Archiv | September 2017

Schloss Wallsee – oder zu Besuch bei Marie Valerie …

Wie jedes Jahr im August begann meine Reise mit dem Kaiserzug von Attnang Puchheim nach Bad Ischl, doch anstatt wie sonst die restliche Zeit in Ischl zu bleiben, verließen wir die Kaiserstadt noch am selben Abend, um eine Kaiserwoche der ganz besonderen Art zu begehen.

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Kaiserzug Bad Ischl – Foto: @Rudi Gigler

Eine Woche die von meiner Marie als Überraschung geplant war und mit Hilfe unserer spanischen Maria José zum unvergesslichen Erlebnis werden sollte!

Am 16. August starteten wir nach einem gemütlichen Frühstück nach Wallsee, eine kleine Gemeinde im Bezirk Amstetten in Niederösterreich.

Schloss Wallsee, ein ehemaliger Herrschaftssitz der immer noch im Privatbesitz der Familie Habsburg–Lothringen ist, erwartete uns.

Die Burg Wallsee wurde an einem Ort erbaut, der schon zur Römerzeit besiedelt wurde. Erstmals urkundlich erwähnt im Jahr 1071  als „Sunilburg“.

1247 starb das Geschlecht der Sunilburger aus und es folgten die Herrn von Sleunz als Burgherren.

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Burg Wallsee Foto: @schloss-wallsee.at

Danach kamen die Herren von Zacking, die ihren Sitz in 3 km entfernten Sommerau hatten.

Konrad von Sommerau hatte als Burghautptmann von Enns bedeutenden Einfluss auf die Kämpfe zwischen König Rudolf von Habsburg und König Ottokar von Böhmen.

Nach dem missglückten Aufstand gegen Albrecht I. allerdings verlor Konrad von Sommerau seine Bedeutung und verschwand.

Mit Rudolf von Habsburg kamen die Herren von Waldsee nach Österreich.

Heinrich der Erste von Waldsee wurde Burghauptmann von Enns und mit Sommerau und Sindelburg belehnt.

Der Bau des heutigen Grundrisses der Burg geht auf die Zeit von 1368 unter Heinrich VI von Wallsee zurück.

Über die Jahrhunderte hinweg waren zahlreiche Burgherren für das Schicksal von Wallsee verantwortlich.

Um- und Ausbauten erfolgten, so wurde z.B. ein Treppenhaus im Innenhof errichtet, dass den direkten Zugang zur Kapelle veränderte.

Nach zahlreichen Erbstreitigkeiten und Verkäufen erwarb es schließlich Herzog Ernst von Sachsen- Coburg und Gotha Wallsee, dass wegen der ständigen Wechsel kaum bewohnt und dementsprechend baufällig war, von Graf Leopold Daun (Sohn des Erbauers des Palais Daun-Kinsky in Wien).

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Leopold Joseph Graf von Daun Bild: @Wikimedia/Commons

Nach dessen Tod kam das Schloss wieder über mehrere Besitzer an Alfred, Herzog von Sachsen–Coburg und Gotha.

Dieser wiederum verkaufte das Schloss am 11.6.1895 an Erzherzog Franz Salvator und Erzherzogin Marie Valerie, den Ur-Großeltern der jetzigen Schlossbesitzerin.

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Marie Valerie mit ihrem Mann Franz Salvator; Bild: @Wikimedia/Commons

Das gesamte oberste Geschoß war zu dem Zeitpunkt unbewohnbar, im Westteil des Schlosses waren alle Decken und Gewölbe in derart schlechtem Zustand, dass sie nicht mehr zu retten waren und daher erneuert werden mussten.

Ebenso mussten alle Fenster, Fußböden, Türen und die Holzstiege repariert werden, so auch das Dach. Der gesamte heutige Verputz wurde damals aufgebracht.

2 Jahre lang wurde das Schloss renoviert, bevor Erzherzogin Marie Valerie und Erzherzog Franz Salvator 1897 einzog.

 

 

 


 

Als Kaiserin Elisabeth das erste Mal zu Gast war, beschreibt dies Hofdame Irma wie folgt: 

„Am 28. September (1897) verließen wir Meran und waren am nächsten Morgen in Wallsee, im neuen Heim der Erzherzogin Valérie. Die erzherzogliche Familie war erst vor kurzem hierher übersiedelt und es ist daher natürlich, dass die Kaiserin das herrliche Schloß und dessen Einrichtung mit größtem Interesse und auf das eingehendste besichtigte.
Wallsee übertraf alle unsere Erwartungen. Unser kurzer Aufenthalt war ein würdiger Abschluß dieser mit mancherlei angenehmen Erinnerungen verknüpften Reise, für deren prächtigen Erfolg am besten die freudige Überraschung sprach, die Seine Majestät bekundete, als er im Ofener Bahnhofe meine teure Kaiserin von mir übernahm.

(„Aus den letzten Jahren der Kaiserin Elisabeth“ Seite 166, Ausgabe 2005)

Das Schloss befindet sich nach wie vor im Besitz der Familie Salvator-Habsburg-Lothringen und wird auch von ihr ständig bewohnt. Zur Zeit von Ing. Andreas & Margaretha Habsburg Lothringen (Ur-Enkelin von Marie Valerie und Ur-Ur-Enkelin von Kaiserin Elisabeth) und deren 3 Kindern.

Das Schloss ist öffentlich nicht zugänglich, einzige Ausnahme bildet das darin enthaltene Standesamt samt Schlosskapelle, die man für Hochzeiten mieten kann!


 

Den Besuch in Wallsee hatte meine Marie bis ins letzte Detail geplant, die Kleiderauswahl, der Hut – ein Originalstück aus der Zeit des Umbaues, ja sogar der Schirm – alles war vorgeplant.

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Foto: Prinz Barbara Fotografie mit Herz

Abgestimmt auf das Jahr 1897 in dem die Kaisertochter nach Wallsee zog.

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Foto: Prinz Barbara Fotografie mit Herz

 

Als wir auf das schwere schmiedeeiserne Tor zuschritten, an dem weithin sichtbar die Wappen von Marie Valerie und Franz Salvator erkennbar sind, öffnete es sich uns wie von selbst.

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Foto: Prinz Barbara Fotografie mit Herz

Am Eingang wurden wir von Margaretha Habsburg-Lothringen der Ur-Ur-Enkelin von Marie Valerie und ihrem jüngsten Sohn Alexander begrüßt.

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Foto: Prinz Barbara Fotografie mit Herz

Wir spazierten durch den Garten die lange Auffahrt zum Schlosstor entlang, an deren rechten Seite noch die steinerne Reithalle erhalten ist.

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Foto: Prinz Barbara Fotografie mit Herz

 

Durch das große Haupttor das Burgturms, auf dessen großen Mosaik die Brüder Eberhard und Heinrich von Wallsee dargestellt sind, die von König Rudolf mit der Burg Wallsee belehnt werden, gelangten wir in den großen Innenhof des Schlosses.

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Foto: Prinz Barbara Fotografie mit Herz

Durch ein weiteres Tor gelangten wir in einen zweiten, kleineren Innenhof in dem sich heute noch die privaten Wohnräume der Familie befinden.

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Foto: Prinz Barbara Fotografie mit Herz

 

In einer Ecke dieses Innenhofes steht ein alter Brunnen, der an die Zeit erinnert, als noch mit Holzleitungen das Wasser ins Schloss transportiert wurde.

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Foto: Prinz Barbara Fotografie mit Herz

Gegenüber dem Tor liegt der heutige Eingang zu Kapelle und Standesamt.

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Foto: Prinz Barbara Fotografie mit Herz

Die gotische Kapelle kann heute für Hochzeiten im Schloss gemietet werden und steht ansonsten nur der Familie zur Verfügung.

 

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Foto: Prinz Barbara Fotografie mit Herz

Am Fußende der Treppen, die zu den ehemaligen Wohnräumen der Familie führten, findet sich das Standesamt wieder.

Im gesamten Gebäude ist die kaiserliche Familie allgegenwärtig, so steht zb am Tisch des Standesbeamten eine Statue der Kaiserin Elisabeth.

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Foto: Prinz Barbara Fotografie mit Herz

 

Eine Vitrine mit Andenken an die Kaiserin erinnert an deren Besuche bei ihrer „Einzigen“.

Der Treppenaufgang ist geschmückt mit Stichen die Natur und Jagdszenen zeigen. Am oberen Treppenende erinnert ein überlebensgroßes Gemälde an Erzherzog Franz Salvator.


 

Erzherzogin Marie Valerie, die unter großem Jubel der Bevölkerung am 4. September 1897 festlichen Einzug in das Schloss hielt war für ihre Güte und Mildtätigkeit bekannt und unter der Bevölkerung sehr geschätzt.

Diese Tugend trug ihr auch den Beinamen „der gute Engel von Wallsee“ ein.

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Erzherzogin Marie Valerie von Österreich; Bild @Wikimedia/Commons

Nach dem Tod ihrer Mutter versuchte sie gemeinsam mit ihrer Schwester Gisela den trauernden Kaiser zu trösten der gern in Wallsee zu Gast war,  um dort mit seinen Enkelkinder Zeit zu verbringen, die er wohl für die eigenen Kinder nicht hatte.

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Unterm Weihnachtsbaum in Wallsee, Zeitungsillustration, 1916 Foto: @Schloß Schönbrunn Kultur- und Betriebsges.m.b.H.

Am 10 September 1918 verstarb Erzherzog Franz Karl, der älteste Sohn von Marie Valerie in Schloss Wallsee an der Spanischen Grippe.

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Franz Karl (links) mit Eltern und Geschwistern (um 1905) Foto: @Wikimedia/Commons

1924 wurde bei Marie Valerie Lymphdrüsenkrebs festgestellt.

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Franz Salvator und Marie Valerie Foto: @wikimedia.commons

Am 6. September 1924 starb „Sisi´s Einzige“ im Kreise ihrer Familie in Wallsee und wurde am örtlichen Friedhof von Sindelburg-Wallsee beigesetzt. Natürlich besuchten wir auf der Heimfahrt den Friedhof, um eine Kerze für Marie Valerie anzuzünden.

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Foto: Prinz Barbara Fotografie mit Herz

Sohn Theodor Salvator übernahm nach dem Tod seiner Eltern Schloss Wallsee.


 

Es war ein besonderer Tag, der uns allen wohl ewig in Erinnerung bleiben wird, der kaiserlichen Familie ein weiteres Mal auf solche besondere Weise Nahe zu kommen, hat uns Vier besonders viel bedeutet.

Unser Dank gilt der Familie Margaretha und Andreas Habsburg-Lothringen, die uns durch ihre Einladung ins Schloss Wallsee einen weiteren Traum erfüllten.

Es war uns wirklich eine ganz besondere Ehre, dieses sehr private Schloss besuchen zu dürfen!

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Mein persönlicher Dank gilt wie so oft meiner Marie, ohne die alle meine Träume wohl nur eben solche geblieben wären. Die durch ihre Professionalität und Ausdauer Dinge erreicht, von denen alle anderen sprichwörtlich nur Träumen können!

Ein dickes Bussi an den „Freak in der Runde“ wie sie sich selbst nennt – Maria José, der kein Weg zu weit, kein Berg zu hoch und keine Reise zu beschwerlich ist, nur um mir zu helfen, meine Kleider zu schnüren, meine Haare zu richten oder auch nur meinen Schirm zu halten!

Und zu guter Letzt mein aufrichtiger Dank an unsere Barbara, die kurzerhand ihren Urlaub umgeplant hat, nur um uns begleiten.

Ohne Dich hätten wir die Tour absagen müssen. DANKE!!!

Was wäre das schönste Kleid, ohne den passenden Ort, ohne dem perfekten Bild?

Ohne mein Team gäbe es keine Sternenkaiserin und dafür kann ich Euch gar nicht genug danken! Ihr seid einfach Spitze!!!

 

 

 

 

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Foto: Prinz Barbara Fotografie mit Herz

 

*Sisi*

 

 


Textrechte: Sisi, Irma Sztaray
Bildrechte: Prinz Barbara, Rudi Gigler, Wikimedia/Commons, Habsburger.net, Schloss-Wallsee.at
Es konnten keine weiteren Urheberrechte zu den Bildern festgestellt werden. Sollten wir gegen ein Urheberrecht verstoßen haben, bitten wir um Kontaktaufnahme: sternenkaiserin[at]gmx.at


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Tras las trágicas huellas de Sisi en Ginebra.

Conmeroramos hoy el aniversario de la muerte de la emperatriz Isabel, que fue asesinada por el anarquista Luigi Lucheni el 10 de Septiembre de 1898.

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Foto: @stadtmuseum.at (Bad Ischl)

La hermosa ciudad de Ginebra siempre merece una visita, pero si además uno es un admirador de la emperatriz Isabel, es una parada obligatoria.

Como hice el viaje en tren, mi visita comienza en la estación central de Ginebra. Nada mas salir del edificio y a mano derecha, se encuentra la principal iglesia católica de la ciudad: la catedral de Nuestra señora de la Inmaculada Concepción de Ginebra.

Mas allá de la belleza de la iglesia en sí, lo que me trae aquí se encuentra entrando por la entrada lateral y es una de las primeras vidrieras de la derecha. Esta bonita vidriera se colocó aquí para conmemorar los 100 años del asesinato de la emperatriz.

En la parte superior de la vidriera esta representado el milagro de las rosas de Santa Isabel, teniendo la santa cierto parecido con la emperatriz. Debajo se ve una tumba cubierta de rosas y un angel triste y pensativo junto a ella. Escrito en latín y junto a las coronas de Austria y Hungría, puede leerse:  „A la pia memoria de su majestad Isabel, emperatriz de Austria y reina de Hungría, fallecida el 10 de Septiembre de 1898. Erigido por la Sociedad S. Isabel 10 de Septiembre 1998″.

Una vez que salgo de la iglesia y siguiendo todo recto por la calle Rue du Mont-Blanc se llega al lago de Leman. En vez de cruzar el puente Pont du Mont Blanc a la otra orilla, giramos a la izquierda pasando por el embarcadero Geneve- Mont-Blanc (Lac). A escasos 100 metros de aqui, sobresaliendo de la barandilla, se encuentra la placa que marca el lugar exacto en el que Lucheni atacó a la emperatriz.

Escrito en francés se lee: „Aqui fue asesinada el 10 de Septiembre de 1898 su majestad la

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Vista de la placa recordatoria del atentado en dirección al Beau Rivage. Foto: Sternenkaiserin.com

emperatriz Isabel de Austria“. Me impresiona pensar lo poco que tardó su asesino en atacarla una vez que dejó la seguridad de su hotel. El llevaba una afilada

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Placa recordatoria en el lugar del atentado. Foto: Sternenkaiserin.com

lima en la mano y en cuanto vió a la emperatriz, se abalanzó sobre ella y se lo clavó en el pecho. Nadie podía saber que había acertado justo en el corazón. Isabel cayó al suelo y después se levantó con la ayuda de su dama de compañía Irma Sztáray.

Me impresiona pensarlo fuerte que debía ser la emperatriz para, a pesar de estar herida de muerte, Sisi lograra llegar andando hasta el barco en el que finalmente colapsó.

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Vista de la placa en el luhar del atentado en dirección al ambarcadero. Foto: Sternenkaiserin.com

Voy siguiendo sus pasos en sentido inverso por la Quai du Mont Blanc en dirección al Hotel Beau Rivage. Es un paseo corto pero precioso, a la orilla del lago y con la visión del conocido Jet d´Eau.

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Jet D´Eau. Foto: Sternenkaiserin.com

 

La primera calle a la izquierda es la Rue des Alpes, por donde Lucheni huyó tras atacar a la emperatriz y donde fue apresado. Después, y también a la izquierda hay un pequeño parque con el monumento al duque Carlos II de Brunswick y justo en frente, se encuentra el hotel.

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Monumento a Brunswick. Foto: Sternenkaiserin.com

Ya que me encuentro en la acera de la derecha, sigo recto pasando de largo el hotel para llegar a la moderna estatua de Sisi del conocido arquitecto Philip Jackson que se colocó aqui coincidiendo con el 100 aniversario de su asesinato.  Es una estatua de metal negro sobre unos escalones de marmol, que representa a una extremadamente (y exageradamente) delgada emperatriz que cubre su rostro con un abanico. Sobre gustos no hay nada escrito, pero para mi gusto, no es precisamente la estatua mas bonita que he visto, y he visto muchas. El rostro es bello y las manos me parecen bonitas y delicadas, pero en conjunto, no es mi favorita. En los escalones de marmol blanco puede leerse en letras doradas: „A la memoria de Isabel, emperatriz de Austria y reina de Hungría. 1898 10 de Septiembre 1998.“

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Monumento a Isabel. Foto: Sternenkaiserin.com

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Monumento a Isabel. Foto: Sternenkaiserin.com

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Monumento a Isabel. Foto: Sternenkaiserin.com

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Monumento a Isabel. Foto: Sternenkaiserin.com

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Monumento a Isabel. Foto: Sternenkaiserin.com

 

 

El rostro de la estatua esta dirigido al hotel Beau Rivage en la acera de en frente, y desde aqui se ven perfectamente las ventanas de la habitación en la que Sisi murió, solo que ahora hay delante una terraza que en 1898 no estaba. Pensar que estoy a punto de entrar en esa habitación me produce una mezcla de nervios, respeto, alegria y miedo ( si, lo reconozco) que es dificil de contener, pero no puedo esperar ni un minuto más.

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Entrada del hotel Beau Rivage. Foto: Sternenkaiserin.com

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Hotel Beau Rivage. Foto: Sternenkaiserin.com

El noble hotel Beau Rivage fundado en 1865, es el hotel privado mas antiguo de Ginebra. Tiene 73 habitaciones y 18 suites, incluyendo la número 119/120 que es en la que se hospedaba Sisi y en la que murió. Ya desde fuera se ve que es un hotel de lujo, pero nada mas subir los primeros escalones tras cruzar la puerta giratoria de cristal, mis ojos no dan crédito a tanta elegancia, clase y belleza. Me saluda el sonido de una pequeña fuente redonda situada en el centro del lobby. Esta fuente no estaba aqui en tiempos de Sisi, ya que fue instalada para celebrar el 125 aniversario de la fundación del hotel. A la izquierda esta la recepción y a la derecha el bar y el restaurante. Al mirar hacia arriba, veo las 3 plantas donde se encuentran las habitaciones, ya que todas se abren al centro formando un patio coronado por un espectacular tragaluz. El personal del hotel me muestra su cara mas amable y simpática y me guía por el hotel.

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Foto: Sternenkaiserin.com

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Foto: Sternenkaiserin.com

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Foto: Sternenkaiserin.com

Mi guía me acompaña hacia las elegantes escaleras que suben a la primera planta donde se encuentra la suite de Sisi. Desde la balaustrada se ve todo el lobby y la fuente de la entrada. A la izquierda de la puerta de la Suite, hay una vitrina con recuerdos y objetos personales de la emperatriz. Hay cubiertos, una servilleta marcada con la E de Elisabeth, una réplica de una de las estrellas de diamante, un par de fotos, una figurita, unos guantes de cuero blanco con la E coronada, un sombrero de época muy parecido a los que ella solía llevar…

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Foto: Sternenkaiserin.com

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Foto: Sternenkaiserin.com

 

 

 

 

 

 

 

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Foto: Sternenkaiserin.com

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Foto: Sternenkaiserin.com

 

 

 

 

 

 

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Pero lo que mas me asombra son tres objetos colocados dentro de un marco en la parte superio de la vitrina: algunas flores disecadas, regalo de Irma Sztaray a la señora Meyer, dueña del hotel y que se encontraba junto a la emperatriz en el momento de su muerte, el adorno de tela bordado que llevaba Sisi sobre el cabello en el momento del ataque y un trozo de tela, posiblemente de su ropa interior, manchada con la sangre de la emperatriz. Apenas se distinguen ya las manchas, descoloridas por el tiempo, pero son el mudo testimonio de la tragedia.

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Foto: Sternenkaiserin.com

Tras mirarlo todo al detalle, fotografiarlo y hacer preguntas sobre casi cada objeto, llega el momento de entrar a la suite. ¿Como describir lo que sentí al entrar? no hay palabras. Al abrir la puerta se entra a un pequeño recibidor que se abre a la derecha a una sala de estar, de frente al dormitorio y a la izquierda a un pequeño lavabo que en tiempos de Sisi no estaba aqui.

 

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Foto: Sternenkaiserin.com

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Foto: Sternenkaiserin.com

Entramos a la sala de estar, decorada en agradables tonos rojos y cremas que recuerdan a los palacios de Schönnbrun o Gödöllö. Sobre la bonita chimenea de marmol, hay un enorme espejo que es el único objeto original de finales del siglo 19. De hecho, estaba ya ahí durante las dos estancias de la emperatriz en el Beau Rivage. No es dificil imaginársela mirando su reflejo en este espejo justo antes de salir de la habitación a encontrarse con su destino… En una vitrina situada cerca de la ventana en la pared que separa el salón y el dormitorio, hay una copia del cuadro de Sisi pintado por Winterhalter.

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Foto: Sternenkaiserin.com

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Foto: Sternenkaiserin.com

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Foto: Sternenkaiserin.com

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Foto: Sternenkaiserin.com

 

 

 

 

 

El dormitorio es una maravillosa estancia también decorada en rojo y crema, muy luminoso y con unas vistas estupendas al lago y al Jet D`Eau. A la izquierda unos pequeños escalones de madera nos llevan a la terraza privada de la suite, con cómodos sillones en los que disfrutar del bello paisaje. En tiempos de Sisi, ni la terraza ni el restaurante que está debajo de ella, estaban ahí. Justo en frente de la puerta de la terraza y junto a la enorme cama, se llega al cuarto de baño, que tampoco estaba ahí en 1898. Ducha Haman, un jacuzzi, una televisión escondida detrás de un espejo, productos de higiene y belleza de Clarins… al lujoso cuarto de baño no le falta de nada!

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Herr Mayer y la Señora M. en el Beau Rivage. Foto: Sternenkaiserin.com

Por lo que me comenta mi guía, (a quien desde aqui tengo que agradecerle su infinita paciencia ante mis miles de preguntas, a las que ella siempre contestaba amablemente y con la mejor de sus sonrisas) durante la estancia de la emperatriz, su cama estaba en la misma posición que la que hay hoy en día, pero mas atrás, mas o menos donde se encuentra el jacuzzi, ya que por aquel entonces en cuarto de baño no existía. Durante un momento me pregunto como sería pasar una noche en esta habitación, ¿podría dormir? ¿podríais vosotros?

Mi amable guía me comenta divertida que nunca han oido historias de fantasmas ni en la habitación ni en el hotel, así que debería poder dormir sin problemas. Aún así, y si me pudiera permitir una suite como esta, que no es el caso, creo que no pegaría ojo en toda la noche.

Para mi gran sorpresa, parece ser que voy a poder conocer al presidente del hotel, el señor Mayer. Por lo que me dicen, es un hombre muy agradable que conoce casi todos los detalles de lo ocurrido el día del atentado y todo lo referente a Sisi. Cosa que no me sorprende, ya que su familia ha sido la dueña del hotel desde su fundación e incluso su abuela estaba junto a la emperatriz cuando expiró. 

A pesar de las tranquilizadoras palabras de Marina, me siento muy inquieta. Que un hombre tan importante y con tantos asuntos a los que atender, se tome el tiempo de atenderme, de manera totalmente espontanea ya que no estaba preparado, es un honor y toda una oportunidad de saciar mi curiosidad.

Me encuentro con él en el bar del hotel donde me ofrecen algo de beber y mis nervios se disipan, ya que es uno de los caballeros mas agradables y simpáticos que he tenido el gusto de conocer. Oir los hechos de aquel 10 de Septiembre de 1898 de sus labios, es como estar viviendo la historia al momento. Me cuenta como era la habitación entonces, como se sucedieron los terribles acontecimientos y como su abuela le dijo a su madre: „La emperatriz murió en mis brazos“. 

Después de hacerle mil preguntas y de escuchar cada palabra con toda mi atención, volvemos a subir a la suite para hacer algunas fotos mas. Me despido de mis cicerones y salgo del hotel con los ojos, la mente y el corazón llenos de Sisi.

Desde aqui agradezco al señor Mayer, a mi guía particular y todos los compañeros del Beau Rivage por su amabilidad, su tiempo y su paciencia y por hacerme sentir VIP en un hotel tan lujoso y bello.

Siguiendo los pasos de la emperatriz el día del atentado, me dirijo desde el hotel hasta el lugar del atentado haciendo el trayecto inverso que hice por la mañana. Pasando el embarcadero cruzo el gran puente que divide la ciudad en dirección al famoso reloj floral, ya que en esta orilla se encuentra otro tesoro que visitar.

El vapor „Geneve“, al que Sisi subió y en el que colapsó poco después, se encuentra atracado aqui.

