Tag-Archiv | Kaiser Franz Joseph

Charlotte Prinzessin von Belgien oder auch Erzherzogin Charlotte oder auch Kaiserin Carlota von Mexiko

Foto: sternenkaiserin.com – Marie (*) Erzherzogin Charlotte

Wir gedenken heute des Todestages von Marie Charlotte Amélie Augustine Victoire Clémentine Prinzessin von Belgien, Erzherzogin Charlotte von Österreich, später Kaiserin Carlota von Mexiko. Sie wurde am 7.6.1840 auf Schloss Laeken geboren.

Foto: Wikimedia/Commons König Leopold I von Belgien, Bild: F.X. Winterhalter

Foto: Wikimedia/Commons Prinzessin Louise von Orléans

Ihr Vater war König Leopold I von Belgien. Ihre Mutter Prinzessin Louise von Orléans.

Ihr Vater war vernarrt in die kleine Prinzessin. Auch deshalb, weil sie besonders schön war. Als Charlotte mit 10 Jahren ihre geliebte Mutter verlor, ließ ihr Vater sie beinahe nicht mehr aus den Augen.

Sie wuchs mit ihren Geschwistern sehr liebevoll und behütet auf. Ihre Cousine war Prinzessin Alexandrina, welche später als Queen Victoria in die Annalen einging. Aber auch Victorias Ehemann Albert war ein Cousin 1. Grades.

Leopold war nicht nur in der eigenen Familie sehr beliebt. So war er auch bei Alexandrina, ihr Lieblingsonkel.

Von ihren Geschwistern ist uns lediglich Leopold II bekannt, welcher als Teufel vom Kongo Angst und Schrecken verbreitete. Bei all der Fürsorglichkeit und Liebe im Elternhaus vermag man es sich nicht vorzustellen, warum aus ihm so ein Tyrann wurde.

Charlotte war 16 Jahre alt, als sie Erzherzog Ferdinand Maximilian, genannt Max, einen Bruder von Kaiser Franz Joseph kennenlernte und sich in ihn verliebte. Die Mär vom verliebten Max, der die schöne Charlotte fand, ist leider nicht der Wahrheit entsprechend. Max hatte hohe Schulden und das belgische Königshaus war schwer reich. Max verhandelte hart um Charlottes Mitgift.

Erzherzog Ferdinand Maximilian, Kaiser Maximilian I von Mexiko, Foto: Wikimedia/Commons

Am 27.7.1857 heiratete das Paar schließlich in Brüssel. Charlotte wurde somit die Schwägerin von Kaiser Franz Joseph und Kaiserin Elisabeth. Das Paar zog nach Triest ins Schloss Miramare. Als Hochzeitsgeschenk machte ihn Kaiser Franz Joseph zum Generalgouverneur von Lombardo-Venetien.

Kaiserin Elisabeth sah sie als Konkurrentin, da Charlotte sehr schön und äußerst liebenswürdig war. Erzherzogin Sophie bevorzugte Charlotte bei jeder sich bietenden Gelegenheit.

Aufgrund von falschen Versprechungen und auf Drängen von Napoleon III und seiner Frau Eugénie nahm Max die mexikanische Krone an.

Am 10.4.1864 wurden Max und Charlotte zu Kaiser und Kaiserin von Mexiko. Gekrönt wurden die beiden im eigens dafür eingerichteten Krönungszimmer in Schloss Miramare in Triest.

Max wurde damit zum Kaiser Maximilian I von Mexiko. Charlotte zur Kaiserin Carlota von Mexiko.

Charlottes Lebenstraum ging damit in Erfüllung. Charlotte galt als sehr ehrgeizig und wollte denselben Status erreichen wie ihre schöne und berühmte Schwägerin Kaiserin Elisabeth. Alle Mittel waren ihr dazu Recht. Dass Elisabeth keine Kaiserin sein wollte, entging ihr dabei völlig.

Das Paar hatte keine Kinder. Um Thronfolger zu haben adoptierten sie 1865 Augustin de Itúrbide y Green und Salvador de Itúrbide y de Marzan.

Die Ehe der beiden wurde schnell zur Farce. Max ging permanent fremd und soll mit der Frau seines Gärtners ein uneheliches Kind gezeugt haben. Sein Kammerdiener Grill erzählte, dass Charlotte ihn so angewidert habe, dass er die Schlafzimmertüre zumauern ließ. Ab diesem Zeitpunkt galt die Ehe auch in der Öffentlichkeit als zerrüttet.

Charlotte selbst soll sich mit Alfred Baron van der Smissen getröstet haben. Max wusste von der Affäre und tolerierte sie.

1865 endete der Amerikanische Bürgerkrieg, was die Truppen veranlasste Mexiko zu verlassen.

Charlotte fuhr mit dem Schiff nach Europa um bei Kaiser Napoleon III und Papst Pius IX Hilfe zu erbitten. Vergeblich. Pius ließ sie mit den Worten „er werde um Max Seele beten“ abblitzen. Sie erlitt einen schweren Nervenzusammenbruch, da ihr niemand Gehör schenkte.

Laut Gerüchten zufolge soll Charlotte zu diesem Zeitpunkt schwanger gewesen sein. Am 21.1.1867 wurde ein unehelicher Sohn geboren, welcher später als General Maxime Weygand identifiziert und in Frankreich berühmt wurde. Er weigerte sich jedoch Zeit seines Lebens den Namen seiner Eltern preiszugeben, weshalb das Geheimnis mit ins Grab genommen wurde.

Foto: David Conway via findagrave.com, Grab Kaiserin Carlota von Mexiko

Von dem schweren Zusammenbruch erholte sie sich nicht mehr und ihr Bruder Leopold zwischenzeitig König von Belgien ließ sie für Unzurechnungsfähig erklären.

Sie lebte völlig abgeschottet eine Zeitlang auf Miramare und wurde dann ins Wasserschloss Bouchout in Belgien gebracht.

Bis zu ihrem Tod glaubte sie, dass sie noch Kaiserin von Mexiko war. Vom Tod ihres Mannes erfuhr sie ihr Leben lang nichts.

Kaiserin Carlota von Mexiko starb am 19.1.1927 87jährig auf Schloss Bouchout in Meise. Sie ruht in der Notre Dame Kirche in Laeken in Belgien.

~ Marie ~

 


Rechtliche Hinweise:
Text: Marie
Bildrechte: David Conway via findagrave.com, (*) Mit herzlichen Dank für die Fotorechte an Schloss Artstetten, sternenkaiserin.com – Marie, Wikimedia/Commons 


Literarische Hinweise: 

Egon Conte Corti 
Maximilian und Charlotte von Mexiko Nach dem bisher unveröffentlichten Geheimarchive des Kaisers Maximilian und sonstigen unbekannten Quellen (nur noch antiquarisch erhältlich) 

Brigitte Hamann 
Mit Kaiser Max in Mexiko Aus den Tagebüchern des Fürsten Carl Khevenhüller 1864 – 1867 (nur noch antiquarisch erhältlich)

Brigitte Hamann 
Die Habsburger: Ein biografisches Lexikon (nur noch antiquarisches erhältlich) 

Ludwig Viktor Joseph Anton Erzherzog von Österreich oder auch Luzi-Wuzi

Foto: Österreichische Nationalbibliothek, Erzherzog Ludwig Viktor „Luzi-Wuzi“

Foto: austria-forum.org, Erzherzog Franz Karl

Erzherzogin Sophie, Foto: Wikimedia/Commons

Wir gedenken heute des Todestages von Ludwig Viktor Joseph Anton Erzherzog von Österreich. Er wurde am 15.5.1842 in Wien geboren.

Sein Vater war Erzherzog Franz Karl. Seine Mutter Sophie Prinzessin von Bayern.

Nach dem das Paar zwei Jahre zuvor ihre geliebte Tochter Ännchen (*) verloren hatten, hofften sie, dass die erneute Schwangerschaft eine Tochter hervorbringen würde. Etwas Enttäuschung war der Mutter anzusehen, als sie den 4ten Buben entbunden hatte. Trotzdem wurde er schnell der Star in der Familie.

Sophie verhätschelte „Luzi-Wuzi“ oder „Luziwuzi“ (beide Schreibweisen sind korrekt) – wie er in der Familie und auch im Erwachsenenleben genannt wurde – bis auf äußerste, weshalb das Nesthäkchen von Franzi, Maxi und Karli misstrauisch und neidvoll beäugt wurde. Die drei Buben waren natürlich niemand geringere als der zukünftige Kaiser Franz Joseph (Franzi), Lieblingssohn Erzherzog Ferdinand Maximilian (Maxi) und Erzherzog Karl Ludwig (Karli).

Ludwig Viktor erhielt dieselbe schulische Ausbildung wie seine Brüder, allerdings war seine Mutter bei weitem nicht mehr so streng und mit Drill dahinter wie bei Franzi und Maxi, weshalb sich der Bub so manche Späße mit seinen Hauslehrern erlaubte. Schon Max hatte einige Freiheiten mehr, als der von Gott begnadete auserwählte Erstgeborene Franz, der zum Teil völlig isoliert aufwachsen musste.

Schon früh fiel bei Luzi-Wuzi jene Begabung auf, die später gefürchtet war. Er konnte sehr gut mit seiner spitzen Zunge zynische Bemerkungen fallen lassen. Als Bub diente dies noch der Belustigung der Hofdamen von Sophie, zumal der blondgelockte Ludwig Viktor ein sehr hübscher Knabe war. Später war er für seine spitze Zunge, pointierten Aussagen, tiefschwarzen Bemerkungen, gesponnenen Intrigen und hinterlistigen Geschichten über das Kaiserhaus gefürchtet.

Foto: Wikimedia/Commons, Luzi-Wuzi

Ebenfalls zeitig fiel seine Passion auf, sich in Frauenkleidern zu zeigen. Zuerst verkleidete er sich nur im Fasching oder wenn er jemanden nachäffen und diese Darstellung besonders treffend darstellen wollte. Franzi, Maxi und Karli kringelten sich oft vor Lachen, wenn Luzi-Wuzi mit verstellter Stimme, in Mädchenkleidung irgendeine Cousine nachäffte. Nicht umsonst nannte ihn Elisabeth später und heimlich in ihren Gedichten auch „Affe“.

Doch schon bald fiel dem Kaiserhaus seine Andersartigkeit auf.

Wie seine Brüder wurde auch er militärisch erzogen. Er brachte es bis zum General eines Infanterieregiments, schied aber nach dieser Ernennung aus selbigen wieder aus, da er mit dem Militär nichts anfangen konnte. Das Regiment erhielt trotzdem seinen Namen.

Foto: theatermuseum.at Claudia Couqui Fotograf Carl Mahlknecht

Luzi-Wuzi war beliebt bei seinen Tanten vor allem bei Tante Ludovika in Bayern und gern gesehener Gast bei den Kaffeekränzchen. Er vergaß nie einen Geburtstag, einen Namenstag, einen Hochzeitstag oder sonst einen Ehrentag der Damen oder der Herrschaft, schickte Blumen, Karten und Pralinen. Luzi-Wuzi wusste immer den neusten Tratsch aus dem Kaiserhaus, vor allem über seine Schwägerin Sisi, die ihn dafür regelrecht verachtete und hasste. Nicht einmal beschwerte sie sich bei ihrem Ehemann über ihren Schwager, dass er Missstimmung in die Familie brächte und er es sei, der die Familie entzweien würde. Doch Kaiser Franz Joseph hielt an seinem Bruder genauso fest, wie an Sisi oder an seiner Mutter.

Als es Zeit war zu heiraten, wollte man ihn mit Elisabeths Schwester Sophie in Bayern verehelichen, welche aber brüskiert ablehnte. Sein Bruder Max wünschte sich als Ehefrau Isabel Prinzessin von Brasilien. Dies hätte die Länder Mexiko und Brasilien (wieder) vereint. Doch Luzi-Wuzi lehnte eine Ehe kategorisch ab.

Foto: Wien Museum, Michael Frankenstein, um 1870, Ludwig-Viktor-Palais

Obwohl die sexuelle Orientierung von Ludwig Viktor ein offenes Geheimnis war und dies im 19. Jahrhundert mit Gefängnis bestraft wurde, akzeptierte die kaiserliche Familie im stillen Abkommen seine Homosexualität. Allerdings dürfte er nach heutigem Wissen trotzdem Bisexuell gewesen sein, denn er hatte ein jahrelanges Verhältnis mit der schönen Schauspielerin und Tänzerin Claudia Couqui, welche in seinem „Erzherzog Ludwig Viktor Palais“ Ein und Aus ging.

Das Palais wurde von 1863-1866 von Heinrich von Ferstel erbaut und war das erste Palais am Schwarzenbergplatz 1 (heute ist das TGI Fridays darin). Auf seine Initiative wurde von Heinrich von Ferstl das Palais Ferstl, das Palais Schwarzenberg (heute ein Casino) gebaut und das Schloss Klessheim in Salzburg umgebaut.

Da Kaiser Franz Joseph an niemanden Aufgaben abgab, hatte auch Ludwig Viktor nicht viel zu tun. Er hing im Prinzip den ganzen Tag herum, besuchte Kunstausstellungen und war der Bruder des Kaisers. Für einen jungen, überaus intelligenten Mann war dies zu wenig an Aufgaben.

Foto: readymap.at Kaiserbründl Bad

Zu einem Affront kam es, als es im Kaiserbründlbad zu einer Schlägerei kam. Dort irrte sich der Erzherzog bei einem jungen Mann ob seiner sexuellen Orientierung und bekam eine Ohrfeige. Da der Mann Ludwig Viktor erkannte, drohte er mit einem Skandal und einer öffentlichen Kundmachung. Um dieser zu entgehen, schickte Kaiser Franz Joseph Luzi-Wuzi nach Salzburg.

Eine Mär besagt, dass der Kaiser seinen Bruder auf ewig verbannt hätte. Dies widerlegt die zahlreiche Korrespondenz und die vielen Briefe der beiden Brüder. Kaiser Franz Joseph legte in vielen Dingen auch immer wieder Wert auf die Meinung von Ludwig Viktor, so dass dieser zwischen Wien und Salzburg pendelte. Die beiden Brüder verstanden sich ausgezeichnet. Von Verbannung oder gar Peinlichkeit ob der sexuellen Orientierung seitens Ludwig Viktors kann keine Rede sein. Kaiser Franz Joseph hat ihn zwar immer wieder zur Räson gebeten, aber das musste er bei verheirateten Paaren auch.

