Tag-Archiv | Gedichte

Träume und Gedichte – Oktober 2018

Müder Glanz der Sonne!
Blasses Himmelblau!
Von verklungner Wonne
Träumet still die Au.
An der letzten Rose 
Löset lebenssatt
Sich das letzte lose,
Bleiche Blumenblatt!
Goldenes Entfärben
Schleicht sich durch den Hain!
Auch Vergeh’n und Sterben
Däucht mir süß zu sein.

🌟Sisi🌟
Karl von Gerok

Vielen Dank an Schloss Ruegers💜

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Foto: Prinz Barbara Fotografin mit Herz


No sabes cómo necesito tu voz; necesito tus miradas aquellas palabras que siempre me llenaban, necesito tu paz interior; necesito la luz de tus labios! Ya no puedo… seguir así !…Ya… No puedo. Mi mente no quiere pensar no puede pensar nada más que en ti. Necesito la flor de tus manos aquella paciencia de todos tus actos con aquella justicia que me inspiras para lo que siempre fue mi espina mi fuente de vida se ha secado con la fuerza del olvido… me estoy quemando; aquello que necesito ya lo he encontrado pero aún !Te sigo extrañando!

Mario Benedetti

– Maria José –

Danke für die Einladung an Schloß Schönbrunn🌹

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Foto sternenkaiserin.com – Marie


Wer die Schönheit angeschaut mit Augen,
Ist dem Tode schon anheimgegeben,
Wird für keinen Dienst auf Erden taugen,
Und doch wird er vor dem Tode beben,
Wer die Schönheit angeschaut mit Augen!

Ewig währt für ihn der Schmerz der Liebe,
Denn ein Tor nur kann auf Erden hoffen,
Zu genügen einem solchen Triebe:
Wen der Pfeil des Schönen je getroffen,
Ewig währt für ihn der Schmerz der Liebe!

Ach, er möchte wie ein Quell versiechen,
Jedem Hauch der Luft ein Gift entsaugen
Und den Tod aus jeder Blume riechen:
Wer die Schönheit angeschaut mit Augen,
Ach, er möchte wie ein Quell versiechen!

🌟Sisi🌟
August von Platen-Hallermünde

Vielen Dank an Renaissanceschloss Greillenstein💜

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Foto: Prinz Barbara Fotografin mit Herz


Leb‘ wohl und sehen wir uns wieder,
So schlage du die Augen nieder,
Und gehn will ich an dir vorbei.
Als ob ichs nicht gewesen sei;

Als ob ich nicht es sei gewesen,
Der dir im Aug‘ einst durfte lesen.
Was würd‘ ich lesen jetzt darin?
Daß ich dir fremd geworden bin.

Ich wills nicht in dem Auge lesen,
Das einst mein Himmel ist gewesen,
Daß ich daraus verstoßen bin,
Und nie ein Rückweg ist dahin.

🌟Sisi🌟
Friedrich Rückert

Vielen Dank an Renaissanceschloss Greillenstein

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Foto: Prinz Barbara Fotografin mit Herz


„Ach, Mamili, dass ist ein ganz entzückendes Hündchen was du hier hast. Valérie wird verzaubert sein. Was meinst du, Marie? Soll ich ihr so einen kleinen Spielkameraden zu Weihnachten schenken?“

„Majestät, ich glaube, dass Valérie außer sich sein würde vor Freude.“

~ Marie ~

💜lichen Dank dem Sisi Schloss für die Einladung.

Danke an den süßen Flauschi 💜 und seinem Frauchen fürs Kommen.

Video: sternenkaiserin.com – Marie


Die Hoffnung ist der Regenbogen über den herabstürzenden jähen Bach des Lebens, hundertmal vom Gischt verschlungen und sich immer von neuem zusammensetzend, und mit zarter schöner Kühnheit ihn überspringend, dort wo er am wildesten und gefährlichsten braust.

🌟Sisi🌟
Friedrich Wilhelm Nietzsche

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Foto sternenkaiserin.com – Marie


Schon in’s Land der Pyramiden
Flohn die Störche über’s Meer;
Schwalbenflug ist längst geschieden,
Auch die Lerche singt nicht mehr.

Seufzend in geheimer Klage
Streift der Wind das letzte Grün;
Und die süßen Sommertage,
Ach, sie sind dahin, dahin!

Nebel hat den Wald verschlungen,
Der dein stillstes Glück gesehn;
Ganz in Duft und Dämmerungen
Will die schöne Welt vergehn.

Nur noch einmal bricht die Sonne
Unaufhaltsam durch den Duft,
Und ein Strahl der alten Wonne
Rieselt über Tal und Kluft.

Und es leuchten Wald und Heide,
Daß man sicher glauben mag,
Hinter allem Winterleide
Lieg‘ ein ferner Frühlingstag.

Die Sense rauscht, die ähre fällt,
Die Tiere räumen scheu das Feld,
Der Mensch begehrt die ganze Welt.

Und sind die Blumen abgeblüht,
So brecht der äpfel goldne Bäll
Hin ist die Zeit der Schwärmerei,
So schätzt nun endlich das Reelle.

~ Marie ~

Theodor Storm

💜lichen Dank dem wundervollen Schlosspark Laxenburg für die Einladung.


Ho sceso, dandoti il braccio, almeno un milione di scale
e ora che non ci sei è il vuoto ad ogni gradino.
Anche così è stato breve il nostro lungo viaggio.
Il mio dura tuttora, né più mi occorrono
le coincidenze, le prenotazioni,
le trappole, gli scorni di chi crede
che la realtà sia quella che si vede.

Ho sceso milioni di scale dandoti il braccio
non già perché con quattr’occhi forse si vede di più.
Con te le ho scese perché sapevo che di noi due
le sole vere pupille, sebbene tanto offuscate,
erano le tue.

Eugenio Montale

– Maria José –

Danke für die Einladung an Hotel Imperial, Vienna

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Foto sternenkaiserin.com – Marie


Schwarze Röcke, seidne Strümpfe,
Weiße, höfliche Manschetten,
Sanfte Reden, Embrassieren –
Ach, wenn sie nur Herzen hätten!

Herzen in der Brust, und Liebe,
Warme Liebe in dem Herzen –
Ach, mich tötet ihr Gesinge
Von erlognen Liebesschmerzen.

Auf die Berge will ich steigen,
Wo die frommen Hütten stehen,
Wo die Brust sich frei erschließet,
Und die freien Lüfte wehen.

Auf die Berge will ich steigen,
Wo die dunkeln Tannen ragen,
Bäche rauschen, Vögel singen,
Und die stolzen Wolken jagen.

Lebet wohl, ihr glatten Säle,
Glatte Herren! Glatte Frauen!
Auf die Berge will ich steigen,
Lachend auf euch niederschauen.

🌟Sisi🌟
Heinrich Heine

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Foto sternenkaiserin.com – Marie


Blackbird singing in the dead of night
Take these broken wings and learn to fly
All your life
You were only waiting for this moment to arise

Blackbird singing in the dead of night
Take these sunken eyes and learn to see
All your life
You were only waiting for this moment to be free

Blackbird fly, blackbird fly
Into the light of the dark black night.

John Lennon / Paul McCartney

– Maria José –

Danke für die Einladung an Schloss Schönbrunn

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Foto sternenkaiserin.com – Marie


Näher rückt die trübe Zeit
Und ich fühl’s mit Beben:
Schwinden muß die Herrlichkeit,
Sterben junges Leben!
Waldesschmuck und Blütenpracht
Sinken bald in Grabesnacht:
Scheiden, das macht Leiden!

Blumen auf der grünen Au‘
Still ihr Haupt schon neigen;
Sommerabendlüfte lau
Rauhen Stürmen weichen;
Vöglein auf der Bergeshöh‘,
Schmetterling am tiefen See
Müssen von uns scheiden!

Blatt sinkt nieder in den Staub,
Wird ein Spiel der Winde;
Traurig schüttelt ab ihr Laub
Auf den Weg die Linde;
Wolke eilt, dem Pfeile gleich,
Stürmend durch der Lüfte Reich,
Scheucht die trauten Sterne!

„Morgen muß ich fort von hier!“
Singt der Fink mit Grämen
Rosen schwindet ihre Zier,
Müssen Abschied nehmen. –
Ach, es macht so bittern Schmerz
Wenn, die innig liebt das Herz,
Alle uns verlassen! –

🌟Sisi🌟

Johann Georg Daniel Arnold

Vielen Dank an Schloss Eckartsau 💜

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Foto sternenkaiserin.com – Marie


It is autumn; not without
But within me is the cold.
Youth and spring are all about;
It is I that have grown old.

Birds are darting through the air,
Singing, building without rest;
Life is stirring everywhere,
Save within my lonely breast.

There is silence: the dead leaves
Fall and rustle and are still;
Beats no flail upon the sheaves,
Comes no murmur from the mill.

Henry Wadsworth Longfellow

– Maria José –

Danke für die Einladung an Schloss Schönbrunn

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Foto sternenkaiserin.com – Marie


Üdvözlégy Maria, kegyelemmel teljes, az úr van teveled. Áldott vagy te az asszonyok között, és áldott a te méhednek gyümölcse, Jézus. Asszonyunk szüz Maria, istennek szent anyja, imádkozzál érettünk, bünösökért, most és halálunk óráján. Amen.

– Maria José –

Danke für die Einladung an Schlosspark Laxenburg 🌹

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Foto sternenkaiserin.com – Marie


„Siehst du Marie, all diese Berge möchte ich erklimmen, auf jeden einzelnen Gipfel möcht ich stehen und mich frei und ungebunden fühlen. Fern der Zwänge Wiens möcht ich sein, wie eine Gämse von Stein zu Stein klettern und mit Gott und der Natur eins sein!
Nirgends wo sind die Berge schöner, der Himmel blauer und die Luft milder als hier in Südtirol!
Ich wünschte, ich könnte für immer hier bleiben!“

🌟Sisi🌟

Vielen Dank an Trauttmansdorff – Die Gärten / I Giardini / The Gardens für die zauberhafte Einladung

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Foto sternenkaiserin.com – Sisi


Man darf Menschen nicht wie ein Gemälde oder eine Statue nach dem ersten Eindruck beurteilen, die haben ein Inneres, ein Herz, das ergründet sein will.

🌟Sisi🌟
Jean de La Bruyère

Vielen Dank an Trauttmansdorff – Die Gärten / I Giardini / The Gardens und Touriseum Schloss Trauttmansdorff für die Einladung.

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Foto sternenkaiserin.com – Marie


Du trüber Nebel hüllst mir
Das Tal mit seinem Fluß,
Den Berg mit seinem Waldrevier,
Mit jedem Sonnengruß.
Nimm fort in deine graue Nacht
Die Erde weit und breit,
Nimm fort was mich so traurig macht,
Auch die Vergangenheit.

🌟 Sisi 🌟
Nikolaus Lenau

Vielen Dank an Margarethe Habsburg Lothringen für die Einladung nach Schloss Wallsee.

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Foto: Prinz Barbara Fotografin mit Herz


„Minnerl was ist denn?
Was dauert denn solange?
Beeil‘ dich doch ein bisserl, ich will mich vom Ludwig verabschieden und nicht den ganzen Tag vorm Spiegel stehen!“

🌟Sisi🌟

Vielen Dank an Schloss Fuschl Resort & SPA

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Foto sternenkaiserin.com – Marie


Solche Bücher läßt du drucken!
Teurer Freund, du bist verloren!
Willst du Geld und Ehre haben,
Mußt du dich gehörig ducken.

