Archiv

Träume und Gedichte – Jänner 2018

Meine Hoffnung gibt dich nicht verlorn.
In meinen Träumen halt ich dich wach.
Dorthin kehr ich zu dir zurück
In jeder Nacht.

Und so werde ich hier auf dich warten,
Am äußersten Rande der Zeit.
Die Erinnerung hält mich gefangen
In einem Raum zwischen Hoffnung und Leid.
Ein Traum ohne Anfang und Ende ist alles was bleibt.

🌟Sisi🌟

Ein Traum ohne Anfang und Ende
Die Päpstin – Dennis Martin

Foto: sternenkaiserin.com – Marie


Der Tod steht schon am Orte,
Wo sich ein Leben regt.
Der Tod steht an der Pforte,
Wo man zu Grabe trägt.
Er geht im Leidgefolge
Ungesehen mit,
Wie er dabei gewesen
Im Leben Schritt für Schritt.
Zum König wie zum Bettler
Sagt er sein letztes Du
Und schließt mit stummen Händen
Die dunkle Pforte zu.
Und geht mit uns nachhause
Und ißt das Abendbrot
Und schweigt und weiß doch alles,
Der Herr der Welt, der Tod.

🌟Sisi🌟

Matthias Claudius
Vielen Dank an die Familie Habsburg Lothringen für die Einladung nach Schloss Wallsee

Foto: Prinz Barbara Fotografie mit Herz


„Siehst du Marie, die Südtiroler haben den Gackl genauso gern wie ich. Sie haben ihm sogar eine eigene Büste aufgestellt, nicht weil er ein Kaiser oder ein Kriegherr ist, nein.
Ganz allein weil er nicht müde wird den Menschen zu helfen und als Arzt von ihnen geschätzt und verehrt wird!“

🌟Sisi🌟

Foto: sternenkaiserin.com – Marie


Im Feuer zu verbrennen,
Ist eine schwere Pein,
Doch kann ich eine nennen,
Die schmerzlicher mag sein.

Die Pein ist’s, das Verderben,
Das Los, so manchem fällt:
Langsam dahinzusterben
im Froste dieser Welt…

🌟 Sisi 🌟

Justinus Kerner
Vielen Dank an Schloss Esterházy.

Foto: sternenkaiserin.com – Marie


n dir allein, an dir hab ich gesündigt
und übel oft vor dir getan;
du siehst die Schuld, die mir den Fluch verkündigt,
sieh, Gott auch meinen Jammer an!

Dir ist mein Flehn, mein Seufzen nicht verborgen,
und meine Tränen sind vor dir.
Ach Gott, mein Gott, wie lange soll ich sorgen?
Wie lang entferst du dich mir?

Herr, handle nicht mit mir nach meinem Sünden,
vergilt mir nicht nach meiner Schuld!
Ich suche dich, laß mich dein Antlitz finden,
du Gott der Langmut und Geduld!

Früh wollst du mich mit deiner Gnade füllen,
Gott, Vater der Barmherzigkeit!
Erfreue mich um deines Namens willen,
du bist ein Gott, der gern erfreut.

Laß deinen Weg mich wieder freudig wallen
und lehre mich dein heilig Recht,
mich täglich tun nach deinem Wohlgefallen;
du bist mein Gott, ich bin dein Knecht.

Herr, eile du, mein Schutz, mir beizustehen
und leite mich auf ebner Bahn!
Erhört mein Schrein, der Herr erhört mein Flehen
und nimmt sich meiner Seele an.

🌟Sisi🌟

Seelenheillied, Autor: Christian Fürchtegott Gellert (1715-1769)

Foto: sternenkaiserin.com – Marie


„Er nennt mich ‚mein Engel‘,
verehrt micht fast wie eine Heilige.
Sieht in mir seinen wertvollsten Besitz, ähnlich einer Figur aus Kristall – einem Engel aus Kristall.
Aus Ehrfurcht und Angst mich zu zerbrechen, ist er nicht fähig mir Näher zu kommen.

Doch bei all seiner Verehrung sieht er nicht, dass es genau diese Distanz war, die mich längst zerbrechen ließ….“

🌟Sisi🌟

Vielen Dank an Schloss Hof

Foto: sternenkaiserin.com – Marie


Wenn man Abschied nimmt
geht nach unbestimmt
mit dem Wind wie Blätter weh’n.
Singt man ein Abschiedslied
das sich um Fernweh dreht
um Horizonte Salz und Teer.

Wer seine Sachen packt
sucht wo er hin gehört

hat wie ein Zugvogel nicht nur ein Zuhause.
Man lässt vieles hier
Freund ich danke dir
für den Kuss den letzten Gruß.

Ich will weiter geh’n
keine Träne sehn
so ein Abschied ist lang noch kein Tod.

Niemals geht man so ganz
irgendwas von mir bleibt hier
es hat seinen Platz immer bei dir.

Wenn es auch noch so schmerzt
stutz die Flügel nicht
dem der in der Kälte keine Zukunft sieht.

Mach einem Vagabund doch das Herz nicht wund
flieg ein Stück mit auf seinem Weg.

Doch dann lass‘ mich los
sieh die Welt ist groß
ohne Freiheit bin ich fast schon wie tot. …

🌟Sisi🌟

Niemals geht man so ganz – Trude Herr

Foto: sternenkaiserin.com – Marie


„Denn die einzige Lösung wär der Wahnsinn
Und die einzige Rettung wär der Sturz
Es lockt mich der Abgrund
Ich möchte mich
Fallen lassen –
Warum schaudert mir vor dem Sprung?“

🌟Sisi🌟

Elisabeth – das Musical
Silvester Levay & Michael Kunze
Nichts, nichts, gar nichts.

Vielen Dank an die Familie Habsburg Lothringen für die Einladung nach Schloss Wallsee!

Foto: Prinz Barbara Fotografie mit Herz


Ich habe ein wunderbares Pferd, es hat die Leichtigkeit des Windes und des Feuers Hitze, aber wenn sein Reiter es besteigt, ist seine Sanftmut nichts als die Ruhe vor dem Ausbruch des Sturmes.

🌟Sisi🌟

William Shakespeare

Foto: sternenkaiserin.com – Sisi


Wo bist du hin? Noch eben warst du da –
Was wandtest du dich wieder abwärts, wehe,
nach jenem Leben, das ich nicht verstehe,
und warst mir jüngst doch noch so innig nah.

Ich soll hinab mit dir in deine Welt,
aus der die Schauer der Verwesung hauchen,
ins Reich des Todes soll ich mit dir tauchen,
das wie ein Leichnam fort und fort zerfällt?

Wohl gibt es meinesgleichen, eingeweiht
in eure fürchterlichen Daseinsstufen…
Doch ich bin’s nicht. Nur wie verworrnes Rufen
erschreckt das Wort mich Eurer Zeitlichkeit.

Laß mich mein Haupt verhüllen, bis du neu
mir wiederkehrst, so rein, wie ich dich liebe,
von nichts erfüllt als süßem Geistestriebe
und deinem Urbild wieder strahlend treu.

🌟Sisi🌟

Christian Morgenstern
Vielen Dank an Schloss Hof

Foto: sternenkaiserin.com – Marie


Ich ließ meinen Engel lange nicht los,
und er verarmte mir in den Armen,
und wurde klein, und ich wurde groß:
und auf einmal war ich das Erbarmen,
und er eine zitternde Bitte bloß.

Da hab ich ihm seine Himmel gegeben, –
und er ließ mir das Nahe, daraus er entschwand;
er lernte das Schweben, ich lernte das Leben,
und wir haben langsam einander erkannt …

Seit mich mein Engel nicht mehr bewacht,
kann er frei seine Flügel entfalten
und die Stille der Sterne durchspalten, –
denn er muss meiner einsamen Nacht
nicht mehr die ängstlichen Hände halten –
seit mich mein Engel nicht mehr bewacht.

🌟Sisi🌟

Rainer Maria Rilke
Vielen Dank an Schloss Hof.

Foto: sternenkaiserin.com – Marie


„Was denkst du Marie, sei ehrlich! Ob Rudolf mich irgendwann dafür hassen wird, dass ich ihn in Wien zurück gelassen habe um nicht selbst dort zu Grunde zu gehen?
Ob er eines Tages verstehen wird, dass ich keine andere Wahl hatte als zu gehen, weil ich es nicht mehr mit ansehen konnte?“

🌟Sisi🌟

Vielen Dank an unser Totzi ❤Wasserschloss Totzenbach

Foto: Prinz Barbara Fotografie mit Herz


„Guten Morgen Gräfin,
Wo ist der kleine Kronprinz? Ich wünsche meinen Sohn zu sehen!
Hören Sie, ich wünsche es!“

🌟Sisi🌟

Vielen Dank an das wunderschöne Schlosspark Laxenburg 🌹

Foto: Charlotte Schwarz|Fotogräfin 2017


Ich bin ein Sonntagskind, ein Kind der Sonne;
Die goldnen Strahlen wand sie mir zum Throne,
Mit ihrem Glanze flocht sie meine Krone,
In ihrem Lichte ist es, dass ich wohne,
Doch wenn sie je mir schwindet, muss ich sterben.

🌟Sisi🌟

Elisabeth von Österreich (@guttenberg.de)

Vielen Dank Graf Pilati für den zauberhaften Tag in Schloss Ruegers🌹

Foto: Prinz Barbara Fotografie mit Herz


„Nirgends bin ich mehr zu Hause,
Nirgendwo finde ich Ruhe,
würde ich wissen, ich müsste für immer dort bleiben,
würde mir selbst das Paradies zur Hölle werden….“

🌟Sisi🌟

Vielen Dank an den Majestic Train de Luxe.

Foto: sternenkaiserin.com – Marie


Du innig Rot,
Bis an den Tod
Soll meine Liebe Dir gleichen,
Soll nimmer bleichen,
Bis an den Tod,
Du glühend Rot,
Soll sie Dir gleichen.

🌟Sisi🌟

Karoline von Günderode
Vielen Dank an das Belvedere Museum & das Winterpalais Prinz Eugen.

Foto: Prinz Barbara Fotografie mit Herz


„Komm Marie, ich möchte sehen was sich hinter dieser Tür verbirgt!
Vielleicht finden wir ja alte Bücher oder etwas Ähnliches“

🌟Sisi🌟

Vielen Dank an Wasserschloss Totzenbach

Foto: Prinz Barbara Fotografie mit Herz


Lebe wohl! – du fühlest nicht,
was es heißt, dies Wort der Schmerzen,
mit getrostem Angesicht
sagest du’s und leichtem Herzen.
Lebe wohl! – Ach, tausendmal
hab‘ ich es mir vorgesprochen
und, in nimmersatter Qual,
mir das Herz damit zerbrochen!

🌟Sisi🌟

Eduard Mörike

Vielen Dank an den Majestic Train de Luxe

Foto: sternenkaiserin.com – Marie


Mi atyánk, aki a mennyekben vagy!

Szenteltessek meg a te neved.
Jöjjön el a te országod.
Legyen meg a te akaratod, mint a mennyben, úgy a földön is.
A mi mindennapi kenyerünket add nekünk ma,
és bocsássd meg a mi vétkeinket, miképpen mi is megbocsájtunk az ellenünk vétkezõknek,
és ne vigy minket kisertésbe,
de szabadits meg minket a gonosztól.

Mert tied az ország és a hatalom és a dicsõség mindörrökké.

Ámen.

🌟Sisi🌟

Vater unser – ungarisch
Vielen Dank an Trauttmansdorff – Die Gärten / I Giardini / The Gardens

Foto: sternenkaiserin.com – Marie


Sie haben heut abend Gesellschaft,
Und das Haus ist lichterfüllt.
Dort oben am hellen Fenster
Bewegt sich ein Schattenbild.

Du schaust mich nicht, im Dunkeln
Steh ich hier unten allein;
Noch wenger kannst du schauen
In mein dunkles Herz hinein.

Mein dunkles Herze liebt dich,
Es liebt dich und es bricht,
Und bricht und zuckt und verblutet,
Aber du siehst es nicht

🌟Sisi🌟

Heinrich Heine

Vielen Dank an die Oper Graz.

Foto: sternenkaiserin.com – Marie


„Siehst du mein Herzi,
Wie entzückend die kleinen Dinge am Christbaum sind?
Nicht mehr lange und das Christkind holt ihn wieder ab. Bis dahin werden wir ihn uns noch so oft ansehen, wie du möchtest“

🌟 Sisi 🌟

Herzlichen Dank an Wasserschloss Totzenbach

Foto: Prinz Barbara Fotografie mit Herz


Schwarze Röcke, seidne Strümpfe,
Weiße, höfliche Manschetten,
Sanfte Reden, Embrassieren –
Ach, wenn sie nur Herzen hätten!

Herzen in der Brust, und Liebe,
Warme Liebe in dem Herzen –
Ach, mich tötet ihr Gesinge
Von erlognen Liebesschmerzen.

Auf die Berge will ich steigen,
Wo die frommen Hütten stehen,
Wo die Brust sich frei erschließet,
Und die freien Lüfte wehen.

Auf die Berge will ich steigen,
Wo die dunkeln Tannen ragen,
Bäche rauschen, Vögel singen,
Und die stolzen Wolken jagen.

Lebet wohl, ihr glatten Säle,
Glatte Herren! Glatte Frauen!
Auf die Berge will ich steigen,
Lachend auf euch niederschauen.

🌟Sisi🌟

Heinrich Heine

Vielen Dank an Trauttmansdorff – Die Gärten / I Giardini / The Gardens ❤

Foto: sternenkaiserin.com – Marie


Die größte Krankheit der Seele – das ist die Kälte.

🌟Sisi🌟

Georges Benjamin Clemenceau

Vielen Dank an das Wasserschloss Totzenbach.

Foto: Prinz Barbara Fotografie mit Herz


Eines Tages wird man offiziell zugeben müssen,
daß das, was wir Wirklichkeit getauft haben,
eine noch größere Illusion ist als die Welt des Traumes.

🌟Sisi🌟

Salvatore Dali

Vielen Dank an die Wiener Börse

Foto: Charlotte Schwarz|Fotogräfin 2017


Wenn du den leichten Reigen führest,
Wenn du den Boden kaum berührest,
Hinschwebend in der Jugend Glanz:
In jedem Aug ist dann zu lesen,
Du seiest nicht ein irdisch Wesen,
Du seiest Äther, Seele ganz.

Mir aber grauet: wenn nach oben
Du würdest plötzlich nun enthoben,
Wie wärest, Seele, du bereit? –
Wohlan! der sich auf Blumen schaukelt,
Der Schmetterling, der ewig gaukelt,
Ist Sinnbild der Unsterblichkeit.

🌟Sisi🌟

Ludwig Uhland

Vielen Dank ans Winterpalais – Belvedere Museum

Foto: Prinz Barbara Fotografie mit Herz


Sanfte Ebb‘ und hohe Flut
tief im Mut,
wandr‘ ich so im Dunkel weiter,
steige mutig, singe heiter,
und die Welt erscheint mir gut.

Alles Reine
seh ich mild im Widerscheine,
nichts verworren
in des Tages Glut verdorren:
Froh umgeben, doch alleine.

🌟Sisi🌟

Friedrich von Schlegel
Vielen Dank an Schloss Wallsee – Familie Habsburg Lothringen

Foto: Prinz Barbara Fotografie mit Herz


„Komm Marie, wir wollen Wien hinter uns lassen. Ich kann nicht mehr lächeln nur damit der Kaiser glücklich ist.
Die Zeit, als ich wirklich lächeln konnte in seiner Gegenwart ist längst vorbei“

Sisi

Vielen Dank an den Majestic Train de Luxe und Schloss Hof 🌹

Foto: sternenkaiserin.com – Marie


Tag und Nacht
liegt Frost
in den Feldern
seit Wochen
kennt keiner
die Sonne mehr
die Vögel flohen
schon lange
nach Süden
auch ich
bin näher –
an Dunkel
und Tod

🌟Sisi🌟

Hans-Christoph Neuert

Vielen Dank an Renaissanceschloss Greillenstein.

Foto: Prinz Barbara Fotografie mit Herz


„Komm mein Herzi, wir wollen nachsehen, ob die Kinder vom Dorf einen Schneemann gebaut haben!“

🌟Sisi🌟

Vielen Dank an unser Märchenschloss Wasserschloss Totzenbach.

Foto: Prinz Barbara Fotografie mit Herz


Leben ist nur ein wandelnd Schattenbild;
Ein armer Komödiant, der spreizt und knirscht
Sein Stündchen auf der Bühn‘, und dann nicht mehr
Vernommen wird: ein Märchen ist’s, erzählt
Von einem Dummkopf, voller Klang und Wut,
Das nichts bedeutet.

🌟Sisi🌟

William Shakespeare – Macbeth

Vielen Dank an die Oper Graz für die umwerfende Vorstellung 😘

Foto: Prinz Barbara Fotografie mit Herz


O wunderbares, tiefes Schweigen,
Wie einsam ist’s noch auf der Welt!
Die Wälder nur sich leise neigen,
Als ging‘ der Herr durchs stille Feld.

Ich fühl mich recht wie neu geschaffen,
Wo ist die Sorge nun und Not?
Was mich noch gestern wollt erschlaffen,
Ich schäm mich des im Morgenrot.

Die Welt mit ihrem Gram und Glücke
Will ich, ein Pilger, frohbereit
Betreten nur wie eine Brücke
Zu dir, Herr, übern Strom der Zeit.

Und buhlt mein Lied, auf Weltgunst lauernd,
Um schnöden Sold der Eitelkeit:
Zerschlag mein Saitenspiel, und schauernd
Schweig ich vor dir in Ewigkeit.

🌟Sisi🌟

Joseph Karl Benedikt Freiherr von Eichendorff

Vielen Dank an das wundervolle Schloss Esterházy ⚘

Foto: sternenkaiserin.com – Marie


Aus mir braust finstre Tanzmusik,
Meine Seele kracht in tausend Stücken;
Der Teufel holt sich mein Mißgeschick,
Um es ans brandige Herz zu drücken.

Die Rosen fliegen mir aus dem Haar
Und mein Leben saust nach allen Seiten,
So tanz ich schon seit tausend Jahr,
Seit meiner ersten Ewigkeiten.

🌟Sisi🌟

Else Lasker-Schüler

Vielen Dank an das Winterpalais – Belvedere Museum für den Tanz ⚘

Foto: Prinz Barbara Fotografie mit Herz


„Marie sag dem Herrn Direktor, er soll sich doch ein bisserl Zeit nehmen und sich zu uns setzen. Wir wollen ihm doch gratulieren zu dem schönen Hotel!
Und dann hätt ich gern noch eine Tasse heiße Milch!“

Sisi

Vielen Dank an unser Hotel Kaiserhof Wien für die Einladung zum Frühstück.

Foto: sternenkaiserin.com – Marie


Kind aus der Dunkelheit,
Treibend durch Raum und Zeit,
Dein Weg ist einsam.
Lern, im Dunkeln ihn zu finden.

Wer schweigt und spricht mit Dir,
Wer teilt sein Licht mit Dir?
Dein Weg ist einsam.
Lern, an Dich allein zu glauben.

Von der Hand, die Deine berührt, darfst Du niemals träumen.
Dein Herz bleibt Dein, es schlägt für sich allein.
Drum tanz mit der Einsamkeit,
Kind aus der Dunkelheit.
Dein Weg ist einsam,
Lerne dabei, gerne allein zu sein.

Dein Weg ist einsam.
Lieb diesen Weg, leb diesen Weg allein

🌟Sisi🌟

Andrew Llyod Webber – Phantom der Oper

Vielen Dank an das wunderschöne Palmenhaus Schönbrunn 💗
Schloß Schönbrunn Österreichische Bundesgärten⚘

Foto: sternenkaiserin.com – Marie


Du geleitest mich durch’s Leben,
Sinnende Melancholie!
Mag mein Stern sich strahlend heben,
Mag er sinken – weichest nie!
Führst mich oft in Felsenklüfte,
Wo der Adler einsam haust,
Tannen starren in die Lüfte,
Und der Waldstrom donnernd braust.
Meiner Toten dann gedenk ich,
Wild hervor die Träne bricht
Und an deinen Busen senk‘ ich
Mein umnachtet Angesicht.

🌟Sisi🌟

Nikolaus Lenau

Vielen Dank an Schloss Hof und den Majestic Imperator Train de Luxe.

Foto: sternenkaiserin.com – Marie


Wenn du träumst, dann immer von der Heimat.
Du bist dort inmitten der Deinen,
Umgeben vom rhymtischen Gesang ihrer Stimmen.
In den dein Blut aus jeder Dunkelheit heraus einstimmen möchte.

Dann wachst du auf, und was du hörst,
Ist der Lärm deines Umfeldes
Einen Moment lang zuckt dein Körper zurück
Von der seltsamen Leere deines Da-Seins.

Die Dinge deiner Heimat
Starren dich an; hier fehl am Platze,
Bedeuten sie nur Einsamkeit.

Langsam wird sich dir eine neue Welt eröffnen.
Deines Herzens Augen werden,
Von dieser Wüsten-Zeit geläutert,
Frei sein,
Das neue Leben,
Dem du so viel geopfert,
Zu sehen und zu feiern.

~ Marie ~

Auszug aus dem irischen Segensspruch „Für einen Menschen in der Ferne“
Textänderung: 2. Absatz statt „Lärm deines Umfeldes“ heißt es Original „Verkehrslärm eines anderen Landes“
John O‘ Donohue, Benedictus
S. 130 – 132
Pattloch, 2007, 1. Ausgabe

♥️lichen Dank Touriseum Schloss Trauttmansdorff für die Einladung ♥️

Foto: sternenkaiserin.com – Marie


„Zieh fester Annerl!
Ich wünsche, dass es perfekt aussieht, also zieh!

Wenn Du nur ein bisschen mehr Ahnung von solchen Dingen hättest, würdest du wissen, dass die größte Waffe einer Frau ihre Schönheit ist!

Und jetzt trödel nicht, geh lauf, hol mein Kleid!“

🌟Sisi🌟

Vielen Dank an mein braves „Annerl“

Foto: sternenkaiserin.com – Marie


„Komm her Marie, du musst die kandierten Veilchen versuchen. Sie sind einfach eine Sünde wert!

Herr Oliver, lass‘ er mir wieder einen Vorrat schicken, ich möcht’s mitnehmen wenn wir verreisen.“

🌟 Sisi 🌟

Vielen Dank an die Zuckerzauberkünstler des K. u K. Hofzuckerbäcker DEMEL für diesen sündhaften Nachmittag. 😘

Foto: Charlotte Schwarz|Fotogräfin 2017


„Majestät, haben Sie schon von den Impressionisten Claude Monet gehört? Darf ich mir erlauben zu sagen, dass Sie aussehen, als ob Sie dem Gemälde entstiegen wären. Ich bin Ihnen ergeben und danke Ihnen, bei Ihnen sein zu dürfen.“

~ Marie ~

🌹♥️lichen Dank dem wunderschönen Schloss Ruegers für die Einladung ♥️🌹.

Foto: sternenkaiserin.com – Marie


„Komm Marie, beeil‘ dich! Bei Sonnenaufgang möchte ich los gehen, du weißt doch, dass das die schönste Zeit am Berg ist! Also beeil dich!“

🌟 Sisi 🌟

Vielen Dank an das Restaurant Onkel Taa – Bad Egart für die ausgezeichnete Bewirtung 😘

Foto: sternenkaiserin.com – Marie


„Lass uns gehen Marie, ich habe genug für heute.
Mir ist nicht nach tanzen zu Mute!
Der Rittmeister möge es seiner Majestät mitteilen!“

🌟Sisi🌟

Vielen Dank an das wundervolle Palais Ferstl ⚘

Foto: Charlotte Schwarz|Fotogräfin 2017


Durch die Lüfte möcht‘ ich fliegen,
frei von Kummer, Sorgen, Leid,
alles Wolkengrau besiegen,
Sonne seh´n statt Traurigkeit.