1866 baute er das Winterschloss „Kavaliershaus“ in Klessheim aus, so dass er auch im Winter in Salzburg bleiben konnte. Hier feierte Luzi-Wuzi ausschweifende Partys, die bald über Salzburg hinaus berüchtig waren. Die Offiziere hatten bald vom Militärcasino Verbot beim Erzherzog aufzutauchen, da es Gerüchte für „einseitige Ausschweifungen“ gab.

Foto: Österreich Werbung Weinhäupl, Schloss Klessheim

Die Salzburger selbst begannen ihren Erzherzog an zu lieben. Wo er auftauchte floss das Geld. Er half den Bürgern wo er konnte. Er baute Krankenhäuser, Schulen und Universitäten. Er setzte sich für die Armen ein und ließ Frauen- und Waisenhäuser bauen. Er war sich nicht zu Schade dafür den Kranken der Stadt einen Besuch abzustatten, ihnen die Hand zu schütteln und Geld für Medizin dazulassen. Es gab keinen Habsburger vor und nach ihm, der sich so für die Belange der Menschen einsetzte wie Luzi-Wuzi.

Als am 25.8. und 26.8.1877 Salzburg von einem der schlimmsten Hochwasserkatastrophen des Jahrhunderts betroffen war, half er nicht nur finanziell aus, sondern half den Menschen direkt vor Ort. Die Salzach trat über das Ufer am Elisabethkai, Rudolfskai und Franz-Josefskai, so dass die Altstadt völlig überschwemmt und abgeschnitten war. Erzherzog Ludwig Viktor kaufte Boote an, um die Menschen retten zu lassen, ließ frisches Wasser und Essen verteilen.

Obwohl Fürstin (Ele)Nora Fugger von Babenhausen in ihrer eigenen Biografie gar garstige Worte über Luzi-Wuzi findet, so war sie Zeit seines Lebens mit ihm in Kontakt. Sei es per Brief oder auf zahlreichen Festen. Auch bei seiner Nichte Gisela und ihrem Mann Leopold in München ging er des Öfteren Ein und Aus.

Doch je älter er wurde, desto mehr zog er sich nach Salzburg zurück. Um 1900 verlor einen seiner besten Freunde, weil er wieder einmal seine spitze Zunge nicht im Zaum halten konnte. Erzherzog Franz Ferdinand hatte schon zu viele Hürden und Bosheiten mitgemacht, so dass die eine Bosheit von Luzi-Wuzi gegen seine Frau Sophie zu viel war. Er konnte und wollte die Beleidigung nicht verzeihen.

Foto: sternenkaiserin.com – Maria José, Grab Erzherzog Ludwig Viktor, Friedhof Siezenheim

Foto: sternenkaiserin.com – Maria José, Grab Erzherzog Ludwig Viktor, Friedhof Siezenheim

Sein 60. Geburtstag wurde am 15.5.1902 in Salzburg groß gefeiert. Alles war vor Ort was Rang und Titel hatte. Am 24.8.1902 eröffnete er die „Erzherzog-Ludwig-Viktor-Brücke“ über der Salzach und der „Alte Markt“ wurde in „Ludwig-Viktor-Platz“ umgetauft.

Danach zog er sich mehr und mehr aus der Öffentlichkeit zurück. Keine wilden Partys mehr. Keine Reisen mehr nach Wien in sein schönes Palais, welches Kaiser Franz Joseph 1911 in ein Militärcasino umwidmen ließ. Immer häufiger zeigten sich geistige Verwirrung und beginnende „Demenz“. 1915 wurde er entmündigt und unter ein Kuratel gestellt. Er durfte Schloss Klessheim alleine nicht mehr verlassen.

Erzherzog Ludwig Viktor starb am 18.1.1919 76jährig in Schloss Klessheim. Er ruht am öffentlichen Friedhof in Siezenheim.

~ Marie ~

Info nebenbei:

Luzi-Wuzi starb als Letzter der kaiserlichen Brüder. Er ruht auf eigenem Wunsch in Siezenheim.

Luzi-Wuzis Biografin wurde der Zugang zu den Unterlagen von Karl (von) Habsburg leider verwehrt. Grund: sie hatte die Biografie von Kaiser Karl nicht in seinem Sinne geschrieben.

(*) Wer mehr über Erzherzog Ludwig Viktors frühverstorbene Schwester erfahren möchte, ist hier richtig:

https://sternenkaiserin.com/2017/02/05/erzherzogin-maria-anna-karolina-pia-von-oesterreich/

Maria José hat das Grab von Erzherzog Ludwig Viktor besucht. Wer sich das Video noch einmal ansehen möchte, ist hier richtig:

Video: Maria José


Rechtliche Hinweise
Text: Marie
Blogbeitrag: Marie
Video: Maria José
Bildrechte: sternenkaiserin.com – Maria José, Österreich Werbung Weinhäupl, readmap.at, Wien Museum Michael Frankenstein, Österreichische Nationalbibliothek, Wikimedia/Commons, austria-forum.org, theatermuseum.at (Carl Mahlknecht)


Literarische Hinweise: 

Brigitte Hamann
Die Habsburger: Ein biografisches Lexikon (nur noch antiquarisch erhältlich) 

Katrin Unterreiner 
Luzi Wuzi Das provokante Leben des Kaiserbruders Ludwig Viktor

Alfons Maria Franz Clemens Maximilian Prinz von Bayern

Alfons von Bayern, Foto: Wikimedia/Commons

Wir gedenken heute des Todestages von Alfons Maria Franz Clemens Maximilian Prinz von Bayern. Er wurde am 24.1.1862 in München geboren.

Adalbert von Bayern, Foto: Wikimedia/Commons

Amalia Infantin del Pilar von Spanien, Foto: Wikimedia/Commons

Sein Vater war Adalbert Prinz von Bayern. Seine Mutter Amalia Infantin del Pilar von Spanien.

Adalbert war ein Sohn von König Ludwig I. Somit war Alfons ein Enkel von König Ludwig I, ein Großneffe von Herzogin Ludovika und Erzherzogin Sophie und Großcousin von Kaiserin Elisabeth und Kaiser Franz Joseph.

Er besuchte das Humanistische Gymnasium, danach studierte er an einer Universität.

1880 trat er der Bayrischen Armee bei und machte in verschiedenen Ämtern Karriere. 1901 wurde er zum Generalleutnant ernannt, danach allerdings von seinem Kommando enthoben.

 

Louise Victoire
Foto: Wikimedia/Commons

Alfons ging in die Geschichte rund um die Kaisertochter ein. Er hielt um die Hand von Erzherzogin Marie Valerie an.

Doch diese fand beim ersten Treffen den Großcousin ihrer Mutter so sterbenslangweilig, dass sie diese anbettelte Alfons nicht heiraten zu müssen. Natürlich ging ihr Wunsch in Erfüllung.

Sarkophag, Alfons von Bayern, Michaelskirche, München, Foto: Wikimedia/Commons

Am 15.4.1891 heiratete Alfons von Bayern Herzogin Louise Victoire d’Orleans.

Sie war die schöne Tochter von Herzogin Sophie und Herzog Ferdinand d’Orleans. Sophie war die Schwester von Kaiserin Elisabeth. Das Paar bekam 2 Kinder und wurde äußerst glücklich.

Prinz Alfons von Bayern starb kurz vor seinem 71. Geburtstag am 8.1.1933 in München. Er ruht in der Michaelskirche in München.

~ Marie ~

 

 

 

 

 


Rechtliche Hinweise: 
Text: Marie 
Bildrechte: Wikimedia/Commons 


Literatur Hinweise: 

Brigitte Hamann 
Elisabeth Kaiserin wider Willen 

Christian Sepp 
Sophie Charlotte Sisis leidenschaftliche Schwester 

Maximilian Karl Franz Michael Hubert Anton Ignatius Joseph Maria Herzog von Hohenberg

Maximilian von Hohenberg, Foto: sternenkaiserin.com – Marie

Wir gedenken heute des Todestages von Maximilian Karl Franz Michael Hubert Anton Ignatius Joseph Maria Herzog von Hohenberg, bekannt als Max Hohenberg. Er wurde am 29.9.1902 auf Schloss Belvedere geboren.

Franz Ferdinand, Foto: HGM Wien

Sophie von Hohenberg, Foto: Franz Ferdinand Museum, Schloss Artstetten

Sein Vater war Erzherzog Franz Ferdinand. Seine Mutter Sophie Herzogin von Hohenberg.

Franz Ferdinand war der Sohn von Erzherzog Karl Ludwig, einem Bruder von Kaiser Franz Joseph.

Max war somit der Großneffe von Kaiser Franz Joseph und der bereits verstorbenen Kaiserin Elisabeth.

Max ist das einzige Kind (!) das jemals auf Schloss Belvedere geboren wurde. Er wuchs mit seinen Geschwistern sehr liebevoll und behütet auf.

Als Max 12 Jahre alt war, verlor er seine Eltern beim Attentat von Sarajevo.

Nach dem Tod der Eltern wurden die Kinder ein einziges Mal Kaiser Franz Joseph vorgestellt. Von ihrem Vormund Onkel Jaroslav Thun wurden sie in die Tschechoslowakei auf Schloss Konopischt gebracht. Das Schloss war im Besitz ihres Vaters.

Nach dem Ersten Weltkrieg verloren sie den Besitz und kamen nach Österreich zurück. Max und sein Bruder Ernst besuchten das Schottengymnasium.

Max studierte Rechtswissenschaft und promovierte 1926 in Graz. Er verwaltete den Familienbesitz und hielt engen Kontakt zu Otto von Habsburg.

Bona und Max bei der Hochzeit, Foto: sternenkaiserin.com – Marie

Am 16.11.1926 ehelichte er Gräfin Elisabeth Bona von Waldburg zu Wolfegg und Waldsee. Das Paar bekam 6 Kinder.

Max und Ernst lehnten sich gegen den Anschluss Österreichs ans Deutsche Reich auf und wurden 1938 ins KZ Dachau gebracht.

Leopold Figl (der 1. Bundeskanzler der Republik Österreich) erzählte später, dass die Brüder mit heiterer Gelassenheit die Latrinen putzten und die Folterungen überstanden. Zudem galten beide als freundschaftlich und umgänglich zu den Mitgefangenen.

Elisabeth Bona konnte schließlich bei Hermann Göring persönlich ihren Mann aus dem KZ holen. Nach 264 Wochen konnte Max das KZ verlassen und wurde in Schloss Artstetten unter Arrest gestellt. Gleichzeitig wurde der Besitz enteignet.

Nach der Befreiung wurde Max von Hohenberg zum Bürgermeister von Artstetten gewählt, gleichzeitig nahm er wieder Kontakt zu Otto von Habsburg auf.

Otto bevollmächtigte Max die Familie Habsburg bei der Bundesrepublik zu vertreten, um die Vermögensverhandlungen zu führen. Diese scheiterten jedoch 1958 vor dem Verfassungsgerichtshof. Max legte danach sein Mandat nieder.

Sarkophag Maximilian von Hohenberg, Gruft Schloss Arstetten, Foto: sternenkaiserin.com – Marie

Max von Hohenberg starb 59jährig an den Spätfolgen der Folterungen vom KZ Dachau am 8.1.1962 in Wien. Er ruht in der Gruft von Schloss Artstetten.

~ Marie ~

Infos am Rande:

Wer sich näher mit der Geschichte befassen möchte, sei auf meinen großen Beitrag verwiesen:

https://sternenkaiserin.com/2017/06/28/erzherzog-franz-ferdinand-von-oesterreich-este-und-herzogin-sophie-von-hohenberg/

 

 

 

 


Rechtliche Hinweise: 
Text: Marie 
Bildrechte: sternenkaiserin.com – Marie, Franz Ferdinand Museum Schloss Artstetten, HGM Wien
Ich bedanke mich 💜lich für die Fotoerlaubnis und Mithilfe bei Schloss Artstetten.


Literarische Hinweise: 

Anita Hohenberg, Christiane Scholler
Willkommen im Schloss Anita Hohenberg über ihren Urgroßvater Thronfolger Erzherzog Franz Ferdinand von Österreich-Este
1. Auflage 2011, Schloss Artstetten Herausgeber

 

 

 

 

 

 

Johann Joseph Wenzel Anton Franz Karl Graf Radetzky von Radetz

Joseph von Radetzky, Foto: sternenkaiserin.com – Marie

Wir gedenken heute des 163. Todestages von Johann Joseph Wenzel Anton Franz Karl Graf Radetzky von Radetz. Er wurde am 2.11.1766 auf Schloss Trebnitz in Böhmen geboren.

Sein Vater war Peter Eusebius II. Graf Radetzky von Radetz. Seine Mutter Maria Venantia Freiherrin Bechyne von Lazan. 

Joseph verlor sehr früh seine Eltern, weshalb er zur Vollwaise wurde und in die Obhut seines Onkels kam. Dieser ließ ihn bei den Piaristen einschulen, später folgte das Theresianum in Wien. Nach der Matura studierte er Rechtswissenschaften.

1784 trat er als Kadett in die k.u.k. Armee ein, wo er sehr schnell Karriere machte. Zahlreiche Schlachten folgten, viele davon siegreich. Er diente unter dem Stab von Fürst Schwarzenberg und organisierte das österreichische Heer vollkommen um.

Franziska Gräfin Strassoldo-Graffenberg, Foto: geni.com

Am 5.4.1798 ehelichte er Franziska Gräfin Strassoldo-Graffenberg und bekam mit ihr 5 Söhne und 3 Töchter. Nur ein Sohn und eine Tochter sollten den Vater überleben.

Zeit seines Lebens war Radetzky verschuldet, da seine Frau sehr verschwendungssüchtig war.

Am 17.12.1856 – 90jährig (!) – suchte er bei Kaiser Franz Joseph um seine Pensionierung an. Der Wortlaut lautete: „„Euer Majestaet, die Gesetze der Natur zwingen mich nach 72 Dienstjahren und 90 Lebensjahren Euer Majestaet um die Allergnaedigste Enthebung von meinem Dienstposten Allerunterthänigst zu bitten. Geruhen Euer Majestaet mir diese Enthebung mit jener Allerhöchsten Huld und Gnade zu gewähren, mit welcher Allerhöchst dieselben mich schon so vielfach überschütteten und gestatten mir Euer Majestaet bei diesem Anlaße Allerhöchst Der Huld und kaiserliches Wohlwollen […] Mein Greisen Alter hat zwar meine Thätigkeit gelähmt, aber bis zum letzten Athem zuge werde ich des Allmächtigen Segen für das erhabene Hauß und den herrlichen Thron Meines geliebten Monarchen erflehen, der ich in tiefster Demut ersterbe.“ (*)

Am 28.2.1857 genehmigte Kaiser Franz Joseph den Ruhestand. Radetzky diente unter 5 Kaiser und er- und überlebte 17 Feldzüge. Er brachte es bis zum Feldmarschall und gilt als der bedeutendste Heerführer des 19. Jahrhunderts.

