Archiv | März 2017

Die Unterwäsche einer Kaiserin

Wenn ihr nicht wisst, wie man eine Wespentaille von 50 cm bekommt, dann werde ich Euch das jetzt ein wenig erklären.

Die Definition für das Korsett lautet: „als Korsett bezeichnet man ein steifes, zur Unterkleidung gehöriges Kleidungsstück, dass eng am Körper anliegt, und diesen den jeweiligen Modelinien entsprechend formt“

Zu allen Zeiten versuchte man den weiblichen Körper der Mode anzupassen, anstatt wie es in vielen Fällen bestimmt gesünder gewesen wäre, die Mode an den Körper der Frau anzupassen.

Entstanden ist das Korsett vermutlich am Anfang des 16. Jahrhunderts, auf einigen Gemälden aus dieser Zeit, kann man bereits eine „unnatürliche“ Körperform erkennen. Ein konischer Oberkörper und die flach gedrückte Brust waren typische Modemerkmale dieser Zeit.

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(Queen Eliszabeth I. *7. September 1533 in Greenwich; † 24. März 1603 in Richmond)


Bis zur französischen Revolution blieb diese Form annähernd gleich, wobei man damals nicht von einem Korsett sprach, sondern von einer „Schnürbrust“ oder „steifen Mieder“.

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Der Unterschied zu späteren Modellen liegt hauptsächlich darin, dass man bei der sogenannten Schnürbrust jedes Mal die Kordel zur Gänze entfernen musste.


Die einzige Ausnahme war die Zeit des Biedermeier. Wer es sich körperlich leisten konnte, verzichtete darauf, ab ca 1840 war es jedoch unschicklich sich ohne Korsett sehen zu lassen.

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Gegen Ende des 19. Jhd. wurden auch Federstahlbänder, Stahlspiralen oder Hornstäbe dazu verwendet den Körper in Form zu zwingen.

Bis zum Anfang des 20. Jahrhunderts erwies sich Fischbein, das aus den Barten des Wales gewonnen wurde, als ideales Versteifungsmaterial. Dieses sehr steife und zugleich biegsame Material trug nicht unwesentlich dazu bei, dass diese großen Meeressäuger gejagt wurden.

1828 wurden die metallenen Schnürösen erfunden, ein Jahr später war der Planchet Verschluss bestehend aus Haken und Ösen geboren. Durch diesen Metallverschluss wurde es erst möglich das Korsett vorne zu öffnen oder zu schließen, ohne dabei jedes Mal an der Rückseite die Schnürung vollständig zu entfernen.

 

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Das Korsett veränderte ein weiteres Mal seine Form und wurde nun mehr und mehr zur Sanduhrform, heute noch bekannt als Wespentaille. Eine möglichst schmale Taille war das Ziel!

Ab 1870 wurden die Korsetts etwas länger und formten so auch den Bauch und die Hüfte.

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Welche Auswirkungen diese Art der Mode auf den weiblichen Körper hatte, kann man noch anhand von erhaltenen anatomischen Zeichnungen erahnen.

Der Brustkorb verformte sich, Organe verschoben sich nach oben und unten. Besonders wenn bereits während der Wachstumsphase mit dem Tragen eines Korsetts begonnen wurde!

Die Folgen waren Deformierungen im Brust und Bauchbereich, Kurzatmigkeit weil die Bewegung vom Brustkorb bei der Ein- und Ausatmung stark beeinträchtigt wurde und Funktionseinschränkungen der Wirbelsäule durch Verlust der Rückenmuskulatur, da das angelegte Korsett ja eine Haltefunktion übernahm, die ohne nicht mehr gegeben war. Der eine ohne andere Ohnmachtsanfall war sicher dem Tragen des Korsetts geschuldet.


 

Ethel Granger

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Cathie Jung, Foto: @Cathie Jung

Auch heute noch gibt es einige wenige Damen die
sich diesem extremen Modediktat längst vergangener Zeiten unterwerfen. Ethel Granger besaß die wohl schmälste dokumentierte Taille. 13 Zoll oder 33 cm
Umfang
!

