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…..ich freue mich jetzt schon auf die Reise nach dem schönen Ungarn…. …Már most nagyon örülök, hogy a szép Magyarországra utazhatok…….que feliz me hace pensar en el viaje a la bellìsima Hungria….

Ein Satz von Romy Schneider aus dem Film, der in diesem Fall auch auf mich zutrifft. Für immer unvergessen ist der Moment, an dem Sissi das Fest bei Graf Andrássy besucht.

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Egy mondat a Romy Schneider-féle filmből, ami jelen esetben rám is nagyon vonatkozik. És feledhetetlen az a pillanat, amikor Sissi Andrássy gróf bálját meglátogatja.

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Una frase de Romy Schneider en la pelìcula que, en este caso, puedo hacer mia. Y que decir de ese momento inolvidable en el que Sissi llega a la fiesta del conde Andrassy.

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Foto: Romy.de

Im Dezember lernte ich ein paar Husaren aus Sopron kennen, und wie könnte es anders sein, die Ungarn lagen ihrer Königin zu Füßen.

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Decemberben megismerkedhettem pár soproni huszárral, és hogyan is történhetett volna másképp, királynőjük levette őket a lábukról.

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En Diciembre conocì a un par de Husares de Sopron y como no podìa ser de otra manera, los hùngaros cayeron rendidos a los pies de su reina.


 

Prompt erhielt ich eine Einladung zum Ball der Husaren, und wieder wurde ein „Stückchen Film“ zur Wirklichkeit.

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Ott helyben kaptam egy meghívást a huszárok báljára, és ezzel megint egy „filmrészlet“ valósággá vált.

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En seguida recibì una invitaciòn para asistir al baile de los Husares, y una vez mas, las escenas de la pelìcula se volvieron realidad.

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Foto: @Privat

Es vergingen ein paar Wochen und Ida und ich packten wieder einmal unsere Koffer, um die Reise „nach dem schönen Ungarn“ anzutreten.

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Pár hét elteltével Ida és én újra csomagoltunk, utazás „a szép Magyarországra“

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Pasaron un par se semanas y de nuevo, Ida y yo preparamos nuestras maletas preparàndonos para el viaje a la „bellisima Hungria“.


 

Begleitet von Marie, trafen wir am Freitag im Hotel ein, in dem man sich freute „Erzsebet“ begrüßen zu dürfen.

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Marie kíséretében érkeztünk a szállodába, ahol nagy szeretettel üdvözölték Erzsébetet.

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Acompañadas de Marie, llegamos el Viernes al hotel en el que tuve la alegria de ser saludada como „Erzsebet“.

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Hotel Pannonia, Sopron, Foto: @Privat

Wir verbrachten einen gemütlichen Tag im Hotel, tranken Kaffee, meine Damen unterbreiteten mir den neuesten „Hofklatsch“ und Ida las mir das Programm des Abends vor.

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Eltöltöttünk egy kellemes napot a szállodában, kávéztunk, az udvarhölgyeim beszámoltak a legfrissebb „udvari pletykákról“, majd Ida felolvasta az esti programot.

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Pasamos un dia tranquilo en el hotel. Mis damas me pusieron al dia de los nuevos „cotilleos“ de la corte mientras tomàbamos cafe e Ida me leyò el programa para la noche.

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Foto: @Privat

Erzherzogin Sophie singt im Musical „eine Kaiserin muss glänzen, soll sich wiegen, kämmen, und erfrischen….“

Genau das taten wir dann auch!

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A musicalben Sophie ezt énekli: „egy csárszárnőnek ragyognia kell, mérlegelni, fésültetni és felfrissítettni kell magát…“ És mi mi pont ezt tettük!

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Sofia canta en el musical: „una emperatriz debe brillar, debe pesarse, peinarse y refrescarse…“

Asi que eso fue lo que hicimos!

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Foto: @Privat

Es wurden Haare geflochten, die Bänder der Krone eingewebt, das Korsett geschnürt, und zum Schluss kam das Kleid!

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A haj fonva lett, a korona beletűzve, a fűző szorosra fűzve, majd a legvégén a ruhát segítették rám

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Arreglaron mi cabello, colocaron la corona en su sitio, ajustaron mi corsè y al final llegò el vestido.


