Tag-Archiv | Husarenregiment

Eljen Erzsébet

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Georg Raab Foto: @Schloss Schönbrunn

 

„Wenn des Kaisers Angelegenheiten in Italien schlecht gehen, so schmerzt es mich, wenn aber das gleiche in Ungarn der Fall ist, so tötet es mich!“

 

Die vielleicht einzige Liebe, die die Kaiserin fähig war zuzulassen, war die zu den Ungarn.

Ein Volk, dem die Liebe zur Freiheit über alles ging. Stolz und nach Unabhängigkeit kämpfend, wie sie selber.

Graf Andrássy, mit dem sie Zeit Lebens eine tiefe Freundschaft verband, bezeichnete  sie als „Ungarns schöne Vorsehung“.

Elisabeth schrieb über Andrássy: „eine Freundschaft, die niemals durch die Liebe vergiftet wurde“.

Noch immer besteht dieses Band zwischen der Kaiserin und dem ungarischen Volk.

 


 

Zum ersten Mal traf ich am 18. August 2012 auf „richtige ungarische Husaren“.

6 Reiter reisten mit ihren Pferden nach Ischl, um dort an der Parade zu Ehren des Geburtstags von Kaiser Franz Josef teil zu nehmen.

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Ein Tag, dem ich wochenlang entgegen fieberte. Ein lieber Freund ermöglichte mir, an der Seite der Ungarn daran teil zunehmen.

Elisabeth war bekannt als eine der besten Reiterinnen ihrer Zeit, sie nahm an vielen Parforcejagden unter anderem in England teil, also gab es auch für mich nur eine Möglichkeit, „meine Husaren“ würdig zu empfangen.

Auch wenn ich beinahe so lange reite, wie ich laufen kann, im Damensattel war das ganze etwas völlig anderes.

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Ich erwartete meine Begleiter und auch wenn wir uns kaum verständigen konnten, so war es doch etwas ganz besonderes.

Die Husaren formierten sich, und geleitet von goldverschnürten Uniformen ritt ich durch die jubelnde Menge bis zum Kreuzplatz vor der Kirche.

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Die Kaiserin am Pferd, ein dunkelblaues Reitkleid, bewacht von ihren Ungarn.

Eine Szene, die Filmreif hätte sein können.

Aber soll ich Euch verraten, was das schönste an dem ganzen war?

Der absolute Höhepunkt?

Nach der ganzen Feier, taten die Husaren, was sich sonst keiner getraut hätte.

Sie wendeten ihre Pferde, und wir jagten im gestreckten Galopp über die Wiese vor der Kaiservilla, bergauf Richtung Jainzen.

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Seither habe ich immer wieder verschiedene Husaren getroffen und kennengelernt. Mit vielen davon verbindet mich inzwischen eine wundervolle Freundschaft, und ich freue mich stets, sie wieder zu treffen.

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Sisi

 

 


Rechtliche Hinweise:
Fotorechte: @Schloss Schönbrunn, Privat
Textrechte: Sisi


 

Kaisertage in Mödling

Im August letzten Jahres erhielten der Kaiser und ich eine Einladung der Stadt Mödling und  der MÖDLINGER TRADITIONS-MOBILISTEN zur Regimentsweihnachtsfeier zu kommen. Im September wurde kurzerhand aus der Weihnachtsfeier ein Hofball, und aus der nachmittäglichen Kutschenfahrt ein 3 Tages Programm und eine Einladung für meinen gesamten Hofstaat.

  • Laxenburg
  • Mayerling
  • Heiligenkreuz
  • der Husarentempel

Wer mich kennt, kennt auch meine Vorliebe für oftmaligen Kleiderwechsel und somit stand ich vor der Herausforderung eine gesamte Winterkollektion in 2 Monaten zu 16195555_1275893612470934_184215218456329533_nentwerfen und zu nähen. Eigentlich bin ich es gewohnt mich mit Hitze, oder Regen herum zu schlagen, denn die meisten Veranstaltungen an denen ich teilnehme sind im Sommer, mit Minus Temperaturen, Eis und Schneegestöber hatte ich noch keinerlei Erfahrung.

Nun aber brauchte ich Kleider für 3 Tage, die Winterfest waren. Und wie auch heute, hatte man natürlich auch damals nicht nur ein Kleid an.