Vogelgleich mich aufwärts schwingen,
immer höher sonnenwärts;
denn dort oben mag’s gelingen,
zu vergessen all den Schmerz.

Wie ein Vogel frei sein, schweben,
bleibt ein Traum für immer bloß:
Flügel sind uns nicht gegeben;
laufen ist der Menschheit Los.

🌟Sisi🌟

Autor unbekannt

Vielen Dank an Schloß Schönbrunn für die Einladung ⚘

Foto: sternenkaiserin.com – Marie


Morgenglanz der Ewigkeit,
Licht vom unerschaffnen Lichte,
schick uns diese Morgenzeit
deine Strahlen zu Gesichte
und vertreib durch deine Macht
unsre Nacht.
Gib, dass deiner Liebe Glut
unsre kalten Werke töte,
und erweck uns Herz und Mut
bei erstand’ner Morgenröte,
dass wir, eh wir gar vergehn,
recht aufstehn.

🌟Sisi🌟
Christian Knorr von Rosenroth

Vielen Dank an das Touriseum Schloss Trauttmansdorff & Trauttmansdorff – Die Gärten / I Giardini / The Gardens ⚘

Foto: sternenkaiserin.com – Marie


„Komm Marie, wir wollen Graf Batthyany nicht warten lassen. Du weißt, ich hasse Unpünktlichkeit.“

„Ich bin direkt hinter Ihnen, Majestät.“

~ Marie ~

Foto: sternenkaiserin.com – Marie


Oben, wo die Sterne glühen,
Müssen uns die Freuden blühen,
Die uns unten sind versagt;
In des Todes kalten Armen
Kann das Leben erst erwarmen,
Und das Licht der Nacht enttagt.

🌟Sisi🌟

Heinrich Heine

Vielen Dank an die wunderschöne Oper Graz ⚘

Foto: Prinz Barbara Fotografie mit Herz


„Majestät, der Hoffotograph hat die Weihnachtsbilder vorbeibringen lassen. Dieses möchte ich Ihnen ganz besonders ans Herz legen. Valérie ist bezaubernd.“

~ Marie ~

🌹♥️lichen Dank an Schloss Totzenbach für diesen Weihnachtstraum. ♥️🌹

Foto: Prinz Barbara Fotografie mit Herz


Solche Bücher läßt du drucken!
Teurer Freund, du bist verloren!
Willst du Geld und Ehre haben,
Mußt du dich gehörig ducken.

Nimmer hätt ich dir geraten,
So zu sprechen vor dem Volke,
So zu sprechen von den Pfaffen
Und von hohen Potentaten!

Teurer Freund, du bist verloren!
Fürsten haben lange Arme,
Pfaffen haben lange Zungen,
Und das Volk hat lange Ohren!

🌟Sisi🌟

Heinrich Heine
Vielen Dank dem Palmenhaus Schönbrunn; Schloß Schönbrunn; Bundesgärten Wien_Schönbrunn/Park Bundesgärten_Wien

Foto: sternenkaiserin.com – Marie


„Marie ich wünsche, dass man meine Termine absagt, ich fühle mich nicht wohl!“

„Aber Majestät, seine Majestät der Kaiser gibt doch heute einen Empfang für seine Regimenter?“

„Das ist mir gleichgültig Marie, dass Militär ist Sache des Kaisers, und jetzt geh und lass nach Dr Seeburger schicken!“

🌟 Sisi🌟

Foto: sternenkaiserin.com – Marie


„Ein neuer Papagei, wie schön er doch ist!
Die Tante Elisabeth lässt mir immer noch jedes Jahr zum Geburtstag ein Geschenk aus Preussen schicken!
Ich hoffe, sie freut sich auch ein bisserl über die Süßigkeiten vom Demel!
Du hast doch meine Bestellung aufgegeben, nicht wahr Marie?“

🌟Sisi🌟

Vielen Dank an unser zauberhaftes Palmenhaus 😘
Schloß Schönbrunn & Bundesgärten_Wien

Foto: sternenkaiserin.com – Marie


„Das liebste an Wien ist mir das Palmenhaus, es hat so gar nichts mit der Stadt zu tun. Schließ deine Augen Marie und sag mir wo wir sind.
Wenn du es nur lange genug versuchst kannst du das Rauschen des Meeres hören wie ich“

🌟Sisi🌟

Herzlichen Dank an das Palmenhaus Schönbrunn, Schloß Schönbrunn & die Bundesgärten_Wien

Foto: sternenkaiserin.com – Marie


Zwischen dem Alten,
Zwischen dem Neuen
Hier uns zu freuen
Schenkt uns das Glück,
Und das Vergangne
Heißt mit Vertrauen
Vorwärts zu schauen,
Schauen zurück.

Stunden der Plage,
Leider, sie scheiden
Treue von Leiden,
Liebe von Lust;
Bessere Tage
Sammeln uns wieder,
Heitere Lieder
Stärken die Brust.

Leiden und Freuden,
Jener verschwundnen,
Sind die Verbundnen
Fröhlich gedenk.
O des Geschickes
Seltsamer Windung!
Alte Verbindung,
Neues Geschenk!

Dankt es dem regen
Wogenden Glücke,
Dankt dem Geschicke
Männiglich Gut!
Freut euch des Wechsels
Heiterer Triebe,
Offener Liebe,
Heimlicher Glut!

Andere schauen
Deckende Falten
Über dem Alten
Traurig und scheu;
Aber uns leuchtet
Freundliche Treue;
Sehet, das Neue
Findet uns neu.

So wie im Tanze
Bald sich verschwindet,
Wieder sich findet
Liebendes Paar;
So durch des Lebens
Wirrende Beugung
Führe die Neigung
Uns in das Jahr.

🌟Sisi🌟

Johann Wolfgang Goethe
Vielen Dank an Trauttmansdorff – Die Gärten / I Giardini / The Gardens und das Touriseum Schloss Trauttmansdorff

Foto: sternenkaiserin.com – Marie


Alle Menschen, welche leben,
Alle, wie sie sich auch geben,
Tragen Masken bis zum Grab;
Nur in tollen Faschingstagen,
Wenn sie Narrenmasken tragen,
Da nur fällt die Maske ab.

🌟Sisi🌟

Unbekannt

Quelle: Aus den Fliegenden Blättern, ersch. 1845-1928 bei Braun & Schneider, München.
Vielen Dank an Belvedere Museum und das Winterpalais Prinz Eugen.

Foto: Prinz Barbara Fotografie mit Herz


Hoffnung auf Hoffnung geht zu Scheiter,
Aber das Herz hofft immer weiter,
Wie sich Wog‘ über Woge bricht,
Aber das Meer erschöpft sich nicht.
Dass die Wogen sich senken und heben,
Das ist eben des Meeres Leben,
Und dass es hoffe von Tag zu Tag,
Das ist des Herzens Wellenschlag.

🌟Sisi🌟

Friedrich Rückert 1788-1866, deutscher Dichter
Vielen Dank an die wunderschöne Oper Graz

Foto: sternenkaiserin.com – Marie


Kaiser Franz Joseph und die Frauen (Teil 5)

Kaiser Franz Joseph, 1848, Foto: billerantik.at

Karlheinz Böhm als Kaiser Franz Joseph. Wer verehrt ihn nicht? In den Sissi-Filmen mit Romy Schneider ein herzensguter liebenswürdiger Mensch, der seine Frau verehrt und mit der Situation rund um Sissi und Erzherzogin Sophie überfordert ist. Sein Schauspiel hat zum Bild des realen Kaisers Franz Joseph viel beigetragen.

Leider ist auch hier vieles verklärt und die Sissi-Geschichte im Film ist so ganz anders, als die harte brutale Realität. Eine Realität, der ich hier auf die Sprünge helfen möchte. Ich zeige in meinem 5. Teil das Bild eines so ganz anderen Kaisers. Ein Kaiser, der ständig fremd ging und mehr oder weniger zahllose uneheliche Kinder gezeugt haben soll.

Zuerst aber noch ein kleines Vorwort von mir: Es gibt in der Literatur zahlreiche Gerüchte, die nicht belegt sind. Auch von Buchautoren. Ich habe mich für diesen Artikel in die gesamte Literatur – auch in die unbelegte – eingelesen. Es bleibt immer dem Leser selbst vorbehalten, was er glauben will oder mag. In diesem Sinne, beginnen wir nun von vorne:

Königin Elisabeth von Preußen, Foto: Wikimedia/Commons

Schon im zarten Alter von 14 Jahren verschaute sich Erzherzog Franz Joseph sehr unstandesgemäß in eine Hofdame seiner Tante Königin Elisabeth Ludovika, genannt „Elise“, von Preußen (*13.11.1801, †14.12.1873).

Bertha von Marwitz (*30.7.1817, †5.4.1879) hatte es dem jungen „Franzi“ angetan. Sophie schreibt besorgt in ihr Tagebuch: „Franzi ist in zarter Art und Weise mit Fräulein von Marwitz beschäftigt. Es ist das erste Mal, daß solch ein Gefühl in ihm erwacht. Ich kann den Eindruck nicht genügend beschreiben, den mir das gemacht hat. Dieser Bub, den ich noch für ein Kind hielt, geht plötzlich, ohne daß ich es merke, zu den Neigungen und den Gefühlen eines jungen Mannes über. Das ließ mich eine vage Unruhe wie eine peinliche Sensation empfinden und es scheint mir, als gehöre er mir nicht mehr so wie früher.“ (1)

Kaiser Franz Joseph war kein unbescholtenes Blatt mehr, als er seine Sisi das erste Mal näher betrachtete und sich entschied sie zu heiraten.

Rund um die Erzherzöge gab es „hygienische Damen“, welche extra ausgesucht wurden, um den jungen Männern die „Liebe zu lehren“. Graf Grünne übernahm die Auswahl für Franz Joseph, selbstverständlich nicht ohne Erzherzogin Sophie miteinzubeziehen. Hygienische Damen waren am Wiener Hof sehr angesehen. Diese Damen waren zwar (meist) nicht aus dem Adel, aber gesunde Witwen, mit einer animalischen Konstitution, die den Herren die Dinge beibrachten, die sie wissen sollten, um mit einer Ehefrau die erhofften Thronfolger zu zeugen. Bei Franz Joseph war es eine reife, üppige Dame aus Krems.

König Friedrich Wilhelm IV von Preußen Foto: Wikimedia/Commons

Eine brisante Äffäre hatte Kaiser Franz Joseph wohl 1848 mit Elisabeth Gräfin von Ugarte (*14.5.1822, †26.8.1896) welche bereits verheiratet war. Franz Joseph zu dem Zeitpunkt 18 Jahre alt, verliebt sich während einem Faschingsball in jene Gräfin. Der Hof tuschelte enorm, als Franz Joseph ihr auf den folgenden Hofbällen sämtliche Tänze schenkte und sogar zweimal den Kotillon mit ihr tanzte. Sie berichtet einer Freundin: „…..da ich jedes Mal mit unserem deliziösen Kaiser tanze. Schon zweimal tanzten wir den Kotillon zusammen, was, wie Du Dir denken kannst, großes Aufsehen erregte und ma petite vanité doch etwas schmeichelte.  Ich bin, so wie alle, entzückt von unserem allerliebsten Monarchen, der alles, was man sich Gutes, Edles denken kann, in sich vereinigt.“ (2)

Hofdame Sophie Scharnhorst notierte: „Der Kaiser tanzte mit Ausnahme der Polka und Mazurka alles, engagierte seine Damen selbst mit der ihm angeborenen Courtoisie und machte jedesmal eine Glücklich. Zu diesen gehörte unsere kleine Ugarte, die er zur Kotillon-Tänzerin wählte. Sie strahlte vor Entzücken und ihr Gemahl war um sie beschäftigt wie die Henne mit den Kücheln.“ (3)

Als Franz Joseph besagte Gräfin auch noch „allein“ in die Hofburg einlud, war Erzherzogin Sophie einer Herzattacke nahe. Sie zitierte die junge, um 8 Jahre ältere Gräfin zu sich und legte ihr nahe Wien für immer zu verlassen. Gräfin Ugarte ist seitdem auch in der weiteren Literatur nirgends mehr zu finden.

In Olmütz, während der Revolution (1848), soll angeblich eine junge Dame der Grund gewesen sein, warum sich Franz Joseph immer gerne an diese Zeit im Exil zurückerinnerte. Näheres konnte ich auch mit besten Absichten nicht herausfinden.

Sophie hatte ab 1852 ernste Absichten ihren jungen Sohn, Kaiser von Österreich, standesgemäß und mit der besten Partie die sie finden konnte, zu verehelichen. Gefühle waren ihr dabei egal.

Prinzessin Anna von Preußen, Winterhalter 1858, Foto: Wikimedia/Commons

Sie ließ Kaiser Franz Joseph unter dem Aspekt „einer politischen Reise“ zu Tante Elise nach Berlin fahren. Wie bereits erwähnt, war Elisabeth eine Schwester von Erzherzogin Sophie und Herzogin Ludovika; somit die Tante von Kaiser Franz Joseph und der noch kleinen Sisi. Sie wurde mit Friedrich Wilhelm IV, König von Preußen (*15.10.1795, †2.1.1861) verheiratet; die Ehe blieb kinderlos. Kaiser Franz Joseph verliebte sich dort in die Nichte von König Friedrich, Prinzessin Marie Anna Friedericke von Preußen (*17.5.1836, †12.6.1918), welche aber bereits mit Prinz Friedrich Wilhelm (*26.11.1820, †14.10.1884) verlobt war.

Prinz Wilhelm I, Foto: Wikimedia/Commons

So sehr sich Elise bemühte, den König und die preußische Regierung zu einem Bündnis mit Österreich durch Heirat, umzustimmen, sie scheiterte kläglich. Sophie schrieb ihrer Schwester einen herzzerreißenden Brief: „… ob es keine Hoffnung gibt, daß diese traurige Heirat, die man dieser reizenden Anna auferlegt und keinerlei Aussicht auf Glück für sie übrigläßt, vermeiden könnte. … das Glück, das sich wie ein flüchtiger Traum gezeigt hat und sein junges Herz – hélas – viel stärker und viel tiefer beeindruckt hat, als ich es zunächst glaubte….Du kennst ihn genug, daß man seinem Geschmack nicht so leicht entsprechen kann und ihm nicht die nächste beste genügt, daß er das Wesen lieben können muß, die seine Gefährtin werden soll …. Allen diesen Bedingungen scheint Eure liebe Kleine zu entsprechen….“ (3a) 

Es half alles nichts, Elise brachte die Hochzeitspläne im Haus nicht durch. Prinz Wilhelm, späterer Kaiser Wilhelm I (*22.3.1797, †9.3.1888) meinte zur Absage sogar: „Wir Preußen beglückwünschen uns, daß Österreich seine Unterwerfung in unserer Hauptstadt bezeugt hat, ohne daß wir nur einen Fußbreit politischen Boden preisgegebenen haben.“ (4)

Erzherzogin Elisabeth, Foto: Wikimedia/Commons

Erzherzog Karl Ferdinand, Foto: Wikimedia/Commons

Wirklich ernste Absichten hatte Kaiser Franz Joseph 1854 das erste Mal mit Erzherzogin Elisabeth Franziska Maria von Österreich-Este (*17.1.1831, †14.2.1903), der ungarischen Linie der Familie Habsburg. Doch Erzherzogin Sophie passte diese Verbindung überhaupt nicht, da sie mit den Ungarn nichts mehr zu tun haben wollte. Elisabeths (Halb) Bruder Erzherzog Stephan Franz Viktor von Österreich (*14.9.1817, †19.2.1867), Palatin von Ungarn, hatte sich während der 48er Revolution auf die Seite der Ungarn gestellt und wurde deshalb aus der Monarchie verbannt. Um Elisabeth und Franz Joseph nicht noch weiter auf dumme Gedanken zu bringen, verheiratete sie die junge Witwe kurzer Hand mit Erzherzog Karl Ferdinand von Österreich (*29.7.1818, †20.11.1874).

Was Sophie zu jener Zeit nicht ahnen konnte, aber mir im nachhinein ein kleines Lächeln auf die Lippen zaubert, ist die Tatsache, dass die Ehe mit Karl sehr glücklich wurde. Das Paar bekam 6 Kinder, u.a. jenen Erzherzog (Friedrich Maria) Albrecht (*4.6.1856, †30.12.1936), der später einmal Erzherzog Franz Ferdinand unverhofft zu seinem Glück verhelfen sollte. Erzherzog Albrecht heiratete Prinzessin Isabella Hedwig Franziska Natalia von Croy-Dülmen (*27.2.1856, †5.9.1931) die jene Hofdame beschäftigte, die als Sophie Gräfin von Chotek oder später Fürstin Sophie von Hohenberg in die Weltgeschichte eingehen sollte. Die Geschichte zu Erzherzog Franz Ferdinand und Fürstin Sophie von Hohenberg können Sie hier nachlesen. Aber ich schweife ab…

Erzherzog Stephan, Foto: Wikimedia/Commons

Wilde Spekulationen gibt es bis heute auch rund um das Libényi-Attentat (mein Beitrag kann hier nachgelesen werden). Angeblich hat Kaiser Franz Joseph in seinen jungen Jahren die Nähe der „Tänzerin“ Margit Libényi gesucht, weshalb es überhaupt zum Attentat(sversuch) kam. Margit Libényi soll die Schwester von Janos Libényi gewesen sein. Jenen Schneidergesellen, der den Attentatsversuch unternommen hat. Also ein Racheakt.

Die abstruse Geschichte, möchte ich euch im gesamten wiedergeben: „Monate vor dem Attentat war Kaiser Franz Joseph während eines Praterbesuches ein Mädchen aufgefallen, das vor einer Schaubude stand und die neugierigen Blicke des Monarchen heftig erwiderte. Um ihn noch mehr für sich zu interessieren, brachte es ihm eine temperamentvolle Csardars-Einlage dar. Der Kaiser ließ Erkundigungen über das Mädchen einholen und erfuhr, daß es eine Nichte des Budenbesitzerin, einer gewissen Frau Danzinger, war, Margit Libényi hieß und aus dem ungarischen Dorf Czakvar stammte. Im Laufe einer folgenden Bekanntschaft soll ihr Kaiser Franz Joseph auch eine Ausbildung als Tänzerin bezahlt haben.

Zu jener Zeit hatte einer der Brüder Kaiser Franz Josephs, Erzherzog (Ferdinand) Maximilian, der spätere Kaiser von Mexiko, das Libretto zu einer Oper verfaßt, deren Aufführung der Kaiser aber zu verhindern wußte. Angeblich hätte nun Erzherzog Max Kontakt zu dieser Tänzerin aufgenommen, ihr eine glanzvolle Tanzrolle in der Oper zugesagt für den Fall, daß es ihr gelänge den Kaiser umzustimmen. Es kam dann tatsächlich zur Aufführung des Werkes, die Künstlerin erntete mit ihrer Darstellung großen Beifall und wurde am Tag nach der Premiere zum Mitglied des kaiserlichen Balletts ernannt. Sie nahm einen Künstlernamen an und tanzte fortan unter dem Pseudonym Mizzi Langer.

Der Ruf der Ungarin als Kaiserliebchen war bis in ihr Heimatdorf gedrungen und soll dort viel Aufruhr unter der Bevölkerung verursacht haben. Die Bitten ihres Bruders, János Libényi, sie möge sich vom Kaiser lossagen, blieben unbeantwortet, und so faßte der „Entehrte“ den Entschluß, die Schuld der Schwester durch ein Attentat auf den Kaiser zu sühnen.

Der weitere Verlauf ist bekannt: …

Beim folgenden Polizei-Verhör soll Libényi den wahren Grund des Attentats zugegeben haben.

Der Kaiser trennte sich in der Folge von der Tänzerin, nachdem er sie und ihre Mutter großzügig abgefunden hatte. Er bestand sogar darauf, den Attentäter zu begnadigen, was die Mitglieder der Regierung mit der Drohung ihres sofortigen Rücktritts verhinderten. Libényi wurde am Morgen des 26. Februar 1853 bei der Spinnerin hinter dem Galgen in der Erde verscharrt. (5)

Foto: amazon.de

Leider nennt die Autorin Gabriele Praschl-Bichler keinerlei Quellen, so dass dieser Text wirklich nicht ernst genommen werden kann.

Gisi Gruber, eine Romanautorin aus den 50er Jahren hat sich dem Thema mit einem Liebesroman angenommen. Vermag man den obigen kitschigen Text zu lesen, möchte man nun wirklich nicht mehr wissen, was Gisi Gruber aus dieser erfundenen Geschichte gemacht hat. Wer es trotzdem wagen möchte: das Buch ist antiquarisch noch erhältlich. 

Ubald Tartaruga (Edmund Otto Ehrenfreund), Foto: wien.gv.at

1922 (also 69 (!) Jahre danach) kam erstmals die These der Liebschaft mit Margit Libényi bzw. Mizzi Langer durch den ungarischen Autor Gyula Kemény auf den Tisch. Auch Oberpolizeirat und Kriminalschriftsteller Ubald Tartaruga (mit bürgerlichem Namen Edmund Otto Ehrenfreund) (*12.2.1875, †21.11.1941), wollte an kein politisches Attentat glauben. Sämtliche namhafte Historiker sind sich jedoch einig, dass dies Hirngespinste waren, die sich ein paar Leute „ausgedacht“ haben; dennoch geistert der Name Mizzi Langer immer noch durch die Literatur.

Paul Freiherr Gautsch von Frankenthum, Foto: Wikimedia/Commons

Der erste uneheliche Sohn von Kaiser Franz Joseph soll Paul Gautsch Freiherr von Frankenthum (*26.2.1851, †20.4.1918) gewesen sein, welcher nach dem Jusstudium ins Unterrichtsministerium wechselte und 1879 Unterrichtsminister wurde. Diesen Posten behielt er ungewöhnlich lange, nämlich bis 1893. Zusätzlich wurde er von Kaiser Franz Joseph zum Direktor und Kurator der Theresianischen Akadamie ernannt. 1895 ernannte ihn der Kaiser zum Herrenhausmitglied. 1895 – 1897 wurde er nochmal Unterrichtsminister. 1899 – 1904 wurde er Präsident des Obersten Rechnungshofes. Gautsch galt als „besonderer“ Vertrauensmann für Kaiser Franz Joseph. (5a)

Wer die Mutter dieses Freiherren gewesen sein soll, das bleibt uns Autorin Gabriele Praschl-Bichler leider (wieder einmal) schuldig. 

Helene Baltazzi, verh. Vetsera, Foto: Wikimedia/Commons

Auch mit Helene Baltazzi, besser bekannt als Helene Vetsera (*1847, †1.2.1925) soll Franz Joseph ein Techtelmechtel gehabt haben. Dies behauptet zumindest Autorin Gabriele Praschl-Bichler. Der Kaiser war 20 Jahre alt und seit 2 Jahren Kaiser. Nach dem Ende des Techtelmechtels, soll Helene eine Abfertigung von 3 Millionen Kronen erhalten haben. (5b)

Sehr großzügig für einen so sparsamen Menschen wie Kaiser Franz Joseph es war. Noch dazu als junger Kaiser, wo er auf die Gunst seines Onkels Ferdinand (*19.4.1793) angewiesen war; denn auch wenn dieser kein Kaiser mehr war, das ganze Geld und das gesamte Vermögen verwaltete dieser bis zu seinem Tod. Erst dann beerbte ihn Kaiser Franz Joseph in allen Belangen. Und Ferdinand starb erst im Jahre (29.6.) 1875. Ob also Erzherzogin Sophie bereit gewesen ist, einer Gespielin von ihrem Sohn so viel Geld auszuzahlen, ist mehr als fraglich. Naja, bilden Sie sich bitte ihr eigenes Urteil.