Zum Vergleich: Die Taille von Kaiserin Elisabeth betrug 50 cm!

Den zweifelhaften Weltrekord an einer lebenden Frau, hält die Amerikanerin Cathie Jung, die sich zu besonderen Anlässen auf 38 cm Umfang schnürt.

 

 


 

Nun war das Korsett aber nur der formgebende Teil der Unterbekleidung und längst nicht das Einzige was eine Dame „darunter“ trug.

Als unterste Schicht trug man eine Chemise, eine Art Unterhemd, als Schutz für das Korsett, dieses „Unterkleid“  wurde oft auch als Nachtgewand verwendet. Man trug es Tag und Nacht, am nächsten Morgen legte man ein Neues an.

Natürlich immer abhängig von Stand und finanziellen Mitteln, so war es durchaus nicht ungewöhnlich das diese Wäschestücke 2 bis 3 Tage oder manchmal auch länger getragen wurden. Gefertigt wurde dieses Wäschestück meist aus feinem Leinen, oftmals mit Biesen und Spitzen verziert. Am Halsausschnitt wurde ein Zugband einzogen, um die Passform zu optimieren.

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@neheleniapatterns.com

Die Unterhosen der damaligen Zeit waren, wohl auch auf Grund der Reifröcke im Schritt offen, um den Damen den Gang zur Toilette zu erleichtern.

Auch heute noch, erweist es sich als vorteilhaft auf ein solches „offenes Beinkleid“ zu setzen, wenn man Korsett und Krinoline trägt. Ihr könnt mir glauben, eine „moderne Unterhose“ unter ein geschnürtes Korsett zu stopfen und das unter einer Vielzahl von Unterröcken, dazu noch Krinoline und Kleid in einem viel zu kleinen WC, ist beinahe unmöglich!

Da die Beine des guten Stücks recht weit geschnitten sind, überlappt der Stoff derart, dass es weder kalt wird, noch in irgendeiner Weise unangenehm zu tragen ist.

Auch hierbei wurden oftmals Biesen als Verzierung an den Beinabschlüssen angebracht, Spitzen waren Geschmackssache und mit Sicherheit auch eine Geldfrage. Die Hose wurde am Rücken durch ein Zugband verschlossen.

Die Chemise und das Beinkleid zählt man aus dem einfachen Grund zur „Wäsche“ da diese im Gegensatz zum Korsett gewaschen werden konnten.


 

Was nun aber noch fehlt ist die Krinoline oder auch Reifrock genannt.

Im Biedermeier trugen die Damen mehrere Stoffunterröcke übereinander. Man begann Rosshaar in diese Röcke einzunähen, daraus entstand dann die Krinoline. Ca 1850 begann man diese Rosshaarkrinolinen durch Federstahl zu ersetzen. Der Saumumfang der Röcke stieg auf bis zu unglaubliche 8 Meter an.

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@neheleniapatterns.com

Man kann sich vorstellen, wie unpraktisch das sein musste. Sogar damals gab es schon Karikaturen und Photographien in den Zeitungen, die sich über diese Art der Extreme lustig machten.

 

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Der Hauptunterschied zwischen modernen Reifröcken wie man sie heutzutage unter Brautkleidern trägt, ist die Gestaltung der Form. Heutzutage haben die gängigen Unterröcke eine sogenannte „A“ Form, während die Krinolinen des 19. Jhd. kuppelförmig waren.

Zu Beginn waren sie gleichmäßig rund, ab ca. 1860 wurden sie jedoch mehr und mehr elliptisch.

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@neheleniapatterns.com


 

Nun muss man nur noch wissen in welcher Reihenfolge „Frau“ sich anzieht, bzw anziehen lässt.

Zuerst die Unterwäsche, Strümpfe und Schuhe, sollte man keine Zofe dabei haben die einem anschließend die Schuhe bindet, sollte man sie tunlichst vorher anziehen, denn unter all den Schichten ist es nicht so einfach wieder an die Schuhe zu kommen.

