie

Erweitert wurde der Palast Anfang des 17. Jahrhunderts (1603–1610) von einem Neffen Mark Sittichs, Graf Kaspar von Hohenems (1573–1640).

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Kaspar von Hohenems (Porträt von Lucas Kilian) Foto: wikimedia/commons

Nach dem Tod des letzten regierenden Reichsgrafen von Hohenems, Franz Wilhelm III., im Jahre 1759 erbte seine Tochter Maria Rebecca (1742–1806) den Besitz. Sie war verheiratet mit dem k.u.k. Feldmarschall Franz Xaver Graf Harrach-Rohrau-Kunewald (1732–1781). Deren einzige Tochter Maria Walburga Erbgräfin Harrach-Lustenau-Hohenems (1762–1828) heiratete 1779 Clemens Alois Reichserbtruchsess Graf Waldburg-Zeil-Trauchburg. Sie wurden 1806 regierende Grafen von Lustenau.

1813 erwarb Clemens Waldburg-Zeil-Lustenau-Hohenems (1753–1817) die Besitzungen Lustenau und Hohenems von seiner Frau.

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Clemens Alois, Porträt um 1785 Foto: wikimedia/commons

Da seine eigenen vier Kinder verstorben waren, adoptierte er noch im selben Jahr seinen Neffen, Sohn des 1. regierenden Fürsten Waldburg-Zeil, den Reichserbtruchsessen Graf Maximilian Clemens Waldburg-Zeil-Hohenems (1799–1869), der nach seinem Tod zu seinem Universalerben bestimmt wurde.

1840 wurde der Palast zur Kaserne umfunktioniert und ab 1882 von Graf Clemens Waldburg-Zeil und seiner Familie renoviert und bewohnt.

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Foto: sternenkaiserin.com – marie

Im Jahr 1912 heiratete sein zweiter Sohn Georg die Erzherzogin Elisabeth Franziska (1892–1930).

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Verlobungsfoto von Erzherzogin Elisabeth Franziska und Graf Georg von Waldburg-Zeil-Hohenems 1912 Foto: wikimedia/commons

Sie starb mit 38 Jahren an einer Lungenentzündung. Elisabeth, genannt Ella, war die erstgeborene Tochter von Erzherzog Franz Salvator von Österreich-Toskana und Erzherzogin Marie Valerie von Österreich und somit eine Enkelin von Kaiser Franz Joseph I. und Kaiserin Elisabeth.

Elisabeth Franziska, Erzherzogin von Österreich-Toskana

Erzherzogin Elisabeth Franziska, 1914 Foto: wikimedia/commons

Aus dieser Ehe stammten vier Kinder:

Marie Valerie Waldburg-Zeil (1913–2011)

Klementine Waldburg-Zeil (1914–1941)

Elisabeth Waldburg-Zeil (1917–1979)

Franz Josef Waldburg-Zeil (* 1927)

Begraben wurde Ella am Friedhof in Maria Thann im Allgäu.


Am 29. Dezember 1931 heiratete ihr verwitweter Ehemann Georg ihre Schwester Gertrud. Sie wurde am 23. November 1900 in der Schlosskapelle von Wallsee unter Beisein von Kaiser Franz Josef auf den Namen Gertrude Maria Gisela Elisabeth Ignatia getauft. Taufpatin war Prinzessin Gisela von Bayern, die ältere Schwester ihrer Mutter.

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Ölgemälde von Erzherzogin Gertrud Foto: wikimedia/commons

Mit Gertrud hatte Georg zwei weitere Kinder:

Sophie (* 5. Dezember 1932), ∞ Wessel Freiherr von Loë (* 1928)

Joseph (* 12. April 1934), ∞ Maria Benedikta von Redwitz (* 12. April 1937)

Gertrud starb am 20. Dezember 1962 mit 62 Jahren im oberschwäbischen Ravensburg, sie hinterließ ein Archiv mit Dokumenten und Briefen der kaiserlichen Familie das von Historikern und Autoren wie etwa Egon Caesar Conte Corti oder Richard Sexau verwendet wurde. In diesem Archiv befand sich auch das Tagebuch von Erzherzogin Marie Valerie!


1954 übernahm der aus dieser ersten Ehe stammende älteste Sohn Franz Josef (* 1927; Urenkel von Kaiser Franz Joseph I. und Elisabeth) den Palast sowie das Schloss Glopper.

Beide Immobilien befinden sich bis heute in Besitz und wurden von Franz Josef Waldburg-Zeil und seiner kürzlich verstorbenen Frau Priscilla, geborene Gräfin Schönborn bewohnt. Sie öffneten den Palast für Konzerte, Empfänge und Opern.

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Priscilla und Franz-Josef Waldburg-Zeil. Foto: Neue.at

2016 übernahm Franz Clemens Graf von Waldburg – Zeil mit seiner Frau Stephanie, geborene Gräfin Blanckenstein mit deren 4 Töchtern den Palast.


Im Palast befinden sich ein Standesamt und Veranstaltungsräume.

Die Ausstellungsräume könnt ihr nach Voranmeldung besichtigen.

Besonders interessant fand ich das „Spielzimmer“, Kinderspielzeug aus verschiedenen Epochen, sowie verschiedene Kinderwägen sind dort ausgestellt.

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Foto: sternenkaiserin.com – marie

In mehreren Vitrinen sind auch persönliche Dinge der ehemaligen Gräfinnen zu bewundern, von Spitzen über Handschuhen bis hin zu mehreren Fächern, zeigt die Ausstellung in der auch seltene und kaum bekannte Fotografien aus dem Leben der kaiserlichen Familie ausgestellt sind, auch alltägliche Dinge des 19. Jahrhunderts, wie zb eine Nähmaschine.

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Foto: sternenkaiserin.com – marie

Abschließend lade ich Euch jetzt noch ein, mit uns eine etwas andere Schlossführung zu machen und freue mich bereits wieder darauf, wenn es heisst….

„die Schuhe sind geputzt….“

Video: sternenkaiserin.com – marie

Eure Sisi


Rechtliche Hinweise:

Bildrechte: Sternenkaiserin,com – marie, wikimedia/commons, Neue.at

Videos: sternenkaiserin.com – marie

Textrechte: Sisi, Palast Hohenems

Träume und Gedichte – Juli 2019

Ich möchte dort hingehn, wo niemand mich kennt,
Kein Mensch meine Sprache spricht, keiner mich nennt.
Ich wünsche ein Haus ohne Wand, ohne Tor,
Kein Nachbar ihm nah und kein Wächter davor,
Und wenn ich erkranke, kein Mensch, der mich pflegt,
Und wo, wenn ich sterbe, kein Klaglaut sich regt.

🌟Sisi🌟

Mirzâ Asadullâh Ghalib

Vielen Dank für die Einladung an Schloss Ruegers 💜

Foto: Prinz Barbara Fotografie mit Herz


Ach, wer bringt die schönen Tage,
Jene Tage der ersten Liebe,
Ach, wer bringt nur eine Stunde
Jener holden Zeit zurück!

Einsam nähr‘ ich meine Wunde,
Und mit stets erneuter Klage
Traur‘ ich ums verlorne Glück.

Ach, wer bringt die schönen Tage,
Jene holde Zeit zurück!

🌟Sisi🌟

Johann Wolfgang von Goethe

Vielen Dank für die Einladung an Schloss Fuschl Resort & SPA 💜

Foto: sternenkaiserin.com – Marie


Es glitzert perlengleich der Morgentau
vom ersten Sonnenstrahl begleitet,
fast ein Wunder über Flur und Au,
das unsere Sinne herrlich weitet …

Der Nebel langsam schwindet,
lässt so herrlich Bild zurück,
vom neuen Tag er kündet,
von neuem Werden, neuem Glück . . .

So hat sich die Nacht geschlichen,
dem Tag jetzt Platz gemacht,
sie ist dem Morgenrot gewichen
verleiht dem Neuen eig’ne Macht . . .

Man ist regelrecht gefangen,
sieht dies Wunder jeden Tag,
sind die Wolken auch verhangen,
der Morgentau stet’s kommen mag …

🌟Sisi🌟

Otto Berchtenbreiter

Vielen Dank für die Einladung an Schloss Fuschl Resort & SPA 💜

Foto: sternenkaiserin.com – Marie


Im Glück nicht jubeln und im Sturm nicht zagen,
Das Unvermeidliche mit Würde tragen,
Das Rechte tun, am Schönen sich erfreuen,
Das Leben lieben und den Tod nicht scheuen
Und fest an Gott und bessre Zukunft glauben
Heißt leben, heißt dem Tod sein Bittres rauben.

🌟Sisi🌟

Adolf Friedrich Carl Streckfuß

Vielen Dank für die Einladung an Schlosspark Laxenburg 💜

Foto: Charlotte Schwarz|Fotogräfin 2017


Abend wird’s, des Tages Stimmen schweigen.

🌟Sisi🌟

Theodor Körner

Vielen Dank für die Einladung an Wasserschloss Laudon

Foto: sternenkaiserin.com – Marie


(Mit der bezahlten Kooperation mit Waldviertel Tourismus)

Die Freiheit der Seelen ist die Freiheit der Welt.

🌟Sisi🌟

Jean Baptiste Henri Lacordaire

Vielen Dank für die Einladung an Burg Rappottenstein

„Mit Unterstützung von Interreg V-A Österreich – Tschechische Republik | Kofinanziert aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung.“

Video: sternenkaiserin.com – Marie


Liebe
gibt und nimmt
mit unberechnender Einfalt;
Liebe
lebt in der Lust zu erfreun
erfreuende Liebe;
Liebe
liebt das Geringste, getan
mit herzlicher
Liebe!

🌟Sisi🌟

Johann Kaspar Lavater

Vielen Dank für die Einladung an Wasserschloss Totzenbach 💜

Foto: sternenkaiserin.com – Marie


„Marie, bitte sag dem Bereiter er möge mir Napoleon satteln. Ich möchte mir das Pferd persönlich ansehen.“

„Aber Majestät, es soll noch ziemlich wild sein.“

~ Marie ~

💜lichen Dank der Spanische Hofreitschule für die Einladung 💜

Foto: sternenkaiserin.com – Marie


Nie mehr Schule
Keine Schule mehr
Denn der Umstand ist bekannt
Zuviel Schule macht dich krank
Ja ja!

Montag früh
Jonas Meier hat die Müh
Zu erkennen dass die Pflicht
In sein Leben tritt und spricht:
Du hast die Wahl
Willst du Segen oder Qual
Verärgere deine Lehrer nicht!

Nie mehr Schule
Keine Schule mehr
Denn der Umstand ist bekannt
Zuviel Schule macht dich krank!

Nie mehr Schule
Keine Schule mehr
Denn unser Leben in der Tat
Ist auch mit eurem Zeugnis hart
Ja ja!

Nie mehr Schule
Keine Schule mehr

🌟Wir wünschen auch den restlichen Bundesländern wunderschöne und erholsame Ferien! 🌟

🌟Sisi🌟

Nie mehr Schule – Falco

Vielen Dank für die Einladung an Schlosspark Laxenburg 💜

Foto: Charlotte Schwarz|Fotogräfin 2017


Sissi Tag auf der Burg Hardegg.

Unsere bezaubernde Sternenkaiserin im neuen Sissi-Kleid.

🌼Ida🌼


Bleib, o bleib in deiner Träume Welt,
Such nicht des Lebens wirkliches Sein!
Es hat nur dunkle oder grelle Farben,
Der Traum nur hat der Morgensonne Schein;
Stirbst du lebend, bist du tot noch des Lebens,
Kehren wird dein Geist zu der Erde zurück;
Stirbst du als Träumer, kannst du ruhig sterben,
Mit dir verbleicht auch dein ewiges Glück.

🌟Sisi🌟

Jens Peter Jacobsen

Vielen Dank für die Einladung an Schloss Eckartsau 💜

Foto: sternenkaiserin.com – Marie


Wenn Menschen sich aus innrem Werte kennen,
So können sie sich freudig Freunde nennen,
Das Leben ist den Menschen so bekannter,
Sie finden es im Geist interessanter.

Der hohe Geist ist nicht der Freundschaft ferne,
Die Menschen sind den Harmonien gerne
Und der Vertrautheit hold, daß sie der Bildung leben,
Auch dieses ist der Menschheit so gegeben.

🌟Sisi🌟

Friedrich Hölderlin

Foto: sternenkaiserin.com – Marie


Ich tret‘ in deinen Garten;
Wo, Süße, weilst du heut?
Nur Schmetterlinge flattern
Durch diese Einsamkeit.

Doch wie in bunter Fülle
Hier deine Beete stehn!
Und mit den Blumendüften
Die Weste mich umwehn!

Ich fühle dich mir nahe,
Die Einsamkeit belebt;
Wie über seinen Welten
Der Unsichtbare schwebt.

🌟Sisi🌟

Ludwig Uhland

Vielen Dank für die Einladung an Palais Schönburg 💜

Foto: sternenkaiserin.com – Marie


Süßertönendes Klavier,
Welche Freuden schaffst du mir!
In der Einsamkeit gebricht
Mir es an Ergötzen nicht;
Du bist, was ich selber will,
Bald Erweckung und bald Spiel.

Scherz ich, so ertönet mir
Ein scherzhaftes Lied von dir;
Will ich aber traurig sein,
Klagend stimmst du mit mir ein;
Heb ich fromme Lieder an,
Wie erhaben klingst du dann!

Niemals öffne meine Brust
Sich der Lockung falscher Lust!
Meine Freuden müssen rein,
So wie meine Saiten sein,
Und mein ganzes Leben nie
Ohne süße Harmonie.

🌟Sisi🌟

Christian Felix Weiße

Vielen Dank für die Einladung an Gartenschloss Herberstein 💜

Foto: sternenkaiserin.com – Marie


Meine Puppe kriegst du nicht!
Nein, du kleiner Bösewicht,
meine Puppe kriegst du nicht!
Noch ist’s gar nicht lange her;
denkst du denn, ich weiß nicht mehr,
wie’s der andern ist ergangen,
was du mit ihr angefangen?
Erst die Nase abgemacht,
dann das Köpfchen ihr zerkracht,
dann den ganzen Leib zerrüttet
und die Kleie ausgeschüttet,
daß die Beine und der Bauch
hingen wie ein leerer Schlauch,
dann die Arme ausgerissen
und sie auf den Müll geschmissen!
Nein, du kleiner Bösewicht,
meine Puppe kriegst du nicht!

🌟Sisi🌟

Heinrich Seidel

Vielen Dank für die Einladung an Wasserschloss Totzenbach 💜

Foto: sternenkaiserin.com – Marie


Bleib, o bleib in deiner Träume Welt,
Such nicht des Lebens wirkliches Sein!
Es hat nur dunkle oder grelle Farben,
Der Traum nur hat der Morgensonne Schein;
Stirbst du lebend, bist du tot noch des Lebens,
Kehren wird dein Geist zu der Erde zurück;
Stirbst du als Träumer, kannst du ruhig sterben,
Mit dir verbleicht auch dein ewiges Glück.

🌟Sisi🌟

Jens Peter Jacobsen

Vielen Dank für die Einladung an Schloss Fuschl Resort & SPA 💜

Foto: sternenkaiserin.com – Marie


[bezahlte Partnerschaft]

Liebe kann nur dich erheben
Aus dem Staub, der dich umwallt;
Liebe nur verleiht dem Leben
Heilig göttliche Gestalt.

Frei ist nur, wen sie bezwungen,
Glücklich nur, wen sie beglückt,
Mächtig nur, wen sie durchdrungen,
Und nur schön, wen sie geschmückt.

🌟Sisi🌟

Julius Sturm

Vielen Dank für die Einladung an Schloss Zogelsdorf und dem Waldviertel Tourismus 💜

„Mit Unterstützung von Interreg V-A Österreich – Tschechische Republik | Kofinanziert aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung.

Video: sternenkaiserin.com – Marie


Meine Sehnsucht ist ein dunkles Boot,
Löst vom Strande sich im Abendrot.

Deine Schönheit ist ein weißer Schwan,
Mondenschimmer ruht auf seiner Bahn.

Einmal findet auf der Hohen Flut
Boot zu Schwan. – Und dann ist alles gut….

🌟Sisi🌟

Ernst Goll

Vielen Dank für die Einladung an Schloss Fuschl Resort & SPA 💜

Foto: sternenkaiserin.com – Marie


Nacht lächelt still!
Zitternder Mondstrahl
Wiegt auf den Blumen,
Sich in den Blüten,
Küssend den Atem,
Den zaubrischen, auf.

Nacht lächelt still!
Und auf den Halmen
Lieblicher Gräser
Spielt in den Tropfen,
Den schimmernd reinen
Des Taues, der Stern.

Ich bin allein!
Wie sie auch lächeln,
Mond, Stern und Blume,
Dunkel umfängt mich,
Hier tief im Herzen,
die gräßlichste Nacht!

🌟Sisi🌟

Aurora Stechern

Vielen Dank für die Einladung an Schloss Ruegers 💜

Foto: sternenkaiserin.com – Marie


Ach nun hab ich überwunden
manche schweren, harten Stunden,
manchen Tag und manche Nacht
hab ich in Schmerzen zugebracht.
Ach, schrittest du durch den Garten
noch einmal im raschen Gang.
Wie gerne würde ich warten,
warten stundenlang.

🌟Sisi🌟

Theodor Fontane

Vielen Dank für die Einladung an Palais Schönburg 💜

Foto: sternenkaiserin.com – Marie


Herr, öffne meine Lippen, damit mein Mund dein Lob verkünde.
Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, wie im Anfang, so auch jetzt und allezeit und in Ewigkeit.
Amen

🌟Sisi🌟

Vielen Dank für die Einladung an Schloss Eckartsau 💜

Sisi kniet hier auf dem Betstuhl von Erzherzog Franz Ferdinand.

Foto: sternenkaiserin.com – Marie


[bezahlte Partnerschaft]

Treue Liebe ist selten, treue Freunde noch seltener.

🌟Sisi🌟

François VI. Duc de La Rochefoucauld

Mit der bezahlten Kooperation mit Waldviertel Tourismus

„Mit Unterstützung von Interreg V-A Österreich – Tschechische Republik | Kofinanziert aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung.