Nimmer hätt ich dir geraten,
So zu sprechen vor dem Volke,
So zu sprechen von den Pfaffen
Und von hohen Potentaten!

Teurer Freund, du bist verloren!
Fürsten haben lange Arme,
Pfaffen haben lange Zungen,
Und das Volk hat lange Ohren!

🌟Sisi🌟
Heinrich Heine

Vielen Dank an Schloss Eckartsau 💜

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Foto sternenkaiserin.com – Marie


Sisi in den Trauttmansdorff – Die Gärten / I Giardini / The Gardens 💜

Viel Spaß!

~ Marie ~

Video: sternenkaiserin.com – Marie


Sisi im Trauttmansdorff – Die Gärten / I Giardini / The Gardens vorm Schloss Trauttmannsdorff 💜

Auf vielfachen Wunsch (!) – in einem ganz besonderen Kleid!
Hotel Adria – Meran
~ Marie ~

Video: sternenkaiserin.com – Marie


Offizielle Begrüßung von Sisi mit der Kapelle aus Obermais im Hotel Adria – Meran 💜.

Danke für diesen sensationellen Empfang.

Viel Spaß!

~ Marie ~

Video: sternenkaiserin.com – Marie


Unsere Sisi am Trauttmansdorff – Die Gärten / I Giardini / The Gardens Wagen beim Traubenfest – Traubenumzug 2018 in Meran.

Viel Spaß!

~ Marie ~

Video: sternenkaiserin.com – Marie


Viva Sisi – Trauttmansdorff – Die Gärten / I Giardini / The Gardens

Traubenfest 2018 Meran

Abfahrt von Sisi 💜

~ Marie ~

Video: sternenkaiserin.com – Marie


Sisi im neuen Kleid im Hotel Adria – Meran 💜

~ Marie ~

Video: sternenkaiserin.com – Marie


Unsere Sisi im neuen Kleid im Restaurant Onkel Taa – Bad Egart 💜

~ Marie ~

Video: sternenkaiserin.com – Marie


Karo-Kleid mit Tagesbluse im Sisi-Museum im Restaurant Onkel Taa – Bad Egart 💜

~ Marie ~

Video: sternenkaiserin.com – Marie


Sisi zu Gast im Palast Hohenems. Der Grafen-Familie Waldburg-Zeil.

Graf Franz Clemens ist der Ururenkel von Kaiserin Elisabeth und Kaiser Franz Joseph, aus der Linie von Erzherzogin Marie Valérie.

Vielen Dank für die Einladung 💜.

~ Marie ~

Video: sternenkaiserin.com – Marie


Sisi auf der The Munich Show – Mineralientage München – Pressekonferenz

~ Marie ~

Video: sternenkaiserin.com – Marie


Sisi auf der The Munich Show – Mineralientage München 💜

Eröffnung

~ Marie ~

Video: sternenkaiserin.com – Marie


Making of – Dreharbeiten bei A. E. Köchert Juweliere auf der The Munich Show – Mineralientage München.

Sisi und Florian Köchert mit dem Original Stern.

Viel Spaß!

~ Marie ~

Video: sternenkaiserin.com – Marie 


Sisi im letzten Interview auf der The Munich Show – Mineralientage München 💜.

Wir danken jetzt schon allen Beteiligten für die wunderschöne Ausstellung.

~ Marie ~

Video: sternenkaiserin.com – Marie


Tiefe Gefühle erlebt und doch so leer,
entschwundene Träume im offenen Meer
innige Wünsche in unerfüllter Liebe,
Wärme der Kälte gewichen, dem Triebe.
Gedanken verloren in ihrem Saum,
im Geiste tot das Licht der Laterne,
ein Nichts sucht sich Raum in weiter Ferne,
die Seele verfall‘n dem Trübsal im Traum.
Unmut kehrt das Innere zum Äußeren,
verloren in der Traurigkeit der Sinne
will Einsamkeit Verbindendes belehren,
das Zeit von Stund‘ an neu beginne.
…. an einem Tag an dem es regnete.

🌟Sisi🌟
© Gerd Groß

Vielen Dank für die Einladubg in mein geliebtes Wasserschloss Totzenbach 

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Foto: Prinz Barbara Fotografin mit Herz


Wir meinen, das Märchen und das Spiel gehöre zur Kindheit: wir Kurzsichtigen! Als ob wir in irgendeinem Lebensalter ohne Märchen und Spiel leben möchten!

🌟Sisi🌟
Friedrich Wilhelm Nietzsche

Vielen Dank an Renaissanceschloss Greillenstein  für die Einladung

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Foto: Prinz Barbara Fotografin mit Herz


Jeder Tag ist eine Chance, nutze sie.
Jeder Tag ist Schönheit, bewundere sie.
Jeder Tag ist Seligkeit, genieße sie.
Jeder Tag ist ein Traum,
mach daraus Wirklichkeit.
Jeder Tag ist eine Herausforderung,
stell dich ihr.
Jeder Tag ist ein Spiel, spiele es.
Jeder Tag ist ein Reichtum, bewahre ihn.
Jeder Tag ist Liebe, erfreue dich an ihr.
Jeder Tag ist ein Versprechen, halte es.
Jeder Tag ist ein Abenteuer, wage es.
Jeder Tag ist Leben, verteidige es.

🌟Sisi🌟
Nach Mutter Teresa

Vielen Dank an Restaurant Onkel Taa – Bad Egart

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Foto sternenkaiserin.com – Marie


Some say love, it is a river
That drowns the tender reed
Some say love, it is a razor
That leaves your soul to bleed

Some say love, it is a hunger
An endless aching need
I say love, it is a flower
And you, its only seed

It’s the heart afraid of breaking
That never learns to dance
It’s the dream afraid of waking
That never takes the chance

It’s the one who won’t be taking
Who cannot seem to give
And the soul, afraid of dyin‘
That never learns to live

When the night has been too lonely
And the road has been too long
That you think that love is only
For the lucky and the strong

Just remember in the winter
Far beneath the bitter snows
Lies the seed that with the sun’s love
In the spring becomes the rose

🌟Sisi🌟
The rose – Bette Midler

Vielen Dank an Trauttmansdorff – Die Gärten / I Giardini / The Gardens 

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Foto sternenkaiserin.com – Marie


„Marie, hörst du die Uhr? Um Himmels Willen, komm. Wir sind viel zu spät. Du weißt doch wie Tante Sophie ist.“

„Majestät, Sie sind die Kaiserin von Österreich. Man wartet auf Sie.“

~ Marie ~

💜lichen Dank dem wunderschönen Schlosspark Laxenburg für die Einladung 💜.

Video: sternenkaiserin.com – Marie


Wir alle haben Stunden der Einsamkeit nötig. Stunden, in denen wir uns erforschen, wo wir wieder suchen, was wir verloren haben.

🌟Sisi🌟
Johann Gottfried von Herder

Vielen Dank an Wasserschloss Totzenbach

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Foto sternenkaiserin.com – Marie


Die Sonnenblumen leuchten am Zaun,
Still sitzen Kranke im Sonnenschein.
Im Acker mühn sich singend die Fraun,
Die Klosterglocken läuten darein.

Die Vögel sagen dir ferne Mär,
Die Klosterglocken läuten darein.
Vom Hof tönt sanft die Geige her.
Heut keltern sie den braunen Wein.

Da zeigt der Mensch sich froh und lind.
Heut keltern sie den braunen Wein.
Weit offen die Totenkammern sind
Und schön bemalt vom Sonnenschein.

~ Marie ~

Georg Trakl

💜lichen Dank dem wunderschönen Trauttmansdorff – Die Gärten / I Giardini / The Gardens 💜

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Foto sternenkaiserin.com – Marie


„Ich habe dir doch gesagt Marie, ich will nichts essen!
Ein Becher Milch genügt vorerst!
Allerdings ….
….das Veilcheneis, das probier ich“

🌟Sisi🌟

Vielen Dank an Janett und Restaurant Onkel Taa – Bad Egart 

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Foto sternenkaiserin.com – Marie


„Mein lieber Herr Florian, es freut mich so sehr, endlich wieder hier zu sein. Fast ist es als würd ich nach Hause kommen, so lieb hab ich Meran gewonnen, in all den Jahren.
Die Gastfreundschaft, die mir hier zu Teil wird, ist einzigartig und so denke ich nicht mit Weh an den Abschied, sondern jedes Jahr aufs Neue, mit Freude auf meine Wiederkehr!“

🌟Sisi🌟

 Vielen Dank an das schönste Hotel in Meran Hotel Adria – Meran 

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Foto sternenkaiserin.com – Marie


Das liebste auf der weiten Welt
Ist mir der trauten Zither Spiel,
Ich schätz‘ es mehr, als alles Geld
Und kostet’s auch der Mühe viel.
Bin froh und guten Muthes ich, 
So freut sie sich mit ihrem Herrn,
Und fühl‘ ich trüb und traurig mich,
So theilt sie meinen Kummer gern.“

Herzog Max in Bayern

💜lichen Dank dem besten Restaurant von ganz Südtirol Restaurant Onkel Taa – Bad Egart für die Einladung 💜.

Zitat: zisska.de

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Foto sternenkaiserin.com – Marie


I will not be well bred,
Obedient and well behaved,
I will not be steady,
And ready to be enslaved,
I don’t want to be your property, 
Cuz I belong to me,

When I walk the tightrope,
Don’t stop me, Just let me try,
I want to take chances,
Find out what it takes to fly,
I don’t care at all if you agree,
I belong to me,

If you try to range me on your own array,
You force me to leave you alone,
If you try to change me,
I’ll just break away,
To be what I am on my own

🌟Sisi🌟
I belong to me – Elisabeth Musical
Silverster Levay & Michael Kunze

Vielen Dank an Trauttmansdorff – Die Gärten / I Giardini / The Gardens

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Foto sternenkaiserin.com – Marie


Meine geliebten Berge,
mein geliebtes Land.
Euch zu besteigen,
ist mein Lebensfluss.

Muss ich auch mal Abschied nehmen,
so sei es gewiss.
Die Träume, sie bringen,
mich stets an das Schönste zurück.

Und bin ich mal traurig,
dann möchte ich fliehn,
in meine geliebten Berge,
der Heimat in mir.

~ Marie ~

P. Sebastian

Geliebtes Meran, wir sind auf dem Weg … 💜

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Foto sternenkaiserin.com – Marie


Wie in Gold die Wälder prangen,
Rosen gleich die Bäum‘ erblühn!
Erde will wie Himmel glühn,
Eh sie starr liegt und vergangen.

Der verklärten Erden Wonne
Füllt mit Licht auch meine Brust,
Und das Herz hüpft auf in Lust,
Wie ein Vöglein in der Sonne.

Solche Lust, Herz, währt nicht lange,
Herz, das ist nur ein Erglühn
Vor dem gänzlichen Verblühn
Unterm Hügel kalt und bange.

