Archiv | Dezember 2018

Kaiserin Elisabeth als sie noch Herzogin war – eine glückliche Kindheit (Teil 1)

 

Foto: Wikimedia/Commons Bild: Anton Einsle

Sisi, Sissi, Sissy, Beta, Sethy, Liesl, Elise, Rose vom Bayernland. Viele Namen, Schreibweisen und Anekdoten ranken sich um Kaiserin Elisabeth. Zu ihrem Mythos hat viel Romy Schneider in der Sissi-Trilogie viel beigetragen. Dass Kaiserin Elisabeth einmal so berühmt wird, verdankt sie im Prinzip dieser wunderschönen Schauspielerin und dem Musical Elisabeth (der Beitrag kann hier nachgelesen werden).

Bevor ich mich jedoch mit ihrem ambivalenten Leben befasse, beginne ich wie immer – am Anfang.

Schon hier geht die Literatur weit auseinander. Die Einen schreiben, Herzog Max sei schon während der Geburt von Elisabeth wieder über alle Berge gewesen, die Anderen sagen, er fuhr erst einen Monat später in den Orient. Was ist wahr? Was ist Legende? Was ist Film? Was ist erfunden? Auch ich werde das alles nicht aufdecken können. Aber ich werde mich bemühen, ein Licht ins Dunkel zu bringen.

Elisabeth wurde in ein Herzogshaus geboren. Demnach war ihr Titel von Geburt an: Elisabeth Herzogin in Bayern. Genau das war nämlich das Problem. Sisi war nur eine Herzogin. Ihre Mutter wurde als Königstochter geboren, wurde mit Herzog Max in Bayern vermählt und wurde demnach „königliche Herzogin“. Später sollte genau dieses „in“ Bayern Elisabeth mächtige Probleme bereiten. Was ihr widerfahren ist, würde man heute Mobbing nennen.

Ludovika haderte Zeit ihres Lebens mit ihrer Hochzeit und „Degradierung“ zur Herzogin.

Foto: Wikimedia/Commons Auguste de Beaurharnaise

Ab 1845 wurde Herzog Max in Bayern die Anrede „königliche Hoheit“ von König Ludwig I. gewährt. Was genau der Adelstitel von Herzog Max bewirkte, könnt ihr hier nachlesen.

Auch wenn das Wort „Prinzessin“ und „Prinz“ so hübsch klingen; die herzoglichen Kinder waren NIE Prinzessinnen oder Prinzen. Warum im Prinzip in fast jeder Biografie über Kaiserin Elisabeth von „Prinzessin Elisabeth“ die Rede ist, ist nicht erklärbar. Die Mär der Prinzessin wurde natürlich auch im Film „Sissi“ aufgegriffen und zieht sich durch bis zur gleichnamigen Zeichentrickserie, wo unsere dunkelhaarige Kaiserin, sogar blond ist. Aber nicht nur die Historiker und Filmregisseure dieser Welt haben diese Mär verbreitet, sondern auch die Hofzeremonienmeister jener Zeit. Wenn man sich den Chronik-Eintrag von Innsbruck* durchliest, wird man stutzig. Hier wird sogar Herzog Carl (= gemeint ist Karl Theodor) als Prinz betitelt, was schon sehr merkwürdig ist. Nicht nur, dass Elisabeth keine Prinzessin war, so waren die Buben auch niemals Prinzen. Aus heutiger Sicht kann es nur so erklärt werden, dass man annahm, dass eine königliche Tochter (also Ludovika), Prinzen und Prinzessinnen gebar. Doch der Umstand ihrer herzoglichen Heirat, verbot diesen Titel. Wenn man sich mit der Wittelsbacher Literatur beschäftigt, werden aber niemals die Buben der Familie als „Prinzen“ betitelt. Also warum Elisabeth (und manchmal auch Helene)?

Eine mögliche Erklärung liefert wahrscheinlich der bayrische Volksmund selbst. Diese betitelten die herzoglichen Töchter (und zwar nur die Töchter) gerne als „Prinzessin“. Und da später Kaiser Franz Joseph gar keine Herzogin heiraten hätte dürfen (nicht standesgemäß), wurde Elisabeth, wie sie zur Kaiserin wurde, anscheinend eine Prinzessin. Und wenn man später seine strikte Ablehnung bei unstandesgemäßen Hochzeiten sieht, ist es erstaunlich, dass er selbst hier wohl bei sich das größte Auge zudrückte. Nicht aber der elitäre, arrogante und militante Wiener Hof. Eine „nicht Prinzessin“ auf dem kaiserlichen Thron war für die Adeligen jener Zeit ein Frevel. Denn der Kaiserin-Titel hätte nur einer königlichen oder gar kaiserlichen Tochter weitergegeben werden dürfen. Und eine Prinzessin (oder Prinz) ist nur jenes Kind, welches aus einem königlichen oder kaiserlichen Hause kommt. Dies gilt im übrigen bis heute!** Aber natürlich hat ein Kaiser immer mehr Rechte, als alle anderen und so setzte er sich durch.

Bereits in den frühesten, von Kaiser Franz Joseph in Auftrag gegebenen Biografien von Kaiserin Elisabeth liest sich das so: „Auf Schloss Possenhofen erblickte Elisabeth Amalia Eugenia am 24. Dezember 1837 das Licht der Welt. Schon sehr früh zeigte die kleine Prinzessin Elisabeth ein lebhaftes Interesse für die Natur und die Vorgänge derselben, eine Neigung, die von ihren fürstlichen Eltern mit liebevoller Freude genährt und gefördert wurde.“ (1)

Foto: Wikimedia/Commons Elisabeth von Preußen

1905 heißt es “ ….; „Prinzeß Elisabeth, als zweites Töchterchen und hochwillkommenes Christkind eingekehrt am 24. Dezember 1837 in München beim glücklichen Elternpaare…“ (2) 

In einem Kinderbuch liest sich das so: „Hört, ihr Freunde, was geschehen, an der schönen Isar Strand, hört…“ Die Stimme des Bänkelsängers klang dünn und brüchig durch die Nacht. Der Winter war in diesem Jahr schon früh mit bissiger Kälte über München hergefallen und hatte die Stadt in einen klirrenden Mantel gehüllt. Vor dem Mund des Sängers bildeten sich im Takt des Liedes kleine Wolken, sie zögerten kurz und lösten sich dann in einer eisigen Luft auf. … „Weihnachten ist, da ist das Theater geschlossen, sogar das Café Chantant im Palais Max. Aber wenns wahr ist, sorgt der Allmächtige dort gerade für höchsten Nachwuchs, prinzlichen sozusagen.“ „Oder prinzesslichen, wies der Herrgott halt will“, fügte er hinzu. (3) 

Um es zu vervollständigen, müsste ich hier ca. 20 – 25 Bücher zitieren, was ich mir – ihr verzeiht mir hoffentlich – erspare. Allerdings möchte ich euch noch ein Zitat aus einem Kinderbuch vorstellen. Geschrieben wurde es von der Historikerin Gabriele Praschl-Bichler: „Vite! Vite! Les enfants! Viiite!“ („Rasch! Rasch, Kinder! Raaasch!“) Eine Gouvernante treibt die ihr schutzbefohlenen Mädchen zum rascheren Gehen an. Dabei spricht die Erzieherin mit den Kindern französisch, weil das damals alle feinen und gebildeten Leute taten. Vor dem Palast des Herzogs Max in Bayern herrscht reges Leben. Das Einfahrtstor steht weit geöffnet, Bedienstete strömen auf die Straße. Lieferanten, Künstler und andere bunte Gestalten bevölkern den Platz vor dem Gebäude. „Die Herzogin ist wirklich zu bemitleiden! Eben hat sie ein Mädchen geboren und schon ist ihr Mann wieder davon! Ein rechter Zugvogel ist der gute Herzog halt…pardon, wenn man das so sagen darf! Es heißt, dass er sich in Griechenland aufhält, um dort…“ …. Ganz nebenbei, wie heißt das Mädchen eigentlich? „Die kleine Tochter des Herzogs.“ „Man hat sie Elisabeth genannt.“ (4) Hier ist das erste Mal von keiner „Prinzessin“ die Rede.

Elisabeth Amalie Eugenie wurde am 24.12.1837 im Herzog Max Palais in München geboren. Ihre Mutter war Herzogin Ludovika in Bayern (*30.8.1808, †26.1.1892), eine geborene Prinzessin von Bayern. Ihre Biografie kann hier nachgelesen werden. Ihr Vater war Herzog Max Joseph in Bayern (*4.12.1808, †15.11.1888). Seine Biografie kann hier nachgelesen werden. Die Ehe der beiden verlief alles andere als glücklich; dennoch bekamen sie im Laufe der Jahre 10 Kinder, wovon 8 das Erwachsenenalter erreichten.