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El barco Geneve. Foto: Sternenkaiserin.com

Hoy en día es un bonito y original restaurante que además se puede alquilar para celebraciones y eventos. Un pequeño cartel informa a los viandantes de la historia del barco y su relacción con Sisi.

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Foto: Sternenkaiserin.com

Se sube al barco por el mismo lugar que entonces, así que es como estar viviendo aquel momento en vivo. sobre la cubierta en la que me encuentro nada mas subir, es donde Sisi perdió el conocimiento. Entrando a la zona interior, y tras cruzar un pasillo se llega a una zona amplia que conduce a la izquierda a la escalinata de madera que sube a la cubierta superior, y a la derecha a un corto pasillo que da a la parte delantera del barco. En este pasillo hay cuatro pequeñas habitaciones, que aunque ahora sirven de almacenes, en 1898 eran cabinas privadas.

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Cabina reservada a la emperatriz. Foto: Sternenkaiserin.com

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Cabina reservada a la emperatriz. Foto: Sternenkaiserin.com

La segunda a la izquierda era la de Sisi y allí fue llevada inconsciente tras desmayarse. Fue también ahí dentro donde la emperatriz recobró el conocimiento por un momento y pronunció sus últimas palabras: „pero ¿que me ha pasado?“.

Isabel volvió a quedar inconsciente y no volvería a despertar jamas. Informado el capitán de la verdadera identidad de la pasajera enferma, decidió volver inmediatamente al embarcadero. Ordenó a la tripulación que improvisaran una camilla con unos remos y una lona con la que transportar a la emperatriz de vuelta al hotel, donde por desgracia, moriría poco después.

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Catedral de San Pedro, Ginebra. Foto: Sternenkaiserin.com

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Ruinas de la carcel. Foto: Sternenkaiserin.com

Desde el „Geneve“ me dirijo a la cercana catedral de Saint Pierre ya que junto a su fachada se encuentran las ruinas de la antigua prisión en la que Lucheni estuvo prisionero por su horrible crimen. En su declaración a las autoridades quedó claro que en principio el no quería matar a la emperatriz, si no al Duque Orleans.

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Ruinas de la carcel. Foto: Sternenkaiserin.com

El 19 de Octubre de 1910 se encontró en su celda su cadaver, hecho rodeado de extrañas circunstancias. La causa oficial de la muerte: Suicidio. Solo quedan los restos de una pequeña estancia construida en piedra y una placa explicativa, pero aún así, es interesante estar aqui e imaginarse como sería aquel edificio del que practicamente no queda nada.

Y llega la hora de la despedida.Ha sido un día lleno de emociones en el que he aprendido muchísimo. Seguir los pasos de Sisi en los lugares originales en los que todo sucedió es una experiencia que recomiendo a cualquiera que admire a la emperatriz.

Espero que este pequeño relato de mi visita os haya gustado y desde aqui mi agradecimiento a Sisi-Strasse por conseguir los permisos para poder grabar y fotografiar en el Hotel Beau Rivage y en el Geneve y también a los trabajadores en ambos lugares que tan amablemente me guiaron y mostraron todo. Ha sido todo un honor.

 

– Maria José –


El último camino de la emperatriz Isabel, tras las huellas históricas

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Foto: @staerkel.at

Después de acompañar a María José en su interesante visita, vamos a permitir a los testigos presenciales que nos cuenten con sus propias palabras lo que sucedió aquel día:

„Me imagino que el pájaro cautivo disfruta mas de su liberación y goza al atravesar las olvidadas rejas de su prisión, cuando, tras preparaciones y ceremonias, por fín alguien abre misericordiosamente la puerta. La emperatriz sabía que Nauheim quedaba atrás y llevada por un alegre sentimiento de liberación y por una irresistible fuerza de atracción, se apresuró en dirección a Suiza.“ (1)

La emperatriz viajó a Suiza en compañía de su dama Irma Sztáray, Condesa de Sztáray y Sztára y Nagy-Mihály (*10.7.1864 – †3.9.1940) y permaneció en sus queridas montañas suizas desde el 30 de Agosto de 1898. Visitaron Caux ya que a Isabel le gustaba particularmente este lugar. Cada dos días había planeadas excursiones a Bex-les-Bains, Rochers de Naye, Evian, Ginebra y Pregny.

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Alberto de Berzeviczy. Foto: @locseitemeto.eoldal.huu

Trás cenar juntas, Isabel e Irma se fueron de paseo por Caux y planearon los siguientes días. Para el cCnde Alberto de Berzeviczy (*7.6.1853, †22.3.1936) Ginebra representaba un problema. Irma le comentó esta preocupación a Isabel que le preguntó el por qué: „por que está lleno de gentuza y le gustaría veros en cualquier sitio menos en Ginebra“. Dígale a Berzeviczy que eso no son mas que tonterías. ¿Que me va a pasar a mí en Ginebra?“ (2)

El 7 de Septiembre lo pasó Isabel en el hotel Des Salines de Caux, ya que ese día tocaba de lavado de cabello. Desde el balcón de la habitación, siguió intentando Irma, cada vez con mayor vehemencia, convencer a la emperatriz de aceptar el consejo de Berzeviczy de llevar al menos a un caballero con ellas a Ginebra para su protección. La respuesta de la emperatriz fue: „Ya veo cuanto se preocupa Berzeviczy por mi vida, pero ¿que puede pasarme en Ginebra? En fin, ya se que el tiene una gran responsabilidad, asi que esta bien. Dígale que por hacerle un favor y solo por hacerle un favor, me llevaré al secretario Kromar, aunque realmente no se de qué me va a servir que él descanse en el hotel mientras yo voy a pasear.“ (3)

Irma escribió en su diario: „La emperatriz había ahuyentado las sombras de la preocupación que habían calado en mi alma debido a la preocupación de Berzeviczy, y yo caminaba tranquilamente a su lado mientras ella se dirigía con paso ligero hacia su destino.“ (4)

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Castillo de Pregny. Foto: @lmathieu.wordpress.com

El 9 de Septiembre a las 12 en punto llegó Sisi a Ginebra. Saludó a su secretario Kromar, quien le entregó un telegrama de la Archiduquesa María Valeria que la emperatriz estaba esperando ansiosamente. Después fueron a visitar a la Baronesa Carolina Julia de Rothschild (*2.9.1830, †18.11.1907, conocida como Julie) quien las esperaba en su Chateau Pregny.  Sisi pasó el día muy contenta. Huvo un almuerzo, una visita a la Villa y mucha conversación.

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Baronesa Julia Rothschild. Foto: @family.rothschildarchive.org

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Eduardo Carlos de Habsburgo-Lorena. Foto: Clemens Fabry, Die Presse

Aqui ocurrió una anécdota que nos cuenta Eduardo de Habsburggo-Lorena (*12.1.1967) Eduardo es descendiente directo de la emperatriz por la línea de la Archiduquesa Gisela y el Príncipe Leopoldo de Baviera. Es por tanto Tatara-tatara-nieto de Sisi y el emperador Francisco José. „La Baronesa Rothschild había preparado un delicioso almuerzo para la emperatriz. Había Champán y helado y Sisi estaba realmente relajada. De pronto, la Baronesa dijo: „tenemos un fotógrafo en casa“. Sisi lo pensó durante unos 30 segundos y entonces respondió: „No, no lo haré.“ Más tarde le explicó a la Condesa Sztáray cuando se encontraban en el barco: „Cuando una se ha atenido a unos principios durante toda la vida, y aunque solo sea por vanidad, hay que mantenerse firme en ellos. Pero es una pena, la verdad.“

Sobre las 5 se despidieron Isabel e Irma y se dirijieron al Beau Rivage.

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Hotel Beau Rivage. Foto: @sternenkaiserin.com

A pesar de que Sisi se había inscrito en el hotel con el nombre de“Condesa de Hohenembs“, el director del hotel la reconoció de inmediato. Tras descansar durante una hora, las dos damas se dispusieron a recorrer solas la ciudad. „De verdad que no la entiendo Irma, ¿como puede no gustarle esta ciudad? Es tan bonita, ¿como puede parecerle tan desagradable? Yo adoro Ginebra.“ (5)

Compraron una mesita para María Valeria, que habría de ser su regalo de navidad. 

Eran casi las 10 de la noche cuando las dos damas regresaron al hotel, ya que tras ir de compras se perdieron y estuvieron caminando sin rumbo por las calles de Ginebra.

Irma durmió mal aquella noche, pero se despertó a tiempo para acercarse a la iglesia, ya que era día de confesión. A las 9 en punto estaba de vuelta junto a la emperatriz Isabel, que acababa de ser peinada. A pesar de estar espléndida, comentó que había pasado la noche casi en vela. „No estoy cansada, pero apenas he dormido. Durante un rato oí cantar a unos italianos, mas tarde me molestó el faro con sus colores cambiantes y no me decidí a levantarme para cerrar la ventana. Serían casi las 2 de la madrugada cuando al fin me dormí, pero entonces sucedió algo que nunca me había pasado. Me asusté terriblemente por que la luna que lucía en cielo iluminó mi rostro con su deslumbrante resplandor mientras que la cama y el resto de la habitación parecían flotar a la luz de mi resplandor místico. Después de esto ya no pude volver a dormirme.“ (6)

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La última foto. La emperatriz Isabel (I) y la condesa Irma de Sztáray. Foto: @Wikimedia/Commons

La habitación estaba decorada con amelos blancos, una flor que a la emperatriz le gustaba, pero que le recordaba lo efímero de todo. Irma salió del cuarto para realizar algunas compras más, terminar las compras del día anterior y preparar los envios de las mismas. Poco antes de las 11 regresó y salió de nuevo con la emperatriz a dar un corto paseo que la emperatriz quería realizar por los alrededores. Muy cerca del hotel acechaba un fotógrafo que, sin saberlo, realizaría la última fotografía de la emperatriz Isabel, una fotografía que pasaría a la historia. 

Después del paseo, Isabel quiso cambiarse de ropa. A la 13:30 ya iban con retraso e Irma se pusó nerviosa. Intentó convencer a Isabel de que mandara a su lacayo a avisar al capitán del barco para que no se fueran sin ellas. Con toda la tranquilidad del mundo, Sisi se tomó un vaso de leche, el último de su vida. A las 13:35 ella e Irma abandonaron el hotel Beau Rivage.

El último trayecto, los últimos pasos, la última mirada, la última palabra…

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Atentado contra la emperatriz Isabel. Litografía, autor desconocido. Foto: @Wikimedia/Commons

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Lugar del atentado con vistas al embarcadero. Foto: @sternenkaiserin.com

„Majestad! la sirena del barco!“ le dije y conté instintivamente cada uno de los silbidos, uno, dos,… En ese momento distinguí a lo lejos a una persona que parecía huir de alguien, pues corría y se escondía tras los árboles a la orilla de la acera para luego acercarse a la barandilla del lado del lago y después volver a esconderse tras el siguiente árbol e ir así acercándose en nuestra dirección. „Espero que este hombre no nos retrase aún mas“ pensé instintivamente siguiéndole con la mirada mientras el alcanzaba de nuevo la barandilla y de un salto, se nos vino encima. 

Instintivamente di un paso hacia adelante para proteger a la emperatriz de aquel hombre. Él pareció tropezar bruscamente, se apretó contra nosotras y en ese mismo instante atacó con el puño a la emperatriz.

Igual que si hubiera sido golpeada por un rayo, la emperatriz se derrumbó hacia atrás sin emitir ningún sonido y yo, anonadada, me doble sobre ella con un único grito ahogado. Padre Celestial! Cuando me encuentre frente a Ti para rendirte cuentas por mi alma, verás en ella este horrible momento. Todas las penas del purgatorio atravesaron mi cuerpo y en lugar de mis labios paralizados, era mi alma atormentada la que gritaba al Creador que tuviera piedad.

Y entonces me pareció como si el cielo se abriera frente a mi.

La emperatriz abrió los ojos y miró a su alrededor. De su mirada se deducía que estaba plenamente consciente y entonces y ayudada por mi, se levantó lentamente del suelo.“ 

Con la voz temblorosa, ya que a alegría prevalecía sobre el susto, le pregunté: ¿Que sentís Majestad? ¿No os ha sucedido nada?

„No,“ me respondió sonriente. „No me ha pasado nada.“ (7)

Entre tanto, se habían acercado a la noble dama varias personas con intención de ayudarla. Ella les agradeció su gesto en sus diferentes idiomas, Alemán, Inglés y Francés. Un cochero le sacudió el polvo del vestido. El portero del hotel Beau Rivage se apresuró al lugar ya que había presenciado el suceso desde su puerta y suplicó con vehemencia a la emperatriz que volviera al hotel.

¿Por qué? Preguntó la emperatriz mientras trataba de arreglarse el cabello. „No me ha pasado nada. Mejor démonos prisa para alcanzar el barco.“(8)

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Luigi Lucheni apresado. Foto: @Wikimedia/Commons

La emperatriz preguntó que qué era lo que quería ese hombre. Irma creyó que se refería al cochero, pero Isabel la corrigió refiriéndose al hombre que tanto se había acercado a ella. „Quizás quería robarme el reloj.“(9) Esa era la opinión de ambas. Isabel siguió caminando mientras el portero seguía insistiendo en que volviera y le comunicaba que el maleante había sido apresado. Ella le preguntó si el hombre había dicho algo. Irma notó que la expresión del rostro de la emperatriz había cambiado. Estaba muy pálida y el gesto contraído de dolor. „Creo que me duele un poco el pecho.“(10)

Al subir al barco, Isabel caminaba ligeramente por delante de Irma cuando de pronto se sintió mareada. „Rápido vuestro brazo“ Titubeó con voz ahogada. Yo la abracé pero no pude sujetarla y cayó de rodillas con su cabeza sobre mi pecho. „Un médico! un médico! Agua!“ grité pidiendo ayuda al lacayo que corría hacia nosotras. La emperatriz yacía pálida como la muerte y con los ojos cerrados en mis brazos. (11)

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Condesa Irma de Sztáray. Foto: @Wikimedia/Commons

El lacayo y algunos de los otros pasajeros trajeron agua con la que salpicaron a la emperatriz en el rostro. Isabel abrió los ojos. Irma se dió cuenta de que la muerte se acercaba y pidió a dos caballeros que se encontraban cerca que la ayudaran a llevar a la emperatriz a la cabina que tenían reservada.

Irma volvió a gritar pidiendo un médico cuando fue repentinamente apartada a un lado. Un señor ofreció la ayuda de su esposa que tenía conocimientos en el cuidado de enfermos (el matrimonio Dardelle) La señora se acercó a la emperatriz y la frotó con agua de colonia. También se acercó una monja que estaba presente. Irma desabrochó el corsé de la emperatriz, que se irguió vacilante para que Irma pudiera alcanzar la parte posterior del mismo. Mientras tanto el barco había levado anclas. Nadie era realmente consciente de la situación. Irma cogió un terrón de azucar que sumergió en eter y se lo dió a Isabel que intentó morderlo un par de veces. Los intentos por devolverle el aliento funcionaron  mejor en cuanto el viento de la marcha del barco entró por la ventana. 

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Dent du Midi. Pintura al óleo. Foto: x43:service

Isabel se sentó y le susurró un Merci en voz baja a la dama que estaba inclinada sobre ella. Los caballeron que se encontraba a su alrededor se alejaron un poco al notar que la dama podía sentarse sola. Pero Irma lo veía en la mirada de la emperatriz. En su mirar se reflejaba la muerte, no había vuelta atrás. Solo permanecieron junto a Isabel, Irma, la señora Dardelle, la monja y el lacayo. „Sus ojos buscaban el cielo. Entonces su mirada se fijó en el Dent du Midi y de ahí, dirigiendose lentamente hacia atrás, me miró y su mirada se clavó para siempre en mi alma. „Pero, ¿que me ha pasado?“  Esas fueron sus últimas palabras. Después perdió el conocimiento. (12)

Irma corto su colgante en el que llevaba una medalla de la Congregación de María que tomó en sus manos y rezó a la virgen para que acogiera en el cielo el alma de la emperatriz Isabel. Ella sabía que la muerte era inevitable y tomó las riendas de la situación. Abrió la camisa de Isabel y vió la pequeña herida de la que salía una gota de sangre y supo que la emperatriz había sido asesinada.

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Transporte de la emperatriz Isabel desde el barco Geneve. Litografía de autor desconocido. Foto: @Wikimedia/Commons

Irma ordenó traer al capitán, que enseguida se personó en la cabina. Le reveló la identidad de la dama que yacía frente a él y le pidió, por tanto, que llevara el barco de vuelta al puerto. Escribió dos telegramas, uno al secretario Kromar y otro al conde Berzeviczy, y se los entregó a la señora Dardelle que prometió enviarlos tan pronto como estuvieran de vuelta en Ginebra.

Irma colocó su abrigo negro sobre la emperatriz cuando esta era llevada por seis hombres en una camilla improvisada. Mientras los hombres la transportaban, Isabel movió intranquila la cabeza hacia un lado. A parte de eso, la agonía fue tranquila, sin lucha, sin dolor. Irma caminaba junto a la cabeza de la emperatriz y un caballero que caminaba en el lado opuesto al suyo, abrió sobre la cabeza de la empratriz la sombrilla blanca que esta llevaba durante el ataque, para protegerla de miradas indiscretas. 

La condesa Sztáray miraba con melancolía hacia el hotel. Hacía menos de una hora que lo habían abandonado de buen humor y con ganas de hacer mil cosas. ¿Como ha podido pasar esto?

Nada mas llegar de vuelta a la suite, se personaron en la misma el doctor Etiénne Golay seguido inmediatamente de la señora Fanny Mayer, directora del hotel Beau Rivage y una enfermera inglesa que era huesped del hotel. Irma le mostró al doctor Golay la herida que al abrir el corsé se había desplazado un poco. „No hay esperanza“ dijo el médico tras unos momentos. (13)

Irma pidió en tono tranquilo que siguieran intentando reanimarla aunque no tenía sentido. La emperatriz seguía respirando, pero su respiración se iba haciendo mas y mas débil. A las 14:40 pronunció las palabras el doctor Golay. „El alma mas hermosa y mas noble, la que fue mas severamente puesta aprueba, había abandonado la tierra y su partida se anunció con una sola y corta palabra: Muerta!“(14)

Irma estaba consternada y rezó para que Dios se la llevara a ella también aunque se dió cuenta enseguida de que ese pensamiento era un pecado. Pensó en el emperador Francisco José y supo que debía soportar la terrible carga de informarle sobre la muerte de Isabel. Temía darle esa noticia a „ese hombre bondadoso que tantas desgracias había tenido que soportar.“ 

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General ayudante Conde Eduardo de Paar. Dibujo de Oskar Brüch. Foto: @Wikimedia/Commons

La condesa Sztáray escribió un telegrama al conde Eduardo Paar —— „Su majestad ha sido gravemente herida. Por favor, comuníqueselo al emperador de la manera mas cuidadosa posible.“(15)

Cuando la fiel dama de compañía Irma volvió a la habitación, estaban haciendo un corte en la arteria del brazo izquierdo de la emperatriz. Al comprobar que no salía ni una gota de sangre del brazo del cadaver, los médicos se retiraron.

Irma describió a Isabel difunta así: „Ni un solo nervio se contraía ya en ella. Solo una mirada rota y dirigida al cielo bajo los párpados medio abiertos y una suave sonrisa en los labios, recordaban que huvo vida. Así se desvaneció su bienaventurada alma, así se despidió para siempre.“ (16)

La condesa Sztáray cerró los ojos de la emperatriz, cerró sus dedos al rededor de un rosario y colocó sus manos sobre el pecho en posición de rezar.

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Eugenio Ketterl. Ayudante de cámara del emperador. Foto: @Wikimedia/Commons

Mientras todo esto ocurría, el emperador Francisco José usaba su poco tiempo libre escribiendo una carta a Isabel. Ella no la recibiría nunca. Conte Corti mencionó esta carta en su libro: „Me ha alegrado mucho notar en tu carta que estas de mejor humor.“ Le escribió a su distante esposa. „y de tu satisfacción por el tiempo, el aire y tu alojamiento con una terraza que seguramente tiene unas vistas maravillosas del lago y las montañas. Que aún así hayas sentido una especie de añoranza de nuestra Villa Hermes, me ha emocionado“ Después le escribe que el día anterior había estado en la villa y había pensado mucho en ella y también que había estado observando los venados. La carta sigue „Hoy me quedaré aqui y a las 8:30 partiré desde la estación central. Isten veled szeretett angyalom (te encomiendo a Dios, mi querido ángel) Te abrazo con todo mi corazón, tu pequeño.“ (17)  

Una enfermera ayudó a Irma a preparar el velatorio. Se colocaron velas y cruces. Los blancos amelos de otoño que Isabel comentó por la mañana que le „recordaban a la fugacidad de todo“, fueron llevados al dormitorio y colocados sobre la cama.

Una vez acabada esta tarea, se sentó para escribir con tranquilidad un nuevo telegrama al Conde Paar: „Su majestad la emperatriz entró en el sueño eterno.“ (18)

A las 17:25 recibió en general ayudante de su majestad, el Conde Paar, este telegrama en el palacio de Schönnbrunn. Ahora tenía la penosa y dificil tarea de informar al emperador sobre la muerte de la emperatriz. Gracias a la contención debida a su rango, la rígida educación recibida y haciendo honor a su cargo, el emperador mantuvo la calma al recibir la noticia. Su fiel sirviente Eugenio Ketterl escribió: „Cuando el emperador recibió la noticia de la muerte de la emperatriz, le dijo en mi presencia al conde Paar: „Nadie sabe lo que esa mujer ha sido para mi!“ (19)

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Archiduquesa María Valeria. Foto: @kulturpool.at

A las 18:30 recibió la noticia la Archiduquesa María Valeria (*22.4.1868, †6.9.1924) en el palacio Wallsee. María fue quie le llevó la noticia de la muerte de su majestad. Valeria anotó en su diario: „No se si de mis labios salió alguna pregunta o directamente la palabra ¿Muerta?, no se si fue en el mismo pasillo o ya en la habitación donde me dijo: „asesinada por un anarquista italiano – fallecida en su hotel de Ginebra“. No lo se. Aún me tiemblan las manos cuando me acuerdo de ese momento…“ (20)

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 La Archiduquesa Gisela y el Príncipe Leopoldo. Foto: @Wikimedia/Commons

El príncpe Leopoldo de Baviera (*9.2.1846, †28.9.1930), marido de la Archiduquesa Gisela, escribió en sus memorias:„Pasé toda la noche de camino a Múnich para reunirme con mi esposa y la noche siguiente con ella hacia Viena. Fue un reencuentro muy triste con el amable emperador: Todo lo que íbamos conociendo sobre la tragedia era estremecedor. No tenía ningún sentido el asesinato de esta noble dama, que se mantenía alejada de cualquier tipo de actividad política.“ (21)

Tras mandar el telegrama, Irma se derrumbó. Agotada, agobiada, rota de dolor, se arrodilló junto a la cama y lloró desconsoladamente. La policía llegó al hotel para interrogar a la Condesa Irma Sztaráray, que soportó también esta dura prueba con estoica calma. Se le tomó juramento y tuvo que nombrar todos sus nombres y títulos para proseguir con el relato de todo lo sucedido en las últimas horas de la emperatriz Isabel. Fueron horas de tortura recordando todo lo ocurrido. Cuando por fín acabó este trámite, la Condesa estaba totalmente exhausta. El Conde Berzeviczy la telefoneó y la pobre Irma recordó con dolor todas las veces que él había avisado del peligro de ir a Ginebra. Como si lo hubiera visto venir…

Cada vez mas y mas gente se acercaba a la fallecida emperatriz: una comisión que quería practicar la autopsia al cadaver, otra comisión para hacerse cargo del velatorio y el obispo de Friburgo y su comitiva para cumplir con su misión. No fue hasta la noche cuando por fin pudo Irma estar a solas con la emperatriz. Sobre las 20:00 llegó al hotel el Conde Berzeviczy, que había estado en Territer, y el ministro Conde Kuefstein desde Berna. A las 22:00 llegó el ataúd en el que sería introducida. Irma le puso en las manos la medalla de la Madre de Dios que ya le había puesto sobre el pecho en el barco. Hasta la media noche velaron los tres frente al ataúd. Solo entonces se retiró Irma a su cuarto a descansar un poco.

El 11 de Septiembre de 1898 sobre las 14:00 horas se llevó a cabo la autopsia parcial, ya que la orden e instrucción para ello llegó desde Viena al medio día. Esta autopsia reveló que Lucheni apuñaló con una gran fuerza. La afilada lima de 11 cm atravesó la cuarta costilla astillando el hueso y atravesando el corazón y el pulmón. El ventrículo izquierdo estaba casi seccionado, lo que se produjo mayormente al arrancar el objeto punzante tras el apuñalamiento. Solo el hecho de llevar el corsé, evitó la muerte inmediata.

