Träume und Gedichte – März 2017

 

Ach, die Augen sind es wieder,
Die mich einst so lieblich grüßten,
Und es sind die Lippen wieder,
Die das Leben mir versüßten!
 
Heinrich Heine

 

 
 
 

 
Wenn man nicht nach seinen Wünschen glücklich sein darf,
so bleibt einem nichts anderes übrig,
als das eigene Leid zu lieben.

 

„Wenn du nur kein Kaiser wärst, wir könnten für immer glücklich sein…“

 

Foto: @Privat

 
 

 

„Schau Sisi, es wird Zeit, dass du einmal dein neues Heimatland kennen lernst, damit Du nicht immer Heimweh nach Bayern haben musst“

 

 

Foto: @Privat

 
 
 

 

Zum Glück brauchst du Freiheit, zur Freiheit brauchst du Mut.

Perikles

 
 

Foto: @Privat

 
 
 

 

“O Romeo! Warum denn Romeo? Verleugne deinen Vater, deinen Namen! Willst du das nicht, schwör dich zu meinem Liebsten, und ich bin länger keine Capulet!“

Romeo & Julia, William Shakespeare, Julia, 2. Akt, Szene 2

 
 
 
 
 

 

„Schau Marie, sieh die nur an, kaum wirds ein bisserl warm, kommen die Wiener wieder in unseren Park! Zeit wirds, dass wir wieder verreisen, ich mag nicht ständig davon laufen, nur um meine Ruh zu haben!“

 

Foto: @Privat

 


 
 

Ida, schau sie dir an. Die Damen ins Korsett gepresst und die Herren im glänzenden Orden. Wie ekelt mich alles an. Diese verlogene Gesellschaft. Ich bin Königin von Ungarn und trotzdem werden sie mich nicht bezwingen.

 

 

Foto: @Privat

 


 

„Guten Morgen Ida, steh auf!
Du weisst doch, dass mir solche Dinge nicht wichtig sind, wenn wir allein sind. Wann erwartet uns der Kaiser?“

Foto: @Privat

 


 

Bay, ich bin so glücklich wieder hier zu sein. Endlich kann ich wieder frei atmen. Komm Red Rose reite mit mir in die Freiheit…

Foto: @Privat

 


Majestät, nicht so traurig. Nur noch wenige Tage. Dann seid Ihr wieder bei Euren Pferden in Irland. Mister Middleton wird hocherfreut sein, Majestät zu sehen.

 

Foto: @Bertl Jost


 

Ich bitte nicht um Glück auf Erden;
Nur um ein Leuchten dann und wann:
Daß sichtbar deine Hände werden,
Ich deine Liebe ahnen kann.
Nur in des Lebens Kümmernissen
Um der Ergebung Gnadengruß;
Dann wirst du schon am besten wissen,
Wieviel ich tragen kann und muß.

Annette von Droste-Hülshoff

 

 

Foto: @Bertl Jost

 


 
Nun jauchzet alles weit und breit,
Da stimmen froh wir ein:
Der Frühling ist die schönste Zeit!
Was kann wohl schöner sein?

Annette von Droste-Hülshoff

 

Foto: @Bertl Jost

 


Es gibt nichts Wunderbareres und Unbegreiflicheres und nichts, was uns fremder wird und gründlicher verloren geht als die Seele des spielenden Kindes.


Hermann Hesse

Foto @R.Hörmandinger

 


Wir meinen, das Märchen und das Spiel gehöre zur Kindheit: wir Kurzsichtigen! Als ob wir in irgend einem Lebensalter ohne Märchen und Spiel leben möchten!


Friedrich Wilhelm Nietzsche

Foto: @Bertl Jost

 


 

Hansi? Hansi! Komm her… Schau, ich hab dir gutes Futter mitgebracht. Sei lieb und tröste mich. Tante Sophie quält mich mit dem Hofzeremoniell und der Kaiser war arg garstig zu mir. Hansi, ich komm zu dir…wart!

