Make a wish – wenn Wünsche wahr werden…

Jeder Mensch hat einen Herzenswunsch, manche davon gehen in Erfüllung, andere bleiben auf ewig ein Traum, wenn man krank ist, bekommen solche Wünsche noch mehr Bedeutung.

 

Diejenigen von uns die Kinder haben oder kennen wissen, dass viele davon ganz besondere Wünsche haben. Wünsche die uns Erwachsenen vielleicht manches Mal als seltsam oder unwichtig erscheinen und wir wissen auch, dass kranke Kinder noch empfindsamer sind, als gesunde.

Ein erfüllter Wunsch bedeutet manches Mal für den Einzelnen nur einen geringen Aufwand, kann jedoch für ein Kind die Erfüllung eines Traumes bedeuten. Dabei steht für Kinder nicht der materielle Wert im Vordergrund, sondern einzig und allein das wahr werden ihres Traumes.

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(Foto: @make-a-wish)

Als Krankenschwester kann ich aus Erfahrung sagen, dass der Glaube manchmal Berge versetzen kann. Genau dieser Glaube an das scheinbar Unmögliche ist es aber, der manchmal zur Besserung des Gesundheitszustandes beiträgt.

Schwerkranke Menschen mobilisieren ungeahnte Kräfte um Dinge zu erreichen, die ihnen einfach wichtig sind. Glückliche Stunden lassen den schweren, oft allgegenwärtigen Umgang mit der Krankheit  zumindest für eine kurze Zeit in den Hintergrund treten.

In der Rolle der „Kaiserin Elisabeth von Österreich“,  habe ich es immer wieder mit Kindern zu tun, Kindern in allen Altersgruppen, vom Kleinkind bis zum Teenager und speziell die Mädchen sind davon besonders fasziniert.

Warum das so ist? Vielleicht  weil Kinder noch an Märchen glauben, an eine heile Welt, in der am Ende doch noch alles gut wird.Sie sehen in mir die Märchenprinzessin, vielleicht eine lebendig gewordene Puppe oder die älteren von Ihnen gelebte Geschichte.Manchmal geht das sogar soweit, dass es Tränen beim Abschied gibt.Ich erinnere mich an einen kleinen Jungen in München, der bitterlich weinte, weil er „noch bei der Sissi bleiben“ wollte, obwohl es längst Zeit fürs Bett war.Schulklassen baten um ein Bild für ihren Jahresbericht oder das Erinnerungsalbum, um einen gewöhnlichen Schulausflug unvergesslich zu machen.

Vor kurzem in Meran lief ein kleines Mädchen auf mich zu, sprach kein Wort und umklammerte mich, ihre großen Augen strahlten und sie sah mich schlicht minutenlang an. Dabei spielt besonders bei den Kleineren, die Sprache überhaupt keine Rolle.

Durch Zufall sah ich einen Beitrag der „Make-A-Wish Foundation®“, in dem die kleine Mila sich wünschte, einmal im Leben eine Prinzessin zu sein und kam von dem Gedanken nicht mehr los, irgendwie Teil dieser Organisation zu werden. Der Verein, der mittels ehrenamtlicher Helfer schwerkranken Kindern ihre Herzenswünsche erfüllt, wurde auch mir zur Herzensangelegenheit.

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Foto @make.a.wish.at

Es dauerte nicht lange, als mich tatsächlich der Wunsch eines kleinen Mädchens aus Italien erreichte.

„Einmal im Leben die Sisi sehen.“

Die Frage war nicht, ob ich da mitmachen würde, sondern wann und wie es möglich wäre, dieses Mädchen von ihrer Heimatstadt in der Nähe Neapels nach Wien zu bringen.

Solche besonderen Kinder haben besondere Bedürfnisse und benötigen in der Regel spezielle medizinische Betreuung oder diverse medizinische Geräte wie ein Dialysegerät oder eine permanente Sauerstoffversorgung. Dies wird ehrenamtlich organisiert und die anfallenden Kosten durch Spenden gedeckt.  Hinzu kommt die jeweils aktuelle medizinische Verfassung des Kindes, von der ein möglicher Termin abhängt und welche auch zu kurzfristigen Änderungen führen kann.

Die Sissi sollte auch nicht nach Italien kommen, denn Antonella´s Wunsch war es, die Kaiserin in Wien zu treffen. Da sie auf Grund ihrer Krankheit niemals eine Schule besuchen konnte, erzählte ihr ihre Privatlehrerin oft von Wien, Schloß Schönbrunn und der österreichischen Kaiserin.