Irma escribió: „Tuve que presenciar aquel trámite en directo. Abrieron la caja torácica para comprobar la dirección de la herida: la cuarta costilla estaba rota y el pulmón y el corazón atravesados.“ Y ví en las manos del médico ese corazón lleno de amor y lleno de penas, atravesado de parte a parte, como se ve en las representaciones de las Mater dolorosa. Y yo sobreviví para ver eso! „Quisiera abandonar este mundo como el pájaro que eleva el vuelo y se desvanece en el aire o como el humo que se ve y con un parpadeo desaparece.“ Estas palabras me las dijo un vez, y en estos momentos me vienen a la memoria. (21)

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Litografía del velatorio de la emperatriz en el hotel Beau Rivage. Foto: @Wikimedia/Commons


Al decir Irma „una vez“ se refería seguramente a un día antes, ya que estas palabras las pronunció Isabel delante de la Baronesa Rothschild el 9 de Septiembre de 1898. ¿Presentimiento? ¿pensamientos oscuros de un alma atormentada? Hacía años que la emperatriz deseaba la muerte. ¿La sentía acercarse? No lo sabemos. Tampoco podemos saber como nos sentiríamos nosotros, si pudieramos sentir que el final se acerca. 

La Condesa Sztáray estuvo presente hasta que se completó el proceso de embalsamiento. Después la vistió con el „precioso vestido“ que llevaba el día anterior. La parte superior que había quedado agujereada en el ataque, se cambió por una blusa de seda negra. El doctor Golay ayudó a Irma a colocar a la emperatrit en el ataud en el que descansaría eternamente.

Las manos fueron nuevamente cruzadas y de nuevo colocaron en sus dedos un rosario, un crucifijo de nacar y la medalla de la virgen. Un pequeño ramo de orquídeas blancas se puso sobre la herida. El cabello, peinado en una corona, fue dejado tal cual estaba. El peinado que le hicieron a la emperatriz el día anterior a las 9 de la mañana, no fue modificado. Tumbada así, Parecía un bello ángel con piel de alabastro. Ahora había que despedirse para siempre. El ataúd se cerró. La dama de honor, Condesa Irma de Sztáray, había cumplido con su deber. 

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Condesa Marie Festetics. Foto: @Wikimedia/Commons

En absoluto silencio caminó detrás del ataúd, casi al borde del desmayo, arrastrando un cansancio y una pena a los que no podía entregarse. Le esperaban días muy difíciles. La comitiva fúnebre se puso en camino hacia Viena el 11 de Septiembre. Estaban presentes la Condesa María Festetics (*20.10.1839, †16.4.1923), la Camarera Mayor Condesa María Teresa de Harrach, el Camarero Mayor Conde Francisco de Bellegarde (*18.6.1833, †1.1.1912), quien traía este mensaje del emperador: „Déle mis saludos a la Condesa Sztáray: Dígale que se ha comportado con gran dignidad en estas circunstancias tan devastadoras.“ (22) El 14 de Septiembre abandonó Ginebra el tren fúnebre.

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El ataúd de la emperatriz Isabel de Austria saliendo del hotel Beau Rivage en Ginebra. Fotografía de 1898. Foto: @Austria-Forum.org

El tren llegó a Viena el 15 de Septiembre de 1898. Ya durante todo el camino desde Suiza a Austria se vivieron diversas muestras de respeto y luto. Casi en cada estación por la que el tren pasaba, se congregaba el pueblo para despedirse saludando por última vez con la cabeza agachada a la emperatriz. Valeria describió las escenas así: „Por la noche abandonamos Schönnbrunn a eso de las 22:00… Esperábamos en la sala Radetzy con devoradora expectación a que el maestro de ceremonia nos avisara de la cercanía del tren, lo que sucedió sobre las 23:00. Entonces bajamos al piso inferior para esperar a los pies de la escalera de columnas. Tuve que apoyarme en Gisela, pues casi por primera vez, rompí a sollozar desconsoladamente. Y entonces empezaron a llegar carrozas y mas carrozas con todas las damas que habían ido a la estación a recibir a todas las damas que volvían desde Ginebra… Lloriqueando caí en los brazos de Irma Sztáray, que fueron los últimos que la abrazaron! Francisco vió como Papa fue a su encuentro y le besó la mano. Papa caminó tras el ataúd con pose erguida hasta la capilla del Palacio. Nosotros le seguimos. Allí por fin pudimos caer de rodillas… Oraciones, una corta consagración. Entonces Papa se levantó de su sitio, se arrodilló junto a la cabecera del ataúd cerrado y lo besó. Nosotros le imitamos. Oh Madre! Si tu supieras que tu hija que quiere en estos momentos con un amor que no había sentido nunca! A media noche volvimos a Schönnbrunn.“ (23)

Irma vivió todo a traves de su velo. La dama sintió un mareo cuando el emperador se acercó a ella y le besó la mano. El la citó el 17 de Septiembre a una audiencia privada.

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Los periódicos informando sobre el atentado. Foto: @Bücher Ernst

El 16 de Septiembre el emperador publicó su manifiesto „A mis pueblos“ que fue imprimido en todos los periódicos: „A mis pueblos! La mas dura y horrible de las pruebas nos ha alcanzado a mi y a mi hogar. Mi esposa, el adorno de mi trono, la fiel compañera que fue para mi el apoyo y consuelo en mis horas mas amargas, en quien podía perderme cuando necesitaba conversar, ya no existe. Una espantosa fatalidad me la ha arrebatado a mi y a mis pueblos. Una mano asesina, la herramienta de un fanatismo demencial cuya meta es aniquilar el orden establecido, se ha alzado contra la mas noble de las damas y con un odio sin objetivo, ha atravesado un corazón que no conocía el odio y que solo latía por todo aquello que es bueno.“ (24)

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Capilla ardiente en la capilla del Hofburg. Foto: @delcampe.net

El 16 de Septiembre a las 8:00 de la mañana quedó abierta la capilla ardiente en la capilla del Hofburg y siguiendo el deseo de la emperatriz, su ataúd quedó cerrado. Realmente Isabel quería ser enterrada en Corfú en un lugar que ella ya había elegido, cerca del monumento a Heine y con vistas al mar. Fue el último deseo que le fue negado por esta rígida monarquía. Durante el velatorio sucedió un desafortunado episodio ya que Isabel era nombrada solo como emperatriz de Austria y no como reina de Hungría, título que ella ostentaba con mas orgullo que el de emperatriz. Pero también los Bohemios querían su tributo, aunque ella no era la reina coronada de Bohemia. Tantas discusiones inútiles sobre una mujer que, de todas formas, nunca quiso ser ni reina ni emperatriz.

La dama Irma entregó a la Archiduquesa María Valeria la parte superior del vestido de su madre. El agujero de la herida era visible. Esa misma noche llegaron a Viena el hermano de Sisi, Carlos Teodoro y su esposa María José con sus hijas Isabel Gabriela y Maria Gabriela. Carlos Teodoro esta destrozado, Maria Valeria nunca le ha visto tan profundamente triste. Es en él en quien ella mas ve a su madre.

El 17 de Septiembre huvo una misa en la capilla del Hofburg. María Valeria escribió: „Algo me arrastrasba hacia ella… Deseaba que hubiera encontrado aquello de lo que tanto dudaba: la misericordia de Dios. Entonces fuí junto con María Festetics y me quedé helada ante el elocuente torrente de su dolor.“ (25)

Gräfin Sztáray bei Kaiser Franz Joseph anlässlich des Todes von Kaiserin Elisabeth

La Condesa Irma de Sztáray se arrodilla frente al emperador dándole las dos manos. Según pone debajo del dibujo, la condesa le explica en una audiencia privada al emperador todo lo que sucedió en los últimos momentos de la emperatriz Isabel. Litografía imaginaria. Das Interessante Blatt, 22.09.1898, S.1 Foto: @Bildarchivaustria.at

Tras esto, tuvo lugar la audencia privada de la Condesa Irma Sztáray con el emperador Francisco José. Fue un encuentro lleno de lágrimas. El emperador no solo la condecoró con la Orden de Elisabeth, si no que tuvo una larga conversación con ella. Ella debió relatarle fielmente todo lo sucedido mientras las lágrimas corrían por los rostros de ambos. Irma tuvo el detalle de traerle un par de las Orquideas del ramo que la emperatriz llevaba sobre el corazón. Nadie fue testigo de esta conversación. Irma y Francisco José estaban a solas. El le preguntó si no había cortado un mechón de cabello de su esposa. Irma le contestó que no, ya que Isabel siempre había tenido especial aprecio a su cabello. El emperador le dió la razón y la felicitó por todo lo que había hecho. Al final de esta audiencia, Francisco José le besó las manos nuevamente, un gesto que la condesa no habría de olvidar nunca. La bondad de aquel hombre sobrepasaba de sobra el saber estar de ella.

A las 16:00 comenzó el funeral propiamente dicho, lleno de protocolo y honores militares que, partiendo desde la plaza del palacio, llegó hasta la cripta de los Capuchinos, donde Rodolfo fue enterrado antes que ella.

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Entierro en la Cripta de los Capuchinos. Foto: @Habsburg.net

„El maestro de ceremonias golpeó tres veces en la puerta. El Pater Guardian que se encuentra tras la puerta pregunta: „Quien esta ahí?““La emperatriz y reina Isabel solicita la entrada“ es la respuesta del maestro de ceremonias. El emperador y sus hijas sollozan ante el ataúd. Valeria, quien ha perdido una madre que amó a su hija mas que cualquier otra madre en el mundo, ve el lugar en la cripta que su madre le describió en vida, la pequeña luz y el verde que se ve a traves de la pequeña ventana. Oye a los pájaros piando fuera, todo tal cual su madre se lo describió. „Ojalá encuentre por fin su tan ansiada paz!“

También solloza junto al ataúd de la emperatriz las amigas mas fieles de su vida. Ida Ferency, cuya personalidad fresca, serena, abierta y directa, su sentido común, su tacto y su noble y sencilla mentalidad tanto apreció Isabel. Ella ha cumplido todos y cada uno de los últimos deseos de su emperatriz. Incluso destruir la última carta de Rodolfo a Isabel… Bañada en llanto a su lado se encuentra Maria Festetics. „Nosotras vamos a guardar luto juntas aún por muchas cosas. A nosotras nos perteneció lo mejor. Durante mucho, mucho tiempo pudimos disfrutar de su corazón y de su alma.“ (26)

Maria Valeria dejó escrito en su diario: „Papa estuvo desde por la mañana en el palacio, no se ahorró ningún trabajo en recibir a los enviados extranjeros. Junto al emperador Guillermo fue a la iglesia de los capuchinos. Nosotras, y gracias a nuestros tupidos velos, nos pudimos ahorrar gran parte de las banales condolencias. Nos bastaba con aquellos que lloraban de corazón con nosotras. Manni- el tio Luis (Aclaración de mi parte: Duque Luis en Baviera, con quien se cortó todo contacto tras la muerte del príncipe Rodolfo!) „No puedo prohibirle al pobre diablo que acuda“ dijo papa, lo que emocionó al pobre tio. A mi me vinieron profundos recuerdos de tiempos pasados cuando se acercó a mi con la súplica „Déjame estar a tu lado, solo estar a tu lado“. Papa junto con Leopoldo y Francisco, Jorge y los dos hermanos de mama acompañaron el ataúd en su descenso a la cripta. (Después de que esto acabara volvimos a Schönnbrunn para una triste cena en la que también estuvo presente la reina de Sajonia.)“ (26)

El 18 de Septiembre casi cometió María Valeria un error que pudo acarrear consecuencias y del que ella se hubiera arrepentido toda su vida: esto fue lo que escribió en su diario: „Triste reencuentro con la tia gorrión (aclaración de mi parte: La reina Matilde, hermana de Isabel) que llegó el domingo discretamente para rezar frente al ataúd de mama. Papa la visitó en el hotel, por la tarde vino a Schönnbrunn. Me enteré estando a solas con ella y sintiendo un escalofrio, de que ella le había pedido al Pater Guardian que le abriera el ataúd y a través de la pequeña ventana del mismo, había visto y reconocido a mama a pesar de estar muy desfigurada.“ (27) Valeria estaba horrorizada por que ella quería hacer lo mismo para que fuera a ella a quien su madre „viera“ por última vez o para ser ella quien viera a Isabel por última vez. Por suerte, el Padre Abel pudo convencerla de que no lo hiciera. Valeria se lo tomó como una señal divina y pudo vivir en paz el resto de su vida. 

El príncipe Leopoldo de Baviera siguió escribiendo: „A mediados de Octubre el emperador me invitó a viajar a Gödöllö con él. El recibimiento y la pena del pueblo húngaro ha quedado grabado en mi memoria. El emperador, mejor dicho, la pareja real, era adorada en todo el país y la emperatriz, que durante tantos años disfrutó especialmente de sus estancias en Gödöllö, era directamente venerada como una diosa. La cantidad de negocios de estado que atender, el trabajo incansable, el aire fresco y el intenso movimiento de las cacerías ayudaron esta vez al emperador a salir del hondo pozo en el que se encontraba.“ (28)

Eugenio Ketterl (*1859, †1928), el ayuda de cámara del emperador Francisco José anotó que el emperador no volvió a hablar jamás sobre la emperatriz Isabel: „Algunos quieren explicar esta rareza diciendo que Francisco José no quiere remover lo que es irremediable ni siquiera con recuerdos. Otros, culpan a su egoismo y a la frialdad de sus sentimientos. Yo pienso que el emperador se avergonzaba de sus sentimientos y temía que estos pudieran ser tomados como muestra de debilidad. Muchas veces sucedió que sorprendí al emperador mirando con inmensa pesa a la emperatriz que, con su cautivador encanto y desde el retrato que cuelga detrás de su escritorio, parece saludarle…“(29)

María de Redwitz (*9.12.1856, †11.4.1933), dama de honor de la duquesa Amalia en Baviera, hija del duque Carlos teodoro, escribió en su diario: „La emperatriz tenía sesenta años y no estaba es su naturaleza envejecer felizmente. Si hubiera deseado una muerte indolora y después una glorificación sin discusión, tenía que haber acabado como lo hizo. El doctor Christomanos, uno de sus profesores de griego, escribió que ella dijo una vez: „Si he de morir y cuando, eso es secundario. En la vida de cada persona hay un momento en el que uno se muere por dentro, no tiene que ser necesariamente en el mismo momento de la muerte verdadera.““Cuando el deseo de vivir se ha desvanecido, ya se encuentra uno fuera de la vida.“… Así es como esta extraña y enigmática mujer ha dejado la vida en extraordinarias circunstancias. Para la mayoría, ella era demasiado poco banal, y siendo tímida por naturaleza, se alejó de toda ostentación hacia su persona. No acabó de acupar su lugar como madre de su país y no tenía el don, quizás tampoco la comprensión necesaria, para complacer al pueblo. Tan a menudo se ha tomado a mal que siempre e inevitablemente, colocara el abanico frente a su rostro para no dejar ver el paso del tiempo en ella. Ser observada fijamente era algo que le resultaba muy molesto, pero la verdadera razón para esto, era la sensibilidad de sus ojos a la luz y al deslumbramiento, algo de lo que sufrían casi todos los miembros de la familia ducal.“(30)

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Enrique Felipe María de Borbón y Orleans. Foto: @Wikimedia/Commons

Luigi Lucheni reconoció que a quien él quería asesinar realmente era a Enrique Felipe María d´Orleans (*16.10.1867, †9.8.1901). El 10 de Noviembre de 1898 se le condenó a cadena perpetua. Fue un preso extremadamente violento que intentó en varias ocasiones atacar al director de la prisión o a los guardias. Los „recuerdos de mi vida“ que él escribió, le fueron arrebatados. El 19 de Octubre de 1910 fue encontrado muerto en su celda en circunstancias misteriosas. La causa oficial de su muerte es el suicidio aunque, de todas maneras, parece que fue „ayudado“ a suicidarse.

El 31 de Diciembre de 1898 recibió el emperador Francisco José un cuadro regalo del artista húngaro Leopoldo Horovitz (*2.2.1838, †16.11.1917) Valeria apuntó: „El que a papa le parece el mejor.“Nunca ha habido un buen cuadro de mama“ „ningún retrato que le haga justicia“ Y así es con todo lo que se dice o escribe acerca de mama.“ (31)

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Pintura póstuma de Leopoldo Horovitz, regalado al emperador el 31 de Diciembre de 1898. Foto: @Wikimedia/Commons

La emperatriz Isabel pasó en vida tan poco tiempo en Austria, que el luto del pueblo duró bastante poco y ya unos días después del entierro se volvió a la normalidad. Las noticias en los periódicos fueron disminuyendo. Comenzaron a aparecer las primeras biografías (la condesa Larisch, Conte Corti, etc) Se colocaron monumentos.

A este respecto escribió Maria de Redwitz: „Poco después de su muerte, comenzó algo así como una competición entre todos los lugares en los que alguna vez pasó algo de tiempo, para, con mayor o menor gusto, tener una estatua suya. Seguramente ella lo habría prohibido, pues aunque querían de este modo honrarla, no tenían ningún parecido con ella.“(32)

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Tumba de la Archiduquesa Agnes (*/†26.6.1911), Foto: @Hans-Christian Seidel

El 26 de Junio de 1911 dió a luz en Bad Ischl Maria Valeria a su décimo y último hijo: Agnes. La pequeña archiduquesa solo viviría 8 horas. Cuando murió Agnes, Valeria dijo: „Que gran consuelo es pensar que quizás esta pequeña nietecita la guiará finalmente al cielo.“ (33)

Una despedida confortadora.

 

 

 

 


 

                 La emperatriz Isabel hoy

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Programa de la película Sissi de 1955

Habría que esperar hasta el año 1955 hasta que la emperatriz Isabel volviera a la vida. Se habían vivido dos guerras mundiales e innumerables padecimientos cuando el 21 de Diciembre de 1955 la película Sissi llegó a los cines. Romy Schneider y Karlheinz Böhm allanaron a Sisi el camino de vuelta a la vida.

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Posavasos de cartón en el Café Hofburg. Foto: @sternenkaiserin.com

 

Miles de souvenirs, sobretodo el conocidísimo retrato de „Winterhalter con el vestido de las estrellas“ han sido y serán vendidos por todo el mundo. No hay nada que no exista: tazas, vasos, platos, bustos, sellos, dedales, cuadernos, gomas, bolsos, manteles, bombones dulces que llevan su nombre o su imagen.

En 1982 se publicó la biografía sobre la emperatriz Isabel escrita por Brigitte hamann y después se escribieron incontables libros. En 1984 se publicaron por primera vez las poesias de „Titania“, de nuevo por Brigitte Hamann.

Cada año, millones de peregrinos se acercan a la cripta imperial de los Capuchinos y colocan rosas blancas o rojas sobre los sarcófagos de la emperatriz Isabel, el emperador Francisco José y el Príncipe Heredero Rodolfo.

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Cripta de los Capuchinos. Sarcófagos de Sisi, Francisco José (elevado) y Rodolfo (d.i.a.d) Foto: @sternenkaiserin.com

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Foto: @amazon.de

Viena y Austria tienen su cultura. El palacio de Schönnbrunn recibe una avalancha de visitantes casa verano. El 3 de Septiembre de 1992 la emperatriz Isabel volvió a nacer en forma de musical. El 24 de Abril de 2004 y conmemorando el 150 aniversario de su boda, se inaguró el museo Sisi. Es un no parar. Incluso se abren al público nuevas estancias que pertenecieron a los emperadores…

          

                                                           El mito vive.

                                             La emperatriz Isabel vive.

 

-Marie-

 

Antes de acabar este texto definitivamente, os queremos mostrar en exclusiva lo escrito por la directora del hotel Beau Rivage, Fanny Mayer, en su diario. Le damos las gracias de todo corazón a María José que fue quien se desplazó hasta Ginebra y al Director Mayer que nos dió su consentimiento para publicar aqui estas páginas del diario de su abuela.

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Derechos exclusivos. Permiso del director del hotel Beau Rivage, Herr Mayer. Foto: @sternenkaiserin.com

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Derechos exclusivos. Permiso del director del hotel Beau Rivage, Herr Mayer. Foto: @sternenkaiserin.com

Sisi Wasserzeichen 1-3 (2 von 3)

Derechos exclusivos. Permiso del director del hotel Beau Rivage, Herr Mayer. Foto: @sternenkaiserin.com

 


 

Derechos del texto – Tras las huellas de la emperatriz Isabel en Ginebra.
Texto: Maria José
Derechos de imagen: Maria José – Con permiso explícito del director del hotel Beau Rivage
Derechos de los videos: Maria José – Con permiso explícito del director del hotel Beau Rivage


Derechos del texto – Camino histórico de la emperatriz Isabel.
Texto: Marie Festetics, Irma Condesa Sztáray, Leopoldo de Baviera, Michaela y Karl Vocelka, Maria Valéria de Austria, Martha Schad, Eugenio Ketterl, María de Redwitz
Derechos de imagen: Sternenkaiserin.com, Wikimedia/Commons, Hans Christian Seidel, Habsburg.net, Bildarchivaustria.at, delcampe.net, Bücher Ernst, Austria-Forum.org, Charlotte Schwarz, kulturpool.at, x43:service, Clemens Fabry/Die Presse, Family.rothschildarchive.org, lmathieu.wordpress.com, locseitemeto.eoldal.hu, staerkel.at


Literarischer Hinweis:

1 – S 203, 2 – S 206, 3 – S 209, 4 – S 210, 5 – S 219, 6 – S222/3 , 7 – S 227 – 229, 8 – S 230, 9 – S 230, 10, 11 – S 231, 12 – S 234, 13, 14 – S 237, 15 – S 239, 16, 18 – S 240, 21 – S 246, 21a – S 250,Irma Condesa Sztáray
De los últimos años de la emperatriz Isabel (Solo disponible en anticuarios)
Editorial Amalthea, 2004

17 – S 455, 26 – S 463
E.C. Conte Corti
Isabel de Austria, la tragedia de alguien apolítico (Solo disonible en anticuarios)
Editorial Heyne 2. Auflage/15. Edición 1996

19 – S 40, 29 – S 40
Eugenio Ketterl
El viejo emperador como solo uno le vió.
Editorial Fritz Molden, 1980, 1. Edición

20 – S 309, 23 – S 312, 25 – S 312, 26a – S 312/3 27 – S 313, 31 – S 319
Maria Valéria de Austria
El diario de la hija preferida de la emperatriz Isabel.

24 – S 310

Michaela y Karl Vocelka
Francisco José I – Emperador de Austria y rey de Hungría

20 – S 164, 28 – S 164
Leopoldo Príncipe de Baviera
Los recuerdos de mi vida (Solo disonible en anticuarios)
Editorial Friedrich Pustet, 1983

30 – S 257, 31 – S 258
Marie de Redwitz
Crónica de la Corte 1888 – 1921 (Solo disonible en anticuarios)
Editorial Kulturpolitik München 1924

33 – S 112
Martha Schad
La Emperatriz Isabel y sus hijas  Bildband (Solo disonible en anticuarios)
Editorial LangenMüller, 1998, 3. Edición


 

Auf den tragischen Spuren Kaiserin Elisabeths in Genf

 

Foto: @stadtmuseum.at (Bad Ischl)

Wir gedenken heute dem Todestag von Kaiserin Elisabeth, welche am 10.9.1898 vom Anarchisten Luigi Lucheni ermordet wurde

Die wunderschöne Stadt Genf in der Schweiz ist immer einen Besuch wert, vor allem, wenn man Fan von Kaiserin Elisabeth ist. 

Da ich mit der Bahn anreiste, war mein erster Besuch der Genfer Hauptbahnhof. Rechts vom Bahnhof befindet sich die röm.-kath. Hauptkirche Genfs: Notre Dame de l`Immaculée Conception (Unsere Liebe Frau von der Unbefleckten Empfängnis).

Abgesehen von der Schönheit der Kirche selbst, führt mich ein ganz gewisses Fenster zu ihr. Es befindet sich beim seitlichen Eingang rechts. Das schöne Kirchenfenster wurde zum Andenken an den 100. Todestages von Kaiserin Elisabeth gestaltet.

Der obere Teil zeigt das „Wunder der Rosen der Heiligen Elisabeth“, welche die Gesichtszüge der Kaiserin trägt.  Der untere Teil zeigt ein Grab mit Rosen bedeckt und einen traurig aussehenden und nachdenkenden Engel der nebendran sitzt. Die Inschrift neben den beiden Kronen von Österreich und Ungarn lautet: „In frommer Erinnerung an Ihre Majestät Elisabeth, Kaiserin von Österreich und Königin von Ungarn, verstorben am 10. September 1898. Errichtet von der S. Elisabeth Gesellschaft am 10 September 1998.“

Foto: sternenkaiserin.com

 

Foto: sternenkaiserin.com

Foto: sternenkaiserin.com

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Gedenktafel Attentatsstelle Foto: sternenkaiserin.com

 

Blick von der Gedenktafel Richtung Hotel Beau Rivage Foto: sternenkaiserin.com

Nach Verlassen der Kirche, laufe ich die Rue du Mont-Blanc entlang bis zum Genfersee, auch Lac Leman genannt. Aber anstatt über die Pont du Mont-Blanc Brücke zu laufen, bog ich links ab, und ging auf der Geneve-Mont-Blanc (Lac) Promenade entlang. Etwa 100 Meter danach markiert eine kleine Bronzetafel am Geländer des Seeufers die genaue Stelle an dem das Attentat stattgefunden hat. 