🌟Sisi🌟
Justinus Kerner

Vielen Dank an Trauttmansdorff – Die Gärten / I Giardini / The Gardens

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Foto sternenkaiserin.com – Marie


„Ach, wie ich mich freue wieder hier zu sein. Schau dir diesen Garten an, Marie. Hast du je etwas wundervolleres gesehen? Komm, lass uns in den Irrgarten gehen.“

„Majestät, nein habe ich nicht. Sehr gerne, Majestät.“

~ Marie ~

💜lichen Dank an Trauttmansdorff – Die Gärten / I Giardini / The Gardens für die Einladung. 💜 BIS MORGEN 💜

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Foto sternenkaiserin.com – Marie


„Ja, lauf, Timmi. Lauf. Bist ja frei und ohne Leine. Marie, du bleibst beim Onkel Taa. Timmi und ich gehen alleine.“

„Majestät wollen wirklich alleine mit dem Hund gehen?“

~ Marie ~

💜lichen Dank dem wundervollen Restaurant Onkel Taa – Bad Egart für die Einladung 💜.

💜💜💜 Danke an Timmi, den Hund.

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Foto sternenkaiserin.com – Marie


Sisi mit Florian Köchert A. E. Köchert Juweliere, davor Rosemarie Mann-Stein vom Kaiserin Elisabeth Museum Possenhofen

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Foto: Michaela Handrek-Rehler


Sisi und Florian Köchert mit der Original Zeichnung von den Sisi-Sternen von Alexander Emanuel Köchert

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Foto: Michaela Handrek-Rehler


Original Schmuck von Kaiserin Elisabeth und im Hintergrund eine Schmuckdose von König Ludwig
Fotos zum Schmuck demnächst auf unsererSternenkaiserin – Kaiserin Elisabeth und ihre Spuren- Seite

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Foto: Michaela Handrek-Rehler


Tafel mit Logo zur Ausstellung „Die Schätze der Wittelsbacher“

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Foto sternenkaiserin.com – Marie


Birgit Kuhn und Dr. Bernhard Graf

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Foto sternenkaiserin.com – Marie


Sisi und Monika Levay

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Foto sternenkaiserin.com – Marie


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Foto: Michaela Handrek-Rehler


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Foto: Michaela Handrek-Rehler


Monika Levay, Sisi, Florian Köchert von A. E. Köchert Juweliere

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Foto sternenkaiserin.com – Marie


Sisi und Edelsteinkönigin Bettina Reiter

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Foto sternenkaiserin.com – Marie


Dr. Schreiber von der königlich bayrischen Schlösserverwaltung, Dr. Bernhard Graf, Sisi, Florian Köchert und Graf Max Walderdorff von A. E. Köchert Juweliere (v.l.n.r.)

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Foto sternenkaiserin.com – Marie


Dr. Bernhard Graf, Sisi, Florian Köchert und von A. E. Köchert Juweliere (v.l.n.r.)

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Foto sternenkaiserin.com – Marie


Ein Masai und unsere Sisi

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Foto sternenkaiserin.com – Marie


Erzherzog Markus von Habsburg-Lothringen

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Erzherzog Markus von Habsburg-Lothringen und Sisi

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Foto sternenkaiserin.com – Marie


Nun ist es Herbst, die Blätter fallen,
Den Wald durchbraust des Scheidens Weh;
Den Lenz und seine Nachtigallen
Versäumt ich auf der wüsten See.

Der Himmel schien so mild, so helle,
Verloren ging sein warmes Licht;
Es blühte nicht die Meereswelle,
Die rohen Winde sangen nicht.

Und mir verging die Jugend traurig,
Des Frühlings Wonne blieb versäumt;
Der Herbst durchweht mich trennungschaurig,
Mein Herz dem Tod entgegenträumt.

🌟Sisi🌟
Nikolaus Lenau

Vielen Dank an das Sisi Schloss Reichenau 

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Foto: sternenkaiserin.com – Marie


Elisabeth – ein Musical geht um die Welt

Als 1955 der Sissi Film mit Romy Schneider über die Kinoleinwand flimmerte, konnte keiner erahnen, was das einmal auslösen würde. Was 1956 und 1957 mit Teil 2 und 3 noch weiter verkitscht wurde, wurde 1992 komplett anders dargestellt. Fans von Kaiserin Elisabeth haben zuerst das Musical gesehen und sich danach erst mit Elisabeth als Person beschäftigt.

Foto: Amazon.de

Das Musical hat einen regelrechten Hype ausgelöst. Einen Hype, der bis heute ungebremst ist.

Am 3.9.1992 wurde in Wien im Theater an der Wien, unter dem scheidenden Intendanten Peter Weck, das Musical Elisabeth aus der Taufe gehoben. Ein Welterfolg, der anfangs so gar nicht die Kritiker ansprach. Im Gegenteil. Nach der Premiere war der Hohn und Spott hoch. Aber beginnen wir von vorne.

Peter Weck, Foto: @APA (Archiv)

„Mit Michael Kunze hatte ich die Idee für ein neues Musical besprochen, das wir in den Vereinigten Bühnen Wien produzieren wollten. Bei unseren Gesprächen landeten wir plötzlich bei – Michael Kunze brachte diese Idee ein – Kaiserin Elisabeth. Da ich selbst ja beim ersten Teil der Sissi-Filme mitgewirkt hatte, war es mir ein Anliegen, Kaiserin Elisabeth in unserer Version ohne jede Kitschverbrämung, als nicht als lieblich verzuckertes Geschöpf, sondern auf Basis der damals dank Historikerin Brigitte Hamann neu vorliegenden historischen Erkenntnis mit allen ihren Eigenheiten auf die Bühne zu bringen.“ (1) Peter Weck über die Entstehungszeit von Elisabeth, an der er selbst 2 Jahre beteiligt war.

„Alle tanzen mit dem Tod, doch niemand wie Elisabeth…“ Ihre Zeitgenossen stehen in Lumpen und mit schwarzem Spitzentuch über dem Gesicht auf der Bühne und reden „immer noch von Elisabeth“.
So beginnt das Stück – naja mehr oder weniger. Eigentlich ist zuvor noch ein Prolog mit Lucheni, der von einem unsichtbaren Richter gefragt wird, warum er ausgerechnet Kaiserin Elisabeth umgebracht habe. Er beantwortet die Frage mit „…weil sie es wollte“.

Man mag glauben, dass dies ein Satz ist, den tatsächlich ihre Zeitgenossen über sie gesagt haben. Aber die Texte und die Musik stammen von niemand geringeren als von Michael Kunze und Sylvester Levay, die zuvor die Schlagergemeinde mit ihren Songtexten und Musiktitel aufzumischen wussten. „Fly Robin fly“ wurde (und ist) ein Welthit.

Michael Kunze, Foto: Alexander Ch. Wulz

„Mit dem Blick auf die bevorstehende Milleniumswende wollte ich etwas über den Untergang des Habsburgerreiches schreiben. Ich bin studierter Historiker, und daher interessierten mich die Parallelen von Gegenwart und Vergangenheit. … Auch „Sisi“ wurde zwangsläufig erwähnt. Ich hatte allerdings nicht die geringste Lust, die unglückliche Kaiserin zur Hauptfigur einer Dramatisierung zu machen. Zu abschreckend war die Vorstellung, gegen das Klischee einer Filmfigur der 50er Jahre ankämpfen zu müssen. … Ich las alles über die Zeit vor und nach 1900, was mir in die Hände kam. Darunter waren die Tagebuchblätter des Vorlesers Constantin Christomanos. Darin fesselte mich eine Episode. Christomanos schildert, wie er Elisabeth nach einem Sturm an der Reling ihrer Jacht trifft. Sie weist ihn auf einen Möwenscharm hin, der dem Schiff folgt. Es seien immer dieselben Möwen, behauptet sie. Woran sie das erkenne, fragt der Vorleser. An der schwarzen Möwe in der vorderen Reihe. Die sei ihr vertraut. Als ich das las, wurde mir schlagartig klar, dass Elisabeth sich selbst als schwarze Möwe sah. Als Symbol des Untergangs. Von diesem Moment an wollte ich sie, allen Problemen zum Trotz, zur Hauptfigur des Werkes machen. ….“ (2) Michael Kunze im Interview, wie Elisabeth – das Musical entstand. 7 Jahre sollte die Entstehung dauern; man kann also nicht sagen, dass sich Michael Kunze und Sylvester Levay das Stück leicht gemacht haben.

Harry Kupfer, Foto: Lewin-Management.com

Harry Kupfer, der kongeniale Regisseur dieses Erstlingswerks von Peter Wecks „Vereinigte Bühnen Wien“, erinnert sich an die Begegnung und wie alles begann: „Die Oper ist mein eigentliches Spezialgebiet. … Ich hatte in Wien eine Produktion an der Staatsoper, wir hatten nachts gefeiert und auf dem Weg zur U-Bahn traf ich Peter Weck. Wir kannten uns zu diesem Zeitpunkt nicht persönlich, doch er sprach mich an. … Er fragte mich: „Haben Sie nicht mal Lust, ein Musical zu machen?“, und meine Antwort war: „Ja, wenn es ein gutes Stück ist, nicht so etwas, wo Musiknummern zu einer dürftigen Handlung zusammengeschmissen sind, würde ich das machen. Darauf er: „Ich hab eins, „Elisabeth“. Da ist mir erst einmal der Kamm geschwollen, weil ich natürlich gleich an diese schrecklichen Sissi-Filme mit Romy Schneider dachte. Doch Weck meinte, das sei ganz anders, Michael Kunze und Sylvester Levay seien die Autoren und er würde mir das Libretto gleich morgen ins Hotel schicken. Das hat er dann auch getan, ich habe es gelesen und fand es gar nicht so schlecht….“ (3)

Der Rest ist Weltgeschichte.

Als er die Rolle von Elisabeth schrieb, musste er nach einem roten Faden im Stück suchen. Und so betrachtete Michael Kunze das Bild von Luigi Lucheni, der grinsend in die Kamera sah. Der jemanden getötet hatte, den er weder kannte, noch verstand. Das Opfer sollte jemand ganz anderer (Herzog d’Orléans) werden, als dieses nicht auftauchte, stach er auf die berühmte Frau ein, die weltpolitisch nie in Erscheinung trat.

Ethan Freeman, Foto: Jean-Marie Bottequin

Lucheni wurde der Erzähler eines Lebens. Ihres Lebens. Er verhöhnt ihr Leben und alle die sich rund um sie scharrten. Mit Gemeinheiten – auch in Richtung Publikums – spart er nicht. In „Kitsch“ bekommt das Publikum das zu spüren, was bis heute gilt: Die Sammelleidenschaft und die Begaffung einer Frau, die bis heute ein Geheimnis ist, ebnete zumindest nach 1955 nie wieder ab.

Gerade bei der jungen Kaiserin Elisabeth war das Interesse anfangs riesengroß. Das Volk wollte sein Recht an der jungen schönen Kaiserin haben; als diese floh und sogar ihre Kinder zurückließ, ebnete das Interesse immer mehr ab. Zu ihrem 50sten Geburtstag erschien lediglich ein kleiner Artikel in der Zeitung, dass die Kaiserin Geburtstag habe. Das Volk in der Dynastie Österreich-Ungarn nahm sie überhaupt nicht mehr wahr.

Mit den Sissi-Filmen jedoch begann ein Hype, der auch Elisabeth – das Musical nicht töten konnte. Bis heute stehen Elisabeth Häferl weltweit in Kästen, hängen Bilder an den Wänden und Postkarten stehen an Souvenirständen zum Kauf bereit. Auch Tattoos mit Sisi Schriftzug oder Konterfei sind mir schon begegnet.