Johann Strauß Vater komponierte 1848 ihm zu Ehren den berühmten Radetzkymarsch. Er ist heute noch das Highlight und gleichzeitig der Abschluss eines jeden Neujahrskonzerts.

Joseph Graf von Radetzky starb am 5.1.1858 92jährig an einer Lungenentzündung in Mailand. Er ruht am Heldenberg.

~ Marie ~

Info am Rande:

Nach der Überführung des Leichnams, wurde dieser im Arsenal aufgebahrt und unter Anführung des jungen Kaiser Franz Josephs im Wiener Stephandsdom eingesegnet.

Kaiser Franz Joseph wollte ihn in der Kapuzinergruft zu Grabe tragen. Doch Radetzky überließ dies seinem guten Freund Joseph Gottfried Pargfrieder, der ihm jahrzehntelang die Schulden tilgte und so verfügte dieser, dass er auf dem neu gegründeten Heldenberg beerdigt werden sollte. Joseph Graf von Radetzky ruht direkt unter dem Obelisken.

Otto Treßler spielte Radetzky im berühtem Sissi-Film. Erzherzogin Maria Josepha, Ehefrau von Erzherzog „Bolla“ war jahrelang mit Otto liiert und wollte sogar die Scheidung, als plötzlich alles anders kam und ihr Sohn Karl Thronfolger wurde.

Video: sternenkaiserin.com – Marie 


Rechtliche Hinweise: 
Text: Marie 
Videorecht: Marie 
Bildrechte: sternenkaiserin.com – Marie, geni.com


Literatur Hinweise: 

(*) HGM, Wien/Graz 1960, S. 51 Handschriftlicher Brief 

Franz Herre
Radetzky. Eine Biografie (Nur noch antiquarisch erhältlich)

Biografien – eine Information und ein offenes Wort

Kaiserin Elisabeth, Foto: Wikimedia/Commons

Liebe Email-Follower!* 
Liebe WordPress-Follower!*
Liebe Follower!*
Liebe Leser!*

Herzlich Willkommen zur neuen Rubrik „historische Beiträge Jänner bis Dezember“ innerhalb der Kategorie „Mythos Kaiserin Elisabeth – Familie, Freunde und Wegbegleiter“.

Zur Zeit seht ihr noch gar nichts, aber in den nächsten Tagen wird der Jänner und danach die weiterfolgenden Monate freigeschalten.

Um was geht es hier?

Wer uns nicht per Facebook oder Instagram folgt oder aufmerksam unsere Seitenleiste liest, dem entgehen sämtliche Texte, die ich zu all den historischen Personen bereits veröffentlicht habe, die Kaiserin Elisabeth in ihrem Leben getroffen hat. Sei es ob sie mit ihr verwandt waren, befreundet oder gar nur ihren Weg gestreift haben. Aber auch die Ur-Ahnen kommen zu Wort. Ich gedenke nicht nur (Kaiserin) Maria Theresia, sondern auch deren 16 Kindern, den Ehemännern und natürlich darf auch der Großvater und die Großmutter von Kaiserin Elisabeth nicht fehlen. Und so haben weit mehr als 400 Biografien mittlerweile ihren angestammten Facebook und Instagram Platz gefunden.

Diese Arbeit entsteht natürlich nicht über Nacht. Seit mehr als 3 Jahren arbeite ich nicht nur an meinem historischen Kalender, sondern auch an den Beiträgen. Zuerst war es wichtig, alle zusammen zu tragen, sie zu finden und zu recherchieren. Das war bei einigen eine mühevolle und wirklich schwierige Aufgabe. Oftmals fehlte das Geburts- oder das Todesdatum. Bibliotheken und Onlinedatenbanken mussten durchforstet werden und das oft tagelang für eine einzige Person. Für die nachfolgende Biografie möchte ich dann oft nicht einmal darüber sprechen. Bücher, um Bücher, oft nur kleine Zeilen und Hinweise in selbige ließen mich weiterforschen und irgendwann hatte ich die gewünschte Person gefunden. Aber nicht über alle gibt es etwas zu berichten und nicht über alle lässt sich etwas finden. Leider. Aber ich denke weit mehr als 400 Biografien sind schon einmal ein Anfang und bis die alle am Blog sind, dauert das – hoffentlich keine weiteren 3 Jahre – aber doch etwas Zeit. Und mittlerweile kann ich einige Biografien sogar verbessern. Nicht nur, dass ich weiterführende Schriften oder Bücher mein Eigen nenne, nein, so habe ich nun auch mehr Zeit mich einzulesen und kann die Biografie zur betreffenden Person verbessern und erweitern.

Mein Wunsch ist es, alle untereinander so zu verlinken, damit ihr wirklich einmal seht, wer mit wem verwandt war. Bei Facebook und Instagram ist das oft schwer zu erklären und nach Monaten hat man dann schon wieder die Person A vergessen, wenn im August Person B erklärt wird und im Dezember Person C hinzukommt. Und so wird es meine Aufgabe werden, hier Link für Link, Foto für Foto zusammenzufügen und einzubringen, damit die Übersichten gewahrt bleiben.

Wie findet ihr nun die Personen:

Um hier kein wildes Durcheinander an über 400 Namen zu bringen, haben Sisi und ich uns überlegt, diese mit dem Todestag (!) in Verbindung zu bringen und zwar mit dem Monat. Das heißt wenn Person A z.B. am 3.1.1862 gestorben ist, gebt ihr im Suchfeld den Namen der Person A ein und voila, werdet ihr zu dieser Person geführt, da der Blog dann den Namen durch das Schlagwort erkennt. Auch die Googlesuche und alle anderen Suchmaschinen werden die Namen erkennen. Auch das Todesdatum oder Geburtsdatum wird erkannt werden, aber in den meisten Fällen, werdet ihr diese nicht wissen.

Die Suche wird von Jänner, Februar, März bis Dezember aufgebaut sein. Sind am z.B. am 5.1. 5 „Tote“ so findet ihr diese 5 Personen am 5.1. und könnt die Biografie dazu lesen. Dasselbe dann mit 6.1., 15.3., 28.7., usw.

Zu den historischen wichtigen Daten wie die Verlobung, Hochzeit, Geburtstag der Kaiserin und Kaiser oder den beiden Todestagen gibt es jeweilige Blogbeiträge. Ausnahmsweise werde ich trotzdem in den Monaten April, August, September und Dezember jeweils darauf hinweisen.

Weiters wird es immer ein Foto der Eltern, der verstorbenen Person, der Ehefrau/Ehemann und wenn möglich des Grabes geben. Die jeweiligen Kinder werden ihre eigenen Biografien erhalten, nicht aber per Foto gezeigt, ansonsten explodieren mir die Beiträge wieder. Die Kinder werden allerdings mit Namen erwähnt, so dass ihr immer wisst, dies sind die Eltern dazu. In der weiteren Folge, seht ihr wieder das Foto der Eltern bei den Kindern, somit wiederholt sich das Gesicht für euch noch einmal.
Ein Beispiel: König Maximilian I Joseph von Bayern und Königin Karoline von Bayern sind z.B. die Eltern von Erzherzogin Sophie und Herzogin Ludovika. Insgesamt hatte das Paar 12 Kinder (Max brachte 4 Kinder aus erster Ehe mit in die zweite Ehe). Würde ich jetzt 12 Kinder Fotos zeigen, hätte ich ehrlich gesagt zu viel zu tun. Ich erwähne die wichtigsten Kinder aus diesen beiden Ehen. Bei Erzherzogin Sophie, Herzogin Ludovika usw. seht ihr wieder die Fotos von Max und Karoline und bei König Ludwig I usw. seht ihr König Max und seine erste Frau. Somit wiederholen sich für euch die Gesichter der Eltern immer wieder und ihr könnt euch auf das Wesentliche konzentrieren. Würde ich jetzt mit Stammbaum und zig Fotos in den Biografien kommen, lenkt das zusätzlich ab. Die Texte sind kompliziert genug.

Nun noch etwas in eigener Sache:

Unser Blog ist und bleibt werbefrei. Viele Blogs verdienen ihr Geld mit Werbung, in dem sie Werbung in alle möglichen Texte spamen. Schon das Aufmachen des Blogs kostet Geld. Das ist hier nicht so und wird hier nie so sein. Alles was hier gemacht wird, ist freiwillig und macht uns Spaß, kostet aber eine ordentliche Stange Geld.

Was nicht geht, ist und bleibt Diebstahl. Die Texte sind mühsam erarbeitet worden. Das Urheberrecht der Texte obliegt alleine mir und ich werde das auch bei jedem Text explizit schreiben. In letzter Zeit kommt es leider häufig vor, dass ich Textfragmente von mir auf Instagram und auf Blogs finde. Sollte das so weitergehen, werde ich ab sofort dagegen vorgehen. Kürzlich wurde uns ein Bild gestohlen, frech das Logo weggeschnitten, auch eine freundliche Nachricht wurde einfach ignoriert. Leute, das geht einfach zu weit. Erst Instagram hat die ganze Angelegenheit gelöst und das Posting gelöscht und die Userin verwarnt. 

Was mir machen ist eine Freiwilligkeit und kostet enorm viel Geld. Der Blog, die Kleider, die Reisen, die Hotels, das Bildbearbeitungsprogramm, die Postgebühr für die Gewinnspiele, das Verpackungsmaterial usw. Das alles müssen wir aus der eigenen Tasche bezahlen. Das ist auch okay. Das ist unser Hobby, unsere Liebe, unsere Arbeit. Das machen wir gerne. Aber Diebstahl und Urheberrechtsverletzungen sind kein Kavaliersdelikt und das Internet ist kein rechtfreier Spielplatz. Bei aller Liebe zum Hobby.

Das wars nun mit der Schimpferei. Ich wollte es nur gesagt haben. Tut mir leid, aber wir müssen auch mal in diese Kerbe schlagen, denn die Texte sind und waren viel Arbeit. Denn die Recherchen gehen ja weiter. Ich bin noch lange nicht am Ende. Wer genau hinsieht, sieht, dass bei Kaiserin Elisabeth immer noch an der Serie gearbeitet wird. Hier habe ich kürzlich das Buch aus einem Antiquariat erworben, welches mir noch gefehlt hat (sogar das Schnittmuster war noch erhalten!), Sisi arbeitet im Hintergrund an einem sehr interessanten Beitrag über das Reiten, die Reisen der Kaiserin wollen noch erzählt werden, die Denkmäler müssen aufgearbeitet werden, unsere Maria José arbeitet youtube auf und hat nun einen Vor- und Abspann kreiert. Ihr seht, uns gehen die Ideen nie aus und die Arbeit wird nie langweilig.

Wundert euch bitte nicht über viele viele viele Emails in den nächsten Wochen und Monaten. Ich werde sie nicht immer punktgenau schreiben können. Manche werden verfrüht eintreffen, manche verspätet, manche am genauen Tag. Je nach dem wie es die Zeit zulässt. Manchmal werden es vielleicht auch gleich 10 auf einmal sein; verzeiht es mir dann bitte. Da arbeite ich garantiert nach. Das Datum wird allerdings von mir immer so eingestellt sein, dass der korrekte Todestag eingegeben ist. 

In diesem Sinne, geht es hier bald los.

Danke für eure Aufmerksamkeit und euer Interesse.

Viel Spaß in den nächsten Wochen und Monaten.

Eure ~ Marie ~


Rechtlichte Hinweise:
Text: Marie
Bildrecht: Wikimedia/Commons
Grafik: Ines

(*Gender neutral erstellt)

Happy birthday Marie

Sisi und Marie – wie alles begann…. 

Sehr oft werden wir gefragt, wie wir uns eigentlich gefunden haben. Nicht wir haben uns gefunden, sondern sie mich.

117204805_602610110456628_2716006383253850756_n

Foto: sternenkaiserin.com – Ida

Es war an einem heißen Tag in Ischl, es war der 15. August, ich flanierte mit meinem lieben alten Kaiser Franz Josef über die Esplanade als man irgendwo in der Menge ein Kreischen hörte..

Wieder einer dieser hysterischen Fans, aber was hilft‘s?

Augen nicht zu – wegen der Fotos –  und durch.. und wenn möglich noch lächeln.

Das war das erste Mal, dass wir uns gesehen haben, oder zumindest Sie mich!

Ich muss zugeben, ich erinnere mich bei der Menschenmenge, die an so einem Tag um mich ist, nicht mehr wirklich daran.

76644683_2606815606045388_2300678710472212480_n

Foto: sternenkaiserin.com 

Es vergingen Wochen, wenn nicht Monate, bis ich plötzlich über mein privates FB Profil eine Nachricht bekam.

So genau weiß ich es nicht mehr, aber diese Nachricht war nur eine von vielen…

„Hallo wie geht es Dir? Du siehst toll aus.. wie bist du dazu gekommen..“ der übliche Smalltalk begann…

Ich muss zugeben, ich bin oft sehr nachlässig darin, solche Nachrichten zu beantworten, weil es einfach sehr zeitaufwendig ist und es mich manchmal nach 12 Stunden Dienst einfach nicht mehr interessiert…

Es blieb ein loser Kontakt und der nächste August rückte näher. Somit mehrten sich auch die Nachrichten wieder.

Sie wollte mitfahren mit dem Jubiläumszug. 2016… hundert Jahre nach dem Tod des Kaisers stand alles in dessen Zeichen.

Mein damaliger Hofstaat war auf eine beträchtliche Größe angewachsen und so staunten das Mariechen und auch die anderen Fahrgäste nicht schlecht, als fast 20 Personen in Hoftrauer aus dem Zug stiegen. Man muss dazu sagen, schwarz ist nicht gerade die Lieblingsfarbe unserer Marie. (wer lesen möchte, wie das Ganze aus der Sicht von Marie ablief, klickt auf den Link:)

3 Jahre Sternenkaiserin – Aus der Sicht von Marie

Aber eigentlich hieß sie damals ja noch Petra, zu dem Namen Marie kam sie erst viel später…

117816383_981736108915300_8930513348310647845_n

Foto: sternenkaiserin.com – Marie

Petra fuhr also mit, kam ehrfürchtig in Attnang am Bahnsteig zu mir, um mich zu begrüßen und sich erstmals persönlich vorzustellen.