Blick von der Gedenktafel zum Schiff Geneve Foto: sternenkaiserin.com

Auf Französisch kann man lesen: „Hier wurde am 10 September 1898 Ihre Majestät Elisabeth, Kaiserin von Österreich, ermordet.“
Es regt mich bis heute zum Nachdenken an, wie wenig Zeit Lucheni brauchte, um sie zu attackieren. Lucheni hielt einen spitzen Gegenstand in der Hand, der sich später als angespitzte Feile herausstellen sollte. Er trat an Kaiserin Elisabeth heran und stach zu. Dass er genau das Herz traf, konnte damals noch keiner ahnen. 

Ich bin zu tiefst bewegt, wie stark Kaiserin Elisabeth sein musste, dass sie nach dem Stich aufstehen und zum Schiff gehen konnte. Ihre Hofdame Irma Sztáray war entsetzt und half Kaiserin Elisabeth auf. 

 

Wasserfontaine Foto: sternenkaiserin.com

Ich bewege mich mittlerweile in die Gegenrichtung auf dem Quai du Mont Blanc, um zum Hotel Beau Rivage zu gelangen.
Bis zu meinem Ziel wäre es eigentlich ein schöner kurzer Spaziergang. Man geht die Seeufer Promenade entlang, mit direkter Aussicht auf den berühmten Jet D`Eau (Wasserfontaine). 

Brunswick Denkmal Foto: sternenkaiserin.com

Die erste Straße nach links heißt Rue des Alpes. In diese flüchtete Lucheni nach dem Attentat, wo er aber festgenommen wurde. Danach, und immer noch links, befindet sich das Graf von Brunswick-Denkmal und direkt nebenan, ist das Hotel Beau Rivage.

 

 

 

 

Foto: sternenkaiserin.com

Foto: sternenkaiserin.com

Ich gehe aber noch nicht in das Hotel, sondern suche zuerst das moderne Sisi Denkmal. Es stammt von Architekt Philip Jackson, welcher dieses zum 100. Todestag von Kaiserin Elisabeth gestaltet hat. Die Statue ist aus schwarzem Metall und steht auf weißen Marmorstufen und zeigt die Kaiserin extrem schlank, (übertrieben schlank, wenn ich das sagen darf) stehend und mit einem Fächer vor ihrem Gesicht. Es ist natürlich Geschmacksache, aber für mich persönlich, ist es nicht gerade die schönste Statue die ich von ihr gesehen habe, und ich habe schon viele besichtigt. Das Gesicht ist zwar sehr schön und die Hände sind zart und elegant, aber insgesamt, ist diese Statue nicht mein Liebling. Auf den Marmor Stufen kann man in goldenen Buchstaben lesen: „In Erinnerung an Elisabeth, Kaiserin von Österreich und Königin von Ungarn, 1898 10 September 1998.“

Foto: sternenkaiserin.com

Foto: sternenkaiserin.c

Das Gesicht der Kaiserin ist in Richtung Hotel Beau Rivage gerichtet. Sie sieht exakt zu ihrer ehemaligen Suite, welche jetzt mit einer eigenen Privatterrasse ausgestattet ist, die es damals natürlich noch nicht gab. Der Gedanke, dass ich gleich dort darin sein werde, macht mich nervös. Ich habe fast schon Angstschweiß auf meinem Körper, eine Unruhe befällt mich. Ich muss los…

 

 

 

 

Foto: sternenkaiserin.com

Foto: sternenkaiserin.com

Das Nobelhotel Beau Rivage wurde 1865 gegründet und ist das älteste Hotel in Genf, das sich in privater Hand befindet. Es hat 73 Zimmern und 18 Suiten, darunter das Zimmer 119/120. Diese Suite war Sisis Zimmer, in der sie wohnte und starb. Das Haus ist wunderschön und edel gestaltet und es ist für mich atemberaubend, in dem Hotel zu stehen, in dem „meine“ Kaiserin Elisabeth ihr Leben aushauchte. Ein kleiner Brunnen in der Mitte der Lobby rundet das Entree perfekt ab. Er war zu Elisabeths Zeiten nicht hier, sondern wurde zur Feier des 125. Geburtstages des Hotels errichtet. Links ist die Rezeption, rechts die Bar und mittlerweile gibt es ein Restaurant. Als ich nach oben schaue, sehe ich drei Etagen, von denen jeweils die Türen zu den Zimmern führen. Der letzte Stock ist mit einer wunderschönen Dachluke versehen. Ich werde von einer Mitarbeiterin des Hotels empfangen.

Foto: sternenkaiserin.com

Foto: sternenkaiserin.com

Foto: sternenkaiserin.com

Meine Begleitung führt mich die elegante Treppe hinauf bis zum ersten Stock wo die Sisi Suite ist. Auf der Balustrade kann man die Lobby und den Brunnen von oben erblicken. Links von der Sisi Suite steht eine Vitrine mit persönlichen Erinnerungsstücken von Kaiserin Elisabeth. Es gibt ein Besteck, eine mit einem „E“ markierte Serviette, einen ihrer Diamant Sterne, ein paar Fotos, eine weiße Souvenir-Figur, ein paar weiße Lederhandschuhe, welche ebenso mit den gekrönten „E“ versehen sind, zu sehen. Weiters befindet sich ein Damenhut in der Vitrine, der den damaligen Stil der Hüte zeigen soll, aber nicht Kaiserin Elisabeth gehörte. 

Foto: sternenkaiserin.co

Foto: sternenkaiserin.com

Foto: sternenkaiserin.com

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Foto: sternenkaiserin.com

Aber am meisten ziehen mich die Gegenstände rund um ihren Tod in den Bann: Trockene Blumen (ein Geschenk von Irma Gräfin Sztáray an Frau Mayer, die damals die Hotelbesitzerin und beim Tod anwesend war), ein Spitzenhäubchen das Sisi in ihren Haare getragen hat, als sie attackiert wurde und ein blutbeflecktes Stück Stoff, von ihrer Unterwäsche. Nach so viel Zeit sieht man die Blutflecken kaum noch, doch sie sind stumme Zeitzeugen dieser Tragödie.

 

 

Foto: sternenkaiserin.com

Blumengesteck, Spitzenhäubchen, Blutfleck Foto: sternenkaiserin.com

Blutflecken von Kaiserin Elisabeth Foto: sternenkaiserin.com

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Foto: sternenkaiserin.co

Nach dem ich das alles fotografiert habe und fast über jedes Objekt viele Fragen stellte, sind wir bereit in die Suite einzutreten. Wie könnte ich jemals beschreiben, was ich fühlte, als ich das Zimmer betrat, an dem Kaiserin Elisabeth ihren letzten Atemzug tat. Es gibt keine Worte, die dieses Gefühl beschreiben könnten. Wenn man die Türe öffnet, kommt man in einen kleinen Flur der sich rechts zu einem Wohnzimmer öffnet, geradeaus zu dem Schlafzimmer und links zu einem kleinen Gäste WC, welches zu Sisis Zeiten nicht da war. 

 

Foto: sternenkaiserin.com

Das Wohnzimmer ist in rot- und cremefarbig dekoriert und erinnert an die Schlösser Schönbrunn oder Schloss Gödöllö. Über dem wunderschönen Marmorkamin hängt ein sehr großer Wandspiegel der als einziges originales Stück erhalten ist. Er hing schon hier bei ihrem ersten Besuch im Hotel Beau Rivage. Man kann erahnen, wie Sisi sich – kurz bevor sie aus dem Zimmer trat – im Spiegel ansah. Der letzte Blick. Ein stummer Zeitzeuge jener Zeit. Ihrer Zeit. Vis á vis hängt ein Gemälde ihres berühmtesten Bildes: Das Bild mit dem Sternenkleid. Das Zimmer ist mit Blumen dekoriert, welche extra für meinen Besuch besorgt wurden – ich fühle mich geehrt! Vielen Dank. 

 

 

 

 

Foto: sternenkaiserin.com

Foto: sternenkaiserin.com

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Das Schlafzimmer ist ein traumhafter Raum, welcher ebenfalls in rot und champagner dekoriert ist. Der Blick aus dem Fenster zeigt eine schöne Aussicht auf den See und den Jet D`Eau. Links, führen drei Holzstufen zu dem privaten Balkon des Zimmers mit schönen und bequemen Sesseln um die Aussicht geniessen zu können. Zu Sisis Zeiten war allerdings weder die Terrasse, noch das Restaurant das sich direkt darunter befindet, hier.  Vis á vis von der Terrasse und neben dem riesigen Bett, befindet sich das Badezimmer, welches im Jahr 1898 auch nicht an dieser Stelle war. Haman Dusche, Jacuzzi, ein Fernseher der hinter dem Spiegel „versteckt“ ist, Schönheits- und Pflegeprodukte von Clarins usw. Dem luxuriösen Badezimmer fehlt es an nichts.

Meine Begleiterin erklärt mir, dass während der Sisi Aufenthalte, ihr Bett in der gleichen Position war wie heute. Allerdings stand es dort, wo heute der Jacuzzi steht, da das Badezimmer noch nicht existierte. Ich frage mich, wie wäre es eigentlich eine Nacht hier in diesem Zimmer zu verbringen. Könnte ich überhaupt schlafen? Könntet ihr?

Herr Mayer und Frau M., Beau Rivage Foto: sternenkaiserin.com

Meine Begleiterin findet meine Ängste lustig und erklärt mir, dass es nie Gespenster im Hotel gab und gibt. Sie beteuert, dass ich einen guten Schlaf finden würde. Sie versteht nicht, dass dieses Zimmer für mich eine ganz andere Bedeutung hat, als für „normale“ Gäste des Hauses.

Zu meiner großen Überraschung darf ich den Besitzer des Hotels, Herrn Mayer, persönlich kennenlernen. Mir wurde gesagt, er sei ein sehr freundlicher Mann, der fast alle Details über das Geschehen weiß. Das kann ich mir sogar sehr gut vorstellen, da seine Familie das Hotel gegründet hat und seine Großmutter Kaiserin Elisabeth in ihren letzten Minuten still zur Seite stand. 

Obwohl meine Begleitung versuchte mich zu beruhigen, war ich sehr nervös. Dass so ein wichtiger und sehr beschäftigter Mann sich die Zeit nimmt, um meine Fragen zu beantworten, war eine große Ehre. Unser Team hatte mich für diesen Termin angemeldet und das Hotel wusste, dass ich kommen werde. Trotzdem wusste niemand davon, dass Herr Meyer sich ebenso zu mir gesellen würde. 

Ich treffe ihn an der Bar, wo er seine Mitarbeiterin und mich begrüßte. Er bot mir etwas zu trinken an und meine Nervosität ist wie weggeblasen. Herr Mayer ist einer der nettesten und sympathischsten Gentleman, die ich je das Vergnügen hatte kennenlernen zu dürfen. Zu hören, was an diesem 10.9.1898 geschah, ist aus seinem Munde so, als würde ich es miterleben. Er erklärt mir ganz genau wie das Zimmer damals ausgesehen hat, wie alles geschah und wie seine Großmutter, seiner Mutter immer sagte: „Die Kaiserin ist in meinen Armen gestorben.“

Nach allen meinen tausend Fragen, gehen wir alle zusammen wieder in die Suite, um noch ein paar Fotos zu machen. Ich verabschiede mich von meiner Begleiterin und Herrn Direktor Mayer und verlasse glückselig das Hotel. Im Herzen voller (Mit)Gefühl für Sisi.

Ich möchte gerne die Gelegenheit nutzen, um mich ganz herzlich bei Herrn Mayer und Frau M. und allen Mitarbeitern des Hotels Beau Rivage für die Freundlichkeit zu bedanken, die mir an diesem Tag zu Teil wurde. Ich fühlte mich wie eine „very Important Person“.

Ich gehe nun den gleichen Weg, den Kaiserin Elisabeth vom Hotel bis zur Anlegestelle des Schiffs „Geneve“ und komme (wie bereits davor am Morgen) an der Attentatsstelle vorbei. Nach der Promenade Geneve-Mont-Blanc (Lac), laufe ich über die Brücke die die Stadt verbindet bis zur der bekannten Blumen Uhr, weil es hier ganz in der Nähe, noch einen Schatz zu entdecken gibt.

Foto: sternenkaiserin.com

Das Dampschiff „Geneve“, das Schiff, in das Sisi direkt nach dem Angriff eingestiegen ist und auf dem sie kurz danach kollabierte, ist hier fix verankert.

Plakat, Schiff Geneve Foto: sternenkaiserin.com

Heutzutage dient das Schiff als Touristenrestaurant und man kann dieses auch für Feiern aller Art buchen. Ein kleines Plakat informiert die Fußgänger über die Geschichte des Schiffes und seine Verbindung zu Kaiserin Elisabeth. 

 

 

 

Foto: sternenkaiserin.com

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Foto: sternenkaiserin.com

Foto: sternenkaiserin.com

 

 

 

 

       Ich betrete das Schiff an derselben Stelle, wie Kaiserin Elisabeth Jahrzehnte vor mir. Ich fühle mich wie Hofdame Irma. Direkt nach dem Einstieg, ist das Deck wo Sisi das Bewusstsein verlor. Wenn man in das Innere Deck geht, sieht man rechts einen Gang der einen in eine offene Zone bringt, wo sich links die schöne Holzstiege befindet, die ins obere Deck führt. Rechts kommt man in den vorderen Teil des Schiffes. Dort befinden sich vier Räume die damals die privaten Kabinen von Elisabeth und Irma waren. Heute sind es schnoddrige Lagerräume.

Foto: sternenkaiserin.com

Foto: sternenkaiserin.com

Die zweite Kabine links war die Kabine die für Sisi reserviert war. Als sie zusammengebrochen ist, wurde sie in ihre Kabine gebracht.

Hier drinnen sprach sie die letzten Worte ihres Lebens:

„Was ist denn jetzt mit mir geschehen?“

Elisabeth fiel in eine tiefe Ohnmacht, von der sie nie wieder erwachen sollte. Als der Kapitän erfuhr, wen er verletzt an Bord hatte, drehte er um und fuhr zurück an den Anlegeplatz. Man brachte die verletzte und ohnmächtige Kaiserin Elisabeth auf einer provisorisch schnell zusammengezimmerten Bahre zurück in ihre Hotelsuite, wo sie für immer einschlief.

Saint Pierre KathedraleFoto: sternenkaisern.com

Foto: sternenkaiserin.com

Ich verlasse nun das Schiff „Geneve“ und gehe bis zur Saint Pierre Kathedrale, die sich hier ganz in der Nähe befindet. Direkt vor seiner Fassade kann man die Ruinen des ehemaligen Gefängnisses sehen, wo Lucheni für seine grauenhafte Tat bezahlt hat. Erst bei seinen Verhören wurde klar, dass er Kaiserin Elisabeth gar nicht töten wollte. Er hatte es eigentlich auf den Herzog von Orleans abgesehen. 

Foto: sternenkaiserin.com

 

Foto: sternenkaiserin.com

Am 19.10.1910 fand man seine Leiche, welche unter merkwürdigen Umstände in seiner Zelle aufgefunden wurde. Offizielle Todesursache: Selbstmord
Es sind nur ganz wenig Steinreste von seiner Zelle zu sehen und auf einer Tafel, wie das Gefängnis früher aussah. Es mutet eigenartig an, an jener Stelle zu stehen, an der ihr Mörder noch 12 weitere Jahre leben durfte.

Nun heißt es für mich Abschied zu nehmen.
Es war ein Tag voller Emotionen an dem ich ganz viel gelernt habe. Den letzten Spuren von Kaiserin Elisabeth zu folgen, ist etwas ganz Besonderes und wird in mir noch sehr lange nachklingen.

Ich hoffe, dieser kleine Bericht über meinen Besuch in Genf hat euch gefallen. Ich bedanke mich herzlichst bei meinem Team, das mir alle Foto- und Videogenehmigungen besorgt hat: speziell für das Hotel Beau Rivage und für den Dampfer Geneve. Vielen Dank noch einmal allen Mitarbeitern beider Besichtigungsorte, die mir dabei geholfen haben, alle Fragen zu beantworten. Es war mir eine große Ehre.

 

– Maria José –


Kaiserin Elisabeths letzter Weg
die historische Spurensuche

Foto: @staerkel.at

Nach dem wir jetzt Maria Josés eindrucksvollen Ausführungen gefolgt sind, leihen wir den Zeitzeugen jener Zeit die Stimme und geben ihnen die Möglichkeit uns ihre Sicht der Dinge zu erzählen:

Auch kann ich mir vorstellen, daß der gefangene Vogel in höherem Maße die Wonnen seiner Befreiung fühlt, wenn er aus der offen vergessenen Tür des Käfigs entwischen kann, als wenn man ihm nach Vorbereitungen und

Zeremonien gnädigst die Tür öffnet. Die Kaiserin wußte Nauheim hinter sich und mit dem beglückenden Gefühle der Befreiung und wie von einer unwiderstehlichen Anziehungskraft ergriffen, eile sie nach der Schweiz.“ (1)

Graf Albert von Berzeviczy, Foto: @locseitemeto.eoldal.hu

Kaiserin Elisabeth reist mit ihrer Hofdame Irma Gräfin von Sztáray und Sztára und Nagy-Mihály (*10.7.1864 – †3.9.1940) in die Schweiz und hält sich ab 30.8.1898 in ihrer geliebten Berglandschaft auf. Sie besuchen Caux, weil Elisabeth diesen Ort besonders mag. Ausflüge nach Bex-les-Bains, Rochers de Naye, Evian, Genf und Pregny wurden alle 2 Tage eingeplant.

Nach dem gemeinsamen Abendessen, gingen Elisabeth und Irma in Caux spazieren, um die nächsten Tage zu besprechen. Vor allem Genf erwies sich für Graf Albert von Berzeviczy (*7.6.1853, †22.3.1936) zu einem Problem. Irma erwähnte diese Besorgnis bei Kaiserin Elisabeth, welche nach dem „Warum“ fragte: „Weil es in Genf viel Gesindel gäbe und er deshalb lieber sähe, wenn Eure Majestät wo immer hin gingen, nur nicht nach Genf.“ „Sagen Sie Berzeviczy, seine Besorgnisse seien einfach lächerlich. Was könnte mir Genf schaden?“ (2)

Am 7.9.1898 blieb Kaiserin Elisabeth im Hotel des Salines in Caux, das sie „Haarwaschtag“ hatte. Auf dem Balkon des Hotels hin- und herschreitend versuchte Irma noch einmal bei Elisabeth die Warnung von Graf Berzeviczy aufzunehmen; diesmal mit etwas mehr Vehemenz und dem Vorschlag doch einen Herren aus dem Gefolge

Chateau Pregny Foto: @lmathieu.wordpress.com

mitzunehmen. Kaiserin Elisabeth antwortete: „Ich sehe schon, daß der stets besorgte Berzeviczy für mein Leben fürchtet, aber was könnte mir denn in Genf zustoßen? Nun gut, ich weiß, daß Berzeviczy auch eine gewisse Verantwortung trägt, sagen Sie ihm also, daß ich ihm zuliebe, aber auch nur ihm zuliebe, Sekretär Kromar mit mir nehme, obschon ich nicht weiß, was er mir nützen könnte, wenn er, während ich spazieren gehe, im Hotel ruht.“ (3)

 

Sie schreibt in ihrem Buch: „Den Schatten, den Berzeviczys Besorgnisse mir in die Seele flößten, verscheuchte die Kaiserin und ich ging sorglos an ihrer Seite dahin, während sie raschen Schrittes ihrem Schicksale entgegeneilte.“ (4)

Baronin Julie Rothschild, Foto: @family.rothschildarchive.org

Am 9.9.1898 kam Elisabeth Punkt 12.00 Uhr in Genf an. Sie begrüßte ihren Sekretär Kromar, der ihr eine Depesche von Erzherzogin Marie Valerie übergab, welche Elisabeth bereits sehnsüchtigst erwartete. Danach fuhr man zu Baronin Caroline Julie von Rothschild (*2.9.1830, †18.11.1907, genannt Julie), welche sie auf ihrem Chateau Pregny erwartete. Den Tag verbrachte Kaiserin Elisabeth überaus glücklich. Es wurde ein kleines Dejeuners eingenommen, die Villa besichtigt und angeregte Gespräche wurden geführt.

Eduard Karl Habsburg-Lothringen
Foto: @Clemens Fabry, Die Presse

Hier findet sich eine kleine Anekdote wieder, die Eduard von Habsburg (*12.1.1967) erzählt. Eduard stammt aus der Linie von Erzherzogin Gisela und Prinz Leopold von Bayern. Er ist somit der Ur-Ur-Ur-Enkel von Kaiserin Elisabeth und Kaiser Franz Joseph: „Baronin Rotschild hatte ein tolles Essen für sie gezaubert. Es gab Champagner und Eis und Sisi war richtig entspannt und gelöst. Und dann hat die Baronin gesagt, „wir haben einen Fotografen im Haus“. Und Sisi hat ungefähr 30 Sekunden überlegt und dann hat sie gesagt: „Nein, ich mache es nicht. Sie hat dann später der Gräfin Sztáray auf dem Boot gesagt: „Wenn man sein ganzes Leben an einem Prinzip festhält und wenns auch nur der Eitelkeit dient, dann muss man das durchziehen; aber eigentlich schade.
Gegen 5.00 Uhr verabschiedeten sich Elisabeth und Irma und fuhren ins Beau Rivage zurück.

Hotel Beau Rivage Foto: @sternenkaiserin.com

Elisabeth checkte zwar unter dem Namen „Gräfin Hohenembs“ ein, allerdings erkannte sie der Hoteldirektor. Nach einer Stunde Ruhezeit, machten sich lediglich die beiden Damen auf, um die Stadt zu erkunden. „Ich verstehe Sie wirklich nicht, Irma, warum Sie diese Stadt nicht mögen; sie ist ja so schön, wie kann sie Ihnen also unsympathisch sein? Ich liebe Genf sehr.“ (5)

Es wurde ein kleines Tischchen für Marie Valerie eingekauft, welches ihr zu Weihnachten geschenkt werden sollte.

Erst gegen 22.00 Uhr kamen die beiden Damen ins Hotel zurück, weil sie sich nach dem Einkauf in Genf verliefen. 

Irma schlief schlecht in jener Nacht, stand aber zeitig auf, da es ihr „Beichttag“ war und sie lief deshalb zur Kirche. Um Schlag 9.00 Uhr war sie bei Kaiserin Elisabeth zurück; diese wurde soeben frisiert. Elisabeth sah blendend aus, dennoch erzählte sie von einer schlaflosen Nacht: „Müde bin ich nicht, doch habe ich kaum geschlafen. Eine Weile hörte ich den italienischen Sängern zu, später störte mich der Leuchtturm mit seinen beständig wechselnden Farben und ich konnte mich nicht entschließen, aufzustehen und die Fenster zu schließen. Es mochte gegen 2 Uhr gewesen sein, als ich einschlief, da aber, was mir noch niemals geschah, schrak ich entsetzt auf, weil der hochstehende Mond mit seinem grellen Scheine in mein Gesicht leuchtete, während mein Bett und das ganze Zimmer in meiner mystischen Beleuchtung schwamm. Weiter vermochte ich auch nicht mehr einzuschlafen.“ (6)

Das letzte Foto. Kaiserin Elisabeth (l) mit Irma Gräfin von Sztáray, Foto: @Wikimedia/Commons

Das Zimmer war mit weißen Astern geschmückt, die Sisi zwar gefielen, sie aber an alles Vergängliche erinnerten. Irma verließ das Toilettenzimmer, um noch einige Einkäufe zu erledigen bzw. die Einkäufe vorm Vortag abzuschließen und die Lieferadresse zu hinterlassen. Kurz vor 11.00 Uhr kam sie zurück und erledigte mit Kaiserin Elisabeth noch einen kurzen Weg. Knapp vor dem Hotel lauerte ein Fotograf, der unwissentlich das letzte Foto von Kaiserin Elisabeth machen sollte. Es ging in die Weltgeschichte ein.

Danach wollte sich Kaiserin Elisabeth noch einmal umziehen. Um 1.30 Uhr war das Paar bereits spät dran, Irma wurde nervös. Sie versuchte Elisabeth dazu zu überreden, den Lakaien vorauszuschicken, damit der Kapitän nicht ohne sie abfuhr. In völliger Ruhe trank Sisi (das letzte) Glas Milch (ihres Lebens). Um 1.35 Uhr verließen Irma und Elisabeth das Hotel Beau Rivage.