Der „Kitsch“ kennt keine Grenzen. Luigi Lucheni hat im Stück recht, wenn er Schokolade in die Menge schmeißt und höhnisch dabei lacht, wenn er sieht, dass die Menge im Publikum gierig danach greift.

Ethan Freemann Foto: @angelofmusical

Aber lassen wir Ethan Freeman zu Wort kommen: „Ich flog zu den Auditions nach Wien. … Ich wurde mit einem musikalischen Leiter weggeschickt, um mit ihm „Kitsch“ zu erlernen, was ich dann noch am selben Tag mit den Noten in der Hand präsentiert habe. Ich kann mich erinnern, dass ich vorm letzten „Kitsch“ so richtig fies gelacht habe, das war wohl infektiös und damit war die Sache wohl entschieden. Ich hatte scheinbar für die Kreativen die richtige Kombination von Kraft, Gewalt-Potential, Aussehen und Stimme…“ (4)

Sylvester Levay verstand es wie kein anderer, das Stück mit seiner Musik zu beseelen. Man meint manchmal sogar, die reale Elisabeth von hören, wenn sie von dem „Kirschbaum“ träumt, auf den sie nicht darf, weil Maman eine Gesellschaft erwarte und ihr Vater die Zither nimmt und aus Possenhofen flüchtet. Die 15jährige Sisi sitzt verlassen am Boden und träumt von „Gedichten schreiben und Reiten mit dem Wind“ und hofft darauf, dass ihr geliebter, von ihr angehimmelter Vater sie mitnimmt.

Uwe Kröger Foto: Alexander Ch. Wulz

Doch Herzog Max hat wie immer kein Einsehen mit seiner Lieblingstochter. Sisi bleibt traurig zurück und muss sich dem strengen Ton ihrer Gouvernante hingeben und sich umziehen gehen…

Michael Kunze tat sicherlich Recht daran, Elisabeth mit dem Tod kokettieren zu lassen. Ihre Todessehnsucht erahnt man schon an ihren frühen Gedichten. Als ihr Schwarm Richard Graf von Schwarzenberg stirbt, schreibt sie Wehklagen in ihr Tagebuch. Hier ist das erste Mal von einer Todessehnsucht zu lesen. Elisabeth war zu dem Zeitpunkt 15 Jahre alt.

Wie sehr sich das verstärkt, sieht man im späteren Verlauf ihres Lebens. Der Tod sollte also ihr Liebhaber sein. Einer der sie versteht, nach dem sie greifen kann, wenn sie ihn braucht, aber ihr niemals zu Nahe kommen darf. Michael Kunze wählte bewusst die Gestalt von Heinrich Heine, um den jungen attraktiven Dichter in Szene zu setzen.

Uwe Kröger, Pia Douwes, Foto: Alexander Ch. Wulz

Langhaarig, blond, androgyn – so schritt der erste Tod 1992 von der Feile zum Totentanz der Zeitzeugen herab. Niemand geringerer als Uwe Kröger besetzte diese Rolle. Dass er der erste Rusty in Starlight Express war, sollte damals niemanden interessieren. Kröger spielte mit der Rolle, mit dem Publikum und löste einen wahren Hype aus – einen den er sich später – nach dem seine Fans sogar Selbstmorddrohungen ausstießen, als er sich die Haare für die Rolle von Chris für Miss Saigon abschneiden ließ – bitter bereuen sollte.

Der Tod der uns alle im gewissen Sinne begleitet, löst einen Machtkampf mit dem Publikum aus. Folgt man ihm oder kann man sich ihm entziehen? In 25 Jahren waren alle Tod-Darsteller blond oder zumindest brünett. Fast alle langhaarig. Nach Uwe Kröger folgten Paul Kribbe, Addo Kruizinga, Felix Martin, Máté Kamarás, Rob Fowler und natürlich der letzte Tod: Mark Seibert – er ist das momentane Sexsymbol der Musicalwelt.

Pia Douwes, Foto: @Alexander Ch. Wulz

Pia Douwes war die erste Elisabeth. Sie lieh ihr Stimme, Aussehen, Charakter und Eigenschaften, die die wahre Elisabeth zu haben schien. Ihre Darstellung ist bis heute unangefochten mit dieser Rolle verwoben und verbunden.

Viele Elisabeths folgten auf 25 Jahre Welterfolg. Die bekanntesten neben Pia Douwes sind natürlich Maya Hakvoort, Annemieke van Dam und die letzte Roberta Valentini.

Fragt man Musicalfans der ganzen Welt, sind sich diese uneinig, wer nun „DIE“ Elisabeth sei. Fragt man mich, würde ich uneingeschränkt Maya Hakvoort nennen. Ihre Stimme hat mich von der ersten Minute an gepackt und ließ mich nicht mehr los. Aber auch Roberta Valentinis Darstellung behagt mir sehr. Sie ist vor allem konstant durchgehend eine Elisabeth, der man jede Station abnimmt. Derselbe „Streit“ entsteht bei den Rollen von Der Tod und Luigi Lucheni. Hier gibt es eigentlich auch nur 2 Antworten für mich: Paul Kribbe war und wird immer „mein“ Tod sein, danach folgt für mich persönlich Mark Seibert. Bei Luigi Lucheni tendiere ich zwischen Bruno Grassini und Kurosch Abbasi, aber auch Serkan Kaya gefiel mir außerordentlich gut. 

Aber was ist nun mit Kaiser Franz Joseph, Kronprinz Rudolf, Erzherzogin Sophie, Graf Grünne, Kardinal Rauscher, Herzogin Ludovika, Néné usw. Viele von ihnen haben eine Stimme bekommen, ein paar sind nur Nebendarsteller und erscheinen wirklich nur am Rande.

Im Prinzip erstrahlt das Musical mit 3 Hauptdarstellern: Elisabeth, Der Tod, Luigi Lucheni. Der Rest ist in Nebenrollen oder winzigen Sequenzen zu sehen.

Pia Douwes, Foto: Jean-Marie Bottequin

Das Hauptlied des ersten Teils ist mit Sicherheit der Song „Ich gehör nur mir“. Hier bricht Elisabeth aus. Hier zeigt sie, dass sie nicht die Person ist, die sich einsperren, quälen, begaffen und berichtigen lässt, wie es allen anderen am Wiener Hofe passen würde. Allen voran natürlich Erzherzogin Sophie oder auch dem Kaiser, der sich weder gegen seine Frau, noch gegen seine übermächtige Mutter durchsetzen kann.

Der Text von „Ich gehör nur mir“, könnte genauso gut aus der Feder von Kaiserin Elisabeth per se stammen. Man könnte meinen, dem Schreiberduo ist dies aufs Notenblatt diktiert worden.
Egal wer dieses Lied im Stück singt – Gänsehaut ist vorprogrammiert. Dieses Lied ist das Herzstück des ersten Teiles, dass was Elisabeth ausmacht.

Aber auch Lieder wie „Milch“ (1992 noch an anderer Stelle als heute), Kaffeehaus-Szene oder „Nichts nichts gar nichts“ sind bezeichnend für den Weg von Elisabeth.

Der wütende Mob vor der Hofburg, der mit Milchkannen beinahe wie auf die Bastille zustürmt und um „Milch“ schreit, während die Kaiserin darin badet. Bezeichnend für ihren Schönheitskult „Unsre Kais’rin soll sich wiegen,
kämmen, pflegen und erfrischen“.

Was wir alle an Sisi bewundern ist ihre Schönheit, ihr ambivalenter Charakter, ihr exzessives Leben. Das Leben des Volkes aber berücksichtigen wir im Grunde unseres Herzens nicht, wenn wir die Bilder dieser strahlenden Schönheit in den Krinolinenkleidern bewundern. Das Volk hungert, friert und hat kaum das Nötigste, während Sisi in Milch badet, weil das ihrem Teint zu Gute kommt.

Wer jetzt das ungarische Krönungslied „Wenn ich tanzen will“ in der Aufzählung vermisst, wird bitter enttäuscht sein, wenn ich sage, dass dieser Song 1992 noch nicht auf der Welt war.

Uwe Kröger mit Rudolf-Darsteller, Foto: Alexander Ch. Wulz

Erst im späteren Verlauf der Geschichte kommt Kronprinz Rudolf vor. Zuerst als kleiner Junge, der verzweifelt nach seiner Mutter weint. Natürlich ist es „der Tod“ der den Kleinen tröstet, denn Rudolf hat die Melancholie seiner Mutter geerbt.

Im weiteren Verlauf wird im Duett „Wenn ich dein Spiegel wär“ klar, dass die Mutter ihren Sohn weder verstehen will, noch ihn jemals verstanden hat. Ihre Arroganz und Verbitterung gegenüber dem verzweifelnden Sohn wird mit Minute zu Minute klarer.

Bezeichnend ist es natürlich, dass der Tod in Gestalt mit einem verkleideten Todesengel der Mary Vetsera darstellt, auf Rudolf lauert. Der Schuss ist nur der Anfang von einem Ende, das schon lange vorher eingeläutet wurde.

Wenn Elisabeth weinend am Sarg ihres Sohnes, der sich durch die Bühnenkonstruktion langsam in die Erde absenkt, zusammenbricht ist meistens ein Raunen im Publikum zu hören: „Die arme Mutter…“
Die arme Mutter die mit „Rudolf, wo bist du“ ihre letzten Jahre einläutet. Depressiv, einsam, schwarz gekleidet, flieht sie vor ihrem eigenen Ich.

Pia Douwes, Viktor Gernot Foto: Alexander Ch. Wulz

Auf Cap Martin versucht ein alter, gebrochener, wehklagender, zerbrechlich wirkender Kaiser Franz Joseph seine Sisi noch einmal zur Umkehr zu bitten. Das Duett „Zwei Boote in der Nacht“ ist bezeichnend für das letzte Kapitel, für die Verbitterung Elisabeths niemals Verzeihen zu können.

Danach folgt unweigerlich Luigi Lucheni, der nach einem fürchterlichen Alptraum Kaiser Franz Josephs, wo er den Tod Elisabeths vor Augen hat, vom Tod die Feile in die Hand geworfen bekommt und losstürmt.