Nichtsdestotrotz wäre es insofern makaber gewesen, weil Helene auch mit dem blutjungen Kronprinz Rudolf „verkehrte“. Dieser nahm sich später mit der Tochter von Helene, Mary Vetsera (*19.3.1871, †30.1.1889) das Leben. Die Stilblüte, dass Kronprinz Rudolf sich absichtlich mit Mary das Leben nahm, weil sie seine Tochter gewesen sein soll, nimmt hier wieder ganz neue Ausmaße an. Aber ganz ehrlich: Glauben Sie das wirklich? 

Nach den ganzen Affären und Liebschaften, war es nun also an der Zeit zu heiraten und Sophie suchte fieberhaft nach einer neuen und geeigneten Kanditatin, die sie in Dresden zu finden glaubte.

Prinzessin Sidonie von Sachsen, Foto: Wikimedia/Commons

Prinzessin Maria Sidonie Ludovica (*16.8.1834, †1.3.1862) war die Auserwählte. Sie hatte Pech mit ihren Verehrern, die beinahe alle aus falscher Zugehörigkeit der Religion oder politischen Machtspielen, abgelehnt wurden. Auch Kaiser Franz Joseph wollte Sidonie nicht zur Frau. Der banale Grund: sie gefiele ihm nicht. Das Schicksal meinte es nicht gut mit ihr.  Sidonie starb 27jährig unverheiratet an Typhus.

Sophie sah sich schlussendlich in ihrer eigenen Verwandtschaft nach jungen heiratsfähigen Prinzessinnen um. Das Ergebnis ist bekannt. Die beiden großen Berichte können hier  (Verlobung) und hier (Hochzeit) nachgelesen werden.

Die Ehe zwischen den beiden nehme ich in meinem 6. Beitrag über Kaiser Franz Joseph unter die Lupe, weshalb wir dieses Kapitel nun überspringen.

Kaiserin Elisabeth, Foto: dorotheum.com

Was genau der Auslöser 1859 für die sehr überstürzte Abfahrt von Kaiserin Elisabeth nach Madeira war, ist bis heute ungeklärt. Viele Gerüchte und Legenden ranken sich um diesen plötzlichen Aufbruch. Die einen Biografen schreiben, es sei eine Lungenkrankheit gewesen – was aber nicht erklären würde, warum Elisabeth auf der Überfahrt schon ziemlich munter wirkte -, die anderen behaupten, die Krankheit hätte etwas mit einer Geschlechtskrankheit zu tun gehabt, da Kaiser Franz Joseph weiterhin fremdging und keine Rücksicht auf seine zartbesaitete junge Frau nahm. Auch mit ihr selbst soll er nicht zimperlich umgesprungen sein.

Was auch immer der Grund war, ab diesem Zeitpunkt wurde Elisabeth „erwachsen“ und entzog sich ihrem Mann immer mehr, so dass immer neue „Bekanntschaften“ seinen Weg kreuzten.

1863 traf er zum ersten Mal, auf Theresia „Reserl“ Pointinger (*8.4.1846 – 1928).  Was folgte, war eine fast 10jährige Liaison, aus der angeblich 4 Kinder entstammen sollen.

Theresia Pointinger, Foto: Hubert Pointinger

Kaiser Franz Joseph weilte in Mondsee mit seinem Freund Otto Fürst von Wrede (*8.1.1797, †10.10.1871), um zu jagen. Der elterliche Hof auf dem Theresia lebte, war seit langem schon ein beliebter Gutshof für adelige Gäste. So war es nicht verwunderlich, dass er 1863 am Grauwitzgut auf die damals noch 17jährige aufmerksam wurde. Das eng geschnürte Mieder, ließ im Dirndl mehr erahnen, als der 17jährigen wahrscheinlich Recht gewesen wäre. Er war zu diesem Zeitpunkt ein Mann von 30 Jahren. Doch erst im Juli 1869 kam es zur schicksalhaften Begegnung. Reserl hatte sich bereits als 17jährige unsterblich in den Kaiser verliebt und träumte nachts sehnsüchtig von ihm. Als er dann tatsächlich im Juli 1869 auf der einsamen Eisenauer-Alm (im Sommer arbeitete sie auf der elterlichen Alm als Sennerin) erschien, erkannte sie ihn zunächst nicht. Als sie sich von dem Schock erholte, bat sie ihn in die spärlich eingerichtete Hütte. Der Jägersmann, der tatsächlich Kaiser Franz Joseph war, setzte sich artig neben sie und legte seine Hand in ihre: „Wie in Trance legt Reserl ihre zierliche Hand in die Hand des Kaisers, und als sie kurz darauf die warmen Lippen Franz Josephs auf ihrer Haut und ihren geöffneten Lippen spürt, ist ihre Leidenschaft, die sie jahrelang nur für ihn zurückgehalten hat, voll entbrannt.“ (6)

Ein zärtlicher und gefühlsbetonter Liebhaber soll er gewesen sein, der Franzl. Meint zumindest Theresia Pointinger, bzw. ihr Biograph Hubert Pointinger; denn Aufzeichnungen von Theresia gibt es keine. Das ganze ist eine Nacherzählung, einer Nacherzählung, einer Nacherzählung. Anna Nahowski sah das ganz anders. Aber ich greife etwas vor.

4 Kinder sollen der Affäre entsprungen sein:

Anton Pointinger, Foto: Hubert Pointinger

 

Franziska Pointinger, Foto: Hubert Pointinger

Matthias Pointinger, Foto: Hubert Pointinger

Wilhelmine Buchwald, Foto: Hubert Pointinger

Anton Pointinger geb. 6.4.1870
Franziska Pointinger, geb. 1871
Matthias Pointinger, geb. 5.12.1872
Wilhelmine Buchwald, geb. 28.5.1877 (sie wurde Theresia als „eheliches“ Kind mit Wilhelm Buchwald geboren. Wilhelmine soll aber als Kuckuckskind dem Ehemann untergeschoben worden sein. Der tatsächliche Vater soll Kaiser Franz Joseph gewesen sein).

 

 

Hubert Pointinger Foto: Hubert Pointinger

Hubert Pointinger (*25.4.1961), der Verfasser von „Die Salzprinzessin“ ist der Ur-Enkel von Matthias Pointinger, der als einziger dieser Kinder überhaupt eine Familie gründete. Georg Markus und Hugo Portisch, zwei anerkannte Schriftsteller und Historiker haben Hubert Pointinger vorgeschlagen, eine DNA Analyse machen zu lassen. Georg Hohenberg, der Urgroßneffe von Erzherzog Franz Ferdinand, aus der Linie von Maximilian Hohenberg – die Geschichte zu dieser außergewöhnlichen Familie kann hier nachgelesen werden, hat sich für diese zur Verfügung gestellt. Dr. Christa Nussbaumer, „Allgemein beeidete und gerichtlich zertifizierte Sachverständige der forensischen Molekularbiologie“ stellte fest, dass Georg Hohenberg und Hubert Pointinger nicht verwandt sind. Ob also die 3 anderen Kinder von Kaiser Franz Joseph sind, ist sehr fraglich. Was generell an dieser Geschichte wahr ist, ebenso. Herr Pointinger jedoch hält eisern an seiner Version fest und betitelt sich selbst als Ur-Ur-Enkel des Kaisers. (7)

Im Jahr 1878 – Kaiser Franz Joseph hatte schon längst die Beziehung zu Anna Nahowski (ab 1875) aufgenommen -, endet die (angebliche) Affäre endgültig.

Dass Kaiser Franz Joseph aber auch seinen jeweiligen Geliebten nicht treu war, beweist die nachfolgende Geschichte. Währenddessen sein (angebliches) Gspusi mit Reserl noch im vollem Gange war, hatte  er noch zwei weitere Liebschaften in Wien.

Katharina Abel, Foto: DasPhotoquarium/ebay

1870/1 soll es Katharina Abel gewesen sein, die dem Kaiser im Ballett ins Auge stach. Autorin Praschl-Bichler berichtet, Abel sei dem Kaiser noch vor der Hochzeit begegnet und habe ihm vom Liebeskummer mit Gräfin Ugarte geheilt. (8)

Dies kann ich einwandfrei widerlegen. Katharina Abel (*22.2.1856, †6.3.1904) wurde erst lange nach der Affäre mit Gräfin Ugarte geboren. Sie wurde ab 1868 am Kärntnertortheater engagiert und war ab 1871 Mitglied der Hofoper. Von 1880 – 1892 war sie unter Direktor Carl Teile eine der beliebtesten Tänzerinnen. Mit den „Gaben“ des Kaisers konnte sie sich angeblich ein Haus auf der Wieden leisten. Da es zu Katharina kaum Literatur gibt, allerdings so ziemlich alle Biografen ihren Namen zumindest erwähnen, könnte an dieser Affäre etwas dran gewesen sein. Wie lange sie dauerte konnte mir leider keine noch so genaue Recherche offerieren.

Ebenso im Jahr 1870 war es Rosa Moskowitz die Franz Josephs Herz erreichte. Sie war Weißnäherin in der Wiener Hofburg. 3 Jahre soll die Affäre gedauert haben, als sie sich „plötzlich“ ins Privatleben zurückzog.

Hier geht die Literatur auseinander: während Katrin Unterreiner schreibt, dass Rosa später Andreas Graf Zichy heiratete, schreibt Praschl-Bichler, dass Rosa eine uneheliche Tochter namens Bobarle Margarete Braun bekam. (14) Diese habe später einen Graf Andreas Zichy geehelicht. Nach erfolgter Trennung, zog sie nach Paris und erhielt bis zum Jahr 1918 eine Rente von der österreichischen Botschaft. Danach ehelichte sie einen Amerikaner namens Miles. Miles war US-Repräsentant der Internationalen Handelskammer in Basel. Nach dessen Tod heiratet sie einen Herrn Rogers. (9) Leider führen sowohl Gabriele Praschl-Bichler, als auch Katrin Unterreiner keine Literaturverzeichnisse. Auch in der weiterführenden Literatur zu Kaiser Franz Joseph wird außer der Name von einer Rosa Moskowitz nichts weiter erwähnt. Schade, eigentlich…

Anna Nahowski, Foto: Wikimedia/Commons

Viel detaillierter  und aufschlussreicher ist da die Beziehung zu Anna Nahowski (*1860, †23.3.1931) die durch ein (mittlerweile veröffentlichtes) Tagebuch ihre Beziehung notiert hatte. Anna soll das einzige Kind, das jemals „öffentlich als geheime Tochter von Kaiser Franz Joseph anerkannt worden ist“, geboren haben: Helene Nahowksi, verheiratete Berg. Aber beginnen wir von vorne:

Es war der 8.5.1875, als um 6.00 Uhr morgens Anna, damals gerade einmal 15 Jahre alt und mit einem „Haderlump“ verheiratet, im Park vom Schloss Schönbrunn ein stattlicher „Offizier“ begegnete, der ihr auffallend auf die Oberweite starrte und sie musterte. Selbst beim Auseinandergehen, drehte sich der hübsche Offizier um: Kaiser Franz Joseph war zu diesem Zeitpunkt bereits ein Mann in mittleren Jahren – 45. Ihr Dienstmädchen Lini teilte Anna mit, dass es sich nicht um einen „Offizier“ per se, sondern um den Kaiser persönlich handelte. Sie errötete und da sie in ihrer Ehe unglücklich war, suchte sie ab sofort täglich beim frühen Spaziergang den Kaiser – und fand ihn auch.

Am 24.6.1875 notiert sie in ihr Tagebuch: „Ich saß auf einer Steinbank mit Lini im Wald, der Kaiser kam des Weges u. setzte sich auf die nächste Bank. Nach einigen Minuten stand Er auf u. kam auf mich zu. Mein Herz schlug hörbar. Er blieb vor mir stehen, salutierte u. sagte: „Sie gehen aber fleißig spazieren.“ Ich stand von der Bank auf während Röthe mein Gesicht überflog. Ja Majestät, es ist so schön, sagte ich in meiner Verwirrung. „Sie wohnen gewiß am Land, hier in der Nähe?“ frug Er weiter.
Nein, in Wien, sagte ich. „Was? so weit frug Er, da müssen Sie ja schrecklich früh aufstehen? Um 4 das bin ich schon gewöhnt, ich gehe immer sehr früh spazieren. Wo wohnen Sie? frage Er. Am Neubau, meine Antwort. Sie werden alle Tage hier sein? Ja täglich wenn es schön ist. Er nickte mit dem Kopf, salutierte u. ging. Nun hab ich seine blauen Augen genug gesehen u. sie gefallen mir! Wie dumm ich doch bin, sollte ich in Ihm verliebt sein, nein, es eben der Kaiser der mir gefällt. Es schmeichelt mir, daß ich Ihm gefalle.“ (10)

Am 26.6.1875 kam es zum ersten Kuss. Kitschiger hätte es nicht sein können: im Regen. Auch die darauffolgenden Tage kam Anna nach Schloss Schönbrunn um mit dem 45jährigen Kaiser „zu knutschen“. Wie ein Wahnsinniger soll er gewesen sein; oft durchnässt, da es schüttete, und immer allein. Die Begegnungen wurden immer intensiver, sogar das Kleid machte er ihr einmal auf, um sie „näher betrachten zu können“ und reagierte beleidigt, weil Anna nicht weitergehen wollte. Inmitten der Abgeschiedenheit des Tiroler Parks, ihr Dienstmädchen bewachte derweil die Wege. Anna quälten die Gewissensbisse, dennoch war sie verliebt. 3 Jahre dauerte es, bis es zum ersten Akt kam.

Es flossen die ersten Gelder, sie ordnet ihre Verhältnisse und im Jahre 1879 zieht sie in die Nähe von Schloss Schönbrunn, damit der Kaiser sie nun täglich besuchen konnte. Sie solle kein Mieder anhaben, wenn er komme und am besten „bereit im Bett liegen“, so die Aufforderung. Anna haderte im Tagebuch mit sich selbst, macht aber dann doch alles so, wie „Er“ es will. Sie lässt sich von ihrem ersten Ehemann scheiden und heiratet Franz Nahowski.

Alban und Helene Berg, Foto: absw.at

Anna bekommt 4 Kinder. Tochter Carola ist mit Sicherheit von ihrem ersten Ehemann. Jedoch die 3 anderen Kinder Anna, Helene und Franz Joseph sind von großem Interesse. Tochter Anna  dürfte tatsächlich eine „richtige“ Nahowski gewesen sein; allerdings waren auch hier Gerüchte im Umlauf. Anna selbst schreibt aber, dass „sie dasselbe Gesicht wie der Nahowski“ hat. (11f)

Beginnen wir bei Sohn Franz Joseph. Er kommt am 10.12.1889 zur Welt. Seit dem Tod von Kronprinz Rudolf (†30.1.1889) hat Kaiser Franz Joseph Anna nicht mehr besucht. Er hatte längst die Beziehung mit Katharina Schratt aufgenommen und diese gegen Anna eingetauscht.

Anna Nahowski (stehend) mit ihren „Kaiserkindern“: Helene (sitzend) und Franz Joseph (sitzend, dahinter), Foto: PressReader, Kurier

Auch wenn sich einige Biografen sicher sind, dass Franz Joseph – benannt nach seinem Vater (allerdings hieß auch Annas Ehemann Franz) (11) -, nicht von Kaiser Franz Joseph abstammen konnte, so dachte es dieser Zeit seines Lebens selbst. Franz Joseph war ein sehr begabter Maler, aber leider schon von jeher von labiler Gesundheit. Schon früh musste er immer wieder in psychiatrische Einrichtungen.
Zum 100. Geburtstag (18.8.1930) von Kaiser Franz Joseph schnitt er sich in der Kapuzinergruft mit einem Rasiermesser den kleinen Finger ab. Er deponierte diesen „als Sühne“ auf den Sarkophag des Kaisers.
Er kam mit der Diagnose Schizophrenie in die Irrenanstalt Steinhof, welche er für sehr lange Zeit nicht mehr verließ. Nach seiner Entlassung zog er sich in das steirische Landhaus von Helene Berg zurück, wo er schließlich 1942 in ihren Armen starb. Behalten wir Franz Joseph trotzdem noch im Gedächtnis. Ich komme noch einmal auf ihn zurück.

Helene Berg, Foto: mugi.hfmt-hamburg.de

Wenden wir uns also jetzt der „Tochter“ zu. Helene Berg wurde am 29.7.1885 in Wien geboren. 1906 lernte sie Alban Berg (*9.2.1885, †24.12.1935), einen berühmten Komponisten, kennen. Helene und Alban heirateten schließlich 1911. Sie galt als die Tochter von Kaiser Franz Joseph, obwohl sie offiziell als Tochter von Franz Nahowski geboren wurde. Anna hatte Zeit ihres Lebens niemals öffentlich über ihre Affäre gesprochen; auch das Tagebuch war fest verschlossen und wurde erst nach dem Tod von Helene (†30.8.1976) geöffnet. Und obwohl Anna keinen Ton über die Vaterschaft darin verlauten ließ, gilt Helene bis heute als die einzige wahre uneheliche und in der Gesellschaft anerkannte Tochter von Kaiser Franz Joseph. Sowohl Anna, als auch Helene und später Alban haben die Gerüchte niemals dementiert oder gar zerstreut.

Hans Lebert, Foto: Bildarchiv ÖNB

Über Tochter Anna (*20.1.1883, †?), konnte ich leider nichts weiter in Erfahrung bringen. Nur, dass sie einen Herrn Lebert geheiratet und einen Sohn namens Johann, genannt Hans geboren hatte. Hans Lebert (*9.1.1919, †20.3.1993), ein bekannter Schriftsteller, ist im Buch von Hugo Portisch und Georg Markus zu finden. Dort liest man von 2 Kindern von Kaiser Franz Joseph und Anna Nahowski. „Eine DNA-Analyse“ wie im Fall Pointinger war hier nicht nötig. Die Indizien und Beweise sprechen für sich.“ (11a) Eine Anna Lebert findet sich auch in der Biografie von Alban Berg wieder, welche an seinem Sterbetag bei ihm war. (11b)

Hans Lebert erzählt, dass der Neffe von Alban Berg, Erich Alban Berg ein Tonband besaß. Auf diesem ist vom 18.2.1973 die Stimme von Helene Berg zu hören. Sie erzählt: „Dem Franzl hat er eine Uhr geschickt, der Kaiser, da war in Email das Jugendbild vom Kaiser drauf, das lange, schmale Gesicht, wie es auch der Franzl g’habt hat…“ (11c)
Mit „Franzl“ ist hier Sohn Franz Joseph gemeint, also Helene’s Bruder. Also jener Bruder, der sich später den Finger abschnitt und ins Irrenhaus gebracht wurde. Sehr merkwürdig, finden Sie nicht?

Weiter heißt es: „Später, da waren wir schon erwachsen, sind wir die Maxingstraße hinaufgegangen nach Haus, die Mama in der Mitte, und da ist der Kaiser mit dem Tschako an uns vorbeigefahren – und den hat’s gerissen. Da ist er die ganze Zeit bis zur Gloriettegasse, wo er eingebogen ist, verkehrt gesessen und hat uns nachgeschaut.“ (11d)

Diese – von Helene Berg persönlich beschriebene Szene – findet sich auch in der Biografie von Anna Nahowski wieder: „Es war im Jahr 1902 und ich komme mit meinen Kindern Anna u. Helene v. der Stadt u. gehe die Maxingstr. hinauf nachhause. Ein wunderbarar Trapp den ich nur zu gut kannte, lies mich nach rückwärts schauen. Der Kaiser im offenen Wagen allein kam uns nach. Sah mich u. die Kinder freundlich an, u. setzte sich sofort in eine andere Stellung, um den Kopf nach rückwärts gedreht nach uns zu sehen bis Er in der Gloriettegasse einbog.“ (11e)

Ich möchte daran erinnern, dass das Tonband von Helene Berg mit ihrem Neffen Erich im Jahre 1973 aufgenommen wurde. Das Buch über die Affäre von Anna Nahowksi und Kaiser Franz Joseph wurde von Friedrich Saathen im Jahr 1986 veröffentlicht. Dieses beinhaltet – bis auf ein Vorwort – nur Originalzitate aus dem Tagebuch. Es ist hier also gut möglich, dass Helene, dieselbe Szene sehr lebendig vor Augen hatte, als sie über diese mit ihrem Neffen sprach. Immerhin war sie zu diesem Zeitpunkt bereits 17 Jahre alt.

So romantisch wie die Geschichte zwischen der 15jährigen Anna und dem 45jährigen Kaiser Franz Joseph begann, so nüchtern und abrupt endete sie. Kaiserin Elisabeth wusste Zeit ihres Lebens nichts von Anna. Kaiser Franz Joseph achtete stets penibel darauf, wenn Kaiserin Elisabeth anwesend war, dass kein Treffen zwischen ihm und Anna stattfand. Wenn sie sich „zufällig“ im Park begegneten, wandte er stets gelangweilt den Blick ab.

Fridrich Freiherr von Mayr, Generaldirector der Ah. Privat und Familien Fonde bittet um einen gütigen Besuch in seinem Bureau/Hofburg Schweitzerhof/zu einer amtlichen Besprechung. (12) So lautete die nüchterne Visitenkarte die Anna von ihrem Dienstmädchen erhielt. Als Anna Freiherr von Mayr tags darauf aufsucht, wird ihr ein Schriftstück zum Unterzeichnen vorgelegt. Vorher darf sie noch jede x-beliebige Summe nennen, die sie möchte. Die Affäre wurde lapidar beendet. Anna Nahowski wählte klug: 200.000 fl  – damit hatte sie ausgesorgt. 

Das Schreiben, welches sie unterzeichnete lautete: Ich bestätige hiermit daß ich am heutigen Tag 200.000 fl als Geschenk von Seiner Majestät den Kaiser erhalten habe. Ferner schwöre ich, daß ich über die Begegnung mit Seiner Majestät jederzeit schweigen werde. Anna Nahowski Wien, 14.5.1889 (13)

14 Jahre einfach gestrichen aus Franz Josephs Leben. 

Dass zu diesem Zeitpunkt Katharina Schratt bereits in Kaiser Franz Josephs Leben getreten war, wusste Anna. Es kränkte sie sehr, zumal Kaiser Franz Joseph an den Fenstern von ihr vorbei musste, um zum Haus von Katharina zu kommen. Anna ist sogar mehr als wütend, als Katharina die Frechheit besitzt, bei den Nahowskis nachzufragen, ob sie das Haus verkaufen würden.

Bis zu seinem Lebensende hoffte Anna auf ein Zeichen oder eine Erklärung. Sie bekam sie nie. Anna kam weder über die Affäre, noch über seinen Tod hinweg. Zeit ihres Lebens liebte sie ihn bedingungslos, was ihre Ehe zur Hölle werden ließ. Franz Nahowski trank im Überfluss und misshandelte seine Frau schwer. Anna leidet und liebt trotzdem. Auch als „Er“ (sie schreibt immer „der Kaiser“ oder „Er“ in ihr Tagebuch) längst tot ist. Anna überlebte Kaiser Franz Joseph um 15 Jahre. Sie liegt am selben Friedhof wie Katharina Schratt. Eine Fügung des Schicksals, dass sogar im Tode ihre Erzfeindin in ihrer Nähe ist. 