Dass der Mann in schwarz gekleidet die Lakaien dabei beobachtet, wie diese viel Gepäck auf das Schiff bringen. Lucheni steht an der Straßenecke und lässt weder das Hotel, noch das Schiff aus seinem Blick. Er weiß, sie wird kommen…. 

Der letzte Weg, die letzten Schritte, der letzte Blick, das letzte Wort….

Attentat auf Kaiserin Elisabeth, Zeichnung, Unbekannt Foto: @Wikimedia/Commons

 

Attentatsstelle mit Blick auf das Schiff Geneve Foto: sternenkaiserin.com

„Majestät, das Schiffsignal“, sagte ich und zählte unwillkürlich die auf das Läuten folgenden dumpfen Schläge…ein…zwei…
In diesem Momente erblickte ich in ziemlicher Entfernung einen Menschen, der, wie von jemanden gejagt, hinter einem Baume am Wegrande hervorspringt und zum nächststehenden anderen läuft, von da zu einem eisernen Geländer am See hinübersetzt, sodann abermals zu einem Baume und so, kreuz und quer über das Trottoir huschend, sich uns naht. „Daß der uns auch noch aufhalten muß!“ denke ich unwillkürlich, ihm mit den Blicken folgend, als er aufs neue das Geländer erreicht, und von da wegspringend, schräge auf uns losstürmt.
Unwillkürlich tat ich einen Schritt vorwärts, wodurch ich die Kaiserin vor ihm deckte, allein der Mann stellt sich nun wie einer, der arg strauchelt, dringt vor und fährt im selben Augenblicke mit der Faust gegen die Kaiserin.
Als ob der Blitz sie getroffen hätte, sank die Kaiserin lautlos zurück und ich, meiner Sinne nicht mächtig, beugte mich mit einem einzigen verzweiflungsvollen Aufschrei über sie hin. –
Vater im Himmel! Wenn ich dereinst vor Dir stehe, um Dir Rechenschaft zu geben von meiner Seele, dann wirst Du eingedenk sein dieses entsetzlichen Augenblickes. –
Alle Qualen des Todes durchzuckten mich und statt meiner gelähmten Lippen schrie meine niedergeschmetterte Seele zum Erlöser um Barmherzigkeit.
Und dann war mir, als tue sich vor mir der Himmel auf.
Die Kaiserin schlug die Augen auf und sah um sich. Ihre Blicke verrieten, daß sie bei vollem Bewußtsein war, dann erhob sie sich, von mir gestützt, langsam vom Boden.“
…..
Mit erstickter Stimme, da die Freude den Schrecken überwand, fragte ich sie: „Was fühlen Majestät? Ist Ihnen nichts geschehen?
„Nein“, antwortete sie lächelnd, „es ist mir nichts geschehen“. (7)

In der Zwischenzeit waren einige Leute an die hohe Dame herangetreten, die ihr alle helfen wollten. Sie dankte jedem Umstehenden in allen Sprachen, – deutsch, englisch, französisch. Ein Kutscher putzte ihr verstaubtes Kleid ab. Der Portier vom Beau Rivage eilte zur Stelle, der von seiner Türe aus den Angriff gesehen hatte und bat Kaiserin Elisabeth eindringlichst zum Hotel zurückzukehren.
„Warum?“, fragte die Kaiserin, währen sie ihr Haar in Ordnung zu bringen versuchte, „es ist ja nichts geschehen, eilen wir lieber aufs Schiffs.“ (8)

Verhaftung von Luigi Lucheni Foto: @Wikimedia/Commons

Kaiserin Elisabeth fragte nach, was der Mensch von ihr wolle, zuerst dachte Irma, sie meinte den Kutscher, doch Elisabeth berichtigte sie und fragte nach dem Manne, der ihr so nahe gekommen war. „Vielleicht wollte er mir die Uhr wegnehmen.“ (9), war ihre einhellige Meinung dazu. Kaiserin Elisabeth schritt weiter, als der Portier wieder heraneilte und ihr mitteilte, dass man den Missetäter ergriffen habe. Sie fragte, ob er schon etwas gesagt habe. Irma sah dabei aber, dass sich Elisabeths Gesichtszüge verändert hatten. Sie war blass und verzog schmerzverzehrt das Gesicht. „Ich glaube, die Brust schmerzt mich ein wenig.“ (10)

Auf der Schiffsbrücke ging Elisabeth noch leichten Schrittes vor Irma, als es sie schwindelte: „Jetzt Ihren Arm“ stammelte sie mit erstickender Stimme. Ich umfing sie, konnte sie aber nicht halten und, ihren Kopf an meine Brust pressend, sank ich ins Knie. – „Einen Arzt! Einen Arzt! Wasser!“ schrie ich dem zu Hilfe eilenden Lakai entgegen. Die Kaiserin lag totenbleich mit geschlossenen Augen in meinen Armen. (11)

Gräfin Irma Sztáray Foto: @Wikimedia/Commons

Der Lakai und einige Gäste des Schiffes brachten Wasser, man bespritzte ihr damit das Gesicht. Kaiserin Elisabeth öffnete die Augen. Irma erkannte, dass der Tod nicht mehr weit war und veranlasste, dass sie mit der Hilfe von ihr und zwei herumstehender Herren in die Kabine unter dem Verdeck gebracht wurde.

Irma schrie wieder nach einem Arzt und plötzlich wurde sie zur Seite geschoben. Ein Herr, der die Hilfe seiner Gattin anbot, welche sich auf Krankenpflege verstand (Ehepaar Dardelle), wurde an Kaiserin Elisabeth herangelassen. Diese rieb sie zunächst mit Eau de Cologne ein. Auch eine Klosterschwester eilte herbei. Irma schnürte derweil das Mieder auf. Kaiserin Elisabeth erhob sich zaghaft, damit Irma das Mieder unter ihr hervorziehen konnte. Das Schiff hatte mittlerweile abgelegt. Niemand im Raum nahm das richtig wahr. Irma nahm ein Stück Zucker, tunkte es in Äther und gab dies Elisabeth, die versuchte ein paar Mal davon abzubeißen. Die Wiederbelebungsversuche glückten, da der kühle Fahrtwind in die Kabine hereinwehte.

Dent du Midi, Bild in Öl, Edwin Deakin, Foto: x43:service

Elisabeth setzte sich auf und hauchte ein leises Merci, gegen die fremde Dame, die über ihr gebeugt stand. Die Herrschaften die alle rund um Kaiserin Elisabeth standen, zogen sich zurück, als sie merkten, dass diese von selbst sitzen konnte. Doch Irma sah es im Blick von Kaiserin Elisabeth. Ihr Blick war vom Tod umwoben, es gab kein Zurück mehr. Einzig Madame Dardelle, die Klosterfrau, der Lakai und Irma blieben bei Kaiserin Elisabeth. „Ihre Blicke suchten den Himmel, dann blieben sie an dem Dent du Midi haften und, von da langsam herabgleitend, ruhten sie auf mir, um sich für ewig meiner Seele einzuprägen. „Was ist denn jetzt mit mir geschehen?“ Das waren ihre letzten Worte, dann sank sie bewußtlos zurück.“ (12)

Irma schnitt ihre Halskette mit der Medaille der Marienkongregation ab und betete zur Heiligen Jungfrau um Aufnahme der Seele von Kaiserin Elisabeth in den Himmel. Sie wusste, dass der Tod nicht mehr aufzuhalten war. Sie fing zum Handeln an. Sie schob das Hemd von ihr auf die Seite, sah die Wunde, an der ein Tropfen gestocktes Blut hing und wusste, dass ihre Majestät ermordet worden war.

Abtransport Kaiserin Elisabeth vom Schiff Geneve, Zeichnung, Unbekannt Foto: @Wikimedia/Commons

Irma ließ nach dem Kapitän schicken, der sogleich in die Kabine kam. Sie klärte ihn auf, wer da vor ihm lag und bat darum, das Schiff sofort zu wenden. Sie schrieb zwei Depeschen an Sekretär Kromar und Graf Berzeviczy, welche sie Herrn Dardelle übergab, der versprach diese sofort aufzugeben, sobald sie wieder in Genf seien.

Irma breitete Kaiserin Elisabeths schwarzen Mantel über sie, als diese auf eine improvisierte Trage gehoben und von 6 Männern getragen wurde. Als die Männer in Bewegung waren, warf Elisabeth unruhig ihren Kopf zur Seite. Ansonsten war die Agonie ruhig, ohne Kampf, ohne Schmerz. Irma ging neben ihrem Kopf, ein anderer Herr auf der anderen Seite, der ihren weißen Schirm, den sie bei sich hatte, als sie aus dem Hotel gingen, über sie spannte, um sie vor neugierigen Blicken zu schützen.

Gräfin Sztáray blickte wehmütig zum Hotel. Vor einer Stunde hatten sie es gut gelaunt und voller Tatendrang verlassen. Wie konnte dies nur passieren?

In ihrer Suite angekommen, war Dr. Etiénne Golay sofort zur Stelle, danach noch Frau Fanny Mayer Hoteldirektorin vom Hotel Beau Rivage und eine im Hotel wohnende englische Pflegerin. Irma zeigte Dr. Golay die Wunde, doch durch die Öffnung des Mieders hatte sich die Wunde von der ursprünglichen Stelle verschoben. „Es ist keine Hoffnung“, sprach der Arzt nach einer Weile. (13)

Irma bat im ruhigen Ton, doch noch Belebungsversuche zu machen, es war allerdings zweckslos. Kaiserin Elisabeth atmete zwar noch, aber dieses wurde schwächer und schwächer. Um 2.40 Uhr (also 14.40 Uhr) sprach Dr. Golay die Worte aus. „Die schönste, edelste Seele, die am schwersten geprüfte von allen, hatte die Erde verlassen und ihr Entschwinden bezeichnet man mit dem einzigen kurzen Worte: tot! – (14)

Irma war fassungslos, betete, man möge sie auch holen, fasste dann aber den Entschluss, dass sie sich versündigen würde. Sie dachte an Kaiser Franz Joseph und wusste, dass sie diese schwere Last übernehmen musste, um ihm vom Tod Elisabeths zu erzählen. 

Generaladjutant Graf Eduard von Paar, Zeichnung Oskar Brüch, Foto: @Wikimedia/Commons

Gräfin Sztáray schrieb eine Depesche an Eduard Graf von Paar (*5.12.1837, †1.2.1919): „Ihre Majestät die Kaiserin wurde schwer verwundet, bitte dies Seiner Majestät dem Kaiser schonungsvoll zu melden.“ (15)

Als die treue Hofdame Irma ins Zimmer zurückkam, schnitt man Kaiserin Elisabeth gerade im linken Arm in die Schlagader. Als kein Tropfen Blut aus dem toten Körper wich, zogen sich die Ärzte zurück.

Irma beschreibt die tote Elisabeth wie folgt: „Kein Nerv zuckt mehr in ihr! Nur ein Blick unter halbgeöffneten Lidern, himmelwärts gerichtet und gebrochen, und ein sanftes Lächeln des Mundes erinnern noch an das Leben. Damit hatte sie die selig entschwindende Seele geleitet, damit von ihr Abschied genommen für immer.“ (16)

Gräfin Sztáray drückte Kaiserin Elisabeth die Augen zu und schlang ihre Finger um einen Rosenkranz, faltete Hände zum Gebet und legte sie ihr auf die Brust.

Während dieser Geschehnisse, nutzt Kaiser Franz Joseph seine freie Zeit und schreibt Elisabeth einen Brief. Er sollte nie mehr bei ihr ankommen. Conte Corti war es, der ihn in seinem Buch erwähnt: „Sehr erfreut hat mich die bessere Stimmung“ schreibt er seiner fernen Gemahlin, „die Deinen Brief durchweht, und Deine Zufriedenheit mit dem Wetter, der Luft und Deiner Wohnung samt Terrasse, welche einen wunderbaren Ausblick auf Berge und See gewähren muß. Daß du dennoch eine Art Heimweh nach unserer lieben Villa „Hermes“ gefühlt hast, hat mich gerührt. Dann erzählt er, dass er am Tage zuvor in der Villa war, viel an Elisabeth gedacht habe und das Wild begutachtet habe. Weiter geht’s mit „heute bleibe ich hier und um halb neun reise ich von Staatsbahnhof ab. Isten veled szeretett angyalom (Gott befohlen, geliebter Engel.) Dich von ganzem Herzen umarmend, Dein Kleiner.“ (17)

Eugen Ketterl, Leibkammerdiener Seiner Majestät Foto: @Wikimedia/Commons

Zu Hilfe hatte Irma eine Wärterin, die das Totengemach herrichtete; es wurden Kreuze und Kerzen aufgestellt. Die weißen Herbstastern, die Kaiserin Elisabeth am Vormittag noch „sie stehen für die Vergänglichkeit“ nannte, wurden ins Zimmer gebracht und um das Bett aufgestellt.

Nach dieser Aufgabe, setzte sich Irma ruhig hin und setzte die nächste Depesche an Graf Paar auf: „Ihre Majestät die Kaiserin ist entschlummert.“ (18)

Um 17.25 Uhr kam das Telegramm bei Generaladjutant Graf Paar in Schloss Schönbrunn an. Er hatte nun die unendlich schwierige Aufgabe seiner Majestät vom Tod der Kaiserin zu unterrichten. Durch die ihm geschuldete Contenance, seine strenge Erziehung und auch seinem Amt würdig, bleib Kaiser Franz Joseph ruhig bei der Nachricht. Sein treuer Diener Eugen Ketterl schreibt: „Als der Kaiser die Todesnachricht erhielt, sagte er in meiner Gegenwart zum Grafen Paar: „Niemand weiß, was diese Frau mir gewesen ist!“ (19)

Erzherzogin Marie Valérie, Foto: @kulturpool.at

Um 18.30 Uhr traf die Nachricht bei Erzherzogin Marie Valérie (*22.4.1868, †6.9.1924) in Schloss Wallsee ein. Maria überbrachte ihr die Kunde vom Tod ihrer Majestät. Valérie notiert in ihr Tagebuch: „Ich weiß nicht, ob weitere Fragen dazwischen oder gleich das Wort „tot“? über die Lippen brachte, ob sie mir gleich dort noch am Gang oder schon im Zimmer sagte: „Ermordet von einem italienischem Anarchisten – im Hotel in Genf verschieden“. Ich weiss es nicht. Noch zittert mir die Hand, wenn ich zurückdenke an diese Stunde… (20)

Erzherzogin Gisela und Prinz Leopold, Foto: @Wikimedia/Commons

Prinz Leopold von Bayern (*9.2.1846, †28.9.1930), Ehegemahl von Erzherzogin Gisela, schreibt in seinen Lebenserinnerungen: „Ich fuhr die Nacht durch zu meiner Gattin nach München, und die darauffolgende mit ihr nach Wien. Das war nun ein trauriges Wiedersehen mit dem lieben Kaiser: erschütternd war alles, was man von der Tragödie erfuhr. Dazu kam das gerade so Sinnlose der Ermordung dieser edlen Frau, die sich prinzipiell von jeder politischen Tätigkeit fern gehalten hatte. (21)

Danach brach Irma zusammen. Erschöpft, müde, von Trauer gebrochen, kniete sie vor dem Bett und weinte hemmungslos. Die Polizei kam alsbald ins Hotel und vernahm Gräfin Irma Sztáray, die auch diese Pflicht mit stoischer Ruhe über sich brachte. Ihr wurde der Eidschwur abgenommen, danach musste sie den gesamten Namen & alle Titel und sämtliche Geschehnisse der letzten Stunden von Kaiserin Elisabeth in die Feder diktieren. Die Stunden waren qualvoll, weil sie an die schlimmsten Stunden ihres Lebens zurückdenken musste. Graf Berzeviczy ließ sie ans Telefon rufen und Irma erinnerte sich qualvoll an die ständigen Ermahnungen nicht nach Genf zu fahren. Als hätte er es gewusst.

Immer mehr Leute strömten zur toten Kaiserin: eine Kommission, die den Leichnam obduzieren wollte, eine Kommission um die Leichenschau abzunehmen, Bischof von Fribourg und Gefolge kamen herein, um ihre Arbeit aufzunehmen. Erst am Abend war Irma mit Kaiserin Elisabeth allein gelassen worden. Um 20.00 Uhr kam Graf von Berzeviczy ins Hotel, welcher in Territet geweilt hatte und der Gesandte aus Bern, Graf Kuefstein. Um 22.00 Uhr wurde der Sarg gebracht, in welchen sie gebettet wurde. Irma legte ihr die Medaille der Mutter Gottes, die sie ihr am Schiff auf die Brust gelegt hatte, in die Hände. Bis um Mitternacht wachten alle 3 Personen vor dem Sarg. Erst danach verließ Irma die tote Kaiserin, um in ihrem Zimmer Ruhe zu finden.

Am 11.9.1898 wurde gegen 14.00 Uhr die partielle Obduktion durchgeführt, da die Anweisung dazu aus Wien erst gegen Mittag eintraf. Die Obduktion ergab, dass Lucheni mit ungeheurer Kraft zugestochen hat. Die zugespitzte 11 cm lange Feile hat die 4 Rippe durchstoßen, die Knochen zersplittert, sowie das Herz und die Lunge durchbohrt. Die linke Herzkammer war mehr oder weniger durchschnitten worden, vor allem durch das Herausziehen des spitzen Gegenstandes, wurde das Herz schwerst verletzt. Nur das Mieder hat den sofortigen Tod aufgehalten. 

Irma notiert: „Ich mußte bei diesem traurigen Akte zugegen sein. Man schnitt den Brustkorb auf, um die Richtung der Wunde festzustellen: Die vierte Rippe war durchbrochen, Lunge und Herz durchbohrt.“
Und ich sah es in der Hand des Arztes, dieses Herz voll Liebe und voll Qual, durch das der Dolch gegangen war, durch und durch, wie wir das Herz der Mater dolorosa im Bilde sehen.
Und das mußte ich überleben!
„Ich möchte dieser Welt entschwinden wie der Vogel, der auffliegt und im Äther verschwindet, oder wie der aufsteigende Rauch, der hier vor unseren Augen blaut und im nächsten Augenblicke nicht mehr ist.“
Diese Worte hatte sie eins zu mir gesagt und sie kamen mir jetzt ins Gedächtnis. (21a)

Totenwache im Hotel Beau Rivage, Zeichnung Foto: @Wikimedia/Commons

Mit „einst“ meinte Irma wohl einen Tag zuvor – denn diese Worte sprach Kaiserin Elisabeth exakt am 9.9.1898 im Beisein von Baronin Julie Rothschild. Vorahnung? Dunkle Gedanken, einer gequälten Seele? Seit Jahren gierte Kaiserin Elisabeth nach dem Tod. Hat sie ihn gespürt? Ahnte sie, dass ihr Ende nah war? Wir wissen es nicht. Wir wissen ja auch nicht, wie es uns einmal ergehen mag, wenn wir es erspüren sollten, dass es zu Ende geht.

Gräfin Sztáray blieb bis die Einbalsamierung beendet war. Danach legte sie ihr das „schöne Kleid“ an, welches sie auch am Tage zuvor getragen hatte. Das zerschnittene Oberteil, wurde durch eine schwarze Seidenbluse ersetzt. Mit Hilfe von Dr. Golay legte Irma den Leichnam in den Sarg, in dem sie für immer Ruhen sollte.

Die Hände wurden wieder gefaltet, der Rosenkranz, ein kleines Kruzifix aus Perlmutt und das Medaillon wurden ihr wieder um ihre Finger drapiert bzw. in die Hand gelegt. Ein kleiner Strauß aus weißen Orchideenblüten wurden auf die Einstichwunde gelegt. Das Haar – zu einer Krone frisiert – verblieb wo es war. Die Frisur, welche Kaiserin Elisabeth am Vortag um 9.00 Uhr angelegt bekam, wurde nicht mehr verändert. Wie ein Engel, mit weißer Alabasterhaut, soll sie da gelegen haben. Nun hieß es für immer Abschied zu nehmen. Der Sarg wurde verschlossen. Hofdame Irma Gräfin von Sztáray hatte ihre Arbeit beendet.

 

Gräfin Marie Festetics, Foto: @Wikimedia/Commons

Stumm ging sie dem Sarg nach, der Ohnmacht nahe, der sie sich nicht hingeben durfte. Schwere Tage kamen auf sie zu. Das Trauergefolge, trat mit dem Trauerzug am 11.9. seinen Weg nach Genf an. Anwesend war Gräfin Marie Festetics (*20.10.1839, †16.4.1923), Obersthofmeisterin Gräfin Maria Theresia von Harrach, Obersthofmeister Graf Franz von Bellegarde (*18.6.1833, †1.1.1912), der von Kaiser Franz Joseph folgendes ausrichten ließ: „Übergeben Sie meinen Gruß der Gräfin Sztáray; sagen Sie ihr, sie habe sich in ihrer furchtbaren Lage voll Würde benommen.“ (22) Am 14.9. verließ der Zug Genf. 

 

Der Sarg der Kaiserin Elisabeth von Österreich wird aus dem Hotel „Beau Rivage“ getragen. Genf. Photographie. 1898, Foto: @Austria-Forum.org

Der Trauerzug kam am 15.9.1898 in Wien an. Schon auf dem Weg von der Schweiz nach Österreich, wurden am Weg viele Trauerbekundungen getätigt. Das Volk hatte sich fast an jedem Bahnhof versammelt, um mit gesenkten  Häuptern ihre Kaiserin zu verabschieden. Valérie beschreibt die Szene so: „Am Abend verliessen wir gegen 10 Uhr Schönbrunn…. In den Radetzkyzimmern warteten wir in verzehrender Erwartung bis der Zeremonienmeister gegen 11 Uhr des Nahes des Zuges verkündetet. Dann gingen wir hinunter, um am Fuss der Säulenstiege zu warten. Ich musste mich an Gisela halten, und fast zum ersten Male brach ich in lautes Schluchzen aus. Und nun kamen Wagen um Wagen, die gewesenen Hofdamen, welche an den Bahnhof entgegengefahren waren, die von Genf kommenden… Schluchzend lag ich in Irma Sztárays Armen, die sie zuletzt umfangen! Franz sah, wie Papa ihr entgegenging und ihre Hand küsste. Papa ging in aufrechter Haltung dem Sarg nach in die Burgkapelle. Wir folgten. Dort konnte man doch endlich auf die Knie sinken…. Gebete, kurze Einsegnung. Dann erhob sich Papa, kniete nieder am Kopfende des geschlossenen Sarges und küsste ihn. Wir folgten. O Mutter, wüsstest Du es in diesem Augenblick, dass Dein Kind dich liebt mit einer Liebe, wie ich sie wohl früher nie gefühlt. Um Mitternacht waren wir wieder in Schönbrunn.“  (23)

Irma selbst erlebt das alles durch einen Schleier. Ein Schwindel überkam die Hofdame, als Kaiser Franz Joseph zu ihr trat und die Hand küsste. Er bat sie am 17.9.1898 zu einer Privataudienz.

Zeitungsausschnitte die über das Attentat berichten Foto: @Bücher Ernst

Am 16.9.1898 veröffentlichte Kaiser Franz Joseph sein „An meine Völker“, welche von allen Zeitungen gedruckt wurde: „An meine Völker! Die schwerste, grausamste Prüfung hat Mich und Mein Haus heimgesucht. Meine Frau, die Zierde meines Thrones, die treue Gefährtin, die Mir in den schwersten Stunden Meines Lebens Trost und Stütze war – an der ich mich verloren habe, als Ich auszusprechen vermag, ist nicht mehr. Ein entsetzliches Verhängnis hat sie Mir und Meinen Völkern entrissen. Ein entsetzliches Verhängnis hat sie Mir und Meinen Völkern entrissen. Eine Mörderhand, das Werkzeug des wahnsinnigen Fanatismus, der die Vernichtung der bestehenden gesellschaftlichen Ordnung sich zum Ziel setzt, hat sich gegen die edelste der Frauen erhoben und in blindem, ziellosen Haß das Herz getroffen, das keinen Haß gekannt hat und nur für das Gute geschlagen hat.“ (24)

Aufbahrung in der Burgkapelle Foto: @delcampe.net

Am 16.9.1898 wurde um 8.00 Uhr morgens der Sarg in der Burgkapelle öffentlich aufgebahrt; allerdings entsprechend ihrem Wunsch: der Sarg wurde nicht mehr geöffnet. Eigentlich wollte Elisabeth auf Korfu beerdigt werden, die Stelle, die sie ausgesucht hatte, war in der Nähe vom Heine Denkmal und mit Blick aufs Meer. Der letzte Wunsch wurde ihr von der starren Monarchie nicht gewährt. Während ihrer Aufbahrung kam es zu einenm Fauxpas: man schrieb auf den Sarg nur „Kaiserin von Österreich“ und nicht auch „Königin von Ungarn“.  Diesen Titel trug sie mit mehr Würde und Eleganz, als ihren Kaiserin-Titel. Auch Böhmen mischte sich in den Streit ein. Als „ungekrönte“ Königin von Böhmen, sollte auch dieser Titel auf dem Sarg verewigt sein. Maßlos sinnbefreite Streitigkeiten über eine Frau, die sowieso niemals Kaiserin oder Königin werden wollte.

