Tag-Archiv | Habsburg

Charlotte Prinzessin von Belgien oder auch Erzherzogin Charlotte oder auch Kaiserin Carlota von Mexiko

Foto: sternenkaiserin.com – Marie (*) Erzherzogin Charlotte

Wir gedenken heute des Todestages von Marie Charlotte Amélie Augustine Victoire Clémentine Prinzessin von Belgien, Erzherzogin Charlotte von Österreich, später Kaiserin Carlota von Mexiko. Sie wurde am 7.6.1840 auf Schloss Laeken geboren.

Foto: Wikimedia/Commons König Leopold I von Belgien, Bild: F.X. Winterhalter

Foto: Wikimedia/Commons Prinzessin Louise von Orléans

Ihr Vater war König Leopold I von Belgien. Ihre Mutter Prinzessin Louise von Orléans.

Ihr Vater war vernarrt in die kleine Prinzessin. Auch deshalb, weil sie besonders schön war. Als Charlotte mit 10 Jahren ihre geliebte Mutter verlor, ließ ihr Vater sie beinahe nicht mehr aus den Augen.

Sie wuchs mit ihren Geschwistern sehr liebevoll und behütet auf. Ihre Cousine war Prinzessin Alexandrina, welche später als Queen Victoria in die Annalen einging. Aber auch Victorias Ehemann Albert war ein Cousin 1. Grades.

Leopold war nicht nur in der eigenen Familie sehr beliebt. So war er auch bei Alexandrina, ihr Lieblingsonkel.

Von ihren Geschwistern ist uns lediglich Leopold II bekannt, welcher als Teufel vom Kongo Angst und Schrecken verbreitete. Bei all der Fürsorglichkeit und Liebe im Elternhaus vermag man es sich nicht vorzustellen, warum aus ihm so ein Tyrann wurde.

Charlotte war 16 Jahre alt, als sie Erzherzog Ferdinand Maximilian, genannt Max, einen Bruder von Kaiser Franz Joseph kennenlernte und sich in ihn verliebte. Die Mär vom verliebten Max, der die schöne Charlotte fand, ist leider nicht der Wahrheit entsprechend. Max hatte hohe Schulden und das belgische Königshaus war schwer reich. Max verhandelte hart um Charlottes Mitgift.

Erzherzog Ferdinand Maximilian, Kaiser Maximilian I von Mexiko, Foto: Wikimedia/Commons

Am 27.7.1857 heiratete das Paar schließlich in Brüssel. Charlotte wurde somit die Schwägerin von Kaiser Franz Joseph und Kaiserin Elisabeth. Das Paar zog nach Triest ins Schloss Miramare. Als Hochzeitsgeschenk machte ihn Kaiser Franz Joseph zum Generalgouverneur von Lombardo-Venetien.

Kaiserin Elisabeth sah sie als Konkurrentin, da Charlotte sehr schön und äußerst liebenswürdig war. Erzherzogin Sophie bevorzugte Charlotte bei jeder sich bietenden Gelegenheit.

Aufgrund von falschen Versprechungen und auf Drängen von Napoleon III und seiner Frau Eugénie nahm Max die mexikanische Krone an.

Am 10.4.1864 wurden Max und Charlotte zu Kaiser und Kaiserin von Mexiko. Gekrönt wurden die beiden im eigens dafür eingerichteten Krönungszimmer in Schloss Miramare in Triest.

Max wurde damit zum Kaiser Maximilian I von Mexiko. Charlotte zur Kaiserin Carlota von Mexiko.

Charlottes Lebenstraum ging damit in Erfüllung. Charlotte galt als sehr ehrgeizig und wollte denselben Status erreichen wie ihre schöne und berühmte Schwägerin Kaiserin Elisabeth. Alle Mittel waren ihr dazu Recht. Dass Elisabeth keine Kaiserin sein wollte, entging ihr dabei völlig.

Das Paar hatte keine Kinder. Um Thronfolger zu haben adoptierten sie 1865 Augustin de Itúrbide y Green und Salvador de Itúrbide y de Marzan.

Die Ehe der beiden wurde schnell zur Farce. Max ging permanent fremd und soll mit der Frau seines Gärtners ein uneheliches Kind gezeugt haben. Sein Kammerdiener Grill erzählte, dass Charlotte ihn so angewidert habe, dass er die Schlafzimmertüre zumauern ließ. Ab diesem Zeitpunkt galt die Ehe auch in der Öffentlichkeit als zerrüttet.

Charlotte selbst soll sich mit Alfred Baron van der Smissen getröstet haben. Max wusste von der Affäre und tolerierte sie.

1865 endete der Amerikanische Bürgerkrieg, was die Truppen veranlasste Mexiko zu verlassen.

Charlotte fuhr mit dem Schiff nach Europa um bei Kaiser Napoleon III und Papst Pius IX Hilfe zu erbitten. Vergeblich. Pius ließ sie mit den Worten „er werde um Max Seele beten“ abblitzen. Sie erlitt einen schweren Nervenzusammenbruch, da ihr niemand Gehör schenkte.

Laut Gerüchten zufolge soll Charlotte zu diesem Zeitpunkt schwanger gewesen sein. Am 21.1.1867 wurde ein unehelicher Sohn geboren, welcher später als General Maxime Weygand identifiziert und in Frankreich berühmt wurde. Er weigerte sich jedoch Zeit seines Lebens den Namen seiner Eltern preiszugeben, weshalb das Geheimnis mit ins Grab genommen wurde.

Foto: David Conway via findagrave.com, Grab Kaiserin Carlota von Mexiko

Von dem schweren Zusammenbruch erholte sie sich nicht mehr und ihr Bruder Leopold zwischenzeitig König von Belgien ließ sie für Unzurechnungsfähig erklären.

Sie lebte völlig abgeschottet eine Zeitlang auf Miramare und wurde dann ins Wasserschloss Bouchout in Belgien gebracht.

Bis zu ihrem Tod glaubte sie, dass sie noch Kaiserin von Mexiko war. Vom Tod ihres Mannes erfuhr sie ihr Leben lang nichts.

Kaiserin Carlota von Mexiko starb am 19.1.1927 87jährig auf Schloss Bouchout in Meise. Sie ruht in der Notre Dame Kirche in Laeken in Belgien.

~ Marie ~

 


Rechtliche Hinweise:
Text: Marie
Bildrechte: David Conway via findagrave.com, (*) Mit herzlichen Dank für die Fotorechte an Schloss Artstetten, sternenkaiserin.com – Marie, Wikimedia/Commons 


Literarische Hinweise: 

Egon Conte Corti 
Maximilian und Charlotte von Mexiko Nach dem bisher unveröffentlichten Geheimarchive des Kaisers Maximilian und sonstigen unbekannten Quellen (nur noch antiquarisch erhältlich) 

Brigitte Hamann 
Mit Kaiser Max in Mexiko Aus den Tagebüchern des Fürsten Carl Khevenhüller 1864 – 1867 (nur noch antiquarisch erhältlich)

Brigitte Hamann 
Die Habsburger: Ein biografisches Lexikon (nur noch antiquarisches erhältlich) 

Maximilian Eugen Ludwig Friedrich Philipp Ignatius Joseph Maria Erzherzog von Österreich

Foto: Wikimedia/Commons Erzherzog Maximilian Eugen

Wir gedenken heute des Todestages von Maximilian Eugen Ludwig Friedrich Philipp Ignatius Joseph Maria Erzherzog von Österreich. Er wurde am 13.4.1895 in Wien geboren.