Sie brachte mir Zeitungsartikel über mich mit, die sie gesammelt hatte.

Nun lernte unsere Marie nicht nur mich kennen, sondern auch noch ein paar andere Herrschaften, die ihr den Floh ins Ohr setzten, sie solle sich doch auch ein Kleid besorgen und Hofdame werden.

117971863_634254504165871_4372236736243987473_n

Foto: sternenkaiserin.com – Marie

Genau das hatte zur Folge, dass sich ihre Nachrichten an mich wieder häuften..

„Wie komme ich zu einem Kleid? Was brauche ich darunter? Welche Schuhe.. und, und, und…“

Ein Meer aus Fragen prasselte in den folgenden Wochen auf mich ein, die ich versuchte, so höflich wie möglich und doch so knapp wie nötig zu beantworten.

Da ich weder ein Verein, noch eine sonstige Eventagentur für historische Veranstaltungen, sondern eine Privatperson bin, die sich ihre Freunde gern selbst sucht, wusste ich nicht so recht, wie ich das sagen sollte. Denn: „Meine Hofdamen suche ich mir selbst!“ kann man ja so nicht unbedingt mitteilen, wenn man nicht unfreundlich sein will.

Zu meiner Verteidigung muss ich dazu sagen, das fand alles in einem Zeitraum von September bis Dezember statt. In genau diesem Zeitraum war ich aber damit beschäftigt, Wintergarderobe für 4 Tage herzustellen, da ein damaliger Bekannter, eben diese 4 Tage als Kaisertage im Winter organisieren wollte…

Kaisertage im Winter (hier der Link dazu) 

So saß ich zwischen Fellresten und Samtfusseln und beantwortet Fragen wie: „…kann ich auch ein modernes Ballkleid tragen?“ oder „brauche ich Handschuhe?“

Nichts desto trotz trafen wir uns bei besagtem Ball wieder.

Ich stand im ungarischen Delegationskleid, welches ich eigens für diesen Anlass genäht hatte, nicht nur sprichwörtlich mit dem Rücken zur Wand.

sisi_0893

Foto: sternenkaiserin.com – Marie

Nichts war an diesem Abend so, wie es sein sollte…

Wochenlange Arbeit endete in einem Desaster…

Meine Damen, darunter auch unsere Ida und die eigens aus der Schweiz angereiste Tammi standen mit versteinerter Miene hinter mir und lächelten aufgesetzt.

sisi_0890

Foto: sternenkaiserin.com – Marie

Es war also kein Wunder, dass selbst eine außenstehende wie Petra damals auf den ersten Blick bemerkte, dass irgendwas gehörig falsch lief…

117602694_3288610367865905_5555649519583799028_o

Foto: sternenkaiserin.com – Marie

In meinem Kopf klangen Néné‘s Worte aus dem ersten Teil: „man hat mich noch niemals so gedemütigt Mama..“ und Magda Schneiders Antwort: „du darfst dir nichts anmerken lassen, hörst du!?“ und wie Néné erging es mir damals gleich… „das kann ich nicht, Mama! Das kann ich nicht!“

Wie auch immer, ging auch dieser Abend zu Ende und am nächsten Morgen packten wir alle unsere Sachen um abzureisen!

Für mich stand damals fest, es reicht endgültig!

All die falschen Versprechungen, all die Lügen und Intrigen, es war einfach zu viel!

Am Heimweg versuchte Ida mich davon abzubringen alles hin zu schmeißen, aber ohne Erfolg.

Mein Entschluss stand fest! Kleider einmotten und Ende!

„Privat Nachricht von Petra“ erschien ein paar Tage später auf meinem Handy und anstatt genervt darauf zu reagieren, ließ ich es einfach über mich ergehen.

Sie schrieb… ich antworte…

Sie schrieb wieder… ich antwortete… sogar mehr als nur zwei Worte…

Sie schrieb weiter…  ich schrieb zurück…

Das ging ein paar Tage, bis ich soweit war, wieder einmal einem mehr oder weniger fremden Menschen meine Telefonnummer zu geben…

ICH rief sie an!

Ich erinnere mich noch, sie stand vor irgendeinem Restaurant… ich glaube es war ein Italiener.

Sie redete auf mich ein, immer wieder kamen Sätze wie „mach was anderes! Erfinde dich neu! Du darfst nicht aufhören! Du bist perfekt in dem was du tust, bla bla bla…“

Von meiner Seite des Hörers  kam hin und wieder im besten Fall ein Schluchzen…

Bis dann plötzlich eine bestimmte Frage kam, „hast Du eine Pressemappe?“

… Schweigen auf meiner Seite!

Eine Pressemappe? Was bitteschön ist eine Pressemappe???

Ich bin diplomierte Krankenschwester. Ich liebe es historische Kleider zu nähen… woher soll ich wissen, was eine Pressemappe ist???

Irgendwann kam ein leises „Halloooohoooo??? Du musst doch eine Pressemappe haben, wer macht deine Homepage???“

„Ähhh..“ das Schweigen ging weiter. Okay jetzt war auch Mariechen klar, dass ich von solchen Dingen keine Ahnung hatte.

Sie schien irgendwie in ihrem Element zu sein und fuhr fort. Und das bei Minusgraden neben ihrem halb erfrorenem Ehemann vor dem Restaurant: „du brauchst eine Homepage… du brauchst eine Pressemappe, du brauchst jemanden der Termine für dich plant…“ vermutlich ahnte sie, wenn sie jetzt nicht mit mir redet, melde ich mich bestimmt kein zweites Mal mehr.

„Ähhh…… aha… ich kann im Word einen Brief schreiben, das war´s dann aber auch schon…“ murmelte ich kleinlaut.

Und dann kam etwas, womit ich niemals und zum damaligen Zeitpunkt noch weniger gerechnet hätte:  „wenn Du willst, dann helfe ich Dir??“

Ich glaubte an gar nichts mehr, an keine Versprechen, an keine Petra und am allerwenigsten von Allem an mich, also sagte ich einfach nur „okay.. danke“

Zwischenzeitlich hatte ich hin und wieder das Gefühl, meine Seele dem Teufel aus Oberösterreich verschrieben zu haben, denn ab diesem Zeitpunkt änderte sich alles! 😉 

Sie krempelte meine FB Seite um, wir erfanden gemeinsam den Namen „Sternenkaiserin“, sie bastelte unseren Blog, aber als wenn das nicht schon genug wäre, dauerte es nicht lange bis sie mich wieder einmal anrief.

Und nur so nebenbei erwähnt, seit diesem „wenn Du willst helfe ich Dir“ sind noch nicht sehr viele Tage vergangen in den letzten 4 Jahren, an denen wir nicht mindestens 1 Stunde am Tag telefoniert haben.

Aber zurück zu dem Anruf! Sie sagte: „sitzt Du?“ eine seltsame Frage, wieso wollte sie das wissen?

Und dann rückte sie damit heraus! Sie hatte es tatsächlich geschafft, dass wir eine Einladung ins Technische Museum bekamen und ich IN DEN HOFSALONWAGEN DER KAISERIN durfte!!!

Lebe deinen Traum… Hofsalonwagen Technisches Museum Wien (hier klicken)

Wer mich kennt, weiß wie sehr ich alte Züge mag und sie legte mir den allerhöchsten Eisenbahnwagon quasi zu Füßen…

Seither weiß ich jedes Mal wenn sie sagt: „sitzt Du?“ kommt etwas Gigantisches…

Ein Termin jagte den anderen, die Pressemappe, die sie inzwischen natürlich auch gemacht hatte, füllte sich immer weiter! Inzwischen ist daraus fast ein Buch geworden. 😉

Ich war entweder unterwegs, arbeitete oder saß an der Nähmaschine!

Wir wuchsen immer mehr zusammen, lachten und weinten zusammen.

Aber eines kann ich mit Sicherheit sagen, die Nervensäge für die ich sie am Anfang gehalten hatte, hat sich mit einer solchen Beharrlichkeit nicht nur in mein Leben, sondern auch in mein Herz geschlichen, dass sie inzwischen zu einem der wichtigsten Menschen in meinem Leben geworden ist.

In den 4 Jahren, die wir nun gemeinsam gehen sind wir nicht nur das beste Team, die treusten Partner, sondern auch die besten Freunde geworden!

117597908_3288609827865959_3977093299977866475_o

Liebe Marie – Liebe Petra,

es heißt, man soll seine Träume leben – ich lebe meine Träume durch Dich!

Ich danke dir für jeden einzelnen Tag, den du an meiner Seite bist.

Für jedes Wort, mit dem du mich verteidigst und nicht nur wie eine Bulldogge vor, neben und hinter mir stehst, sondern auch für deinen unermüdlichen Einsatz!

Du bist nicht nur zur Fotografin, sondern auch zur Historikerin geworden wegen mir.

Du hast mich ins Schloss Wallsee gebracht, mich zu Gräfin Alix nach Schloss Artstetten gefahren, bist mit mir im Schloss Greillenstein bei Prinzessin Elisabeth von Bayern gewesen und hast mit mir den Palast Hohenems der Familie Waldburg Zeil besucht.

Foto: sternenkaiserin.com – Marie

Du hast mit mir im Schloss Ruegers Geister gejagt, bist mit mir trotz Pferdehaarallergie mit Atemmaske in die Spanische Hofreitschule gegangen.

Foto: sternenkaiserin.com – Marie

Warst mit mir im Palmenhaus in Schönbrunn, hast hinter mir über die Treppen bis aufs Dach der Gloriette geschnauft.

79601440_1715512728585135_1603006546487279616_o

Foto: sternenkaiserin.com – Marie

Du hast mit mir Veilcheneis beim Demel genascht und dir mit mir das Museum von Onkel Taa angesehen.

Foto: sternenkaiserin.com – Marie

Du hast mich auf dem Festwagen von Trauttmansdorff fotografiert und mir zugesehen wie ich in Schloss Laudon auf einen Baum geklettert bin.

Du bist mit mir in 4 Tagen durch 5 Burgen des Waldviertels gehetzt und hast dabei einzigartige Bilder gemacht.

Foto: sternenkaiserin.com – Marie

Du bist mit mir aufs Dach der Franzensburg geklettert nur um dann festzustellen, dass die Kamera klemmt, aber beim zweiten Versuch hat dann auch das geklappt.

2FBC5CEC-EA7A-4B63-8DA6-D324BB360C4E

Foto: sternenkaiserin.com – Marie

Du hast mit mir im Wappensaal von Klagenfurt heimlich ein paar Tränchen vor Rührung vergossen, als ein Chor nur für mich gesungen hat.

Du zwingst mich jedes Mal mit dir ein Dessert zu teilen, weil du weißt wie sehr ich Süßes liebe, mir selbst aber keines bestellen würde.

Du spielst für mich jedes Jahr wieder Christkind, nicht nur in meinem geliebten Totzi, sondern auch in der Albertina, mit dem wohl schönsten Christbaum von ganz Österreich!

79950326_1730191770450564_1256451317614772224_n

Foto: sternenkaiserin.com – Marie

Du hast sogar gelernt wie man meine Kleider notdürftig flickt, wenn mal eine Naht reißt, obwohl du nicht mal einen Knopf annähen konntest!

117715836_3288609714532637_4762037261330493857_o

Foto: sternenkaiserin.com – Marie

Du schnürst mich kaltlächelnd ins Korsett, obwohl du weißt, dass du mir anschließend Pralinen in den Mund schieben wirst!

117683461_3288610174532591_2382459866611381029_o

Foto: sternenkaiserin.com – MJ

Du bist mit mir vor Schloss Fuschl Boot gefahren und hast mir im Winterpalais von Prinz Eugen bei der Totalen Finsternis aus dem Tanz der Vampire „in den Hals gebissen“

22089928_1834292686881210_6639460175921458233_n

Foto: knallschwarz.at

Du tanzt im Garten von Schloss Ruegers mit meinem Strohhut zu spanischen Gesängen und hast keine Ahnung wie weh es tut, mit einem Korsett zu lachen!

117590473_3288611471199128_776290424204114329_o

Foto: sternenkaiserin.com – MJ

Du steigst auf Bänke, sitzt auf dem Boden, hängst dich todesmutig aus Fenstern und dekorierst ganze Schlösser um, nur um das perfekte Bild zu machen!

Foto: sternenkaiserin.com – MJ

Du bist gleichzeitig Christoph Wagner Trenkwitz und Karl Hohenlohe, wenn ich die Prunktreppe der Oper empor schreite.

Du schickst meiner Oma Geburtstagskarten und lasst mir beim Demel eine Torte in Veilchenfaben machen.

57987852_1508738922595851_2341498526329995264_o

Foto: Prinz Barbara Fotografin mit Herz

Du erinnerst mich an Dinge, die ich überhaupt nicht vergessen sollte!

Du übst stundenlang mit mir Texte und lachst auch bei der 27. Klappe noch über meine Fehler!

Du bist…

… diese Liste könnte ich noch unendlich weiterführen!

All die lustigen und einzigartigen Erlebnisse, die ich durch Dich erleben durfte werden uns für den Rest unseres Lebens begleiten!

Ich freu mich schon, wenn es wieder heißt: „…sitzt Du?“

Denn: „wir träumen groß!“

Ich hab Dich lieb!!!

Zu Deinem Geburtstag  wünsche ich Dir aus ganzen Herzen Alles Liebe!

Deine Sisi

117444343_605434217012407_8489453876178519589_n

Foto: sternenkaiserin.com – Marie


Rechtliche Hinweise:
Textrecht: Sisi
Bildrechte:  Sternenkaiserin.com, Charlotte Schwarz

Der kleine Flirt von Kaiserin Elisabeth – Friedrich Pacher List von Theinburg (Teil 4)

Kaiserin Elisabeth Foto: Ludwig Angerer via Wikimedia/Commons

Es war der 17.2.1874 als Kaiserin Elisabeth gelangweilt in Wien fest saß. Kaiser Franz Joseph war mit Graf Gyula Andrássy (*3.3.1823, †18.2.1890) in St. Petersburg. Obwohl Elisabeth gerade aus Ungarn kam, überlegte sie zurückzukehren. Doch die ewigen Vorwürfe, sie sei zu wenig in Wien, hielten sie davon ab. Außerdem reagierte Ungarn etwas verstört, als der Kaiser von Österreich und König von Ungarn nach Russland fuhr. 