Es fehlte also hinten und vorne. Angefangen von warmer historischer Unterwäsche, Schnürschuhen mit Wollfutter, Handschuhen, Muffs, Cape`s, passenden Hüte war mehr oder weniger nichts da, dass ich hätte im Winter tragen können.

Wie viel Arbeit es war, diese Ausstattung in knappen 2 Monaten zu fertigen, könnt ihr Euch selber vorstellen. Meine Kleider sind, wir ihr wisst, selbst genäht und meist findet man nur „hin und wieder“ eine Vorlage dazu. Ich nähe grundsätzlich aber immer nur die Kleider der Kaiserin oder von Romy Schneider aus den Sissi-Filmen.


 

Wir reisten am 8. Dezember aus allen Himmelsrichtungen an. Der erste Tag begann, dass wir erstmals damit beschäftigt waren die Autos zu entladen. Nachdem wir alles so gut es ging verstaut hatten, und wer schon einmal 9 historische Kleider samt Zubehör in einem Hotelzimmer hatte, weiß wovon ich rede, machten wir uns fertig für unseren ersten Ausflug.

Donnerstag

Schloss Laxenburg

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Es wurde uns von der Stadt Laxenburg gestattet Fotoaufnahmen im alten Schloss zu machen, wir gingen in die Kaiserloge des ehemaligen Theaters, und spazierten durch den Park.

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Der Besuch in der Kaiserloge kam so unerwartet, dass wir natürlich keine Abendkleidung dabei hatten. Den Ausblick von dort oben, haben wir dennoch genossen. Und wer ganz still war, konnte vielleicht sogar ein paar leise Geigenklänge aus längst vergangenen Zeiten hören…

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Das Schloss selbst ist völlig leer, man kann allerdings immer noch die wunderschönen Parkettböden, die Stuckdecken und die alten Öfen bewundern.

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Das Wetter war anfangs besser als erwartet, und so beschloss ich kurzerhand durch den Schlosspark zu laufen. Wie üblich, keuchte der Hofstaat hinterher.

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Ihr könnt Euch denken, dass man dafür warm angezogen sein muss. So  trug ich ein Kleid aus schwerem grünen Samt, dazu ein Fuchspelzcape samt passenden Muff mit einem Gesamtgewicht von ca 15 kg!

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Na, erkennt Ihr dieses Kleid?

Romy Schneider trug es, als sie Graf Andrássy empfing.

 

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Der Kaiser kam uns auf halben Weg, im Park mit seinem Gefolge entgegen, und so setzten wir das letzte Stück gemeinsam fort.

16195666_1275893899137572_935301695687491031_nAm frühen Abend besuchten wir den Adventmarkt am Schlosshof und wurden von der Bevölkerung freudig begrüßt. Der Bürgermeister der Stadt lud uns zum gemeinsamen Abendessen ein und wir verbrachten einen lustigen ersten Abend im Laxenburgerhof.


Freitag

Husarentempel

Am Freitag bekamen wir durch Genehmigung der Stadt Mödling, die Möglichkeit zum Husarentempel zu fahren.

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Wer es vielleicht nicht weiß, Kronprinz Rudolf hielt sich dort häufig auf und versuchte ein Jahr zuvor dort einen Selbstmordversuch mit Mizzi Kasper, der zum Glück scheiterte. Mizzi wohnte zu dieser Zeit in Mödling.

Von der kleinen Anhöhe aus hat man eine wunderschöne Aussicht auf die Stadt.

Das Programm für diesen Tag war eine Kranzniederlegung an der Krypta.16142362_1275894879137474_5006810581010441498_n

16142880_1275894689137493_5877600126444224590_nSomit war klar, ein dunkles Kleid zu wählen. Ein dunkelgraues Kleid mit einfacher Schleppe, ein silbernes Pelzcape und der Mode entsprechend passendem Muff. Ein Kleid das aus der Zeit nach Rudolfs Tod stammte, denn für mich wird dieser Ort, den die Kaiserin nach dem Tod ihres Sohnes häufig aufsuchte, für immer mit ihm verbunden bleiben.

Nun möchte ich folgendes dazu sagen, auch wenn ich privat niemals echten Pelz tragen würde, so wäre es einfach historisch unpassend Kunstpelz zu verwenden. Auf Grund dessen fragte ich die liebe Verwandtschaft, stöberte auf Flohmärkten und fand dann wirklich 3 uralte Pelzmäntel.