Vielen Dank für die Einladung an Schloss Artstetten

Video: sternenkaiserin.com – Marie


Nacht flieht, – der krause Dunst der Berge fällt
Und schmilzt zu Gold, und Licht erweckt die Welt!
Ein neuer Tag schwellt die Vergangenheit,
Ein neuer Schritt ans Ende unsrer Zeit; –
Nur die Natur steht neugeboren auf;
Die Erde lebt, die Sonn‘ eilt ihren Lauf,
Im Strom ist Frische, Glanz im Morgenstrahl,
Labsal im Winde, Blumenduft im Tal.
Gottgleicher Mensch, sieh diesen Glorienschein
Der Dinge an und juble: sie sind dein!

🌟Sisi🌟

George Gordon Byron

Vielen Dank für die Einladung an Schloß Schönbrunn 💜

Foto: sternenkaiserin.com – Marie


Nur das tut mir so bitterweh,
Daß Niemand mir von ihm erzählt,
Ob ich ihn je nur wiederseh‘,
Und ob er glücklich hab‘ gewählt.
Ich möcht‘ nur einmal noch ihn sehn,
Und zög‘ er auch an mir vorbei.
Wollt‘ ungesehn am Fenster stehn
Nur schauen, ob er glücklich sei.

🌟Sisi🌟

Oskar von Redwitz

Vielen Dank für die Einladung an Gartenschloss Herberstein 💜

Foto: sternenkaiserin.com – Marie


Es summen die Bienchen weit und breit
Der rote Mohn lacht übers Feld.

Kinder baden, jubeln laut
Plantschen bis sie Gänsehaut.

Es schnurren die Katzen in einem Schatten
Beobachten mit Schlitzaugen das Geschnatter.

Dort fällt ein Eis zu Boden
Und hier kommt ein Würstchen aus dem Ofen.

Bald spannt der Himmel wieder seine Sterne aus
Ein heisser Tag geht friedlich aus.

🌟Sisi🌟

Monika Minder

Vielen Dank für die Einladung an Wasserschloss Totzenbach 💜

Foto: sternenkaiserin.com – Marie


Ein Hund entscheidet sich einmal für den Rest seines Lebens.
Er fragt sich nicht, ob er wirklich mit uns alt werden möchte.
Er tut es einfach.
Seine Liebe, wenn wir sie erst verdient haben, ist absolut.

🌟Sisi🌟

Picasso

Vielen Dank für die Einladung an Renaissanceschloss Greillenstein 💜

Foto: sternenkaiserin.com – Marie


Der hat nie das Glück empfunden,
Dem des Lebens gleiche Stunden
Ewig in der Freude Wehn
Ohne Schmerz vorüber gehn.

Aber wem nach langen Qualen
Mit der Liebe Frühlingsstrahlen
Grüßend winkt der Freude Blick,
Der allein versteht das Glück.

🌟Sisi🌟

Theodor Körner

Foto: Charlotte Schwarz|Fotogräfin 2017


In welcher unzugänglichen Burg wohnt der Mensch, dem es nur immer ernst um sich und um die Sachen ist!

🌟Sisi🌟

Johann Wolfgang von Goethe

Vielen Dank für die Einladung an Burg Hardegg

Video: sternenkaiserin.com – Ida


Hoffnung schlummert tief im Herzen
Wie im Lilienkelch der Tau
Hoffnung taucht, wie aus den Wolken
Nach dem Sturm des Himmelsblau;
Hoffnung keimt, ein schwaches Hälmchen,
Auch aus nackter Felsenwand;
Hoffnung leuchtet unter Thränen,
Wie im Wasser der Demant

Schon so tausendfach betrogen,
Armes, schwaches Menschenherz,
Immer wendest du dich wieder
Gläubig trauernd himmelwärts.
Wie Arachne unverdrossen,
Täglich neue Netze spannt,
Kreuze auch durch ihre Fäden,
Täglich rauh des Schicksals Hand.

🌟Sisi🌟

Franz Freiher von Gaudy

Vielen Dank für die Einladung an Schlosspark Laxenburg

Foto: sternenkaiserin.com – Marie


εμπρος μου η θαλασσα: κατοπτρική·
χαμογελάει χωρίς καμμιά ρυτίδα.
Απ’ τις ακτές της Κρήτης ώς την Αττική

μια επικράτεια αδρανής κι ακύμαντη.
Σαν τη ζωή των πρωτοπλάστων στην Εδέμ
κάτω από των αγγέλων τα ερουρέμ

και τ’ Ουρανού τη γαλανή φροντίδα.
Λεία ζωή· στιλπνή όσο το γυαλί· ασήμαντη
όσο η θάλασσα που έχει στερηθεί

ώς και το τελευταίο της κύμα.
Εμπρός μου η θάλασσα: επαχθής
όσο ο χρυσός στα δάχτυλα του Μίδα·

πεσμένη ανάσκελα σαν αθλητής
που η ανάσα του τον πρόδωσε στο νήμα.
Εμπρός μου η θάλασσα: ανιαρή.

Σαν ποίημα που του στέρησαν τη ρίμα.

Maria José 🌸

Kostas Kutsurelis

Vielen Dank für die Einladung an Schloss Fuschl Resort & SPA

Foto: sternenkaiserin.com – Marie


„Marie du weißt eben nicht was gut ist, ein Apfelstrudel ohne Rosinen ist wie eine Nacht ohne Sterne, wie ein Land ohne Berge… jetzt hab dich nicht so und versuch es wenigstens“

🌟Sisi🌟

Vielen Dank für die Einladung und den köstlichen Apfelstrudel 😉 an Hotel Adria – Meran

Foto: sternenkaiserin.com – Marie


Schwarze Röcke, seidne Strümpfe,
Weiße, höfliche Manschetten,
Sanfte Reden, Embrassieren –
Ach, wenn sie nur Herzen hätten!

Herzen in der Brust, und Liebe,
Warme Liebe in dem Herzen –
Ach, mich tötet ihr Gesinge
Von erlognen Liebesschmerzen.

Auf die Berge will ich steigen,
Wo die frommen Hütten stehen,
Wo die Brust sich frei erschließet,
Und die freien Lüfte wehen.

Auf die Berge will ich steigen,
Wo die dunkeln Tannen ragen,
Bäche rauschen, Vögel singen,
Und die stolzen Wolken jagen.

Lebet wohl, ihr glatten Säle,
Glatte Herren! Glatte Frauen!
Auf die Berge will ich steigen,
Lachend auf euch niederschauen.

🌟Sisi🌟

Heinrich Heine

Vielen Dank für die Einladung an Trauttmansdorff – Die Gärten / I Giardini / The Gardens

Foto: sternenkaiserin.com – Marie


„Marie, lange bleiben wir nicht in Wien! Sieh dir nur an wie ich aussehe! Und das alles nur weil die Erzherzogin es so wünscht…

Annerl jetzt beeil dich doch endlich, ich möchte in den Garten, bevor ich hier drinnen ersticke!

Marie, man soll seiner Majestät bestellen, ich sei im Park!

Und jetzt komm, wir gehen!“

🌟Sisi🌟

Foto: sternenkaiserin.com – Marie


Kennst du das Land, wo die Zitronen blühn,
Im dunkeln Laub die Goldorangen glühn,
Ein sanfter Wind vom blauen Himmel weht,
Die Myrte still und hoch der Lorbeer steht,
Kennst du es wohl?
Dahin! Dahin
Möcht ich mit dir, o mein Geliebter ziehn…

🌟Sisi🌟

Johann Wolfgang von Goethe

Vielen Dank für die Einladung an Schloß Schönbrunn

Video: sternenkaiserin.com – Marie


Müde von der Einsamkeit
ersehne ich Besuch.
Zukunft ist Vergangenheit
und Gegenwart ist Fluch.

Endlos ist das Meer der Zeit,
doch man kann nur am, Ufer leben.
Von der Krankheit der Traurigkeit,
kann es keine Erlösung geben.

🌟Sisi🌟

Vor dem Schloss – Tanz der Vampire
Jim Steinman und Michael Kunze

Zum Gedenken an den Graf der Grafen, den Herrscher aller Vampire – Steve Barton 🖤
Wir vermissen Dich, wo auch immer Du jetzt bist 🖤

Vielen Dank für die Einladung an Schloss Ruegers

Foto: sternenkaiserin.com- Marie


Du alleine warst mein Beschützer, Inhalt meines Lebens.
Du warst mir ein Freund und Vater, jetzt ruf ich vergebens.
Könntest Du doch wieder bei mir sein, seit Du fort bist, leb ich kaum.
Oft schien es mir, ich wäre bei Dir.
Doch es war nur ein Traum.

Könnte ich doch Deine Stimme hörn, wärst Du doch noch mal ganz nah.
Träumen allein, hilft mir nicht so sein, wie ich dein ergeiz sah.

Kreuze Moos und Friedhofsengel, Steinern, stumpf uns schmerzlich. Wie bist du hier her geraten? Du warst weich und herzlich.

Wie lang muss ich weinen um Dich? Kann ich mich je befreien?
Könntest Du doch wieder bei mir sein, Mit mir spieln und mich befrein.

Nimm was zerging und gib mir das, ……….frei zu sein.
Keine Tränen mehr, keine …., keine Trauer um längst vergangne zeit.
Hilf mir stark zu sein.
Hilf mir stark zu sein.

🌟Sisi🌟

Könntest du doch wieder bei mir sein – Phantom der Oper / Sir Andrew Llyod Webber

Vielen Dank für die Einladung an Winterpalais Prinz Eugen

Foto: Prinz Barbara Fotografie mit Herz


Schau einmal die Wolken an, wie sie ziehen, flüchtige Gebilde, in denen deine Phantasie geheimnisvolle Ungetüme erblickt.
Schau auf das Kind, wie es malt. Seine Phantasie zaubert mit farbigen Stiften auf ein kleines Stück Papier eine ganze Welt.
Schau auf den alten Mann, der eine Katze streichelt, auf das Baby, das im Kinderwagen schläft.
Und du wirst entdecken, daß in allen Dingen mehr liegt, als man oberflächlich sieht, eine Erinnerung an das Paradies.
In jedem Tag stecken Wunder, man kann sie gar nicht alle aufzählen. Freude an den kleinen täglichen Wundern: Das ist der Schlüssel, um jeden Tag ein bißchen glücklich zu sein.

🌟Sisi🌟

Phil Bosmans

Vielen Dank für die Einladung an Schloss Ruegers

Foto: sternenkaiserin.com – Marie


Wenn einsam auf der Berge Höhen
Der Schütze nach den Gemsen jagt,
Ergraute Felsen um ihn stehen
Und lauschen wie er trauernd klagt
Von Liebe die gewelkt dahin,
Von Blumen, die nun nimmer blüh’n, –
Da ruft in der Tiefe mit lockendem Laut
Steinröschen – die arme verwunschene Braut,
Da schwindelt’s dem Schützen am Felsenrand,
Es zieht ihn hinunter die steile Wand.

🌟Sisi🌟

Friedrich Friedreich

Vielen Dank für die Einladung an Schloss Fuschl Resort & SPA

Foto: sternenkaiserin.com – Marie


Die Hand, die herzlich dargebotene
Zurückgegeben, zweifelhaften Auges,
Und auf der Zunge wägend Silb‘, um Silbe –
Das Herz, den aufgebrochnen Brief, zurück
Gewiesen, ungelesen, ungedeutet!
Und das von Dir!
Herum im Kreise staunten
Und lachten Eintagsfliegen, flogen weiter
Und summten ärgerlich Gesumm.
Jedoch
Ein Gott riß mich heraus, mit wilder Schwermut
Den Sinn umnachtend. –
Und lächelnd schau‘ ich jetzt die Fäden an,
Die durchgeriss’nen, durch die Hand mir gleitend,
An denen es wie Blut und Tränen glänzt:
Sie waren schön und sind es noch, und wie
Des späten Sommers Schleier fliehn sie fort,
Ein Windhauch spielt mit ihnen, und das Gold
Der Abendsonne glüht und glitzert drinnen.
Du nicht mehr mein! Es spielt mein liebster Traum
Mit deinem Bild, und einsam steigst du auf

Aus Herzenstiefen wie ein Stern, entglommen
An meines Lebens nächt’gen Himmel – doch
Schon ferne, ach zu ferne, schon versunken!

🌟Sisi🌟

Friedrich Wilhelm Nietzsche

Vielen Dank für die Einladung an Schloss Eckartsau

Foto: sternenkaiserin.com – Marie


Gesundheit ist Glück, so sagt der Kranke – Reichtum ist Glück, sagt der Arme, Weisheit ist Glück, sagt der Philosoph – und sie haben alle Recht. Unglück aber ist gewiß, das nicht erreichen zu können, was man bedarf.

🌟Sisi🌟

Fanny Lewald

Vielen Dank für die Einladung an Schloss Ruegers

Foto: sternenkaiserin.com – Marie


Abendlich schon rauscht der Wald
Aus den tiefen Gründen,
Droben wird der Herr nun bald
An die Sterne zünden,
Wie so stille in den Schlünden,
Abendlich nur rauscht der Wald.

Alles geht zu seiner Ruh,
Wald und Welt versausen,
Schauernd hört der Wandrer zu,
Sehnt sich recht nach Hause,
Hier in Waldes grüner Klause
Herz, geh endlich auch zur Ruh!

🌟Sisi🌟

Joseph von Eichendorff

Vielen Dank für die Einladung an Schlosspark Laxenburg

Video: sternenkaiserin.com – Marie


„Man muß die Mode des Korsetts verschwinden lassen, eine scheußliche Angelegenheit von empörender Geilheit und extremer Unbequemlichkeit, in gewissen Momenten. Ich habe manchmal sehr darunter gelitten.“

🌟Sisi🌟

Gustave Flaubert

Vielen Dank für die Einladung an Schloss Ruegers

Foto: sternenkaiserin.com – Marie


Leiser schwanken die Äste,
Der Kahn fliegt uferwärts,
Heim kehrt die Taube zum Neste,
Zu dir kehrt heim mein Herz.

Genug am schimmernden Tage,
Wenn rings das Leben lärmt,
Mit irrem Flügelschlage
Ist es ins Weite geschwärmt.

Doch nun die Sonne geschieden
Und Stille sich senkt auf den Hain,
Fühlt es: bei dir ist der Frieden,
Die Ruhe bei dir allein.

🌟Sisi🌟

Adolf Friedrich Graf von Schack

Vielen Dank für die Einladung an Schloss Fuschl Resort & SPA

Foto: sternenkaiserin.com – Marie


Hab‘ viele Brief‘ in die Welt geschickt,
Welt sollt‘ Antwort schreiben!
Es gibt solche Leute, die glauben daran,
Daß man Liebe und Freundschaft erschreiben kann!
Welt läßt es bleiben!

Hab‘ in die Briefe mein Herz gelegt:
Kann nimmer einsam bleiben!
Es wird doch noch jemand sein in der Welt,
Der sein Einsamsein auch zum Tausche hält,
Der wird mir schreiben!

Hab‘ so viel Brief‘ in die Welt geschickt!
Welt will nicht Antwort schreiben!
Schau‘ immer und immer nach Antwort aus:
Wie leer ist mein Haus! Wie schwer ist mein Haus!
Muß einsam bleiben…

🌟Sisi🌟

Hugo Salus

Vielen Dank für die Einladung an Schloss Eckartsau

Foto: sternenkaiserin.com – Marie


[bezahlte Partnerschaft]

Es füllt sich ganz das Herz von Zärtlichkeit –
Sie ist’s, sie steht vor mir. Welch ein Gefühl!
Ist es Verirrung was mich nach dir zieht?
Ist’s Raserei? ist’s ein erhöhter Sinn,
Der erst die höchste reinste Wahrheit faßt?
Ja, es ist das Gefühl, das mich allein
Auf dieser Erde glücklich machen kann;
Das mich allein so elend werden ließ,
Wenn ich ihm widerstand und aus dem Herzen
Es bannen wollte.

🌟Sisi🌟

Johann Wolfgang von Goethe


Vielen Dank für die Einladung an Schloss Zogelsdorf & Waldviertel Tourismus


Mit der bezahlten Kooperation mit Waldviertel Tourismus „Mit Unterstützung von Interreg V-A Österreich – Tschechische Republik | Kofinanziert aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung.

Foto: sternenkaiserin.com – Marie


Wunderlichstes Buch der Bücher
Ist das Buch der Liebe;
Aufmerksam hab ich’s gelesen:
Wenig Blätter Freuden,
Ganze Hefte Leiden;
Einen Abschnitt macht die Trennung.
Wiedersehn! ein klein Kapitel,
Fragmentarisch. Bände Kummers
Mit Erklärungen verlängert,
Endlos, ohne Maß.

🌟Sisi🌟

Johann Wolfgang von Goethe

Vielen Dank für die Einladung an Schloss Eckartsau.

Foto: sternenkaiserin.com – Marie


Um Mitternacht
Hab‘ ich gewacht
Und aufgeblickt zum Himmel;
Kein Stern vom Sterngewimmel
Hat mir gelacht
Um Mitternacht.

Um Mitternacht
Hab‘ ich gedacht,
Hinaus in dunkle Schranken;
Es hat kein Lichtgedanken
Mir Trost gebracht
Um Mitternacht.

Um Mitternacht
Nahm ich in Acht
Die Schläge meines Herzens;
Ein einz’ger Puls des Schmerzens
War angefacht
Um Mitternacht.

Um Mitternacht
Kämpft‘ ich die Schlacht,
O Menschheit, deiner Leiden;
Nicht könnt‘ ich sie entscheiden
Mit meiner Macht
Um Mitternacht.

Um Mitternacht
Hab‘ ich die Macht
In deine Hand gegeben;
Herr über Tod und Leben,
Du hältst die Wacht
Um Mitternacht.

🌟Sisi🌟

Friedrich Rückert

Vielen Dank für die Einladung an Schloss Ruegers

Video : sternenkaiserin.com – Marie


Herr Gott Zebaoth, groß von Rath und mächtig von That, wir danken deinem heiligen Namen und rühmen, loben und preisen dich von Herzensgrund, daß du nach diesem großen Ungewitter die Sonne wieder scheinen lassen, und nach dem Weinen uns mit Freuden überschüttet hast. Ach Herr, du liebreicher Gott, wie gnädig hast du unser sehnliches Bitten und Flehen erhöret, und nach den gefährlichen und beschwerlichen Kriegszeiten uns den edlen goldenen Frieden wieder bescheret. Jesu, du großer Friedefürst, laß doch diesen theuern…
Amen

🌟Sisi🌟

Vielen Dank für die Einladung an Schlosspark Laxenburg

Foto: sternenkaiserin.com – Marie


Du fragst, was ist die Zeit? Und was die Ewigkeit?
Wo hebt sich Ewiges an und hebet auf die Zeit?
Die Zeit, sobald du sie aufhebst, ist aufgehoben,
wo dich das Ewige zu sich erhebt nach oben.
Die Zeit ist nicht, es ist allein die Ewigkeit,
die Ewigkeit allein ist ewig in der Zeit.
Sie ist das in der Zeit sich stets Gebärende,
als wahre Gegenwart die Zeit Durchwährende.
Wo die Vergangenheit und Zukunft ist geschwunden
in Gegenwart, da hast du Ewigkeit empfunden.
Wo du Vergangenheit und Zukunft hast empfunden
als Gegenwart, da ist die Ewigkeit gefunden.