Foto: ÖNB Erzherzog Otto

Foto: Wikimedia/Commons Maria Josepha Prinzessin von Sachsen

Sein Vater war Erzherzog Otto Franz. Seine Mutter Maria Josepha Prinzessin von Sachsen. Er war der 2te Sohn des Paares.

Erzherzog Otto war ein Sohn von Erzherzog Karl Ludwig. Er wiederum ein Bruder von Kaiser Franz Joseph. Otto war somit der Neffe von Kaiser Franz Joseph und Kaiserin Elisabeth.

Maximilian Eugen war somit der Großneffe von Kaiser Franz Joseph und Kaiserin Elisabeth. Gleichzeitig war er aber auch der Neffe von Erzherzog Franz Ferdinand und der Bruder vom letzten Kaiser von Österreich, Karl I.

Erzherzog Maximilian durfte das Schottengymnasium besuchen und studierte – sehr zum Missfallen von Kaiser Franz Joseph- danach Rechtswissenschaften. Habsburger hatten zu dieser Zeit keine weitere Ausbildung zu haben, als eine militärische. Sie lernten zwar noch einen Handwerksberuf „für den Fall der Fälle“, aber das galt eher dem Alibi.

Während der Kriegszeit diente er teilweise an der Front und stieg bis zum Major auf.

Foto: Wikimedia/Commons Franziska zu Hohenlohe-Waldenburg-Schillingsfürst

Am 29.11.1917 heiratete er in Schloss Laxenburg Franziska zu Hohenlohe-Waldenburg-Schillingsfürst. Sein Bruder Kaiser Karl hielt sich in der Kriegszeit hauptsächlich in Laxenburg auf, weshalb die Hochzeit dort stattfand. Das Paar bekam 2 Söhne.

Erzherzog Maximilian wollte sich dem Adelsaufhebungsgesetz von 1919 nicht unterwerfen und wurde – obwohl weiterhin österreichischer Staatsbürger – des Landes für immer verwiesen.

Er promovierte noch als Dr. jur und ließ sich als Rechtsanwalt in Bayern und der Schweiz nieder.

Während des 2. Weltkrieges flüchtete die Familie in die Schweiz und nannte sich vorsichtshalber „Grafen von Kyburg“.

Erzherzog Maximilian Eugen starb 56jährig am 19.1.1952 in Nizza. Er ruht in der St. Michael Kirche, Schloss Altshausen in Baden Württemberg.

~ Marie ~

 

 


Rechtliche Hinweise:
Text: Marie
Bildrechte: Österreichische Nationalbibliothek (ÖNB), Wikimedia/Commons


Literarische Hinweise: 

Brigitte Hamann
Die Habsburger: Ein biografisches Lexikon (nur noch antiquarisch erhältlich) 

 

Karl Salvator Maria Joseph Johann Baptist Philipp Januaris Ludwig Erzherzog von Österreich, Prinz von Toskana

Foto: Erzherzog Karl Salvator

Wir gedenken heute des Todestages von Karl Salvator Maria Joseph Johann Baptist Philipp Januaris Ludwig Erzherzog von Österreich, Prinz von Toskana. Er wurde am 30.4.1839 in Florenz geboren.

Foto: Wikimedia/Commons, Großherzog Leopold II von Toskana

Foto: Wikimedia/Commons, Großherzogin Maria Antonia von Toskana

Sein Vater war Leopold II Erzherzog von Österreich, Großherzog der Toskana. Seine Mutter Maria Antonia Prinzessin von Neapel-Sizilien.

Sein Vater Leopold II war ein Enkel von Kaiser Leopold II, sowie ein Ur-Enkel von (Kaiserin) Maria Theresia. Sein Vater war der Großherzog Ferdinand III von Toskana, Erzherzog von Österreich. Außerdem war Leopold von Geburt an bis zur Geburt von Erzherzog Franz Joseph Karl der Dritte in der Thronfolge. Vor ihm waren nur Erzherzog Ferdinand und Erzherzog Franz Karl, die beide – vor allem aber Ferdinand – als geistesschwach galten. Beides waren Söhne von seines Onkel Franz, welcher Kaiser Franz II/I war. Als Erzherzogin Sophie allerdings den Stammhalter der Dynastie geboren hatte (Erzherzog Franz Joseph Karl), rutschte Leopold in der Rangordnung ab. Als die Erzherzöge Ferdinand Maximilian, Karl Ludwig und Ludwig Victor geboren wurden, wurde die Thronfolge für Leopold unerreichbar.

Karl Salvator war der zweite Sohn und das fünfte Kind von insgesamt 10 Kindern. Sein jüngster Bruder war Erzherzog Johann Salvator, auch bekannt als Johann Orth (Schloss Orth). Sein vorletzter Bruder Ludwig Salvator ging ebenfalls in die Geschichte ein. Er lebte auf Mallorca, scherte sich wenig um die Konventionen der Habsburger und machte sogar heimlich ein Bild von Kaiserin Elisabeth.

Schon früh zeigte Karl Salvator Interesse für das Militär und begann sich für technische Dinge an zu interessieren. Bereits mit 10 Jahren wurde er zum Rittmeister des Galizischen Ulanen Regiment „Kaiser Joseph II Nr. 6“. Schon 1857 wurde er zum Major befördert

1859 verließ die Familie Florenz, da der Sardinische Krieg ausbrach. Er meldete sich als Major in der Lombardei bei seinem Regiment und nahm am Krieg teil. Innerhalb kürzester Zeit wurde er Oberleutnant.

1860 verlor Österreich die Toskana für immer an Italien. „Die Schlacht um Solferino“ sollte in die Geschichte eingehen. Erzherzog Karl Salvator wurde trotz allem Oberstinhaber des „k.u.k. Galizischen Infanterie Regiments Philipp Herzog von Württemberg“ Nr 77. Dieses Regiment trug ab sofort seinen Namens. Karl Salvator nahm an weiteren Kriegen teil und musste 1886 seinen Dienst nehmen, da ihn ein rheumatisches Fußleiden an einer weiteren Karriere hinderte. Allerdings hatte er es bis zu diesem Zeitpunkt bereits bis zum Feldmarschallleutnant gebracht.

Aber auch der Ruhestand war für den Technikaffinen Erzherzog kein Problem. Schon lange entwickelte er gemeinsam mit seinem Freund und Hauptmann Georg Ritter von Dormus Schusswaffen. Dabei halfen ihm seine exzellenten Mathematikkenntnisse.

1888 wurde die Feuerwaffe M.93 kurz „Salvator/Dormus“ in die k.u.k. Kriegsführung aufgenommen und erst 1907 durch das erste Maschinengewehr ersetzt. Im 1. Weltkrieg wurde die M.93 allerdings noch bzw. wieder eingesetzt, da es zu wenig Maschinengewehre gab.