 

Gyula von Andrássy, Foto: Wikimedia/Commons

Allein in der Hofburg, nur umringt von ihren Hofdamen, wurde ihr schnell langweilig. Vor den Toren der Hofburg hörte sie das schallende Lachen verkleideter Menschen, denn der Fasching war in vollem Gange. Die Wiener Redoute, ein damals berühmter Faschingsball, öffnete zu dieser Zeit seine Tore und von allen Seiten strömten Kutschen herbei. Der Adel und die Reichen von Wien und dem Ausland strömten verkleidet und mit guter Laune in den Redoutensaal.

Elisabeth bat ihre Vorleserin und enge Vertraute Ida von Ferenczy (*7.4.1839, †28.6.1928) zu sich. Und so hegten die beiden Damen einen perfiden Plan aus, um nicht nur der Langeweile, sondern auch den Wachen vor den Türen zu entkommen.

Fanny Feifalik (*28.1.1842, †14.7.1911) wurde damit beauftragt, die Kaiserin zu „verkleiden“. Seit Jahren schon vertraute Elisabeth nur Fanny. Obwohl die beiden oft Streitigkeiten hatten, ließ Elisabeth kaum jemand anderen an ihre Haare. Fanny machte sich einen Spaß aus der ganzen Sache und stülpte über die ohnehin schon schwere Haarpracht eine rotblonde Perücke. Dazu wurde ein gelbes Seidenkleid mit überdimensionaler Schleppe gewählt. Diese sollte später noch auf dem Ball für große Aufregung sorgen. Über dem Gesicht trug Elisabeth eine schwarze Maske mit dichtem schwarzen Schleier.

Die Damen waren sich einig: Niemand würde die Kaiserin damit erkennen.

Fanny Feifalik Foto: forum.alexanderpalace.org

Ida von Ferenczy wurde in ein rotes Dominokleid gesteckt. Ihr Gesicht wurde ebenfalls mit einer Maske verborgen. Niemand sollte die Hofdame bzw. Vorleserin Ihrer Majestät erkennen.

Außer den genannten Damen wurde noch Kammerfrau Schmidl in das Geheimnis eingeweiht. Sie kleidete die Damen ein. Sie schwor das Geheimnis zu bewahren.

Elisabeth nahm in der Gestalt des Dominos einen „Decknamen“ an. Ida sollte sich weder mit Majestät, noch mit Elisabeth oder Sisi in der Öffentlichkeit verraten. Sie entschieden sich für den Namen „Gabriele“. In vielen historischen Büchern ist der Name einer weiteren Hofdame Gabriella Pállfy de Erdöd (*17.11.1833, †22.3.1914) auffällig und es wird angenommen, dass diese dafür herhalten musste. Doch Biograph Egon C. Conte Corti schrieb, dass die Kammerfrau Schmiedl Gabriele hieß und sich so der Name ableitete. In vielen historischen Biographien wird der Name „Gabriella“ zitiert. Ich bleibe bei Gabriele von Conte Corti.(*)

Um an den Wachen vorbei zu schleichen, wandte man einen List an. Kammerfrau Schmidl war von ebengleicher hoher Gestalt wie die Kaiserin und so nannte Ida diese beim Vornamen, damit diese glaubten, dass die Kammerfrau und die Vorleserin der Kaiserin „Aus“ gingen. Es muss ein Spaß gewesen sein, wenn man es heute betrachtet.

Im Saal angekommen, nahmen die Damen einen Platz auf der Galerie ein. So konnten sie den Saal überblicken und waren nicht inmitten des Getümmels. Die Blicke streiften umher und so zog ein junger Mann den Blick von Kaiserin Elisabeth an. Sie bat Ida den jungen Mann zu ihr zu bitten. Ida tat wie geheißen und forderte den Mann auf, ihre „Freundin“ die einsam auf der Galerie säße, würde ihn gerne kennen lernen. 

 

Hofdame Gabriella Pállfy de Erdöd, Foto: Wikimedia/Commons

Er stellte sich als Friedrich Pacher List von Theinburg (*1847, †12.5.1934) vor. Er war 26 Jahre alt und von Beruf Beamter. (Anmerkung Marie: Mir liegt ein Bild des jungen Mannes vor, leider darf ich es nicht veröffentlichen.)

Fritz, wie er genannt wurde, kam aus dem Staunen nicht heraus. Die schlanke Gestalt, die Maske und das Kleid verrieten die Kaiserin gleich als „höheren Adel“. In der Biografie von Conte Corti lässt sich lesen, dass er sofort einen Verdacht hegte, als er die „schöne Dame“ sprechen hörte. Man wusste allgemein, dass die Kaiserin kaum hörbar sprach, oft nur flüsterte. Auch dieser gelbe Domino sprach so leise, dass er Mühe hatte dem Gespräch zu folgen, zumal es schnell zum Erliegen kam. Kaiserin Elisabeth war es nicht gewohnt in der Öffentlichkeit zu sprechen und wirkte oft einsilbig. Das bunte Treiben im Saal, war seltsam anzuschauen, wenn man die steife Haltung der beiden Damen bedenkt. Obwohl sich Ida diskret zurückgezogen hatte, blieb sie in der Nähe und beobachtete die Szene genau. 

Schon bald wendete sich das Gespräch und plötzlich wollte Elisabeth wissen, ob er die Kaiserin kenne und was man sich über sie erzähle. Ein Gedanke zuckte wie ein Blitz durch seinen Körper. Er ahnte, dass sie es war, die vor ihm stand, doch beweisen konnte er es nicht. Fritz Pacher erzählte, dass er sie persönlich nicht kennengelernt habe, da sie sehr scheu sei. Er habe sie aber im Prater beim Reiten gesehen. Selbstverständlich nur aus der Ferne. Sie gäbe sich – anstatt mit dem Volk – lieber mit ihren Hunden und Pferden ab. Zumindest erzähle man sich das auf der Straße. Elisabeth hörte interessant zu und lächelte verzückt vor sich hin. Natürlich erwähnte er auch ihre außergewöhnliche Schönheit, von der ganz Wien sprach und ihre hervorragende Figur. Der gelbe Domino soll sich daraufhin amüsiert gerade gerichtet haben. 

Erzherzogin Gisela Foto: Wikimedia/Commons

Als die Kaiserin fragte, für wie alt Fritz sie halte, nannte er keck das echte Alter von Elisabeth. Sie war zum damaligen Zeitpunkt 36 Jahre alt. Sisi war am Höhepunkt ihrer Schönheit, allerdings bereits zu ihrem großen Verdruss Großmutter. Ihre Tochter Erzherzogin Gisela (*12.7.1856, †27.7.1932) hatte am 8.1.1874 ihre Tochter Prinzessin Elisabeth Marie zur Welt gebracht (Anmerkung Marie: nicht zu verwechseln mit Erzsi, welche ebenfalls Elisabeth Marie hieß und die Tochter von Kronprinz Rudolf (*21.8.1858, †30.1.1889) war. Diese wurde allerdings erst am 2.9.1883 geboren).

Daraufhin endete das Gespräch abrupt. Beleidigt nannte Sisi ihn „unhöflich“ und stand auf. Danach soll sie „So, jetzt kannst du abfahren!“ (1) gesagt haben. Fritz antwortete ironisch: „Das ist aber wirklich liebenswürdig, zuerst läßt du mich zu dir heraufkommen, quetschst mich aus und gibst mir dann den Laufpaß. Gut, ich gehe, wenn du genug von mir hast, aber eines glaube ich doch von dir verlangen zu können: einen Händedruck zum Abschied.“ (2) Elisabeth setzte sich darauf hin und gebot Fritz nochmals Platz zu nehmen. Das freche, unkonventionelle Verhalten des jungen Mannes beeindruckte sie sehr.

Miklós_Pál_Esterházy_de_Galántha „Sport Nikki“ Foto: Wikimedia/Commons 

Mit diesem Satz wandelte sich für die beiden der Abend. Elisabeth taute auf und ging nun am Arm von Fritz Pacher von Theinburg durch den gesamten Ballbereich. Sogar die Nebenräume sahen sich die beiden an. Fröhlich wurde über Politik, das Kaiserhaus und sogar über Allerlei (heute würde man small talk dazu sagen) gesprochen. Sisi war nicht wiederzuerkennen. Fritz selbst benahm sich wie ein Gentlemen. Ließ schlüpfrige Witze, machte keine zweideutigen Andeutungen und ließ das Flirten. Später erzählte er Conte Corti, dass er wusste, es würde keinen Sinn machen. Jeder der ihn an diesem Abend mit dem „gelben Domino“ sah, ging erstaunt zur Seite. Zu königlich der Gang des Dominos. Zu schlank, zu hochgewachsen, zu schön die gesamte maskierte Gestalt. Obwohl von Theinburg diese Szenen genoss, so war ihm innerlich unbehaglich. Die adelige Gesellschaft begann sich um das Paar zu platzieren und man tuschelte unentwegt und versuchte die Identität der gelben Dame zu erraten. Nur einer war dabei, der wusste wer sie war. Freund und Sportsmann Nikki Esterházy (Miklós Pál Esterházy de Galántha, genannt Nikki oder auch Sport-Nikki) (*5.12.1839, †7.5.1897) erkannte Elisabeth. Zu oft war er zu Gast auf Schloss Gödöllö und an ihrer Seite, als dass er ihre Stimme, ihren Gang und ihre Art nicht erkennen würde. Doch er schwieg. 

Fritz von Theinburg bat um ein weiteres Rendezvous. Elisabeth, die vorgab, keine feste Adresse zu haben, da sie permanent auf Reisen sei, gab ihm zu verstehen, dass vielleicht ein Treffen in Stuttgart oder München möglich wäre und ob er dorthin eilen würde. Er würde überall hinreisen, gab er an, Hauptsache er könnte „seinen schönen Domino“ wiedersehen. Als er darum bat, dass sie zumindest den Handschuh ausziehen solle, damit er ihre Haut und Hände bestaunen könne, lehnte Elisabeth ab. Das Geheimnis sollte bewahrt werden. 

Mittlerweile war der Ball fortgeschritten. Weit nach Mitternacht und Ida wurde immer nervöser und kam immer öfter zu Elisabeth zurück. Sie hatte sich entfernt, als diese begann im Saal herumzulaufen. Doch Elisabeth ließ sich die Adresse von Fritz geben und versprach alsbaldig zu schreiben. Die Kutsche fuhr vor und die beiden Damen entschwanden in der dunklen Nacht. 

Kaiserin Elisabeth war bang beim Gedanken, dass er ihr folgen würde. Ida ließ den Fiaker noch in die Vorstadt fahren. Berauscht und glückselig saßen die beiden Damen in der Kutsche. 

Angekommen, setzte sich Elisabeth noch an ihren Schreibtisch und dichtete folgende Zeilen: 

Wo sich bunte Masken drängen,
Welch Summen, Toben, Lärmen, Schrei’n,
Wie sie zu tollen Walzerklängen
Den Mücken gleich, sich dreh’n und freu’n.

Doch wir zwei wählten uns das Beste;
Wir sassen in den Wagen ein,
Der ward uns bald zum warmen Neste:
Und Dunkelheit hüllt‘ rings uns ein….“ (3)

Berauscht war auch Fritz von Theinburg, der in seine kleine Wohnung zurückging und nicht schlafen konnte. Täglich ging er in den Prater und versuchte die reitende Kaiserin zu erblicken. Ständig blieb er in der Nähe der Hofburg und hoffte, Sisi in einer Kutsche zu sehen. Und tatsächlich. Die Kutsche fuhr knapp an ihm vorbei. Schlagartig drehte sich Elisabeth um, hob den Vorhang zum hinteren Sichtfenster, erblickte den erstaunten Fritz von Theinburg und ließ ihn wieder fallen. Eine Woche später bekam er Post. Aus München. 

„Lieber Freund!

Sie werden erstaunt sein, meine ersten Zeilen aus München zu erhalten. Ich bin seit wenigen Stunden hier auf der Durchreise und benütze die kurzen Augenblicke meines Aufenthaltes, Ihnen das versprochene Lebenszeichen zu geben. Und wie sehnsüchtig haben Sie es erwartet. Leugnen Sie nicht mit Ihrer ehrlichen deutschen Natur. Aber fürchten Sie nicht, ich fordere keine Erklärungen, ich weiß ja so gut wie Sie, was seit jener Nacht in Ihnen vorgeht. Mit tausend Frauen und Mädchen haben Sie schon gesprochen, sich auch unterhalten geglaubt, aber Ihr Geist traf nie auf die verwandte Seele. Endlich haben Sie im bunten Traum das gefunden, was Sie jahrelang suchten, um es für ewig vielleicht wieder zu verlieren.
Ich bin auf dem Wege nach Englang, die Verwandten meiner Mutter in Geschäftssachen aufzusuchen, ein trockener geistermüdender Aufenthalt steht mir bevor. Ich werde lange zehren müssen an den letztverlebten Stunden. – So lange ich kann, gebe ich die Hoffnung auf Stuttgart nicht auf. Von London aus erhalten Sie wieder Nachricht. Schreiben Sie mir einstweilen

Hauptpost poste restante Wien
unter der Adresse „Gabriele F.L.36“

Meine Cousine, deren blonde Haare so grossen Eindruck auf Sie machten, besorgt mir die Briefe.“ 

In Eile grüsst Sie 
Ihre Freunden G. (4)

Gräfin Marie Festetics, Hofdame Foto: Wikimedia/Commons

Mit der Cousine war natürlich niemand geringerer als Hofdame Gräfin Ida von Ferenczy gemeint.

Fritz Pacher schrieb sofort zurück und nach 2 Tagen erfährt er, dass der Brief abgeholt worden sei. 

Tage, Wochen danach beschäftigte Ida von Ferenczy noch immer das Geschehen am Ball. Kaiser Franz Joseph und Graf Gyula Andrássy kehrten nicht wie vorgesehen am 11.2.1874 von St. Petersburg zurück, sondern erst am 27.2.1874. Und obwohl Hofdame Gräfin Marie von Festetics (*20.10.1839, †17.4.1923) ebenfalls eine Intima von Kaiserin Elisabeth war, wusste diese nichts von diesem Abenteuer. Insgeheim freute sich Ida darüber, obwohl sie sich mit Marie von Festetics außerordentlich gut verstand. 