Katharina Schratt, Foto: Wikimedia/Commons

Katharina Schratt (*11.9.1853, †17.4.1940) ist die letzte (zumindest von der die Nachwelt weiß) und die bekannteste Affäre von Kaiser Franz Joseph.

Bis heute halten sich hartnäckig die Gerüchte, dass er diese sogar heimlich geheiratet habe. Im History Magazin vom Kurier kann man folgendes dazu lesen: „Viel Staub wirbelte die Frage auf, ob der Kaiser „die gnädige Frau“, wie sie genannt wurde, miteinander verheiratet waren, zumal das Erzbischöfliche Ordinariat im März 1938 das „Trauungsbuch für Gewissensehen“ (=Geheimehen) vernichtete. Weil die Kirche damals Indiskretionen durch die eben einmarschierenden Nazis befürchten musste, gibt es keinen schriftlichen Beweis für die vielfach vermutete Eheschließung. Sehr wohl aber Aussagen durchaus glaubwürdiger Zeugen, denen die Eintragung vor der Vernichtung des Buches zu Augen kam. Einer, der das bestätigte, war der bekannte Politologe Norbert Leser. Und für den profunden Habsburg-Kenner Adam Wandruszka gab es „aufgrund der Fakten keinen Zweifel, dass Franz Joseph und Katharina Schratt verheiratet waren“. (13a)

Jeder darf glauben und behaupten was er möchte. Ich werde das nicht weiter kommentieren.

Zar Alexander III, Foto: Wikimedia/Commons

Die Schratt, wie sie im Wiener Volksmund genannt wurde, begegnete Kaiser Franz Joseph zum ersten Mal auf einem Ball. Als Burgschauspielerin und prominentestes Mitglied des Hofburgtheaters war sie zu allen großen Festen Wiens eingeladen. Der „Ball der Industriellen“ war 1885 also eine Art Pflichtveranstaltung für beide. Kaiserin Elisabeth sah Katharina Schratt bei einem Souper mit dem russischen Zaren Alexander III (*26.2.1845, †20.10.1894), da die anwesenden Künstler nach der Theatervorstellung zu diesem geladen wurden. Dabei fiel Kaiserin Elisabeth auf, dass Katharina Schratt ähnliche Interessen hatte, wie ihr Ehemann. Da sie annahm, dass ihr Ehemann einsam sei und auch um sich selbst zu befreien, förderte sie ab sofort die Beziehung mit dieser. Kaiser Franz Joseph war zu diesem Zeitpunkt bereits 55 Jahre alt, die Schratt 32.

Kaiserin Elisabeth konnte sich jedoch in ihren Gedichten mit Spott und Hohn nicht zurückhalten. Sie nannte die Schratt „dicklich“ und spottete in ihren Versen über den verliebten Oberon (Gestalt aus dem Sommernachtstraum, Shakespeare).

Dein dicker Engel kommt ja schon
Im Sommer mit den Rosen. 

Fantasiegestalt „Oberon“ nach Shakespeare, Foto und Illustration: Melissa Findley

Gedulde Dich, mein Oberon! 
Und mach nicht solche Chosen! 

Sie bringt sich mit ihr Butterfaß, 
Und läßt sich Butter bereiten, 
Sie macht mit Cognac die Haare naß
Und lernt am End noch reiten. 

Sie schnürt den Bauch sich ins Korsett, 
Daß alle Fugen krachen. 
Hält sich gerade wie ein Brett
Und „äfft“ noch andre Sachen. 

Im Häuschen der Geranien, 
Wo alles so fein und glatt, 
Dünkt sie sich gleich Titanien, 
Die arme dicke Schratt. (13b)

Dieses Gedicht hat Gräfin Marie Larisch-Wallersee (*24.2.1858, †4.7.1940) überliefert und dürfte – laut Brigitte Hamann – echt sein. Kaiserin Elisabeth hat dieses Spottgedicht allerdings nicht in ihr Gedichtbuch aufgenommen. Ein anderes allerdings schon:

Was Ob’ron treibt, das kümmert nicht Titanien, 
Ihr Grundsatz ist: Einander nicht genieren. 
Frist einer Disteln gerne und Kastanien, 
Sie selber will sie ihm offrieren (13c)

Katharina Schratt stellte sich jedoch als Glücksfall für den Kaiser heraus. Bald schon wurden tägliche Spaziergänge vereinbart und sie folgte ihm auch nach Ischl und an den Wolfgangsee. In Ischl wurde eine Villa gekauft, die ca. einen 20minütigen Fußmarsch erforderte; aber beide nahmen diesen gerne in Kauf.

Der alternde Kaiser blühte auf. Er war – wahrscheinlich – das erste Mal in seinem Leben glücklich. Auch wenn die Schratt weitere Affären nebenbei unterhielt, so war sie ihm stets eine loyale Freundin. Kaiser Franz Joseph dürfte von den Affären geahnt haben, denn in den ca. 900 Briefen die erhalten sind, reagiert er manchmal ziemlich eifersüchtig.

Aus heutiger Sicht konnten der Schratt 3 Affären nachgewiesen werden:
Graf Johann (Hans) Wilczek (*7.12.1837, †27.1.1922)
König Ferdinand I von Bulgarien (*26.2.1861, †10.9.1948)
und ihr junger Schauspielkollege Viktor Kutschera (*2.5.1863, †20.1.1933)

Hans Graf Wilczek, Foto: Wikimedia/Commons

König Ferdinand I von Bulgarien, Foto: Wikimedia/Commons

Allerdings kühlte sich das Verhältnis nach dem Tod von Kaiserin Elisabeth merklich ab und 1900/1 gab es gar keinen Kontakt, da sie mit dem Kaiser stritt. Doch ohne Katharina konnte Kaiser Franz Joseph auch nicht mehr und so fingen die beiden wieder an, sich unzählige Briefe zu schreiben bzw. stundenlang spazieren zu gehen.

„Unter all den Menschen, die sich nach den strengen höflichen Vorschriften bewegten und in vollendeten diplomatischen Formen irgendwelche schwer erkennbaren Ziele verfolgten, unter all den Menschen, vor denen man mehr oder minder auf der Hut sein mußte, auch wenn sie offizielle Berater waren, begegnete dem Kaiser ein Mensch, der so redete, wie ihm der Schnabel gewachsen war, der nichts von ihm wollte, dem gegenüber man sich selbst auch ungezwungen geben durfte, ohne etwas zu vergeben. Welche Labsal für den Vereinsamten! Und dieser Mensch hatte die wunderbare Gabe, fesselnd zu plaudern und den Kaiser mit vielem vertraut zu machen, das ihm auf seiner einsamen Höhe unbekannt geblieben war.“ (15)

Viktor Kutschera, Foto: Wikimedia/Commons

Bis heute ist ungeklärt, ob die beiden nun auch eine leidenschaftliche Beziehung gehabt haben, oder ob das Ganze rein platonisch war. Nun, ich persönlich denke, dass hier mehr im Spiel war. Denn wer diese Geschichte gelesen hat, wird merken, dass Franz Joseph ein sehr umtriebiger Mann gewesen ist. Und mit Verlaub: Auch mit 55 Jahren ist ein Mann noch kein altes Eisen.

Beweisen lässt es sich heute natürlich nicht mehr, jedoch gibt es zahlreiche Hinweise aus den Briefen. 

„Unendlich glücklich macht mich die Mittheilung, daß Eure Majestät von mir träumten – wie gerne möchte ich in Wirklichkeit während der Nacht am Bette Eurer Majestät sitzen. Gedankenküsse auf Hand und Mund.“ Kaiser Franz Joseph schreibt zurück: „…, daß Sie mir im Bette Audienz erteilen, wie Sie es mir halb und halb versprochen haben.“ (16)

Katrin Unterreiner schreibt: „Katharina Schratt wurde zwar nicht im Testament Franz Josephs bedacht. Kürzlich entdeckte Verfügungen des Kaisers, wonach Katharina Schratt 2,5 Millionen Kronen – umgerechnet ca. 11 Millionen Euro – zusätzlich zu ihrer kostbaren Schmucksammlung und einem Ringstraßenpalais erhielt, sprechen jedoch eine deutliche Sprache – und sind bei einer reinen Freundschaft kaum vorstellbar. (16a)

Auch ein „Beweis“ sind die Zeilen über die „stille Woche“, wie sie Kaiser Franz Joseph nennt. Die „stille Woche“ ist in diesem Fall die Menstruation die natürlich die junge Schratt noch hatte. Katharina lag in diesem Fall die ganze Woche in ihrem Bett. Schlecht dürfte es ihr dabei nicht gegangen sein, denn in einem Negligé empfing sie sehr wohl den Kaiser. Franz Joseph schreibt darüber, dass diese Stunden sehr gemütlich und vertraulich waren. 

Die Briefe von der Schratt sind nicht vollständig erhalten, jedoch die Briefe an die Schratt. Wer sich mit ihnen beschäftigt, wird bemerken, dass sie nach und nach offener werden. Schreibt Kaiser Franz Joseph zu Beginn noch „Meine gnädige Frau“, wird dies zu „Meine liebe gnädige Frau“ und dann zu „Meine liebe Freundin“. Er ist immer per Sie und unterschreibt immer mit „Ihr treu ergebener Franz Joseph“.

Kaiser Franz Joseph und Katharina Schratt, Foto: Wikimedia/Commons

Kaiserin Elisabeth gegenüber erwähnt Kaiser Franz Joseph die Schratt in fast jedem Brief. Sie wird „die gute Freundin“ genannt und in einem dieser bittet Kaiser Franz Joseph Sisi keinen Kurvorschlag an Katharina zu machen, da sie (Sisi) sowieso schon so mitgenommen aussehe und „die gute Freundin“ sich dazu verleiten ließe, trotzdem mitzumachen. An Katharina wendet er sich mit der Bitte, die Kaiserin nicht genau zu betrachten, da sie verherrend aussehe und er fordert sie auf, das Thema Gesundheit nicht anzuschneiden.

Aus diesen Zeilen entnimmt man, dass Franz Joseph von seiner „Engels-Sisi“ nicht los kam und Katharina dies auch unverblümt mitteilte. Die Schratt eiferte Kaiserin Elisabeth in allem nach: Figur, Frisur, Kleidung – sie konnte sie nicht einmal ansatzweise erreichen.

Wer sich eingehend mit den Briefen von Franz Joseph an Katharina Schratt beschäftigen möchte, kann dies im Buch von Brigitte Hamann machen. Ich picke mir einen heraus, den ich einfach entzückend finde, weil es im Prinzip um Nichtigkeiten geht, aber viel über den privaten Kaiser aussagt:

„Ischl, den 16. Juli 1891.
Heute, theuereste Freundin, wirklich nur ein paar Zeilen, um Ihnen für Ihren lieben, guten Brief vom 13. innigst zu danken, den ich Vorgestern hier erhielt und zu melden, daß ich, wenn Sie erlauben, Morgen um 9 Uhr Früh hoch, oder vielmehr niedrig zu Roß, denn es ist nur ein Ponny, vor der Felicitas, Einlaß bittend, erscheinen werde. Ich hoffe, daß die Stunde keine zu frühe ist, da ich denke, daß die lieben Jünglinge Ihnen leider nicht lange Zeit zum Ausschlafen lassen werden. Gestern Früh habe ich bereits den neuen Übergang über die Ischl von rückwärts inspicirt und bin bis zum versperrten Thürl vorgedrungen. Über das Pfandl auf der Poststraße zurückkehrend, sah ich das neue gegen Räuber, Mörder und sonstige Zudringliche bestimmte Gitter und die neuen Einfahrtsthore auf der Vorderseite des Hauses. Von den Bewohnern war Niemand zu sehen, nur auf dem offenen Fenster des Bubenzimmers standen Gimpel und Kanari. 
Wie ich mich auf das morgige Wiedersehen freue, können Sie wohl denken und indem ich Ihnen eine recht gute, wo möglich ruhige Nacht wünsche und in Gedanken unzählige Stricherln sende, bleibe ich Ihr treu ergebener 
Franz Joseph“ (17) (Anmerkung: Stricherln sind Busserl oder Küsse 17a)

Und mit diesen Stricherln, die Kaiser Franz Joseph gedanklich an Katharina sendete, beende ich nun den 5. Teil.

Wenn man die unehelichen Kinder nun zusammenzählt, käme man auf die Zahl: 8 Eine ungeheure Zahl, die stimmen könnte, wenn es denn beweisbar wäre.

 

~ Marie ~

 


Rechtliche Hinweise:
Textrechte: Marie Festetics, Friedrich Weissensteiner, Michael und Karl Vocelka, Brigitte Hamann, Katrin Unterreiner, Joseph Caché, Gabriele Praschl-Bichler, Hubert Pointinger, Hugo Portisch, Georg Markus, Friedrich Saathen, Hermann Mailler
Bildrechte: billerantik.at, Wikimedia/Commons, amazon.de, dorotheum.com, Hubert Pointinger, ebay.at/DasPhotoquarium, absw.at, mugi-hfmt-hamburg.de, PressReader Kurier, Bildarchiv Österreichische Nationalbibliothek, wien.gv.at, Melissa Findley 


Literatur Hinweise:

1 – S. 46 – 47, 2 – S. 66
Friedrich Weissensteiner
Ich sehne mich sehr nach dir – Frauen im Leben Kaiser Franz Josephs
Amalthea, 2. Auflage 2012

3 – S 121
Michaela und Karl Vocelka
Franz Joseph I – Kaiser von Österreich und König von Ungarn 1830 – 1816
C.H.Beck, 1. Auflage 2015

3 – S. 25, 13b – S 511/12, 13c S. 512 
Brigitte Hamann
Elisabeth Kaiserin wider Willen
Amalthea, 11. Auflage, 1992

4 –  S. 36, 5a S. 92
Katrin Unterreiner
Kaiser Franz Joseph 1830 – 1916 Mythos und Wahrheit
Christian Brandstätter Verlag, 1. Auflage 2006 (nur noch antiquarisch erhältlich) 

5, 5b – S. 162 – 164, 8 – S. 162, 9 – S. 164, 14 – S. 166
Joseph Cachée, Gabriele Praschl-Bichler
Sie haben’s gut, Sie können ins Kaffeehaus gehen!
Amalthea, 1. Auflage 1994

6 – S. 31
Hubert Pointinger
Die Salzprinzessin: Die geheime Geliebte Kaiser Franz Josephs
Ueberreuter, 1. Auflage, 2007

7 – S. 101/2, 11a – S. 137, 11c – S. 140, 11d – S. 140
Hugo Portisch, Georg Markus
Unter uns gesagt: Begegnungen mit Zeitzeugen
Amalthea, 1. Auflage, 2008

10 – S. 42, 43, 11 – S. 146, 12 – S. 141, 13 – S. 144, 11e – S. 151, 11f – S. 81
Friedrich Saathen
Anna Nahowski und Kaiser Franz Joseph
Hermann Böhlaus, 1. Auflage, 1986

11b – S. 217
Wolfgang Gratzer
Zur „wunderlichen Mystik“ Alban Bergs
Boehler Verlag, 1. Auflage, 1998 (nur noch antiquarisch erhältlich)

15 – S. 90
Hermann Mailler
Frau Schratt
Steffel Verlag, 1. Ausgabe, 1947 (nur noch antiquarisch erhältlich)

13a – S. 87, 16 – S 86, 87
History Geschichtsmagazin, Kurier
Kaiser Franz Joseph I – Zum 100. Todestag
nicht mehr erhältlich

16a – S. 112, 17a – S. 112
Katrin Unterreiner
Kaiser Franz Joseph – Mythos und Wahrheit
Brandstätter Verlag, 1. Ausgabe, 2015 (Neuauflage)

17 – S. 251
Brigitte Hamann
Meine liebe, gute Freundin! Die Briefe Kaiser Franz Josephs an Katharina Schratt
Ueberreuter Verlag, 1. Ausgabe, 1992 (nur noch antiquarisch erhältlich)

 

 

Vive tu sueño… Vagón imperial del Museo Técnico de Viena

Cuando estaba en Bad Ischl montando a caballo con mi silla de amazona acompañada de 8 Husares por los terrenos de la Kaiservilla en dirección a Jainzen, pensé que no podía haber nada que superara ese momento.

El dicho „no sueñes tu vida, si no vive tu sueño“ le pega a pocas personas tanto como a mí. 

Yo caminé en soledad por los jardines del palacio de Trauttmansdorff, paseé en carroza por el parque de Schönbrunn y disfruté del atardecer desde el parque del palacio de Laxemburgo.

Estos últimos años he vivido incontables momentos tan inolvidables como estos.

Pero algo era irrealizable, algo que incluso en mis fantasías era solo un sueño:

El vagón imperial de la Emperatriz Elisabeth.

18222412_1762579664052513_1558087769823754431_n

Foto: Charlotte Schwarz/ Fotografin 2017

Desde mi infancia, me fascinan no solo los carruajes y todo lo que tenga que ver con ellos, si no, además, las locomotoras de vapor.

Seguramente me venga de ahí mi amor por el Tren Imperial, el pequeño tren de vapor que cada verano llega a Bad Ischl trayendo a sus insignes viajeros al lugar de veraneo que tanto amaba el Emperador.

18301285_1762579800719166_5392047606689858660_n

Foto: Charlotte Schwarz/Fotografin 2017

En el Hofburg de Viena se ha reproducido el vagón-salón de la Emperatriz con mucho mimo para el Museo Sisi.

¡Pero el original se encuentra amorosamente custodiado en el Museo Técnico de Viena!

Con la construcción de la vía férrea en la monarquía del Danubio, se hizo necesaria la contrucción a su vez de vagones especiales para uso de las clases altas, especialmente de la Familia Imperial.

El primer vagón imperial austríaco circuló por el tramo entre Praga y Ölmutz que se había inaugurado en 1845. El vagón del Emperador se distinguía claramentede los demás vagones por su fastuosa decoración en tonos dorados y por el uso de la corona y las armas imperiales.

Este vagón costó 30.000 gulden, que hoy en día serían ¡unos 417.550 €!

También el resto de compañías ferroviarias, como la Kaiserin Elisabeth Bahn o la Kaiser Ferdinand Nordbahn, tenían sus propios vagones imperiales. El Emperador tenía a su disposición incluso un vagón imperial de caza.

Para trayectos cortos, se usaban los vagones de cada compañia unidos formando un tren.

En los trayectos largos, se unían los vagones de varias compañías hasta formar un solo tren. Mas adelante se formaron trenes imperiales enteros, como el de la Emperatriz Isabel.

La composición normal de este tren era: un vagón-Suite, un vagón remolque, en el medio el vagón-salón y el vagón-dormitorio de la Emperatriz, otros dos vagones de segunda clase y un vagón de carga para el equipaje. Para este tren había normas y reglamentos de tránsito especiales.

El tren imperial siempre tenía prioridad. El plan de viaje estaba siempre encaminado a ofrecer la mayor seguridad, puntualidad y comodidad posibles. Se preparaban previamente locomotoras de repuesto a lo largo del recorrido, que previamente había sido controlado a pie, e incluso se colocaban guardias en lugares estratégicos del recorrido.

En Octubre de 1870, la Emperatriz Isabel viajó a Merano para pasar el invierno allí.

La corte que la acompañaba se componía de 102 personas, entre los que se encontraban sus propios funcionarios de telégrafos para mantener una comunicación permanente con la corte de Viena, un encargado de la vajilla y mesa emperial y un repostero de la cocina imperial. 

Junto a sus propios muebles, se llevaron también 27 caballos.

En 1872 se hizo el encargo de construir un vagón-salón imperial para la Emperatriz que tuviera calefacción.

El resultado fueron dos vagones de cuatro ejes cada uno, uno salón y el otro dormitorio.

La parte exterior se decoró en tonos verdes con adornos en dorado.

Por deseo expreso de la Emperatriz, se decoró el interior en pesadas sedas en verde. La madera debía ser pulida hasta quedar mate y solo talladas de manera sencilla.

En 1873 la empresa Ringhoffer de Praga contruyó estos vagones que comenzaron su servicio en 1874.

El vagón-salón:

18198251_1762579384052541_4697572965767278555_n

Foto: Charlotte Schwarz/ Fotografie 2017

Se compone de dos partes, una con dos ventanas para la Suite de las damas de compañía con diván y una mesa.

Una parte con cuatro ventanas para el salón de la Emperatriz con un escritorio, dos sillones, un sofá-cama y un gran espejo de paréd.

18222424_1762579244052555_8092422531417520397_n

Foto: Charlotte Schwarz/Fotografin 2017

Un aseo con váter y un pequeño compartimento separado solo por una cortina, destinado a la doncella de servicio.

El vagón se calentaba por medio de dos estufas colocadas en el exterior conectadas a conductos por debajo del suelo por los que se distribuía el calor.

El vagón-dormitorio:

18222673_1762579307385882_1179503433035313646_n

Foto: Charlotte Schwarz/Fotografin 2017

Un salón-dormitorio con una cama, una mesa móvil, espejos, sillón y banqueta.

18198462_1762579237385889_1415753545828867722_n

Foto: Charlotte Schwarz/Fotografin 2017

Un tocador con lavabo plateado y un espejo de pared, delante una butaca y el la pared junto a las ventas, un gran diván.

18199085_1762579484052531_4840262207821751222_n

Foto: Charlotte Schwarz/Fotografin 2017

Un pequeño compartimento para la doncella, también con una banqueta tapizada como en el aseo.

Los dos vagones se iluminaban con lámparas de aceite y con candelabros de cristal.

Tras la muerte de la Emperatriz, los vagones quedaron fuera de servicio e incluso se pensó en venderlos.

En 1905 se donó el vagón-dormitorio al Museo Ferroviario y se decidió que el vagón-salón siguiera usandose para el Emperador. Pero finalmente esto no se llevó a cabo y el vagón-salón de la Emperatriz pasó a formar parte también del museo, y por tanto, se conservó para la posteridad.

Quedó estipulado por orden del Mayordomo Mayor de la corte que: „El vagón queda a disposición del museo, mas por piedad, no debe ser usado.“

El 15 de Septiembre de 1898 viajó la Emperatriz por última vez. Su cadaver fue trasladado hasta Viena usando las vías férreas, lo que supuso para la corte un coste de 1448,85 gulden, unos 12.177,77 € hoy en día.

 


 

¿Como fue posible que Sisi pudiera subir a ese vagón?

Estas fotografías tan únicas fueron obra de nuestra apreciada Charlie Schwarz y fue la increible capacidad de negociación de mi Marie la que hizo posible esta experiencia tan mágica y singular.

Fuimos las únicas hasta la fecha que obtuvieron el permiso para poder fotografiar DENTRO del vagón.

Necesitaba un traje para la ocasión, uno que fuera acorde al año de construcción del vagón y como guiño al Museo, elegimos un traje polisón en seda de Moire azul.

Tras ser recibidas por los guardias del museo, nos acompañaron hasta el vagón donde nos esperaba una restauradora del museo.

Solo con los calcetines y con protectores sobre ellos, pude ascender las escaleras del vagón y pisar la alfombra imperial.

18275121_1762579714052508_13224711567295647_n

Foto: Charlotte Schwarz/Fotegrafin 2017

Charlie debía quedarse fuera aunque se le permitió fotografiar a través de las ventanas que se habían abierto para la ocasión.