 

Welches Kleid könnte diesem Anlass mehr entsprechen, als eine Kopie des Krönungskleides?

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Vajon melyik ruha is lenne a legméltóbb erre az alkalomra? Természetesen a koronázási ruha másolata!

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Que otro vestido podrìa ser mas indicado para esta ocasiòn que una copia del traje de coronaciòn?

Als eine der Letzten betrat ich mit der Ankündigung „Elisabeth, Kaiserin von Österreich, Königin von Ungarn“ gefolgt von Ida den Ballsaal.

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Az utolsók közt léptem be a bálterembe, „Erzsébet osztrák császárné és magyar királyné“ felszólításra. Ida szorosan követett

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Como una de las ùltimas  en entrar al salòn de baile y seguida de Ida, fui anunciada como „Isabel, emperatriz de Austria, reina de Hungria“

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Foto: @Privat

Man geleitete uns an unseren Tisch, und die Husaren eröffneten ihren Ball mit der Fledermausquadrille.

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Az asztalunkhoz kísértek, majd a huszárok megnyitották a bált Strauss A denevér táncával.

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Fui acompañada a nuestra mesa y los Husares abrieron el baile con la cuadrilla del Murcièlago.


 

Ein kaiserliches Menü wurde serviert, und dann begann die Musik.

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A császári menü felszolgálása után megszólalt a zene.

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Se sirviò un menù imperial y la mùsica comenzò.


 

Der Donauwalzer erklang, und schon salutierte der erste Husar, und bat zum Tanz.

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Alig hogy felcsendült a Kék Duna keringő, már szalutálva táncra kért fel az első huszár.

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El vals del Danubio azul sonò y el primer Husar me saludò y me pidiò bailar.

 

Das Temperament der Ungarn veranlasste meine Damen, mich in ein anderes Kleid einzunähen, mit dem es leichter war zu tanzen, da sie fürchteten, das Krönungskleid würde zerreißen, bei den vielen stürmischen Tänzern. 😉

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A magyarok temperamentumos táncai egy másik ruha öltöztetésére „kényszerítette“ udvarhölgyeimet, mert féltek, hogy a koronázási ruha elszakadhat 😉

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Es conocido el temperamento hùngaro, asi que mis damas me aconsejaron un cambio de vestido que me permitiera bailar con mas facilidad y tambièn para evitar que el traje de coronaciòn de desgarrara entre tantos fogosos bailarines.

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Foto: @Privat

Ein Ballkleid ohne Schleppe war genau das Richtige, um den restlichen Abend auf der Tanzfläche zu verbringen

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Egy uszály nélküli báli ruha a lehető legjobb választás volt, hogy az est hátralevő részében akadály nélkül táncolhassak.

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Un traje sin cola era lo ideal para poder pasar el resto de la noche en la pista de baile.

Es folgte eine lustige Ballnacht, in der wir einige unserer Freunde wieder trafen, aber auch viele Neue kennen lernten.

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Egy vidám és kellemes bálest volt, ahol sok régi baráttal is találkoztunk, de új barátokra is leltünk

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Fue una noche divertida en la que pudimos volver a ver a muchos de nuestros amigos y a la vez conocer muchos nuevos.

 

Eine rauschende Ballnacht ging zu Ende. Vielen Dank für diese Einladung.

Wie mein Gemahl sagen würde: Es hat mich sehr gefreut…

Végetért egy fergeteges bál. Nagyon köszönöm a meghívást. Ahogy a férjem mondaná: „Nagyon örültünk…“

*Sisi*

 

 


 

Rechtliche Hinweise:
Bildrechte: Privat, Romy.de
YouTube: Sternenkaiserin
Textrechte: Sisi

Ich bedanke mich bei Kati und Tamara für die Übersetzungen!!!


 

 

 

Kaisertage in Mödling

Im August letzten Jahres erhielten der Kaiser und ich eine Einladung der Stadt Mödling und  der MÖDLINGER TRADITIONS-MOBILISTEN zur Regimentsweihnachtsfeier zu kommen. Im September wurde kurzerhand aus der Weihnachtsfeier ein Hofball, und aus der nachmittäglichen Kutschenfahrt ein 3 Tages Programm und eine Einladung für meinen gesamten Hofstaat.