In der Zwischenzeit sammelte Fritz von Theinburg, alles was über die Kaiserin in der Presse erschien. Jeder noch so unbedeutende Schnipsel wurde ausgeschnitten. Er wollte das Geheimnis seiner schönen Begleiterin lüften, doch so einfach, wie er sich das vorgestellt hatte, war es nicht. Elisabeth verwischte gut ihre Spuren. Zu gut. Mittlerweile langten immer wieder Briefe ein. Ein weiterer Brief war mit 23.3.1874 datiert. Ebenfalls aus London. Der nächste war nur mit „April 1874“ datiert, wieder angeblich aus London. 

Doch in den Zeitungen war nirgends zu lesen, dass sich Elisabeth dort aufhalten sollte. War er auf der falschen Spur? Oder lügt diese Gabriele nur wie gedruckt. In den Briefen war zu lesen, dass Gabriele Hunde hasste, im Orient sei und wieder gab es eine neue Adresse für ihn. Diesmal sollten die Briefe an „Leonard Wieland, General Postoffice“ in London gehen. Friedrich Pacher List von Theinburg wurde immer unsicherer. Der sehr hübsche junge Mann glaubte an einen Trugschluss, schrieb aber immer wieder zurück. Dass sich zu dieser Zeit allerdings Königin Marie von Neapel (*4.10.1841,†19.1.1925), eine Schwester von Kaiserin Elisabeth in London aufgehalten hatte, wusste er natürlich nicht. 

Königin Marie von Neapel, Foto: Wikimedia/Commons

Die ersten Briefe vergaß er „nochmals abzuschreiben“, damit er ihn ebenfalls in Händen halten bzw. für die Nachwelt bewahren konnte. Denn, sollte es Kaiserin Elisabeth gewesen sein, wäre dies für ihre Biographen sicherlich interessant. 1874 so weit vorauszudenken, war sicherlich von Vorteil. 

Elisabeth wäre nicht Elisabeth, wenn sie nicht aus allem einen Wahn entwickelt hätte. Und so geschah es auch hier. Ein kleiner unbedeutender Flirt an einem Faschingsdienstag, wurde für die gelangweilte Kaiserin eine Passion. Sie steigerte sich so sehr in diese Geschichte, dass ihre Briefe zwischen Wahn und Wahrheit hin und her hüpften und aus einer kleinen zufälligen Begegnung wieder ein Gedicht machte. Sie hoffte, dass sich ihr „Freund“ Ferdinand Pacher nach ihr verzerrte. Sie lechzte nach Hinweisen in seinen Worten. 

Als Kaiserin Elisabeth mit ihrer Tochter Erzherzogin Marie Valerie (*22.4.1868, †6.9.1924) wieder im Prater Ausritt, traf sie auf Fritz, der dort (zufällig?) spazieren ging. Überrascht grüßte er sie und lächelte sie überaus freundschaftlich an. Jahre später erzählte Sisi ihrer Tochter die Episode als Domino und erwähnte dabei diesen Ausritt. Sie war sich ab diesem Zeitpunkt sicher, dass er sie als gelben Domino erkannt hatte. 

 

Doch trotzdem oder gerade deshalb schrieb sie über jenes Treffen ein Gedicht: 

Ich seh dich reiten, ernst und traurig, 
In Winternacht im tiefen Schnee; 
Es bläst der Wind so eisig schaurig, 
Mir ist so schwer zumut, so weh!

Im dunklen Osten, fahl verschwommen, 
Da dämmert jetzt ein blasser Tag, 
Mit Centnerlast das Herz beklommen, 
Trägst heimwärst du die bitt’re Klag! (5) 

Während Elisabeth vor sich hinträumte und meinte, ihren Seelenfreund gefunden zu haben, den sie doch nicht haben durfte, beging Fritz einen folgenschweren Fehler, den er büßen sollte. Er ging auf den letzten Brief „aus London“ mit Argwohn ein. Er forderte „Gabriele“ auf sich zu bekennen und schrieb ihr, dass er glaube, dass sie Elisabeth heiße. Außerdem sei ihm der kleine Flirt ganz Recht gewesen, mittlerweile sei das Spiel aber langweilig und es wäre an der Zeit die Wahrheit zu sagen. 

Erst zu spät fiel ihm auf, dass er damit alles zerstört hatte. Der Flirt wäre von Elisabeth noch jahrelang betrieben worden, wäre Fritz von Theinburg nicht so unklug gewesen und hätte dieses Antwortschreiben verfasst. Er ärgerte sich massiv über sich selbst. Sein Brief wurde nie beantwortet. 

Redoutensaal Hofburg, heute Foto: Hofburg

Monate später hoffte er, auf dem erneuten Faschingsball in der Wiener Redoute seinen Domino wiederzufinden. Und so geschah es 1876, dass ein großgeblumter Domino plötzlich neben ihm stand, sich wie von selbst einhackte und mit ihm spazieren ging. Doch es war ihm bald klar, dass es sich hier nicht um den „gelben Domino“ handelte. Die Unterhaltung verlief aber außergewöhnlich intim, denn dieser „blumige Domino“ wollte die Briefe von „Gabriele“ zurück. Erstaunt über diese Forderung, antwortete er, nur wenn er seine zurück bekäme. Damit war der Abend zu Ende. 

Am 6.3.1876 erhielt er folgenden Brief: 

„Lieber Fritz, 
Obgleich Du denken wirst, dass ich Dich vergessen, so will ich Dich hiemit vom Gegentheil überzeugen, und Dir mitteilen, dass sich Gabriele sehr freute zu hören, dass Du ihrer noch gedenkst, dass ich ihr Deine Grüsse ausgerichtet ist selbstverständlich und lässt auch sie Dich bestens grüssen. Die Arme hat sich vorgestern den Fuss derart verstaucht, dass sie genöthigt ist, das Bett zu hüten, ich hoffe jedoch, dass der Unfall einen günstigen Verlauf nehmen wird. Ich theile Dir dies mit, da ich denke, dass alles was sie betrifft Dich interessieren dürfte; nun zu etwas anderem. Du sagtest mir auf der letzten Redoute, dass falls Gabriele ihre Briefe zurück will, Du geneigt bist, sie ihr zu senden, gegen Austausch der Deinigen. Trotzdem sie durchaus kein Misstrauen in Dich setzt, so wirst Du doch begreifen, dass es für sie eine Beruhigung wäre, wenn sie wieder in Besitz der Briefe käme, willst Du sie also zurücksenden, so kannst sie poste restante, Wieden unter Henriette B.R., wo ich sie dann abholen lassen werde, und Dir auch gleich die Deinen senden, jedenfalls antworte mir umgehend, wie es Dir geht, was Du noch getrieben, als ich Dich am Dienstag verliess, gewiss unzählige Rendez-vous gegeben nicht wahr? 
Nun will ich Dich nicht länger quälen, sondern bloss Dich bestens grüssen als Dein rother Domino 
Henriette B.R. poste restante Wieden.“ (6)

Ida von Ferenczy Foto: Wikimedia/Commons

Doch „Henriette“ hat nicht mit der Verweigerung von Fritz Pacher gerechnet. Sein Antwortschreiben war eher belustigt, als besorgt. Die Briefe sandte er nicht zurück und so wurde der Ton von Henriette entzürnter. Mittlerweile war der „rothe Domino“ zum „Großgeblumten“ Domino geworden und so kam er auf die Idee, dass es sich hierbei um die bekannte Friseurin im Dunstkreis der Kaiserin gewesen sein könnte, die ihm mittlerweile schreibe. Egal wer ihm schrieb, die Damen amüsierten sich köstlich, allerdings ärgerten sie sich auch, denn die Briefe von „Gabriele“ kamen nicht zurück. 

Der Kontakt riss ab und Jahre gingen ins Land. Fritz von Theinburg wurde Fabrikant und reich. Er heiratete Mathilde Clara Schwäger von Hohenbruck und zeugte mit ihr 3 Töchter: Elisabeth, Edith und Mathilde. An einem weinseligen Abend erzählte er seiner Mutter und seiner Frau Clara die Episode und seinen Verdacht. Die Damen lachten ihn aus und vermeinten er habe Halluzinationen gehabt. Alle drei staunten daher nicht schlecht, als nach 11 Jahren ein Brief von „Gabriele“ einlangte. Sie verlangte nach seiner richtigen Adresse und wollte nun – zu seinem großen Erstaunen – eine Photographie von ihm. 

von Theinburg schrieb am 9.6.1885 zurück: 

Lieber gelber Domino!
Ich wüßte nicht, was mich hätte mehr überraschen können als dieses Lebenszeichen von Dir. 
„Aus allen Wolken bin ich gefallen“, wäre zu wenig gesagt, viel zu wenig. Was ist seit diesen elf Jahren alles geschehen? Du prangst wohl noch in alter, stolzer Schönheit – ich bin ein kahlköpfiger, ehrsamer aber glücklicher Ehemann geworden, habe eine Frau, die Dir an Größe und Gestalt ähnelt, und ein herziges kleines Mäderl. Du kannst, wenn Du es für passend findest, ohne Scheu nach diesen langen elf Jahren Deinen Domino ablegen und Klarheit in das räselhafte Abenteuer bringen, das mich von allen jenden, die ich erlebt, am meisten interessiert hat… 
Du siehst, ich bin noch immer das alte „deutsche“, aufrichtige Gemüt mit all den Fehlern von damals. Was mir von Dir kommt, kann nur Gutes sein, also sende immerhin, was Du zu senden hast. Was es auch sei, es wird mich, wie jede Nachricht von Dir, herzlich freuen…“ (7)

Doch Fritz hat nicht mit der lustig gemeinten Antwort gerechnet, die er völlig falsch aufnahmt. Der „rothe Domino“ meldete sich zu Wort und wollte den kahlköpfigen Ehemann Pacher sehen. Fritz schrieb darauf hin entzürnt zurück. Elisabeth erhielt aus den Händen Idas den Brief mit den garstigen Worten „Recht leid tut’s mir, daß Du nach elf Jahren noch immer nötig findest, mit mir Verstecken zu spielen. Eine Demaskierung nach so langer Zeit wäre ein hübscher Spaß und ein gutes Ende zu dem Faschingdienstag 1874 gewesen, eine anoyme Korrespondenz entbehrt nach so langer Zeit des Reizes. Dein erster Faschingsbrief hat mich gefreut, der letzte hat mich geärgert. Mißtrauen sieht der nicht gern, der weiß, daß er es nicht verdient. Leb wohl und nichts für ungut!“ (8) Zuerst ist sie entsetzt über den Ton den er ihr gegenüber anschlägt, dann jedoch besann sie sich, dass er ihr ja so schreibe, als wüsste er nicht, wer sie sei. Sie legte den Brief und das Gedicht, welches sie ihm zur Gegenleistung für ein Foto schicken wollte, zur Seite und schrieb nicht mehr zurück. 

Gräfin Marie von Larisch, Foto: Wikimedia/Commons

Doch sie wäre nicht Elisabeth, wenn sie nicht noch ein Spottgedicht hinten nach geschrieben hätte: 

Ein ganz gemeines Beast; 
Kahl war er auch, dazu noch schiech, 
Gehör nur auf den Mist. 
Von seiner Schmach ist voll, 
Und jedes Echo heult’s
Von Fels zu Fels, im Land Tirol – 
Und Eine ist, die teilt’s! (9)

Die Schmach die Briefe nicht zurückerhalten zu haben und auch den Ton, den er ihr gegenüber anschlug, den verlorenen Flirt, den Traum einer Faschingsdienstagsnacht, beschäftigten Kaiserin Elisabeth bis ins Jahr 1887. Hier verfasste sie das letzte Gedicht für und an Fritz, der wie ein Nebel immer wieder vor ihr her zog: 

Das Lied des gelben Dominos
Long, long ago

Denkst Du der Nacht noch im leuchtenden Saal? 
Lang, lang ist’s her, lang lang ist’s her, 
Wo sich zwei Seelen getroffen einmal, 
Lang, lang ist’s her, lang ist’s her
Wo unsre seltsame Freundschaft begann, 
Lang, lang ist’s her, lang ist’s her! 
Denkst Du, mein Freund, woh noch manchmal daran? 
Lang, lang ist’s her, lang ist’s her!
Denkst du der Wort, so innig vertraut,
Lang, lang ist’s her, lang ist’s her!
Die wir getauscht bei der Tanzweisen Laut? 
Lang, lang ist’s her, lang ist’s her!
Ach! nur rasch schwand die Zeit uns dahin; 
Lang, lang ist’s her, lang ist’s her!
Ein Druck der Hand noch, und ich musste flieh’n, 
Lang, lang ist’s her, lang ist’s her!
Mein Antlitz enthüllen durft‘ ich dir nicht. 
Lang, lang ist’s her, lang ist’s her!
Doch dafür gab ich der Seele ihr Licht, 
Freund das war mehr, das war mehr! 
Jahre vergingen und zogen vorbei, 
Lang, lang ist’s her, lang ist’s her!
Doch sie vereinten nie wieder uns zwei
Lang, lang ist’s her, lang ist’s her!
Forschend bei Nacht frägt die Sterne mein Blick, 
Lang, lang ist’s her, lang ist’s her!
Auskunft noch Antwort gibt keiner zurück, 
Lang, lang ist’s her, lang ist’s her!
Bald wähnt ich nahe dich, dann wieder fern. 
Lang, lang ist’s her, lang ist’s her!
Weilst du vielleicht schon auf anderem Stern? 
Lang, lang ist’s her, lang ist’s her!
Lebst du, so gieb mir ein Zeichen bei Tag, 
Lang, lang ist’s her, lang ist’s her!
Dass ich’s kaum hoffen, erwarten vermag, 
So lang ist’s her, so lang ist’s her!
Lass mich warten nicht mehr, 
Warten nicht mehr! (10)

Kaiserin Elisabeth Foto: Wikimedia/Commons

1887 wurde Kaiserin Elisabeth 50 Jahre alt und ihre Schönheit war vergangen. Tiefe Falten durchzogen das einst so schöne Antlitz. Die Kosmetik von damals war noch nicht so weit, ein Gesicht, das wettergegerbt und von Magersucht gezeichnet war, hinter Make up oder Operationen zu verstecken. 

Das Gedicht „Long, long ago“ sandte sie an Fritz aus „Brasilien“. Hätte sie die Post abholen lassen, die noch immer auf ihren alten Adressen auf sie gewartet hätte, wäre sie ebenfalls in den Besitz eines Gedichtes aus der Feder von Fritz gekommen, welches er an die „Schöne Unbekannte von 1874“ verfasst hatte. 

Doch nach einem halben Jahr ging der Brief unbeantwortet zurück.