Parecía como si el vagón fuera a ponerse en marcha en cualquier momento, como si hubiera sido colocado allí ayer mismo y estubiera esperando el momento de salir de viaje, como una bella durmiente esperando a ser despertada de su letargo.

18268554_1762579410719205_5006497116234761946_n

Foto: Charlotte Schwarz/Fotografin 2017

Caminé por la alfombra, que estaba tan blanda como si caminara sobre algodones y me situé frente al espejo.

¡Su espejo! Una de las melodías del musical „Elisabeth“ me vino a la cabeza y ya no me la pude volver a sacar en todo el día: „Si yo fuera tu espejo…“

18275245_1762579217385891_2689887552143866352_n

Fue una experiencia tan única que no puedo describirlo con palabras. Estaba en un lugar que muy pocas personas habían podido visitar. Llevaba semanas preparandome para ese día y por fín había llegado.

¡Realmente estaba en ese tren! ¡en EL tren!

18301531_1762579444052535_6587187010779424470_n

Foto: Charlotte Schwarz/Fotografin 2017

El vagón, que normalmente solo se abre una vez al año para controlar que no este dañado o tenga polillas, volvió a la vida por un momento. Las lámparas iluminaban el interior, el traje hacía un ruido suave sobre la alfombra, una horquilla que se soltó del peinado y fue colocada de nuevo en su sitio ante el espejo.

Los hermosos vasos de cristal tallado esperaban a ser llenados por Marie mientras desprendían destellos por el resplandor de las lámparas y la manta bordada en rosa y violeta lucía en todo su esplendor y pedía a gritos ser usada.

¡Todo era como un sueño!

¡Como en mis sueños!

Un sueño que cada una disfrutó a su manera. Marie suspiró un par de veces, incluso Charlie miraba tras la cámara con mucho respeto. La cita que en principio estaba planeada para una hora, se alargó el doble gracias a la amabilidad de la dama responsable del museo. 

Los visitantes del museo nos observaban desde una distancia respetuosa, e incluso algunos miraban con gran admiración.

Desde aqui, quiero agradecer de corazón a todas las personas que hicieron que fuera posible la realización de este gran sueño. ¡Muchas gracias a las dos!

Mi agradecimiento por supuesto al Museo Técnico de Viena, ya que sin su consentimiento, nada de esto hubiera sido posible.

~Sisi~


 

Derechos del texto: Sisi

Derechos de imagen: Charlotte Schwarz/Fotografin 2017


 

Notas literarias:

Fechas y cifras tomadas del libro: El vagón-salón imperial de la Emperatriz Isabel, del Museo Técnico de Viena.

Erzherzogin Maria Christina von Österreich, Königin von Spanien

Die Regentin Spaniens, unter den Monarchen, eine der Besten der Geschichte des Landes, hatte in ihrer neuen Heimat keinen leichten Anfang. Aus Liebe, heiratete Sie König Alfons den XII obwohl es ihr klar war, dass er nach wie vor in seine vor kurzem verstorbene Ehefrau Königin Mercedes, verliebt war. Sie wusste auch, dass im Herzen des Spanisches Volkes, die Erinnerung an die warmherzige, sympathische und leider viel zu jung verstorbene Mercedes, noch sehr lebendig war.

IMG_20170623_160339

Königin Maria Christina. Foto: Wikimedia/Commons

Maria Christina Désirée Henriette Felicitas Rainiera von Habsburg-Lothringen wurde am 21.7.1858 in Gross Seelowitz, Südmähren, als Tochter des Erzherzog Karl Ferdinands, dem zweiten Sohn Erzherzog Karls, und seiner Frau Elisabeth Franziska Maria von Österreich, geboren, und war somit die Cousine mütterlicherseits des Kaisers von Österreich und México.

Sie verbrachte ihre Jugend am Wiener Hof, wo Sie eine katholisch geprägte Erziehung erhielt. Sie war sehr diszipliniert, seriös und pflichtbewusst. Sie lernte gern Sprachen, Geschichte, Literatur und vor allem Musik, was sie leidenschaftlich genossen hat.

Die Erzherzogin lernte ihren zukünftigen Ehemann im Theresianum kennen, wo er, nachdem er mit seiner Mutter Königin Isabella ins Exil nach Paris gehen musste, studierte. Alfons war auch mit dem Kronprinzen Rudolf befreundet. Christa, wie Maria Christina im Familienkreis genannt wurde, gefiel dem charmanten Spanier sehr gut und behielt ihn in guter Erinnerung, als er nach der Wiedereinführung der Monarchie in Spanien, als König zurück nach Madrid ging.

Am 10.10.1878 übernahm sie das ehrenvolle Amt einer Äbtissin des 1755 von Kaiserin Maria Theresia gestifteten adligen Damenstifts der heiligen Theresa in Prag.

Nach dem traurigen und plötzlichem Tod von Königin Mercedes in Juni 1878 und obwohl sich der König im tiefsten Schmerz befand, war es notwendig, eine neue Ehe zu schließen, um einen Thronfolger fürs Land zu zeugen. Der Monarch hatte gar kein Interesse mit zu entscheiden wer als neue Ehefrau in Frage kommen würde. Aber als ihm das Gemälde der heiratsfähigen Prinzessin gezeigt wurde, erkannte er Maria Christina wieder. Weil sie sowieso eine der besten Kandidatinnen war, entschied er sich für sie. Was Alfonso bestimmt nicht erwartete, war der Widerwille der Erzherzogin.

Christa war entschlossen nur aus Liebe zu heiraten und wollte Alfonso persönlich kennenlernen, bevor sie eine Anwort gab. Der König fand diesen Wiederstand sehr amüsant und stimmte einem Treffen in Archachon, Frankreich, zu. Der König soll sehr überrascht gewessen sein, als er beim ersten Treffen mit Christina, auf den Flügel ein Portrait seiner geliebten Mercedes sah. Aber die Bestätigung das Christa die Richtige war, war als sie in sehr korrektem Spanisch sagte: „Majestät, sollte ich eines Tages Königin von Spanien werden, hoffe ich sie mit Würde ablösen zu können, da ich sie niemals werde ersetzen können“.

Als Kaiserin Elisabeth von dieser Hochzeit hörte, sagte sie dazu nur: „Die arme Christa…“

Die Hochzeit wurde auf den 29.11.1879 festgelegt. Es gab eine lustige Anekdote: als die Spanier in den Zeitungen zu lesen bekamen, dass die zukünftige Braut, Äbtissin in Prag war, dachten die meisten, der König würde eine Nonne heiraten, was selbstverständlich, für ein bisschen Wirrwarr sorgte. Trotz einer Erklärung, begrüsste das spanische Volk ihre neue Herrscherin vorbehaltlich. Doch die süsse Erinnerung von Mercedes war noch viel zu frisch in den Herzen von allen und die Vergleiche der beiden Königinnen waren deshalb unvermeidbar.

IMG_20170623_160450

Verlobungsbild von König Alfons der XII uns Erzherzogin Maria Christina. Foto: Wikimedia/Commons


Das Königspaar hatte sehr unterschiedliche Persönlichkeiten: Alfonso war extrovertiert und fröhlich, während Christina eher schüchtern und zurückhaltend war. Aber diese Unterschiede waren nicht der Grund, was diese Ehe unglücklich machte. Alfonso respektierte seine Frau und fühlte Zuneigung zu ihr, hat sie aber niemals geliebt. Christina hingegen, liebte ihre Mann leidenschaftlich und leidete sehr unter seinen ständigen Affären.

Das Ehepaar bekamm zwei Töchter: Infantin Maria de las Mercedes (1880-190, dessen Namen hatte Christina selbst entschieden, im Versuch die Liebe ihres Mannes doch noch für sich zu gewinnen) und Infantin Maria Theresia (1882-1912). Doch die spanische Regierung und das Volk sehnten sich nach einem männlichen Thronfolger und interessierte sich folglich wenig für den weiblichen, königlichen Nachwuchs.

Der König führte ein sehr ungesundes Leben, er hat kaum gegessen oder geschlafen, hat zu viel getrunken und hatte unzählige Affären. Weil er von Natur aus eher zart war und eine schwächliche Gesundheit hatte, wurde er sichtlich von Tag zu Tag kränker und schwächer. Alfonso suchte in seinem Leben das, was ihm nur Mercedes geben konnte: Er konnte und wollte nicht ohne sie leben. Nur Elena Sanz, seine langjährige Geliebte, die ihm zwei Söhne schenken solle, konnte das Leiden des König etwas erleichtern.

Maria Christina leidete im Stillen über ihr Unglück und ihren Liebeskummer. Es musste noch etwas Zeit vergehen bis sowohl der König, wie auch die spanische Regierung und das Volk, diese sehr intelligente und fähige Königin zu schätzen wussten. Allerdings trug ihr ihr Schweigen den Spottnamen „Frau Tugend“ ein.

Im Sommer 1885 wurde immer offensichtlicher, dass die Gesundheit des Königs nicht mehr lange anhalten würde. Er hatte immer ein rotes Taschentuch bei sich, um das Blut zu verstecken, dass nach dem Husten aus seinem Mund tropfte. Maria Christina war total verweifelt und ebenso machtlos am harten Schicksal, das auf sie zukommen würde. Um dem Volk gegenüber ein stabiles Bild zu zeigen, wurde der König in Herbst 1885 ins Schloss El Pardo gebracht um sich von einer „starken Erkältung“ zu erholen. Die Königin wollte bei ihrem Ehemann bleiben, doch die Regierung erlaubte ihr dies nicht. Ihre Plficht sei es in Madrid zu bleiben und mit ihrer Routine weiter zu machen, damit niemand von der Ernsthafigkeit der Situation des Königs etwas merkte. Christa erfüllte ihre Pflichten vorbildlich, fuhr aber fast täglich nach El Pardo um ihren Gemahlen zu besuchen.

Während einer diese Besuche, gab Maria Christina dem König, die letzte Freude seines Lebens: Sie war schwanger. Möglicherweise konnte der Thronfolger unterwegs sein. Noch nie stand das Königspaar so nah zueinander, als in diesen letzten und tragischen Wochen.

In der Nacht des 24.11.1885, besuchten Maria Christina und ihre Schwiegermutter Isabella das Königliche Theater. Plötzlich kam ein Diener und berichtete den beiden Damen, dass sich der Zustand des Königs so sehr verschlechtert habe, dass kaum noch Zeit übrig bleibe. Beide Damen rannten in Richtung El Pardo. Man hörte die Mutter vom König, in ihrem Schmerz sagen: „Mein Sohn stirbt, und die Regierung lässt ihn allein sterben wie einen Hund!“. Christa kam rechtzeitig und versuchte mehrmals das Zimmer zu betreten in dem ihr Ehemann lag, doch es wurde ihr nicht erlaubt. Das dürfte sie erst, als der König bereits verstorben war.

Es war der Morgen des 25.11.1885 als Maria Christina (28 Jahre alt und in 4. monat schwanger), Königin und Regentin von Spanien wurde.

Kaum ein Monat nach den Tod ihres Mannes, schwanger, in schwarz bekleidet und in Begleitung ihrer ebenfalls in schwarz bekleideten kleinen Töchtern, übernahm Maria Christina, verfassungsgemäß die Regentschaft für ihre älteste Tochter Maria de las Mercedes.

IMG_20170623_160403

Königin Maria Christina leistet Eid auf die Verfassung. Foto: Wikimedia/Commons


Diese Situation sollte sich am 17.5.1886 ändern, als sie den ersehnten männlichen Tronfolger zur Welt brachte. Alfons der XIII wurde zum jüngsten König in der Geschichte Spaniens, da er von der erster Sekunde seit seiner Geburt, König war.  21 Kanonen-schüsse begrüssten den Neugeborenen und informierten gleichzeitig das Volk, das ein König geboren wurde. Christa hatte ihre Pflicht erfüllt. Jetzt erwarteten sie schwierige Jahre als Mutter dreier Kinder und Regentin eines Landes das sich in keiner einfachen Situation befand.

Überraschendenweise, wurde die Regentin zu einer der besten Monarchen in der Geschichte Spaniens. Ihr vorbildliches Leben, ohne Skandale und mit einem fast monastisches Lebensstil, ihr großer Respekt für die Verfassung und die Gewissenhaftigkeit zur Erfüllung ihrer Plfichten, wurden mit den Respekt und der Liebe ihrer Untertanen und ihrer Regierung belohnt.

Sie renovierte und modernisierte das Schloss: Aufzüge und Badezimmer wurden installiert, der Garten wurde saniert und verschönert. Sie stand früh um 7.00 Uhr morgens auf, besuchte den Gottesdienst, danach nahm sie ihr Frühstück ein, wo sie die Zeitungen las. Um 10 Uhr traf sie ihre Minister. Zwischen 11:30 und 13 uhr gab sie Audienzen. Das Mittagessen nahm die Familie zusammen ein und nachmittags ging sie in der Casa de Campo oder im El Retiro spazieren. Als sie zurück kamm, schrieb sie Briefe und spielte Klavier oder nähte an ihrer Handarbeit, welche sie Spitäler und Waisenhaus spendete. 

Während ihrer Regentschaft und obwohl sie alles tat was in ihrer Macht stand,  hat Spanien seine letzten Kolonien in Südamerika und den Philippinischen Inseln 1898 verloren. Merkwürdigerweise hatte dies keinen schlechten Einfluss auf die Popularität der Herrscherin.

Zwischen dem 8.4. und dem 9.12.1888 fand in der spanischen Stadt Barcelona eine Weltausstellung statt. 12.900 Aussteller nahmen daran teil, davon stammten 66 Prozent aus Spanien. Es wurden insgesamt 2,3 Millionen Besucher aus der ganzen Welt gezählt.

Maria Christina war eine hingebungsvolle Mutter die trotz ihrer vielen Verpflichtungen, alles für ihre Kinder tat. Zu ihren Töchtern hielt sie eine liebevolle Beziehung aufrecht. Aber Alfons, Bubi wie sie ihn nannte, hatte immer einen besonderen Platz im Herzen ihrer Mutter. 

IMG_20170623_162221

Die Regentin mit ihre Kinder. Foto: Wikimedia/Commons

Alfons wurde am 17.5.1902 für volljährig erklärt und übernahm die Regentschaft. Das erste Dokument, dass er als König unterschrieb, war, dass er seiner Mutter lebenslänglichen Status als „regierende Königin“ zuerkannte. Dass bedeutete, das Christina den bisherigen Platz in allen öffentlichen Sitzungen, Amtshandlugen und Feierlichkeiten behalten konnte. Lediglich die (zukünftige) Ehefrau von König Alfons konnte diese Aufgabe erfüllen, direkt danach kam seine Mutter.

Leider hatte das Schicksal mehrere Familientragödien für Maria Christina bereit. Sie verlor sowohl 1904, als auch 1912 die Töchter jeweils am Kindbett.

Die Freude bei der Hochzeit von Alfons mit Victoria Eugenie von Battenberg, Enkelin von Königin Victoria von England im Mai 1906, überstrahlte das schreckliche Ereignis eines versuchten Attentats auf das Königspaar, bei dem ein Attentäter einen Blumenstrauß in die Menge warf, der detonierte. Das Königspaar blieb zwar unverletzt, jedoch starben 23 Menschen bei diesem Bombenangriff, mehrere wurden verletzt. Aber dies war nicht genug: Victoria Eugenie litt an einer tödlichen Infektion, die zwar per se nicht bei ihr ausbrach, aber vererbbar war, als sie in die Familie einheiratete: Hämophilie

6 Kinder wird das Ehepaar bekommen. Der Thronfolger und der jüngste Sohn erbten die Krankheit und starben daran. Der zweite Sohn wurde nach einer OP taub. Die beiden Töchter litten immer unter Angst, diese Erkrankung an ihre eigenen Söhne weiterzuvererben. Nur der 5 Sohn war gesund und konnte das Thronerbe für sich sichern: Allerdings wurde er selbst nicht König. Er bekam selbst einen Sohn, auf den das Erbe zufiel.

Maria Christina war sehr aktiv in religiösen Wohltätigkeiten, aber vor allem hat sie sich um ihre Familie gekümmert und ihren Sohn unterstützt. Sie verbrachte viel Zeit in San Sebastian und besuchte oft ihre Familie und Freunde.

IMG_20170623_160433

Königin Maria Christina. Foto: Wikimedia/Commons

Am 5.2.1929 besuchte sie mit ihrer Schwiegertochter und den beiden Enkelinnen das königliche Theater in Madrid. Danach wurde das Dinner im Schloss eingenommen. Nichts deutete auf irgendwelche gesundheitliche Probleme hin. Als sie aber kurz darauf im Bett lag, fühlte sie einen starken Schmerz in der Brust. Ihre Hofdame machte sich Sorgen und fragte,ob sie den König zu ihr holen sollte. Maria Christina sagte nein und dann bekam einen noch stärkeren Schmerz. Maria Christina schloss für immer ihre Augen. 

Am 8.2.1929 machte sich der Trauerzug auf den Weg vom königlichen Schloss zum Nordbahnhof und weiter zum San Lorenzo de El Escorial, wo sie an der Seite ihres geliebtes Gatten in der königlichen Gruft zur Ruhe gebettet wurde.

 

– Maria José –

 

 

 

 

 

 


Derechos del Texto: Maria José

Derechos de Imagen: Wikimedia/Commons


 

 

Una tragedia que alcanzó tristemente la fama mundial…

Mayerling. ¿Quien no conoce la historia del Príncipe Heredro y su supuesta amante?

Varias veces se han filmado películas sobre los últimos días del Príncipe Heredero austríaco. En 1969 se rodó una versión con Omar Sharif como Rodolfo y Catherine Deneuve como Mary en los pápeles principales. El rol de la Emperatriz lo interpretó la mundialmente conocida Ava Gardner.

Mayerling

Foto: ORF/Kirch Media.

Rudolf Prack encarnó ya en 1956 este papel trágico. Junto a él, las actrices Christiane Hörbiger-Wessely y Lil Dagover, quien encarnaba a la Emperatriz por segunda vez puesto que también fue la protagonista de la película „Elisabeth von Österreich“ de 1931.

Kronprinz Rudolfs letzte Liebe

En la image: Lil Dagover, Rudolf Prack, Christiane Hörbiger. Foto: ORF/Kirch Media.

Max von Thun interpretó junto a Klaus Maria Brandauer, que encarnaba al Emperador, la serie de dos capítulos que se estrenó en 2006.

1831451,mImnab2HXXN3UIAbLZQw3fOn7LyxpEH+PoF7QOkkNfo56y+CqdOQLqy9_w3R68FDRkbxkhKrAiv22aJ4mTB4YQ==

Sandra Ceccarelli, Max von Thun, Daniela Golpashin, Klaus Maria Brandauer, Francesca von Habsburg, Lothar Michael Proksch en „The crown Prince“. Foto: @orf.at

Hay incontables libros sobre este tema de la historia austríaca. Desde historias criminales a teorías de la conspiración, Mayerling es un tema que siempre es propicio a nuevas interpretaciones y publicaciones.

Incluso la premiere mundial de un musical, „Rudolf“,  fue celebrada en Budapest en 2006.

 


 

En algún momento tuvimos claro que este era un lugar que teníamos que visitar. De igual modo que lo hizo la Emperatriz en su primera visita a Mayerling, con motivo del primer aniversario de la muerte de su hijo, viajamos allí acompañados de un gran grupo de mienbros de la corte.

Es la historia de esa visita la que os quiero contar hoy. Al hacerlo, introduciré también datos históricos  que mezclaré con mis propios pensamientos. Por ello, os pido que no lo toméis como una documentación histórica, si no como lo que es.

Mis pensamientos y mis recuerdos sobre Rodolfo.

KronprinzRudolf_vonOesterreich(Naturaufnahme)

Foto: Wikimedia/Commons

Ya desde por la mañana temprano mientras me trenzaba el cabello, no podía sacarme de la cabeza a Isabel y a su „Bubi“.

101 cañonazos resonaron por todo el reino para celebrar el nacimiento del Heredero de la corona.

Tras haber tenido dos hijas, la misma Emperatriz manifestó su alegria a su dama de compañia al haber dado a luz al tan ansiado Heredero tras un parto largo y dificil diciendo „A Bua, es is a Bua!“ („¡Un niño, es un niño!“)

¿Os podéis imaginar cuanto significó para ella haber podido por fín cumplir con su deber para con su esposo y su pueblo, como tantas veces le recordaba la archiduquesa Sofía?

Como debió sentirse, además de agotada, cuando vió que por fín era un niño, es algo que solo podemos imaginarnos.

¿Sería alivió? ¿Alegria por el tan deseado varón o sería pena, al saber que perdería a su hijo por culpa de su suegra?

No me compete a mí juzgar la relación entre los dos, madre e hijo, o escribir un nuevo capítulo sobre el drama de Mayerling.

Quiero volver a dejar claro que estos son mis pensamientos, los que me vinieron a la mente sobre este tema aquel día.

Rudolf_von_Österreich-Ungarn,_1862

Con solo 2 años, Rodolfo llevó por primera vez un uniforme. Foto: Wikimedia/Commons

Con 101 disparos de cañon empezó su vida y con un solo y trágico disparo de pistola habría de acabar.

Hoy en día sabemos que existe la depresión post-parto y los trastornos relaccionados con ella, pero ¿en esos tiempos?

¿Como puede una madre de apenas 20 años crear un vínculo afectivo con su hijo cuando se lo quitan nada mas nacer?

¿Como si, además, acaba de enterrar a su primera hija?

Todas estas son preguntas que ya me había hecho a mí misma, quizá es algunas veces amar algo desde la distancia.

Cuando uno lee las cartas de la emperatriz a su hijo, se puede ver que realmente le quería.

Aunque tengo claro que cada uno tiene su opinión, para mí está claro que ella si le quería. A su manera.

También se ha hablado mucho de como el Príncipe adoraba a su madre, pero ese es un tema que tampoco quiero tocar aqui.

Yo seguía trenzandome el cabello mientras una escena del musical „Elisabeth“ estaba fijada en mi mente.  El Príncipe, ya de adulto, entra en la habitación de su madre a pedirle ayuda y comienza la canción „si yo fuera tu espejo…“

¿Cuanto se parecía los dos reamente? ¿Era consciente ella de cuanto sufría el? ¿o eran acaso sus huidas la única manera que encontró ella para no tener que ver la „educación“ que estaba recibiendo su hijo?

En algunas cartas que se conservan, ella le llama „mi querido niñito“. Incluso la Archiduquesa Sofía escribió lo cariñosa que era Sisi con los niños y la buena influencia que ejercía sobre ellos.

Por ejemplo, en el periódico „das interessante Blatt“ se publicó poco después de la muerte del Príncipe Heredero una frase que él mismo Rudi, como era llamado cariñosamente los vieneses, escribió y que siempre me enternece:

„El emperador me llama Rudi, mi madre me llama Bubi(niñito) y todos los demás me llaman Alteza Imperial.“ (1)

Kronprinz_Rudolf_mit_5_Jahren

Rodolfo a los 5 años. Foto: Wikimedia/Commons

Maria José llegó y comenzó a ajustarme el corsé mientras yo seguá perdida en mis pensamientos.

¿Liberó el nacimiento del Heredero a Isabel de sus obligaciones maritales y le entregó por fin la tan ansiada libertad?

Aún así ella diría tiempo después que su Rodolfo tuviera que  volver a nacer, ella desearía que fuera como hija y no como Heredero. (2)

¿Realmente le abandonó o fueron las circunstancias las que no permitieron que pudiera volcar en el pequeño Príncipe el mismo amor que en su hermana pequeña?