Über die Unterwäsche legt man das Korsett an, je nachdem wie fest man es schnüren möchte, empfiehlt es sich, dies auf mehrere Etappen zu tun, nur so nebenbei erwähnt, dass Schnüren der Kaiserin dauerte oft bis zu 3 Stunden!

Aus eigener Erfahrung kann ich Euch sagen, dass es tatsächlich so ist, dass man nach einem gewissen Zeitraum das Korsett durchaus noch enger schnüren könnte, da sich der Körper scheinbar daran gewöhnt.

Hat man dann den gewünschten Taillenumfang erreicht, kommt die Krinoline. Darüber mehrere Unterröcke aus steifen Material um ein Abzeichnen der Metallstäbe durch das Kleid zu verhindern, letztendlich das eigentliche Kleid!

Oft werde ich gefragt: „Tut es weh ein Korsett zu tragen?“

Die Frage kann nicht so einfach mit „ja“ oder „nein“ beantworten werden?  Ich kann Euch nur sagen, wenn das Korsett auf Maß gefertigt ist und es gut sitzt, ist es nicht wirklich unangenehm. Wobei es natürlich immer darauf ankommt, wie fest man geschnürt wurde.

Aus eigener Erfahrung kann ich Euch sagen, irgendwann – auch wenn man seine Kleider noch so gerne trägt – ist der Zeitpunkt erreicht, an dem man froh ist sie endlich wieder ausziehen zu dürfen.

Grundsätzlich und mit ein wenig Übung kann man sich in dieser Kleidung völlig normal bewegen, ob man nun durch eine Tür geht, den Fahrstuhl benutzt, in eine Kutsche oder ein Taxi steigt, möglich ist alles. Der Komfort blieb damals wie heute auf der Strecke.

„Schönheit muss leiden“ hat hier sicherlich so manches Mal seine Berechtigung, allerdings verliert meiner Meinung nach das schönstes historische Kleid seine Wirkung und Originalität wenn das „Darunter“ nicht korrekt ist.

Eines könnt ihr mir glauben, auch wenn so wie bei mir manches Mal über 100 Meter Stoff darüber sind, man erkennt den Unterschied 😉

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Foto: @Privat

 

Für alle Damen, die im Damensattel reiten kann ich nur empfehlen, sich ein etwas kürzer geschnittenes Reitkorsett fertigen zu lassen, ansonsten könnte es unangenehm werden 😉

Somit hoffe ich, ein wenig Klarheit ins „Darunter“ gebracht zu haben, und wünsch Euch viel Spaß beim Selbstversuch 😉

 

*Sisi*

 


Rechtliche Hinweise:
Bildrechte: @neheleniapatterns.com, @Privat, @Cathie Jung
Es konnten keine Urheberrechte zu den Bildern festgestellt werden. Sollten wir gegen ein Urheberrecht verstoßen haben, bitten wir um Kontaktaufnahme: sternenkaiserin[at]gmx.at
Textrechte: Sisi


 

 

Herzogin Sophie in Bayern

Sophie Maria, Herzogin in Bayern, Unbekannt Foto: Wikimedia/Commons

Wir gedenken heute einer der liebsten Schwägerinnen von Kaiserin Elisabeth. Prinzessin Sophie von Sachsen, die durch ihre Hochzeit mit ihrem Cousin 1. und 3. Grades, Herzog Carl Theodor in Bayern, zur Herzogin in Bayern wurde. Carl Theodor war der Bruder von Kaiserin Elisabeth.

Sophie Maria Friederike Auguste Leopoldine Alexandrine Ernestine Albertine Elisabeth Prinzessin von Sachsen wurde am 15.3.1845 in Dresden geboren. Ihr Vater war König Johann Nepomuk Maria Joseph Anton Xaver Vincenz Aloys Franz de Paula Stanislaus Bernhard Paul Felix Damasus von Sachsen, genannt König Johann I. von Sachsen (geb. 12.12.1801, † 29.10.1873), ihre Mutter war Amalie Auguste Prinzessin von Bayern (geb. 13.11.1801, † 8.11.1877), die wiederum eine Schwester von Herzogin Ludovika war. Sie war das jüngste Kind von insgesamt 9 Kindern.