 

Foto: @Privat

 


 

„Einmal fiel die goldene Kugel der Königstochter nicht in ihr Händchen, sondern vorbei auf die Erde und rollte geradezu ins Wasser hinein….“

Der Froschkönig
Gebrüder Grimm

Foto: @Bertl Jost

 


 

„Marie sag alle meine Termine ab, ich will niemanden sehen, ich bin es leid, immer nur zu lächeln.

Das Abendessen mit seiner Majestät?
Nun er soll es lieber mit seinen Herren genießen, da er sie mir auch sonst vorzieht!
Und jetzt geh, lass mich allein!“

 

Foto: @Privat

 


 
Im Mondenglanze ruht das Meer,
Die Wogen murmeln leise;
Mir wird das Herz so bang und schwer,
Ich denk der alten Weise,
Der alten Weise, die uns singt
Von den verlornen Städten,
Wo aus dem Meeresgrunde klingt
Glockengeläut und Beten –
Das Läuten und das Beten, wißt,
Wird nicht den Städten frommen,
Denn was einmal begraben ist,
Das kann nicht wiederkommen.

Heinrich Heine

 

Foto: @Privat

 


„Sieh nur Marie, die ersten Gäste zum Ball kommen bereits. Hörst du die Kutschen, die Tritte der Hufe? Das Geschnattere der Damen, und das Zusammenschlagen der Absätze der Herren?
Am liebsten wär‘ mir, wir würden einsteigen, und weit weg fahren.
Aber den einen Walzer, den ich dem Kaiser versprochen habe, werd ich ihm heut schenken, weil er gar so lieb war, und mir die englischen Pferde versprochen hat“

 

 

Foto: @Privat

 


„Essen? Marie, quäl mich nicht! Wer will schon seine Zeit mit Essen vergeuden, wenn doch das Wetter gerade noch hält! Essen kann man auch noch wenn es regnet. Und jetzt komm endlich!“

 

Foto: @Privat

 


 

„Wenn du einmal Kummer und Sorgen hast, dann geh mit offenen Augen durch den Wald und in jedem Baum, in jedem Strauch, in jedem Tier und in jeder Blume wird dir die Allmacht Gottes zum Bewusstsein kommen und dir Trost und Kraft geben“

Zitat aus dem Sissi Film

 

Foto: @Privat

 


 
„Ida wo bleibst du denn schon wieder? Immer muss ich auf dich warten!
Geh, und lauf zurück zum Schloss, lass dem Kaiser bestellen, ich werde nicht am Empfang teilnehmen“

„Marie, das Buch des Meisters! Lies mir weiter vor“

Foto: @Privat

 


 

Wo?

Wo wird einst des Wandermüden
letzte Ruhestätte sein?
Unter Palmen in dem Süden?
Unter Linden an dem Rhein?

Werd‘ ich wo in einer Wüste
eingescharrt von fremder Hand?
Oder ruh‘ ich an der Küste
eines Meeres in dem Sand?

Heinrich Heine

 
 

Foto: @Privat

 


Ich fliehe vor der Welt sammt ihren Freuden,
Und ihre Menschen stehen mir heut‘ fern;
Es sind ihr Glück mir fremd und ihre Leiden;
Ich wandle einsam, wie auf anderm Stern.

Aus „An die Zukunfts-Seelen“, 7. Absatz, S 214-216 aus Kaiserin Elisabeth – Das poetische Tagebuch, Brigitte Hamann, 3. Ausgabe 1995, Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften

 

Foto: @Privat

 


 

Ach Marie, ein Spaziergang am Morgen macht den Teint frisch, die Glieder stark und den Geist munter.

 

Foto: @Privat

 


„Marie, jetzt komm endlich. Warum muss ich immer auf dich warten?“

„Ja, Majestät, ich eile ja schon so schnell ich kann.“

„Nicht schnell genug!“

 

 

Foto: @Privat

 


 

Frühling, Frühling,
sieh welche Macht,
der Frühling hat die Sonne gebracht.