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(Foto: @Make-A-Wish Foundation®)

Als ich meinen Kollegen und unserer Pflegedienstleitung von dieser Sache erzählte, war sofort klar, egal wann Antonella kommen würde, die Kaiserin oder Principessa Sissy – wie man sie in Italien nennt, würde in Wien auf Sie warten. Irgendjemand würde falls nötig meinen Dienst übernehmen!

Hiermit nochmals ein herzliches Danke an Euch!!!

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(Foto: @Make-A-Wish Foundation®)

Auf Grund des bereits leider sehr reduzierten Gesundheitszustandes war nur ein kurzes Treffen möglich. Es ist nicht die Zeit, die in solchen Momenten zählt, sondern einzig und allein das Erfüllen des Herzenswunsches eines schwerstkranken Kindes.

Es war sicher das emotionalste Treffen, das ich jemals erlebt habe. Der Blick der Kleinen als ich den Garten betrat war unbeschreiblich und ihr Lächeln berührte alle Anwesenden. Für einen kurzen Moment war diese kleine Prinzessin glücklich, lachte und griff nach dem Fächer, den sie dann als Erinnerung an die Kaiserin behalten sollte.

Die Make-A-Wish Foundation®  hat sich genau das zur Aufgabe gemacht, schwerkranken Kindern ihren meist letzten Wunsch zu erfüllen.

 

 Wie kam es nun zu dieser einzigartigen Organisation?

Vor mehr als 37 Jahren war es der sehnlichste Wunsch des an Krebs erkrankten 8 jährigen Chris, einen Tag lang Polizist zu sein.

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(Foto: @Make-A-Wish Foundation®)

2 Cops der Arizona Highway Police hörten davon und ermöglichten ihm diesen Wunsch.

Er fuhr in einer eigenen kleinen Uniform auf einem Minimotorrad und begleitete seine „Kollegen“ mit Blaulicht in einem Streifwagen, verteilte Strafzettel und durfte sogar mit dem Polizeihubschrauber mitfliegen. Diesen beiden Beamten und der Mutter von Chris verdanken wir die Gründung dieser wundervollen Organisation, die bis zum heutigen Tag unzähligen Kindern ihre Wünsche erfüllte und ihnen somit ein kleines bisschen Glück schenken konnte.                                                                                                               

                                                                                               

Heute ist die Make-A-Wish Foundation® die weltweit größte Wunscherfüllungsorganisation.

Viele Internationale und Nationale Stars haben ihre Zeit zur Verfügung gestellt um diverse Wünsche zu erfüllen. Unzählige Bilder und Berichte davon findet man unter http://www.make-a-wish.at

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(Ein Kind besucht im Rahmen von Make-A-Wish US-Präsident Barack Obama Foto:@wikimedia.commons)

Unter anderem unterstützen Alfons Haider und Pia Douwes die österreichische Vereinigung.alfons-haider-e1414350627918-150x150

Alle Berichte und Fotos solcher Treffen werden ausschließlich nur nach ausdrücklicher Zustimmung der Eltern veröffentlicht.

Mit Hilfe von Sponsor-Beiträgen werden Wünsche erfüllt, die von den Eltern durch die zeitlich oder finanziell angespannte Lage einfach nicht ermöglicht werden können.

Die „Make-A-Wish Foundation®“ ist inzwischen in 40 Ländern als nationale Organisation aktiv und erfüllt alle 17 Minuten irgendwo auf der Welt den Herzenswunsch eines schwer kranken Kindes.

Weltweit erfüllen über 30.000 Mitarbeiter Wünsche von schwerkranken Kindern:

seit 1980 sind das rund 334.000 erfüllte Wünsche!!

Wenn es Euch nun genauso geht wie mir, wenn Euch die Wünsche der Kinder nicht mehr los lassen, dann bitte ich Euch im Namen all dieser Kinder, tragt ein bisschen dazu bei, dass noch ganz viele Träume in Erfüllung gehen!

 

Denn wie schon Dante sagte:

„Drei Dinge sind uns aus dem Paradies geblieben:

Sterne, Blumen und Kinder“

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(Foto: @Make-A-Wish Foundation®)

Teilt die Seite, erzählt Euren Freunden davon, und vielleicht könnt ihr ja sogar irgendwann sogar auch Teil eines Wunsches sein, bis dahin bitte Euch alle um eine kleine Spende zu Gunsten der kranken Kinder.

Lassen wir gemeinsam Träume wahr werden!

Download

@make-a-wish.at

 


 

Ich bedanke mich bei meinen Kollegen, die mitgeholfen haben, diesen Wunsch zu erfüllen.

Auch an unseren Partner, die Firma Heindl ein großes Danke für die „süsse Überraschung“ für Antonelle und ihre Familie.

Textrecht: @Sisi 

Foto: @make-a-wish.at

Ein Kommentar zu “Make a wish – wenn Wünsche wahr werden…

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