A veces es mas facil rendirse que luchar contra un adversario que es mucho mas fuerte.

Es muy facil juzgar desde nuestra perspectiva actual si Isabel fue o no una buena madre, pero ¿alguien se ha parado a pensar como se sentía ella?

Francisco José no era conocido por ser precisamente un amante muy tierno, ¿como se sentiría en esa situación una niña de 16 años,aterrorizada y completamente desbordada por las circunstancias?

¿De donde venía ese rechazo por el contacto físico que tuvo durante casi toda su vida?

¿Pudo esto ser un factor relevante en su relación con Gisela y Rodolfo?

Estando de pie frente al espejo mirando como Maria José me vestía con una capa tras otra, mientras cerraba todos y cada uno de los botones de mi traje de luto, me vinieron a la mente detalles que recordaba haber leído en algún momento en algún lugar.

 


 

Condujimos en dirección a Heiligenkreuz, casi el mismo camino que rrecorrió la pareja imperial justo un año después de la tragedia, y recordé las palabras de Maria Valeria, que describió con detalle en su diario todo lo que sucedió aquel día.

Se celebró una misa en la capilla recién acabada y visitaron el monasterio en el que habían transformado el pabellón de caza que era Mayerling. (3)

¿Con qué sentimientos se sentó Sisi en aquella iglesia y contempló el altar construido en el mismo lugar en el que estaba la cama en la que encontraron los cadaveres?

Incapaz de llorar y pálida como la muerte, así se describe a la emperatriz en ese momento.

Con la imagen de su „niñito“ en los ojos y la torturada por su sentimiento de culpa.

Aquel día hacía un frio glacial, el sol brillaba y el castillo en el que esperamos que  Rodolfo pasara horas felices, estaba envuelto en neblina. En medio del bosque vienés, rodeado de hermosos cotos de caza.

19642306_1636991903027768_2180655430536940486_n

Foto: Sternenkaiserin.com – Sisi

Los muros que una vez rodearon el castillo, protegen hoy en día el monasterio carmelita del mundo exterior. El pequeño castillo en el que el Príncipe invitaba a sus amigos a disfrutar de jornadas de caza es un lugar tranquilo y lleno de paz.

1024px-Mayerling_1889

Foto: Wikimedia/Commons

En 1886 heredó Rodolfo unos cuantos edificios en Mayerling y decidió cambiarselos al Prior de Heiligenkreuz por el edificio que estaba junto a la iglesia de San Lorenzo y las dos casa que pertenecían al conjunto. (4)

Durante 1887 se llevaron a cabo las reformas necesarias para transformar lo que había en un pabellón de caza con dos secciones. La parte superior, que pertenecía a la antigua hospedería Eipeldauer, se convirtió en las estancias de la pareja Heredera.

Había también en esa planta una zona para los sirvientes y una zona dedicada a la pequeña Archiduquesa, llamada en su honor „el ala Elisabeth“

schloss1

1. Hospedería Gratzer 2. Villa (conocido como el palacete Coburgo) 3. Cuadras (construídas por Rodolfo) 4. Mayerlinghof 5. Jardines (de estilo francés. También el pabellón de Té y la bolera) 6. Pabellón de caza. 7. Portón oeste (Entrada principal al castillo) 8. Ala de servicio 9. Puerta norte 10. Ala Elisabeth 11. Iglesia de San Lorenzo 12. Puerta Sur (por aquí sacaron el cadaver de Mary) Foto: @mayerling.de

El patio tenía un jardín francés con fontanas. (5)

Detrás había otro jardín y una bolera cubierta que también se usaba para prácticas de tiro.

Así mismo había en el castillo viviendas para la dama de compañia de la Princesa, los cazadores y la familia del Príncipe de Coburgo, al igual que habitaciones para invitados y unas cuadras para los caballos.(6)

El 19 de Noviembre de 1887 se unauguró el castillo en presencia de la pareja imperial, el matrimonio Coburgo y varios amigos cazadores de Rodolfo.

Erzsibeth

Archiduquesa Elisabeth Marie. Foto: Wikimedia/Commons

En los dos años hasta su muerte, se organizaron en Mayerling 10 cacerías. Laprincesa Heredera Estefanía solo estuvo en dos ocasiones allí de visita y la pequeña Erszi solo una vez y ¡sin sus padres!

El Conde Hoyos era u invitado asiduo del Príncipe Heredero al igual que su cuñado el Príncipe Felipe de Coburgo, que estuvo presente en casi todas las cacerías.

Hoy en día siguen acudiendo muchas personas a visitar el pabellón de caza. Visitantes que disfrutan del museo y quizás rezan una pequeña oración por el Príncipe.

No es el portón del castillo, si no un centro para visitantes con tienda de souvenirs incluida, lo que recibe a quien se acerca a Mayerling.

A mí personalmente este centro me resultó demasiado moderno y no cabía en la imagen que yo tenía en mente de lo que sería Mayerling.

En empinado camino que lleva hasta la iglesia estaba envuelto en un silencio extraño, roto solamente por algún que otro comentario de mis acompañantes. 

26993528_1636991959694429_1029007012039221072_n

Foto: Sternenkaiserin.com – Sisi

Tengo que confesar que, a pesar de haber visitado muchos lugares, este tenía algo especial, un „aura“ especial por decirlo de alguna manera.

En ningún otro palacio pude sentir la muerte tan cercana como aqui.

Un silencio singular envuelve el edificio, incluso al oirse de vez en cuando las voces de los visitantes, estas voces sonaban lejanas e irreales.

Escortada por mis Husares quienes me abrieron las puertas, entramos en la iglesia.

Dos sillas se habían colocado en el pasillo dentral delante del altar para el emperador y para mi.

Solo se oía en toda la sala el sonido de la cola de mi vestido, lo que provocaba una atmosfera algo fantasmal.

Totalmente de negro y con velo, como no podía ser de otra manera, caminamos por el pasillo en dirección al altar seguidos de toda la corte que tomó asiento en los direfentes bancos de la iglesia.

Ningún otro traje hubiera sido adecuado para esta situación que uno de „luto de la corte“.

Así que no solo yo, si no toda mi corte, llevaba „luto de la corte“ para presentar nuestros respetos al Príncipe austríaco.

La definición de „luto de la corte“ la tomamos al pie de la letra. Eso significa trajes negros, velos negros y joyas negras.

26904568_1636991793027779_1198592393664766534_n

Foto: Sternenkaiserin.com – Sisi

Las Hermanas acudieron a la iglesia, protegidas por supuesto por sus celosías y las campanas tañeron para anunciar el comienzo de la misa.

El Príncipe Heredero era ya desde su infancia, un gran aficionado a la caza, afición que también le proporcionaba grandes alegrias y la oportunidad de pasar algún rato con su padre y quien sabe si quizá incluso tener algún tipo de „intimidad“ con él.

Cuanto mejor eran los logros en este ámbito, mayores eran los elogios que recibía de su padre, a quien él reverenciaba.

Kaiser Franz Joseph I und Kronprinz Rudolf

El Emperador junto a Rodolfo de cacería en 1865. Foto: @austriaforum.at

Abatió a su primer ciervo con 8 años y compartió incontables cacerías con el Emperador.

Pronto comenzaron las cacerías mayores en Salzkammergut y Hochsteiermark.

Su programa de cacería era cada vez mas intenso ya que cada vez recibía mas invitaciones de parte de la aristocracia. Según su diario, de los 365 días del año 1885, pasó 200 en cotos de caza! (8)

Hacia el final de su vida, esta pasión por la caza fue disminuyendo paulativamente.Una de las últimas cacerías de las que formó parte, fue junto al Emperador en Mürzsteg.

El 23 de Enero Rodolfo salió a cazar por última vez.

Österreichisches Staatsarchiv

Rodolfo con ropa de caza. Foto: @österr. Staatsarchiv


 

El Sábado 26 de Enero Rodolfo le comentó a Püchel, su Cazador Jefe, que quería acudir a Mayerling el Martes siguiente para ir de cacería mayor.

El Domingo por la noche y con motivo del cumpleaños del Emperador Guillermo II se celebró una recepción en la embajada alemana a la que acudieron el Emperador, la pareja Heredera y todo el cuerpo diplomático.

Esta recepción fué la última aparición pública del Príncipe. (9)

Rudolf_Habsburg_and_Princess_Stephanie

Rodolfo y Estefanía en su compromiso. Foto: @Wikimedia/Commons

Al día siguiente, el Príncipe trabajó como de costumbre y trás una conversación con el teniente Coronel Alberto Mayer, le comunicó a Püchel que había cambiado de planes y que quería partir ese mismo día. (10)

Las circunstancias exactas en las que Mary Vetsera acudió ese día al Hofburg y como llegó desde allí y con la ayuda del cochero Bratfisch al punto de encuentro acordado desde el cual subió al carruaje junto con Rodolfo en dirección a Mayerling, es algo que prefiero no comentar aquí.

800px-Mary_Vetsera_1887_cropped_(fcm)

Marie Alexandrine Freiin von Vetsera. Foto: @Wikimedia/Commons

Rodolfo comentó a los invitados a la cacería que llegaron al día siguiente que había tenido algunas dificultades para llegar ya que su carruaje se había quedado atascado en la nieve y que al ayudar a sacarlo se había resfriado así él no tomaría parte en la cacería.

Ninguno de los invitados tenía en ese momento ni la menor idea de la presencia en Mayerling de la Baronesa Vetsera. (11)

 


 

Sobre todo lo acontecido en esa noche que habría de cambiar para siempre la historia de Austria, tampoco quiero extenderme aqui, ya que sobre este tema se ha escrito mas que suficiente.

Lo sucedido en esa madrugada del 30 de Enero de 1889 son especulaciones, rumores que hasta el día de hoy se confirman o desmienten añadiendo mas misterio al mito sobre Mayerling.

Los dos únicos testigos oculares, Bratfisch y Hoyos, se contradicen varias veces en sus declaraciones.

Mientras que el Príncipe Coburgo se quedó haciendo guardia en el castillo, el Conde Hoyos partió a toda prisa a Viena para llevar la triste noticia de la muerte de Rodolfo.

Primero se informó a los padres de que Rodolfo había sido envenenado por Mary Vetsera.

No fué hasta la mañana siguiente que el Doctor Widerhofer, que había sido llamado a Mayerling, pudo establecer la causa de la muerte y explicarselo al emperador poco después del medio día. (12)

41-42erstammtischlaa.at

Foto: @41-42 stammtischlaa

 

Mientras que la prensa se hacía eco de la noticia, anunciando la muerte por infarto, por accidente de caza o por derrame cerebral, una Comisión imperial se dirigía a Mayerling. (13)

Los restos mortales del Príncipe se introdujeron en un ataúd de cobre y fueron transportados en tren de vuelta a Viena.

El cadaver femenino fue investigado al día siguiente.

El tren especial que llevaba el cadaver de Rodolfo llegó a la estación sur y fue llevado desde allí al Hofburg donde a partir de las 2 de la mañana, fue velado en su dormitorio.

27073338_1636992056361086_5541374150343459378_n

Foto: Sternenkaiserin.com – Sisi

La noche del 31 de Enero tañeron las campanas de la iglesia de San Lorenzo en Mayerling en la que el Prior Grünbeck celebraba una misa de difuntos en honor del Príncipe fallecido. (14)

La presencia de la Baronesa de 17 años se mantuvo fuera del dominio público y su cadaver fue enterrado en secreto en el cementerio local de Heiligenkreuz en presencia del Conde Stockau y de Alexander Baltazzi. (15)

26991737_1636991826361109_7664334400429198050_n

Tumba de Mary Vetsera en el cementerio de Heiligenkreuz. Foto: Sternenkaiserin.com

Mientras celebrábamos la misa, mis pensamientos volvían a aquel día. ¿Con qué palabras le daría el Conde la terrible noticia de la muerte de Rodolfo a la Emperatriz? ¿Con qué palabras le informaría ella al Emperador de la muerte de su único hijo?

Sobre como pasó la emperatriz esos días tras recibir la noticia de su segundo hijo, escribió la Archiduquesa Maria Valeria en su diario.

Pero de lo que ella sintió, solo podemos imaginarlo. ¿Puede haber para una madre algo peor que tener que enterrar a su propio hijo?

En el caso de Isabel, era la segunda vez que se encontraba en esa situación.

Fuera con el llanto descontrolado de las hermanas o con la estoica tranquilidad de un padre roto, todos sufrieron. Cada uno para sí mismo. Cada uno como buenamente pudo.

Incluso Estefanía se abandonó por un momento a las lágrimas y los lamentos, aunque muy pronto se recuperó y actuó con una frialdad y un distanciamiento que no pasó desapercibida al resto de la familia. (16)

Justo un año después del suicidio de su único hijo, la emperatriz se arrodilló en el mismo lugar en el que yo estaba rezando de rodillas.

27336910_1637027366357555_4089753036972964720_n

Foto: @Christine Kubec

Durante la misa en latín, todos y cada uno de nosotros tenía sus propios pensamientos puestos en aquel fatídico 30 de Enero.

¿Qué lleva a una persona a acabar con su vida?

¿Cuán desesperada debe ser la situación en la que uno cree encontrarse para dar ese paso?

¿Es el suicidio explicable de alguna manera racional?

Ni siquiera las cartas de despedida que dejó nos dan una pista del por qué.

abschiedsbrief_

Carta de despedida de Rodolfo a Estefanía. Foto: @planet-vienna.com

Rodolfo fue velado primero en su dormitorio y después en la capilla del Hofburg siguiendo el estricto protocolo de la corte, dando al pueblo 2 días para despedirse de su Príncipe. (17)

Durante el tiempo en el que solo la familia velaba a Rodolfo, Maria Valeria nos cuenta un detalle que me parece enternecedor.

Gisela se inclinó sobre el cuerpo de Rodolfo y le besó en los lábios. Una muestra del profundo amor fraternal que se tenían.

Fue también Gisela la que estuvo al lado de su padre el 5 de Febrero durante el entierro de Rodolfo en la cript Imperial mientras que la Emperatriz, la Príncesa Heredera y Maria Valeria fueron incapaces de soportarlo y se quedaron en el Hofburg. (23)

Begräbnis von Kronprinz Rudolph

Entierro del Príncipe Rodolfo en la Cripta Imperial de los Capuchinos en Viena el 05.02.1889. Foto: @bildarchiv.austria.at

¿Es posible reprochárselo? Tener que caminar tras el ataúd de su hijo, es algo que ninguna madre puede siquiera imaginarse.

Por respeto al difunto, los mismo cañones que casi 30 años antes anunciaron su nacimiento permanecieron en silencio. En su lugar resonaron las campanas de todas las iglesias del reino, donde durante días se celebraron misas para rezar por la paz del alma del Príncipe.

El periódico „das interessante Blatt“ publicó la descripción del entierro de manera detallada.

„El ritual de la llamada a la puerta“ que todos conocemos del entierro de la Emeratriz Zita o de su hijo Otto no está documentado en tiempos de Rodolfo.

Según los Hermanos Capuchinos, tampoco se llevó a cabo en el entierro de Francisco José. (18)

Todo el reino estaba de luto por el bien amado, progresista y liberal Príncipe. Esta frase del musical „Elisabeth“ lo dice quizás todo: „El Emperador Rodolfo estaba demasiado adelantado a su tiempo“. (19)

 


 

El Prior, ante quien seguíamos arrodillados, rogaba a los santos por el perdón de los pecados.

Sentíamos que perticipabamos en una misa de difuntos por alguien de nuestra familia y la tensión se iba esparciendo lentamente entre todos los presente, así que he de reconocer que me sentí aliviada al abandonar aquel lugar.

26992269_1637027336357558_3934872505540335256_n

Foto: Sternenkaiserin.com – Sisi

Ya desde poco dias después de la tragedia, tuvo el Emperador muy claro su deseo de convertir este lugar en un sitio en el que se rezara día y noche por el alma del Príncipe.

Dió la orden de construir un monasterio.

La elección de la Orden que habría de habitarlo recayó en los carmelitas. Francisco José dejó estipulado en la carta de fundación del monasterio, que las hermanas debían rezar por el alma del Príncipe a diario. (20)

En las primeras páginas de la crónica del monasterio se puede leer que las Hermanas rezarían y honrarían a Dios para con ello purgar los pecados que se habían cometido contra su ley en este lugar. (21)

La misa llegaba a termino y las Hermanas, que habían seguido la misa detrás de las celosías, abandonaron la iglesia.

El sonido de los trajes y los sables de los oficiales eran lo único que se oía mientras nos levantábamos para abandonar también aquel lugar que tanto nos había hecho pensar.

Francisco José, que visitó por primera vez el lugar el 2 de Noviembre de 1889, dijo al despedirse: „Les encargo encarecidamente que rezen mucho por el alma de mi pobre Rodolfo“. (22)

El emperador estuvo un total de 8 veces en Mayerling, cuatro de ella con la Emperatriz a su lado.

Trás el asesinato de su esposa, Francisco José no volvió nunca más a Mayerling.

26907290_1636992153027743_8376549831024140467_n

El pabellón de caza de Mayerling, hoy en día convertido en monasterio Carmelita. Foto: Sternenkaiserin.com – Sisi

Un pabellón de caza convertido en monasterio.

Ya que las celdas de las Carmelitas son siempre simples y austeras, se eliminaron los suelos de parquet, las chimeneas y los estucos de madera.

Solo queda de la decoración original la escalinata de madera de roble.

El „ala Elisabeth“ pasó a ser las habitaciones de la familia imperial en caso de visita, y por tanto se dotaron de lo necesario para ese fín.

La sección de los sirvientes pasó a ser la cocina del monasterio y el refectorio.

Se agrandaron los jardines y los muros se agrandaron.

El pabellón de té del Príncipe se mantivo sin cambios y puede verse surante la visita.

¡El dormitorio se convirtió en iglesia!

La habitación y la zona colindante sirvieron como base para la iglesia neogótica con una base de 7,3 x 14 m.

El altar mayor está situado exactamente en el lugar donde se produjo la tragedia.

Abandonamos el lugar en silencio, alguno de nosotros incluso con alguna lágrima rodando por las mejillas, para seguir con el plan del día. Un día que lo camió todo, que cerró muchas puertas y abrió otras muchas. 

Solo una cosa permanece inmutable, el recuerdo de Rodolfo…

planet-vienna

Foto: @planet-vienna.com


 

Quiero agradeces desde aqui a los responsables de la Abadía de Heiligenkreuz y al Carmel de Mayerling que nos permitieran hacer y publicar las imágenes que acompañan el texto.

Este agradecimiento va también a mis Damas, que me acompañaron ese día y muy especialmente a Maria José, ya que aquel día y en muchos otros, ejerció a la perfección todas las funciones de una doncella de la Emperatriz.

Muy especialmente también mi agradecimiento a Alois, mi Husar mas leal, quien siempre me asesora en todo lo referente a la vida y costumbres militares.

Mi agradecimiento también a todo el equipo de la Cripta Imperial de Viena que tan valiosa información me proporcionó.

~Sisi~


 

Derechos del Texto: Sisi – Maria José

Derechos de imagen: ORF/Kirch Media, ORF.at, Öster. Staatsarchiv, 41-42 stammtischlaa,   planet-vienna.com, sternenkaiserin.com, Christine Kubec, Mayerling.de

No pudieron determinarse otros derechos de autor. En caso de que así fuera, les rogamos se pongan en contacto en

sternenkaiserin@gmx.at

 


 

Notas literarias:

Número/Página

4 – S48, 5 – S59, 6 – S60, 7 – S61, 8 – S62, 9 – S63, 10 – S64, 11 – S65, 12 – S70, 14 – S71, 15 – S72, 20 – S81, 21 – S82, 22 – S83, 23 – S93

Tésis de Peter Rückl 2002

„Mayerling a través de su historia“

(Desde la Iglesia de San Lorenzo a el Carmel San José)

Entregado a la Facultad de Teología Católica de la Universidad de Viena para la consecución del grado académico de Maestría en Teología Especializada.

Tutor: Prof. Univ. Doctor D. Floridus Röhrig CanReg

 

1, 13 Periódico „das interessante Blatt“ edición especial del 2 de Febreo de 1889 – ÖNB

 

„Diario de la hija favorita de la Emperatriz Isabel, Maria Valeria de Austria“

Publicado por Martha y Horst Schad, Editorial Piper gmbH Múnich 6. edición – Julio 2011

2 – S 168

17 – S 169

23 – S 174

 

Fragmento de la canción „Las sombras se alargan“ del musical „Elisabeth“  de Silvester Levay & Michael Kunze; 19

 

 

 

 

 

 

 

Eine Tragödie, die traurigen Weltruhm erlangte.

Mayerling, wer kennt sie nicht die Geschichte über den Tod des Kronprinzen und seiner angebliche Geliebten?

Mehrfach wurden die letzten Tage des österreichischen Kronprinzen verfilmt. 1969 drehte man eine Version mit Omar Sharif als Rudolf und Catherine Deneuve als Mary in den Hauptrollen. Als Kaiserin Elisabeth besetzte man die weltberühmte Ava Gardner.

Mayerling

 Foto: @ORF/Kirch Media

Rudolf Prack schlüpfte zuvor, bereits 1956 in diese tragische Rolle.

An seiner Seite spielten Christiane Hörbiger-Wessely und Lil Dagover, die bereits zum 2. Mal die Rolle der österreichischen Kaiserin übernahm. 1931 spielte sie in „Elisabeth von Österreich“ die Titelrolle.

Kronprinz Rudolfs letzte Liebe

Im Bild: Lil Dagover, Rudolf Prack und Christiane Hörbiger. Foto: @orf.at

Max von Thun spielte 2006 in der 2 teiligen Neuverfilmung neben Klaus Maria Brandauer, der dieses Mal den Kaiser verkörperte.

1831451,mImnab2HXXN3UIAbLZQw3fOn7LyxpEH+PoF7QOkkNfo56y+CqdOQLqy9_w3R68FDRkbxkhKrAiv22aJ4mTB4YQ==

Sandra Ceccarelli, Max von Thun, Daniela Golpashin, Klaus Maria Brandauer, Francesca von Habsburg, Lothar Michael Proksch, Kronprinz Rudolfs letzte Liebe, Kronprinz Rudolf Foto: @orf.at

Unzählige Bücher sind zu diesem Thema der österreichischen Geschichte verfasst worden. Von der Kriminalgeschichte bis hin zu Verschwörungstheorien, immer wieder dient die Tragödie von Mayerling als Thema für Neuerscheinungen.

Ebenfalls 2006 feierte das Musical „Rudolf“ Weltpremiere in Budapest.


 

Irgendwann stand fest, dass auch wir dem Jagdschloss einen Besuch abstatten würden. Ähnlich wie die Kaiserin bei ihrem ersten Besuch anlässlich des ersten Todestages, reisten auch wir dieses Mal mit einer ganzen Gruppe an diesen verwunschenen Ort.

Die Geschichte dieses sehr besonderen Tages möchte ich Euch heute erzählen. Dabei werde ich immer wieder historische Daten in meine Gedanken einflechten und bitte Euch, dies nicht als geschichtliche Dokumentation zu sehen, sondern einfach als das was es ist.

Meine Gedanken und Erinnerungen an Rudolf.

KronprinzRudolf_vonOesterreich(Naturaufnahme)

Foto: Wikimedia/Commons

 

Schon während ich früh morgens meine Haare zu flechten begann, ließen mich die Gedanken an Elisabeth und ihr „Bubi“ nicht mehr los.