🌟Sisi🌟

Friedrich Rückert

Vielen Dank für die Einladung an Palast Hohenems.

Foto: sternenkaiserin.com – Marie


„Komm Ida, es ist mir gleichgültig ob es regnet, ich allein bestimme, wann und wo ich spazieren gehen möchte.
Was kümmert es mich, ob es sich gehört, oder ob es meiner Schwiegermutter passt?
Die Kaiserin bin ich!“

🌟Sisi🌟

Foto: sternenkaiserin.com – Marie


[bezahlte Partnerschaft]

O nehmt es mir nicht übel,
Wenn über euch ich lache,
Weil ich einmal muß lachen!
Ich lach‘, um nur zu lachen,
Selbst über mich nicht minder
Als über euch ich lache;
Und nehm‘ es auch nicht übel,
Daß über mich ihr lachet,
Wenn ihr nicht seid im Stande,
Selbst über euch zu lachen.

🌟Sisi🌟

Friedrich Rückert

Vielen Dank für die Einladung an Burg Rappottenstein & Waldviertel Tourismus

Mit der bezahlten Kooperation mit Waldviertel Tourismus „Mit Unterstützung von Interreg V-A Österreich – Tschechische Republik | Kofinanziert aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung. 

Foto: sternenkaiserin.com – Marie


[bezahlte Partnerschaft]

Frohlocke, schöne junge Rose,
Dein Bild wird nicht verschwinden,
Wenn auch die Glut, die dauerlose,
Verweht in Abendwinden.

So süßer Duft, so helle Flamme
Kann nicht für irdisch gelten;
Du prangst am stolzen Rosenstamme,
Verpflanzt aus andern Welten;

O weilten wir in jenen Lüften,
Wo keine Schranke wehrte,
Daß ich mit deinen Zauberdüften
Die Ewigkeiten nährte! –

Doch hat, du holde Wunderblume,
Mein Herz voll süßen Bebens
Dich mir gemalt zum Eigentume
Ins Tiefste meines Lebens

🌟Sisi🌟

Nikolaus Lenau

Vielen Dank für die Einladung an Schloss Zogelsdorf & Waldviertel Tourismus

Mit der bezahlten Kooperation mit Waldviertel Tourismus „Mit Unterstützung von Interreg V-A Österreich – Tschechische Republik | Kofinanziert aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung. 

Foto: sternenkaiserin.com – Marie


Es ist der Wind um Mitternacht,
Der leise an mein Fenster klopft.
Es ist der Regenschauer sacht,
Der leis an meiner Kammer tropft.

Es ist der Traum von meinem Glück,
Der durch mein Herz streift wie der Wind.
Es ist der Hauch von deinem Blick,
Der durch mein Herz schweift regenlind.

🌟Sisi🌟

Friedrich Wilhelm Nietzsche

Foto: Charlotte Schwarz|Fotogräfin 2017


Lebende Denkmäler, oder wie der Kaiser ins Waldviertel kam…

Es war einmal im schönen Monat April…

Ich teilte auf Instagram ein Video aus meinem geliebten „Gödöllö“ alias Schloss Ruegers, das innerhalb kürzester Zeit die unfassbare Reichweite von 59.420 Personen erreichte. Darunter war auch der Waldviertel Tourismus.

Es dauerte nicht lange und man kontaktierte mein Mariechen, um mich Teil des Projektes „lebenden Denkmäler“ werden zu lassen, oder besser gesagt, diese zu beleben…

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Foto: sternenkaiserin.com – marie

Zahlreiche Mails und Anrufe später hatten wir die perfekte Runde zusammen gestellt und unsere Reise konnte losgehen.

Am Plan standen 2 Schlösser und 2 Burgen, von denen ich zugeben musste, zuvor noch nie gehört zu haben! Umso größer war meine Bewunderung für diese Kulturschätze, als ich sie dann betreten durfte!


Aber nun folgt mir ins 1. Schloss.

Das Auto war vollgepackt, Sommerkleider, Ballkleider, Trauerkleider, Tageskleider…

Wir wussten ja nicht wirklich was uns erwartete und so packte ich eben alles ein, von dem ich dachte, es könnte eventuell für diese Locations passen.

Wobei ich von Anfang an das Gefühl hatte, für Zogelsdorf, denn so hieß das erste Schloss, musste das rosa Kleid das Richtige sein. Mariechen wollte es romantisch, sie sollte ein Kleid vor ihre Kamera bekommen, das romantischer nicht sein konnte.

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Foto: sternenkaiserin.com – marie

Schloss Zogelsdorf liegt direkt an der Bundesstraße des Ortes Zogelsdorf im Waldviertel. Bekannt ist der Ort unter anderem durch den Zogelsdorfer Stein, einem Kalksandstein den man hier abbaute und der teilweise als Baumaterial für Schloss Schönbrunn und den Wiener Stephansdom diente. Mitunter wurden damit auch verschiedenste Figuren von zb.: Stift Geras, Stift Altenburg, der Karlskirche, dem Michaelertor sowie an der Nationalbibliothek (Hofburg), am Stadtpalais des Prinzen Eugen, im Palais Liechtenstein oder auch im Schloss Esterházy in Ungarn gefertigt. Damit war dieses Gestein zusammen mit dem Kaiserstein aus dem Kaisersteinbruch eines der wichtigsten Baumaterialien vor allem in Wien.

Das Waldviertel, wurde früher „Viertel ober dem Manhartsberg“ genannt  und ist der nordwestliche Teil Niederösterreichs. Die ursprüngliche Anlage stammt aus dem 16. Jahrhundert.

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Foto: sternenkaiserin.com – marie

Ab 1522 war der ehemalige Gutshof im Besitz verschiedener adeliger Familien. 1628 ging er an Harmannsdorf, wurde 1670 umgebaut und um die doppelgeschossigen Arkaden an der Süd- und Ostseite des Innenhofs erweitert. Diese haben im Untergeschoss ein Kreuzgratgewölbe auf toskanischen Säulen und im Obergeschoss Steinbalustraden.

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Foto: sternenkaiserin.com – marie

Kaum das wir angekommen waren, wurden wir bereits von der Dame des Hauses, samt dazu gehörenden Schlosshund freudig begrüßt. Nach einer kurzen Unterhaltung führte uns dann der Hausherr durch Schloss und Garten. 1831 wurde aus dem Gutshof ein Gasthof und gehörte ab 1839 der Familie Suttner. Diesen Namen werden die meisten von Euch natürlich kennen 😉 

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Foto: sternenkaiserin.com – marie

Die Freiherrn von Suttner waren ein österreichisches Adelsgeschlecht, aus dem der kaiserliche Leibarzt und Protomedicus Dr. med. et phil Matthias Suttner 1715 in den Ritterstand erhoben und am 10. Dezember 1727 unter die neuen niederösterreichischen Ritterstandsgeschlechter aufgenommen wurde.

Das berühmteste Mitglied dieser Familie war Bertha Freifrau von Suttner (geboren 1843, gestorben 1914), eine geborene Gräfin Kinsky von Wchinitz und Tettau die 1905 als erste Frau den Friedensnobelpreis bekam. Mehr über die Familie Kinsky werden wir auf unserer Reise noch erfahren. 

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Bertha von Suttner (Fotografie von Carl Pietzner, 1903) Foto: wikimedia/commons

Wie kam aber jetzt der Kaiser ins Waldviertel?

Im Revolutionsjahr 1848 war es in Wien nicht mehr sicher genug und so verließ man die Stadt und verbrachte ganze 3 Monate bei Freiherrn Karl Gundakar Ritter von Suttner in Zogelsdorf. Er beherbergte nicht nur den kaiserlichen Hof und somit auch den künftigen Kaiser Franz Josef,  sondern in den Folgejahren auch die Mitglieder des Reichskriegsministeriums in seinem Schloss.

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Foto: sternenkaiserin.com – marie

An der Südfront von Schloss Zogelsdorf befindet sich mittig ein Balusterbalkon mit volutenförmigen Konsolen und einem Pultdach, der auf zwei toskanischen Säulen ruht.

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Foto: sternenkaiserin.com – marie

Im Erdgeschoß des Hauses befinden sich die Eingangshalle und Räume aus dem 16. Jahrhundert mit Tonnengewölben. Dort ist ein Ordensmuseum untergebracht, das von der IOU-Gesellschaft für Ordenskunde, Heraldik und Familienforschung betrieben wird und der ganze Stolz des Hausherren ist. Zu sehen sind verschiedene Ehrenzeichen, Auszeichnungen, Medaillen und Ordensinsignien.

Das restliche Schloss befindet sich im Privatbesitz und wird von der Familie Perko bewohnt.

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Foto: sternenkaiserin.com – marie

Im Innenhof versteckt sich ein romantischer Garten mit einem Steinbrunnen, der die Martinslegende zeigt.

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Foto: sternenkaiserin.com – marie

Es war ein ebenso heißer wie interessanter Besuch in einem verborgenem Juwel österreichischer Geschichte, der noch lange in unserer Erinnerung bleiben wird. 

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Foto: sternenkaiserin.com – marie

Und so machten wir uns auf, um weiter zu reisen, aber das ist eine andere Geschichte….

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Foto: sternenkaiserin.com – marie

Vielen Dank für die Einladung an
Schloss Zogelsdorf & Waldviertel Tourismus
Mit der bezahlten Kooperation mit Waldviertel Tourismus „Mit Unterstützung von Interreg V-A Österreich – Tschechische Republik | Kofinanziert aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung. 

Sisi


Rechtliche Hinweise:

Bildrechte: Sternenkaiserin,com – marie, wikimedia/commons, 

Videos: sternenkaiserin.com – marie

Textrechte: Sisi, Schloss Zogelsdorf

Zwischen Auerhahn und Dampflok…

Es war ein sonniger, strahlend blauer Herbsttag als wir uns in Reichenau, einem ehemaligen k&k Kurort trafen. Die Berge schienen zum Greifen nah und das Laub begann sich bereits leicht zu färben.

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Foto: sternenkaiserin.com – marie

Vor uns erstrahlte die Rudolfsvilla im goldenen Licht der Herbstsonne und ließ den längst vergangenen Glanz des Anwesens erahnen. Durch ein großes, reichlich verziertes, schmiedeeisenes Tor betraten wir den Park der einst hochherrschaftlichen Villa.

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Foto: sternenkaiserin.com – marie

Die Rudolfsvilla steht in der Thalhofstraße in der Marktgemeinde Reichenau mit Blick auf das wunderschöne Raxgebirge im Bezirk Neunkirchen in Niederösterreich.

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Foto: sternenkaiserin.com – marie

Als am 5. Mai 1842 der erste Abschnitt der Südbahn von Wien bis Gloggnitz eröffnet wurde, avancierte das Semmeringgebiet zur bevorzugten Sommerfrische der Wiener Gesellschaft.

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Foto: sternenkaiserin.com – marie

Als Unterkunftsmöglichkeit für das allerhöchste Paar wurde 1856/1857 eine schlossartige Villa an der Stelle vom ehemaligen „Haus an der Waag“ nach den Plänen des Architekten der Ringstraße, Anton Hefft errichtet.

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Foto: sternenkaiserin.com – marie

Der Kaiser nutzte das Gebiet rund um die Rax zur Jagd, während Kaiserin Elisabeth ausgedehnte Ausritte und Wanderungen unternahm, Gesellschaften gab oder die Kinder besuchte.

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Foto: sternenkaiserin.com – marie

Wie auch andernorts üblich, folgte der Adel und die feine Gesellschaft der kaiserlichen Familie und erbaute rund um den Semmering viele herrschaftlichen Villen, die teilweise heute noch erhalten sind.

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Foto: sternenkaiserin.com – marie

Den Hobbies der Kaiserin entsprechend, wählte ich ein Reitkleid für diesen Besuch. Da sie sogar ihren langjährigen Freund Graf Andrassy hier empfangen hatte, konnte ich nicht anders, als das Kleid aus der Szene der Sissi Trilogie anzuziehen, in dem Romy mit dem Graf durch die ungarische Puszta ritt, fehlte nur noch das Pferd.

Video: sternenkaiserin.com – marie

Die im romantischen Historismus mit Elementen der Tudor-Gotik erbaute Villa steht oberhalb der Schwarza in einer gestalteten Parkanlage des Vorgängerbaues. Die Villa verfügt über 2 Stockwerke, die Fassade besticht durch schmale, polygonale Pfeiler und einem Fries aus Terrakotta. Talseitig zeigt sich ein Giebelrisalit mit einem Gitterbalkon, zur Straße wartet ein kleiner Ehrenhof mit einem Gitterzaun und Pfeilern auf seine Besucher.

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Foto: sternenkaiserin.com – marie

In mitten des Ehrenhofes steht ein Marmorwandbrunnen mit Maskarons und Muschelschalen, ursprünglich stand dieser als Einzelbrunnen beim alten Burgtheater und wurde später hier her gebracht. In der Mitte des Brunnens befindet sich nun eine Büste von Kaiser Franz Josephs auf einem Pyramidenpfeiler. Die Büste stand ehemals vor der Schule des Ortes und wurde erst um 1970 hier aufgebaut.

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Foto: sternenkaiserin.com – marie

Elisabeth´s Aufenthalte in Reichenau sind dokumentiert durch Aufzeichnungen im Haus-, Hof- und Staatsarchiv und in den lokalen Pfarrgedenkbüchern.

Am 23.Juli 1859 begleitete sie ihre Kinder zum ersten Mal in die Reichenauer Sommerfrische und kam später zu tage- oder wochenweisen Séjours alleine, in Begleitung des Kaisers, der Kinder oder auch ihrer Schwester Nene wieder.

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Kaiser Franz Joseph und Kaiserin Elisabeth zu Pferde von rechts; links in einem vierspannigen Pomirwagen Kronprinz Rudolf und Herzogin Gisela; im Hintergrund das Tal von Reichenau mit dem Schneeberg / Foto: europeana.eu

Des Öfteren tauchte die Kaiserin mitten in der Nacht auf, um vom strengen Wiener Hof zu fliehen und reiste bereits am nächsten Morgen wieder ab.

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Foto: sternenkaiserin.com – marie

1862 blieb sie – unterbrochen von einer kurzen Kur – mehrere Monate und verbrachte die Tage wie auch in den Folgejahren mit Empfängen, Ausfahrten, Promenaden, Ausritten und am liebsten mit Forellenfischen.

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Foto: sternenkaiserin.com – marie

1865 feierte sie gemeinsam mit ihrer Familie den eigenen Geburtstag mit einer Vokalmesse zu ihren Ehren in der St.Barbarakirche am 23. Dezember.

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Foto: sternenkaiserin.com – marie

Neben Kaiserin Elisabeth waren noch viele andere Mitglieder der kaiserlichen Familie in Reichenau zu Gast.

Kaiser Franz-Josef I nutzte das Anwesen vor allem für seine Jagdaufenthalte.

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Foto: sternenkaiserin.com – marie

Kronprinz Rudolf verbrachte die ersten sechs Jahre als Kind jeden Sommer in der Reichenauer Sommerfrische, wodurch das zuvor als „Kaiservilla“ bekannte Haus zur „Rudolfsvilla“ wurde.

Erzherzogin Gisela begleitete den um zwei Jahre jüngeren Rudolf in die Reichenauer Villa.

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 Kronprinz Rudolf und Erzherzogin Gisela von Österreich in Reichenau an der Rax vor dem „Jagdhaus“ das er zum Geburtstag erhalten hatte und die im Park der Rudolfsvilla aufgestellt wurde. Fotografie von Ludwig Angerer / Foto: Bundesmobilienverwaltung

Erzherzog Karl-Ludwig, der jüngere Bruder von Kaiser Franz Josef mietete nach dem Auszug des Kaiserpaares die Rudolfsvilla drei Sommer lang für seine eigene große Familie.

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Foto: sternenkaiserin.com – marie

Thronfolger Franz Ferdinand, Sohn von Erzherzog Karl Ludwig und späterer Thronfolger verbrachte dadurch ebenfalls mehrere unbeschwerte Sommer mit seiner Familie im Sisi-Schloss Rudolfsvilla.

Nachdem wir herzlich in der Rudolsvilla empfangen wurden, besichtigten wir die inzwischen leider leeren Räume, die jedoch gerade zu entzückenden Ferienwohnungen umgebaut werden.

(Wer mehr dazu wissen möchte: http://sisi-schloss.at/ )

Heute ist die Rudolfsvilla nach ihrem vielleicht berühmtesten Gast zu „Sisi Schloss -Rudolfsvilla“ umbenannt worden

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Foto: sternenkaiserin.com – marie

Der Luster im Treppenhaus stammt möglicherweise noch aus adeligen Besitz. Die jetzigen Besitzer sind damit beschäftigt in liebevoller Kleinarbeit, dem einstigen kaiserlichen „Wochenendhaus“ wieder neues Leben einzuhauchen.

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Foto: sternenkaiserin.com – marie

Bilder und Gemälde im und am Haus zeigen eindrucksvoll dessen Geschichte und so kann man bereits im Vorbeifahren erkennen, wer einst hier wohnte.

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Foto: sternenkaiserin.com – marie

Über einen kleinen Steig erreichten wir den großzügigen Landschaftsgarten, der das Haus umgibt und in dem man noch heute die Schienen der ehemaligen Privatbahn des Kronprinzen erkennen kann.

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Foto: sternenkaiserin.com – marie

Die Sonne versank hinter den Berggipfeln und langsam wurde es auch für uns Zeit, diesem märchenhaften Fleckchen österreichischer Geschichte Lebe wohl zu sagen.

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Foto: sternenkaiserin.com – marie

Wir bedanken uns für die Einladung und den herrlichen Nachmittag in Reichenau und freuen uns schon darauf, bald wieder auf „Sommerfrische“ zu fahren.