40 Jahre später wurde Fritz der Beweis zugespielt, dass es sich um Kaiserin Elisabeth handelte. Gräfin Marie Louise Larisch (*24.2.1858, †4.7.1940) war durch den Selbstmord des Kronprinzen bei der Familie Habsburg-Lothringen in Ungnade gefallen. Marie war zuvor die Lieblingsnichte von Elisabeth. Doch der Tod des Sohnes überschattete fortan das Leben der Kaiserin. Marie versuchte sich mit boshaften Memoiren über das Leben der bereits verstorbenen Kaiserin über Wasser zu halten. Zufällig kaufte er das Buch, als er auf eine lange Zugfahrt musste. Darin war in groben Zügen die Geschichte vom gelben Domino erwähnt. Wer Marie die Geschichte erzählte, oder ob sie Henriette war, wird wohl nie wieder geklärt werden. 

Als der Biograph Conte Corti von Ida von Ferenczy die Geschichte hörte und den Namen des „Flirts“ erfuhr, nahm dieser Kontakt zu ihm auf. Fritz Pacher hatte nun den allerletzten Beweis erhalten. Er übergab die Briefe von „Gabriele“ dem Biografen und starb kurz nach dem Interview 87jährig am 12.5.1934. 

 

~Marie ~

 

 


Rechtliche Hinweise: 
Text: Marie 
Bildrechte: Wikimedia/Commons, Ludwig Angerer via Wikimedia/Commons, forum.alexanderpalace.org, Hofburg


Literatur Hinweise:

(*) Egon C. Conte Corti interviewte persönlich Friedrich Pacher List von Theinburg und Ida von Ferenczy – S. 226/7, 
1 – S. 227, 2 – S. 228, 7 – S. 311/2, 8 – 312
Elisabeth von Österreich Tragik einer Unsterblichen
E.C.Conte Corti (nur noch antiquarisch erhältlich)
Wilhelm Heyne Verlag, 15. Auflage, 1996

3 – S. 185, 4 – S. 185/6, 5 – S. 191/2, 6 – S. 193, 9 – S. 199, 10 – S. 200
Kaiserin Elisabeth und ihre Männer 
Sigrid-Maria Größing (nur noch antiquarisch erhältlich) 
Ueberreuter, 1. Auflage, 1998 


 

Schloss Artstetten – oder der Besuch der Tante…

[bezahlte Partnerschaft]

Im Zuge des Projekts Denkmäler Leben führte uns unsere Reise in eines der vielleicht schönsten Schlösser an der Donau. Schloss Artstetten ist ein Schloss in der Marktgemeinde Artstetten-Pöbring im Bezirk Melk in Niederösterreich und befindet sich immer noch im Besitz der Familie Hohenberg. Der Name Hohenberg ist vermutlich den meisten von Euch ein Begriff, da er untrennbar mit der österreichischen Geschichte verbunden ist, mehr dazu aber später.

67556680_2244004569243351_9029215244215386112_n

Foto: sternenkaiserin.com – marie

Schloss Artstetten war eines der ersten Schlösser, die ich gemeinsam mit Mariechen und unserer damaligen Fotografin besucht hatte, somit war dieser Besuch im Juni bereits das zweite Mal dass wir zu Gast bei der reizenden Gräfin Alix waren.

18893416_1740570305958790_3479276824322422782_n.jpg

Foto: Charlotte Schwarz|Fotogräfin

Heute noch erinnern wir uns mit Freude an ihre Worte, als wir uns zum ersten Mal begegneten:

 „Es ist, als wenn die Tante zu Besuch wäre…“

Ein Kompliment, das schöner nicht hätte sein können.

Etwas ganz Besonderes war mit Sicherheit die Bitte der Gräfin, die Gruft zu besuchen, da Franz Ferdinand die Tante so sehr gemocht hatte.

67578370_2244004425910032_2510145910470606848_n

Foto: sternenkaiserin.com – marie

Mitte des 13. Jahrhunderts wurde der Name Artstetten erstmals urkundlich erwähnt. Aus der mittelalterlichen Feste wurde im Laufe der Jahrhunderte ein Schloss, das unzählige verschiedene Besitzer hatte, bis es 1823 Kaiser Franz I. erwarb und es dadurch zu Habsburger Besitz wurde.

Kaiser Franz I. wurde auch „Der Blumenkaiser“ genannt. Schloss Artstetten war nur eines unter vielen in der Region, die er besaß. Im Umkreis von zwanzig Kilometern gehörten ihm vierzehn weitere Schlösser wie z.B. Persenbeug, Leiben, Pöggstall und Luberegg.

Francis_II,_Holy_Roman_Emperor_by_Friedrich_von_Amerling_003.jpg

Franz I. mit den Insignien des Kaisertums Österreich, (Friedrich Amerling 1832) Foto wikimedia/commons

Schloss Artstetten wurde ursprünglich als Witwensitz für die Kaiserin Karolina Augusta, die vierte Frau von Kaiser Franz I. und Halbschwester von Erzherzogin Sophie, der Schwiegermutter von Kaiserin Elisabeth, vorgesehen.

Karoline_Auguste_von_Bayern.jpg

Karoline Charlotte Auguste von Bayern, Foto: wikimedia/commons

Dreißig Jahre später ging das Schloss in den Besitz seines Sohnes, Erzherzog Franz Carl, dem Vater von Kaiser Franz Josef und Erzherzog Carl Ludwig über.

800px-Franz_Karl_Erzherzog_Litho.jpg

Franz Karl von Österreich, Lithographie von Josef Kriehuber, 1850 Foto:wikimedia/commons

Erzherzog Carl Ludwig, Vater von Erzherzog Franz Ferdinand, erbte das Schloss im Jahr 1861. Er gestaltete das Haus innen wie außen großzügig um.

20228516_1804510606231426_4695535923277430658_n.jpg

Foto: Charlotte Schwarz|Fotogräfin

Er ließ u.a. jenes Badezimmer installieren, das heute im Museum zu sehen ist. Auch der Pool oberhalb des Schlosses wurde von Carl Ludwig errichtet.

67465816_2244001209243687_889441118016503808_n

Foto: sternenkaiserin.com – marie

1889 übergab Erzherzog Carl Ludwig das Schloss Artstetten seinem ältesten Sohn, Erzherzog Franz Ferdinand von Österreich-Este, der es nach seinen Vorstellungen weiter umbauen ließ.

HGM_Wilhelm_Vita_Porträt_Franz_Ferdinand.jpg

Franz Ferdinand als Kaiser von Österreich, Porträt von Wilhelm Vita (HGM) Foto:wikimedia/commons

Seit 1913 präsentiert sich Schloss Artstetten so wie wir es heute kennen:

als architektonisch reizvolle, von sieben charakteristischen Türmen flankierte Anlage.

67556680_2244004569243351_9029215244215386112_n

Foto: sternenkaiserin.com – marie

Erzherzog Franz Ferdinand ließ das Schloss weiter modernisieren. Es wurden nicht nur elektrische Leitungen und ein Lift eingebaut, sondern auch der „englische Landschaftsgarten“ wurde von ihm angelegt.

67802292_2244001785910296_2873983443497123840_n

Foto: sternenkaiserin.com – marie

Um Teile seiner umfangreichen Sammlungen auch in Artstetten unterbringen zu können, ließ er den so genannten  „Neubau“ errichten, in dem sich heute große Teile des Museums befinden.

Wer mehr über das tragische Schicksal von Erzherzog Franz Ferdinand und seiner geliebten Sophie erfahren möchte, kann das hier:

Erzherzog Franz Ferdinand von Österreich-Este und Herzogin Sophie von Hohenberg

Die Schloss- und Pfarrkirche „St. Jakobus der Ältere“ an der Ostseite des Schlosses  ist durch eine Treppe mit dem tiefer liegenden Markt Artstetten-Pöbring verbunden. Die ehemals gotische Kirche wurde 1691–1698 zu einem barocken Saalbau erweitert und bis zum Schloss verlängert.

Erzherzog Franz Ferdinand gestaltete die Pfarrkirche im Stil des Historismus um.

Foto: sternenkaiserin.com – marie

Da seine Frau Sophie, Herzogin von Hohenberg, wegen ihrer aus der Sicht des Kaisers nicht standesgemäßen Herkunft nicht in der Kapuzinergruft bestattet werden durfte, errichtete er eine eigene Gruft unter der Schloss- und Pfarrkirche. Auch Franz Ferdinand verzichtete auf eine Beisetzung in Wien und wurde seinem Wunsch gemäß ebenfalls in der Gruft in Artstetten beigesetzt. Auf dem gemeinsamen Sockel sind die Worte „Verbunden durch das Band der Ehe, vereint durch das gleiche Geschick“ eingraviert und zeugen heute noch von der großen Liebe, die das Paar verband.

67966542_2244004219243386_8677979810955264000_n.jpg

Foto: sternenkaiserin.com – marie

Nach dem Attentat vom 28. Juni 1914 erbte der älteste, damals erst zwölfjährige Sohn des Thronfolgers, Maximilian, Schloss Artstetten.

Franz_Ferdinand_with_his_family.jpg

Franz Ferdinand mit seiner Familie Foto: Hoffotograf 

Nach dem Anschluss von 1938 wurden Maximilian und sein Bruder Ernst (beide erklärte und bekannte Gegner des NS-Regimes) ins Konzentrationslager Dachau deportiert und Artstetten enteignet.

Nach Ende des 2. Weltkrieges (1945) wählten die Bewohner Artstettens mit Zustimmung der sowjetischen Besatzungsmacht Herzog Maximilian für zweimal fünf Jahre zum Bürgermeister des Ortes.

csm_Herzog_Maximilian_ea5712ecc0

Herzog Maximilian Foto: schloss-artstetten.at

Erst 1949 erfolgte die Rückgabe des Schlosses durch die Republik Österreich.

Nachdem Herzog Maximilian 1962 starb, wurde er in der Familiengruft beigesetzt, in der bereits sein Bruder Ernst seit 1954 ruhte.

1962 trat Herzog Franz, als ältester Sohn Herzog Maximilians, das Erbe Schloss Artstetten an.

Bereits 1977 nach dem frühen Tod von Herzog Franz überschrieb seine Frau, Herzogin Elisabeth von Hohenberg, Prinzessin von Luxemburg, ihrer ältesten Tochter, Anita Hohenberg, Schloss und Gut Artstetten.

csm_Anita_Hohenberg_30df679014.png

Anita Hohenberg Foto: schloss.artstetten.at

1980 kehrte Anita Hohenberg mit ihrer Familie nach Artstetten zurück und begann mit der Errichtung des Erzherzog Franz Ferdinand Museums, das 1982 eröffnet wurde.

Um das aus Schloss, Forst- und Landwirtschaft bestehende „Ensemble Artstetten“ als Ganzes zu erhalten wurde 2003 die Anita Hohenberg-Stiftung gegründet.

Als fünfte Generation nach Erzherzog Franz Ferdinand übernahm im Dezember 2015 ihre Tochter Alix de La Poëze d’Harambure-Fraye die Leitung des Familienunternehmens Schloss Artstetten. Das Schloss wird ganzjährig von der Familie bewohnt.

68384382_2244005669243241_2056613547449778176_n

Foto: sternenkaiserin.com – marie

Bei unserem ersten Besuch damals trug ich ein hellblaues Kleid, das ebenso aus der Sissi Trilogie hätten stammen können.

Für den Besuch der wunderschönen Kirche wählten wir bereits beim ersten Besuch ein Tageskleid.

20258036_1804510536231433_8028325353410839885_n.jpg

Foto: Charlotte Schwarz|Fotogräfin

Als wir dieses Mal nach Artstetten zurück kehrten fiel unsere Wahl auf ein ganz besonderes Kleid. Wer kennt nicht die Szene, in der Romy Schneider in Bad Aussee Narzissen pflückt und ihrem Franzl dann in die Arme sinkt?

Ein Kleid mit weißer Lochstickerei und einem bestickten Gürtel, sommerlicher hätte es kaum sein können.

67729533_2244002612576880_7140817436692971520_n

Foto: sternenkaiserin.com – marie

Das Wetter passte perfekt zum Kleid und so hatten wir an diesem Frühsommertag bereits mehr als 30 Grad.

67459401_2244003155910159_5439331670975053824_n

Foto: sternenkaiserin.com – marie

Wie schön beim ersten Besuch wurden wir auch dieses Mal überaus herzlich empfangen.

67466591_2244003275910147_2550191519818579968_n

Foto: sternenkaiserin.com – marie

Nachdem wir mit dem ausgedehnten Garten und seiner einzigartigen Pfingstrosensammlung fertig waren, dachte ich schon beinahe ich wäre erlöst und dürfte aus dem „Geschirr“, wie die Kaiserin selbst ihre Kleider immer nannte.

Allerdings hatte ich die Rechnung ohne mein Mariechen gemacht. Nachdem sie im Garten zuvor einen blühenden Jasminstrauch entdeckt hatte, schwante mir bereits schreckliches.

67620906_2244003232576818_5147508601924878336_n

Foto: sternenkaiserin.com – marie

So wunderte es mich dann auch nicht wirklich als sie mit Hundeblick fragte: „Sisiiiiiii…. Hast du den Jasmin gesehen? Du hast doch das schwarze Kleid auch mit???“

Natürlich wusste sie, dass ich dieses Kleid mit hatte. Natürlich wusste sie auch, dass ich ihr niemals einen Wunsch abschlagen würde.

Also ließ ich mich noch enger schnüren um mir dann das hochgeschlossene Trauerkleid anzuziehen und mit ihr gemeinsam die Familiengruft zu besuchen um den Verstorbenen die letzte Ehre zu erweisen.

67393795_2244004135910061_8962196398434942976_n

Foto: sternenkaiserin.com – marie

In einem solchen Kleid an einem so persönlichen Ort sein zu dürfen, ist für mich jedes Mal wieder sehr ergreifend.

67403973_2244003929243415_4082929042678874112_n.jpg

Foto: sternenkaiserin.com – marie

Ich bedanke mich bei Gräfin Alix de La Poëze d’Harambure-Fraye für die Einladung und freue mich jetzt schon auf das Sommerfest in Schloss Artstetten, an dem ich nächstes Jahr ebenfalls teilnehmen darf. Ich hoffe natürlich ihr kommt uns zahlreich besuchen. 

Wer das Schloss samt Museum besuchen möchte, kann das von 1. April bis 1. November tun. 

Die genauen Öffnungszeiten findet ihr auf:

https://www.schloss-artstetten.at/besucher/oeffnungszeiten/

Einen kleinen Einblick in das Museum bekommt ihr hier:

Ihr solltet auf jeden Fall einen ganzen Tag einrechnen, um die Schönheiten von Schloss und Garten ausreichend genießen zu können.