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Als erstes einmal fragte ich mich, kann man sowas waschen? Nicht wirklich, also hing das ganze Zeug erstmals tagelang ihm Freien um den Duft der Mottenkugeln loszuwerden. Nebelige Herbsttage eignen sich übrigens hervorragend dafür. Danach zerlegte ich die guten Stücke mit Schere und Skalpell um daraus die passenden Schnittteile zu bekommen. Soweit so gut, aber wie näht man so etwas? Das werde ich Euch einmal extra erklären, da gibts ein paar gute Tricks, und schon wurde aus 50 Jahre alten Jacken, die sonst irgendwann im Müll gelandet wären, wärmende Kleidung der Kaiserin.

 


 

Am Abend erwartete uns der Bürgermeister von Mödling, Hans Hinter mit seiner reizenden Karin zum Abendessen.

Was trug man nun am Abend? Dem Anlass entsprechend natürlich kein Ballkleid, und doch wäre ein gewöhnliches Tageskleid zu schlicht gewesen. Und schon sind wir beim nächsten Kleid:

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Ein Dinnerkleid aus blaugrauer Seide mit Samt und Spitze besetzt, ein passendes Jäckchen und da ich nun wieder in die Zeit der Krinolinen wechselte, die ja meine persönliche Lieblingsmode ist, brauchte ich dazu ein langes Samtcape.

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Wie immer wenn die bayrische Verwandtschaft versammelt ist, wurde auch daraus ein lustiger Abend mit Mamili und meiner Néné, die extra aus München samt meinem Lieblingsschwager anreiste, um für den großen Ball am Samstag an meiner Seite zu sein.

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Nach einem langen und doch recht kalten Tag, fielen wir alle halbtot in die Betten.


SAMSTAG

Mayerling, Heiligenkreuz, Dragonerritt & Hofball

Der Samstag begann früh, Haare flechten, Schminken und anziehen, all das dauert meist so an die 2 1/2 Stunden. Von drei Kutschen abgeholt, starteten wir eine Fahrt durch die Altstadt, und nahmen an einer weiteren Messe in der Stadtpfarrkirche teil.

Da ich davon ausging, dass es in der offenen Kutsche noch kälter sein würde, entschied ich mich für einen schwarzen, pelzbesetzten Samtmantel und darunter ein Kleid aus schwarzem Samt. Das Gewicht davon überlasse ich Eurer Fantasie.

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Bis wir wieder zurück im Zimmer waren, war die Zeit so knapp, dass ich ohne die Hilfe meiner beiden guten Seelen Tami und Angela niemals rechtzeitig ins Trauerkleid gekommen wäre.


 

Kaum umgezogen saßen wir auch schon in den Bussen, die uns zum Friedhof von Heiligenkreuz brachten. Mit Erlaubnis des Stifts Heiligenkreuz machten wir auch am Grab von Mary Vetsera ein paar Bilder.

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Wir hielten eine kurze Andacht und zündeten eine Kerze an, so wie es Kaiserin Elisabeth nach dem Vorfall in Mayerling tat.


 

Im Leben der Kaiserin gab es viele Schicksalsschläge, einer davon, von dem sie sich wohl nie wieder erholte, war der Tod ihres Sohnes, deswegen entschied ich mich, nach Absprache mit meinem Hofstaat, dass wir alle in Hoftrauer in Mayerling erscheinen sollten.

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Das bedeutet, dass die gesamte Kleidung bis hin zum Schmuck tiefschwarz zu sein hat.

Ein Tournürenkleid mit langer, schwarzer Schleppe aus Duiponseide und Samt. Dazu passend ein Samtcape mit einem originalem Hut von 1890, einem ebenso alten Trauerschleier und einem schwarzen Pelzmuff aus demselben Jahr.

Da die Nonnen des heutigen Kloster ein Schweigegelübde abgelegt haben, wurden wir von einer älteren Dame empfangen und bekamen die Erlaubnis den ehemaligen Teepavillion des Kronprinzen zu besuchen. Wir gingen  über einen kleinen Weg aufwärts zur jetzigen Kapelle.

Die Schwestern die uns anlässlich meines Besuches zu einer Andacht einluden, erschienen hinter dem Gitter und ein Priester des Stift Heiligenkreuz zelebrierte die wohl einzigartigste Messe meines Lebens.

An der Seite des Kaisers kniete ich direkt vor dem Altar und lauschte Gedankenversunken der Andacht.