Foto: Wikimedia/Commons, Maria Immaculata Prinzessin von Neapel-Sizilien

Karl Salvator arbeitete gemeinsam mit Dormus auch an einer Repetierpistole, von der lediglich 50 Stück produziert wurden. 31 davon wurden für den Truppenversuche eingesetzt. Doch die Handhabung stellte sich am Truppenübungsplatz als äußerst kompliziert heraus. Als Karl Salvator dann auch noch erkrankte, gab Dormus den Versuch auf, die Waffe zu verbessern.

Erzherzog Karl Salvator hatte aber nicht nur das Militär und Waffen im Kopf. Auch die Architektur war ein großes Interessensgebiet von ihm. Die schönsten Gebäude skizzierte er auf Blatt Papier. Sein größtes Hobby war allerdings, wie bei allen männlichen Habsburgern, die Jagd. Er besaß zu dem die größte Waffensammlung.

Foto: sternenkaiserin.com – Marie, Wandnische, Erzherzog Karl Salvator, Kapuzinergruft

Am 19.9.1861 heiratete er in Rom seine Cousine Maria Immaculata von Neapel-Sizilien. Das Paar war sich sehr wohlwollend zugetan. Am bekanntesten ihrer 10 Kinder ist wohl der zweite Sohn Erzherzog Franz Salvator. Er ehelichte am 31.7.1890 Erzherzogin Marie Valérie, wodurch Erzherzog Karl Salvator der Schwiegervater von Erzherzogin Marie Valérie wurde.

Erzherzog Karl Salvator starb 52jährig am 18.1.1892 an einer Influenza in Wien. Er ruht in einer Wandnische neben seiner Frau in der Kapuzinergruft.

~ Marie ~






Info nebenbei:

Wer sich die Geschichte zum Schloss Orth noch einmal anhören möchte, ist hier richtig:
Video: sternenkaiserin.com – Marie 

Wer meinen Beitrag zu Ludwig Salvator nachlesen möchte, ist hier richtig:

https://sternenkaiserin.com/2019/10/12/erzherzog-ludwig-salvator-mallorca-museumsbericht/


Rechtliche Hinweise: 
Text: Marie
Video: sternenkaiserin – Marie
Blogbeitrag: Marie
Bildrechte: Wikimedia/Commons


Literarische Hinweise: 

Brigitte Hamann
Die Habsburger: Ein biografisches Lexikon (nur noch antiquarisch erhältlich)

Karl Joseph Emanuel Johann Nepomuck Anton Prokop Erzherzog von Österreich

Foto: Wikimedia/Commons, Erzherzog Karl Joseph

Wir gedenken heute des Todestages von Karl Joseph Emanuel Johann Nepomuck Anton Prokop Erzherzog von Österreich. Er wurde am 1.2.1745 in Wien geboren.

Foto: Akademie der Bildenden Künste, Maria Theresia

Foto: Wikimedia/Commons Kaiser Franz I Stephan

Sein Vater war Kaiser Franz I. Stephan. Seine Mutter (Kaiserin) Maria Theresia von Österreich.

Karl Joseph war das 7te Kind des Paares und der erklärte Lieblingssohn seiner Mutter, was ihm bei seinem Bruder Joseph (später Kaiser Joseph II) Missgunst einbrachte. Ansonsten war der Bub überall beliebt; am Hof und bei seinen Geschwistern. Er galt als extrovertiert, aufgeschlossen, lernbegierig und klug.

Karl Joseph war für die Nachfolge seines Vaters im Großherzogtum Toskana vorgesehen. Als Braut wurde Maria Ludovica von Spanien versprochen. Doch auch hier schlug das Schicksal erbarmungslos zu: Der junge Erzherzog steckte sich mit den Pocken an.

Foto: Wikimedia/Commons, Braut Maria Ludovica Infantin von Spanien

 

Foto: sternenkaiserin.com – Marie

Foto: sternenkaiserin.com – Marie, Sarkophag, Erzherzog Karl Joseph, Kapuzinergruft

Erzherzog Karl Joseph starb 15jährig am 18.1.1761 in Wien. Er ruht in der Kapuzinergruft.

~ Marie ~

 

Info nebenbei:

Sein Bruder Leopold (späterer Kaiser Leopold II – auf den alle bekannten Habsburger zurückgehen) übernahm die Regentschaft des Großherzogtums Toskana und ehelichte die Braut Maria Ludovica von Spanien. 

Erzherzog Karl Joseph war der Ur-Großonkel von Kaiser Franz Joseph.

 

 


Text: Marie
Bildrechte: Wikimedia/Commons, sternenkaiserin.com – Marie, Akademie der Bildenden Künste 


Literarische Hinweise:

Brigitte Hamann
Habsburg Ein biografisches Lexikon (nur noch antiquarisch erhältlich)


 

Joseph Anton Johann Baptist Erzherzog von Österreich, Palatin von Ungarn

Foto: Wikimedia/Commons Joseph von Österreich, Palatin von Ungarn, Bild: Miklós Barabás, 1846

Wir gedenken heute des Todestages von Joseph Anton Johann Baptist Erzherzog von Österreich. Er wurde am 9.3.1776 in Florenz geboren.

Foto: Wikimedia/Commons, Leopold Erzherzog von Österreich, Großherzog der Toskana

Foto: Wikimedia/Commons, Maria Ludovica Infantin von Spanien

Sein Vater war Leopold Erzherzog von Österreich, Großherzog der Toskana. Seine Mutter Maria Ludovica Infantin von Spanien.

Er war der 7te Sohn des Paares von insgesamt 16 Kindern. Sein Vater war zu dieser Zeit noch Großherzog in der Toskana, weshalb Joseph recht frei in Italien aufwuchs. Seine Sprachbegabung zeigte sich früh, weshalb er bereits in jungen Jahren perfekt Deutsch, Lateinisch, Italienisch und Französisch (Hofsprache) sprach.

1790 wurde sein Vater Kaiser vom Heiligen Römischen Reich, weshalb die Familie nach Wien übersiedelte. Die nächsten Jahre verbrachte er lernend in Wien und sah zu, wie seine Geschwister verheiratet wurden. 1792 starb sein Vater völlig überraschend und sein Bruder Franz (Kaiser Franz II/I) übernahm den Thron.

Als sein älterer Bruder Alexander Leopold starb, ernannte ihn sein Bruder Franz, am 20.9.1795 zum Statthalter von Ungarn. Er ging für einige Zeit nach Ofen, wo er sehr rasch die ungarische Sprache erlernte.

1796 wurde er vom ungarischen Reichstag einstimmig zum Palatin gewählt. Durch seine sympathische Art und seine Sprachbegabung war er beim Volk sehr beliebt. Das Amt und die Würde behielt er 50 Jahre lang.

Joseph stellte sich als wahrer Segen für die Ungarn heraus. Er gründete die ungarische Offiziersschule, die Akademie der Wissenschaften, eröffnete die erste Blindenschule in Pest und sicherte damit den Blinden ein Einkommen, er förderte die ungarische Literatur und Kunstszene und setzte sich für die Probleme der ungarischen Bevölkerung ein. Er kaufte von seinem Geld die Margareteninsel und ließ einen Park errichten, der bis heute die ungarische Bevölkerung erfreut. Ebenso half er mit privaten Mitteln aus, als Pest 1838 von einer Überschwemmung betroffen war. Nach dem Unglück setzte er sich für die Regulierung der Donau ein und verhinderte in weiterer Folge solche Naturkatastrophen.