 

Fotos: Wikimedia/Commons
Stammbaum: Marie Festetics

Foto: Wikimedia/Commons Herzogin Ludovika, Herzog Ludwig, Herzogin Helene und die kleine Herzogin Elisabeth (im Kinderwagen)

Sisi, wie sie in der Familie liebevoll genannt wurde, wuchs also zunächst mit Bruder Ludwig und Schwester Néné (Helene) auf. Ihr Lieblingsbruder Gackel (Carl Theodor) sollte direkt nach ihr geboren werden. Marie, Mathilde, Sophie Charlotte und Nesthäckchen Mapperl (Maximilian Emanuel) folgten nach.

Der 24.12.1837 war ein Sonntag, weshalb sie von sich selbst immer behauptete, sie sei ein Sonntagskind. Zu dem hatte sie bei der Geburt schon einen Zahn – was damals als Glückssymbol galt. Ein glückliches Leben wurde der jungen Herzogin immer vorausgesagt. Wie oft hat Sisi wohl davon geträumt?

Foto: Sisi Museum, Hofburg, Taufkleid von Herzogin Elisabeth

Am Stefanietag, dem 26.12.1837, wurde das kleine Mädchen unter Beisein ihrer beiden Patentanten Königin Elisabeth von Preußen (*13.11.1801, †14.12.1873) und Auguste de Beauharnais (*21.6.1788, †13.5.1851) (Auguste war eine Halbschwester von Herzogin Ludovika. Sie wurde als Auguste Amalia Ludovika von Bayern geboren) getauft. Von beiden erhielt sie deshalb die Vornamen: Elisabeth Amalie Eugenie
Woher Eugenie kam, ist leider nirgends erklärt. Vielleicht aber ist es ein Erbe ihrer Taufpatin Auguste Amalia, da diese mit Eugené de Beauharnais (*3.9.1871, †21.2.1824) vermählt, zum Zeitpunkt der Taufe allerdings bereits verwitwet war.

Es wird immer wieder davon berichtet, dass Elisabeth ein Wildfang gewesen sei. Sie konnte nicht stillsitzen, tat sich mit dem Lernen schwer und am liebsten beschäftigte sie sich in der Natur. Als sie 9 Jahre alt war, holte Herzogin Ludovika Baronin Luise Wulffen ins Haus, die ihre liebe Not mit Sisi hatte. Wulffen beschrieb Elisabeth als zart und überempfindlich. (5)

Foto: Wikimedia/Commons Holzbüste Anton Fernkorn Herzogin Elisabeth, ca. 10 Jahre alt

Reiten war schon als Kind ihre große Leidenschaft, weiters schrieb sie Gedichte, lief gerne in den Wald und schwamm stundenlang im See. Schwimmen war generell eine Lieblingsbeschäftigung von ihr. Auch später. Angeblich soll es ihr Vater gewesen sein, der den Kindern das Schwimmen beibrachte. Ob das wirklich wahr ist oder nur eine Mär, kann ich leider nicht sagen. Max war leider viel zu selten daheim und hatte kaum Gelegenheit, seine Kinderschar kennen zu lernen. Er und Ludovika waren nur eine Zweckgemeinschaft. Ludovika verwand es als Königstochter nie, „unterm Wert“ verheiratet worden zu sein. Ihre weiblichen Geschwister wurden alle Königinnen oder sogar Erzherzogin. Max selbst fröhnte dem „Dandy“-Leben. Er hatte Beziehungen nebenbei, dem sogar zwei (oder mehrere) uneheliche Kinder entstammen sollen. Seine leibliche Kinderschar war ihm eine Last, zu dem galt er als aufbrausend und herrschsüchtig.

Auch ob Sisi wirklich jemals das Lieblingskind von Max war, kann ich ebenfalls nicht mit Bestimmtheit sagen. Auch hier geht die weitläufige Literatur auseinander. Ich habe für diesen Artikel mehr als 25 Bücher gewälzt, aber einig waren sich die Historiker nie. Wie erwähnt, war Herzog Max kaum zu Hause. Im Prinzip kam er, um mit Ludovika Nachkommen zu zeugen und verließ zeitig genug wieder das Haus, bis es zur nächsten Geburt kam. In der Zwischenzeit kümmerte er sich um seine Zither, nannte Postbedienstete und Normalbürger seine Freunde und lud zu häufigen Kartenspielabenden ein. Er hielt sich entweder in seinem Lustschlössl Aichach (heute hat es den wohlklingenden Namen „Sisi Schloss Aichach“) auf, oder ging als baldigst wieder auf Reisen.

Foto: sternenkaiserin.com – Marie   Schloss Aichach

Bis zu ihren 3ten oder 4ten Lebensjahr soll die kleine Sisi öfters mit ihren Eltern in Aichach residiert haben. Ein Maler hat sich des Familienidylls angenommen: Max in der Zille, in der offenen Türe steht Ludovika mit Sisi. Reizend ist es ja, das Bild. Aber ob das jemals so stattgefunden hat? Sehr fraglich.
Die Mär vom lieben Papa hat Gustav Knuth in den Sissi Filmen geprägt. Und so mögen wir das heute immer noch glauben.

Sisi war auf jeden Fall dem Charakter von Max nicht unähnlich. Persönlich gesehen, glaube ich, dass das der Grund war, warum er sich ihr am meisten verbunden fühlte. Dies nahm übrigens im Alter wieder ab. Sisi war die Einzige, die nicht zum sterbenden Vater geeilt kam (übrigens auch nicht zur Mutter, da ihre „Einzige“, Marie Valerie, in den Wehen lag). Unpässlich soll sie gewesen sein und weilte viel lieber auf Korfu. Aber ich greife viel zu weit vor.

Foto: Wikimedia/Commons Sisi und Gackel (Karl Theodor, Hund Bummerl

Max und Sisi liebten das Reiten und die Pferde. Beide dichteten, malten, zeichneten und spielten Zither. Die unbändige Liebe zur Natur hatte sie von ihrer Mutter geerbt. Auch die Scheu vor Menschen und dem Angegafftwerden war ein Erbe ihrer Mutter. Die Liebe zur Freiheit und Reisefreude hat sie wohl eher wieder vom Max mitbekommen. Somit hatten ihre wesentlichen Wesenszüge eher der Vater, die Scheu vor Menschen eher die Mutter hinterlassen.

Max hatte in seinem großzügigen Stadtpalais eine Zirkushalle errichten lassen. Dort gab er für das zahlende Publikum Zirkusvorstellungen. Elisabeth, der er als Kind das Kunstreiten beibrachte, durfte gemeinsam mit ihrem Vater Kunststücke vorzeigen. Das Publikum raste vor Begeisterung. Ludovika sicherlich auch, aber aus anderen Gründen, denn die königliche Tochter sah es gar nicht gern, dass ihre Tochter fast zu einem Buben erzogen wurde.

Néné war das hausbackene Kind: brav am Nähen und Sticken, immer bei der Mutter und nie bei den übrigen Kindern. Sisi hingegen tobte mit Gackel (Karl Theodor), der ihr Lieblingsbruder war und Ludwig umher.

 

Foto: Peter Bierl Buch- & Kunstantiquariat
Schloss „Possi“ Possenhofen

Doch Sisi hatte auch ihre sehr stillen und einsamen Momente. Schon früh zeigte sich eine Melancholie, die in späteren Jahren zu einer Depression heranreifen sollte. Auch diese Art des Charakters, erbte sie von ihrer Mutter. Sie hat Scheu vor Menschen, vor allem vor Fremden. Doch diese sind selten in Possenhofen, weshalb sie dort am liebsten ist. Das Herzog Max Palais in München ist nur für die Wintermonate, da Schloss Possenhofen, von der Familie liebevoll „Possi“ genannt, nicht beheizbar ist. Doch kaum in Possi, läuft sie beinahe jeden Tag ohne Schuhe herum. Contenance und Etikette, Politik und Weltherrschaft, was kümmert es die kleine Elisabeth und ihre Geschwister? Der königliche Hof nahm keine Notiz von ihr. Die Briefe, die Ludovika mit ihrer Schwester Sophie im fernen Wien schrieb, waren nicht von Interesse.