Nach dem Drama seines Bruders Ludwig (er heiratete unstandesgemäß), stieg Carl Theodor als Familienoberhaupt auf. Die Hochzeit fand am 11. Februar 1865 in Dresden statt – an diesem Abend hatte das Sternenkleid von Kaiserin Elisabeth seinen berühmten Auftritt (unser Beitrag zum Sternenkleid).
Sophie von Sachsen war in der Familie äußerst beliebt. Sophie war eine sehr lebensfrohe Person, die gern musizierte und dem halbverlassenen Schloss Possi wieder Leben einhauchte.

Für solche Ehen war es sehr ungewöhnlich, aber Carl Theodor und Sophie liebten sich sehr. Am 24.12.1865 krönte die Geburt der Tochter Amalie Maria Herzogin in Bayern († 26. Mai 1912) ihre Liebe. Doch die Geburt der Tochter war so schwer, dass sich Sophie nicht richtig um ihre kleine Tochter kümmern konnte. Sie kränkelte permanent, erholte sich nicht mehr richtig.

Am 22.2.1867 wurde die kleine Schwester von Kaiserin Elisabeth, Sophie Charlotte, 20 Jahre alt. Zu diesem Zeitpunkt war Sophie noch mit König Ludwig II. verlobt. Dieser wiederum wollte seiner Verlobten ein richtiges Fest ausrichten und ließ einen Hofball veranstalten.

Sophie nahm bei den Veranstaltungen teil und holte sich am Familiendinner eine Erkältung, welche sich rasend schnell zu einer Kehlkopfentzündung ausbreitete. Zum Entsetzen der gesamten Familie starb Sophie am 9. März 1867, kurz vor ihrem 22. Geburtstag. Sophie wurde in Tegernsee begraben.

 

~ Marie ~

 


Rechtliche Hinweise:
Textrechte: Marie Festetics
Bildrechte: Es konnten keine weiteren Urheberrechte zu den Bildern festgestellt werden. Sollten wir gegen ein Urheberrecht verstoßen haben, bitten wir um Kontaktaufnahme: sternenkaiserin[at]gmx.at


Literatur Hinweis:

Christian Sepp
Sophie Charlotte – Sisis leidenschaftliche Schwester

 


 

Träume und Gedichte – Februar 2017

Franz-Joseph:
Komm heim, Sisi. Wir gehören zusammen. Ich glaube immer noch daran. Ich liebe dich. Und Liebe, sagt man, kann alle Wunden heilen…

Elisabeth – Musical
Text: @Michael Kunze, Musik: @Sylvester Levay

 

Foto: @Privat


 
 
Vor Kälte ist die Luft erstarrt,
es kracht der Schnee von meinen Tritten,
es dampft mein Hauch, es klirrt mein Haar;
nur fort, nur immer fort geschritten!

Wie feierlich die Gegend schweigt!
Der Mond bescheint die alten Fichten,
die sehnsuchtsvoll zum Tod geneigt,
den Zweig zurück zur Erde richten.
Frost! Friere mir ins Herz hinein!

Tief in das heißbewegte, wilde!
Daß einmal Ruhe mag da drinnen sein,
wie hier im nächtlichen Gefilde
 
Auszug aus dem Gedicht „Winternacht“
Nikolaus Lenau
(Hinweis: statt „Bart“, wurde „Haar“ eingesetzt)
 
 

Foto: @Artgraphy.at

 


 
 
Nicht soll Titania unter Menschen gehn
in diese Welt, wo niemand sie versteht
wo hundert Gaffer sie umstehen
neugierig flüsternd. „Seht die Närrin, seht!“
Wo Mißgunst neidisch pflegt ihr nachzuspähen,
die jede ihrer Handlungen verdreht,
sie kehre heim in jene Regionen,
wo ihr verwandte schön´re Seelen wohnen.
 