101 Salutschüsse erklangen als man die Geburt des Thronfolgers feierte.

Der Kaiserin selbst teilte nach langer, schwerer Geburt mit den erlösenden Worten „A Bua, es is a Bua“ eine Hofdame mit, dass endlich nach den beiden Töchtern der langersehnte Thronfolger geboren wurde.

Was musste es wohl für sie bedeutet haben, endlich die Verpflichtungen gegenüber ihrem Mann und ihrem Volk, wie es die Erzherzogin bezeichnete, erfüllt zu haben?

Was in ihr vorging, als sie völlig erschöpft endlich den Buben sah, ist wohl nur für wenige nachzuvollziehen.

War es Erleichterung, Freude über den langersehnten Sohn oder Trauer darüber, ein weiteres Kind an die Schwiegermutter zu verlieren?

Es liegt mir fern das Verhältnis der Beiden zu beurteilen, oder gar eine historische Aufarbeitung über das Drama von Mayerling zu schreiben.

Ich möchte nochmals betonen, es sind lediglich die Gedanken, die ich mir an diesem Tag zu diesem Thema machte.

Rudolf_von_Österreich-Ungarn,_1862

Foto: Wikimedia/Commons,  Mit nur 2 Jahren trug Rudolf zum ersten Mal die Uniform

 

Mit 101 Salutschüssen hat sein Leben begonnen, mit nur einem Pistolenschuss sollte es auf tragische Weise enden.

Heutzutage kennt man Stillpsychosen und Wochenbettdepressionen, aber zur damaligen Zeit?

Wie kann eine kaum 20 jährige Mutter eine wirkliche Bindung zu ihrem Kind aufbauen, wenn man es ihr weg nimmt?

Wenn kurz zuvor ihre erste Tochter gestorben ist?

All das sind Fragen, die ich mir oft schon gestellt habe, manches Mal ist es aber auch einfacher, etwas aus der Ferne zu lieben.

Wenn man Briefe der Kaiserin an ihren Sohn liest, kann man durchaus meinen, sie liebte ihren Sohn.

Mir ist klar, dass viele hier anderer Ansicht sind, aber für mich steht  fest, dass sie ihn geliebt hat. Auf ihre eigene Weise.

Es ist oftmalig belegt, wie sehr der Kronprinz seine Mutter vergötterte, aber auch darauf will ich nicht wirklich eingehen.

Ich flocht Zopf und Zopf und begann meine Haare aufzustecken, während ich die Szene aus dem Musical vor Augen hatte. Der erwachsene Kronprinz betritt das Zimmer der Kaiserin, bittet sie um Hilfe und beginnt dann das Lied „wenn ich dein Spiegel wär….“

(Elisabeth das Musical – Wenn ich dein Spiegel wär, Michael Kunze & Silvester Levay)

Wie ähnlich waren sich die beiden wirklich? War ihr bewusst, wie sehr er gelitten hatte? Oder waren ihre Fluchten zum Teil auch nur die einzige Möglichkeit – die sie sah – um die „Erziehung“ ihres Sohnes nicht mit ansehen zu müssen?

In einigen erhaltenen Briefen nennt sie ihn „mein liebes Bubi“ selbst die Erzherzogin beschreibt den liebevollen Umgang und den guten Einfluss, den die Kaiserin auf die Kinder hatte.

So schreibt z.B. „das interessante Blatt“ 1889 nach dem Tod des Kronprinzen einen Satz des kleinen Rudi – wie die Wiener ihren Kronprinzen liebevoll nannten – der mich immer wieder berührt:

„der Kaiser nennt mich Rudi, die Mutter ruft mich Bubi und die anderen sagen kaiserliche Hoheit“   (1)

Kronprinz_Rudolf_mit_5_Jahren

Rudolf mit 5 Jahren Foto: Wikimedia/Commons

Maria Jose kam und begann mein Korsett zu schnüren, während meine Gedanken immer weiter kreisten.

Befreite die Geburt des Thronfolgers Elisabeth von ihren ehelichen Pflichten und ermöglichte ihr nun ihre so langersehnte Freiheit?

Dennoch meinte sie später einmal, wenn Rudolf wieder kommen würde, so würde sie sich ihn als Tochter und nicht als Kronprinzen wünschen. (2)

Hatte sie ihn wirklich im Stich gelassen, oder waren es einfach die Umstände, die es nicht erlaubten, den kleinen Prinzen mit derselben Liebe zu überschütten, wie seine jüngere Schwester?

Manches Mal ist es leichter aufzugeben, als zu kämpfen wenn der Gegner übermächtig ist.

Es ist leicht aus heutiger Sicht darüber zu urteilen, ob Elisabeth eine gute Mutter war oder nicht, aber wer fragt sich, wie es ihr dabei gegangen ist?

Franz Josef war als nicht gerade sehr zärtlicher Liebhaber bekannt, wie also hatte eine völlig überforderte und verängstigende 16-jährige all dies empfunden?

Woher stammte ihre lebenslange Abneigung gegen körperliche Nähe?

Vielleicht spielte ja all das auch eine Rolle bei dem Verhältnis zu Rudolf und Gisela?
Während ich vorm Spiegel stand und zusah wie Maria Jose mich Schicht für Schicht anzog, Haken um Haken meines Trauerkleides schloss, kamen mir immer mehr Details in den Sinn, die ich irgendwann und irgendwo einmal gelesen hatte.


 

Wir fuhren über die Landstraße Richtung Heiligenkreuz, ähnlich wie das Kaiserpaar es genau ein Jahr nach dem Unglück tat und ich erinnerte mich an Marie Valeries Worte, die in ihrem Tagebuch diesen Tag ausführlich beschrieb.

Man nahm an einer Messe, in dem inzwischen umgebauten Jagdschloss teil und besichtigte anschließend dann das Kloster, das der Kaiser gestiftet hatte. (3)

Mit welchen Gefühl muss sie in der Kirche gesessen und auf den Altar, an dessen Stelle zuvor das Bett gestanden hatte in dem man den Toten gefunden hatte, geblickt haben?

Unfähig zu weinen und leichenblass soll sie gewesen sein, die Kaiserin.

Geistig ihr „Bubi“ vor Augen und hadernd mit der eigenen Schuld.

Es war ein eisiger Tag, die Sonne schien und das Schloss in dem Rudolf hoffentlich auch schöne Stunden erlebt hatte, lag immer noch im leichten Nebel. Mitten im Wiener Wald, umgeben vom schönsten Jagdgebiet.

19642306_1636991903027768_2180655430536940486_n

Foto: Sternenkaiserin.com – Sisi

 

Die Mauern, die einst das Schloss umgaben, schützen nun das Kloster der Karmelitinnen vor der Außenwelt. Friedlich und still sieht es aus, das kleine Schlössl, in das der Prinz seine Gäste zur Jagd lud.

1024px-Mayerling_1889.jpg

Foto: Wikimedia/Commons

1886 erwarb Rudolf einige Gebäude in Mayerling und tauschte diese dann mit den Patern von Heiligenkreuz gegen die Gebäude neben der Laurentiuskirche mit dazu gehörigen zwei Häusern. (4)

1887 wurden größere bauliche Veränderungen durchgeführt und das Anwesen zum eigentlichen Jagdschloss mit nun 2 Trakten umgebaut. Der obere Teil bestand aus dem ehemaligen Gasthaus Eipeldauer, das zu Wohnräumen des Kronprinzenpaares umgebaut wurde.

Es gab einen ebenerdigen Dienertrakt und einen eigens nach der kleinen Erzherzogin benannten „Elisabeth Trakt“

 

schloss1

skizze Foto: @mayerling.de   1. Gasthaus Gratzer 
2. Villa (sogenanntes Coburg Schlössel) 
3. Pferdestall (von Rudolf erbaut) 
4. Mayerlinghof 
5. Garten (im französischen Stil) mit Teepavillion und Kegelbahn  
6. Jagdschloss 
7. Osttor (Haupteingang zum Schloss) 
8. Dienertrakt 
9. Nordtor 
10. Elisabethentrakt 
11. Laurenzi-Kirche 
12. Südtor (hier wurde Mary hineingeschmuggelt) 
bzw. S Sterbezimmer 
L Loscheks Zimmer 
E Entré-Zimmer 
von hier aus wurde die Tür aufgebrochen

Der Schlosshof bestand aus einem französischen Garten mit Springbrunnen. (5)

Unterhalb des Schlosses befand sich ein zweiter Garten mit einer überdachten Kegelbahn, die auch als Schießstand diente.

Wohnungen für die Hofdame der Prinzessin, die Jäger sowie für die Familie des Prinzen von Coburg befanden sich ebenso im Jagdschloss, wie Gästezimmer und ein Stall für die Pferde. (6))

Am 19. November 1887 wurde das Schloss eingeweiht, als Gäste waren das Kaiserpaar, das Ehepaar Coburg und einige Jagdfreunde von Rudolf geladen.

Erzsibeth

Erzherzogin Elisabeth Marie. Foto: Wikimedia/Commons

In den beiden Jahren bis zu seinem Tod fanden hier nur 10 Jagden statt, Kronprinzessin Stefanie war lediglich 2 mal zu Besuch im Wiener Wald und die kleine Erszi einmal, allerdings ohne ihre Eltern!

 

Graf Hoyos war öfters zu Gast beim Kronprinzen, ebenso wie sein Schwager, Prinz Phillip von Coburg, der bei fast allen Jagden anwesend war.

Heute kommen ebenfalls wieder Gäste nach Mayerling, um das Jagdschloss zu besuchen. Gäste, die das Museum besichtigen und vielleicht das ein oder andere Gebet in der Kirche für den Kronprinzen sprechen wollen.

Statt dem Schlosstor empfängt heute ein modernes Besucherzentrum seine Gäste, um denselben das eine oder andere Souvenir zu bieten.

 

Mir selbst war dieses Eingangsgebäude zu modern, es passte nicht in „mein Bild“ von Mayerling.

Der leicht ansteigende Weg vom Besucherzentrum zur Kirche war in ein seltsames Schweigen gehüllt, unterbrochen nur durch das eine oder andere Schluchzen einer meiner Begleitungen.

26993528_1636991959694429_1029007012039221072_n

Foto: Sternenkaiserin.com – Sisi

Ich muss gestehen, auch wenn ich schon an vielen Orten war, dieser hier hatte eine ganz besondere Aura wenn man es so nennen möchte.

In keinem anderen der Schlösser war für mich der Tod so greifbar wie hier.

Eine eigenartige Stille umfing dieses Gebäude, auch wenn hin und wieder Stimmen von Besuchern erklangen, so wirkten sie doch irgendwie fern und unwirklich.

Eskortiert von Husaren, die die Türen öffneten betraten wir die Kirche.

Man hatte im Mittelgang zwei Stühle bereitgestellt, auf die wir zuschritten.

Nur das Rascheln meiner Schleppe am Steinboden war zu hören, fast ein wenig gespenstisch wirkte die Szene.

Völlig in schwarz gehüllt, wie sollte es auch anders sein, gingen wir an den Bankreihen vorbei, die sich nach und nach mit unserem Gefolge füllten.

Es wäre mir unpassend erschienen, etwas anderes hier zu tragen als Trauer!

Somit war nicht nur ich, sondern an diesem Tag mein „gesamter Hofstaat“ in tiefer Trauer, um dem österreichischen Kronprinzen die letzte Ehre zu erweisen.

Der Begriff der „Hoftrauer“ ist was die Kleidung betrifft exakt festgelegt. Dazu zählt das Tragen von schwarzen Kleidern, schwarzen Schleiern und schwarzen Schmuck.

26904568_1636991793027779_1198592393664766534_n

Foto: Sternenkaiserin.com – Sisi

Die Schwestern erschienen, geschützt durch ihre Gitterwand, um den Gottesdienst beizuwohnen und die Glocken begannen zu läuten.

Der Kronprinz, der von klein auf an Jagden teilnahm und dadurch wohl eine der selten Möglichkeiten fand, Zugang und vielleicht auch ein wenig Zuneigung vom Vater zu bekommen, pflegte die Jagd als eines seiner liebsten Vergnügen.

Kaiser Franz Joseph I und Kronprinz Rudolf

Foto: @austriaforum.at

Je besser die Erfolge des kleinen Rudi wurden, umso mehr Lob erntete er dafür vom übermenschlich verehrten Vater!

 

Bereits mit 8 Jahren erlegte er seinen ersten Hirsch und nahm an der Seite des Kaisers an unzähligen Jagden teil.

Bald schon folgten Hochgebirgsjagden im Salzkammergut und der Hochsteiermark.

Sein Jagdprogramm wurde immer dichter, je mehr Einladungen des Hochadels folgten. So verbrachte er laut seinem Tagebuch von 365 Tagen im Jahr 1885 200 Tage im Revier!!!  (8)

Gegen Ende seines Lebens nahm allerdings diese Jagdleidenschaft zunehmend ab. Eine der letzten Jagden an denen er teilnahm, war an der Seite des Kaisers in Mürzsteg!

Österreichisches Staatsarchiv

Rudolf in Jagdkleidung. Foto: @österr. Staatsarchiv

Am 23. Jänner ging Rudolf das letzte Mal auf die Pirsch.


 

Am Samstag dem 26. Jänner teilte Rudolf seinem Leibjäger Püchel mit, dass er am kommenden Dienstag nach Mayerling fahren wolle, um auf Hochwildjagd zu gehen.

Am Sonntagabend fand anlässlich des Geburtstages von Kaiser Wilhelm II. in der deutschen Botschaft ein großer Empfang statt, bei dem Kaiser Franz Josef, das Kronprinzenpaar und sämtliche Diplomaten erschienen.

Dieser Empfang sollte der letzte öffentliche Auftritt des Kronprinzen werden. (9)

Rudolf_Habsburg_and_Princess_Stephanie

Stephanie und Rudolf bei ihrer Verlobung. Foto: Wikimedia/Commons

Am nächsten Tag arbeitete der Kronprinz wie gewohnt und teilte nach einer Besprechung mit Oberstleutnant Albert Mayer seinem Leibjäger Püchel mit, dass er seine Pläne geändert und nun heute schon hinaus fahren wolle. (10)

Die genauen Umstände, wie Mary Vetsera an diesem Tag in die Hofburg kam und von dort aus mit Hilfe des Kutschers Bratfisch zu dem vereinbarten Treffpunkt gelangte, um in Rudolfs Kutsche Richtung Mayerling zu fahren, möchte ich nicht näher erläutern.

800px-Mary_Vetsera_1887_cropped_(fcm).jpg

Marie Alexandrine Freiin von Vetsera. Foto: Wikimedia/Commons

Den am nächsten Morgen eintreffenden Jagdgästen erzählte Rudolf jedoch von Schwierigkeiten bei der Anreise, dass sein Wagen hängen geblieben sei und er sich beim Anschieben scheinbar erkältet habe, wodurch er an der Jagd nicht teilnehmen würde.

Von der Anwesenheit der Baroness ahnten die hohen Gäste wohl zu diesem Zeitpunkt nichts. (11)


 

Über den Tathergang dieser Nacht, die wohl für immer die österreichische Geschichte veränderte, werde ich mich auch nicht weiter äußern, da es zu diesem Thema mehr als genug Lektüre gibt.

Was genau an diesem Morgen des 30. Jänner 1889 geschah bleibt Spekulation, aufkommende Gerüchte, die sich bis heute halten wurden nicht weiter dementiert und trugen zusätzlich zum Mythos Mayerling bei.

Die beiden einzigen Zeugen Loschek und Graf Hoyos widersprachen sich mehrfach in ihren Aussagen.

Während Prinz Coburg zur Bewachung im Schloss zurück blieb, eilte Graf Hoyos nach Wien, um die Todesnachricht zu überbringen.

 

Dabei wurde den Eltern zuerst die Version einer Vergiftung des Kronprinzen durch Mary Vetsera berichtet.

Erst am nächsten Morgen konnte, der nach Mayerling gerufene Dr. Widerhofer die tatsächliche Todesursache dem Kaiser am Nachmittag selbst mitteilen. (12)

41-42erstammtischlaa.at

Foto: @41-42 stammtischlaa

 

Während bereits erste Zeitungen durch Sonderausgaben über den Tod des Kronprinzen durch Schlaganfall, einen Jagdunfall bzw. einem Herzanfall berichteten, machte sich eine Hofkommission auf den Weg nach Mayerling. (13)

 

In einen kupfernen Sarg gelegt, wurden die sterblichen Überreste des Kronprinzen mit der Bahn zurück nach Wien gebracht.

Die weibliche Leiche wurde erst am nächsten Tag untersucht.

 

Der Sonderzug des Kronprinzen kam am Südbahnhof an und wurde von dort in die Hofburg gebracht, wo Rudolf gegen 2 Uhr morgens in seinem Schlafzimmer aufgebahrt wurde.

27073338_1636992056361086_5541374150343459378_n

Foto: Sternenkaiserin.com – Sisi

Am Abend des 31. Jänner läuteten die Glocken der Laurentiuskirche, in der Abt Grünbeck eine Trauermesse für den verstorbenen Kronprinzen in Mayerling zelebrierte (14)

Die Anwesenheit der 17 jährigen Mary Vetsera wurde der Öffentlichkeit verschwiegen und man setzte sie still und leise im Beisein von Graf Stockau und Alexander Baltazzi am Ortsfriedhof von Heiligenkreuz bei. (15)

26991737_1636991826361109_7664334400429198050_n

Grab Mary Vetsera, Friedhof Heiligenkreuz Foto: Sternenkaiserin.com – Sisi

Die Messe nahm ihren Lauf und in meinen Gedanken lief dieser Tag weiter. Mit welchen Worten teilte der Graf der Kaiserin den Tod Rudolfs mit, die wiederum zum Kaiser ging, um ihm vom Tod des einzigen Sohnes zu berichten.

Wie nun die Kaiserin diese Tage verbrachte, nachdem man ihr den Tod ihres zweiten Kindes mitteilte beschreibt Marie Valerie in ihrem Tagebuch.

Was sie jedoch empfand, bleibt nur zu erahnen. Gibt es für eine Mutter etwas Schlimmeres als ihr Kind zu Grabe zu tragen?
Im Fall von Elisabeth war es nun das zweite Mal, dass sie in dieser Situation war.

Ob es nun die Tränenausbrüche der Schwestern, oder die stoische Ruhe des gebrochenen Vater war, gelitten haben sie wohl alle. Jeder für sich. Jeder auf seine eigene ihm mögliche Art.

Selbst Stefanie ergoss sich für kurze Zeit in Entschuldigungen und Tränen, wirkte aber kurze Zeit darauf zum Entsetzen der restlichen Familie kalt und distanziert. (16)

Genau ein Jahr nach dem Selbstmord des einzigen Sohnes kniete die Kaiserin an der Stelle, an der nun auch ich mich zum Gebet niederließ.

27336910_1637027366357555_4089753036972964720_n

Altar Mayerling, Foto: @christine kubec

Während der teilweise lateinischen Messe machten wir uns wohl alle unsere eigenen Gedanken zu diesen schicksalhaften 30 Jänner.

Was treibt einen Menschen dazu, sein eigenes Leben zu beenden?

Wie aussichtslos muss einem die Lage erscheinen in der man sich befindet, um diesen letzten Schritt zu tun?

Ist Selbstmord überhaupt jemals rational erklärbar?

Selbst die hinterlassenen Abschiedbriefe geben keinen wirklichen Anhaltspunkt über das Warum.

abschiedsbrief_

Foto: @planet-vienna.com – Abschiedsbrief an Stephanie

Rudolf wurde zuerst in seinen Gemächern, streng nach Protokoll und später auch in der Hofburgkapelle aufgebahrt, um dem Volk für 2 Tage die Gelegenheit zu geben, sich zu verabschieden. 

Während in Wien nun die kaiserliche Familie den aufgebahrten Kronprinzen ein letztes Mal besuchte, beschreibt Marie Valerie wieder ein für mich berührendes Detail.

Gisela beugte sich über Rudolf, um ihn auf die Lippen zu küssen. Ein Zeichen der tiefen Liebe der beiden Geschwister. (17)

Gisela war es auch, die ihren Vater am 5. Februar zur Trauerfeier in der Kapuzinerkirche und anschließenden Beisetzung in der Kapuzinergruft begleitete, während die Kaiserin, sowie auch die Kronprinzessin, unfähig an diesem teilzunehmen, mit Erzherzogin Marie Valerie in der Josefikapelle  blieb um zu beten. (23)

Begräbnis von Kronprinz Rudolph

Begräbnis von Kronprinz Rudolph
Vor der Kapuzinergruft.
05.02.1889 Foto: @bildarchiv.austria.at

Kann man es ihr verdenken? Der Gedanke hinter dem Sarg des eigenen Sohnes herzugehen, ist vermutlich für jede Mutter unvorstellbar.

Aus Respekt zu den Toten verstummten die Kanonen an diesem Tag, die vor beinahe 30 Jahren die Geburt des Kronprinzen verkündeten, statt dessen läuteten die Glocken des Landes, in dem man tagelange Messen abhielt, um für die Seele des Kronprinzen zu beten.

In der Zeitung „das interessante Blatt“ wurde die Bestattung sehr eindrucksvoll beschrieben.

Auch das von Otto bekannte „Anklopfritual“ an der Kapuzinergruft ist zu Zeiten Rudolf nicht dokumentiert.

Nach Auskunft der Kapuziner Gruft hatte es auch bei Franz Josef nicht stattgefunden. 

Das ganze Land trauerte um den geliebten Kronprinzen der für Liberalität und Fortschritt stand. „Kaiser Rudolf wird der Zeit entgegen gehen“ lautet eine Textzeile aus dem Musical Elisabeth und damit ist vielleicht alles gesagt. (19)


 

Der Pater, vor dem wir immer noch knieten, rief Heilige und Seelige an, um für die Vergebung der Sünden zu bitten.

Fast als wäre man bei einer Totenmesse eines Angehörigen fühlte es sich an, die gedrückte Stimmung breitete sich immer weiter aus und am Ende war ich ehrlich gesagt froh, diesen Ort bald verlassen zu können.

 

Bereits wenige Tage nach dem Unglück stand der Beschluss des Kaisers fest, aus dem Jagdschloss einen Ort zu machen, an dem Tag und Nacht für die Seele des Prinzen gebetet würde.

Er gab den Auftrag zur Errichtung des Klosters.

Die Wahl der Ordensgemeinschaft fiel auf die unbeschuhten Kameliterinnen. Franz Josef selbst legte im Stiftungsbrief des Klosters fest, dass die Schwestern täglich für das Seelenheil des Kronprinzen zu beten haben.  (20)

In den ersten Seiten der Klosterchronik steht geschrieben, die Schwestern wollen Jesus Christus anbeten und ehren, um dadurch die Beleidigungen Gottes gut zu machen und diese zu sühnen, welche hier geschehen sind. (21)

Der Gottesdienst näherte sich seinem Ende und die Schwestern, die hinter der vergitterten Wand ihren Platz eingenommen hatten, verließen die Kirche wieder.

Kleider raschelten, Säbel klirrten und wir erhoben uns immer noch schweigend, um ebenfalls diesen denkwürdigen Ort zu verlassen.

26992269_1637027336357558_3934872505540335256_n

Foto: Sternenkaiserin.com – Sisi

Franz Josef selbst verließ Mayerling nach seinem ersten Besuch im Kloster am 2. November 1889 mit den Worten „Ich kann Ihnen nicht genug empfehlen, für meinen armen Rudolf zu beten“ (22)

Kaiser Franz Josef war insgesamt 8 Mal in Mayerling zu Besuch bei den Ordensschwestern, vier Mal war Kaiserin Elisabeth an seiner Seite.