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Es folgte eine Besichtigung der jetzigen Ausstellung im Karmel Mayerling, die Ehrwürdige Mutter Priorin Regina verabschiedete uns persönlich und schon hieß es schnell, schnell wieder zurück, denn der nächste Programmpunkt stand bereits an.


 

Zurück im Zimmer hieß es raus aus dem Trauerkleid und rein in eines das wieder kutschentauglich war, obwohl die Stimmung ein wenig befangen war, auf Grund der Eindrücke, waren wir in absoluter Rekordzeit umgezogen, um wieder in die Kutsche zu steigen und am Adventritt der Dragoner teilzunehmen.

An diesem Kleid ist das besondere die typische Verziehrung der Ärmel, sowie die Posamentrie der Verschnürung, als Zeichen der Verbundenheit der Kaiserin zu ihren Ungarn! Denn wie schon am Vormittag wurden die Kutschen wieder von Husaren eskortiert.

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Und dann war es weit, zurück ins Zimmer, raus aus dem Winterkleid und fertig machen für den Ball.

Habt ihr je ein Korsett getragen? Dann könnt ihr (nicht) erahnen, wie es ist, es solches ohne Unterbrechung von morgens bis nach Mitternacht zu tragen.

Eines der vielen Dinge, die mich mit der Kaiserin verbinden, ist der Anspruch auf Perfektion, so kam meine liebe Ida wieder einmal zum Einsatz um nachzuschnüren und die gewünschte Taille zu erreichen.

Die Haare mussten von einer Frisur die unter einen Hut passte, neu geflochten und zur Ballfrisur gesteckt werden.

Ich stand mitten im Raum um geschnürt, geschminkt und frisiert zu werden, um dann zum Höhepunkt der letzten Tage zu kommen.

 

DEM BALLKLEID

 

Ein vielleicht für Euch unbekanntes Kleid, doch für mich war es eine Hommage an die Ungarn.

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Dieses Kleid war im Original ein Geschenk von Erzherzogin Sophie, angelehnt an die ungarische Volkstracht, erschien Kaiserin Elisabeth damit beim ersten Empfang der ungarischen Delegation.

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In einem Kleid aus dunkelblauem Samt und altrosa Seide, Tüllspitze, Perlen und der für Ungarn typisch bestickten Schürze erschien ich am Ball.

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Die anwesenden Husaren, die eigens aus Sopron angereist waren huldigten ihrer Königin, und der Herr Schwager unterhielt die anwesenden Damen.

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Nach einer durchtanzten Nacht und fast 20 Stunden „im Geschirr“ wie Elisabeth es nannte, war ich wahrlich am Ende.

 

Abschließend bleibt nur noch eines, wie mein „Gemahl“ sagen würde:

„Es war sehr schön, es hat uns sehr gefreut“

 

*Sisi*


Rechtliche Hinweise:
Bildrechte: Sisi, Christine Kupec
Textrechte: Sisi
Fotos mit ausdrücklicher Genehmigung und großem Dank an Stift Heiligenkreuz und Karmel Mayerling.


 

 

 

 

 

 

Stationen einer Kaiserin

2011 fand der Kaiserball in Bad Ischl statt, der mich zur Kaiserin machen sollte. Es folgten viele weitere Termine und Veranstaltungen, an denen ich teilweise allein, oder an der Seite des Kaisers teilnahm. Ein paar davon könnt ihr hier nachlesen.

Die Ennstal classic war eine der ersten Veranstaltungen bei denen ich Bekanntschaft mit Prominenz und Presse machen konnte. Im Kurpark in Ischl machten  Hans Knauss, und der vermutlich allen bekannte „Seyffenstein – Rudi Roubinek“ Station.
Die Nacht der Kaiser, bei der mir Franz Klammer die Hand küsste, und sich so den „Ärger“ des Kaisers einhandelte.

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Eine Sportwagen Alpentrophy,
der Besuch im Kaiserin Elisabeth Museum in Possenhofen
Und dann, das für mich wohl beeindruckenste Erlebnis, der Kaiserzug Bad Ischl.

Ein Tag an dem man sich nicht ganz entscheiden kann, ob man nun im Sissy Film von E. Marischka spielt, oder doch in der Vergangenheit wandelt.