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Foto: sternenkaiserin.com – marie

Sisi 


Rechtliche Hinweise:
Bildrechte: Sternenkaiserin,com – marie, wikimedia/commons, Bundesmobilienverwaltung

Videos: sternenkaiserin.com – marie

Textrechte: Sisi, Sisi Schloss – Rudolfsvilla

Die süßeste Versuchung seit es Kaffeehäuser gibt ;)

Bereits zum zweiten Mal erhielten wir eine Einladung in Wien´s schönste Zuckerbäckerei, der k&k Hoflieferant Demel verwöhnte uns mit Wiener Apfelstrudel und wie könnte es anders sein, dem von der Kaiserin so geliebten Veilcheneis.

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Foto: Demel

Nachdem mein Mariechen mir mitteilte, dass wir erneut die Ehre hätten beim Demel zu gastieren, überlegte ich natürlich sofort welches Kleid denn nun passen könnte?

Bei unserem ersten Besuch trug ich ein violettes Tageskleid, passend zu Sisi´s geliebten kandierten Veilchen, also wollte ich nicht noch einmal in der selben Farbe erscheinen. Ein Filmkleid? Nein, das würde nicht zu einer der traditionsreichsten Konditoreien Wien´s passen.

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Foto sternenkaiserin.com – marie

Also musste ein neues Kleid her! Eines, das farblich und auch historisch zur Geschichte des Hauses passte.

 

Gegründet wurde der Demel bereits im Jahre 1786 und noch heute präsentieren sich die Demel-Salons im wunderschönen Rokoko–Stil der Architekten Portois & Fix, einer der vornehmsten und solidesten Einrichtungsfirmen der Monarchie.

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Foto sternenkaiserin.com – marie

Der aus Württemberg stammende Zuckerbäcker Ludwig Dehne eröffnet am Michaelerplatz, gegenüber dem Bühneneingang des alten K.u.K. Hofburgtheaters seine erste Konditorei.

Einige Jahre später wird der Betrieb bereits zum offiziellen Hoflieferanten und betreut als Monopol das Hofburgtheater.

1799 stirbt Ludwig an Tuberkulose und seine Witwe führt mit ihrem späteren 2. Ehemann Gottlieb Wohlfahrt den Betrieb weiter, nach dessen Tod übernimmt August Dehne, Sohn aus erster Ehe gemeinsam mit der Mutter die Zuckerbäckerei und verkauft sie 1857 an seinen ersten Lehrling, Christoph Demel, da sein eigener Sohn lieber Jurist statt Zuckerbäcker wurde.

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August Dehne (Illustrirtes Wiener Extrablatt, 1875 Foto: wikimedia/commons

10 Jahre später übernehmen seine Söhne Joseph und Karl die nun gleichnamige Zuckerbäckerei: Ch. Demel’s Soehne.

1887 dann die Übersiedlung ins Palais am Kohlmarkt, 1888 wird das alte Burgtheater am Michaelerplatz abgerissen und der gesamte Platz umgestaltet, daher siedeln die Gebrüder Demel vom Michaelerplatz in das Palais am Kohlmarkt. Die Architekten Portois & Fix werden mit der Gestaltung der Gewölbe beauftragt, welche die Räume im Stil des Rokoko und die Einrichtung im Stil des Regency gestalten.

Neben Kaiserin Elisabeth sind viele weitere bekannte Mitglieder der Wiener Gesellschaft wie Katharina Schratt und Pauline Metternich Stammgäste beim Demel.

Eine Besonderheit sind auch die Demelinnerinnen, die stets weibliche Bedienung wurde ursprünglich aus Klosterschulen rekrutiert und trug eine einheitliche lange, schwarze Tracht mit weißer Schürze.

Traditioneller Weise pflegten diese Damen auch eine eigene Sprache, das „Demel – Deutsch“ eine Art Höflichkeitsform in der dritten Person Mehrzahl ohne persönlicher Anrede. Geklungen hat das dann ungefähr so „Haben schon gewählt?“ oder „wünschen zu Speisen?“

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Foto sternenkaiserin.com – marie

Nachdem Carl Demel stirbt (sein Bruder Josef starb noch früher), führt seine Witwe, Maria Demel, geb. Griensteidl, die Tochter des bekannten Cafetiers, die nächsten zwanzig Jahre den Demel.

Nach ihrem Tod übernimmt deren Sohn Karl Demel das Geschäft, das er bis zu seinem Tode 1917 offiziell führt.

Die eigentliche Hausfrau ist allerdings seine Schwägerin, Anna Demel, geb. Siding. Anna´s Schwester, Flora Siding, die beim Theater war, lebte ebenfalls zurückgezogen im Hause am Kohlmarkt. Ihre, aus einer unglücklichen Verbindung zu dem ungarischen Magnaten Nikolaus von Szemere entstammende Tochter Klara, wurde von Anna Demel adoptiert und war mehr oder weniger die letzte Frau, die ihr Leben ganz in den Dienst des Demel stellte.

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Anna Demel Foto: geni.com

Wie bereits üblich wurden wir sofort freudig begrüßt und zu unserem Platz geführt.

Ein Tisch am Fenster, mit Blick auf den Kohlmarkt, dessen Name jeder Sissi Fan natürlich kennt, denn wer erinnert sich nicht an die Szene, in der Romy ihrem Kaiser freudestrahlend erzählt, wie ihr die Wiener Bevölkerung am Kohlmarkt beinahe vor Begeisterung das Kleid zerrissen hat?

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Foto sternenkaiserin.com – marie

Ein Zustand, den ich nur zu gut nachvollziehen kann. 😉

Meine ganz persönliche Demelinnerin brachte wie stets ein Kännchen warmer Milch und dazu dieses Mal ein Wiener Frühstück.

Ein Kaisersemmerl und Ei im Glas, kennt ihr das? Weiches Ei in einem kleinen Schüsserl ohne Schale serviert?

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Foto sternenkaiserin.com – marie

Nach ein paar, zumindest damals verbotenen Blicken in die Tageszeitung folgte ich einer weiteren Tradition. Ich durfte die Tortenkünstler in der Backstube besuchen und man bot mir die feinsten Köstlichkeiten zum Probieren an.

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Foto sternenkaiserin.com – marie

Nun könnt ihr Euch ja vorstellen, dass es mir unmöglich war all diese Herrlichkeiten zu versuchen und so beschränkte ich mich, wie üblich, auf meine Lieblingsnascherei, die ich auch stets auf all unseren Reisen mitführe, die kandierten Veilchen.

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Foto sternenkaiserin.com – marie

Zuckerbäcker aus der ganzen Welt bemühen sich um eine Ausbildungsstelle in diesem altehrwürdigen Haus und so staunte ich nicht schlecht, als mir ein Mädchen aus Boston/Amerika eine Kostprobe reichte.

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Foto sternenkaiserin.com – marie

Nun ist der Demel nicht nur für „meine“ Veilchen bekannt, sondern bietet natürlich eine Vielfalt von Köstlichkeiten, die das Herz jeder Naschkatze höher schlagen lassen.

Spezialität des Hauses ist jedoch die Anna Demel Torte, benannt nach der Grand Dame des Hauses.

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Foto: Charlotte Schwarz|Fotogräfin 2017

Als die Österreichisch – Ungarische Monarchie unterging, schien im Demel die Zeit still zustehen. Anna Demel wachte streng darüber, dass der alten Ordnung Genüge getan wurde.

Im Demel blieb ein Graf auch in der Republik noch ein Graf, man hielt seinem aristokratischen, verarmten Vorkriegspublikum die Treue.

Trotz Verbot und Strafe ließ Anna Demel weder auf dem Portal noch auf den Konfektschachteln das Emblem K. u. K. Hofzuckerbäcker entfernen.

Anna Demel ist auch heute noch, lange nach ihrem Tod im Jahre 1956, als Pionierin bekannt, die als erste Frau den Titel „Kommerzialrat“ erhielt (1952) und der im Demel mit der berühmten Anna Torte – einer Verführung aus feinsten Nougat, auch heute noch Tribut gezollt wird.

Nach Anna’s Tod übernimmt ihre Adoptivtochter Klara Demel die Geschicke der Hofzuckerbäckerei.

Nach dem Tode seiner Gemahlin Klara 1965 führt ihr Mann Baron Federico v. Berzeviczy-Pallavicini den Demel weiter. Der hochbegabte Künstler Federico v. Berzeviczy-Pallavicini begründet die bis heute bestehende maßgebende Stellung des Demel. Während seiner Zeit bei Demel begründete er die Tradition, aus Schaustücken des Zucker- und Schokoladenhandwerks extravagante, neobarocke Inszenierungen zu gestalten.

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Federico Berzeviczy-Pallavicini Foto: Demel

Er prägt mit seinen faszinierenden Auslagen und kunstvoll gestalteten, verspielten Designs das Erscheinungsbild des Demel.

Zahlreiche dieser Motive sowie viele weitere wunderschöne Jahrhundertwende- und Wiener Werkstättenmotive, finden sich bis heute zum Teil unverändert auf den einzigartigen Bonbonschachteln und Verpackungspapieren wieder.

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Foto: Charlotte Schwarz|Fotogräfin 2017

Nachdem Federico v. Berzeviczy-Pallavicini das Familienunternehmen 1972 verkaufte, um sich in Italien und New York künstlerisch zu betätigen, begann für den Demel eine unruhige Zeit, als er kurzer Hand vom österreichischen Enfant Terrible Udo Proksch,- damals unter dem Synonym Serge Kirchhofer, Besitzer von 17 Telefonnummern, 38 Mänteln im Military-Look und zahlreichen Geburtsdaten,- übernommen wurde.

Proksch gründet daraufhin den, im zweiten Stock residierenden „Club 45“ in dem sich sämtliche Politiker, Künstler und Medienrepräsentanten trafen die damals Rang und Namen hatten.

20 Jahre später wechselt der Demel wieder den Besitzer, nachdem Proksch aufgrund der Versenkung des Schiffes ‚Lucona‘ verhaftet wird.

Ende 2002 wird der Demel Teil des international-tätigen Österreichischen Cateringunternehmen DO & CO, das stets darauf achtet den Betrieb traditionsgerecht weiterzuführen und die wertvolle Marke Demel zu bewahren.

Nach dem Ausflug in die Backstube kehrte ich unter den neugierigen und staunenden Blicken der internationalen Gäste zu meinem Platz zurück und ließ mir die Köstlichkeit, der auch die Kaiserin persönlich verfallen war servieren, das Veilchensorbet.

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Foto sternenkaiserin.com – marie

Falls ihr jemals im Frühling (dies Köstlichkeit ist nur im Frühjahr erhältlich) in Wien seid, müsst ihr es unbedingt versuchen, es gibt nichts Vergleichbares.

Eine weitere Köstlichkeit, die auch von Elisabeth sehr geschätzt wurde, ist natürlich der handgezogene Apfelstrudel, sehr zum Leid meines Mariechens natürlich standesgemäß mit Rosinen! Daneben gibt es nicht nur Demeltorte, Dobostorte, Fächertorte, russische Punschtorte, Esterházy-Torte und weitere Konditorei-Spezialitäten sondern auch die Demel Sachertorte, die zum Unterschied zur „Original Sacher Torte“ keine zusätzliche Marmeladeschicht in der Mitte hat. Erfunden hat sie Franz Sacher, vollendet zur heutigen Form hat sie allerdings sein Sohn Eduard Sacher, während seiner Ausbildung beim Demel.

Nach einem jahrelangen Rechtsstreit heißt die Demelsche Torte heute „Demel´s Sachertorte“, die andere „Original Sacher Torte“

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Foto sternenkaiserin.com – marie

Wie immer war es ein ausgesprochen süßer, wenn auch kalorienreicher Besuch in unserem Lieblings Kaffeehaus.

Ich bedanke mich für die Einladung und vielen Köstlichkeiten und freue mich auf das nächste Mal.

Sisi


Rechtliche Hinweise:
Bildrechte: Sternenkaiserin,com – marie, Demel, Foto: Charlotte Schwarz|Fotogräfin 2017

Text: Sisi

Videos: sternenkaiserin.com – marie

Träume und Gedichte – März 2019

In der Politik gibt es nichts Absolutes, ausgenommen die innere Moralität der Dinge; diese Moralität aber ist die Sache des Gewissens, nicht der Meinung. Der Mensch kann seine Meinung ändern, ohne dadurch seine Ehre zu verletzen, wenn nur sein Gewissen dasselbe bleibt.

~ Marie ~

Victor Hugo

💜lichen Dank dem wunderschönen Palast Hohenems für die Einladung.

Foto: sternenkaiserin.com – Marie


„Mein lieber Fürst, was für ein rauschendes Fest. Ich bin länger geblieben, als ich sollte. Aber nun, Adieu und vielen Dank, dass Sie auf das übliche Brimbamborium verzichtet haben.

Marie, wir werden leise sein müssen, wenn wir zurück in die Hofburg kommen.“

„Das gewiss Majestät. Auf Wiedersehen Fürst. Es war uns eine Ehre.“

~ Marie ~

💜lichen Dank dem Winterpalais Prinz Eugen für die Einladung.

Video: sternenkaiserin.com – Marie


Die Liebe hemmet nichts;
Sie kennt nicht Tür noch Riegel
Und drängt durch alles sich:
Sie ist ohn‘ Anbeginn,
Schlug ewig ihre Flügel
Und schlägt sie ewiglich.

🌟Sisi🌟

Matthias Claudius

Vielen Dank an unser geliebtes Wasserschloss Totzenbach

Foto: Prinz Barbara Fotografie mit Herz


So zieht nach einem schönen Tage
Die Sonne in ihr dunkles Haus,
Und von des Tages Müh und Plage
Ruht Herz und Hand erseufzend aus.

All meines Hauses Lieben sitzen
Nun fröhlich plaudernd um mich her.
Der Sonne Scheidestrahlen blitzen,
Es flutet rot das Wolkenmeer.

Und durch des Gärtchens breite Linde
Tönt ferneher ein Waldhornklang,
Und leis erzählt er uns im Winde,
„Was einst im Dorf die Schwalbe sang.“

Da wird es still in unserm Kreise,
Man hört den Wind im Laube ziehn,
Nur meine Schwester summt noch leise
Des Liedes Worte vor sich hin.

Ich aber denk‘ des Tages wieder,
Da ich so stolz mein Heim verließ —
Doch denk‘ ich auch der schlimmen Lieder,
Die mich das Elend singen hieß.

Denn wie im Spätherbst von der Traube,
Der welken, Beer‘ um Beere fällt,
So siel mir Mut und Kraft und Glaube
Und Lust und Liebe zu der Welt.

Doch was ich alles auch verloren,
Mein Heim hat wieder mir’s gebracht,
In mir den Menschen neu geboren —
Hätt’s nie gedacht, hätt’s nie gedacht!

Und stumm, mit feuchten Augen sinn‘ ich
So all den bösen Zeiten nach —
Mein Gott, wie überglücklich bin ich
Doch unter dieses Hauses Dach!

👑Sophie👑

Ludwig Ganghofer

Vielen Dank für die Einladung an Trauttmansdorff 💜

Foto: sternenkaiserin.com – Marie


…neulich an einem kühlen Abend nach einer Promenade mit Gräfin Festetics. Zum Glück war der Ofen angeheizt, so dass Majestät sich aufwärmen konnte.

👑Sophie👑

Vielen Dank für die Einladung an Albertina Museum 💜

Video: www.sternenkaiserin.com – Marie


O Gott, Du hast in dieser Nacht so väterlich für mich gewacht;
ich lob‘ und preise Dich dafür und dank‘ für alles Gute Dir.

Bewahre mich auch diesen Tag vor Sünde, Tod und jeder Plag‘;
und was ich denke, red‘ und tu‘, das segne, liebster Vater, Du!

Beschütze auch, ich bitte dich, o heil’ger Engel Gottes mich!
Maria, bitt an Gottes Thron für mich bei Jesus, deinem Sohn,
der hochgelobt sei allezeit von nun an bis in Ewigkeit! Amen.

👑Sophie👑

Foto: sternenkaiserin.com – Marie


Einen wunderschönen Guten Morgen Euch allen ☀️

Unsere Sisi ist der Enge Wiens entflohen und in wärmere Gefilde gereist. Kaum den ungeliebten Pflichten am Wiener Hof entkommen, sind alle trüben Gedanken verflogen und vergessen. Schaut, wie sie aufgeblüht ist, unsere schöne Kaiserin.

Schaust du die Welt
mit frohen Augen an,
froh wird die Welt
sich dir zu Füßen legen.
Es ist ein Ding gar wundersam,
daß Freude Frohsinn muß erregen.

Carl Peter Fröhling

👑Sophie👑

Vielen Dank für die Einladung an Trauttmansdorff – Die Gärten / I Giardini / The Gardens 

Foto: sternenkaiserin.com – Marie


👸Sisi trifft Sisi 👸

Im Schloss Esterhazy trafen die beiden Sisis aufeinander, was nicht eben selten geschieht, wenn wir Schlösser, Museen und private Räumlichkeiten besuchen.
Dieses von Franz Schrotzberg im Jahre 1856 gemälte Ölgemälde ist wohl eines der schönsten, das die blutjunge Kaiserin zum Sujet hat.
Es inspiriert zu einem Gedicht über die wahre Sisi. Es wurde im Jahre 1898 verfasst, kurz nachdem sie ermordet wurde. Aber es passt zum gezeigten Foto, da es sie so treffend beschreibt.

👑Sophie👑

Der Erde fremd, so will sie uns erscheinen,
In ihres Wesens seelischer Gewalt,
Die Kaiserin, um welche Völker weinen,
Die sich erinnern ihrer Lichtgestalt.

Die Majestät der kaiserlichen Würde,
Sie wich dem Zauber, der ihr eigen war;
Denn herrlicher als der Demanten Bürde
Wand ihr die Krone das geflochtne Haar.

Sie sehnte sich auf ihrem Herrscherthrone
Nach einem Etwas, unerreichbar weit;
Schon lang bevor sie ward verwaist vom Sohne,
Hat sie befragt die Unermeßlichkeit.

Und vorwärts schritt sie mit durchstochnem Herzen,
Schon lang bevor sie hat durchbohrt der Stahl;
Ihr unbewußt, der größte aller Schmerzen
War ihrer Sehnsucht ungestillte Qual.

Sie hat es nicht erjagt auf ihren Ritten
Und nicht erschifft auf der azurnen See,
Wofür verlangend sie am Weg gelitten:
Denn immer gleich blieb ihrer Schwermut Weh.