  • Laxenburg
  • Mayerling
  • Heiligenkreuz
  • der Husarentempel

Wer mich kennt, kennt auch meine Vorliebe für oftmaligen Kleiderwechsel und somit stand ich vor der Herausforderung eine gesamte Winterkollektion in 2 Monaten zu 16195555_1275893612470934_184215218456329533_nentwerfen und zu nähen. Eigentlich bin ich es gewohnt mich mit Hitze, oder Regen herum zu schlagen, denn die meisten Veranstaltungen an denen ich teilnehme sind im Sommer, mit Minus Temperaturen, Eis und Schneegestöber hatte ich noch keinerlei Erfahrung.

Nun aber brauchte ich Kleider für 3 Tage, die Winterfest waren. Und wie auch heute, hatte man natürlich auch damals nicht nur ein Kleid an.

Es fehlte also hinten und vorne. Angefangen von warmer historischer Unterwäsche, Schnürschuhen mit Wollfutter, Handschuhen, Muffs, Cape`s, passenden Hüte war mehr oder weniger nichts da, dass ich hätte im Winter tragen können.

Wie viel Arbeit es war, diese Ausstattung in knappen 2 Monaten zu fertigen, könnt ihr Euch selber vorstellen. Meine Kleider sind, wir ihr wisst, selbst genäht und meist findet man nur „hin und wieder“ eine Vorlage dazu. Ich nähe grundsätzlich aber immer nur die Kleider der Kaiserin oder von Romy Schneider aus den Sissi-Filmen.


 

Wir reisten am 8. Dezember aus allen Himmelsrichtungen an. Der erste Tag begann, dass wir erstmals damit beschäftigt waren die Autos zu entladen. Nachdem wir alles so gut es ging verstaut hatten, und wer schon einmal 9 historische Kleider samt Zubehör in einem Hotelzimmer hatte, weiß wovon ich rede, machten wir uns fertig für unseren ersten Ausflug.

Donnerstag

Schloss Laxenburg

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Es wurde uns von der Stadt Laxenburg gestattet Fotoaufnahmen im alten Schloss zu machen, wir gingen in die Kaiserloge des ehemaligen Theaters, und spazierten durch den Park.

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Der Besuch in der Kaiserloge kam so unerwartet, dass wir natürlich keine Abendkleidung dabei hatten. Den Ausblick von dort oben, haben wir dennoch genossen. Und wer ganz still war, konnte vielleicht sogar ein paar leise Geigenklänge aus längst vergangenen Zeiten hören…

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Das Schloss selbst ist völlig leer, man kann allerdings immer noch die wunderschönen Parkettböden, die Stuckdecken und die alten Öfen bewundern.

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Das Wetter war anfangs besser als erwartet, und so beschloss ich kurzerhand durch den Schlosspark zu laufen. Wie üblich, keuchte der Hofstaat hinterher.

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Ihr könnt Euch denken, dass man dafür warm angezogen sein muss. So  trug ich ein Kleid aus schwerem grünen Samt, dazu ein Fuchspelzcape samt passenden Muff mit einem Gesamtgewicht von ca 15 kg!

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Na, erkennt Ihr dieses Kleid?

Romy Schneider trug es, als sie Graf Andrássy empfing.

 

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Der Kaiser kam uns auf halben Weg, im Park mit seinem Gefolge entgegen, und so setzten wir das letzte Stück gemeinsam fort.

16195666_1275893899137572_935301695687491031_nAm frühen Abend besuchten wir den Adventmarkt am Schlosshof und wurden von der Bevölkerung freudig begrüßt. Der Bürgermeister der Stadt lud uns zum gemeinsamen Abendessen ein und wir verbrachten einen lustigen ersten Abend im Laxenburgerhof.


Freitag

Husarentempel

Am Freitag bekamen wir durch Genehmigung der Stadt Mödling, die Möglichkeit zum Husarentempel zu fahren.

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Wer es vielleicht nicht weiß, Kronprinz Rudolf hielt sich dort häufig auf und versuchte ein Jahr zuvor dort einen Selbstmordversuch mit Mizzi Kasper, der zum Glück scheiterte. Mizzi wohnte zu dieser Zeit in Mödling.

Von der kleinen Anhöhe aus hat man eine wunderschöne Aussicht auf die Stadt.