Bim-bim… die Schiffsglocke. Elisabeth und „der Schleier fällt“. Der Tod hat endlich seine Sisi im Arm, sie gibt sich dem hin, was sie Jahrzehntelang erträumt und sich nicht getraut hat: zu sterben…

Pia Douwes, Foto: Alexander Ch. Wulz

Im Grunde ist damit die Geschichte erzählt, auch wenn ich hier natürlich Szenen ausgelassen habe, die unweigerlich dazugehören; aber wir möchten euch ja noch den Triumphzug quer durch die Welt erzählen…

Die komplette Cast der Weltpremiere am 3.9.1992 war:

Kaiserin Elisabeth                               Pia Douwes
Der Tod                                                  Uwe Kröger
Luigi Lucheni                                        Ethan Freeman
Kaiser Franz Joseph                            Viktor Gernot
Erzherzogin Sophie                              Else Ludwig
Kronprinz Rudolf                                 Andreas Bieber
Kronprinz Rudolf Kind                       Markus Neubauer
Herzog Max in Bayern                        Wolfgang Pamperl
Herzogin Ludovika/Frau Wolf          Christa Wettstein
Helene von Wittelsbach                      Rebecca Rashid
Ludwig Graf Grünne                            Peter Faerber
Kardinal Rauscher                                Dean Welterlin
Felix Fürst zu Schwarzenberg            Harald Hofbauer
Baron Hübner                                       Günther Schulz
Baron Kempen                                      Eric Minsk
Gräfin Sztáray                                       Nicole Sieger
Gräfin Esterhazy-Liechtenstein        Isabella Fritdum
Maximilian von Mexiko                      Stanislaus Meus
Mary Vetsera                                         Marion Wilmer
Junger Ungarischer Adeliger             Frank Lohmann
Graf Andrássy und Graf Bathyány    Aris Sas
Fanny Feifalik                                       Gabriela Kuhn
Eine Hofdame                                       Marika Lichter
Eine Gouvernante                                 Ina Retzbach
Ein Professor                                         Christian Hauser
Fräulein Windisch                                Jasna Ivir
Todesengel                                             Michael Bernhard, Steven Bernier, Theresa Bommer, Daniela Colantuono

Kreativ Team
Regie                                                       Harry Kupfer
Musikalische Leitung                          Caspar Richter
Choreographie/Musical Staging       Dennis Callahan
Bühnenbild                                            Hans Schavernoch
Kostüme                                                 Reinhard Heinrich
Lichtgestaltung                                     Hans Toelstede
Tongestaltung                                       Erich Dorfinger

Nach dem tosenden Applaus des Premierenpublikums der Schock. Die Presse verriss das Stück, Peter Weck und alle Darsteller. In den Feuilletons der Zeitungen stand sowas wie: „Was für ein Kaiserinnen-Schmarren“ (Presse), die weiter schrieb: „Nichts, aber auch wirklich gar nicht, haben die Autoren unternommen, um der Gefahr der Verkitschung zu entgehen.“ „Munter geht die Sissi unter“, hieß die andere Schlagzeile. „Sie sind aber auch allesamt, die Darsteller von geringem Format (Kurier). „Was einst vom Hauch der Hohen Kunst umfächelt war, hier brettert Kupfer die gleichen Mittel, nur etwas angeschmuddelt auf die Bühne“  (Der Standard), „Kunzes Text macht Elisabeth zum Nachtschattengewächs. Ein großer Musicalwurf ist es nicht! (Kronen Zeitung) usw.

Doch was die Kritiker nicht bedachten war das Publikum. Elisabeth wurde wie kein 2tes Musical zuvor und danach geliebt. Einzig „Tanz der Vampire“ kann denselben Erfolg verbuchen, wie Elisabeth 1992. Aber Tanz der Vampire eröffnete erst am 4.10.1997, mit einem grandiosen Steve Barton, die Pforten. Übrigens – Happy Birthday Tanz der Vampire – zum 20. Geburtstag. Aber ich schweife ab…

Peter Weck erzählt: „Das Medienecho war für die Darsteller natürlich furchtbar deprimierend. Um mein Ensemble zu trösten und zu beruhigen, allen das verdiente Lob auszusprechen, ging ich damals von Garderobe zu Garderobe und habe Künstlerinnen und Künstler aufgebaut und ihnen versichert, dass diese Kritiken nicht gegen sie, sondern einzig und allein gegen mich gerichtet seien. … Der Erfolg beim Publikum aber wog alles auf, und Elisabeth hat letztendlich bewiesen, dass ein „Kaiserinnen-Schmarrn“ kein Schmarrn sein muss.“ (5)

Maya Hakvoort Foto: Alexander Ch. Wulz

Die Saison von Elisabeth dauerte 4 Jahre und wurde bis am 25.4.1998 gespielt. Mozart löste Elisabeth im Elisabeth Jahr ab – zum 100jährigen Todestag von Kaiserin Elisabeth (10.9.1998) ertönte Mozart aus den Mikrophonen der VBW Darsteller.

Ab 1994 übernahm Maya Hakvoort die Rolle der Elisabeth und spielte diese bis zum 25.4.1998. Mit ihr gingen und kamen neue Gesichter. Uwe Kröger spielte noch eine Zeitlang, genauso wie Andi Bieber, Viktor Gernot, aber auch sie wurden durch Paul Kribbe, Thomas Harke oder Leon van Leeuwenberg mit der Zeit ersetzt und auch hier gab es später wieder Castwechsel.

Pia Douwes, Uwe Kröger, Foto: Theater des Westens

Pia Douwes über ihre Rolle: „Ich war zunächst platt, ich war fertig. Diese Rolle hat mich sehr mitgenommen – aber auch diese Frau. Ich erkenne mich in ihr. Ich verstehe ihre Depressivität, und wie es ist, manchmal überfordert zu sein, mit zu vielen Menschen. Ich verstehe ihre Tierliebe, Liebe zur Natur und zu Sprachen. Ich habe sie so gut verstanden, dass ich sie mit nach Haus genommen habe, und musste erst nach und nach lernen, sie im Theater zu lassen.“ (6)

Über die Rolle zum „Tod“ befragt, die er nachhaltig kreiert hatte, gab Uwe Kröger die Antwort: „Bei der Erarbeitung der Rolle hat mir sehr geholfen, dass Harry Kupfer eine ganz präzise Vorstellung von dem hatte, was der Tod macht – vor allem in „Der letzte Tanz“. Das ist der Bruch des Surrealen – ein Geist zu sein, für den es sich seltsam anfühlt, menschlich zu sein. Man ist ein Gott des Universums, der unfassbare Gevatter Tod – und doch hat man so etwas wie menschliche Gefühle. Die Figur darf nie eindimensional werden – das war Harry Kupfer ganz wichtig.“ (7)

Ichiro Maki (Tod), Hanafusa Mari (Elisabeth) 1996, Japan, Foto: @Takarazuka Revue Theater

Was danach folgte, ist legendär für dieses Stück. Es ging um die Welt.

Seit 16.2.1996 (immer wieder mit Unterbrechungen) spielt Elisabeth in Takarazuka Revue Theater in Takarazuka; also in Japan.

Ungarische Aufführung Foto: RoseDiMontague

Am 17.8.1996 folgte die Aufführung in Ungarn. Die Freilichtbühne Szeged war dabei das Ziel. Ab 6.10.1996 wurde es dann im Operettenhaus Budapest gespielt.

Die schwedische Aufführung fand am 30.9.1999 ihre Premiere. Im Musikteatern i Vármland in Karlstad wurde es dann bis zum 9.1.2000 gezeigt.

Pia Douwes in Scheveningen, Foto: Joop van den Ende Theaterproducties

Auch in Holland hielt das Stück Einzug. Genauer gesagt in Scheveningen im Circustheater wurde es ab 21.11.1999 bis 22.7.2001 gespielt. 1999 übernahm die Rolle niemand geringerer als Pia Douwes.

Am 6.6.2000 war im Imperial Garden Theater in Tokio/Japan die Premiere.

Uwe Kröger und Pia Douwes in Essen, Foto: tansytrading.weebly.com

Deutschland musste bis zu seiner Erstaufführung bis ins Jahr 2003 warten. Essen war das auserkorene Ziel. Das Colosseum Theater lud ab 22.3.2001 bis 29.6.2003 zum Musical ein. Elisabeth und Der Tod wurden von Pia Douwes und Uwe Kröger dargestellt.

Zum 10. Jahrestag des Stückes, lud man die illustren Gäste ins Wiener Konzerthaus. Das Konzert fand am 21.10.2002 statt. Besetzung waren u.a. Pia Doues, Maya Hakvoort, Uwe Kröger, Felix Martin, Ethan Freemann, Thomas Borchert, Viktor Gernot, Else Ludwig, Andi Bieber und Wolfgang Pampel. Viktor Gernot schlüpfte zum definitiv letzten Mal in die Uniformsjacke. Er verließ bereits 1997 das Genre Musical, um ab diesem Zeitpunkt mit den Hektikern Karriere zu machen. Mittlerweile ist er ein gefeierter Comedian und Solokünstler.

Maya Hakvoort und Maté Kamarás, Foto: @VBW

Ab 6.10.2003 bis 4.12.2005 kam Elisabeth wieder zurück nach Wien. Maya Hakvoort übernahm erneut die Elisabeth. Máté Kamarás wurde Der Tod und Serkan Kaya Luigi Lucheni.

André Bauer, Maté Kamarás, Maya Hakvoort, Foto: Alexander Ch. Wulz

Maya Hakvoort über die Rolle ihres Lebens: „Ich wollte so nah wie möglich an das Original herankommen. Ich wollte zeigen, wer Elisabeth wirklich war. Um das auf der Bühne glaubhaft zu vermitteln, habe ich wahnsinnig viel über sie gelesen und bin an viele Orte, an, welchen sie auch war, gereist. Ich war auf Korfu, Madeira, natürlich in Bad Ischl und Wien. Aber auch im Schloss Gödöllö in Ungarn und auch sonst bin ich viel durch Ungarn gereist, da ich wusste, wie viel Elisabeth dieses Land bedeutete.“ (8)

Maya Hakvoort vor dem Schloss Miramare in Triest, Foto: Rolf Bock

2x gastierte Elisabeth in Triest im Schloss Miramare. Vom 21.7. – 27.7.2004 und vom 31.7. – 6.8.2005. Beide Male begrüßte Maya Hakvoort ihr Publikum. Ihr zur Seite standen Thomas Borchert als Der Tod und Bruno Grassini als Luigi Lucheni.

Nach Deutschland kehrte es am 6.3.2005 zurück. Im Apollo Theater in Stuttgart gastierte es bis zum 17.9.2006. Nur einige Gastvorstellungen wurden von Pia Douwes gespielt.

Thérèse Karlsson, Tomi Metsäketo. Foto: Turun kaupunginteatteri, Robert Seger

Auch das finnische Publikum durfte sich über unsere Kaiserin Elisabeth freuen. Vom 23.9.2005 bis 30.12.2006 wurde es in Turku im Turun Kaupunginteatteri gespielt.

 

 

 

Willemijn Verkalk, Christoph Goetten, Foto: Thuner Seespiele

Die Schweizer Fangemeinde freute sich über Elisabeth in Thun bei den Thuner-Seespielen. Es gastierte vom 19.7. bis 30.8.2006 auf der wunderschönen Seebühne.

Pia Douwes, Uwe Kröger, Berlin Foto: Theater des Westens

Uwe Kröger und Pia Douwes kehrten als Der Tod und Elisabeth nach Berlin auf die Bühne zurück. Vom 20.4. bis 27.9.2008 feierten sie im Theater des Westens furiose Erfolge.

 

 

 

Annemieke van Dam, Foto: @VBW

Annemieke van Dam übernahm erstmalig die Rolle bei der großen Europatournee, die sie vom 17.10.2008 bis 25.4.2010 durch Zürich, Antwerpen, München, Frankfurt, Bremen, Bregenz und Düsseldorf führen sollte. Der Tod wurde Oliver Arno, aber auch Uwe Kröger übernahm immer wieder Gastauftritte.

Die zweite Europatournee wurde am 11.10.2011 gestartet und lief bis zum 6.5.2012. Die Städte waren: Köln, Frankfurt, München, Basel, Essen, Bremen, Chemnitz, Erfurt, Leipzig, Dresden, Triest.

Annemieke van Dam übernahm wieder die Elisabeth und Der Tod wurde niemand geringerer als Mark Seibert. Man kann sagen: Er kam – sang – und siegte. Nach Uwe Kröger sollte kein weiterer Tod diesen Hype miterleben, wie Mark Seibert. Seine weitere Karriere ist bis heute grenzenlos: Mozart, Schikaneder, Tanz der Vampire – um nur einige Stationen zu nennen.