Heut‘ winkt sie fern im Schimmer der Legenden,
In seinem Bangen blickt nach ihr das Reich;
Denn bei den Heiligen, die Geschicke wenden,
sucht man Elisabeth von Oesterreich.

Josephine von Knorr

Vielen Dank für die Einladung an Schloss Esterházy 💜

Foto: sternenkaiserin.com – Marie


Es treibt dich fort von Ort zu Ort,
Du weißt nicht mal warum;
Im Winde klingt ein sanftes Wort,
Schaust dich verwundert um.

Die Liebe, die dahinten blieb,
Sie ruft dich sanft zurück:
O komm zurück, ich hab dich lieb,
Du bist mein einz’ges Glück!

Doch weiter, weiter, sonder Rast,
Du darfst nicht stillestehn;
Was du so sehr geliebet hast,
Sollst du nicht wiedersehn.

👑Sophie👑

Heinrich Heine

Vielen Dank für die Einladung an Schloss Fuschl Resort & SPA 

Foto: sternenkaiserin.com – Marie


Er ist mein drittes Auge, das über die Wolken blickt,
mein drittes Ohr, das über die Winde lauscht.
Er ist ein Teil von mir, der sich bis zum Meer erstreckt.
Wie er sich an meine Beine lehnt,
beim leisesten Lächeln mit dem Schwanz wedelt,
seinen Schmerz zeigt, wenn ich ohne ihn ausgehe,
sagt mir tausendmal,
dass ich der einzige Grund seines Daseins bin.
Habe ich Unrecht, verzeiht er mir mit Wonne.
Bin ich wütend, bringt er mich zum Lachen.
Bin ich glücklich, wird er vor Freude fast verrückt.
Mache ich mich zum Narren, sieht er darüber hinweg.
Gelingt mir etwas, lobt er mich.
Ohne ihn bin ich nur eine unter Vielen.
Mit ihm bin ich stark. Er ist die Treue selbst.
Er lehrt mich die Bedeutung der Liebe.
Durch ihn erfahre ich seelischen Trost
und inneren Frieden.
Er lehrt mich verstehen, wo vorher nur Ignoranz war.
Sein Kopf auf meinen Knien heilt meine
menschlichen Schmerzen.
In seiner Gegenwart habe ich keine Angst
vor Dunkelheit und Unbekanntem.
Er versprach, auf mich zu warten
…wann und wo auch immer …ich könnt ihn ja brauchen.
Und ich brauche ihn – wie ich es immer getan habe.
Er ist eben mein Hund.

👑Sophie👑

Gene Hill

Vielen Dank für die Einladung an Schloss Ruegers

Foto: Prinz Barbara Fotografie mit Herz


Ein Drama nahm ich jüngst zur Hand,
Und Welten fand ich ausgebreitet
Und spürt‘ in mystisches Gewand
Das Leid der Menschheit eingekleidet.
Ich sah die Liebe suchend irr’n,
Ich hört‘ die Sehnsucht ängstlich fragen
Und in ein zuckend Menschenhirn
Den Zweifel seine Krallen schlagen.
Fürs Weh des Tages taub und blind,
So las ich bei verschlossnen Türen
Und ließ ins Blütenlabyrinth
Der Leidenschaft mich zitternd führen.
Und wie ich hellen Ohres hör‘
Schicksalzerfleischter Fluch und Jammern,
Da stand – nur für den Regisseur –
Das kalte Wort in kleinen Klammern:
„Vorhang“.

In einem Drama las ich jüngst
Und sprach zu mir: Wenn du in Wochen,
In Mond und Jahr die Erde düngst
Mit deinem Fleisch und deinen Knochen,
Dann wird von deinem Lebensspiel,
Von deiner Kräfte freud’gem Treiben,
Weil allzufrüh der Vorhang fiel,
Vielleicht nur trübe Kunde bleiben.
Und was dir dorten droht und winkt
Als Sühn‘ und Lohn für Haß und Lieben,
Wenn dich der Tod erst abgeschminkt,
Weiß keiner, der zurückgeblieben.
Doch mag der Lenz mit Schmeichellist
Dein Herz alljährlich neu betören,
Je näher du dem Rätsel bist,
Du wirst es ohne Schrecken hören:
„Vorhang“.

👑Sophie👑

Rudolf Presber

Vielen Dank für die Einladung an Wasserschloss Totzenbach 💜

Foto: Prinz Barbara Fotografie mit Herz


Solang du nach dem Glücke jagst,
Bist du nicht reif zum Glücklichsein,
Und wäre alles Liebste dein.

Solang du um Verlornes klagst
Und Ziele hast und rastlos bist,
Weißt du noch nicht, was Friede ist.

Erst wenn du jedem Wunsch entsagst,
Nicht Ziel mehr noch Begehren kennst,
Das Glück nicht mehr mit Namen nennst,

Dann reicht dir des Geschehens Flut
Nicht mehr ans Herz, und deine Seele ruht.

👑Sophie👑

Hermann Hesse

Vielen Dank für die Einladung an Schloss Fuschl Resort & SPA 💜

Foto: sternenkaiserin.com – Marie


Du bist wie eine Blume,
So hold und schön und rein;
Ich schau dich an, und Wehmut
Schleicht mir ins Herz hinein.
Mir ist, als ob ich die Hände 
Aufs Haupt dir legen sollt,
Betend, daß Gott dich erhalte
So rein und schön und hold.

👑Sophie👑

Heinrich Heine

Vielen Dank für die Einladung an Gärten von Schloss Trauttmansdorff 💜

Foto: sternenkaiserin.com – Marie


What do you see
You people gazing at me
You see a doll on a music box
That’s wound by a key
How can you tell
I’m under a spell
I’m waiting for love’s first kiss
You cannot see
How much I long to be free
Turning around on this music box
That’s wound by a key
Yearning
Yearning
While
I’m turning around and around
What do you see

You people gazing at me
You see a doll on a music box, that’s wound by a key

How can you tell I’m
Under a spell I’m
Waiting for love’s first kiss

You cannot see
How much I long to be free
Turning around on this music box that’s wound by a key

🌟Sisi🌟

Chitty Chitty Bang Bang Original Cast – Doll On A Music Box Lyrics | MetroLyrics
Vielen Dank an das Wasserschloss Laudon für die Einladung

Video sternenkaiserin.com – Marie


In einem Thal bei armen Hirten
Erschien mit jedem jungen Jahr,
Sobald die ersten Lerchen schwirrten,
Ein Mädchen, schön und wunderbar.

Sie war nicht in dem Thal geboren,
Man wußte nicht, woher sie kam;
Und schnell war ihre Spur verloren,
Sobald das Mädchen Abschied nahm.

Beseligend war ihre Nähe,
Und alle Herzen wurden weit;
Doch eine Würde, eine Höhe
Entfernte die Vertraulichkeit.

Sie brachte Blumen mit und Früchte,
Gereift auf einer andern Flur,
In einem andern Sonnenlichte,
In einer glücklichern Natur.

Und theilte Jedem eine Gabe,
Dem Früchte, Jenem Blumen aus;
Der Jüngling und der Greis am Stabe,
Ein jeder ging beschenkt nach Haus.

Willkommen waren alle Gäste;
Doch nahte sich ein liebend Paar,
Dem reichte sie der Gaben beste,
Der Blumen allerschönste dar.

👑Sophie👑

Friedrich Schiller

Vielen Dank für die Einladung an Schloss Ruegers 💜

Foto: sternenkaiserin.com – Marie


’s war eine Nacht, beim Licht von tausend Kerzen
Durch schwärmt im Säulensaal; Musik erklang,
Die tief im jungen freudetrunk’nen Herzen
Ein Echo fand, melodisch, ernst und lang.

Da war’s, da mußt‘ ich’s zitternd dir gestehen;
Nicht schöne Worte Hab‘ ich angewandt;
Du aber sahst mich an — da war’s geschehen,
Und lächelnd gabst du mir die kleine Hand.

Dann hab‘ ich in den Wagen dich gehoben;
Die Rosse zogen an, daß von dem Huf
Um meine Stirn die Schneekrystalle stoben;
Im Wind verhallt‘ mein leiser Abschiedsruf.

Und träumend ging ich hinter diesem Wagen,
Im schneid’gen Frost gluthmächtig angeregt —

Glückselig jene Räder, die dich tragen,
Das Kissen, d’ran dein Köpfchen du gelegt!

Es war in dämmernd früher Morgenstunde;
Da stand ich unter deinem Schlafgemach
Im Tannendickicht auf gefror’nem Grunde;
Hell schien der Mond auf’s hohe Giebeldach.

Dann ward es licht in deinem Stübchen drinnen;
Nun saßest du wohl droben, müd vom Tanz
Und löstest schweigend und in tiefem Sinnen
Aus deinem Lockenhaar den Blumenkranz.

Dann dachtest du der jüngstverwich’nen Stunden
Schlaflos, in weihevoller Träumerei,
Und ich ging heim — längst war dein Licht verschwunden —
Durch Frost und Nacht beim ersten Hahnenschrei.

👑Sophie👑

Max Haushofer

Vielen Dank für die Einladung an Schloss Ruegers 💜

Foto:Prinz Barbara Fotografie mit Herz


Vernimmst du den silbrig glockigen Klang?
Die Schönheit von magischen Einhorngesang?
Erzählend von göttlicher Liebe und Glück?
Oh, elender Mensch, warum hörst du ihn nicht?

Dein Herz viel zu kalt, in ihm sitzt Gewalt!
Vom Hasse verdorben, die Liebe gestorben!
Die Seele verletzt, in Ängste versetzt!
Der Hass sie entstellte, die Liebe zerschellte!

Die liebenden Wesen von göttlichem Stamm,
die irdenen Menschen in fesselndem Bann,
ertrinken in wärmenden, liebenden Licht!
Oh, törichter Mensch, warum erkennst du nicht?

🌟Sisi🌟

Pascale E. (20. Jhdt.)

Vielen Dank an die Spanische Hofreitschule für die Einladung

Foto: sternenkaiserin.com – Marie


Wir glauben an den einen Gott,
den Vater, den Allmächtigen, der alles geschaffen hat,
Himmel und Erde, die sichtbare und die unsichtbare Welt.

Und an den einen Herrn, Jesus Christus,
Gottes eingeborenen Sohn,
aus dem Vater geboren vor aller Zeit:
Gott von Gott, Licht vom Licht,
wahrer Gott vom wahren Gott,
gezeugt, nicht geschaffen,
eines Wesens mit dem Vater;
durch ihn ist alles geschaffen.
Für uns Menschen und zu unserem Heil
ist er vom Himmel gekommen,
hat Fleisch angenommen durch den Heiligen Geist
von der Jungfrau Maria
und ist Mensch geworden.
Er wurde für uns gekreuzigt unter Pontius Pilatus,
hat gelitten und ist begraben worden,
ist am dritten Tage auferstanden nach der Schrift
und aufgefahren in den Himmel.
Er sitzt zur Rechten des Vaters
und wird wiederkommen in Herrlichkeit,
zu richten die Lebenden und die Toten;
seiner Herrschaft wird kein Ende sein.

Wir glauben an den Heiligen Geist,
der Herr ist und lebendig macht,
der aus dem Vater und dem Sohn hervorgeht,
der mit dem Vater und dem Sohn angebetet und verherrlicht wird,
der gesprochen hat durch die Propheten;
und die eine, heilige, katholischeund apostolische Kirche.
Wir bekennen die eine Taufe zur Vergebung der Sünden.
Wir erwarten die Auferstehung der Toten
und das Leben der kommenden Welt.

Amen.

🌟Sisi🌟

Vielen Dank für die Einladung an Schloss Ruegers ❤️

Foto: sternenkaiserin.com – Marie


Ich wandelte unter den Bäumen
Mit meinem Gram allein;
Da kam das alte Träumen,
Und schlich mir ins Herz hinein.

Wer hat euch dies Wörtlein gelehret,
Ihr Vöglein in luftiger Höh‘?
Schweigt still! wenn mein Herz es höret,
Dann tut es noch einmal so weh.

»Es kam ein Jungfräulein gegangen,
Die sang es immerfort,
Da haben wir Vöglein gefangen
Das hübsche, goldne Wort.«

Das sollt ihr mir nicht mehr erzählen,
Ihr Vöglein wunderschlau;
Ihr wollt meinen Kummer mir stehlen,
Ich aber niemanden trau.

🌟Sisi🌟

Heinrich Heine

Foto: Charlotte Schwarz|Fotogräfin 2017


„Was denkst du Marie, wird mein Herzchen sich freuen über diese Decke für ihren neuen Puppenwagen?
Wenn doch nur hoffentlich die neue Puppe aus Frankreich pünktlich zum Osterhasen noch ankommt!

Und sind die Zuckereier beim Demel bestellt?
Ich möchte, dass die Kinder dieses Jahr ganz besonders schöne Festtage verbringen, wenn Rudi uns schon besuchen darf!

Vergiss auch nicht, für die Kinder vom Dorf Eier und kleine Striezel machen zu lassen, wir werden den Schlossgarten öffnen und alles verteilen!“

„Aber Majestät, was wird ihre kaiserliche Hoheit Erzherzogin Sophie dazu sagen?“

„Was kümmert mich der Hof in Wien, wenn wir in Ruegers sind? Der Graf wird mir diesen Wunsch nicht abschlagen!“

🌟Sisi🌟

Vielen Dank an unseren lieben Freund Graf Pilati von Schloss Ruegers für die Einladung 💜

Video sternenkaiserin.com – Marie


Kameraden, aufgesessen!
Lasst den Alltag uns Vergessen,
Leben heißt: ein Reiter sein.

Auf den Rücken edler Pferde
fliegen wir über die Erde,
Freiheit weht uns um die Nase
-ein Gefühl von Seligkeit
macht sich in den Sätteln breit.

Gebt den Rossen Eure Sporen,
Reiter werden neu geboren,
jeden Tag, bei jedem Ritt.
Im Galopp, mit sicherem Tritt
preschen Hufe über Weiten
…herrlich ist es, so zu reiten.

Freunde, lasst die Zügel schießen,
jeden Augenblick genießen,
eins zu sein mit den Gewalten.
Nichts und niemand kann uns halten.
Starke Hengste, schnelle Stuten,
über berge, durch die Fluten
-Zeit und Raum verlieren sich.

Amazonen, kühne Recken,
zieht mit uns, die Welt entdecken,
Harmonie mit der Natur.
Reiten, dass ist „Leben pur“.

🌟Sisi🌟

Unbekannt

Vielen Dank an Schlosspark Laxenburg für die Einladung

Foto: sternenkaiserin.com – Marie


Willst du lesen ein Gedicht –
Sammle dich wie zu Gebete,
Daß vor deine Seele licht
Das Gebild des Dichters trete;
Daß durch seine Form hinan
Du den Blick dir aufwärts bahnest,
Und, wie’s Dichteraugen sahn,
Selbst der Schönheit Urbild ahnest.

🌟Sisi🌟

Ludwig Adolf Stöber

Vielen Dank an das Hotel Imperial, a Luxury Collection Hotel, Vienna für die Einladung 💜

Foto: sternenkaiserin.com – Marie


Du zeigst dich bald im neuen Kleide,
nach langem Warten wär ´s auch Zeit,
für jeden eine Augenweide,
der manchen Blick gern näher streut.

Sein Stoff wird schönste Formen finden,
wenn er sich um die Fläche hüllt,
dort Haut an weiche Wärme binden,
selbst wenn sich dir viel mehr erfüllt.

Es wird sich leicht mit dir bewegen
und jeder der dich drauf anspricht,
darf in dir Stolz und Glück erregen,
mit einem Lächeln im Gesicht.

Ein leichter Traum von Eleganz,
so trägt es dich durch Tag und Nacht,
beim Gehen, Sitzen, jedem Tanz,
ist mit ihm längst dein Herz erwacht.

Erst spät wird es den Ort verlier´n,
weil es dich anderswo hinführt,
dort andere Gewänder zier´n,
auch wenn nicht eines dich berührt.

Dies Kleid hat seinen rechten Platz,
im Wohlgefühl nach deiner Wahl,
es weiß um deinen wahren Schatz
und freut sich schon auf ´s nächste Mal.

👑Sophie👑

Michael Buck

Vielen Dank für die Einladung an Schloss Ruegers 💜

Foto: sternenkaiserin.com – Marie


Dein Lächeln ist zauberhaft,
verschenkt Energie,
Worte von dir geben Kraft,
klingen wie Poesie.

Auch der Glanz deiner Augen,
verspricht Harmonie,
kann die Herzen ansaugen,
wie der Held Sympathie.

Deine Lippen sind zärtlich,
küssen die Seele,
deine Anmut ist göttlich,
wie Wein in der Kehle.

So wie das Licht der Sonne,
strahlt hell dein Gesicht,
darum sag ich’s mit Wonne,
du bist ein Gedicht.

👑Sophie👑

Horst Rehmann

Vielen Dank für die Einladung an Oper Graz 💜

Foto: sternenkaiserin.com – Marie


Die Sonne fährt durchs Morgentor
Goldfunkelnd über den Bergen,
Und wie zwei Veilchen im frühen Mai,
Zwei blaue Augen klar und frei,
Die lachen auf ihren Wegen
Geöffnet ihr entgegen.

Glück auf, mein Liebchen ist erwacht
Mit purpurroten Wangen!
Ihr Fenster glitzert im Morgenstrahl
Und alle Blumen in Garten und Tal
Erwarten sie mit Sehnen,
Die Äuglein voller Tränen.

Es ist nichts Schöneres in der Welt,
Als diese grüne Erde,
Wenn man darauf ein Schätzlein hat,
Das still und innig, früh und spat,
Für einen lebt und blühet,
Ein heimlich Feuerlein, glühet.

Hallo, du später Jägersmann,
Was reibst du deine Augen?
Ich hab’ die ganze Nacht geschwärmt
Und mich am Mondenschein gewärmt
Und steige frisch und munter
Vom hohen Berg herunter.

Mein Mädchen durch den Garten geht
Und singt halblaute Weisen;
Mich dünkt, ich kenne der Lieder Ton,
Was gilt’s, ich habe sie alle schon
Heut nacht dort oben gesungen!
Sie sind herüber geklungen.