Die Ungarn liebten und verehrten ihren Palatin, wie keinen zweiten zuvor und danach. Es gab kein Ohr das er nicht anhörte und versuchte die Probleme zu lösen. Er war sich auch nicht zu schade, Bettlern die Hand zu schütteln und ihnen eine Krone zu geben. Er galt als Volksnah und freundlich.

Joseph war auch dafür verantwortlich, dass Ungarn an das Eisenbahn-Netz angeschlosse und die Bahnlinie Wien-Pest ausgebaut wurde. Weiters setzte er sich für die erste Bank ein und gründete die ersten Schulen für die Landbevölkerung und baute die erste Technische Universität in der Stadt.

Aber nicht nur die Reichen, Adeligen und Intelligenten förderte er, er kümmerte sich auch um die Armen. Er gründete Waisenhäuser, Frauenvereine und ließ Krankenhäuser bauen.

Foto: Wikimedia/Commons, Alexandra Pawlowna Großfürstin Romanowa

1799 verließ er für einige Zeit Ungarn, um auf Brautschau zu gehen. Er heiratete am 30.10.1799 die wunderschöne Alexandra Pawlowna Großfürstin Romanowa. Sie war die Tochter von Zar Paul I. Die Hochzeit fand mit großen Prunk in Sankt Petersburg statt. Das Paar lernte sich erst im Februar kennen und wurde gleich verlobt. Joseph und Alexandra waren sich sehr zugetan. Obwohl sich das Paar sehr liebte, verlebte es in Wien schwere Zeiten.

Kaiserin Maria Theresia, zweite Ehefrau von Kaiser Franz II/I, eiferte extrem gegen Alexandra. Die ansonsten so friedfertige und liebevolle Mutter Theresia, konnte es nicht ertragen, dass Alexandra ihrer Vorgängerin Elisabeth von Württemberg so ähnlich sah. Auch der mitgebrachte Schmuck der Romanovs war von unschätzbaren Wert und brachte Neid an den Wiener Hof. Joseph und Alexandra wurden von allen Seiten misstrauisch beäugt. Aber nicht nur das führte zu Neid und Missgunst. Auch die Schönheit von Alexandra war im Gespräch, während Maria Theresia eher hausbacken aussah. Aber auch der Glaube machte dem Habsburg Haus Sorgen. Alexandra war nicht in den katholischen Glauben übergetreten. Im Gegenteil. Joseph war nicht darauf bedacht, ihr ihren orthodoxen Glauben zu nehmen und hat sowohl orthodox, als auch katholisch geheiratet. Um hier nicht noch mehr Zwietracht zu ernten und weil es Zeit war, für das Paar nach Ungarn zurückzukehren, bat Franz seinen Bruder als baldigst abzureisen. Doch das Schicksal meinte es nicht gut mit dem schwerverliebten Paar.

Am 3.1.1801 kam Tochter Erzherzogin Paulina zur Welt, welche leider nur wenige Stunden leben durfte. Die Geburt von Paulina war so schwer, dass Alexandra sich nicht mehr erholte und am 16.3.1801 17jährig verstarb.

Joseph verfiel in tiefe Trauer und schloss sich tagelang ein. Erst 1815, mit 39 Jahren, wagte er die nächste Ehe. Seine Braut war 19 Jahre alt.

Foto: Wikimedia/Commons, Hermine Prinzessin von Anhalt-Bernburg-Schaumburg-Hoym

Am 30.8.1815 heiratete er in Schloss Schaumburg Hermine Prinzessin von Anhalt-Bernburg-Schaumburg-Hoym. Hermine galt als wohltätig und setzte sich für die Reformation der Glaubensgemeinschaften in Ungarn ein. Auch Hermine und Joseph waren sich zugetan und liebten sich sehr. Doch das Schicksal schlug ein zweites Mal unbarmherzig zu.

Am 14.9.1817 wurde dem Paar ein Zwillingspärchen geboren. Hermine Amalie Marie und Stephan von Österreich. Doch leider starb Hermine (die Mutter) bei der Geburt 19jährig. Joseph war untröstlich.

Stephan von Österreich ist in meinen Biografien vertreten, da er als Nachfolger bestimmt war und als der größte Mineraliensammler der Habsburger in die Geschichte einging. Außerdem war er Erzherzogin Sophie verhasst, da er sich bei der Revolution 1848 nicht auf die Seite von Kaiser Franz Joseph stellte.

 

Joseph verfiel wieder in Trauer, wartete aber diesmal nicht mehr so lange bis zur nächsten Hochzeit. Er musste seinen Kindern eine Mutter geben. 43jährig entschloss er sich zur nächsten Hochzeit, seine Braut war 22 Jahre alt.

Foto: Wikimedia/Commons, Maria Dorothea Prinzessin von Württemberg

Am 24.8.1819 ehelichte er Maria Dorothea Prinzessin von Württemberg, die die 4jährigen Zwillinge als Stiefmutter übernahm und noch 5 Kinder mit Joseph bekam. 2 Kinder sind uns bestens bekannt.

Erzherzogin Elisabeth Franziska und Kaiser Franz Joseph verliebten sich und wollten heiraten, als Erzherzogin Sophie dahinter kam und diese Liebe hintertrieb. Nicht nur, dass sie keine Witwe mit Kind in ihrem Haus wollte, so akzeptierte sie auch keine ungarische Verbindung am Wiener Hof. (*) 

Die zweite Tochter war niemand geringerer als Erzherzogin Marie Henriette. Die Arme musste Leopold von Belgien heiraten. Die Ehe endete in einer Katastrophe. Sie wurde allerdings die Mutter von Kronprinzessin Stephanie, welche wiederum Kronprinz Rudolf heiratete. Auch diese Ehe endete in einer Tragödie.

Foto: Samuel Taylor Geer via findagrave.com, Sarkophag Joseph von Österreich, Palatinusgruft, Ofen

Doch auch Joseph und Maria Dorothea wurden sehr glücklich miteinander, obwohl der Wiener Hof wieder einmal einen großen Anlass zum Tratsch hatte. Denn auch die dritte Ehefrau wurde mit Argusaugen beobachtet und man hatte schon Angst, dass diese ebenfalls sterben würde. Beinahe erwartete man schon, dass die nächste Ehefrau eine Jüdin sein könnte.

Der Palatin machte keinen Hehl daraus, dass er bei seinen Frauen nie auf einen Konfessionswechsel bestand. So war seine erste Frau Alexandra orthodoxen Glaubens, seine zweite Frau Hermine gehörte der reformierten Kirche an und Maria Dorothea war lutherischen Glaubens. Der feine katholische Wiener Hof rümpfte die Nase und konnte es kaum fassen. Der Palatin und die gottlosen Religionen. Ein Skandal.

Am 12.11.1846 wurde zum 50jährigen Jubiläum der Erwählung zum Palatin ein großes Fest im ganzen Land gefeiert. Joseph selbst begann in der königlichen Residenz eine Gruft an zu bauen und erwirkte im Testament, dass seine gesamte Familie darin begraben werden dürfte. Bis 1944 ist dies auch geschehen.