Mark Seibert Foto: @Herbert Schulze

Mark Seibert über die Rolle: „In einem Musical sind die Rollen in gewisser Weise wie ein Korsett vorgegeben. Man hat die Texte, die Songs und auch das „Staging“ – also die Form, wie ein Darsteller in der Szene agieren muss. Die technischen Abläufe sind im Musical sehr klar festgelegt, und diese Vorgaben bieten nicht sehr viel Freiraum. Doch bei der Interpretation einer Rolle wird einem immer ein gewisser Spielraum eingeräumt, innerhalb dessen man agieren und sich entfalten kann. So durfte ich die Rolle des Todes trotzdem mit meiner eigenen Note versehen und sie zu der meinen machen.“ (9)

Und wer glaubt, dass dieser Triumphzug schon alles war, irrt.

Korea Foto: @SCE.PLAY.ssongbs

Selbst Korea war im Elisabeth Fieber. Vom 9.2. bis 13.5.2012, 26.7. bis 7.9.2013 und 14.9. bis 20.10.2013 wurde es an verschiedenen Theatern und Orten aufgeführt. Mit dabei Seoul, Busan, Daegu, Gwangju und Changwon.

Daniela Ziegler, Annemieke van Dam, Foto: @barbara2446

Die 20jährige Jubliäumsproduktion wurde wieder in Wien – diesmal im Raimundtheater – eingeläutet. Vom 5.9.2012 bis 1.2.2014 durfte das Publikum wieder „ihre“ Elisabeth in Wien sehen. Cast war niemand anderer als Annemieke van Dam als Elisabeth, Der Tod Mark Seibert und als Luigi Lucheni war erstmals Kurosch Abbasi in Wien zu sehen. Hier gab es eine ganz besondere Erzherzogin Sophie zu hören. Niemand geringerer als die Grand Dame des Schauspiels und Gesangs Daniela Ziegler – „die“ Norma Desmond aus Sunset Boulevard – übernahm diesen Part.

Roberta Valentini, Maximilian Mann in Shanghai/China, Foto: @Liza Makepise

Plakat zum Konzert in Osaka mit Maya Hakvoort, 2012, Foto: @kultur-channel.at

Aber auch Osaka/Japan durfte sich über ein 20jähriges Jubiläumskonzert freuen. Vom 15.10. bis 22.10.2012 und vom 26.10. bis 31.10.2012 gastierte es erneut in Japan. Mit dabei waren Maya Hakvoort, Máté Kamarás, Lukas Perman, Bruno Grassini, André Bauer usw. 

Als es endlich nach China kam, war der Aufschrei in der Presse riesengroß. Niemals zuvor hat es ein Stück der VBW nach China geschafft. Vom 12.12.2014 bis 11.1.2015 gastierte in Shanghai Elisabeth. Und hier treffen wir auf die vorletzt letzte Elisabeth: Roberta Valentini. „Ihr“ Tod war natürlich Mark Seibert, Luigi Lucheni Kurosch Abbasi.

Roberta Valentini Foto: La Belle/Juliane Bischoff

Roberta Valentini über Elisabeth: „Sie ist eine starke, selbstbewusste und liebende Frau. Viele sagen, dass sie egoistisch sei, was sicher auch in gewisser Weise stimmt. Aber sie ist auch eine einfühlsame und liebende Frau. Diese Balance zu spielen ist schwer und gleichzeitig auch das Reizvolle daran.“ (10)

Mit dieser Besetzung ging die 3te und vorläufig letzte Europatournee los. Vom 25.2.2015 bis 14.2.2016 führte die Tournee nach Essen, München, Linz, Frankfurt und Berlin

Und wer Elisabeth jemals gesehen hat, wird wissen, dass dies nicht die letzte Aufführung gewesen sein wird.

Auch wenn sich das Stück im Laufe der Zeit verändert hat, Lieder hinzugeschrieben, Szenen verschwanden oder umgeändert oder neu platziert wurden, so ist dieses Musical etwas ganz besonderes. Auch, wenn mir persönlich nicht alle Änderungen gefallen und ich so manch Kostüm scheußlich finde – der Charakter ist geblieben. Aber 1992, ja 1992 war etwas ganz besonderes. Und wer dabei war, wird jetzt ein kleines Lächeln auf den Lippen haben… 

Zum Schluss möchte ich noch Sylvester Levay zu Wort kommen lassen, der sicherlich am meisten geprägt wurde. Seine Frau Monika Levay ist eine anerkannte Expertin und Sammlerin. Ihre Original Exponate waren schon oftmals in mehreren Ausstellungen zu sehen; oft wird sie zu Expertisen rund um Kaiserin Elisabeth herangezogen. Sylvester Levay kann Kaiserin Elisabeth gar nicht entfliehen – immerhin bewohnt er einen Teil im Schloss Schönbrunn und hat sie somit täglich vor Augen.

Sylvester Levay Foto: @Privat über ooe.orf.at

„Wir wollten kein Musical, wie es auch wunderbare Stücke am Broadway gibt, schreiben, in denen Lieder von kurzen Texten, in denen die Geschichte erzählt wird, unterteilt werden. Bei uns sollten nur die wichtigsten, kurze Sätze in der Stille wirken, sonst wollten wir immer eine Untermalung, damit die emotioniale Bedeutung und Tiefe der gesprochen Worte durch die Musik noch besser vermittelt wird.“ (11)

Und das können wir so stehen lassen…

Wir Zuseher müssen auch mal DANKE sagen!

Danke lieber Michael Kunze, Sylvester Levay, Peter Weck, Harry Kupfer, Pia Douwes, Uwe Kröger, Ethan Freemann, Maya Hakvoort, Máté Kamarás, Roberta Valentini, Mark Seibert und ALLE anderen (wer nicht aufgezählt wurde, soll sich bitte nicht benachteiligt fühlen).

Danke für wunderbare Theaterstunden. Wir freuen uns bis zur nächsten Aufführung, wenn es heißt…


Alle tanzen mit dem Tod, doch niemand wie …

 

Foto: sternenkaiserin

 

 

~ Marie ~

 


Literarische Hinweise: 

1 – S 299/300, 5 – S 303
Peter Weck
War’s das?
Amalthea 2010, 1. Auflage

2 – S 4, 3 – S 10, 4 – S 35, 6 – S 21, 7 – 27, 8- 99, 9 – S 171, 11 – S 8
Blickpunkt Musical
Elisabeth

10 – S 7
Blickpunkt Musical
Elisabeth – Shanghai & Europa Tournee 2015/16


Text: Marie Festetics, Blickpunkt Musical

Bildrechte: Privat, Privat über ooe.orf.at, La Belle/Juliane Bischoff, Liza Makepise, barbara2446, SCE.PLAY.ssongbs, VBW, Thuner Festspiele, Theater des Westens, Robert Seger, Rolf Bock, Alexander Ch. Wulz, tansytrading.weebly.com, tansytrading.weebly.com, Joop van den Ende Theaterproductions, Jean-Marie Bottequin, Amazon.de, angelofthemusical, APA (Privat), lewin-management.de, Takarazuka Revue Theater, Sternenkaiserin
Es konnten keine weiteren Urheberrechte zu den Bildern festgestellt werden. Sollten wir gegen ein Urheberrecht verstoßen haben, bitten wir um Kontaktaufnahme: sternenkaiserin[at]gmx.at


 

Träume und Gedichte – März 2017

 

Ach, die Augen sind es wieder,
Die mich einst so lieblich grüßten,
Und es sind die Lippen wieder,
Die das Leben mir versüßten!
 
Heinrich Heine

 

 
 
 

 
Wenn man nicht nach seinen Wünschen glücklich sein darf,
so bleibt einem nichts anderes übrig,
als das eigene Leid zu lieben.

 

„Wenn du nur kein Kaiser wärst, wir könnten für immer glücklich sein…“

 

Foto: @Privat

 
 

 

„Schau Sisi, es wird Zeit, dass du einmal dein neues Heimatland kennen lernst, damit Du nicht immer Heimweh nach Bayern haben musst“

 

 

Foto: @Privat

 
 
 

 

Zum Glück brauchst du Freiheit, zur Freiheit brauchst du Mut.

Perikles

 
 

Foto: @Privat

 
 
 

 

“O Romeo! Warum denn Romeo? Verleugne deinen Vater, deinen Namen! Willst du das nicht, schwör dich zu meinem Liebsten, und ich bin länger keine Capulet!“

Romeo & Julia, William Shakespeare, Julia, 2. Akt, Szene 2

 
 
 
 
 

 

„Schau Marie, sieh die nur an, kaum wirds ein bisserl warm, kommen die Wiener wieder in unseren Park! Zeit wirds, dass wir wieder verreisen, ich mag nicht ständig davon laufen, nur um meine Ruh zu haben!“

 

Foto: @Privat

 


 
 

Ida, schau sie dir an. Die Damen ins Korsett gepresst und die Herren im glänzenden Orden. Wie ekelt mich alles an. Diese verlogene Gesellschaft. Ich bin Königin von Ungarn und trotzdem werden sie mich nicht bezwingen.

 

 

Foto: @Privat

 


 

„Guten Morgen Ida, steh auf!
Du weisst doch, dass mir solche Dinge nicht wichtig sind, wenn wir allein sind. Wann erwartet uns der Kaiser?“

Foto: @Privat

 


 

Bay, ich bin so glücklich wieder hier zu sein. Endlich kann ich wieder frei atmen. Komm Red Rose reite mit mir in die Freiheit…

Foto: @Privat

 


Majestät, nicht so traurig. Nur noch wenige Tage. Dann seid Ihr wieder bei Euren Pferden in Irland. Mister Middleton wird hocherfreut sein, Majestät zu sehen.

 

Foto: @Bertl Jost


 

Ich bitte nicht um Glück auf Erden;
Nur um ein Leuchten dann und wann:
Daß sichtbar deine Hände werden,
Ich deine Liebe ahnen kann.
Nur in des Lebens Kümmernissen
Um der Ergebung Gnadengruß;
Dann wirst du schon am besten wissen,
Wieviel ich tragen kann und muß.

Annette von Droste-Hülshoff

 

 

Foto: @Bertl Jost

 


 
Nun jauchzet alles weit und breit,
Da stimmen froh wir ein:
Der Frühling ist die schönste Zeit!
Was kann wohl schöner sein?

Annette von Droste-Hülshoff

 

Foto: @Bertl Jost

 


Es gibt nichts Wunderbareres und Unbegreiflicheres und nichts, was uns fremder wird und gründlicher verloren geht als die Seele des spielenden Kindes.


Hermann Hesse

Foto @R.Hörmandinger

 


Wir meinen, das Märchen und das Spiel gehöre zur Kindheit: wir Kurzsichtigen! Als ob wir in irgend einem Lebensalter ohne Märchen und Spiel leben möchten!


Friedrich Wilhelm Nietzsche

Foto: @Bertl Jost

 


 

Hansi? Hansi! Komm her… Schau, ich hab dir gutes Futter mitgebracht. Sei lieb und tröste mich. Tante Sophie quält mich mit dem Hofzeremoniell und der Kaiser war arg garstig zu mir. Hansi, ich komm zu dir…wart!

 

Foto: @Privat

 


 

„Einmal fiel die goldene Kugel der Königstochter nicht in ihr Händchen, sondern vorbei auf die Erde und rollte geradezu ins Wasser hinein….“

Der Froschkönig
Gebrüder Grimm

Foto: @Bertl Jost

 


 

„Marie sag alle meine Termine ab, ich will niemanden sehen, ich bin es leid, immer nur zu lächeln.