Das Programm für diesen Tag war eine Kranzniederlegung an der Krypta.16142362_1275894879137474_5006810581010441498_n

16142880_1275894689137493_5877600126444224590_nSomit war klar, ein dunkles Kleid zu wählen. Ein dunkelgraues Kleid mit einfacher Schleppe, ein silbernes Pelzcape und der Mode entsprechend passendem Muff. Ein Kleid das aus der Zeit nach Rudolfs Tod stammte, denn für mich wird dieser Ort, den die Kaiserin nach dem Tod ihres Sohnes häufig aufsuchte, für immer mit ihm verbunden bleiben.

Nun möchte ich folgendes dazu sagen, auch wenn ich privat niemals echten Pelz tragen würde, so wäre es einfach historisch unpassend Kunstpelz zu verwenden. Auf Grund dessen fragte ich die liebe Verwandtschaft, stöberte auf Flohmärkten und fand dann wirklich 3 uralte Pelzmäntel.

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Als erstes einmal fragte ich mich, kann man sowas waschen? Nicht wirklich, also hing das ganze Zeug erstmals tagelang ihm Freien um den Duft der Mottenkugeln loszuwerden. Nebelige Herbsttage eignen sich übrigens hervorragend dafür. Danach zerlegte ich die guten Stücke mit Schere und Skalpell um daraus die passenden Schnittteile zu bekommen. Soweit so gut, aber wie näht man so etwas? Das werde ich Euch einmal extra erklären, da gibts ein paar gute Tricks, und schon wurde aus 50 Jahre alten Jacken, die sonst irgendwann im Müll gelandet wären, wärmende Kleidung der Kaiserin.

 


 

Am Abend erwartete uns der Bürgermeister von Mödling, Hans Hinter mit seiner reizenden Karin zum Abendessen.

Was trug man nun am Abend? Dem Anlass entsprechend natürlich kein Ballkleid, und doch wäre ein gewöhnliches Tageskleid zu schlicht gewesen. Und schon sind wir beim nächsten Kleid:

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Ein Dinnerkleid aus blaugrauer Seide mit Samt und Spitze besetzt, ein passendes Jäckchen und da ich nun wieder in die Zeit der Krinolinen wechselte, die ja meine persönliche Lieblingsmode ist, brauchte ich dazu ein langes Samtcape.

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Wie immer wenn die bayrische Verwandtschaft versammelt ist, wurde auch daraus ein lustiger Abend mit Mamili und meiner Néné, die extra aus München samt meinem Lieblingsschwager anreiste, um für den großen Ball am Samstag an meiner Seite zu sein.

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Nach einem langen und doch recht kalten Tag, fielen wir alle halbtot in die Betten.


SAMSTAG

Mayerling, Heiligenkreuz, Dragonerritt & Hofball

Der Samstag begann früh, Haare flechten, Schminken und anziehen, all das dauert meist so an die 2 1/2 Stunden. Von drei Kutschen abgeholt, starteten wir eine Fahrt durch die Altstadt, und nahmen an einer weiteren Messe in der Stadtpfarrkirche teil.

Da ich davon ausging, dass es in der offenen Kutsche noch kälter sein würde, entschied ich mich für einen schwarzen, pelzbesetzten Samtmantel und darunter ein Kleid aus schwarzem Samt. Das Gewicht davon überlasse ich Eurer Fantasie.

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Bis wir wieder zurück im Zimmer waren, war die Zeit so knapp, dass ich ohne die Hilfe meiner beiden guten Seelen Tami und Angela niemals rechtzeitig ins Trauerkleid gekommen wäre.


 

Kaum umgezogen saßen wir auch schon in den Bussen, die uns zum Friedhof von Heiligenkreuz brachten. Mit Erlaubnis des Stifts Heiligenkreuz machten wir auch am Grab von Mary Vetsera ein paar Bilder.

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Wir hielten eine kurze Andacht und zündeten eine Kerze an, so wie es Kaiserin Elisabeth nach dem Vorfall in Mayerling tat.


 

Im Leben der Kaiserin gab es viele Schicksalsschläge, einer davon, von dem sie sich wohl nie wieder erholte, war der Tod ihres Sohnes, deswegen entschied ich mich, nach Absprache mit meinem Hofstaat, dass wir alle in Hoftrauer in Mayerling erscheinen sollten.