Frei, ungezwungen, neugierig und lebenslustig, so beschreibt man Sisi in der Literatur, und ich persönlich glaube, dass sie das auch war. Fast ein Bauernmädel. Ihre beste Freundin wird Irene (*24.9.1839, †21.8.1892), die Tochter des Nachbarn Hermann Franz Joseph Carl Graf von Paumgarten (*19.7.1806, †11.1.1846). Gackel, Irene, David (Bruder von Irene) und Sisi werden zu einer Einheit. Gemeinsam erkundete man die Wälder, den Starnberger See, kletterte auf Bäume und verbrachte viel Zeit – mit Nichtstun. Ludovika hatte ihre liebe Not, die Kinderschar zum Lernen zu bewegen. Kam der Vater zu „Besuch“, holte er die Kinder aus dem Unterricht, tobte mit ihnen im Schnee, ging Schwimmen oder stibitzte das Obst von den Bäumen.

Im Jahre 1843 trafen sich Erzherzog Franz Joseph und die junge Sisi das erste Mal. Franz Joseph war 13 Jahre, Elisabeth 5 Jahre alt. Franz Joseph schrieb in sein Tagebuch:

Foto: sternenkaiserin.com -Marie Erzherzog Franz Joseph, 1844, mit Genehmigung vom k.u.k. Museum Bad Egart

2.9.1843

Um 7 Uhr fuhren wir von München weg und kamen um viertel auf zehn in Possenhofen an. Wir fanden dort Herzog Max und alle seine Kinder bis auf Louis, welcher in der Schweiz ist. Wir frühstückten mit der Tante Louise, der Helene, der Elise und dem sehr netten aber fast verzogenen Kakl. Um 10 Uhr ging wir in die dumpfe Kapelle, um die Messe zu hören, wo mir übel wurde, so daß man mich aus der Kapelle zu einem offenen Fenster tragen mußte, wo mir wieder gut wurde; darauf legte ich mich auf das Bett. Um 12 Uhr fischte ich und Graf Bombelles mit dem Herzog, wobey wir 20 Birschlinge und Weißfische fingen.“ (6)

Doch schon bald zeigte sich auch die Etikette der Verwandtschaft. 1848 machte Ludovika mit den Kindern Gackel, Néné und Sisi einen längeren Ausflug, der nach Tirol an den Aachensee führte. Von dort fuhren sie nach Jenbach, um am 10.6.1848 in Innsbruck einzutreffen. In der Hauschronik liest sich das so: „Um 9 Uhr Abends langte auf Besuch die Schwester Ihrer k.H. der Erzherzogin Sophie die Gemahlin des Herzogs Maximilian von Baiern I.k.H. die Prinzessin Louise mit Ihrem Sohne Prinz Carl und 2 Prinzessinnen Töchter Helene und Elisabeth und Suite hier an, und wurde an der Burgstiege von Ihrer Familie begrüßt. In Ihrem Gefolge befindet sich Ihr Hofmarschall Baron v. Freyberg. Die Frau Herzog wurde im Damenstifts-Gebäude einlogiert.“ (7) (*Ich rufe meine Einleitung zum Thema „Herzogin“ und „Herzog“ von weiter oben in Erinnerung).

Am 19.6.1848 findet sich folgender Eintrag: „Heute ist S.k.H. Prinz Karl von Baiern, und dann später I.k.H. die Herzogin Louise von Baiern mit Sohn und 2 Töchtern k.H. nach München abgereist.“ (8) In dieser Zeit musste Sisi sicherlich still sitzen und bei Tisch ordentlich essen.

Foto: APA, Sisi Museum Hofburg, Kinderschuhe von Herzogin Elisabeth mit herzoglichen Wappen

Franz Joseph war zu diesem Zeitpunkt knapp 18 Jahre alt, Sisi knapp 11 Jahre. In der Literatur liest man immer von „die 13jährige“, doch Elisabeth ist am 24.12.1837 auf die Welt gekommen. Sie kann also im Juni 1848 nicht 13 Jahre alt gewesen sein. Außerdem war Kaiser Franz Joseph um 7 Jahre älter als seine geliebte „Engels-Sisi“. Ebenso liest man häufig „Kaiser Franz Joseph und Elisabeth trafen erstmals aufeinander“. Auch das ist nicht korrekt. Erzherzog Franz Joseph wurde erst am 2.12.1848 zum Kaiser gekrönt und das erste Aufeinandertreffen war 1843. Korrekt ist jedoch, dass er sich aus Sicherheitsgründen in Innsbruck aufhielt. In Wien tobte eine heftige Revolution.

In vielerlei Hinsicht konnten die Zwei in Innsbruck nichts miteinander anfangen. Sisi war noch ein Kind, Erzherzog Franz Joseph musste sich mit der politischen Lage beschäftigen. Ein Umstand, den er vielleicht in späteren Jahren tief bereut hatte. Elisabeth, scheu und sehr schüchtern, freundete sich mit dem knapp 15jährigen Erzherzog Karl Ludwig (*30.6.1833, †19.5.1896) an. Sie tobten durch die Hofburg Innsbruck, heckten Streiche aus und ärgerten mit Sicherheit Erzherzogin Sophie. Die beiden waren sich so zugetan, dass sie sich eine zeitlang Briefe schrieben. Sogar kleinere Geschenke wurden ausgetauscht. Doch das Interesse von Sisi an Karl Ludwig ebbte ab, nach dem ihre Mutter sie immer und immer wieder an ihn erinnerte und sich ihn als Heiratskandidat vorstellen konnte. Wie oft wird sich Elisabeth in späteren Jahren wohl Karl Ludwig als Mann zurückgesehnt haben? 1850 besuchte Elisabeth gemeinsam mit ihrem Bruder Ludwig, ihrer Schwester Néné und ihrer Mutter Ludovika das beschauliche Dörfchen Oberammergau.

Foto: pressreader Zeichnungen von Sisi und eine Glückwunschkarte von Sisi an Gackel

Anfang April 1853 wurde Elisabeth gefirmt. Leider lässt sich in keinem Buch das genaue Datum, der Firmpate und der Ort eruieren. Über der Firmung lag allerdings ein trauriger Schatten, der Elisabeth seelisch aus der Bahn warf. Sie war das erste Mal mit dem düsteren Tod konfrontiert. Ihr langjähriger Spielkamerade David Paumgartner (*31.1.1838) starb am 20.3.1853 15jährig nach einer Lungenentzündung.

Sisi verfiel in ihre erste Trauer. Der Tod Davids belastete die 15jährige sehr. Klammheimlich führte sie ein Tagebuch, in welches sie folgendes Gedicht an schrieb:

 

Du bist so jung gestorben
Und gingst so rein zur Ruh‘; 
Ach, wär‘, mit dir gestorben,
Im Himmel ich wie du. (9)

Von nun an sollte der Tod ihr ständiger Begleiter werden. Die ersten Wehklagen Richtung Tod waren verfasst, als sich die 15jährige erstmals verliebt. Am herzoglichen Hof begegnete sie dem jungen, sehr hübschen Richard Graf von Schwarzenberg. Die beiden verliebten sich ineinander und trafen sich heimlich am Tor, wo ihr Richard ein Bild von sich gibt. Sie schrieb:

Oh, ihr dunkelbraunen Augen, 
Lang hab ich euch angesehn,
Und nun will mir euer Bildnis
Nicht mehr aus dem Herzen gehen… (10)

Doch Ludovika kam den beiden auf die Schliche. Sie beschlagnahmte sein Bild und verbat Elisabeth jegliche Kontaktaufnahme. Der junge Mann sei der jungen Herzogin nicht würdig. Zur Sicherheit lässt sie Richard aus dem Offiziers-Hofdienst versetzen. Ein schwerer Fehler von Ludovika, wie sich später noch herausstellen sollte.

Sisi verfällt in Wehklagen:

Du frische junge Liebe,
So blühend wie der Mai, 
Nun ist der Herbst gekommen
Und alles ist vorbei. 

Und nun ist er mir so ferne
Und ich seh ihn gar nie. 
Ach, ich wollt zu ihm wohl gerne, 
Wüßt‘ ich nur, wohin und wie. (11)

Richard kommt nie mehr wieder. Er wird in der Armee krank, kehrt zurück und starb. Die 15jährige verfällt in tiefe Trauer:

Die Würfel sind gefallen,
Ach, Richard ist nicht mehr!
Die Trauerglocken schallen –
Oh, hab Erbarmen, Herr!
Es steht am kleinen Fenster
Die blondgelockte Maid.
Es rührt selbst die Gespenster
Ihr banges Herzeleid. (12)

Doch bald schon verliebte sich die junge Elisabeth erneut. Um nicht noch einmal Gefahr zu laufen, erwischt zu werden, hält sie den Namen geheim. Ein Graf aus der Nachbarschaft hatte ihr Herz verzaubert.