Das Abendessen mit seiner Majestät?
Nun er soll es lieber mit seinen Herren genießen, da er sie mir auch sonst vorzieht!
Und jetzt geh, lass mich allein!“

 

Foto: @Privat

 


 
Im Mondenglanze ruht das Meer,
Die Wogen murmeln leise;
Mir wird das Herz so bang und schwer,
Ich denk der alten Weise,
Der alten Weise, die uns singt
Von den verlornen Städten,
Wo aus dem Meeresgrunde klingt
Glockengeläut und Beten –
Das Läuten und das Beten, wißt,
Wird nicht den Städten frommen,
Denn was einmal begraben ist,
Das kann nicht wiederkommen.

Heinrich Heine

 

Foto: @Privat

 


„Sieh nur Marie, die ersten Gäste zum Ball kommen bereits. Hörst du die Kutschen, die Tritte der Hufe? Das Geschnattere der Damen, und das Zusammenschlagen der Absätze der Herren?
Am liebsten wär‘ mir, wir würden einsteigen, und weit weg fahren.
Aber den einen Walzer, den ich dem Kaiser versprochen habe, werd ich ihm heut schenken, weil er gar so lieb war, und mir die englischen Pferde versprochen hat“

 

 

Foto: @Privat

 


„Essen? Marie, quäl mich nicht! Wer will schon seine Zeit mit Essen vergeuden, wenn doch das Wetter gerade noch hält! Essen kann man auch noch wenn es regnet. Und jetzt komm endlich!“

 

Foto: @Privat

 


 

„Wenn du einmal Kummer und Sorgen hast, dann geh mit offenen Augen durch den Wald und in jedem Baum, in jedem Strauch, in jedem Tier und in jeder Blume wird dir die Allmacht Gottes zum Bewusstsein kommen und dir Trost und Kraft geben“

Zitat aus dem Sissi Film

 

Foto: @Privat

 


 
„Ida wo bleibst du denn schon wieder? Immer muss ich auf dich warten!
Geh, und lauf zurück zum Schloss, lass dem Kaiser bestellen, ich werde nicht am Empfang teilnehmen“

„Marie, das Buch des Meisters! Lies mir weiter vor“

Foto: @Privat

 


 

Wo?

Wo wird einst des Wandermüden
letzte Ruhestätte sein?
Unter Palmen in dem Süden?
Unter Linden an dem Rhein?

Werd‘ ich wo in einer Wüste
eingescharrt von fremder Hand?
Oder ruh‘ ich an der Küste
eines Meeres in dem Sand?

Heinrich Heine

 
 

Foto: @Privat

 


Ich fliehe vor der Welt sammt ihren Freuden,
Und ihre Menschen stehen mir heut‘ fern;
Es sind ihr Glück mir fremd und ihre Leiden;
Ich wandle einsam, wie auf anderm Stern.

Aus „An die Zukunfts-Seelen“, 7. Absatz, S 214-216 aus Kaiserin Elisabeth – Das poetische Tagebuch, Brigitte Hamann, 3. Ausgabe 1995, Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften

 

Foto: @Privat

 


 

Ach Marie, ein Spaziergang am Morgen macht den Teint frisch, die Glieder stark und den Geist munter.

 

Foto: @Privat

 


„Marie, jetzt komm endlich. Warum muss ich immer auf dich warten?“

„Ja, Majestät, ich eile ja schon so schnell ich kann.“

„Nicht schnell genug!“

 

 

Foto: @Privat

 


 

Frühling, Frühling,
sieh welche Macht,
der Frühling hat die Sonne gebracht.

Frühling, Frühling,
sieh welche Pracht,
der Krokus ist wieder in Schönheit erwacht.

Er blüht in weiß, in gelb, in blau und lila,
ich sitz umringt,
bald blüht der Flieder.

P. Sebastian

 

Foto: @Privat

 


„Sieh nur Marie, der Fächer! Ein Geschenk meiner liebsten Freundin aus Spanien“

„Mira Marie, este abanico es un regalo de mi querida amiga española“

 

 

Foto: @Privat

 


 

Oh Heimat, fremde Heimat
was bist du mir so fern,
Ich habe große Sehnsucht
dir niemals nah zu sein.

P. Sebastian

Foto: @Privat

 


„Schneller Annerl, du willst doch nicht den Kaiser warten lassen, seine Majestät erwartet mich doch bei der Gloriette zum Kaffee“

 

Foto: @Privat

 


„Kann man denn nicht ein einziges Mal alleine sein?
Sag er dem Kaiser, es wär recht nett, wenn er mir wenigstens solche Aufpasser hinterher schickt, die genügend Abstand halten, um nicht entdeckt zu werden“

 

Foto: @Privat

 


 
Schattenküsse, Schattenliebe,
Schattenleben, wunderbar!
Glaubst du, Närrin, alles bliebe
Unverändert, ewig wahr?

Was wir lieblich fest besessen
Schwindet hin, wie Träumerein,
Und die Herzen, die vergessen,
Und die Augen schlafen ein.

Heinrich Heine

 

Foto: @Bertl Jost

 


 

„Leb wohl mein Engel, komm bald zurück zu mir“

 

Foto: @Privat

 


 

Anfangs wollt ich fast verzagen,
Und ich glaubt, ich trüg es nie;
Und ich hab es doch getragen –
Aber fragt mich nur nicht, wie?

Heinrich Heine

 

Foto: @Privat

 


 

„Sehen Sie nur Herr Oberst, all die Gaffer, die nur darauf warten, einen Blick auf uns zu erhaschen“

 

Foto: @Privat

 


 

„Meine liebste kleine Valerie, meine Einzige. Mein Sonnenschein, sieh dir die Berge an, den Wald, lausche der Stille, und dann wirst du verstehen, warum ich Ischl so lieb gewonnen habe. Es erinnert mich an mein Bayern!“

 

Foto: @Privat

 


 

Frühlingsbotschaft

Leise zieht durch mein Gemüt
Liebliches Geläute.
Klinge, kleines Frühlingslied,
Kling hinaus ins Weite.
Kling hinaus bis an das Haus,
Wo die Veilchen sprießen!
Wenn du eine Rose schaust,
Sag, ich laß sie grüßen

Heinrich Heine

 

Foto: @Bertl Jost

 


 
Du musst mir
nichts geben
nur lass mir
mein Leben
Denn ich gehör nur mir.

Textauszug „Ich gehör nur mir – Reprise“ 1. Akt, Ende
Elisabeth – Musical
Text: Michael Kunze, Musik: Sylvester Levay

 

Foto: @Privat

 


 

Und will ich die Sterne, dann finde ich selbst dorthin.
Ich wachse und lerne und bleibe doch wie ich bin.
Ich wehr mich, bevor ich mich verlier!
Denn ich gehör nur mir.

Textauszug „Ich gehör nur mir“
Elisabeth – Musical
Text: Michael Kunze, Musik: Sylvester Levay

 

Foto: @Bertl Jost

 


 

 

Bei dem Gedanken an das Dinner wird mir kalt. Danke, Marie, dass du mir die Stola gebracht hast.

 

Foto: @Privat

 


 

Ach, müsst ich nicht zu diesem Dinner, das Herz wird mir so schwer, es wäre doch viel schöner, zu sitzen jetzt am Meer…

P. Sebastian

 

Foto: @Privat

 


 

Ich weiß nicht, in wen die Rose verliebt;
ich aber lieb euch all:
Rose, Schmetterling, Sonnenstrahl,
Abendstern und Nachtigall.

Auszug aus „Der Schmetterling“
Heinrich Heine

 

Foto: @Privat

 


 

 

Marie, sieh her der kleine Brunnen.
So schön und plätschernd leis.
Vielleicht entsagen wir heute, dem erlauchten Dinnerkreis?

Ich möchte auch so sanfte fließen,
wie das Wasser in meiner Hand,
ach könnt ich es nur mehr genießen,
doch die Freiheit ist mir ein verbotenes Band.

P. Sebastian

 
 

Foto: @Bertl Jost

 


 

„Man soll das Verdeck der Kutsche schließen Marie, ich bin es leid angestarrt zu werden, als wäre ich ein seltenes Tier in der Menagerie des Kaisers“

 

Foto @Dirk Safert

 


„Träumen und Gedichte schreiben – ich schließe die Augen und fliehe in eine Welt, fern ab von allen Zwängen, eine Welt, in der es keine Verpflichtungen, keine Titel und kein Protokoll gibt. Eine Welt voller magischer Wesen, und ich – die Feenkönigin“

Foto: @Bertl Jost

 


„Je mehr Menschen um mich sind, umso mehr sehne ich mich nach der Einsamkeit. Der Stille des Waldes, der Ruhe auf den Bergen und dem Rauschen des Meeres. Wenn ich aber dann dort bin, so will ich doch nicht einsam sein, und vermisse die Menschen um mich. Was ist das nur mit mir Ida? Manchmal scheint mir gar, nicht die Menschen passen nicht zu mir, sondern ich passe nicht zu Ihnen“

Foto @Trauttmansdorff – Die Gärten

 


„Eine Teestunde mit der Fürstin? Ach nein Ida, man soll ihr sagen, ich habe schreckliche Kopfschmerzen. Hol dein Tuch, wir gehen an die frische Luft, bevor ich in diesen Mauern ersticke“

 

Foto: @Privat

 


 
„Mein lieber Franzl,
Ich hoffe doch, du bist wohl auf? Ich danke Dir tausendmal recht schön für deine vielen, und sehr langen Briefe, und entschuldige mich dafür, so selten zu schreiben. Aber du weisst ja, wie ja wie das ist mit mir, das still sitzen fällt mir doch recht schwer.
Morgen will ich mit Ida eine Bergtour machen, Meran hat so wundervolle Berge, es würde Dir bestimmt gefallen, hier einmal auf die Pirsch zu gehen. Stell Dir nur vor, sie jammert jetzt schon heimlich, und fürchtet sich vor wunden Füßen.
Wenn du nur bei mir sein könntest, so wie damals in Ischl.