Eine Einladung zum Herbstmanöver in Laakirchen, an dem ich standesgemäß im Damensattel mit ritt.
Die Hochzeit im Novemvon Herta Margarethe & Sandor Habsburg in Wien, die mich vor die Herausforderung stellte, was trägt man auf einer Hochzeit? Weiß ist ja bekanntlich der Braut vorbehalten, und so wurde daraus das rote Kleid aus der Sisi Neuverfilmung mit C. Capadondi.

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2012 begann mit einem besonderem Geburtstag. Die „Schönbrunn“ wurde 100 Jahre alt. Dieses Schiff werden einige vielleicht erkennen, es ist das selbe mit dem Romy Schneider auf Brautfahrt ging, somit war es für mich klar, dass es für diesen Tag nur ein einziges Kleid geben konnte, das dafür in Frage kam.

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Der zweite Kaiserzug in Bad Ischl stand an, und das Kleid dafür, dessen Vorlage ein Kleid aus der Verlobungszeit der Kaiserin ist, wurde zu einem meiner persönlichen Lieblingskleidern, vielleicht auch deswegen, weil es anstatt braun kariert wie das Original nun in der Lieblingsfarbe der Kaiserin und mir erstrahlte.

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Eine weitere Nacht der Kaiser Bad Ischl, doch dieses Mal in der Trinkhalle, statt im Kurhaus fand statt.

Im Anschluss ging es fast direkt weiter zum Traubenfest in Meran, wo die Kaiserin ja als „die schwarze Frau“ bekannt war – und dürft raten, welches Kleid nun gemacht werden musste?

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Silvester feierten wir mit Auszügen aus dem „Elisabeth Musical“ in der Villa Seilern in Ischl
Jubiläumskonzert Trinkhalle Bad Ischl – 175 Jahre Sisi

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2013 ging es weiter mit einem Ausflug in den Süden – Sisi Straße Sitzung Triest
Einer weiteren Schifffahrt, der Jubiläumsfahrt am Attersee.
Dem Traubenfest in Meran, und dem ersten Sisi Tag in den Gärten von Schloss Trauttmansdorff.
In München feierte der Elisabeth Markt sein Jubiläum, und der Münchner Oberbürgermeister bewies seine Walzerkünste.
Eine Präsentation der Sisi Straße in Augsburg

Das Konzert in den Weissgold Sälen von Schloss Schönbrunn war mein persönliches Highlight dieses Jahres. Vor allem, der Spaziergang zur Teestunde aus der Gloriette wurde zum ganz besonderem Erlebnis. An einem Feiertag, bei strahlendem Sonnenschein, in einem solchen Kleid dort hoch zu laufen, überstieg all meine Erwartungen an Publikumsreaktionen. Und spätestens ab hier war uns allen klar, dass nun auf der ganzen Welt Bilder verschickt wurden, wie Sisi durch den Schlosspark läuft.

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Der 3. Kaiserzug warf nun die Frage auf, welches Kleid dieses Mal?

Eine Kaiserin kann ja wohl nicht jedes Jahr das Selbe tragen. Also musste ein neues Zug – Kleid her! Dieses Mal in Schwarz.

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2014 lud die Stadt Aichach zum Foto Shooting im Sisi Schloss Unterwittelsbach.
Ich war „Teil“ des Kulturfrühling Wittelsbacherland, und besuchte auch das
Biedermeier Fest in Bad Gleichenberg.

Der nächste Kaiserzug dampfte nach Bad Ischl, und dieses Mal entschied ich mich für ein Kleid ohne Krinoline, und siehe da, man konnte fast ohne fremde Hilfe aus und einsteigen.

Wieder durfte ich beim Traubenumzug in Meran mitmachen, und fand auch in Südtirol viele liebe Freunde, mit denen ich bis heute Kontakte pflege.
Der Sisi Tag in Schloss Trauttmansdorff erfreute Besucher alles Alters.
Ein Medienevent der Sonderklasse war sicherlich die Hochzeit von Richard Lugner in Schönbrunn. Irgendwann in all den Jahren wurde ich die vielen Kameras und das Blitzlichtgewitter gewohnt, doch das war dort los war, überstieg alle meine Vorstellungen. Kamerateams aus aller Welt, Pressefotografen, Schaulustige und Hochzeitsgäste machten es fast unmöglich, trotz 3 eigener Bodyguards, auch nur einen Schritt unbeschadet zu gehen.