Titania
aus Elisabeth Das poetische Tagebuch – Brigitte Hamann

Foto: @Bertl Jost

 


 
 
Mit deinen blauen Augen
Siehst du mich lieblich an,
Da wird mir träumend zu Sinne,
Daß ich nicht sprechen kann.

An deine blauen Augen
Gedenk ich allerwärts;
Ein Meer von blauen Gedanken
Ergießt sich über mein Herz.
 
Heinrich Heine

Foto: @Bertl Jost

 


 
Eine Stunde, wenn sie
glücklich ist, ist viel.
Nicht das Maß
der Zeit entscheidet,
das Maß des Glücks.
 
Theodor Fontane
 

Foto: @Privat

 
 

 

Liebe Ida!

Ich arbeite für eine verrückte Frau.
Ihre Majestät erscheint so wie gewöhnlich, die Worte, die aus ihrem Mund kommen, und, wie sie immer gewesen sind, aber ihre Seele ist verkümmert.
Sie ist eine bloße Reflexion von sich selbst.

Brief von Marie, Gräfin Festetics an Ida, Gräfin von Ferenczy
Elisabeth Kaiserin wider Willen, Brigitte Hamann

 

Foto: @Privat

 
 


Der große Wunsch, dem Größeren weicht,
nie zieht ins Herz genügen ein.
Und hast du einst dein Glück erreicht,
so hört es auf, dein Glück zu sein

Kaiserin Elisabeth von Österreich

Foto: @Bertl Jost

 


 

Schönheit ist die Ursache und der Zweck aller Dinge

Kaiserin Elisabeth von Österreich

 

 

Foto: @Bertl Jost

 


 

Glücklich ist, wer vergisst,
was doch nicht zu ändern ist.

Zitat aus der Fledermaus

 

Bild: @Bertl Jost

 


 
 
Nun kann sie weiter wandern,
Nichts hemmt mehr ihren Lauf;
Ein Hügel nach dem andern
Führt abwärts bald, bald auf.

Doch in dem Buchenlaube
Was schimmert wohl so licht?
Bedeckt vom Silberstaube
Kommt jetzt der See in Sicht.
 
Teile aus den „Cyclamen II.“, Winterlieder,
Brigitte Hamann – Das poetische Tagebuch

 

Foto: @Artgraphy.at

 


 

Je besser ich die Menschen kennenlerne,
desto mehr bewundere ich Hunde.


Madame de Sévigné

Ein besonders großes Danke an Garret und Chiba

 
 

Foto @Artgraphy.at

 


 

Die Leute wissen nicht was sie mit mir beginnen sollen,
weil ich in keine Traditionen und längst anerkannten Begriffe hineinpasse.
Sie wollen nicht, dass man ihre Schubladenordnung störe. So gehöre ich denn mir ganz.“

Kaiserin Elisabeth von Österreich

 

Foto: @Die Gärten vonTrauttmansdorff

 


 

Ein Leben ohne Hund ist möglich,
aber sinnlos.

Loriot

Wir wünschen allen unseren Freunden und Fans einen wunderschönen Valentinstag!

Foto: @Artgraphy.at

 


 

Ich bitte Gott, Er möge gnädig senden
Dir manchen Sommer noch, wie du ihn liebst,
Wo Frische dir die Sonnenstrahlen spenden
Und Stunden du im Buchenhaib verbliebst.
Nachts aber soll der Mond sein Antlitz wenden
Dir zu, wie Du entzückt mir jüngst beschriebst.
Wem die Natur so lieblich weiss zu blühen,
Vor dem wird lange noch das Alter fliehen!
 
 
Kaiserin Elisabeth an ihre Mutter Ludovika
Brigitte Hamann – Kaiserin wider Willen
 
 

Foto: @Bertl Jost

 


 
 
Ich hätt‘ getanzt heut‘ nacht
die ganze Nacht heut‘ nacht!
So gern‘, und noch viel mehr.
Ich hätt‘ mir viel erlaubt,
wovon ich sonst geglaubt,
das das wohl sündhaft wär‘.
 