Grüße die Maman und sag dem Rudi, die Mama schickt ihm ein Bussi, auch Gisela gib einen Kuss von mir“


☆Sisi☆

Foto: @Privat

 


„Aber Annerl, du denkst doch nicht wirklich, dass ich tragen werde, was die Erzherzogin wünscht?
Leg es weg, und bring mir das fliederfarbene Kleid“

 

 

Foto: @Privat

 


 

Bei einem morgendlichen Spaziergang durch die Gärten von Schloss Trauttmansdorff

„Je weiter weg vom Hof ich bin Marie, umso leichter fällt mir das Atmen. Fast als wäre ich so frei wie ein Vogel, als müsst ich nur noch die Flügel ausbreiten, und könnte wegfliegen, wohin ich wollte…“

„…und ja, ich werde die Briefe des Kaisers später beantworten, leg sie zu den anderen, und lass mir noch ein wenig meine Träume…“

 

 

Foto: @Privat

 


 

 

 

Träume und Gedichte – Jänner 2017


Die Welt so schön
Die Welt so schön und der Himmel so blau,
Und die Lüfte die wehen so lind und so lau,
Und die Blumen winken auf blühender Au,
Und funkeln und glitzern im Morgentau,
Und die Menschen jubeln wohin ich schau…. (…)

Heinrich Heine

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Foto: @Bertl Jost


Rudolf, wo bist du?
Hörst du mich rufen?
Du warst wie ich –
du hast mich gebraucht.
Ich ließ dich im Stich,
um mich zu befrei’n.
Wie kannst du mir je verzeih’n?
Ich hab‘ versagt… Ich trag die Schuld…

Könnt ich nur einmal
dich noch umarmen
und dich beschützen vor dieser Welt!
Doch es ist zu spät.
Sie schließen dich ein.
Beide bleiben wir allein…

Textrechte: Auszug aus dem Song „Rudolf wo bist du“, Elisabeth Musical
Text: Michael Kunze, Musik: Sylvester Levay

 

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Foto: @Privat


Mein lieber Rudolf!
Mit deinem Gebetbuche hast du mir eine große Freude gemacht, und ich küsse die recht herzlich dafür, so wie für deinen lieben Brief. (…)
Gott mit dir mein Herzenskind, ich umarme dich mit Papa und Gizela und küsse dich im Gedanken.
Deine Mama

Textrechte: Auszug aus einem Brief an Rudolf, Briefe und Gedichte aus ihrem Nachlass, Weltbild Verlag

 

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Foto: @Schloss Trauttmannsdorff


Mein lieber Rudolf
(…) um 8 Uhr gehe ich jeden Tag mit der Großmama in die Hauskapelle, wo ein Franziskaner viel schneller die Messe liest wie unsere Sonntagsmesse. Dann frühstücken wir alle bei der Großmama, um die Zeit, wo du sonst zu mir kommst, da denke ich immer an dich, auch abends. (…)
Adieu lieber Rudolf, ich unarme dich, und den Papa, an Gizella habe ich selbst geschrieben, auf Wiedersehen deine dich innigst liebende Mama.

Textrechte: Aus einem Brief aus München, 31. März 1865; Briefe und Gedichte aus ihrem Nachlass, Weltbild Verlag

 

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Foto: @Bertl Jost


„Ich war so stolz und mußte den Kronprinz anschauen! – er sah seine Mutter an, dann zur Braut. Mir war leid, denn zu ihrem Vorteil konnte das nicht sein! aber ich finde, er sieht mehr unterhalten als glücklich aus!“(Bahnhof Brüssel, Kronprinz Rudolf empfängt seine Mutter zur Brautschau.)

Textrechte: Tagebuchaufzeichnung von Marie Festetics, Elisabeth Kaiserin wider Willen, Brigitte Hamann

 

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Foto: @Privat

 


Lieber Papa!

Ich weiß wohl, daß Du jetzt sehr viel zu thun hast. Wo ist jetzt der Onkel Ernst? (….)
Ich schicke Dir mein Gebet, was ich für Dich in der Früh immer bete. (…)
Dein Rudolf

Textrechte: Briefauszug aus Rudolf, Brigitte Hamann

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Foto: @Privat


Ich habe ein förmliches Ultimatum aufgesetzt. Wenn du mich nicht verlieren willst, erfüll es.
Ich möchte selbst über die Erziehung meiner Kinder bestimmen…

Textrechte: Textauszug aus dem Musical Elisabeth
Text: Michael Kunze, Musik: Sylvester Levay

 

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Foto: @Bertl Jost

 


Du ziehst mich an
und lässt mich doch niemals zu dir.
Seh ich dich an,
weicht dein Blick immer aus vor mir.
Wir sind uns fremd
und sind uns zutiefst verwandt.
Ich geb dir Zeichen,
will dich erreichen,
doch zwischen uns steht eine Wand.
Wenn ich dein Spiegel wär,
dann würdest du dich in mir sehn.
Dann fiel`s dir nicht so schwer,
was ich nicht sage, zu verstehn.

Textrechte: Auszug aus dem Song  „Wenn ich dein Spiegel wär“, Musical Elisabeth
Text: Michael Kunze, Musik: Sylvester Levay

 
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Foto: @Bertl Jost

 


 
Mein lieber Rudolph
Ich habe ja gehört, du warst ja ganz bös, dass ich dir nicht auch geschrieben habe.
Ich habe gedacht, du wärest zu klein, um das zu verstehen, aber du bist ja jetzt auch schon ganz vernünftig, ich werde dir recht viele, schöne Spielsachen mitbringen.
Es küsst dich innigst und von ganzen Herzen, mein liebes Bubi
Deine Mama
 
Ein Brief an den kleinen Kronprinzen, vermutlich verfasst auf Korfu 1861

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Foto: @Bertl Jost

 

 


Märchen sind so wunderschön weil die Kinder sie verstehen
Und der Prinz am Ende doch, den bösen Drachen stets besiegt…

Si les contes sont merveilleux,
c’est parce que les enfants les comprennent.
Et le prince , à la fin, vainc toujours les méchants dragons…

Wer den Regenbogen fand
der am hohen Himmel stand
der allein weiss wo der schönste
Schatz der Welt begraben liegt…

Celui qui trouva l’arc en ciel,
Qui atteignit le ciel,
Celui-ci seul sait où
Est enterré le plus beau trésor du monde…

(Jo)Achim Relin 1965

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Foto: @Bertl Jost


Sie hielten mich an Drähten fest,
als Puppe die man tanzen lässt,
doch ich werd‘ keine Marionette sein.
Wenn ich tanzen will, dann tanz ich so wie’s mir gefällt.
Ich allein bestimm‘ die Stunde, ich allein wähl die Musik.
Wenn ich tanzen will, dann tanze ich auf meine ganz besondre Art,
am Rand des Abgrunds, oder nur in deinem Blick.

Textrecht: Auszug aus dem Song: „Wenn ich tanzen will“ aus dem Musical Elisabeth
Musik: Silvester Levay, Text: Michael Kunze

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Foto: @Bertl Jost


Wird mir die Welt zu bitter,
Die Menschen zu fatal,
So schwing‘ ich mich aufs Flügelross
Und mach‘ mich von der Erde los;
Ich flieh‘ die bösen Zwitter
Und die Canaillen all‘.

Ich lass sie wütig kläffen
Und giftig nach mir spei’n;
Ich wieg‘ mich oben hoch im Blau,
Kaum, dass ich noch die Erde schau,
Kein Schmutzpfeil wird mich treffen;
Die Luft ist hier zu rein.

Textrecht: Gedichtauszug aus Elisabeth von Österreich – Das Poetische Tagebuch, Brigitte Hamann

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Foto: @Privat

 


It’s the heart, afraid of breaking,
That never learns to dance
It’s the dream, afraid of waking,
That never takes a chance
It’s the one who won’t be taken,
Who cannot seem to give
And the soul, afraid of dyin‘,
That never learns to live.

Textrecht: Auszug aus dem Song „The Rose“ – Bette Middler

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Foto: @Bertl Jost


Blüht nicht zu früh, ach blüht erst, wenn ich komme,
dann sprüht erst euer Meer und euren Schaum,
Mandeln, Forsythien, unzerspaltene Sonne –
dem Tal den Schimmer und dem Ich den Traum.

Ich, kaum verzweigt, im Tiefen unverbunden,
Ich, ohne Wesen, doch auch ohne Schein,
meistens im Überfall von Trauerstunden,
es hat schon seinen Namen überwunden,
nur manchmal fällt er ihm noch flüchtig ein.

Gottfried Benn (Brief nach Meran)

 

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Foto: @die Gärten von Trauttmannsdorff

 


Märchen schreibt die Zeit,
es ist ein altes Lied,
bittersüß verwirrt,
einseh’n, daß man irrt,
und auch mal vergibt.
Textrechte: Auszug aus dem Song „Märchen schreibt die Zeit“ Musical „Die Schöne und das Biest“
Musik: Tim Rice, Howard Ashman
 
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Foto: @Dagmar Esser

 
 

Wildverwachsne, dunkle Fichten,
Leise klagt die Quelle fort;
Herz, das ist der rechte Ort
Für dein schmerzliches Verzichten!

Grauer Vogel in den Zweigen!
Einsam deine Klage singt,
Und auf deine Frage bringt
Antwort nicht des Waldes Schweigen.
Nikolaus Lenau
Auszug aus dem Gedicht „Einsamkeit“
 
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Foto: @Artgraphy by Toby

 

Verschneit liegt rings die ganze Welt,
Ich hab nichts, was mich freuet,
Verlassen steht ein Baum im Feld,
Hat längst sein Laub verstreuet.
Der Wind nur geht bei stiller Nacht

und rüttelt an dem Baume,
Da rührt er seine Wipfel sacht
Und redet wie im Traume.
Er träumt von künftger Frühlingszeit,
Von Grün und Quellenrauschen.
 
Joseph Freiherr von Eichendorff
 
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Foto: @Artgraphy by Toby


Die Kaiserin stand in einem blauen Kleid (…..) , eine große Dogge neben ihr….
Sie war so schön, daß ich das Gefühl hatte, eine Fee stünde vor mir.“

Textrecht: Auszug aus dem Tagebuch der Gräfin Marie Festetics
Autoren: Gudula Walterskirchen, Beatrix Meyer

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Foto: @Privat

 


Da kamen viele gute Feen und legten ihr eine schöne Gabe in die Wiege, Schönheit, Lieblichkeit, Anmut, Vornehmheit, Einfachheit, Güte, Edelmut, Geist, Witz, Schalkhaftigkeit, Scharfsinn, und Klugheit.
Da aber kam die böse Fee und sagte: „ Alles hat man dir gegeben, wie ich sehe, alles. Ich aber will diese Eigenschaften gegen dich selbst kehren und keine Freude soll dir daraus erblühen. Ich gebe dir nichts.
Ich nehme dir aber ein hohes Gut, das wenig beachtet ist, aber ach , so nötig um das Gleichgewicht der Seele zu erhalten, um in Harmonie des Herzens glücklich zu sein, und dem Gemüte Frieden zu geben. Ich nehme dir, was der Mensch unbewusst in sich trägt, das Maßhalten in deinem Tun, Treiben, Denken und Empfinden.

Nichts soll dir zur Freude werden, alles sich gegen dich kehren, selbst deine Schönheit dir nur Leid schaffen.
Dein hoher Geist soll so tief in die Dinge dringen, bis er dich auf Irrwege bringt und du die Menschen verachtest, so wirst du den Glauben an Güte und Liebe und das Vertrauen in die Besten verlieren und gerade dort geben, wo es dann missbraucht wird.
So wirst du deine Seele mit Widerwillen und Bitterkeit erfüllen, bis du deinen Frieden nicht mehr finden kannst!“

Textrecht: Sisi

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Foto: @Bertl Jost

 


Natürlich kann man ohne Hund leben,
es lohnt sich nur nicht.
Es gibt wohl kaum einen treuern Freund, als einen Hund!

Heinz Rühmann

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Foto: @Artgraphy by Toby

 


 
Und will ich die Sterne, dann finde ich selbst dorthin.
Ich wachse und lerne und bleibe doch wie ich bin.
Ich wehr mich, bevor ich mich verlier!
Denn ich gehör nur mir.

Ich will nicht mit Fragen und Wünschen belastet sein,
vom Saum bis zum Kragen von Blicken betastet sein.
Ich flieh‘, wenn ich fremde Augen spür‘.
Denn ich gehör nur mir.“
 
Textrecht: Songauszug „Ich gehör nur mir“ aus dem Musical Elisabeth
Text: Michael Kunze, Musik: Sylvester Levay
 
 
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Foto: @Privat