Zu lang hab‘ ich gewendet
Mein Aug‘ aufs Antlitz dein, 
Und nun bin ich geblendet
Von seiner Schönheit Schein. (13)

Sisi schläft und isst nichts. Ihre Gedanken kreisen nur noch um „ihn“.

Wenn der erste Sonnenstrahl
Mich des Morgens grüßt, 
Frage ich ihn jedesmal, 
Ob er dich geküßt. 

Um den goldenen Mondenschein
Bitt ich jede Nacht, 
Daß von mir er insgeheim
Dir viel Liebes sagt. (14)

Foto: Wikimedia/Commons Elisabeth, als ca. 15jährige, 1. bekannte Fotografie

Doch der Angehimmelte will von Elisabeth nichts wissen. Als sie es merkt, wehklagt sie wieder:

Denn ach, ich kann ja nimmer hoffen 
Daß liebend je Du Dich mir neigst. 
Die harte Wahrheit sah ich offen
’s ist Freundlichkeit nur, was Du zeigst. (15)

Mittlerweile ist Ludovika für Elisabeth auf Brautschau. Um geeignete Heiratskandidaten zu finden, lässt sie ihre Tochter fotografieren. Es ist die erste und einzige Fotografie von Elisabeth, die sie unverheiratet zeigt.

In der ersten autorisierten Biografie von Othmar Kleinschmid liest sich Elisabeths Erscheinung so:

„Prinzessin Elisabeth ist hoch, schlank, leicht und anmutig, ihr Wesen graziös, belebt, das tiefblaue Auge voll träumerischen Glanzes, die Schönen Züge, aus denen das dichte, braune Haar in vollen Wellen zurückgestrichen ist, reizvoll, ausdrucksvoll und mit rosigem Teint überzogen der Eindruck im ganzen: milder Ernst und zarte Weiblichkeit.“ So beschreibt sie ein Schriftsteller, welcher das Glück genoß, die fünfzehnjährige Prinzessin zu schauen.“ (16)

Ebenfalls 1853 schickte Ludovika sie nach Dresden, zu ihrer Schwester Königin Auguste von Sachsen. Sie schrieb in ihr Tagebuch: „Sisi bei Euch zu wissen, würde ich freilich auf ein grosses Glück ansehen… aber leider ist es nicht wahrscheinlich – denn der einzige, der zu hoffen wäre, wird schwerlich an sie denken; erstens ist sehr die Frage, ob sie ihm gefiele und dann wird er wohl auf Vermögen sehen…. hübsch ist sie, weil sie sehr frisch ist, sie hat aber keinen einzigen hübschen Zug.“ (17)

Foto: Wikimedia/Commons König Georg von Sachsen

Mit „der zu hoffen wäre“ war Prinz Georg (*8.8.1932, †15.10.1904) gemeint. Er war der Sohn von Königin Auguste und König Johann. Jener Familie, in der auch Kaiser Franz Joseph Ausschau halten sollte. Prinzessin Sidonie sollte seine Braut werden, doch die lehnte Kaiser Franz Joseph ab. Den Beitrag zu Franz Josephs Frauen könnt ihr hier lesen.

Elisabeth kam ohne Bräutigam von Dresden zurück. Ludovika war verzweifelt. Doch im August sollte sich das Blatt für die junge schöne Elisabeth wenden.

Eine Verlobung (der Beitrag ist hier) stand ins Haus und mit ihr nahm das ganze Drama seinen Lauf.

~ Marie ~

 

Foto: Hickl
Prinzessin Elisabeth als Verlobte, mit Miniaturbild mit Kaiser Franz Joseph

 


Rechtliche Hinweise:

Bildrechte: Wikimedia/Commons, Sisi Museum Hofburg, pressreader, sternenkaiserin.com – Marie, k.u.k. Museum Bad Egart, Peter Biel Antiquariat, APA, Hickl


**Ich möchte mich ausdrücklich bei Historiker Alfons Schweiggert bedanken, der mir das Wirr-Warr der Adelstitel und das Thema „Herzogin Elisabeth“ und nicht „Prinzessin Elisabeth“ näher brachte.


Literatur Hinweise:

1 – S. 10
Hauptmann Robert Rostock 
Erinnerungsblätter an Weiland Ihre Majestät Kaiserin und Königin Elisabeth
k.u.k. Hofbuchdruckerei A. Haase, Prag (nur noch antiquarisch erhältlich)

2 – S. 6, 16 – S 7/8
Othmar Kleinschmied 
Kaiserin Elisabeth
Druck und Verlag des kathol. Preßvereines, 1905 (nur noch antiquarisch erhältlich)

3 – S 20, 22
Sigrid Laube
Sisi, das Kind der Sonne
Jungbrunnen, 1. Ausgabe, 2004 (nur noch antiquarisch erhältlich)

4 – S. 15
Gabriele Praschl-Bichler
Elisabeth Kaiserin von Österreich genannt Sisi
Amalthea, 1. Ausgabe, 2003 (nur noch antiquarisch erhältlich)

5 – S. 23
Johannes Thiele
Elisabeth Ihr Leben. Ihre Seele. Ihre Welt
Brandstätter Verlag, 1. Auflage 2011 (nur noch antiquarisch erhältlich)

6 – S. 23, 7 – S. 14/15, 8 – S. 15
Hans Rödlhammer
Elisabeth Kaiserin von Österreich und Königin von Ungarn
Verlag Kulturverein Schloss Ebelsberg, 1. Auflage, 1983 (nur noch antiquarisch erhältlich)

9 – S. 24, 10 – S. 25
E.C. Conte Corti
Elisabeth von Österreich Tragik einer Unpolitischen
Heyne Sachbücher, 15. Auflage, 1975 (nur noch antiquarisch erhältlich)

11 – S. 53, 12 – S. 53/54, 13, 14, 15 – S. 54/55
Johannes Thiele
Elisabeth Das Buch ihres Lebens
List Verlag, 1. Auflage, 1996 (nur noch antiquarisch erhältlich)

17 – S. 18
Brigitte Hamann
Elisabeth Kaiserin wider Willen
Piper TB, 8. Auflage, 2017

Träume und Gedichte – November 2018

Dein ist mein ganzes Herz!
Wo du nicht bist, kann ich nicht sein.
So, wie die Blume welkt,
wenn sie nicht küsst der Sonnenschein!
Dein ist mein schönstes Lied,
weil es allein aus der Liebe erblüht.
Sag mir noch einmal, mein einzig Lieb,
oh sag noch einmal mir:
Ich hab dich lieb!

Wohin ich immer gehe,
ich fühle deine Nähe.
Ich möchte deinen Atem trinken
und betend dir zu Füssen sinken,
dir, dir allein!
Wie wunderbar
ist dein leuchtendes Haar!
Traumschön und sehnsuchtsbang
ist dein strahlender Blick.
Hör ich der Stimme Klang,
ist es so wie Musik….

🌟Sisi🌟

Franz Lehar

Vielen Dank für die Einladung an Schloss Ruegers💜🌟

Foto: sternenkaiserin.com – Marie


Küsse, die man stiehlt im Dunkeln
Und im Dunkeln wiedergibt,
Solche Küsse wie beseelgen
Sie die Seele, wenn sie liebt!

Ahnend und erinnrungsüchtig,
Denkt die Seele sich dabei
Manches von vergangnen Tagen,
Und von Zukunft mancherlei.

Doch das gar zu viele Denken
Ist bedenklich, wenn man küßt; –
Weine lieber, liebe Seele,
Weil das Weinen leichter ist.

🌟Sisi🌟

Heinrich Heine

Vielen Dank für die Einladung an Sisi Schloss -Rudolfsvilla Reichenau

Foto: sternenkaiserin.com – Marie


„Je mehr Du Deinem Mann Freiheit läßt, je mehr Du darin Deine Gefühle und Dein Vertrauen offenbarst, desto liebenswerter wirst Du ihm erscheinen und desto anhänglicher wird er Dir sein“

Das hat sie gesagt, die Ururgroßmutter seiner Majestät, aber er meint, es wären nur Wolkenkraxeleien… und die ihm gewährte Freiheit genießt er beim Guglhupf anders wo.

Also frag ich mich Marie, was sie wohl dazu gesagt hätte, die große Kaiserin, die gar keine war und doch tausendmal besser gewesen ist, als ich es je sein könnte.
Sieh sie dir an Marie, meinst du sie war glücklich?