Hofdame Irma übergab Erzherzogin Marie Valerie das Oberteil des Kleides. Die Einstichstelle ist darauf zu sehen. Am selben Abend erreichen Bruder Carl Theodor und Gemahlin Maria José, Elisabeth Gabriele und Marie Gabrielle (Töchter) Wien. Carl Theodor ist schwer gezeichnet, Marie Valerie hatte ihn noch nie so tief ergriffen gesehen. Gerade in ihm, erkennt sie ihre Mutter.

Am 17.9. fand in der Burgkapelle eine Messe statt. Marie Valerie schreibt: „Es zog mich mit Macht zu ihr…ich wünschte, sie möge nun gefunden haben, was sie so bitter bezweifelte – die liebende Barmherzigkeit Gottes -. Dann ging ich zu Maria Festetics und fühlte mich wieder erkalten unter dem Schwall ihres wortreichen Schmerzes.“ (25)

Irma Gräfin Sztáray knickst vor Kaiser Franz Joseph I. und reicht ihm dabei beide Hände. Laut Bildunterschrift erzählt sie in einer Audienz dem Kaiser über die letzten Momente der Kaiserin Elisabeth. Hochdruck nach Zeichnung (Phantasie).
Das Interessante Blatt, 22.09.1898, S.1 Foto: @Bildarchivaustria.at

Danach fand die Privataudienz zwischen Kaiser Franz Joseph und Gräfin Irma Sztáray statt. Die Begegnung war sehr tränenreich. Er überreichte ihr nicht nur den Elisabeth-Orden, sondern er hatte auch ein langes Gespräch mit ihr. Sie musste ihm detailgetreu den gesamten Ablauf erzählen, währenddessen ihm dicke Tränen über das Gesicht liefen. Sie überbrachte ihm ein paar Blüten jener Orchideen, die Kaiserin Elisabeth am Herzen trug. Niemand war Zeuge bei dem Gespräch. Irma und Franz Joseph waren allein. Er fragte sie, ob sie ihr etwas von ihren Haaren abgeschnitten hätte. Irma verneinte, denn sie meinte, dass Kaiserin Elisabeth immer besonders viel Wert auf ihre Haare gelegt habe. Der Kaiser gab ihr Recht und lobte die Hofdame für ihr Tun. Am Ende dieser Audienz küsste er ihr noch einmal die Hand, eine Geste die die Gräfin nie wieder vergessen sollte. Die Güte des alternden Mannes überstieg ihre Contenance bei weitem.

Begräbnis Kapuzinergruft Foto: @Habsburg.net

Um 16.00 Uhr fand dann das tatsächliche Begräbnis, statt welches vom Hofstaat und Militär geprägt wurde. Vom Burgplatz führte der Leichenzug zur Kapuzinergruft, wo sie ihre Ruhestätte finden sollte. 

Dreimal pocht der Obersthofmeister an die Tür. Pater Guardian steht hinter der Tür und fragt „Wer ist da?“ „Kaiserin und Königin Elisabeth begehrt Einlaß“, so die Antwort vom Obersthofmeister. Schluchzend stehen der Kaiser und die Kinder vor dem Sarg. Valerie, die eine Mutter verloren die ihr Kind mehr geliebt hat, als je eine Mutter auf Erden, sieht auf einmal jenen Platz in der Gruft, den Elisabeth ihr im Leben beschrieben, das bißchen Licht und Grün, das aus dem schmalen Fenster hereinblickt. Sie hört die Vögel draußen zwitschern, alles, alles genauso, wie die Mutter es damals geschildert. „Möge sie nun endlich die heißersehnte Ruhe finden!“ 
Schluchenzd auch stehen am Sarge der Kaiserin die treuesten Freundinnen ihres Lebens. Ida Ferenczy, die Elisabeth ob ihres frischen, heiteren, geraden und offenen Wesens, ihres gesunden Menschenverstandes, ihres Taktes und ihrer vornehme Denkungsweise bei aller Einfachheit des Herzens so geliebt. Sie hat alles nach den letzten Wünschen der Kaiserin erfüllt. Auch den letzten Brief des Kronprinzen an Elisabeth vernichtet. … Tränenüberströmt steht Marie Festetics neben ihr. „Viel werden wir noch zusammen trauern, Ida, uns gehörte das Beste. Lange, lange haben wir ihre Seele, ihr Herz genossen.“ (26)

Kaiser Franz Joseph am Sarg seiner geliebten „Engels-Sisi“ in der Kapuzinergruft, Öldruck Foto: Habsburg.net

Marie Valerie hält in ihrem Tagebuch fest: „Papa war schon vom Morgen an in der Burg, hatte sichs nicht erspart, die fremden Herrschaften zu empfangen. Mit Kaiser Wilhelm kam er zu den Kapuzinern. Uns blieb, geschützt durch die dichten Schleier, der grösste Teil banaler Kondolenz erspart. Genug waren es jener, die von Herzen mitweinten. Manni – Onkel Louis (Anmerkung meinerseits: Herzog Ludwig in Bayern, zu dem der Kontakt nach dem Tod von Kronprinz Rudolf komplett abgebrochen war)! „Ich kann doch dem armen Teufel nicht verbieten zu kommen“, hatte Papa gesagt, und hat es den armen Onkel gerührt. Tief erweckte es auch in mir Erinnerungen alter Zeiten, als er zu mir kam mit der Bitte „Lass mich nur bei stehen, nur das bleiben neben Dir“. Papa mit Leopold und Franz, Georg und den beiden Brüdern Mamas geleiten den Sarg hinab. 
(Dann war auch das vorbei und wir kehrten nach Schönbrunn zurück, zu einem traurigen Diner, welchem auch dir König von Sachsen beiwohnte.)“ (26a)

Am 18.9.1898 hätte Marie Valerie fast einen folgenschweren Fehler begangen, den sie Zeit ihres Lebens bereut hätte: Sie notiert dazu in ihr Tagebuch: „Schmerzliches Wiedersehen mit Tante Spatz (Anmerkung meinerseits: Königin Mathilde, Schwester von Elisabeth) die am Sonntag ungekannt gekommen war, um an Mamas Sarg zu beten. Papa suchte sie im Hotel auf, nachmittags kam sie nach Schönbrunn. Ich erfuhr, allein mit ihr, zu meinem Schaudern, dass sie Pater Guardian dazu bewogen hatte, ihr den Sarg zu öffnen, durch das innerhalb des Sarges angerachte Fenster, hat sie Mama gesehen, erkannt, obgleich schon ziemlich entstellt.“ (27)  Valerie war so entsetzt, dass sie dasselbe tun wollte, damit ihre Mutter die letzte Person sei, die „sie“ sehen konnte bzw. Valerie die Letzte auf Erden sei, die ihre Mutter je zu Gesicht bekommen hatte. Doch Pater Abel konnte sie glücklicherweise von diesem Vorhaben abhalten. Dankbar nahm Valerie dies als einen Fingerzeig Gottes und konnte damit in Ruhe leben. 

Prinz Leopold von Bayern schreibt weiter: „Mitte Oktober lud mich der Kaiser ein, mit ihm nach Gödöllö zu fahren. Der Trauerempfang der Bevölkerung daselbst ist mir unvergeßlich. Das Kaiser- oder, besser gesagt, das Königspaar war ja im ganzen Lande verehrt, und die Kaiserin, die so viele Jahre lang besonders gerne in Gödöllö geweilt hatte, geradezu vergöttert. die Fülle der Regierungsgeschäfte, die unermüdliche Arbeit, die frische Luft und die viele Bewegung auf der Jagd brachten auch diesmal den allerhöchsten Herrn über das Gröbste hinaus.“ (28)

Eugen Ketterl (*1859, †1928), der Leibkammerdiener von Kaiser Franz Joseph, notiert, dass seine Majestät nie wieder über Kaiserin Elisabeth sprach: „Manche wollen diese Merkwürdigkeit damit erklären, daß Franz Joseph an Unabänderlichem nicht einmal in der Erinnerung rütteln wollte; andere meinten wieder, Egoismus und Gefühlskälte seien daran schuld gewesen. Ich meine aber, daß der Kaiser sich seines Gefühls schämte und fürchtete, es könnte als Schwäche gedeutet werden. Es geschah gar oft, daß ich den Monarchen dabei überraschte, wie mit unsagbar traurigem Blick zur Kaiserin hinaufsah, die ihn in bestrickender Anmut aus ihrem Bild, das auf einer Staffelei hinter seinem Schreibtisch stand, zu grüßen schien…“  (29)

Marie von Redwitz (*9.12.1856, †11.4.1933), Hofdame von Herzogin Amalie in Bayern, Tochter von Herzog Carl Theodor, schreibt in ihr Tagebuch: „Die Kaiserin war sechzig Jahre alt und nicht die Natur, um glücklich zu altern. Hätte sie sich einen schmerzlosen Tod und danach eine Glorifikation ohne Gegenrede gewünscht, hätte sie enden müssen, wie sie es getan. Dr. Christomanos, einer ihrer griechischen Lehrer schrieb, daß sie einmal gesagt habe: „Ob und wann ich sterbe, ist Nebensache. Es gibt im Leben jedes Menschen einen Augenblick, in dem er innerlich starbt, es braucht gerade nicht die Zeit des wirkliches Todes zu sein.“ Dann: „Wenn der Wunsch zum Leben aufgehört hat, befindet man sich eigentlich schon außerhalb des Lebens.“ … So ist diese merkwürdige und in vielem rätselhafte Frau auf außerordentliche Weise aus dem Leben gegangen. Für die Allgemeinheit war sie zu wenig banal, und schüchtern von Natur, entzog sie sich der Schaustellung ihrer Person. Sie füllte den Platz einer Landesmutter gewiß nicht voll aus und hatte nicht die Gabe, vielleicht auch nicht das Verständnis, das Volk zufriedenzustellen. Sooft ist übel vermerkt worden, sie halte den unvermeidlichen Fächer vor das Gesicht, um ihr Altern nicht erkennen zu lassen. Das Angestarrtwerden war ihr gewiß lästig, aber der erste und tiefere Grund lag in der Empfindlichkeit der Augen gegen Licht und Blendung, unter der fast alle Glieder der herzoglichen Familie leiden.“ (30)

Henri Philippe Marie de Bourbon-Orléans, Foto: @Wikimedia/Commons

Luigi Lucheni gab an, dass er eigentlich Henri Philippe Marie d’Orleans (*16.10.1867, †9.8.1901) ermorden wollte. Er wurde am 10.11.1898 zu lebenslänglicher Haft verurteilt. Er war ein äußerst aggressiver Gefangener, der mehrmals versuchte den Gefängnisdirektor oder die Wärter anzugreifen. Seine „Lebenserinnerungen“ die er notierte, wurden ihm entrissen. Am 19.10.1910 wurde er unter mysteriösen Umständen tot in seiner Zelle gefunden. Die offizielle Todesursache lautet „Selbstmord“, allerdings soll „nachgeholfen“ worden sein.

Gemälde nach Leopold Horovitz, posthum am 31.12.1898 an Kaiser Franz Joseph überreicht. Foto: @Wikimedia/Commons

Am 31.12.1898 bekam Kaiser Franz Joseph vom ungarischen Maler Leopold Horovitz (*2.2.1838, †16.11.1917) ein Bild überreicht. Valérei notiert: „das Papa das beste findet. „Es hat nie ein gutes Bild von Mama gegeben.“ „Kein naturwahres Porträt“. So ist es mit allem, was über Mama gesagt und geschrieben wird.“ (31) 

Kaiserin Elisabeth jedoch, war zu Lebzeiten so wenig in Österreich präsent, dass die Trauer der Bevölkerung nur kurz andauerte und einige Tage nach dem Begräbnis schon wieder das „Tageswerk“ verrichtet wurde. Die Meldungen in den Zeitungen verebneten. Die ersten Biografien fanden den Weg an die Oberfläche (Gräfin Larisch, Conte Corti etc.), Denkmäler wurden errichtet usw.

Dazu notiert Marie von Redwitz: „Bald nach ihrem Tode erhob sich wie auf Wettbewerb in jeder Stadt, wo sie einmal länger geweilt, ein künstlerisch mehr oder minder wertloses Standbild von ihr. Gewiß hätt sie sich das verbeten, denn die sie ehren wollten, hatten nichts mit ihr gemeinsam.“ (32)

 

Grabstelle von Erzherzogin Agnes (*/†26.6.1911), Bad Ischl Foto: @Hans-Christian Seidel

Am 26.6.1911 bekam Erzherzogin Marie Valérie in Bad Ischl ihr letztes und gleichzeitig das 10te Kind: Agnes – Die kleine Erzherzogin überlebte nur 8 Stunden. Als Agnes starb sagte Valérie: „Wie tröstlich annehmen zu dürfen, daß dies kleine Enkelkind sie vielleicht endlich hineingeleitet hat in den Himmel.“  (33)

Ein sehr tröstliches Abschiedswort.

 

 

 

 

 


Kaiserin Elisabeth heute

Filmprogramm Sissi Film, 1955 Foto: @Wikimedia/Commons

Es sollte bis ins Jahr 1955 dauern, bis Kaiserin Elisabeth wiedergeboren wurde. Zwei Weltkriege und viel Leid waren vergangen, bis am 21.12.1955 der Film Sissi in die Kinos kam. Romy Schneider und Karlheinz Böhm – sie ebneten Sisi den Weg zurück ins Leben.

Papieruntersetzer im Café Hofburg, Foto: sternenkaiserin.com

Souvenirs, vor allem das berühmte „Winterhalter Bild mit dem Sternenkleid“ wurden und werden in die ganze Welt verkauft; nichts was es nicht gäbe: Tassen, Vasen, Teller, Büsten, Briefmarken, Fingerhut, Hefte, Blöcke, Radiergummi, Taschen, Tischdecken, Pralinen und Mehlspeisen die ihren Namen tragen und sogar „Glasuntersetzer“…

1982 erschien Brigitte Hamanns Biografie über Kaiserin Elisabeth, danach wurden und werden unzählige Bücher geschrieben, im Jahr 1984 fanden die Gedichte von „Titania“ ihre Erstveröffentlichung (ebenfalls Brigitte Hamann).

 

Kapuzinergruft Kronprinz Rudolf, Kaiser Franz Joseph (erhöht), Kaiserin Elisabeth (v.l.n.r.) Foto: @sternenkaiserin.com

In die Kapuzinergruft pilgern jährlich Millionen Besucher und legen rote und weiße Rosen auf den Sarkophag von Kaiserin Elisabeth, Kronprinz Rudolf und Kaiser Franz Joseph.

Foto: @Amazon.de

Wien und Österreich hat seine Kultur. Schloss Schönbrunn wird im Sommer gestürmt. Am 3.9.1992 wurde Kaiserin Elisabeth in Form eines Musicals geboren. Den Beitrag zum Musical können Sie hier nachlesen. 

Am 24.4.2004 wurde zum 150. Hochzeitstag das Sisi Museum eröffnet. Der Hype ist ungebrochen, mittlerweile ziehen viele Kaiserappartements nach, die jemals Sisi und/oder Franz Joseph zu Besuch hatten…

 

 

Der Mythos lebt.
Kaiserin Elisabeth lebt.

 

~ Marie ~

 

Bevor wir nun diesen Beitrag wirklich abschließen, möchten wir euch exklusiv die Tagebuchaufzeichnungen von Hoteldirektorin Fanny Mayer zeigen. Wir bedanken uns ganz herzlich bei Maria José, die vor Ort war und bei Herrn Direktor Mayer, der uns hiermit erlaubt hat, die Tagebuchaufzeichnungen seiner Großmutter zu veröffentlichen. 

Exklusivrecht, Erlaubnis Herr Mayer, Beau Rivage Hotel Foto: sternenkaiserin.com

Exklusivrecht, Erlaubnis Herr Mayer, Beau Rivage Hotel Foto: sternenkaiserin.com

Exklusivrecht, Erlaubnis Herr Mayer, Beau Rivage Hotel Foto: sternenkaiserin.com

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Rechtliche Hinweise – Auf den Spuren Kaiserin Elisabeths in Genf 
Text: Maria José
Bildrechte: Maria José – Mit ausdrücklicher Genehmigung der Hoteldirektion Beau Rivage
Videorechte: Maria José – Mit ausdrücklicher Genehmigung der Hoteldirektion Beau Rivage 


Rechtliche Hinweise – Historischer Weg – Kaiserin Elisabeth
Text: Marie Festetics, Irma Gräfin Sztáray, Leopold von Bayern, Michaela und Karl Vocelka, Marie Valérie von Österreich, Martha Schad, Marie von Redwitz, Eugen Ketterl

Bildrechte: sternenkaiserin.com, Wikimedia/Commons, Hans Christian Seidel, Habsburg.net, Bildarchivaustria.at, delcampe.net, Bücher Ernst, Austria-Forum.org, Charlotte Schwarz, kulturpool.at, x43:service, Clemens Fabry/Die Presse, Family.rothschildarchive.org, lmathieu.wordpress.com, locseitemeto.eoldal.hu, staerkel.at, Habsburg.net


Literarischer Hinweis:

1 – S 203, 2 – S 206, 3 – S 209, 4 – S 210, 5 – S 219, 6 – S222/3 , 7 – S 227 – 229, 8 – S 230, 9 – S 230, 10, 11 – S 231, 12 – S 234, 13, 14 – S 237, 15 – S 239, 16, 18 – S 240, 21 – S 246, 21a – S 250,
Irma Gräfin Sztáray
Aus den letzten Jahren der Kaiserin Elisabeth (Nur noch antiquarisch erhältlich)
Amalthea Verlag, 2004

17 – S 455, 26 – S 463
E.C. Conte Corti
Elisabeth von Österreich Tragik einer Unpolitischen (Nur noch antiquarisch erhältlich)
Heyne Verlag 2. Auflage/15. Auflage 1996

19 – S 40, 29 – S 40
Eugen Ketterl
Der Alte Kaiser wie nur Einer ihn sah
Fritz Molden Verlag, 1980, 1. Auflage

20 – S 309, 23 – S 312, 25 – S 312, 26a – S 312/3 27 – S 313, 31 – S 319
Marie Valérie von Österreich
Das Tagebuch der Lieblingstochter von Kaiserin Elisabeth

24 – S 310
Michaela und Karl Vocelka
Franz Joseph I – Kaiser von Österreich und König von Ungarn

20 – S 164, 28 – S 164
Leopold Prinz von Bayern
Aus den Lebenserinnerungen (Nur noch antiquarisch erhältlich)
Verlag Friedrich Pustet, 1983

30 – S 257, 31 – S 258
Marie von Redwitz
Hofchronik 1888 – 1921 (Nur noch antiquarisch erhältlich)
Verlag Kulturpolitik München 1924

33 – S 112
Martha Schad
Kaiserin Elisabeth und ihre Töchter, Bildband (Nur noch antiquarisch erhältlich)
LangenMüller Verlag, 1998, 3. Auflage

 

Träume und Gedichte – August 2017

Du holdes, du süßes, du liebliches Kind,
Gib, gib mir, hier dunkelt’s, ein Küsschen geschwind!
Dein Äuglein es funkelt wie Edelgestein,
Ein Küsschen von dir muss Rosenduft sein!
Wende dich nicht
Ab von mir,
Möchte so dicht
Ruhen an dir!
Sehnen und Trachten
Und Tränen und Schmachten
Hab’ ich um dich, o mein himmlisches Kind,
Gib mir ein Küsschen, ein Küsschen geschwind!
Leih’ mir es nur, gib mir es nicht,
Leih’ mir es nur, gib mir es nicht,
Nimm es dann wieder du Engelsgesicht!
 
Sisi
 
August Kopisch
 

Foto: Alexander Dacos


„Wer nur das Wirkliche gelten lässt,

an der Sehnsucht nach dem

Unmöglichen keine Freude findet

und nie eine Minute übrig hat,

um sie an einen

schönen Traum zu verschwenden,

wie arm ist der.“

Sisi

Ludwig Ganghofer

 

Foto: sternenkaiserin.com


„Isle Of Hope,
Isle Of Tears,
Isle Of Freedom,
Isle Of Fears,
But It’s Not The Isle You Left Behind.
That Isle Of Hunger,
Isle Of Pain,
Isle You’ll Never See Again
But The Isle Of Home Is Always On Your Mind.“
 
Sisi
 
The new Ground – Celtic Woman
 
Herzlichen Dank an das sagenhafte Schloss Totzenbach
 

Foto: Prinz Barbara Fotografie mit Herz


Der Sturm sprach einst: „Ich kenne
die Welt; denn ich zerpflücke sie.“
Da sprach der Reif: „Ich kenne
die Welt; denn ich erdrücke sie.“
Die Sonne lacht: „Ich kenne
sie besser; denn ich beglücke sie.“

Sisi

Carmen Sylva
Vielen Dank für die Gastfreundschaft an den liebenswerten Graf Pilati, der uns in sein wunderschönes Schloss Ruegers eingeladen hat.

Foto: Prinz Barbara Fotografie mit Herz


„Sieh nur Marie, siehst du die Bauernkinder auf den Feldern spielen.
Als ich so klein war wie sie, bin ich auch barfuß über die Wiesen gelaufen. Ein Luxus, der mir nun nicht mehr vergönnt ist.
Hast du jemals Kirschen direkt vom Baum gegessen?
Es gibt wohl nichts in der Hofküche, dass besser schmecken könnte als frische Kirschen, die durch das Sonnenlicht leicht gewärmt sind…“

Sisi

Vielen Dank an Prinzessin Elisabeth von Bayern – Gräfin Kuefstein, für die Einladung in das wundervolle Renaissanceschloss Greillenstein

Foto: Prinz Barbara Fotografie mit Herz


„Marie hol noch einmal die Fanny, schau wie ich ausschau.. es löst sich ja alles auf. Sie muss es noch einmal machen, so kann ich das Schloss wirklich nicht verlassen…“

Sisi

Vielen Dank an mein Märchenschloss Schloss Totzenbach für Einladung.

Foto: Prinz Barbara Fotografie mit Herz


Die Sonne verglüht
in tausend Farben
der Himmel klagt
sein letztes Lied
hinter den Wolken
stirbt der Tag
ich fühle
wie das Licht versiegt

Sisi

Hans-Christoph Neuert

Vielen Dank an das Märchenschloss Schloss Totzenbach für den zauberhaften Nachmittag.

Foto: Prinz Barbara Fotografie mit Herz


Der Sommer liegt
in letzten Zügen
Sonne bäumt sich
kaum noch auf
dumpfe Ahnung
beschleicht die Seele
Vergänglichkeit
nimmt ihren Lauf…

Sisi

Hans-Christoph Neuert

Foto Kurt Schmitzberger


Ein altes Buch in pergamentnem Band,
Jahrhunderte vielleicht nicht aufgeschlagen –
Weil fremd sein Wort erklingt aus fremdem Land
Und alte Dichter wenig behagen.
Ein altes Buch fiel jüngst mir in die Hände,
Und wie ich träumend seine Blätter wende,
Und Moderstäubchen wirbelnd mich umfliegen,
Seh staunend ich in seinem Schoß verdorrt,
Doch Lenzensduft noch hauchend fort und fort,
Verblichen, farblos eine Rose liegen.

Sisi

Friedrich Halm

Vielen Dank an Graf Pilati für die Einladung nach Schloss Ruegers!

Foto: Prinz Barbara Fotografie mit Herz


Te Deum laudamus. Te Dominum confitemur.
Te aeternum patrem omnis terra veneratur.
Tibi omnes Angeli, tibi caeli et universae potestates:
Tibi cherubim et seraphim incessabili voce proclamant:
Sanctus:
Sanctus:
Sanctus Dominus Deus Sabaoth.
Pleni sunt caeli et terra maiestatis gloriae tuae.

Sisi

Vielen Dank an Herrn Dompfarrer Toni Faber für die Segnung im Stephansdom in Wien.

Foto: Charlotte Schwarz|Fotogräfin 2017


„Guten Morgen Kiki, wie schön, dass du mich begleitest! Das ganze Schloss schläft noch, aber im Bett kann ich es nicht länger aushalten. Viel lieber bin ich im Wald um ein wenig der Täuschung zu erliegen, frei zu sein!
Lauf Kiki, lauf….“

Sisi

Vielen Dank an Prinzessin Elisabeth Von Bayern – Gräfin Kuefstein für die Einladung in das wunderschöne Renaissanceschloss Greillenstein und ihren Hund Kiki meinen treuen Begleiter.

Foto: Prinz Barbara Fotografie mit Herz


Jeden Morgen geht die Sonne auf
In der Wälder wundersamer Runde.
Und die schöne, scheue Schöpferstunde,
Jeden Morgen nimmt sie ihren Lauf.