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2015:
war wohl meine bisher weiteste Reise, die Stadt München flog mit König Ludwig und Sisi im Anhang nach Berlin zur ITB. Das warf nun für mich viele Fragen auf, wie passt das Sternenkleid in einen Koffer, darf man mit 8 cm langen Metallhaarnadeln durch die Sicherheitskontrolle, kann man eine Krinoline falten usw. usw? Doch am Ende wurden alle Hindernisse gelöst und Sisi & der Kini trafen erstmals in Berlin auf einander.

Zum 2. Mal nahmen wir am Biedermeier Fest in Bad Gleichenberg teil, und fand durch Zufall meine kleine „Tochter“ Marie Valerie.

Der Kaiserzug Bad Ischl bei dem ich zum ersten Mal ein Tournürenkleid trug, und somit die ideale Reisekleidung fand.

Meine Münchner Freunde luden mich zur Kutschengala Schloss Schleissheim, und bescherten mir damit den Höhepunkt dieses Jahres. In einer originalen Kutsche galt es, nun auch der Kleiderordnung gerecht zu werden. Dem Fahrgeschick unserer Kutschers, und der Zuverlässigkeit unserer Pferde verdankten wir schlussendlich den 3. Platz in der Bewertung.

Wie jedes Jahr fand im Oktober der Sisi Tag in den Gärten von Schloss Trauttmansdorff statt. Das Hotel Adria empfing die Kaiserin zum Sisi Frühstück. zu dem sogar eine ganze Blasmusikkapelle aufmarschierte.
Der Traubenumzug Meran, ist wohl einer der größten Erntedank Feste von Südtirol, unfassbare Menschenmengen bevölkern die Innenstadt, die völlig abgesperrt wird. Für mich ist es immer wieder etwas besonders wenn dann der Applaus erklingt und der allgemeine Ruf „Principessa Sissi“ erklingt.

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2016: begann mit einer für mich neuen Herausforderung, einer Kleiderausstellung im Rahmen der 120 Jahr Feier in Zell am See.

Kleider waren ja vorhanden, ober Krinolinen und Puppen? Auch das konnte ich dank einigen guten Freunden lösen und so konnte ich „Romy´s Filmkleider“ ausstellen.

Wieder fand das Biedermeierfest in Bad Gleichenberg statt, zu dem ich dieses Mal gleich mit „meinen“ beiden Kindern, der kleinen „Marie Valerie“ und dem Kronprinz Rudolf erschien.

Von der Steiermark ging es in die Heimat nach Bayern, wo die gesamte „bayrische Familie“ eine Schifffahrt am Ammersee unternahm.

Ein Höhepunkt in diesem Jahr sollte ein Fotoshooting an einem ganz besonderem Ort werden. Ich bekam die Möglichkeit, mit den einzigartigen Fotografen Ingrid & Bertl Jost, sowie Alexander Dacos 2 Tage lang im Südbahn Hotel am Semmering zu verweilen. Ein kleines bisschen erweckten wir das alte Hotel, das für mich etwas von einem verwunschenem Märchenschloss an sich hat, wieder zum Leben.

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Foto Bertl Jost

Der Kaiserzug Bad Ischl hatte sich in diesem Jahr den 100. Todestag des Kaisers zum Thema gewählt, und so fuhr der gesamte Hofstaat, der sich inzwischen um mich scharrt in Trauerkleidung!

Ein zweites Mal besuchte ich die Kutschengala in Schloss Schleissheim, und wandelte in Schloss Herrenchiemsee.

Wie jedes Jahr freute ich mich auch dieses Mal, ein paar Tage im wunderschönen Meran, das für mich einer der schönsten Orte überhaupt ist, zu verbringen.

Der Sisi Tag, das Frühstück im Hotel Adria und der Traubenumzug waren auch dieses Mal wieder Fixpunkte.

Und dann stand etwas völlig neuartiges am Plan, gemeinsam mit meinen lieben Freundinnen, und der Unterstützung des Kaisers stellten wir ein Winterprogramm zusammen.

Wir besuchten das Kloster in Mayerling, in dem man eigens eine Messe las, und zündeten am Grab von Mary Vetsera mit Erlaubnis des Stift Heiligenkreuz eine Kerze an.
Daraus wurden für uns die 1. Kaisertage in Mödling, die mit einem Hofball ihren Höhepunkt fanden.

Sisi

 


Rechtliche Hinweise:
Bildrechte: Bertl Jost, Privat
Textrechte: Sisi