67625377_2244004315910043_4223222345516449792_n.jpg

Foto: sternenkaiserin.com – marie

Vielen Dank für die Einladung an
Schloss Artstetten & Waldviertel Tourismus
Mit der bezahlten Kooperation mit Waldviertel Tourismus „Mit Unterstützung von Interreg V-A Österreich – Tschechische Republik | Kofinanziert aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung

Sisi


Rechtliche Hinweise:

Bildrechte: Sternenkaiserin,com – marie, wikimedia/commons, schloss-artstetten.at, hoffotograf, Charlotte Schwarz|Fotogräfin

Videos: sternenkaiserin.com – marie

Textrechte: Sisi, Schloss Artstetten

Hotel Adria – Meran

Kennt ihr das Hotel Adria?

47386340_2089647004679109_6986968512694583296_n

Foto: sternenkaiserin.com – marie

Nein, es hat nichts mit dem Mittelmeer zu tun, wie man vielleicht auf Grund des Namens meinen könnte, sondern es liegt mitten im Villenviertel von Obermais in Meran.

Ihr wisst nicht wo Obermais ist? Gut ich gebe zu, vor ein paar Jahren wusste ich das auch noch nicht.

72726308_2562431103817172_5401142793169010688_n

Foto: sternenkaiserin.com – marie

Als ich damals zum ersten Mal in Meran war, um am Traubenumzug teilzunehmen war ich einigermaßen überrascht, als man mir ausrichten ließ, Herr Florian, der Besitzer vom Hotel Adria, würde sich sehr freuen, wenn „die Kaiserin“ am Sonntag zum Frühstück kommen würde.

Foto: sternenkaiserin.com – marie

Natürlich konnte ich diese Einladung nicht ausschlagen und betrat Sonntag am Morgen das Foyer dieses ehrwürdigen, alten Hauses. Der Hausherr begrüßte mich charmant mit einem Handkuss und führte mich zum eigens für mich gedeckten Tisch.

Kaffee im Silberkännchen, kleiner Wiener Gugelhupf, Sacherwürfel und viele andere, eigens für dieses Frühstück kreierte Köstlichkeiten erwarteten mich.

47497774_2089646551345821_4048063859674578944_n (1)

Foto: sternenkaiserin.com – marie

Die Gäste des Hauses staunten nicht schlecht, als ich mitten im Speisesaal Platz nahm und natürlich wurde auch das eine oder andere Foto gemacht.

Video: sternenkaiserin.com – marie

Aber dieser „Sissi Brunch“ sollte nicht alles gewesen sein.  Nach kurzer Zeit trat der Herr Direktor wieder an unseren Tisch um die Ankunft der Musikkapelle Obermais zu melden, die eigens gekommen war, um mir ein Ständchen zu spielen.

Video: sternenkaiserin.com – marie

Nach und nach entpuppte sich unser lieber Herr Direktor als wahrer Sisi-Fan, so gibt es nicht nur eine eigene Vitrine über die Kaiserin im Haus, sondern sogar eine ganze Sissi Suite. Mehr dazu aber später.

72368083_2562431657150450_4144286485908029440_n

Foto: sternenkaiserin.com – marie

Erbaut wurde das Hotel Adria als Hotel Austria von einem Kellner aus Thüringen, der eine Tirolerin geheiratet hatte.

Ferdinand Langguth, so hieß der gute Mann, kam 1868 zum ersten Mal nach Meran um hier für 3 Jahre als Kellner zu arbeiten. Danach ging er nach Belgien, Frankreich und England. Erst 1884 sollte er wieder nach Meran zurückkehren und hier heiraten.

Zusammen mit seiner Frau und seiner Schwiegermutter pachtete er einen Gasthof am Brenner und begann nach nur einem Jahr den Bau des Hotels in Obermais.

langguthf

Maria und Franz Ferdinand Langguth, die Erbauer des Hotel Austria, Foto: hotel-adria.com

1885 begann der Bau nach Plänen von Musch & Lun, die zu den führenden Hotelplanern ihrer Zeit zählten. Den Namen Hotel Austria bekam das Haus „Hotel und Pension Langguth“ erst im Laufe der Bauzeit.

72404037_2562431550483794_6734417903044526080_n

Zu Ostern 1886 wurde das Hotel  eröffnet und die Meraner Zeitung schrieb am 29. April:

„Das stattliche Gebäude, in gefälligem Renaissance-Style ausgebaut, enthält im Souterrain Kellerräume, Küche, Speise-, Wirthschaftsräume und die Wohnung für die Bediensteten, im Parterregeschoß einen eleganten Speisesaal, Buffet, Restauration, Lesezimmer und fünf Fremdenzimmer. Im ersten und zweiten Stock über zwanzig Fremdenzimmer, ein Badezimmer und mehrere Dienerzimmer. Gegen Süden sind in sämtlichen Etagen breite Balcons […] Die gesamte innere Ausstattung muß als eine sehr comfortable bezeichnet werden, welche allen Anforderungen an ein modernes Hotel in jeder Beziehung entspricht.“

47576550_2089646028012540_7412979287923359744_n

Foto: sternenkaiserin.com – marie

Obermais ist das Villenviertel von Meran, in dem auch Kaiserin Elisabeth zwischen 1870 und 1889 dreimal weilt. 1870/71 im Schloss Trauttmansdorff, 1871/72 im Schloss Rottenstein, 1889 erneut in Schloss Trauttmansdorff. Es folgen weitere Mitglieder des Hochadels und der kaiserlichen Familie, so kauft zB. Carl Ludwig um 1860 das Schloss Rottenstein und Carl Theodor, der Lieblingsbruder der Kaiserin, richtet im heutigen Hotel Bavaria seine Arztpraxis ein.

42580841_2050857875224689_6513119932161458176_n

Wandelhalle Meran mit der Büste von Carl Theodor, Foto: sternenkaiserin.com – marie

Zahlreiche Villen und Schlösser der im 19. Jh. noch eigenständigen Gemeinde gehen bis auf das späte Mittelalter zurück.

Ab 1881 führt eine eigene Eisenbahnlinie nach Meran und weitere Hotels werden in Bahnhofsnähe errichtet. Das Hotel Austria jedoch steht in der Topgegend von Meran und liegt damals inmitten von Weinbergen und Streuobstwiesen.

hotel_adria_historisch

Aufnahme ist von vor 1914, zur Zeit als das Hotel Adria noch 2 Stockwerke hatte. Foto: hotel-adria.com

In der Rolandin-Anlage, dem späteren Elisabeth-Garten, baute der Architekt Karl Möser 1870 eine offene Wandelhalle, in der nun regelmäßig das Kurorchester spielte.

Nicht nur der Adel wohnte in Meran und somit auch im Hotel Austria, sondern auch zahlreiche Künstler wußten das milde Meraner Klima zu schätzen und wurden zu gern gesehenen Gästen. Darunter fand man Namen wie Carl Spitzweg, Béla Bartók, Wassily Kandinsky, Stefan Zweig, Franz Kafka – die Reihe ließe sich lange fortsetzen.

Oskar von Redwitz war einer der Ersten, der Meran zu seinem dauerhaften Wohnsitz machte, weswegen ihm 1894 ein Denkmal im damaligen Elisabeth Park direkt vor dem Hotel Austria gewidmet wurde.

72835368_2562431470483802_1629429606199066624_n

Foto: sternenkaiserin.com – marie

Das Austria lief so gut, dass bald ein prächtiges Palais hinzu kam. Die Villa Impériale, 30 Zimmer, die Fürsten von Thurn und Taxis mieteten sie gleich für eine ganze Saison. Man schrieb das Jahr 1900, der Tourismus florierte, es war Belle Époque.

47347088_2089646168012526_8578430822745374720_n

Foto: sternenkaiserin.com – marie

Langguth´s Frau starb unerwartet mit 46 Jahren und hinterließ Witwer samt 6 Kinder. Ein paar Jahre später starb auch noch der älteste Sohn im Kindesalter. Mit Hilfe der Schwiegermutter erhöhte Langguth das Austria um eine weitere Etage auf die heutige Größe, er ließ Bäder und einen Aufzug einbauen und versah das gesamte Hotel mit Zentralheizung.

Foto: sternenkaiserin.com – marie

Kaum ist alles fertig brach der Erste Weltkrieg aus, der Erbauer erlitt einen Schlaganfall und starb nur einige Jahre später. Seine Kinder verkauften den Besitz am Brenner und auch die Villa Imperiale um das Austria zu retten. Es ging zu gleichen Teilen an Maria und Oscar, Langguths Kinder. Da Maria allerdings mit einem Deutschen verheiratet war, verlor sie auf Grund des Friedensvertrags von Versailles und den damit verbundenen Zwangsenteignungen deutscher Staatsbürger auf italienischem Boden ihre Hälfte des Hotels.

Ihr Bruder konnte kein Hotel führen das zur Hälfte dem Staat gehört und verkaufte nur wenig später an Rosa Lardschneider, eine Hotelierin aus Gröden. Sie benannte möglicherweise aus Marketing Gründen das Haus um in Hotel Adria und kaufte 1941 sogar die zweite Hälfte vom italienischen Staat zurück, um von nun an alleinige Besitzerin zu sein.

austriahotel

Ein Prospekt aus der Zwischenkriegszeit, Foto: hotel-adria.com

Ab 1943 diente das Hotel Adria vermutlich als deutsches Lazarett, wobei man darüber keine eindeutigen Aufzeichnungen fand.

Rosa´s einziger Sohn Josef übernahm das Haus und modernisierte weiterhin, er hatte viele Pläne, wollte ein Hallenbad bauen. Allerdings fanden seine Pläne ein jähes Ende. Er starb im Sommer 1971 bei einem Autounfall am Weg nach Kärnten… dort wollte er ein Hallenbad besichtigen….

Seine Witwe führte das Hotel bis 1983 weiter und verkaufte es schließlich an die heutigen Eigentümer, die das Adria wieder zum alten Glanz erwecken.

Dieses Haus ist nicht nur Geschichte, darin wird Geschichte lebendig. Das Team rund um Herrn Florian ist Tag und Nacht bemüht, seinen Gästen jeden Wunsch von den Augen abzulesen.

47573484_2089646318012511_778555679592939520_n

Foto: sternenkaiserin.com – marie

Kein Winkel, der nicht liebevoll geschmückt, keine Ecke, die nicht dekoriert ist.

Im Lesezimmer bietet eine umfangreiche Büchersammlung genügend Möglichkeit einiges über Meran und die Umgebung zu erfahren.

47683037_2089646068012536_6752440698215071744_n

Foto: sternenkaiserin.com – marie

An der Bar umsorgt der gute alte Piero seine Gäste. Er ist nicht nur mein erklärter Liebling des Hauses, sondern wird stets von allen Gästen, nicht nur den weiblichen, umschwärmt.

72134524_2562431927150423_5850349711805906944_n

Foto: sternenkaiserin.com – marie

Ob im Service oder in der Küche, es gibt keinen Wunsch, der unerfüllt bleibt!

Streifzug durch die Küche – Foto: sternenkaiserin.com – marie

Der kleine, familiäre Rahmen ist es, der dieses Haus zu etwas ganz Besonderem macht.

Zeitlose Eleganz trifft modernen Komfort, ein Satz, der hier zu tausend Prozent zutrifft!

Wenn man aufmerksam durch dieses Haus geht findet man nicht nur eine Dienstmann Kappe oder das gravierte Silber des ehemaligen Hotel Austria, man findet viel mehr als das. Man findet überall die Liebe zum Detail, die sich in jeder noch so winzigen Kleinigkeit widerspiegelt.

Aber genug geschwärmt, ich hab euch ja noch versprochen, die Sissi Suite vorzustellen;

Sissi Suite – Foto: sternenkaiserin.com – marie

In diesem besonders hübschen Zimmer, das über einen wunderschönen Balkon verfügt, findet ihr die Kaiserin nicht nur am Türschild.

Sissi Suite – Foto: sternenkaiserin.com – marie

Aber seht selbst:

Sissi Suite – Foto: sternenkaiserin.com – marie

Für mich ist es inzwischen einer der Höhepunkte des Jahres, wenn ich ins Adria „nach Hause“ komme.

Video: sternenkaiserin.com – marie

Meran mit seinen im Oktober meist schneebedeckten Bergspitzen und den riesengroßen Palmen ist zum Sehnsuchtsort geworden.

47506439_2089646828012460_6782480094620286976_n

Foto: sternenkaiserin.com – marie

Ich freue mich jedes Jahr aufs Neue, wenn ich diesem wundervollen Haus wieder einen Besuch abstatten darf und dort die liebgewonnenen, bekannten Gesichter wiedersehe.

Denn nicht nur das Personal ist beständig, auch die Gäste kehren jedes Jahr aufs Neue wieder ein, wenn sich im Herbst das Meraner Laub zu färben beginnt.

Vom Hotel aus seid ihr in wenigen Gehminuten über die Sissi Promenade an der Wandelhalle in der übrigens der Gackel abgebildet ist, bis zur Kaiserin Elisabeth Statue.

42627930_2050857991891344_750207259056799744_n

Foto: sternenkaiserin.com – marie

Wenn ihr dann am Abend zurückkommt steht euch noch der einzigartig ausgestattete Spa Bereich des Hotels zur Verfügung.

72285023_2562431280483821_8418455261043228672_n

Foto: sternenkaiserin.com – marie

Alles in Allem ist das Adria der perfekte Ort um ein paar Tage auszuspannen und sich zu erholen.

Und wer ein so großes Glück hat wie ich, trifft vielleicht sogar einen Filmstar … Cornelia (Conny) Froboess, bekannt als Mariandl, logierte zufällig wegen Filmaufnahmen gleichzeitig im Hotel Adria und ließ sich gerne mit mir fotografieren. Bussi nochmals an dieser Stelle.

Foto: sternenkaiserin.com – Marie
Foto: IMDb.com

Ich bin davon überzeugt, dass Euch dieses zauberhafte Hotel genauso gut gefallen wird, wie mir und wünsche Euch einen schönen Aufenthalt im Hotel Adria!

Sisi

47504644_2089645728012570_5830446438219251712_n

Foto: sternenkaiserin.com – marie


Rechtliche Hinweise:
Bildrechte: Sternenkaiserin.com – marie, hotel-adria.com, IMDb.com

Videos: sternenkaiserin.com – marie

Textrechte: Sisi, Hotel Adria