Jeden Morgen aus den Wiesengründen
Heben weiße Schleier sich ins Licht,
Uns der Sonne Morgengang zu künden,
Ehe sie das Wolkentor durchbricht.

Sisi

Hermann Claudius

Herzlichen Dank für die Einladung in mein persönliches Märchenschloss – Schloss Totzenbach.

Foto: Prinz Barbara Fotografie mit Herz


Es gibt Menschen, die nur lesen, um dem Schriftsteller Fehler nachzuweisen. Wer ohne Vorurteile liest, wird das Richtige lesen.

Sisi

Voltaire

Vielen Dank an Prinzessin Elisabeth von Bayern, Gräfin Kuefstein für die Einladung ihre Bibliothek zu besichtigen Renaissanceschloss Greillenstein.

Foto: Prinz Barbara Fotografie mit Herz


„Marie wo bleibt denn das Annerl heute wieder?
Soll ich den ganzen Tag im Nachthemd verbringen?
Seit das dumme Kind sich verliebt hat, vergisst sie wohl auf ihre Arbeit?
Geh und hol sie! Ich will endlich in den Garten!“

Sisi

Vielen Dank an den charmanten Graf Pilati und seine Gastfreundschaft im zauberhaften Schloss Ruegers.

Foto: sternenkaiserin.com


„Guten Morgen Marie.
Ich wünsche den Professor heute zu sprechen, er verspricht mir schon viel zu lange sein neues Buch.
Du weißt wie sehr es mich langweilt ständig das selbe zu hören….“

Sisi

Liebe Grüße an Euch beide.

Vielen herzlichen Dank an Prinzessin Elisabeth von Bayern, Gräfin Kuefstein für die Einladung ins Renaissanceschloss Greillenstein.

Foto: Prinz Barbara Fotografie mit Herz


„Sehr schön haben Sie es hier liebe Gräfin Kuefstein! Ich beneide Sie um die Ruhe in ihrem Garten und die Abgeschiedenheit….“

Sisi

Vielen Dank an Graf und Gräfin Kuefstein für die nette Einladung ins Renaissanceschloss Greillenstein!
Gräfin Elisabeth Kuefstein ist die Ur-Ur-Enkelin von Kaiserin Elisabeth.

Foto: Prinz Barbara Fotografie mit Herz


„Ich denk oft daran, wie ich noch klein war,
Du warst mein Vorbild und ein Kriegsheld.
Ich seh noch wie du lächelnd vor mir stehst,
Ein Blick von dir bedeutete die Welt …“

Sisi

Rudolf – das Musical
Auszug aus „du willst nicht hören“
Musik: Frank Wildhorn
Liedtexte: Jack Murphy

Vielen Dank an Schlosspark Laxenburg für das Picknick im Grünen Pavillion

Foto: Charlotte Schwarz|Fotogräfin 2017


„Ich wünsch dir einen schönen Geburtstag mein liebes Bubi!
Papa hat versprochen, du darfst ein paar Tage mit uns in Laxenburg bleiben“

Sisi

Rudolf von Österreich wurde am 21. August 1858 in Schloss Laxenburg geboren.

Wir danken dem wunderschönen Schlosspark Laxenburg für die Einladung.

Foto: Charlotte Schwarz|Fotogräfin 2017


„Marie sag das Abendessen ab, ich habe keine Lust dazu, ich brauche frische Luft!
Der Trubel der letzten Tage hat mir auf den Magen geschlagen.

Es genügt, wenn du mir eine Tasse Tee bringst.

Und sag dem Graf, ich möchte ausreiten, vielleicht würde er mich ja begleiten, um mir seinen Besitz zu zeigen.
Jetzt lauf und lass mich allein“

Sisi

Wir danken dem charmanten Graf Pilati für die Gastfreundschaft und die Einladung in sein zauberhaftes Schloss Ruegers im Waldviertel!

Foto: Prinz Barbara Fotografie mit Herz


„Ich wünsch Dir Alles Liebe und Gute zum Geburtstag mein liebster Franz“

Sisi

Foto: Maria José


„Majestät, Erzherzogin Marie Valérie wird sich freuen, dass Sie sie auf der Durchreise nach Bad Ischl besuchen.“

~ Marie~

Wir danken der Familie Habsburg-Lothringen für die Einladung ins Schloss Wallsee.

Foto: Prinz Barbara Fotografie mit Herz


„Weißt du Marie, ich frage mich immer wieder, was gewesen wäre, wenn ich nicht nach Ischl gefahren wäre. Oder sich der Kaiser, nicht in mich, sondern wie vorgesehen in Néné verliebt hätte. Wäre ich glücklicher geworden? Wäre ich jemals glücklich gewesen?“

„Majestät, bitte fragen Sie sich das nicht. Wir sind in Ischl, genießen wir lieber was wir haben, als dem nachzuweinen, was gewesen wäre.“

~ Marie ~

Foto: Bertl Jost


Jeder Abschied ist der Anfang einer Reise,
wer wachsen will braucht Licht!
Nur wer aufbricht
findet irgendwann sein Ziel,
scheint es auch noch so weit.

Und wenn Drachen mir den Weg versperren,
Du weißt ja ich kann zaubern,
mach Dir keine Sorgen!

Jeder Abschied ist der Anfang einer Reise,
wer weiter will muß fort…

Sisi

Mozart – das Musical
Jeder Abschied ist der Anfang einer Reise
Musik Silvester Levay & Text: Michael Kunze

Foto: sternenkaiserin.com


„Mamili sagte: Komm Sisi, Bad Ischl ist eine Reise wert. Und so begann alles. Es hat mein Leben verändert. Komm, Marie, ich zeig dir Ischl mit meinen Augen….“

„Sehr gerne, Majestät.“

~ Marie ~

Foto: Dagmar Esser


In stillen Stunden sinn’ ich oft,
was mir so sehnlich bangt und graut,
wenn unvermerkt und unverhofft
ein süßer Traum mich übertaut.

Weiß nicht, was ich hier träum’ und sinn’,
weiß nicht, was ich noch leben soll;
– und doch, wenn ich so selig bin,
schlägt mir mein Herz so sehnsuchtsvoll.

Sisi

Friedrich Wilhelm Nietzsche
Vielen Dank an Schloss Schönbrunn und die Bundesgärten Wien

Foto: Charlotte Schwarz|Fotogräfin 2017


Ich stehe außerhalb des Kreises
In einem angeborenen Bann
Eine unsichtbare Grenze
Die ich nicht durchbrechen kann

Was ich sage, hört man an
Doch ich bleibe unverstanden
Und es schließen sich die Türen
Die doch nie offen standen

Ich gehöre nicht hierher
Doch wo gehör ich hin?
Immer wieder kann ich spüren
Wie ungewollt ich bin

Dann will ich verschwinden, unsichtbar sein
Und warten bis mich irgendwann
Die Nacht in ihre Träume holt
In die ich flüchten kann

Sisi

Elisabeth von Thüringen – das Musical
„Hol mich Heim“
Text & Musik
Dennis Martin und Peter Scholz

Vielen Dank ans Belvedere Museum.

Foto: Charlotte Schwarz|Fotogräfin 2017


„So, komm endlich Marie. Bad Ischl wartet. Bitte veranlasse, dass alles gepackt wird.“

„Majestät, es ist alles vorbereitet. Es müssen nur noch der Befehl erfolgen, wann der Kutscher vorfahren soll.“

~ Marie ~

Foto: Bertl Jost


„Majestät, bitte nicht so traurig. Die Sonne lacht, sinds doch ein bisserl heiter.“

~ Marie ~

Foto: Charlotte Schwarz|Fotogräfin 2017


Was heut das Auge sieht
ist morgen schon Vergangenheit –
wohin dein Blick auch flieht
auf meiner Seite ist die Zeit
denn ich gehör nur mir.

~ Marie ~

Text: Michael Kunze
Musik: Sylvester Levay
Auszug: Ich gehör nur mir Reprise
Musical: Elisabeth

Mit großem Dank an die Kaiservilla Bad Ischl.

Foto: Hofer Foto


„Mein Ziel war es glücklich zu werden. Ich habe mich so bemüht. Aber immer wenn ich etwas wollte, hieß es – „Nein! Lern etwas bescheiden zu sein.“ Ich bin bescheiden aufgewachsen, dieser Protz war mir unbekannt. Ein Hohn, diese Worte. Purer Hohn.“

„Majestät, krämen Sie sich nicht so. Sie dürfen das nicht ernst nehmen, Sie wissen doch, wie die Erzherzogin das meint.“

~ Marie ~

Foto: sternenkaiserin.com


Frei, das heißt allein,
so wie der Wind, ohne ein Ziel.
Frei, das wollt‘ ich sein.
Warum lag mir, daran so viel?

„Frei“, das heißt allein.
Und diese Freiheit ist nichts wert.
Sie ist wie ein Spiel,
Das man von vornherein verliert.

~ Marie ~

dt. Text: Frank Thorsten
Textauszug aus Song: „Frei, das heißt allein“
Interpret: Roland Kaiser

Foto: Bertl Jost


Ein altes Buch in pergamentnem Band,
Jahrhunderte vielleicht nicht aufgeschlagen –
Weil fremd sein Wort erklingt aus fremdem Land
Und alte Dichter wenig behagen.
Ein altes Buch fiel jüngst mir in die Hände,
Und wie ich träumend seine Blätter wende,
Und Moderstäubchen wirbelnd mich umfliegen,
Seh staunend ich in seinem Schoß verdorrt,
Doch Lenzensduft noch hauchend fort und fort,
Verblichen, farblos eine Rose liegen.

Sisi

Friedrich Halm

Vielen Dank an Schloss Artstetten für den wundervollen Nachmittag.

Foto: Charlotte Schwarz|Fotogräfin 2017


Möchte wieder in die Gegend,
„Wo ich einst so selig war,
„Wo ich lebte, wo ich träumte
„Meiner Jugend schönstes Jahr!“

Also sehnt‘ ich in der Ferne Nach der Heimath mich zurück,
Wähnend, in der alten Gegend finde sich das alte Glück.

Sisi

Nikolaus Lenau

Vielen Dank an Schloss Schönbrunn, die Bundesgärten Wien Schönbrunn/Park und das Palmenhaus Schönbrunn.

Foto: Charlotte Schwarz|Fotogräfin 2017


Ich wandle durch die Matten,
Die Blumen seh‘ ich nicht;
Wenn innen ist der Schatten,
Was frommt das äußre Licht?

Der Vöglein sind wohl viele; –
Den Sang vernehm‘ ich kaum,
Er weckt mit seinem Spiele.
Nur einen schwachen Traum.

Der Traum entflieht mit Eile,
Ihn ängstet dieser Ort:
Bin ich doch manche Meile
Von Glück und Frühling fort

Sisi

Karl Rudolf Tanner

Vielen Dank an Schloss Schönbrunn, die Bundesgärten Wien Schönbrunn/Park.

Foto: Charlotte Schwarz|Fotogräfin 2017


„Alle sehen nur mein Gesicht, doch keiner sieht meine Seele.
Alle sehen mich, doch keiner sieht mich so wie ich bin.
Alle sehen mein Lächeln, doch keiner sieht meine Tränen.
Alle hören was ich sage, doch keiner versteht was ich denke.
Alle sehen was ich schreibe, doch keiner begreift den Sinn.
Alle sehen das ich Lebe, doch keiner weiß was ich erlebt habe.
Alle wissen alles besser, doch keiner weiß was über mich.
Alle glauben mich zu kennen, doch niemand kennt mich wirklich….“

Sisi

Vielen Dank an das einzigartige Palais Daun-Kinsky.

Foto: Charlotte Schwarz|Fotogräfin 2017


„Hast du dich jemals gefragt ob Sterne einsam sind Marie?
Sie müssen einsam sein, denn alles was so wunderschön ist, ist einsam und die, die am hellsten Leuchten sind am weitesten weg von allen anderen.
Mir ist fast, als wäre ich einer von Ihnen!
Alle Menschen sehen zu mir hoch, und doch bin ich allein!“

Sisi

Vielen Dank an Schloss Schönbrunn, die Bundesgärten Wien Schönbrunn/Park.

Foto: Charlotte Schwarz|Fotogräfin 2017


„Es gehört sich nicht, durch den Schlosspark zu galoppieren, eine Dame rennt nicht. Es ist unschicklich sich mit den Bediensteten zu unterhalten. Das Volk hat um Audienz anzusuchen. Man hat darauf zu achten, mit jeder anwesenden Dame Konversation zu betreiben… bin ich das Eigentum der Erzherzogin? Kann ich denn nicht einmal sprechen, mit wem ich es möchte? Wozu all der Reichtum, wenn ich nicht einmal im eigenen Park tun und lassen kann wonach mir der Sinn steht?

Komm Marie, ich ersticke hier, ich will frei sein! Frei zu tun was ich möchte!
Ich lasse mich nicht einsperren!
Wir fahren nach Laxenburg, man möge seiner Majestät ausrichten, wo er mich findet!“

Sisi

Vielen Dank an das Belvedere Museum für die Einladung!

Foto: Charlotte Schwarz|Fotogräfin 2017


Elisabeth – ein Musical geht um die Welt

Als 1955 der Sissi Film mit Romy Schneider über die Kinoleinwand flimmerte, konnte keiner erahnen, was das einmal auslösen würde. Was 1956 und 1957 mit Teil 2 und 3 noch weiter verkitscht wurde, wurde 1992 komplett anders dargestellt. Fans von Kaiserin Elisabeth haben zuerst das Musical gesehen und sich danach erst mit Elisabeth als Person beschäftigt.

Foto: Amazon.de

Das Musical hat einen regelrechten Hype ausgelöst. Einen Hype, der bis heute ungebremst ist.

Am 3.9.1992 wurde in Wien im Theater an der Wien, unter dem scheidenden Intendanten Peter Weck, das Musical Elisabeth aus der Taufe gehoben. Ein Welterfolg, der anfangs so gar nicht die Kritiker ansprach. Im Gegenteil. Nach der Premiere war der Hohn und Spott hoch. Aber beginnen wir von vorne.

Peter Weck, Foto: @APA (Archiv)

„Mit Michael Kunze hatte ich die Idee für ein neues Musical besprochen, das wir in den Vereinigten Bühnen Wien produzieren wollten. Bei unseren Gesprächen landeten wir plötzlich bei – Michael Kunze brachte diese Idee ein – Kaiserin Elisabeth. Da ich selbst ja beim ersten Teil der Sissi-Filme mitgewirkt hatte, war es mir ein Anliegen, Kaiserin Elisabeth in unserer Version ohne jede Kitschverbrämung, als nicht als lieblich verzuckertes Geschöpf, sondern auf Basis der damals dank Historikerin Brigitte Hamann neu vorliegenden historischen Erkenntnis mit allen ihren Eigenheiten auf die Bühne zu bringen.“ (1) Peter Weck über die Entstehungszeit von Elisabeth, an der er selbst 2 Jahre beteiligt war.

„Alle tanzen mit dem Tod, doch niemand wie Elisabeth…“ Ihre Zeitgenossen stehen in Lumpen und mit schwarzem Spitzentuch über dem Gesicht auf der Bühne und reden „immer noch von Elisabeth“.
So beginnt das Stück – naja mehr oder weniger. Eigentlich ist zuvor noch ein Prolog mit Lucheni, der von einem unsichtbaren Richter gefragt wird, warum er ausgerechnet Kaiserin Elisabeth umgebracht habe. Er beantwortet die Frage mit „…weil sie es wollte“.

Man mag glauben, dass dies ein Satz ist, den tatsächlich ihre Zeitgenossen über sie gesagt haben. Aber die Texte und die Musik stammen von niemand geringeren als von Michael Kunze und Sylvester Levay, die zuvor die Schlagergemeinde mit ihren Songtexten und Musiktitel aufzumischen wussten. „Fly Robin fly“ wurde (und ist) ein Welthit.

Michael Kunze, Foto: Alexander Ch. Wulz

„Mit dem Blick auf die bevorstehende Milleniumswende wollte ich etwas über den Untergang des Habsburgerreiches schreiben. Ich bin studierter Historiker, und daher interessierten mich die Parallelen von Gegenwart und Vergangenheit. … Auch „Sisi“ wurde zwangsläufig erwähnt. Ich hatte allerdings nicht die geringste Lust, die unglückliche Kaiserin zur Hauptfigur einer Dramatisierung zu machen. Zu abschreckend war die Vorstellung, gegen das Klischee einer Filmfigur der 50er Jahre ankämpfen zu müssen. … Ich las alles über die Zeit vor und nach 1900, was mir in die Hände kam. Darunter waren die Tagebuchblätter des Vorlesers Constantin Christomanos. Darin fesselte mich eine Episode. Christomanos schildert, wie er Elisabeth nach einem Sturm an der Reling ihrer Jacht trifft. Sie weist ihn auf einen Möwenscharm hin, der dem Schiff folgt. Es seien immer dieselben Möwen, behauptet sie. Woran sie das erkenne, fragt der Vorleser. An der schwarzen Möwe in der vorderen Reihe. Die sei ihr vertraut. Als ich das las, wurde mir schlagartig klar, dass Elisabeth sich selbst als schwarze Möwe sah. Als Symbol des Untergangs. Von diesem Moment an wollte ich sie, allen Problemen zum Trotz, zur Hauptfigur des Werkes machen. ….“ (2) Michael Kunze im Interview, wie Elisabeth – das Musical entstand. 7 Jahre sollte die Entstehung dauern; man kann also nicht sagen, dass sich Michael Kunze und Sylvester Levay das Stück leicht gemacht haben.

Harry Kupfer, Foto: Lewin-Management.com

Harry Kupfer, der kongeniale Regisseur dieses Erstlingswerks von Peter Wecks „Vereinigte Bühnen Wien“, erinnert sich an die Begegnung und wie alles begann: „Die Oper ist mein eigentliches Spezialgebiet. … Ich hatte in Wien eine Produktion an der Staatsoper, wir hatten nachts gefeiert und auf dem Weg zur U-Bahn traf ich Peter Weck. Wir kannten uns zu diesem Zeitpunkt nicht persönlich, doch er sprach mich an. … Er fragte mich: „Haben Sie nicht mal Lust, ein Musical zu machen?“, und meine Antwort war: „Ja, wenn es ein gutes Stück ist, nicht so etwas, wo Musiknummern zu einer dürftigen Handlung zusammengeschmissen sind, würde ich das machen. Darauf er: „Ich hab eins, „Elisabeth“. Da ist mir erst einmal der Kamm geschwollen, weil ich natürlich gleich an diese schrecklichen Sissi-Filme mit Romy Schneider dachte. Doch Weck meinte, das sei ganz anders, Michael Kunze und Sylvester Levay seien die Autoren und er würde mir das Libretto gleich morgen ins Hotel schicken. Das hat er dann auch getan, ich habe es gelesen und fand es gar nicht so schlecht….“ (3)

Der Rest ist Weltgeschichte.

Als er die Rolle von Elisabeth schrieb, musste er nach einem roten Faden im Stück suchen. Und so betrachtete Michael Kunze das Bild von Luigi Lucheni, der grinsend in die Kamera sah. Der jemanden getötet hatte, den er weder kannte, noch verstand. Das Opfer sollte jemand ganz anderer (Herzog d’Orléans) werden, als dieses nicht auftauchte, stach er auf die berühmte Frau ein, die weltpolitisch nie in Erscheinung trat.

Ethan Freeman, Foto: Jean-Marie Bottequin

Lucheni wurde der Erzähler eines Lebens. Ihres Lebens. Er verhöhnt ihr Leben und alle die sich rund um sie scharrten. Mit Gemeinheiten – auch in Richtung Publikums – spart er nicht. In „Kitsch“ bekommt das Publikum das zu spüren, was bis heute gilt: Die Sammelleidenschaft und die Begaffung einer Frau, die bis heute ein Geheimnis ist, ebnete zumindest nach 1955 nie wieder ab.

Gerade bei der jungen Kaiserin Elisabeth war das Interesse anfangs riesengroß. Das Volk wollte sein Recht an der jungen schönen Kaiserin haben; als diese floh und sogar ihre Kinder zurückließ, ebnete das Interesse immer mehr ab. Zu ihrem 50sten Geburtstag erschien lediglich ein kleiner Artikel in der Zeitung, dass die Kaiserin Geburtstag habe. Das Volk in der Dynastie Österreich-Ungarn nahm sie überhaupt nicht mehr wahr.

Mit den Sissi-Filmen jedoch begann ein Hype, der auch Elisabeth – das Musical nicht töten konnte. Bis heute stehen Elisabeth Häferl weltweit in Kästen, hängen Bilder an den Wänden und Postkarten stehen an Souvenirständen zum Kauf bereit. Auch Tattoos mit Sisi Schriftzug oder Konterfei sind mir schon begegnet.

Der „Kitsch“ kennt keine Grenzen. Luigi Lucheni hat im Stück recht, wenn er Schokolade in die Menge schmeißt und höhnisch dabei lacht, wenn er sieht, dass die Menge im Publikum gierig danach greift.

Ethan Freemann Foto: @angelofmusical

Aber lassen wir Ethan Freeman zu Wort kommen: „Ich flog zu den Auditions nach Wien. … Ich wurde mit einem musikalischen Leiter weggeschickt, um mit ihm „Kitsch“ zu erlernen, was ich dann noch am selben Tag mit den Noten in der Hand präsentiert habe. Ich kann mich erinnern, dass ich vorm letzten „Kitsch“ so richtig fies gelacht habe, das war wohl infektiös und damit war die Sache wohl entschieden. Ich hatte scheinbar für die Kreativen die richtige Kombination von Kraft, Gewalt-Potential, Aussehen und Stimme…“ (4)

Sylvester Levay verstand es wie kein anderer, das Stück mit seiner Musik zu beseelen. Man meint manchmal sogar, die reale Elisabeth von hören, wenn sie von dem „Kirschbaum“ träumt, auf den sie nicht darf, weil Maman eine Gesellschaft erwarte und ihr Vater die Zither nimmt und aus Possenhofen flüchtet. Die 15jährige Sisi sitzt verlassen am Boden und träumt von „Gedichten schreiben und Reiten mit dem Wind“ und hofft darauf, dass ihr geliebter, von ihr angehimmelter Vater sie mitnimmt.

Uwe Kröger Foto: Alexander Ch. Wulz

Doch Herzog Max hat wie immer kein Einsehen mit seiner Lieblingstochter. Sisi bleibt traurig zurück und muss sich dem strengen Ton ihrer Gouvernante hingeben und sich umziehen gehen…

Michael Kunze tat sicherlich Recht daran, Elisabeth mit dem Tod kokettieren zu lassen. Ihre Todessehnsucht erahnt man schon an ihren frühen Gedichten. Als ihr Schwarm Richard Graf von Schwarzenberg stirbt, schreibt sie Wehklagen in ihr Tagebuch. Hier ist das erste Mal von einer Todessehnsucht zu lesen. Elisabeth war zu dem Zeitpunkt 15 Jahre alt.

Wie sehr sich das verstärkt, sieht man im späteren Verlauf ihres Lebens. Der Tod sollte also ihr Liebhaber sein. Einer der sie versteht, nach dem sie greifen kann, wenn sie ihn braucht, aber ihr niemals zu Nahe kommen darf. Michael Kunze wählte bewusst die Gestalt von Heinrich Heine, um den jungen attraktiven Dichter in Szene zu setzen.

Uwe Kröger, Pia Douwes, Foto: Alexander Ch. Wulz

Langhaarig, blond, androgyn – so schritt der erste Tod 1992 von der Feile zum Totentanz der Zeitzeugen herab. Niemand geringerer als Uwe Kröger besetzte diese Rolle. Dass er der erste Rusty in Starlight Express war, sollte damals niemanden interessieren. Kröger spielte mit der Rolle, mit dem Publikum und löste einen wahren Hype aus – einen den er sich später – nach dem seine Fans sogar Selbstmorddrohungen ausstießen, als er sich die Haare für die Rolle von Chris für Miss Saigon abschneiden ließ – bitter bereuen sollte.

Der Tod der uns alle im gewissen Sinne begleitet, löst einen Machtkampf mit dem Publikum aus. Folgt man ihm oder kann man sich ihm entziehen? In 25 Jahren waren alle Tod-Darsteller blond oder zumindest brünett. Fast alle langhaarig. Nach Uwe Kröger folgten Paul Kribbe, Addo Kruizinga, Felix Martin, Máté Kamarás, Rob Fowler und natürlich der letzte Tod: Mark Seibert – er ist das momentane Sexsymbol der Musicalwelt.

Pia Douwes, Foto: @Alexander Ch. Wulz

Pia Douwes war die erste Elisabeth. Sie lieh ihr Stimme, Aussehen, Charakter und Eigenschaften, die die wahre Elisabeth zu haben schien. Ihre Darstellung ist bis heute unangefochten mit dieser Rolle verwoben und verbunden.