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Das bedeutet, dass die gesamte Kleidung bis hin zum Schmuck tiefschwarz zu sein hat.

Ein Tournürenkleid mit langer, schwarzer Schleppe aus Duiponseide und Samt. Dazu passend ein Samtcape mit einem originalem Hut von 1890, einem ebenso alten Trauerschleier und einem schwarzen Pelzmuff aus demselben Jahr.

Da die Nonnen des heutigen Kloster ein Schweigegelübde abgelegt haben, wurden wir von einer älteren Dame empfangen und bekamen die Erlaubnis den ehemaligen Teepavillion des Kronprinzen zu besuchen. Wir gingen  über einen kleinen Weg aufwärts zur jetzigen Kapelle.

Die Schwestern die uns anlässlich meines Besuches zu einer Andacht einluden, erschienen hinter dem Gitter und ein Priester des Stift Heiligenkreuz zelebrierte die wohl einzigartigste Messe meines Lebens.

An der Seite des Kaisers kniete ich direkt vor dem Altar und lauschte Gedankenversunken der Andacht.

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Es folgte eine Besichtigung der jetzigen Ausstellung im Karmel Mayerling, die Ehrwürdige Mutter Priorin Regina verabschiedete uns persönlich und schon hieß es schnell, schnell wieder zurück, denn der nächste Programmpunkt stand bereits an.


 

Zurück im Zimmer hieß es raus aus dem Trauerkleid und rein in eines das wieder kutschentauglich war, obwohl die Stimmung ein wenig befangen war, auf Grund der Eindrücke, waren wir in absoluter Rekordzeit umgezogen, um wieder in die Kutsche zu steigen und am Adventritt der Dragoner teilzunehmen.

An diesem Kleid ist das besondere die typische Verziehrung der Ärmel, sowie die Posamentrie der Verschnürung, als Zeichen der Verbundenheit der Kaiserin zu ihren Ungarn! Denn wie schon am Vormittag wurden die Kutschen wieder von Husaren eskortiert.

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Und dann war es weit, zurück ins Zimmer, raus aus dem Winterkleid und fertig machen für den Ball.

Habt ihr je ein Korsett getragen? Dann könnt ihr (nicht) erahnen, wie es ist, es solches ohne Unterbrechung von morgens bis nach Mitternacht zu tragen.

Eines der vielen Dinge, die mich mit der Kaiserin verbinden, ist der Anspruch auf Perfektion, so kam meine liebe Ida wieder einmal zum Einsatz um nachzuschnüren und die gewünschte Taille zu erreichen.

Die Haare mussten von einer Frisur die unter einen Hut passte, neu geflochten und zur Ballfrisur gesteckt werden.

Ich stand mitten im Raum um geschnürt, geschminkt und frisiert zu werden, um dann zum Höhepunkt der letzten Tage zu kommen.

 

DEM BALLKLEID

 

Ein vielleicht für Euch unbekanntes Kleid, doch für mich war es eine Hommage an die Ungarn.

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Dieses Kleid war im Original ein Geschenk von Erzherzogin Sophie, angelehnt an die ungarische Volkstracht, erschien Kaiserin Elisabeth damit beim ersten Empfang der ungarischen Delegation.

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In einem Kleid aus dunkelblauem Samt und altrosa Seide, Tüllspitze, Perlen und der für Ungarn typisch bestickten Schürze erschien ich am Ball.

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Die anwesenden Husaren, die eigens aus Sopron angereist waren huldigten ihrer Königin, und der Herr Schwager unterhielt die anwesenden Damen.

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Nach einer durchtanzten Nacht und fast 20 Stunden „im Geschirr“ wie Elisabeth es nannte, war ich wahrlich am Ende.

 

Abschließend bleibt nur noch eines, wie mein „Gemahl“ sagen würde:

„Es war sehr schön, es hat uns sehr gefreut“

 

*Sisi*


Rechtliche Hinweise:
Bildrechte: Sisi, Christine Kupec
Textrechte: Sisi
Fotos mit ausdrücklicher Genehmigung und großem Dank an Stift Heiligenkreuz und Karmel Mayerling.