Frühling, Frühling,
sieh welche Pracht,
der Krokus ist wieder in Schönheit erwacht.

Er blüht in weiß, in gelb, in blau und lila,
ich sitz umringt,
bald blüht der Flieder.

P. Sebastian

 

Foto: @Privat

 


„Sieh nur Marie, der Fächer! Ein Geschenk meiner liebsten Freundin aus Spanien“

„Mira Marie, este abanico es un regalo de mi querida amiga española“

 

 

Foto: @Privat

 


 

Oh Heimat, fremde Heimat
was bist du mir so fern,
Ich habe große Sehnsucht
dir niemals nah zu sein.

P. Sebastian

Foto: @Privat

 


„Schneller Annerl, du willst doch nicht den Kaiser warten lassen, seine Majestät erwartet mich doch bei der Gloriette zum Kaffee“

 

Foto: @Privat

 


„Kann man denn nicht ein einziges Mal alleine sein?
Sag er dem Kaiser, es wär recht nett, wenn er mir wenigstens solche Aufpasser hinterher schickt, die genügend Abstand halten, um nicht entdeckt zu werden“

 

Foto: @Privat

 


 
Schattenküsse, Schattenliebe,
Schattenleben, wunderbar!
Glaubst du, Närrin, alles bliebe
Unverändert, ewig wahr?

Was wir lieblich fest besessen
Schwindet hin, wie Träumerein,
Und die Herzen, die vergessen,
Und die Augen schlafen ein.

Heinrich Heine

 

Foto: @Bertl Jost

 


 

„Leb wohl mein Engel, komm bald zurück zu mir“

 

Foto: @Privat

 


 

Anfangs wollt ich fast verzagen,
Und ich glaubt, ich trüg es nie;
Und ich hab es doch getragen –
Aber fragt mich nur nicht, wie?

Heinrich Heine

 

Foto: @Privat

 


 

„Sehen Sie nur Herr Oberst, all die Gaffer, die nur darauf warten, einen Blick auf uns zu erhaschen“

 

Foto: @Privat

 


 

„Meine liebste kleine Valerie, meine Einzige. Mein Sonnenschein, sieh dir die Berge an, den Wald, lausche der Stille, und dann wirst du verstehen, warum ich Ischl so lieb gewonnen habe. Es erinnert mich an mein Bayern!“

 

Foto: @Privat

 


 

Frühlingsbotschaft

Leise zieht durch mein Gemüt
Liebliches Geläute.
Klinge, kleines Frühlingslied,
Kling hinaus ins Weite.
Kling hinaus bis an das Haus,
Wo die Veilchen sprießen!
Wenn du eine Rose schaust,
Sag, ich laß sie grüßen

Heinrich Heine

 

Foto: @Bertl Jost

 


 
Du musst mir
nichts geben
nur lass mir
mein Leben
Denn ich gehör nur mir.

Textauszug „Ich gehör nur mir – Reprise“ 1. Akt, Ende
Elisabeth – Musical
Text: Michael Kunze, Musik: Sylvester Levay

 

Foto: @Privat

 


 

Und will ich die Sterne, dann finde ich selbst dorthin.
Ich wachse und lerne und bleibe doch wie ich bin.
Ich wehr mich, bevor ich mich verlier!
Denn ich gehör nur mir.

Textauszug „Ich gehör nur mir“
Elisabeth – Musical
Text: Michael Kunze, Musik: Sylvester Levay

 

Foto: @Bertl Jost

 


 

 

Bei dem Gedanken an das Dinner wird mir kalt. Danke, Marie, dass du mir die Stola gebracht hast.