Textauszug aus Song: „Ich hätt getanzt heut nacht“,
Musical: My fair Lady
Text: Alan Jay Lerner
Deutsche Übersetzung: Robert Gilbert
 

Foto: @Bertl Jost

 


Ich möchte so reich sein, wie unsere Gesellschaft an Langeweile…

Elmar Kupke
Textauszug aus: Der Stadtphilosoph

Foto: @Bertl Jost

 


 

Sei verlassen, sei verdammt
Bis ans Ende dieser Welt gerannt,
Finde nur ein Telefon
Und schon –
Steht Dir offen jedermann.

Geht er ran?

Mortzcampus

 
 

Foto: @Bertl Jost

 


 
 
Ich wollt, ich wär‘ eine Königin,
Dann stieg ich herab vom Throne
Und legte zu deinen Füßen hin
Reichsapfel, Scepter und Krone.

Und wär‘ ich weiser als Salomo,
Dein Wort hielt doch ich in Ehren,
Denn weiser als aller Sterblichen Wort
Erschienen mir deine Lehren.

Ich bin nicht weise, bin ohne Macht,
Hab nichts als ein Herz zu vergeben,
Doch ist’s an Lieb und Treue so reich,
Wie keins du mehr findest im Leben.

Emma von Brandis-Zelion

 
 

Foto: @Bertl Jost

 


Was mich nicht umbringt,
macht mich stark,
ich werde es allen beweisen,
seine Schuld gibt mir das Recht
die Kette zu zerreißen
Geh…!

Textauszug aus dem Song Maladie, Elisabeth Musical
Text & Musik Silvester Levay & Michael Kunze

 

Foto: @Daniel Leitner

 


 

Reihenweise sind ihr die Männer um sie herum verfallen.

Sie ist der eiskalte Engel;
eine liebliche Fee,
die lockt,
ohne die kleinste Annäherung zu erlauben…

*Sisi*

 

 

Foto: @Privat

 


Sie hat etwas in ihrem Wesen,
das fasziniert.

Irma Gräfin Sztáray, Hofdame der Kaiserin

Foto: @Privat

 


 

 

Sturm mit seinen Donnerschlägen
Kann mir nicht wie du
So das tiefste Herz bewegen,
Tiefe Meeresruh!

Du allein nur konntest lehren
Uns den schönen Wahn
Seliger Musik der Sphären,
Stiller Ozean!
 
Kaiserin Elisabeth bei der innig vertieften Lektüre von Nikolaus Lenau in Ungarn

Auszug aus dem Gedicht „Meeresstille“ von Nikolaus Lenau

 

Foto: @Privat

 


 

„Ich bin die Sklavin meiner Haare.“

Kaiserin Elisabeth von Österreich
Kaiserin wider Willen, Elisabeth Hamann

 

Foto: @Privat

 


 
Auf Titania, schmücke dich
Heut‘ mit Diamanten!
Sonntag ist’s, es nahen sich
Wieder die Verwandten.
(…)
Oberon im Feensaal
Winket schon den Gästen,
Die sich dem Familienmahl
Nah’n von Ost und Westen.
(…)
Schwermutvoll ihr Auge blickt,
Träumend in die Weite;
Ihre Jugend ist geknickt,
Trübsal ihr Geleite
 
Elisabeth von Österreich, Das poetische Tagebuch – Brigitte Hamann
 

Foto: @Privat

 


 

„Warum muß man mich immer mit dem Hofzeremoniell Sekkieren? Reicht es nicht, daß ich mich Anstarren laße…?“

 

Foto: @Privat

 


 

„Marie! Ein Photograph!, Sorge bitte dafür, dass Ich Privat sein möchte. Lass den Paravent vor mich stellen. Ida, Lies bitte weiter.“

„Jawohl, Majestät!“

So oder so ähnlich könnte sich die Szene abgespielt haben.
Wir zeigen Euch in Zukunft Tagesabläufe im Leben von Kaiserin Elisabeth, dass macht sie unserer Meinung nach Lebendiger.