Joseph Erzherzog von Österreich, Palatin von Ungarn, starb 70jährig am 13.1.1847 in Ofen. Er ruht in der Palatinusgruft, neben all seinen Ehefrauen, in der Burg in Ofen.

~ Marie ~

 

Info nebenbei: 

Wer sich mit der Geschichte rund um Kaiser Franz und Josef und Erzherzogin Elisabeth Franziska beschäftigen will, ist hier richtig: 
Kaiser Franz Joseph und die Frauen (Teil 5)


Text: Marie
Bildrechte: Wikimedia/Commons, findagrave.com 


Literatur Hinweise: 

Brigitte Hamann 
Die Habsburger: Ein biografisches Lexikon (nur noch antiquarisch erhältlich) 

Karl Thomas Robert Maria Franziskus Georg Bahnam (von) Habsburg-Lothringen

Karl (von) Habsburg, Foto: karlvonhabsburg.at

Wir feiern heute den Geburtstag von Karl Thomas Robert Maria Franziskus Georg Bahnam (von) Habsburg-Lothringen. Er wurde am 11.1.1961 in Starnberg geboren.

Hochzeitspaar: Erzherzog Otto von Habsburg und Regina Prinzessin von Sachsen-Meiningen, Foto: AP

Sein Vater war der letzte Kronprinz Österreichs, Otto von Habsburg-Lothringen. Seine Mutter war Regina von Sachsen-Meiningen.

Karl wuchs in Pöcking am Starnberger See auf. Er ging in Tutzing sowohl in die öffentliche Volksschule, als auch ins Gymnasium.

Ab 1982 studierte er Rechtswissenschaften in Salzburg und machte 1984 das erste Staatsexamen. Im selben Jahr ging er für ein Auslandssemester nach Michigan, USA.

Am 31.1.1993 ehelichte er in Mariazell Francesca Freiin Thyssen-Bornemisza de Kászon. Das Paar hat 3 Kinder. Erstgeborene Eleonore (*1994), danach kam Ferdinand Zvonimir (*1997) und zum Schluss Gloria (*1999).

Francesca Habsburg-Lothringen, Foto: Wikipedia.org

Seit 2003 lebte das Paar offiziell getrennt. Am 30.11.2020 wurde bekannt, dass das Paar seit einigen Jahren heimlich geschieden ist. Man munkelt, dass dies mit der Volljährigkeit von Gloria (2017) vonstatten ging. Karl (von) Habsburg ist seit Jahren mit der Portwein-Dynastie-Erbin Christian Reid aus Portugal liiert.

Seit 1994 ist er Mitglied des Internationalen Präsidiums der Paneuropa-Union und bekleidet seit 2015 die Funktion des Vizepräsidenten.

Von 1992 – 1994 leitete er als Fernsehmoderator die ORF Quizsendung „Who is who“.

1994 – 1995 bekam Karl die Vorzugsstimmen bei den Nationalratswahlen und wurde 1996 ins Europäische Parlament gewählt. Dem gehört er 3 Jahre lang an.

Die Karriere endete abrupt als der World Vision Spendenskandal Österreich erschütterte. Sein damaliger Paneuropa-Geschäftsführer Wolfgang Krones zweigte für den Wahlkampf eine Summe von (umgerechnet) € 46.500 ab.

Karl (von) Habsburg wurde vorgeworfen, sich zu wenig um die Machenschaften seines Geschäftsführers gekümmert zu haben.

1996 wurde er beim Schmuggeln eines Diadems erwischt. 1999 wurde er dafür zu einer Geldstrafe von (umgerechnet) € 13.081 verurteilt.

2003 nahm er sein Studium wieder auf und schloss dieses mit einem Master in Betriebswirtschaft, Wirtschaftsrecht und Rechtswissenschaft in Wien ab.

2004 wurde Wolfgang Krones rechtskräftig verurteilt. Karl (von) Habsburg zahlte an die Nachfolger der World Vision einen Betrag von € 36.899 zurück.

Heute ist er Medienconsultant mit Projekten in Holland, Bulgarien und der Ukraine.

Kürzlich wurde er angezeigt, weil er auf seiner Homepage den Beinamen „von“ verwendet. Nach dem Adelsaufhebungsgesetz von 1919 ist dies verboten. Der österreichische Amtsschimmel ahndet dies aber mit einer lächerlichen Geldstrafe im Centbereich.

Karl (von) Habsburg ist das Oberhaupt der Familie Habsburg-Lothringen.

~ Marie ~

Info nebenbei:

Karl (von) Habsburg ist der Enkel von Kaiser Karl. Der Ur-Enkel von Erzherzog Otto und der Ur-Ur-Enkel von Erzherzog Karl-Ludwig.

Erzherzog Otto war der Vater vom letzten Kaiser (Karl) und Erzherzog Karl Ludwig war der Vater von Otto und Großvater von Karl.

Somit ist Karl (von) Habsburg der „Ur-Ur-Neffe“ von Kaiser Franz Joseph und Kaiserin Elisabeth. Erzherzog Otto war der Neffe vom Kaiserpaar. Karl war somit der Großneffe von Kaiserin Elisabeth und Kaiser Franz Joseph.


Rechtliche Hinweise: 
Text: Marie
Bildrechte: karlvonhabsburg.at, Wikipedia.org, AP


Literatur Hinweise: 

Text recherchiert von der Homepage von Karl (von) Habsburg 

 

Maximilian Karl Franz Michael Hubert Anton Ignatius Joseph Maria Herzog von Hohenberg

Maximilian von Hohenberg, Foto: sternenkaiserin.com – Marie

Wir gedenken heute des Todestages von Maximilian Karl Franz Michael Hubert Anton Ignatius Joseph Maria Herzog von Hohenberg, bekannt als Max Hohenberg. Er wurde am 29.9.1902 auf Schloss Belvedere geboren.

Franz Ferdinand, Foto: HGM Wien

Sophie von Hohenberg, Foto: Franz Ferdinand Museum, Schloss Artstetten

Sein Vater war Erzherzog Franz Ferdinand. Seine Mutter Sophie Herzogin von Hohenberg.

Franz Ferdinand war der Sohn von Erzherzog Karl Ludwig, einem Bruder von Kaiser Franz Joseph.

Max war somit der Großneffe von Kaiser Franz Joseph und der bereits verstorbenen Kaiserin Elisabeth.

Max ist das einzige Kind (!) das jemals auf Schloss Belvedere geboren wurde. Er wuchs mit seinen Geschwistern sehr liebevoll und behütet auf.

Als Max 12 Jahre alt war, verlor er seine Eltern beim Attentat von Sarajevo.

Nach dem Tod der Eltern wurden die Kinder ein einziges Mal Kaiser Franz Joseph vorgestellt. Von ihrem Vormund Onkel Jaroslav Thun wurden sie in die Tschechoslowakei auf Schloss Konopischt gebracht. Das Schloss war im Besitz ihres Vaters.

Nach dem Ersten Weltkrieg verloren sie den Besitz und kamen nach Österreich zurück. Max und sein Bruder Ernst besuchten das Schottengymnasium.