 

Foto: @Privat

 


 

Ach, müsst ich nicht zu diesem Dinner, das Herz wird mir so schwer, es wäre doch viel schöner, zu sitzen jetzt am Meer…

P. Sebastian

 

Foto: @Privat

 


 

Ich weiß nicht, in wen die Rose verliebt;
ich aber lieb euch all:
Rose, Schmetterling, Sonnenstrahl,
Abendstern und Nachtigall.

Auszug aus „Der Schmetterling“
Heinrich Heine

 

Foto: @Privat

 


 

 

Marie, sieh her der kleine Brunnen.
So schön und plätschernd leis.
Vielleicht entsagen wir heute, dem erlauchten Dinnerkreis?

Ich möchte auch so sanfte fließen,
wie das Wasser in meiner Hand,
ach könnt ich es nur mehr genießen,
doch die Freiheit ist mir ein verbotenes Band.

P. Sebastian

 
 

Foto: @Bertl Jost

 


 

„Man soll das Verdeck der Kutsche schließen Marie, ich bin es leid angestarrt zu werden, als wäre ich ein seltenes Tier in der Menagerie des Kaisers“

 

Foto @Dirk Safert

 


„Träumen und Gedichte schreiben – ich schließe die Augen und fliehe in eine Welt, fern ab von allen Zwängen, eine Welt, in der es keine Verpflichtungen, keine Titel und kein Protokoll gibt. Eine Welt voller magischer Wesen, und ich – die Feenkönigin“

Foto: @Bertl Jost

 


„Je mehr Menschen um mich sind, umso mehr sehne ich mich nach der Einsamkeit. Der Stille des Waldes, der Ruhe auf den Bergen und dem Rauschen des Meeres. Wenn ich aber dann dort bin, so will ich doch nicht einsam sein, und vermisse die Menschen um mich. Was ist das nur mit mir Ida? Manchmal scheint mir gar, nicht die Menschen passen nicht zu mir, sondern ich passe nicht zu Ihnen“

Foto @Trauttmansdorff – Die Gärten

 


„Eine Teestunde mit der Fürstin? Ach nein Ida, man soll ihr sagen, ich habe schreckliche Kopfschmerzen. Hol dein Tuch, wir gehen an die frische Luft, bevor ich in diesen Mauern ersticke“

 

Foto: @Privat

 


 
„Mein lieber Franzl,
Ich hoffe doch, du bist wohl auf? Ich danke Dir tausendmal recht schön für deine vielen, und sehr langen Briefe, und entschuldige mich dafür, so selten zu schreiben. Aber du weisst ja, wie ja wie das ist mit mir, das still sitzen fällt mir doch recht schwer.
Morgen will ich mit Ida eine Bergtour machen, Meran hat so wundervolle Berge, es würde Dir bestimmt gefallen, hier einmal auf die Pirsch zu gehen. Stell Dir nur vor, sie jammert jetzt schon heimlich, und fürchtet sich vor wunden Füßen.
Wenn du nur bei mir sein könntest, so wie damals in Ischl.

Grüße die Maman und sag dem Rudi, die Mama schickt ihm ein Bussi, auch Gisela gib einen Kuss von mir“


☆Sisi☆

Foto: @Privat

 


„Aber Annerl, du denkst doch nicht wirklich, dass ich tragen werde, was die Erzherzogin wünscht?
Leg es weg, und bring mir das fliederfarbene Kleid“

 

 

Foto: @Privat

 


 

Bei einem morgendlichen Spaziergang durch die Gärten von Schloss Trauttmansdorff

„Je weiter weg vom Hof ich bin Marie, umso leichter fällt mir das Atmen. Fast als wäre ich so frei wie ein Vogel, als müsst ich nur noch die Flügel ausbreiten, und könnte wegfliegen, wohin ich wollte…“

„…und ja, ich werde die Briefe des Kaisers später beantworten, leg sie zu den anderen, und lass mir noch ein wenig meine Träume…“

 

 

Foto: @Privat

 


 

 

 

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