🌟Sisi🌟

Vielen Dank für die Einladung an Schloss Ruegers💜🌟

Foto: sternenkaiserin.com – Marie


Könnte ich unsterblich sein,
so wünschte ich es nur,
um Unglückliche zu unterstützen.

🌟Sisi🌟

Maria Theresia von Österreich

Foto: Charlotte Schwarz|Fotogräfin 2017


Let me see the sign
I want to know the treasure you hide
Each and every night, I wonder about you
Love, open the door

Can’t you hear me cryin’?
I’m losing my mind
Can’t you hear me pleading?
Please hear me this time

Let yourself be mine
Let me see your little light shine

You know I want you to welcome me home
Love, open the door

Can’t you hear me cryin’?
I’m losing my mind
Can’t you hear me pleading?
Please hear me this time

Each and every night, I wonder about you
Love, open the door

🌟Sisi🌟

Fleetwood Mac

Vielen Dank für die Einladung an Schloss Eckartsau 💜🌟

Foto: sternenkaiserin.com – Marie


„Eine Torte vom K. u K. Hofzuckerbäcker DEMEL? Das ist ja eine Überraschung.
Stell’s auf die Kaffetafel, Marie Valerie wird bestimmt auch ein Stückerl mögen…“

🌟Sisi🌟

Vielen Dank für die Einladung an Schloss Ruegers🌟💜

Foto: sternenkaiserin.com – Marie


Lippen schweigen, ’s flüstern Geigen
Hab mich lieb!
All die Schritte sagen bitte, hab mich lieb!
Jeder Druck der Hände
deutlich mir’s beschrieb
Er sagt klar, ’s ist wahr, ’s ist wahr,
Du hast mich lieb!

Bei jedem Walzerschnitt
Tanzt auch die Seele mit,
Da hüpft das Herzchen klein,
Es klopft und pocht: Sei mein! Sei mein!
Und der Mund, der spricht kein Wort,
Doch tönt es fort und immerfort:
Ich hab‘ dich ja so lieb, ich hab‘ dich lieb!
Jeder Druck der Hände
Deutlich mir’s beschrieb…
Er sagt klar, ’s ist wahr, ’s ist wahr`
Du hast mich lieb!

🌟Sisi🌟

Franz Lehar

Vielen Dank für die Einladung ins Palais Ferstl ❤🌟

Foto: Charlotte Schwarz|Fotogräfin 2017


Du wirst Freud und Leid haben, wie jeder Mensch auf dieser Welt; du wirst umso mehr Freud und Leid haben, je inniger du die Deinen liebst; aber eine solche Freude wird dich glücklich und ein solches Leid wird dich groß machen.

🌟Sisi🌟

Peter Rosegger

Vielen Dank für die Einladung an Restaurant Onkel Taa – Bad Egart 🌟💜

Foto: sternenkaiserin.com – Marie


m Abend wird man klug
für den vergang’nen Tag,
doch niemals klug genug
für den, der kommen mag.

🌟Sisi🌟

Friedrich Rückert

Vielen Dank für die Einladung an Schloss Ruegers🌟❤

Foto: sternenkaiserin.com – Marie


„… ich bin nicht mehr schüchtern und lieb so wie alle es erwarten, es langweilt mich nur!
Erst hängt man mir schöne Kleider und teuren Schmuck um, dann trete ich hinaus und sage den Leuten ein paar nette Worte, so wie sie es hören wollen

Stundenlang, bis ich nicht mehr kann und jedes Lächeln mir zur Qual wird.
Endlich eile ich ins Zimmer, reiße alles herab, sehne mich nach einem fernen Ort…..

Einem anderem Stern!
Dorthin wo ich ich sein kann….

Marie, der Zug soll abfahren!“

Vielen Dank für die Einladung an TMW – Technisches Museum Wien in den Hofsalon Wagen der Kaiserin🌟😘

Foto: Charlotte Schwarz|Fotogräfin 2017


„Minnerl jetzt beeil‘ dich doch endlich. Ich will nicht mehr länger still stehen.
Gleich geht die Sonne auf, da möchte ich am See stehen und zu sehen.
Graf Pilati hat doch erzählt wie schön das ist!
Und jetzt lauf und hol Marie!“

🌟Sisi🌟

Vielen Dank an Schloss Ruegers🌟💜

Foto: sternenkaiserin.com – Marie


Schlafe, mein Prinzchen! es ruhn,
Schäfchen und Vögelchen nun;
Garten und Wiese verstummt;
Auch nicht ein Bienchen mehr summt;
Luna mit silbernem Schein
Gucket zum Fenster herein.
Schlafe beym silbernen Schein,
Schlafe, mein Prinzchen, schlaf‘ ein!
Schlaf‘ ein! schlaf‘ ein!

Auch in dem Schlosse schon liegt
Alles in Schlummer gewiegt;
Reget kein Mäuschen sich mehr;
Keller und Küche sind leer.
Nur in der Zofe Gemach
Tönet ein schmelzendes Ach.
Was für ein Ach mag das seyn?
Schlafe, mein Prinzchen, schlaf‘ ein!
Schlaf‘ ein! schlaf‘ ein!

Wer ist beglückter, als du?
Nichts als Vergnügen und Ruh!
Spielwerk und Zucker voll auf;
Und auch Karessen im Kauf!
Alles besorgt und bereit,
Daß nur mein Prinzchen nicht schreyt!
Was wird das künftig erst seyn?
Schlafe, mein Prinzchen, schlaf‘ ein!
Schlaf‘ ein! schlaf‘ ein

🌟Sisi🌟

Kinderlied

Vielen Dank an Schloss Ruegers🌟💜

Foto: sternenkaiserin.com – Marie


Sisi im Hotel Kaiserhof

~ Marie ~

Video: sternenkaiserin.com – Marie


Sisi am Christkindlmarkt in Schloss Eckartsau

Video: sternenkaiserin.com – Marie


Sisi im Original nachgeschneiderten Wintermantel von Kaiserin Elisabeth im Schloss Eckartsau

Video: sternenkaiserin.com – Marie


Hätt‘ es nimmer gedacht,
Daß ein Strom, so heiß,
Im Winter würd‘
zu starrem Eis!

Daß ein Ringlein von Gold,
So den Finger schmückt,
Wie ’n Mühlstein schwer
Auf die Seele drückt.

Daß nach prangendem Tag
So stürmisch die Nacht,
So krank das Herz! –
Hätt’s nimmer gedacht!

🌟Sisi🌟

Carl Siebel

Vielen Dank unserem lieben Freund Graf Pilati für die Einladung ins schöne Schloss Ruegers🌟💜

Foto: sternenkaiserin.com – Marie


Was mich still und traurig macht,
Darf ich Keinem sagen,
Einsam denk‘ ich’s Tag und Nacht,
Einsam muß ich’s tragen.

Was mir sonst am Herzen lag
Ist dahin genommen,
Seit von drüben Tag für Tag
Schreck und Groll mir kommen.

Ach, wie schlimm die Welt gewußt
Seinen Sinn zu thören!
Ihn zu treiben, mir mit Lust
Glück und Ruh zu stören!

Soll sich Alles, was einst gut,
Uns so schnell verleiden?
Freie Red‘ und Uebermuth
Will nicht jeden kleiden.

Was mir ganz und gar mißfällt,
Dient ihm nur zum Spiele.
Dürft‘ ich sagen unverstellt
Was mir mehr gefiele!

Einsam denk‘ ich’s Tag und Nacht,
Darf es Keinem sagen.
Was mich still und traurig macht,
Einsam muß ich’s tragen!

🌟Sisi🌟

Otto Roquette

Vielen Dank an Schloss Ruegers🌟💜

Foto: sternenkaiserin.com – Marie


„Minnerl du kannst abservieren, mir ist der Appetit heute vergangen!

Marie!
Wir gehen, ich möchte, dass du mir vorliest, ich will heute nicht allein sein“

🌟Sisi🌟

Vielen Dank an Schloss Ruegers🌟❤

Foto: sternenkaiserin.com – Marie


„Siehst du mein Herz, es schneit.
Die ganze Welt wird weiss, sie versinkt im Schnee als würde sie schlafen und sich nur darauf freuen, im Frühling zu erwachen um dein Lachen wieder zu hören.
Nicht mehr lange und der See ist starr vor Eis.

Papa hat geschrieben, er wolle zu Weihnachten mit Rudolf bei uns sein.
Weisst Du noch, wie er dich letztes Jahr mit dem Schlitten über den See gezogen hat?
So eine Freud hat er gehabt, der Bub, fast als wäre er ein Kind wie alle anderen….