Max studierte Rechtswissenschaft und promovierte 1926 in Graz. Er verwaltete den Familienbesitz und hielt engen Kontakt zu Otto von Habsburg.

Bona und Max bei der Hochzeit, Foto: sternenkaiserin.com – Marie

Am 16.11.1926 ehelichte er Gräfin Elisabeth Bona von Waldburg zu Wolfegg und Waldsee. Das Paar bekam 6 Kinder.

Max und Ernst lehnten sich gegen den Anschluss Österreichs ans Deutsche Reich auf und wurden 1938 ins KZ Dachau gebracht.

Leopold Figl (der 1. Bundeskanzler der Republik Österreich) erzählte später, dass die Brüder mit heiterer Gelassenheit die Latrinen putzten und die Folterungen überstanden. Zudem galten beide als freundschaftlich und umgänglich zu den Mitgefangenen.

Elisabeth Bona konnte schließlich bei Hermann Göring persönlich ihren Mann aus dem KZ holen. Nach 264 Wochen konnte Max das KZ verlassen und wurde in Schloss Artstetten unter Arrest gestellt. Gleichzeitig wurde der Besitz enteignet.

Nach der Befreiung wurde Max von Hohenberg zum Bürgermeister von Artstetten gewählt, gleichzeitig nahm er wieder Kontakt zu Otto von Habsburg auf.

Otto bevollmächtigte Max die Familie Habsburg bei der Bundesrepublik zu vertreten, um die Vermögensverhandlungen zu führen. Diese scheiterten jedoch 1958 vor dem Verfassungsgerichtshof. Max legte danach sein Mandat nieder.

Sarkophag Maximilian von Hohenberg, Gruft Schloss Arstetten, Foto: sternenkaiserin.com – Marie

Max von Hohenberg starb 59jährig an den Spätfolgen der Folterungen vom KZ Dachau am 8.1.1962 in Wien. Er ruht in der Gruft von Schloss Artstetten.

~ Marie ~

Infos am Rande:

Wer sich näher mit der Geschichte befassen möchte, sei auf meinen großen Beitrag verwiesen:

https://sternenkaiserin.com/2017/06/28/erzherzog-franz-ferdinand-von-oesterreich-este-und-herzogin-sophie-von-hohenberg/

 

 

 

 


Rechtliche Hinweise: 
Text: Marie 
Bildrechte: sternenkaiserin.com – Marie, Franz Ferdinand Museum Schloss Artstetten, HGM Wien
Ich bedanke mich 💜lich für die Fotoerlaubnis und Mithilfe bei Schloss Artstetten.


Literarische Hinweise: 

Anita Hohenberg, Christiane Scholler
Willkommen im Schloss Anita Hohenberg über ihren Urgroßvater Thronfolger Erzherzog Franz Ferdinand von Österreich-Este
1. Auflage 2011, Schloss Artstetten Herausgeber

 

 

 

 

 

 

Johann Joseph Wenzel Anton Franz Karl Graf Radetzky von Radetz

Joseph von Radetzky, Foto: sternenkaiserin.com – Marie

Wir gedenken heute des 163. Todestages von Johann Joseph Wenzel Anton Franz Karl Graf Radetzky von Radetz. Er wurde am 2.11.1766 auf Schloss Trebnitz in Böhmen geboren.

Sein Vater war Peter Eusebius II. Graf Radetzky von Radetz. Seine Mutter Maria Venantia Freiherrin Bechyne von Lazan. 

Joseph verlor sehr früh seine Eltern, weshalb er zur Vollwaise wurde und in die Obhut seines Onkels kam. Dieser ließ ihn bei den Piaristen einschulen, später folgte das Theresianum in Wien. Nach der Matura studierte er Rechtswissenschaften.

1784 trat er als Kadett in die k.u.k. Armee ein, wo er sehr schnell Karriere machte. Zahlreiche Schlachten folgten, viele davon siegreich. Er diente unter dem Stab von Fürst Schwarzenberg und organisierte das österreichische Heer vollkommen um.

Franziska Gräfin Strassoldo-Graffenberg, Foto: geni.com

Am 5.4.1798 ehelichte er Franziska Gräfin Strassoldo-Graffenberg und bekam mit ihr 5 Söhne und 3 Töchter. Nur ein Sohn und eine Tochter sollten den Vater überleben.

Zeit seines Lebens war Radetzky verschuldet, da seine Frau sehr verschwendungssüchtig war.

Am 17.12.1856 – 90jährig (!) – suchte er bei Kaiser Franz Joseph um seine Pensionierung an. Der Wortlaut lautete: „„Euer Majestaet, die Gesetze der Natur zwingen mich nach 72 Dienstjahren und 90 Lebensjahren Euer Majestaet um die Allergnaedigste Enthebung von meinem Dienstposten Allerunterthänigst zu bitten. Geruhen Euer Majestaet mir diese Enthebung mit jener Allerhöchsten Huld und Gnade zu gewähren, mit welcher Allerhöchst dieselben mich schon so vielfach überschütteten und gestatten mir Euer Majestaet bei diesem Anlaße Allerhöchst Der Huld und kaiserliches Wohlwollen […] Mein Greisen Alter hat zwar meine Thätigkeit gelähmt, aber bis zum letzten Athem zuge werde ich des Allmächtigen Segen für das erhabene Hauß und den herrlichen Thron Meines geliebten Monarchen erflehen, der ich in tiefster Demut ersterbe.“ (*)

Am 28.2.1857 genehmigte Kaiser Franz Joseph den Ruhestand. Radetzky diente unter 5 Kaiser und er- und überlebte 17 Feldzüge. Er brachte es bis zum Feldmarschall und gilt als der bedeutendste Heerführer des 19. Jahrhunderts.

Johann Strauß Vater komponierte 1848 ihm zu Ehren den berühmten Radetzkymarsch. Er ist heute noch das Highlight und gleichzeitig der Abschluss eines jeden Neujahrskonzerts.

Joseph Graf von Radetzky starb am 5.1.1858 92jährig an einer Lungenentzündung in Mailand. Er ruht am Heldenberg.

~ Marie ~

Info am Rande:

Nach der Überführung des Leichnams, wurde dieser im Arsenal aufgebahrt und unter Anführung des jungen Kaiser Franz Josephs im Wiener Stephandsdom eingesegnet.

Kaiser Franz Joseph wollte ihn in der Kapuzinergruft zu Grabe tragen. Doch Radetzky überließ dies seinem guten Freund Joseph Gottfried Pargfrieder, der ihm jahrzehntelang die Schulden tilgte und so verfügte dieser, dass er auf dem neu gegründeten Heldenberg beerdigt werden sollte. Joseph Graf von Radetzky ruht direkt unter dem Obelisken.

Otto Treßler spielte Radetzky im berühtem Sissi-Film. Erzherzogin Maria Josepha, Ehefrau von Erzherzog „Bolla“ war jahrelang mit Otto liiert und wollte sogar die Scheidung, als plötzlich alles anders kam und ihr Sohn Karl Thronfolger wurde.