👑Sophie👑

Gottfried Keller

Vielen Dank für die Einladung an Schloss Ruegers 💜

Foto: sternenkaiserin.com – Marie


Nun will ich mit dem reinsten Klang
Mein Saitenspiel wohl rühren,
Nun soll sich meines Liedes Sang
Die höchste Wette küren,
Dass Aller Augen auf mich schau’n,
Wenn ich die Kunst erprobe,
Euch holden Mädchen, schönen Frau’n
Zu Liebe und zu Lobe.
Gegrüßet seid mit allem Preis,
Ihr Zarten, Süßen, Losen,
Ihr stolzen, schlanken Lilien weiß
Und ihr, ihr roten Rosen!
Ihr aller Schuld ein Schirm und Dach,
Ein Schild vor allem Leide,
Voll milder Güte ein klarer Bach,
Eine schimmernde Augenweide.
Ihr seid ein edler Würzewein,
Der Liebe Ingesiegel,
Voll süßer Lust ein goldner Schrein,
Der Treue starker Riegel.
Wenn ihr euch lieb und hold mir neigt
Mit eurem Gruß und Segen,
Mir’s inniglich zu Herzen steigt
Wie duftiger Maienregen.
Und lächelt mir euer roter Mund,
So bin ich schon eu’r eigen,
Und was mir blüht auf Herzensgrund,
Das kann ich nicht verschweigen.
Minniglich will ich sel’ger Mann
Euch in die Augen schauen,
So lang‘ ich singen und sagen kann,
Will ich lieben und loben die Frauen.

👑Sophie👑

Julius Wolff

Vielen Dank für die Einladung an Schloss Laudon

Foto: sternenkaiserin.com – Marie


Ich trage, wo ich gehe, stets eine Uhr bei mir;
Wieviel es geschlagen habe, genau seh ich an ihr.
Es ist ein großer Meister, der künstlich ihr Werk gefügt,
Wenngleich ihr Gang nicht immer dem törichten Wunsche genügt.

Ich wollte, sie wäre rascher gegangen an manchem Tag;
Ich wollte, sie hätte manchmal verzögert den raschen Schlag.
In meinen Leiden und Freuden, in Sturm und in der Ruh,
Was immer geschah im Leben, sie pochte den Takt dazu.

Sie schlug am Sarge des Vaters, sie schlug an des Freundes Bahr,
Sie schlug am Morgen der Liebe, sie schlug am Traualtar.
Sie schlug an der Wiege des Kindes, sie schlägt, will’s Gott, noch oft,
Wenn bessere Tage kommen, wie meine Seele es hofft.

Und ward sie auch einmal träger, und drohte zu stocken ihr Lauf,
So zog der Meister immer großmütig sie wieder auf.
Doch stände sie einmal stille, dann wär’s um sie geschehn,
Kein andrer, als der sie fügte, bringt die Zerstörte zum Gehn.

Dann müßt ich zum Meister wandern, der wohnt am Ende wohl weit,
Wohl draußen, jenseits der Erde, wohl dort in der Ewigkeit!
Dann gäb ich sie ihm zurücke mit dankbar kindlichem Flehn:
Sieh, Herr, ich hab nichts verdorben, sie blieb von selber stehn.

👑Sophie👑

Johann Gabriel Seidl

Vielen Dank für die Einladung an den wunderschönen Palast Hohenems 💜

Foto: sternenkaiserin.com – Marie


O, wie ist es kalt geworden
Und so traurig, öd′ und leer!
Rauhe Winde weh′n von Norden
Und die Sonne scheint nicht mehr

Auf die Berge möcht′ ich fliegen,
Möchte seh′n ein grünes Thal,
Möcht′ in Gras und Blumen liegen
Und mich freu′n am Sonnenstrahl.

Möchte hören die Schalmeien
Und der Heerden Glockenklang,
Möchte freuen mich im Freien
An der Vögel süßem Sang.

Schöner Frühling, komm doch wieder,
Lieber Frühling, komm doch bald,
Bring′ uns Blumen, Laub und Lieder,
Schmücke wieder Feld und Wald

Ja, du bist uns treu geblieben,
Kommst nun bald in Pracht und Glanz,
Bringst nun bald all deinen Lieben
Sang und Freude, Spiel und Tanz.

👑Sophie👑

Hoffmann von Fallersleben

💜lichen Dank für die Einladung an Schloss Ruegers

Foto: sternenkaiserin.com – Marie


Etwas in mir ist anders,
etwas in mir erwacht;
ich halt‘ die Regeln nicht ein, die mir ein and’rer macht.
Ich habe mich entschieden:
ich träum‘ nicht länger, ich leb‘.
Ich schließe meine Augen,
ich lass‘ los und schweb‘.

Und fühl‘ mich frei, so frei und schwerelos.
Nur mir noch treu und frei und schwerelos.

Mir setzt man keine Grenzen,
ich halt‘ mich nicht daran.
Auch wenn nicht alles geht;
ich will selbst sehen, was ich kann.
Zu lang‘ wollt‘ ich geliebt sein, darum spielte ich ihr Spiel.
Ist das der Preis für Liebe, kostet sie zuviel!

Jetzt bin ich frei, so frei und schwerelos.
Aus und vorbei, ich bin frei und schwerelos
und niemand fängt mich ein.

🌟Sisi🌟

Frei und Schwerelos, Wicked – Stephen Schwartz

Vielen Dank an Schloss Laudon für die Einladung 💜

Video: sternenkaiserin.com – Marie


Ziehst du, süßestes Gefühl
Der Müdigkeit in mein verwundetes Herz,
legst tröstlich deine mildernde Hand
auf mein Leid, auf mein innres Gewühl,
nimmst mich aus meinem Schmerz
in dein fernes heiliges Land.
Deine Hand küß ich in Ergriffenheit,
ich bin so wund, ich will schlafen,
meine Trauer nimmst du im Schlafen, liebe Müdigkeit.
Schon neigen sich ferne Gesichte
ernst geschlossenen Augen,
Die Nacht kommt in ihrem Lichte.

👑Sophie👑

Eugen von Kahler

Vielen Dank für die Einladung an Hotel Imperial, a Luxury Collection Hotel, Vienna 💜

Foto: sternenkaiserin.com – Marie


Wach auf, da schon der Morgen
Die Wolken überflammt.
Lass, was in Nacht verborgen,
Und üb des Tages Amt.

Das ist: In Höhen greifen,
So hoch es nur gelingt.
Das ist: In Welten streifen,
So weit der Fuß nur dringt.

Das ist: Zum Guten halten
Die ungewohnte Hand.
Das ist: In Werken walten,
Was nur die Kraft umspannt.

Das ist: Zum Großen dringen,
So weit es heute geht,
Und alles niederzwingen,
Was klein im Wege steht!

🌟Sisi🌟

Gustav Schüler

Vielen Dank an K. u K. Hofzuckerbäcker DEMEL für die Einladung 💜

Foto: Charlotte Schwarz|Fotogräfin 2017


Der Herr segne dich und behüte dich
Der Herr segne dich und behüte dich.
Er schaffe dir Rat und Schutz in allen Ãngsten.
Er gebe dir den Mut, aufzubrechen und die Kraft,
neue Wege zu gehen.

Er schenke dir Gewissheit, heimzukommen.
Der Herr lasse sein Angesicht leuchten über Dir
und sei dir gnädig.
Gott sei Licht auf deinem Wege.
Er sei bei Dir, wenn du Umwege und Irrwege gehst.

Er nehme dich bei der Hand
und gebe dir viele Zeichen seiner Nähe.
Er erhebe sein Angesicht auf dich und gebe
dir seinen Frieden.
Ganzsein von Seele und Leib.
Das Bewusstsein der Geborgenheit.
Ein Vertrauen, das immer größer wird
und sich nicht beirren lässt.

So segne dich Gott Vater, Sohn und Heiliger Geist.
Amen

🌟Sisi🌟

Vielen Dank an den Herrn Dompfarrer Toni Faber für die Einladung in den Stephansdom 💜

Foto: Charlotte Schwarz|Fotogräfin 2017


Auf die Hände küßt die Achtung,
Freundschaft auf die offne Stirn,
Auf die Wange Wohlgefallen,
Sel’ge Liebe auf den Mund.

Aufs geschloßne Aug‘ die Sehnsucht,
In die hohle Hand Verlangen,
Arm und Nacken die Begierde;
Überall sonst die Raserei.

🌟Sisi🌟

Franz Grillparzer

Vielen Dank für die Einladung an Schloss Ruegers 💜

Foto: sternenkaiserin.com – Marie


An unsrer Väter Taten
Mit Liebe sich erbaun,
Fortpflanzen ihre Saaten,
Dem alten Grund vertraun;
In solchem Angedenken
Des Landes Heil erneun;
Um unsre Schmach sich kränken,
Sich unsrer Ehre freun;
Sein eignes Ich vergessen
In Aller Lust und Schmerz:
Das nennt man, wohlermessen,
Für unser Volk ein Herz.

Was unsre Väter schufen,
Zertrümmern ohne Scheu,
Um dann hervorzurufen
Das eigne Luftgebäu;
Fühllos die Männer lästern,
Die wir uns ausgewählt,
Weil sie dem Plan von gestern
Zu huldigen verfehlt;
Die alten Namen nennen
Nicht anders als zum Scherz:
Das heißt, ich darf’s bekennen,
Für unser Volk kein Herz.

Jetzt, da von neuem Lichte
Die Hoffnung sich belebt,
Und da die Volksgeschichte
Den Griffel wartend hebt:
O Fürstin! für deren Ahnen
Der Unsern Brust gepocht
Und unter deren Fahnen
Die Jugend Ruhm erfocht,
Jetzt, unvermittelt, neige
Du dich zu unsrem Schmerz!
Ja! du vor allen zeige
Für unser Volk ein Herz!

👑Sophie👑

Ludwig Uhland

Vielen Dank für die Einladung an Schloss Eckartsau 💜

Foto: sternenkaiserin.com – Marie


Nymphe des Lächelns mit gesenkten Blicken,
In welchen glanzverklärten Tagesstunden
Sei deiner Lieblichkeit der Kranz gewunden:
Wenn süße wirre Reden dich verstricken –

Wenn du in himmelheiterem Verzücken
Gedanken lebst – wenn du so ungebunden
Hintanzest durch des Gartens Sonnenstunden
Und hundert Blumen dir Willkommen nicken?

Oder wenn du gebannt in süßem Lauschen
Die Rosenlippen teilst? – Wie darf ich fragen!
Ein Schönstes gegen Schönstes umzutauschen,

War Torheit nur. Ich könnte dann auch sagen,
Welche der Grazien in Apolls Geleit
Die erste sei an holder Lieblichkeit.

👑Sophie👑

John Keats

Vielen Dank für die Einladung an Schloss Eckartsau 💜

Foto: sternenkaiserin.com – Marie


Der Strauß, den ich gepflücket,
grüße dich vieltausendmal!
Ich habe mich oft gebücket,
ach, wohl eintausendmal,
und ihn ans Herz gedrücket
wie hunderttausendmal!

👑Sophie👑

Johann Wolfgang von Goethe

Vielen Dank für die Einladung an Hotel Kaiserin Elisabeth 💜

Foto: sternenkaiserin.com – Marie


Wenn der Goldregen blüht, wenn die Nächte so heiß,
daß ich rastlos mich nicht zu fassen weiß
in der atemberaubenden Schwüle –
sag, weißt du, was ich dann fühle? –

Wenn die Wogen von süßem, berauschenden Duft
mein Zimmer erfüllen, und heiße Luft
mich umflutet, willst du es wissen?
Dann wein ich in meine Kissen.

Wenn der Vollmond hell leuchtend am Himmel steht,
der Pendelschlag langsam, so langsam geht,
ohne kärglichstes Glück mir zu bringen,
dann gilts ein verzweifeltes Ringen.

Ein Ringen der sehnenden Jugendkraft,
ein Ringen begehrender Leidenschaft,
ein Ringen der Glieder, der jungen,
mit toten Erinnerungen.

🌟Sisi🌟

Else Galen-Gube

Vielen Dank an Schloss Laudon für die Einladung 💜

Foto: sternenkaiserin.com – Marie


Die Sehnsucht zieht mich
hin zum Blau der Meere,
die Flügel ausbreiten,
mit dem Wind segeln,
ohne zu fragen, woher oder wohin.

Die Sehnsucht zieht mich
hin in ferne Länder,
dorthin, wo meine Seele lacht.

🌟Sisi🌟

Roswitha Bloch

Vielen Dank an den Schlosspark Laxenburg für die Einladung 💜

Foto: sternenkaiserin.com – Marie


Eine Freude unter allen
Hab‘ ich stets als wahr erkannt,
Und die Leuchte sie genannt,
Sie bleibt wahr, ob alles trügt,
Unbefleckt von Groll und Neide,
Selig der, dem sie genügt:
Freude an der andern Freude.

🌟Sisi🌟

Theodor Hell

Vielen Dank an Schloss Fuschl Resort & SPA für die Einladung 💜

Foto: sternenkaiserin.com – Marie


Und mein liebes Veilchen blüht
Wie’s vor lauter Freude weinet!
Freut sich, daß die Sonne scheinet!
Schmetterlinge, fliegt herbei,
Sagt ihm doch, wie schön es sei!

🌟Sisi🌟

Johann Wolfgang von Goethe

Vielen Dank für die Einladung an Schlosspark Laxenburg 💜 für die Einladung

Foto: sternenkaiserin.com – Marie


Das ist die Drossel, die da schlägt,
Der Frühling, der mein Herz bewegt;
Ich fühle, die sich hold bezeigen,
Die Geister aus der Erde steigen.
Das Leben fließet wie ein Traum –
Mir ist wie Blume, Blatt und Baum.

🌟Sisi🌟

Theodor Storm

Vielen Dank an Schloß Schönbrunn für die Einladung 💜

Foto: sternenkaiserin.com – Marie


Vielen Dank an Graf Pilati für die Einladung nach Schloss Ruegers💜

Video sternenkaiserin.com – Marie


In Palästen geboren.
Paläste mit Ohren.
Mit Marionetten.
An goldenen Ketten.

In Palästen geboren.
Und den Kopf voller Träume.
In den Wolken daheim.
Die Paläste so klein.

Freiheit ist ein Drachenkind.
Steige, mein Drache, steig’ geschwind.
Flieg’ zu den Sternen durch die Zeit.
Flieg’ und voran! Flieg’ nicht zu weit!

Ein Drache, den man fliegen lässt,
Sucht in den Wolken sein Liebesnest.
Und schenkt der Himmel ihm die Zeit,
sucht er den Himmel sich zu zweit.

Meine Hoheit aus Wien.
Mein Lohengrin.

Durchs Leben zu geh’n
mit Ihnen wär schön
wär wunderschön.

In Palästen geboren
Voll Neid und voll Gier.

Ach, ich wünsche mich fort.
Wünscht mich weit fort mit dir!

🌟Sisi🌟

Ludwig² – Das Musical – In Palästen geboren, Konstantin Wecker

Vielen Dank an Schloss Fuschl Resort & SPA 💜 für die Einladung

Foto: sternenkaiserin.com – Marie


Εἲς τὸ ὂνομα τοῦ πατρὸς καὶ τοῦ υἱοῦ καὶ τοῦ ἁγίου πνεύματος. Ἀμήν.
Πάτερ ἡμῶν ὁ ἐν τοῖς οὐρανοῖς·
Ἁγιασθήτω τὸ ὂνομά σου·
ἐλθέτω ἡ βασιλεία σου·
γενηθήτω τὸ θἐλημά σου,
ὡς ἐν οὐρανῷ καὶ ἐπὶ γῆς·
Τὸν ἂρτον ἡμῶν τὸν ἐπιούσιον δὸς ἡμῖν σήμερον·
καὶ ἂφες ἡμῖν τὰ ὀφειλήματα ἡμῶν,
ὡς καὶ ἡμεῖς ἀφήκαμεν τοῖς ὀφειλέταις ἡμῶν·
καὶ μὴ εἰσενέγκῃς ἡμᾶς εἰς πειρασμόν,
ἀλλὰ ῥῦσαι ἡμᾶς ἀπὸ τοῦ πονηροῦ.
Ἀμήν.

🌟Sisi🌟

(Vater unser – altgriechisch)

Foto: sternenkaiserin.com – Marie


Grüner Schimmer spielet wieder
Drüben über Wies‘ und Feld.
Frohe Hoffnung senkt sich nieder
Auf die stumme trübe Welt.
Ja, nach langen Winterleiden
Kehrt der Frühling uns zurück,
Will die Welt in Freude kleiden,
Will uns bringen neues Glück.

Seht, ein Schmetterling als Bote
Zieht einher in Frühlingstracht,
Meldet uns, dass alles Tote
Nun zum Leben auferwacht.
Nur die Veilchen schüchtern wagen
Aufzuschau’n zum Sonnenschein;
Ist es doch, als ob sie fragen:
»Sollt‘ es denn schon Frühling sein?«

Seht, wie sich die Lerchen schwingen
In das blaue Himmelszelt!
Wie sie schwirren, wie sie singen
Über uns herab ins Feld!
Alles Leid entflieht auf Erden
Vor des Frühlings Freud‘ und Lust –
Nun, so soll’s auch Frühling werden,
Frühling auch in unsrer Brust!

🌟Sisi🌟

Hoffmann von Fallersleben

Vielen Dank an Schloss Fuschl Resort & SPA für die Einladung 💜

Foto: sternenkaiserin.com – Marie


Kennst du der Sehnsucht Schmerzen
Tief im Herzen?
Ein glühend Verlangen,
Ein ewiges Bangen,
Ein ewiges Streben!
Wie Qual und Lust
So still in der Brust
Mit tiefem Beben
Sich innig verweben!
Weit in die Ferne,
Himmelwärts,
In den Kreis der Sterne
Sehnt sich das Herz.
Ein schöner Morgen
Bricht glühend heran;
Doch der Liebe Sorgen
Zerstören den Wahn.
Ach, dass es doch bliebe,
Dies Paradies!
Der Wahn der Liebe
Ist gar so süß.
Es ist der Gottheit lebendig lebendiger Strahl,
Und das Leben entflieht mit dem ideal.

🌟Sisi🌟

Theodor Körner

Vielen Dank an das Hotel Adria – Meran für die Einladung 💜

Foto: sternenkaiserin.com – Marie


Es weht der Wind ein Blatt vom Baum,
von vielen Blättern eines,
dies eine Blatt, man merkt es kaum,
denn eines ist ja keines.
Doch dieses Blatt allein,
war Teil von unserem Leben,
drum wird dies Blatt allein,
uns immer wieder fehlen.

🌟Sisi🌟

Unbekannt

Vielen Dank an die Rudolfsvilla – Sisi Schloss für die Einladung ❤️

Foto: sternenkaiserin.com – Marie


Ich sah den Lenz einmal,
Erwacht im schönsten Tal;
Ich sah der Liebe Licht
Im schönsten Angesicht.