 

Foto: @Privat

 

 

…..ich freue mich jetzt schon auf die Reise nach dem schönen Ungarn…. …Már most nagyon örülök, hogy a szép Magyarországra utazhatok…….que feliz me hace pensar en el viaje a la bellìsima Hungria….

Ein Satz von Romy Schneider aus dem Film, der in diesem Fall auch auf mich zutrifft. Für immer unvergessen ist der Moment, an dem Sissi das Fest bei Graf Andrássy besucht.

***

Egy mondat a Romy Schneider-féle filmből, ami jelen esetben rám is nagyon vonatkozik. És feledhetetlen az a pillanat, amikor Sissi Andrássy gróf bálját meglátogatja.

***

Una frase de Romy Schneider en la pelìcula que, en este caso, puedo hacer mia. Y que decir de ese momento inolvidable en el que Sissi llega a la fiesta del conde Andrassy.

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Foto: Romy.de

Im Dezember lernte ich ein paar Husaren aus Sopron kennen, und wie könnte es anders sein, die Ungarn lagen ihrer Königin zu Füßen.

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Decemberben megismerkedhettem pár soproni huszárral, és hogyan is történhetett volna másképp, királynőjük levette őket a lábukról.

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En Diciembre conocì a un par de Husares de Sopron y como no podìa ser de otra manera, los hùngaros cayeron rendidos a los pies de su reina.


 

Prompt erhielt ich eine Einladung zum Ball der Husaren, und wieder wurde ein „Stückchen Film“ zur Wirklichkeit.

***

Ott helyben kaptam egy meghívást a huszárok báljára, és ezzel megint egy „filmrészlet“ valósággá vált.

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En seguida recibì una invitaciòn para asistir al baile de los Husares, y una vez mas, las escenas de la pelìcula se volvieron realidad.

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Foto: @Privat

Es vergingen ein paar Wochen und Ida und ich packten wieder einmal unsere Koffer, um die Reise „nach dem schönen Ungarn“ anzutreten.

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Pár hét elteltével Ida és én újra csomagoltunk, utazás „a szép Magyarországra“

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Pasaron un par se semanas y de nuevo, Ida y yo preparamos nuestras maletas preparàndonos para el viaje a la „bellisima Hungria“.


 

Begleitet von Marie, trafen wir am Freitag im Hotel ein, in dem man sich freute „Erzsebet“ begrüßen zu dürfen.

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Marie kíséretében érkeztünk a szállodába, ahol nagy szeretettel üdvözölték Erzsébetet.

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Acompañadas de Marie, llegamos el Viernes al hotel en el que tuve la alegria de ser saludada como „Erzsebet“.

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Hotel Pannonia, Sopron, Foto: @Privat

Wir verbrachten einen gemütlichen Tag im Hotel, tranken Kaffee, meine Damen unterbreiteten mir den neuesten „Hofklatsch“ und Ida las mir das Programm des Abends vor.

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Eltöltöttünk egy kellemes napot a szállodában, kávéztunk, az udvarhölgyeim beszámoltak a legfrissebb „udvari pletykákról“, majd Ida felolvasta az esti programot.

***

Pasamos un dia tranquilo en el hotel. Mis damas me pusieron al dia de los nuevos „cotilleos“ de la corte mientras tomàbamos cafe e Ida me leyò el programa para la noche.

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Foto: @Privat

Erzherzogin Sophie singt im Musical „eine Kaiserin muss glänzen, soll sich wiegen, kämmen, und erfrischen….“

Genau das taten wir dann auch!

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A musicalben Sophie ezt énekli: „egy csárszárnőnek ragyognia kell, mérlegelni, fésültetni és felfrissítettni kell magát…“ És mi mi pont ezt tettük!

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Sofia canta en el musical: „una emperatriz debe brillar, debe pesarse, peinarse y refrescarse…“

Asi que eso fue lo que hicimos!

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Foto: @Privat

Es wurden Haare geflochten, die Bänder der Krone eingewebt, das Korsett geschnürt, und zum Schluss kam das Kleid!