Komm Valerie, wir gehen wieder ins Warme, nicht dass du mir noch krank wirst…“

🌟Sisi🌟

Vielen Dank an unser geliebtes Wasserschloss Totzenbach💜🌟

Foto: sternenkaiserin.com – Marie


Alles Gute zum Namenstag, Majestät.

~ Marie ~

Video: sternenkaiserin.com – Marie


O Menschenherz, was ist dein Glück?
Ein rätselhaft geborner
Und, kaum gegrüßt, verlorner,
Unwiederholter Augenblick!

🌟Sisi🌟

Nikolaus Lenau

Vielen Dank an das Albertina Museum 🌟

Foto: Prinz Barbara Fotografin mit Herz


Sisi am Betstuhl von Erzherzog Franz Ferdinand – Schloss Eckartsau

~ Marie ~

Video: sternenkaiserin.com – Marie


Night-time sharpens
heightens each sensation . . .
Darkness stirs and
wakes imagination . . .

Silently the senses
abandon their defences . . .
Slowly, gently
night unfurls its splendour . . .

Grasp it, sense it –
tremulous and tender . . .
Turn your face away
from the garish light of day

turn your thoughts away
from cold, unfeeling light –
and listen to
the music of the night . . .
Close your eyes
and surrender to your
darkest dreams!

🌟Sisi🌟

Music of the night – Phantom of the opera
Text: Andrew Lloyd Webber

Foto: sternenkaiserin.com – Sophie


Der ist mein Freund, der mir stets des Spiegel zeigt,
den kleinsten Flecken nicht verschweigt,
mich freundlich warnt, mich ernstlich schilt,
wenn ich nicht meine Pflicht erfüllt‘.
Das ist mein Freund – so wenig wie er’s scheint!
Doch der, der mich stets schmeichelnd preist,
mir alles lobt, nie was verweist,
zu Fehlern mir die Hände beut,
und mir vergibt, eh‘ ich bereut
– das ist mein Feind –
so freundlich er auch scheint!“

🌟Sisi🌟

Christian Fürchtegott Gellert

Vielen Dank an Schloss Fuschl

Foto: sternenkaiserin.com – Marie


Hiaz is da raue Winta do,
den sich ma umadum
In Bergen senkt der Reimfrost her,
In Grobn, do scheint koa Sun,

Ma hört ka Vogerl pfeifen,
Ma siacht ka BLatterl Klee,
Ko Brentlglokkn läutn,
Ko Gamserl auf der Höh.

🌟Sisi🌟

Volkslied aus der Steiermark

Vielen Dank an Wasserschloss Totzenbach🌟💜

Foto: sternenkaiserin.com – Marie


Die Dichter singen von Liebe,
Und Liebe atmet Natur. –
Ach! wenn sie auch immer bliebe!
Freilich! dann bräche kein Schwur!

Wie glücklich sind meine Schwestern,
Wie unbefangen froh! –
Sie lieben heute, wie gestern,
Jahrtausend geht’s schon so.

Nur ich, die schier wie Verfluchte,
Ich, Feenkönigin,
Ich finde nie das Gesuchte,
Nie den verwandten Sinn.

Umsonst verschied’ner Malen
Stieg ich vom Lilienthron;
Es währte mein Gefallen
Nie lang am Erdensohn.

In üpp’gen Sommernächten,
Bei schwülem Vollmondschein
Dacht‘ oft: »Jetzt hab‘ ich den Rechten!«
Und wollte mich schon freu’n.

Doch immer beim Morgengrauen,
An’s Herz gedrückt noch warm,
Musst‘ mit Entsetzen ich schauen
Den Eselskopf im Arm!

Nun wandl‘ ich einsamen Pfades
Schon manches lange Jahr;
Es weilt nicht einmal im Hades
Einer, der mir was war!

🌟Sisi🌟

Elisabeth von Österreich
@gutenberg.spiegel.de

Vielen Dank an Schloss Hof🌟😘

Foto: sternenkaiserin.com – Marie


Think of me, think of me fondly
When we’ve said goodbye
Remember me, once in a while
Please, promise me you’ll try
And you’ll find that once again you long
To take your heart back and be free
If you ever find a moment
Spare a thought for me
We never said „our love was evergreen“
Or „as unchanging as the sea“
But if you can still remember,
Stop and think of me
Think of all the things
We’ve shared and seen
Don’t think about the way
Things might have been
Think of me, think of me waking
Silent and resigned
Imagine me trying too hard
To put you from my mind
Recall those days, look back on all those times
Think of the things we’ll never do
There will never be a day
When I won’t think of you

🌟Sisi🌟

Phantom of the opera – Andrew Lloyd Webber

Vielen Dank an Ernst Bauer und den Wappensaal Klagenfurt

Foto: sternenkaiserin.com – Marie


„Wie oft darf ich meine Schuhe tragen, welcher Schmuck gehört zu welcher Tageszeit, darf man mir eine Frage stellen?
Wer hat das Recht meine Räume zu betreten, wem steht es zu, mich beim Tee zu langweilen?

Siehst Du Marie, da drinnen steht das alles!

Sogar, wer mir bei Tisch gegenüber sitzen muss, wenn ein anderer König anwesend ist,
selbst wer bei meinem Begräbnis in der 27. Reihe hinter meinem Sarg laufen darf….

Das spanische Hofzeremoniell, das liebste Foltermittel meiner Schwiegermutter.
Wie kann man nur so leben Marie?
Wieso lässt selbst der Kaiser sich von einem Stück Papier knechten?“

🌟Sisi🌟

Vielen Dank an Schloss Eckartsau🌟💜

Foto: sternenkaiserin.com – Marie


Zum letztenmal betritt mein scheuer Fuß
Den Ort der Liebe, den ich hassen muß.
Vor diesem Abschied wehret sich mein Herz
Und krümmt sich wimmernd im verwaisten Schmerz!

🌟Sisi🌟

Eduard Mörike

Vielen Dank dem wunderschönem Hotel Imperial, Vienna 🌟

Foto: sternenkaiserin.com – Marie


Ich wandle einsam hin auf dieser Erde,
Der Lust, dem Leben längst schon abgewandt;
Es teilt mein Seelenleben kein Gefährte,
Die Seele gab es nie, die mich verstand.

Wohl in der Jugend schwärmerischen Jahren
Wand Kränze ich um manches schöne Haupt;
Doch ach! wie geist- und seelenlos gewahren
Muss ich sie jetzt, da sie die Zeit entlaubt!

Bin von Verwandten ich auch rings umgeben;
Sie steh’n dem Leibe nahe nur und Blut;
Zehnfach versiegelt bleibt mein innres Leben
Und meine Seele ein verschlossnes Gut.

Einst jagt‘ ich rastlos hin auf dieser Erde,
Eng ward mir selbst der weite Pusztasand,
Das Meer trug mich und meine stolzen Pferde
Hinüber bis an Erins grünen Strand.

Fast ging die Seele mir dabei verloren;
Es war ein Rasen ohne Ruh und Rast;
Doch eine andre hatte sie erkoren,
Von dieser ward auf ewig sie umfasst.

Das Pferd, dies irdisch Kleinod meiner Seele,
Durch höhre Mächte ward es mir vertauscht;
Es trat das Flügelross an seine Stelle,
Und meine Seele flog nun wie berauscht.

Ich fliehe vor der Welt sammt ihren Freuden,
Und ihre Menschen stehen mir heut‘ fern;
Es sind ihr Glück mir fremd und ihre Leiden;
Ich wandle einsam, wie auf anderm Stern.

🌟Sisi🌟

Elisabeth von Österreich
@Guttenberg.spiegel.de

Foto: sternenkaiserin.com – Marie


Keins wie dein zart Gemüt,
Liebt was sich ihm so bringt,
Was sich tief in seine Seele schwingt
Und was als Teil des Ganzen blüht.

Keins wie dein waches Aug,
Sieht was innen und aussen scheint,
Was sich verliert und weint
Und was das andere braucht.

Keins wie dein grosses Herz
Gibt leicht und unbeschwert,
Ehrt was sich oft bewährt
Und was sich teilt im Schmerz.

Johanna Schnyders

👑Sophie👑

Vielen Dank an Schloss Eckartsau

Foto: sternenkaiserin.com – Marie


Weltenweiter Wanderer,
Walle fort in Ruh …
Also kennt kein anderer
Menschenleid wie -du.

Wenn mit lichten Leuchten
du beginnst den Lauf,
schlägt der Schmerz die feuchten
Augen zu dir auf.