Und wandl‘ ich nun allein
Im Frühling durch den Hain,
Erscheint aus jedem Strauch
Ihr Angesicht mir auch.

🌟Sisi🌟

Nikolaus Lenau

Vielen Dank an das Renaissanceschloss Greillenstein für die Einladung

Foto: sternenkaiserin.com – Marie


Im Glück nicht jubeln und im Sturm nicht zagen,
Das Unvermeidliche mit Würde tragen,
Das Rechte tun, am Schönen sich erfreuen,
Das Leben lieben und den Tod nicht scheuen
Und fest an Gott und bessre Zukunft glauben
Heißt leben, heißt dem Tod sein Bittres rauben.

🌟Sisi🌟

Adolf Friedrich Carl Streckfuß

Vielen Dank an den Palast Hohenems für die Einladung

Foto: sternenkaiserin.com – Marie


Hoffnung schlummert tief im Herzen
Wie im Lilienkelch der Tau
Hoffnung taucht, wie aus den Wolken
Nach dem Sturm des Himmelsblau;
Hoffnung keimt, ein schwaches Hälmchen,
Auch aus nackter Felsenwand;
Hoffnung leuchtet unter Thränen,
Wie im Wasser der Demant

Schon so tausendfach betrogen,
Armes, schwaches Menschenherz,
Immer wendest du dich wieder
Gläubig trauernd himmelwärts.
Wie Arachne unverdrossen,
Täglich neue Netze spannt,
Kreuze auch durch ihre Fäden,
Täglich rauh des Schicksals Hand.

🌟Sisi🌟

Franz Freiher von Gaudy

Vielen Dank an France 5 für die Einladung nach Schloß Schönbrunn 💜

Foto: sternenkaiserin.com – Marie


Soll ich dich verstehen
Will ich auch verstanden sein
Ich will mit dir gehen
Doch sperr mich nicht länger ein…

Was heut das Auge sieht
Ist morgen schon Vergangenheit
Wohin dein Blick auch flieht
Auf meiner Seite ist die Zeit

Du musst mir nichts geben
Nur lass mir mein Leben!
Denn ich gehör…

🌟Sisi🌟

Elisabeth das Musical – Sylvester Levay & Michael Kunze
Musicalvienna (VBW)

Vielen Dank für die Einladung an die Oper Graz

Foto: sternenkaiserin.com – Marie


Wirklich frei macht
Wahrscheinlich nur der Wahnsinn
Doch zum Wahnsinn
Fehlt mir der Mut

So spiel ich die Starke
Und tu was ich tu
Als wär dieses Leben mehr als
Täuschung, Irrtum, Betrug
Als wär
Nichts, nichts, gar nichts
Genug

~ Marie ~

Text: Michael Kunze
Musik: Sylvester Levay
Musical: Elisabeth
Song: Nichts, nichts gar nichts

💜lichen Dank an das wunderschöne Hotel Adria – Meran für die Einladung.

Foto: sternenkaiserin.com – Marie


Einsam ist der Stern am Himmel,
Einsam zieht er durch die Weite:
Jeder freilich – will uns dünken –
Hat ein schimmerndes Geleite;
Aber die den Pfad zu teilen
Scheinen, traut gesellt zu wandern,
Sind sich fern viel tausend Meilen,
Einer ewig fern dem andern!

Einsam ist die Menschenseele:
Ob wir Herz an Herz auch drücken,
Klafft doch immer eine Tiefkluft,
Die wir niemals überbrücken:
Nichts kann ganz des andern werden,
Jedes folgt dem eig’nen Triebe,
Und ein Traumbild bleibt die Sehnsucht,
Und ein schöner Wahn die Liebe.

Ob die Blumen blüh’n in Haufen,
Ob die Wellen zieh’n in Scharen,
Kann ein Sein, gesellt dem andern,
Völlig je sich offenbaren?
Suchend sich mit Liebesaugen,
Bleibt sich’s fremd im tiefsten Kerne,
Schwimmend durch das Meer des Lebens
Ewig nah und ewig ferne!

🌟Sisi🌟

Robert Hamerling

Vielen Dank an Schlosspark Laxenburg für die Einladung 💜

Foto: Charlotte Schwarz|Fotogräfin 2017


Den Verlust deiner Liebe könnte ich nicht ertragen. Versprich mir, mich nimmer zu verlassen. O du Leben meines Lebens, verlasse meine Seele nicht.

🌟Sisi🌟

Karoline von Günderode

Vielen Dank an Schloss Ruegers für die Einladung 💜

Foto: sternenkaiserin.com – Marie


Vater im Himmel, ich möchte Dir Dank sagen
Vater im Himmel,
ich möchte Dir Dank sagen,
dass du mein Gebet erhört hast.
Ich weiß, dass Du bei mir bist
in allen Situationen meines Lebens.
Nie muss ich alleine sein, nie einsam.
Du hältst und trägst mich in Deiner
gütigen Hand.
Du bist ein guter Vater zu mir
und ich wünsche mir, dass es
immer so bleibt.

Danke, danke für alles.
Amen

🌟Sisi🌟

Unbekannter Verfasser

Vielen Dank an Schloss Eckartsau für die Einladung 💜

Foto: sternenkaiserin.com – Marie


Mit einem kurzen Schweifwedeln kann ein Hund mehr Gefühl ausdrücken als mancher Mensch mit stundenlangem Gerede.

🌟Sisi🌟

Louis Armstrong

Vielen Dank für die Einladung ins Südbahnhotel Semmering 💜
Video sternenkaiserin.com – Marie

Kaiserin Elisabeth als sie noch Herzogin war – eine glückliche Kindheit (Teil 1)

 

Foto: Wikimedia/Commons Bild: Anton Einsle

Sisi, Sissi, Sissy, Beta, Sethy, Liesl, Elise, Rose vom Bayernland. Viele Namen, Schreibweisen und Anekdoten ranken sich um Kaiserin Elisabeth. Zu ihrem Mythos hat viel Romy Schneider in der Sissi-Trilogie viel beigetragen. Dass Kaiserin Elisabeth einmal so berühmt wird, verdankt sie im Prinzip dieser wunderschönen Schauspielerin und dem Musical Elisabeth (der Beitrag kann hier nachgelesen werden).

Bevor ich mich jedoch mit ihrem ambivalenten Leben befasse, beginne ich wie immer – am Anfang.

Schon hier geht die Literatur weit auseinander. Die Einen schreiben, Herzog Max sei schon während der Geburt von Elisabeth wieder über alle Berge gewesen, die Anderen sagen, er fuhr erst einen Monat später in den Orient. Was ist wahr? Was ist Legende? Was ist Film? Was ist erfunden? Auch ich werde das alles nicht aufdecken können. Aber ich werde mich bemühen, ein Licht ins Dunkel zu bringen.

Elisabeth wurde in ein Herzogshaus geboren. Demnach war ihr Titel von Geburt an: Elisabeth Herzogin in Bayern. Genau das war nämlich das Problem. Sisi war nur eine Herzogin. Ihre Mutter wurde als Königstochter geboren, wurde mit Herzog Max in Bayern vermählt und wurde demnach „königliche Herzogin“. Später sollte genau dieses „in“ Bayern Elisabeth mächtige Probleme bereiten. Was ihr widerfahren ist, würde man heute Mobbing nennen.

Ludovika haderte Zeit ihres Lebens mit ihrer Hochzeit und „Degradierung“ zur Herzogin.

Foto: Wikimedia/Commons Auguste de Beaurharnaise

Ab 1845 wurde Herzog Max in Bayern die Anrede „königliche Hoheit“ von König Ludwig I. gewährt. Was genau der Adelstitel von Herzog Max bewirkte, könnt ihr hier nachlesen.

Auch wenn das Wort „Prinzessin“ und „Prinz“ so hübsch klingen; die herzoglichen Kinder waren NIE Prinzessinnen oder Prinzen. Warum im Prinzip in fast jeder Biografie über Kaiserin Elisabeth von „Prinzessin Elisabeth“ die Rede ist, ist nicht erklärbar. Die Mär der Prinzessin wurde natürlich auch im Film „Sissi“ aufgegriffen und zieht sich durch bis zur gleichnamigen Zeichentrickserie, wo unsere dunkelhaarige Kaiserin, sogar blond ist. Aber nicht nur die Historiker und Filmregisseure dieser Welt haben diese Mär verbreitet, sondern auch die Hofzeremonienmeister jener Zeit. Wenn man sich den Chronik-Eintrag von Innsbruck* durchliest, wird man stutzig. Hier wird sogar Herzog Carl (= gemeint ist Karl Theodor) als Prinz betitelt, was schon sehr merkwürdig ist. Nicht nur, dass Elisabeth keine Prinzessin war, so waren die Buben auch niemals Prinzen. Aus heutiger Sicht kann es nur so erklärt werden, dass man annahm, dass eine königliche Tochter (also Ludovika), Prinzen und Prinzessinnen gebar. Doch der Umstand ihrer herzoglichen Heirat, verbot diesen Titel. Wenn man sich mit der Wittelsbacher Literatur beschäftigt, werden aber niemals die Buben der Familie als „Prinzen“ betitelt. Also warum Elisabeth (und manchmal auch Helene)?

Eine mögliche Erklärung liefert wahrscheinlich der bayrische Volksmund selbst. Diese betitelten die herzoglichen Töchter (und zwar nur die Töchter) gerne als „Prinzessin“. Und da später Kaiser Franz Joseph gar keine Herzogin heiraten hätte dürfen (nicht standesgemäß), wurde Elisabeth, wie sie zur Kaiserin wurde, anscheinend eine Prinzessin. Und wenn man später seine strikte Ablehnung bei unstandesgemäßen Hochzeiten sieht, ist es erstaunlich, dass er selbst hier wohl bei sich das größte Auge zudrückte. Nicht aber der elitäre, arrogante und militante Wiener Hof. Eine „nicht Prinzessin“ auf dem kaiserlichen Thron war für die Adeligen jener Zeit ein Frevel. Denn der Kaiserin-Titel hätte nur einer königlichen oder gar kaiserlichen Tochter weitergegeben werden dürfen. Und eine Prinzessin (oder Prinz) ist nur jenes Kind, welches aus einem königlichen oder kaiserlichen Hause kommt. Dies gilt im übrigen bis heute!** Aber natürlich hat ein Kaiser immer mehr Rechte, als alle anderen und so setzte er sich durch.

Bereits in den frühesten, von Kaiser Franz Joseph in Auftrag gegebenen Biografien von Kaiserin Elisabeth liest sich das so: „Auf Schloss Possenhofen erblickte Elisabeth Amalia Eugenia am 24. Dezember 1837 das Licht der Welt. Schon sehr früh zeigte die kleine Prinzessin Elisabeth ein lebhaftes Interesse für die Natur und die Vorgänge derselben, eine Neigung, die von ihren fürstlichen Eltern mit liebevoller Freude genährt und gefördert wurde.“ (1)

Foto: Wikimedia/Commons Elisabeth von Preußen

1905 heißt es “ ….; „Prinzeß Elisabeth, als zweites Töchterchen und hochwillkommenes Christkind eingekehrt am 24. Dezember 1837 in München beim glücklichen Elternpaare…“ (2) 

In einem Kinderbuch liest sich das so: „Hört, ihr Freunde, was geschehen, an der schönen Isar Strand, hört…“ Die Stimme des Bänkelsängers klang dünn und brüchig durch die Nacht. Der Winter war in diesem Jahr schon früh mit bissiger Kälte über München hergefallen und hatte die Stadt in einen klirrenden Mantel gehüllt. Vor dem Mund des Sängers bildeten sich im Takt des Liedes kleine Wolken, sie zögerten kurz und lösten sich dann in einer eisigen Luft auf. … „Weihnachten ist, da ist das Theater geschlossen, sogar das Café Chantant im Palais Max. Aber wenns wahr ist, sorgt der Allmächtige dort gerade für höchsten Nachwuchs, prinzlichen sozusagen.“ „Oder prinzesslichen, wies der Herrgott halt will“, fügte er hinzu. (3) 

Um es zu vervollständigen, müsste ich hier ca. 20 – 25 Bücher zitieren, was ich mir – ihr verzeiht mir hoffentlich – erspare. Allerdings möchte ich euch noch ein Zitat aus einem Kinderbuch vorstellen. Geschrieben wurde es von der Historikerin Gabriele Praschl-Bichler: „Vite! Vite! Les enfants! Viiite!“ („Rasch! Rasch, Kinder! Raaasch!“) Eine Gouvernante treibt die ihr schutzbefohlenen Mädchen zum rascheren Gehen an. Dabei spricht die Erzieherin mit den Kindern französisch, weil das damals alle feinen und gebildeten Leute taten. Vor dem Palast des Herzogs Max in Bayern herrscht reges Leben. Das Einfahrtstor steht weit geöffnet, Bedienstete strömen auf die Straße. Lieferanten, Künstler und andere bunte Gestalten bevölkern den Platz vor dem Gebäude. „Die Herzogin ist wirklich zu bemitleiden! Eben hat sie ein Mädchen geboren und schon ist ihr Mann wieder davon! Ein rechter Zugvogel ist der gute Herzog halt…pardon, wenn man das so sagen darf! Es heißt, dass er sich in Griechenland aufhält, um dort…“ …. Ganz nebenbei, wie heißt das Mädchen eigentlich? „Die kleine Tochter des Herzogs.“ „Man hat sie Elisabeth genannt.“ (4) Hier ist das erste Mal von keiner „Prinzessin“ die Rede.

Elisabeth Amalie Eugenie wurde am 24.12.1837 im Herzog Max Palais in München geboren. Ihre Mutter war Herzogin Ludovika in Bayern (*30.8.1808, †26.1.1892), eine geborene Prinzessin von Bayern. Ihre Biografie kann hier nachgelesen werden. Ihr Vater war Herzog Max Joseph in Bayern (*4.12.1808, †15.11.1888). Seine Biografie kann hier nachgelesen werden. Die Ehe der beiden verlief alles andere als glücklich; dennoch bekamen sie im Laufe der Jahre 10 Kinder, wovon 8 das Erwachsenenalter erreichten.

 

Fotos: Wikimedia/Commons
Stammbaum: Marie Festetics

Foto: Wikimedia/Commons Herzogin Ludovika, Herzog Ludwig, Herzogin Helene und die kleine Herzogin Elisabeth (im Kinderwagen)

Sisi, wie sie in der Familie liebevoll genannt wurde, wuchs also zunächst mit Bruder Ludwig und Schwester Néné (Helene) auf. Ihr Lieblingsbruder Gackel (Carl Theodor) sollte direkt nach ihr geboren werden. Marie, Mathilde, Sophie Charlotte und Nesthäckchen Mapperl (Maximilian Emanuel) folgten nach.

Der 24.12.1837 war ein Sonntag, weshalb sie von sich selbst immer behauptete, sie sei ein Sonntagskind. Zu dem hatte sie bei der Geburt schon einen Zahn – was damals als Glückssymbol galt. Ein glückliches Leben wurde der jungen Herzogin immer vorausgesagt. Wie oft hat Sisi wohl davon geträumt?

Foto: Sisi Museum, Hofburg, Taufkleid von Herzogin Elisabeth

Am Stefanietag, dem 26.12.1837, wurde das kleine Mädchen unter Beisein ihrer beiden Patentanten Königin Elisabeth von Preußen (*13.11.1801, †14.12.1873) und Auguste de Beauharnais (*21.6.1788, †13.5.1851) (Auguste war eine Halbschwester von Herzogin Ludovika. Sie wurde als Auguste Amalia Ludovika von Bayern geboren) getauft. Von beiden erhielt sie deshalb die Vornamen: Elisabeth Amalie Eugenie
Woher Eugenie kam, ist leider nirgends erklärt. Vielleicht aber ist es ein Erbe ihrer Taufpatin Auguste Amalia, da diese mit Eugené de Beauharnais (*3.9.1871, †21.2.1824) vermählt, zum Zeitpunkt der Taufe allerdings bereits verwitwet war.

Es wird immer wieder davon berichtet, dass Elisabeth ein Wildfang gewesen sei. Sie konnte nicht stillsitzen, tat sich mit dem Lernen schwer und am liebsten beschäftigte sie sich in der Natur. Als sie 9 Jahre alt war, holte Herzogin Ludovika Baronin Luise Wulffen ins Haus, die ihre liebe Not mit Sisi hatte. Wulffen beschrieb Elisabeth als zart und überempfindlich. (5)

Foto: Wikimedia/Commons Holzbüste Anton Fernkorn Herzogin Elisabeth, ca. 10 Jahre alt

Reiten war schon als Kind ihre große Leidenschaft, weiters schrieb sie Gedichte, lief gerne in den Wald und schwamm stundenlang im See. Schwimmen war generell eine Lieblingsbeschäftigung von ihr. Auch später. Angeblich soll es ihr Vater gewesen sein, der den Kindern das Schwimmen beibrachte. Ob das wirklich wahr ist oder nur eine Mär, kann ich leider nicht sagen. Max war leider viel zu selten daheim und hatte kaum Gelegenheit, seine Kinderschar kennen zu lernen. Er und Ludovika waren nur eine Zweckgemeinschaft. Ludovika verwand es als Königstochter nie, „unterm Wert“ verheiratet worden zu sein. Ihre weiblichen Geschwister wurden alle Königinnen oder sogar Erzherzogin. Max selbst fröhnte dem „Dandy“-Leben. Er hatte Beziehungen nebenbei, dem sogar zwei (oder mehrere) uneheliche Kinder entstammen sollen. Seine leibliche Kinderschar war ihm eine Last, zu dem galt er als aufbrausend und herrschsüchtig.

Auch ob Sisi wirklich jemals das Lieblingskind von Max war, kann ich ebenfalls nicht mit Bestimmtheit sagen. Auch hier geht die weitläufige Literatur auseinander. Ich habe für diesen Artikel mehr als 25 Bücher gewälzt, aber einig waren sich die Historiker nie. Wie erwähnt, war Herzog Max kaum zu Hause. Im Prinzip kam er, um mit Ludovika Nachkommen zu zeugen und verließ zeitig genug wieder das Haus, bis es zur nächsten Geburt kam. In der Zwischenzeit kümmerte er sich um seine Zither, nannte Postbedienstete und Normalbürger seine Freunde und lud zu häufigen Kartenspielabenden ein. Er hielt sich entweder in seinem Lustschlössl Aichach (heute hat es den wohlklingenden Namen „Sisi Schloss Aichach“) auf, oder ging als baldigst wieder auf Reisen.