Viele Elisabeths folgten auf 25 Jahre Welterfolg. Die bekanntesten neben Pia Douwes sind natürlich Maya Hakvoort, Annemieke van Dam und die letzte Roberta Valentini.

Fragt man Musicalfans der ganzen Welt, sind sich diese uneinig, wer nun „DIE“ Elisabeth sei. Fragt man mich, würde ich uneingeschränkt Maya Hakvoort nennen. Ihre Stimme hat mich von der ersten Minute an gepackt und ließ mich nicht mehr los. Aber auch Roberta Valentinis Darstellung behagt mir sehr. Sie ist vor allem konstant durchgehend eine Elisabeth, der man jede Station abnimmt. Derselbe „Streit“ entsteht bei den Rollen von Der Tod und Luigi Lucheni. Hier gibt es eigentlich auch nur 2 Antworten für mich: Paul Kribbe war und wird immer „mein“ Tod sein, danach folgt für mich persönlich Mark Seibert. Bei Luigi Lucheni tendiere ich zwischen Bruno Grassini und Kurosch Abbasi, aber auch Serkan Kaya gefiel mir außerordentlich gut. 

Aber was ist nun mit Kaiser Franz Joseph, Kronprinz Rudolf, Erzherzogin Sophie, Graf Grünne, Kardinal Rauscher, Herzogin Ludovika, Néné usw. Viele von ihnen haben eine Stimme bekommen, ein paar sind nur Nebendarsteller und erscheinen wirklich nur am Rande.

Im Prinzip erstrahlt das Musical mit 3 Hauptdarstellern: Elisabeth, Der Tod, Luigi Lucheni. Der Rest ist in Nebenrollen oder winzigen Sequenzen zu sehen.

Pia Douwes, Foto: Jean-Marie Bottequin

Das Hauptlied des ersten Teils ist mit Sicherheit der Song „Ich gehör nur mir“. Hier bricht Elisabeth aus. Hier zeigt sie, dass sie nicht die Person ist, die sich einsperren, quälen, begaffen und berichtigen lässt, wie es allen anderen am Wiener Hofe passen würde. Allen voran natürlich Erzherzogin Sophie oder auch dem Kaiser, der sich weder gegen seine Frau, noch gegen seine übermächtige Mutter durchsetzen kann.

Der Text von „Ich gehör nur mir“, könnte genauso gut aus der Feder von Kaiserin Elisabeth per se stammen. Man könnte meinen, dem Schreiberduo ist dies aufs Notenblatt diktiert worden.
Egal wer dieses Lied im Stück singt – Gänsehaut ist vorprogrammiert. Dieses Lied ist das Herzstück des ersten Teiles, dass was Elisabeth ausmacht.

Aber auch Lieder wie „Milch“ (1992 noch an anderer Stelle als heute), Kaffeehaus-Szene oder „Nichts nichts gar nichts“ sind bezeichnend für den Weg von Elisabeth.

Der wütende Mob vor der Hofburg, der mit Milchkannen beinahe wie auf die Bastille zustürmt und um „Milch“ schreit, während die Kaiserin darin badet. Bezeichnend für ihren Schönheitskult „Unsre Kais’rin soll sich wiegen,
kämmen, pflegen und erfrischen“.

Was wir alle an Sisi bewundern ist ihre Schönheit, ihr ambivalenter Charakter, ihr exzessives Leben. Das Leben des Volkes aber berücksichtigen wir im Grunde unseres Herzens nicht, wenn wir die Bilder dieser strahlenden Schönheit in den Krinolinenkleidern bewundern. Das Volk hungert, friert und hat kaum das Nötigste, während Sisi in Milch badet, weil das ihrem Teint zu Gute kommt.

Wer jetzt das ungarische Krönungslied „Wenn ich tanzen will“ in der Aufzählung vermisst, wird bitter enttäuscht sein, wenn ich sage, dass dieser Song 1992 noch nicht auf der Welt war.

Uwe Kröger mit Rudolf-Darsteller, Foto: Alexander Ch. Wulz

Erst im späteren Verlauf der Geschichte kommt Kronprinz Rudolf vor. Zuerst als kleiner Junge, der verzweifelt nach seiner Mutter weint. Natürlich ist es „der Tod“ der den Kleinen tröstet, denn Rudolf hat die Melancholie seiner Mutter geerbt.

Im weiteren Verlauf wird im Duett „Wenn ich dein Spiegel wär“ klar, dass die Mutter ihren Sohn weder verstehen will, noch ihn jemals verstanden hat. Ihre Arroganz und Verbitterung gegenüber dem verzweifelnden Sohn wird mit Minute zu Minute klarer.

Bezeichnend ist es natürlich, dass der Tod in Gestalt mit einem verkleideten Todesengel der Mary Vetsera darstellt, auf Rudolf lauert. Der Schuss ist nur der Anfang von einem Ende, das schon lange vorher eingeläutet wurde.

Wenn Elisabeth weinend am Sarg ihres Sohnes, der sich durch die Bühnenkonstruktion langsam in die Erde absenkt, zusammenbricht ist meistens ein Raunen im Publikum zu hören: „Die arme Mutter…“
Die arme Mutter die mit „Rudolf, wo bist du“ ihre letzten Jahre einläutet. Depressiv, einsam, schwarz gekleidet, flieht sie vor ihrem eigenen Ich.

Pia Douwes, Viktor Gernot Foto: Alexander Ch. Wulz

Auf Cap Martin versucht ein alter, gebrochener, wehklagender, zerbrechlich wirkender Kaiser Franz Joseph seine Sisi noch einmal zur Umkehr zu bitten. Das Duett „Zwei Boote in der Nacht“ ist bezeichnend für das letzte Kapitel, für die Verbitterung Elisabeths niemals Verzeihen zu können.

Danach folgt unweigerlich Luigi Lucheni, der nach einem fürchterlichen Alptraum Kaiser Franz Josephs, wo er den Tod Elisabeths vor Augen hat, vom Tod die Feile in die Hand geworfen bekommt und losstürmt.

Bim-bim… die Schiffsglocke. Elisabeth und „der Schleier fällt“. Der Tod hat endlich seine Sisi im Arm, sie gibt sich dem hin, was sie Jahrzehntelang erträumt und sich nicht getraut hat: zu sterben…

Pia Douwes, Foto: Alexander Ch. Wulz

Im Grunde ist damit die Geschichte erzählt, auch wenn ich hier natürlich Szenen ausgelassen habe, die unweigerlich dazugehören; aber wir möchten euch ja noch den Triumphzug quer durch die Welt erzählen…

Die komplette Cast der Weltpremiere am 3.9.1992 war:

Kaiserin Elisabeth                               Pia Douwes
Der Tod                                                  Uwe Kröger
Luigi Lucheni                                        Ethan Freeman
Kaiser Franz Joseph                            Viktor Gernot
Erzherzogin Sophie                              Else Ludwig
Kronprinz Rudolf                                 Andreas Bieber
Kronprinz Rudolf Kind                       Markus Neubauer
Herzog Max in Bayern                        Wolfgang Pamperl
Herzogin Ludovika/Frau Wolf          Christa Wettstein
Helene von Wittelsbach                      Rebecca Rashid
Ludwig Graf Grünne                            Peter Faerber
Kardinal Rauscher                                Dean Welterlin
Felix Fürst zu Schwarzenberg            Harald Hofbauer
Baron Hübner                                       Günther Schulz
Baron Kempen                                      Eric Minsk
Gräfin Sztáray                                       Nicole Sieger
Gräfin Esterhazy-Liechtenstein        Isabella Fritdum
Maximilian von Mexiko                      Stanislaus Meus
Mary Vetsera                                         Marion Wilmer
Junger Ungarischer Adeliger             Frank Lohmann
Graf Andrássy und Graf Bathyány    Aris Sas
Fanny Feifalik                                       Gabriela Kuhn
Eine Hofdame                                       Marika Lichter
Eine Gouvernante                                 Ina Retzbach
Ein Professor                                         Christian Hauser
Fräulein Windisch                                Jasna Ivir
Todesengel                                             Michael Bernhard, Steven Bernier, Theresa Bommer, Daniela Colantuono

Kreativ Team
Regie                                                       Harry Kupfer
Musikalische Leitung                          Caspar Richter
Choreographie/Musical Staging       Dennis Callahan
Bühnenbild                                            Hans Schavernoch
Kostüme                                                 Reinhard Heinrich
Lichtgestaltung                                     Hans Toelstede
Tongestaltung                                       Erich Dorfinger

Nach dem tosenden Applaus des Premierenpublikums der Schock. Die Presse verriss das Stück, Peter Weck und alle Darsteller. In den Feuilletons der Zeitungen stand sowas wie: „Was für ein Kaiserinnen-Schmarren“ (Presse), die weiter schrieb: „Nichts, aber auch wirklich gar nicht, haben die Autoren unternommen, um der Gefahr der Verkitschung zu entgehen.“ „Munter geht die Sissi unter“, hieß die andere Schlagzeile. „Sie sind aber auch allesamt, die Darsteller von geringem Format (Kurier). „Was einst vom Hauch der Hohen Kunst umfächelt war, hier brettert Kupfer die gleichen Mittel, nur etwas angeschmuddelt auf die Bühne“  (Der Standard), „Kunzes Text macht Elisabeth zum Nachtschattengewächs. Ein großer Musicalwurf ist es nicht! (Kronen Zeitung) usw.

Doch was die Kritiker nicht bedachten war das Publikum. Elisabeth wurde wie kein 2tes Musical zuvor und danach geliebt. Einzig „Tanz der Vampire“ kann denselben Erfolg verbuchen, wie Elisabeth 1992. Aber Tanz der Vampire eröffnete erst am 4.10.1997, mit einem grandiosen Steve Barton, die Pforten. Übrigens – Happy Birthday Tanz der Vampire – zum 20. Geburtstag. Aber ich schweife ab…

Peter Weck erzählt: „Das Medienecho war für die Darsteller natürlich furchtbar deprimierend. Um mein Ensemble zu trösten und zu beruhigen, allen das verdiente Lob auszusprechen, ging ich damals von Garderobe zu Garderobe und habe Künstlerinnen und Künstler aufgebaut und ihnen versichert, dass diese Kritiken nicht gegen sie, sondern einzig und allein gegen mich gerichtet seien. … Der Erfolg beim Publikum aber wog alles auf, und Elisabeth hat letztendlich bewiesen, dass ein „Kaiserinnen-Schmarrn“ kein Schmarrn sein muss.“ (5)

Maya Hakvoort Foto: Alexander Ch. Wulz

Die Saison von Elisabeth dauerte 4 Jahre und wurde bis am 25.4.1998 gespielt. Mozart löste Elisabeth im Elisabeth Jahr ab – zum 100jährigen Todestag von Kaiserin Elisabeth (10.9.1998) ertönte Mozart aus den Mikrophonen der VBW Darsteller.

Ab 1994 übernahm Maya Hakvoort die Rolle der Elisabeth und spielte diese bis zum 25.4.1998. Mit ihr gingen und kamen neue Gesichter. Uwe Kröger spielte noch eine Zeitlang, genauso wie Andi Bieber, Viktor Gernot, aber auch sie wurden durch Paul Kribbe, Thomas Harke oder Leon van Leeuwenberg mit der Zeit ersetzt und auch hier gab es später wieder Castwechsel.

Pia Douwes, Uwe Kröger, Foto: Theater des Westens

Pia Douwes über ihre Rolle: „Ich war zunächst platt, ich war fertig. Diese Rolle hat mich sehr mitgenommen – aber auch diese Frau. Ich erkenne mich in ihr. Ich verstehe ihre Depressivität, und wie es ist, manchmal überfordert zu sein, mit zu vielen Menschen. Ich verstehe ihre Tierliebe, Liebe zur Natur und zu Sprachen. Ich habe sie so gut verstanden, dass ich sie mit nach Haus genommen habe, und musste erst nach und nach lernen, sie im Theater zu lassen.“ (6)

Über die Rolle zum „Tod“ befragt, die er nachhaltig kreiert hatte, gab Uwe Kröger die Antwort: „Bei der Erarbeitung der Rolle hat mir sehr geholfen, dass Harry Kupfer eine ganz präzise Vorstellung von dem hatte, was der Tod macht – vor allem in „Der letzte Tanz“. Das ist der Bruch des Surrealen – ein Geist zu sein, für den es sich seltsam anfühlt, menschlich zu sein. Man ist ein Gott des Universums, der unfassbare Gevatter Tod – und doch hat man so etwas wie menschliche Gefühle. Die Figur darf nie eindimensional werden – das war Harry Kupfer ganz wichtig.“ (7)

Ichiro Maki (Tod), Hanafusa Mari (Elisabeth) 1996, Japan, Foto: @Takarazuka Revue Theater

Was danach folgte, ist legendär für dieses Stück. Es ging um die Welt.

Seit 16.2.1996 (immer wieder mit Unterbrechungen) spielt Elisabeth in Takarazuka Revue Theater in Takarazuka; also in Japan.

Ungarische Aufführung Foto: RoseDiMontague

Am 17.8.1996 folgte die Aufführung in Ungarn. Die Freilichtbühne Szeged war dabei das Ziel. Ab 6.10.1996 wurde es dann im Operettenhaus Budapest gespielt.

Die schwedische Aufführung fand am 30.9.1999 ihre Premiere. Im Musikteatern i Vármland in Karlstad wurde es dann bis zum 9.1.2000 gezeigt.

Pia Douwes in Scheveningen, Foto: Joop van den Ende Theaterproducties

Auch in Holland hielt das Stück Einzug. Genauer gesagt in Scheveningen im Circustheater wurde es ab 21.11.1999 bis 22.7.2001 gespielt. 1999 übernahm die Rolle niemand geringerer als Pia Douwes.

Am 6.6.2000 war im Imperial Garden Theater in Tokio/Japan die Premiere.

Uwe Kröger und Pia Douwes in Essen, Foto: tansytrading.weebly.com

Deutschland musste bis zu seiner Erstaufführung bis ins Jahr 2003 warten. Essen war das auserkorene Ziel. Das Colosseum Theater lud ab 22.3.2001 bis 29.6.2003 zum Musical ein. Elisabeth und Der Tod wurden von Pia Douwes und Uwe Kröger dargestellt.

Zum 10. Jahrestag des Stückes, lud man die illustren Gäste ins Wiener Konzerthaus. Das Konzert fand am 21.10.2002 statt. Besetzung waren u.a. Pia Doues, Maya Hakvoort, Uwe Kröger, Felix Martin, Ethan Freemann, Thomas Borchert, Viktor Gernot, Else Ludwig, Andi Bieber und Wolfgang Pampel. Viktor Gernot schlüpfte zum definitiv letzten Mal in die Uniformsjacke. Er verließ bereits 1997 das Genre Musical, um ab diesem Zeitpunkt mit den Hektikern Karriere zu machen. Mittlerweile ist er ein gefeierter Comedian und Solokünstler.

Maya Hakvoort und Maté Kamarás, Foto: @VBW

Ab 6.10.2003 bis 4.12.2005 kam Elisabeth wieder zurück nach Wien. Maya Hakvoort übernahm erneut die Elisabeth. Máté Kamarás wurde Der Tod und Serkan Kaya Luigi Lucheni.

André Bauer, Maté Kamarás, Maya Hakvoort, Foto: Alexander Ch. Wulz

Maya Hakvoort über die Rolle ihres Lebens: „Ich wollte so nah wie möglich an das Original herankommen. Ich wollte zeigen, wer Elisabeth wirklich war. Um das auf der Bühne glaubhaft zu vermitteln, habe ich wahnsinnig viel über sie gelesen und bin an viele Orte, an, welchen sie auch war, gereist. Ich war auf Korfu, Madeira, natürlich in Bad Ischl und Wien. Aber auch im Schloss Gödöllö in Ungarn und auch sonst bin ich viel durch Ungarn gereist, da ich wusste, wie viel Elisabeth dieses Land bedeutete.“ (8)

Maya Hakvoort vor dem Schloss Miramare in Triest, Foto: Rolf Bock

2x gastierte Elisabeth in Triest im Schloss Miramare. Vom 21.7. – 27.7.2004 und vom 31.7. – 6.8.2005. Beide Male begrüßte Maya Hakvoort ihr Publikum. Ihr zur Seite standen Thomas Borchert als Der Tod und Bruno Grassini als Luigi Lucheni.

Nach Deutschland kehrte es am 6.3.2005 zurück. Im Apollo Theater in Stuttgart gastierte es bis zum 17.9.2006. Nur einige Gastvorstellungen wurden von Pia Douwes gespielt.

Thérèse Karlsson, Tomi Metsäketo. Foto: Turun kaupunginteatteri, Robert Seger

Auch das finnische Publikum durfte sich über unsere Kaiserin Elisabeth freuen. Vom 23.9.2005 bis 30.12.2006 wurde es in Turku im Turun Kaupunginteatteri gespielt.

 

 

 

Willemijn Verkalk, Christoph Goetten, Foto: Thuner Seespiele

Die Schweizer Fangemeinde freute sich über Elisabeth in Thun bei den Thuner-Seespielen. Es gastierte vom 19.7. bis 30.8.2006 auf der wunderschönen Seebühne.

Pia Douwes, Uwe Kröger, Berlin Foto: Theater des Westens

Uwe Kröger und Pia Douwes kehrten als Der Tod und Elisabeth nach Berlin auf die Bühne zurück. Vom 20.4. bis 27.9.2008 feierten sie im Theater des Westens furiose Erfolge.

 

 

 

Annemieke van Dam, Foto: @VBW

Annemieke van Dam übernahm erstmalig die Rolle bei der großen Europatournee, die sie vom 17.10.2008 bis 25.4.2010 durch Zürich, Antwerpen, München, Frankfurt, Bremen, Bregenz und Düsseldorf führen sollte. Der Tod wurde Oliver Arno, aber auch Uwe Kröger übernahm immer wieder Gastauftritte.

Die zweite Europatournee wurde am 11.10.2011 gestartet und lief bis zum 6.5.2012. Die Städte waren: Köln, Frankfurt, München, Basel, Essen, Bremen, Chemnitz, Erfurt, Leipzig, Dresden, Triest.

Annemieke van Dam übernahm wieder die Elisabeth und Der Tod wurde niemand geringerer als Mark Seibert. Man kann sagen: Er kam – sang – und siegte. Nach Uwe Kröger sollte kein weiterer Tod diesen Hype miterleben, wie Mark Seibert. Seine weitere Karriere ist bis heute grenzenlos: Mozart, Schikaneder, Tanz der Vampire – um nur einige Stationen zu nennen.

Mark Seibert Foto: @Herbert Schulze

Mark Seibert über die Rolle: „In einem Musical sind die Rollen in gewisser Weise wie ein Korsett vorgegeben. Man hat die Texte, die Songs und auch das „Staging“ – also die Form, wie ein Darsteller in der Szene agieren muss. Die technischen Abläufe sind im Musical sehr klar festgelegt, und diese Vorgaben bieten nicht sehr viel Freiraum. Doch bei der Interpretation einer Rolle wird einem immer ein gewisser Spielraum eingeräumt, innerhalb dessen man agieren und sich entfalten kann. So durfte ich die Rolle des Todes trotzdem mit meiner eigenen Note versehen und sie zu der meinen machen.“ (9)

Und wer glaubt, dass dieser Triumphzug schon alles war, irrt.

Korea Foto: @SCE.PLAY.ssongbs

Selbst Korea war im Elisabeth Fieber. Vom 9.2. bis 13.5.2012, 26.7. bis 7.9.2013 und 14.9. bis 20.10.2013 wurde es an verschiedenen Theatern und Orten aufgeführt. Mit dabei Seoul, Busan, Daegu, Gwangju und Changwon.

Daniela Ziegler, Annemieke van Dam, Foto: @barbara2446

Die 20jährige Jubliäumsproduktion wurde wieder in Wien – diesmal im Raimundtheater – eingeläutet. Vom 5.9.2012 bis 1.2.2014 durfte das Publikum wieder „ihre“ Elisabeth in Wien sehen. Cast war niemand anderer als Annemieke van Dam als Elisabeth, Der Tod Mark Seibert und als Luigi Lucheni war erstmals Kurosch Abbasi in Wien zu sehen. Hier gab es eine ganz besondere Erzherzogin Sophie zu hören. Niemand geringerer als die Grand Dame des Schauspiels und Gesangs Daniela Ziegler – „die“ Norma Desmond aus Sunset Boulevard – übernahm diesen Part.

Roberta Valentini, Maximilian Mann in Shanghai/China, Foto: @Liza Makepise

Plakat zum Konzert in Osaka mit Maya Hakvoort, 2012, Foto: @kultur-channel.at

Aber auch Osaka/Japan durfte sich über ein 20jähriges Jubiläumskonzert freuen. Vom 15.10. bis 22.10.2012 und vom 26.10. bis 31.10.2012 gastierte es erneut in Japan. Mit dabei waren Maya Hakvoort, Máté Kamarás, Lukas Perman, Bruno Grassini, André Bauer usw. 

Als es endlich nach China kam, war der Aufschrei in der Presse riesengroß. Niemals zuvor hat es ein Stück der VBW nach China geschafft. Vom 12.12.2014 bis 11.1.2015 gastierte in Shanghai Elisabeth. Und hier treffen wir auf die vorletzt letzte Elisabeth: Roberta Valentini. „Ihr“ Tod war natürlich Mark Seibert, Luigi Lucheni Kurosch Abbasi.

Roberta Valentini Foto: La Belle/Juliane Bischoff

Roberta Valentini über Elisabeth: „Sie ist eine starke, selbstbewusste und liebende Frau. Viele sagen, dass sie egoistisch sei, was sicher auch in gewisser Weise stimmt. Aber sie ist auch eine einfühlsame und liebende Frau. Diese Balance zu spielen ist schwer und gleichzeitig auch das Reizvolle daran.“ (10)

Mit dieser Besetzung ging die 3te und vorläufig letzte Europatournee los. Vom 25.2.2015 bis 14.2.2016 führte die Tournee nach Essen, München, Linz, Frankfurt und Berlin

Und wer Elisabeth jemals gesehen hat, wird wissen, dass dies nicht die letzte Aufführung gewesen sein wird.

Auch wenn sich das Stück im Laufe der Zeit verändert hat, Lieder hinzugeschrieben, Szenen verschwanden oder umgeändert oder neu platziert wurden, so ist dieses Musical etwas ganz besonderes. Auch, wenn mir persönlich nicht alle Änderungen gefallen und ich so manch Kostüm scheußlich finde – der Charakter ist geblieben. Aber 1992, ja 1992 war etwas ganz besonderes. Und wer dabei war, wird jetzt ein kleines Lächeln auf den Lippen haben… 

Zum Schluss möchte ich noch Sylvester Levay zu Wort kommen lassen, der sicherlich am meisten geprägt wurde. Seine Frau Monika Levay ist eine anerkannte Expertin und Sammlerin. Ihre Original Exponate waren schon oftmals in mehreren Ausstellungen zu sehen; oft wird sie zu Expertisen rund um Kaiserin Elisabeth herangezogen. Sylvester Levay kann Kaiserin Elisabeth gar nicht entfliehen – immerhin bewohnt er einen Teil im Schloss Schönbrunn und hat sie somit täglich vor Augen.

Sylvester Levay Foto: @Privat über ooe.orf.at

„Wir wollten kein Musical, wie es auch wunderbare Stücke am Broadway gibt, schreiben, in denen Lieder von kurzen Texten, in denen die Geschichte erzählt wird, unterteilt werden. Bei uns sollten nur die wichtigsten, kurze Sätze in der Stille wirken, sonst wollten wir immer eine Untermalung, damit die emotioniale Bedeutung und Tiefe der gesprochen Worte durch die Musik noch besser vermittelt wird.“ (11)

Und das können wir so stehen lassen…

Wir Zuseher müssen auch mal DANKE sagen!

Danke lieber Michael Kunze, Sylvester Levay, Peter Weck, Harry Kupfer, Pia Douwes, Uwe Kröger, Ethan Freemann, Maya Hakvoort, Máté Kamarás, Roberta Valentini, Mark Seibert und ALLE anderen (wer nicht aufgezählt wurde, soll sich bitte nicht benachteiligt fühlen).

Danke für wunderbare Theaterstunden. Wir freuen uns bis zur nächsten Aufführung, wenn es heißt…


Alle tanzen mit dem Tod, doch niemand wie …

 

Foto: sternenkaiserin

 

 

~ Marie ~

 


Literarische Hinweise: 

1 – S 299/300, 5 – S 303
Peter Weck
War’s das?
Amalthea 2010, 1. Auflage

2 – S 4, 3 – S 10, 4 – S 35, 6 – S 21, 7 – 27, 8- 99, 9 – S 171, 11 – S 8
Blickpunkt Musical
Elisabeth

10 – S 7
Blickpunkt Musical
Elisabeth – Shanghai & Europa Tournee 2015/16


Text: Marie Festetics, Blickpunkt Musical

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