Drinnen liegt – als riefen
sie dir zu: versteh! –
tief in ihren Tiefen
eine Welt von Weh …

Tausend Tränen reden
ewig ungestillt,
und in einer jeden
spiegelt sich dein Bild.

Rainer Maria Rilke

👑Sophie👑

Danke an Hotel Kaiserin Elisabeth

Foto: sternenkaiserin.com – Marie


Erinnerst Du Dich an den Tag, an dem Du mir versprochen hast, mich für immer zu beschützen?
Mein Herz niemals zu brechen?
Meine Gefühle zu achten, mich zu lieben und mir all meine Wünsche zu erfüllen?
Erinnerst Du Dich daran, wie Du mir versprochen hast, alles Böse von mir fern zu halten.
Schlachten für mich zu schlagen,
Drachen für mich zu töten?
Erinnerst Du Dich daran, wie Du mir versprochen hast, mir die Sterne vom Himmel zu holen?

Du hast versprochen mich für immer zu beschützen…

…wieso hat mich niemand vor Dir beschützt?

🌟Sisi🌟

Vielen Dank an das Südbahnhotel Semmering

Foto: Bertl Jost


O Leben!

Ich zog dir so jubelnd entgegen,
In sonniger Morgenfrüh
Und griff nach den Blüten,
Die du mir gegeben,
Am Herzen sie traulich zu heben,
Und führt‘ sie zum Munde
Und küsste sie.
Wie Nesseln nur stachen sie.
O Leben!
Nun brennen die Lippen
Mir wund und zerrissen,
So kehr‘ ich ein müder Pilger heim. –
Heim? Wohin?
O, sag, Leben,
Wo denn bin ich daheim?
O Leben!

Thekla Skorra (1866 – 1943)

👑Sophie👑

Vielen Dank für die Einladung nach Schloss Laxenburg

Foto: sternenkaiserin.com – Marie


Gewaltig endet so das Jahr
Mit goldnem Wein und Frucht der Gärten.
Rund schweigen Wälder wunderbar
Und sind des Einsamen Gefährten.

Da sagt der Landmann: Es ist gut.
Ihr Abendglocken lang und leise
Gebt noch zum Ende frohen Mut.
Ein Vogelzug grüßt auf der Reise.

Es ist der Liebe milde Zeit.
Im Kahn den blauen Fluß hinunter
Wie schön sich Bild an Bildchen reiht –
Das geht in Ruh und Schweigen unter.

(Georg Trakl 1887-1914)

👑Sophie👑

Vielen Dank an Schloss Laxenburg

Foto: sternenkaiserin.com – Marie


ch lief verirrt und war verblendet,
Ich suchte dich und fand dich nicht;
Ich hatte mich von dir gewendet
Und liebte das geschaffne Licht.
Nun aber ist’s durch dich geschehn,
Daß ich dich hab ersehnt.

Ich danke dir, du wahre Sonne,
Daß mir dein Glanz hat Licht gebracht;
Ich danke dir, du Himmelswonne,
Daß du mich froh und frei gemacht;
Ich danke dir, du güldner Mund,
Daß du mich machst gesund.

Erhalte mich auf deinen Stegen
Und laß mich nicht mehr irregehn;
Laß meinen Fuß auf deinen Wegen
Nicht straucheln oder stille stehn;
Erleucht mir Leib und Seele ganz,
Du starker Himmelsglanz.

Gib meinen Augen süße Tränen,
Gib meinem Herzen keusche Brunst.
Laß meine Seele sich gewöhnen,
Zu üben in der Liebeskunst.
Laß meinen Sinn, Geist und Verstand
Stets sein zu dir gewandt.

Ich will dich lieben, meine Krone,
Ich will dich lieben, meinen Gott;
Ich will dich lieben ohne Lohne,
Auch in der allergrößten Not.
Ich will dich lieben, schönstes Licht,
Bis mir das Herze bricht.

Angelus Silesius

👑Sophie👑

Vielen Dank für die Einladung nach Schloss Eckartsau

Foto: sternenkaiserin.com – Marie


Wer sagt mir heut‘ was morgen noch zählt,
wird die Welt bald neu geboren!
Der Weg ist mit Blumen und Sternen gesät,
ich spür‘ mein Held wird kommen.
Siehst du was ich seh‘,
auch Wunder können geschehn‘.

Dann wünsch‘ ich mir Flüsse die Wasser noch führen,
Dornen die weichen und Rosen die blühn‘.
Küss mich – halt mich – lieb‘ mich,
für immer küss mich – halt mich – lieb mich.
Ein Prinz der sein Leben, sein Herz für mich gibt.
Ein Kuss der die Macht und den Zauber besiegt!

🌟Sisi🌟

Ella Endlich

Vielen Dank an Graf Pilati für die Einladung zum Ball nach 🌟 Schloss Ruegers 🌟

Foto: Prinz Barbara Fotografin mit Herz


Wer hat den Sand gezählt,
welcher im Wasser haust?
Wem hat kein Blatt gefehlt,
Wenn der November braust?
Wer weiß im Januar,
Wie viel der Flocken weh’n?
Wie viele auf ein Haar
Tropfen aufs Weltmeer geh’n?

Wer mißt den Ozean,
Wo er am tiefsten fließt?
Wer mag die Strahlen seh’n
Welche die Sonne schießt?
Wer holt das Lichtgespann
Fliegender Blitze ein?
Nenne den Wundermann?
Keiner mag größer sein.

Gott ist die Ohnezahl,
Vor dem die Zahl vergeht,
Der durch den Sternensaal
Sonnen wie Flocken weht,
Gott ist überall,
Gott ist der Ohnegrund,
Schneller als Licht und Schall,
Tiefer als Meeresgrund.

Sandkörner zählest du,
Nimmer die Freundlichkeit,
Weltmeere missest du,
Wie die Barmherzigkeit;
Sonnenstrahlen holst du ein,
Nimmer die Liebe doch,
Womit dein Gnadenschein
Sündern entgegenflog.

🌟Sisi🌟

Ernst Moritz Arndt

Vielen Dank an Schloß Schönbrunn🌟 und die Bundesgärten_Wien für die Einladung ins Palmenhaus

Foto: sternenkaiserin.com – Marie


Und in der Tat,
ein Pferd, das sich stolz trägt,
ist etwas so Schönes, Bewunderns- und Staunenswürdiges,
dass es aller Zuschauer Augen auf sich zieht.
Keiner wird müde, es anzuschauen,
solange es sich in seiner Pracht zeigt.

🌟Sisi🌟

(Xenophon)

Vielen Dank an die Spanische Hofreitschule und Bereiter Christopher Egger

Foto: sternenkaiserin.com – Marie


„Wo bleibt denn Marie schon wieder?
Sie weiß doch ganz genau, dass ich morgens spazieren gehen möchte.
Lauf Fanny, hol sie!“

🌟Sisi🌟

Vielen Dank an das Hotel Imperial, Vienna

Foto: sternenkaiserin.com – Marie


Zu meinen Füßen sinkt ein Blatt,
Der Sonne müd, des Regens satt;
Als dieses Blatt war grün und neu,
Hatt ich noch Eltern, lieb und treu.

O wie vergänglich ist ein Laub,
Des Frühlings Kind, des Herbstes Raub!
Doch hat dies Laub, das niederbebt,
Mir so viel Liebes überlebt.

🌟Sisi🌟

Ludwig Uhland

Vielen Dank an Restaurant Onkel Taa – Bad Egart

Foto: sternenkaiserin.com – Marie


Der Herbstwind rüttelt die Bäume,
Die Nacht ist feucht und kalt;
Gehüllt im grauen Mantel,
Reite ich einsam im Wald.

Und wie ich reite, so reiten
Mir die Gedanken voraus;
Sie tragen mich leicht und luftig
Nach meiner Liebsten Haus.

Die Hunde bellen, die Diener
Erscheinen mit Kerzengeflirr;
Die Wendeltreppe stürm ich
Hinauf mit Sporengeklirr.

Im leuchtenden Teppichgemache,
Da ist es so duftig und warm,
Da harret meiner die Holde –
Ich fliege in ihren Arm.

Es säuselt der Wind in den Blättern,
Es spricht der Eichenbaum:
»Was willst du, törichter Reiter,
Mit deinem törichten Traum?«

🌟Sisi🌟

Heinrich Heine

Vielen Dank für die Einladung ins Sisi Schloss Reichenau.