Foto: sternenkaiserin.com – Marie   Schloss Aichach

Bis zu ihren 3ten oder 4ten Lebensjahr soll die kleine Sisi öfters mit ihren Eltern in Aichach residiert haben. Ein Maler hat sich des Familienidylls angenommen: Max in der Zille, in der offenen Türe steht Ludovika mit Sisi. Reizend ist es ja, das Bild. Aber ob das jemals so stattgefunden hat? Sehr fraglich.
Die Mär vom lieben Papa hat Gustav Knuth in den Sissi Filmen geprägt. Und so mögen wir das heute immer noch glauben.

Sisi war auf jeden Fall dem Charakter von Max nicht unähnlich. Persönlich gesehen, glaube ich, dass das der Grund war, warum er sich ihr am meisten verbunden fühlte. Dies nahm übrigens im Alter wieder ab. Sisi war die Einzige, die nicht zum sterbenden Vater geeilt kam (übrigens auch nicht zur Mutter, da ihre „Einzige“, Marie Valerie, in den Wehen lag). Unpässlich soll sie gewesen sein und weilte viel lieber auf Korfu. Aber ich greife viel zu weit vor.

Foto: Wikimedia/Commons Sisi und Gackel (Karl Theodor, Hund Bummerl

Max und Sisi liebten das Reiten und die Pferde. Beide dichteten, malten, zeichneten und spielten Zither. Die unbändige Liebe zur Natur hatte sie von ihrer Mutter geerbt. Auch die Scheu vor Menschen und dem Angegafftwerden war ein Erbe ihrer Mutter. Die Liebe zur Freiheit und Reisefreude hat sie wohl eher wieder vom Max mitbekommen. Somit hatten ihre wesentlichen Wesenszüge eher der Vater, die Scheu vor Menschen eher die Mutter hinterlassen.

Max hatte in seinem großzügigen Stadtpalais eine Zirkushalle errichten lassen. Dort gab er für das zahlende Publikum Zirkusvorstellungen. Elisabeth, der er als Kind das Kunstreiten beibrachte, durfte gemeinsam mit ihrem Vater Kunststücke vorzeigen. Das Publikum raste vor Begeisterung. Ludovika sicherlich auch, aber aus anderen Gründen, denn die königliche Tochter sah es gar nicht gern, dass ihre Tochter fast zu einem Buben erzogen wurde.

Néné war das hausbackene Kind: brav am Nähen und Sticken, immer bei der Mutter und nie bei den übrigen Kindern. Sisi hingegen tobte mit Gackel (Karl Theodor), der ihr Lieblingsbruder war und Ludwig umher.

 

Foto: Peter Bierl Buch- & Kunstantiquariat
Schloss „Possi“ Possenhofen

Doch Sisi hatte auch ihre sehr stillen und einsamen Momente. Schon früh zeigte sich eine Melancholie, die in späteren Jahren zu einer Depression heranreifen sollte. Auch diese Art des Charakters, erbte sie von ihrer Mutter. Sie hat Scheu vor Menschen, vor allem vor Fremden. Doch diese sind selten in Possenhofen, weshalb sie dort am liebsten ist. Das Herzog Max Palais in München ist nur für die Wintermonate, da Schloss Possenhofen, von der Familie liebevoll „Possi“ genannt, nicht beheizbar ist. Doch kaum in Possi, läuft sie beinahe jeden Tag ohne Schuhe herum. Contenance und Etikette, Politik und Weltherrschaft, was kümmert es die kleine Elisabeth und ihre Geschwister? Der königliche Hof nahm keine Notiz von ihr. Die Briefe, die Ludovika mit ihrer Schwester Sophie im fernen Wien schrieb, waren nicht von Interesse.

Frei, ungezwungen, neugierig und lebenslustig, so beschreibt man Sisi in der Literatur, und ich persönlich glaube, dass sie das auch war. Fast ein Bauernmädel. Ihre beste Freundin wird Irene (*24.9.1839, †21.8.1892), die Tochter des Nachbarn Hermann Franz Joseph Carl Graf von Paumgarten (*19.7.1806, †11.1.1846). Gackel, Irene, David (Bruder von Irene) und Sisi werden zu einer Einheit. Gemeinsam erkundete man die Wälder, den Starnberger See, kletterte auf Bäume und verbrachte viel Zeit – mit Nichtstun. Ludovika hatte ihre liebe Not, die Kinderschar zum Lernen zu bewegen. Kam der Vater zu „Besuch“, holte er die Kinder aus dem Unterricht, tobte mit ihnen im Schnee, ging Schwimmen oder stibitzte das Obst von den Bäumen.

Im Jahre 1843 trafen sich Erzherzog Franz Joseph und die junge Sisi das erste Mal. Franz Joseph war 13 Jahre, Elisabeth 5 Jahre alt. Franz Joseph schrieb in sein Tagebuch:

Foto: sternenkaiserin.com -Marie Erzherzog Franz Joseph, 1844, mit Genehmigung vom k.u.k. Museum Bad Egart

2.9.1843

Um 7 Uhr fuhren wir von München weg und kamen um viertel auf zehn in Possenhofen an. Wir fanden dort Herzog Max und alle seine Kinder bis auf Louis, welcher in der Schweiz ist. Wir frühstückten mit der Tante Louise, der Helene, der Elise und dem sehr netten aber fast verzogenen Kakl. Um 10 Uhr ging wir in die dumpfe Kapelle, um die Messe zu hören, wo mir übel wurde, so daß man mich aus der Kapelle zu einem offenen Fenster tragen mußte, wo mir wieder gut wurde; darauf legte ich mich auf das Bett. Um 12 Uhr fischte ich und Graf Bombelles mit dem Herzog, wobey wir 20 Birschlinge und Weißfische fingen.“ (6)

Doch schon bald zeigte sich auch die Etikette der Verwandtschaft. 1848 machte Ludovika mit den Kindern Gackel, Néné und Sisi einen längeren Ausflug, der nach Tirol an den Aachensee führte. Von dort fuhren sie nach Jenbach, um am 10.6.1848 in Innsbruck einzutreffen. In der Hauschronik liest sich das so: „Um 9 Uhr Abends langte auf Besuch die Schwester Ihrer k.H. der Erzherzogin Sophie die Gemahlin des Herzogs Maximilian von Baiern I.k.H. die Prinzessin Louise mit Ihrem Sohne Prinz Carl und 2 Prinzessinnen Töchter Helene und Elisabeth und Suite hier an, und wurde an der Burgstiege von Ihrer Familie begrüßt. In Ihrem Gefolge befindet sich Ihr Hofmarschall Baron v. Freyberg. Die Frau Herzog wurde im Damenstifts-Gebäude einlogiert.“ (7) (*Ich rufe meine Einleitung zum Thema „Herzogin“ und „Herzog“ von weiter oben in Erinnerung).

Am 19.6.1848 findet sich folgender Eintrag: „Heute ist S.k.H. Prinz Karl von Baiern, und dann später I.k.H. die Herzogin Louise von Baiern mit Sohn und 2 Töchtern k.H. nach München abgereist.“ (8) In dieser Zeit musste Sisi sicherlich still sitzen und bei Tisch ordentlich essen.

Foto: APA, Sisi Museum Hofburg, Kinderschuhe von Herzogin Elisabeth mit herzoglichen Wappen

Franz Joseph war zu diesem Zeitpunkt knapp 18 Jahre alt, Sisi knapp 11 Jahre. In der Literatur liest man immer von „die 13jährige“, doch Elisabeth ist am 24.12.1837 auf die Welt gekommen. Sie kann also im Juni 1848 nicht 13 Jahre alt gewesen sein. Außerdem war Kaiser Franz Joseph um 7 Jahre älter als seine geliebte „Engels-Sisi“. Ebenso liest man häufig „Kaiser Franz Joseph und Elisabeth trafen erstmals aufeinander“. Auch das ist nicht korrekt. Erzherzog Franz Joseph wurde erst am 2.12.1848 zum Kaiser gekrönt und das erste Aufeinandertreffen war 1843. Korrekt ist jedoch, dass er sich aus Sicherheitsgründen in Innsbruck aufhielt. In Wien tobte eine heftige Revolution.

In vielerlei Hinsicht konnten die Zwei in Innsbruck nichts miteinander anfangen. Sisi war noch ein Kind, Erzherzog Franz Joseph musste sich mit der politischen Lage beschäftigen. Ein Umstand, den er vielleicht in späteren Jahren tief bereut hatte. Elisabeth, scheu und sehr schüchtern, freundete sich mit dem knapp 15jährigen Erzherzog Karl Ludwig (*30.6.1833, †19.5.1896) an. Sie tobten durch die Hofburg Innsbruck, heckten Streiche aus und ärgerten mit Sicherheit Erzherzogin Sophie. Die beiden waren sich so zugetan, dass sie sich eine zeitlang Briefe schrieben. Sogar kleinere Geschenke wurden ausgetauscht. Doch das Interesse von Sisi an Karl Ludwig ebbte ab, nach dem ihre Mutter sie immer und immer wieder an ihn erinnerte und sich ihn als Heiratskandidat vorstellen konnte. Wie oft wird sich Elisabeth in späteren Jahren wohl Karl Ludwig als Mann zurückgesehnt haben? 1850 besuchte Elisabeth gemeinsam mit ihrem Bruder Ludwig, ihrer Schwester Néné und ihrer Mutter Ludovika das beschauliche Dörfchen Oberammergau.

Foto: pressreader Zeichnungen von Sisi und eine Glückwunschkarte von Sisi an Gackel

Anfang April 1853 wurde Elisabeth gefirmt. Leider lässt sich in keinem Buch das genaue Datum, der Firmpate und der Ort eruieren. Über der Firmung lag allerdings ein trauriger Schatten, der Elisabeth seelisch aus der Bahn warf. Sie war das erste Mal mit dem düsteren Tod konfrontiert. Ihr langjähriger Spielkamerade David Paumgartner (*31.1.1838) starb am 20.3.1853 15jährig nach einer Lungenentzündung.

Sisi verfiel in ihre erste Trauer. Der Tod Davids belastete die 15jährige sehr. Klammheimlich führte sie ein Tagebuch, in welches sie folgendes Gedicht an schrieb:

 

Du bist so jung gestorben
Und gingst so rein zur Ruh‘; 
Ach, wär‘, mit dir gestorben,
Im Himmel ich wie du. (9)

Von nun an sollte der Tod ihr ständiger Begleiter werden. Die ersten Wehklagen Richtung Tod waren verfasst, als sich die 15jährige erstmals verliebt. Am herzoglichen Hof begegnete sie dem jungen, sehr hübschen Richard Graf von Schwarzenberg. Die beiden verliebten sich ineinander und trafen sich heimlich am Tor, wo ihr Richard ein Bild von sich gibt. Sie schrieb:

Oh, ihr dunkelbraunen Augen, 
Lang hab ich euch angesehn,
Und nun will mir euer Bildnis
Nicht mehr aus dem Herzen gehen… (10)

Doch Ludovika kam den beiden auf die Schliche. Sie beschlagnahmte sein Bild und verbat Elisabeth jegliche Kontaktaufnahme. Der junge Mann sei der jungen Herzogin nicht würdig. Zur Sicherheit lässt sie Richard aus dem Offiziers-Hofdienst versetzen. Ein schwerer Fehler von Ludovika, wie sich später noch herausstellen sollte.

Sisi verfällt in Wehklagen:

Du frische junge Liebe,
So blühend wie der Mai, 
Nun ist der Herbst gekommen
Und alles ist vorbei. 

Und nun ist er mir so ferne
Und ich seh ihn gar nie. 
Ach, ich wollt zu ihm wohl gerne, 
Wüßt‘ ich nur, wohin und wie. (11)

Richard kommt nie mehr wieder. Er wird in der Armee krank, kehrt zurück und starb. Die 15jährige verfällt in tiefe Trauer:

Die Würfel sind gefallen,
Ach, Richard ist nicht mehr!
Die Trauerglocken schallen –
Oh, hab Erbarmen, Herr!
Es steht am kleinen Fenster
Die blondgelockte Maid.
Es rührt selbst die Gespenster
Ihr banges Herzeleid. (12)

Doch bald schon verliebte sich die junge Elisabeth erneut. Um nicht noch einmal Gefahr zu laufen, erwischt zu werden, hält sie den Namen geheim. Ein Graf aus der Nachbarschaft hatte ihr Herz verzaubert.

Zu lang hab‘ ich gewendet
Mein Aug‘ aufs Antlitz dein, 
Und nun bin ich geblendet
Von seiner Schönheit Schein. (13)

Sisi schläft und isst nichts. Ihre Gedanken kreisen nur noch um „ihn“.

Wenn der erste Sonnenstrahl
Mich des Morgens grüßt, 
Frage ich ihn jedesmal, 
Ob er dich geküßt. 

Um den goldenen Mondenschein
Bitt ich jede Nacht, 
Daß von mir er insgeheim
Dir viel Liebes sagt. (14)

Foto: Wikimedia/Commons Elisabeth, als ca. 15jährige, 1. bekannte Fotografie

Doch der Angehimmelte will von Elisabeth nichts wissen. Als sie es merkt, wehklagt sie wieder:

Denn ach, ich kann ja nimmer hoffen 
Daß liebend je Du Dich mir neigst. 
Die harte Wahrheit sah ich offen
’s ist Freundlichkeit nur, was Du zeigst. (15)

Mittlerweile ist Ludovika für Elisabeth auf Brautschau. Um geeignete Heiratskandidaten zu finden, lässt sie ihre Tochter fotografieren. Es ist die erste und einzige Fotografie von Elisabeth, die sie unverheiratet zeigt.

In der ersten autorisierten Biografie von Othmar Kleinschmid liest sich Elisabeths Erscheinung so:

„Prinzessin Elisabeth ist hoch, schlank, leicht und anmutig, ihr Wesen graziös, belebt, das tiefblaue Auge voll träumerischen Glanzes, die Schönen Züge, aus denen das dichte, braune Haar in vollen Wellen zurückgestrichen ist, reizvoll, ausdrucksvoll und mit rosigem Teint überzogen der Eindruck im ganzen: milder Ernst und zarte Weiblichkeit.“ So beschreibt sie ein Schriftsteller, welcher das Glück genoß, die fünfzehnjährige Prinzessin zu schauen.“ (16)

Ebenfalls 1853 schickte Ludovika sie nach Dresden, zu ihrer Schwester Königin Auguste von Sachsen. Sie schrieb in ihr Tagebuch: „Sisi bei Euch zu wissen, würde ich freilich auf ein grosses Glück ansehen… aber leider ist es nicht wahrscheinlich – denn der einzige, der zu hoffen wäre, wird schwerlich an sie denken; erstens ist sehr die Frage, ob sie ihm gefiele und dann wird er wohl auf Vermögen sehen…. hübsch ist sie, weil sie sehr frisch ist, sie hat aber keinen einzigen hübschen Zug.“ (17)

Foto: Wikimedia/Commons König Georg von Sachsen

Mit „der zu hoffen wäre“ war Prinz Georg (*8.8.1932, †15.10.1904) gemeint. Er war der Sohn von Königin Auguste und König Johann. Jener Familie, in der auch Kaiser Franz Joseph Ausschau halten sollte. Prinzessin Sidonie sollte seine Braut werden, doch die lehnte Kaiser Franz Joseph ab. Den Beitrag zu Franz Josephs Frauen könnt ihr hier lesen.

Elisabeth kam ohne Bräutigam von Dresden zurück. Ludovika war verzweifelt. Doch im August sollte sich das Blatt für die junge schöne Elisabeth wenden.

Eine Verlobung (der Beitrag ist hier) stand ins Haus und mit ihr nahm das ganze Drama seinen Lauf.

~ Marie ~

 

Foto: Hickl
Prinzessin Elisabeth als Verlobte, mit Miniaturbild mit Kaiser Franz Joseph

 


Rechtliche Hinweise:

Bildrechte: Wikimedia/Commons, Sisi Museum Hofburg, pressreader, sternenkaiserin.com – Marie, k.u.k. Museum Bad Egart, Peter Biel Antiquariat, APA, Hickl


**Ich möchte mich ausdrücklich bei Historiker Alfons Schweiggert bedanken, der mir das Wirr-Warr der Adelstitel und das Thema „Herzogin Elisabeth“ und nicht „Prinzessin Elisabeth“ näher brachte.


Literatur Hinweise:

1 – S. 10
Hauptmann Robert Rostock 
Erinnerungsblätter an Weiland Ihre Majestät Kaiserin und Königin Elisabeth
k.u.k. Hofbuchdruckerei A. Haase, Prag (nur noch antiquarisch erhältlich)

2 – S. 6, 16 – S 7/8
Othmar Kleinschmied 
Kaiserin Elisabeth
Druck und Verlag des kathol. Preßvereines, 1905 (nur noch antiquarisch erhältlich)

3 – S 20, 22
Sigrid Laube
Sisi, das Kind der Sonne
Jungbrunnen, 1. Ausgabe, 2004 (nur noch antiquarisch erhältlich)

4 – S. 15
Gabriele Praschl-Bichler
Elisabeth Kaiserin von Österreich genannt Sisi
Amalthea, 1. Ausgabe, 2003 (nur noch antiquarisch erhältlich)

5 – S. 23
Johannes Thiele
Elisabeth Ihr Leben. Ihre Seele. Ihre Welt
Brandstätter Verlag, 1. Auflage 2011 (nur noch antiquarisch erhältlich)

6 – S. 23, 7 – S. 14/15, 8 – S. 15
Hans Rödlhammer
Elisabeth Kaiserin von Österreich und Königin von Ungarn
Verlag Kulturverein Schloss Ebelsberg, 1. Auflage, 1983 (nur noch antiquarisch erhältlich)

9 – S. 24, 10 – S. 25
E.C. Conte Corti
Elisabeth von Österreich Tragik einer Unpolitischen
Heyne Sachbücher, 15. Auflage, 1975 (nur noch antiquarisch erhältlich)

11 – S. 53, 12 – S. 53/54, 13, 14, 15 – S. 54/55
Johannes Thiele
Elisabeth Das Buch ihres Lebens
List Verlag, 1. Auflage, 1996 (nur noch antiquarisch erhältlich)

17 – S. 18
Brigitte Hamann
Elisabeth Kaiserin wider Willen
Piper TB, 8. Auflage, 2017