Nach der Ermordung der Kaiserin, kam Franz Josef nie wieder in das Jagdschloss im Wiener Wald.

 

26907290_1636992153027743_8376549831024140467_n

Jagdschloss Mayerling – heute Kloster der Kamelitinnen. Foto: Sternenkaiserin.com – Sisi

 

Ein Jagdschloss wird zum Kloster.

Da die Zellen der Kamelitinnen ganz schlicht und einfach ausgestattet sind, wurden sämtliche Parkettböden, Kamine und Holzlamperien herausgerissen.

Unverändert bis heute blieb das Treppenhaus mit der Eichenholzstiege.

Der sogenannte „Elisabeth Trakt“ sollte zum Quartier für die kaiserliche Familie bei möglichen Besuchen dienen, daher wurde das bereits schadhafte Dach erneuert und die Zimmer mit dem nötigsten eingerichtet.

Im ehemaligen Dienertrakt entstanden die Klosterküche und das Refektorium.

Der Garten wurde vergrößert und mit einer hohen Mauer umgeben.

Der Teepavillion des Prinzen blieb unverändert erhalten und ist im Rahmen einer Führung zu besichtigen.

Das Schlafzimmer wird zur Kirche!

Das Sterbezimmer und die angrenzenden Räume wurde abgerissen und auf einem Grundriss von 7.3 x 14m eine neugotische Kirche erbaut.

Der Hochaltar wurde auf Wunsch des Kaisers direkt an der Unglücksstelle errichtet.


 

Schweigend verließen wir diesen Ort, der eine oder andere mit Tränen in den Augen, um unseren Tag fortzusetzen. Einen Tag, der alles verändert hatte, der Türen schloss und Neue öffnen sollte.

Nur eines wird bleiben, die Erinnerung an Rudolf…..

planet-vienna

Rudolf, Kronprinz von Österreich und Ungarn (vollständiger Vorname Rudolf Franz Karl Joseph; * 21. August 1858 auf Neues Schloss Laxenburg; † 30. Jänner 1889 auf Schloss Mayerling) war der einzige Sohn von Kaiser Franz Joseph I. und Kaiserin Elisabeth. Er war staatsrechtlich Kronprinz des kaiserlichen Österreich (Cisleithanien) und des königlichen Ungarn. Wie alle habsburgischen Prinzen trug er, den Hausgesetzen des Hauses Habsburg-Lothringen entsprechend, den Titel Erzherzog, im Ungarischen: főherceg, und war mit Kaiserliche und Königliche Hoheit anzusprechen. Bild: @planet-vienna.com

 


 

Ich bedanke mich beim Stift Heiligen Kreuz und dem Karmel Mayerling für die freundliche Genehmigung zur Aufnahme der Bilder.

Mein Dank gilt auch meinen Damen, die mich an diesem Tag begleitet haben, ganz besonders unserer Maria José, die die Aufgaben einer Zofe an diesen Tagen übernommen hat.

Außerdem möchte ich mich auch bei meinem treuen Husar Alois bedanken, der mir stets mit Rat und Tat in militärischen Dingen zur Seite steht!

Mein Dank geht ebenfalls an das Team der Kapuziner Gruft, das mich mit wertvollen Informationen unterstützte!

~Sisi~

 


 

Textrecht: Sisi

Bildrechte:

ORF/Kirch Media, ORF.at, austriaforum.at, österr. Staatsarchiv, 41-42 stammtischlaa, planet-vienna.com, sternenkaiserin.com – Sisi, Christine Kubec, Mayerling.de

Es konnten keine weiteren Urheberrechte zu den Bildern festgestellt werden. Sollten wir gegen ein Urheberrecht verstoßen haben, bitten wir um Kontaktaufnahme: sternenkaiserin[at]gmx.at

Literaturhinweise:

Nummer / Seite:

4 – S48, 5 – S59, 6 – S60, 7- S61, 8 – S62, 9 – S63, 10 – S64, 11 – S65, 12 – S70, 14 – S71. 15 – S72, 20 – S81, 21 – S82, 22 – S83, 23 – S93

Diplomarbeit von Peter Rückl 2002

„Mayerling im Verlauf seiner Geschichte“

(von der Laurentius-Kapelle zum Karmel St Josef)

Eingereicht an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Wien zur Erlangung des akademischen Grades eines Magisters der Theologie der fachtheologischen Studienrichtung

Betreuer: Univ. Prof DDr Floridus Röhrig CanReg

 

1, 13, Das interessante Blatt, separat – Ausgabe, 2. Februar 1889 – ÖNB 

Das Tagebuch der Lieblingstochter von Kaiserin Elisabeth, Marie Valerie von Österreich, Herausgegeben von Martha und Horst Schad, Piper Verlag gmbH München Zürich, 6. Auflage – Juli 2011 

2 – S 168, 

17 – S169, 

23 – S174

Textauszug Elisabeth das Musical – Die Schatten werden länger, Silvester Levay & Michael Kunze: 19

Cuando el Niño Jesús llegó a Totzenbach…

Todo comenzó en algún momento de Septiembre, cuando Marie me dijo que necesitaba un vestido nuevo.

Uno de terciopelo, del estilo del verde oscuro.

25439026_1146103415526072_7769114068340573931_o

Foto: Sternenkaiserin.com

Por supuesto le pregunté: Para qué?

La respuesta que me dió no satisfizo a „Doña Curiosa“ como siempre me llama.

„No te lo voy a decir, es una sorpresa!“

Pues vale, hemos vivido tantas cosas en los últimos meses, que yo ya sabía que si Marie dice que voy a necesitar un traje nuevo, seguro que tiene razón.

Empezé a buscar la tela adecuada, pedí algunas muestras y el tiempo empezó a pasar.

Viajamos a Merano, tuvimos el Meet and Greet en el hotel Kaiserhof y yo seguía sin encontrar el material o el diseño ideal.

25438795_1142963932506687_7766389365758448993_o

Foto: Sternenkaiserin.com

Con cada conversación yo ntentaba sonsacar información sobre el secreto, pero la señora se mantuvo firme.

Ni una sola palabra se le escapaba!

Por fín y después de una larga espera y un pequeño fallo en el pedido, me llegó la tela que tanto esperaba dos semanas antes del gran día.

Siempre que hablábamos, oía por parte de Marie siempre la misma pregunta: está ya listo el vestido?

No, por supuesto que no está listo. La forma básica la tuve pronto preparada, corte las piezas y comenzé a coser la falda.

26230913_1622517837808508_8047175931930660208_n

Foto: Sternenkaiserin.com

12 metros de terciopelo violeta oscuro.

Aquel de vosotros que haya trabajado alguna vez con terciopelo sabe lo engorroso que es, acabas con pelusilla por todas partes.

Mi habitación de costura estaba cubierta por una capa de pelusa de terciopelo y yo seguía sin tener una idea clara de como sería la parte de arriba del vestido una vez terminado.

Trabajaría sobre la misma idea básica del vestido verde. El mismo corte y manga larga.

Hasta ahí todo bien. En ese momento ya habíamos confirmado que nuestra Maria Jos´€ ese día también iba a estar presente, y ella me aseguraba de la manera mas convincente, no saber absolutamente nada de lo que sea que nos esperaba.

Por esas fechas teníamos planeados 3 días en Viena.

El primer día visitaríamos la Casa de las Palmeras de Schönbrunn, que para honrar la visita de su emperatriz, había colocado las Flores de Pascua antes de lo normal.

25440007_1145870858882661_3106002903812547103_o

Foto: Sternenkaiserin.com

El segundo día estábamos invitadas a viajar en el Majestic Train Imperator y a visitar el Palacio Schloss Hof.

25594137_1147839538685793_9041311889831396167_n

Foto: Sternenkaiserin.com

El tercer día sería el planeado para la sorpresa.

Entre tanto yo había conseguido sacarle una pequeña información a Marie. Me reconoció que íbamos a visitar „una peluquería de caballeros de siria“ en donde yo debía cambiarme.

Si, claro… Una peluquería de caballeros Siria!! Me quedó claro que debía de ser un mal chiste. Al menos yo estaba convencida de ello!

Llegó un momento en que desistí de cintentar sacarle información a Marie y decidí concentrarme solamente en el vestido.

Mientras buscaba mi corona de adviento para este año, recordé que tenía por algún lado una cinta de seda violeta y me dispuse a buscarla.

26219405_1622517771141848_3822063786402460921_n

Foto: Sternenkaiserin.com

La imagen del vestido se aclaró por completo en mi mente y rapidamente comenzó a tomar forma física.

Y se cambiaron las tornas. Ahora era Marie la que quería saber todo el rato como era el vestido.

Mi comentario de:“Dime para que es y te enseño una foto“ recibía siempre un „pfff“ como respuesta.

Estábamos en tablas. Ella callaba y yo también.

Cualquiera que nos conozca sabrá lo dificil que es eso para nosotras.

Entretanto comenzé a coser unos volantes en forma de corazón con la cinta de seda algo que se usa para decorar Dirndl (traje nacional austríaco) pero que era ideal para adornar mi vestido.

 

 

26220154_1622517667808525_531514300059623332_n

Foto: Sternenkaiserin.com

Los volantes estaban cosidos al vestido, pero le faltaba algo! perlas y lazos. Naturalmente el vestido tenía que llevar algo de encaje.

26219228_1622517554475203_8085022555216828437_n

Foto: Sternenkaiserin.com

Los días y noches pasaron casi sin darme cuenta y el vestido seguía sin estar terminado. Por si fuera poco, supe que debía coser otro vestido nuevo, ya uqe el que estaba planeado para el tren no nos servía.

Así que me encontre con que tenía una semana para acabar el vestido de terciopelo y para coser uno polisón nuevo que fuera adecuado para el frio del invierno.

No hace falta que os diga la cantidad de sueño que acumulé aquellos días. Como no tenía bastante trabajo, se anunció que para la fecha convenida esperábamos un frente frio, así que me tocaba hacerme un sombrero que me protegiera de las frias temperaturas que nos esperaban durante horas en el mercadillo de navidad en el Palacio Schloss Hof.

26169615_1152735784862835_8864462275556031167_n

Foto: Sternenkaiserin.com

Cada vez que llamaba a Marie, ella me contestaba: „Aún tengo que hacer esto y lo otro, no tengo tiempo…“

Y cada vez que ella me llamaba a mí, solo la contestaba llevando mis auriculares para poder tener las manos libres y poder seguir cosiendo.

Un pequeño consejo que os doy: Si coséis con los auriculares puestos, intentad colocaroslos por debajo de la camiseta, el cable y las tijeras no son buena combinación… 😉

Al final y en el último momento, todo quedó acabado, o al menos casi todo.

Aún quedaban algunos botones que coser en el sombrero, bueno, y conseguir introducir en el coche las mil cosas que debía llevarme. Y para ello, me tocaba levantarme prontito.

El despertador sonó a las 4 de la mañana para poder terminar todo a tiempo.

Pero bueno, de vuelta a la historia:

Los dos primeros días fueron según estaba planeado. Como yo ya tenía todo terminado, podía relajarme, pero Marie se ponía mas nerviosa cada momento que pasaba.

La noche antes de la sorpresa ella estaba realmente al borde de un ataque de nervios.

Y seguía hablando de no se que „Peluquero de caballeros de Siria“.

Y yo no la hacía caso por que eso solo podía ser algún tipo de broma.

Y por fín llegó el día.

Desayunamos las tres juntas y yo empezé a ponerme nerviosa cuando ví que Marie apareció con un elegante traje de chaqueta y con el pelo recogido. Que tenía planeado?

Maria José seguía asegurándome que ella no sabía nada de nada.

Preparamos el coche y salimos del hotel con destino desconocido.

Abandonamos la ciudad y entramos en la autopista. De pronto paró en un área de servicio y me quitó el telefono de las manos, según ella, para que no pudiera buscar en google donde estábamos. Como si yo fuera capaz de averiguarlo…

Yo y mi sentido de la orientación… Podría haberme puesto un mapa de carreteras en la mano y yo seguiría sin tener ni idea de donde estábamos.

Seguimos por la carretera hasta que en un punto abandonamos la autopista y nos encaminamos hacia un pequeño pueblecito.

De pronto aparcamos y ya os podéis imaginar mi cara cuando ví que realmente estábamos delante de UNA PELUQUERÍA DE CABALLEROS DE SIRIA en medio de la Pampa!

Yo no tenía ni idea de en que provincia estábamos y Marie me arrastraba con una sonrisa de oreja a oreja hacia una PELUQUERIA DE CABALLEROS DE SIRIA!!

A mi se me desencajó la mandíbula literalmente cuando me dí cuenta de que no era ninguna broma y entré en la peluquería totalmente en shock.

Nos saludó un señor encantador que dejó a su cliente esperando y nos ofreció un café y nos preguntó si necesitabamos algo.

Yo negué con la cabeza y dejé que Maria José me vistiera. Y al fín llegó el momento en que corrimos la cortia y Marie pudo contemplar el vestido que tanto había deseado.

Hay una frase que mi abuela solía decir y que le quedaba que ni pintada a Marie en ese momento: „Merece la pena morir por haber vivido este momento“. Todo el esfuerzo valió la pena solo por ver su reacción.

Se quedó ahí de pie sin poder hablar con lágrimas corriendo por sus mejillas, cosa que no pasa muy a menudo con nuestra Marie, siempre tan fuerte y entera.

En ese momento yo no sabía aún lo que me esperaba.

El señor Mohammed, el dueño de la peluquería estaba también impresionado y me preguntó amablemente si se me podía acercar.

Miré a Marie preguntándole y respondí que si. El se acercó y comenzó a perfeccionar mi peinado con laca, colocando algún que otro cabello rebelde e incluso retocó mi maquillaje mientras su cliente seguía sentado con el cabello húmedo esperándole.

Una vez que estuvimos preparadas, nos despedimos del „peluquero de caballeros de Siria“ y volvimos a montar en el coche.

26219206_1622533681140257_7650002371427557357_n

Foto: Sternenkaiserin.com – Maria José

Pero Marie no sería Marie si no hubiera preparado todo hasta el último detalle. Con un pañuelo de seda mevendó lo ojos y me dijo simplemente:

„Avísame si te mareas y paramos“

Que amable! Así que ahí estaba yo, cargando con 12 metros de terciopelo además de varias capas de enaguas, con los ojos vendados y en un coche bastante estrecho.

Las maravillosas descripciones paisajísticas de nuestra querida amiga española estaban consiguiendo que sintiera que me iba a dar un ataque de ansiedad.

„Aqui no hay nada. Campo y monte. Nada mas. Ni siquiera una Iglesia o algo!“

De repente oí un grito: „Me he perdido! esperad, voy a preguntar direcciones“

Marie paró el coche y se bajó mientras Maria José seguía contándome todo lo que NO veía.

Yo estaba a punto de tener una taquicardia y de los mismos nervios empezé a cantar canciones del musical „Elisabeth“.

Maria José me contaba sobre unos árboles y no se qué de una señor mayor que indicaba direcciones con los brazos. Ella me convenció de que aqui no íbamos a poder hacer ninguna foto, que no había nada, por supuesto ningún castillo o iglesia ni nada por el estilo.

Por fín volvió Marie y condujimos unos metros mas. Volvió a parar y recuerdo que pensé: No puede ser un castillo, por que se vería desde lejos, verdad?

Marie se bajó del coche y abrió mi puerta diciendo:“Bájate pero no te caigas“

26231281_1622496764477282_1376541768539477983_n (1)

Foto: Prinz Barbara Fotografie mit Herz

Que graciosa! Ciega y con un vestido con crinolina! Como no es bastante dificil bajarse de cualquier sitio con un vestido así, vamos a hacerlo mas complicado haciendo que no veas nada, no?

Os advierto encarecidamente que no lo intentéis!

Me bajé como pude y podía sentir cada piedrecita en las suelas de mis zapatos. Marie me giró hasta la posición correcta y me quitó la venda de los ojos.

Lo primero que vi fueron unas fontanas.

LAS FONTANAS – MIS FONTANAS

26805067_1622496741143951_4805082622894326696_n

Foto: Prinz Barbara Fotografie mit Herz

Pero por si acaso no era bastante con haberme traido a mi castillo, también estaban allí muchos de nuestro amigos.

Estaban todos el en portón de entrada en silencio absoluto, incluso mi Única estaba allí!

Mi pequeña y querida Maria Valeria estaba en Totzenbach!

26196146_1622496804477278_5549942144128971617_n

Foto: Prinz Barbara Fotografie mit Herz

Todos lo que significan algo para mí, estaban allí. Solo uno faltaba.

Mi pequeño Rodolfo, a quien el emperador no le había permitido venir…

Qué puedo deciros, aún hoy se me saltan las lágrimas al recordar ese día.

Tras un saludo lleno de lágrimas, nos encaminamos al castillo donde nos esperaba la siguiente sorpresa. Habia un árbol de navidad enorme en el salón.

25626235_1148313898638357_3852501716672500511_o

Foto: Prinz Barbara Fotografie mit Herz

Sobre el árbol de navidad también tenemos una anécdota. Un par de días antes ví en una revista una foto de un árbol de navidad en la Albertina y llamé corriendo a Marie diciendole: Yo quiero ir ahí! Tan profesional como ella es, llamó para informarse, pero nos dijeron que justo ese fin de semana era imposible visitar el árbol de navidad. Como yo normalmente me creo todo lo que me dice Marie, quedé algo decepcionada, pero bueno, es lo que había.

Después me confesó que por supuesto, realmente nunca había llamado 😉

Con Maria Valeria de la mano, entramos en las estancias que habían preparado para nosotros. En el salón nos esperaban coronas de adviento y juguetes. Mi Herzi cantó villancicos conmigo y estuvimos jugando un rato.

25311341_1141795045956909_8248051087407073033_o

Foto: Prinz Barbara Fotografie mit Herz

Una caja de música, un cascanueces y lo mejor de todo, ¡un caballito  balancín! Todo estaba preparado para pasar las navidades en familia.

25626427_1149305255205888_7938828843050811223_o

Foto: Prinz Barbara Fotografie mit Herz

Encendimos velas y cominos galletas. Yo aún seguía sin poder creérmelo.

Navidades en „Totzi“ –  como ha pasado a llamarse para nosotras.

Pasar la nochebuena aqui, en un castillo que ya en Agosto significó tanto para mí, ¡fue algo único! Fué la fiesta de navidad mas bonita de mi vida.

25734350_1150106701792410_7153459835778424756_o

Foto: Prinz Barbara Fotografie mit Herz

Llegó el momento de la despedida y de pronto desaparecieron todos.

Nuestro querido dueño del castillo se me acercó diciendo: „Majestad, hay una sala que me gustaría mostraros.“ Por supuesto fué para mí un honor seguirle.

Y allí estaba: ¡El Niño Jesús! (Aclaración: en Austria es el Niño Jesús el que trae los regalos la noche del 24 de Diciembre, MJ)

26173000_1149868251816255_1315183782503177697_o

Foto: Prinz Barbara Fotografie mit Herz

En el salón de fiestas había una preciosa mesa decorada y otro árbol de navidad. Las velas encendidas en bellos cadelabros, arreglos florales una tarta y muchos regalos.

26731414_1622496844477274_4917433068320039167_n

Foto: Prinz Barbara Fotografie mit Herz

La caja de música que estaba montada dentro del soporte del árbol de navidad, tocaba una suave melodía y mi Única se acercó a mí.

26239106_1622488904478068_1657442343475111775_n

Foto: Prinz Barbara Fotografie mit Herz

Era todo tan sobrecogedor, que me quedé sin palabras.

Se encendieron las velas del árbol y escuchamos a los niños cantores de Viena entonar „Noche de Paz“.

No podía haber sido todo mas navideño.

Mi Herzi me acercó a la mesa para mostrarme la tarta.

26229416_1622488854478073_7006846285989315872_n

Foto: Prinz Barbara Fotografie mit Herz

Mi tarta de cumpleaños que había sido traida aqui por Demel desde Viena.

Una tarta de chocolate con violetas en mi color favorito.

26814821_1622496604477298_6315839491283601728_n

Foto: Prinz Barbara Fotografie mit Herz

No puedo deciros cuantas nochebuenas se habrán celebrado en el castillo, pero si que puedo asegurar que no ha habido muchas como esta.

26195743_1622488804478078_3023973528135810658_n

Foto: Prinz Barbara Fotografie mit Herz

Una fiesta llena de amor y amigos, no podía haber sido mas bonito.

26219960_1622489221144703_8294399692774653789_n

Foto: Prinz Barbara Fotografie mit Herz

¡Marie se superó a sí misma! Me hizo el mejor de los regalos y eso justo un año después de regalarme su amistad.

26239159_1622489174478041_7938364380344627252_n

Foto: Prinz Barbara Fotografie mit Herz

Estoy muy agradecida de tener una amiga y compañera tan especial como tu, por que no hay nadie que me apoyede manera mas fiel y leal que tú.

Puedo decir, y creo que puedo hablar también por todos aquellos que estaban presentes, que ¡fue una velada maravillosa!

No nos regalaste simplemente una fiesta o una excursión a un castillo inpagable, no, tu nos regalaste la Navidad.

Me regalaste la mejor navidad y el mejor cumpleaños de mi vida.

Este año, ¡tu has sido el Niño Jesús para todos nosotros!

¡Gracias!


 

Como suele pasar, nuestro Niño Jesús tuvo un par de diligentes ayudantes a los que agradezco de corazón todo lo que hicieron y a los que me gustaría repartir un par de premios:

  •  El Oscar a la mejor actriz va para: ¡María José! ya que siempre que la necesitamos, viaja por su cuenta y gasto desde Suiza para describirnos los maravillosos colores del paisaje. Durante semanas nos hizo creer de la manera mas convincente que no sabía nada de lo que nos esperaba y con ello se ha ganado este premio.
  • El premio a la mejor actriz secundaria va para: ¡Ursi! Siempre está a mi lado, pase lo que pase, organiza galletas y siempre tengo en ella un hombro sobre el que llorar.
  • El premio al mejor asistente de dirección va para: ¡Markus! El hombre que simpre permanece en la sombra ocupándose de todos los temas importantes – Transporte de tartas, viajes a correos, …
  • La mejor directora de cámara: ¡Bárbara! Para ella ningún camino es demasiado largo para venir a colocarme en la luz apropiada.
  • El premio de este año al mejor lector va para: ¡Peter! Gracias por preparar tan rapidamente tanto textos 😉

Quiero agradecer de manera muy especial a la familia Berger todo lo que hicieron por mí. Sin ellos, sin su permiso y ayuda, nunca hubieramos podido celebrar esta navidad de cuento de hadas.

Os deseo a todos un feliz año nuevo y que todos encontréis a „Vuestra Marie“ para que os ayude a realizar todos vuestros sueños.

De hecho, estas líneas del musical Schikaneder se han conbertido en nuestro Himno:

Yo sueño a lo grande

Yo también

No no es una respuesta para mí

Somos fuertes, somos libres

Nada ni nadie nos va a detener

Por que nosotros soñamos a lo grande!

 


 

Derechos del texto: Sisi

Fragmento del texto: Schikander – El Musical – Yo sueño a lo grande

Música y texto de Stephen Schwartz: traducción al alemán de Michael Kunze

Derechos de imagen: Prinz Barbara, Sternenkaiserin.com

No se pudieron entrontrar otro derechos de autor. Si se diera el caso, por favor, contáctenos en:

sternenkaiserin@gmx.at