Foto: sternenkaiserin.com – Marie


„Spürst du auch die Kälte in diesen Mauern, Marie? Manchmal denke ich, es ist völlig egal, wie sehr sie heizen, das Eis hier drinnen wird niemals schmelzen.
Nein, es wird von Jahr zu Jahr mehr.
Fast als würde ich in einem Eispalast leben, in dem selbst mein Herz Tag für Tag ein klein wenig mehr erstarrt..“

🌟Sisi🌟

Vielen Dank an mein geliebtes Wasserschloss Totzenbach

Foto: Prinz Barbara Fotografie mit Herz


Man kann so wenig einen Brief für jemanden schreiben, als man für ihn in den Spiegel sehen kann.

🌟Sisi🌟

Friedrich Hebbel

Vielen Dank an Schloss Eckartsau

Foto: sternenkaiserin.com – Marie


Denk an mich,
Denk an mich zärtlich,
Wie an einen Traum
Erinn’re dich
Keine Macht trennt uns

Außer Zeit und Raum
An dem Tag,
Wann er auch kommen mag,
Andem du Abschied nimmst von mir

Lass das Gestern weiterleben
Schließ es ein in dir!

Natürlich war
Von allem Anfang klar,
Kein Glück kann leuchten ewiglich

Aber wenn du dich allein fühlst
Immer denk an mich!

🌟Sisi🌟

Denk an mich – Phantom der Oper, Andrew Lloyd Webber

Vielen Dank an Schloss Eckartsau

Foto: sternenkaiserin.com – Marie


Freundschaft, Liebe, Stein der Weisen,
Diese dreie hört ich preisen,
Und ich pries und suchte sie,
Aber, ach! ich fand sie nie.

🌟Sisi🌟

Heinrich Heine

Vielen Dank an Schloss Schönbrunn

Foto: sternenkaiserin.com – Marie


Wenn es dir übel geht,
nimm es für gut nur immer;
wenn du es übel nimmst,
so geht es dir noch schlimmer.

Und wenn der Freund dich kränkt,
verzeih’s ihm und versteh:
Es ist ihm selbst nicht wohl,
sonst tät er dir nicht weh.

Und kränkt die Liebe dich,
sei dir’s zur Lieb ein Sporn;
dass du die Rose hast,
das merkst du erst am Dorn

🌟Sisi🌟

Friedrich Rückert

Vielen Dank an Schloss Hof

Foto: sternenkaiserin.com – Marie


Sei gegrüßt, o Königin,
Mutter der Barmherzigkeit,
unser Leben, unsre Wonne
und unsre Hoffnung, sei gegrüßt!
Zu dir rufen wir
verbannte Kinder Evas.
Zu dir seufzen wir trauernd und weinend
in diesem Tal der Tränen.
Wohlan denn, unsre Fürsprecherin,
wende deine barmherzigen Augen
uns zu,
und nach diesem Elend zeige uns Jesus,
die gebenedeite Frucht deines Leibes!
O gütige, o milde, o süße Jungfrau Maria!

🌟Sisi🌟

Foto: sternenkaiserin.com – Marie


Video: sternenkaiserin.com – Marie


Der Morgen hat Nebel
um die Hüften geschlungen.
Er fühlt sich wohl im feuchten Kleid.

Doch der Tag hat ihm
den Schleier genommen
Enthüllung macht sich zaghaft breit.

Und dann….durchwirkt
vom Glanz der Sonne
zeigt selbst der November noch Farbigkeit

🌟Sisi🌟

Gerti Kurth

Vielen Dank an die Bundesgärten_Wien und Schloß Schönbrunn

Foto: sternenkaiserin.com – Marie


Amazing grace
How sweet the sound
That saved a wretch like me
I once was lost
But now I’m found
Was blind, but now I see

‚Twas grace that taught
My heart to fear
And grace my Fears relieved
How precious did
That grace appear
The hour I first believed

Through many dangers
Toils and snares
We have already come
‚Twas grace hath brought
Us safe thus far
And grace will lead us home

🌟Sisi🌟

Judy Collins

Vielen Dank an Schloss Eckartsau

Foto: sternenkaiserin.com – Marie


Der Tod ist nichts,
ich bin nur in das Zimmer nebenan gegangen.

Ich bin ich, ihr seid ihr.
Das, was ich für euch war, bin ich immer noch.

Gebt mir den Namen, den ihr mir immer gegeben habt.
Sprecht mit mir, wie ihr es immer getan habt.

Gebraucht keine andere Redeweise,
seid nicht feierlich oder traurig.

Lacht weiterhin über das,
worüber wir gemeinsam gelacht haben.

Betet, lacht, denkt an mich,
betet für mich,
damit mein Name ausgesprochen wird,
so wie es immer war,
ohne irgendeine besondere Betonung,
ohne die Spur eines Schattens.

Das Leben bedeutet das, was es immer war.
Der Faden ist nicht durchschnitten.

Weshalb soll ich nicht mehr in euren Gedanken sein,
nur weil ich nicht mehr in eurem Blickfeld bin?

Ich bin nicht weit weg,
nur auf der anderen Seite des Weges

🌟Sisi🌟

Henry Scott Holland

Vielen Dank an Margarethe Habsburg Lothringen für die Einladung ins Schloss Wallsee!

Foto: Prinz Barbara Fotografie mit Herz


Blessed are they whose baby-souls are bright,
Whose brows are sealèd with the cross of light,
Whom God Himself has deign’d to robe in white—
Blessed are they!

Blessed are they who follow through the wild
His sacred footprints, as a little child;
Who strive to keep their garments undefiled—
Blessed are they!

Blessed are they who commune with the Christ,
Midst holy angels, at the Eucharist—
Who aye seek sunlight through the rain and mist—
Blessed are they!

Blessed are they—the strong in faith and grace—
Who humbly fill their own appointed place;
They who with steadfast patience run the race—
Blessed are they!

Blessed are they who suffer and endure—
They who through thorns and briars walk safe and sure;
Gold in the fire made beautiful and pure!—
Blessed are they!

Blessed are they on whom the angels wait,
To keep them facing the celestial gate,
To help them keep their vows inviolate—
Blessed are they!

Blessed are they to whom, at dead of night,—
In work, in prayer—though veiled from mortal sight,
The great King’s messengers bring love and light—
Blessed are they!

Blessed are they whose labours only cease
When God decrees the quiet, sweet release;
Who lie down calmly in the sleep of peace—
Blessed are they!
Whose dust is angel-guarded, where the flowers
And soft moss cover it, in this earth of ours;
Whose souls are roaming in celestial bowers—
Blessed are they!

Blessed are they—our precious ones—who trod
A pathway for us o’er the rock-strewn sod.
How are they number’d with the saints of God!
Blessed are they!

Blessed are they, elected to sit down
With Christ, in that day of supreme renown,
When His own Bride shall wear her bridal crown—
Blessed are they!

🌟Sisi🌟

by Ada Cambridge

Vielen Dank an Margarethe Habsburg Lothringen für die Einladung nach Schloss Wallsee!

Foto: sternenkaiserin.com – Marie


Du, Heiliger Gott.
An diesem Festtag danken wir Dir für das Leben aller heiligen Frauen und Männer, die sich aus Liebe zu Dir in diese zerbrechliche Welt haben rufen lassen.
Mit ihrem Leben haben sie dich bezeugt.
Mit ihrem Engagement haben sie Deiner Güte eine Gestalt gegeben.
Mit ihrer Hingabe im Leben und im Sterben haben die Heiligen ein Zeichen dafür gesetzt, dass Du diese Welt nicht aufgegeben hast.

Wir bitten dich: Lass uns ihr Vorbild achten und ihnen nacheifern.
Hilf uns zum achtsamen Hinhören, wenn Du uns rufst und sagst: „Ich bin heilig und auch Ihr sollt heilig sein!“

🌟Sisi🌟

Fürbittengebet (Text Pfarrerin Andrea Richter)

Vielen Dank an Schloss Eckartsau

Foto: sternenkaiserin.com – Marie

Sisi im französischen Radio – Viva Sissi

Während unseres Meran-Aufenthaltes, in den Gärten von Trauttmannsdorff, kam es zu einer ganz besonderen Begegnung. Schon Tage zu vor habe ich mit Céline Béal vom französischen Radio telefoniert, um diesen Termin möglich zu machen. 

Im Schloss Trauttmannsdorff trafen sich dann die bezaubernde Céline und unsere Sternenkaiserin zu einem Interview. 

Das wunderbare Interview hört ihr hier – ein bisschen französisch solltet ihr können. Wer genau hinhört, kann unsere Sisi deutsch sprechen hören. 

http://www.rfi.fr/emission/20181123-cinema-tourisme-italie-romy-schneider-sissi-vikings-pologne-lituanie-scorsese

 

Foto: Céline Béal

 

~ Marie ~