Video: sternenkaiserin.com – Marie 


Rechtliche Hinweise: 
Text: Marie 
Videorecht: Marie 
Bildrechte: sternenkaiserin.com – Marie, geni.com


Literatur Hinweise: 

(*) HGM, Wien/Graz 1960, S. 51 Handschriftlicher Brief 

Franz Herre
Radetzky. Eine Biografie (Nur noch antiquarisch erhältlich)

König Friedrich Wilhelm IV von Preußen

König Friedrich Wilhelm IV von Preußen, Foto: Wikimedia/Commons

Wir gedenken heute des Todestages von König Friedrich Wilhelm IV von Preußen. Er wurde am 15.10.1795 in Berlin geboren. 

Friedrich Wilhelm III, Foto: Wikimedia/Commons

Luise Herzogin zu Mecklenburg, Foto: Wikimedia/Commons

 

 

 

 

 

 

 

 

Sein Vater war Kronprinz Friedrich Wilhelm. Seine Mutter Luise Herzogin zu Mecklenburg. 

Sein Vater bestieg am 16.11.1797 als König Friedrich Wilhelm III von Preußen den Thron, weshalb der 2jährige Kronprinz wurde. 

Er wurde, wie üblich in diesen Kreisen, zu Hause unterrichtet, erlangte aber nicht für ein Studium an einer Universität das benötigte Wissen. Ab seinem 10. Lebensjahr wurde Friedrich militärisch erzogen. 

1810 begann der Kronprinz sich Schloss Charlottenhof bauen zu lassen, was er nach Fertigstellung (20 Jahre später) gerne für Abendgesellschaften nutzte. 

1815 ging er auf Rheinland-Reise und begann den Weiterbau des Kölner Doms, der seit 1560 eingestellt war. 

Ab 1819 musste Prinz Friedrich auf Brautschau gehen, weshalb ihn der bayrische Königshof, König Maximilian I., einlud. Dieser versprach ihm, im Falle einer Wahl, den Übertritt in den protestantischen Glauben. Erst durch diese schriftliche Zusicherung durfte Friedrich die Einladung ans bayrische Königshaus annehmen. 

Er verliebte sich in die schöne, sowie störrische Elisabeth Ludovika Prinzessin von Bayern, welche sich beharrlich weigerte, den Glauben der Preußen anzunehmen. 

Prinzessin Elisabeth von Bayern, Bild Joseph Stieler, Foto: Wikimedia/Commons

Prinzessin Elisabeth war eine Schwester von Erzherzogin Sophie und Herzogin Ludovika. Sie war somit eine Tante von Kaiser Franz Joseph und Patentante von Kaiserin Elisabeth. 

Ganze 4 Jahre kämpfte Friedrich um Elisabeth. Sie behielt ihren Glauben, verpflichtete sich aber zum protestantischen Unterricht. 

Am 16.11.1823 vermählten sich Prinz Friedrich und Prinzessin Elisabeth katholisch in der Kapelle der Münchner Residenz und am 29.11.1823 protestantisch in der Berliner Schlosskapelle. 

1828 erlitt Elisabeth eine so schwere Fehlgeburt, dass sie unfruchtbar wurde. Friedrich hielt an seiner Ehefrau fest und machte seinen jüngeren Bruder, Prinz Wilhelm, zum Thronerben. 

Die Ehe der beiden wird in der Literatur als unwahrscheinlich glücklich beschrieben. Die ruhige, besonnene Elisabeth, wirkte sich auf den hibbeligen Friedrich als „Anker“ aus. 

Sein Vater hielt ihn aus allen politischen Tagethemen heraus, weshalb er sich ins Privatleben zurückzog. Und so gingen Friedrich und Elisabeth auf ausgedehnte Italienreisen. 

Am 7.6.1840 bestieg Kronprinz Friedrich Wilhelm, als König Friedrich IV von Preußen, den Thron. Elisabeth wurde Königin. Große Feierlichkeiten folgten, die sich teilweise bis in den September hinzogen. Doch auch Schattenseiten begleiteten die Thronfolge. Es drohte Krieg mit Frankreich. 

1848 erlebte er die Revolution, die von Frankreich aus halb Europa erfasste, weshalb er Briefe an Victoria von Englang, Zar Nikolaus I und Metternich schrieb. Im März 1848 nahm er Otto von Bismarck als Berater auf. Am 3.4.1849 lehnte er die Krönung zum Kaiser des „Heiligen Römischen Reiches deutscher Nation“ ab. Dies hätte den Untergang des Habsburg-Reiches ausgelöst, was er kategorisch ablehnte. Danach folgten einige Kriege und politische Schachzüge, sowie Fehleinscheidungen. Außerdem überlebte er 2 Attentatsversuche. 

Ab Juli 1857 erfasste ihn ein persönliches Krankheitsdrama. Er erlitt mehrere Schlaganfälle, die sein Sprachzentrum lahmlegten. Schwergezeichnet von seiner Krankheit, unterschrieb er am 7.10.1858 die Regentschaftsurkunde für Prinz Wilhelm. 

Am 12.10.1858 verließ das Königspaar Deutschland und reiste nach Italien, wo sie noch 2x Papst Pius IX trafen. Danach begab sich das Paar zurück nach Potsdam, ins Schloss Sanssouci. 

Grabplatte, Inschrift, König Friedrich Wilhelm, Friedenskirche, Schloss Sans Soussouci, Foto: sternenkaiserin.com – Maria José 

Sarkophag, König Friedrich Wilhelm, Friedenskirche, Schloss Sanssouci, Foto: sternenkaiserin.com – Maria José

Am 24.11.1859 erlitt er erneut einen schweren Schlaganfall, der ihn linksseitig lähmte. Fortan konnte er nur noch halb liegend und halb sitzend im Rollstuhl bewegt werden, eine Rückkehr

nach Berlin wurde unmöglich. 

Der König musste in Sanssouci bleiben. Am 4.1.1860 erlitt er den nächsten Schlaganfall, der ihn das Bewusstsein verlieren ließ. Man verständigte die Familie, welche alle nach Potsdam kamen, um Abschied zu nehmen. 

König Friedrich Wilhelm IV starb 66jährig am 2.1.1861 im Schloss Sanssouci. Er ruht, neben seiner Frau, in der Friedenskirche vom Schloss Sanssouci

~ Marie ~


Rechtliche Hinweise
Text: Marie 
Bildrechte: Wikimedia/Commons, sternenkaiserin.com – Maria José 


Literarische Hinweise

Martha Schad
Bayerns Königinnen

Peter Krüger, Julius H. Schoeps 
Der verkannte Monarch.
Friedrich Wilhelm IV. in seiner Zeit (nur noch antiquarisch erhältlich)

 

Franz Josef Prinz zu Windisch-Graetz

Wir gedenken heute des Todestages von Franz Josef Marie Otto Antonius Ignatius Oktavius Prinz zu Windisch-Graetz. Er wurde am 22.3.1904 in Prag geboren. 

Franz Josef Prinz zu Windisch-Graetz, Foto: royaltyguide.nl

Erzherzogin Elisabeth Marie, Foto: Wikimedia/Commons

Otto Prinz zu Windisch-Graetz, Foto: Wikimedia/Commons

Sein Vater war Otto Prinz zu Windisch-Graetz. Seine Mutter Erzherzogin Elisabeth Marie. Sie war die Tochter von Kronprinz Rudolf und Kronprinzessin Stephanie. 