***

A haj fonva lett, a korona beletűzve, a fűző szorosra fűzve, majd a legvégén a ruhát segítették rám

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Arreglaron mi cabello, colocaron la corona en su sitio, ajustaron mi corsè y al final llegò el vestido.


 

Welches Kleid könnte diesem Anlass mehr entsprechen, als eine Kopie des Krönungskleides?

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Vajon melyik ruha is lenne a legméltóbb erre az alkalomra? Természetesen a koronázási ruha másolata!

***

Que otro vestido podrìa ser mas indicado para esta ocasiòn que una copia del traje de coronaciòn?

Als eine der Letzten betrat ich mit der Ankündigung „Elisabeth, Kaiserin von Österreich, Königin von Ungarn“ gefolgt von Ida den Ballsaal.

***

Az utolsók közt léptem be a bálterembe, „Erzsébet osztrák császárné és magyar királyné“ felszólításra. Ida szorosan követett

***

Como una de las ùltimas  en entrar al salòn de baile y seguida de Ida, fui anunciada como „Isabel, emperatriz de Austria, reina de Hungria“

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Foto: @Privat

Man geleitete uns an unseren Tisch, und die Husaren eröffneten ihren Ball mit der Fledermausquadrille.

***

Az asztalunkhoz kísértek, majd a huszárok megnyitották a bált Strauss A denevér táncával.

***

Fui acompañada a nuestra mesa y los Husares abrieron el baile con la cuadrilla del Murcièlago.


 

Ein kaiserliches Menü wurde serviert, und dann begann die Musik.

***

A császári menü felszolgálása után megszólalt a zene.

***

Se sirviò un menù imperial y la mùsica comenzò.


 

Der Donauwalzer erklang, und schon salutierte der erste Husar, und bat zum Tanz.

***

Alig hogy felcsendült a Kék Duna keringő, már szalutálva táncra kért fel az első huszár.

***

El vals del Danubio azul sonò y el primer Husar me saludò y me pidiò bailar.

 

Das Temperament der Ungarn veranlasste meine Damen, mich in ein anderes Kleid einzunähen, mit dem es leichter war zu tanzen, da sie fürchteten, das Krönungskleid würde zerreißen, bei den vielen stürmischen Tänzern. 😉

***

A magyarok temperamentumos táncai egy másik ruha öltöztetésére „kényszerítette“ udvarhölgyeimet, mert féltek, hogy a koronázási ruha elszakadhat 😉

***

Es conocido el temperamento hùngaro, asi que mis damas me aconsejaron un cambio de vestido que me permitiera bailar con mas facilidad y tambièn para evitar que el traje de coronaciòn de desgarrara entre tantos fogosos bailarines.

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Foto: @Privat

Ein Ballkleid ohne Schleppe war genau das Richtige, um den restlichen Abend auf der Tanzfläche zu verbringen

***

Egy uszály nélküli báli ruha a lehető legjobb választás volt, hogy az est hátralevő részében akadály nélkül táncolhassak.

***

Un traje sin cola era lo ideal para poder pasar el resto de la noche en la pista de baile.

Es folgte eine lustige Ballnacht, in der wir einige unserer Freunde wieder trafen, aber auch viele Neue kennen lernten.

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Egy vidám és kellemes bálest volt, ahol sok régi baráttal is találkoztunk, de új barátokra is leltünk

***

Fue una noche divertida en la que pudimos volver a ver a muchos de nuestros amigos y a la vez conocer muchos nuevos.

 

Eine rauschende Ballnacht ging zu Ende. Vielen Dank für diese Einladung.

Wie mein Gemahl sagen würde: Es hat mich sehr gefreut…

Végetért egy fergeteges bál. Nagyon köszönöm a meghívást. Ahogy a férjem mondaná: „Nagyon örültünk…“

*Sisi*

 

 


 

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Bildrechte: Privat, Romy.de
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Textrechte: Sisi

Ich bedanke mich bei Kati und Tamara für die Übersetzungen!!!