Franz Josef war somit der Enkel vom bereits verstorbenen Kronprinz Rudolf und der erneut verehelichten Stephanie, nunmehr Gräfin Lónyay von Nagy-Lónyay. Er war aber auch der Ur-Enkel der bereits verstorbenen Kaiserin Elisabeth und Kaiser Franz Joseph. 

Erzherzogin Marie Valérie eilte an die Geburtsstätte zu Erzsi um ihr beizustehen. Ihr Gatte, Erzherzog Franz Salvator wurde von Kaiser Franz Joseph gebeten ihn als Taufpate zu vertreten. Bereits am 25.3.1904 fand die Taufe statt. Den Namen Franz Josef erbat sich sein Urgroßvater. 

Franzi wie er von seiner Mutter liebevoll genannt wurde, galt wie sein späterer Bruder Ernst, genannt Erni, als besonders schön. „Kinder aus des Olymp entsprungen“, nannte man sie. 

Franz Josef war ein sehr zartes Kind und von leidender Gesundheit. Er litt an Blutarmut und war anfällig für Azetonämie (Kinder erbrechen dabei bis zu 60x am Tag) und Lungentuberkulose, weshalb er oft auf Kur musste. Ihm wurde massenhaft Spinat hineingestopft, weil man glaubte, dass dieser übergesund sei. 

Die erste Schulzeit verbrachte er in der Elementarschule der Marine in Pola. Elisabeth wachte mit Argusaugen über die Lernerfolge, die ausgezeichnet waren. 

Als die Ehe der Eltern zum Scheitern verurteilt war, schenkte Ur-Großvater Kaiser Franz Joseph seiner Mutter das leerstehende Schloss Schönau, welches zuletzt Erzherzog Otto gehörte (Bruder von Erzherzog Franz Ferdinand). Elisabeth zog mit den Kindern von Italien nach Niederösterreich. 

In den 1. Weltkriegs-Wintermonaten 1915/16 wurden Franzi und Erni schwer Lungenkrank. Sie ließ den besten Kinderarzt nach Schönau kommen, der ihr zu einem Ortswechsel am Semmering riet. Der Semmering war damals groß in Mode und der Luftkurort. 

Mit stoischer Ruhe las sie den Kindern vor, ging in Eiseskälte mit ihnen spazieren, spielte mit ihnen, hielt sich an die Therapiepläne der Ärzte, ließ die Hauslehrer kommen und wagte sogar einen Versöhnungsversuch mit Otto. Und das alles, obwohl sie Kälte, Eis, Schnee, das Gebirge und mittlerweile auch Otto hasste. 

Als ihr Großvater im November 1916 starb, wagte sie es die Scheidung zu beantragen. Doch sie hatte mit dem Widerstand von Otto nicht gerechnet. Ein erbitterter Sorgerechtsstreit begann, der darin gipfelte, dass 1921 22 Gendarmen und ein Richter vor Schloss Schönau aufkreuzten um ihr die kreischenden, sich wehrenden Kinder zu entreißen. Bis 1924 sollten die 4 Kinder beim Vater leben. 1924 brachte er die Kinder zu Elisabeth zurück, willigte aber nicht in die Scheidung ein. Die vier Kinderseelen waren für ihr weiteres Leben gebrochen. 

Als Franzi 18 Jahre wurde, schrieb sie ihm einen rührseligen Brief, der allerdings auch Vorhaltungen enthielt. Er solle einen Beruf lernen und sich nicht auf Würde und Titel verlassen, weiters solle er an seiner Religion festhalten und jeden Tag mehrfach zum Kreuz beten. 

Franzi begann in Mödling Landwirtschaft zu studieren, da ihm als Erbe Schloss Schönau versprochen wurde. Doch je älter er wurde, desto mehr nabelte er sich von seiner Mutter ab und entwickelte sich zu einer eigenständigen Persönlichkeit. Dies passte Erzsi so gar nicht. Immer öfter kam es zum Streit. 

Neben dem Studium, war das Jagen und die Zucht der Wolfshunde seiner Mutter sein größtes Hobby. Die Hunde vertrauten ihm blind. Als einer der Jäger einen ungehorsamen Hund mit der Kette schlug, schoss er ihm ins Bein. Der Hund rannte zurück zu Elisabeth und ließ sich von dieser bändigen und gesund pflegen. 

Doch das gute Verhältnis endete abrupt, als Elisabeth mit Leopold Petznek zusammenzog und aus reiner Bosheit Schloss Schönau verkaufen wollte. Sie hatte weder Geld- noch Versorgungssorgen. 

Doch die Kinder waren ihr entglitten, gingen ihre eigenen Wege und so wurde sie herrisch, despotisch, zynisch, aggressiv, launisch und unzufrieden. Als ein Streit eskalierte, zog Franzi mit 30 aus und schmieß das Studium. 

Er zog in eine kleine Garçonniere in ein Palais, das sein Vater vermietet hatte. Da er keinen Beruf erlernt hatte und auch sonst kein Ziel im Leben besaß, wollte er von seiner Mutter eine monatliche Apanage. Als sie diese nicht bezahlen wollte, ging er vor Gericht. Seine Mutter hetzte ihm Anwälte und Detektive auf den Leib, um zu beweisen, dass ihr sehr schöner, 1,90 m groß gewordener Sohn, ein Frauenheld und Lebemann geworden war. 

Erst der SPÖ Mann Julius Deutsch, mit denen Elisabeth zwischenzeitlich durch ihren Lebenspartner Leopold Petznek verkehrte, brachte sie zur Räson. Sie gab nach und willigte ein, ihrem Sohn eine monatliche Apanage von Schilling 400 zu bezahlen. 

Ghislaine D’Arschot-Schoenhoven, Foto: geni.com

Ohne Wissen seiner Mutter heiratete er am 3.1.1934 Ghislaine d’Arschot-Schoenhoven (†6.3.1997) in Brüssel.  Das Paar bekam 2 Kinder, die Ehe wurde sehr glücklich. 

Nach dem Zweiten Weltkrieg verließ er Europa und ging nach Kenia, um als Großwildjäger Karriere zu machen. 

Als Elisabeth dies erfuhr lenkte sie ein. Sie schrieb ihrem Sohn und dieser kam zurück nach Wien, wo sie zwischenzeitlich mit Leopold wohnte. Mutter und Sohn versöhnten sich und so stellte er ihr Ghislaine und die erstgeborene Enkeltochter Stephanie vor. Von nun an schrieben sich die beiden wöchentlich Briefe. 

8 Monate im Jahr verbrachte Franzi weiterhin mit seiner Familie in Kenia, er besuchte seine Mutter allerdings mindestens einmal im Jahr. 

Franz Josef zu Windisch-Graetz starb 76jährig am 1.1.1981 in Nairobi. 

~ Marie ~

 

 

 


Rechtliche Hinweise: 
Text: Marie 
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Literatur Hinweise: 

Kaiseradler und rote Nelke
Ghislaine Windisch-Graetz, nur noch antiquarisch erhältlich 

Friedrich Weissensteiner
Die rote Erzherzogin